Nr. 65 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Siehe». der bell m des Redaktion, Expedition n.Druckerei: Schulstr.V. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr. r Anzeiger Gichea. Erscheint «glich mit Ausnahme de- Sonntags. Die „Eichener ZamMenblätter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «heistlchs ranvvtri" erscheint monaUich einmal. treffend Ausprägung von Denkmünzen anläßlich der 20. September stattfindenden goldenen Hochzeit Großherzogs und der Großherzogin von Baden. — Der Entwurf der Vorschrift zur Abänderung Deutsches Reich. Bremerhaven, 16. März. An der heutigen Früh- stückstasel bei dem Kaiser an Bord des Linienschiffes „Kaiser Wilhelm II.* nahmen die Herren Plate, Achelis und Dr. Wiegand vom Nordd. Lloyd teil. Berlin, 16. März. Von der Wiederannäherung Aus uns LanS. Gießen, den 17. März. •* Ordensverleihung. S. K. H. der Großherzog haben dem Bürgermeister, Ortsgerichtsvorstcher und Standesbeamten Gg. Geck II zu Melbach das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Ernannt wurden die Negicrungsbauführer Hugo Arzt aus Michelstadt, Adolf Delp aus Darmstadt, Alfred Held aus Frankfurt a. M., Ludw. Ickes aus Bellmuth. Gust. Klein aus Babenhausen, Rud. Marx aus Darmstadt, Otto Pein aus Rathenow, Jul. Schimpf aus Ostheim zu Regierungsbaumelstern. WaroMo. Der Korrespondent des Londoner , Standard" in Algeciras meldete seinem Blatte, er wiffe aus bester Quelle, England habe die Ansicht ausgesprochen, Frankreich tue gut daran, zu überlegen, ob es nicht ratsam sei, den von Oesterreich-Ungarn gemachten Vorschlag in der Polizeifrage mit gewißen Abänderungen anzunehmen. AuS Paris, 16. März, wird dagegen gemeldet: Die Unterredung, die der deutsche Botschafter v. Radowitz beim gestrigen Empfange im Elysöe mit Bourgeois hatte, soll heute im Ministerium des Auswärtigen ihre Fortsetzung finden. Dem Empfange wohnten auch der frühere Minister der auswärtigen Angelegenheiten Delcassö und Hanotaux bei. Die Ansicht erhält sich, daß die Grundlagen eines von neutraler xSeite (nicht Oesterreich) vorbereiteten neuen VerständigungSprojekte gegenwärtig in Algeciras beraten und diskutiert werden. Ferner wird auS Algeciras, 16. März, gemeldet: ES scheint unbesircitba?, daß während der letzten Besprech- ungen die prinzipiellen Fragen berührt worden sind. Es bleibt nur noch zu beraten die Frage der praktischen Durchführung der getroffenen Vereinbarungen und diese, scheint keinen Anlaß zu unüberwindlichen Schwierigkeiten zu geben. Man hat außerdem die Wahl mehrerer Mittel, um solche Schwierigkeiten zu lösen. Ein Scheitern der Konferenz ist so gut wie ausgeschlossen und könnte nur erfolgen, falls bereits getroffene Vereinbarungen zurückgezogen würden. Ausland. Paris, 16. Marz. Gestern Abend fand hier ein Meeting statt, an dem 600’0 Personen tcilnahmen. Den Vorsitz führten die Schriftsteller Coppö und Caffaignac. Ver- tretet der religiösen und politischen Gruppen, welche eine antimilitärische Politik verfolgen, waren erschienen. Es wurde beschloßen, eine Liga des kathol. Bürgerstandes zu gründen, welche gleichzeitig eine Aktion gegen die jetzige Negierung bilden soll. — Unter dem Vorsitz LoubetS fand ein Bankett der Gesellschaft zur Unterstützung der Landwirtschaft statt. Loubet hielt eine Ansprache, in der er die Gründung von Landwirtschaftskammern ähnlich den Handelskammern befürwortete. Marseille, 16. Marz. Das Packetboot „Kronprinz" ist von Hamburg über Amsterdam, Lißabon und Tanger kommend, in Marseille eingetroffen. Der Dampfer hat 70 deutsche Studenten der Handelshochschule tn Köln an Bord, die unter Leitung mehrerer Dozenten eine Studienreise unternehmen. Budapest, 16. März. Gestern Abend kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen Studenten und der Polizei, in dessen Verlauf Rev olvcrschüsse gewechselt wurden. 6 Studenten wurden verhaftet. Triest, 16. März. Bei den Gemeinderatswahlen kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen denWahl- [cuten und den Wählern. Zwei Personen wurden schwer verletzt. zwischen König Eduard und dem Kaiser weiß der „Hann. Anz." em Geschichtchen zu berichten, das das jetzige Verhältnis beider Monarchen illustriert: Als Kaiser Wilhelm vor einiger Zeit seinem königlichen O h e r m einen S p a z i e r st o ck mit wertvoller Krücke durch den deutschen Marineattachee als Zeichen der Verehrung überreichen ließ, wurde diese Gabe mit der größten H e v j l i cf) f c i t aus- genommen. König Eduard nahm den Arm des Attaches und ging mit ihm in einem Garten aus und ab, während er sich auf das schmeichelhafteste und f ro un d l i ch ste über s e i n e n k a i s c r l i ch e n Neffen äußerte. Das Ganze trug den Charakter ausgesuchtester Freundlichkeit. — Der Bundesrat nahm heute eine Vorlage an Bekanntmachung betreffend das Gesetz über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau, ferner die Novelle betreffend die Ausgabe von NeichSkaßcnscheinen, wurde den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Neichstagskominission für den Gesetzentwurf betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie beendete die zweite Lesung. Unter anderem wurde der Schutz der Photographie alle mein auf 10 Jahr e beschränkt. Karlsruhe, 17. März. In einer stark besucht Versammlung der Block-Parteien sprach Notar Goetz- Weißenburg, Vorsitzender der liberalen Landespartei in Elsaß- Lothringen, über die politische Lage und den Liberalismus in den Reichs landen. Der Redner erklärte, die liberale Landespartei iinterstütze alle Bestrebungen, welche auf einen Zusammenschluß aller liberalen Gruppen hinzielten, auf Grund fester Richtlinien. Wenn auch em programmatisches Zusammengehen mit der Sozi al dem okratie ausgeschlossen sei, so sei doch ein taktisches Zusamm enge h e n notivendig. Die Frage eines Zusammengehens mit den sog. Ordmmgsparteien gegen die Sozialdemokratie sei abgetan. Wie von Norddeuischlaud die Wiedergeburt des Reiches gekommen sei, so möge Süddeutschland die Peugeburt des Liberalismus bringen. der Truppe. , . . Swakopmund, 16. März. Die Bauleitung der Otavibohn erklärt entgegen den in der Budgetkommifsion vorgebrachten Bedenken nach fachmännischer Prüfung der Strecke Karibib-Windhuk, daa die Leistungsfähigkeit ber Eisenbahn Swakopmund-Käribib-Windhuk vollauf au seicht, um die für den Bau neu geplante Bahn Windhuk-Rehoboth notwendigen Materialientransporte ohne Störung des sorrsy- gen Betriebes zu bewältigen. Leutnant Mann Hardt und drei Mann. Am 10. März vormittags setzte Oberleutnant Beyer den Vormarsch fort. Am gleichen Tage ging Major Tänbler mit der durch andere Truppen verstärkten rechten Stoümnc der Abteilung fiebert (zwei Kompagnien, vier Geschütze und ein Maschinengewehr) von Pilgrimsrust in südwestlicher Richtung vor und erreichte abends den Oranjefluß etwa 12 Äitoinctcr westlich von der Pelladrist. Nach Meldungen vom britischen Ufer des Flusses soll Morenga sich zwischen diesen beiden Abteilungen befindeii und war die Fortsetzung des Kampfes am 11. März beabsichtigt. Die näheren Nachrichten stehen noch aus. Die Abteilung (Mert ging von der Homvdrift läng? des Oranje nach Osten vor, die Abteilung Hornharvt von Umeis quer über das Gebirge in der Richtung auf Har-ebeestmund. Beide Abteilungen stießen am 12. Marz morgens drei Kilometer östlich von £artebceftmuui) auf den Feind und warfen ihn in gemeinsamem Angriff zurück. Er floh teils den Oranje aufwärts, teils m nordöstlicher Richtilna. Die Meilung (Mert hatte zehn Leichtverwundete, die Abteilung Hornhardt keine Verluste. Beide Abteilungen fönten am 12. März abends .den Vormarsch in der Richtung nach der Delladrift fortsetzen. Bei Roop, berg, wohin sich mich Oberst Dame in der idjt vom 12. zum 13. März begeben fyat, sollte eine Reserve vereinigt und demnächst nach Pilgrimrust vorgeführt werden. DaZ wild zerklüftete, unerforschte Gebirgsgelände verlangt, ime das Kommando meldet, die äußersten Anstrengungen von Kolomalpoft» — Der Aufstand der Eingeborenen in der englischen Kolonie Nigeria an der Westküste von Afrika ist nach amtlichen Meldungen unterdrückt. Die engl. Truppen trafen die schwarzen Aufständigen in der Nähe von Zungera. Die Engländer zählten 300 Mann gegen ungefähr 10000 Eingeborene. Nach 6stündigem Kampfe wurden die Ausständigen in die Flucht geschlagen, nachdem sie größere Verluste erlitten hatten. 5 00 Aufständige wurden getötet, ebenso viele verwundet. Die englischen Verluste beziffern sich auf 80 Tote und Verwundete. Die fliehenden Eingeborenen verschanzten sich in der Stadt Satiru. Die Stadt wurde von den Engländern bombardiert und dann mit den: Bajonnet genommen. Hierbei wurden noch 300 Aufständige getötet, darunter sämtliche Häuptlinge. Die übrigen Aufständigen ergaben sich oder flüchteten. Einer amtlichen Meldung zufolge soll auch Mahdi von Sokoto getötet worden sein. Südwestafrika. Berlin, 10 .März. (Amtliche Meldung.) Major y. Estorfs hat den Angr i-s f gegen Morenga in den letzten Wocben vorbereitet und den Kreis um die Stellung des Gegners am Oranjefluß immer enger geschlossen. Es standen die Abteilung des Hauptmanns v. (Mert, vier Kompagnien, fünf Geschütze und zwei Maschinengewehre bei und westlich von Homsdrift, die Abteilung des .Hauptmanns v. Hombardt, zwei Kompagnien und vier Geschütze, um Umeis, die Abteilung des Hauptmanns Siebert, vier Kompagnien, sechs Geschütze und zwei Maschinengewehre, in zwar Kolonnen bei Pilgrimsrust und Wasserfall. Die Patrouillen des Leutnants Doerings und des Oberleutnants Stage hatten in den ersten Tagen des März südlich von Umeis und westlich von der Pelladrist feindliche Wachtfeuer festgestellt und verschiedentlich Feuer erhalten. Am G. Marz wurde die Funkenstation auf dem Marsch von Alurisfontem nach Umeis beschossen, wobei der Führer und Vizewachtmeister v Parpart fiel. Tags darauf erhielt eine Signalpatrouille nördlich von Homsdrift Feuer. Allenthalben wich der Gegner in südlicher Richtung zurück. Bon der Abteilung Siebert trat am 8. Marz die zwei Kompagnien, zwei Gebirgsgeschütze und ein Maschinengewehr starke Unke Kolonne unter Oberleutnant Beyer den Vormarsch vom Wassersatt den Oranjefluß abwärts an. Sie stieß östlich von der Pella- drift auf einen starken Gegner, der erst in der Nacht vom 9 zum 10., als Verstärkungen herankamen, seine Stellung räumte. Im Gefecht fielein Unteroffizier, schwer verwundet wurden drei Wann, leM verwundet Kutzland. Die Wahlkampagne ist jetzt in vollem Gange. An mehreren Orten ist bereits der erste Wahlgang, die Mhl der Wahlmänner, vollzogen, und ivenn nicht alle Zeichen trügen, so wird die Wahlhandlung bald allerorts zu Ende geführt werden können, sodaß der Zusammentritt der Duma für Ende April bis Anfang Mai gesichert erscheintz Mehrere Bevölkerungsgruppen enthalten sich zwar der Wahlbetei- liguna, doch scheint bisher die Zahl der dem Boykott Bet- getretenen viel zu klein zu sein, als daß mau von ernem Erfolge der Boykott-Propaganda reden könnte. Welchen' Charakter die Duma in Bezug auf die Zusammensetzung der Delegierten annehmen wird, ist vorläufig noch unmöglich vorauszusagen. Hier und da ereignet es sich zwar,, daß die Bauern, trotz der von der Administration ausgeubten Drucke, ihre Kandidaten frei wählen, doch ist nicht zu verkennen, daß in den meisten Fällen der Druck der Regierungsagenten den Ausgang der Wahlen beeinflussen wird. Derartige Beeinflussungen schildert eine Zuschrift aus ernem! entlegenen Winkel des Gouvernements Orel: „Die Willkür der örtlichen M achtHaber , imrb da geschrieben, „übersteigt alle Grcuzen. M ässe n v er ha ft u u gen der nicht „zuverlässigen Elemente" aus Intelligenz und Bauerntum werden vorgenommen. Besonders Pvsitgch alttve Burger werden mit großer Raffiniertheit aus Grund foiayer Paragraphen an geklagt, die einen Ausschluß der Beteiligung an den Wahlen nach sich ziehen. Das^ flache Land wird m Emer größerem Maßstabe mit Polizeiorganen überichwernrnt. Wenn dreie bei einem Bauern irgend welche volkstümliche Exurisien antrepcn, so wird das Blatt sofort konfisziert. Eine politischeTatigkert der demokratischen Parteien, die sich aus eine "stuttzarung Ver Bauern richtet, ist bei uns ganz unmöglich. Und die Mehrzahl der Parteiorganisationen war überhaupt gezwungen, sich znlösen, nachdem die Mehrzahl ihrer Angehörigen hinter und Riegel gebracht war. Die Mage der Bevölkerung, von dec RegierungSgewalt terrorisiert, blickt peffimgmÄ aus me JijW tige Duma, die bei Anwendung des ictzigen Systems tni3fcmuw schließlich konservative Elemente in die Duma emziehen »mrden. ES herrscht die Ansicht, daß die Wahlen fern .^nüx keinem Falle Beruhig'.Nig bringen werden. Oesters hort man von den Bauern sagen: „Wenn die Verhaftungen so weitergehen, werden wir uns wohl hüten, an den Wahlen „sickzunelMen. 2er 3-ar hat die Freiheit gegeben, und bic Behörden stehlen sie wieder. Man schlevpt uns ja sogar dafür ins Gefängnis, wenn wrrnuv über sein Fveiheitsmonifest diskutieren. Sollten das vielleicht gesetzliche Handlungen sein?" Ücberlegte und gentäßigt« Politiker wie P. v. Striwe und Winower empfahlen in der letzten Sitzung der tonstitu- tionell-demokratischen Partei eine Resolution zur Annahme des Inhaltes, das; die k.-d. Partei ebenfalls zur Boykottierung der Duma schreiten solle, falls die Wahlbeemflussung von feiten der Regierrmg durch Verhaftungen rc. nicht "^^Rach einer Meldung aus Warschau werden die polit. Gefangenen in Russisch-Polen mit unmenschlicher Grausamkeit behandelt. Jil Sieezka-Kempski wurde üpicn jedes Getränk vorenthalten. Nachdem sie^halb wahnsinnig vor Durst waren, setzte man ihnen Wasser vor, ge-- fiattete ihnen aber nicht, es zu trinken. Vielen Gefangenen wurde:! die Zähne eingeschlagen, an bete wurden auf den Fußboden gestreckt und mitFüßen getreten. Diese; Martern hatten den Zweck, aus den Gefangenen falsche Zeugnisse zu erpressen. In Warschau wurden zwei Polizisten auf der 3träne erschossen. Die Tater entkamen. Zweites Blatt 136. Jahrgang t Samstag 17. März 1806 Rotationsdruck und Verlag ba Vrühl'lck« iimeiaer * *■■■" ■** politische Sages scharr. Monopol der Großbanken. , $n der Beurteilung der Jahresabschlüße der Großbanken gehen die Meinungen auseinander. Während einserseitS aus die gefestigte innere Position der Finanzinstitute hingewiesen wird, findet man andererseits die Anspannung des BildgetS der Banken so stark, ba£ neue Kapitals Vermehrung en unumgänglich seien, falls eS nicht bald gelinge, bte sest- qelegten Betriebsmittel zum beträchtlichen Teil flüssig zu machen. Die letztere 9(uffaffung hat vielleicht mehr für sich und ist auch in den Kreisen der Hochfinanz selbst anzutreffen, denn ein Berliner Bankdirektor erklärte einem Handelsredakteur, daß die Ausdehnung deS Geschäftsbetriebes der Großbanken noch lange nicht als abgeschlossen zu betrachten sei, da unausgesetzt und von allen Seiten des Reichs Gesuche von Banksirmei'. um Ankauf durch die Großbanken einliefen.DasFortschreiten derKonzentrations- bewegung hat also schon an sich neue Kapitalsvermehrungen der Institute im Gefolge. Diese Erscheinung ist bedenklich, denn sie zeigt sich in keinem anderen Lande und fuhrt zu einer Monopolisierung deS Bankgeschäft8 in Deutschland. —EiUues JnfanLcrie-.Exerzierreglement. Die Kommission zur Neubearbeitung und Vereinfachung beZ Jufanterie-Exerzierreglements ist mit der 2. Lesung des Entwurfes soweit gediehen, daß in nächster Zett dte neue Fassung dem Kaiser vorgeleat werden kann. Von besonderer Seite tvird uns mitgeteilt, daß dre Neugestaltung des, 1 .Teils des Reglements, der in der Hauptsache sich mit den reinen Formen des Infanterie-Exerzierens beschäftigt, vornehmlich durch den Generalleutnant v. Uslar erfolgt ist. Exzellenz v. Uslar, Kommand. der 34. Division in Metz, gilt als eine Autorität in Sachen des Drills. In den ganz allgemeinen Bestimmungen, welche der neue 2 .Teil über das Gefecht der Infanterie enthält, dürfte auch mit dem letzten Rest starrer Form gebrochen sem. Die Redaktion der zukünftigen Direktiven über diesen wichtigsten Teil der Ausbildung hat dem Vernehmen nach m erster Linie in der Hand der Generäle v. Bülow, v. Loewen- seld und v. Below gelegen. Exzellenz v. Bülow ist der kommandierende General des 3. (brandenb.) Armeekorps, v. Loewenfeld Generaladjutant des Kaisers und Kommand. der 1. Garde-Division, Generalmajor v. Below Oberquartiermeister im Generalstabe der Armee. Der Kommission gehören außerdem an: Der General b. Bock und Polach (14. Armeekorps) — als Präses: der Kommaiidant des Hauptquartiers des Kaisers, General v. Plessen: der General der Infanterie und Geiuraladju- tant v. Kessel (Garde-Korps); der General der Infanterie v Eichhorn (18. Armeekorps); die Obersten v. Gündell (Oberquartiermeister im Generalstabe der Armee), von Lindenau (Regiment 116 in Gießen) und von Deimling (der bekannte Südwestafrikaner, jetzt Abt.-Chef im Großen Generalstabe^: die Oberstleutnants Lauenstein und v. Förster, die als Militärattaches bei der russischen Mandschureiarmee waren, und Major v. Bronsart, der inili- tarische Begleiter des Prinzen Karl Anton von Hohenzollern in Japan. t . Die Sitzungen der Kommission werden un Gebäude des Kriegsministeriums in Berlüi abgehalteu. K O1"' > p NnsversZtäts-Nachrkehten 1 r . ■ ? n . Ltc$ ^.wen vvn W. an feine Herrschaft gerichteteit ^rtef beleidigt fühlte. Das' Schöffengericht Grünberg verurteilte 5" 25 Mk. Geldstrafe und ließ W. straffrei ausgehen. Infolge Berufung kam die Strafkammer auch zur Verurteilung dcS v' 3lL 2 9 ,-v? r f Geldstrafe, nachdem Bergleichsvorschläge ohne Bernckiichtigilng geblieben waren.___________________________ ’• Geländeverkauf der Akticnbrauerei. Zu be«n Verkauf der Grundstücke der Aktienbrauerei an die Stadt, bet in der letzten Stadtoerordnetensitziing zur Sprache kam, roird uns mitgeteilt, daß zwischen Herrn Bich le r und der städtischen Verwaltung eine Besprechung stattgefunden bat, die zu einem für beide Teile befriedigenden Ergebnis führte. Näheres wird, wie wir hören, in der nächsten Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt werden. •• Die neue Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Ein Nachtrag zum StaatZvoran- schlag sieht an Einnahmen aus diesem Lehrstuhl 200 Mark vor, sowie ferner in Ausgabe: Vergütung für einen Assistenzarzt 1200 Alk. jährlich, hier für 6 Monate 600 Mk., laufende Ausgaben 3500 Mk., einmalige Ausgaben 8820 Mk., davon hier die erste Nate 7000 Mk.'— 10 500 Mk. In dec Erläuterung heißt es: Gerade für das Studium der Haut- und Geschlechtskrankheiten ist die Lehre einer praktischen Durchführung der Therapie v o n b e j o n b e r c m Wert, es muß deshalb die Möglichkeit stationärer Behandlung von Kranken vorhanden sein. Ter Arzt darf sich nicht darauf beschränken, Ratschläge zu erteilen, Arz- neien zu verordnen und Operationen vorzunehmen, sondern er muß aud) häufig andere therapeutische Maßnahmen an dem Kranken selbst vornehmen oder doel) ihre richtige Ausführung genau über- machen. Zur Ausführung dieser Verrichtung ist die Heranziehung eines Assistenzarztes erforderlich. Für die Verabreichung von me'-- dizinischen Bädern, die Benutzung des Lichtapparats usw. soll in der Regel von den Kranken bezw. den Krankenkassen eine mäßige Gebühr erhoben werden. Ebenso soll die Beschaffung der verordneten Medikamente in der Regel auf Kosten des Kranken bezw. der Krankenkasse stattfinden. Rur solche dem normalen Vorratsbestand . der Poliklinik angehörende Medikamente, die dem Kranken sofort appliziert werden oder Arzneien, die nur versuchsweise angewendet werden, ebenso die bei Bädern erforderlichen Seifen und dergleichen sollen auf Kosten der Klinik aus der klinischen Apotheke selbst beschafft werden. Die einmaligen Ausgaben setzen sich aus folgenden Posten zusammen: a) Bauliche Veränderungen. Die Poliklinik soll vorläufig in den Souterrainräumen der medizinischen Klinik unter- :gebrad)t werden. Die Herrichtung der nötigen Warte-, Unter- suchungs», Operations-- und Behandlungsräume die Zuführung von Gas, Wasser und Elektrizität ist auf 2500 Mk. veranschlagt, d)' Ausstattung dieser Räume mit ganz einfachem Mobiliar (Tische, Stühle und dergleichen) = 450 Mk. c) Für die Beschaffung von 2 Badewannen, von Wäsche, Operationstisch, Instrumenten, Jnstrmnenlen' schränken, elektrischem Lichtapparat, Mikroskop u. a. — 4910 Mk. d) Für Lehrmittel (Bilderwerke :e.) — 960 Mk. "Promenadenkonzert findet bei günstiger Witterung /norgen, Sonntag vormittag 11 y2 Uhr, in der Südanlage mit folgendem Spielplan statt: 1. Ouvertüre „Stradclla" von Flotow, 2. Valse bleue von Margis, 3. Fantasie aus „Mignon" von Thomas, 4. „Der Coburger Josias", Armee- Marsch. lünift und Wissenschaft. - Wie ausTokio gemeldet wird, gibt die Marinevcrwalttnrg bekaimt, daß der Seeoffizier Kimura ein Verfa'hren zum Fe vir- sprechen ohne Drahtleitung erfunden hat. — Zum Proseffor wurde aus Anlaß seines 70. Geburtstages Dr. Franz Stolze ernannt, der Sohn des Begründers der Stolzeschen Stenographie. Von allen Seiten würden dem Jubila, Ehningen zuteil. V 4t i gesichert zu betrachten; es wird also mit 1. April 1907 unsere Stadt in den Besitz einer höheren Schule gelangen. Von welcher Bedeutung dies für die Stadt Alsfeld für die Zukunft sein wird, wird von anderem abgesehen durch daS nachstehende dargetan: Sicherem Vernehmen nach wird in Hessen die bereits für Preußen bestehende Gleichstellung der höheren Schulen mit dein 1. April 1907 cintretcn. Mit diesem Zeitpunkt werden die Abiturienten der Oberrcalschiilen auch zum Studium derNechtswisienschaft, des Forstfachs, des höheren Lehrfachs ohne Einschränkung zugelassen. Für die Studien der Medizin und Theologie haben die Abiturienten der Oberrealschule eine Nachprüfung zu absolvieren. ~ — Allen darf a. d. Lahn, 15. März. Vor einigen Tagen gerieten mehrere junge Burschen von hier nachts gegen 1 Uhr auf der Ortsstraße in Streitigkeiten, in dessen Verlauf ein Taglöhner einem Bahnarbeiter einen Fußtritt gegen den Unterleib versetzte, sodaß er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen nutzte. Anzeige gegen den Täter ist erhoben. Pfungstadt, 17. März. (Eigener Drahtbericht.) Hier wurde gestern abend der 2! Jahre alte, bisher unbestrafte Ta g lohner Adam Steinmetz verhaftet, der auch eingestand, die Witwe Rothschild ermordet zu haben. Der Mörder schnitt ihr den Hals mit einem feststehenden Messer ab und hängte sie dann auf. Die Tat kam dadurch zutage, daß Steinmetz die dec Witwe abgenoinmcne Damenuhr seiner Geliebten schenkte. Diese wurde durch die Zeitungen aufmerksam und erstattete Anzeige. Die Verhaftung des Burschen, der zuletzt als Milchbursche tätig war, erfolgte in einer Sitzung des Atlethenvereins. Mainz, 16. März. Gestern starb im Mer von 78 Jahren der pensionierte Gerichtsvollzieher PH. Moll, dec als äußerst humaner Beamter bekannt war. Vor einigen Tagen ging er mit einem Bekannten über die Holzstraße, ein Begleiter glitt aus und sttirzte, Herr Moll wollte ihm beispringen. Dabei glitt er aber selbst aus und zog sich eine schwere i n n e r l i chc Ve r te tz u n g zu, der er nunmehr erlegen ist. (M. Tgbl.) Frankfurt a. M., 16. März. Die Wirte und Hoteliers haben ihre Absicht, namentlich wegen der teuren Fleischpreise eine Erhöhung der Speisen preise eintreten zu lasten, jetzt verwirklicht. Die drei in Betracht, kommenden ft'or» porationen, Hotelbesitzerverein, Gastwirteverein (Innung) und Wirtevercin, hielten gestern im großen Saal des zoologischen Gartens eine stark besuchte Versammlung ab. Nach einem Referat von Hotelier Schweimler und einer ausgiebigen Diskussion beschloß man, für alle Speisen einen Aufschlag bis zu 25 Prozent cintceten zu lassen. * Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. In Ilbeshausen wurde Beig. O ch s mit 120 gegen 125 abgegebenen Stimmen wiedergewählt. — In D a l h e i m feierte die älteste Einwohnerin, Fran W o l tz Wtiv., ihren 90. Geburtstag. — In Schli tz ivird die Gründung einer gemeinnützigen Baugenossenschaft beabsichtigt. — In Langen brannten die Nebengebäude de§ „Darmstädter Hofs" vollständig ab. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. — In Wetzlar winde Beig. Gerhard Waldschmidt wiedergewählt.— In Neunkirchen i. O. wurde die 22jährige Gastwirtstochter : Sorge am Herde ohnmächtig und fiel mit entblößtem Oberkörper aus den glühenden Her d. Der ganze Rücken i und der Hinterkopf wurden förmlich g e r ö st e t. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 16. März. Das Schöffengericht Butzbach hat den Taglöhner H. B. von Bob enba u scn, der in verschiedenen Orten des Kreises Friede berg bettelnd betdosfen wurde, wegen Bettelns und Landstreicherei zu 4 Wvcken Haft verurteilt, nach bereit Verbüßung er dem Arbeits- Hause überwiesen werden sollte. Auf seine Berufung sah das Gericht von der lleberweisung ab, da es sich nur um einen Menschen mit verkrüppelten Händen handelt, dem es schwer fällt, Arbeit zu bekommen. In der vor acht Tagen verhandelten Sache des Primararztes Dr. >1'. in Warnsdorf gegen Ober st a. D. Sp. hier wegen Beleidigung entschied die Strafkammer dahin, daß unter teilweiser Stattgebung der Berufung Sp.'s die Strafe auf 80 .Ul a r k zu e r m ä ß f g en sei. Die Berufung des Dr. K. wurde mit der Maßgabe verworfen, daß die Bekanntmachung der Verurteilung statt innerhalb zwei Wochen innerhalb zwei Monaten zu erfolgen hat. Tas Gericht erwog, daß der Angeklagte bei der Abfassung des beleidigenden Artikels durch den vorausgegangenen verletzenden Artikel des Klägers Empfindlich gereizt war; es zog seinen vorzüglichen Ruf, fein ernstes, überzeugtes, uneigennütziges und öffentliches wissenschaftliches Streben und Wirken zu feinen Gunsten in Betracht, ebenso, daß er durch einen sachlichen Bericht die Streitpunkte zu beseitigen bemüht war, doch hätte seine Bildung, Erfahrung und soziale Stellung ihn vor Ueberschreitung erlaubter Kritik bewahren sollen. Aus den angeführten Gründen hielt es die von, dem Schöffengericht erkannte Strafe für zu hoch und ermäßigte sie auf etwa ein Drittel. . Ein junger Mann aus Dor selben, ber in Büdesheim mit einem Mädchen Bekanntschaft hatte, wurde auf dem Heimweg von einem Besuch von einigen Büdesheimer Burschen, denen das ein Dorn int Auge war, mißhandelt. Auf erfolgte Anzeige verurteilte das Schöffeirgericht Friedberg drei dieser Leute wegen Körperverletzung zu je 3 Wochen Gefängnis; der als Haupt- radelssührer bezeichnete Wagner F. K. aber erhielt 2 Monate. Unter Berufung auf Notwehr focht er das Urteil an und erstrebte sz-reisprechuna. Nach den Feststellungen in beiden Instanzen komite von Notwehr keine Rede sein, doch hielt das Gericht, an- genchts der geringen Verletzung, die Strafe für zu hoch und ermäßigte sie auf 1 Monat. Ter neunzehnjährige Schreiner W. I. K. vvn Herbstein benahm sich in einer dortigen Wirtschaft sehr ungebührlich. Als chm dies vom Wirt verwiesen wurde, zog er ohne ioeiteres fein Taichenmcsser und stach nach ihm. Beim Abwehren erhielt der Wirt einen Schnitt in die Hand, der einen steifen Finger herbei- führte. Tas Schöffengericht Herbstein verurteilte den Angeklagten wegen gefährlickwr Körperverletzung zu 3 Monaten Gefängnis. Er focht dieses Urteil an und bat um Herabsetzung der Strafe; dock das Gericht kam mit Rücksicht auf das unveranlaßte rohe Benehmen zur Erhöhung der Strafe auf 4 Monate, nachdem sich die Staatsanwaltschaft der Berufung angeschlossen hatte. ^,.ber Frühe des 6. Februar b. I. gewahrte ein Metzgor unb Wirt zu Bübingen, baß ihm nachts ein GeDibetrag von 500 Mk., etwa 50 Pfunb Wurst und 800 Zigarren abhanden gekommen waren. Auf telegraphische Bekanntgabe in der Umgegend wurden der Bäcker Heinrich K. aus Mainz und der Spengler A B. in Frankfurt als der Tat verdächtig in Haft genommen. 5t., ein vielfach bestrafter Mensch, der von Frankfurt ausgewiesen war, gab bei seiner Festnahme einen falschen Namen an, weshalb er sich neben dem Diebstahl auch wegen Bannbruchs und falscher Namensangabe zu verantworten hatte. Er wurde zu 5 Jahren Z u ch t b a u s und 4 Wochen Haft, welch letztere durch die UntersuckMngshast als verbüßt erachtet ist, verurteilt. Sein noch jüngerer Genosse B., der noch unbestraft ist, kam mit 2 Jahren Gefängnis! durch. Ter Müller H. W. IV. von Allendorf a. b. Lumba hat den Gutsverwalter Eh. Schur auf dem Hof Opvenborn wegen Beleidigung verklagt, well er ihm in einem Brief den Borwurf einer unredlichen Handlung gemacht hatte. Sch. erhob Gegenklage, da ,, . ~ . Wus Kopenhagen wirb berichtet, daß der dortige Unwer>itatsprofessor N en haus vom Beginn des Sommersemesters ab zum Dozenten ber bänischen Sprache und Literatur an der Berliner, Universität berufen ist. Dänische Blätter bringen diese Berufung mit dem Wunsche Kaiser Wilhelms in Verbindung, den dänisch redenden Studenten aus Schleswig Gelegenheit zu geben zum Studium dänischer Sprache und Literatur, und kommentieren die Nachrickst als einen neuen Beweis von der entgegenkommenden Gesinnung des deutschen Kaisers gegen Dänemark. _ , ~~ Der Vorsitzende des Provinzialausschusses ber Provinz Eochlesien, Wirkt. Geh. Rat Graf S t o s ch, mürbe anläßlich seines 70. Geburtstages von der juristischen Fakultät ber Breslauer Universität zmn Ehrendoktor ernannt. (ScricbbjaaL , FJ'Jc a rburg, 16. März. Der Käusmamt Aron Bachrach autz, Neustadt hatte Jn den Jahren 1901 und 1902 für seine betagte Mutter die Steuererklärung, und zwar jedesmal zu ntedrtg, abgegeben. Tie Strafkammer verurteilte ihn deshalb wegen Steuerhinterziehung zu 600 Mk. Geldstrafe. — Zwet Hinge Lchwcllmer sollten einen anderen Burschen so mißhandelt haben, daß dieser kurz darauf geisteskrank wurde und ein.halbE Jahr in der Marburger Landesheilanstalt zubringen mutzte. ,Ler ärztliche Sachverständige, bekundete jedoch in seinem Gutachten, daß die Geistesstörung ans eine schon länger bestehende krankhafte Storuno des Zentralnervenstistems des Burschen zurückzuführen sei, und so erzielten die Angeklagten Freisprechung. Aach e n ,14. März. Am 20. Januar weilte der am Krankenhaus als Anfftenzarzt tätige Dr. K. im Theater. Als er auf dem Heimwege ivar, trat ber Gemüsehändler Habets auf den Arzt zu unb befchuldegte ihn, einen Einbruch in seinem Hause verübt zu haben. Ter Arzt bestrllt dies- entrüstet und folgte dem Mann, um seine Unschuld barzutun, zu dessen nahe gelegenem Hause. Hier stieß der Händler den Arzt in beit Hauseingang hmetn, verschloß Die Tür und schlug auf den Arzt los, bis dreier b e w u tz t l v s a m B o d e nj l a g. Eine zweite auf der Treppe stehende Person hatte den Arzt vorher noch mit Totschlag bedroht. Der Händler holte hierauf einen Gendarmen herbei, und dieser führte den Arzt ab, ohne auf seine UuschuldÄeteuerungen zu Horen. elegrammes, das Zabel aus Rußland über eine angebliche Iirtcrrebiing mit bem Grafen Witte (bie in Wirklichkeit gar nicht tattgcfunbcir hat) eine Erklärung veröffentlichte, in ber Zcchel eure Beleidigung zu erblicken glaubte. Die Kla g e Z ab e lS ist letzt !k o st e n p fl i clit i g zurückgewiesen worden; in ber Begründung heißt es1 unter anderem: Denn nur bei einigermaßen charfcr Aufmerksamkeit hätte dem Privatkläger nicht " entgehen können, daß, ba er ja einzig unb allein zu dem Zwecke einer! perioilllcheu Unterredung mit bem Grafen Witte nach Petersburg gejaubt war - nicht zur Einsenbilng allgemeiner Stllnmungs- beirchte — bas Telegramm Vvm 29. September daheim den Eindruck erwecken konnte, wenn nicht mußte, baß es bas Resultat der bereits stattgehabten Unterrebung sei, .umsomehr, als bann def perwnttchen, sympathischen Einbruckes, den ber Graf machte, gebacht wird. " Unsere Regiments-Musik konzertiert am Sonntag nachmittag von 5 Uhr ab int neuen Saal bau. Das interessante Programm, bas außer prächtigen Orchestersachen noch mit Solls für Cello und Piston von Einj. Freiw. Hoboist Krauste unb Hoboist Gieß versehen ist, bringt als weitere Novität den zur silbernen Hochzeit kontponierten „Hohen- zollern-Festmarsch", eine stimmungsvolle markige Komposition von Max Raebel. . ** Ans bem Bureau des Stadttheaters Auf vielfachen Wunsch findet am morgigen Sonntag abend eine Wiederholung von Hauptmanns „Versunkener Glocke^ statt. Das Rautendelein spielt Frl. Donecker, den Glockengießer Heinrich Direktor Steingötter, den Pfarrer Herr Wittman, den Nickelmann Herr Reimer und den Waldschratt -Herr Herrscher. Am Sonntag Mittag 3% Uhr geht als Fremdenvorstellung eine letzte Aufführung von Otto Ernsts „Flachsmann als Erzieher" in Szene. — Nach den Vorbestellungen herrscht lebhaftes Interesse für beide Vorstellungen. ** Vier Huhne r wurden gestern vormittag gegen 8 Uhr in dem Garten Südanlage 8 von einem, wahrscheinlich von der Wieseck aus in den Garten cingedrungenen braunen Jagdhund totgebissen. Ter Besitzer der Hühner hat, wie er uns mitteilt, nicht vor, irgend welche Schritte gegen den Eigentümer des Hundes zu unternehmen, möchte ihn aber bitten, seinen Hund klmstig strenger einzuhalten, damit er nicht weiter solche Schädigungen am Eigentum Anderer, und insbesondere auch solche Betrübnisse von Hühnerbesitzern anrichten kann. •• Für die Erweiterung der Bade-Anlagen in Bad-Nauheim wird in einem Nachtrag zum Staatshaushalt die dritte Baurate von 1 582 87 0 Mk. verlangt. Es handelt sich hauptsächlich um Neu- und Umbauten des WestflügclS der Halle mit dem Saalbau auf der Kur- hausterraffe, den südlichen Teil der Badehäuser 9 unb 10, die Saline, die neuen Gewächshäuser, Vergrößerung des Konzertgartens und der Küchenanlagen, sowie Erwerbung des Germania-Brunnens in der Gemarkung Dorheim. "Das hiesige sozialdemokratische Wochenblatt vom vorigen SamStag ist, wie c§ in seiner neuesten Nummer mitteilt, wegen einer unter „Humoristisches^ abgedruckten Notiz mit ber Spitzmarke „Böser Druckfehler" be- schlaguahmt worden. — Laubach, 16. März. Der „Grünberger Anz." bringt in seiner Nr. 21 eine „Berichtigung" des Artikels „Bahnprojekt Gießen —Steinbach—Laubach" im ^Gieß. Anz." Dem gegenüber wiederholen wir eine schon früher gebrachte Notiz, daß Laubach, bezw. Wctterfeld ber Ausführung ber betreffenden Bahn nur dann zustimmen, wenn die Erbauung auf staatliche Kosten geschieht. Auf die Informationen des Abgeordneten Hirschel, „daß dies au§- geschloffen fei', sprachen sich bie Vertreter von Laubach — Wetterfeld dagegen auS. Ist einerseits schon anzuzweifeln, daß die Erklärung deS Abg. Hirschel mit der der Regierung identisch ist, so kann anderseits mit positiver Gewißheit behauptet werden, daß eS verfrüht wäre, jetzt schon von Stellungnahme seitens des Staates zu dem Projekte zu reden, so lange nicht einmal die Linienführung der Bahn feststeht, so lange man nicht weiß, welche Jntereffen in Berücksichtigung kommen. Erfahrungsgemäß wird man doch mit der Forderung eines Beitrages zu den Vorarbeiten erst dann an den Staat herantreten, ivenn die Vorfragen ihre Erledigung gesunden haben. Daß die hiesige Stadt, bezw. Wctterfeld, die ja ein geringeres Interesse als alle übrigen Orte an dem Bau der Bahn haben, sich abwartend verhalten, ist doch : "icht zu verwundern, will man sich doch von vornherein nicht , on BeitragZpflichtcu binden, zu bznen man ohnedies späterhin gezwungen iverben kann. Alsfeld, 16. März. Die Errichtung der Ober- ! realschule in Alsfeld ist nach der Alsf. Oberh. Ztg. als : Eiugsfandt. (Für Form unb Inhalt eiter unter me, : Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Rebakt'-m bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Herr Gastivirt Venber in Robheim a. b. Bieber soll nach einem, Berichte in Nummer 59 bes „Gieß. Anz." bie Behaupttmg ausgestellt haben, bie ft rt b 11 f d) c n Turnvereine würben ben La n b v e r e i n en vor gezogen, wie bte-3 bie Abstimmung bezüglich der diesjährigen Gauturnsahrt beweise. Wir nehmen an, daß diese Aeußeruug richtig steht und muffen cs daher als unsere Pflicht mischen, sie als imridjtig zu bezeichnen. Herr Bender ist seit Jahren Vertreter deS Turnvercnrs Rodheim a. d. B., er weiß als solcher, daß feine Behauptung unbegründet tft, wie dies schon die Gauturnsabrlen in den letzten Jahren dartun. Die Festorte waren 1899 Klcinlindcn, 1900 Grünberg, 1901 Schlitz, 1902 Lauter- bach, 1903 Lollar, 1904 Hungen, 1905 Niederwöllstadt. Hiernach bat also die Hälfte der Gauturnfahrten nach Landgemeinden ftatt- gefuildcii, obwohl unter den 7000 Mitgliedern des Gaues Hessen nur zirka 2700 Mitglieder ländlicher Vereine sich befindcir. Nach Rodheim a. d. B. ist eine Gauturnsahrt noch nicht gekommen, weil Herr Bender namens des Turnvereins ben Bewerbungen beS Männerturnvereins 9iobheiin um eine solche stets wibersorochen bat unb bei seiner Stellung gegen biesen Brnberverein ber Gau ein Fest in bas feinbliche Lager nicht legen konnte Erst vor einigen Monaten ist es ben Bemühungen des Gauausschusses gelungen, emc Annahenmg beider Vereine herbeizusühren, damit sie gemein- nm sich für dieses Jahr itm die Gantnrnsahrt bewerben konnten. Die Mehrheit des Gauturntages war aber der Ansicht, der Turnverein Rodheim a. d. B. möge erst bie Probe seiner Friebensliebe bestehen unb sich nächstes Jahr aufs neue bewerben. Wie man hiernach von einer Bevorzugung ber stäbtischen Turnvereine reben rann, ift unverstänblich I Die beulsdie Turnerschaft, zu welcher auch der Gan Heffen gehört, kennt feinen Unterschieb zwischen Stabt und ~anb. Wer bas Gegenteil behauptet, sud)t Souberiutereffen heroorx zurufcii! ____ Der 91 ii s s ch u n b c 5 Turngaues H e s s e n. IMctfafhm öcr Lie-aktion. (Attonhme Anfragen bleiben nnberückfichtigt). 2lbonnent in LangSdorf. Im fraglichen Falle ist bie Ein- reidning eines Gesuchs unter Anschluß eines GnmbrisseS bei bem Kveismnt erforderlich. Das Gescich ist dlirch die zustäiidige Bürgermeisterei vorziilegen. An den Einsender des SnbmifsionscrgebuiffcS. Anonyme Einsendrmgen finden feine Berücksichtigung. ftOD' 1t 11 ftiit in:' Scl hab die El bat Hai itiif N M ( /rag dock' W. günili ehre M bet iradit einem aktiv V-ck SCtli eitüfl’ 5 liläaz Final imbes 2ur^ Bilait itidlt ' S W- imgai 5 die o Din Ban 18. in» mit hat vor er Rai aitg ung dort mess t 1 Rai ftän N des S( echte verfd Dai oism Ma Sagcrr. bksond. ju verk unt.Or Gtroä- flt ttrfauf li{ 'Ni % w X mutt t tnc % 1 u Wn Daun gibt D mit, unb 1715] I Eit A. . ®iu lotvit! ^9c 01785]1 ♦ Kleine Tagesckrontk^ Im Don Gtmte (Lan- ftoDer) erkrankte die Familie eines Fabrikarbeiters nack btm Ge - nun von Kaffee an Ver giftung Ser 1 (bet n n ng en Zwei Binder st a r b e n — In Elberfeld stellte u* der BuchbtuLer- m.'iftcr Fii'cber aus Barmen der K^rimmalvolizer unter der Sclbstbczicktchu « g, im Ialfrc 1903 eine Frau erdrvssel 1 zu baben — In Hannover wurde der Postfckasmer Buther, der die o'n st morde au der achtjährigen Erna L>chaa re und der Els'e Kassel verübt hatte, hingcricktet. — Ein furcht« ’batcr Stur m verwüstete Grosch. weimarische Forfteu. Em Holzhauer wurde bei Eisenach in die Werra getrieben und ertrank. i-> Wolmhäufcr find abgedeckt worden. — Ter ,,&m. öta- mird aus Mvslowih gemeldet, daß dort m der Na^ des Pabnbofs sieben Schmuggler von einem r u s f i 1 ch e n Grenz- noücn abgesagt wurden. Bon den /Schmugglcrii wurde enter erschösse n und einer durch Bajonettstiche verwundet; fünf eni fun.'K. Börsen-Wochenbcricht von Barilch Strauß, Bankgeschäft. Eine Entscheidung in der alles beherrschenden M a r o k k o - frage konnte auch in dieser Woche nickt herbeigeführt werden: dock man ist jetzt wenigstens so weit, daß man von den nächsten Tagen die Regelung erwarten darf. Unter dem Einflüße oacier günstigen Auffassung herrschte während der Woche an der Borte eine reckt gehobene Stimmung, die auch in besseren Couricn zum Ausdruck gelangte. Man fängt an, die Chancen nach Beendigung der Konferenz zu diskutieren und ist der Meinung, daß das mächtige französische Kvvital, welches fick aus Aengstlickkeit Kit einem Jahre fast ganz vom Geschäfte zurückgezogen^hatte, wieder aktiv einqreisen würde, wovon man sich für die Stärkung des Marktes sehr viel versorickt. Speziell für die von Paris abhängigen Werte, wie Russe«, Türken u. a. werden dann bessere Zetten erwartet. . , . . Banken setzten ihre Aufwärtsbewegung weiter fort, da der glänzende Abschluß der deutscken Bank stimulierte und einzelne Finanzgeschäfte ihrer Erledigung harren. Montan- und tz ü t t e n w e r t e lagen zwar fetter, docv imbestimmt und ein regelrecht flottes Geschäft konnte Nicht zum Durckbruck kommen. . Sckiffahrtswcrte zogen auf die Norddeutfchc Llohv- Bilanz stark im Course an: ihren höchsten Stand konnten sie fedoch nicht behaupten. Rentenwerte leiden unter dem noch immer hohen Geldsatze: nur Japaner, Türke« und Spanier wurden höher um- ,gesetzt: auch beobachtet man einzeln den Umtausch von österreichischungarischen Werten in Russen. Amerikaner in fester Grundtendenz, wenn auch ohne die (V.'n-nhi'c El'-ißi.'Mt, Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Darmstädter Bank. Die Nachricht, daß das Bankhaus Wingeilrot, Serr u. Co. in Mannheim, Filiale der Darmstädter Bank werde, wird imn als verfrüht bezeichnet. _ Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 18. März 1906: Anfangs heiter, später im Lause des Nachmittags zunehinende Bewölkung, abends und nachts Regen. Sehr mild, nur nachts etwas kühler. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Original-Drahtmeldungen. sd. Darmstadt, 17. März. Der Raubmörder Steinmetz hatte nach seinem Geständnis seiner 15jährigen Geliebten bereits vor einiger Zeit eine Uhr versprochen, sodaß anzunehmen ist, daß er die Tat seit längerer Zeit geplant hat und v o r sä tzl t m e ri Raubmord vorliegt. Er sckli Mich, wie er bei Kiner Grjafrlung nngab, am Sonntag vormittag 5 Uhr in die Rvthfckildfche Wohnung und versteckte sick im .Holzstall. AlS die Frau um^9 stlhr dorthin kam, um Holz zu holen, erstach er sie mit fernem Taschenmesser. Er ging dann ins Haus, suchte nach (Wb und nahm 31t verkaufen Nationale Lüttich (Belgien) um- stäudeh. preisw.zu verk. Fast neu. Näheres tu der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. >1591 "ScEössHändcheB! echte Rehpinfcher (Männchen) zu verkaufen. Schottstr. 21. >1647 Basaenrad zu verlausen ! 016ia] Schisscnbergcr Weg 24, l. Massiv geb. Haus mit Laden u Lagere, f. Eiscnh , Installat. u. Bäcker befand, geeignet, in guter Lage gelegen, zu tierf. Schriftl. Meld. v. 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Der Verbrecher wurde von Kriminalsckutz- mann Daniel heute mittag in dasl Untersuchungsgefängnis cin- geliefert. Berlin, 17. März. In die dem nächsten Abgeordnetenhause zugehendeRebenbahnvorluge sind 50 Millionen für den Bau zweiter Geleise eingestellt. Berlin, 17. März. Die Aufführung des Schauspiels „Am Vorabend" von Kampfs die aut 16. März vor Mitgliedern der Freien Deutscken Volksbühne in Eharlottenburg stattfinden sollte, wurde durch einen Polizeileutnant verböte n. Als Ohmith wurde angeblich mitgeteilt, daß nach einer Entscheidung des- Öberlanhesgerichts die Ausführung , des voli- tischen Vereines Freie Deutsche Volksbühne als private Vereins- vvrstellt'.ng nickt betrachtet werden kann. Memel, 16. Mürz. Das Ho ch w a s s e r ist Mar g c - fallen, doch ist heute nacht starker Schneefall ein- getreteu, sodaß ein erneutes Steigen des Wassers nicht ausgeschlossen erscheint. Tie an den verschiedenen Punkten vorgenommenen Eissprengungen sind von einigem Erfolg begleitet gewesen. Tie Pioniere arbeiten unermüdlich mit größter Aufopferung. Mit fast sämtlichen Gemeinden ist jetzt durch Kähne eine Verbindung her gestellt. Tie Telegraphen- und Telephonleitungen sind zum großen Teil fortgerissen. Ter Vaterländische Frauenverein in Hcpde- krug hat eine Hilfsaktion eingeleitet und bittet um Zuwendungen von Geld und Lebensmitteln, um nach Möglichkeit der großen Not zu steuern. In Rußland vermehren starke Nachtfröste die Not in den von Hochwasser betroffenen Ortschaften, sodaß zu dem Mangel an Lebensmitteln auch noch die Kälte hinzutritt, gegen dte die Leute sich nicht zu schützen vermögen. Men befürchtet das Auftreten von Krankheiten. Herne, 17. März. Direktor Meyer von der Hibernia- Gesellschaft reiste mit dem Reviersteiger Wex nach Eour- rieres. Die Bergung der Leichen wird drei Wochen beanspruchen. Gegen die Leichenpest wurde die deutsche Kolonne mit Gummihandschuhen ausgerüstet. Metz, 16. März. Amtlich wird genteldet: Infolge anhaltenden Regen tu etter 9 sind auf der Strecke zwischen Seeourt-Solge und Lioueourt der Strecke Metz Chateau-Balines Dammrutsche eingetreten, svdaß der Verkehr durch Umfteigen nicht aufrecht erhalten werden kann. Reisende für die Strecke Chateau-Salines bis Lioueourt und umgekehrt werden über Bensdorf umgeleitet. „ r , r, Paris, 17. Marz. Einer gestern ab gehaltenen Konferenz zwischen Rado Witz tind Revoil in Algeciras wird hier dem „Journal" zufolge gorße Wichtigkeit beigelegt. Deutschland ist bereit, Konzessionen in der Polizeifrage zu machen, wenn Frankreich in der Bankfrage Konzessionen gewährt. Frankreich will sich mit 2 Bank- antcilen begnügen; durch das Zustandekommen dieser Kou- zessionsgcwährungeu würde ein endgiltiges Resultat der Konferenz sehr gefördert werden. Die Redaktionskommission tritt morgen zusammen. — In der Rue de Pemple brach heute nacht in einem großen fünfstöckigen Hause Feuer aus. Eine Frau verbrannte und 15 Personen wurden verletzt. Graz, 17. Marz. Der Prozeß der Erben des verstorbenen Gouverneurs v. Wißmann gegen eine österr. Unfallversicherungsgesellschaft wurde vor dem LandeZgericht durch einen Vergleich beendet. Die Gesellschaft zahlt in der Uebcrzeugung, daß Wißmann durch einen Jagd» Unfall umgekommen ist, 60000 Kronen. Bukarest, 17. März. In der Erkrankung des Königs Karol, bei der die Diagnose auf Verkalkung der Arterien lautet, ist eine Affektion deS Gehirns hinzu- getreten, sodaß der Zustand des Königs zu Besorgnisien Anlaß gibt. Warschau, 17. März. Die verhaftete Rosa Luxem» bürg wurde in der Zitadelle untergebracht, wo sie gut be* handelt wird. Tie HauSstichungen in der Familie, wo sie gewohnt hat, blieben fruchtlos. Dar eS Sa la am, 16. März. Hauptmann Wunderlich meldet Fortschritte in der Nntcrwerfnng deS Be- zirkeS Liyungo. Bis jetzt beträgt die Zahl der Unterworfenen 1200. Der Haupträdelöführer Kita lika wurde auf der Flucht erschossen. Zwei andere Anführer der Aufständischen wurden gefangen genommen. Dw Straße nach Kilosia ist 'ickcr. Telefonische Kursberichte Frankfurter fiörse. 17. März, 1.15 Ubr. III 3% Portugiesen 97.50 Prince-Henri-Eisenbahn . 134.2? 240.- Elektriz. Lfthmcyer . . Elektriz. Schnckert . . Eschweiler Ber Oberbesscn 4%°!n russ.Staatsanl. 1905 4y.° „ japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 des Giessener Anzeigers, niitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . . 4^% Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W ... 10065 100.75 95.30 106 20 69.35 70.15 92— 94.85 93 80 Hamburg- Amerik. Pakotf. 168.20 Harpener Bergwerk. . . 213.— Lanrahütte ...... 245.— Nordd. Lloyd . . . • • 130.75 Obeischlcs. Eisen-Industrie 127.80 Tendenz: fest. Berliner Börse, 17. März. Anfangskurse. Cauada E. B 174.60 Darmstädter Bank . . . 147.30 Deutsche Bank .... 244.50 Dortmunder Union C. . . 81.70 Dresdner Bank .... 164.70 Harpener Bergwerk . . . —.— Lanrahütte . . . , . 244.20 Lombarden E. B. ... 24.— Nordd. Lloyd 130.70 Türkenlose . ... 147.50 Tendenz: ruhig. — in richtiger Erkenntnis der Tatsache, daß die metften llrr T Seifen trotz gegenteiliger Anpreijung die Haut reizen — c§ angegeben hat, sein Gefickt mit Seife zu waschen, ... mache einen Versccch nut der in Wirkung und Preis einzig UPf dastehenden Nafalan-Toilettc-Seife (Retorten-Marke), das Stück 30 Psg., die selbst von der zartesten Haut vertragen wird, da sie niemals reizt und ungemein wohltcicnd wirkt. Nur eckt und rein mit Retorten Marke und Namenszug Dr. Adolph List, Packungen ohne diese weise man zurück! hv*7, Sonntag 4—9 Uhr 354 Nur Pe^kan-^lpotheke offen. Mansardenw. mit 6 Zimmern und Zubehör im Ganzen od. getrennt per 1. April zu vermieten. 1542s_________Ost-Anlage 9. Seltersweg 89 ist Wegzugs» halber die 2. 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