Freitag 14. Dezember 1906 156. Jahrgang Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen T)\e heutige Dummer umfaßt 13 Seiten Zukunft der Wucht der Ueberraschung hat heute im Reichs- Mit Wahlkampf einzutreten hat, so muß er von vorn VezuftSprei-i monatlich 75 "VL, vir uek [ätjvhd) Dlk. 2-20. durch Abhole- u. 3ioetflfleUen inonnfhch 66 'Ul., durch dtePosl Alk. 2.— öievtel» jährt. auslchl. BeNetlg. Annahme von Anzeige» für die Taqe4ini»ui,er bis oormutüfl* 10 Uhr. ZetlenpreiS lokal 12i$fw auSivärl» 20 ’lStft. Verantwortlich *üe den pbht und aUgem. Teil: V- Wttiko^ *üt „Stabt und üanb* un* ,an 8 Bei entgcgensehen. Ja, Menn . . . ! Mach der Meichstagsauflöiuug! -tt- Berlin, 13. Dez. deutet aerade sein ganzes Verhalten in den Kolonialaffären, das lassen die Neben der Herren Roeren und Dr. Spahn, dieser beiden hohen deutschen richterlichen Beamten, unzweideutig erkennen, die an Schärfe und Rücksichtslosigkeit gegenüber der Regierung und ihren Vertretern alles übertreffen, was von feiten bürgerlicher Parteien überhaupt bisher gelctstet worden ist. Damit wird Fürst Bulow zu rechnen haben, und eS würde von der Energie der Regierung abhängen, ob eS ihr gelingen würde, das deutsche Volk vor dem Joche deS römisch gesinnten Zentrums loSzttlösen. Man wird wohl einer Berliner RegierungSkundgcbung schon in den nächsten Tagen entgegen sehen dürfen. Daß von ihr Großes abhängt, ist klar. Möge ihre Wirkung dem deutschen Volke ztun Heile gereichen! WaS die „Rordd. Allg. Ztq." reichsofsiziöS heute verlautbaren läßt (siehe unten), das läßt noch nicht auf eine besonders schneidige Regierungswahlparole gegen das Zentrum schließen. Aber die nächsten Tage wohl werden schon neue lieber* raschungen bringen. Der „Edelstein der deutschen Geschichte" (sie unten) ist bereits die zweite große WcihnachtS- überraschung der Regierung. Allerdings, alle die Vorwürfe, die die Regierung etwa gegen daS Zentrum jetzt erheben würde, träfen sie selber, und viele Wähler würden wohl ihre eigenen Schluß, solgerttngen daraus ziehen. Bis zum ersten „Duell" Dernburg-Roeren sind Regierung und Zentrum getreulich Hand in Hand gegangen. Tie ReichSregierung hat also die Frucht, die ihr heute so überaus bitter mundet, selber gesät. Und welche Frucht bei den neuen Wahlen aufgehen wird, wer kann'S wiffen! Denn viel vermag, namentlich in so kurzer Frist, angesichts obendrein noch deS WeihnachtSfesteS, daS den Frieden auf Erden feiern soll, selbst nicht die glänzendste Dialektik! Auf liberaler Seite freilich würde man einen Kampf der Regierung gegen daS Zentrum ntirmit Genugtuung begrüßen können. Eine Negierungskundgebung, die sich gegen daS Zentrum richtet, würde zur Klärung der Situation in ganz Deutschland beitragen. Eine solche Negierungsparole ließe der Hoffnung Raum, daß dieSinal Wahlen vollzogen würden, die in allen protestantischen Gegenden Gewinne der ReichSregierung brächten. Man würde wenigstens in allen protestantischen Kreisen aufhören, von einer schwachen und schwankenden Politik der ReichSregierung zu reden und würde ihr manche verfehlte wirtschaftliche Maßnahmen nachsehen. Jedenfalls kann es kein Zweifel sein, daß eS für die einzelnen liberalen Parteien wie für den gesamten Liberalismus bei diesen Wahlen nur eine wirklich entscheidende Frage geben kann, nämlich die, ob die gegenwärtige klerikale Ueber- macht bestehen bleibt oder nicht. Im ersteren Falle würde von einem wirklich bestimmenden Einfluffe auch deS gemäßigten Liberalismus auf unser Reichsleben so gut wie keine Rede mehr sein können, da die Klerikalen auf geistigem, politischem, kirchlichem und Schulgebiete die ihnen aufs neue verliehene Macht noch ganz anders attSnützen würden als bisher. Daher ist auch von ziemlich weit rechts stehenden nationalliberalen Führern in jüngster Zeit wiederholt offen ausgesprochen worden, daß der Kampf gegen die politische und kirchliche Reaktion zum mindesten ebenso wichtig sei, als der gegen die Sozialdemokratie, deren gefährliche Endziele doch nie verwirklicht werden können, schon weil an eine sozialdemokratische Mehrheit im Reichstage nicht ztt denken ist. Wenn also der geeinte Liberalismus in unerschütterlicher Vaterlandsliebe auch diesmal mit der Parole „gegen Reaktion und Revolution" in den Nr. «94 • rldirint auf)er Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dein kessllchen Landwirt die Lietzener Kamillen» blätter oiennal m der Woche beigelegt. Rotationsdruck a. Verlag der vrühl 'ichen Univerl.-Buch-u. Stein- bniderei. 0t öange, Redaktion, drreDUton und Druckerei: Echolprotze 7. Redaktion 111 Verlag u.Exved.S^Köl Adresse für Deoeichen: Anzeiger Kietzen. belastend. Aber das Zentrum, augenscheinlich gründlich verärgert durch Dernburgs Sturmlauf gegen eine Zentrumssäule, verharrte trottig auf seinem schlechterdings unannehmbaren Antrag. Nachdem auch das Plenum des Reichstags die Fortführung des südwestafrikanischen Feldzugs in der von der Regierung geforderten Weise abge- lehnt hatte, blieb allerdings nichts anderes übrig, als ans Land zu appellieren. Ein Wahlkampf im Winter ist besonders anstrengend, aber da die Wähler viel zahlreicher zu den Versammlungen sich einfinden, als in der wärmeren Jahreszeit, so wird es dem Kampf an Frische und Lebendigkeit nicht fehlen. Es kann keine Täuschung darüber sein, daß ein bei weitem oppositioneller gesinnter Reichstag zurück- ke hrt. Das Zentrum bekommt eher noch Zuwachs durch den Konflikt mit der Negierung, und in bedeutender Verstärkung werden die Sozialdemokraten, am besten gerüstet für den Wahlkampf, Einzug halten. Die koloniale Wahlparole ist ung ünstig für die regierungsfreundlichen Parteien. DaS ist das .Entscheidende. Deuwüyten zum N ichstage! -o. Gießen, 14. Dezember 1906. Artikel 25 der Reichsverfassung lautet: „Im Falle der Auflösung deS Reichstages muffen innerhalb eines Zeitraumes von 6 0 Tagen nach derselben die Wahlerund innerhalb eines Zeitraumes von SO Tagen nach der Auflösung der Reichstag versammelt werden.* Im Februar spätestens also muffen die Neuwahlen stattsindcn und im März muß bereits der neue Reichstag versammelt sein! AlS am 6. Mai 1893 der Reichstag die Militärvorlage mit 210 gegen 162 Stimmen abgelehnt hatte, wurde der nette Reichstag bereits am 14. Juni neu gewählt, und die 180 Stichwahlen erfolgten am 24. Juni. Am 4. Juli eröffnete der Kaiser persönlich den neuen Reichstag; am 15. Juli wurde die Militärvorlage der Negierung, nach Vorschlägen Htiencs vom Zentrum umgearbeitet, mit 201 gegen 185 Stimmen angenommen, und unmittelbar darauf der Reichstag geschloffen. Das war die letzte ReichStagSauflösung. Diesmal tritt die Regierung mit einer wesentlich weniger populären Wahlparole vor daS deutsche Volk. WaS gilt dem Volke Afrika! So verfehlt unS die Opposition der Rcichs- tagsmehrhcit gegen die Reichsregierung in diesem Falle auch bebünft, so klar und bestimmt daS Dernburgsche Kolonialprogramm ist, so notwendig eS ist, die von der Negierung für nötig gehaltene Truppenmacht im AufstandSgebiete zu beiaffen, um der deutschen Ehre willen wie auS rein prakt. Gründen zur gründlichen Passisizierung der eingeborenen Bevölkerung — so wenig wird mit der Standarteninschrift „Afrika^ die Regierung breite VolkSmassen um sich zu scharen vermögen. Ein anderes wäre es, wenn die Neichsregientng zum Kampfe gegen daS plötzlich starrköpfige, opposit. Zentrum daS getarnte deutsche evangelische Volk zu den Wahlurnen riefe. Wir zweifeln keinen Augenblick daran, daß die Regierung der drückenden Vorherrschaft des Zentnuns herzlich satt ist. Cb aber die Berliner Regierung unter dem versöhnungsfrohen Fürsten Bülow sich mit einer Wahlparole gegen die trutzige Macht des festen ZentrumSturmes hcrvor- wagen wird, erscheint uns allerdings recht fraglich. Die zahllosen Verbeugungen der ReichSregierung und ihrer allermaß- gebendslen Persönlichkeiten vor dem Zentrum lassen eine solche Vermutung kaum ztt. Vielmehr konnte man noch in der jüngsten Zeit wiederholt detttlich wahrnehmen, daß sich die sog. leitenden Stellen vor dem Zenrrmn und seinen Drohungen viel zu sehr fürchten, als daß sie sich entschließen könnten, ihm offen den Fehdehandschuh entgegenzuwerfen. Wie die Tinge liegen, hält eben das Zentrum im Reiche das Zepter in eiserner Hand, und daß eS sich dessen nach wie vor bewußt ist, darauf herein klar darüber sein, daß der erste Teil dieser Parole bei den nächsten Wahlen von ganz der gleichen Bedeutung sein wird wie der zweite. Bei uns in Hessen muß, wo den Liberalen aT9 gö- fäbrdende Gegner Zentrum ober Hvchagrarier gegenüberstehen, ein ZusammengehenallerLiberalen unter allen Umständen und mit aller Kraft angestrebt und unbedenklich und tmn vornherein für eine Kandidatur einer liberalen Partei eingetreten werden. Denn es muß das nächste Ziel jedes Liberalen in jedem Falle? sein, den Gesamtliberalismus auf Kosten der klerikalen fiteife ’.u verstärken. An diesem Sinne würde gewiß eine Verstärkung der Natronalliberalen auch dem Freisinn erwünscht und dienlich sein, und eine Verstärkung der Freisinnigen! ohne allen Zweifel eine Vermehrung oes Einflusses bet Nationalliberalen bedeuten, der fast auf Null herabsinken! würde, wenn eine agrarisch-klerikale Mehrheit in den nüch- sten Reichstag einzöge. Die Wahlarbeit aber muß sofort, und zwar noch vor d e m Fe st e beginnen. Die Sozialdemokraten werden zweifellos in den nächsten Tagen ihre ersten Wahlversammlungen abhalten. Sozialdemokratie und Bündlcr sind immer sehr fleißig; ihre Erfolge sind wesentlich auf ihre unausgesetzte agitatorische Tätigkeit zurückzuführen. Lebhaft muß arbeiten, wer von ihnen Terrain gewinnen will. Ist aber diese rastlose, hingebungsvolle politische Arbeit voryanoen, dann wird es auch den Liberalen an Erfolgen nicht fehlen. „Selbst ist der Mann", heißt es auch in der Politik. Nur wenn jeder Einzelne sich auf seine Bürgerpfticht und Dürgcr- verantwortung besinnt, wenn jeder Einzelne gewillt ist, nach Maßgabe seiner Kraft und Befähigung rnttzuwirken, kann das große Werk der Herbeiführung einer rechten Volksvertretung gelingen. Darum schnell ans Werk! Es gilt der Zukunft des Vaterlandes, unser Aller! Hoffentlich wird eS den beiden großen liberalen (wie ein gestern abend um V*? Uhr uns zugegangenes Telegramm meldete, das wir sofort alS Extrablatt in der ganzen Stadt verbreiten ließen. D. Red.) mit 17 8 gegen 168 Stimmen. Der Zentrumsantrag wurde überhaupt nicht zur Entscheidung gestellt, denn Fürst Bü- l o w erbat sich das Wort, nachdem er der historischen „roten Mappe" das kaiserliche Dekret entnommen hatte. Noch ehe der Kanzler das Wort „Auflösung" sprach, Hub stürmisches Händeklatschen auf den Tribünen an. Als aber die Auflösung, die gestern, ja heute morgen, kaum jemand für möglich gehalten hatte, unumstößliche Gewißheit war, als die drei Hochs auf den Kaiser durch den Saal brausten, da packte es dort oben die Zeugen des vielleicht für die ganze innere Politik denkwürdigen Vorgangs wie wilde Begeisterung. Wenn sie allgemein und von Dauer wäre, könnte die Negierung getrost der tag die Auflösung des Parlaments gewirkt, und womöglich noch stärker wird der Eindruck der Botschaft allenthalben im Reiche gewesen sein. Aufrichtig gesagt, eine solche Tat kraftvoller Entschiedenheit hatte man der Negierung nicht zug etra ut! Man hatte angenommen, daß auch in diesem Falle im letzten Augenblick das Zentrum als Retter in der Not auftreten werde, derart das Dankes-^Schuldlonto der Regierung aufs neue Entscheidung im Aeichstag! R. $3erlitt, 13. Dez. Die Negierung weicht nicht zurück! Für sie ist der Zentrumsantrag über Südwestafrika unannehmbar! Das war das befreiende Wort, mit dem der K a n z l e r heute am Beginn der Sitzung in einer kurzen, ernsten und gereizten Tones vorgetragenen Erklärung die ungeheure Spannung löste, unter der daS ganze, bis in den letzten Winkel besetzte Haus stand. Der gesamte Bundesrat war zur Stelle, einschließlich der Mili- tärbevollmächtigten der Bundesstaaten. Stürmischer B e i f a l l, an dem sich auch die Tribünen beteiligten, folgte den Worten deS leitenden Staatsmannes, der von nationaler Versündigung, von bedauerlicher und bedenklicher Entschlußfassung sprach und keinen Zweifel ließ daß die Annahme oes Zentrumsantrages, die Mindestzahl (2500 Mann) der Truppen in Südwestafrika gesetzlich fest- zulegen, weittragende Folgen haben würde. Der Wille de s Kai sers hat den Kvlonialkonflikt offenbar mit einem Schlage in das entscheidende Stadium' gerückt. Die Zeit der sorglichen Rücksichtnahme auf die „regierende" Partei ist vorbei, jetzt handelt es sich für die maßgebenden Kreise um die letzte Anstrengung, der Kolonie die Ruhe Wiederzug eben, und am Ende um den Verlust des Feldzugs und der Kolonie überhaupt. Es ist des weiteren klar, daß der Kolonialdirektor Dernburg einen starken Rückhalt am.Kaiser hat. Die frische Initiative, daö offene energische Wesen des neuen Mannes gefällt zweifellos an maßgebender Stelle. Es fegte auch heute wieder wie ein Sturmwind die Schutzdämme um, die Abg. Roeren in einer auf maskierten Rückzug hinauSlausenden Selbstverteidigung in der unvermeidlichen Wistuba-Affäre um sich aufwarf. Roeren bestritt, eine Art Nebenregierung im Kolonialamt etabliert zu haben, doch der Kolonialdirektor ließ nicht locker. Er richtete immer neue Waffen aus der Rüstkammer seines Aktenmaterials gegen das Zentrum und stellte seinerseits für alle Zukunft die „Flucht in die Oeffentlichkeit" in Aussicht, just, wie seinerzeit der Staatssekretär Frhr. von Marschall im Tausch-Prozeß. Zu der Schärfe, mit der Dernburg auch heute wieder sprach, hatte ihm Abg. Roeren eigentlich keinen Anlaß gegeben, und die Schroffheit des Kolonialdirektors war auch kaum geeignet, das Zentrum zum Einlenken zu veranlassen. Aber in der Regierung ist die Nervosität bis gum höchsten Grade gestiegen, es geht ihr im Grunde weniger um den kolonialen Einzelfall, als um das Prinzip. Fürst Bülow war nicht Zeuge des erneuten Geplänkels Roeren-Dernburg, er verließ vorübergehend den Saal, um einer Bundesratssitzung zu präsidieren. Die Sache selbst, die im Reichstag zur Entscheidung stand, betraf nicht mehr die von der Kommission abgelehnte Regierungsvorlage, auch nicht den Zentrumsantrag, sondern einen Vermittelungsantrag der beiden Volksparteien, der den allgemeinen Wunsch nach tunlichster Verminderung der Truppen- zahl ausspricht. Dernburg erklärte die Sympathie der Regierung mit diesem Antrag, unter der Voraussetzung, daß kein Eingriff in die Kommandogewalt damit verbunden werde. Ein erregter Zug gin-i durch Me Debatte, in deren Verlauf Fürst Bülow seinen Platz wieder einnahm. Zumal der Unmut gegen das Zentrum kam auf der Linken wie auf der Rechten, teilweise sehr lebhaft, zum Durchbruch. 2lbg. Dr. Paasche (nL), der dem Kolonialdirektor nochmals und namens weiter Volkskreise Dank aussprach für sein mannhaftes Auftreten gegenüber dem Zentrum, feierte seinen größten rednerischen Triumph. Bleichen Antlitzes saß Abg. Dr. Spahn, der seinen politischen Einfluß in Gefahr sehende Zentrumsführer, auf dem Referentenplatz, bis ihm der Präsident das Wort erteilte. Mit vibrierender Stimme suchte Spahn nachzuweisen, daß durch den Antrag seiner Partei der Regierung kein Mann und fein Groschen versagt werden solle. Der Kanzler, sonst ein aufmerksamer Hörer der Spahnschen Reden, ignorierte heute den leitenden Z-mtrumsmann, der mit seinem Hinweis auf die drohenden neuen Steuervorlagen schon eine Art Wahlrede vom Stapel ließ, als ob auch ^ihm Neuwahlen recht nahe- gerückt erschienen. „Die Verantwortung für neue Steuerlasten nimmt uns keine Kommandogewalt ab", rief Sp"hn erhobenen Tones unter dröhnender Zustimmung der Zen- trumsmattnett. Hatte Dr. Spahn seinen „Kompromiß-Zvlinder" mit ber „Sturmhaube" vertauscht, so rückte nunmehr bie Autorität des General st abs in Gestalt einer Erklärung des Oberstleu^nu^, Sita s c v"r die Front, die mit achtungsvollem Schweigen enfgegengenommen wurde. Den grandiosen Schluß der Debatte bildete indessen ein flammen der Appell des Fürsten Bülow an die Volks- vertretung, Seite an Seite mit der Regierung zu stehen in der Wahrung des deutschen Ansehens und der deutschen Waffenehre. „Wollen Sie den Konflikt, dann sollen Sie ihn haben! Die Regierung erfüllt ihre nationale Pflicht — im Vertrauen auf das deutsche Volk!" Diese im Tone h öch st er Erregung gesprochenen Worte fanden tosende n Widerhall und ebenso kräftigen Widerspruch, umsomehr, als ber Kanzler sich dagegen verwahrt hatte, nach Direktiven einer höheren Stelle zu handeln. Er lasse sich nicht schieben, am wenigsten, wenn es sich um die nationale Ehre handele. Schlag auf Schlag folgten nun die schicksalsschweren Ereignisse. Der v o l ks p a r t e i li ch e Antrag , der Träger aller Hoffnungen auf friedliche 2 ö f ung des Konflikts, wurde mit 176 gegen 171 Stimmen abge- lehnt, der Regierungsentwurf des Nachtragsetats Eichener Anzeiger Eeneral-Anzeiger v Gruppen in Gießen wieder gelingen, sich auf einen gemeinsamen Kandidaten zu einigen. Es werden da wohl noch lebhafte und eifrige Verhandlungen von nöten fein. Der Fall Eißncrt ist ja nun erledigt und bietet ver- tmtl(icl) feinen weiteren Konfliktsstoff mehr, namentlich nicht für die ReichSpolitif. Sollte eine Einigung nicht erzielt werden, dann wird die Sozialdemokratie allein sich in§ Fäustchen lachen und die Liberalen alle miteinander iverben alle ihre Mühen umsonst aufwenden. 'N ber die NeichslagsanffSs.ivg schreibt die reichsossiziöse ,97orbb. Allgem. ßtg.4 in einer Sonderausgabe: Der Reichstag ist der Auflösung verfallen, weil seine Mehrheil den verbündeten Regierungen die Mittel ?ur Erfüllung einer nationalen Aufaabe versagt hat. / Durch die ^tblehnuna der für die Zukunft Südwestairikas unerläßlichen Forderungen ift Teutsehlands Stellung in der Welt emvfindlieh getroffen worden. Sache des deutschen Volkes ift es, darauf Antwort zu neben. Schwer genug toieat schon, was im nationalen Besitzstand Südwestafrika durch sieh selbst bedeutet, was es uns geworden ist durch das Blut der ermordeten deulfehen Männer und Frauen, durch die schiveren, lungebungsvollen Kämpfe unterer Truvpen, durch die Leiden und den Heldentod fo vieler Braven, und was es uns, naeb dem Urteil aller Kenner des Landes, wirtschaftlich noch werden kann. In dein IHunenblkr, da über der Zukunft dieses so teuer erfoufien Sdnitzgebiekes künftigere Sterne entgehen, die von den Sachverständigen für unentbehrlich erklärten Streitkräfte willkürlich zu verringern, heißt, unter den gegenwärtigen Umständen die fmun gesicherte Kolonie neuen (ft e* fahren ausset; en und den Maßregeln zur endgültigen, frucht» bringenden Aneignung unteres südweftafr. Besitzes von vornherein das Rückgrat b r e d) c n. Es bandelt sich aber nicht bloß um Südwesta'rika, wie wir dort burd)()o(ten, ob wir mit zäher £?pfer» Willigkeit vorwärtsgehen ober nad) kaum erreichter Beteiligung bei größten Gefahr wieder ermatten; es i'"t bei der heutigen volitifdien Gesamtlage uns selbst und unteren Mitbewerbern im überseeischen Wettkampf zum Prüfstein dafür geworden, ob D e u t f d) I a n b überhaupt der Entwicklung aus einem europäischen Großstaat zur Weltmacht fähig ist. Unter inneren Augen vollzieht sich, von verschiedenen Seiten her, ein kraftvolles Ausgreisen auf die von der Kultur noch nicht eriddoftenen Gebiete; wir erleben als Zeitgenossen den A n f s ch w u n q des b r 11 i t d) e n , amerikanischen und japanischen Imperialismus. F r a n f r c i ri> gründet ohne Zaudern und Rnautem em riesiges Kolonialreidi in Afrika und Deutschland toll nicht einmal in energifeber Behauptung und Verwertung des Grivorbenen S di r i t t halten dürfen? Für die verbündeten Regierungen, für den Reichskanzler gab es in dieser Frage fein Paktieren. Ehe die Mehrheit des Reichstags ben ablehnenden Beschluß faßte gegen die Minderheit, in der die Rechte, die Ratioiialliberalen und die bürgerliche Linke zusammenstanden, madrte Fürst Bülow nochmals das Haus auf die schweren Konseguenzen ailfinerksam. Freimütig imd fest erklärte er, daß hier nidjt der Kamps zwisdien var° lameutarisdiem und pcrtönlid)cm Willen geführt werde, sondern eine setbstveistündliche Pflidlt die fßcibünbeten Regierungen nur einen einfachen und geraden Weg iveise. »Niemand drängt midl, niemand schiebt mich — und, wenn Sie wollen, so haben Sie die Krisisl* — Trotz des Ernstes dieser Ansage blieb bic aus dem Zentrum und den Sozialdemokraten beftehenbe Mehrheit in dieser dem deutschen Volke an das Herz und die Ehre gehenden Sache bei ihrer kleinmütigen verbissenen Ablehnung. Tie Nation hat zu entscheiden, ob sie sieh solche Vertretung ihrer Interessen und ihres Ansehens gefallen lassen will. Sehr bemerkenswert ist die Aeußcrung de§ führenden deutschen Zentrii ms bla tte 8, der »Köln. Volksztg.*. Sie meint, daß es sich um die eigen Ft e Entschließung des Kaisers handelt, eine jener Entschliesitingen, die nach so manchen Erfahrungen in ihrer Plötzlichkeit nicht mehr überraschen könne. Das Volk habe bei den Neuivahlen nicht nur zu entscheiden, ob 7000 Mann in Afrika stehen, sondern, ob die Volksvertretung unter allen Uinftänben verpflichtet ist, zu bewilligen, roa3 die militärische Konimandogewalt, sowie die Gouverneure in Afrika fordern, wodurch die Volksvertretung zur einfachen GeldbewilligungSmaschine herabgedrücki werde. TaS Blatt sieht der Zukunft mit Vertrauen entgegen; das Zentrum sei gerüstet. . AuS Berlin wird dagegen der ,Frkf. 3tg/ u. a. folgendes geschrieben: Man muß nach dem, was sich inzwischen und heute ereignet hat, annehmen, daß Bülow dieses System des D i p l o m a t i - fiercn§ mit und zwischen den Parteien, dieses notdürftige Zusammenbrmgen von Mehrheiten von Fall zu Fall, bei welchem das Zentrum zu immer größerem Einfluß gelangt ist, satt hat; bas; er, nicht mehr eine Politik betreiben will, bic zum guten Teil auf einer zu hoher Vollenbimg getriebenen, in ben po* litifdjeit Dienst gestellten Technik der Liebens Würdigkeit beruhte. Er hat den Gedanken der Notwendigkeit der Auslöfung des Reichstags fd)ou seit mehreren Tagen gehabt und hat ihn nut einer Entschlossenheit durchgeführt, die ihm früher niemand zngc° traut hatte. Er bat heute von dem albernen Wort: Nur feine inneren Krisen! gesprochen. Sollte es neben dem liebenswürdigen Diplomaten Bülow vielleidjt noch einen andern geben, der s i di der Durchführung von K r i f e n f ü r gewachsen hält? Es gibt Leute, die behaupten, diese Doppelnatur in ihm zu kennen. Wir maßen uns fein Urteil an, der Erfolg muß cs zeigen. Mil befonberer Schärfe Hat Bülow bereits betont, daß er nicht vom Kaiser geschoben ist, baß es sich um keine Frage bes persönlichen und militärischen Regiments Handelt, und daß er nach reiflicher lieber- legung als verantwortlicher Leiter handle und den Willen der Verbündeten Negtermigen ausführe. Wir haben Grund zu glauben, daß das richtig ist. Ter Kaiser war in dieser ganzen Cache nicht der Treibende, wie bis heute noch in politischen Gesprächen viel00 Mark verhaftet. Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Frankfurt a. M., 13. Dez. Die seit dem Jahre 1874 bestehende Firma Gebr. Neustadt geht Ende dieses Jahres an bie Diskontogesellschaft über. Europäische Petroleum-Union G. m. b. H., 53er- l i n. In Lonbon wird bie Verschmelzung ber General-Petroleum- Co. und ber Consolibateb Petroleum-Co. durchgeführt werden. 93eibe Geseilscbafteii stellen Ver?aufsorganisatst>nen bar unb zwar bie General für bic beutschen Lctroleuminteressen unb bie Consolibateb für bie russischen. Es entspricht bies dem Programm ber Union, alle größeren Verkaufsorganisationen in Europa mit Ausnahme ber von Amerika resorbierenden in ihrer Hand zu vereinen. Gleichzeitig stcht^bie aus der Petroleum-Produite Akt.- Gcs. unb der Deutsch-russischen Navhth.i-Janvvrtqesellschast vorgegangene Deutsche Pctroleumvcrkaufsgcscllschaft m. b. S. int Begriff, ihren Sitz von Bremen nach Hamburg zu verlegen unb einer Ausgestaltung ihrer Einbringen vorzunehmen. Nach ber „Fr. Z." ist es nicht unmöglich, baß dies eine Vermehrung ihres Stammkapitals von zurzeit 10 Mill. Mk. zur Folge bat. Da bie Europäische Petroleum-Union die Anteile bicser ihrer Untergescllschast ins Portefeuille zu nehmen gebenkt, werben biefe Transaktionen weiterhin auch eine Erhöhung bes Stammkapitals ber Union nach sich ziehen, unb zwar bürste sich bieses bann auf 30—35 Mill. Mk. stellen gegenüber berzeitigen 20 Mill. Mk. Amerikanischer Ge treibehanbel. Die Importeure von amerikanischem.Getreide sind gegen Verfälschungen völlig wehrlos. Die schlauen Dankees erkennen weder eine Erfatzpflicht noch ein Schiedsgericht an. Die Ware kommt nicht zu selten in einen bedenklichen Zustand in den europäischen Häfen an. Da man bei uns wenigstens die amerikanische Rücksichtslosigkeit nicht mehr weiter hingehen lassen will, hat die gegenwärtig vom Deutschen Handclstag cinberufene internationale (ftetreidekonferenz sich mit der Angelegenheit beschäftigt. Einstweilen ist man zu dem Beschluß gekommen, die vom Verein Berliner Getreide- unh Produktenhändler ausgearbeiteten Entwürfe für einen Mais- kontrakt und einem Kontrakt für anderes Getreide durchzuberaten und dann in einer gemeinsamen Konferenz mit den englischen Interessenten endgültige Beschlüsse zu fasien. Mrchliche Nachrichten, Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 16. Dezember, 3. Advent. In der Stadtlirche. Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die MatthauSqememd«. Pfarrer D. Sch lofser. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Beidste und heiliges Abendmahl siir die MarkuSgemeinde, wozu besonders auch die kousirmierte Inqcnd eingelabcn wirb. Aumcldimqen vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten mäimlidjen Jugend ber Matthänsgemeinde. Tonncrstag, den 20. Dezember, abends 8 Uhr, im Matthäus--- fetal, Kirchstr. 9: Sibel ft unb e. (Ostcnb. Johs. Kap. 10 u. 11.) Pfarrer D. Schlosser. In der IohanueSkirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Krau s. Vormittags 11 U h r: Kinberkirche für die Johanne-- gemeinde. Pfarrassistent Steiner. Abends 5 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heiliges Abendmahl für die Lnkasgemeinde, wozu besonders auch die konfirmierte Inqcnd eingeladen wirb. Anmeldungen vorher bei dem Psarrer erbeten. Katholische Gemeinde. Samstag, den 15. Dezember 1906: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beidste. Sonntag, den 16. Dezember 1906: 8. Adventssonntag. Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hell. Beichte. , um 7 Uhr: Die erste heil. Mestc, vor tmb in derselben Austeilung der hc^. Kommunion.^ , um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. MilitärgotteS- dicnst mit Predigt. , um 91 /, Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 4’/, Uhr: Sakramcutalifche Bruderschafts-Andacht. „ um 5 Uhr: in der alten Kirche — Verteilung der Weihnachtsgabcn an arme Kinder der Gemeinde. Marke „Wildfeuer“ feinste 6 Pfg. Zigarre! empfiehlt . i, Sonnabend den 15. Dezember 1/,4 Uhr nachmittags von der Kapelle des alten Gießen, den 14. Dezember 1906. 7429 kann mit der Grossherzogi. üniversitätsprofessor 1. Geheime Hofrat Ibrecht Thaer Br 78 im Alter von tönncn. Freiwillige Zmeckr-Berßeigemg 7433 14. Dezember 1906. Giessen, l in MerslMscu, ftrtü Wlarbnrg (20 Minuten von titatioh HcSkem, Marburger SreiSbadNj. 0 Mittwoch, den 10. Dezember VS. Jö., vormittags 9»/, M , V Ölfentlich mctrtbtclenb gegen «arzamung ...................... A EL§?E!r»isi»8«eii |6748 stets irisch bet Dank Söll. 7428 R a u. Drucksachen aller Art Giessen, den 12. Dezember 1906. 7422 1 ■ Conserven MUMvEVNNÄE • < Ein Kleines findet am Montag, dem 17. Dezember, nachmittags Minna Eckstein. Gustel Justi-Gentner, geb. Eckstein. Dies zeigt Hinterbliebenen Dfe Beisetzung findet in Giessen, Friedhofes aus statt Heote Nacht entschlief sanft unsere teure Mutter, Grossmutter, Schwiegermutter und Schwester, die verwitwete f 8 ufParkeh.linoleumugcstrichcnmBödETi n3 IK.ItMbcr IM Letztes Auftreten der Orpheum-Gesellschaft in ihren Sololeistungen. ===== Zum Schlüsse: ===== „Giessen auf Stelzen“ (Artisten-Revue) 7426 Große Posse mit Gesang und Tanz. Lachen ohne ßnöc! Mr 500 Anssithrnngcn in offen Stallten! Villet-Vorausbestellung am Buffet des Orpheums. Anfang 8V2 l'.hr. Entree: 1. Platz 60 Pfg., 2. Platz 40 Pfg. Es ladet ergebenst ein L. Wagner. Werkzengkasten, Lanbsägekasten, Reibmaschinen, ßleüserputzmascbinen, Brodschneidmaschinen, Fleischhackmaschinen, Küchenwaagen L Vollständig‘er Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe. Mein noch gut assortiertes Lager in Tapisserie-, Weil-, Kurz- u. Weiss waren wird von heute ab zu bedeutend herabgesetzten Pi eisen ausverkauft. Günstige Gelegenheit für Weihnachtseinkauf. H 7423 Neuenweg 10 Ph. Schlatter Neuenweg 10 Roth in Giessen Verlag von Emil Grosse Auswahl in 7410 Kein Laden! Kein Laden! V. Buttenwieser1 - West-Anlage 27, parterre. - Damen-Hemden, Hosen und Nachljacken, Unterzeuge ■ 12% Kassa-äkonto ■■ ■■■■■ Stets das Neueste in großer Auswahl und zn billigen Preisen. In Schirmen mit bunter Kaute sowie farbig bringen wir stets eine unerreicht große Auswahl zu vorteilhaften Preisen. Unsere Firma genießt den Rus, stets die erstell und iemslen Nouveaut.es der Branche zu bringen. Casseler Schirmfabrik Seltersweg 9 Giessen Seltersweg 9 ce/ Ein neues, vaterländisches Werk zur Unterhaltung und Belehrung: A»s hessischer Vorzeit. Erzählungen für Jugend und Volk von Albert Kleinschmidt. Preis pro Ba»ld drosch. Alk. 1.—, in Kalikoband Mk. 1.25. Band l: Brinno der Chattcnfürst. Aus der Zeit der Varusschlacht. 2. Auflage. Band II: Wehe den Besiegten. Aus der Zeit des Germanicus. Band III: Lindmuth. Aus der Zeit des BonilaUus. Band IV: Guudakar. Aus der Zsck Karls des Großen. Literarische Mitteilungen für die evang.-luth. Geistlichkeit (Pfarrverein): .... der Verfasser verliebtes meister- Han, die Vorgeschichten uiisercs Volkes den Kindern zu erzählen. Er läßt iinsere Jugend Blicke tiin in das Tenken und Tun unserer Voreltern. Das ganze Uliternehmen sei aufs wärmste empfohlen. Passende Weihnachtsgeschenke Regenschirme für Damen, Herren und Kinder. = eine Mischungen, tägliche Rollung per Pfd. -.80, 1.10, 1.20, 1.40, 1.60, 1.80. [6074 Bei Rückgabe von 8 Gutsch. 1 Pfd. Würfelzucker 20 Gutscheinen x/, Pfd. Kaffee äW gratis, -xmfc Reine Schokolade psr Pfd. von 70 Pfg an. Reiner SCafftao per Pid. Alt. 1.—, 1.60, 2.-, 2.40. Tee neuer Ernte per Pfd. All. 1.20, 2.-, 3.-, 4.-. L. Steinhäuser 17 Neuen Baue 17 Mehl! Srilnliifil “fft 10 Pfund Mk. 1/Ov Kniscrnicht10 *b-Ä laiBlütfoniefft • • 1,5(1 Zickcc Hw florintöeu ver ¥iunb 30 w Stnstnen • ' 40 w Lchml^"7°-P,S(i5P'g. Dr. Lctkcr's Mpuliit 7387] 3 Sßateu ^Psg, illeiit Sitronen3 e,M 2(1'^ S^tlMe Wu"M(lw MMe • • 3(1 P'S. C. Roth II Nacht Telephon 822 Walltorstr. 5, I berühmtes Metallpntz-1 mittel für Blech, Meiling, I Küpser, Nickel, Silber und ($oiö. J Greift nicht an, schmiert nicht, sparsam im Ber- 7375 brauch. Flaschen ä 20, 30, 50 Pfg. Lüerflaschcn 1.50 Mk. Alleiniger Fabrikant W. Kilbinger, Inhaber der L'öivcuorogmt, Gießen. ................................... Flotte sanierte z des von MengeS OrtSgr letzten 9) bach, S heim und Herrn Titel „ tätigtet! mandsä fit - Slr. fern ste üb erb . Me ge m bet Ar, tzmachttv itaui. 's ÄepnM Priester von I)iei unters SJlanB' der S Kardi f e in e n Erzbischi Men u Bis ungen testantisc L gestern besnchte Abg. D über di AeifallZ die Z»! betr. d Verla den Gi Reich- Reichsb W hier eir S schlosien sonsligei willigen bei Bea> Unterbel Die An! »6. "ühve k M neu J« er b folgten Mgabe llchÄn- m In Nordwes entivickel kommt! besonder- Bauen nicht vor als das! Orten h< 8" nehm die von stnd auf auf ben; •n Farn, . 3h in das 1 200 Ni Bolizej Bombe Zu enffoi Arsche. Wächter.