Die heutige Kummer umfaßt 13 Seiten. Hochzeitsfcicr im stillen überreicht haben. Wir mochten solche „Verdienste* nicht hoch anschlagcn, die noch verlieren, wenn sie nicht selbstlos und uneigennützig, sondern gerade in dein Wunsch geleistet wurden, dafür belohnt zu werden. Dieselbe Erwägung läßt sich an den Ankauf eines Grundbesitzes in Höhe von 2 Millionen Mark in unseren Ostmarken knüpfen, den angeblich Dr. v. Caro zugunsten des Deutschtums gegen das Polentum aus seinen Privatmitteln vorgcnommen haben soll, und der als Grund für die ihm zuteil gewordene Adelsverleihung angeführt wird. Im übrigen sind diese Einzelerscheinungen keineswegs etwas Außergewöhnliches. Schon längst hat cs geadelte Juden gegeben, so die Rothschild, Erlanger, Mendelssohn, Königswartcr, Bleichrödcr, Oppenheim und Cohn (Hofbankier Kaiser Wilhelms L). Selbst wenn also den Herren Friedländer und Caro die Herren Koppel, Jakob und Ra- thenau folgen sollten, würde die Welt nicht cinstürzen. DixseS vermehrte Eindringen der finanziellen und industriellen Elemente in den Kreis der Aristokratie, der übrigens auch durch die Geldheiraten der Aristokratie selbst längst seine Geschlossenheit eingebüßt hat, sollte die letztere darüber klar werden lassen, daß die moderne Zeit neue Werte prägt. Herr ö. Kardorff und der Fürst Henkel von Donnersmarck haben ja gezeigt, daß man auch mit dem blauesten Blute in Handel und Wandel, in Industrie und Bergbau die Ellenbogen gewinnreich rühren kann. Der englische Hochadel hält cs für die nachgeborenen Söhne der Lords und Marquis sclbit- verständlich, daß sie sich an Banken, Warenhäusern, Schiffsreedereien und dergleichen beteiligen, sofern sie Lust und Neigung dazu haben. Auch jetzt noch hat es trotz allem der alte Adel in der Hand, sich eine bevorzugte Stellung zu sichern, die ihm durch keine Friedländer und Caro streitig gemacht werden kann, wenn er sich durch die Tat zu der Opfcrfrcudigkcit für das Volk bekennt, wie sie Graf PosadowSky den oberen Zehntausend ans Herz gelegt bat. Wertester preußischer Adet. Der Nichterlaß einer Amnestie gelegentlich der Doppel- fcier im Kaiserhause hat von manchen Seilen eine scharfe Kritik erfahren. Nicht minder scharf wird aber auch über einige positive Gnadenbeweise geurteilt, welche Kaiser Wilhelm II. gelegentlich der Festtage erteilt hat. Vor allem sind es einige Adclsverleihungen, welche die lebhastesten Kommentare erfuhren. Der Geh. Kommerzienrat Fritz Friedländer, der Inhaber einer großen Kohlenfirma, ist bekanntlich unter dem Namen von Friedländer-Fuld geadelt worden und ebenso der Geheime Kommerzienrat Dr. Georg Caro, der in Breslau an der Spitze einer großen Eisenfinna steht. Man weiß auch zu melden, daß der Geh. Kommerzienrat Schwabach und einige andere Mitglieder der Hochfinanz Nachfolgen werden. Es ist auch bekannt, daß die Bedachten jüdischer Abstammung find. Welches sind die persönlichen Vorzüge und die politischen Verdienste um die Allgemeinheit, welche die neu geadelten Herren sich erworben haben? Von allgemein anerkannten Verdiensten weiß man in unserem Falle nicht viel. In der Oeffentlichkeit ist von dem Geh. Kommerzienrat ».Friedländer z. B. nur bekannt, daß er einer der reichsten Männer Berlins ist und ein Jahreseinkommen von 3 220000 Mark versteuert. Der Besitz ist aber nach einem Ausspruch des Grafen von Posadowsky zwar eine sehr große Annehmlichkeit, aber kein Verdienst. Es hätte diesem reichen Herrn wahrlich nicht an Gelegenheit gefehlt, sich in seinem Berufe und mit seinen großen materiellen Mitteln Verdienste um die Allgemeinheit zu erwerben. Er hätte seinen Einfluß nur anzmvendcn brauchen, um beispielsweise eine gerechte progressive Einkommensteuer im Reiche durchzusetzen. Er hätte auch mit Erfolg dem Schmiergelderunwesen zu steuern versuchen können, das besonders im Kohlengroßhandel seine volkswirtschaftlich unerfreulichen Wirkungen ausübt, also in dem Geschäft, das Herr v. Friedländer betreibt und das ein preußischer Handelsminister als ein, wenn auch notwendiges, Uebel bezeichnet hat, indem es sich unnütz verteuernd zwischen die Produktion der Kohlengruben und die großen Kohlenkonsumenten schiebt. Schmiergelder machen den Kohlcngroßhandel meist zu einem Er- rverbszweig, der einige wenige kolosial bereichert, der allgemeinen Volkswirtschaft aber mehr schadet als nutzt. Von solchen Verdiensten des Neugeadelten um die Allgemeinheit weiß man nichts. Er ist ein eifriger Sportsman, der für seine Liebhabereien große Summen auswenden kann. Da auch Kaiser Wilhelm den Sport sehr liebt, da ferner nur ein geringer Teil des alten Geburtsadels in der Lage ist, eine Pacht auf dem Meere oder ein Automobil auf dem Lande sein eigen zu nennen, so wurden durch diese beiden Sportszweige, denen der Kaiser sein besonderes Interesse zuwendet, die persönlichen Beziehungen des Monarchen zu der Geldaristokratie vermehrt und enger geknüpft, um so mehr als diese Herren mit dem großen Geldbeutel nicht kargen, wenn es gilt, neuen Anregungen von höchster Stelle nachzukommen. Ferner sollen — allerdings nur ein unverbürgtes, sogar schon bestrittenes Gerücht — diese Herren die Zchn- mi llionensp cnde zur Unterstützung der jüngeren Offiziere wenigstens zum großen Teil, dem Kaiser zu seiner silbernen lieber den Verbrauch an Strom teilt die österreichische „Zeitschrift für Elektrotechnik und Mechanik" mit, daß pro K>erze etwa 1 Watt verbraucht wird bei rund 1000 Brennstundcn. Bewahrheitet sich das, so sinken die Wien der Beleuchtungsstunde einer IGfersigen, Glühlampe auf 't Pfg., d. h. unter die der Petroleumlampe, ixte bei gleicher Helligkeit zirka 1 Pfg. kostet. — F ü r den Friedenspreis dar Rob elstiftnn gx ist, wie aus Cbristiania gemeldet wird, Prmident Roosevelt: in Vorschlag gebracht worden, in anbetracht feiner Verdienste um den Portsmouther Frieden. Vorgeschlagen haben ihn die Professoren Baldwin von der Universität Vale, Jadson von deck Universität Chicago und .Harburger in München. Außer Roosevelt sind amecikanischerseits das Mitglied des Bnndeskongresses Richard Barthvld , beginnt am Montag ra Leipzig /ein Gastspiel seines neu begründeten „Theaters der Gegenwart". — Frl. Riza B a j v r, vvm ÄLannheimer Hoftheater, bereit Gastspiele im Gießener Theaterverein als Mcdea und als Dera noch in guter Erinnerung sind, gastierte, wie uns mitgeteilt toird, am Stadttheater in Köln als Medea und als Hermione. Noch während der Aufführung des Wintermärchens engagierte sie Direktor Martersteig von der kommenden Spielzeit an. — Lohnbercchnungs-Tabellen. Im Verlage von D. Uhde, Buchdruckerei M Darmstadt, ist ein Werkchen, Lohn- bercchnungs-Tabellen, erschienen, das die Beachtung weiterer Kreise verdient. Tic Berechnungen sind in der Lohnabteilung der bekannten ^-irmn E. Merck in Darmstadt aufgestellt und völlig dem praktischen Bedürfnis angcvaßt. Das Werkchen ist außerdem zur Warenberechnung usw. usw. verwendbar und er- müglicht durch die übersichtige Einteilung ein schnelles Auffinden jeden gewünschten Resultats. Die Anschaffungskosten von 1,90 Mk. pro Exemplar, 10 Bogen stark, kommen kaum in Bettacht. tiger Unterstaatssekretär genannt worden ist. Es kann zweifelhaft sein, ob diese Aussicht auf einen nicht mehr fernen erneuten Wechsel in der Kolonialleituirg der Verständigung über das Reichskolo'.'.ialamt förderlich sein wird. Immerhin darf der Reicks/ tag dem Prinzen für seine Offenherzigkeit dankbar sein. An der Anerkennung dieser Auftichtigkcit fehlte es Nicht. Abg. i.opsch lFrs. Vvb rühmte die offenherzige und milde Art des Erbprinzen, die ihm das Verttaucn des Reichstages tx> werbe. Eine so uneingeschräulte Bekundung der Sympathie ist bisher noch feinem Kolonialchef zuteil geworden. In der sich stundenlang hinziehcnden Debatte — der Afrikafahrer Mg. »aoentflit n (nl.) bezeichnete sie als „Kvlonial- Palaver" — spielte wieder der unvermeidliche Fall PetersI eine Roste. Der Abg. Dr. Ar e n d t (Rpb gibt den Versuch nickst auf, seinen Freund Peters zur Wiedereinstellung in den Reichsdienst zu empfehlen, und mit derselben Zähigkeit bestrebt sich die Sozictt- demottatic, diese Absicht zu durchkreuzen. Sonst gab es hitzige Ausfinandersetzimgen zwischen kolonialpolitischen Gegnern von rechts und links — geradezu zornig zeigte sich Abg. Ledebour (Soz.) —, und zum Schluß einen Wortwechsel zwischen dem Abg. Dr. Bachem (Ztt.) und den Verttetern der Kvlonialverwaltung, wobei der etwas nervöse Bachem der letzteren den Borwurf der Hinterhältigkeit machte, weil ihm eine Auskunftserteilung verspätet erschien. Die Sache war, wie sich herauSstellte, soviel Aufhebens nicht wert, denn es lag ein entsckmldbares Versehen vor. Aber einen MißNang gab es doch zwischen dem Zentrum unb dem Erbprinzen zu Hohenlohe. * Deutscher Reichstag. 6 7. Sitzung v o m 16. Dt ä r z 1906. Ter feinste Nachtragsetat: 188700 Mark Beihilfen für Kriegsteilnehmer ivirb debattelos bewilligt. In der fortgesetzten Beratung des dritten Nachtragsetats fÜV die Schutzgebiete (Ostairika) spricht Abg. Schrader (steif. Vg.'» zu den Ausführungen deS Abg. Spahn- Es fei das Reckt des NcickMages, auch über eine solche Angelegenheit zu reden und berechtigte Beschwerden zu erörtern. Wir müssen ein selbständiges Kolonialamt mit einem Staatssekretär haben. Zn empieblen wäre, daß die Reiselustigen unter nn? sich öfter und auf längere Zeit nach den Kolonien begeben. Zu hoffen sei, daß sich nicht mehr viele Beamte finden werden, die in so großem Maße, wie es geschehen sei, RücksickstSlosigkeiteu in den Kolonien begehen. Es wäre dies auch die größte Dummheit, denn erst wenn es unseren Kolonien gut gehe, werden sie uns von größtem "Nutzen sein. Wir sollten in den Ländern, die wir jetzt beherrschen, die Kultur möglichst zu fördern suchen. Für Eisenbahnen werde jedenfalls gesorgt werden müssen. , Abg. Schwarze-Lippstadt «Ztrfi tritt, dafür em, daß nur christliche Beamten in den afrikanischen Kolonien verwendet werden. Die Einrichtung von Kolonialprofossnren sei notwendig^ Man müsse ferner Sanatorien errichten und den Alkohol m dem Kolonien möglichst verbieten. . Erbprinz zu Hohenlohe-Langenburg erklärt auf ente beiläufige Bemerkung des Vorredners, daß die Verwaltung entschieden auf dem Standpunkt stehe, daß die Einfuhr von Waffen unterdrückt werden müsse. Angesichts aber der Bestimmungen über den Waffenhandel in den benachbarten Kolonien und der großen Ausdehnung des Gebietes begegne die gänzliche Unterbrüching deS Wasfens chmu ggels großen Schwierigkeiten. Was die (trage der Auswahl der Beamten betreffe, so sei das vielgeschmähte Wort „Assessor" an sich nickst allein geeignet, jemand als für bett Kvlonialbienst untauglich erscheinen zu lassen. In den Debatten der letzten Zeit wurde die Zuversicht laut, daß es dem deutsches Fleiß 'und der deutschen Ausdauer gelingen wird, wieder ,Güter zu schaffen, die unserem Vaterlande hoffentlich künftig das wieder cinbringeit werden, was nn Gut und Blut in die Kolonien hineingesteckt wurde. Er ziehe daraus den Schluß, daß bei uns die Kvloniafiwlitik nicht etwa eine Parteifvage sei, sondern daß alle Parteien im Verein mit den Regierungen^ die Fwage vvm wirtschaftlichen Standpunkte betrachten, vom Standpunkts des Segews und des Richens, den wir aus den Kolonien ernten können. Die Kvlonialpolitik könne nur bann erfolgreich betrieben werden, wenn die Ration in der Mehrheit der Ueberzeugung! ist, daß cs sich um eine nationale Sache handelt. (Bravo rechts.)l sckeitert zu sein. Intendant Claar hält berran fest, daß der zu- künfttge Regisseur kein spielender, sondern ein mehr dramaturgisch tätiger Künstler sein soll, und der Aufsichtsrat hat sich entschloßen, eine Gage von 12 — 14 000 Mk. für den Regiekosten zu bewilligen. — Jin Alter von 70Jahren ist Anton_R oll, hier gestorben, vor einem Jahrzehnt eines der beliebtesten Mitglieder. — Die Reste bes ehemaligen Residenztheater-Ensembles, ungefähr zehn Künstler, führen unter bec Regie von Betty l'Arronge in der Gesellschaft für ästhetische Kultur Halbes „Jugend" auf Die Schauspieler haben bei der Regierung ui Wiesbaden den Antrag auf Freigabe der dort hinterlegten Kaution gestellt, damit sie zu ihrer Gage kommen. Die andere Hälfte des En- senrbles gastiert gegenwärtig in Aachen . — Zur Krebsforschung. Geheimrat Prof. Dr. Paul Ehrlich, der Direktor des Frankfurter Instituts für experimentelle Tlserapie, hielt in Berlin einen Vortrag über seine Krebs- forsckunaen. Von praktisch großer Bedeutung bürfteu Ehrlichs an Mäusen vvrgenommene Versuche einer aktiven Immunisierung gegen Karzinom werben. Bestimmte leichte Formen des Mau,e- ttebscs gehen bei der Uebcrtragung auf andere Mäuse nicht an, soudeu: das Impfmaterial geht im Organismus der gennpften Tiere zugrunde, ohne daß diese erkranken. Taber entstehen aber offenbar Aulikört>er (Schutzstoffe) gegen die Krebszelle, denn bic,c vorbehandelten Tiere sind nunmehr immun gegen die künstlich durch Züchtung gewonnenen bösartigsten Tumoren, die ^iere Ijaben eine aktive Immunität erworben, und zwar richtet sich diese sowohl gegen eigentliches Karnnom, wie Sarkom und partiell auch den 'Knorpelkrebs, das Chondrom. Professor Elwlich hob zwar iit seinem Bortrage immer wieder die Tatsache hervor, daß bis zur Uebertragung der Versuche von der Maus auf den Menschen noch ein weiter Weg ist, aber das P r in z i P d er Teilung sei gefunden. Er verglich das Erreichte mit der Bedeutung, roeldye die Eroberung der Außenwerke für fc:n endlichen Fall einer belagerten Festung besitzt. o — Elektrizität billiger rote Petroleum? Kaum ist vor Jahresfrist die neue Tantallampe als erste Metallsaden- glühlampc erschienen, die bei geringem Stromverbrauch fick' a^nc weiteres zum Einfchalten in die üblichen Netzspannungen von HO Volt eignet, so kommt jetzt schon wieder aus Ceifcrrtia- die Kunde, daß nach einem Verfahren von Dr. Hans Kuzel eine neue Metallfadenlamve hergestellt werden wird. Die hinsichtlich geringen Energieverbrauchs und Brenndauer alle anderen elektrischen Glühlampen überttenen ioll. Welche-, Metall zu den Fäden verwandt wvL, ist porläung noch Geheimni--. Aus dem Aeil6sfag. R. Berlin, 16. Mch^z. Es ist bezeichnend für die gegenwärtige Stellung der bürgerlichen Lücken zur K'o lon i al V o £i ii daß der Wortiührer der Freis. Vereinigung,, Abg. Schrader, heute den Wunich anssprack, die tropenreisefähigen Mitglied"r des Reichstags mochten sich so häufig wie möglich kolonialen Wind i'.m die Rase wehen lassen, d. h. in die Schutzgebiete reisen und sich durch Augenschein überzeugen, ob die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen Bahnen nach Wunsch gefördert werde. Vielleicht bekehrt sich auch noch die Sozialdemokratie zu solchen Studienreisen. Von der Rede des Abg. Schw arze-Lippsta!dt y.Btr.', aus der das unverfälschte sauerländifche Jidiom herausklang, war wenig mehr zu verstehen, als seine erhobenen Tones zum Ausdruck gebrachte Befürwortung des kolonialen ^Eisenbahnbaues, besonders in Ostafrika, das ihm die Perle des Schutzgebietes zu sein scheint. Den Erbprinzen zu Hohenlohe berührten solche Worte natürlich angenehmer, als die Bemängelungen des Abg. Erzbcrger, und er säumte nicht, diesem im Lager Dr. Spahns stehenden Zenttumsmann verbindliche Worte zu sagen und die Grtocrtnng auszusprechen, daß zwischen ihm, dem Erbprinzen, und der Volksvertretung ein gedeihliches Zusammenarbeiten möglich feilt werde, sofern cs ihm vergönnt sei, einige Jahre etwa die Kolonialvenvaltung zu leiten. Auf ein längeres Verwetten in dem erstrebten Staatssekretariat für die Kvlonien scheint inh danach der Erbprinz zu Hohenlohe nicht emifichten zu wollen. Er betrachtet sich vielmehr als Platzhalter für einen kommenden Mann, vielleicht für Dr. Paasche, der ja wiederholt alSzucunf- Aleines Feuilleton. — Der Kaiser und die Kunst. Wie früher gemeldet ward, will der Kaiser auf der Schloßterrassc zu Berlin fünf Denkmäler von Oraniern aufftellen lassen. -^onutaA empfing er die Künstler, Professor Schott, Bildhauer Wolff, Brütt, Haverkamv und den Düsseldorfer Bonke. Der Monarcy überzeugte sich, daß die von ihm bei früheren Besichtigungen gewünschten Aenderungen geniacht waren, sprach weitere Wünsche bezüglich kleiner Aendcrunaen aus und empfahl dann den Herren, ihre Arbeiten so zu fördern, da>; er bald nach Ostern die Modelle wieder besichtigen könne. Nachdem der K'aner dann noch mit Geheimrat v. Ihne über die Aufstellung gesprochen, wie sie auf den Ballustraden am besten zu bewerkstelligen ,-i, hielt er ■ einen etwa anderthalb st undigen Vortrag über Entstehung Entwicklung und Verfall der Ritterrüstung. Tie möglichst historische Wiedergabe der Tracht der Cramer, die er von den Künstlern erwartet, batte ihn zu diesem Studium veranlaßt. Dem Kaiser erschien für dreie Frage jene Zeit auch darum so mtereffant, weil man an der Tracht der Oranier am besten das Zurückweichen der'Rustung von der gewöhnlichen Bekleidung verwlgen rönne, ^.enn die Beine stecken bereits in hohen Lederstieseln, und nur den Oberkörper bedeckt noch ein eisernes Gewand. Ter Monarch erzählte auch, daß er sich eine solche Rüstung habe anlegen lassen, um zu erproben, wie die Männer darin gegangen ictcn. ^abei habe er die Erfahrung qernacht,daß es ein Irrtum fei, anzunehmen, die Menschen seien früher stärker als heute gewesen. Das Gegenteil war vielmehr der Fall. Für Arme, Deine und Brust habe man Panzerungen geschaffen, die einem Manne von heute jebe Bewegung stark beengen unb beeinträchtigen würben. Frankfurt, 16. März. Die ausgezeichnete Künstlerin Fran von Kraus-Osbvrne, früheres Mitglied der Leipziger Oper, hat mit ungewöhnlichem Erfolg in der Frankfurter Oper die „Carmen" m einer Wohltätigketts^ussührung.zu gunftcit des Orchester Pensionsfonds gesungen. -Vie kunstlerisrse Auffassung, sowie die gesangliche und darftellcriiche Eycttatteri iierung iljrcr Cann en rechtfertigte den enthusiastischen Beifall, der dem Gast zuteil wurde. — Die Verhandlungen wegen des Regiiscurs für das Sch anspielhaus schwebcu immer noch. Inzwischen hat fidi Regisseur Quinte um das lpcaunheimer Theater beworben. Die Verhaiidlui'.gen mit Brand m Wien smd an der Kontrakternouerung Brands gescheitert, aua? das Engagement Heines in Hamburg scheint an Heines Bringungen ge- 65 Erstes Blatt 156. Jahrgang Samstag 17. März 1966 . 4« via BczugSpretSr Erscheint tSgttch ® ö monatlick7LPs.,metteb. WH ÄtAfitAttAit Hit IM A AI* WK (Dl v nC H vi vUnvlQvi ßW btuderet. St Sange. «VsF HauLwarlS W Pkg. Redaktion, Erved^tioa WÖVllVl* *<36 1 VllüVl- Verantwortlich kur unb Druckerei: ° den poltt. unb allgem. MM Amts- md Anzeigeblatt für den Mreis Gießen MW Anzeiger Gieße». V \ ___ fteigentexl: ged, 11 || i. V; ■ .r i'SA ,j- ! SH , f -V : r "hi'< *■ ;-i 0 X @ 8 6 mitten in herrlicher Gebir£swa!dun£ Altbewährtes Soolbäd. .14 o s m o 8" Saoggas- Anlagen Unerreicht in Bauart, Preis, Stabilität! Fordern Sie Offerte! Dr. Bachem (Zentr.) versteht nicht, warum diese Antwort aicht.schon früher gegeben wurde. Durch solche Hinterhältigkeit werde das Vertrauen des Reichstages zur Verwaltung untergraben. Erbprinz Hohenlohe möchte sich dagegen verwahren, als ob eine Hinterhältigkeit vorlicgc, wenn jene Frage nicht in der Kommission beantwortet wurde. Er betont dann, daß c§ ein durchaus unbefriedigender Zustand sei, wenn für die Sicherheit der Station nicht genügend gesorgt wird. Abg. Grob e r (Zentr.) ist zufrieden, wenn die heutige Debatte den Erfolg hat, daß über die Verwendung der Gelder in der Kolonie eine ordentliche Kontrolle geübt werde. Geheimrat S eitz: Eine Kontrolle der Verwendung der Gelder erfolge selbstverständlich, aber wir können nicht hier in jedem Augenblick sagen, diese oder jene Summe ist so oder so verivendet worden. Damit schließt diese Debatte. Der N a ch t r a g s e t a t wird mit den van der Kommission vorgeschlagenen A b str i eh e n g e- n. c hm i g t und zwei von der Kommission vorgeschlagene Resolutionen angenommen. Dieselben gehen dahin, daß die nach unseren Kolonien verkehrenden deutschen Passagierschiß'e Aerzte nritführen sollen, die in Tropenkrankheiten und Schiffshygiene praktisch vorgebildet seien, und so ausgerüstete Schiffe sollen entsprechende Vorteile haben bei der gesundheitspolizeilichen Abfertigung in den deutschen Haien. Debattelos wird der Nachtragsetat für Südwest- nfrika in zweiter Lesung erledigt. Morgen Kolonial- etat mit der Vorlage wegen der Garantie für die Bahn von Duata nach den Maneuglfla-Bergen in zweiter Lesung. Entfernung zwischen beiden nur etwa 200 Schritte betrug. Die zertrümmerten Wagen gerieten durch Gasexplosion in Brand. Gerüchtweise heißt es, dem einen Zugführer sei der Befehl gesandt worden, zu halten und den anderen Zug vorbcifahrcn zu lassen, er sei ihm aber nicht rechtzeitig zu- gegangen. Eine andere Meldung besagt, daß das Bahnunglück, bei dem 40 Personen getötet und 34 schwer verletzt wurden, durch einen Telegraphisten verursacht wurde, der ein- geschlafen war. * Hochwasserunglück. Dem „Memeler Dampfboot" zufolge wurde infolge der Ende voriger Woche eingetretenen Eisverstopfung des Memelstromes der ostpr. Kreis ..Kyffhäuserhütte, Artern“ 327. General-Vertreter: A. Collin, Frankfurt a. M., Kaiserstrasse ►•0, I- Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Märkte. Abg. Ko Pick Frs. Dp.) polemifirrt gegen die kolonialschwär- tnerisäien Ausführungen des 9(bg. Arendt. Füv die Kolonien seien bisher exklusive des vorliegenden Rachtragsetats 522 Millionen Mark verausgabt ivvrden. Das bedeute einen Zinsaufwand von 85 Millionen Mark jährlich. Demgegenüber haben ivir bei uns swch viele KulNiranfgaben zn lösen, wie Schulen, ^ankenhäuser ilsw. Ucber der Sorge für die schwarzen Brüder sollte man bric .eigenen Brüder nicht vergessen. Den Maßnahmen des neuen Chefs der Kolonialverwaltung sehe er mit Zutrauen entgegen. ^Beifall linkst Abg. Dr. Arendt (Reichsp.i ist angenehnt davdn berührt, daß Kopsch dem Erbprinzen zu >v>ol)enlvl)e Vertrauen aus-gesprochen hat. Die Politik des Abg. Kvpsch den Llvlonien gegenüber würde reckt hrstspielig sein. Denrt macke man die Kolonien nicht lebensfähiger, so bleiben sie dauernd eine finanzielle Last für das! 'Reich. Redner polemisiert diuin gegen die dlusführungen des Abg. Kvpsck, mlmentlich in der Eisenbahnfrage, und kommt hierauf mochmals auf den Fall Peters zurück. Von der ganzen Mäubergeschichte, die Bebel seinerzeit vorgebracht habe, fei nicht ein Wort wahr. Abg. H a g e m a n n (na!L) empfiehlt den Sozialdemokraten, ifuf) einmal durch den Augenschein von den Fortschritten der Baum- rvollknltur und von dem Vorhandensein von Eisenerzen in Togo zu überzeugen. Auch Ostafrika sei durchaus ansiedelungsfähig. Freilich muffe man als Vorbedingung Wege und Eisenbahnen schaffen. Abg. Ledebour (Soz.) führt aus: Das Vorgehen Arendts -laufe darauf hinaus, das- Urteil gegen Peters zu diskreditieren. Die Kolonialverwaltung habe Ursache, einmal gründlich Antwort (zu geben. Bebel habe seine Pflicht getan, die Anklage, die damals .gegen Peters erhoben wurde, hier in die Oeffentlichkeit zu bringen ^Unterbrechungen durch Kardorff und Arendt. Glocke des Präsidenten). Die Sache sei vor Gericht gekommen und durch Urteil ,erledigt worden. Redner polemisiert dann ausführlich gegen Spahn in der Angelegenheit der Erörterung der Verhältnisse der Beainten vor dem Reichstage. Abg. Dr. Bachem Lßcntr.) fragt an, weshalb man aui einigen Stationen in Ostafrika die Dächer mit Stroh oder Gras und nicht mit Wellblech gedeckt habe. Dadurch war es möglich, daß die Stationen durch brennende Pfeile in Brand gesteckt wurden. Geh. Rat Seitz verweist auf die Einstellung des Betrages oon 25 000 Mk. in den Etat zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit der Stationen. Auch in Kamerun seien 50 000 Mk. dafür eingestellt worden Das Bestreben sei seit Jahren, die Bauten massiv auszusühren. Aus -em Buchhandel. ,ImKampsumgesundeAervenfi Ern Wegweiser zum Verständnis und zur Heilung nervöser Zustände. 2. Auslage. Verlag v. O. Salle, Berlin. Ein Buch von packendem Inhalt, das aus dumpfer Kranken- stubenatmosphnre hinausreißt in reinere Luit! — Mit feinem Verständnis für das Seelenleben des Nervösen zeigt der als Vsycho- Therapent bekannte Verfaffer, wie man die Nervosität unserer Zeit an der Wurzel packen und aus dem unverstandenen Nervenkranken eine kraftvolle, in sich gefestigte Persönlichkeit herausbilden kann. Preis 2 Mark, Porto 20 Pfg. Zu beziehen durch die Verwaltung des Lanat. Schloß Tegel-L. b. Berlin. Der EnagerkiiasUer Sacco hat jetzt in Henglers Zirkus in London ein 45tägige§ absolutes Fasten beendet und damit einen Weltrekord geschaffen. Nur Wassertrinkcn war ihm .gestattet. An Gewicht verlor er während dieser Zeit 55 Pfnnd. Seine erstmalige Nahrung nach Verlassen des Glaskastens bestand aus einer Tasse Kakao und einem Gläschen Dr. Hammels Haematogen. Den zahlreichen Besuchern, Aerzten und Laien erklärte er, daß nach seinen bisherigen Erfahrungen (die Fastenzeit des Jahres 1905 betrug 244 Tage) er sicher erwarte, durch geeignete Diät verbunden nut dem Gebrauche von Dr. Hommels Haematogen schon nach wenigen Wochen so erstarkt zu sein nm gegen Mitte April ein neues Fasten beginnen zu können. Rettungsarbeiten sind augenblicklich eingestellt, um einige bestimmte Arbeiten ausführen zu können. In dem heute stattgehabten Ministerrate machte Ministerpräsident Sarrien Mitteilungen über den Stand der gerichtlichen Untersuchung, die eingeleitet worden ist, um festzustellen, wen die Verantwortung für die Katastrophe in Courriöres trifft. Ter Minister des Innern Clömeneeau teilt mit, daß die Direktoren der Bergwerksgesellschaften einem Vorschläge, morgen nachmittag im Ministerium der öffentlichen Arbeiten zu einer Beratung mit den Delegierten der Bergarbeiter zusammenzutreten, zu- stinimten, und daß zwar von den Bergarbeitern eine Antwort auf diesen Vorschlag noch nicht eingegangen sei, diese aber sicher bejahend lauten werde. Clömeneeau erteilte i . r <- x. . r den Prös-Nen des D-Partcmcnts Nord und Pas bc Calais Wetri1? 9r°Bcn $o$roafietimg(ud Ijenngefu^t. die Weisung, bei der Streikbelvegung reguläre Truppen I ^;,nc 9r0'?c Anzahl ~oifer des 16. MoorkolomfationsgebieteZ nicht heranzuziehen, vielmehr die Aufrechterhaltung der befindet sich in großer Not. Die Bewohner mußten viel- Ordnung durch die Gendarmerie des Gebietes zu sichern, fach auf die Häuserböden flüchten. Sämtliche Vorräte die durch die in nächster Nähe stationierten Gendarmerie- sind verloren und die Häuser unbewohnbar. Fünfzig brigaden zu verstärken sei. Die Gendarmerie soll in den Pioniere mit zwei Pontons sind zn den Rettungsarbeiten und Zechengebättden verborgen gehalten werden. Weiter hat zur Eissprengung nach Heydekrug kommandiert worden. Auf der Munster versprochen persönlich in dis St^ikgebiet zu ber Kurischcn Nehrung sind die Ortschaften Nidden, Preit kommen, um die Arbeiter zu beruhigen, falls dies bon q-?A%.wnrP a r « » r «s u Nutzen sein mürbe. Die Grubenbirektion scheint entschlossen P°>wel^und Scywarzort durey Hochwasi-r stark bedroht, zu sein, Lohnaufbesserungen zu bewilligen. Die einzige t , \n r. 0011 ^^^uberg wtrd Schwierigkeit liegt in der Forderung der Arbeiter, daß die I oon dem Augenblick ab, da sie dte Gemahlin des Königs Witwen und Waisen die ihnen eingeräumten Wvhnungen Alfons XEEL von Spanien geworden ist, eine Jahres- behalten dürfen, da in diesem Falle für die neu ankom- renie von 450000 Pesetas genießen, in deutschem Gelde wenden Berleute und deren Familien keine Wohnungen etwa 360 000 Mark. Die Summe wird vom Tage ihrer zur Verfügung stehen. Vermählung an fällig und ihr solange zustehen, wie König letzte Nacht verlief sehr erregt im Kohlen- Alfons am Leben ist — ' ------- decken von Pas-de-Calais. W* ? r c 1 Gießen, 17.März. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkte fofteten: Butter pr. Pld. 1.00—1.05 Mk., Hühnereier 1 St. 7—8 Pfg., 2 Stek. 00—00 Pfg., Gänfeeier 00—00 Pfg., Enteneier 0—0 Pfg^ Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80—1,00 Alk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr..Pid. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfd. 74—82 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Psg^ Schweinefleisch pr. Pfund 86—90 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psund 94 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—80 Pfg., Hammelfleisch pr. Psund 60—80 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5,50—6,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Llepiel per Pfund 18 bis 30 Pfg., in Körben 00 Pfg., Nüsse 100 Stück 30-40 Pfg., Birnen per Pfd. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut per Stück 10—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzeit 8—2 Uhr. Wegen umher, um die Arbeiter anzuhalten. Heute m or geu I n nn nnn‘VnV' » rr e , - - war die Stillegung der Zechen in Dourges, Droeourt, Car- ^00000 Mk. Aber si. DE.rtlcrl; ^cfe§ Einkommen bis auf bin und Ostricourt vollständig durchgeführt. Die Zahl der I ^cn e3‘cn vfcnnig, wenn sie sich wtederverhetratet. So haben jetzt im Aus st an de befindlichen Arbeiter be- die spanischen CorteS beschlossen. Augenblicklich befindet sich trägt 25000. die Prinzessin Ena mit ihrer Mutter in London, sie wird ~"... —" .... Für den Fall, daß sie ihn überlebt, M-n auf den „hält sie ein Wittum von S500W Pesetas, also ungefähr Mörder-Kultus. In Berlin und auch in Stettin gehören, wovon uns die dortige Lokalpresse, die uns in ihren markentestcn Erzeugnissen heute vorliegt, berichtet, Mörder und andere schwere .Verbrecher zu den „sensationellen" und „interessanten" Personen. Von dem Raubmörder Hennig, der nach langem, Suchen, bei dem die Berliner Kriminalpolizei keinen Ruhm erntete, endlich in Stettin ergriffen wurde, ist jetzt in den Lokal-Zeitungen der beiden Großstädte mehr die Rede, als jemals von einem großen Staatsmann oder von irgend einem anderen Menschen von geschichtlicher Bedeutung! Es fehlt nur noch nach amerikanischem Muster eine regelrechte Unterredung mit dem Mörder über seine „Eindrücke" von der Flucht vor dem Arm der Gerechtigkeit und über die von ihm angewandten Mittel, sich unsichtbar zu machen. Derartige Interviews prangen in dckv amerikanischen Presse mit einem halben Dutzend fetter Ueberschriften, z. B. „Was der Mörder zu sagen hat, und was die Reporter sagten", „Unglaubliche Verwegenheit, „Die Polizei war klüger" usw. Vielleicht erllimmt die Berichterstattung auch noch diese, bisher unerreichte Höhe. Es bedarf nur noch einer kleinen Anstrengung dazu. Denn von dem Augenblick an, da Hennig in Stettin verhaftet wurde, bis zur Ueberführung des Mörders nod), Potsdam ist das Berliner und Stettiner Publikum sozusagen Stunde für Stunde von dem Tun dieses Unholds in Kenntnis gesetzt worden, von seinem Aussehen, seinem Gesundheitszustand, seinen Bemerkungen, seinen Ge- sständnissen wnd Ableugnungen und — um ja nichts zu versäumen — von den Speisen und Getränken, die er zu sich genommen. Die „Kreuzztg." macht auf die ernste Seite eines derartigen förmlichen Kultus mit der Person des Mörders aufmerksam. Welcher verbrecherisch veranlagte Mensch, so führt das konservative Blatt aus, sollte nicht dazu verführt werden, ähnliche Untaten zu begehen, wie Hennig, wenn er sieht, wie er in den Zeitungen geradezu verherrlicht wird. Das ist in der Tat die sehr ernste Seite einer ausschweifend sensationellen Berichterstattung. Hennig selber ist sich seiner „Bedeutung" als Mann des Tages offenkundig bewußt. Er hat, wie die gekennzeichneten Blätter selber melden, ziemlich vollständig alles gelesen, was seit Wochen über die „Affäre" geschrieben wurde, er war bei feiner Verhaftung sogar im Besitz der Hennig- Postkarte n, die von Straßenhändlern Berlins seit per „Flucht über die Dächer" ausgebrüllt werden und glänzenden Absatz finden. Von diesen mit breitester Behaglichkeit geschilderten Fällen lernt natürlich der Verbrecher-Nachwuchs oder er fühlt sich zu ähnlichen Schreckenstaten angeregt, um in den Mittelpunkt deS Interesses zu gelangen. Die deutsche Presse sollte sich zu gut dafür halten, Sensationsgier zu befriedigen. Es gibt Wertvolles und Wichtiges übergenug, wovon die Zeitung zur Oeffentlichkeit sprechen kann. Das Unglück in Courriörcs uub seine Folgend . Paris, 16. März. Die Ingenieurkommission in Eourriöres kündigte an, daß die Abdämmungsarbeiten demnächst beendet sein werden. Die letzten in dein Stollen „3t. Barbe" gefundenen Zeichen, 13, sind ans Tageslicht befördert worden. Die ----—----—— . ------jedoch von dort schon an einem dieser Tage nach Osborne Sitzung des Prolnuzlal-Aus^chusses der Provinz auf der Insel Wight übersiedeln, wo sie ihr königlicher 23er» Ober-Hessen. lobter incognito während des Frühling besuchen will. s,™ m x tx -v x 1 r < n14" ?ar^' * D o m französischen Ministerium. Der Pariser In der Angelegenheit des Schulhausneubaues r«___« zu Massenheim hatte vor dem Provinzialausschuß am L® v.° ö 9 p a. cinc. [ n$c ^ni!£F. .^e§ ncuen 21. Juni 1905 die erste Verhandlung stattgefunden. Der Mimsterurns. Dank der Zusammenstellung der Mmisternamen Sachverhalt war für,5: Die Gemeinde Maftenheim ist im bekam das Orakel jlnedurerapas“ heraus. Das gelang ihm Besitz eines Schulhauses, das den gesetzlichen Anforderungen aus die folgende Weise: in feiner Weise genügt. Auch die dazu gehörige Lehrer- Sarrien Wohnung entspricht nicht den bestehenden Vorschriften. Tas Cljemencean Großh. Kreisamt Friedberg sann deshalb der Gemeinde den Neubau eines Schulhauses nebst .Lehrerwohnung an. 1A Der Gemeinderat jedoch hielt das alte ^chulhaus für ge- BarthoU ° nügend und weigerte sich, einen entsprechenden Betrag für BouRgeois einen Neubau in den Voranschlag einzustellen. Trotz Etienne wiederholter Verhandlungen beharrte er auch auf seinem Rnan ablehnenden Standpunkt. Der Kreisausschuß des Kreises I B6r-Ard Friedberg beschloß daher in seiner Sitzung vom 22. Febr. Poincar6 1905 nach vorgängiger Augeuscheineinnahme, daß die Gc- vnj^.räin-Beanwets meinde Massenheim zur Erbauung eines neuen Schulhauses * Thomson, mit Lehrerwohnung verpflichtet fei. Ter Anwalt der Gemeinde legte gegen dieses Urteil Berufung an den Provinzialausschuß. Nachdem dieser ebenfalls durch eine Kommission sich an -Ort und Stelle von den Mißständen in dem eitherigen Schulhaus überzeugt hatte, verwarf er heute den eingelegten Rekurs kostenfällig . Die Klage des Ortsarmen Verbandes Rödgen, Kreis Friedberg, gegen den Ortsarmen verband Wisselsheim wegen Unterstützung der Wilhelm Stötzer Ehefrau von Rödgen hatte den Provinzialausschuß schon in seiner vorigen Sitzung beschäftigt. Tie Sache mußte jedoch^ damals vertagt werden. Ter'Klage liegt folgender Tatbestand zu Grunde: Wilhelm Stötzer war bedienstet auf einem Hofe zu Wisselsheim, als er im Jahre 1901 sich verheiratete. Seine Ehefrau blieb auch nach der Heirat bei ihrem Vater in Schwalheim wohnen, dem sie auch schon vorher den Haushalt geführt hatte, da er Witwer ist. Ihr Mann arbeitete weiter auf dem Hofe und kam nur ab und zu einmal zu Besuch nach Schwalheim. Als die Familie dann später nach Rödgen verzog, erkrankte die Frau und mußte ärztlich behandelt werden. Ter Ortsarmenverband Rödgen legte die hierdurch entstandenen Kosten zwar vor, verlangte aber Rückersatz derselben von dem Orts- amnenverband Wisselsheim, da Stötzer nach seiner Ansicht dort noch den Unterstützungswohnsitz besaß. Wisselsheim verweigerte die Zahlung, was Anlaß zu der nunmehrigen Klage gab. Durch Vernehmung einer Anzahl von Zeugen gelangte der Provinzialausschuß zu der Ansicht, daß als Mittelpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit Stötzers Wisselsheim zu betrachten fei und verurteilte daher der Klage entfprechend diesen Armenverband zum Ersatz der entstandenen Kosten. Zuletzt wurde über die Klage des Orts armen Verbandes Frankfurt a. M. gegen die Ortskrankenkasse Nieder-Wöllstadt wegen Unterstützung des Adam Jakob Ludwig Kitz von Frankftrrt a. M. verhandelt. Wie in den beiden vorhergegangenen Fällen, so hat auch in dieser Angelegercheit bereits eine Sitzung des Provm- zialausschusses stattgefunden. Kitz, der iu dem Heiliggeist- Hospital verpflegt werden mußte, will in der Zeit vor seiner Erkrankung von dem Milchhäudler Georg Dewitz zu Rendel mit Austragen von Milch beschäftigt worden fein. Ter -Ortsarmenverband Frankfurt a. M. verlangte des-! halb von der Ortskrankenkasse Nieder-Wöllstadt den Ersatz i der durch die Erkrankung des Kitz entstandenen Kosten. Tiefe Kasse lehnte die Zahlung ab, weshalb der Provinzialausschuß über die erhobene Klage zu entscheiden hatte. In dem ersten Verhandlungstermin, zu dem außer den Parteien auch Tewitz und Kitz geladen worden waren, beftritt der Erstere, Kitz nach Weihnachten 1903 noch beschäftigt zu haben, während Kitz das Gegenteil versicherte. Von beiden wurden für die Wahrheit ihrer Behauptungen eine Anzahl Zeugen benannt, behufs deren Vernehmung die damalige Verhandlung ausgesetzt wurde. Nachdem die Verhandlung heute fortgesetzt worden war, gab der Provinzialausschuß der erhobenen Klage statt.__ Vermischter. * Das neueste Eisenbahnunglück. Ein Telegramnl I ans Pueblo (Kolorado) meldet: Zwei P a ssa gi erzöge kollidierten um Mitternacht auf der Denver und Rio Grande Bahn in der Nähe von Portland. Nach den bisherigen spärlichen aber anscheinend allthentischen Meldlmgen befurchtet man, daß 159 Personen getötet worden sind. Die Waggons gerieten in Brand, die meisten Opfer kamen in den Flammen um. — Nach den letzten Nachrichten aus Purble (Kolorado) erfolgte der Ztlsammcnstoß bei einer scharfen Kurve, die um einen Berg herumging, sodaß es den Zugführern erst möglich war, den mtgegensahrenden Zug zu erblicken, als die | unb: v. 13 25 § 6 9?n unb Heck zu bis $4 Ne MWW entgeltlich. 1758 2 950.50 410.— n Summe der Aktiva 86 560.92 Zu haben bei: 73 Abgang in 1905: 1. B1'/. Apotheke, strotze 45, Vermögens-Bilanz 31. Dezember 1905. am der Genossen . . 2783 — 73992 91 94 48816 50 11779 60 22 Sa. 89836 34 Sa. 89836 34 1757 25410 6276 901 650 50 61 03 48 wird immer in derselben als Vßrzöülicli bekannten Qualität Beliefert. 587 258 234 201 H H V n n 5486 Chr. Bieker, Neustadt 55. Rh. Herrmann, Seltersweg 33. 3,— 1,70 [D3/, 4 5 H II £ 18 M W Anlehen cinschl. Spareinlagen. . Schuld in lausender Rechnung an Genossen . . . Nachlässe für noch nicht fällige Güterkauf- und Pachtgelder . . . . Reservefonds . . Betriebsrücklage . Reingewinn . . 26 126.71 21 355.— 26 850.— 486 51 3227,85 4651,93 2354,90 596,40 1316,35 1618,55 5863,88 3838,53 234,— 198,75 1149 — 2195,84 247,50 658,— Erd- und Maurerarbeiten zu . Steinmetzarbeiten zu ... . Zimmerarbeiten zu.... . Dachdeckerarbeiten zu ... . Spenglerarbeiten zu .... Schlosserarbeiten zu .... Glaserarbeiten zu . . . . Schreinerarbeiten zu ... . Weißbinderarbeiten zu. . . . Tapezierarbeiten zu .... Planirarbeiten zu..... Plaster- und Chaussierarbeiten zu Eisen- und Röhrenlieferung zu. Gruslieferung zu..... Materiallieferung zu ... . Gießen, am 15. März 1906. 487.74 2 050.- Mitglicderstand Ende 1905 . . . G r ü n i n g e n , den 1b. März 1906. Gesamtkassenumsah in Mtgliederstand Ende 1904 Zugang in 1905: 1. 353.— 221.23 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1904 Während 1905 gingen zu....... Während 1905 gingen ab....... Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 . . Grüningen, den 13. März 1906. Stückzinsen, unerhobene u. vorausbezahlte Zinsen. Summe der Passiva Reingewinn 1905: JL 92801.70. Aktiva. Kaffenbestand . . . . Wcrtpapierbcstand . . . Geschäftsmobiliar und Utensilien..... Guthaben in laufender Rechnung bei Genossen Darlehu auf Schuldschein Es kann auf ein oder mehrere Lose angeboten werden. Nähere Bestimmungen hierüber enthalten die Unterlagen. Zeichnungen und Verdingungsunterlagen können auf unserm Amte (Stephanstraße Nr. 18) eingesehen und letztere (ohne Zeichnungen) dorther gegen Erstattung der Selbstkosten, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. ' Die Angebote sind nach Losen und Titeln getrennt in besonderen Umschlägen verschlossen und mit genau entsprechender Aufschrift (Los und Titel) versehen, portofrei bis zum Eröffnungstermin am 10. April 1906, vormittags 10 Uhr, an uns 73 1719 tst genehmigt. Treis a. d. Lda., den 16. März 1906. Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Benner. Mdtischer Arbeitsnachweis Gieße« Gartenstraße Rr. 2, Zimmer Rr. 2. Icrgebung von Mauaröeiten. Die für die Erbauung eines Schulhauses nebst Nebengebäude, Einfriedigungen, Hof- und Errt- wässerungsanlagen in Grüningen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen aut dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während den Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender^ Aufschrift versehen, sind verschlossen und portofrei bis spätestens Freitag, den 30. März lfd. Fs., nachmittags 3 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Grüuingc« einznreichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Passiva. Reservefonds . . . BetriebSrücklag« . . GefchäftSguthaben der Ge- einzusenden. Zuschlagsfrist für alle Arbeiten 4 Wochen. Beginn der Erd- und Maurerarbeiten sofort nach Zuschlagsertcilung. Gießen, den 16. März 1906. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Becker. Spar- rind Leihkasse ciugetrageue Genossenschaft mit «»beschränkter Haftpflicht. Bender. Euler. Versteigerung. Mittwoch, den 21. Marz d. IS., nachmittags 2 Uhr versteigere ich dahier Stephanstraße 32 II gegen Barzahlung: 2 Schreibtische, 6 Kleiderschränke, 6 vollständige Betten mit Sprung, fedcrmatratzen (darunter 1 Eisen- bcttstelle), 5 Nachtschränkchen, 2 Kommoden 4 Sophas, 1 Chaiselongue, mehrere Spiegel, 1 Küchcnschranl mit Aufsatz, Bücherregale, Vorhänge mit Gallerien und Rouleaur,mehrere Tische, 1 Ampel und 5 Tischlampen, 1 Petroleumherd, und andere Sachen. Die Gegenstände befinden sich tarnt- Iid) noch in sehr gutem Zustände und können vorher besichtigt werden. .T8S Die Versteigerung findet bestimmt statt. Born, Gerichtsvollzieher in Gießen. Spar- und Darlehenskasse, E. G. m. u. H. Marsteller. 1750 Singet Cognac, jesetzlicb geschätzte, «relswQrdl|ite Harke Bekanntmachung. Die am 13. März 1906 in dcn Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. d. Lda. abgehallene Holzoersteigerung 62 09 Bekanntmachung. Betrifft: Die Polizeiverordnuug betreffend Einführung der Trichinenschau vom 30. Juni 1905. Alls Antrag und nach Anhörung der Stadtverordneten-Der- samnllung und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern r>om 28. Februar 1906 wird dein § 1 der vorgenannten Polizei- Verordnung als Absatz 2 folgende Bestimmung hinzuge'ügt: „Diese Vorschrift findet out eingetührtes Fleisch keine Anwendung, wenn es bereits anderwärts einer Trichinen- und Finilenschau durch amtlich verpflichtete Sachverständige unterlegen hat lmd dies durch amtliche Äbste>npelung erkennbar ist. Gießen, den 15. März 1906. Großherzogliclie Vüracrmeisterei Gießen. I. D.: Eurschinann. Hypotheken Kaufschillinge .... 7153.— Stückzinscn u. Zinsenrcste 2118.81 Ausstehende Provision 9.66 Marktplatz 17, E. Dort, Walltor- " L. Steinhäuser; in Schuld in laufender Rech. nung an Genoffcn. . 35655.24 Aktiv a: Kassenbestand. . Guthaben in laufender Rechnung bei Genossen . . Darlehen auf Schuldscheine . . Hypotheken . . Kauffchillingc. . Rückftänd. Güterkauf- und Pachtgelder . . . . Rückständ. Zinsen Rückstände aus vorhergehenden Jahren . . . . Utensilien . . . Marktpl. 21, gegenüb. der Engel- Christian Wallenfels, Salvator von der [1624 Aktiengesellschaft Paulanerbräu zum Salvatorkeller in München in ‘/t und 7, Flaschen H. Treclisler Fernsprecher 581. Weserstratze 8. Danksagung- Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen innigen Dank. Familie Menges. Grossen-Linden, den 17. März 1906. 01795 Kaiser-Cognac** 7t Ltrfl. M. 3,— 1,70 Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: 14996,23 oÄ Neubau der Irrenanstalt Gießen. Auf Grund des Ministerialerlaffes vom 16. Juni 1893 sollen die nachstehend angegebenen Bauarbeiten für 11 Gebäude und zwar: Los I und II — je ein Gebäude für Wachbedürftige, Los III und IV — je ein Gebäude für Pflegebedürftige, Los V und VI — je ein Gebäude für Unruhige, Los VII bis X — je ein Landhaus III. Klaffe, Los XI = ein Verwaltungsgebäude, getrennt nach Handwerkstiteln vergeben werden. Holzverfteigerung. Mittwoch, den 21. März d. Js., werden im Markwald der Gemeinde Lützellinden, Distrikt Schmalheck und Rodland, versteigert: Eichen: 1 Stamm 4. Kl. von 33 Ztm. Durchmesser und 6 Mir. Länge — 0,51 Fstm., 2 Stämme 5. Kl. von 25 bis 29 Ztm. Durchmesser und 6—7 Mtr. Länge — 0,74 Fstm., 10 Rm. Nutzknüppcl (2,5 Mtr. lang), 24 Rm. Scheit, 39 Rm. Knüppel, 1060 Wellen und 51 Nm. Stockholz. Buchen: 13 Rm. Knüppel und 280 Wellen. Fichten: 3 Stämme 4. Kl. von 25—27 Ztm. Durchm. und 11—12 Mtr. Länge = 1,82 Fstm., 57 Stämme 5. Kl. v. 13—23 Ztm. Durchm. u.9—16 Mtr. Länge--15,15 Fstm., 25 Dcrbstangen = 2,72 Fstm., 10 Rm. Knüppel (hiervon 6 Rm. 3 Mtr. lang), 540 Wellen und 14 Rm. Stockholz. Kiefern: 2 Rm. Scheit, 3 Rm. Knüppel, 70 Wellen und 2 Rm. Stockholz. Zusammenkunft vormittag? 10 Uhr im Distnkt Schmalheck beim Steinbruch. Groß-Rechtenbach (Kreis Wetzlar), 15. März 1906. Das Bürgermeisteramt.sv'7. 228.50 86 151.61 409.3) Mtischcr Wohnnnßsnachweis Wen Gartcnstratze 2, Zimmer Rr. 2. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 3—v Uhr.) Bullenverkaus. Die Gemeinde Daubrinaen beabsichtigt, einen abgängigen fetten Bullen im Wege schriftlichen Angebots ru verkaufen. Kaufliebhaber wollen ihre Gebote schriftlich bis zum 21. März I. Js., nachmittags 4 Uhr bei unterzeichneter Bürgermeisterei einreichen, woselbst dann die Eröffnung in Gegenwart der erschienenen Bietenden erfolgt. . , r Bedingungen können vorher bei Großherzogi. Bürgermeisterei eingesehen werden. Daubringen, am 16. März 1906. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. V Wer diesen nicht II ft*-11 ♦ heilt, versündigt sich am eigenen Seibel Kaifer'S Brust Caramellen feinschmeckendes Malz-Extrakt. Aerztlich erprobt und empfohlen gegen Husten, Heiserkeit, Katarrh, Verschleimung u. Rachenkatarrhe. JK10 not.begl.Zeugniffebeweisen, icklk daß sie ballen, was sie versprechen. Paket 25 Pf., Dose 45 Pf. Niederlage in Hießen bei N.k.luyharlltzJnh.Aug.Wallenfels, Marktplatz 15, Georg Wallenfels, . 67 . 0 . 0 . 67 n offen ...... Anlehen einschließlich Spareinlagen . . .34 389.30 Bankschuld..... 12 353.84 Cö find zu vermieten: 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 4 Wohnungen von 5-6 Zimmern, Wohnungen von 5 Zimmern, 2 Wohnungen ^"n 4 Zimmern, _ Wohnungen von 3 Zimmern, 3 möblierte Zimmer, 2 Wohnungen mit Läden, 1 Werkstatt. Zn mieten gesucht: _ „ r 48 Wohnungen von 1—7 Zimmern, 1 Laden mit Wohnung, 1 Werkstätte mit 2—3-Zimmerwohnung. z» ic Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und »war für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschlietzlich 0,20 W von mehr als 300 Mk. bis 500 Alk. einschließlich 0,50 Pik., und von mehr als 600 Mk. 1,00 Mk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un« ES können eingestellt werden: 1 landwirtschaftlicher Knecht, 1 Gärtner lGartenarbetler), fünf Bau- und 4 Maschinenschlosser, 2 Wagner, 6 Bau- u. Möbelschrcmer, 1 Schneider, 1 Glaser, 2 KanalarbeUer, 3 Hausburschcn, 1.Lehrmädchen, mehrere Jungen für eine Schmiede und Schlosseret nach auswärts, 5 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 2 Laufmadchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 2 Wagner, 2 Buchbinder geg. Vergütung, 2 Schreiner, 1 Schneider, 2 Installateure, 1 Glaser, 1 Buchhändler, 1 Kellner. ES suchen Arbeit: B‘7, 1 Cefonomieverivaller, 2 Gartenarbeiter, 2 Maschinisten oder Heizer, 3 Schreiner, 3 Wasch- oder Putzfrauen, 2 Installateure, 1 Packer ober Lagerarbeiter, 1 Hausbursche, 1 Lehrmädchen, 3 Laussrauen, 1 Lau'mädchen (nachmittags). _ Die Gemälde-Ausstellung im KM-AllSstellllllg. 11 bis 1 Uhr, Miltivochs auch noch nachmittags von 3—5 Uhr, an Sonntagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen geöffnet. Eintritt für Nichlmitglteder des Kunstvereins an Werktagen 50 Pfennig, an Sonn- und Feiertagen 20 Pfennig. Passiva: vft Geschäftsguthaben Wieseck bei Aug. Seibert. [D2/i W. Naumann in Kettenau. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. ____________Diehm, Großh. Baurat.____________B17/8 Rcgi rnnqsb zirk Wiesbaden. . Obersörsterei Weilburg. D17, Dienstag, 27. März 1906, vornilUags % 10 Uhr werden im Hotel zur Traube zu Weilburg versteigert auS dcn Distr. 6, 25, 35, 38, 48, 50, 51, 53 und 57. Eich. Stämme L Kl. 51 St. mit 121 fm, II. Kl. 38 St. mit 58 fm, III Kl 4>i St. mit 46 fm, IV. Kl. 27 St. mit 21 fm Buch. 10 St. I. bis III. Kl. mit 15 fm. Rüster 3 St. mit 2 fm. Eschen 10 rm Nutzrollen, 7 rm Nutzknüvpel. Nadelholz (meist Lärchen) 14 Sägcblocke I. Kl. mit 37 fm, 2 St. I Kl. mit 5 fm, 28 St. II. Kl. mit 41 fm, 18 St. III. Kl. mit 13 fm. Birken 17 St. III. u. IV. Kl. mit 16 fm. Ausmaß isten gegen Schreibgebühr durch die Obers. Weilburg zu Forstbaus Wiudhos bet Weilburg. Versteigerung. Montag, ben 19. ds. IRto., nachmittags 2' ,llhr sollen dahier Wallkorstr. 6 iDarmst. HauS) 1 Laden- thcke, 1 Waschmaschine, 1 Nähmaschine, 60 Türbeschläge, 30 Pack Roselten, 100 Feilen, 1 Siantze, verschiedene Schuhwaren u. v. a. zwangsweise gegen bar versteigert werden. DieDerlleigerung findet voraussichtlich teilweise statt. 1752 Gießen, den 17. März 1906. Seipel, Gerichtsvollzieher. Ltckbruch-BcrpMW. Donnerstag, den 22. März )s. Js., nachmtttaqs 2 Uhr, oll der Lungsteinbruch der Gemeinde Reiskirchen im Di- rikt Buchwald auf mehrere Jahre verpachtet werden. Die Bedingungen können aus dem Bureau des Großherzoglichen Bürgermeisters dahier ein- geseheu werden. 1749 Reiskirchen, 16. Marz 1906. Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen. Wagner. Awnuc; Los I und II ----- je ein Los III und IV — je ein Los V und VI = je ein Los VII bis X — je ein Los XI = ein Titel Bezeichnung der Bauarbciteu nebst Angabe der hauptsächlichsten Mafien Los i und n 2 Gebäude mit je Los III U. IV 2 Gebäude mit je Los Vunb VI 2 Gebäude mit je Los VH bis X 4 Gebäude mit je Los XI 1 Gebäude I Erd. uud Maurerarbeiten Erdaushnb Bruchsteinmauerwerk Sockelverblendnng Backsteinmauerwerk Massivdecken BalkenMckung 2320 cbm 1477 cbm 740 qm 1180 cbm 1710 qm 1260 qm 940 cbm 552 cbm 245 qm 565 cbm 970 qm 500 qm 1000 cbm 525 cbm 225 qm 607 cbm 915 qm 560 cbm 715 cbm 422 cbm 260 qm 368 cbm 550 qm 290 qm 450 cbm 785 cbm 250 qm 500 cbm 400 qm 910 qm U Stetnhaucr- arbeit§» tu Basaltlava Unterlagsqnader Glatte und profilierte Hausteine Dcsgl. Treppenstufen 6,50 cbm 56,00 cbm 11,00 cbm 3,70 cbm 23,00 cbm 4,60 cbm 4,00 cbm 21,00 cbm 4,50 cbm 2,60 cbm 20,00 cbm 4,40 cbm 1,40 cbm 27,00 cbm 7,40 cbm III Trägerlieferung 45000 kg 30000 kg 27000 kg 17000 kg 10500 kg IV Ärobschloffer» arbeiten Anker und Klammern Schrauben rc. Rundeisen 2000 kg 1200 kg 900 kg 900 kg 1300 kg 650 kg 900 kg 1300 kg 500 kg 600 kg 850 kg 600 kg 900 kg 1000 kg 700 kg I., auBgeführt von der 1732 Butzbach Coblenz Darmstadt Bad-^auheim Frankfurt Offenbach halten ihr Etablissement bestens empfohlen. KTeu’ Heu! h- werden erbeten an 1734 Dieselbe fertig zum Gebrauch mit D17/. C17/., NePlütiireü SS16/« in an Zöpfe!! ? Seiden-Htäte 01816 in allen Arten schnell und billig. Friedberg Mainz pr !■ ? t' Trinkeier täglich frisch 01810 Rodheimer Straße 2. Dortmund C. Fahrrädern Großhcrzogliche Oberfärsierei Laubach. Andrß. Weoer Saalbian Sonntag1, den 18. März 1906 Grosses Konzert Frau Professor Rah«, Süd-Anlage 10. Kapelle des Inf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Grossh. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C. Krausse. Spielpiaia: 1. Tscherkessen-Marsch, Schneider. 2. Fest-Ouverture, Leutner. 3. Czardas Nr. V, Michials 4. Finale a. Ariele, Bach. 5. Ouvert. Teufels Antheil, Auber. 6. Ungarische Fantasie, Grützmacher, Cello- Solo Einj.-Freiw. Hoboist Krausse. 7. Lysistrata-Walzer, Lincke. 8. Fantasie a Carmen, Bizct. 9 Hohcnzollern-Festmarsch, Kabel. (Zur silbernen Hochzeit des Kaiserpaares komp.) 10. Die Teufels- zuüge, Schmidt. Solo für Piston, Hoboist Giess. 11. Haideröschen, Idylle, Krausse. 12. Musikalische Extrablätter! Potpourri, Thiele. Asaiazig 5 Uhr. Eintritt 40 Pfg. WeDlik-zchMSer. Verlangen Sie, bevor Sie anderweit kaufen, unsereuKatalog gratis und franko. Vertreter überall gesucht. WWichahnAWris Eine größere Partie unserer berühmten Rasiergarnituren stehen Zum Verkauf. LRastergarmturA Holzkasten, verschließbar m. Schlüssel und verstellbarem Rasierspiegel, ent» haltend: 1 prima Silberstahl-Rasier- messer, 1 gM.Strelchricmen, 1 Raster- uapf, 1 Nasierpinfel, sowie 1 Stück feine Rasierseise, alles zusammen in la. 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Klaffe ---- 1 20 fm 323 Fichten V. Klasse — 71,38 fm. Derbstangen: 58 Buchen —1,70 fm, 1300 Fichten--88,45 km. Rcisstangen: 100 Buchen = 0,56 fm. 2. Freitag, den 23. März ds. IS. aus sämtlichen Distrikten der Forstwartci Weickartshain. Nutzreisig: 181 rm Fichten in Schichthaufcn. Scheiter: 39 rm Buchen, 14 rm Eichen, 2 rm Birken, 2rrn Aspen, < 2 rm Linden, 12 rm Kiefern, 4 rm Fichten. Knüppel: 41 rm Buchen, 51 rm Eichen, 1 rm Obstbaum, 24 rm Aspen, 67 rm Kiefern, 31 rm Fichten. Knüppelreisig: 24 rm Kiefern, 4 rm Fichten. Reisig: 4t^rrn Buchen, 104 rm Eichen, 10 rm Aspen. Stöcke: 12 rm Buchen, 2 rm Eichen, 5 rm Fichten. DaS 'n den Distrikten Pfingstweide, Gebrannter, Aöpenhaag und Langerberg zur Abgabe kommende Rutz- und Brennholz wird vorgezeigt. Die Nummern des sämtlichen zur Versteigerung gelangenden Holzes find blau unterstrichen. Zusammenkunft an jedem der beiden Tage vormittags 11 Uhr am Weickartshainer Pflanzgarten. Der Großh. Forstwarl Stendal zu Weickartshain erteilt auf Verlangen nähere Auskunft. Saubach, 14. März 1906. 1 Fuhren jeder Art prompt und biCio Näheres 841 Bureau Emil Horst. I ...... ZDZLlMAD 111 des Schuhwaren-Ausverkaufs den IS. April. Gebe bis .dahin alle Boxcalf- u. Chevreaux-Schuhe für Damen, Herren und Kinder zu und unter Einkäufen ab. Jedermann benutze die Gelegenheit für wenig Geld, sehr gute Schuhe zu kaufen. 1760 Aff, Löwengasse 20. Äe/Mch empfoh/co. &JEis a Zä mit der Flag ffe ^^^^GCSETZLICH GE5CHÜZTE MARKE. empfiehlt in vorzügl. Qualitäten 1/1 Fl. Mk. 2.-, 2.50, 3.-, % Fl. Mk. 1.20, 1.45, 1.70 (inff. Glas) lD26/i Ludwig Steinhäuser Gießen, Neuen Väue 17. Haaä:sirälinsn keine ZSPse mehr, «vv Verlieren unmöglich ra Von eigenem Haar nicht zu unterscheiden! Anfertigung von 2 Mk. an. EsrnG ECochj Friseur 62 Bahnhofstraße 62 Bitte genau auf Hcutsrnnnmer zu achten! [1654 $n einer Garnisonstadt Ober- heffens in bester Geschäftslage ist ein Haus mit gutgeh. 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Die Prämiierung beginnt vormittags 11% Uhr, die Vorführung und Preisverteilung vormittags 12'/, Uhr in dem hierfür vorgesehenen Prämiierungsring. Während der Vorführung findet Konzert der hiesigen Regiments- kapelle statt. Es gelangen nur Ehrenpreise zur Verteilung. Anmeldungen haben bis zum Montag, dem 26. März bei Herrn Slugust Schwan, Wciuhändler in Gießen, zu erfolgen. Pferdebesitzer laden wir zur Beteiligung ergebenst ein. Gießen, den 16. März 1906. Die städtische Pferdemarkt-Kommisfion: B17/3 Jean Kirch. in erster Geschäftslage Gießens _ zn verkaufen Schriftl. Anfragen unter 1550 an den^Gießener Anzeiger erbeten. ffran gewölkt, Prachtuer, größten Schlages, schöne Stehohren und Ringelrute, l'/,Jahre all, mir gute Eigenschaften, gebe für den festen Preis v. 36 Alk. in gute Hande ab. Georg Feiliug, Waldgirmes, Kirchstraße 163. [01703 II i W ! 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