Nr. 2V3 Qrldjetnt täqlt J) ander SonnraqL. Dem Gießener Anzeiger werden im Wecdiel mit dem besfilchea Landwirt bte Siehener Lamllirn. blätter viermal in der Woche betgelegt RolanonSdruck u. Per- Infl der Brüh l'lchen Univerl.-Buch-u. ©lern* bmrferet. 9t Lange. Redaktion. Ervedttio» und Drrn/erei: Cd) u (Probe T. Redaktion 118 Verlag u.Exped.e^MbL Adresse für Deoeschen: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt L SS. Jahrgang Donnerstag 13. Dezember 1906 Gießener Anzeiger " General-Anzeiger v vezu gSpreisi monallich7bPi., viertel» iäbrhd) Dtk. 2.20; durch Abyole- il Ziveigslellen monatlich 66 'BL. durch drePost Pik. 2.— viertel- jährt ansschl. Peltellg. Annahme von Anzeige» für die laqe6iiuiiunee biß vormittag- 10 Uhr. ZeilenorerS. lokal 12Pf, auSivärtfl 20 Pig. Verantwortlich tüt den poltL und adqem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen Lei!; P. Witiko, 'üe ,2tnbi und üanti* und _(Äend)i6|aale. Ernst p e 6, hii den Anzeigenteil: öauß ®ei ALe heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. Berichtigung. In dem AuSschretben des Grogh. KreiSamteS Gießen vom 7. Dezeinber 1906, betreffend das Institut der ftreiS- geoineter, KreiSblatt 9lr. 157 vom 11. Dezeinber 1906, must eS m Zeile 8 statt Zutunftsfällcn heißen ZweifelSsällen. Drllaimtmuchuilg. ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß unsere Gerichtsschreibereien täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, von vormittags 10—12 Uhr, für die NechtS- suchenden geöffnet sind. — Als Amtstage für die Einivohner des Stadtbezirks Gießen werden außerdem Dienstag, für die Einwohner des Landbezirks Mittwoch vorbestimmt. Gießen, am 6. Dezember 1906. Großherzogliches Amtsgericht. Ale Aulöesserung der ^ehrergehalle in Kessen. 9t B. Darmstadt, 12. Dez. Es ist schon von und darauf hingewiesen worden, daß die Großh. Regierung sich daz-.. entschlossen hat, gleichzeitig mit der Gewährung von Wohnungsgeldzuschüssen an die Staatsbeamten auf eine Verbesserung der Gehalte für die Volksschullehrer, sowie für die seminaristisch gebildeten und die technischen Lehrer an den höheren Lehranstalten rc. in die Wege zu leiten. Während für die Wohnungsgeldzuschüsse 708 IGO ML. jährlich mehr erforderlich werden, stellt sich der jährliche Mehrbetrag für Verbesserung der Volksschullehrergehalte auf 222 667 Mk. und für die seminaristisch gebildeten und die technischen Lehrer an den höheren staatlichen Lehranstalten auf 14 050 Mk., in Summa also für beide Lehrergruppen auf 236 717 Ms. Die Regierungsvorlage inbetreff der Volksschullehrergehalte umfaßt nur drei Artikel. Im ersten Artikel lvird bestimmt, daß die definitiv angestellten Lehrer an Volksschulen im ersten bis dritten Jahre ein Gehalt von 1100 Mk., im 4. bis 6. Jahre 1250 Mk., im 7. bis 9.Jahre 1400 Mk., im 10. bis 12. Jahre 1600 Mk., im 13. bis 15. Jahre 1800 Mk., im 16. bis 18. Jahre 2000 Mk., im 19. bis 21. Jahre 2200 Mk., im 22. bis 24. Jahre 2400 Mk., im 25. bis 27. Jahre 2600 Mss., im 28. bis 30. Jahre 2800 Mk. und vom 31. Dienstjahre an 3000 Mk. beziehen sollen. Rach Art. 2 wird den Verwaltern und Verwalterinnen erledigter, sowie solcher Stellen, die ständig offen gelassen werden, 1) vor bestandener Schlußprüfung eine Vergütung von jedenfalls 900 Ms., 2) nach bestandener Schlußprüsung eine Vergütung von jedenfalls 1000 Mk. gewährt. Insoweit die Vergütung nicht aus den: Einkommen der Stelle bestritten werden kann, wird das Fehlende aus der Staatskasse zugeschossen. Nach Art. 3 soll das Gesetz am 1. April 1907 in Kraft treten. Mit der Einbringung dieses Gesetzentwurfes kommt die Regierung in dankenswerter Weise den Wünschen nach, die seit Jahren in dringender Weise aus den Kreisen der Interessenten erhoben worden sind. Diesen Wünschen eyt- sprechend hatte sich schon im Jahre 1900 die zweite Kammer für eine weitere Verbesserung der Gehaltsskala ausgesprochen; die Regierung mußte zwar infolge der ungünstigen Finanzlage von der im Sinne der zweiten Kammer gebildeten Skala abschen, versprach jedoch im Prinzip, die höheren Gehaltssätze zu bewilligen, sobald die Finanzlage dies gestatte. Auch im Frühjahr 1904, bis zu welchem Termin die Neuordnung der Gehalte zunächst vertagt wurde, mußte aus finanziellen Gründen davon Abstand genommen werden. Mmmehr aber — so sagt die Regierung in der kurzen Begründung der Vorlage —, erscheint es zulässig und geboten, mit der zur Befriedigung anderer dringender Ausgaben der Staatsverwaltung herbeizusührenden Einnahmevermehrung auch die Gehalte der Volksschullehrer neu zu regeln. In dem Gesetz vom 2. Januar 1901 war nur für die Gehalte der Lehrer, nicht für die der Lehrerinnen, eine Neuregelung in Aussicht genommen worden. Deshalb bleiben die Lehrerinnen, die verhältnismäßig besser gestellt sind, als die Lehrer, in dem vorliegenden Entwurf außer Betracht. Mit den vorstehend angeführten Gehaltssätzen für die einzelnen Altersstufen hat die Regierung genau die Tabelle akzeptiert, welche in der Eingabe des Landes lehrer-- vereins vom 25. Februar d. I. durch dessen Obmann, Rektor Backes, in Vorschlag gebracht worden war. Sie ist aber noch über sie hinausgegangen und hat nicht, wie der Landes- lehrerverein vorschlug, vom 28. Jahre ab 2800 Mk. angesetzt, sondern eine weitere Gehaltsstufe eingeführt und dann vom 31. Dienstjahre ab ein Gehalt von 3000 Mark neu binzugefügt. Besonders diese neue Bestimmung wirb in der hessischen Lehrerschaft mit Freude begrüßt werden. Da der Lehrer im allgemeinen das 30. Dienstjahr bereits im Anfang der 50er Lebensjahre erreicht (erst jüngst haben wieder mehrere Lehrer ihr 50jähr. Tienstjubiläum gefeiert), so bedeutet die Fixierung des Höchstgehaltes von 3000 Mk. eine sehr tvesentliche Besserstellung unserer älteren Lehrerschaft, da zu dem Gehalt bekanntlich auch noch, wie bisher, entweder freie Wohnung oder Mietsentschädigung hinzutommt. Nicht minder günstig ffr die Regierungsvorlage inbetreff der seminaristisch gebildeten Lehrer an den Staatsan st alten ausgefallen. Es werden hier ebenfalls 11 Altersstufen festgesetzt; die erste beginnt mit einem Gehalt von 1800 Ml. uno steigt nach 30 Jayretl bis zu einem Höchstgehalt von 3800 Mk., sowohl für die seminaristisch gebilueien und rne technischen Lehrer an den Gi)m- nasien, Realgymnasien, Oberreal, chuien und RealsaMen, wie für die Vorsteher und Lehrer an den Pjräparanden- anstalten, den Taubstummen-, den Strafanstalten und der Blindenanstalt Die Vorsteher der Präparandenanstalten ^erhalten außer dem chnen zukommenoen Gehalt noch eine pensionsfähiae Stellenzulage von je 240 Mk. — Kommen uh diesen Gehaltssätzen auch nicht alle Wünsche der Beteiligten zur Erfüllung, die in ihrem an die Standekammern gerichteten Gesuch ein Gehalt von 2000 bis 4000 Mk., letzteres zahlbar nach 27 Dienstjahren, beanspruchten, so ist dort auch ihre Besserstellung durch die neue Vorlage eine sehr wesentliche; die Position dieser Lehrerkategörien wird sich noch um so günstiger gestalten, wenn, wie wohl mit Sicherheit erwartet werden darf, auch die Vorlage inbetreff der Wohnungsgeldzuschüsse von den Stände kammern genehmigt wird und also auch der entsprechende Wohnungsgeldzuschuß noch .hinzukommt Angesichts dieser bedeutenden jährlichen Mehrausgaben für Wohnungsgelder und Lchrergchaltsaujbesserungen, die über 10 Proz. des gesamten Eitlkommensteuererträgnisses (1906: 9 704 000 Mk.) ausmachen, darf man wohl auch die Erwartung hegen, daß die Beamtenschaft, wie die Lebrcr in Zukunft mit Freude und Zufriedenheit die Aufgaben ihres Berufes erfüllen werden. Dom lianzöstschen Ku turkamps. Paris, 12. Dez. Die Anzahl der bei Mrgr. Mon- tagnini beschlagnahmten Papiere beläuft sich aus etwa 2000 Stück. Die ersten heute nachmittag durchgesehenen Dokumente lieferten, wre es heißt, den untrüglichen Beweis, daß die Bischöfe fqjr einmütig für die Anwendung des Gesetzes von 1881 und die Abgabe der Erklärungen waren und sich nur mit Trauer der von Mrgr. Montagnini überbrachten Weisung des Papstes gefügt haben. Bei der Haussuchung wurden bedeutende Gelosummen «entdieckt, jedoch nicht berührt. Inzwischen senden zahlreiche italienische Gesellschaften und Faeimaurer-Vcrbänoe Glückwunsch-Telegramme an die französische Regierung wegen ihres energischen Vorgehens gegenüber dem Vatikan. Infolge der Ausweisung haben zahlreiche hiesige italienische Geschäfte geflaggt. Rom, 12. Dez. Nach der „Agenzia Stesani" richtete der Heilige Stuhl an alle Mächte eine Note, in der er gegen das eigenmächtige Eindringen in das Archiv der früheren päpstlichen Nuntiatur, dessen Hut Msgr. Montagnini oblag, von selten der französischen Regierung Einspruch erhoben und gleichzeitig jede Verantwortung bezüglich solcher in den Archiven niedergelegtcn Schriftstücke ablehnen wird, welche fremoe Mächte betreffen. Die Führer der Radikalen und Sozialisten veröffentlichen ein Manifest, worin sie die Bevölkerung ersuchen, zu Ehren Frankreichs ihre Häuser zu beflaggen. Der Eindruck, welchen die Ausweisung Blontagninis in Italien hervor- gerusen hat, ist ungeheuer. Die Zeitungen erklären, daß oas energische Vorgehen dev svalnzöfischen Regierung angesichts der Haltung des Vatikans unvermeidlich war. In oe.a gestrigen Kammersitzung gedachte der Deputierte Mirabelli in rührenden Worten Frankreichs,welches einen großen Kampf für die Kultur begonnen habe. Neues aus Rußland. In Petersburg wurde vom Kriegsgerichte Admiral Rostjestwenski als Zeuge tn dem Prozesse Nebo- gatow vernommen. Er erbat sich die Erlaubnis, ihn in Mitleidenschaft ziehende Fragen nicht zu beantworten. Er bestätigte, daß die Japaner viel besser schossen als die Russen, erklärte hingegen, daß das russische Schiffsund Geschützmaterial dem der Japaner annähernd gleichwertig gewesen sei. Das Geschwader Nebogatow's hätte ihm nur nützen können, wenn es früher gekommen wäre. Auf die Frage, ob der Zeuge gegebenenfalls ebenso handeln würde wie Nebogatow, verweigerte Rostjestwenski die Antwort. Die Behatiptung der Anklageakte, die Offiziere Nebogatow's hätten ihrem Chef, als er das Uebergabesignal hißte, den Gehorsam veriveigern müssen, erklärte Rosljestivenski für Unsinn. — In Zaierz bemächtigte sich eine Bande von 20 Terroristen der Eisenbahnstation, beraubte die Kasse und tötete einen Offizier. Die Täter sind entkommen. In Odessa erschienen 12 Männer in der Filiale der Internationalen Kommerzbank, bedrohten die anwesenden 8 Personen mit Revolvern, bemächtigten sich des Betrages von 29000Rubeln in Bar und Wertpapieren und entfernten sich. Bei der Verfolgung schoß ein Räuber einen Polizisten nieder und erschoß sich dann selbst. Den übrigen Mitgliedern der Bande gelang es mit dem gesamten Gelde zu entfliehen.________________________________ Ausland. London, 12. Dez. o>ec ^.ext der Urkunde, durch welche Transvaal eine Verfassung verliehen wird, ist heute veröffentlicht worden. Danach besteht der gesetzgebende 9iat aus 15 Mitgliedern, die vom Gouverneur ernannt werden. Bis das Gesetz über Festsetzung der Wahlen zu diesem Rat erliessen wird, soll teqcwe alle 5 Jahre neu zusammengesetzt werden. Die gejctzgebenvc ®ec)anim- lung besteht aus 69 gewählten Mitgliedern, bei d^e.t Ve..- hanolungen sowohl die englische nne Oie holländische Sprache gebraucht werden dürfe. Die Urkunde behält der kaiserlichen Regierung die Genehmigung von Gesetzen vor, dura) welche Personen westdeutscher Geburt oder Abstammung Beschränkungen auferlegt werden, oder durch die über die Einführung fremder Arbeiter Bestimmungen getroffen werden. — Nach einer Meldung aus Tanger ist Hauptmann T s ch u d y zum E h e f i n g e n i c u r des Sultans von M a r o k t o ernannt worden. Er soll den von der deutschen Gesandtschaft überbrachten drahtlosen Telegraphen-Apparat im Paläste des Sultans in Fez errichtet haben. nrWfWWnBM Tanger, 12. Dez. Personen, welche Beziehungen *ur deutschen Gesandtschaft unterhalten, teilen mit, daß der Sultan dem deutschen Gesandten Dr. Rosen versprochen habe, einige junge Marokkaner zum Studium nach Deutschland zu entsenden. Der Sultan habe zu diesem Zweck einige intelligente Marokkaner ausgewählt. Washington, 12. Dez. Die Ernennung von D. Straus zum Handelssekretür tritt am 24. Dezember in Kraft. (Dr. jur. David Straus ist ein Deutscher, Jude, der in Deutschland studiert hat Er war Teilhaber des väterlichen kaufmännische Geschäfts, später ameritan. Gesandter in Konstantinopel. Der Posten eines „Handelst fekretärs" entspricht dem eines Hanoelsministers. D. Red.) Aus StaSt nut (anO. Gießen, den 13. Dezember 1906. * * Um der Ausstattung der Anzeigen für die nächste Samstags-Niimmer die erforderliche Sorgfalt widmen zu können, bitten wir die Auftraggeber größerer Anzeigen um möglichst frühzeitige Aufgabe, spätestens am Freitag mittag. Verlag des Gieß. Anz. • * * Vom Großherz. Hof. Im Laufe des Nachmittags sind Dienstag der Fürst und die Fürstin zu SolmS-Lich soivie die Prinzessin Dorothea wieder nach Lich zurückgekehrt. ” 3n Audienz empfangen wurde am Mittwoch von S. K. H. dem Großherzog u. a. der Kommerzienrat Schaffstaedt von Gießen und der Baurat Gombel von Friedberg, sowie der Professor von Lazzlo aus Wien. • • Adreß-Ueberceichung. S. K. H. der Großherzog empfingen am Dienstag mittag 1 Uhr zur Entgegennahme der vormittags von dec Ersten Kammer dec Stände beschlossenen Adresse eine Deputation der Kammer, und zwar den 1. Präsidenten Grafen von Schlitz gen. von Görtz; den Fürsten zu Solms-Hohensolms- Lich; den 2. Präsidenten Grafen zu Erbach-Fürstenau; den Grafen Arthur zu Erbach-Erbach; den 3. Präsidenten Freiherrn Heyl zu Herrnsheim und den Geh. Kommerzienrat Dr. Merck. * * Die Lehrer der Fortbildungsschule haben sich an die Stadtverordnetenversammlung gewandt mit der Bitte, das Honorar für den Unterricht, das seit 20 Jahren für die Stunde 2 Mk. beträgt, zu erhöhen. Die Forderung ist gerechtfertigt, da in den Schwestecstädten Mainz, Worms und Offenbach die Vergütung für diesen Unterricht für die Stunde 2,50 Mk. beträgt. Die Petenten weisen in der Eingabe darauf hin, daß in der Gewerbeschule und in der Kaufmännischen Fachschule zu Gießen die Lehrer auch für die Stunde 2,50 resp. 3 Mk. als Vergütung erhalten. Eine Erhöhung des Honorars der Lehrer an der Fortbildungsschule auf den Satz der Städte Mainz, Worms und Offenbach würde für Gießen eine Mehrausgabe von 700 bis 800 Mk. für das Jahr ausmachen, die sich auf 14 Lehrer verteilt. '* Sein 25jähriges Geschäftsjubiläum feierte gestern der Lademeisler Johannes Vogel in dec Maschinenfabrik Heyligenstädt u. Co. Der Jubilar, der in der ganzen Zeit seine beruflichen Obliegenheiten treu und gewissenhaft erfüllte, erhielt aus diesem Anlaß zahlreiche Glückwünsche und Geschenke. Vom Chef dec Firma wurde ihm ein beträchtliches Geschenk überreicht und auch die Beamten und Arbeiter der Firma ließen Herrn Vogel wertvolle Geschenke überreichen * * Entwichen. Der Taglöhner Hermann Schöler aus Tiefenbach, der am 11. v. Mts. wegen Diebstahls festgenommen wurde, sich hierbei zwei Revolverkugeln in den Kopf schoß und deshalb in die Klinik ausgenommen werden mußte, ist gestern morgen aus der Klinik entwichen. Die nötigen Kleider stahl er dem Krankenwärter, die Stiefel dem Arzt und das Reisegeld nahm er den Kranken aus den Kleidern. Anstaltshose und Rock ließ er am Bahnhofsumbau, wo er sich umgelleidet hatte, liegen. • • Eigentümer gesucht. Am 4. September lf. Js. versetzte ein Unbekannter in einer hiesigen Wirtschaft ein SiriuS-Fahrrad für 12 Alk. und holte es nicht wieder ab. Offenbar ist das Rad gestohlen und können Eigentumsansprüche bei dec Kriminalabteilung Großh. Polizeiamts ooc- gebracht werden. • * Verhaftet. Ein gestern aus seinem Dienst ausgetretener Dien st knecht entwendete seinen Mitknechten ein Paar Schuhe und Legitimationspapiere. Er wurde, bevor er abreisen konnte, verhaftet. ** Einkommen steuerpflichtige hatte daS Großherzogtum Hessen im Etatsjahr 1906 332 663. Davon gehörten ber 2. Abteilung 302 315 und der 1. (Einkommen von über 21>00 Mk.) 30 348 Personen an. Der Gesamtsteuerertrag stellt jia) für die 2. Abteilung auf 3 582 385 Mk. (37,5 Proz.) und |ür die 1. Abteilung aus 5 970 833 Mk. (62,5 Proz.); insgesamt aus 9 553 218 Mk. Oberhessen hatte 75 475 Steuerpflichtige mit 1 723 144 Mk. Einkommensteuer; davon kamen aus die 69 337 Steuerpflichtigen der zweiten Abteilung (Einkommen unter 2600 Mark- 764 350 Mark Steuer und auf die 6138 Steuerpflichtigen der 1. Abteilung 958 794 Mk. Die Städte Mainz, Darmstadt, Offenbach, Worms, Gießen, Bingen, Fried- berg, Kastel, Beushüm, Alzey und Bad-Nauheim, ine 29,35 Proz. der Bevölkerung ausmachen, zahlen 5 559 384,50 Mk. Steuer = 59,24 Proz. Gießen hat 7 288 Einkommensteuer- pflichtige mit 3 7 5 8 8 0,5 0 M k. Steuerertrag, Friedberg, 2491 iLteuerzah.er mit 118 -28 Mk. Steuerleistung und Bad- iaaul>eim l<5*i ^teuerpiiiujiige mit 10, <62 Mt. Steuerertrag. Mainz bringt bei 3u 1,8 Steuerpflichtigen 1569543,50 Ätk. Steuern aus, wahrend Darnistadt 25 349 Steuerzahler mit 1434 568 Alk. Steuerertrag hat. Das höchste Einkommen, das in Hessen versteuert wird, betrügt 1804 000 Mk. (wohl die Van? für Handel und Industrie in Darmstadt), lieber 100 000 Mark Einkommen sind 108 vorhanden, davon vier in Gießen, einer in Friedberg und einer in Bad-Nauheim. — Theater-Neubau. Die Bildhauerarbeiten an der Haiiptfaffade sind soweit gefördert, daß sie in acht bis zehn Tagen beendet sein werden und ein Teil beS Gerüstes an der Südseite entfernt werden kann. Die Lieferung des für den Zuschauerrauin nötigen Gestühls ist der Firnra Th. Brück übertragen worden. Von der Thcater-Baukoin- mission ist das von dieser Firma angebotene Fabrikat Hyan- Berlin angenommen worden. Die Herstellung der Kunsl- glaserarbeiten wurde an Benz u. Nast in Darmstadt, die dec Messingverglasung an I. Hirz in Gießen und die Lieferung der feuerfesten Türen an C. Loch in Darmstadt übertragen. Die Vergebung der Marmorarbeiten steht noch üu5. j Steinbach, 12. Dez. Am Montag ereignete sich in der hiesigen Pitzschen Dampfsägerci ein bedauerliche Unglücksfall; dem Sohne des Besitzers, Friedrich Pitz, wurde durch die Kreissäge ein Dauinenglied abgesägt und die ganze Hand aufgerissen. Der junge, erst seit kurzem verheiratete Mann wird allgemein bedauert. — △ Grebenhain, 12. Dez. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde der seitherige sehr beliebte Bürgermeister Ludwig Jost II. mit 92 Stimmen einstimmig wieder gewahrt. Darmstadt, 12. Dez. Hier gastierte am Hofthealer Herr H. Zoder für das Fach des jugendlichen Komikers. Als Eelestin in der „Mam'zelle Nitouche" erbrachte er den Nachweis, daß er die für die Operette notwendige Geschmeidigkeit besitzt. Auch im Gesang bot er eine gute Durchschnittsleistung. (Zoder gehörte vor einigen Jahren dem Gießener Stadttheater an. Er ist z. Zt. in Danzig engagiert. D. Ned.) h. Singen, 12. Dez. Vom Abg. Reinhard Schniidt hieß es, daß er bei der nächsten NeichStagswahl nicht mehr kandidieren werde. Wie roir erfahren, handelt es sich hierbei wieder um vollständig grundlose Gerüchte. Frankfurt, 12. Dez. Bei den heutigen Stadt- verordneten-Stichwahlen wurden gewählt int zweiten Bezirk (Sachsenhausen): Dröll (forschr.), Weitz (nat.-llb.) Stoltze (Dem.); im dritten Bezirk (Altstadt): Birkenstock (nat.-lib.), Franz (Dem.), im vierten Bezirk (Südwesl): Eich- städt (fortschr.), Kirschner (fortschr.), Kugler (nat.-lib.), im siebenten Bezirk (Bornheim): Gräf (soz.), Tillmann (soz. , B. Schmidt (soz.), im zehnten Bezirk (Oberrad): Bmdcwald (Dem.). Es wurden also je drei Demokraten, Fortschrittler, Nationalliberale und Sozialdemokraten und zwar mit erheblichen Majoritäten gewählt. Die Mittelstandsparlei der ^Vereinigung für kommunale Wahlen* (Zentrum, evang. Vereinigung, Zünftler und Antisemiten) ging, wie bei der Hauptwahl vor drei Wochen, leer ans. Sie hat sämtliche sieben Sitze, die sie zu verteidigen halte, verloren. Die Stadtverordneten-Versammlung setzt sich nunmehr aus 24 Demokraten, 13 Fortschrittlern, 13 Nationalliberalen, 8 Mittelständleru und 6 Sozialdemokralen zusammen. Die Verlegung des gesamten Personen- und Güterbahnhoss Friedberg. △ Friedberg, 12. Dez. Nachdem vor kurzem seitens dec ^isenbahndiceition Frankfurt a. M. hier die Nachricht von der geplanten Verlegung bey gesamten Personen- und Güterbahnhosts eingetrosfen. ist, ist der größte Teil der Bevölkerung unserer Stadt in Aufregung geraten, die teils freudiger, größtenteils aber gegenteiliger, Natur ist. Man kann wohl sagen, daß hierbei das eigene Interesse ausschlaggebend ist. Während etwa % der Bevölkerung von^ der Verlegung des Personenbahnhofs cinc Schädigung ihrer Geschälte und Wertobjekte erwarten, sind die Bewohner des südlichen Stadtteils wegen des dort zu erwartenden regeren Geschäftsverkehrs und der Wertsteigerung ihres Besitzes freudig erregt. Wie gesagt, ist der größte Teil der mittleren und, nördlichen Stadt von der Nachricht höchst unangenehm überrascht worden, zumal die Folgen für eine außerordentlich große Zahi von Geschäften, Wirt- )d)Qiten usw. in wirtschaftlicher Hinsicht sich in niederdrückender Weile zeigen werden. Nun hat der Bürg er verein sich der Angelegenheit angenommen und sie auf die Tagesordnung einer allgemeinen Vürgerversammlung gesetzt, und hier dürsten wohl die beiderseitigen Richtungen zulammenprallen. Die projektierten Neuanlagen werden zirka 500 Meter südlich vom jetzigen Bahnhof kommen, dies woU auch aus dem Grunde, weil dann die Bahnstrecke Friedberg — Homburg eher zweigleisig hergestellt und irt ihrer Einführung in den Friedberger Bahnhos verlegt werden kann, und weil durch die Verlegung die Einführung der schon seit Jahren projektierten Linie Friedberg — Florstad t — Ranstadt ermöglicht wird. Wenn auch die U fatal bahn und die Wettertalbahn anscheinend nicht bis Friedberg durchgeführt werden sollen, so wird Friedberg doch in reichlichem Maße den Uebergangsverkehr auszunehmen haben. Um aber alle diese Projekte ausfuhrm und die damit verbund-enen Verkehrs Weigerung bewältigen zu köimen, genügt weder der Bahnhof selbst, noch die Bahnstechverhältnisse. Zu weiterer Anlage von Bahnsteigen ist der Bahnhof nicht geeignet, ba das Gelände nach dem Rofen- tal jäh absällt, ähnlich dem Gelände am Gießener Bahnhof. Die Verlegung des Gesamtbahnhoss erscheint also als eine unbedingte Notwendigkeit im Interesse Friedbergs und seiner beträchtlich wachsenden Bevölkerung. Man hofft auch, daß die Verlegung nach dem südlichen Stadtteil einen rascheren Ausbau dieses Stadtteils mit sich bringt, der große Flächen besten Baugeländes abgibt. Dadurch kann dem recht empfindlichen Wohnungsmangel, der sich bald zur Wohnungsnot steigern dürste, abgesehen werden. Friedberg hat in den letzten zirka fünf Jahren so zugenommen, daß es sich bei einer weiteren gleichstarken Zunahme in etwa 30 Jahren fast verdoppeln wird. Wie verlautet, hat die Bahnbehörde die Errichtung von Beamtenwohnung e.n ins Auge gefaßt, um in dieser Beziehung einer Kalamität vorzubeugen. SenterIt sei noch, daß die Enenvahnbehörde bereits vor zwei Jahren im Stadt- teil Fauerbach für etwa 250 000 Mk. Gelände ankau,te. Da man aber ursprünglich nur an die Verlegung des Güterbahnhoss dachte, so soll zur Gesamtverlegung des Bahnhofs noch weiteres Gelände angekaust werden. Vermischtes. * Der durch b ie Explosion der Roburitfabrik in Annen angerichtete G e s a m t s ch a d e n beträgt nach der Feststellung der amtlich bestellten Sachverständigen 1 0 2 7 000 Mark. Bei der Stadtratsrasse in Witten sind bis jetzt über 300 000 Mk. an freiwilligen Gaben für die Opfer cingegangcn. * Newyork, 12. Dez. Ein au)'regender Zwischenfall ereignete sich hier bei einem Bioeir ab Kennen. Ttzr italienische Nadrenner Vannoni fuhr mit g.rßer Geschwindigkeit, QiS plötzlich ein Zuschauer den Versuch machte, ihn zu ermorden. Dieser Zuschauer stand aus der dritten Galerie und schleuderte ein großes Bowiemesser gegen Vannoni. Ein Zu- schauer sah die Ge,cchr und rief dem Renner eine Warnung zu. Vannoni machte rasch eine ausweichende Wendung und entging knapp dem fliegenden Messer. Die Leute aus der dritten Galerie warfen sich .am, den Attentäter und versuchten ihn zu lynchen, er entkam aber in der allgemeinen Verwirrung. *Der Bauer mit dem Sonnenschtr m. Die erste Landtagdwahl nach der neuen Verfassung hat ganz Württemberg in große Aufregung versetzt. Der Wahlkampf treibt seltene Blüten. Am Fuße de§ Hohenstaufen liegt das malerische Dorf Eschenbach. Aus dem Orte, das den Namen des berühmten Minnesängers Wolfram trägt, ist der Schultheiß als Kandidat für den Landtag aufgestellt. Aber ein Prophet gilt auch nichts in Eschenbach. Im „Hohenstaufen* veröffentlichen die Bauern eine Erklärung gegen ihren Schultheiß. Ihm wäre schon vom Vater ein gewisser Stolz ein» gepflanzt worden. „AuS meinem Hansjörg, habe er gesagt, habe ich einen Schulmeister gemacht, meinen Andres ließe ich Pfarrer werden, aber dann wäre in Eschenbach kein gescheiter Bauer mehr.* 1886 habe der Sohn, als Geschworener in die Kreis Hauptstadt berufen, gesagt, „er habe sich heute als Feldwebel photographieren lassen, nur schade, vor seinem Vollbart sei der große Wappenknopf nicht zu sehen." Damals trug er aber schon einen goldenen Zwicker. Wähler! ist das Sparsamkeit, wenn sich ein Kuh bauer im goldenen Zwicker als Feldwebel photographieren läßt? — Als Feuerkommandant war ihm der Helm, der ihm von der Gemeinde zugewiefeu wurde, nicht gut genug. Neben dem Waffenrock trägt er noch den Offlziersüberrock; die zweitönige Huppe durfte auch nicht fehlen. Wähler! Da seht Ihr wieder, was er für ein Spar- mann ist. Eines Tages ging er hinaus, um Arbeiter zu beaufsichtigen, die an den Feldwegen beschäftigt waren, und siehe da, er kam in seinem Anzug und mit Sonnenschirm." ♦ Der Toilettenbudget o e r modernen Amerikanerin. Dian predigt und immer wieder, daß die Amerikanerin des 20. Jahrhunderts das vollkommenste Geschöpf unter der Sonne ist, — die einzige Frau, die das Leben von der richtigen Seite anzufassen versteht. Das mag in mancher Hinsicht zutreffen, sicher ist aber, daß die Amerikanerin unserer Zeit auch anspruchsvoller ist als ihre europäischen Mit- schwestern. Eine der elegantesten Damen Newyorks, Miß Morosini mit Namen, deren Vater, em Italiener, in den Diensten des berüchtigten Jay Gould zu Vermögen kann, hat kürzlich allen Ernstes öffentlich erklärt, daß eine Amerikanerin, die ein bißchen was auf sich hält, mindestens 200 000 Doll., also 800 000 Mk. im Jahre gfic ihre Toilette braucht. Die Summe Hingt ganz ungeheuerlich hoch, ober Miß Marosini findet sie eher noch zu niedrig bemessen. Denn sie selbst zeigt sich selten außerhalb ihres Hauses — und wann ist die moderne Amerikanerin zu Hause — zweimal in demselben Kleide. Ein Paar Handschuh zieht sie nie öfter als einmal an, an ihrer Leibwäsche trägt sie ausschließlich echte, kostbare Spitzen, und jedes Paar ihrer Strümpfe kostet 200 Mk. Sie rechnet nun folgendermaßen: Die elegante Amerikanerin unserer Tage braucht 100 Straßen- und Abendkleider, jedes durchschnittlich zum Preise von 4000 Mark; macht allein schon zusammen 400 000 Mk. Die übrigen 400 000 Mk. gehen drauf für: 60 Schlafröcke, das Stück zu 240 Mk., Wäsche im Werte von 80 000 Mk., 50 Paar Schuhe, das Paar zu 200 Mk. und 365 Paar Handschuhe, zu verschiedenen Preisen; Pelzwaren, Schmuck, Taschentücher usw. Dian wird zugeben, daß das ein bischen viel ist. Und wenn es aiich ohne Zweifel jenseits des Ozeans Mllliardärsgattinnen gibt, die jahraus jahrein ein derartiges Vermögen für Toiletlentand zum Fenster hinauswerfen, so darf maii doch annehmen, daß sie nur eine verschwindende Mehrheit bilden, — zum Glück für die Amerikaner, die jJtänner. * E i n Weihnachtsgeschenk von 600 Millionen Mark. Ein anständiges Weihnachtsgeschenk erhalten diesmal die Aklionäre der amerikanischen Great Northern Eisendahn. Jedem Aktionär werden gratis Obligationen der Bahn un Betrage von 10.) Dollar pro Aktie zugeteilt. Ta 1500 000 Aktien vorhanden sind, so ist der Gesamtwert dieser Vergütung nn die Aktionäre 150 Millionen Dollar oder in deutscher Währung mehr als 600 Millionen Mart. * Kleine Tageschronil. In München wurde der L a z a r e t t g e h ü l f e Schulz, der unter A n maßung d e v Amtsgewalt einesStabsarztesFrauen unbMäb - ch e n von Angehörigen des Alllilär-Siandes untersuchte, zur Beobachtung seines Geisteszustandes in das Militär-Lazarett überführt.— In München hat sich der 22 jährige Nechispraklikant Georg Hermann, der einzige Sohn seiner in Berlin lebenden Mutter erfchosien. Er litt an nervösen (Störungen. — Aussehen erregt der Selbstmord desStadtpflegersNeiser von Eßlingen, welcher aus dem Friedhöfe in Eannstadt vergiftet nufgehmben wurde. Die Kasse des Stadtpflegers soll in Crbnung sein. — Nach Genuß von Fischen ,var kürzlich im Kölner Vorort Lindenthal eine Familie lebensgefährlich erf r an £ h Nunmehr ist der Alami gestorben. Die übrigen Familienmitglieder, die Frat» unb drei Kmber, liegen noch schwer frrntt darnieder. — In Trier wurde der städtische V o l l z i e h u n g S b e a m t e Lippmaim wegen 'JB u d) e r § verhaftet. In diese Angelegenheit solleit angesehene Bürger unb em Offizier verwickelt sein. Universitäts-Nachrichten. — Seinen 70. Geburtstag feiert am 16. Dezember der Wirkt. Geh. Rat Professor v. Bergmann, Mitglied des Herrenhauses, Generalarzt (mit dein Range als Generalmajor) ä la suite des Sauttätskorps, Direktor des Klinischen Instituts für Chirurgie, Mitglied der Wissenschastlld)en Deputation für das Mebizinalwesen und des Neichsgesundheilsrates, Vorsitzender des Zentralkomitees für das ärztliche Fortbilbungswesen in Preußen. Der weltbekannte Chirurg ivurbe zu Riga geboren. Seine mebizinisd)en Stubieu absolvierte er in Dorpat, Wien und Berlin. 1860 promovierte er in Dorpat, wurde dann Assistent an der chirurgisd)cn Klinik und habilitierte sich 1864 für Chirurgie daselbst. Am deutsd)-französ. Kriege beteiligte er sich m den verschiedensten Stellungen und kam als Militärarzt bis vor Paris. Nack) Beendigung des Krieges kehrte er nack) Toipat zurück, wo er 1871 ordentlicher Professor wurde. Als der riissisd)-türkisd;e Krieg ausbrad), wurde er zum Konsnlteutchirurg der Tonauarmee ernannt unb trat wieber in den aufregenden Dienst eines Knegsarztes. Nack) dem Fall Plewnas kehrte er nad) Dorpat zurück unb erhielt von verschiedenen Seiten Berufungen, von denen er die nach Würzburg 1878 annahm. 1882 wurde er an die Berliner Universität berufen. 1884 schlug er eine Berufung nach St. Petersburg ans. — Eine d e r j d) u l b e t e Universität. Die Columbia-Universität i n N e w - P o r k, bie größte unb erste m den Bei einigten Staaten, befindet sich in großer Fmanznot. Wie der nugenb(idlid)e Präsident der Alma mater in seinem Jahresbericht erklärt, belaufen fid) die Schulden der Anstalt auf nicht weniger a.s 2 900 000 Dollars. Da außerdem Neu- und Erweite- tun geb nuten dringend notwendig sind, verlangt die Universität einen staatlichen Zuschuß von rund zwölf Millionen Dollar. — 21 n der Technischen H o ch s d) u l e z u D a r in stadt sind im Wintersemester 1906—07 1672 Studierende, 218 Hospitanten und 152 Hörer — darunter 58 Damen — eingeschrieben. Die Gesamtireguenz beträgt sonach 2042. Bon den Studierenden unb Hospitanten ftubicrten 928 Architektur, 301 Jngenieurwesen, 697 Maschinenbau, 355 Elektrotechnik unb 176 Chemie (99 Chemie, 46 Elektrochemie und 31 Pharmazie), währenb 33 der allgemeinen Abteilung angehörten. TerStaatsangehörlgkeit nad) befanden sich unter der Gesamtzahl 439 Hessen, 936 andere Reichsangehörige (darunter 642 Preußen und 112 Bayern) unb 667 Ausländer (banmtet; 523 Russen). Der Lehrkörper der Hochschule besteht aus 32 orbent-, liehen Professoren, 9 Honorar- unb außerordentlichen Professoren,, 37 Lehrern und Privaldozenteu und 47 Assistenten. Berlin, 12. Dez. Die Zulassung der O b e r r e a l s ch u l a b i t u r i e n t c n zu in medizinischen Studium soll, wie mitgeteilt wird, jetzt beschlossene Sache sein. Als Bedingung soll festgesetzt werden, daß sich diese Abiturienten einer Nachprüfung in der lateinischen Sprache zu unterziehen haben, in der die Lateinkenntnisse eines Gymnasialsekundaners verlangt werden dürsten. — E t n R e i f e st i p e n d i n m von 4000 Alk. hat Geb. Justizrat Professor Dr. Berner, der Altmeister der Straf rechtswisien- schaften, soeben der Universität Berlin überwiesen unb zur Erforschung bes Strafsystems int Auslande, besonders in England, Frankreich unb Nordamerika bestimmt. Tie Verleihung des Stipendiums erfolgt durch die Berliner juristische Fakultät. Wer zur Bewerbung zugelasseii werden will, muß Reichsbcmtscher sein unb auf einer benischen Universität die Red)te ober die Staats- Wissenschaften ftubiert haben ober studieren; er muß der e n gli - s d) e n und der französischen Sprache dergestalt mächtig sein, um von ihnen mündlich unb schriftlich ohne erhebliche Schwierigkeiten Gebrand) zu machen. Jeder zulässige Bewerber hm, um das Stipendium zu erlangen, seine wissenschastlid)e Tüchtigkeit durch eine Abhandlung über ein von ihm selbst gewähltes Thema ans dem Gebiete des Strafsystems nachzuweisen. Ter Ab- haiidlung hat der Bewerber seine Umversitäls- ober Examenszeugnisse beizulegen. Die Frist für die Einlieferung ber Bewerbungs- fd)riften an bie Fakultät enbet mit bem 1. Mai. Bauer und Poet dazu. Ein Freund unseres Blattes stellt uns das nachfolgende Gedicht zur Verfügung, das ein Bauersmann in der Um g eg en b von Gießen verfaßt hat. Es heißt: Die alte Zeit. Einst lebte der Glaube an grus'lige Dinge, Da warf nod) der Teufel leibhaftig die Schlinge Auf feiner nächtlichen Zauberfahrt Nach allen denen, die schwankender Art. Längst machte die Wissenschaft allem ein Ende Unb knebelte Hexen unb Teufeln bie Hände, Es leuchtet dem Menschen ein stolzes Licht, Tod; kalt ist sein Sd)ein, behagt ihm nicht. And) ber Bauer von heute ist allerorten Ja längst sd)on ein rechnenbes Wesen geworben, Tas nur realistisch bie Tinge beschaut. Sein Wirken auf feste Grundsätze baut, Tod) kommen zu Zeiten für chn and) Momente, Ta erschlaffen feine so fleißigen Hände. Tann schaut er in bläuliche Fernen so weit, Als weile sie dort, die vergangene Zeit, Unb sieht er bie Zeugen ans Schlenbrians Zeiten Als unnütz Gerät un Winkel sich breiten, Umspielen ihn wohlig, er weiß nicht wie, Reflexe cntfd)roimbener Dorfpoesie. Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Hessen am Freitag, den 14. Dezember: Abnehmende Bewölkung, nur stellenweise geringer Schnee, kälter, nachts Frost. Veränderliche Winde. 2Cird?lid?e Nachrichten. Israelitische Retigiousgemeiude. dotteslnrnit in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 15. Dezember 1906. Vorabend 4.15 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Predigt. Nachmittags 3.30 Uhr. SabbatauSgang 5.15 Uhr. Israelitische NeligiouSgesellschaft. dnHtcsbienQ. Sabbatfeier a in 15. Dezember 1906: Freitag abend 4.00 Uhr. SamSiag vormittag 8.30 Uhr. Predigt. . Nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat°Ane-)ang 5.15 Uhr. Wochengotlesdienst: morgens 7.00 Uhr, abends 8.00 Uhr. LamMen-Nachrichten. Gestorben: Karl 2ldolf Bast in Wetzlar. — Wilhelm Messerschmidt in Ehringshausen. — Lehrer Hermann Teckemeier in Greifenstein. — Joh. Jost Mohrherr in Wolfgruben. — Frau Bertha Fröhlich in Lauterbad). — Elise Katharine Rühl in Alsfeld. Geboren: Ein Sohn dein Pfarrer Sohnins und Frau in Dorlar. — Em Sohn dem Wilhelm Rentzer unb Frau in Lauterbach. Verlobte: Fräulein Gertrub Alünch in Bab-Nauheim mit Herrn Dr. med. Schaaf in Mainz. Orrginal-Drahtmel-ungen. Berlin, 13. Dez. In der Presse lvcrr angedeutet worden, daß der Neick)stags-abg. Roere n zu seinem (Sin* schreiten in der Angelegenheit der Adissionen in Togo und des früheren dortigen Bureau-Vorstcmdes W i st u b a durch einen ersten Schritt des Reichskanzlers veranl aßt worden sei. Ohne der in Aussicht gestellten Parlamentär. Erörterung borgreifen zu wollen, hält es die „Nordd. Äug'. Ztg." für angezeigt, die erwähnte Andeutung an der Hand des altenmäßigen Materials zu beleuchten und kommt zu dem Schluß, daß dem Mg. Noeren eine Vermittlerrolle im Falle Wistuva keineswegs von feiten der Regierung angetra^en worden sei, daß seine Vermittlung vielmehr lediglich für die Erledigung des Missionszwistes in Anspruck) genommen worden fei, daß der Abg. Roeren aber nack) der Erledigung dieses Zwistes versucht hat, unter Drohungen mit parlamentarischen Aktionen und politischen Konsequenzen in ein Disziplinarverfahren einzugreifen, das unter Ausschluß der Missionsangelegenheit gegen Wistuba eröffnet worden war. Köln, 13. Dez. Die „Köln. Ztg." erhält von unten richteter Seite in Deutschostafrika eine Zuschrift, wo- nad) der Aufstand nunmehr als ganz beseitigt anzusehen ist, obgleich noch cme Anzahl von Kompagnien un Felde liegen. Bcele Eingeborene wurden zu Strafarbeit verurteilt. Die Frauen bleiben zu Hause. Da die Felder aber vielfach verwüstet sind, seien die Frauen de m Hungertode preisgegeben. Die Karawanen stoßen in ihrer Verpflegung auf große Schwierigkeiten. Manche Träger seien Hungers gestvrben. Biarritz, 13. Dez. Exkönigin Natalie von Serbien ist hier eingetrofseu. Sie wurde vom Abbä Larrü hierher berufen, um die Juwelen wieder zurück z u n e h m e n, die sie der Kcrck)e St. Eugenie geschenkt hatte. Soeben erfchieneu Adreßbuch 1997 Die bereits bestellten Bücher werden weiter durch unsere Boten zngestcllt. Brühl'sche Nniverfitäts-Druckerei. It. ®.bM "°«°lWd- '5m»nn in bet u Es heißt; Glander (h l'-ht au« 3?>tet Stilen $rn!°Jbtnt. Uen. ^flöten, Ais SÜM nie A-»«Z l«t $*• MrtJ* troiejen JjM'n- onbeS ■ie Wet^lanb, MU SM ^bnBewerbungs. Dinge, °'e schlinge Art. ' ein &ibe e tpänbe, -s Ächi, m nichl. orten en geworden, aut, aut, '4 Momente, »de. ■ Io weit, Zeit, Arians Zetten reiten, t wie, ft. e» am Freitag, den r fteUenroeije geringer Winke. htm. meinde. ^nbanldflf). er 1906. ■( abend? 8.00 Uhr. lfchkft. ।er 1M6*. 16t . htem Lieylor. - Wilhelin r Hermann Tectemein Lollgruben. - J jariiie Rühl mW», -ohnius und Fr-m in ,nd Frau int'auieM ui Lad-Ranheim md wngem eise tu« angeW r e n M fernem Em« u in Togo m-d ches Wistubn dmh Ess SS «.‘iss i, Lj äHiil'i»”31 en itriu» ^tienen -»d e“? ßSSÄ** j." aljl W» stoß-» Die »L SE , fie voN .n yratal^ 0$ rdtn rffll** rfü«1*' Gediegene Lederschuhwaren unerreicht preiswert. »•/ [7240 Wallnüsse In unerreichter Auswahl 7367 Kunsthandlung J. Hirz Telefon 460 5elterswe£ 22 Einrahmungen Geschmackvoll und preiswert K 91/06. Tuch- und 7396 Grosse Auswahl praktischer Weihnachtsgeschenke zu K 11/06 FAFF 6876 K 90, 06 Delikatessen Colonialwaren 10 10 5/201 ’/io Kraft, Neuenweg 48 Zubehörteile stets auf Lager. 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Otto Euler tehenden Liegenschaften der Gemarkung Gießen 38/64 — 1429 qm Grabgarten am Hamm, 88/65 — 424 qm Hofreite daselbst, 38/67 — 1384 qm Hofreite (Schneidmühle) daselbst öffentlich meistbietend versteigert. Auswärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit biud) Zeugnis ihrer Hennatsbehörde ausznweisen. Gießen, den 11. Dezember 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. G r o 8. Hauptvorziige: Sehr leichter, ruhiger Gang, große Dauerhaftigkeit, da alle reibenden Teile auS Stahl geschmiedet nicht gegossen sind. Ausserordentliche Leistungsfähigkeit und tadelloser fester Stich in allen, den feinsten, wie den gröbsten Stoffen. Pfaff-Nähmaschinen eignen sich vorzüglich zur Kunststickerei. Haselnüsse Tafcimandeln Taselrosincn Tasetfcigcn Korbsctgen Maronen Trauben in besten Qualitäten bei Emil Fischbach Influenz-Elektrisiermaschinen u. Nebenapparate Dampfmaschinchen und Betriebsmodelle Experimentierkasten Laterna-magica Stereoskope Elektr. Taschenlampen Donnerstag, den 3. Januar 1907, nachmittags 3 Uhr, lassen die Kinder der verstorbenen Karl Ulm Eheleute aui hiesigem Orts- gericht uffaitlid) erbteilungShalber freiwillig versteigern: Flur 28/257 = 153 qm, Hofreite, Laggärten in den hintersten Scineßgärten 28/258—473 qm Grabgarten das. 28/259 --- 111 qm Ho'reite das. Gießen, den 11. Dezember 19o6 Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. |Bl7n Sämtliche Backzutaten. Prima Land- und Süssrahmbutter in nur frischer und bester Qualität. 7065 [B% = 110 qm Grabgarten daselbst = 136 qm Grabgarten daselbst IB,1/1S Versteigerung. Freitag, den 14. dS. MtS., nachm. 3 Uhr soll im städtischen Psandlokal, Selters,reg 11 dahier, ein Kassenschraut veriteigert roerber.. 7316 Gemmecker, P:andmeister. werden. Auswärtige Bieter haben sich durch ein Zeugnis ihrer Heiinals-- behörde über ihre Zahlungsfähigkeit anszilweisen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. [Bn!n 3£inderschhtten August Kröll 7303 Seltersweg 12._________ . K 78 06 Donnerstag, den 3. Januar 1907, nachm. 3 Uhr werden aui hiesigem Ortsgericht die vor dem Namen des Heiirr. EarlS und Eheirau geb. Hell slehendeii Grundstücke der Gemarkung Gießen 1/48 710 = 490 qm Hofreite in der Stephansmark 1/43*/,. — 243 qm Grabgarten * daselbst l/1188 7,0 = 68 qm Hofreite bei der Kirche 5/2014/10 --- 149 qm Hoirette im (tzünthersgrabrn Weinstube und Weinhandlung Seibel Ludwigsplatz 13 empsiehlt ihre prima Rhein* und KfoseBweine per Flasche von 50 Pfg. an, sowie vorzügliche Rot» und Südweine, Kiern, Cognac, Arrac und Liköre Donnerstag, den 17.Januar 1907, nachmittags 3 Uhr werden aiif hiesigem Ortsgericht die vordem Namen des Joh. Gg. Seipp stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen 3/112,3 = 143 qm Grabgarten am Brennofen, stoßt an die Wiese 3/112,6 — 381 qm Hofreite das. öffentlich meistbietend versteigert. Auswärtige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit durch Zeilgnis ihrer Heimatsbehörde auszuweisen. Gießen, den 11. Dezember 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. in Haushaltungsartikeln und Küchengeräten billigen Preisen. Carl Müller, Blockstrasse 12. „fulfflinel“ berühmtes Metallpntz- mittel für Blech, Messing. Kupfer, Nickel, Silver und @olö. | Greift nicht an, fchmiert nicht, sparsam im Der- 7375 Vranch. Flaschen ä 20, SO, 50 Pfg. Linrslaschen 1.50 Ml. Alleiniger Fabrikant W. Kilbinger, Inhaber der i/öwcnbrogerie, Gießen. Bilder gerahmt und un^erahmt, aparte Stücke 1/178 — 91 qm Öi 1/179 = 27 qm Si , , 1 180 = 282 qm Hofreite daselbst 1/181 — 66 qm Hofreite daselbst 1/182 = 416 qm Grabgarten da . öffentlich meistbietend versteigert 1/178 ---- 91 qm Hofreite daselbst 1/179 — 27 qm Schlippen daselbst 1/180 = 282 qm Hofreite daselbst 1/181 = 66 qm Hofreite daselbst 1/182 = 416 qm Grabgarten das. öffentlich meistbieteiid versteigert roeibe». Auswärtige Bieter haben sich durch ein Zeugnis ihrer Heimats- behörde über ihre Zahlungsfähigkeit auszmveisen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. [B”/,. K 88,06 Donnerstag, den 3. Jaunar 1907, nachur. 3 Uhr werden auf hiesigem Ortsgericht die vor dem Na,neu des Heinr. CarlL und Ehefrau geb. Hell stehendeii Griindstücke der GemarkiUig Gießen 1/43 ’/w — 490 qm Hofreite in der Stephansmark 1/43•/„ = 243 qm Grabgarten daselbst 1/1188 = 68 qm Hofreite bei der Kirche 5/201 */m = 149 qm Hofreite ün Günthersgraben 5/2017,0 = 110 qm Grabgarten daselbst 5,2017,o = 186 qm Grabgarten daselbst 5/2017,o --- 151 qm Hofreite das. 1/104*7,00 = 281 qm Hofreite auf dem Seltersweg 1/104 *7,0« = 191 qm Hofreite das. 1/175 --- 90 qm Hofraum aus dem uetien Weg 1/178 = 91 qm Hofreite daselbst 1/179 = 27 qm Schlippen daselbst 1/180 = 282 qm Hofreite daselbst 1/181 = 66 qm Hofreite daselbst 1/182 = 416 qm Grabgarten das. öffentlich meistbietend versteige« merdeii. Auswärtige Bieter haben sich durch ein Zeugnis ihrer Heimatsbehörde über ihre Zahlungsfähigkeit allszuweifen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. Ortsaericht Gießen. r o s. IB28/.. K 79/06 Donnerstag, den 3. Januar 1907, nachm. 3 Uhr werden auf hiesigem Ortsgericht die vor deni Naiuen des Heinr. Carls uiid Eheirau geb. Hell steheildeii Grundstücke der Gemarkung Gießen 1/43 7„ = 490 qm Hofreite in der Stephansmark 1/43 7,0 = 243 qm Grabgarten “ daselbst 1/1188 7h = 68 qm Hofreite bei der Kirche 5/2017ie = 149 am Hoirette im Günthersgraben 5/2017W ---- HO qm Grabgarten daselbst 5/201 7u> = 196 qm Grabgarten daselbst 5/2017,0 = 151 qm Hofreite das. 1/104 *7,0, = 281 qm Hoireite auf dem Selterswea 1/104 *7,oo = 191 qm Hofreite das. 1/175 = 90 qm Hoiraum auf den: neuen Weg — 151 qm Hofreite da. 1/104 sYf100 — 281 qm Hofreite au dem Selterswea 1/104 *7,06 — 191 qm Hofreite da . 1/175 = 90 qm Hoiraum auf dein neuen Weg wfrelte daselbst von Mk. 10.— an. Aeltcre Sachen besonders billig. Holz- und Messing - Garnituren, pwck,«. Bloedner Seitersweg Zn Weihnachten empfehle mein reichhaltiges Lager in: khriDäüMiheil-Lttkkiii. 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Iß”/“ K 83/06 Donnerstag, den 3. Januar 1907, nachm. 3 Uhr, werden auf hiesigem OrtSgericht die vor dem Namen des Earl Neffeldreher u. Ehefrau, geb. Schunk stehenden Grundstücke d. Gemarkung Gießen 2/38 = 617 qm Grabgarten im Gartfeld 2/38,5 = 247 qm Hofreite das. öffentlich meistbietend versteigert. Auswärtige Bieker haben sich über ihre Zahlnngssähigkeit durch Zeugnis ihrer HeilnatSbehörde auszuweiseit. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. Ortsgericht Gießen. Gros. IB’T“ I »FAFF -Nähmaschinen Miihrlettcll! Elegante Neilhelten zuWeihuachtsgeschenken geeignet, sowie alle son- stigell Haararbeit, tuev- den aut und billig angefertigt. 0 SpezialUät 16897 in grauen u. weißen Haaren. Heinrich Tichy SelterSweg43, Ecke Goetheslraße. chupveii daielbst Goldene Brillen und Pincenez empfiehlt 7204 Emil Schmidt 16 Neuenweg 16. K 76/06 Donnerstag, den 3. Januar 1907, nachm. 3 Uhr, werden auf: hiesigem Ortsgericht die vor dem Nanlen des Earl Nesseldreher u. Ehefrau, geb. Schunk stehenden Grundstücke d. Gemarkung Gießen 2/88 = 617 qm Grabgarten im Gartfeld 2/38,5 = 247 qm Hofreite das. öffentlich meistbietend versteigert. Ausivärkige Bieter haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit durch eugnis ihrer Heilnatsdehörde uszuweisen. Gießen, den 27. Novbr. 1906. Großh. OrtSgericht Gießen. GroS. IB’T“ 5868 Taschentüchern und —.50, -.75, I. .60, 90, I. Taschentuch für Damen Taschentuch, Schweizer Stickerei, » .50 ,60, -.90, I 25, 150 Reinleinene Herren- und Damentaschentücher bis zu den teuersten Preislagen. A. Salomon & Clo 0 4 Schußstrasse 4 u e zwischen Gießen, den 10. Dezember 1906. enorm billig 7330 Professor Georg Lticker Dr. meä. Gesundheit und Erziehung 5 Mark CUL. Würfeln su 10 Psg. für 2 Teller Suppe von unerreichter Güte in Faselochsenfleisch 5OPsg.|L"/' Verlag von Emil Roth in Giessen Ofenvorsetzer, Kohlenkasten WiwMfwr Echt I Kü'mbaciier Exportbier • 8 Schwächlichen, Blutarmen u. Rekonvaleszenten sehr zuträglich 8 i Schwächlichen, Blutarmen u. 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Bei dem unterzeichneten Amtsgericht sind die Sitzungen, AmtStage und Geschäftsstunden wie folgt festgesetzt: A in Schöffcnfachen: 10. u. 31. Januar, 21. Februar, 21. März, 11. April, 2. und 30. Mai, 20. Juni, 18. Juli, 8. August, 5. und 19. September, 3. Oktober, 14. November' 12. Dezember beginnend vormittags 81/, Uhr. B itt Feld- und Forstfachen: 28. Februar, 25. April, 27. Juni, 29. August, 31. Oktober, 19. Dezeniber, erstere beginnend vormittags 8% Uhr, letztere vormittags 10 Uhr. C in Sachen der streitigen Gerichtsbarkeit: ieden Donnerstag mit Ausnahme der Schöffen-, Feld- und Forst- gerichtstage. ZZ Amtstage in der freiwilligen Gerichtsbarkeit: ieden Mittwoch von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 5 Uhr nachmittags. E in Gruudbuchsachen: Montag von 8 bis 12 Uhr vormittags und in der Zett vom 15. Juli bis 15. September Mittwoch von 8 bis 12 Uhr vormittags. ^die Geschäftsstundeu der GerichtSschreiberei an allen Werktagen von 10 bis 12 Uhr vormittags, am Mittwoch außerdem von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 5 Uhr nachmittags. B„, Laubach, den 10. Dezember 1906. /w Großh. Amtsgericht. und Wohlgeschmack sind. Nur mit Wasser in wenigen Minuten zuzubereuen. Bestens empfohlen von Robert Stuhl, LMchMiW, NchM 28. Warenhaus Ge$c6w. Seelfog wetzsteittstr. 45 empfiehlt wetzstelnstr. 45 Spiclwarcn Geschellkartiktl Mutme- HDH KllllHattllllgDllrkll in größter AllSWhl khristbaWslhmiill Lichter Lichterhalter Schön geb. Zwette vermehrte Auflage Schanzenstr. 18 Orpheum Schanzenstr. 18 Täglich grosse Variete-Vorstellung 8 Damen. Anfang 8'/, Uhr. 2 Herren Entree ä Person 1. Platz 60 Psg., 2. Platz 40 Pfg. Es ladet ergebenst em 172451 f» nfeiisa« ist der Waschtag von der Zeit ab, wo die be,ieble Original- Rifiel - Dampf -Waschmaschine in Gebrauch ist. Auf Wunsch eine Maschine zur Probe. 7359 J. Häuser. 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