Erstes Blatt Samstag 19. Mai 1906 zeigenteil: HanS ®ed, *re heutige Kummer umfaßt 20 Verantwortlich für den poliL und allgem. 156. Jahrgang Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Teil: P. 'Wittko: für .Stadt und 2anb* und vezng»pret»r monatlich 7bPi., viertel- jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monQtlidi 65 Vf.; durch diePost yit.2.— viertel- jährl. auSschl. Vestellg. llnnahme von Anzeigen für die Tagesnuininer biS vornnltags 10 Uhr. ZeilennreiS: lokal 12SI>!N auswärts 20 Pig. Nr. 117 •rfOttet täglich außer SonmagL. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dom hessischen Landwirt die Gießener Familien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch-u.Stein- druckeret. 9t. Lange. Redaktion, Erveditioa und Druckerei: Schulstratze 7. Redaktion 113 Verlag u.Exped.e-^51 Adresse für Deveschen: Anzeiger Gießen. Gietzener Anzeiger w General-Anzeiger w Kraf Ko-Hen über den Aufwand in Kstafrika und die Zukunft unserer Kolonien. Der bisherige Gouverneur von Deutschostafrika, Graf von Goetz en, der an einem Magenleiden schwer erkrankt sich zurzeit in Meran aufhält, hat dort einen Mitarbeiter der „9t. G. C." empfangen und ihm auf die Frage, ob er den Aufstand in Oftafnka als beendet und die Lage dort als gesichert an sehen könne, folgendes erwidert : „Bei meiner Abreise, Anfang April, war der Aufstand überall im Abflauen und unter der Kontrolle der Truppen. Daraus folgt aber noch nicht, daß nicht in den nächsten Monaten noch Kämpfe stattfinden würden. Sie müssen bedenken, daß die Führer des Aufftandes einen Verzweiflungskampf kämpfen, denn sie wissen, daß sie der verdienten Bestrafung entgegensehen. Einen abermaligen baldigen Auf st and in ähnlicher oder größerer Ausdehnung, wie der soeben niedergerungene, halte ich in den nächsten Jahren für sehr unwahrscheinlich. Die jetzt erlittenen Lektionen wirken sicherlich eine Weile nach. Aber das Gedächtnis des Negers ist kurz, sein Solidaritätsgefühl wird ständig wachsen und mit der europäischen Kultur nx^b er sich in den nächsten Jahrzehnten noch nicht absindcn. Das „Wilde" in seiner Natur wird, wenn er sich die Möglichkeit eines Erfolges einbildet, immer wieder hervorbrechen. Die Verwaltung muß daher mit aller Energie für ausreichende militärischeSicherheit sorgen, und der einzige Punkt, der mich bei meinem aus Gesundheitsrücksichten leider notwendigen Rücktritt von meinem Amt mit schwerer Sorge erfüllt, ist die Befürchtung, daß die heimischen maßgebenden Kreise jetzt, wo der Aus md nicht mehr gefährlich ist, sich wieder dem alten Glauben hingeben, die deutschen Kolonien könnten billiger in Ordnung und Ruhe gehalten werden, als fremde Kolonien. In sorgfältigster Berücksichtigung der ganzen neuen Lage, der Bevölkerungsverteilung und zweckmäßigster Dislozierung der Truppe, sowie nach Berechnung aller Möglichkeiten hatte, ich fünfzehn farbige Fcldkompagnien zu 150 Mann, eine Maschineugewehrabteilung und eine weiße Kompagnie als notwendige militärische Besatzung Deutsch-Ästafrikas für die Zukunft verlangt, unter der Voraussetzung, daß mit den Bahnbauten ein schnelleres Tempo eingeschlagen würde. Vom militärisch-politischen Standpunkt aus und nach meinen Erfahrungen konnte ich zu keinem anderen Resultat kommen. 9hin hat der Reichstag die weiße Kompagnie abgelehnt. Wvr wo ist der Ersatz? Da die Ablehnung der weißen Kompagnie, die übrigens meiner Ueberzeugung nach unter dem Druck der Verhältnisse, welche die vermehrten Ansiedlungen bringen werden, in späteren Jahren sicherlich rückgängig gemacht werden wird, für mich ein gegebenes Faktum war, beantragte ich sofort den entsprechenden Ersatz durch farbige Soldaten und verlangte die Erhöhung der farbigen Kvmpagniezahl von 15 auf 19. Wie mein Nachfolger die Verantwortung für die Sicherheit des Landes übernehmen soll, wenn auch das ihm verweigert werden sollte, weiß ich nicht, glaube im übrigen aber noch nicht an diese Ablehnung, denn ich kann mir kaum vorstellen, daß man nach den Erfahrungen der letzten drei Jahre wagen wird, das l^pcriment der falschen Sparsamkeit zu wiederholen. Ich habe auch volles Vertrauen, daß die wirtschaftliche Entwicklungen des Landes den Erwartungen solcher Leute entsprechen wird, die die Einflüsse von Zeit, Bevölkerung, Areal, Klima und Bodenverhältnisse nur einigermaßen richtig in Rechnung stellen. Je länger ich daö Land kenne, und das ist seit 15 Jahren, desto^ mehr komme ich zu der Ueberzeugung, daß Deutsch-Ostafrika unser wertvollster Besitz über See ist. Ml das Gerede über die Wertlosigkeit des Landes würde verstuinmen, irrenn es nicht infolge seiner traurigen Verkehrsverhältnisse den meisten Menschen unzugänglich wäre. Vollstes Vertrauen habe ich vor allem zu der Zukunft der Kolonie als Ansiedlungsgebiet für Deutsche. Aber auch dazu gehören erst Eisenbahnen! Die Arbeiterfrage kann nicht von der Regierung allein gelöst werden. Sachgemäße Organisation der Anwerbung, auf gemeinsame Rechnung der Plantagen, und geleitet von hoch bezahlten und bei den Negern beliebten weißen Werbern wird sicherlich helfen. Asiaten- einfuhr ist die „ultima ratio", vor der man auch nicht zurückschrecken sollte; denn das investierte Kapital kann nicht darauf warten, bis der Neger zur Arbeit im Laufe der Jahrzehnte erzogen sein wird. Das alte Problem, letzterem größere Bedürfnisse anzuerziehcn und dadurch seinen Erwerbssinn zu steigern, betrachte ich noch als ungelöst." Auf den bevorstehenden Besuch der Re ichstags - geordneten i n D e u t s ch -O st a f r i ka hingewiesen, bedauerte Graf Goetzen, daß er die Herren dort nicht mclyr selbst empfangen könne. „Cs ist schade", meinte er, „daß die Herren gerade in den trockensten Monaten das Land besuchen, wo die Natur in Normaljahren alles Grau in Gcau malt und alles nach Regen lechzt, der dort ganz andere Veränderungen für das Auge in der Natur hervorruft als in gemäßigten Klimatcn. Die Augenweide an einer üppigen tropischen Vegetation, die auf biefe, Weise den Herren entgehen wird, findet aber einen Ersatz an kühlem Wetter, und dafür ist man dort besonders dankbar." ans Hessen. R. B. Darmstadt, 18. Mai. Tie zweite Ständc- ka mm er wird, wie jetzt feftsteht, am Mittwoch oder Donnerstag nach Pfingsten zu einer kurzen Beratung zusammentreten und sich alsdann bis zum Herbst vertagen^ die Kammer wird also auch am Freitag, den 8. Juni, zur Feier des 25jährigen Abaeordnetenjubiläms des Kammerpräsidenten Haas beisammen "sein. Bis dahin werden die einzelnen Ausschüsse noch fleißig arbeiten, um olles in der Vorbereitung befindliche Beratungsmaterial für das Plenum fertigznstellen. Der Finanzausschuß tritt, wie schon erwähnt, an: 23. Mai vormittags wieder zusammen, um sich zunächst mit der Wahl seines neuen Präsidenten an Stelle des verstorbenen Abg. Möllinger zu beschäftigen. Dann soll die Regierungsvorlage inbetreff des BadeS Salzhausen und eine Reihe anderer Gegenstände, wie die Vorstellungen des hessischen Richter- vereinS um Gewährung freier Dienstwohnungen, der mittleren Justizbeamten um WohnungSgeldzuschuß und der Bureaugehilfen bei der Großh. Zentralstelle für die Landesstatistik um Erhöhung ihrer Vergütungen, ferner die Anträge Dr. Schmitt und Ulrich in Betreff der Aufhebung des Brückengeldes im Großherzogtum Hessen zur Erledigung kommen und eine definitive Entschließung inbetreff der beiden Anträge um Gewährung von Vergütungen an Schöffen und Geschworene erfolgen. In einer späteren Sitzung dürfte sich der Ausschuß auch noch mit den Vorstellungen des Hess. LandeslehrervereinS und des katholischen Lehrervereins iin Großherzogtum um Neuregelung der Gehaltsverhältnisse der hessischen V o l k § s ch u l l e h r e r und Lehrerinnen beschäftigen. — Am nächsten Dienstag nachmittag kommt auch der Gesetzgebungsausschuß zur Bcschluß- safiung über die fertiggestellten Berichte, betreffend die Abänderung des Berggesetzes und den Gesetzentwurf betr. ine Feldbereinigung zusammen und weiter wird sich am Dienstag und Mittwoch auch der Pc titi onsauSschu ß zur Erledigung seines Beratungsmaterials zusammensinden. Für die Plenarberatung wird alsdann für mindestens drei Tage hinreichend Stoff vorhanden sein. Deutsches Reich. Berlin, 18. Mai. Die „Rationalztg." bestätigt, daß Verhandlungen schweben, die auf eine Einigung über das Schulunterhaltungsgesetz hinzielcn. Zu einem praktischen Ergebnis hätten diese Verhandlungen bisher nicht geführt. Wildpark, 18. Mai. Prinz Heinrich von Preußen traf heute abend hier ein und fuhr nach dem Neuen Palais. Hamburg, 18. Mai. Hl'ute mittag fand im „Hotel de l'Europe" eine längere Präsidialsitzung des deutschen Jlottcnoereins statt. Heute abend werden die auswärtigen Gäste in den Klubräumen des norddeutschen Regattavereins empfangen. Die diesjährige Tagung des Flottenvereins wird sich bis zum 21. Mai erstrecken. Der erwartete Besuch des Prinzen Heinrich unterbleibt wegen der Hoftrauer um die Prinzessin Friedrich Karl. Karlsruhe, 18. Mai. Die Budgetko in Mission des badischen Landtags stimmte den von der Negierung gemachten Vorschlägen bezüglich dec Personentarif-Nc- form, also auch der Aufhebung des Kilometerheftes, mit allen Stimmen bei drei Stimmenthaltungen zu. München, 18. Mai. Die bayerische Abgeordnetenkammer lehnte nach längerer Debatte den Antrag der liberalen Vereinigung, daß Bayern im Bundesrat gegen die Fahrkartensteuer stimmen möge, mit den Stimmen des Zentrums gegen die aller übrigen Parteien ab. Nolorrialpost. Berlin, 18. Mai. Wie nunmehr an,tlich bestätigt wird, hat sich Moren ga mit sieben Mann der Kappo liz ei gestellt und soll nach Upington gebracht werden. Die aus den kleinen Karasbergen ausgebrochene Hottentottenbande hat sich, wie zu erwarten stand, in südlicher Richtung nach der unwegsamen Gegend des großen Fischflusies gezogen. Die von allen Seiten folgenden Truppen stellten fest, daß am 10. Mai Johannes Christian Morris und ein dritter Führer namens Viel ding bei Rosenbusch am großen Fischflusse vereinigt waren. — Das Zentral-Hilfskoinitee für Deutsch- Südwestafrika teilt mit, daß ihm der Zentralausschuß der unter dem Protektorate des Kronprinzen und unter dem Ehrenvorsitz des kommandierenden Generals, General der Infanterie von Eichhorn, veranstaltet gewesenen „Reiter- feste 19 06 zu Frankfurt a. M." vom Reingewinn 5 0 00 0 M a rk überwiesen habe. Dieser Betrag soll nur zur Unterstützung an hilfsbedürftige Hinterbliebene von im Feldzug in Südwestafrika Gefallenen und infolge dieses Feldzuges invalide gewordenen Krieger, die nach Deutschland zurückgekehrt sind, Verwendung finden. Weitere Gaben und Unterstützungen sowie Gesuche sind zu richten an das obige Komitee zu Händen des Major z. D. Simons, Berlin W 62, Kurfürstenstraße 97. — Dem „Lokalanzeiger" wird aus parlamentarischen Kreisen mitgcteilt, Gouverneur v. Putt kämm er, dessen Gesimdheit durch die langjährige Tropendienstzeit angegriffen sei, beabsichtige, nicht nach Ka,nerun zurückzukehren; es verlaute vielmehr, daß er seinen Abschied erbitten werde. ArrslcrirH. Nancy, 18. Mai. Ter Gerichtshof sprach die wegen der bei der Kircheninventur in Saint Nicolas erfolgten Tötung eines Arbeiters angektagten Vikare Abbe Claude und Mb6 Lacour frei. Tas Publikum nahm das Urteil mit begeistertem Beifall auf. Barcelona, 18. Mai. Tic katatonischen Senatoren und Deputierten richteten an die Regierung einen Protest gegen die Einmischung des Auslands in die Revision des Z o l l t a r i f e S und beantragen die sofortige Einberufung der Cortes behufs Beratung der am Zolltarif vorzunehmcnden Aenderungen. Rom, 18. Mai. Die Vormittagsaudicnzen im Vatikan wurden verschoben, da der Pap st infolge eines leichten Gichtanfalles zu ruhen wünschte. — Der W e l t p o st k o n g r e ß hieß in seiner heutigen Sitzung die Uebereinkünfte und Bestimmungen betreffend die Postanweisungen, die Behandlung von Poststücken mit Wertangabe und die Nachnahmesendungen gut, desgleichen die Annahme der Abonnements auf Zeitungen und Zeitschriften. Tie Höchstsumme für Postanweisungen wurde auf tausend Francs festgesetzt. Die Porto- gebühr für Postanweisungen wurde ermäßigt. Wien, 18. Mai. Das Abgeordnetenhaus beginnt die Debatte über die jüngste Regierungserklärung. Plaezek sagt, die tsebeclüsche Politik habe unter Gautsch eine Niederlage erlitten, da sie alles bewilligte und nichts erreichte. Ter alldeutsche Herzog sagt, es wäre zu wünschen, daß Oesterreich sobald als möglich Mm Teufel geholt würde. Der Tscheche Choe sagt, der östreichische Kaiser bnbe Bö lernen den gegebenen Eid nicht gehalten. Daß der Kaiser für eine Wahlreform ein trete, mache daher auf ihn keinen Eindruck. Aus der Rede deS Ministerpräsidenten gehe hervor, daß der neue Kurs deutsch sein werde. Dafür sei bezeichnend, daß der deutsche Kaiser nach Wien komme, um dos' Regime zu stärken. Die Slawen müßten vorsichtig sein, damit der Schade, den der Besuch deS deutschen Kaisers in Wien ihnen zufügen könne, nicht großer sei als der, den Tr g loin Besuche fi.werö von refierreicli < i Haise. Aus S.aöt uns tano. Gießen, den 19. Mai. Das Kaiserpaar Gießen. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin trafen gestern abend mit Gefolge, ersterer von Metz und letztere von Homburg kommend, mit Sonderzügen auf dem hiesigen Bahnhof ein und reiften nach einem Aufenthalt von 40 Minuten nach Station Wildpark weiter. Zum Empfang ant Bahnhofe waren u. a. Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breidert und Oberst v.Lindenau erschienen. DerSondev- zug mit I. M. der Kaiserin traf von Homburg über Friedberg kommend nm 7 Uhr hier ein. Zunächst wurde Oberst v.Lindenau in den Salonwagen befohlen,wo er ein Bi'men- bouquet überreichte. Kurz darauf fuhr der Zug weiter in ein anderes Geleise und wenige Minuten später, um! 7 Uhr 10. Min., lief von Koblenz der Sonderzug ein, in dem sich S. M. der Kaiser befand. Der Kaiser stieg alsbald aus und unterhielt sich längere Zeit mit JDberft von Lindenau, bis I. M. die Kaiserin auf dem Perron erschien. Tie Majestäten küßten sich und promenierten dann ettoal 1 । Stunde lang in lebhafter Unterhaltung auf "bem Perron, bis die beiden Sonderzüge zusammen rangiert waren, worauf sie wieder einstiegen. Vor dem Einsteigen überreichte Oberst von Lindenau den Majestäten zwei Albums mit den verschiedenen photographischen Aufnahmen gelegentlich der Besichtigung des hiesigen Regiments am 1. Mai. Um 7 Uhr 50 Min. erfolgte die Abfahrt der Majestäten nach Wildpark, wo die Ankunft heute morgen 7 Uhr 30 Min. erfolgte. Leider war wegen der Bahnhofsumbauten alles abgesperrt und es nur Wenigen vergönnt das Kaiserpaar zu sehen. Von autoritativer Seite geht uns folgender ausführlicher Bericht über den Aufenthalt der Majestäten auf dem hiesigen Bahnhof zu: Ihre Majestät die Kaiserin traf gestern abend 7Uhr im Salonwagen von Homburg v. d. H. kommend auf dem Gießener Bahnhof ein. In Begleitung der Kaiserin befanden sich die ^ofbame Gräfin Keller und Kammerherr v. Winterfeld. I. M. die Kaiserin befahl den Regimentskommandeur Oberst v. Lindenau und beit RegimentUadjutanten Oberleutnant MengeS in den Salonwagen, woselbst Oberst v. Lindenau der hohen Frau im Namen des Ofsizierkorps des Regiments einen Blumenstrauß überreichte, den Ihre Majestät huldvollst entgegenzunehmen geruhte. Nach längerem Gespräch, in welches auch der Regimentsadjutant gezogen wirrde, verließen die beiden Offiziere itrieber Iren Salonwagen, der alsbald uorge-yo^en wurde, um dem später eintreffenben Zuge Sr. Majestät des Kaisers Platz zu machen. Als' der Kaiser den Salonwagen verlassen hatte, begrüßte die Majestät zunächst den ebenfalls am Bahnhof anwesenden Provinzialdirektor Geheimerat Tr. Breidert und nahm darauf die Meldung des Regimentskommandeurs Oberst v. Lindenau entgegen. Dieser wurde von Sr. Majestät in ein längeres Gespräch gezogen, in dessen Verlauf Oberst v. Lindenau Sr. Majestät ein von der hiesigen Papierhandlung Heinrich Noll sehr geschmackvoll ausgestattetes Album mit Photographien vom Gießener Kaisertage am 1. Mai überreichte. In der Begleitung des Kaisers befanden sich Generaladjutant Exzellenz von Hülsen, Chef des Militärkabinetts, ferner der Chef des ZivilkabinettS Exz. v. Lucanus t:nb die Flügeladjutanten Chelius und v. Friedeburg. Die Majestäten promenierten in sehr angeregter Unterhaltung längere Zeit auf dem Bahnhof, verabschiedeten sich darauf in sehr gnädiger Weise von den zur Begrüßung erschienenen Herren und fuhren 7.50 Uhr zur Teilnahme an den Beisetzungsseierlichkeiten der jüngst verstorbenen Prinzessin Friedrich Kruck nach Berlin. •* Eine Kaiserzusammenkunft in Darmstadt? Nach einer Meldung des Depeschenbureaus Herold wird in Petersburger Hoftreisen bestätigt, daß der Zar im Laufe des Sommers in Darmstadt einige Zeit Aufenthalt nehmen und dort mit Kaiser Wilhelm eine Zusammenkunft haben wird. j aber nur in Maschen, wo Ulakale aushängen. d14/4 <^■8» -A*. tmb alle, bte burd) ihren Sentf jmm Mr£g|jflldf8g rissige, tmtnbe, verätzte, entzän- V» bete 5>änbe bekommen, schützen sich durch uorbeugenben, erfolgsicheren Ge- ö H brauch berNasalan-Mebizinal-Seise, Rezept: Nasa lau 25, Seiie 75, in Stücken ä 60 P'g. <* , IC Nur echt und rein mit Rctorten-Marke ll »üb Namenszug vr. Adolph List. Er- hältlich in Apotheken resp. Drogerien, Par'ümerien. hv”4 Bedeutendstes Einrichtungshaus Mittel. x/Urill>Uiyill JJluvU|ul!llU Deutschlands. 300 Zimmereinrichtungen stets liefert vorrätig- Mau verlange Preisliste und Abbildungen. [b19/4 Dio nach- A sind morgen von 12 Uhr mittags bis stehenden l L 12 Uhr nachts sicher anzatreffen Dr. Klein, Ost-Anlage 37. — Dr. IPloch. Asterweg 34. — Dr. Zinsser. Goethestr. 10.________________ Sonntag 4—D Uhr 206 Nur E^geSä-^p©iheke offen. Urnnkfurter Börse. 19. Mai, 1.15 Uhr. . . 99.95 FJektriz. Lahmeyer . . . 213.50 . 107.10 Berliner Börse, 19. Mai. Anfangskurse. 219.00 Für die gesamte Redaktion verantwortlich in Vertr. Ernst Heß. ä 7 6880 97.80 24.70 130.60 . 160.30 . 142.20 . 238.00 . 92.20 . 160.90 4% 3% 3% . 253.80 . 134.20 156.00 134.10 268 00 227.00 164.05 219 00 249.50 130.75 132.90 171.50 142 30 238 50 185.00 186.50 160.70 Harpener Bergwerk Laurahiitte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd. . . Türkenlose . 87.85 100.00 87 95 Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenl ahn . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Gesten’. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn . 2470 . 145.70 . 152.25 4% Öesterr. Goldrcnte. . 4l/Ä% Oesterr. Silberrente 3M 7, 3% 3M 7( 3% 3M7c W, Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: ruhig. Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . Oberhessen Elektriz. Schnckert . . . Esch weil er Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg- Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahiitte...... Nordd. Lloyd..... Oberschles. Eisen-Industrie 4M°/o russ.Staatsanl. 1905 4M0'« Japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 3°/0 Mexikaner . . 4M°/o Chinesen . . Aktien Bochum Guss . . . Bnderus E. W . . Tendenz: fest. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 20. Mai 1906: Zunächst noch trüb und geringer Regen, spater Aufheiterung und wärmer. Näheres durch die Siebener Wellerkarte. tektorat des Großherzogs stehende allgemeine Geflügel- ausstellung im Großh. Orangeriegarten ist' heute mittag eröffnet worden. Der 1. Vorsitzende, Schlachthausdirektor Dr. Garth, hielt eine Begrüßungsansprache an bte Festversammlung, zu der auch Bürgermeister Dr. Glässing und zahlreiche andere behördliche Vertreter erschienen waren, und schloß mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Kgl. Hoh. den Großherzog. Die Ausstellung ist in dem prächtigen Rahmen des schon früher für die Gartenbauausstellung benutzten Orangeriegebäudes in origineller Weise arrangiert und trägt auch eine reiche dekarative Ausstattung zwischen den einzelnen Ständen und Käfigen. Im Innern deS Gebäudes ist besonders die äußerst reichhaltige Sammlung von Tauben und Hühnern der verschiedenartigsten und seltensten Nassen zu bewundern und ein tempelartig gebautes japanisches .Hühnerhaus aus Rohrgeflecht und Palmen beherbergt eine Reihe der wertvollsten japanischen Naffentiere. Neben zahlreichen Voliörenbauten für Fasanen, Truthähnen?c. und acht großen Hühnerhofen, Sing< und Ziervöqel-Kollektionen sind auch drei ausgedehnte Bassins mit herrlichem Wassergeflügel vorhanden, die einen prächtigen Anblick darbieten. Die Ausstellung ist 100.40 100.60 96.50 105.70 69.30 70.30 92.00 95.25 94.80 Gießener Strafkammer. )( Gießen, 18. Mai. Unter der Anklage des Verb recke ns im Amte stand der seit einiger Zeit vom Dienst sussi"ndierte Polizciwachtmeister Eh. M. IV. ' von B' ad - Nauheim vor der Strafkammer. Es ist ihm zur Last gelegt, daß er Zwangsmittel zur Erpressung eines Geständnisses angeweudet hat,, inbcm er einen Lehrling, der wegen Sackbesckädigung in lluteriuchilng stand, in eine Zelle des Pvlizeigefängnisscs verbrachte und ihm drohte, falls er nicht eingestehe, die Tat verübt zu haben, er ihn über die Weihnackstsfeiertage in der Zelle behalte, Wetter lautet die Anklage auf Urkundenfälschung, die er tu der Weise begangen Hot, daß er Zeugenprotokolle bte er ausgenommen hatte, nochmals abschricb, die Unterschriften nad.)= ahmte und diese als echt beglaubigte. Der gegen ihn im Lause der Untersuchung vollstreckte Haftbefehl, wurde utrolgc K'autwns- leistung außer Vollzug gesetzt. Seine VernelMung ergab, daß er früher als Weißbinder und Metzger tätig war, spater erhielt er die Stelle eines Polizeidieners zu Bad-Nauheim, dann war er einige Jahre Sckmtzmanu, bis er im vorigen Jahre zum Po- lizciwachtmeister und Kkiminalschutzmann ernannt wurde Eine Prüfung zu diesen Stellen hat er nicht abgelegt: auck habe er weder bei seinem Dienstantritt noch später eine Instruktion über seine Dienstobliegenheiten erhalten, sodaß er keine Ahnung von den Befugnissen eines Polizeibeamten hatte. Nach fernen ?In- gaben hielt er sich für berechtigt, den Lehrling, den er sur dringend verdächtig hielt, aus diese Weise zu einem Geständnis zu veranlassen: er fand auck nichts dabei, den Jungen trotz der llnsckuldsbeteuerungen aus kurze Zeit in bic Zelle emzw schließen, zumal die Frau seines Lehrmeisters der Anpatt Urar, dem Jungen könne eine Aufcnthaltsveränderung walnend der Feiertage' nichts schaden, es würde wenigstens soviel erreicht, daß er niemand ärgern könnte. Tatsächlich scheint die Schutz- Mannschaft hierbei nichts Unrecktes gefunden zu haben, bettn ein stäbtiscker Beamter, ber früher Schutzmann war, erklärte: „Ich glaube, bas hätte jeber von uns getan, ohne an eine strafbare Hanblung zn bcnfcn.,z Bezüglich ber gefälschten Protokolle gab ber Angeklagte an, baß bie Satzbilbung nnb Orthographie bei ihm Viel zu wünschen läßt: er habe nach Fertigstellung ber Protokolle Rabierungen nnb Aenderungen vorgenommen, die zwar an bem Jnlwlte nichts änberten. Da er aber biefe Protokolle in diesem Zustande ber Staatsanwaltschaft nicht vorlegen wollte, habe er sie nochmals geschrieben unb fick bemüht, bic Unterschriften einz"holen: er habe bie Zeugen aber nicht angetroffen, weshalb er sich entschloß, bic Unterschriften nachzualMcn Auck hier scheint er sich ber Tragweite seiner Hanblung. nickt bewußt gewesen zu sein, bemt er zeigte einem hingen schreib geht lfen bie Schriftstücke mit ben Worten: „Siehst Du, so macht maus!' Trot'bem objektiv ber Tatbestand eiucij strafbaren Handlung gegeben war, konnte sich das Gericht zu einer Verurteilung bezüglich der Erpressung bcS1 Geständnisses unb ber Freiheitsberaubung nicht entschließen, ba es' ber Ansicht war, es habe bem Angeklagten das Bewußtsein der Rechtswidrigkeiten gefehlt. Die Urkundenfälschung jedoch, wurde mit einer Gefängnisstrafe v o n 2 Tagen geahndet, bie burch bie erlittene Untersuckungshatt als verbüßt erachtet würbe. Das Gericht konnte sich bes Ausdrucks nickt entwehren, baß es eigentümlich sei, baß ber Angeklagte als Polizeibeamter sich so wenig Kemttmfie angeeignet hat, an wem die Schulb liege, sei an ber Genckttsstellc nickt zu erörtern. Trotzdem er vertretungsweise Vorsteher bes Polizeiamts war, sah ihn bas Gericht nicht als Hilfsbeamten ber StaotsanwalUckast an, ba es ihm an einer bicsbezüglichen eidlichen Vervslicktmw fehlte. Der 'm Vorverfahren erlassene Haftbefehl dem Dampfer „Zappvtt", nach Stettin unterwegs, zusammen. Beide Dampfer sind schwer beschädigt worden. Der „Zop- pott" mußte Blissingen, „Konsul Poppe" Terncuden anlaufen. — Aus Lille wird berichtet: Eine Explosion schlagender Wetter erfolgte auf bem Schacht 5 ber Grube von Noeux. Zwei Arbeiter würben getötet unb mehrere erheblich verletzt. — In ber Umgebung von Hazebrauk (Frankreich! verhaftete bic Genbarmerie gestern 18 Personen, welche einer Einbrecher- banbe angehörten, bic in ben letzten Tagen eine große Anzahl von Mvrbtaten verübt hat. — Die Fischsegler „Elf a", „Jupiter" unb „Seerose" sinb nach einer Meldung des Sceomtes in Cur Hafen untergegangen. Die gesamte Bei atzung von 25 Mann ist ertrunken. — In Braunschweig wurde über bas Vermögen bes Leutnants von Tampskh vom 17. Husarenregiment, ber für, bic Spielschulden eines ms Ausland gereisten Kameraden gutges-nft lyat, der Konkurs eröffnet. — Während eines Leichenbegängnisses in Koniaku (Oesterreich) schlug b-r Blitz in bas Trauergefolg^ 13 Personen würben getötet, 22 meist schwer verletzt. — In N cwhork finben fast täglich Totschläge in ben Werken ber Untergrund bahn zwischen Jrlänb-'m unb italienischen Arbeitern statt, -veranlaßt würben bie Rcib-'reien burch einen löblichen Unfall eines Jrlänbers. — In Tremessen (Poscnl sinb brci Kinber cinc5 Schuhmachermeisters an echten Pocken erkrankt. Ein Mäbcticn ist bereits aestorben bis zum 21. d. Mts. abends geöffnet. Darmstadt, 19. Mai. Heute fand die Schluß- ziehung der nunmehr vollständig aiifgelösten Hessisch- Thüringischen Staatslotterie statt. Eine Prämie von 100 000 Mk. fiel auf die zuletzt mit einem Gewinn von 2000 Mk. gezogene Nr. 16296 (nach Offenbach), sechs Prämien zu je 50 000 Mk. auf die zuletzt mit je 1000 Mk. gezogenen Nummern 19406 35146 (beide nach Mainz) 45088 (nach Darmstadt) 59797 (nach Roschütz) 81312 (nach Mainz und Käthen) 84870 (nach Weimar), zehn Prämien von je 10 000 Mk. auf die zuletzt mit 400 Mk. gezogenen Nr. 4384 (nach Alzey) 14368 (nach Sondershausen) 15324 (nach Friedberg) 55924 (nach Alzey und Bückeburg) 70225 (nach Oldenburg) 74257 (nach Gotha und Meiningen) 76874 (nach Eöthen) 79611 (nach Worms) 85000 (nach Darmstadt) 95342 (nach Weimar und Blankenhain), ein Gewinn von 5000 Mk. auf Nr. 31453, Gewinne von je 2000 Mk. auf Nr. 35710 40733 43193, Gewinne von je 1000 Mk. auf Nr. 14801 15023 17606 26861 32055 3329. (Ohne Gewähr.) Am Schluß hielt Geh. Justizrat Hallwachs eine Abschiedsrede, in welcher er auf die Verschmelzung der Lotterie mit der preußischen hinwies. Orrgrnal-Drahtineldnngen. sd. Da rm st a dt, 19. Mai. Heute abend findet zu Ehren des Geburtstages des Kaisers von Rußland Türkenlose ..... 147.00 4% Griech. Mbnopol-Anl. 54.30 4% äussere Argentinier . 90.80 Te?ef®msche KurshepicMe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. wurde aufgehoben. , , Wegen schweren Diebstahls wurde der Dienstknecht L. Sck. aus Dingelstädt zu 1 Ia hr 6 M o u a t c n G e f ä n g u i s unb 5 jährig. Ehrverlust verurteilt. Er hat auf bem Hof Allrnc- rob seinem 72jährig. Mitkneckt bic Ersparnisse in Höhe von 36 Mark entwendet, indem er ihm den Koffer aufbrach. Durch bas Sckösfenaerickt m— der Schreineraeselle B. W. hier wegen Diebstahls zu brci Tagen Gefängnis verurteilt worben. Er soll aus einer Mansarbenkammer bie Dackverschalung entfernt unb bie so gewonnenen Bretter als Brennholz benutzt haben. Da bic Kammer auch onberen zugäugig war, hielt cs das Gericht nicht für ausgeschloffen, daß bie Entwendung von anderer Seite erfolgt sein könne, weshalb Frei- p r u ch erfolgte. , „ Dem Landwirt G. Gr. von Ockstadt ging wegen unterlassener Straßenreinigung ein Strafbefehl in Höhe vbn 2 Mark zu, dessen Einspruch vom Schosfengircktt verworfen wurde. Er erhob Berufung unter der Behauptung, bie Gemeinde sei Anlieger der fraglichen Straße, diese habe für bie Reinigung zu sorgen. Diese Angaben bestätigten sich nicht, weshalb bas Urteil seine Mstättg- vng saud________ ALtbekterbeMeg-rng. Berlin, 18. Mai. Der Verband Verliner Metall- Jndustrieller beschloß in ber heutigen Hauptversammlung einstimmig, am 2. Juni 60 Prozent ber sämtlichen in seinen Betrieben beschäftigten Arbeiter a u s z n s v e r r e n , vornchrn- iick die Mitalieder tzes de"tfcs^77 lGrlu'fter-V-'rbanbes. Ungar. Goldrente . . Italien. Bente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen „ III Märkte. )( Grünberg, 18. Mai. Nicht säuberlich gutes Wetter herrschte an unserem gestrigen Walpurgismarkte, rm Volks munde „Walpenmarkt" genannt. Dessenungeachtet waren bock Rinbvieh- wie Sch wein emar kt stark befahren. Wiewohl ber Schweinemarkt ein Zurück gehen ber Preise zeigte, stehen letztere bock burchaus nickt im richtigen Verhältnis zu denjenigen, die jetzt für Mastschweine bezahlt werben. Es ist eme eigentümliche Erscheinung auf bem Schweiuemarkt, baß meist bte Preise ber Jungschweme in gar keinem Verhältnis zu ben fetten Schweinen stelvu. Das Paar Ferkel geringster Sorte kostete immer noch 60 Mark, bessere 65—75 Mark, beste 75—80 Mark und 80—90 Mark. Letztere Sorte kam allerdings den „Läufern nahe. Der Handel zeigte sich jedoch in seiner Tendenz etwas uachgebend, während er bei beut Rinbvieh unter ben seither gewohnten hoben Preisen reckt flott ging. Vermischtes. Meiningen, 18. Mai. In Willmars (Franken) starben gestern nach Genuß von Klößen ein Mann, dessen Frau unb eine Tochter unter V e r g i f t u n g s e r s ch e i n- ungen. Ein Enkelkind und der Schwiegersohn liegen im Sterben. Mehrere Haustiere, die Speisereste verzehrt haben, sind gleichfalls gestorben. * Neue Erdbeben. Am gestrigen Freitag morgen gegen 9 Uhr wurden in Martirano und Eonflenti (Italien) zwei starke Erdstöße -erspürt. In Eervera (Spanien) wurde ebenfalls ein Erdbeben verspürt. Mehrere Häuser sind 'ein gestürzt. Der Materialschaden ist bedeutend. * Kleine Tageschroni f. 'Au, r Hohe von Vlck- sing en stieß der deutsche D am ps e r „Konsul Po pp e" mit - Die Revision de§ Vizepräsidenten der hessischen zweiten Kammer, Köhler-Langsdorf, der wegen Beleidigung der Untersuchungsbehörden bei der Kmdes- mordaffäre in Eberstadt bei Lich zu drei Monaten Gefängnis von der Strafkammer der Provinz Oberhessen verurteilt worden war, wurde am Donnerstag vom Reichsgericht verworfen. . . ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwill. Feuerwehren wurde verliehen dem Mitglied der freiwill. Feuerwehr zu Hungen Hch. Sam es, dem Mitglied der freiwill. Feuerwehr zu H e ii ch e l h e i m Ludw. Adolph und den Mitgliedern der freiwill. Feuerwehr zu Gau-Alges- heim Phil. Hellmeister und Jak. Luckas. •• Kreisverein Gießen der Gemeinderechner. Zu dem gestrigen Bericht, der uns von einem außerhalb des Vereins stehenden Gewährsmann zuging, sei noch naehgetragen, daß die Kreisvereine Alsfeld, Friedberg und Schotten durch die Rechner Schaaf-Heimertshausen, Dreffel-Vilbel und Rendant Wolfschmidt-Schotten vertreten waren. Das verlesene Schreiben des Großh. Ministeriums des Innern über die Gehaltsver- hältniffe, Penfions- und Hinterbliebenenfürsorge für die Rechner der Landgemeinden vom 25. Juli 1905 fand allgemeine Anerkennung der Versammlung. •* Zwei Konzerte der Darmstädter Garde- Dragonerkapelle finden morgen im Neuen Sa al bau statt, worauf umsoniehr hingewiesen sei, als der Kapelle cm guter Ruf vorausgeht. •• Oberbayrische Sänger, Humoristen und Schuhplattler, die Schrammelkapelle Gg. Lechner, treten morgen im Eafs Ebel, am Montag im Eafö Elges und am Dienstag im Hotel Schütz auf. " ‘ Elektrische Zentrale Lißberg und die Wasserwerke Lauter und Inheiden. Die im Auftrag der Großh. Regierung ausgeführten Vorarbeiten für die Elektrische Zentrale Lißberg sind soweit vorgeschritten, daß vor kurzem in Gegenwart des Landtagsabg. Oberförster Dr. Weber-Konradsdorf und des Oberingenieur Schöberl-Darmstadt, in Salzhausen eine eingehende Besprechung über die weiteren Schritte in dieser Sache stattfinden konnte. Zunächst ist notwendig, daß die Leitungen hergestellt werden. Hierbei ist es zur möglichst einfachen und billigen Ausführung der Leitiingslinien unvermeidlich, daß die Masten der Leitungen auf Privateigentum ausgestellt werden. Bei dem hervorragenden Interesse, das alle Gemeinden und ihre Bewohner an dem Zustandekommen des Unternehmens haben, darf erwartet werden, daß die beteiligten Gemeinden die Durchführung ber Starkstromleitung von Lißberg durch ihre Orte und Gemarkungen und bic Ausstellung der Masten genehmigen, und daß auch die Privateigentümer die Aufstellung der Masten aus ihren Grundstücken unentgeltlich gestatten. Auch die Vorarbeiten für das Wasserwerk Lauter sind nahezu beendet. Eine Reihe von Gemeinden hat sich der Wasserleitung bereits angeschloffen, mit anderen sind die Verhandlungen im Gange. An dem Jnheidener Projekt wird eifrig gearbeitet. Heute mittag findet eine Besichtigung der Quellen bei Inheiden statt, an welcher sich mehrere Herren aus der Provinz beteiligen. R.-B. Darmstadt, 18. Mai. Die unter dem Pro- im Palais des russischen Gesandten eine Festtafel statt, an welcher it. a. das Großherzogliche Paar, Prinzessin Battenberg, das Prinzenpaar, Franz Josef von Battenberg, und die Vertreter der Gesandtschaften geladen sind. Darmstadt, 19. Mai. Das G r o ß h e r z o g l i ck c P a a r nebst Prinzessin Battenberg kamen heute vormittag 10 20 Uhr von Mainz hier an und begaben sich in bic Geflugelausstell- ung im Ornngcriegarten. , . , (fc.) Renbe 1 bei Vilbel, 19. Mai. Gestern obenb kam e3 zwischen ben Brickern Heinrich u.tb Wilhelm Gunberlach in einer Wirtschaft zu einem Wortwechsel. Zwischen beiben Bru- bern bestaub seit einem Jahr ein gespanntes Verhältnis, da ber ältere nicht zugeben wollte, baß sich bet jüngere mit einem un- vermögenben Mäbcken verheiratete. Gegen 11 Uhr verließ Wilhelm Guiiderlack bic Wirtschaft unb begab sich, nach Hause. Kürze Zeit bnrnuf brang fein Bricker Heinrich in seine Kammer ein unb versuchte ihn mit einem Dolch zu erstechen. Wilhelm flüchtete in ein Nebcnhans. ergriff eine Flinte, unb gab einen blinden Schuß auf seinen Bruber ab. Als ber Bricker, bet stark nnnetritnfcn war, weiter auf ihn e;”brang, gab et einen zweiten Schuß auf ihn ab. Die Ku a el br^ng in ben Kops und Hein- tick war sofort to t. Wilhelm Gunberlach würbe verhaftet. Hamburg, 18. Mai. Zu der heute beginnenden 6. Hauptversammlung des Deutschen Flottenvereins sind zahlreiche Teilnehmer eingetroffen. Heute vormittag statteten die Mitglieder des' Vorstandes Fürst zu Salm-Horstmar, Admiral Thomsen und Geh. Rat Prof. Busley den Bürgermeistern Dr. Burchard und Dr. Stam- man, dem Vorsitzenden des Hamburgischen Landesausschusses, Bürgermeister Dr. Moenckeberg, sowie Generaldirektor Ballin Besuche ab. Heute mittag sand im Hotel de l'Europe Präsidialsitzung statt. Heute abend werden die auswärtigen Gäste in den Klubräum.,n des norddeutschen Regattavereins empfangen. Die diesjährige Tagung des Flottenvereins wird sich bis zum 21. Mai erstrecken. Der erwartete Besuch des Prinzen Heinrich unterbleibt wegen der Hoftrauer um die Prinzessin Friedrich Karl. London, 18. Mai. Eine Abordnung der deutschen Städtevertreter legte heute nachmittag am Sarge der! Königin Viktoria in Frogmore einen Kranz nieder. London, 19. Mai. Wie der „Daily Telegraph meldet, wird die englische K a n a l f l o 11 c binnen kurzem, voraussichtlich im Juli nach den Manövern, Kronstadt besuchen. Fez, 19. Mai. Der Sultan weigert sich zwar nicht, die Akte der Konferenz von Algeciras zu unter- zeichnen, zögert aber, dies zu tun, solange nicht eine Spezi a l k l a u s e l hinzugefügt wirb, worin die Mächte sich verpflichten, bic europäischen Beamten und Offiziere zurückzuziehen. sobald der Sultan in der Lage sein wird, mit eigenen Mitteln die Reformen in seinem Lande durchzuführen. Der Sultan behauptet, die Zufügung dieser Klausel sei sehr wichtig unb notwendig, um die Unzufriedenheit seines Volkes wegen der Vormundschaft zu beschwichtigen, die ihm von Europa aufgedrängt worden ist. New-Pork, 19. Mai. San Francisco wurde heute nacht wieder von einem Erdstoß erschüttert, der einige Trümmer niederlegte, aber wenig Schaden anrichtete. Die Bewohner flohen in höchstem Schrecken auf die Straße, wo viele die Nacht verbrachten. (4 1 , 2 r 1 ' 2 I Georg J Heiitz. SB, 5ab<‘ Georg 5^ 0^1116 CW v üteinw m3«1', K, L-eitzel, Georg Äeiyck, D,Slei>im> Göns • Hch. *x Georg Tev Louis Lutz W. Weitzel, heiiir. ’^el Gusl-Jaco Karl Po,l, W.Sleium Göns . W. Fabel, Karl Posi F. Weib, Heinr. Äi W. Schin Jakob A Heinr. W. Lein, Heinr. W Tic Gie A 6 Wohm 5 Wohm 1 Wohin 2 Läden 40 Die zwar für einfdjfieijli schließlich ' dein ist Tür eiüMüch 6 Schmied, Werkzeug Hausdurs über und maschine 3S 3 Buchbn 1 Ml Puhirane diener, 2j Die ^chulhai rungen 5 Uhr, steigert ti Maurera Aeinhau ounmerg Dachdeckc Spenaler rPossey Areiner ®llen= ui Gie B1»' 1 Ohio- cisco wurde ttert, der einige cinrichtete. Die sie Straße, wo Bank nandit jlsges . ank . . icMe tank für Handel . J423O . 238 50 , 185.00 . 186.50 . 160.70 . 213.50 . 107.10 ' 24*70 sich zwar ■'rQ5 zu unter- cht eine Spe- lachte sich verziere zurückzu. lrd, mit eigenen zusühren. Der l sei sehr wichtig > Volkes wegen 1 von Europa 156.00 134.10 X . . U5.70 £hnbahn . 152.25 15 übr. '.T . . t . - talk • - 26800 ex^erk . 227 00 k. Pake«. 164.05 mk. . .219W . . 249.50 ' ’ . . 130.75 ,b<* ^°elauM ;bcnb tarn ea Inders»? ''beiden altnis, Ä* f •teber'g ^.verhaftet Wnnenden .'Lotten, llen. .-geute '"d°s Mrff '■ Stat Prof pt- Stam. riandesaus-- General- w im Hotel : abend wer- ¥ des nord- Wioc Taa- erstrecken, flecht wegen tau. 'deutschen 011 Talge der T(lni nieder. PW meldet, 1 kurzem, vm> onstadtbe. dizinal'- z ggPsg. in 2l1,(Ic,,n.9Jlarlc mitAetsr ist, g.t. iefen resp- x bA rlSSÖS jn-Industrie 132.90 . 171.50 ±T. affeiK- __ _ V ’ ‘ 24.70 • ßl ' . 130.60 hiesige» Bäcker. 2 Kg. (4 Wb.) - Bäcker. (2 Pjuiid) Werbbrot bei: von 6 Zimmern, Es suchen Arbeit: ver- veranschlagt Mk. Schuhmacherrastr. Schlossgasse 8. Karl Trarrlinann, Wiejeck K. Steinmüller, Gr.-Linden Karl Spamer, Reiskirchen Karl Zinßer, Allendorf/Kda. 23 Karl Stumps, Garbenteich 24 46 46 46 Heinr. Bmz, Allendorf/Lahn 44 W. liein, Klem-Kinden . . 46 Heinr. Weber, Heuchelheim 46 6 5 1 2 Karl Zrnßer, Ällendorf/Kda. 44 Karl Slumps, Garbemeich 44 Korrr. Hensel, Gr. Rechtenbach 44 Gern. Brot Gern. Brot Korrrbrot Kornbrot mrmern, immerir, W. Kem, Klem-Kinden . Karl Post, Wieseck . . Karl Trautmann, Wiejeck von 4 von 2 50 H 75 , 23 , 46 , zu u 54 54 54 25 24 pernr. Weber, Heuchelheim 54 Jakob Appel, Krosdors . . 54 Karl Zrnßer, Allendors/Kda. 46 Karl Stumpf, Garberrterch 48 Jakob Appel, Krosdors . . 50 W. Kein, Klein-Kmden . . 50 Heinr. Binz, Allendors/Lahn 48 Zn mieten gesucht. 40 Wohnungen von 1—6 Zimmern. 1 Maschinenschlosser, 1 Heizer, 1 Buchbinder, 3 Wasch- und Putzfrauen, 1 Techniker, 6 Arbeiter, 1 Brrreaugehilse, 1 Bureau- diener, Aussetzer oder Lagerist, 1 Kansfrau. Lehrlinge: steigert werden: Maurerarbeiten, Steinhauerarbeiten, Zimmerarbeiten, Tachdeckerarbeiten, Spenglerarbeiten, Schlosserarbciten, Schreinerarbeiten, Weißbinderarbeiten, Eisen- und Nöhrenlieferung, Der Brotverläuser: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 19. Mai 1906. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Perberg. 27 54 25 25 H 27 , 26 „ 25 , 26 , Aüdtischtr ArbkitsiiachVeis Gießm Gartenstraße Nr. 2, Zimmer Nr. 2. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Alk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Alk. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.: außer- dem ist für jede Wotznungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich. 802.67 26.28 179.32 104.25 45.70 36.80 99.— 102.04 81.-- Wohnung von 1 Zimmer mit 2 Kabinetten, 1 möbliertes Zimmer, Läden mit Wohnungen, 1 kleine Werkstatt. Es können eingestellt werden: Ziegeleiarbeiter, Bau- und Alaschineiischlosser, 2 Spengler, ein Schmied, 2 Sattler, 2 Bau uud Alöbelschreiuer, 1 Schreiner mit Werkzeug, 2 Schiitzmacher, 2 Glaser, 3 Installateure, 2 jüngere Hausburjchen, 6 Dienstmädchen, 5 Kauffrauen, 6 Kaufmädcheii (tagsüber iind auch stmidemveise), 1 Arbeiter zur Bedienung einer Waschmaschine (nur Montags). Lehrlinge: 3 Schmiede, 2 Spengler, 1 Schlosser, 2 Wagner, 1 Mechaniker, 3 Buchbinder, 2 Friseure, 1 Schneider, 1 Glaser, 2 Kaufleute. 3 1 2 (6 Psd.) (2 , ) (4 Psd.) rungen sollen Samstag den 26. I. M., nachmittags 5 Uhr, in dem Gemeindehause daselbst öffentlich Heim. Weber, Heuchelheim 48 Gust. Jacoby, Allen-Buseck 46 Karl Post, Wiejeck' ... 46 W. Steinmüller Ww., Lang- Göns .......46 2 Kilogramm (4 Pstmd) Gern. Brot bei: Georg Dern II., Gr.-Kmden 46 -j? Louis Süßmuth, Steinberg 46 „ W. Weitzel, Kang-Göns . . 46 „ ES sind zu bermteten: 1 Wohnung von 7 Zimmern, 1 Wohnung Wohnungen von 5 Zimmern, 4 Wohnungen Wohnungen von 3 Zimmern, 4 Wohnungen Georg Dern II., Gr.-Kmden Heinr. Weber, Heuchelheim W. Weitzel, Kang-Göns . . Hemr. Bmz, Allendorj/Kahn W. Fabel, Wiejeck ... 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: Georg Tern II., Gr.-Kinden 50 KouiS Sügmilth, Steinberg 50 „ Ü. Steinmüller, Gr.-Kmden 52 Heinr. Binz, Allendorf/Kahn 50 W. Fabel, Wiefeck ... 52 W. Weitzel, Kang-Göns . . 52 Der auswärtigen I Kilogramm Krotpreise vom 20. Mai bis 3. Juni 1906. Ltödtischer WohliiiilMalhlvtis Gießen Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 2. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) 3 Kilogramm (6 Pstmd) Gern. Brot bei: W. Fabel, Wiefeck . . . 69 Gust. Jacoby, Alten-Buseck 69 u Karl Post, Wiejeck . . . 69 „ Louis Süßmuth, Steinberg 69 „ Karl Trautmann, Wiefeck 69 v 1 Kilogramm (2 Pfund) Kornbrot bei: F. Weiß, Grüningen . . 23 A Jakob Appel, Krosdors . . 23^ Heiirr. Binz, Allendorf/Lahn 22 v Karl Zinßer, AllendotstLda. 22 „ 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kmzenb. Al. 46 s> F. Weiß, Grüningen . . 46 H Jakob Appel, Krofdorf . . 46 „ Karl Spamer, Reiskirchen 44 „ Sämtliche Schuhwaren unterm Einkaufspreis wegen Vergrösserung des Ladens. 3192 Massarbeit Ludwig* Wafker 1 Kilogramm (2 Pfund) Gern. Brot bei: Georg Dern II., Gr.-Kmden 23 K. Steinmüller, Gr.-Linden 23 W. Weitzel, Kang-Göns. . 23 W.Stemmüller Wio., Kang- Göns . 24 , W. Kein, Ktem-Kinden . . Hch. Weber, Heuchelheim 24 , Henir. Binz, Allendorf/Lahn K. Steinmüller, Gr.-Linden 26 W. Kem, Klein-Kmden . . 27 Karl Post, Wiejeck ... 27 Jakob Appel, Krosdors . . 27 Gießen, den 19. Mai 1906. Bis■ Senßfelder, Kreisstraßenmeister. Der 1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrot 1 , (4 , ) ? 2 , (2 „ ) Weivbrot 1 , (4 Pfd.) Weißbrot 2 , (2 Pfd.) Genu Brot 1 Kciiiimanu.__________________________________________________ Eirrgemmg von Bauarveflei! Die zur Errichtung der Abortanlage bei dem neuen Schulhause zu Wieselt erforderlichen Arbeiten und Liefe- 3. 7. nachmittags 5 Uhr an On und Stelle Die GraSnutzung vom Vermögens-Bilanz 31. Dezember 1905. 11 553.60 320 622.07 3178 Ans die noch vorrätigen Kinder- u. Sportwagen 3179 Hessischer Mseilschnß (Verb. Meße») 5>aBiieBn-5SBiB Ausstellung* 3195 u. v. a. Fre willige Hslsrlch Bell Spezialgeschäft für photographische Bedarfsartikel. Jl $ 11 117.05 104 324.87 149 842.62 15 426.04 15 177.60 13 059.23 früher Paocoe'schcn uud Schlesinger'schen Wiesen bei der Ciseubahubrücke an der Kliniistraßc, vormittags 10* ? Uhr an £rt und stelle die GraSnutzung von den städrijchen Grundslucken bei der Kläranlage in der Nähe der Margaretcnhütte, Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1904 Während 1905 gingen ab ..... Gießen, den 19. Mai 1906. Seibel, Geri tsvollziener. Ein trächtiges Zuchtschwein zu verkaufen. [3114 Heuchelheim, Gartenstraße 2. 512.10 2 788.51 Während 1905 gingen zu Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 . . Die Rechnung liegt 8 Tage lang zur Einsicht beim Rechner Wilhelm Schwalb II. offen. 5) ciiib rin gen, den 18. Mai 1906. 31.06 90.- Am Montag, Dienstag und Mittwoch, 21., 22. und 23. Mai, veranstalte ich unter Mitwirkung der Kodak- Gesellschaft zu Berlin eine reichhaltige Ausstellung von Apparaten, Entwicklungsmaschinen und sonstigen Erzeugnissen obiger Gesellschaft, prächtigen Vergrösserungen von Amateurautnahmen usw. in meinen Geschäftsräumen Passiva. Gcjchäftsgnlhaben. Reservefonds . . Kapitalanlagen. . Borauserhobene Kauf- geldzmsen . . . Reingewinn . . . Die Ausstellung ist tätlich von morgens 9 Hs abends 7 Uhr ununterbrochen geöffnet und ist der Eintritt frei. Herr «Ingenieur Sürth-Berlin wird um 11 und 5 Uhr Vorträge halten nebst Vorführungen über Entwicklung - Maschine, Tönungs-, Ton- u. Kopierpi ozesse von Bromsilber-, Dekko-, Solio-, Platinpapieren u. s. w. a19/. Generalversammlung Montag, den 21. ds. Mts., abends 9 Uhr bei Atiiglied Rahncfcld, Schauzenstraße. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über das verflossene Bereinssahr. 2. Rtchnungsadlage. 3. Vorstandswahl. 4. Sommerfest. 5. Landesversamnilung. 6. Verschiedenes. Friedhof am Rodtberg auf das ganze Jahr. Gießen, den 18. Mai 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B. Curschmann Versteigerung. Montag, den 21. d. Mts., nachmittags 31/., Uhr versteigere ich Walllorstr. 6 (Tarmst. Haus) im Auftrage der Frau Rothenberger dahier 1 Kleiderschrank, 1 Küchenschrank, 1 Nachttisch, 1 Waschtisch und 1 Bettstelle mit Matratze. 3194 Tie Sachen können daselbst jetzt schon angesehen werden. Gießen, den 19. Mai 1906. Seipel, Gerick'tsvollzieher. . 13 059.79 . 17 807.51 . 286 454.16 pro Aktiva. Kasjenvorrat.... Darlehen auf Schuldschein Hypotheken .... Kaufende Rechnung . Kanfschillinge . . Wertpapiere.... Zmjenreste und Stück- vinsen..... Ausflehende Gerichtskosten ..... Mobilien 4. vormittags 11 Uhr au Ort und Steve die einmalige Äberntung der Wicscckoöschungcu. Zusammenkunft in der Hammsnaße am Eisenbahn. Uebergang. 5. vormittags 11 Uhr an Ort und Stelle die Grasnutzung vom Friedhof a,u RahrungSberg, wovon der obere Teil für das ganze Jahr, der untere Teil zur einmaligen Äberntung vergeben wird, 6. nachmittags 2 Uhr im Bürgermeisiereihof die Grasnutzung für das ganze Jahr von sämtlichen Feldwegen, Versteigerung. Montag, den 21. dö. Mts., nachm. 2‘,, Uhr sollen dahier Walllorstr. 6, (Darmst. HauS): 1. cm Kleiderschrank. 2. 5 Nachthemden, 1 Ueberzieher, 1 Gehrock, 1 filb. Aschenbecher itti.a. 3. 61 Bände verschiedener Werke, (Goethe, Schiller, Lessing, Körner, Eichendorf :c.) 4. 1 Pferdegeschirr,! Oekonomiewagen, HauS« und Küchengeräte aller Art, u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigert werden. [3196 Die Versteigerung zu 1. und 2. findet bestimmt, zu 3. voraussichtlich bestimmt statt. Gießen, den 19. Mai 1906. S c i p c l, Gerichtsvollzieher. Freiwillige Versteigerung. Montag, den 21. d. Mts., nachm. 2% Uhr oerfteiger ich Oaljier Walllorstr. 6 (Darmst. HauS): 1 gr. Schreibtisch, 1 Slinberpult, 1 Slonnnobe nut Säulen, 1 Klavier- smhl, 2 Rohrstühle, 4 schwarze Polsterstühle, 1 gr. Reisekoffer, 1 Handkoffer, 1 Notenpult, 1 Ofenschirm, 1 Tabakfäßchen, 1 Stall- laterne, 2 Bügelplättchen, 1 Bild Zptt- iinü BMilßvmiii, ’ü 3nu8ringtii. 2llbach, Direktor. Weimer, Kontrolleur. Schwalb II., Rechner. gewähre von heute bis Pfingsten 10 Prozent Rabatt. == Carl Müller Blockstraße 12. 320 622.07 . 205 . 11 194 . 12 . 206 der Genossen Crasmsieigemg der Ltildt Gießtll. Die Stadt Gießen läßt Montag, den 28. Mai 1906 folgende Grasnutzungen öffentlich meistbietend versteigern: 1. vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle die einmalige Äberntung der früher Ockel'fcheu Wiese an der Rodheimcrstraße, hinter dem Lchlachthof, 2. vormittags 10 Uhr an Ort und Stelle die GraSnutzung von der Ratürl. kohlenfaures Tafel- lind Gcsnnd- Schwalheimer Säuerling: Erfolge bciBlntarmut n. übermäßige Harn» sänrebildung. Germaniabrunnen: natürlicher Kohlensäure. Sämtliche Füllungen iuimiltelbar aus den Staatlichen Quellen. Prospekte, Preisliste, Auskünfte im hvlB/6 Brunnen-Kontor, Bari Nauheim Tclepho»« 250, 270, 333. Herren-Hemden ui weiß und farbig, sowie nach Matz liefert in bester Ausführung zu billigsten Preisen 2714 I Kaan jr., KrkWhtz. Einladung. Die Mitglieder des Spar- und Vorschnßvereiiis, E. G. m. u. H., zu Danbringen werden hiermit auf Sonntag, den 10. Juni, nachmittags 4 Uhr, zu einer Geireralversammluug bei Wirt Ludwig Weimer dahier freundlichst eingeladen. Tagesordnung: 1. Vorlage und Prüfung der Rechnung pro 1905. 2. Verivendung des Reingeivinns. 3. Vorlage des Revisions- berichts aus 1905. 4. Verschiedenes. Der Borstand. Friillleiu Olga Theiss, kmMatz 10 empfiehlt sich zur Anfertigung künstlicher (tzcbisse in Gold und Kautschuk, Kronen- und Brückcnarbeiten. [2579 ® Sflunti'iloies Zahnziehen. Umarbeitung schlecht sitzender Gebisse; Reparaturen äußerst schnell u. billig. -- Schouendste Behandlung. — Prompte Bedienung. 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