Donnerstag 17, Mai 1906 Zweites Blatt Nr. 115 156. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen gelernter Industriearbeiter ober landwirtschaftlicher Arbeiter durch das Unfallversicherungsgesetz erhält; sie sind unseren Händen, Voraussage Kabel Redaktion, ExvedUton a. Druckerei: 6rbu!ftr.l. Tel. Nr. 5L Te1egr.-Adr.: Anzeiger Sieben. der Tie Prfchetnt «xliH mit «»»nähme deS Sonntags. Die ^Oietzener ZamilienblStter- werden dem .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Elfisch« Landwirt- erscheint monatlich einmal. Neben der Maschincnzcntrale, etwas tveitcr oben, hat man die Wasc^rnstalt erbaut, nahe dabei, weil, wie schon erwähnt, mit dem Dampf der Kassel die Wäscherei betrieben werden soll. Prächtige hohe Räume sind hier zur Aufnahme der Waschmaschinen, der Zentrifugen, der Dampsmangeln, und was alles dazu gehört, bestimmt. Aber auch hier ist für das Personal in außergewöhnlicher Weise gesorgt worden. Und welch herrliche Aussicht werden die hübschen Mangelnrädchen von den Fenstern Rotationsdruck und Verlag der »tüM’fA« UntDcrfitälSbruderet R. Lange. ©tefcex mobntc, herrschte die herzlichste (Stimmung. Die Kapelle der 1. Lifeguard spielte während des Mahles als Aufmerksamkeit für die Gäste nur deutsche Musikstücke. Längere Reden wurden nicht gehalten. Aord Acton brachte in kurzen Worten die Gesundheit des deutschen Kaisers uud der deutschen Souveräne und Oberbürgermeister Kirschner-Berlin die des Königs Eduard aus. 9tcid) dem Frühstück wurden die Räume des Schlosses besichtigt. Kriegsmimücr Hal da ne unterhielt sich aufs liebenswürdigste mit den Gästen in deutscher Sprache. London, 16. 9)lai. Verschiedene der deutschen Stadtvertreter wohnten heute dem Jahreßbankett deS Verbandes der Gemeindekorporationen bei. Unter den Gästen befanden sich airch der Ministerpräsident Sir Henri) Campbell Bannerinan, dec Sultan von Sansibar, der österreichische Botschafter und die Bürgermeister mehrerer Städte der Provinz. Im Unterhaus fragte Lord Lonsdale (kons.) an, ob Mitteilungen ausgetauscht worden seien zwischen der deutschen und der englischen Regierung, bctreffi*nb_bie behauptete Verletzung der englischen Grenze in Südwestafrika. In Vertretung des Staatssekretärs des ?luswärtigen Sir Edward Grei) erwidert Parlamentsuntersekretär R n n e i m a n , der deutsche ®e schüststräger habe am 14. Mai dem Staatssekretär des Auswärtigen mitgeteilt, daß ein deutscher Offizier Aufständische über die britische Grenze verfolgt, und daß auf britischem Gebiet ein Gefecht ftattgesunden habe. Der Geschäftsträger habe erklärt, daß die deutsche Regierung dieses Vorgehen durchaus gemiß- billigt habe, und daß es den erteilten Weisungen zuwiderlauf.'. Es würden Schritte getan werden, um einer Wiederholung Vor* zubeugen. Tas Haus werde zweifellos, wie es die britische Regierung getan habe, den Inhalt dieser Mitteilungen tvürdigen, sowie den Umstand, daß dieselbe abgegeben wurde, bevor eine Erklärung gefordert worden war. (Beifall.) Auf eine nxiterc Anfrage erklärte Runciman: Tie Regierung sei benachrichtigt worden, daß nichts Wahres sei an der Meldung, daß D eutschland die Insel Laut südwestlich von der Insel Borneo ober einen Teil dieser Insel erworben habe oder daß dort irgend eine Station oder ein Beobachtungsposten für dentsckre Kriegsschiffe errichtet worden sei. Acutsch-Knglilchcs. London, 16.Mai. Sir Horace Marshall, der frühere Scheriff der Londoner City, gab gestern zu Ehren der deutschen Stadtvertreter im Sayoyhotel ein glänzendes Festmahl. Auf den auf den deutschen Kaiser und die Kaiserin ausgebrachten Trinkspruch erwiderte Oberbürgermeister Kirschner-Berlin mit einer Ansprache. Windsor, 16. Mai. Die Vertreter deutscher Stadtverwaltungen wurden, als sie heute vormittag hier eintrafen, am Bahnhofe von Einwohnern mit dem Bürgermeister an der Spitze empfangen, welcher die Herren mit einer Ansprache begrüßte. Vom Bahnhof ging es zu Wagen nach dem .Museum der Königin Viktoria und des Prinzgemahls". Dann fuhr man durch den Park zum Schloß, wo die Gäste im Auftrage des Königs von den Lorbs Acton und .. sind schon alle gelegt, bie letzten Haus- anschlüssc werben ausgeführt. Heber bie Ausdehnung des Werkes können einige Zahl Auskunft geben: Das Kesselhaus ist 21 Meter breit und 36 Meter lang, baS Maschinenhaus 15 Meter breit nnb 30 Meter lang, der Schornstein 50 Meter hock- Aus Aad-Yauheim. Gott sei Tank, der Mai ist ba! Ich glaube, nirgends wirb der Sommer mehr herbeigesehnt, als hier in Bad-Nauheim. Da ist der eine, der sich im Winter notgedrungen von den Strapazen der „Saison'" erholt, aber nichts dabei verdienen kann; wenn es auf das Frühjahr zugeht, wird ihm die wohlverdiente Ruhe zur quälenden Langeweile, er sehnt sich wieder nach Beschäftigung. Ein anderer wieder soll in den paar schleckten Wintermonaten, bie dem ersten zu lang werden, die unmöglichsten Dinge leisten, well er erst nach Ablauf der „Saison"" mit seinen Arbeiten anfangen darf und bis zum Beginn wieder fertig sein muß. Da soll ein großes Geschäftshaus bis zum 1. Mar bezugsfertig hingestellt werden, aus einen Platz, wo am 1. Oktober noch das alte Haus steht; da sollen Kanäle gebaut und Straßen angelegt werden, der Park soll erweitert werden, die Stabt will elektrisches Lickt einrichten, bas soll natürlich zu Beginn der offiziellen „Saison"" funktionieren; daß bei Beginn der Bauzeit, b h hier int Herbst, noch kein Stein für das dazu notwendige große Elektrizitätsiverk angefahrcn ist, scheittt selbstoerstänblick zu sein, von den Kesseln und Maschinen ganz zu schweigen. Der Techniker, der Arckilekt, mit seinem Heer von Meistern und Ge- schäjtsleuten muß einfach in rastloser, hastiger Arbeit das Men- schenmöglickstc ausbieten, damit am 1. Mai alles klappt. Gott sei Dank, 'agt auch der, wenn der Wiitter vorbei ist, denn nun hat er lvcuigstens etwas mehr Ruhe, b. h. jetzt kann er selbst in ein Bad gehen, um die arg mitgenommenen Nerven wieder etwas aufzufriscken. _ . Also ber Mai ist da! Alles hegt wieder sauber da, Straßen, Plätze "und Häuser sind zum Enipsang der Fremden bereit, die keine Ahnung davon haben, datz noch vor wenigen Wochen fast alle Straßen aufgerisien waren, datz man Hals uiiö Dein brechen konnte. Die Kur beginnt. Von allen Gegenden strömen bie Gäste herbei. „Donnerwetter"", fugt da em alter Nauheimer Stammgast, — er kommt ichon 26 Jahre hierher — beim Aussteigen aus dem Schnellzug, „was ist denn das für ein kolossaler Sckwrnstcin? Ta hat bock im vorigen Jahr noch vergnüglich eine Schafherde geweidet."" Er erfährt,, daß hier das neue Elektrizitäts- und Fernheizwerk erstanden ut und weiter oben die Dampswäscherei. Darauf: „Wie kann man nur einen viereckigen Schornstein bauen!" Ja, warum denn nicht! ^ie Schornsteine auf den Häusern sind ja auch Dicrccfxg. Der Architekt hat doch wohl seine zwingenden Gründe dazu gehabt. Ick glaube, wir müssen uns daran gewöhnen, daß auch eilige, über bic wir meist als über etwas Selbstverständliches hinweggchen, von einem höheren, künstlerischen Standpunkt aus behandelt werden sollten. Ein Fabrik-Sckwrnstein gilt gewöhnlick für ein Scheusal, mindestens für ein notwendiges Hebel; er ist meist so dünn, daß man Angst hat, er fällt um. Er steht meist in aar keinem Verhältnis zum Gebäude. Ter Architekt hat hier offenbar einen Versuch gemacht, diese Fehler zu^vermeiden, und wie nur scheint, mit Erfolg. Ter viereckige ödxorn)tein sieht kräftiger aus, er paßt belfsr zum Gcbckch-,er ist auch nicht durch kleinliche Zockstettwrnamenttk in feiner Wirkung beeinträchtigt, Zur Fahrkartenfteucr. Die in den weitesten Kreisen der Bevölkerung als besonders unangenehm und belastend empfundene Fahrkartensteuer ist in 2. Lesung mit einer so geringen Mehrheit verworfen worden, daß ihre Einführung doch nod) nicht so ganz sicher ist. Nach einer in der Frkf. Ztg. mit* geteilten Zusammenstellung mar das Abstimmungsverhält- nis im einzelnen folgendes: Für die Fahrkartensteuer nach dem Anträge Becker stimmten 157 Abgeordnete, 128 dagegen bei 3 Stimmenthaltungen. Gegen die Steuer stimmten 63 Sozialdemokraten, 14 Freis. Bolkspartei, 8 Freis. Vereinigung, 5 Polen, 2 Deutsche Bolkspartei, 9 Wirtschaftliche Vereinigung, 5 Deutsche Reformpartei, 2 Elsass. Landespartei, diese Parteien geschlossen, ferner 7 bayerische Zentrumsabgeordnete, 7 Deutschkonservative, 3 süddeutsche Nationalliberale, 2 Welsen, 1 fränkischer Bauernbündler. Der Abstimmung enthielten sich 2 Zentrumsabgeordnete (darunter 1 Bayer) und der Hospitant der Wirtschaftlichen Bereinigung und braunschweigische Welfe von Damm. Geschlossen für die Steuer stimmte nur die Deutsche Reichspartei mit 17 Mitgliedern, ferner 67 Zentrum und Welsen, 40 Nationalliberale, 32 Deutschkonservative und der Präsident. Von den Süddeut- aber auch mindestens so hoch wie das, was ein zwanzigjähriger gelernter Arbeiter infolge des Hnfallversicyerungs- gesetzes erreichen kann! Nun tritt aber zu diesen Renten noch die Verstümmelungszulage von je 324 Mk. für Verlust einer Hanb, eines Fußes, eines Auges, des Gehörs usw., sodaß z. B. ein Soldat, der beide Füße und ein Ange verliert, insgesamt erhält: 540 Mk. Vollrente und dreifache Verstümmelungszulage mit 3mal 324 Mk. gleich 972 Mk., zusammen also 1512 Mk.; bedarf er aber noch fremder Pflege und Wartung, so wird ihm eine vierte Verstümmelungszulage von 324 Mk. gegeben, also insgesamt 1830 Mk. In der Industrie gibt es diese Zulagen nicht. Für Kriegsteilnehmer kommt noch die Zulage von 180 Mk. oder 120 Dkark hinzu und für Invaliden, die mit 55 Jahren unter 600 Mk. Gesamteinkommen bleiben, die Alterszulage bis zur Erreichung dieses Betrages. Der zweite Teil befaßt sich mit den M i l i t ä r a n m ä r t e r n; sofern diese durch Unfall beeinträchtigt sind, erhalten sie selbstverständlich auch ihre Rente. Wer kapituliert, erhält nach 12 Dienstjahren den Zivilversorgungsschein, wer als Kapitulant schon vor 12jähriger Dienstzeit seid- und garnisondienstunfähig wird, erhält gleichfalls den Zivilversorgungsschein. Tie Inhaber dieser Scheine haben Anspruch auf mittlere und Unter» beamtenstellen, welche diesen Amvärtern Vorbehalten sind; es ist nicht angängig, die Grundsätze über diese Anstellung im Staats- und Kommunaldienst im Gesetze selbst niederzulegen; dagegen sollen, nach einem Beschluß der Kommission, diese Grundsätze dem Reichstage zur Genehmigung mitgeteilt werden. Der Streit, ob neben dem Zivildiensteinkommen die Militärpension unverkürzt gezahlt werden soll, ist schon beim Offizierpensionsgesetz entschieden worden, und zwar im verneinenden Sinne. Den Militäranwärtern sollen künftig 20 b. H. ihrer Rente abgezogen und der Rest soll dann für alle Zeit bezahlt werden. Ein großer Fortschritt ist aber für jene Militäranwärter erreicht, die infolge Schädigung der Gesundheit aus dem Zivildienst in früheren Jahren ausscheiden müssen; sie erhalten dann ihre Militärpcnswn soweit, bis Zivilpension und Mllitärpension den Höchstsatz der überhaupt erreichbaren Zivilpension in der betreffenden Stelle erreichen. Die neuen Bestimmungen der Militärpensionsgesetze enthalten, wie schon dieser kurze Heberblick zeigt, gegenüber dem bestehendeil Zustande wesentliche Verbesserungen. Daß manche Wünsche nicht erfüllt werden konnten, ist l)-aiqrt]ätf)-= lich auf die Finanzlage des Reiches zurückzuführen. lichen Vorteil mit sich, daß sie zu einer Ausbesserung der unteren, bisher gegen unverschuldete Notlage oeim Ausscheiden aus dem Dienst ungenügend geschützten Dienstgrade bis zum Stabsoffizier einschließlich führt. Für bieje Offiziere ist die Pension in der Weise erhöht, daß ein Leutnant 1200 Mk., ein Oberleutnant 1800 Mk. und ein Hauptmann 2400 Mk. Pension erreicht. Von besonderem Wert für die pensionierten Offiziere sind roeiter die Bestimmungen über das Erlöschen und Ruhen des Rechts auf den Bezug der Pension. Das Gesetz hat es als dringendes Bedürfnis anerkannt, daß der pensionierte Offizier bei künftigen Stiftungen als Beamter und dem damit verbundenen Aufsteigen in höhere Gehaltsklasfen nicht auf der anderen Seite einen gleichen Betrag bei Pension verliert, ehe sein Gesamteinkommen als auskömmlich anzusehen ist. Es ist daher mit vorschreitender Dienstzeit ein stufenweises Steigen des Gesamtdiensteinkommens vorgesehen, bis zu welchem die Pension neben dem Zivildiensteinkommen weiter bezogen werden kann. Während bisher die Militärpension gekürzt wurde, sobald sich ein Gesamteinkommen von 4000 Mark ergab, bleibt sie jetzt, je nach der Dienstzeit, bis zu 6000 Mk. Einkommen ohne Kürzung. Eine fernere Verbesserung besteht darin, daß, während früher ein Offizier, auch wenn er jahrelang im Zivildienst tätig war, nach seinem SRüdtritt von diesem lediglich auf seine Militärpension angewiesen war und aus dem Zivildienst keinerlei Vorteile für das Pensionsverhältnis erlangte, ihm künftig seine Zivildienstzeit auf die Militärpension angerechnet und ihm die Wahl zwischen der Zivilpension und der so erhöhten Mllitärpension gelassen werden soll. Dagegen müssen sich den Abzug von der Militärpension in Zukunft auch solche Offiziere gefallen lassen, die nicht in den Staats-, sondern in den Zivildienst übertreten. Ein Kommissionsbeschluß bestimmt indes, daß Offiziere, die beim Inkrafttreten des Gesetzes bereits im Komnmnaldienst angestellt sind, neben dem Zivildiensteinlommen ihre bisherige Militärpension unverkürzt erhalten sollen. TaS neue Mannschafts-Versorgungsgesetz zersälll in die Fürsorge für die Mannschaften im Heere und tu die Fürsorge für die Kapitulanten (Militäranwär ter). Was die Fürsorge für die Mannschaften betrifft, so erhalten alle Soldaten, die im Militärdienst ihre Erwerbsfähigkeit eingebützt oder diese teillveise verloren haben, eine Rente und einen Anstellungsschein mit der Aussicht auf Annahme im Unter beamtendienst. Das Gesetz läßt sich also mit dem Hnfallversicherungsgesetz vergleichen; aber es geht erheblich über die in diesem gewährten Entschädigungen hinaus. Tie Bollrente ist für Feldwebel 900 Mark, für Sergeanten 720 Mk., für Unteroffiziere 600 Mk. und für Gemeine 540 Mk.; bei teilweiser Erwerbsfähigkeit wird ein entsprechender Teil dieser Vollrente gewährt. Ate WililärpenstottSgks.tze sind nunmehr in der Budgetkommission durchberaten und sollen nach diesen Beschlüssen am 1. Juni d. I. in Straft treten. Da nicht anzunehmen ist, daß die Gesetze im Plenum des Reichstages noch wesentliche Aenderungen erfahren, so wird es für die weitesten Kreise von Interesse sein, zu hören, welche Gestalt die Gesetze angenommen haben. Das eine Gesetz beschäftigt sich mit den Offiziers- Pensionen. Als Haupterrungenschaft ist zu begrüßen, daß künftighin im deutschen Heere die Höchstpension der Offiziere schon nach 35, statt wie bisher nach 40 Dienstjahren gewährt und als Anfangspension zwanzig Sechzigstel, statt bisher fünfzehn Sechzigstel des Diensteinkommens festgesetzt werden. Dann bringt die neue Pensionsreihe den wesent- des Mangelsaals haben! Zu Füßen die Villenstadt, die im letzten Jahr auch einige Türme mehr bekommen hat, mit den ausgedehnten Parkanlagen, dahinter der Johannisberg, aus dem Park hcrauswachsend, das ist besonders bei früher Morgcn- beleuchtung ein herrliches Bild. Wenn die Wäscherei in Betrieb ist, wird wohl mancher Kurgast den sckönen Mangelmädchen einen Besuch abstatten, um sick die schöne Aussicht zu bewachten. Nun zurück zur Stadt. Die ehrwürdige Vahnhofsallee hat diesen Winter schlimme Tage gesehen. Wer Ende März hier in Bad-Nauheim mar, der hat wohl den Kopf geschüttelt über die Verwüstung; aber glatt wie kaum zuvor liegt sie wieder da. lind was ist da alles gemacht worden! Ein bequem begehbarer, gemauerter Kanal läuft hier vom Fernheizwerk kommend nach dem Badegebiet. Tarin liegen die Heizrohre, die den Dampf heruntcrleiten. Um diesen Kanal ausführen zn können, mußten außerdem störende Entwässcrungskanäle, Wasser- und Gasleitungen verlegt werden. 9Zun kommen wir zur Ludwigstraße; da stehen am Eingang zum Park zwei neue Gebäude, links die Badedirektion, rechts die Kassen. Dankbar sei es begrüßt, daß man hier jetzt iw bequemen Polstern warten kann —, warten muß man ja immer, bis man den Vielgeplagten sprechen kann, dem man seine Sckmerzen wegen der hohen Badeprcise vortragen luilL Und erst im Kassenraum überkommt den Kürgast sicher eine unstillbare Sehnsucht nach Bezahlen, meint er erst einmal in die molligen Polster der lauschigen Nischen gesunken ist. Nun, es ist jedenfalls reckst anerkennenswert, daß man die Kürgäste über die unangenehme Seite ihres Nauheimer Aufenthalts, falls man von einer solchen überhaupt sprechen kann, möglichst hinwegzutäuschen bemüht ist. Von außen haben sich die viclbesehdeten Verwaltungs-Gebäude jetzt, wenn auch einfach, so doch recht ansprechend und vornehm herausgeputzt.. „Das Hai man den garstigen Backsteinkästen gar nicht angesehen"", hörte ick neulich^ zufällig sagen. Vielen war es ja allerdings nicht reckt, daß der Staat die Häuser hierhin gebaut hat, aber sie haben auch keinen anderen Platz schenken wollen. Jedenfalls kann sich der Fremde bei seiner Ankunft infolge der inS Auge fallenden Lage der Gebäude gleich orientieren. Weiter unten, hinter diesen Verwaltungsgebäuden, stehen die neuen Badchäuser, der erste Teil einer großen Badeanlagc. Sie sind noch nicht fertig, aber man munkelt schon von eitel Marmor und Bronzen, von idyllischen Höfen mit Brunnen und Rasenbeetcn mit zierlichen Taxusheckcn. Ich habe gehört, der Architekt glaube bestimmt, daß die Kranken vom bloßen Anblick schon gesund würden. Ick Halle den Mann für einen großen Optimisten; es wäre aber auch unrentabel, wenn er Reckt behielte, beim bann würbe eben nicht gebadet und nichts bezahlt. An 70 Babezellcn sind in den neuen Häusern rings um Höfe herumgelagert; aus den Wartesülcn kann man entweder direkt in die Flure zu den Bädern gelangen, ober in diese Höfe, die bei gutem Wetter gewissermaßen als Erweiterung der Wartesäle eine peinliche Sauberhallung ermöglichen und geradezu verdienen sollen. Auf bequemen Bänken kann man hier dem Geplätscher des Brunnens lauschen und bie Zett des Wartens aw- l Diese Sätze sind um 200 Mk. höher, als das, was ein nicht-Esher empfangen wurden. Bei dein un großen Speifesaale gelernter Industriearbeiter ober landwirtschastlickier Ar- servierten Frühstück, dem auch KricgSminisler Haldane bci- unb bie eigenartig schwellenbe Form erhöht biese Wirkung. Wie ich übrigens erfahren habe, ist bas eigentliche Rauchlvch runb, unb in den Eckzwickeln sind Enllüftungskanälc augeorbnet, es ist also bei der viereckigen Ausbildung auch ein prallischcr Zweck erfüllt worden. Doch sehen wir uns das Elekttizitätsiverk selber etwas genauer an. Wie schon erwähnt, ist mit ihm ein Fernheizwerk verbunden, d. h. es sind einige Kassel mehr aufgestellt worden. Dadurch ist bas Kesselhaus naturgemäß viel größer geworden, a!5 man das bei anderen Elektrizitätswerken gewöhnt ist; der erhöhten Bedeutung der Kesselanlage entsprechend ist auch das Kesselhaus bic beherrsckenbe Baumasse. Ter breit- gelagerte Lungsteingiebel und die vier Enllüstuttgshauben auf dem mächtigen Tack geben im Verein mit dem Schwrnstcin den Charakter des Gebäudes. Zunächst in vier, später in acht ge- walligen Kesseln wird der Dampf erzeugt, bet in einer Entfernung von etwa einem halben Kilometer bie Babehäuser erwärmt unb bort warmes Wasser bereitet —, woburch die rußigen Feuerungsanlagen ans bem Park verschwinben —, ber in Form von Elellrizttät bie ganze Stabt mit Licht versieht, bie Auszüge ber Hotels treibt — und hoffentlich auch bald die „Elektrische"^— der ferner die Wäschereimasckinen treiben und endlich die Sole in ber neuen Saline zur Salz- unb Mutterlaugengewinnung ein- bampfen soll. An das Kesselhaus schließt sick bas Maschinenhaus, ivorin die zur Umwandlung der Tampskrast in elektrische Energie notwendigen Maschinen, Dampfmaschinen mit den Dynamos, ausgestellt sind. Diesen Haupträumen gliedern sich einerseits ein Raum für bie Kessclspeisepumpen unb Wasserreinigcr, andererseits ein großer Akkumulatoren- unb der Schallraum an. Das Gebäude enthält ferner eine geräumige Werkstätte und Räume zur Bequemlichkeit des Personals, darunter auch eine eigene Kantine mit Küche. Als selbständiger Teil, unb als solcher auch gcketmzeicknet, ist eine Eisfabrik angegliebert. Jetzt ist alles noch unfertig; man hat erst im Oktober vorigen Jahres mit bem Bau beginnen können, unb bas Hexen verstellen bic Nauheimer beim doch auch noch nicht. Wer bie inneren Organe arbeiten schon, sckon raucht der Schornstein unb noch einige wenige Tage, bann arbeiten bie Maschinen, beim wie wir hören ist ber Beginn ber Lieferung elektrischer Energie auf ben 15. Mai bestimmt festgesetzt. (Der Artikel war schon seit einiger Zett in erfreulicherweise haben bie Tatsachen des Verfassers recht gegeben. Red.) 2jj£_i03604 “Men ''MalgeschAt "Mung gesucht, ijgen unter 03605 i^en «« 611 ^5 ‘«»esS. SltUun - aus eralsArkäuIer. uole unter 03539 Anzeiger erbeten. utilitär, jfrei, mit U-, Äenogmphie chr. vertraut, jucht M, gestützt aus ilSbalb Stellung, böte unter 3090 Anzeiger erbeten. ufgabe d. LtaUes 103548 scher mb Pierbepfleger, lern, verheiratet, itelle in herrjchastl. He, Bad-Ems. W« fheüenb franz, ii. chüg in Küche u. . Licke als Haus- erem herrtu Hai üt.BesicÄeserenzen -n u. A. B. 25 :ba. 6; L 103590 ädchcu mit guten eüe in kinderlosem ia(t. „103603 gieueifSäue b. ,'es Mädchen huUeugnifien sucht Wren Weißzeug- ijriftl. Angebote u. ' -Anzeiger. creiuszinmer ur inb Streme abjugtim. A-fc, ktratlck». iu verlameu. iner zuverlall'9" bei gutem Qcne Loh» * reldbelö [v /< ‘SV* h jottaiwe^/ rsÄifJf ) D.&O"' A‘ ? Sonntag den . ie^^Sdt ", ^ inkt.^'»9- f Centime«- ng 3146 । für reisende scheu, die insgesamt 28 Stein- und 24 Ja-Zettel abgaben (bei einer Stimmenthaltung) fehlte fast die Hälfte Wenn die süddeutschen Abgeordneten, und zwar sowohl die der Linken, wie auch die süddeutschen Zentrumsanhanger und Bauerubündlcr bei der Llbstiminung in 3. Lesung vollzählig erscheinen und so ftimmcn, wie es die Mehrheit des deut' scheu Volkes, die Mehrheit der süddeutschen Abgeordneten wünscht, so ist Aussicht vorhanden, daß die Fahrkartcnstcuer ^H^Süddeutschland wird von der Steuer insofern betroffen, als die in .stürze sich jedenfalls verwirklichende Personen- tarifrcform ebenfalls eine Verteuerung der süddeutschen Fahrpreise bedeutet. Außerdem hat speziell Bayern (und in geringerem Maße auch Württemberg) damit zu rechnen, daß infolge der Verteuerung ein Teil des Durchgangsverkehrs von Norddcutschland nach der Schweiz und Tirol auf die billigeren österreichischen Bahnen übergeht. Daß man aus diesen Gründen in Bayern der Fahrkartenstcuer keine Träne nachweinen würde, wenn sie abgelehnt würde, ist verständlich. Aus München liegen übrigens folgende die Situation kennzeichnende Meldungen vor: München, 16. Mai. In der heutigen Landtagssitzung kam der Verrehrsminister auch auf die Fahrkartenstcuer zu sprechen, an welcher er selbst keine Freude habe. Er habe sich aber höheren Zwecken unterordnen müssen. Mit besonderem Nachdruck betonte er, daß von einer Verletzung der bayerischen Reservatrechte keine Rede sei, da das Reich nicht die Fahrkartenpreise festsetze, sondern nur das Recht beanspruche, die auf deutschen Eisenbahnen Reisenden mit einer Steuer zu belegen. Bayern habe kein Sonderrecht, dies zu hindern. — Die liberale Fraktion brachte in der .stammer der Abgeordneten einen Antrag ein, die Staatsre gierung möge im Bundesrat der Einführung der F a h r k a r t e n st e u e r für das Reich ihre Zustimmung versagen. Die Spionage-Affäre Schöne-Brockhufen. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Rechtsanwalt Liebknecht veröffentlicht in der Presse zu dein Falle Schöne- Brockhusen eine Darstellung, in der er dem preußischen Minister des Innern vorwirft, in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 12. Mai eine in allen wesentlichen Punkten unrichtige Darstellung des Sachverhalts gegeben zu haben. Der Minister wies in seiner Rede zunächst die im Reichstage aufgestellte Behauptung als tatsächlich unrichtig zurück, daß der russische Kaufmann durch die Androhung der Ausweisung in die Notlage habe versetzt werden sollen, um ihn zu dem Verbrechen des Landesverrats geneigt zu machen. Er hat im Gegensätze dazu festgestellt, daß diesem Russen genau in derselben Form wie den anderen und selbstverständlich ohne jede Nebenabsicht das Verlassen des Staatsgebietes angeraten worden ist. Weiter teilte der Minister mit, daß sich der Kaufmann zunächst an eine ihm bekannte Privatperson gewendet habe, um die Erlaubnis zu längerem Verweilen zu erhalten, und daß diese Privatperson niemals Dienste für die Polizei verrichtet habe, während der Abg. Bebel behauptet hatte, sie sei ein Agent der Polizei gewesen. Rechtsanwalt Liebknecht teilt in seiner Darstellung den in Betracht kommenden Absatz der Rede des Ministers mit, läßt jedoch, ohne diese Lücke irgendwie anzudeuten, den Satz weg: „Kriminalkommissar hat ihn zu einem solchen Angebote in keiner Weise verleitet." (Hört! hört!) Gerade dieser Satz bildet aber den Kernpunkt dieses Teiles der ministeriellen Ausführungen, da es dem Minister darauf ankam, die Behauptung als unrichtig hinzustellen, daß der Kriminalkommissar Schöne den Russen zu Spionagediemten verleitet habe. Dies ist nicht geschehen. In welcher Weise übrigens die Spionageaffäre in die Ausweisungssache hineingetragen wurde, und mie sie sich im einzelnen abgespielt habe, bat nicht zuverlässig fest gestellt werden können. Der Minister hat denn auch, wie seine Rede klar wiedergibt, es unterlassen, hierüber Mitteilungen zu machen, und sich darauf beschränkt, in der vorsichtigsten Weise eine Vermutung über die von der Privatperson hierbei gespielte Rolle aufzu- stellen. Wenn Rechtsanwalt Liebknecht behauptet, der russische Kaufmann habe in keinem Stadium der Angelegenheit irgendwie den ernstlichen Willen gehabt, Spionagedienste zu leisten, genehm verträumen. Die Badezeiten selbst sind nach den heutigen Grundsätzen der Hygiene in solchen Materialien hergestellt, die langen, lieber roten Tonfußböden erheben sich rings an den Wänden glasierte Plättchen mit Ornamenten verziert: die Möbel sollen bequemer und praktischer als seither werden und abwaschbar sein. Für Bakterien und dergl. unangenehme Gäste soll kein Platz in den neuen Häusern sein, das war der leitende Gedanke bei der Ausbildung des Innern. Außen sind die Häuser im großen und ganzen recht einfach, ber~ helle Putz unu die roten Ziegeldäawr stehen gut zu dem Grün des Parks. Leider sieht man von oben zu sehr auf die Dächer, aber wie ich hörte, mußten die Häuser aus betriebstechnischen Gründen so tief gestellt werden. Einzelne Teile der Häuser sind höher geführt und tragen zwei etwas reicher gehaltene kupferne Dachreiter mit UIrren. -sc Uhren sind elektrisch und gehen nach einer Normaluhr, an ie nach Fertigstellung der ganzen Badeanlagc etwa 10—12 en angeschlossen sein werden. Am sturhaus ist in diesem Winter wenig verändert worden, aber das Wenige ist so viel, daß der Eindruck doch vollständig verändert sein wird. Die selwn im vorigen Sommer benützten Anlagen, , der Musiktempel, die Porter rasse und die steinernen Hallen ih d fetzt ganz fertiggestellt lvordcn. Reiche Malerei schmückt ' Gewölbe, neue künstlerisch ausgeführte Bänke sollen ausgestellt -Werden,. Lorbeerbäume, Schlingpflanzen und Blumen werden bfc Terrassen und die Hallen zieren, und in regelmäßigen Reihen iinb Bäume gepflanzt worden, die kühlen Schatten spenden tollen. Zu gleichem Zweck finb unter der Glashalle Leinentücher gespannt worden, damit die Kurgäste nicht mehr über die drückend schwüle Lust zu klagen haben. Auch im Innern ist das Kurhaus mit dem letzten Raum, dem großen Musikzimmer im oberen Stock, jetzt vollständig erneuert. Tas alte nicht mehr einwandfreie Treppenhaus ilt durch ein neues ersetzt worden, das in origineller, künstlerischer Weise beleuchtet ist. Aeußerlich hat Bad-Nauheim jetzt im großen und ganzen Ruhe vor der Bauerei: außer einer neuen Gärtnerei soll, soviel ich höre, diesen Sommer nichts gebaut werden. In Vorbereitung sind aber eine Reihe großer und wichtiger Neubauten, die sofort nach Schluß der „Saison" begonnen werden sollen. Vor allem ein weiteres Badehaus, wieder ein Teil der großen Badeanlage, dann die neue Saline, die eine Nachbarin der Zentrale und der Waschanstalt geben soll, eine vollständig neue Küchcnanlage für das Kurhaus, die allein über 100 000 Mark kosten soll und natürlich in einem Winter vollständig fertig gestellt werden muß, ferner eine große Konzerthalle mit ausgedehnten Nehenräumen. Man sieht, es geht rüstig weiter ans der cingeschlagenen Dahn. Wünschen wir, daß auch der Besuch des Bades entsprechend den guten Erfolgen der Kur, sich immer mehr steigert und daß immer mehr Leidenden die wunderbare Wirkung des Nauheimer Sprudels Genesung bringe. so entziehen sich derartige innere Vorgänge naturgemäß der absoluten Feststellung. Anzunehmen war aber allerdings nach den Erklärungen der beteiligten Personen, daß bei dem russ. Kaufmann eine Sinnesänderung vorgekommen war. Die vorstehende Darstellung ergibt, daß der Minister nach der Lage der Dinge zu den von ihm abgegebenen Erklärungen ivobl berechtigt war. _____ Deutsches Reich. Berlin, 16. Mai. Der Reichskanzler emvsing am Mittwoch den amerikanischen Botschafter Charlemagne Tower und hatte am Nachmittag eine längere Besprechung mit dem österreichischen Botschafter Grafen von Szoegpeny- Marich. Der Reichskanzler empfing am Mittwoch auch den Staatssekretär Grafen Posadowsky zu längerer Unterredung. — Dem preußischen Abgeordnetenhaus ging ein Antrag der Konservativen zu, die Regierung aufzufordern, im Bundesrate dahin zu wirken, daß Eingriffe in d i e Verfassung der Einzel st nuten, insbesondere Preußens, im Wege der N eichs g es e tz g e b un g, vermieden und jedenfalls nicht ohne Einvernehmen mit den Einzeliandtagen vorgenommen werden. Urville, 16. Mai. Der Kaiser unternahm heute früh, 8 Uhr mit den Herren seines Gefolges einen Spazierritt. Nach dem Spazierritt hörte der Kaiser die Vorträge des Kriegsministers v. Einem, des Chefs des Generalstabes der Armee, Generalleutnants v. Moltke und des Chefs des Militärkabinetts, Generaladjutanten Grafen von Hülsen- HÜseler. — Heute nachmittag machte der Kaiser mit den Herren seiner Umgebung eine Spazierfahrt in Automobilen und besichtigte dabei die in der Nähe von Urville gelegene Fundstätte alter römischer Gebäude. Hierbei waren zugegen der Bezirkspräsident Graf zu Zeppelin, der Verein für lothringische Geschichte und Altertumskunde und Notar Kelter aus Meß, der die Ausgrabungen leitete. Ausland. Stockholm, 16. Mau Der Minister des Aeußern Trolle und der Kriegsminister Ting st en haben ihr Entlassungsgesuch eingereicht. Cagliari, 16. Mai. Die Beendigung des Aus- standes ist verkündet worden. Morgen werden alle Arbeiter die Arbeit wieder ausnehmen. Eine Kundgebung wurde heute von mehreren tausend Bürgern vor der Präfektur veranstaltet, bei der der Armee lebhafte Anerkennung gezollt und gegen die Unordnungen der letzten Tage protestiert wurde. Als der Zug auf eine Gruppe von Manifestanten mit einer schwarzen Fahne stieß, wurde diese zerstört. Wien, 16. Mai. Kaiser Franz Josef begibt sich am Sonntag zur Eröffnung des Reichstags nach Budapest und fährt von dort am 24. Mai nach dem Brücker Lager zur Besichtigung der Truppen. Dieser wohnen auf besonderer Einladung des Kaisers auch der preußische Generalstabschef, Generaladjutant v. Moltke, und der deutsche Militärattachee Major v. Bülow bei. Am 26. Mai nachmittags kehrt der Kaiser nach Wien zurück. Konstantinopel, 15. Mai. Nach einer Mitteilung der Pforte sind bei einem U e b e r f a l l e durch eine Gr i e - cheu-Baude bei Grevena 60 Kutzowalachen und 12 Soldaten getötet, 14 Soldaten verwundet und eine Anzahl Frauen entführt worden. Zur Verfolgung dieser Bande wurden mehrere größere Truppenabteilungen entsandt. Washington, 16. Mai Das' Repräsentanten- haus lehute heute einen Antrag ab, der die Streichung des Artikels der Flottenvorlage verlangt, der die Ermächtigung zum Bau der großen Kriegsschiffe gibt. — Durban, 16. Mai. Unter den Eingeborenen längs der ganzen Grenze zwischen Natal und dem Zululand herrscht wachsende Unruhe. Heute hier eingegangene Berichte bestätigen, daß das Land von Mapumulo in Erregung ist und daß die Eiugeboreuen-Waffen von den Zauberern besprochen werden. Peking, 15. Mai. Ter französische Geschäfts!- trägcr hatte gestern in Weiwupu eine Unterredung über die in der Provinz Anhui an französischen Missionaren verübten Gr c u e I1 a t e n. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. ■ Aus Stadt und Land. Gießen, den 16. Mai 1906. ** Personalien. S. K. der Großherzog haben den Revisionsgehilfen bei der Oberrechnungskammer Karl Heberer aus Alsfeld zum Oberrechnungsrevisor bei der II. Iustifikaturabteilung der Oberrechnungskammer ernannt. Ucbertragcn wurde dem Lehrer Friedr. Kurz zu Meiches die 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Altenburg. — S. K. H. der G^oßhcrzog haben den Revisionsinspektor bei dem Hauptsteueramt Offenbach, Franz Schenkelberg, zur Zeit in Darmstadt, zum Hauptsteueramtskontrolleur bei beni Haupt- fteucramt Mainz ernannt und den Bezirkskassier der Bezirkskasse Altenstadt, Christian Göbel zu Altenstadt, in gleicher Diensteigenschaft an die Bezirkskasse Reinheim versetzt. Ernannt wurde der Gefangenwärter am Provinzialarresthaus in Darmstadt Rich. Strem mel zum Gefangenaufseher an dieser Anstalt. *• Der Zweiten hessischen Kammer ist ein Antrag des Abg. Noack zugegangen, das Bitumen (Erdöl) unter das Berggesetz zu stellen. ** Lahntal-Sänger bundesfest am 7., 8. und 9. Juli. Gestern waren im Stadtverordnetensitzungssaal die Mitglieder des Hau vt ausschuss es versammelt, um den Gesamt-Voranschlag zum Feste, der mit 17 700 Mk. abschließt, zu beraten. Der Vorsitzende des Ausschusses,, Stadtv. Eichenauer bemerfie dazu, daß die einzelnen Ein- und Ausgabeposten sehr vorsichtig bemessen seien. Man habe z. B. die Eintrittsgelder nur so gering bemessen, wie sie bei dem letzten verregneten Feuerwehrfest sich ergeben hätten. Es sei in Aussicht genommen, das Wettsingen in der Turnhalle am Fest-Sonntag vormittag abzuhalten und am Nachmittag in der Festhalle die Einzel- und Massenchöre noch einmal zu Gehör zu bringen. Am Samstag abend wird ebenfalls in der Festhalle ein Kommers das Fest einleiten. Ein Festzug ist für den Sonntag vorgesehen. Es sei zu hoffen, daß, wenn das Wetter günstig ist, das Lahutal- Sängerbundes'fest gesanglich nur Hervorragendes bringen wird und als Volksfest einen würdigen und schönen Verlauf nehmen wird. Der Voranschlag fand einstimmige Annahme. Weiler wurde beschlossen, einer. Garantier onds zu bilden, um gegen al'" Eventualitäten gesichert zu sein. ** Die Oberhessische Gesellschaft für Natur- unb Heilkunde hält morgen Freitag abend 8 Uhr einen Vortragsabend ab. Professor König spricht über die Grenzen der Leistungsfähigkeit der Mikroskope. ** Ein Betrüger hat in letzter Zeit in mehreren Städten Sch u h w ar e n h ä n d l e r dadurch betrogen, daß er für am Platze wohnende, kreditfähige Leute Waren be- lellte, diese aber dann später selbst in Empfang nahm und verkaufte. Es lvird vermuret, daß er auch hier gleiche Betrügereien ausführte, die aber noch nicht zur Kenntnis der Polizei gebracht worden sind. Der Schwindler trat unter den Namen Dr. Hauk, Siebecker, Schmidt, Fels und Ragol auf und gab sich als Verwandter eines von Falkenhagen aus. *• Der Jahresbericht des Allgemeinen Vereins für Armen- und Krankenpflege für das Jahr 1905 ist der heutigen Stabtauflage beigelcgt. •* Hessisch - Thüringische Staats l otterie. In bcc beute fortgesetzten Ziehung her 6. Klaffe fiel ein Gewinn von 40 000 Mk. auf Nr. 10139 (nach Mainz), ein Gewinn von 30 000 Mk. auf Nr. 82782 (nach Darmstadt unb Jena), ein Gewinn von 20 000 Mk. auf Nr. 50222 (nach Worms), Gewinne von je 10 000 Mk. auf Nr. 64920 (nach Mainz) 67736 (nach Darmstadt unb Oldenburg) 89333 (nach Friedrichroda), Gewinne von 5000 Mk. aus Nr. 10829 43841 50426 Gewinne von je 2000 Mk. auf die Nrn. 663 11227 15235 18161 24011 25605 27301 30006 35604 37903 39081 42699 45973 53040 53676 53985 54037 56088 58375 60819 61844 68584 79682 81582 88328 92197 95114 96153. (Ohne Gewähr.) △ Butzbach, 16. Mai. Professor Wämser und Bürgermeister Küchel von hier überbrachten heute in Gemein- chaft mit Kreisrat Fey von Friedberg Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog persönlich ihre Einladung zum Trachtenfest am 17. Juni. Der Großherzog, welcher der Veranstaltung großes Jntereffe entgegenbringt, hat sein Erscheinen mit seiner Gemahlin zugesagt. § Münchholzhausen (Kreis Wetzlar), 16. Mai. Sein 50jähriges Dienstjubiläum feiert am 3. August Lehrer Althaus. Lehrer Althaus ist jetzt 72 Jahre alt und hat seine gesamte Amtszeit in unserem Dorfe zugebracht, sodaß fast sämtliche Einwohner seine Schüler gewesen sind. Groß-Rechtenbach, 16. Mai. Ein aufregender Vorgang spielte sich heute vormittag auf der Chaussee zwischen hier und Wetzlar ab. Ein einem Landwirt von Hochelheim gehörender Stier sollte nach Wetzlar zum Schlachten geführt werben. Unterwegs, in ber Nähe bes Büblingshäuser Hofes würbe bas Tier wild unb entfloh seinem Führer, inbem es auf ber Chaussee zurücktrabte. Vergebens suchten unterwegs mehrere Leiste, ben Stier, ber Personen angriff, verletzte unb zur Flucht nötigte, roieber in ihre Gewalt zu bekommen. Auf bie Melbung von bem Treiben bes Tieres an bas Bürgermeisteramt Rechtenbach griff Bürgermeister Goldman» tatkräftig ein. Mit mehreren sichergezielten Schüssen, von benen jeder traf, streckte er das Tier nieder, es so unschädlich machend. (Wetzl. Anz.) (w.) Büdesheim, lWetteraui, 14. Mai.^ Lehrer Mörschel, der mehr als 36 Jahre an der hiesigen Schule als Lehrer fungierte, mußte sich aus Gesundheitsrücksichten yenfionici» ren lassen. (nO H e l d e u b e r g e n , 15. Mai Am 16.. 17. und 18. Juni feiert die hiesige Tu rüge nie in de das Fest ihrer Fahnenweihe verbunden mit Gau turn f c ft. — Am Sonntag fanden durch den Kreisseurwehr-Inspcktor Muller-Friedberg Inspektionen der Feuerwehren von hier und der benachbarten Ortschaften statt. Die Inspektionen fielen sämtlich gut aus. — Ofeftern abend gingen zwei schwere Gewitter, eins von Nordosten und eins von Westen über hier und Umgegend! nieder, die stundenlang an hielten. sd. Darm stabt, 16. Mai. Der Danustäbter Hilfsausschuß für bie noHeibenben Deutschen inRuß land hielt hellte nachmittag unter bem Vorsitze bes Oberbürgermeisters Morncweg seine Schlußsitzung ab. Privatdozent Dr. Alt legte bie Abrechnung vor. Danach finb im ganzen 8619.21 M k. vereinnahmt unb 6198.47 Mk. verausgabt worben. 5000 Mk. würben bem Berliner Zentralkomitee überwiesen. Der noch vorhanbene Baarbetrag von 2420.74 Mk. wirb zum größeren Teile bem von Baron Meide! in D a r m ft ci bt gegünbeten Heim für ba ltische Studenten überwiesen, 200 Mk. davon erhält ein russischer Student, um ihm den Abschluß seiner Studien zu ermöglichen. [] Laasphe, 16. Mai. Eine schreckliche Bluttat ereignete sich gestern abend 6 Uhr in Creuzthal, bem Endpunkt ber Bahn Marburg-Creuzthal. Der Arbeiter Henze- ling aus Oberrosphe im Kreise Marburg würbe bort von einem italienischen Arbeiter, mit bem er vorher in ber Kantine einen Wortwechsel gehabt, meuchlings überfallen unb burch Dolchstiche getötet. Der Mörber, welcher die Flucht ergriff, aber bald festgenommen würbe, wäre beinahe von den übrigen beutschen Arbeitern gelyncht worben. TeSef@msclhe Kurstoeirs'sMe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen. Frankfurter Börse. 17. Mai, 1.15 Uhr. 3%°/0 Reichsanleihe . . 100.10 3% do. . . 88.05 3y?,'o Konsols .... 100.10 3% do. . . . . 87 95 3y°l0 Hessen 99.20 3y°ln Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente. . 100.40 4’/5 9n Oesterr. Silberrente 100.60 4°-o Ungar. Goldrente . . 96.55 4% Italien. Rente . . . 106.00 3% Portugiesen Serie I . 69.50 3% Portugiesen „ III 70.40 4yOfn russ.Staatsanl. 1905 91.50 4>20,n Japan. Staatsanleihe 94 80 4 % Conv. Türken von 1903 94.95 Tiirkenlose .... . . 147.60 4 % Griech. Monopol-Anl. 54.10 4% äussere Argentinier . 90.80 3°/0 Mexikaner .... 68.50 4%°l(t Chinesen . . . . 97.80 Aktien: Bochum Guss 253.00 Buderus E. W . ... 131.50 Tendenz: schwach. Elektriz. Lahmeyer . . 154.90 Elektriz. Schuckert . . . 135.00 Eschweiler Bergwerk . . 263 60 Gelsenkirchen Bergwerk . 226.00 Hamburg - Amerik. Paketf. 164 00 Harpener Bergwerk. . . 218 00 Lanrahiitte 247.75 Nordd. Lloyd .... 130.70 Obeischles. Eisen-Industrie 131.50 Berliner Handelsges . . 171.50 Darmstädter Bank . . . 141.70 Deutsche Bank . . . 238.20 Deutsch-Asiat. Bank . . 185.00 Diskonto-Kommandit. . . 186.00 Dresdner Bank . . . 159.90 Kreditaktien 213.60 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 110.70 Gotthardbahu —.— Lombard. Eisenbahn . . 24 90 Oesterr. Staatsbahn . . . 145.75 Prince-Hcnri-Eisenbahn . 149.00 Berliner Börse, Canada E. B 160.90 Darmstädter Bank . . 141.70 Deutsche Bank .... 238.20 Dortmunder-I nion C. . . 90.90 Dresdner Bank .... 159.75 Tendenz: ruhig. 17. Mai. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 218.10 Laurahütte ■ . . . 247.50 Lombarden E. B. . 24.90 Nordd. Lloyd . . 130.90 Türkenlose .... 146,95 Kreisverei n Einladung jur SküchttMinlung Uhr abends im oberen Bekanntmachung Gartenschlänche B,6/i Gebr. Wolfertz Wald SS*/s 3091 etc, a. d. e. hs*/e Friedrich Orlenbach, Rudolf Müsse, Frankfurt a. 2)i. S3,4/S B16' Lacke, Firnisse aller Art, Linoleum- Bohnerwachs, 16 56 517 46 609 80 tiijmic LWkmeil 216 (400) 62 63 179 89 59034 44 (400) 56 901 52 270 72 853 64 66 484 52 (400) 96 539 (1000) 744 (400) 872 8015 37 69 456 574 62 188 232 310 453 61 82 92 13040 105 36 62 67 17003 46 117 45 58 220 (400) 465 69 76 547 56 (1000) 93 613 94 708(1000) 64 878 empfiehlt 11697 21058 95 834 41 45 689 745 823 196 202 22 (400) 34 (1000) 95 342 408 39 75 525 55 72 (1000) 80 615 81 89 7'J 802 38 916 46 60 88 446 50 517 (400) 26 69 648 86 27133 (400) 50 259 320 28 532 34 660 72 98 (1U00) 28042 96 257 60 322 (400) 420 (40V) 87 2568 empfiehlt 222 (400) 29 465 99 508 607 9 (1000) 37 871 914 46 71 87040 234 64(400) 72 334 477 773 334 54 65 CI000) 90 592 607 43 88 758 859 207 43(400) 62(400; 324 <1000) 43 57 91 '400> 428 42 140 291 (1000) 96 ! Fabrik 64 l für Geldschränke 940 50 (4001 65 (1000) 31 82 94 604 17 44007 106 (400)31 41 206 91 300 318 24 44-'. 512 16 Bank-Einrichtungen 724 65 (2000> 804 30 906 46 63 918 80 49 662 78 87 448 68 91 404 56 60 529 288 949 755 369 (400) 94 423 80 14034 45 (400) 81 652 (1000) 62 (1000) 16106 (1000, 8 16 800 872 86 955 74 711 (400) 701 205 842 812 Reparatur schadhafter Schläuche wird schnell und billigst besorgt. 425 67 960 63 97041 58 (400i 81 .1000, 74(400) 662 97 2000, ' 24 (1000) 950 71 93 (400) 72000 71 (400) 93 (400) 2 (1000) !7 37 38 910 (400) 90 (1000) 710 73 808 18 31 92 97 525 31 (2000) 90 51 595 26147 814 43 503(400) 308(2000) 119(400) 54 71 89 5: i 105 (400) 35 715 <400, 412 50 688 92 315 79 ! 400 882 586 Car! Seibel 's__________________j. 516 104 920 98060 224 99014 51 73 81 auf Montag, den 21. Mai, 8 Saale des (Safe Ebel. 69076 94 111 15 507 318 108 812 88 968 736 60 886 531 39 (400) 37 88 67 615 32 41 61 704 882 903 41 44 (1000 > 57 84 353 85 (400) 91 92 (1000) 82 12000 (400) (400) 811 955 90 (400) 909 696 219 121 820 in bewährten Qualitäten Strahlrohre, Schiauchrollen 55 (1000)58 306 (1000) 79 (400) 449 70 552 737 59 819 45 51 962 9062 94 98 217 31 (2000) 87 301 13 52 480 (1000) 531 71 97 636 99 807 (400) 16 95 901 42 59 91 VII. Kessisch-Thürmgische Staakskotter're Ziehung VI. Klasse. (12. Tag.) 16. Mai 1906. Alle Nummern, hinter welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mar' (HKnc Hciväür.) 4008 70 207 32 (400) 46 309 66 96 (400) 98 Betriebe überhaupt nicht gehören, allen Gebäuden nebst zugehörigen Hosräumen, Grundstücken von Betrieben, deren Sitz außerhalb des Landes gelegen ist, steuerpflichtigen Grundstücken, deren land- und forstwirtschaftliche Benutzung dauernd eingestellt ist, sei es, daß jede Nutzung aut- gchört hat, sei es, daß an Stelle der land- und forstwrtschas:- nchen eine gewerbliche Benutzung getreten ist (z. B. Verwandlung eines Ackers in einen Steinbruch, Bebauung eines Grundstücks), den mit einem gewerblichen Betrieb verbundenen Grundstücken, wenn die Verüchermig gemäß § 28 des Gewerbeuniallver- slcherungs-Gejetzes zufolge Statuts bet einer gewerblichen Berussgenosseufchast zu erfolgen hat. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Gurfchmann. 35 307 19 34 68 71 91 (400) 31020 (400) 74 83 104 69 Soweit sich das die Befreiung rechtfertigende Verhältnis der amtlichen Kenntnis .ntzieht, bleibt es den Beitragspflichtigen überlassen, die Befreiung bei der Bürgermeisterei derjenigen Gemarkung, in welcher das Grnndstück getegeii ist, längstens bis 1. Juni ds. Js. bei Meidung der Nichtberücksichngung zu beantragen. Gießen, den 3. Mai 1906. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.': qez. Tr. Wagner. G ieß en, den 15. Mai 1906. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen Mecum. 41 62 82 99 223 44 309 55 69 429 (400) 513 48 53 615 26 56 42 82 (400) 903 35003(400) 31 94 161 263 307 18(400) 426 35 54 56 72 Mutende kignrrensnbrik, die längere Jahre hindurch mit nachweislich großem Erfolg gearbeitet und die begründete Aussicht aus f vrtgest tzl beste Entwickelung hat, sucht einen tätigen oder stillen Teilhaber mit ca. 100 Mille Mark. Dem Geschäft wurden durch familiäre Ler- hältnisse bedeutende Kapitalien entzogen, wodurch dasselbe gehemmt ist, sich weiter günstig zu entwickel«. Reflektant braucht, da der Inhaber durch und durch Fachmann ist, nicht unbedingt Branchekenntnis zu besitzen. Offerten unter F. E. D. 82-1 an 317 400 (400) 409 23 606 11 31 79 724 53 91 982 97 Nächste Ziehung: 17. Mai 1906. Betr.: Tie Unfall- und Krankenversi.öeruug der in land- und forst-, ivirtschastlichen Betrieben beschäftigten Personen. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 14. Mai 1906. 17 75 45 (1000) 58 421 547 < 56 (400) 77 824 25 (1000) 425 42 505 9 (2000) 629 59 784 846 905 30 39 48 20075 90 95 96 157 67 80 313 99 (400) 445 (400) 52 60 65 303 (400) 46 48 423 36 Germania-Drogerie 806e Frankfurter Str. 39 Telephon 593 b. c. Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rcchnungs- ablage. 3. Erneuerung des Ausschusses (§ 8 der Satzungen). 4. Verschiedenes. Schriften über die Alkoholfragc liegen zur Einsicht offen und zum Ausleihen bereit. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten. cv Vorstand. 122 (400) 70 96 (400) 329 45 71 76 (400) 906 60 30 000 30068 98 (400) 103 53 Betr.: Wie oben. Nach den Bestimmungen des rubr. Gesetze? sind die Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschait von denjenigen zu erheben, welchen die sixierlen Reinerträge bei der Veranlagung zu den Gemeindeumlagen in Ansatz zu bringen sind. Nach § 8 der Verordnung vom 31. Mai 1902 (Reg.-Bl. Nr. 32) Prima Sauerkraut Preiselbeeren Salzgurken Essiggurken 710 823 74 (400) 936 327 32 39 49 90 490 592 643 (400 ( 77002 104 39 331 (100(i) 61 72 '400) 667 717 83 822 25 938 48 693 703 17(400) 800 73133 54 218 89 452 für 2 gute Teller verwendet. Maggi's Suppen enthalten schon alles Erforderliche und sind nur mit Wasser zuzubereiten. Wohlschmeckend und nahrhaft. 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Der Spengler und Installateur Heinrich Appel öuijut, ist zur AuS- führung von Anlagen im Anschluß an daS GaS- und Wasserwerk auf Grund der Bestimmungen vom 29. Dezember 1902 zugelassen worden. 703 44 50 (1000' 55 836 981'1000. 877 83 907 33 34 (400) 80 428 35 48 (400) 82 90 91 (400> 136 (400) 207 22 374 522 44 79079 110 272 343'400) 585 604 35 812 904(1000) 25(400)69 4CJ99 121 42 4u (400) 243 309 (1000) 34 86 95 416 18 39 44 (400) 71 506 8 ' !00) 33 63 Ta 618 '400) 725 73 961 (5000) 85 49037 48 82 166(10000) 212 78 304 10 28 89 610 (1000) 38 724 82 807 84 924 93 94 19023 183 (1000) 65 85 (400) 10012 13 61 (400) 96 (400) 165 82 93 (400) 222 79 365 83 444 37 (1000) 93 (400) 608 30 39 703 10 39 800 841 64 903 84 1 1196 90013 65 77 ... ---- - - 44 46 97 517 83(100) 634 39 706 14 54 85 887(400' 918 91020 70 7». •»04(400) 7 324 59 80 459 62 71 (400) 74 78 93 515 99 637 43 64 73 84 804(400) 6 (400) 81 (1000) 921 50 51'400) 92069 92 277 306'400. 420 542 663 80(400) 701 (400) 9 70 946 48 57 (400) 83 93273 93 (400) 332 80 488'1000) 515'400'30 79 619 29 910 94028 105 22 42 46 53 334 44 53 101 11 33 (2000) 76 519 (400) 38 (400) 39 602 20 69 76 720 716 '400' 94 818 25 933 88 88 ----- 413 14 °G 43 (409' 86 (1090) 535 602 32 706 (1000) 14 26 '(000 73018 158 70 '400) 73 74 248 73 78 97 325 715 19 808 (400) 9 42 72 930 538 42 66(400)67 '460) 700 710 31 51 60 20851 81 82 '2000) 322 <4C0) 27 '400' 80058 90 136 306 417 79 81035(400' 38 62 97 >4 00) 105 (1000) 21 25 69 250 62 98 (1000)^329 (2000) 215 24 44 (1000) 95 800 309 404 76 558 654 76 712 19 40 53 (400) 56 61 32049 58 102 41 253'400) 407 41(400) 505(1000)11 21 734 (400) 36 57 820(1000) 47 54 79 (1000) 83 936(1000) 33034 62 68 78 (400) 372 508 63 79 96 735 (400) 818 78 906 34025 78 81 83 170(400) 83 267 835 55(1000) 69(1000) 517(1000) 37(400) 617 27 58 706 59 75 842 53 1071 98 184 281 367 70 614 (1000) 26 55 68 (1000) 65 69 738 842 45 78 918 23 55 2254 59 94 387 (400) 42 452 548 55 608 10 (1000) 82 . 3151 (400) 62 72 79 217 22 58 81 439(400» 551 677'400' Zigarrenschrauk mit Wetterhäuschen auch als Schmuckschrank zu gebrauchen, sehr hübsch, au§ braun- gebeizlemHolz.mu ieinerSchnitzerei, verschließbar, mit Schlüssel, ca. 40cm hoch, 21 cm breit, dasWetlerhäuschen zeigt das Wetter immer einige Tage vorher an, bei bevorstehendem chlechten Weller kommt der 'lUann, bei gutem Wetter die Frau heraus, sehr elegant ein Schmuckstück für ledes Zimmer. 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Kinder in Begleitung Erwachsener frei. 3126 Es ladet ergebenst ein__Der Borstand. ••• - - Spiritus - GlühBicht s Lampen und Brenner in nur erprobten und bewährten Konstruktionen für die Beleuchtung von Zimmern, Küchen, Korridoren, Gürten, “W Hensoldt’s lichtstärkste Iag-gläser und Zrelserirrohre. Neueste Konstruktion mit Dachprisma, D. R. P., Alodel 1905. Ständiges Lager zu Original-Fabrikpreisen. AZZWm Wassm- nnö MiinitisiisgesPst. Giessener Konzert-Verein Sonntag, den 20. Mai 1908, abends 5*/4 Uhr im grossen Saale des Gesellschaftsvereins Zehntes Konzert Dritter Kammermusik-Abend ai Süsses Begräbnis .... . , . b) Feldeinsamkeit 1 c) Vergebliches Ständchen J ' ' ' 3. Romance pastorale für Violoncell und Pianoforte . 4. Lieder am Klavier: a) Waldesgespräch 1 b) Der Nussbaum > , c) Frühlings nacht J 5. Trio in G-dur (Köchel 496) für Violine, Violoncell und Pianoforte . . . . W. A. Mozart Fintritkknrtpn Platz Mk. 4 —, II. Platz Mk. 3.—, III. Platz Mk. 2.50, unnummeriert Mk. 2.—, Uluil 111011(11 LOH Studentenkarten Mk. 1.—, in der Musikalien-Handlung Ernst Challier (Rudolph’s Nachf), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter. Oefinung des Saales 41/, Uhr. Gültigkeit haben sämtliche Abonnements-Karten. ___________________________Schluss der Saison 1905/06. „ Johannes Hegar (Violoncell) „ Universitäts-Musikdirektor G. Trantmann (Klavier) Programm : 1. Konzert op. 102 in A-moll für Violine und Violoncell mit Pianoforte . . . J. Brahms 2. Lieder am Klavier: Frieda Walbel Jacob Fischer Verlobte W Bruch b. Stuttgart im Mai 1906. Sonntag, den 20. Mai 1906 Wener SaaBaiu iüwei Konzerte des I. Grossherz. Hess. Garde-Dragoner-Regiments Nr. 23 unter Leitung Grossherz. Hess. Stabstromp. W. Schulz Anfang 41/, und 71/, Uhr. Eintritt 50 Pfg. 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Schulz -r- buni(puquim O mp. h»o asq §r o x> anjviactuiaj B F «5 r- rr o o o ■5 CLI 42 vo 3 y — o •X3' "42 p sTT' <5 P e c 'S 5 E o P 42 ■0 3 42 H « e s «a C3 — <=> SA w Q e e H y o °a g o s O 42 CJ rr. n g E ÖT) c 1# 5 o E- 4?' )iaivnqd.t oO‘ i'w jatautoauffs 45» P y tr y •B Cy-Su'Sv _O 70 X> OVO ESNN :y EP 42 ., Q g o y-^ g «a et3© ix<^» e.o U ■ < - fli FL CO o“ p y 42 4» :y K :4D • y E vt teo) W O o 5» P gdg Ci «a i2> e to oo . p L cooC^ 5-3^ (9 : <2 CM *3 - HZ a o .Ä-y _ y a _«Sö g_w 4P S -19 tt 50 kkß. 3088 MM zs 3 Uhr ?rfest »t nib RinhfrfP* ’-p p y =5« ZZS M W j ' l\ l'. p? . § 5 Z>y o^C o CO S 5 ea HO WO® « L § g E ;3. c >p ü«Jl c” 4 ■- >=c«-S LZ- co J.9 "°K „- = „ p . g> ®a- O 2 3 — es g u cod^v ZM-HZ ^p^-sL p .a '«* c - U 'n ° = S^t3©^^ 3 — — »st c 42 (>»> a uE?Q ■- 5 sä' . y P — iZZ.3 >d a QJ»O^ >a — jo -5 cs 5 —» r> y ^L-e' :y g y g-<2 g ZD - t3J g c ‘S p 5 - E4P © P O 3 2 = 5s« 5 7= 3 Z2 *, .a os» g «HZ L i± o He“ = a? 42.® a.oa a oi ’p CM CI S.'S'-oo zo - oa§ ^»3-g 05» P’-S- §ig® p O> 3" — a "' o => ogg Ci w SCO :y a> «O MZ p a"5 42 o :y IT P C i; =r L g 2 3 isoSs- (9-E-^ = =>§ Ci^ Lo * 3 e> ‘S-S OC2 ast P'ä' g g — Z2 os» — p -j — P g- v3 Ci p 5» s> 3.8.3=: -£ §H = •- S p L GW Injanq 8^ W. 19Ö6- .ae-E "° ■— g 42-Z2 O ’ CJ >g pe P 3 3 Oft c 42 C 3 ci p 05, ■—- 11 Z2 5 ■z# to-o 3 'S 5 VP — «0« — « .3-0 _ = a g %>■"£ P =— CQ O 3 2=5 p -2 3 «» 05» CM Ci yi o p “r- — o» — .3 40 C o B p 2 C ü -3 " V COD £ CM I „ ^ = 5$ wBSä®S b ’ p 42 -— p g> V M O v . p 40 Q .£> 40 1-i 3 42 j- p S ' p e KL «Ä.« cV3 L p 42 E cj pA g p ' _ — Jp CO 00 IM CM 01 Öd’» o «2 C Ci 3 ~ Ci ydN sS*!. g p 05» t3-, p C.ab-o (K4g ■°vp5 07»^ SL y p 3 ci 3 "o e — p ■—,32. «-> 5 « ~ 3 05» c CM v > O 42 >=Va = p •- g g‘-2»Ä§ p p <6$ ._, ."3" Ü o o 0 P '*— 4 o 2 ü ,^2 = ®^ L = o^y^Sä 30 NRü3-S?LSL tt 03591 . 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