Nr. ^5 Es worden, KolStische Tages?chL»rr. Kaiser Wilhelm im Hause Krupp. ist auch in der auswärtigen Presse viel bemerkt daß Kaiser Wilhelm der Hochzeit im Hause Krupp Die Woynungsfürjorge in Kessen. ( L Der soeben erschienene Jahresbericht des Großh. Landesivohnungsinspektors für 1905 gibt abermals eim umfassende Uebcrsicht über die mannigfachen Maßnahmen des hessischen Staates auf dem Gebiet der Wohnungsfürsorge, auf dem bis jetzt Hessen allein in so planmäßiger Weise vorgegangen ist. Von besonderem Interesse sind die mitgeteilten Untersuchungen über die Wohnungsverhältnisse der ininderbeinittelten Volksklassen und das Schlafft ellenwescn, sowie die Bodenbesitzverhältnisse der Gemeinden und die Grundstückspreise. Was das Wohnungsangebot in den Gemeinden mit über 2000 Einwohnern betrifft, so ist die Produktion größerer Wohnungen in den größeren Städten mindestens ausreichend, während in kleineren Gemeinden vielfach größere Wohnungen fehlen. So wird z. B. von Wieseck berichtet, daß es an größeren Wohnungen für Lehrer, Aerzte usw. mangele. Von namentlich genannten 66 Gemeinden de§ Landes über 2000 Einwohnern haben 44 einen Zugang an aufsichtspflichtigen Kleinwohnungen zu verzeichnen, 21 einen Abgang, in einer Gemeinde bleibt das Verhältnis unverändert, von Büdingen waren keine Angaben zu erlangen. Von den aufgeführten oberhessischen Gemeinden haben einen Zugang zu verzeichnen Alsfeld 6 und Friedberg 4, während die Zahl der Kleinwohnungen (3 Räume einschl. Küche) abgenommen hat in Gießen um 17, in Heuchelheim um 5, Lauterbach 12 und Schlitz 15. Unter Berücksichtigung des Zu- und Abgangs von Familien stellt sich das Angebot von Kleinwohnungen im Verhältnis zu dem vorhandenen Bedarf folgendermaßen: Von den 65 aufgeführten Gemeinden haben 32 ein Minderangebot von Wohnungen, in 7 ist Angebot und Nachfrage gleich iinb in 26 Gemeinden sind mehr Kleinwohnungen entstanden als vorhanden waren. Zu wenig neue Kleinwohnungen entstanden u. a. in Alsfeld (4), Büdingen (1), Friedberg (12), Gießen (69), Heuchelheim (12), Lauterbach (14) und Schlitz (24). In Alsfeld hatte das Minderangebot anscheinend seinen Grund in einem Mehrangebot im Vorjahre. In Gießen, wo sich abermals ein Minderangebot ergab, will der LandeLwohnungsinspektor die Feststellung zum Anlaß weiterer Verhandlungen benutzen, was zur Beseitigung dieser Erscheinung und der sich etwa daraus ergebenden Mißstände geschehen kann. Wenn man die für Kleinwohnungen zu zahlenden Mietpreise betrachtet, so findet man, daß sie bei Gemeinden von 1400 bis 3000 Einwohnern für einen Raum durchschnittlich 68,15 Mk., für zwei Räume (einschl. Küche) 110,15 Mk. und für drei Räume 145 Mk. betragen. In Gemeinden von 3000 bis 5000 Einwohnern betrugen die betr. Zahlen 84,14, 125,14 und 180 Mk., in Gemeinden von 5000 und 7500 Einwohnern 73,6, 117,7 und 186 Mk., von 7500 bis 10000 Einwohnern 93,6, 143,6 und 200 Mk., in Gemeinden von 10 000 bis 30000 Einwohnern (Gießen) für zwei Räume 162 und für drei Räume 240 Mk., in Gemeinden von 30000 bis 60 000 Einwohnern 120, 185 und 330 Mk., über 60 000 Einwohnern 123, 195 und 280 Mk. Diese Zahlen bilden einen Belag für den Satz, daß im allgememcn die Wohnungsmieten mit der Größe der Gemeinden steigen, und daß das beigewohnt hat. So viel Liebenswürdigkeit einer Fabrikantenfamilie gegenüber berührt manchen merkwürdig. U. E. aber geht es niemanden etwas an, was der Kaiser als Privatmann unternimmt. Er kann zum Freunde haben, wen er will. Kaiser Wilhelm hat eine gewisse Vorliebe für die hohe Plutokcatic, soweit sie industriell tätig ist. Seine Achtung vor Ball in ist bekannt. Der verstorbene Cecil Rhodes besaß seine Simpathie, der Bankier Beit ist wiederholt empfangen worden, und darum darf cs nicht wunder nehmen, wenn auch das Niesenhaus Krupp dem Kaiser besonders interessant ist. Kommt doch da zur Achtung vor dem Niesenunternehmen noch der Gedanke an die Dienste, die dieses Haus — freilich für schweres Geld — dem deutschen Reiche und seiner Armierung geleistet hat. Daß außerdem das Haus Knipp auf dem Gebiete der Arbeiterfürsorge Großartiges geleistet hat, ' darf auch nicht verkannt werden, und gewiß hat auch das dem Kaiser imponiert. Es ist überhaupt zu begrüßen, daß der Kaiser der aufstrebenden Industrie sein ganz besonderes Augenmerk zu- w end et. Freilich wäre nebenbei zu wünschen, daß die Vorliebe des Kaisers nicht zu einer Monopolstellung der bevorzugten Firma führte, wie es bei Krupp leider der Fall ist. Den hohen Sinn des Hauses Krupp in allen Ehren, aber das muß doch gesagt werden: die Freundschaft für das Haus Krupp kommt dem deutschen Reich etwas zu teuer zu stehen. Denn wir sehen nicht, wie der Kaiser, in dec Kanonen- lieferung ein Verdienst, aber wir sehen für uns einen Nachteil, wenn wir die Kanonen teuerer bezahlen müssen, wie das Ausland. Ableben eingebrachte Vorlage zur Vorberatung überwiesen lv-urde, hat nun in der vorigen Woche damit begonnen und will sogar den Versuch machen, die Gesetzentwürfe bis zum Beginn der Etatsberatung int Ausschuß fertigzustellen. Das ist aber zum mindesten eine sehr opti- rmsnsche Hoffnung, wenn man bedcntt, daß das Riesenwerk der Verwaltungsgesetzrtzform eine Drucksache von über 500 großen Aktensetten umfaßt. Zudem hat auch schon die erste Woche der Vorberatung eine große Menge von Schwierigkeiten und Meinuugsdifserenzeu gezeitigt, die, wenn sie nicht noch bei der gemeinsamen Beratung mit den Regierungsvertretern im Ausschuß eine befriedigende Lchung finden, dem Kammerpleuum sehr viel Zeit tosten iverden. Einstweilen beschäftigt sich'der Sonderausschuß mit dem Gesetzentwurf, betr. die L a n d g e m e i u d c o r d u u n g, die allein schon 225 Gesetzesartikel umfaßt. Ihre Durchberatung ist besonders deshalb von Wichtigkeit, weil viele der grundlegenden Bestimmungen auch in den übrigen 5 Gesetzentwürfen immer wiederkehren. Gelingt es dem Ausschuß wirklich, die Landgemeindeordnung bis zum Adonat Dezember zur Erledigung zu bringen, — was sich erst nach den Besprechungen mit der Regierung ergeben wird, — so wäre damit schon viel erreicht. Dann erst könnte man auch die Hoffnung hegen, die ganze Verwaltungsgesetzreform, vielleicht mit Hinzunahme der heißen Monate, 1907 zu verabschieden. Zu wünschen wäre das dringend, denn wenn die Kammer diese Reform noch mit in den nächstjährigen Winter hinübernehmen müßte, würde es so gut wie ausgeschlossen sein, daß sie auch noch vor Ablauf des 33. Landtags ihre beiden anderen wichtigen Aufgaben, die Reform der Gemeindeumlagen und die Einführung des direkten Land tags Wahlrechts, die ja beide noch der gegenwärtigen Kammer vorgelegt werden sollen, zum Aö- schluß bringen könnte. auBci '-’ü,usa Dem Gießener werden im ffiet’r dem hessischen £ ‘7J bie Gießener blätter viermal h Woche beigeh ocr Rotationsdruck u,- lag der Brühl Untvers.-Buch-u. L druckeret. R. Redaktion, Erped-, und Druckerei: Schul st raße Redaktion 1 Verlag u.Exped. Adresse für Depesch! Anzeiger Gießen Are bevorste^de Höfische Kammertagung. r R.B. Darmstadt, 17. Oft etäiWdamme^S^l1 Ausschüsse unserer zweiten t/tanoetammer yave in j>er porigen Woche ihre Arbeiten wieder ausgenommc und damit das Präludium zu der W^^^brfttzun^geben, die uns für die kommenden Wurtermonate bevor^, ,3tou wir uns bestimmt auf eine sehr umfang- und beitsreiche Parlamentskamp ag ne gefaßt nr^n. Wenig erfreulich bleibt dabei, La| uuch diesmal w^r die für die parlamentarische Arbeit ]0 günstige Zert^x Herbstmouate nur sehr Sen u 9 en.i) ausH utzt wird. Es fehlt nach unserem Dafürhalten eigentlich ch viel au der rechten praktischen Zusammenarbeit zwifcycNegierung und Volksvertretung, m°n fann ftch namenckuin manchen Ressorts noch immer Mu entließen, e fiir bie parlamentarische Be- latang bestimmten möglichst frühzeitig fertig, zustellen, «solange dre -i.a)lcr nur ,ait dreijährigen Staatsbudgets 6U tun hatte N cine andere Lache. Da konnte man sich wahre oec Wintermonate des einen $ k gründlich rnden einzelnen Etatspositionen ^n Ebtra tommeuden allgemeinen Ge- stchtspunktLnbeschäfhi-gen u hatte dann die beiden nächsten für die jpeziell legi tive und positive Arbeit frei. Seft Anfang de^> neuen Hah-.nderts aber kommt alljährlich kurz vor Weihnachten aus b Disch des Hauses der immer dickleibiger werdende Vortag des Staatshaushalts, dessen Erledigung bann ge^lich die Zeit bis Ostern ™ Anspruch nimmt w man dabei mit den Reden weiß. So sehr man einer» jettj das Praktische und ^mäßige der einjährigen Budgets rn un,erem Staats,shalt anerkennen muß, so wird man doch mcht umhin nncn, die jetzt alljährliche große Zeitvergeudung dabei Magen, die unsere Gesetzgebungsmaschine kaum noch zu deren großen und ernsten Arbeiten kommen läßt Und welch eine Fülle wichtr Aufgaben steht unserer Kammer für die nächste Zeit Beb1 Schon der neue Etat, der bestem Vernehmen nach wied-m e r f r e u l i ch e F o r t- £ur f?sttgunmormaler Finanz- Wirtschaft aufweist und En November zur Vorlage kommen wird, dürfte insofern ingrößeren Schwierigkeiten verknüpft sein, als in Bindung damit aüti^ der neue, von der Kammer einmütiverlangte Gesetzentwurf über die Wohnungsgeldzihüsse für alle Beamtenkategorien zur Beratung kmen wird. Man hatte im, ^rflossenen Frühjahr bie da erforderliche Summe auf jährlich 600 000—800 Oo3 Mk.'.schätzt und glaubte in ber Gewährung von Wohnungsdzuschüssen die beste 7-chuug für die Beseitigung der schrsten Härten besonders in der unteren und mittleren Bntenwelt gefunden zu haben. Inzwischen sind aber imn neue Anforderungen auf Gehaltsverbesserung usw. an ; Regieruiig herange- treten, sodaß dieselbe, wenn sie all diesen Wünschen auch nur einigermaßen Rechnung tragewollte, mindestens die doppelte Summe dafür in Ansatz b.gen müßte. Und dazu reich e n auch die wieder zu erwariden fetten U e E> e r= }yffe ans der preußisch essischen Eisen- x Hst gern ein schäft, die im ichnungsjahr 1905 erfreulicherweise um mehrere Hunde ausend höher waren, als angenommen tourBe, nicht m)r aus, ganz abge- fehen davon, daß sie doch sehr schwikender Natur sind und der größte Teil derselben der setzlichen Bestimmung gemäß den vor zwei 'Jahren gebieten Ausgleichs- fonb§ zugeführt werden muß. Mawar sich bei der An- nahme des Antrags auf Gewährur von Wohnnngsgeld- zuschüssen in der Kammer übrigen auch darüber einig, bajj zu diesen Gehaltsverbesserungene inesfalls neue Steuerg uel len im Lande erschien, sondern lediglich die Ueberschüfse des Staatshanshal verwendet werden dürften. Es kann schon jetzt mit zielicher Sicherheit angenommen werden, daß die Mehrhisparteien der Kammer in der Bewilligung der Wohnwsgeldzuschüsse unter leinen Umständen über den Betrag vo800000 Mk. hinausgehen werden, ja daß es überhaupt Ühe kosten wird, die Kammermehrheit für die Bewilligur dieser Summe zu gewinnen. Weit in e hr geneigt scheint vn sich in der Kammer dem Verlangen der hessischn Lehrerschaft gegenüberzustellen, den Anfangsghalt von 1000 auf 1200 und den Endgehal von 2800 auf 30 0 0 Mk. z n erhöhen. Daß eineolche Erhöhung bei den nayezu 3000 Lehrern unseres Gßherzogtiims ebenfalls starke Anforderungen an denStaatssäckel stellen würde, liegt auf der Hand. Aber soohl die Regierung, wie die Volksvertretung stehen, wie auf Grund guter Informationen versichern können, der frage der GelMts- ausbesserung unserer Volks sch ullehr' sympathisch gegenüber. 2 Das Hauptgewicht der kommenden kunmertagung wird neben der Etatsberatung und den vechiedenen kleineren Ee,etzentwürfen darauf gelegt werden, je schon lange vorbereitete Revision der hessischer?Verwaltungs- g e i e tz g e b u n g zur Durchführung zubringen. Die Re- gierungsentwürfe für die sechs diesbezOichen Gesetzesvorlagen haben schon in der vorigen Leislaturperiode der zweiten Karniner Vorgelegen, es war auo schon ein Sonderausschuß dafür genx-fjlt worden, der ah.f überhaupt keine Zeit fand, sich mit der Sache zu beschstigen. Der gleich beim Zusammentritt der neuen Kammerlm Dezember v. I. neugewäylte Ausschuß, dem die erneut int 20. Jan. b. I. noeü vorn Staatsminister iliothe wenige Dage vor seinem terie-Regiments Nr. 169 unter Ernennung zum Kommandeur der 49. Infanterie-Brigade. /< Riedel, Oberst beim Staoe des Ins.-Regts. Graf Kirchbach (1. Nrederschles.) Nr. 46, zum Kommandeur des 5. Großh. Hess. Jnf.-Regts. Nr. 168 ernennt. — Zuul Bals.-Kommaudeur er« WQnrit:«?Ütaior Beißel v. Gymnich, aggregiert dem Füs.- Regt. Königin «.Schleswig-Holstein- Nr. 86, unter Verscvnng in das 1. Großh. Hess. Jnf.-(Leibgardc->Regt. Nr. 115. — Zum Oberck. befördert Lt. Bölke im Jnf.-Leibregt. Großherzogin (.3. Großh. Hess.) Nr. 117. — Versetzt: Dimter, Lt. im Juf.-Regt. von der Marwitz (8. Pomm.) Nr. 61, in das 5. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 168. — v. P i r s ch e r, Hauptm. und Batt.-Chcf im 2. Großh. yes>. Feldart.-Regt. Nr. 61, als Lehrer zur Fetdart. Schießschute. — Aus der vishcrigen Osiasiat. Besatzungs-Nrig. ausgeschieden und im Heere angestetlt: Petzcl, Gcn.-Major und Brig.-5lom- mandcur, bei den Offizieren der Armee unter Anweisung seines Wohnsitzes in Berlin. — Aus der Schutztruppe für Südwestafrika scheidet aus und wird mit 1. Nov. 1906 im Heere angestellt: Faeschke, Lt. in der 1. Kolonnen-Abteilung, int Grotzh. Hess Feldart.-Regt. Nr. 25 (Großh. Art.-Korps). — Befördert: zum Lt. der Fälmrich F r h r. v. H e y l z u H e r r n s h c i m im Großh. Hess. Drag.-Regt. tGardc-Drag.-Regt.) Nr. 23. — Abschieds- bcwilligungen: Abschied mit der gesetzt. Pension bewilligt: dem Major F r hr. v. Nauendorf, Bats.-Komniaildeur im 1. Großh. Hess. Juf.-Regt. (Leibgarde-) Regt. Nr. 115, mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Pomm. Füs.-Regts. Nr. 34. — Naumann, Oberstlt. z. D., Kommandeur des Landwehr-Bezirks Mainz, mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Jnf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. — Wie die „Köln. Ztg." meldet, sind außer den bereits gemeldeten nod) folgende Beförderungen in der Generalität verfügt: Generalleutnants v. Fallois, Kommandeur der 29. Di- viston unter vorläufiger Belassung in dieser Stellung; v. Heering e u, beauftragt mit der Führung des 2. Armeekorps; K l u cf, beauftragt mit der Führung des 5. Armeekorps, unter Ernennung zu Kommandeuren dieser Armeekorps; v. Arnim, Gouverneuer von Metz, zu Generalen der Infanterie; zum General der Kavallerie Generalleutnant Johann Albrecht, Herzog zu Mecklenburg; den Charakter als General der Kavallerie hat erhalten: Generalleutnant v. Hennigs, Chef der Land- geudarmerie, den Charakter als General der Infanterie haben erhalten: Generalleutnants Brunsich Edler v. Brun, Gouverneur von Thorn, v. Voigt, Gouverneur von Mainz, v. Werneburg, Inspekteur der Verkehrstruppen, Freiherr von G a l l, Gouverneur von Köln. Heer und Flotte. — Das „Militärwochenblcttt" schreibt: Zu Generalleutnants wurden befördert: die Generalmajore W an. ke r v o n Dan kes ch- weil, Kommandeur der 11. Infanterie-Brigade, Gallwitz, beauftragt mit der Füllung der 15. Division unter Ernennung zum Kommandeur derselben, Freiherr v. Manteuffel, Kommandeur der 14. Infanterie-Brigade, Freiherr v. Medern, Jnspekceur der Kriegsschulen, v. Treskow, beauftragt mit der Führung der 39. Division unter Ernennung zum Kommandeur derselben, D e Hc e s, Oberquartiermeister, v. Briesen, beauftragt mit der Führung der 85. Division unter Ernennung zum Kommandeur derselben, Z a ch a r i a e, Kommandeur der Eisenbahn-Brigade, Krebs, Präsident des Ingenieur-Komitees, v. Wachter, General-Adiutani des Großherzogs von Hessen, v. Ammon, Inspekteur der 1. Ingenieur-Inspektion, Scotti, beauftragt mit der Führung der 3/. Division, unter Enrennung zum Lkommandeur derselben, G c i s e l e r, Inspekteur der 1. Pionier-Inspektion, v. Strantz, beauftragt mit der Führung der grobherzoglich hessischen (25.) D i - fielt unter Ernennung zum Kommandeur derselben. v. S ch a ck, General-Major, Kommandeur der 68. Infanterie-Brigade und Freiherr v. F a l k e n st e i n, Generalmajor, Kommandant von Graudenz, mürbe der Charakter als Generalleutnant verliehen, v. Rauch, Generalmajor, beauftragt mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Inspekteurs der 1. Kavallerie-Division, wurde zum Inspekteur derselben ernannt Graf v. Bünau, General-Major, Kommandeur der 49. Jrlfanterie-Brigade wurde zum In spektenrderJägerund Schützen ernannt. Zu Gen er a lmajo re^n wurden besordert: Oldenburg, Kommandeur des Infanterie-Regiments 9ir. 151 unter Ernennung zum Kommandeur der 71. Infanterie-Brigade, Tünmger, beauftragt mit der Führung der 19. Infanterie Brigade, unter Ernennung zum Kommandeur derselben, v. Bohn, bisher Flügeladjutant seiner Majestät des Kaisers, unter Ernennung zum Kommandeur der 1. Gardekavalleric-Trigade, Freiherr v. Berg, bisher Flügeladjutant deo Kaisers und Kommandeur des 1. Garde- Regiments z. F., unter Ernennung zum Kommandeur beit 2. Garde- Jnianterie-Brigade, v. Hartmann, Kommandeur des Jnfan- Blatt 158. Jahrgang Donnerstag 18. Oktober 1906 ^307 ® Bezugspreis, ▼ monatlich75Ps., viertel- Gietzeim Anzeiger i M General-Anzeiger ** SESE Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MM — - ____ geigentcil: Hans Beck. MietSlasernenwesen keineswegs eine Verbilligung der Wohnungen bedingt. And dem Vergleich zwischen dem WohlumgSnuetwert und den Herstellungskosten ergibt sich, daß die kleinere Wohnung verhältnismäßig teurer ist nl5 die größere, und daß ein großer Unterschied zwischen der Wohnung und sonstigen Gebrauchsgegenständen besteht. Letztere sind in der großen Stadt in der Regel billiger zu haben wie in den Kleinstädten, bei den Wohnungen aber ist dies umgekehrt. Als Herstellungs- kosten für gut eingerichtete Wohnungen sind für einen Raum 1200 bis 1400 Mk., für zwei Räume 2400 bis 2600 und für drei Räume 3300 bis 3600 Mk. anzunehmen. Die WohnungSmieten sollten daher rechtmäßig den Betrag von 60 bis 70 bezw. 120 bis 130 und 165 bis 180 Mk. nicht übersteigen. Wenn dicS in den großen Städten dennoch geschieht, so ist der Grund in den hohen Bodenpreisen zu suchen. Die Beschaffenheit der Kleinwohnungen ließ zahlreiche Mängel erkennen, die sich auf Ueberfüllung, mangelnde Rücksichtnahme auf Sittlichkeit, Feuchtigkeit, ungenügende Lüftung und Belichtung, Schäden an Wänden, Decken, Fenstern und Zugängen, schlechte Abortverhältnisse usw. bezogen. Eine häufig wiedcrkehrende Klage ist, daß die Leute vielfach die Wohnungen unpraktisch benutzen, so z. B. die schlechteren Räume zu Schlafzwccken verwenden oder gar eine sogenannte „gute Stube" haben. Im Berichtsjahr unterlagen 52 533 Wohnungen der Wohnungsaufsicht gegen 49196 im Vorjahr. Davon hatten drei Räume 28090 (26 444), zwei Räume 17 416 (15 990) und einen Raum 7027 (6762) Wohnungen. Mit der Größe der Gemeinden steigt auch die Größe der Wohnungen. In den Gemeinden über 20 000 Einwohner betragen z. B. die Wohnungen mit drei Räumen 79 Proz., mit zwei Räumen 17 und mit einem Raum 4 Proz., in den Gemeinden unter 2000 Einwohnern betragen die bctr. Zahlen dagegen 19, 50 und 31 Proz. Die 28 000 Wohnungen von über drei Räumen waren von 90 937 Einwohnern, die 16 914 Wohnungen von zwei Räumen von 60 832 und die 6822 einräumigen Wohnungen von 17 834 Einwohnern bewohnt. Durchschnittlich betrug die Bewohnerzahl also 3,2, 3,6 und 2,6, was verhältnismäßig ungünstig genannt merdeü muß. Vergleichsweise kommen in München au Wohnungen mit 3 Räumen 3,9 Einwohner, mit 2 Räumen 2,9 und 1 Raum 1,5 Einwohner. Die Großstadt München steht also in dieser Hinsicht bei den Wohnungen mit 1 und 2 Räumen günstiger da als Hessen. Die Zahl der der Wohnungsaussicht unterliegenden Dachwohnungen beträgt 5324, die der Kellerwohnungen 350. Von den angeführten Einzelberichten sei der deS Wohn- ungSinspektorS von Gießen angeführt: Es wurde mehrfach festgestellt, daß erwachsene Kinder bei den Eltern in einem Zimmer schlafen, obwohl den Leuten noch ein Zimmer zur Verfügung stand, das nicht zum Schlafen benutzt wurde. In mehreren Fällen mußte gegen Schlaf- und Kostgänger, die offenbar mit ihren Vermietern oder Kostgcbern in unsittlichem Verkehr standen, volizeilich vorgegangen werden. Die Dachwohnungen haben vielfach nicht genügend große, bezw. hohe Fenster, auch sind sie mitunter zu kalt und feucht. Die Beschreibung einiger dec mindestwertigsten Wohnungen zeigt folgendes Bild: 1. Zwei niedrige Dachräume, 2,10 Meter hoch, 1 al§ Schlafraum unbenutzbar, 1 Sohn von 16, 1 Tochter von 12 Jahren, in einem Raum, die beiden Kinder in einem Bett, überfüllt. 96 Mk. Miete im Jahr. 2. Drei Räume in einem einstöckigen Anbau, der vorderste Raum hat außer der Türe und dein Schaufenster, das fast stets durch den Rolladen geschlossen ist, keine Oeffnung nach außen, nicht unterkellert, die Feuerungsanlagen sind durchaus nicht brauchbar, der Abort befindet sich in einem Hinterhaus. Eltern und 3 Kinder, WohnungSmiete 144 Mk. 3. Wohnung im Dachstock eines Hinterhauses, 3 Raume, den einwandfreiesten davon als Schlafstelle vermietet, die beiden anderen mit schiefen Dachflächen versehen, schlecht beleuchtet, schmutzig, Eltern, 4 Kinder, letztere in zerlumpten Kleidern und nicht gepflegt, da die Mutter den ganzen Tag auswärts arbeitet, der Vater dagegen seinen schönen Verdienst im Wirtshaus ausgibt. Jahresmiete 240 Mk. Einer in der 2. Kammer vom Präsidenten deS Ministeriums des Innern gegebenen Anregung folgend, wurde eine Feststellung der Wohnungsverhältnisse von Heimarbeitern unternommen. Hiernach sind die WohnungS- und Arbeitsverhältniffe der Heimarbeiter als ungünstig zu bezeichnen, während die Heimarbeit in der Tabaks branche weniger Veranlassung zu Beanstandungen ergibt. Die Heimarbeit in der Portefeuillebranche übt auf die Wohnungsver- hältniffe der Leute um so weniger einen ungünstigen Einfluß aus, als die Verdienstverhältnisse der Leute nicht schlecht sind. Aus Stadt und Land. Gießen, 18. Okt. 1906. • • Tagegelder und Reifekosten für Lehrer. Das Großh. Ministerium, Abteilung für Schulangelegenheiten, hat kürzlich ein Ausschreiben erlassen, nach welchem neue Bestimmungen in Bezug auf die Tagegelder und Reisekosten der Lehrer und Lehrerinnen, der Schulverwalter und Cchnl- verwalterinnen an den Volksschulen im Großhcrzogtmn Hessen bei Dienstreisen getroffen worden sind. Diese Bestimmungen sind im wesentlichen dieselben, wie sie für die Schul- und Ortsvorstandspersonen getroffen worden sind. Zu den Dienstreisen gehört auch die Teilnahme der Lehrer an den amtlichen Lehrerkonferenzen. • • Die Eisenbahnverwaltung beabsichtigt, auf der Strecke Gießen-Deutz eine Reihe von Bahnwärterposten eingehen zu lassen. An Stelle der Bahnübergänge sollen Ue ber- oder Unterführungen treten. * * Die Besprechung der Aufführung der Sven Langeschen Dichtung „Ein Verbrecher", die am Montag und Dienstag im Neuen Saalbau stattfand, hat die beiden Vertreterinnen der Damenrollcn arg in Harnisch gebracht. Herr Dr. Ferdinand, der Leiter des Ensembles, nimmt sich seiner Gattin, die den Theaternamen Elsa Bielitz führt, an, und erzählt, daß sie out Leipziger Stadttheater engagiert gewesen sei und im Dezcinber 1905 und Januar 1906 wiederholt die „Porzia" im „Kaufmann von Venedig" am Deutschen Theater in Berlin gespielt habe, fügt aber hinzu: „Wenn eine Vertiefung am Montag vielleicht zu vermissen war, so liegt das einzig und allein an den Bühnenverhältnissen, die jede Illusion zerstören mußten, an denen wir aber schuldlos sind. Meinen Impresario habe ich deswegen entlasten." Frau Betty Lang-Leopold behauptet entrüstet, daß sie an ersten Berliner Bühnen für 1. Fach engagiert gewesen sei. Zu merken ivar das jedenfalls am Montag nicht. •• Eine heitere Verwechselung erlebte der Einender in einer Geographiestunde seiner Schulklasse. Eine Schülerin, die bei der Entwicklung des Begriffs Provinz offenbar geträumt hatte, sollte auf der Karte vom Kreise Wetzlar die Nordgrenze der Bürgermeisterei Ulin zeigen. Ohne weiter hinzusehen, gab sie aus dem Gedächtnis die Antwort: Die Bürgermeisterei Ulm grenzt im Norden an die Prinzessin Naffau. 4- Klein-Linden, 16. Okt. Einige hiesige Einwohner haben eine Petition zur Sammlung von Unterschriften zwecks Errichtung einer Haltestelle an der Main-Weser-Bahn in Umlauf gesetzt. Die Anregung findet in der Bevölkerung lebhafte Zustimmung, zumal man von der Haltestelle ein weiteres Aufblühen unseres stark wachsenden Ortes erwarten darf. Alle Bevölkerungsschichten würden ohne Zweifel von dem Zustandekommen des Planes Vorteil haben, ganz besonders auch unsere zahlreichen Handwerker und Geschäftsleute. Weitere industrielle Unternehmungen würden sicher hier entstehen und den Einwohnern angenehme Arbeitsstätten abgeben. Auch in den interessierten Orten Lützellinden und Allendorf a. d. Lahn soll die Petition zirkulieren. Mit der Haltestelle ließe sich leicht eine Güterverladestelle verbinden, da ja der Gießener Rangier- bahnhof bis hierher reicht. /\ Dutenhofen, 18. Okt. Nächsten Sonntag findet zur Ehrung unseres in Pension gegangenen Hauptlehrers Balthasar Schiefer st ein eine festliche Veranstaltung der Gemeinde im „Jagdschlößchen" statt. Allgemein freut man sich, daß unser verehrter Hauptlehrer, der vom Beginn seiner Lehrtätigkeit bis zum Schluß seine ganze Kraft in den Dienst der Dutcnhöfer Schule eingesetzt hat, auch seine Ruhetage bei uns verleben will. Sein Wirken fand auch die Anerkennung 2. M. deS Königs, der ihm den Adel des Königs. Preuß. Hausordens von Hohenzollern verliehen hat. p. Krofdorf, 18. Okt. Theodor Gerlach von hier hat vor der Meisterprüfungskommission der Handwerkskammer zu Koblenz die Meisterprüfung bestanden. Ein hoher Prozentsatz hat diese diesmal nicht bestanden. Meistens genügten die theoretischen Leistungen nicht, die doch auch zur Erlangung des Meisterbriefes absolut erforderlich sind. Um nun unfern jungen Handwerkern Gelegenheit zur Aneignung mehr theoretischer Kenntnisse zu geben, werden eben erfreulicherweise neben den im Kreise Wetzlar bestehenden Fortbildungsschulen weitere derartige Einrichtungen getroffen. Im Falle der Bedürftigkeit und Würdigkeit bewilligt der Kreisausschuß Beihilfen unter der Voraussetzung, daß von anderer Seite, namentlich von den Bürgermeistereien oder Gemeinden, den Schülern gleichfalls ein Stipendium zuteil wird. Damit der Schüler zwei Winterhalbjahre an dem Unterricht teilnimmt, kommt im ersten Winter nur die Hälfte der Unterstützung zur Auszahlung und die andere Hälfte, gegebenenfalls mit ^nem weiteren Stipendium, erst im zweiten Winterhalbjahr. Reichelsheim i. O., 16. Okt. Folgender Vorfall, der ür weite Kreise von Interesse sein dürfte, hat sich hier zugetragen. Die hiesigen Israeliten wollten dieser Tage einen Ball abhalten. Der Bürgermeister erteilte die hierfür nachgesuchte Genehmigung, aber mit dem Hinzufügen: „Nu r für Juden." Eine wegen der Einschränkung beim Kreisamt Erbach erhobene Vorstellung hatte keinen Erfolg. Als abends der Ball beginnen sollte, erschien die Gendarmerie, die Andersgläubigen den Eintritt verwehrte. Der Wunsch der Juden, isoliert zu bleiben, bestand durchaus nicht; es waren sogar schriftliche Einladungen an eine Reihe christlicher Mitbürger ergangen. In früheren Jahren kannte man hier derartige Einschränkungen nicht. Zwei Landesverratsprozesse. Leipzig, 17. Okt. Vor dem Strafsenat des Reichsgerichts begann heute vorm. die Verhandlung gegen den Artilleriedepot-Arbeitev M a n t e u f e l aus St. Avold. Der Angeklagte hat bei dem 26. Artillerie-Regiment g edient und ist später in Frankreich der Fremdenlegion beigetreten, nachdem er sich vorher als Franzose hat naturalisieren lassen. Die Anklage betrifft zwei Vorgänge. Am 5. Mai soll er den Unteroffizier Ehrhardt auf der Straße gefragt haben, ob er ihm nicht das Buch verschaffen könne, in welchem stehe, was ein Soldat bei der Mobilmachung w i s s e n m ü s s e; er bot dem Unteroffizier 100. 6 i § 200 Mark. Am 17. Mai soll er ferner den Kanonier Meher gefragt haben, ob er ihm nicht die Schieß Vorschriften und das Exerzier-Reglement für die neuen Geschütze verschaffen könnte. Die Anklage nimmt an, daß der Angeklagte dies im Auftrage eines französisch c n A g e n t e n getan habe. Der Angeklagte bestritt jede Schuld. Es erschienen 18 Zeugen, sowie 11 Militärsachverständige, darunter Major v. Bergmann. Im Laufe der Verhandlungen wurde ein militärisches Gutachten abgegeben, während dessen Abfassung di: Oeffentlichkeit ausgeschlossen wurde. Nach Vernehmung der Sachi- verständigen beantragte der Oberreichsanwalt int ersten Falle /"Ehrhardt) ein Jahr sechs Monate Zuchthaus, im zweiten Falle (Meyer) zwei Jahre Zuchthaus, welche Strafen zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren Zuchthaus zusammenznziehen seien, unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft; außerdem beantragte er fünf Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. In seiner Anklagerede führte der Staatsanwalt aus: Im ersten Falle sei die Möglichkeit, der Gefährdung der Landcssicherheit gegeben, im zweiten steh: sie fest. Die Schuld des Angeklagten sei in beiden Fällen nachgewiesen. Wenn man gewußt hätte, daß der Angeklagte Franzose war, würde er nicht in St. Avold angestellt worden sein. Er habe sich also eingeschlichen. Der Verteidiger beantragte Freisprechung, ev-m- tuell nur Verurteilung auf Grund des § 4. Um 3 Uhr nachm. wurde das Urteil verkündet. Der Angeklagte wurde in beiden Fällen für schuldig erachtet und zu drei Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Auch ist die Stellung unter Polizeiaufsicht für zulässig erklärt worden. Zwei Monate der Untersuchungshaft werden angerechnet. Um 41/2 Uhr begann danach die Verhandlung gegen den S ch r i f t s e her S ch e v e, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit ftattfand. Nach dem Eröfsnungsbcschlusse hat Scheve, der wegen Diebstahls, Raubversuches, Unterschlagung und Fahnenflucht vorbestraft ist, im November 1905 versucht, dem Agenten der französischen Regierung, Berger-Paris, einen N ick e l st a hl b l e ch - G e s ch 0 ßn! a n t c l zu verschaffen. Ferner versuchte er zu Anfang des Jahres 1906, einen Mobilmachungsplan in die Hände zu bekommen. Endlich soll er noch Ende Februar in Essen den Versuch unternommen haben, eine Sprenggranate zu erlangen. Das Urteil wurde gegen 9 Uhr 30 Minuten verkündet. Der Angeklagte wird wegen versuchten Verbrechens gegen das Spionagegesetz zu4Jahrenund 10 Tagen Zuchthaus und 8 Ja hren Ehrverlust verurteilt' auch wurde die Stellung unter PoMemufstcht für zulässig erachtet. Auf die Strafe werden ein Monat und 10 Tage von der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet. Eine strafbare Handlung wurde nicht angenommen, soweit es sich um die Uebermittelung von Metallteileu nach Paris handelt. Der Angeklagte wurde verurteilt wegen des versuchten Verrates von Geschützzeichnungen und Schußwaffen. Den Zeugen Kempgens hat Scheve bestimmt, bei dem Leutnant Marohn etnzu- brechen und die erwähnten Z e i ch n u n g e n zu st e h l e n; darin wird zugleich eine Hehlerei erblickt. Die in Frage kommenden Schriftstücke waren solche, die nach dem Gutachten der Sachverständigen int Interesse der Landesverteidigung geheim zu halten waren _ Ein wahnsinniger Wüterich ans dem Throne. Im „Gil Blas" schreibt der Asienforscher Etienne Richet: Die Zeitungsnachricht von den verbrecherischen Phantasien des Königs von A n n a nt hat die Schulgelehrten in Erstaunen gesetzt. Ich hatte einmal Gelegenheit, mit Tan-Tha'i znsanimenzukommen, und kann jene denkwürdigen Stunden noch immer nicht vergessen. Es war am 5. November 1901, am Tage meiner Ankunst in Huß. Bei meinem Einzug in die Stadt bemerkte ich eine Art Prozession im Glanze zahlreicher Lichter; die langen Schleppkleider der anuaminschen Priester sahen aus wie irisch gefallener Schnee. Mit hoheitsvoller Langsamkeit bewegte sich der Zug vorwärts, und endlich erblickte ich in einer Sänfte von Purpurs und Gold den jungen König Tan-Tha'i, der wie ein grollender Buddha aussah. Aui weiten Umwegen gelangte er zum Palast, wo er feierlich die Stufen hinanschritt, um bald zu verschwindet!, während ein unvermeidlicher photographischer Apparat die Erinnerung an diese Szene sesthielt. Es geschieht sehr selten, daß der König mit einer so veralteten Eskorte „spazieren geht". An gewöhnlichen Tagen trifft man ihn in seinem Phaston, zu Pferde oder aus dem Rade. Denn diese moderne kleine Majestät radelt auch! — Von allen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Huß ist neben den Königsgräbern der königliche Palast die interessanteste. Er liegt in der von den französischen Waffen eroberten großen Zitadelle. Trotz der geradezu fabelhaften Hitze mußte ich im Frack und mit allen meine,! Orden mich zur Audienz beim Könige begeben. Rotgekleidete Pagen hielten vor dem Thronsaal Wache. Wie Chulalongkorn und unser Freund Sisowath hat der König von Annam einen Hof, der ans zahlreichen Würdenträgern, Leibwächtern, Frauen, Tänzerinnen, Eunuchen usw. besteht. Der König war mir gegenüber ganz reizend und sehr aufmerksam. Obwohl er unsere Sprache beherrscht, tat er so, als wenn er sie nicht sprechen könnte, und unterhielt sich mit mir durch einen Dolmetscher. Während des ganzen Frühstückes richtete Tan Thai an mich Fragen über Paris. Schon damals träumte er davon, uns zu besuchen. Böse Zungen behaupteten, daß eine junge europäische Schauspielerin, die er während eines offiziellen Balles in Saigon kennen gelernt hatte, ihm eine heiße Sehnsucht nach der Lichtstadt an der Seine einzuimpfen wußte... So liebenswürdig nun der König sein kann, so verrückt und g e f ä h r l t ch ist er zu gewissen Zeiten. In den Frauenge- mächern, wo mehr als tausend Weiber Hansen, ist es sein Lieb- l i n g s v e r g n ü g e n, g r a u s a m e S z e n e n aus der Zeit deS Niederganges der Stadt Rom zu erneuern. Am liebsten läßt er den Frauen eiserne Haken ins Schenkelfleisch s ch l a g e n und sie daran a u f h ä n g e n. Wenn die Frauen aufgehört haben, ihm zu gefallen, wird der junge Monarch ihr H enter. Als ich von ihm Abschied nehmen wollte, ließ mir Tan-Tha'i, der an diesem Tage viel Champagner getrunken hatte, sagen, daß er, um mir eine Freude zu machen, höchst persönlich etliche Sklavinnen töten wolle. Und obwohl ich ihn fast flehentlich bat, seinen Plan nicht zur Ausführung zu bringen, ließ er sich einen Dienstrevolver bringen und schoß in meiner Gegenwart sechs unglücklicheWeiber nieder, indem er ihnen die Kugeln in ben Unterleib jagte. Ich brauche wohl nicht erst zu sagen, daß ich nach dieser entsetzlichen Szene auch nicht eine Minute länger im Palaste bleiben wollte. Ich wollte fliehen, mußte aber, der höfischen Etikette gemäß, es mir gefallen lasten, daß ich von den Dienern des jungen Barbaren m der Sänste nach Hause gebracht wurde. Wie Chorknaben marschierten die Annamiten feierlich in genau abgemessenen Distanzen, einige nut Fahnen oder mit Fackeln in der Hand. An einer Brücke ttaf ich 511 meinem Erstaunen eine frühere Ballettratte von der Pariser Oper, die einen Palastbeamten des Königs von Annam geheiratet hat. Natürlich tauschten wir höchst melaiicholische Erinnerungen aus..." Die soeben in Marseille eingetroffene Post aus Tonkin bringt neue Einzelheiten über den Wahnsinn des Königs von Anam. Nach dem Gutachten der Aerzte ist er für die von ihm begangenen Taten nicht verantwortlich zu machen. Die französischen Behörden haben ihn in feinem Paläste interniert. Er darf den Palast nicht verlassen und wird andauernd von Aerzten verpflegt, lieber die von ihm verübten Grelielfaten berichten Kolonialblätter haarsträubende Einzelheiten. Unter anderem soll er eine seiner Frauen getötet, die Leiche in Oel getaucht und dann seiner Umgebung vorgesetzt haben. Er soll die Mitglieder seiner Umgebung bei TodeS st rase gezwungen haben, die Leiche zu verzehren. Eine andere Frau aus seinem Harem wurde nackt Tigern vorgeworfen, andere wieder mit glühenden Zangen gepeinigt. Die französischen Behörden haben die Frauen des Königs in Freiheit gesetzt. NttSversitäts-Nachrfchten. — Studierende Frauen von Dr. Margarete Heine. (Sammlung Tie Frau, Band X.) Mk. 1.50. Friedrich Nothbarth, Leipzig. —Studierende Frauen: das sind Frauen, die in erster Linie Menschen sein wollen, nicht Weiber. Ein starkes, stürmisches FreiheitSgMhl durchbraust dieses Buch, das von einer Frau geschrieben ist, der die vielen und reichen Probleme der Emanzipation selbst Erlebnis waren. Zweierlei will es zeigen: eine besondere Erscheinungsform der modernen Frau, welche recht auffallend hervorlritt auf dem Hintergründe einer so altehrwürdigen und rein männlichen Institution wie die Universität sie vorstellt, und die Fülle des Neuen, mit welchem die studierende Frau innerlich und äußerlich sich auseinanderzusetzen als ihre Ausgabe vorfindet. Von diesen Gesichtspunkten aus ist auch die historische Entwicklung des. Frauenstudinms behandelt. Das Buch bietet so mancherlei und vielerlei Anregungen nach allen Richtungen hin, daß seine Anschaffung allen denen, die für das Frauenstudium in Frage kommen, ernsthaft empfohlen werden kann. Landwirtschaft. — Wettsaasen, 17. Okt. Ein ganzer Waggon Z w e t s ch e n wurde gestern ags unserem Ort verladen. Der Zentner galt 1,80 Mk., dafür mußten die Leute die Zwetfchen frei zum Bahnhof Mücke liefern. Die Leute sind eben froh, daß sie die Zwetschcn los werden, da sie massenhaft an den Bäumen faulen. In einer Nachbargemeinde ging cs den Zwetschenverkäufern schlechter. Als die Leute die Zwelschen zur Bahn brachten, um den mit der Ortsschelle bekannt gemachten Preis zu erhalten, verduftete der Händler mit den Worten: „So Quetsche kann ich nitt gebrauche V* ? 93 0 m oberen Vogelsberg, 16. Okt. Die Herbstarbeiten sind infalge der anhaltend günstigen Witterung so ziemlich beendigt. Die Erträge der K a r t 0 s s e l s c l d e r waren mit einigen Ausnahmen zufriedenstellend, besonders lieferte die Sorte „Prof. Woltmann" nach jeder Hinsicht eine gute Ernte. Für den Doppelzentner werden durchschnittlich 5 bis 6 Mark bezahlt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Mutter Km Ich. Croß in., Wm. sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Groth am Grabe, sagt innigsten Dank Katharine Jnderthal geb. Groß Annerod, den 18. Oktober 1906. 6360 Versteigerung. Freitag, den 19. d. Mts., nachmittags 2'/, Uhr versteigere ich im Steinbruch am Lollarer Äopf (Gemarkung Lollar) gegen Barzahlung: 1. Sä,amtliche Gebäulichkeiten, in welchen seither eine Steintlopserci betrieb, wurde; 2. einen gr. Hansen Steingruß, einen alten Wagen, altes Eisen rc. Die Versteigerung findet bestimmt statt. (6347 Born, Gerichtsvollzieher. Delikatess- Zwetschen- Blarmelade eigener Lochung in 25Piund-Blecheimer in 10 Pfund email. Töpfen in 5 Pfund „ „ sowie iin Anbruch, empfiehlt H. F, Nassauer Neuenweg 15. (6120 Bekanntmachung. Durch Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom September 1906 ist für du Stephansmark ein Bebauungsplan mit Ortsstatut § 1. 8112 vorläufige Grenze des Bebauungsplans wird der Schiffenbergcr Weg und die Eisenbahn Gießen—Fulda festgesetzt. § 2. Entgegen der Bestimmung in Art. 38 der allgemeinen Bauordnung dürfen Gebäude aller Art an der Eisenbahnlinie Gießen—Fulda nicht in geringerer Entfernung als 10 m von der Kante des Bahnkörpers errichtet werden. § 3. Die Pläne für die Seiten- und Hinteransichten der zwischen der Straße A, B, C und der Eisenbahn zu errichtenden Gebäude sind, soweit sie von einer Straße oder der Eisenbahn aus sichtbar werden, zur bau- polizeilichen Genehmigung vorzulegen. § 4. Zur Bebauung werden zunächst eröffnet die Kepler-, die BiSmarck- und die Goethestraße. ausgestellt worden. Der Bebauungsplan und laS Ortsstatut liegen bis zum 20. November d. I. aus dem Tiefbaiqmt offen. Einwendungen dagegen sind binnen der gleichen Frist bei Medung des Ausschlusses bei uns vorzu- »ringen. Gießen, den 15. Oktober 19(8. B16/io Großherzoglicye Bürgermeisterei Gießen. M tc u m. Bekanntmachung. Für den südlichen Teil der Schiffenbergcr xücges ist durch die Stadtverordneten-Versammlung in der Sitzung vom ^September d. IS. ein Bebauungsplan mitfolgendem Ortstatnt §l. Abweichend von den Vorschrift«! in den §§ 7 und 8 des OrtSbau- statutS wird bestimmt, daß an den bi A, B, C, D, E, F und G vom Schiffenberger Weg abzweigenden Stoßen nur die Eckgrundstücke bebaut werden dürfen. § 2. Die Bebauung dieser Eckgrundstüü ist nur auf eine Tiefe von 20 m von der Straßenfluchtlinie des Schiffebergcr Weges aus gerechnet, gc- stattet. § 3. Diese Eckgründstücke dürfen AuSgäige nach den vom Schiffenberger Weg abzweigcnden Straßen vorerst nicht erhalten, aufgesiellt worden. Der Bebauungsplan und das Ortsfitut liegen bis zum 20. November d. Js. auf dem städtischen Titsbanamte offen. Einwendungen dagegen sind binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Gießen, den 15. Oktober 1906. B16/10 Grobherzogliche ' i.rgernteisterei Gießen. _______________________________ Di e c u m._______________________________ Bekanntmachung. Für das Gebiet zwischen Ebelstraße ist durch Beschluß der Stadtverordneten-Versammlung vom September d. Js. ein Bebauungsplan mit folgendem Ortsstatut § 1. Die Grenze der Bebauung wird gebildet durch den Leihgesterner Weg und den Aulweg. § 2. Zur Bebauung werden eröffnet die Wilhelmstraße von C IV bis C I und die Vervindungsstraße B 111, C III und B II, C II. aufgestellt worben. m Ter Bebauungsplan und das Ortsjiatut liegen bis ZUM »0. November d. Js. auf dem städtischen Tiesbavamt offen. Einwendungen dagegen sind binnen der gleichen Frist bei Meldung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Gießen, den 15. Oktober 190u. B Ao Großherzogliche ^.rgermeisteret Gießen. _________________Mecum. _______ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Kesselvach für das Rechnungsjahr 1907 liegt vom 21. d. Mts. ab acht Tage lang auf dein hiesigen Bürgermeisterei-Bureau zur Einsicht der Beteiligten offen. 6358 Kesselbach, den 17. Oktober 1906. Großh. Bürgermeisterer Kesselbach: Stein. Viehhändler! Achtung Vieh markte in Wächtersbach werden in diesem Jahr noch an folgenden Tagen abgehalten 23. Oktober 17. November 30. Oktober 1. Dezember 15. November :8. Dezember Beginn 7 Uhr morgens. Stmdgrld 15 Psg. Wächtersbach, den 15. Oktober 906. Der Magistrat. hv”/M Hanteln. Freisinniger Verein. Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung am Dienstag den 23. Oktober, abends 9 Uhr im unteren Saale des Cafe EbeL sfltnMiifl, Den 20. Al. l.J. nachmittags 2 Uhr werden im Bieker'jchenSaale versteigert: 1 Piau ino, 1 Kasscu- schrank, 1 gr.Schreibtisch, 2 Mille Zigarren u. a.in. [6361 Geißler, Gerichtsvollzieher. MaMiigel. । Enten, Gänse, Kapaunen, Poularden, ss. Suppenhühner, junge Hahnen eitipfiehlt .1. M. Schulhof Marktstraßc 4. Telephon 119. GrH. Gmerbeshile Gießen. Das Wintersemester der unter Oberaufsicht Großherzoglicher Zentralstelle für die Gewerbe stehenden technischen Lehranstalt beginnt am 29. Oktober d. I., vormittags 8% Uhr. Denjenigen Handwerkern, die sich der Meisterprüfung unterziehen wollen, ist Gelegenheit geboten, als Vollschüler oder Hospitant an den betr. Unterrichtsfächern teilnehmen zu können. Anmeldungen nimmt entgegen und Auskunft erteilt die Schulleitung. Gießen, am 28. September 1906. Dl/i0 Der Aufsichtsrat: Die Schulleitung: Heyligenstaedt.Traber. MiKaufhaus Allerfeinster Kabliaii per Pfund 25 Piss. Schellfische feinste Nordseeware blutfrisch in Eispackung per Pfund 30 Piss. Jede Woche eintreffend. a‘/l0 Oft Rhein. Kaufhaus Oft üv Bahnhofstrasse. Tagesordnung: Bericht. v17/10 Rechnungsablage. Vorstandswahl. Bericht über den Südwestdeutschen Parteitag der Freisinnigen Volkspartei in Oberstein, erstattet durch Herrn Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Reh von Alsfeld. Um zahlreiches Erscheinen ersucht ergebenst Der Vorstand. V Turnverein Montag, den 22. Oktober, abends 8y2 Uhr, findet im „Eafs Ebel" (oberer Saal) Generalversammlung statt. Tagesordnung. 1. Bericht. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Auslosung von Anteilscheinen. 5. Verschiedenes. Wir ersuchen unsere Mitglieder, recht zahlreich zu erscheinen. t16/ Der Vorstand. ’ iin Bürgerverein Giessen. Montag, den ÄÄ. Oktob. 1906, abends 81/,, Uhr pünktlich, im Reuen Saalbau (Steins Garten) Allgemeine Bürgcrversammluug. Tagesordnung: !♦ Tie Kanalgebühreu in Gießen. 2. Tie Fleischteueruug. Referent: Herr Rechtsanwalt Leun. Zu unserer Versammlung laden wir die gesamte Bürgerschaft, insbesondere unsere w. Mitglieder freundlichst ein. Ter Vorstand V18/,, Persönliche Auswahl gern gestattet. Gegr. 1877 225 Morgen. SS1’/ Welsberger AmMeu-Verein Gieße« mb Jamcnkrmzchell. Die Herbst-Vertrcterversammlung des Bezirks findet) Sonntag, den 21. Oktober ds. Js. im Gasthaus zur „Alten Post" in Marburg statt. \ Um 2 Uhr: Preiswettschreiben in Abteilungen zu 80,1 100, 120, 150 und mehr Silben. Um 3 Uhr: Vertreter--! Versammlung mit anschließendem Vortrag. ' Um recht rege Beteiligung wird gebeten. Der Borstand. Die Jüngsterer Baumschulen empfehlen Obstbäume aller Gattungen und Formen jung • kerngesund « sortenecht. Ziergehölze ♦ Koniferen für Gärten und Friedhöfe. Grösste Auswahl. Strassenbäume la. Qualität. . Illustrierter Katalog kostenlos. -",7. - Dahs, Reuter & Co. Jüngsfeld bei Oberpleis (Bez. Cöln). ssl7i K F» 0 H Für den Wnlitiiiirf UU K FS Sil empfehle alle Sorten, E M WÄ ö ö E ö Soll weiß und gelbfleischig, in nur prima Qualität, besonders prima Magnum bonnm, zu den bllligsten Tagespreisen franko Keller. 6305 Proben können etngesehen werden. Tetephon 235. J« tfifeäseij Sonnenstraße 6. 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Tie charaktervolle Figur des Lehrers Reinwald konnte nicht wahrhaftiger, nicht naturgetreuer gezeichnet werben. Wir finden Stellen in diesem Roman, die zu dem Besten gehören, was in der realistischen Dorfnovclle geschrieben ivurbe. Freunde einer guten, edlen, wahrhaft erquickenoen, anziehenden Lektüre werden diesen Roman sich gern zu häufigerem Lesen zu eigen machen; er gehört in jede Bolksbibltothek. ald/10 Buxbaum, PH.: Bilder aus dem Gdemvälder Volksleben. 8°. mit Buchschmuck von A. Buxbaum. Sand l: Hauswirten. Sand U: Mldhecken. Sand Ul. lverttagsgestalten Jcd. Band einzeln drosch. Mk. 1.50, geb. Mk. 2.—. Komplett (3 Bände in einem Band) geb. Mk. 6.—. „. . . 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