mein neues eene ;n Runden, der Firma * in den 5Kima lnf meinen äft ■anldnrterSitt. M M) Giessen ipfohlen. Friedberg Slainz Bad-Nauheim Offenbach Infiallen8*,erfc Kleider, Strümpfe, W; ä, welche «rsehjmjJ apnen man eine and..Far-. geben M 01 °en ^eiy ^tofiärben ^zü!L-8lSZM! ' Carl Seibel Mittwoch 18. April 1906 Zweites Blatt Nr. 90 156. Jahrgang Gießener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Beil bild)« UntversUätSdruckeret. 3L Lang«, Tietz«. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Cchukstr-K, Tel. Nr. 6L relegr^Lldr. r Sia-etg« ftttftou Erscheint E-Nch mit Ausnahme des Sonntags. Di« „Slehener Familienblätter- werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der taBöölrt** erscheint mouallich einmal. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen. gegenüber betont, daß die deutschen Vertreter Radowitz und Tattenbach ihm in nachdrücklichster Weise ihre Erkenntlichkeit für das vvn ihm geleistete Vermitt- lun gswcr k bezeigt hätten. Die Verstimmung des deutschen Kaisers wäre auf die Haltung eines großen Teiles der italienischen Presse zurückzufü'hren, die den Verdacht einer zweideutigen Politik Italiens aufkommen ließ. Einladung. AuS Anlaß der Versetzung deS Großh. KreiSamtmanns Herrn Hechler findet Samstag, den 21. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, eine Abschiedsfeier im Cafö Ebel dahier statt. Die Unterzeichneten beehren sich, hierzu alle Freunde und Bekannte des Scheidenden ergebenst einzuladen. Gießen, den 17. April 1906. Das Großh. Kreisamt und der Kreisausschuß. Sie Klärung. Wieder einmal ist in einen Ameisenhaufen gegriffen worden. Und nun krabbeln die wackeren Tierchen aufgeregt durcheinander und können sich kaum beruhigen. Das Kaiser- telegramm an den Grafen GoluchowSky hat nicht viel weniger Aufsehen gemacht wie die Reise Wilhelms II. nach Tanger. Ein Blatt will sogar herausgesimden haben, daß daS Telegramm des Kaisers wie eine Kriegserklärung an Italien klingt. Tatsache ist jedenfalls, daß man in Algeciras den Dreibund einsargte. Der Dreibund existiert noch auf dem Papier, in Wirklichkeit hat er seit seiner letzten Erneuerung nichts mehr getaugt, und erneuert wird er auch auf dem Papier nicht mehr, das ist ziemlich sicher. Als seinerzeit Bülow den neuen Bündnisvertrag dem Reichstag vorlegte, soweit er oor- zulegen war, betonte er mit einer auffälligen Bestimmtheit, daß Deutschland kein allzugroßeS Interesse am Dreibund habe. Ter Kanzler hat damals also schon gewußt, daß trotz Tittoni und der anderen italienischen Heiligen die Halbinsel bei nächster Gelegenheit eine Schwenkung machen würde. Nun ist sie vollzogen. Wir stehen also allein mit Oesterreich-Ungarn, daS unter sehr schwierigen Verhältnissen treu zu uns gehalten hat. Deutschland wird nie vergessen, daß in den schwersten Tagen der neueren Zeit nur ein Freund ihn: die Treue hielt und daß dieser Freund Kaiser Franz war. AuS dem Dreibund ist em Zweibund geworden. Leider aber müssen wir bei aller Dankbarkeit für daS österr. Vertrauen und die österreichische Treue betonen, daß die BundeSgenossenschaft mit Oesterreich - Ungarn unter den gegebenen Verhältnissen nicht allzu schwer in di« Wage fällt. WaS bedeutet heute Oesterreich-Ungarn als Weltmacht? Leider nicht viel. Wir verweisen nur auf die äußerst ungünstigen Verhältnisse im Innern, die die Kräfte deS habsburgischen Doppelreiches aufzehren und seine Machtstellung auch nach außen hin bedeutend drücken. Wir haben eine Mauer hinter nnS, aber diese Mauer — ist im Abbröckeln. Das ist unsere Situation, und wenn wir sie recht betrachten, so sehen wir: wir stehen allein. Die „splendid Isolation“, von der einst Chamberlain für England träumte, bei unS ist sie eingetreten, aber freuen können wir uns darüber nicht, schon auS dem einfachen Grunde, weil das europäische Gleichgewicht sich in den letzten Monaten nicht unwesentlich verschoben hat. Allerdings sind auch unsere Gegner nicht einig. Wenigsten? nicht einig in einem Vorgehen gegen uns. Denn sie haben mit sich selber genug zu tun. Aber es ist zu beachten, daß die englische Politik augenblicklich Rußland ungemein stark poussiert, und wenn es sich noch dazu bewahrheiten sollte, daß König Eduard selbst nach Petersburg gehen und eine Zusammenkunft mit dem Zaren haben will, dann ist ein Dreibund 9rußland-England-Frankreich in Aussicht. Ein solcher Dreibund wäre das Gefährlichste, das uns passieren könnte. Denn dieser Dreibund würde schleunigst zum F nfbund. Italien würde sich von Herzen gern anschließen, Spanien läßt sich ohnedies bereits jetzt von Frankreich diktieren — unter diesen Umständen wäre es nicht ungefährlich, drei Viertel Europas gegen sich zu haben. Wir glauben aber noch nicht an eine solche Einigung. Denn es ist ein alter Erfahrungssatz, daß solche Riescnbünd- niffe ebenso wertlos wie groß sind. Zwischen den einzelnen Staaten, vor allem zwischen Frankreich, England und Rußland gibt es so unendlich viele widerstreitende Interessen, daß ein Zusammengehen nahezu ausgeschlossen erscheint. Mir erinnern nur an die ostasiatische und egyptische Politik Englands, erinnern an das Verhältnis Großbritanniens zu Japan, en die Wünsche Rußlands bezüglich bet Mandschurei, an die Gegensätzlichkeit der Interessen Frankreichs und Englands an dec indischen Grenze — e§ könnte ja nicht ein Jahr vergehen, ehe die Herrschaften einander in die Haare gerieten. So glauben wir, Deutschland hat vorläufig nichts zu furchten. Wir wissen, wie es um uns steht, wissen, daß wir uns auf Niemand stützen können. Also gehen wir allein vorwärts! * Wie die Italiener an die französische Freundschaft geraten sind, erzählt mit erstaunlicher Offenherzigkeit der italienische Parlamentarier und ehemalige Minister Ferraris. Ein Telegramm des „Berk. Tagebl." aus Rom gibt im Auszug einen Artikel Ferraris wieder, der damit schließt, daß die Italiener wie Mücken durch den Honig durch die Komplimente der Pariser Presse gefangen worden seien. Gewiß ein unverdächtiges Zeugnis — aber fein schmeichelhaftes für die Landsleute Ferraris. An diesen Mückenfang wird Deutschland keinen Honig verschwenden. Die Mailänder „Perseveranza" wendet sich gegen die 'Auslegung der Drahtung des Kaisers in italienfeindlick n iSinne und will aus sicherer Quelle wissen, dei; Fi ft -Bülow die Haltung des Marchese Visko n -nosta auf der Konferenz von Algeciras vo l- tloMmen gebilligt habe. Ter letztere habe Freunden, politifdbe Cage-scharr. Vom Fürsten Bülow. In dem Gesundheitszustände des Reichskanzlers Fürsten Bülow ist, wie einer unserer Berliner Mitarbeiter erfährt, keine Aenderung einnetreten. Der Kanzler ißt mit gutem Appetit, schläft ausgezeichnet, ist bei bester Stimmung, fürs befindet sich io vortrefflich, wie man es nur irgend wünschen kann. Trotzdem — und das mag vielleicht verwundern — hat Fürst Bülow seit seinem Ohmnachtsänfalle, also seit zwei Wochen, das Bett noch nicht verlassen. Dies ist auf ausdrückliche Anordnung des Geheimrates Prof. Dr. von Renvers geschehen, der dem Kanzler nicht ohne Muhe diese Bettruhe auf- gezwungen hat, um sein stark angegriffenes Nerven- stzstem nicht nur halb, fonbern gründlich zu kräftigen und den Fürsten erst bann wieder an seine Arbeit zu lassen, wenn er seine frühere ausgezeichnete körperlickte Verfassung an vollstem Umfange wiedergewonnen haben wird. Da Geheimrat v. RenverS den Fürsten Bülow seit vielen Jahren behandelt und ihm nicht nur als Arzt, sondern auch als Freund nahesteht, wird man an der Zweckmäßigkeit seiner Vorschrift ebensowenig zu zweifeln haben, wie an der Zuverlässigkeit feiner bündigen Versicherung, daß cs sich bei der Erkrankung des Kanzlers lediglich um ein vorüber g ehen des Versagen der körperlichen Kräfte und des Nervensystems infolge von Ueberan- strengung, um nichts weiter handelt. Genaue Dispositionen über Tag und Stunde des Erholungsurlaubs des Reichskanzlers sind noch nicht getroffen. Man darf aber hoffen, daß er schon in den nächsten Tagen den Park seines Palais wird ausfuchen können, und wenn dann die kurze Schwäche überwunden ist, die jede längere Bettruhe notwendigerweise mit sich' bringt, so wird alsbald der Antritt des Urlaubs er sollten. Deutfchafrikanifche Verluste. Berlin, 17. April. (Amtlich.) Im Gefecht bei Festkluft am 8. April 1906 gefallen: Gefr. August Jokisch, die Reiter Bolle, Arnrbrecht, Bienas, Dräger und 2ld. Meyer. Schwer verwundet: Le utnant Arthur Gäde, geb. in Stettin, früher Jnf.-Regt. 84 (Streifschuß, über dem linket: Auge, am rechten und linken Zeigefinger, Schuß durch den rechten Arm und die linke Schulter), Unteroffizier Josef Machner, die Reiter Bußm-ann, Ernst Neumann, Johann Gruber, Kronenberger. — Im Gefecht an der Onschasschlucht leicht verwundet: Oberleut- nant v. Baehr, geb. in Wittigwalde, früher Dragoner-- Regt. 10 (Geschoßsplitter im linket: Oberschenkel und in der linken Seite), Sergeant Paul Wiese: ferner: Untere Offizier Erich v. Hohendorfs Typhus gestorben. Oberleutnant Waldemar v. Sobbe, geboren in Frankfurt a. O., früher Jnf.-Regt. Rr. 64, ist am 9. April in Ebolva in Kamerun an Gelenkrheumatismus, Gefreiter Otto Stickel an Typhus gestorben. * — Der Kaiser ernannte zum Gouverneur von Deutsch-Ostafrika den bisherigen Generalkonsul in Warschau Frhr. v. Rechen berg an Stelle des Grafen Götzen. Frhr. v. R. ist 1859 geboren. Von 1893 bis 1895 war er Nickst er und Bezirksamtmann in Deutsch-Ostafrika, 1896—1900 Konsul von Sansibar. Deutsches Nesch. Be rlin, 17. April. Heute abend ist der Kaiser abgereist. Er gedenkt morgen vormittag in Eisenach einzutreffen, der Wartburg einen kurzen Besuch abzustatten und dann nach Schlitz weiterzureisen, wo der Kaiser am Nachmittag zu zweitägigem Aufenthalt einzutreffen gedenkt. Im Gefolge des Kaisers befinden sich: Hausmarschall Freih. von Lyncker, General von Scholl, General Graf Hohenau, Major von Neumann-Kosel, Generaloberarzt Dr. Jlberg und als Vertreter des Auswärtigen Amts Freiherr von Jenisch. Während des an den Besuch in Schlitz sich anschließenden Aufenthalts in Homburg werden dieselben Herren im Gefolge sein. Außerdem werden sich direkt nach Homburg begeben: General von Plessen, Oberstallmeister Freiherr von Reichach, Lukanus und General Graf von Hülsen-Häselcr. Die Kaiserin wird während ihres Aufenthaltes in Homburg vom 20. d. Mts. ab begleitet sein von dec Hofstaatsdame Gräfin von Keller, Hofdame Gräfin zu Rantzau, Oberhof- meister Freiherr von Mirbach, Generalarzt Dr. Zunker, und Prinzessin Viktoria Luise von Fräulein von Saldern, Mad- moiselle Laudu und Professor Dr. Perger. Katt owitz O.-Schl., 17. April. Dec 9. polnisch- sozialistische Parteitag für Deutschland fand hier während der Osterfeiertage unter Teilnahme von 57 Delegierten statt. Den Hauptgegenstand der Verhandlungen bildete die Einigung der polnischen Partei mit der deut- scheu. Rach längerer Debatte gelangte eine Resolution zur Annahme, in der es u. a. heißt, daß die Organisation der polnischen Sozialdemokraten als ein Bestandteil der deutschen Partei anzusehen ist und daß erstere deren Programm sowie deren Partei-Instanzen anerkenne. Für die Einigung mit der deutschen Partei waren fast nur die Oberschlesier. Ein neuer politischer Mord in Nußland. Ein Petersburger Korrespondent telegraphiert, daß in der Stadt Borisoglebsk ein Kosaken-Offizier, welcher die politische Gefangene Maria Spiridonowa mißhandelte und entehrte, auf der Straße niedergeschossen wurde. Er starb unter schrecklichen Schmerzen nach einer Stunde. Der Attentäter entkam. Ausland. Kopenhagen, 17. April. Der König empfing heute den Admiral ä la Suite des deutschen Kaisers, Kontre- admiräl v. Usedom, der dem König im Auftrag des Kaisers eine deutsche Admiralsuniform überbrachte. Bordeaux, 17. April. Der frühere König von DahomS, Behanzin, ist gestern auS Martinique, wo er 12 Jahre in der Verbannung gelebt hat, hier eingetroffen. In seiner Begleitung befanden sich vier seiner Frauen und mehrere Töchter. In einer Unterredung erklärte er, er habe nur den einzigen Wunsch, wieder in sein Land zurückkehren zu können, um den französischen Einfluß dort zu ordern._____ ____________________ ____________________________ Heer und Flotte. Metz, 17. April. Heute mittag 1 Uhr 45 Min. verstarb hier plötzlich infolge Herzschlages der kommandierende General des XVI. Armeekorps, General der Infanterie von Stötzer. Louis Stützer war von Geburt ein Thüringer. 1842 als Sohn eines Försters in Römhild — Herzogtum Sachsen-Meiningen — geboren, trat er 1861 als Freiwilliger beim damaligen sachsen - meiningischen Jnf.-Regt. ein. Rach Uebernahme des meiningischen Kontingents in den Verband der preußischen Armee wurde er Oberleutnant im Jnf.-Regt. Nr. 51. Im Feldzuge gegen Frankreich nahm er an der Belagerung von Paris teil. Das Unglück von CourriLres und die französischen Ausstände. Lens, 17. April. Heute wurden in Billy-Montigny sechs Leichen geborgen, von denen zwei rekognosziert wurden. Tas Rekognoszieren ist jedoch sehr schwierig, da die Ges ichter von Mäusen zernagt werden, die in den Gruben die Leichen völlig bedeckten. Zwanzig Leichen, die fast vollständig unkenntlich waren, wurden heute in Sallaumines geborgen. In Li6vin bei Courriöres Fant es heute navchmittag zu Zusammenstößen zwischen den Ausständigen und dem Militär. Die Ausständigen schleuderten Stein« und Glasscherben gegen die Dragoner und Gendarm erweiche Verhaftungen vor genommen hatten. Ein Offizier wurde am Kopfe von einem Stein getroffen und bewußtlos vom Platze gelungen. 2 Soldaten wurden erheblich und mehrere andere leicht verletzt. An der Kirche von Montigny en Gechelle explodierte eineDhnamitpartrone, die in dasselbe Loch hinein-, gelegt worden war, wo kürzlich bei der ersten Explosion die Patrone lag. Sie hat auch diesmal nur Materialschaden angerichtet. Rogier, der Syndikatssekretär der Sektion Avion, wurde in Roeux les Mines verhaftet, weil er zu Gewalttätigkeiten aufreizte. Sechs andere Verhaftungen wurden in Lens und Liövin wegen tätlicher Beleidigung der Gendarmerie vorgenommen. Iom Ielnv. Neapel, 17. April. Professor Matteuccl telegraphiert, daß die Nacht, abgesehen von einigen Stunden, sehr ruhig verlaufen sei. Die Tätigkeit des Vesuvs bestehe nur noch in vermindertem Auswerfen von Sand, der nach der östlichen Seite niederfalle. Die Apparate zeigen weniger Bewegung. Außer den mit verhältnismäßiger Dunkelheit verbundenen Aschenregen in den Gemeinden Ottajano und St. Anastasia wird aus den Vesuvortschaften nichts Bemerkenswertes gemeldet. Berlin, 17. April. DaS deutsche Hilfskomitee für Cala brien, das imter dem Protektorat der deutschen Kronprinzessin sich gebildet hatte, dehnt seine Tätigkeit, wie die „Nat.-Ztg." von unterrichteter Seite erfährt, jetzt auch auf die Opfer der Vesuv-Katastrophe aus. Wien, 17. April. Der Kaiser von Oesterreich hat vom König von Italien folgendes Danktelegramm erhalten: „Den Worten des Beileides und Mitgefühls, die Eure Majestät aus Anlaß der Vesuv-Kataslrovhe an mich gerichtet haben, haben Eure Majestät eine hochherzige Spende für die Verunglückten folgen lassen und hierdurch Ihre Freundschaft für mein Land und Ihre Menschenliebe noch mehr zu erkennen gegeben. Ich danke Ihnen hierfür von ganzem Herzen und versichere Sie meiner tiefgefühlten Dankbarkeit." * Madrid, 17. April. Aus Canarien wird gemeldet, daß auf der Insel Las Palmas, die bekanntlich vulkanischen Ursprunges ist, ein Berg eine hohe Rauchsäule auswirft. Auch Schwefelgeruch macht sich bemerkbar. Man glaubt an eine erneute Tätigkeit eines für erloschen gehaltenen Vulkans. Aus StaM un- Land. Gießen, den 18. April 1906. ** Der Zirkus Wallenda, der seit dem 2. Feiertage auf Oswalds Garten Vorstellungen gibt, hatte sich gestern und vorgestern eines sehr guten Besuches zu erfreuen und die Zuschauer waren von den teilweise sehr guten Leistungen des Künstlerpersonals sehr befriedigt. Tas sehr umfangreiche Programm weist eine angenehme Abwechslung auf, wobei das Hauptgewicht auf gute Pferdedressur gelegt wird. Bor allem verdienen Waldemar und Meta Wallenda Erwähnung, die sich beide als ganz ausgezeichnete Reitkünstter erwiesen, sowie Fräulein Anna Wallenda. Auch die vorgeführte .Hundedressur ist äußerst beachtenswert und daß der in Zir^tssen ja unentbehrliche Clown zur Zufriedenheit des Publikums „arbeitet", bewiesen die stets sich wiederholenden Heiterkeitsstürme. Ein Besuch des Zirkus kann sonach nur empfohlen werden. ** Die For tführung der Mainkanalisation. Ter Staatsver tra g zwischen den Mainuferstaaten Preußen, Bayern, Hessen und Baden wird, wie es heißt, nächsten Freitag in Berlin unterzeichnet werden, damit die Mainkanalisierung vorläufig von Offenbach bis Aschaffenburg in Angriff genommen werden kann. Unter den Vertragschließenden soll grundsätzliche Uebereiw-, stimmung darüber herrschen, daß Schiffahrtsabgaben zur Verzinsung und Tilgung der Baukosten und zur Unterhaltung des Kanals erhoben werden sollen. Giebt schönste Wäsche! Nurecht MIT ROTBAND Danksagung Dollar, bcii 18. April 1906. 2510 Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 19. April, nachmittags l1/2 Uhr. Todes-Anzeige. Am zweiten Feiertage entschlief sanft nach kurzem Kranksein unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel Herr Job. Georg Geissler Cisenbahnbureauassistent i. P. im 60. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. W W M .. ü I Mark imcl) Ans Blut die Eisen — bester Fo und ernä leicht übe 1 ■ ' i f >V r.. & T< ) M1 Mccui Ar- l>. j Zetr.: Feldber« Die nacl öffentlichen Kei Gießen, K « Montag,■ 12 Uhr, nutzet Ltadtkuabcusä schule im 3ittv bis zum 1. A! habe». Bei der A auswärts gebotet Außerdem mittel für ihre zt unter Borzcia betreffenden Häuf Gießen, I Die Hebet wirtschaftlichen von heute an, Vürgermetsterer sott Mi Woch! der beberolle a die Beitragsber wirtschaftlichen Verordnung vo Gießen, d G z' 4 ^ahs ^Nlb. Betr.: Feldbett Die zwe Fcldbcreinigun Teil der Gemar Steinbruch an und eine in bei Freitag, bett 2 yeucheMm ftm ijriebberg, Der ®ro Akt 94,1 Ausgeliehen ."nd zwar a) Wen Dbligat M Schuldscheine b) fl^cn Gütern gelder "IMS •"jKS : jSV «Ä. 2j N Rührend ^üher =*»# ,^°'nstag, Handel Frankfurter Börse. 18. April, 1.15 Uhr. Peichsanleihe 3% Portugiesen III Prince-Henri-Eisenbabn . 144.00 Börse, 18. April. Anfangskurse. 18.30 3% 3%7< 246.40 130.00 68.50 98.40 23.70 136.20 Berliner Handelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisentahn . Gotthardbahn . . . Lombard. Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . Harpener Bergwerk Laurahütte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Türkenlose . 69.35 70.50 91.20 95.45 93.20 146.90 54.50 4°S Oesterr. Goldrente. . 41/,! 9o Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Sclmckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd..... Oberschles. Eisen-Industrie do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen 4%°/'o russ.Staatsanl. 1905 4%°'n japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... 4% Griech. Monopol-Aul. 4% äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 4><% Chinesen . . . . . 174.70 . 145.10 . 240.20 . 87.20 Vermischtes. * Malta, 17. April. An Bord des englischen Linienschiffes yPrince of Wales" ereignete sich heute auf See, als cs mit voller Geschwindigkeit manoverierte, eine Dampfkesselexplosion, durch die drei Heizer getötet und vier Mann verletzt wurden. Das Schiff wird heute in Malta erwartet. * Kleine Tageschronik. Am ersten Osterfeiertag erbangte her Maurer Heinrich Engler in Oberseifersdorf bei Zittau s e i n e b e i d e n K i n d c r im Mter Vvn 6 uu.b 3 Jahren und sich selbst im Walde. — In Essen (Ruhr) verletzte in der Aacht 5um Ostersonntag der Bergmann .Masken aus Eifersucht seine Braut durch drei R e v 0 l v e r s ch ü s s c tödlich und cr- ichoff fick dann selbst — Im Kanal bei Bant (Oldenburg) wurde die vollständig verstümmelte Leiche eine*? Fremden ge- Der Kvpf war abgetrennt, Gesicht und Brust durch furchtbare Verwundungen unkenntlich gemuckt. Anscheinend liegt ein schwerer Raubmord vor, obwohl die Verletzungen auch durch Schiffsschrauben verursacht fein können. Die Untersuchung ist cin- gelcitet. _— Durch böswillig falsche Weichenstellung und über dtc Geleise gelegte Schienen wurden auf der Balm SU den Hafenerweiterungsbauten in R ii stringen mehrere Sandzüge zum Entgleisen gebracht, wobei einige Personen verwundet und bedeutender Materialschaden verursacht wurde. — 5000 lohlengräbcr stürmten dasGefängniS von Windsor (Penn wlvanien), um 20 Ruhestörer, die verhaftet worden waren, zu befreien. Der Sckerif lies; eine Salve abfeuern, wodurch vier Personen getötet und 20 verlekt wurden. rtigste und billigste Krankenkost ist heute icht erfahrener Aerzte B i 0 s 0 n. Es führt dem wielstigsten Ernährungsbestandteile Eiweiß — Lezithin (Phosphor) in geeignetster und denkbar rin zu. 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Ztg." lesen, nach jahrelangen Versuchen ein Mittel gefunden haben, welches das körverliche Wohlbefinden ungemein hebt. Es soll von äußerst günstigem Einfluß auf die Tätigkeit der Organe und die Regulierung des Stoffwechsels sein. Es soll die Eigentümlichkeit haben, bei sämtlichen chronischen Krankheiten, z. V. Tuberkulose, Verdauungsstörungen, Kops- leiden, angewandt werden zu können. Der Student will damit bc- sonders in hartiräckiaen Tüllen arone Erwlae erzielt haben. Frühkartoffeln weiße, gelbe und rote. Prima Spcisekartoffcl empfiehlt billigst J. Weisei 12471 Telephon 235. Souuenstr. 6. Verblüffend einfach ist die Handhabung der „Weltwunder"- Waschmaschme. Kmderleicht ist das Arbeiten mit derselben. Die Wasche wird geschont und in kurzer Frist gründlich rein, ohne daß es nötig ift, noch nut der Hand nachzuwaschen. 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Als die verhafteten Ausständigen freigelassen worden lvaren, wurden sie im Triumph umhergetragen. Der Zustand der verletzten Offiziere ist sehr ernst. Zwei andere Offiziere nnd. etwa 15 Gendarmen und Dragoner wurden ebenfalls verletzt. Um 7 Uhr abends haben die Unruhen in L i 6 v i n von neuem angefangen. Die Behörden verlangen Verstärkungen. In Denain , zwangen die Ausständigen die Arbeiter der Hütte vo^ Cail, die Arbeit einzustellen. In Marles haben die Arbeiter dieses Bergwerksgebietes beschlossen, die Bedingungen der Ge- sellsckaft anzunehmen und bi*' Arbeit wieder aufzunehmen. Neapel, 18. April. Der das amerikanische Geschwader befehligende Admiral richtete an die Behörden Neapels eine Depesche, in der er mitteilt, das; der amerikanische Kreuzer „Brooklyn" bereit ist, von Messina nach Neapel abzugehen, sobald der Präsekt es für wünschenswert erachtet. Neapel, 18. April. Der in Ottajano durch den Ausbruch des Vesuvs angerichtete Schaden wird auf 15 Millionen geschätzt. Ron;, 18. April. Senator Demartino brachte in; Senate folgende Interpellation ein: Unterzeichneter interpelliert die Regierung, um zu erfahren, ob der D r e i b u n d nicht nur dem Buchstaben des Vertrages nach weiter besteht, sondern auch tatsächlich unserer internationalen Politik als Grundlage und Richtung für d i e 'M ä ß n a h m e n der i t a l i e n. Regie- r u n g d i e u t. Washington, 17. April. Bei Herstellung des Kabels von Manila nach Schanghai, welches das letzte Glied der den Amerikanern gehörenden Kabelverbindung zwischen Amerika und China bildet, üb.^ sandte Präsident Roosevelt der Kaiserin- Witwe imb dem Kaiser ein Telegramm, lüorin er zur Vollendung des Werkes seine Glückwünsche aussvrickt, welches die beiden Völker näher aneinander führen tverde, und worin er die freundliche Gesinnung der Amerikaner für China anssprickl. Der Kaiser erwiderte, er hoffe, das; durch die Vollendung des Kabels der .Handel zwischen China und Amerika fick immer mehr entwickeln werde. Arbesterbewegr-ttg. Aachen, 17. Llpril. Die heurige Versammlung der Arbeiterschaft der Firma F. und M. Metzer hatte als Ergebnis die Weigerung der Ausständigen, die Arbeit aufzu- nehmen, sowie den Beschluß unter allen Umständen an ihren Torderungen festzuhalten. Gemäß dem vor einigen Tagen gefaßten Beschluß der Arbeitgeber der Aachener Textil-Iudustrie bedeutet dies die endgiltige Aussperrung der in den Fabriken des Arbettgeber-Verbandes für das Textil-Gewerbe beschäftigten Weber. Mannheim, 17. April Heber 400 Arbeiter der Zeilst of f - Z a b r i k Wald Hof sind in den Ausstand getreten. Als Grund werden von den Leuten Maßregelungen angegeben. Es liegt die Gefahr nahe, daß das gesamte Personal der Fabrik, etwa 1800 Mann, sich den Ausständigen anschließen. ** „Die Park- und Waldanlag en von Bad-Nau- ßeim nebst einigen Ausflügen in die Umgebung des Bades" behandelt der Großh. Forstassefsor Dr. Weber in einer soeben !tn seinem Selbstverläge in Nauheim zum Preise von 2 Mark ierschienenen Broschüre, die wir allen oberhessischen Freunden Nauheims sowie allen freunden von schönen Waldshaziergängen empfehlen. Sie ist mit Illustrationen reich geschmückt. Nicht weniger als 60 Autottzpien nach Originalaufnahmen enthält sie, sowie ein Holzartenverzeichnis, wodurch es für den Forstmann besonders interessant wird, und eine große, recht genaue und übersichtliche Wegekarte. Auch der Kenner Nauheims erfährt wohl manches Neue ans dein anregend und fließend geschriebenen Buche. 0 Lieh, 17. April. Der langjährige Direktor der Prä- parandenanstalt, Wagner, wurde heute unter äußerst zahlreicher Beteiligung der Lehrer und der Einwohnerschaft zur letzten Ruhe gebettet. Er leitete seit etwa 10 Jahren die Anstalt und erfreute sich in Bürger- und Lehrerkreisen großer Beliebtheit. Er starb am Freitag am Schlaganfall. Bingen, 17. April. Der Landwirt Nicolaus Port!) und der Bahnbedienstete Johann Spech t waren vor einigen Tagen in einer Wirtschaft in Nackenheim in Streit geraten. Dabei schlug Specht dem 28jähriqen Porth einen Krug auf den Kopf, sodaß Porth bewußtlos vom Platze getragen werden mußte. Heute ist er nun an den erlittenen schweren Verletzungen gestorben. Specht hat die Flucht ergriffen und konnte noch nicht ermittelt werden. Beide sind verheiratet. (Fkf. Ztg.) b. Mainz, 17. April. Der Reingewinn der städtischen elektrischen Straßenbahn belief sich im abgelaufenen Bctriebsjahre auf rund 100 000 Mk. Da die Einnahmen rund 605 000 Mk. betrugen, bedeutet dies ein sehr günstiges Ergebnis, rund 17 Prozent. sc. Frankfurt a. M., 17. April. In der Schäfergasse wurde von dem Radfahrer, Hausburschen Mametsch, der in den 50er Jahren stehende Sprachlehrer Julius Römer, Schopenhauerstraße 2, umgerannt und überfahren. Der schwer Verletzte konnte mit Mühe noch seine Wohnung erreichen, wo er kurz darauf starb. Monretsch wurde inhaftiert.^— In der Kaiserstraße fuhr ein Radfahrer gegen die 72jährige Frau eines Postbeamten aus Wiesbaden und v e r l e tz t e s i e so, daß dieselbe in ein hiesiges' Kranken- haus überführt werden mußte. KBopfer-GZ^z In Apotheken, Drog. — Wissenschaft!. Literatur kostenfrei. Dr. Volkmar Klopfer, Dresden-Leubnitz. Varis, 17. April. Die „HumaNitß" berichtet, daß das Zeu- tral-Komitee" der Arbeiter der staatlichen Streichholz fabriken beschlossen hat, sich mit den streikenden Postbeamten solidarisch zu erllären. Auch die übrigen staatlichen Arbeiter, besonders die Arsenalarbeiter, wollen sich hem Ausstande anschließen. Das Zentral-Komitee entfaltet eine rege Pro- paganda für den Streik. _________________ Handel nnd Verkehr, Volkswirtschaft. Paris, 17. April. Börsenbericht. Die Börse warfest und untätig. Bei der Medio-Liquidation stellte sich der Zinsfuß für Geld anfänglich auf 5, schließlich auf 6 bis 7 Prozent, weil die verfügbaren Mittel für die r n s s. An leihe in Anspruch genommen worden sind. Die neue russische Anleihe wurde mit 4 Prozent Prämie ge- hcurdelt. Goldminen-9Tktien träge. fc. Frankfurt a. M., 18. April. (Telegr. Orig.-Bericht des „Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkäme standen: 306 Ochsen, 119 aus Oestreich, 24 Bullen, 0 aus Dänemark, 393 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 14 aus Dänemark, 300 Kälber, 91 Schake und Hammel, 652 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für lOOPsund Schlachtgewicht' Ockfen 1. Qualität 78—80 Mk., 2. Qual 68—70 Mk., 3. Qual. 58—65Mk.: Bullen l.Qual. 66 bis 68 Mk., 2. Qual. 63—65 Mk.: Kühe l.Qual. 74—76 Mk., 2. Qual. 68—70 Mk., 3. Qual. 48—50 Mk, 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00—00Mk. Kälber: 1. Qual. 90—95Psg., Lebendgewicht 54—56 Pf., 2. Qual. 90—95 Pfg., Lebendgewicht 54—56 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 72—76 Pfg., Schafe: l.Qual. 78—80, 2. Qual. 70—72 Psg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 76—77 Pfg., Lebdgew. 59.00—60.00 Pfg., 2. Qu.75-00 Psg., Lebend- gew. 58.50—00 Pfg., 3. Qual. 67—69 Pfg. Geschäft: ' bei Hornvieh und Kleinvieh gut, kein Ueberstand. fc. Frankfurt a. M., 16. April. Heu- und Strohmarkt. _ Man notierte: Heu Mk. 4.30 bis Mk. 0.00, Stroh war angesabren. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Test. Der Rheinisch-Westfälische Effektenmarkt. Mülheim a. d. Ruhr, 17. April 1906. Der Kohlenkuxenmar kt trug auch heute eine ausgeprägt feste Tendenz. Die führenden Ausbeutewerte hatten sämtlich zum Teil reckt ansehnlio c Kürserhöhnngen aufzuweisen. Im Vordergründe beß' Interesses standen Dorstfeld, Königin Elisabeth, Graf Schwerin, Helene und Amalie und Lothringen. Die Umsätze waren umfangreich und die Nachfrage überwog bis zum Schluß das Angebot bei weitem. Still lagen noch Mont Cenis, Eintracht, Tiefbau, Unser Fritz und Friedrich der Große. Auch in leichteren Werten wie Trier, Westfalen und Anneliese war lebhaftes Geschäft. _ Auch der Kalikuxenmarkt lag sehr fest und wurden auch hier durchweg höhere Preise bezahlt. Lebhaft begehrt waren Wintershall, Carlsftmd, Glückauf bei 'Sondershausen und Hohenfels. Eine größere Steigerung erfuhren Hohenzollern. Much in mittleren und leichten Werten war ein reges Geschäft, namentlich in Neue Bereinigung, Siegmundshall, Emilienhall, Güntershall und Rothenfelde. Tie Stimmung auf dem B r a un ko hle n ku x e n m a r k t e war sehr fest. Höher gefragt waren Schallmauer, Luckerberg, Donatus unb Roddergrube. Die Umfaße hielten sich in engen Grenzen. Die Marktlage auf dem Erzkuxenmarkt war unverändert still. Gießener lnndwirtschaftilicher Wetterdienst. Voransstchtlickc Svitternng in Hessen für Donnerstag den 19. April 1906: Trüb unb windig aus Nord. Erheblich kühler. Negensälle. Im Vogelsberg, Odenwald und Taunus stellenweise Schnee. Umschlag zu kühlerer Witterung. ___Näheres durch die Giestener Wetterkarte. OrigitterL-Drahtmelduttgen. Berlin, 18. April. Der Raubmord versuch- an dem L e h r e r H e n ke aus Dolgenbrodt, der vor 14 Tagen auf der Landstraße überfallen wurde, ist aufgeklärt. Der Täter, der die Tat einräumt, wurde in Seelow bei Storkow verhaftet. Es ist ein galizischer Arbeiter. Er halte einen Ueberfall auf den Hoffteinsetzmeister Zeidler in Berlin ge- llant und den Lehrer Henke, den er irrtümlich für Zeidler sielt, niedergeschlagen. Kiel, 18. April. Ein Japaner und ein in London ansässiger Däne wurden wegen Sp i o n a g e v e r d a cht s verhaftet. Trier, 18. April. Unter Führung des Verghauptmanns v. Velsen wird eine Kommission des Oberbergamts sofort eine Generalrevision sämtlicher Saarkohlengrnben vornehmen. Die Maßnahme ist ans das Unglück von Courriöres znrückznführen. Eisenach, 18. April. Zmn O b erlehrertag sind etwa 600 akademisch gebildete Lehrer ans allen Teilen Deutschlands eingetroffen. Der weimarische Minister Dr. Rothe unb Konsistorialrat Dr. Dräfke begrüßten den Oberlehrertag. Stuttgart, 18. April. Der 9. d e n t s ck e Historiker- t a g, der aus allen Teilen Deutschlands und Oesterreichs, sowie aus anderen Staaten gut besucht ist, ivurde heute vormittag von Pros. Dr. Below ans Freiburg eröffnet. Kultusminister Dr. von Weizäcker aus Stuttgart überbrachte die Grüße des Königs und hieß den Kongreß im Namen der Staatsregicrung willkommen. Nach weiteren Begrüßungsansprachen wurde in die Verhandlungen eingetreten, die die ganze Woche in Anspruch nehmen werden. Paris, 18. April. Ein Schriftsetzer arst s stand ist heute morgen beschlossen ivorden. Ter Ausstand wird in allen Druckereien, welche die Forderungen der Setzer iabu lehnen, proklamiert. Lens, 17. April, lieber die heutigen Unruhen in L i 6 v i n wird ausführlicher gemeldet: Arbeitswillige wurden vvn 150 Frauen, deren Männer streiken, angegriffen. Der Frau eines arbeitswilligen Bergarbeiters wurden die Kleider zerrissen, sie wurde gezwungen, den Weibern eine rote Fahne voranzutragen, die dazu riefen: „Hoch der Ausstand!" Die tieftraucrnden Hinterbliebenen. Für die herzliche Teilnahme, die uns bei dem so unerwarteten Hinscheiden unseres teuren, unvergeßlichen Gatten und Vaters Dis, Herrn Friedrich Feiling zu Hof Haina von allen Seiten dargebracht worden ist, insbesondere für die ergreifende und zu Herzen gehende Grabrede de§ Herrn Pfarrers Vömel zu Nodheim, für die schönen Grabgesänge des Kirchenchors, das ehrende Grabgeleite und die zahlreichen Kranzspenden sprechen auf diesem Wege ihren innigsten Dank aus MM ^'on! crih;r91 lDuts; | 1 °''0en. i I !*ä 1^'satte t •' »bin, ” b,t »W «i*r ' *' btt ,' - an bicte’J*6 ®e. der niucriÖn9lei>w!? 1 eapc( nk*e ^rc»’e; ächtet "Mßi, io. ÄKs "-tM«j» N'üL 11 Jmcrtfancr fr,, ■Serichte^ Bank für Hande! !■ Hnl, 1.15 Uhr. iz. Ltihmeyer. . .14330 ’z. Sclmckert . , . 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Anmeldungen werden bei Beginn deS Unterrichts entgegen- genommen, audi können foldie vorder bei unserem 1. Vorsitzenden, Herrn Ed. Sckiffnie, (Vriinberger Straße 3, vorgebracht werden. SflDdöbcrgcr Stcnogrflpfifn-^rrein (6. S.) gcßr. 1861 unb JmnkmKn. AemßWhcii-l^'klliElist.HubclSher^tt" Kietzen. 91 m Freitag, dem 20. April, abends 8 Uhr beginnen wir unfern nächsten Dw/4 Esehr^ramgr für Gabelsbergersche Stenographie in nnscrin Unterrichtslokal Hotel Einhorn. Das Honorar beträgt 6 Mk. 9lnmeldungen werden bei Beginn des Unterrichts entgegen genommen. Der Vorstand. Berliner Weissbier Um Irrtümer zu vermeiden, bringe ich hiermit zur gefl. Kenntnis, daß ich die Vertretung meines seit dem Jahre (MepljeÄiif. | Todes-Anzeige k JC 3.60 Frau Lina Engel k 2.60 geb. Schuster Um stille Teilnahme bittet Calcium-Carbid.Kilobüchseä Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. d. Mts. nachmittags 2 Uhr statt. 02693 B18/. ä k a k k w? Mein Geschäft liegt etwas abseits, aber es lohnt sich, zu mir zu kommen. Zur Saison - Eröffnung setze einen großen Poften neue Pneumatiks, renom. Fabrikat, einem Ausverkauf auS und erlasse, solange Vorrat reicht: prachtvolle Mäntel gute Lustschläuche mit Dunlop-Ventil Ferner offeriere Acetylen-Laterncn schon Trillerglocken „ Radlanfglocken „ Pumpen „ Gummilösung „ Neparaturkastcn „ Verordnung vom 31. Mai 1902). Gießen, den 14. April 1906. Großherzoglw c ' ; ■>'vmeifitret Gießen. M ecunt. Versteigerung. Donnerstag, den 26. d. Bits., nachmittags 2 Uhr, werden im Pfandlokal Seltersweg 11, gegen Barzahlung versteigert: 2 Wagen, 1 Kassenschrk.,1 Fahrrad, Schränke, Sofa's, Kommode, 1 Verlieow u. a. m. |2491 Gießen, den 18. April 1906. Johann. Gr. Psandm-'ister o _ 0.50 1 — 0.60 0.05 0.15 0.60 Heute nacht l1/» Uhr verschied nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin Freibank» Heute von 4 Uhr ab: [B18/4 Schweinefleisch 58 Pfg. 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Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen, nach Ablauf der Offenlequngsfrist, kann der in der Heberolle als beitragsvstichtig in Anspruch Genommene gegen die Beitragsberechnung bei dem Vorstände der land» und forstwirtschaftlichen Berussgenoffenschaft Einspruch erheben (f. § 15 der Em Schatz Z ist ein zartes, reines Gesicht, rosiges, jttgendfrisches Aussehen, iveifce, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. Alles dies wird erreicht durch die echte S(eekenp’er(l - Lilienniikh-SoHe v. Bergmann & Co., Radebeul mit Schuhmarke: Ste ckenpferd äSt.50Ps. bei: P J. Mobs. Emil Koch. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 17. April 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Mecum. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen David Engel. Grün in gen, den 18. April 1906. KsrlfWNlnschtt Verein. Samstag, 28. April, abends 9 Nhr im Vereiuschause Hanpt-V rsammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über das Geschäftsjahr 1905/06. Vorlage des geprüften Rechnungsabschlusses. Entlastung des Vorstandes. 2. Wahl der Revisoren zur Prüfung der laufenden Jahres- rechnung, des Aufnahme- und Schill-Ausschusses. 3. Beratung itnd Feststellung des Voranschlags 1906/07. 4. Etwaige Anträge gemäß § 51 der Satzungen. v18/4 Der Vorstand. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, rechts der Lahn. Die zweite Versteigerung der Massegrundstücke in dem zum Feldbereinigungsverfahren Gießen, rechts der Lahn zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim, wozu auch der ehemals Brömersche Steinbrlich an der Hardt (Flur X Nr. 349 der Gemarkung Gießen) und eine in der Gemarkung Allcndorf gelegene Wiese gehören, soll Freitag, den 20. April l. J., nachmittags 372 Nhr am Bahnhof Heuchelheim stattfinden. Friedberg, ben 14. April 1906. Bl7/4 Der Großherzogliche Feldbereinigungs-Kommiffär: gez.: Spam er, Kreisamtmann. Freitag, bett 20. April, vormittags 11 Nhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns einzureichen. Gießen, den 6. April 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________Mecum._________________B7, Verdingung. Die Arbeiten und Lieferungen zur Wiederherstellung der Kirche in Großen-Linden sollen auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich vergeben werden. Die der Verdingung zu Grunde liegenden allgemeinen 1877 durch Herrn Otto Luft am hiesigen Platze eingeführten Berliner Weißbieres einzig und allein der Firma C. Roth II. Nachfolger Zum Aquarium Watttorftrasie 5, Telephon 322, übertragen habe. 2501 Berlincr kWrt-Weitzbierbmmi S. D. Mmes, Berlin. GGGGGEGGOOGGGGGGSTGS Die Ausnahme MOchtiger Kinder. Montag, bett 23. April bö. Fs., vormittags von 10 bis 12 Uhr, sind et in der hiesigen Volksschule und zwar in der Stabtknabenschnle im Zimmer Nr. 3, in der Stadtmäbchen- schule im Zimmer Nr. 6, die 'Aufnahme ber Kinder statt, die bis znm 1. Mai bs. IS. das sechste Lebensjahr zurückgelegt habe«. Bci brr Anmeldung ist der Impfschein vorzulegen und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein mitzubringen. Außerdem haben die Eltern, die von der Gewährung freier Lehrmittel für ihre zur Aufnahme gekommenen Kinder Gebrauch machen wollen, unter Vorzeigung des diesjährigen Staatssteuerzcttels bei dem betreffenden Hauptlchrcr Antrag zu stellen. Gießen, den 10. April 1906 Bn/t Für den Schulvorstand: Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Rektor. Tpar- u. Leihkajse E. k.m.n.S. A'chll-VrW Mitanz am 31. Dezember 1905. Aktiva JfC «A An Ausgeliehene Kapitalien und zwar a) gegen Obligationen und Schuldscheine . . 321239.55 b) gegen Güterkaufgelder .... 23927.— c) gegen Wertpapiere nach dem Kurs am 31. Dez. 1905 . 19-160.— An Kassenvorrat . . 14756.30 „ Unerschte Vorlage 11.85 „ Ausstände . . . 3698.96 „ Mobilien . 90.40 10"/, Abschreibung 9.04 81.36 383175.02 Passiva JfC $ Ausgenommene Kapitalien 373299.43 Stammguthaben der Mitglieder 4125.50 Refervefond . 1703.79 Zuschreibung aus dem Reingewinn pro 1904. . . 200 1903.79 Spezialreservefond 1637.37 Zuschreibung aus dem Reingewinn pro 1904 176.08 1813.45 Nachlässe für noch nicht fällige Güterkaufgelder 400.— Reingewinn .... 1632.85 383175.02 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1904 32 Wahrend 1905 gingen ab...... — n w " zu ..... . Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 . 32 । Die Rechnung liegt acht Tage lang zur Einsicht der« Beteiligten im Kassenlokal des Rechners offen. Gleichzeitig werden sämtliche Mitglieder der Spar und- I Leihkasse E. G. zu einer Generalversammlung auf Samstag, den 28. April, nachmittags 3 Nhr in die Wirtschaft von Karl Siegftied in Großen-Buseck cin- geladen. Tagesordnung: 2486 1. Abhür der Bilanz. 2. Beschluß über Verwendung des Reingewinns. 3. Wahl zweier Aufsichtsratsmitglieder. 4. Verschiedenes. Der Direktor Der Rechner Der Kontrolleur Schwalb. Schmidt. Stephan. und besonderen Bedingungen, sowie Angebotsformulare können von Unterzeichnetem Wilhelmstraste 21, gegen Erstattung der Selbstkosten vom 21. April d. Js. ab erhoben werden; daselbst liegen auch die Zeichmmgen zur Einsichtnahme offen. Die Angebote sind mit entsprechender Aufschrift versehen, geschlossen an den Unterzeichneten bis 5. Mai, vormittags 11 Nhr einzurcichen, woselbst sie zu genannter Zeit in Gegenwart dec etwa erschienenen Anbieter eröffnet werden. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 17. April 1906. Die Bauleitung. D18/4 I. A.: Kuhlmann, Reg. Baumeister. 02665 UM-LeckWg. Wegen Neubau meines Hauses befindet sich mein Bnrftenwaren-Geschäft vom 20. April an Krenzplatz 6, Ecke Neuenweg. I. Leichtweis, MsttllMcher. CDcöe Hausfrau weiss Eine gute Waschmaschine muss natürlich auch schmutzige Wäsche reinw sehen 1905:2 Grand Prix, I Ehrendiplom, 6 goldene Medaillen 2499 Brüder Schmidt, Giessen im 27.50 Freitag, Auf diesem Prinzip beruht unser System, und macht deshalb die WELTWUNDER - Waschmaschine jede Bearbeitung der Wäsche mit der Hand überflüssig. — Verblüffend einfache rind leichte Handhabung, schnelle und gründliche Reinigung;, sowie Schonung der Wäsche und Hände dass sie nicht durch Kochen oder Dämpfen allein wirklich schmutzige Wäsche säubern kann. Man half sich damit, die Wäsche mit der ißftchzKwascheii was aber nur dadurch erreicht werden kann, dass die Waschmaschine genau die Bearbeitung der Wäsche mit der Hand - nachahmt ——— PREIS: Mark 16.— und Mark Vielfachen Wünschen nachkommend veranstalten wir in unserm Geschäftslokal den 20. April, vormittags von 10—12 und nachmittags von 4—6 Uhr ein öffentliches Probewaschen zu dessen Besuch die geehrten Hausfrauen ergebenst ein geladen sind. 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