Are heutige Dummer umfaßt 10 Seite«. Hoskostgangerek. Präs entationspflichtew oder um den ranostanor>a)en vruslchnß handelt, scheidet bei der sachlichen Beurteilung der Dinge, um die es sich hier handelt, zunächst aus — galt bisher durchaus nicht als cinwandSfrer, im Gegenteil, gerade an der Erfüllung der sogenannten Repräsen- tatwnspslichten scheiterte die Verständigung iioec die Vizepräsideu- tenfrage. Die Meinungen in der Partei gingen darin bekannt- Ilch auseinander. Schreiber dieses steht schon lange auf dem Standpunkt, daß die Erfüllung der heute noch üblichen und von der bürgerlichen Mehrheit sür gewisse Körperschaften als un- entbehrlich erachteten Repräsentationspflichten kein Grund für uns bilden sollte, auf den Anspruch bestimmter Posten ohne weiteres zu verzichten." Danach muß man die Hoffnung, die auch die deutschen Börsen bisher zu erkennen gaben, daß die Parteien einander doch noch entgegenkomnien werden, um die allgemeine Kalamität eines großen Kohlcnarbeiterstrciks dem Volke zu ersparen, auf die niedrigste Stufe stellen. Die Aussicht, daß man in Berlin zu einem anderen Ergebnis als in Essen kommen wird, ist sehr gering. Ein Eingreifen der Negierung würde wohl auch nicht viel helfen. Ihr bürdet man ja die ganze Schuld auf, und es ist ja nicht zu leugnen, daß sie und das NeichSparlcrrmmt einen Teil der Schuld an der Ver- teuerung der Lebensmittel tatsächlich tragen. Wir meinen, die reichen Kohlenbarone würden nicht nur im eigenen, und nicht nur im Interesse ihrer Arbeiter, sondern im Interesse des ganzen deutschen Volkes handeln, das Kohlen braucht wie Brot, wenn sie im Hinblick auf die allg. Teuerung dem Gesuch der Bergarbeiter um Lohnerhöhung sich doch noch entschlössen das Wohlwollen entgegen zu bringen, da§ eS verdient. Es wäre ein bedauerliches Zeichen von Nervosität, wenn in jeder Bestrebung der Arbeiter um Aufbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage ein Versuch zu klassenkämpfcrischer Kraftprobe gesehen würde. Es werden doch gegenwärtig auch Staatsbeamte vorstellig um Gehaltserhöhung, und viele Kommunen gewähren ihren Angestellten aus freien Stücken höhere Bezüge oder TeuerungSzulagen. Da kann das Verlangen der Bergarbeiter nicht unbillig genannt werden. Allerdings müssen sich die letzteren davor hüten, ein politisches Moment in die Lohnbewegung hinein zu tragen, mit dem Streikscuer zu spielen, und die Männer von der (Siebener- kommission können sich kein größeres Verdienst erwerben, als indem sie auch jetzt noch unausgesetzt zur Besonnenheit und Mäßigung mahnen. Lotttische Cagesfchg«. Mit dem neuen Buchdruckertarif beschäftigen sich wie in Gießen, so auch in verschiedenen anderen Städten die Buchdruckergehülfen. In Berlin empfahlen die Mitglieder des Tarifausschuffes die Annahme des Tarifes, fanden aber bei sämtlichen Rednern Widerspruch; es wurde erklärt, die Gehülfen hätten bei den Verhandlungen .nichts" (!) erreicht. Der Zentraloorsitzende des Verbandes, Döblin, der nicht anwesend war, wurde heftig wegen seines Verhaltens angegriffen. Ihre Ansicht über den neuen Tarif sprach die Versammlung in folgendem einstimmig angenommenen Beschlüsse aus: Zur ^oi-nvcwegung im ZZergöau. 2)ie für den 22. Oktober nach Berlin einberufene Versammlung aller deutschen bergbaulichen Vereine wird von entscheidender Bedeutung sein für die Gestaltung des Lohnkampfes im Kohlenbergbau. Aus dem Verlauf der großen Bergarbeiterbewegung vor zwei Jahren weiß man allerdings, daß die Berg Herren, namentlich des Westens, nicht gerade darauf brennen, die Erwartungen des deutschen Volkes in Rücksicht zu ziehen. Ueber den damaligen Handelsminister Möller wurde von diesen Bergherren, seinen früheren Berufskollegen, etwas von oben herab geurteilt. Der im Osten heimische, mit den Verhältnissen des Westens weniger vertraute Minister Dr. Delbrück dürfte in den bergbaulichen Unternehmerkreisen erst recht nicht als sachverständige Respektperson gelten. Auf seine Veranlassung stellte das Oberbergamt Dortmund Erhebungen über Lohnhöhe und Arbeitssperre bei den Kohlenzechen durch Revierbeamte an. Festgestellt ist, daß die Löhne steigend sind und daß eine Arbeitersperre auf Grund von Vereinbarungen der Betriebsführer besteht. Aus Essen a. d. Ruhr kommt nun heute folgende überaus wichtige Meldung: Das Ergebnis der V o r st a n d s s i tz u n g des Bergbaulichen Vereins be>teht darin, daß die Forderung einer 15-prozentlgen Lohnerhöhung abgelehnt wird mit der Begründung, daß sich bereits eine Aufbesserung der Löhne vollzogen habe. Dagegen erkennt der Bergbauliche Verein bie Verteuerung der Lebens mittel an, meint jedoch, daß brer eine Schuld derötegierung vorliege, welche durch Abänderung d e r Z o l l p o l i t i t und der Bieheinfuhr Remedur schaffen müsse. Ans SiaOt uno tiano* Gießen, den 17. Oktober 1906. ** Die Staatsprüfung für den Justiz- und Verwaltungsdienst, der sich 22 Kandidaten unterzogen, begann gestern zu Darmstadt. Das Examen soll ernt 26. d. M. beendet fein. •• Der sozialdemokratische Beigeordnete. Nach auswärtigen Blättern wird in der zweiten Kammer die Bestätigung der Wahl des Sozialdemokraten Eißnert zum Beigeordneten zur Sprache gebracht werden. Auch die rechtsnationalliberalen Kreise des Großherzogtums seien durch diese Bestätigung peinlich berührt. -s- Heuchelheim, 15. Okt. Heute entdeckten die hiesigen Jeldgeschworenen bei ihrem Grenzgange an der Grenze des Heuchelheimer Waldes reife Heidelbeeren und außerdem zahlreiche Stöcke, die in voller Blüte standen. Man brachte von den reifen Früchten mit in den Ort, um den Leuten diese Seltenheit zu zeigen. O Krofdorf, 15. Okt. Die Zusammenlegung der Ländereien in der großen Feldmark der Gemeinden Krofdorf und Gleiberg macht auch eine Verlegung der Haupt- traße Gieß en-Krofdorf zur dlohvenbigfeit. Der an ber «Seemühle" oorbeiführenöe Wea wird zugeworfen und Die Milit'arforderungen. Wegen der in Aussicht stehenden Militärforderungen sucht die Reichsregierung zu beschwichtigetl. Halboffiziös wird bemerkt, es sei gar fein Grund, sich dieserhalb aufzuregen, denn die Forderungen enthielten für den Reichstag nichts neues, da sie in der Budgetkommission wiederholt erörtert worden seien. , Soweit die Umbewaffnung der Feldartillerie in Frage kommt, ist das allerdings geschehen, aber die betreffenden Erklärungen des Kriegs Ministers v. Einem deuteten nicht darauf hin, daß die allgemeine Einführung der Rohrrücklaufgeschütze mit Schutzschilden so nahegerückt sei. Offenbar ist auch der Schatzselretär Frhr. v. S t e n g e l durch die Forderungen der Heeresverwaltung überrascht worden, sonst wäre er nicht zusammen mit General v. Einem zum Fürsten Bülow geeilt. Die Budgetberechnung des Schatzseiretärs drohte ossenbar verschoben zu werden; man hat sich deshalb, wie wir schon mitteilten, geeinigt, die Kosteri der llrtärford erringen auf mehrere Jahre zu verteilen, woraus ohne weiteres hervorgeht, daß es sich um sehr beträchtliche Summen handelt. Wird nun die Neuerung seitens der Militärverwaltung für so dringlich erachtet, daun muß die Notwendigkeit vor- lieAen, die deutsche Armee wieder irgend einer auswärtigen äiim mfinPeft.eu. gleich,wertig zu! erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden iin Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien» blätter viermal ht der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch-rr. Stein- b ruderet. R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Scknlstraße 7. Redaktion 113 Verlag u.Exped, etg^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Vezugüpret-i monatlich 75Ps., viertel- jäbrlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePostMk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg, Annahme von Anzeigen für die Tagesnumm« bis vormittags 10 Uhr. ZeilenvreiS: lokal 12 Ps* auswärts 20 Psg. Verantwortlich tür den polit. und öligem, Teil: P. Witlko- für »Stadt und Land" und .Gerichtssaal"! Ernst Heß; sür den An- seigenteil: HanS Beck. machen, und anderseits muß die deutsche Wasfenfabrikation in der Lage sein, schlechthin vollendetes Material zu lresern, denn die Militärverwaltung könnte sich nicht zu einer in die Millionen gehenden Ausgabe entschlreßen, wenn sie auch nur den geringsten Zweifel an der Vorzüglichkeit der fraglichen Neuerung in der Bewaffnung hegte. Gerade General v. Einem hat sich aus diesem Grunde geraume Zeit hindurch dem Rohrrücklausgeschütz mit Schutzschild gegenüber ablehnend verhalten und als Freund des Feld-Schnellseueraeschützes bekannt. Im Reichstag werden über die artilleristischen Neuforderungeu wohl nicht viel Worte gemacht werden, die Bewilligung mit allen Stimmeti gegen die Sozialdemokraten darf als sicher gelten. Da die Kosten auf mehrere Jahre verteilt werden sollen, greift die finanzielle Wirkung dieser mUi* tärischeu Vorlage am Ende noch auf die nächste Legislatur» Periode über. Aber auf die Neuwahlen zum Reichstag hat sie schrverlich Einfluß, diese tverden unter einem anderen Zeichen, vielleicht dem der Flottenvermehrung, vor sich gehen. rium des Innern, Dr. v. Sandt, den Roten Adlerorden ö. Klas,e mrt der Schleife, dem Rektor Geheimrat Jacobi den Kronenorden 3. Klasse. Zur Frühstückstafel, die heute mittag im Palais Schaumburg stattfand, toarert u. '.r Maschinenscher um eine chalbe -stunde ist für die Gehülfenschaft unannehmbar. Die Versammlung ersucht den Zentraloorstand, neue Verhandlungen mit der Prinzipalitat auf dieser Grundlage m die Wege zu leiten. Will die Prinzipalität erneute Verhandlungen ablehnen, so ist unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen." Der Vorsitzende Massini forderte die Versammelten auf, ruhig weiter zu arbeiten, bis eine außerordentliche Generalversammlung Beschlüsse gefaßt habe. Ferner haben sich die Buchdruckereigehülfen der. Bezirke Düsseldorf, Barmen und Elberfeld in ablehnendem, beziehungsweise mißbilligendem Sinne gegen die neuen Tariffestsetzungen ausgesprochen. In Königsberg wurde der neue Buchdruckertarif und der Organisationstarif mit zweidrittel Mehrheit abgelehnt. Dagegen erklärte sich in Dresden eine Buchdruckergehülfen- Versammlung gegen eine starke Minorität mit den Tarifabmachungen einverstanden unter der Bedingung, daß auch den mit mehr als 3 Mk. über das Minimum entlohnten Gehülfen eine Zulage gewährt wird. Ferner forderte die Versammlung unbedingt die Erhöhung des Lokalzuschlags von 17 % auf 20 Prozent, um mit Leipzig auf die gleiche Stufe zu kommen. Angesichts der überwiegend ablehnenden Haltung der Gehilfen hält der Vorstand des Verbandes der deutschen Buchdruckereigehilfen es jetzt für an der Zeit, auch seinerseits die Rechtslage klarzustellen. In einem Appell an die Verbandsmitglieder sagt er, daß in den meisten Fällen eine vollstäikdige Verkennung >er derzeitigen Verhältnisse im Gewerlle das ablehnende Urteil der in Frage kommenden Versammlungen diktiert habe, und daß die Art und Weife, wie man zu, den einschlägigen Verträgen Stellung genommen habe, dazu angetan sei, £tie Interessen des Verbandes und einer Mitglieder auf das schwerste zu schädigen. Man erinnert sich der heftigen Preßereiferungen um Ulrichs Teilnahme am Parlamentsdiner und der kurzen Konversation zwischen Großherzog und Sozialdemokrat. Jetzt nimmt der sozialdemokr. ,Volksfreund" in Karlsruhe feinen Freund Abg. Geck gegen Vorwürfe in Schutz, die gegen ihn wegen Teilnahme an einer Mahlzeit bei dem Prinzen Karl von Baden erhoben worden sind: „Es handelt sich hier nicht um irgend welchen Prinzipien- v er stoß, sondern um einen rein gesellschaftlicffen Vorgang. Warum sollte der Vertreter der Sozialdenwkratie einer persönlichen und gesell,chaftlichen Einladung eines prinzlichen Kcrmmerkollegen keine Folge geben? Es wird doch wahrhaftig niemand glauben, daß die sozlalmische Ueberzeugnng des Genossen Adolf Geck oder dre sozraldemokratische Partei dabei zu Schaden gekommen ist. Prmz Kan i|t Präsident der ersten Kammer und als solcher Vor- sitzender des landständischen Ausschusses. Als solcher, nicht als Pnnz von Baden, hat er die Einladung ergehen lassen. Wenn demgegenüber die Pfalz. Post (das Organ des Reichstagsabg. Ehrhafi-Ludwigshafen) bemerkt, daß, falls die Esserei zu den Reprasentatwnspflichken des landständischen Ausschusses gehörte, gegen dre ^.erlnahme von Sozialdemokraten „natürlich nicht das geringste einzuwenden Iväre" so muß demgegenüber zunächst hervorgehoben werden, daß dem landständischen Ausschuß gar kerne Repräsentationspflichten obliegen. Di-r'e Auffassung der Psälz. Post war aber brslaiig in btr sozialdemokratischen Partei auay durchaus mcht selbstverständlich. Die Erfüllung solcher „Re- nspflrchten" — ob es srck dabei um das Präsidium den landständischen Llusschuß handelt, scheidet bei der die neue Straße kommt weiter oberhalb nach dem Gleiberg zu liegen. § Kirchgöns, 16. Oft Hier hielt am Sonntag,der Wetter an-Lahngau-Sängerb und einen Sängertag ab, der sich unter anderem mit der Ueberuahme des ersten Bundesfestcs beschäftigte. Da sich nur Großen- Linden und Leihgestern gemeldet hatten, und Leihgestern die Meldung wieder zurückzog, so wurde dem Gesangverein Germania - G r o si e n - L i n d e n das am 2. Juni 1907 stattfindende erste Bund essest übertragen. Das Fest wird mit einem Wettsingen der Bundesvereine (ohne Wertprcisc^ verbunden sein, und cs steht außerdem dem festgebenden Verein noch frei, Gastvereine einzuladen, bezw. für diese euren besonderen Wettstreit einzuricbtcn. Den Bundesvereinen sind für das Wettsiugen vier Volkslieder aufgegeben, aus denen der vorzutragende Chor erst vor Beginn des Singens ausgelost luird, außerdem sinat jeder Verein noch einen selbstgewählten Cbor. Die Volkslieder, die bei Gelegenheit des Sängertags bestimmt wurden, sind: 1. ,,Mein Mädel hat einen Nosenmund", 2. ,.D wunderbares tiefes Schweigen", 3. ,.Soldatenliebc", 4. „Die drei Röselein". Die Bundesleitung hat besondere Abmachungen ,mit den Verlegern getroffen und für den Bezug der Müsikalien für die Bundesvereine außerordentlich günstige Bedingungen erreicht. Auch die Eröffnung der Vartitur-'n-Bibliothek stellte der Bundes-Cbormeister in baldige Aussicht. Zur nunmehrigen endgültigen Zusammenstellung der Bundesleitung fanden noch Ergänzungswahlen statt. Die Bundesleituna besteht nunmehr aus den nachstehenden Herren: Krapf- Leihgestern 1. Dorf., Bolte-Lollar 2. Bors., Gernhardt-Gießen Bundesdirigent, Schäfer-Leibgestern Schriftführer, Taubert- Lollar Rechner, Lehrer Buß-Leihgestern Bundcsbibliothekar, Weiß-Großen-Linden, Tillmann-Lollar, sowie Vertreter der Gesangvereine Germania-Großen-Bnscck und Quartettverein Freundschaft Herborn (Namen standen noch nicht fest) als Beisitzer. Der Bundesverein Germania Kirchgöns sang unter Leitung seines Dirigenten Hrn. Buchholz-Frankfurt einige Lieder, die von gutem Stimmaterial und Schulung des Vereins beredtes Zeugnis ablegten. t Butzbach, 15. Oft. Eine Frau, die am Samstag abend in die Wohnung der Schuhmachers Eheleute Lehr in der Langgaffe wollte, stürzte auf dem dunklen Hausflur die offenstehende Kellertür hinunter, kam aber zum Glück mit einigen unbedeutenden Verletzungen davon. — Einem Lackiererlehrling entlud sich heute früh Bet der Arbeit eine in der Hosentasche aufbewahrte Flo- b er t-P i st o l e. Die Kugel drang etwa einen Zentimeter tief in den rechten Oberschenkel und mußte vom Arzt entfernt werden. tz Laubach, 16. Oft. Das August 'Klipsteinsche Haus, in Nähe des Spritzenhauses gelegen, ging bei der zweiten genehmigten Versteigerung zum Preise von 6930 Mark an Bäckermeister Friedrich Hellwig über. Für die Erwerbung des Vorgartens find noch 600 Mk. besonders zu zahlen. TL B. Darmstadt, 16. Okt. Heute vormittag gegen 11 Uhr bat sich der 51 Jahre alte Arbeiter T. in einer Wagenhalle in der Eschollbrückerstraße mit einem Kavalleriekarabiner in selbstmörderischer Absicht einen Schuß in den Kopf beigebracht und war sofort t o t. h. Homburg v. d. H., 16. Oft. Reichskanzler Fürst Bülow und Gemahlin sind heute abend oßgereift. d. Fulda, 15. Okt. Der 45jährige städtische Techniker Kkemann, der dienstlich am Sammelbassin der Wasserleitung zu tun hatte, fuhr nachts um 11 Uhr mit seinem Motorrad zurück. Er verlor die Herrschaft über das Rad, das erst seit einigen Wochen in seinem Besitz ist, und rannte in schnellstem Tempo gegen einen Baum. Mit zerschmetterter Hirnschale sank er tot zu Boden. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 16. Oktober. (Sitte Karuffellgeschichte. Die Gendarmerie batte den Karussellbesitzer I. F. Sch. von Nieder-Wöllftadt angercigt, weil er ohne Polizei- ftt&e Erlaubnis sein Karussell in seiner Hofreite in Betrieb setzte. Es erging gegen ibn ein Strafbefehl in Höhe von 3 Mark, dem er mit der Begründung widersprach, daß er für seinen Karussellbetrieb als stehendes Gewerbe Gewerbesteuer bezahle und, er zum Betriebe in seiner Hofreite eine Erlaubnis der Polizei nicht benötige. Tas Schöffengericht kam zum Frci- spruch. da nur zum Betrieb aus Straßen und öffentlichen Plätzen eine Erlaubnis erforderlich ist, die Hofreite des Besitzers aber, trotzdem sie dem Publikum allgemein zugängig war, nicht als öffentlicher Platz angesehen werden konnte. Aus Wunsch der Verwaltungsbehörde focht die Staatsanwaltschaft das Urteil an, da es sich um exnc prinzipielle Frage handelt. Nach den Ausführungen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung geben die Ansichten der. höheren (Berichte auseinander. Tie Strafkammer trat der Auffassung des Schöffengerichts bei und verwarf die Berufung der Staatsanwaltschaft, indem sie dem Angeklagten den Ersatz der notwendigen Auslagen zufvrach, wozu auch die Kosten des Rechtsanwalts gehören. Das Oberlandesgericht dürste sich «ls Revisionsinstanz demnächst auch mit der Sache zu befassen haben. Zechprellereien. Der Kutscher D. G. von Kob"rg trat im verstossenen Sommer bei einem Brauereibesiker zu Schmalkalden in Dienst'. Er erhielt von seinem Dienstherrn unter der falschen Vorspiegelung, «r wolle seiner Frau Geld schicken, außer seinem verdienten Lohn 10 Mark Vorschu.ß. mit dem er sich heimlich entfernte, ohne seiner Frau etwas zu schicken. Nachdem er das Geld durchgebracht hatte, ging er zu Fuß nach Oberhessen und verübte in mehreren Ortschaften Zechprellereien. In Homberg a. d. O. gab er sich als Kaufmann aus und erschwindelte sich unter falschem Namen verschiedene Geldbeträge. Er vermietete sich zu einem Arzt, der bald merkte, daß seine Zigarren, sein Wein, Bier und andere Getränke rapid abnahmen. Als seine Betrügereien an das, Tageslicht kamen und seine Verbaltung erfofqt war, fand sein Nachfolaer etwa 20 Wein- und Bierflaschen im Bett versteckt, sodaß die Vermutungen seines Tienstherrn, der von Anfang an be - Ansicht gewesen' war, er habe es mit einem Dieb HU tun, sich vollauf bestätigten. Der Angeklagte war in vollem Umfang geständig und die Strafkammer verurteilte ihn wegen sechsfachen Betrugs zu 1 Jahr Gefängnis Wegen der Entwendung der Getränke und der Zigarren, das als Mundraub aufgefaßt wurde, erhielt er eine durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu erachtende Haststrafe von einer Woche. Außerdem wurden ihn hrn Wochen der erlittenen Untersuchungshaft als verbüßt auf die Strafe anaerechnet und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte a"f 3 Owbre abaesurochen. Eine Urkundeufälfchnug. Einige Bewohner von st a n g e n b e r g h e i m hatten eine Beschwerdeschrift gegen den Bürgermeister an das Kreisamt verfaßt und diese mit Unterschriften versehen bereits dem Postboten übergeben. Der Schweinehirt I. Sch. II. ließ sich den Brief noch einmal zurückgeben; er radierte seinen Namen ans und schrieb den Namen eines anderen ohne dessen Wissen und Willen hin. Nachdem gegen ihn Anllage wegen Urkundenfälschung erhoben worden war, bestritt er die ihm zur Last gelegte Tat. ©r hatte aber zuvor in einer Wirtschaft hie Aeußerung getan, er habe hem Böhlerhannes sein Name geschrieben, er sei doch zu dumm dazu. In der Verhandlung gab er die Möglichkeit zu, den Namen geschrieben zu haben, er will aber so betrunken gewesen sein, daß ihm jegliche Erinnerung fehlt. Auf Grund der Beweisaufnahme hatte das Gericht keinen Zweifel daran, daß der Angeklagte die Tat verübt hat und zwar in zurechnnngs- ähigem Zustande, weshalb es ihn zu einer Gefängnisstr a f e von 14 Tagen verurteilte. Strafmindernd kam in Betracht, daß er die Tragweite seiner Handlungsweise nicht voraussah; ebenso seine mangelnde Intelligenz, trotzdem er sich für gescheidter hielt, als der Böhlerhannes. Eine erfolglose Berufung. Wegen gegenseitiger Körperverletzung wurden durch das Schöf- engerirfit Laubach der Gastwirt I. K. D. von Villingen zu 25 Mark Geldstrafe, her Metzger K. D. III. au 100 Mark und der Geschäftsführer H. D. V. zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt. Letzterer, der mit den andern zwei, wovon der eine sein Bruder und der andere sein Onkel ist, schon seit Jahren in bitterster Feindschaft lebt, hatte gegen seinen Onkel eine unangemessene Aeußeriing getan, die von diesem in gleicher Weise erwidert wurde. Er schlug nun mit einer Peitsche auf seinen Onkel los und als dies sein Bruder sah, kam er dem Onkel zu Hilse, indem' er ebenfalls ans seinen Bruder einschlng. Ter alte D., der zwar einseitig gelähmt ist, schlug hierbei ruft seinem Stock auf den Neffen los, sodaß der Stock aus dessen Kopf zerbrach. K. D. III. nahm nun den größeren Teil des zerbrochenen Stockes und schlug dermaßen auf seinen Bruder ein, daß dieser vor seiner Hofreite ohnmächtig zusammenbrach. Ter Arzt, unter dessen Händen er abermals ohnmächtig wurde, konstatierte. eine Reihe von Verletzungen aus dem Kvvf, b:e fast sämtlich auf die Knochen reichten. Auch die übrigen zwei hatten nickst unerhebliche Verletzungen davongetragen. Der alte D. focht das Urteil an und behauptete, in Notwehr handelnd, von seinem Stocke Gebrauch gemacht zu staben. Diesem Beispiel folgten auch hie übrigen; alles schützte Notwehr vor. Die Strask-'mmer hielt mit d"m Schöffengericht für festgestellt, daß H. D. V. d"rch b:e unanständige Bemerkung feinem Onkel gegenüber, den Streit hervorgernsen hat und daß dann die anderen zwei auf ihn eingeschlaaen haben, ohne in Notwehr zu sein, bezw. die Notwehr überschreitend. Sie hielt die Auffassung der ersten Instanz für richtig und bestätigte das Urteil. GerichtssaaL. d. Mainz, 16. Okt. Ein Mann, der glaubt, mit Geld alles machen zu können, der 29jährige Rentner Martin Wilhelm Kröll aus Cleve, wohnhaft in Eltville, welcher erst wegen fahrlässiger Tötung in Wiesbaden zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt wurde, batte sich heute vor dem Schöffengericht wegen zu r a s tb e n Fahrens mit seinem Automobil zu verantworten. Der Angeklagte fuhr am 31. Mai in rasendem Tempo die Fintber Straße am Krematorium entlang herab nach dem Binger Schlag und überfuhr an der Ecke der Straße, die nach dem Mainzer Fried- hofe führt, den siebenjährigen Schüler Gg. Nlk. Andres. Das Kind, das nicht mehr answeichen konnte, erlitt schwere Verletzungen am Kopfe und war längere Zeit im Pochusbospital. Ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung konnte nicht eingeleitet werden, weil der Vater des Kindes, der mit mehreren lausend Mark entschädigt wurde, keinen Strafantrag stellte. Der Angeklagte, der nicht erschienen war, machte durch seinen Verteidiger,' Dr. Stulz- Frankfurt' geltend, daß er nicht zu rasch gefahren sei. Durch die Zeugen, einem Gpmnasiallehrer und einem Fuhrmann, wurde fest- gestellt, daß Kröll dermaßen rasch gefahren, daß das Automobil in Zickzackbemegungen geraten sei. Einer der Zeugen erklärte, er habe geglaubt, die Insassen des Autos seien entweder verrückt geworden oder betrunken. 9Iud) habe sich Kr. nach dem Unglück recht herzlos benommen und erklärt, „er mache alle? mit Geld ab". Ter Amtsanwalt, Assessor Kilian, beantragte drei Wochen H aft, das Gericht, unter dem Vorsitze des Assessors Dr. Frieden- reich, erkannte auf 60 Mark Geldstrafe und die Kosten de? Verfahrens. Die Schwiegermutter ertränkt. In der letzten Schwurgerichtsverhandlung zu Ersurt statte sich die 25 jährige Landwirtssrau Melitta Möller aus Walschleben zu berontroorten. Sie sollte am Abend des 16. Juli ihre Schwiegermutter, die 67 Jahre alte Witwe Möller, absichtlich in den Hofbrunnen geworfen, mit einer Kartofselbacke geschlagen und Steine und Holzklötz.e nach der Hilferufendetz. geworfen haben. Die alte Frau ist nach zestnwöchentlichem Krankenlager im Krankenhaus: gestorben. Die Annellagte war geständig, daß sie sich der versuchten Tötung schuldig gemacht habe, sie sei aber von der Schwiegermutter durch fortgesetzte Beleidigungen und Mißhandlungen zu der Tat gereizt worden. Tas Urteil lautete auf drei Jahre Gefängnis und fünf Ighre Ehrverlust. Stuttgart, 16. Okt. Das hiesige Schwurgericht verurteilte beute den ledigen, 30 Jahre alten Tagelöhner Johann Haaf aus Herlebach wegen Raubmordes zum Tode. Er hatte am 29. Dezember v. Js. den 62jährigen Tagelöhner Abele in dessen Wohnung mit einem Hammer getötet und beraubt. Wien, 16. Okt. Die des Totschlages an ihrem Gatten angeklagte Hotelbesitzerin Marie Pusch wurde nach zweitägiger Verhandlung f r e i g e s v r o ch e n , nachdem die Geschworenen die Hauptfrage auf Totschlag und die Zusatzfrage auf Vorhandensein von Sinnesvermirruna einstimmia bejahten. Die Berliner Firma v. K. u. Co. besitzt in (Stehr in Oberösterreich die sogenannte Steinpcrzmühle, die in letzter Zeit außer Betrieb war Simon wußte feinen Chef, den alleinigen Inhaber des erwähnten Bankgeschäfts Dr. jur. R-, unter allerhand günstigen Versprechungen und Vorspiegelungen zu bewegen, ibn mit her Umwandlung der unbenutzt dastehenden Mühle in eine Sagemuhle zu betrauen, wozu nach her Angabe Simons ein Kapital von etnm 12 000 Kronen nötig fei. Die Sägemühle wurde neu eingerichtet und instandgeselst- Wie sich jetzt berausstellt, hat Simon das in ihn gesellte Vertrauen mißbraucht. Als er dieser Tage tn Begleitung seiner Braut, einer Wiener Schauspielerin, auf hem Trabrennvlatze in Wien einem Fiaker entstieg, wurde er verhaftet Er wird beschuldigt, in seiner Eigenschaft als Liegenschaftsverwalter der Mühle etwa 20 000 Kronen veruntreut und einen Teil des Inventars im Werte von 4000 Kronen widerrechtlich verkauft zu haben. Diese beiden Strafdelikte gab er bei seiner Vernehmung ohne weiteres zu. Den größten Teil her unterschlagenen Gelder will er auf her Rennbahn berfhielt haben. Bei seiner Leibesbisitation wurde außer einer großen Anzahl Tricketts berloreuer Totalisatorwetten ein Paket Banknoten in Höbe von etwa 10 000 Kronen gefunden, die aus englischen, ameri- kaiiischen. östreicbischen und deutschen Pavieren bestanden. . Er trug das Geld, durch eine Gummispange festgehalten, an fernem Fußknöchel unter dem Schuh und dem Strumpf berborgen. Dem Verhafteten werden ferner auch Kautionsschwindeleien zur Last gc'egt. die er dadurch b er übte, daß er als Verwalter der Mühle mehreren Personen Anstellungen im Sägewerk versprach gegen Hinterlegung von Wertpapieren als Sicherheit. Die auf diese Weise erschwindelten Beträge haben, soweit sich bisher ermitteln ließ, einen Gesamtnominalwert von 13 200 Kronen. Tie Gesamt- hohe'- h'r Veruntreuungen Simons einschließlich ferner Kautionsschwindeleien soll 4Q000 Kronen erreichen. — Wie aus Wien noch gemeldet wird ist auch der Bruder des Moritz, der 30 jährige Kaufmann Eugen Simon, durch b:e dortige Polizei feftgcnommnt worden; er wird der Beihilfe und der Mitwissenschaft an den ^Betrügereien seines Bruders beschuldigt. Außerdem geht aus den in seiner Wohnung beschlagnahmten Briefschaften hervor, daß er einer Wiener Firma Ansichtskarten im Werte von 1432 Kronen unter falschen Vorspiegelungen entlockt bnt; wegen eines ähnlichen Schwindels wird er auch von der Staatsanwaltschaft in Offenbach m M steckbrieflich verfolgt. lünifi und rMssettschaft. — Man berichtet aus Kassel: Hier ging im Hostbeater das Lustspiel ,.Die goldene Eva" zum erstenmal in Szene. Tas harmlose Verssviel der Kompagnie Schönthan-Koppel-Ellfeld fand freundliche 9fiffnnhme. SZseiebcrhn-Aertung. Von ärztlicher Seite wird der „Frkf. Ztg." mitgeteilt, daß der Minister Breitenbach gewillt sei. zunächst in Frankfurt am Main freie Arztwahlbei den dort wohnenden Eisen- bnbnarbeitern einzusühren. Von einem noch näher zu bezeichnenden Termin ab sollen die Eisenbahnarbeiter, welche in der Stadt und den eingemeindeten Vororten wohnen, zunächst auf ein Jahr das Reckst haben, auf Kosten der Betriebskrankenkasse sich in Krankheitsfällen von jchent beliebigen Arzte, der in Frankfurt oder einem eingemeindeten Vororte seinen Sitz hat, behandeln zu lassen. Bisher mußten die Eisenbahnarbeiter zu bestimmten Krankenkassenärzten gehen. Hinsichtlich der Eisenbahn- benmten und .Hilfsbeamten des äußeren Dienstes verbleibt es beim alten. Diese werden nach wie vor von den Bahnärzten behandelt. Wien, 16. Okt. Nach dein Erntebericht de? Ackerbauministeriums war die Ernte Mitte Oktober fast beendet. Sie liefert im allgemeinen einen schwach mittleren Ertrag. Gutmittel ist dagegen die Maisernte. Der Ertrag des Zuckerrübenbaues ist mittel, die Qualität der Zuckerrüben im allgemeinen gut. Der Ertrag des Weinbaues ist kaum mittet. Die Qualität dieser Ernte ist unbefriedigend. Der Obstertrag ist weiter vermindert. Der ,-crbstgnbgit aller Landey 'st stark rückständig_____________ Handel und verkehr, Volkswirtschaft. Märkte. Berlin, 16. Okt. Auf dem hiesigen Z e n t r a l - V i e h h o s brach unter den großen Beständen inländischer Schweine die Maul- und Klauenseuche aus. Sie ergriff nicht nur -117 Schweine, sondern auch 74 Rinder. Es bandelt sich tun Vieh, das vom Camstaomarkte überständig geblieben äst. Die Tiere wurden nach dem Seuchenhofe überführt und in der Nacht geschlachtet. Alle Maßnahmen sind getroffen, um ein weiteres Umsichgreifen der Seuche zu verhüten. Telefomscfo® KwrsbepseMe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr Handel und Industrie. Giessen. Kaninchen- nnd Geflügcl-Ansfteltung zu Rodhcim a. d. Bieber. (Original-Artikel des Gießener Anzeigers.) Die Samstag mittag eröffnete, groß angelegte 4. Lokalausstellung des Kaninchenzuchtvereins Kinzenbach und Umgegend war ungemein reich beschickt, sodaß man außer dem großen Benderschen Gartensaal noch die Kegelbahn zu Hülse nehmen mußte. Zn langen Reihen übersichtlich und zweckmäßig geordnet waren die Tiere in geschmackvoll eingerichteten Käfigen untergebracht. Zahlreich waren vor allem die Kaninchen vertreten, teils als Einzeltiere, teils in ganzen Familien. 91 eben den großen belgischen Riesen sah man Hie Widder, Silberkaninchen, die weißen Russen mit ihren roten Augen, Hasenkaninchen und auch das belgische Landkaninchen — ein wahres Prachttier — war zum erstenmal vertreten. Aber auch die Geflügelausstellung verdiente volle Anerkennung, ließ sie doch nur zu deutlich durchblicken, daß man in unterer Gegend dem Geflügelhof immer mehr Beachtung schenkt. Während auf dem Vorplatz das Wassergeflügel sein Geschnatter ertönen ließ, verursachten die im Saale ausgestellten Hähne der gangbaren Hühner- arten oft ein ohrenbetäubendes Gekrähe. Als 9lbwechslimg waren Tauben ausgestellt, deren einzelne Arten auch dem stlichtkenner großes Interesse abzugewinnen wußten. Die Ausstellung, obgleich die erste in hiesiger Gegend, hat der Kleintierzucht sicher wieder viele Freunde zugeführt, und unser Kaninchenzuchtverein, der bereits über 70 Mitglieder zählt, darf aufs, neue auf einen starken Zuwachs rechnen. Am Sonntag allein wurden mehr als 1000 Eintrittskarten verkauft, die auch gleichzeitig als Los berechtigten. Aber auch für die Unterhaltung ivar in reichstem Maße gesorgt. Reben dem stark umworbenen Schießstand drehten sich ost mehr denn 50 Tanzpaare auf dem im Freien angelegten Tanwlatze. Aus der P r ä m i i e r u n g s l i st e seien folgende Aussteller erwähnt: I. Ehrenpreise. a) Kaninchen: 1. Th. Viehmann-Kinzenbach, gestiftet vom K.-Z.-V.-Kinzenbach; 2. Gg. K. Schmidt-Kinzenbach, gestiftet von Aug. Giabriel, Gießen-Abendstern. b) Hühn e r: 1. Dr. Seipp-Krofdorf, gestiftet vom K.-Z.-V. Kinzenbach; 2. Bäckermeister Deuker-Rodheim, gestiftet von Dr. Seipp- Krofdorf. II. Ehrenpreise. 1. Rich. Scheinpflug-Dorlar, gestiftet vom K.-Z.-V. Wetzlar- 91iedergirmes; 2. Wilh. Schneider-Krofdorf, gestiftet vom K.-Z.°V. Allendorf a. d. L. Als beste Gesamtleistung erhielt H. 6;gbriel°Gießen den vom K.-Z.-V. „Volkswohl^-Gießen gestifteten Ehrenpreis. Vermischte». * Umfangreiche Untcrsck, lag u ugen zum Nachteil eines Berliner Bankhauses haben in Wien zur Verhaftung eines ungetreuen Vertreters her Firma geführt; es handelt! sich um den 27jährigen, aus Trier gebürtigen MvritzSimon.I T'B'.inkfnrter Biir* 3%®/o Reichsanleihe . . 97.95 3% do. . . 86.25 W!0 Konsols .... 98.00 3% do. .... 8625 3%°fn Hessen .... 97.50 9 i£°/n Oberhessen . . . —•— 4 H Oesterr. Goldrente. . 98.90 4l/B?< Oesterr. Silberrente 99.90 4 9,< IJns’ar. Gold reute . . 94.80 4% Italien. Rente . . . 102.80 3% Portugiesen Serie I . 69.30 3% Portugiesen ,. III 70-45 4 ^°/0 russ.Staatsanl. 1905 87.75 4J4% japan. Staatsanleihe 92.75 1 % Conv. Türken von 1903 94 20 Turkenlose 145.60 4 % Griech. Monopol-Anl. 53 50 4 % äussere Argentinier . 87.75 30/ft Mexikaner .... 67.70 4H°/o Chinesen .... 96-70 Aktien: Bochum Guss 241.75 Buderus E. W .... —.— Tendenz : fest. Berliner Börse, 1 Canada E. B 183.00 Darmstädter Bank . . . 139.25 Deutsche Bank .... 239.10 Dortmunder-Union C. . . 82 70 Dresdner Bank .... 157.20 Tendenz: fest. e. 17. Oktober, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmeyer . . . 141.75 Elektriz. Schnckert . . . 127.50 Escbweiler Bergwerk . . 244.00 Gelsenkirchen Per "werk . 223.40 Hamburg- - Amerik. Pakets. 128.20 Harpener Bergwerk. . . 212.00 Laurahütte 250.50 Nbrdd. Lloyd 124.30 Oberschles. Eisen-Industrie 129.00 Berliner Handels^es . . 172.00 Darmstädter Bank . . . 139.40 Deutsche Bank . . . 239.30 Dcntseh-Asiat. Bank . . 172.70 Diskonto-Kommandit. . . 183.00 Dresdner Bank . . . 157.20 Kreditaktien 211.60 Baltimore- und Ohio- Eisenhahn . . . 125.10 Gotthard bahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 37.30 Oesterr. Staatsbahn . . . 147.10 Prince-Henri-Eisenbahn . 146.75 7. Oktober. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 212.40 Laurahütte 251.75 Lombarden E. B. ... 37.40 Nordd. Lloyd 124.30 Türkenlose 146.60 ' HeiserkeitReizhusten und anderen Erkrankungen des Rachens und des Schlundes werden 3? ii von ersten Autoritäten warm empfohlen, weil sie nicht nur den lokalen E,f> Reiz sofort aufheben, sondern auch die Heilung: einleiten. Eg Erhältlich in den Apotheken. Preis 1 Mk. X S V • 7r Z---7~. Nur echt mit Namenszug und Schutzmarke. Mftäfin “3 > ---- Proben an AcYzte gratis. ---- - PhariD.Chrri.Ing. Frankfurt n.M.,Moselstr ,32.y g * v © [Die einzige hygienisch vollkommene, in Anlage und Betrieb billigste RR ItelzrogfirdasEinfosillgntaK l ist die verbesserte Zentral-Luftheizung. 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Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Gartenstrabe Nr. 2, Zimmer Nr. 2. ES können eingestellt werden: 2 landwirtschaftl. Arbeiter, 1 landwirtschaftl. Magd, Ziegelei- irnd Steinbrucharbeiter, 2 Schlosser, 2 Schmiede, 3 Spengler, 1 Wagner, 4 Schreiner, 1 Rufer, 1 jung. Schneider, 1 Putzirau für abends, 2 Installateure, 1 Glaser, Streckenarbeiter, 1 Packerin, 1 Fahrbursche, 1 Hausmädchen, 1 Stütze der Hausfrau, 1 Haushälterin, Dienstmädchen, Lauffrauen und -mädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Spengler, 1 Elektrotechniker, 1 Schreiner, ein Bäcker, 1 Buchdrucker, 1 Kaufmann. Es juchen Arbeit: B”/„ 2 Schlosser, 1 Maschinist oder Heizer, 1 Tapezier, 1 Schreiner, 1 Kleidermacherin, 1 Büglerin, Wasch- und Putzfrauen, 1 Installateur, 2 Maler, 1 Packer, 1 Lagerarbeiter, 1 Hausbursche, 2 Lausfrauen. Bekanntmachung. Betrifft: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. Tie Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Artikel 39, Ziffer 2 des Feldstrafbesetzes vom 13. Juli 1904 auf gefordert, ihre xaubett wegen der Saatzeit bis Ende dieses MonatS einzuhalten. Diese Bekanntmachung findet auf die Militärbrieslauben keine Anwendung. Gießen, den 15. Oktober 1906. B10/i Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Die Arbeiten und Lieferungen der Materialien zur Herstellung 'eines Personentunnels aus Bahnhof Hungen sollen vergeben werden. [Verdingungsunterlagen sind bei der unterzeichneten Inspektion ein- Husehen und können auch gegen poftfreic Einsendung von 1,50 Alk. in bar bezogen werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zum 25. Oktober 1906, vormittags */,ll Uhr einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, im Oktober 1906. Großh. Eisenbahnbetriebs-Inspektion 2. L"/,o Die Arbeiten und Lieferungen der Materialien zur Herstellung der eisernen Ueberbauten, der Tunnelüberdachungen, den Oberlichtern und der zur Ueberfühiimg des Bahnsteigs erforderlichen Träger für den Personentunnel aus Bahnhof Huugcu sollen vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind bei der unterzeichneten Inspektion einzusehen, und können auch gegen postfreie Einsendung von 2 Mk. in bar bezogen werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zum 25. Oktober 1906, vormittags 11 Uhr einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, im Oktober 1906. Großh. Eisenbahnbetriebs-Inspektion 2. B17/19 Freisinniger Verein. Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung am Dienstag den 23. Oktober, abends 9 Uhr im unteren Saale des Cafe EbeL Tagesordnung: Bericht. v17/i0 Nechnungsablage. Vorstandswahl. Bericht über den Südwestdeutscheu Parteitag der Freisinnigen Volkspartei in Oberstein, erstattet durch Herrn Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Reh von Alsfeld. Um zahlreiches Erscheinen ersucht ergebenst Der Vorstand. aller Art empfiehlt billigst 6163 Augoast BC^ölS, Seltersweg 12 nsd Caft Ottos Donnerstag abend SpaBlS^U. Versteigerung. Freitag, den xt). d. 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