/' Uh«. 1 17'. * Seb. Bach ' ,L| van Beethoven ' ' ' • Fr. Chopin ' ' ^ob- Schumann ' ' paganirü-LUzt ' DnnWnenert Mt 9 15. bis ÜlagüMii mW :tt gestM. m Pracht, etntretenöen Bedeutung. Moration, HM HandMehrer, hen Technischen Hochschult L inlottn unb Kegißn lg. Preis in tXtg. Ä z tziyiüi in der rechts- s gegenwärtiZen sozialen der Popularisierung bet iiuren Msjchichlen, ganz ^idwrrtersland berechnet, rlusbildunq, die SläMng ung des Unternehmung-' aerten Kamps ums Dasein 5 Harlschrittes vornehmlich ist ein überwältigender, ahrt, bah das «uch ein« Ländliche Lektüre gewahrh mö nach jeder vale Yi^ 2/9 Leiten alles Aissens« 6 /, al, wirfMtr Wta utt P*®gbel e°>v° ,*< I** «S« 11t -» 0 S«» Nr. 15 Rotationsdruck unb Verlag der Brühl'schen Unwersttätsdruckeret. R. Lange, Dietz«. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr. 7. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Lieb«. Erscheint tügltch mit Ausnahme de- Sonntags. Die „Siehencr Zamillenblätter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Landwirt" erscheint monaUich einmal. Zweites Blutt 15«.JaA-gang Donnerstag 18. Immnr 1908 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- «nd Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Denryeyer L^t^ysrag. (2 2. Sitzung vom 17. Ianua r.) Pmlliche Nachrichten über Piehseuchen. Nachdem die unter der Herde de8 Schäfers Johanne? Post zu Ober-Ohmen, Kreis Alsfeld, festgestellte Schafräude erloschen ist, sind die verhängten Sperrmaßregeln wieder aufgehoben worden. nute Deutsche wie die Herren nördlich der Mainlime, aber über sehr viele Erfeheinimcien der neuen Zeit fei der Süden tief verstimmt, so über gewisse unvorsichtige Bemerkungen, die sowohl tm Innern als auch im Auslande unliebsam berührt haben. v Abq. Werner (Antis.) tritt lebhaft für Diäten em. Man sollte einfach einmal den Bundesratsmitgliedern die Gehälter ent- ^^^Abg. Blumenthal erklärt sich als süddeutscher Abgeordneter ebenfalls für Diäten, mit denen man tm elsaß-lothringischen Landesausschusi nnte Erfahrungen gemacht habe. Damit schließt die Debatte. . Tie Resolution B a s s e r m a n n wird angenommen gegen vereinzelte Stimmen der Rechten. , Sodann tritt das Haus in die zweite Lesung des ®rat Homveschfchen Gesetzentwurfes ein. Ein Antrag von Stronibeck hierzu bestätigt, daß die näheren Ausfuhrungsbestunm- ungen dem Präsideuten des Hauses überlassen bleiben sollen. - Ter Antrag ©trombeef toird angenommen und mit demselben der ganze Zentrumsgesetzentwurf gegen die stimmen der Rechten. _ , Morgen 1 Uhr: Erste Lesung der Kamerun'EisenbahnvorlagL sowie Militärpensionsgesetz. Mrsamentarisches. " Darmstadt, 17. Jan. Tie 2. Kammer tritt am Dienstag, 30. Januar, vormittags 10 Uhr, zu ihrer Stuatsstkrclär 3ftl)r. v, ZliÄtyosen t- Staaisminister, Staatssekretär v. Richthofen ist am Mittwoch Abend ll8/* Uhr in Berlin verschieden. Oswald Samuel Konstantin Freiherr von Richthofcn < wurde 1847 in Jassy geboren, wo sein Vater, (zuletzt deutscher Gesandter in Stockholm und 1895 in Baden-Baden gestorben) damals preußischer Generalkonsul war. Die Familie von Nichthofen, deren ursprünglicher Name PrätociuS lautet, ist in Schlesien sehr verbreitet und zum Teil mit । großem Güterbesitz angesessen. Im Kadettenkorps und aus dem Gymnasium vorgebildet, besuchte er die Universität Berlin. Am Feldzuge 1866 nahm er als Freiwilliger beim 2. Garderegiment zu Fuß, an dem gegen Frankreich als Reserveoffizier des 11. Grenadier-Regiments teil. Er legte nach dem Kriege das zweite juristische Staatsexamen als erster Deutscher 1873 in Colmar i. E. ab und erlangte an der Universität Straßburg die juristische Doktorwürde. Nachdem er sich 1874 mit Lilly von Hartmann) der Tochter be§ Generals und Gouverneurs von Straßburg, vermählt hatte, erfolgte 1875 seine Berufung ins Auswärtige Amt, 1885 ging er als deutscher Delegierter der ägypt. Staatsschulden- vermaltung nach Kairo. Nachdem er 1896 seine Gemahlin in Alexandrien durch den Tod verloren hatte, kehre er nach Deutschland zurück und wurde 1896 Direktor der Kolonial- Abteilung. Schon im nächsten Jahre rückte er zum Unterstaatssekretär auf, und 1900, wurde er Nachfolger des Grafen Bülow. Staatssekretär Frhr. von Nichthofen war Vater von drei Söhnen. Der älteste von ihnen wirkt als Landrichter in Eisenach; der ziveite gehört als 3. Sekretär bet Botschaft in St. Petersburg an, während der jüngste im 2. Garde-Ulanen-Regiment steht. Nach außen hin ist der Freiherr von Richthofen, von seinem Auftreten im Reichstage abgesehen, weniger bet'annl geworden. Jede Hervorkehrung seiner Persönlichkeit lag ihm fern, ja,, es ist nicht zuviel gesagt, wenn man eine gewisse Schüchternheit als einen der Grundzüge seines gütigen und edlen Wesens bezeichnet. Sa kam eS wohl, daß Fernerstehende ihn unterschätzten und nicht zu würdigen wußten, welch außerordentlich fähiger und kluger Kopf er war und welche un- crmüdliche, pflichttreue Arbeitskraft er besaß. Auch von ihm gilt das Wort Bismarcks, daß er „in den Sichten" gestorben ist. Die Sachkunde des Frhrn. v. Richthofen wird in der nächsten Zeit, wo wichtige auswärtige Angelegenheiten zur Verhandlung stehen, doppelt vermißt werden. Der Reichskanzler wird durch den Verlust seines treuen Mitarbeiters in eine schwierige Lage gebracht. lieber den Beginn der Krankheit des Verstorbenen erfahren wir noch folgendes: Hrer v. Richthofen war in den ersten Tagen dieses Monats zum Mittagessen bei Konrad Borsig. Plötzlich sagte er zu feiner Tischdame, er fühle ein unangenehmes Kribbeln nnd Zucken m den Fingern, die Hand aufwärts. Gleich darauf fragte er he, ob man es schon in seinem Gesicht sehen könne; denn er merke, wie es schnell über die Schulter hinauf zum Gesicht ziehe. Unmittelbar darauf stand er vom Tisch auf, gestützt von dem auch als Gast anwesenden Ministerialdirektor Tr. v. Körner. Beide erreichten kaum das Nebenzimmer, als Herr v. Richihosen so plötzlich zu Boden stürzte, daß er Herrn v. Körner mit sich riß. Tas Bewugt- sem war sofort getrübt und nach einer kurzen Zeit irrer Erregung traten bereits die Zeichen geistiger Lähmung hervor. 10 000 Mk. für die Instandsetzung des Grabes von Heinr. 0. Kleist in Wannsee und 5 Millionen zur Förderung der Herstellung von Kleinwohnungen. Die Kommission nimmt eine Resolution an, welche 100000 Mk. zur Erforschung der Syphilis wünscht. Graf Posa- dowsky spricht sich gegenüber dem Wunsche sehr wohlwollend aus. Die Kommission bewilligt ferner 25 000 Mk. für die Instandsetzung und Aenderungen im Reichskanzlerpalais und beginnt die Beratung der Forderung von 858 000 Mk. für einen Bauplatz des Rei ch smil ttär- gerichts in Charlottenburg. Die Beratung wird ausgesetzt, nachdem Erzberger, Müller-Sagan und Singer den Bauplatz für viel zu teuer erklärt und Fürst Arenberg Neuprüfung, event. Vorlage eines Nachlragsetats angeregt hat. Darauf begann die Beratung des Justizetats. __ In der ReichstagSkom Mission für die neuen Steuergesetze erkannte Müller- Fulda die Notwendigkeit an, neue Mittel zu beschaffen und kündigte die Einbringung eines Antrages auf Einführung einer Wehrsteuep an. Ich. von Stengel erwiderte, die verbündeten Regier- lages gegeben werde. .. ... . Ferner treten für Diäten em die Abq. Singer (Coz.>, L i e b e r in a 11 n von Sonnenberg (Antis.) und S ch r a d e r (’rf. ) 0eylerer betont noch, in jedem anderen Lande roirbe eine Regierung, die sich so beharrlich einem fast einmütigen Beschluß der Volksvertretung widersetzt, einfach verschwinden. . Abq. Tiedemann (Rp.) erklärt, die große Mehrheit seiner Freunde trete für Diäten ein, weil in anderer Weise der chronischen Beschlußunfähigkeit des Hauses fein Ende zu machen sei. Redner erklärt sich bann gegen den Zentrumsgesetzentwurf und für die nationalliberale Resolution, da auch die Geschäftsordnung geändert werden müsse. , , , , . . . m Mq Dr Müller- Mennngen legt dar, wie der Reichstag schon seit langen Jahren mißachtend behandelt werde. In fo wichtigen Fragen sollte der Reichstag die Verhandlungen aussehen bis' der Reichskanzler erscheine. Die Süddeutschen seien ebenso erzielen lassen werde. Ter Korrespondent eines ital. Blattes hatte Unterredungen mit einigen Mitgliedern der Konferenz. Der Herzo g von Almodovar erklärte, er habe niemals an die Möglichkeit eines Krieges gedacht. Tie Konferenz werde, koste es, was es wolle, zu einer Verständigung sführen. Um dieses Ziel zu erreichen, seien tausend Wege vorhanden. Herr v. Rad 0 w 1 tz versicherte, daß er von den besten Aussichten erfüllt sei und daß er nur auf die Gelegenheit warte, um den guten Millen Teutschlands und die Entgegenkommenden Instruktionen, die er von seiner Regierung erhalten habe, der Oeffentlichkeit darzutun. * Wie in Pariser diplomatischen Kreisen mit Bestimmtheit verlautet,habe aus Anlaß des Zusammentritts der Konferenz sowohl zwischen Loubet und dem Kaiser Wilhelm ols auch zwischen dem Ministerpräsidenten Rouvier und dem Reichskanzler Fürsten Bülow ein freundschaftlicher Depeschenwechsel stattgefunden, in welchem die gegenseitigen Wünsche für den Erfolg der Verhandlungen zum Ausdruck gelangten. dfn der Berliner Bör; e erzählte man sich, K a i s e r Wilhelm habe sich im Laufe eines Mahles im königl. Schlosse dahin geäußert, daß er dem Verlauf der Verhandlungen mit vollem Vertrauen entgegensehe und daß er überzeugt davon sei, daß alles sich friedlich abwickeln werde. — An der Pariser Börse machten am Mittwoch die Nachrichten von der ersten Sitzung einen ausgezeichneten «Eindruck. Ter Markt war in der ersten Hälfte der Dörsen- zeit sehr fest, dann führte Mangel an Umsätzen zu, einem leichten Rückgang, doch hielten die günstigen Dispositionen um. Schluß fest. Aus Washington meldet Reuter: Tie Delegierten -der Vereinigten Staaten werden sich an der Lösung !der politischen Probleme Marokkos so gut wie gar nicht ^beteiligen, außer daß sie die Hoffnung aussprechcn, idaß, welche Abmachungen auch immer getroffen werden, ibett Vereinigten Staaten Gleichheit der Rechte gewährleistet werde. Tie Vereinigten Staaten sind für eine -internationale Vereinbarung über die Polizeiverwaltung Marokkos außerhalb des Grenzgebietes, für Besserung der religiösen und der, Standesverhältnisse in Marokko und 'für Beseitigung der starken Benachteiligung der Juden. Die delegierten sind angewiesen, die Vorschläge zu unterstützen, Die auf die Verhinderung privater Monopole bei den öffent- vichen Verwaltungszweigen abzielen. Sie werden zu jedem Zustandekommenden Vertrage ihre Unterschrift ad referen- ibum geben, während die endgiltige Entscheidung dem Senate Werl ass en wird. __ Die WaroäkoLonssrenz. Algeciras, 17. Jan. In der gestrigen Sitzung der Konferenz wurde auf den Vorschlag des Herzogs von Almodovar beschlossen, als e r st e n P u n k t die Frage der K 0 n t e rb an d e zu beraten mnd die nächste Sitzung abzuhalten, sobald die verschiedenen Vorschläge über diese Frage gedruckt vorliegen werden. Heute (Mittwoch) findet keine Sitzung statt. Ter Korrespondent des Pariser „Eclair meldet, der Eindruck, welchen die Delegierten von her ersten Sitzung siatten, sei allgemein günstig Man sei der Ansicht, daß die Zustimmung, welche Revoil und Radowitz zu dem Programm gegeben haben, von guter Bedeutung sei. Man ist sicher, daß eine Verständigung auf der Konferenz sich Das Hans ist spärlich besetzt. Arn Bundesratstische Unterstaatssekretär beL Reichsarnts des Innern Wermuth. Auf der Tagesordnunq steht der D i ä t e n a n t r a g. Abq. Kirsch (Zentrum) befürwortet den Antrag seiner Partei und bezeichnet die varlamentarische Gefchichte der Diätenfrage als eine Leidensgeschichte. Bemerken möchte er, daß bereits bei dem letzten Beichlusse des Hauses zu dieser Frage der Reichskanzler tm Jahre 1903 erklärt habe, der Bundesrat habe sich noch nicht schlüssig gemacht. Jetzt schreibe man bereits 1906, ohne daß inzwischen eine Antwort vom Bundesrat eingegangen wäre. Em derartiges Verhalten sei unentschuldbar. Fürst Bülow mußte auf eme Entscheidung dringen. Namentlich den süddeutschen Abgeordneten sei es sehr erschwert, ohne Diäten hier so oft anwesend zu fein, wie es wünschenswert wäre. Tas Haus möge den Antrag ohne nochmalige Kommissionsberatuttg annehmen. Abg. B a s s e r m a n n (natl.) erklärt, seine Freunde wären nicht nur für ihre eigene Resolution, sondern auch für den Gesetzentwurf des Zentrums. Er weist auf die durch den Diätenmangel nülverschuldete Ausdehnung der Verhandlungen des Reichstages hia, durch welche mehr und mehr auch das Jnteresie an den Verhandlungen im Lande abgestumpft werde. Redner verurteilt schließlich noch die Knauserei, die in Bezug auf Gewährung von freien Eifenbahnfahrten an den Mitgliedern des Hauses geübt werde. Auch hierin müsse Remedur geschaffen werden. Abq. L e n z m a n n (frf. Vp.) erinnert daran, rote die Be- fchränkiing der freien Eisenbahnfahrt seinerzeit durch den yurften Bismarck erfolgt sei auf dem bloßen Verordnungswege, ohne daß der Reichstag überhaupt nur darum befragt worden sei. Redner weist bann darauf hin, welcher Widerspruch in Preußen einer Wahlqesetzreform entgegengesetzt werde. Was solle das Ausland darüber denken, wenn es siebt, wie im Gegensatz dazu dort im Süden ein bayerischer Königssohn erklärt hat, daß das allgemeine, gleiche und direkte geheime Wahlrecht das einzige sei, welches den Willen des Volkes richtig zum Ausdruck bringt. Man solle sich hüten, durch solchen Widerstand gegen Reformen beim Volke den Stoff zur Unzufriedenheit zu mehren. . Abg Staubt) (kons.) erklärt, em Teil seiner Freunde sei mr Aenderung des Artikels 32 der Verfassung, alle aber stimmten dann überein, daß sie eine Aenderung nur in einer solchen Form wünschten, daß durch eine gleichzeitige Abänderung der Gefchatt--- ordiiung eine Gewähr für Abkürzung der Verhandlungen des Reichs- 4. Sitzung zusammen. Die 73 Punkte aufzahlende Tagesordnung innfaßt rn eritcr Linie 33 a hl Prüfungen — die beanstandeten Wahlen stehen noch nicht auf der Tagesordnung —, sodann eine ganze ^vzahl zur vorläufigen' Beratung stehende Anträge und Vorstellungen und einige Anfragen. Unter letzteren befindet sich die Anfrage des Abg. Bähr, betr. das Vorgehen der Staatsbehörden bei Untersuchung des Kindesmords in H e r g e r s Haufe n. Die bis jetzt eingegangenen Regierungsvorlagen befinden sich sämtlich noch iii den Ausschüssen. sd. Darmstadt, 17. Jan. Die Beratungen des Finanzausschusses mit den Regierun^vertretern wurden heute fortgesetzt und die Kapitel 13 bis 31 des Etats besprochen. Bei Kap. 13, Landstäude, entstand ettre lebhafte Debatte über die vom ALg. Molthan angeregte Forderung von Freifahrkarten für die Abge^ ordneten, die vom Zentrum, dem Bauernbund imt> beit Sozialdemokraten für das ganze Land verlangt werden, damit die Mgeordneten in der Lage sind, sich von den Verhältnissen und Zuständen in allen Landesteilen zu überzeugen. Entgegen ihrer frül-eren SteNungnahme sprachen sich die Abgg. Möllinger, Reinhart und Häusel gegen die Forderung aus. Tie Regierung ist gegen die allgemeine; Freifahrkarte, will aber eventuell für die Freifahrkarw zwischen dem Wohnort des Abgeordneten und TarmstE während der Kammerverhandlungen eintreten. Ein früher schon in dieser Beziehung vvrgebrachter Wunsch ist an deut Widerstand des jetzt verstorbenen Eisenbahnministers ThieLn ge cheitert. Tie derzeitige Ausgabe für Fahrkarten beträgt 4000 Mark pro Jahr, sie würde sich bei Gewährung von Monatskarten an die Abgeordneten auf 9000 Mark erhöhen. Eine sehr lebhafte Debatte entstand bei Kap. 30 über das Kreisblattwesen. Ministerialrat Best sprach sich mit Rücksicht auf die hohen Kosten gegen eine Umgestaltungdesamtliche n Verkündigungswesen s au s. In zwei kleinen Kreisen wolle man zunächst mit der Saa-e einmal Versuche machen. Ter in dieser F-rage bisher als neutral geltende Äbg. Gutfleisch, sowie der Abg. Reinhart und die Vertreter des Bauernbundes traten energisch für eine baldige gründliche Regelung der Frage ein. "Abg. Köhler schlug vor, daß die drei Ministerien mit emer Anzahl Fachmänner zusammentreten sollten, um zu beraten, wie das staatliche Preßwesen, insbesondere aua) dre „Darmst. Ztg.", der Staatsverlag und die Kreisblätter einer einheitlichen Regelung unterzogen werden könnten. Die Weiier- beratung der ^kngelegenheit findet am Donnerstag in Anwesenheit des heute durch Unwohlsein am Erscheinen verhinderten Staatsministers Rothe statt. Berlin, 17. Jan. Die Budgetkornrnission des Reichstages setzte die Debatte über die sechste Rate, 200000 Mk. für den Ausbau der Hohkönigsburg, fort. Die Forderung wurde bewilligt. Ebenso 65 000 Mark für das deutsche Museum (von Meisterwerken der Naturwissenschaft und der Technik) in München nach Befürwortung durch Speck (Ztr.) und Beumel (natl.). Genehmigt wurden ferner 43850 Mk. für eine Drachen- ftation am Bodensee, zur Erforschung der oberen Luftschichten, und 195 000 Mk. als Beitrag für die internationale Ausstellung in Mailand im Sommer 1906 anläßlich der Simplontunneleröffnungsfeier. Sodann begann die Beratung der Forderung von 100OOG Mark für die Pläne behufs der Erweiterung des Kaiser-Wilhelmskanals mit Rücksicht auf die Größen- steigerung der Schiffe und des anwachsenden Schiffsverkehrs. Graf Posadowsky begründete die Vorlage im Jnteresie deS Handels und der Kriegsmarine. Die Referenten befürworten die Annahme. Die Forderung wird bewilligt, ebenso KckanntmachMg. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Inheiden. Mittwoch, den 31. Januar 1906, vormittags von -1/4 bis 10 Vi Uhr findet im Gemeindehaus zu Inheiden die Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Zuteilung der ganzen Gemarkung Inheiden statt. Die Wünsche sind schriftlich - mindestens auf V- Bogen — einzureichen, vom Grundstückseigentümer zu unterzeichnen und sollen genau angeben, welche alte (nach Flur und Nummer zu bezeichnenden) Grundstücke znsainmengelegt und m welche Gewann die neuen Grundstücke gelegt werden I ollen. Wünsche, welche in dem oben genannten Termin nicht vorgebracht werden, haben keinen Anspruch auf Berücksichtigung. Friedberg, den 10. Januar 1906. Der Großh. Feldbereinigungskommisiär: Spa wer, Kreisamtmann.______________ Kclionnlmachllng. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Rodheim a. d. Horloff. r • r In der Zeit vom 16. Januar I. I. bis einschließlich 29. Januar l. I. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Bürgermeisterei Rodheim a. d. Horloff die Akten und Karten über die Besitzstandsausnahme (Vermessung, Kartierung und Berechnung der einzelnen Grundstücke) jur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Aus- jchlusieS innerhalb der oben angegebenen Offenlegungssrist bei der Großh. Bürgermeisterei Rodheim a. d. H. schriftlich ein» j,ureichen. Friedberg, den 8. Januar 1906. Der Grrßhi r i g 1 Vc r i iqi'. : slomm'.ssär: Spanier, KreiSamtmann. tmqtn hätten die Wehrsteuer nicht vorgesch ->gen weil eme solche bereits einmal vom Reichstage abgelehnt wurde. Büsing und Raab sprachen sich für, Frhr. v. Rhein, baben gegen die Wehrsleuer auS, Rettich behielt d,e Stellungnahiue der Konservativen vor; m,wi chen ist er» A». frag von Müller-Fulda eingcgangen. Nach längerer Debatte, ob es zulässig fei, neue Steuergesetze m der Kommission z» beraten, ehe diese dem Plenum Verlagen, beschließt die Korn- Mission,' den Anttag einstweilen zurückzustellen und m der Beratung der vorliegenden Steuergesctze fortzufahren. __ Der nationalliberale LandtagSabg. Wirkl. Geh. Ober- Regierungsrat Schweckendieck, vortragender Rat iiu Ministerium der Oeffentlichen Arbeiten ist gestorben. Deutsches Reich. Berlin, 17. Ian. Der Kaiser hat als Souverän and Oberhaupt des Ordens vom Schwarzen Adler beschlossen, am 18. Januar mit den anwesenden kapitelfähigen Rittern im Schlöffe zu Berlin feierlich die Investitur dc§ Prinzen August Wilhelm von Preußen, des Herzogs von Sachsen-Coburg, deS Obcrkämmcrers Fürsten zu Solms-Baruth, deS Admirals Hollmann, des (oberhessischen) Grasen Emil Friedrich zu Schlitz, genannt von Görtz, deS Staatsministers Grafen v. PosadowSky, deS StaatsministerS v. Budde, deS Oberstmarschalls Fürsten zu Fürstenberg und deS Botschafters a. D. Grafen Alv en Sieben vorzunehmen uno Kapitel abzuhalien. — Der Empfang bei dem Fürsten Bülow fällt wegen leichter Erkältung der Fürstin morgen auS. Oldenburg, 17. Jan. Ter Großherzog ernannte beim heutigen Ordenßfeste den Ju sti z mi n l st e r Ruh st rat zum Kapitular und Komtur deS Haus- und Verdienstordens deS Herzogs Peter Friedrich Ludwig. Hamburg, 17. Jan. Der sozialdemokratische Parteioorstand berief für heute nachmittag 4 Uhr P rote st Versammlungen gegen die Verschlechterung des Wahlrechts zur Bürgerschaft ein. Sämtliche Schutzmannschaften wurden mobil gemacht und sämtliche militärischen Wachen, insbesondere die Rathauswache verstärkt. Auch die Artillerie wurde der Polizeibehörde zur Verfügung gestellt. Eine Anzahl großer Werste hatte den Arbeitern erklärt, alle, welche heute nachmittag von der Arbeit fern bleiben, auszusperren. Trotzdem legte das gesamte Personal der Dampfer, die den Personenverkehr auf der Alster unterhalten, die Arbeit nieder. Auch die Bauarbeiter und Arbeiter zahlreicher Fabriken feierten und zogen in Hellen Haufen in die Versammlungen. Die den Zuhörern zur Verfügung stehenden Räume waren überfüllt. Als Senatskommiffare waren mehrere Senatoren anwesend. Großes Jntereffe erregte die Rede Dr. Wolffsons, der das reaktionäre Bestreben Hamburgs, das Wahlrecht zu verschlechtern, in Parallele stellte zu den Bestrebungen in Rußland, Oesterreich und den deutschen Staaten, teils mit Unterstützung, teils durch die Initiative der Regierungen, das allg. Wahlrecht einzuführen. Kejn liberaler Mann könne zustimmen, das politische Recht einer Partei nach dem Maßstab ihrer politischen Gesinnung zu begrenzen. Nicht die Sozialbemo- kratie, sondern die Annahme der Vorlage werde das hamburgische Gemeinwesen schädigen. Gotha, 17.Jan. Die Bestätigung des zum Bürgermeister von Woltershausen gewählten sozialdemokratischen Rechtsanwalts Westphal aus Danzig wurde ebenfalls versagt. Ausland. London, 17. Jan. Um Mitternacht waren 238 Wahlresultate bekannt. Danach sind gewählt: 13 6 Li bera le, 23 Mitglieder der Arbeiterpartei, 28 Nationalisten und 52 Unionisten. Die Mehrheit der Liberalen beträgt bis jetzt 86. Die Unionisten haben bis jetzt nur einen Sitz gewonnen. — ,Daily Telegraph" bringt heute Einzelheiten über das bereits gemeldete Komplott gegen König Peter von Serbien. Die Verschwörung hatte den Zweck, den König zu entthronen und aus dem Lande zu jagen. Die Verschwörer beabsichtigten angeblich, den Prinzen Joachim von Preußen, den jüngsten Sohn des deutschen Kaisers, zum König von Serbien zu wählen in der Hoffnung, die Unterstützung Deutschlands bei ihrem Unternehmen zu finden. (I Das ist natürlich Unsinn, eine alberne Ente des englischen Lügenblattes. D. Red.) Konstantinopel, 17. Jan. Die Aufständischen von Pern en befinden sich bei Schehare in einer ausgezeichneten Stellung und beherrschen von dort auS die Umgebung. Marschall Achmed Feisi Pascha hat tat- sächlich kürzlich eine Schlappe erlitten. Der Divisions- General Pussuf Pascha, der vom Hafen von Hodeida abgegangen war, um eine Umgehungsbewegung durchzuführen, wurde selbst umgangen, erlitt Verluste und mußte sich zurückziehen. — Die in Salonik entdeckte Bombensendung war in Sofia an den Bulgaren Dimitri Kililarow aufgegeben. Die Bomben sollten zu einem Attentat am orthodoxen Weih- nachtsseste verwendet werden. Die Polizei von Salonik fahndet eifrigst nach einer anderen Bombensendung, die bereits vor einiger Zeit eingetroffen sein soll, bisher jedoch nicht entdeckt wurde. Washington, 17. Jan. Das Repräsentantenhaus hat die Zollvorlage für die Philippinen angenommen. Darnach soll zwischen den Philippinen und den Vereinigten Staaten Freihandel bestehen. Nur Zucker und Tabak sollen bei der Einfuhr nach Amerika Zölle von einem Viertel der Sätze des DingleytarifeS zahlen. Auhtand in Nöten. In Pensa wurde Generalleutnant LissowSki auf der Straße erschossen. In Riga dauern die politischen Morde fort. Am 16. Jan. wurde wieder ein Polizist auf offener Straße ermordet. Auch in den baltischen Provinzen dauern die Unruhen an. Die Güter Sergemetten des Barons Blomberg und Perbonnen des Barons Simolin wurden ein- geäschert. In Grobin gelang es den Truppen, die Ruhe herzustellen. Der Führer der dortigen Revolutionäre, 'Namik, wurde standrechtlich erschossen. Aus Odessa wird gemeldet, daß die Bauernunruhen in den südlichen Provinzen aufgehört haben. Infolge anhaltender Unruhen auf der sibirischen Eisenbahnlinie und größerer Unruhen in TomSk und Irkutsk, wo der Vizegouverneur Mischin durch eine Kugel verwundet wurde, ist Baron Möller-SakomelSki, der Bezwinger der Sewastopoler Revolte, mit außerordent- lichen Vollmachten dorthin abkommandiert worden. Möller begleitet das 1. Bataillon deS Leibgardeschützen-RegimentS in voller KriegSrüstung. Es hat Ordre, beim Eintreffen aus jeder Station den Zug mit scharfen Patronen zu verlassen und daß Stationsgebäude sofort zu umzingeln, worauf em Standgericht über alle renitenten Bahnbeamten abgehalten wird. Alle Schuldigen sollen sofort erschossen werden. Außerdem überbringt Möller einen Geheimauftrag für General Linewitsch.________________________________________ Ein Naubmordversnch im Darmstädter Stadtwald? Aus Darmstadt wird uns drahtlich gemeldet: Der sechzehnjährige Gymnasiast Clemm, Sohn des im Hause Rheinstraße 89 wohnenden prakt. Arztes Clemm, ging gestern nachmittag zwischen 6 und 6 Uhr mit einem Freund in dem westlich der Stadt gelegenen städtischen Wald, der sogen. „Tanne" spazieren. Einige in der Nähe befindliche Soldaten, die einen Schuß gehört hatten und hinzueilten, fanden ihn mit einer schweren Schußw unde in der Brust fast bewußtlos auf. Er konnte nach angeben, daß er von einem ihm fremden Menschen angefallen und seiner Uhr und sein e§ Portemonnaies beraubt roorben sei, trotzdem er sich gewehrt habe. Hierauf wurde er infolge des schweren Blutverlustes bewußtlos. Die Kugel befindet sich noch in der Wunde, dicht am Herzen zwischen 2 Rippen. Der Zustand Clemmtz ist sehr bedenklich. Von dem Täter, deffen Verfolgung die Soldaten sofort aufnahmen, hat man keine Spur gefunden. Nach einer Mitteilung unseres Darmstädter NcdaktionS- bureauS soll kein Raubmordanfall, sondern Selbstmordversuch vorliegen. Ans Stafct rind Land. Gießen, 18. Januar 1906. ** Gegen die Stadtgemeinde Gießen hatte die Frau des Gastwirts B. in Frankenbach einen Schadenersatzanspruch auf Zahlung von 303 Mk. Knr- kosten, 1200 Mk. Schmerzensgeld und 600 Mk. jährliche lebenslängliche Rente gestellt. Frau B. war eines Tages, als sie von der Bahnhofstraße fommeiib Oswalds Garten zugehen wollte, in der Nähe des Frensdorfschen Ladens zu FaU gekommen, dabei ein Fußgelenk brechend. Und zwar behauptet die Klägerin, daß die Stadtgemeinde das Verschulden treffe, da sie bei der Abschrägung von Trottoir zum Fahrdamm, welche zu steil gewesen sei, verunglückt rst. Es seien dort schon mehrfach Leute zu Fall gekommen. Neuerdings soll die Stelle geändert worden sein. Landgericht Gießen und Oberlandesgcricht T arm stad t kamen zu einer Abweisung der Klage. Eine Haftbarkeit wegen fahrlässigen Handelns würde bei der Stadt nur dann vorliegen, wenn der Unfall auf einen gefahrvollen Zustand der Straße zurückzuführen sei. Den Ausführungen des Landgerichts, day ein solcher Zustand nicht Vorgelegen, sei bci- zutreten. Um das Trottoir mit der Straße zu verbinden, mußte die Floßrinne eine schräge Neigung erhalten. Es ist anzunehmen, daß das aufmerksame Publikum beim Verkehr auf der Straße Vorsicht beachtet. Ein Verschulden der Stadt liege somit nicht vor und fei die Klage abzuwcisen gewesen. Tie Vornahme einer späteren Aenderung seitens oer Stadt bedinge nicht das Bestehen einer früheren Gefahr. Tie von der Klägerin gegen das BerufungsurteA eingelegte Revision wurde vom Reichsgericht zurückgewiesen. (Nachdruck verboten.) •* Die nicht unerhebliche Feuersgefahr, welche die Aufstellung von Kinern atographen auf Messen und Märkten in sich birgt, hat der hessischen Regierrmg Veranlassung gegeben, die besondere Aufmerksamkeit der Polizeibehörden auf diese Apparate zu lenken. Sie hat deshalb ein Ausschreiben an die Kreisämter erlassen, worin sie einige Sicherheitsmaßregeln zusammenstellt, die bei der Erteilung der Erlaubnis zu solchen Veranstaltungen gemäß ben §§ 33 b und 60 a der Gewerbeordnring regelmäßig zrr fordern sind. Außerdern soll bet 93ari6tetheatern darauf zu achten sein, daß bei kinematographischen Vorführungen die speziell geeigneten Vorschriften ebenfalls zur Durchführung kommen. ** Aus dem B urea n des Stadttheaters Am Samstag dem 20. d. Mts. geht auf vielseitigen Wunsch die Schauspiel-Novität „Die Brüder von St. Bernhard" nochmals in Szene, da die jüngst angekündigte Vorstellung dieses Werkes wegen Erkrankung beS Herrn Lüttjohann ausfallen mußte. ” Verhaftet. Wegen Verausgabung eines ätschen Einmarkstückes rourbe eine hrer erst zugereiste Italienerin verhaftet. Sie behauptet, bas Falschstück in einem hiesigen Geschäft erhalten zrr haben, kann aber das Geschäft nicht mehr finden, trotzdem sie von der Polizei in der ganzen Stadt herumgeführt wurde. ** Die Hessische Handwerkskammer hat an den Reichskanzler eine Eingabe gerichtet, die sich mit der Fleischleuernng und dem Fortbestand deS Fl ei sch er- gewerbes befaßt. Bei der Anordnung unb Ausführung von Maßnahmen zur Fleischversor-gung sei vor allem daraus Bedacht zu nehmen, baß bas Fleischerhandwerk in seinem „hanbwerksmäßigen" Betriebe nicht gefährdet ober gar ausgeschaltet unb zu einem reinen Fleischhanbel herabgebrückt werbe. Als eine solche Maßnahme müsse man bie Einfuhr von geschlachtetem Vieh aus bcni Auslanbe bezeichnen, forme alle Maßnahmen, bie bezwecken, baS Vieh im Großen zu schlachten unb bas Fleisch im Kleinen an bie Metzger abzugeben. A Watzenborn-Steinberg, 17. Jan. Der Arbeiter Happel, der vor drei Wochen von seinen eigenen Söhnen durch einen Schuß in den Oberschenkel schwer verletzt worden war, befindet sich jetzt außer Lebensgefahr, nachdem das Geschoß in der Gießener Klinik entfernt roorben ist. — Alsfeld, 17. Jan. Der Stadtvorstand hat sich erneut an die Regierung gewandt und darum nachgesucht, daß die hiesige Realschule in eine Oberrealschule um gewandelt werde und zwar schon zu Ostern 1906. Die Stabt hat sich zur kostenlosen Stellung ber erforberlichen Räumlichkeiten bereit erklärt und eoent. die Errichtung eines Neubaus in Aussicht gestellt. R. B. Darrn st Ltdt, 17. Jan. In einer äußerstzahlretchs besuchten öffentlichen Versammlung im K'aisersaale sprach heute abend unter großem Beifall Herr Pfarrer a. D. Naumann über „Die Aufgaben des Liberalis«« mus". Ter Redner gab tu fast zweistündiger Rede ein scharf kritisches Bild über die Entstehung unb Entwicklung! des deutschen Liberalismus, der nach Bismarcks Einführung der Schutzzollpolitik sich dadurch zugrunde richtete, daß er den Mittelweg zwischen zwei Extremen einschlug. Von den zuerst 256 Liberalen im Reichstag waren 1881 nur noch 162, unb der 'Abmarsch erfolgte größtenteils nach links, zur Sozialdemokratie. Nach einer Beleuchtung der Ursachen dieses Niedergangs des Liberalismus führte der Redner aus, die Sozialdemokratie und der wirkliche bürgerliche Liberalismus würden im letzten Grunde doch eine große Linke bilden; man könne doch die 3 Millionen Stimmet nicht wegblasen. Tie erste Aufgabe müsse es fein, die Ver-, schmelzung der Liberalen unter sich herbeizusühren und dann zweitens, eine Verständigung mit den Sozialdemokraten anzubahnen. In Elsaß-Lothringen, Baden, Schleswig-Holstein usw. sei dieselbe bereits gelungen, und je näher die Reichstagswahl heranrückte, desto mehr würden sich auch die politischen Kinder auf dem Wege durch den dunklen Wald zusammenfinden. Sie müßten das tun, wenn auS den Untertanen wieder Bürger werden und alle sagen sollen s Ties Vaterland, ein freies Land, ist unser! (Langandauem- der Beifall.) Mainz, 17. Jan. In der heuttgen Sitzung dev Stadtverordnetenversammlung teilte der Vorsitzende mit, daß wegen des beabsichtigten Theater-Umbaues eine Anzahl Anwohner Protest gegen diesen Umban eingereicht habe. Bor der Beratung soll eine eingehende! Besichtigung des Theatergebäudes durch die Mitglieder des Stadtverordnetenkollegiums vorgenommen werden und die Beratung über den Umbau am nächsten Mittwoch erfolgen. Ferner wurde beschlossen, um die Einführung der Nachtgespräche bei dem hiesigen Fernsprechamt zu ermöglichen, eine Garantie in der Höhe von 500 Mk. zu Lasten der Stadtkasse zu übernehmen. Tie Restauration für die Stadthalle in Mainz nebst Anlage wurde an Restaurateur Heinrich Reith aus Frankfurt a. M. für 12000 Mark unb 3000 Mk. jährlich verpachtet. (Frkf. Ztg.) (fc.) Frankfurt a. M., 17. Jan. Eine gu-te Partie macht der 24jährige Frhr. Philipp Schey v. Koro ml« aus Wien, der heute vormittag in der Synagoge am Börne- platz mit der 21jährigen Frl. Lilli v. Goldschmidt- Rothschild, einer Enkelin des verstorbenen letzten Frankfurter Rothschild, getraut wurde. Tie Mitgift beträgt 35 Millionen Mark. Zu der Hochzeit hatten der deutsche Kaiser und der Groß Herzog von Hessen Geschenke gesandt. — In einem Hotel am Hohenzollernplatz schoß sich heute morgen der Einjährige Erich Seligmann aus Münster i. W. eine Kugel in den Kopst Tie Verletzung soll nicht lebensgefährlich fehl. a Marburg, 17. Jan. Sicherem Vernehmen nach ist zum Nachfolger be§ verstorbenen LanbesrentmeisterS Feisel in Kirchhain Inspektor Köhler von ber hiesigen Lanbesheil- anstatt auSersehen. * Kleine M i! l e - l u •' g c n n n s Hessen unb den Nachbarstaaten, In Darmstadt konnte der Rentner Emanuel F u l d seinen 90. (Ziebnrtstag feiern. — In Babenhausen hat eine gründliche Revision der Stadtkasse ergeben, daß sich die Unterschlagungen des Stadtrechners Altvater auf 60 701 Mark belaufen. Dies macht zusammen mit ber bei ber Sprnckasse veruntreuten Summe 110 000 Mark. Die Bücher waren in bester Ordnung. Vom Verbleib des Geldes ist nichts bekannt. — In der Nähe des Hanauer Nordbahn Hofes' erschoß sich der Soldat Wagner von ber ersten Schwadron des dortigen Ulaneirregiments. Wagner hatte mit einer Frau in Frankfurt ein Liebesverhältnis unterhalten, wovon der Ehemann ber Frau gestern beim Regiment Anzeige erstattete. — In einem Raum neben dem Sulfatban der Höchster Farbwerke erfolgte unter heftiger Detonation die Explosion eines Kessels. Der Mbeiter Pleines, der in dem Raum beschäftigt war, wurde getötet. — In Lauterbach hat ein Mädchen ihr unehelicheÄ Kind sofort nach der Geburt im Kleiderschrank versteckt, wo seine Leiche gefiinden wurde. Die Sektion ergab, daß das Kind noch nach der Geburt gelebt hat. — Bei Leiselheim wurde der Händler Gigerich aus Worms auf offenem Felde er* froren aufgefunden. ' _ Auslegung des Artikels 114 des hessischen Berggesetzes. Die Frage: „Haftet der Repräsentant und der Grubenvorstand einer Gewerkschaft im Sinne des § 114 des Hess. Berg» gefefed (§ 126 des preuß. Berggesetzes) auch den einzelnen Gewerken als Dritten gegenüber?" wurde vom Reichsgericht bei einem Klageanspruch von zwei Gewerken ber Gießener Braun st ein berg werke norm. Fernie gegen beit Rechtsanwalt Grünewald-Gießen als Bevollmächtigten des Gr üben Vorstandes verneint. G. sollte foYv» darisch mtt den beiden anoeren Mitgliedern des Vorstandes bafftr haften, daß durch ihn 550 St. Teilobligationen ber Gewerkschaft fahrlässig entfremdet, einem Mitglied der Untervollmacht erteilt und die Gewerkschaft um 500 000 Mark geschädigt worden ist. Da dieser Schade auch den einzelnen Gewerken anhängt, fordern die Kläger für sich 2 500 Mark von den Beklagten als Entschädigung gemäß des § 114 des Hess. Berggesetzes, welcher den gleichen Wortlaut hat wie § 126 des preuß. Berggesetzes. Und zwar sind danach der Repräsentant und der Vorstand den Mitgliedern der Gewerkschaft für Schädigungen nicht verpflichtet, die durch ihre Geschäftstührung entstehen, wenn sie in den Grenzen ihres Auftrages handelt. Handeln sie außerhalb der Grenzen ihres Auftrages oder den Vorschriften entgegen, so hasten sie solidarisch für den entstandenen Schaden. Nach dem Sinne deS Gesetzes' ist hiermit aber nur b-'r Schade gemeint, welcher der Gewerkschaft entsteht, und kann diese bann durch Beschluß einer Generalversammlung die Mitglieds des Vorstandes haftbar machen. Der einzeln geltend gemachte Anspruch der Kläger wurde vom Landgericht Gießen denn auch abgewiesen, da die Aktiv- legitimation der Kläger nicht vorhanden sei. Letztere beriefen sich dann in der gegen daS Vorderurteil beim Oberlandesgericht Darmstadt eingelegten Berufung auf § 241 des H. G. 23., welcher früher mit dem § 126 des Preuß. Berggesetzes die gleiche Fassung hatte und später dahin abgeändert und erklärt worden ist, daß auch dem einzelnen Gesellschafter Ansprüche gegen ben Vorstand zustehen. Das Berufungsgericht entschied aber auf Zurückweisung der Berufung und führt dazu aus: „Das Landgericht hat abgewiesen, weil als feststehend anzusehen ist, daß eine Vermögensschädigung der Gewerkschaft die Kläger nicht berechtigt, persönliche Ansprüche gegen die Gewerken geltend zu machen. Da dcrs § 241) H. G. B. in.it § 126 und § 111 der Berggesetze übe re in stimmt, ist anzunehmen, daß sie dieselbe Bedeutung haben sollen. Da nun ein Dritter bei einer Altien-Gesellschast gegen daS einzelne Mitglied Vorgehen kann, so meinen die Kläger nach § 114 (§ 126) auch berechtigt zu sein, ihre Aüsprüche geltend zu machen und greifen deshalb das Urteil au. Das Landgericht ist aber nicht, wie die K'lög r en-,unehm.n scheinen, von der Ansicht ausgeg'ngen, daß der Einzelne unter keinen Umständen ein Recht zur Herleitung eines solchen Schadenersatzanspruches babc, sondern verneint den Anspruch nur für den vorliegenden Fall. Hier verlangen nun nicht die Kläger den Schaden ersetzt, der ihnen durch eine Handlung eines Vorstaudsmitaliedcs dirclt entstanden i|t» sondern verlangen dafür Ersatz, daß die Gewcrlftaast und teirch diese auch sie geschädigt worden sind. Repräsentant und Gnrben- vorstand sind aber für den der Gewerkschaft zugefngtcn Schaden nur dieser allein verantwortlich. Bei Aktien-Gesellschasten tritt "de richte . ^"? 1881 nur 8on htn ls N«-H Ä 162, > Lr ZM fihrik der?M "rflüfic T^«et Wein,toli» ?i"wn-7L°S° Wfa“'ubX^- ÄÄ - wtbVfTbt* ftÄM l^Ulgandäuern, ?Ä6 (^«Ä« i j,euie eingehende r®Äunb "Mittlvoch erfolge» Ehrung der Nacht. İ^tru ennög. « zu Lasten 'estauration für . 8k wurde an Re- urt Q. M. für 12000 £■ M Ztg.) Mgu-te Partie ?el) v. Koromla ^nagoge m Arne, v. Goldschmidt, rbenen letzten Frank. Mitgift beträgt 35 tten der deutsche °on Hessen Ge. M Hohenzollernplatz cigeErichSelig. gel in den Kopf, clich sein. n Vernehmen nach ist desrentmeisterö Feisel r hiesigen Landesheil« dessen und den t konnte der Rentner lern. — In Baben- on der Stadtkasse gen des Stadttechner- Ties macht zusammen summe 110 000 Mark, BeMüd de?Kl^ «1 nnuer MbahnhoseZ n der ersten SäMdron gatte mit einer Frau in r, roottm der Ehemann erstattete. - In einem ster Farbmerke er- ilvsion eines Wj m beschäftigt mr.lvum ifWcn ihr uneheliches Mscbrank versteckt, iw n ergab, daß dos Ktnd i Leiselheim mrde uf offenem Felde er« Mch-ilvkM-ikpi. nt m6 d-i ®*6® - H4 1x8 Ml. ai kn «nyl«®; lunger Grenzen ■,’BinÄ£0»»i° entgegn''. ginIte des :r. welcher.dn ade gtn,el LÄu6 einer nn W des Lorstanves ,grt ;sä“» &t wtfeip rü(fit S^gen aJriKfiwW •s^si jÄ«? -W DW Verdingung. Die Arbeiten ruv Grrveitevuna der Drainage am neuen Friedhof sollen Mittwoch, den 24. Fannar dsö. FahreS, vormittags 11 Nhr öffentlich vergeben iverden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen wahrend der Dienslstunden auf unterem Amtsztmmer zur Einsicht auf. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, das bei uns erhältlich, |mb spateitenS dis zum vorgenannten Zeitpunkt an uns emzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. B » Gießen, beit 16. Januar 1906. Städtisches Tie(bauamt. Braubach. Zum deutschen Hof. orge s Morgen Freitag ß denersatze Luftschiff in südlicher Richiunq fottgetvicb.en. An der besticht man, wie das ,,D. T." K^Sta7t«kckr!tSrsRhÄ? SW ?L? beteiligten sich sechs Personen, darunter Graf Zeppel.n dre Frag« wer der N E fl B^deu .uaudidatkn siw rr- {„(uri 7 ---7. ~ . «... - v »a K<3v hörnilA nt Handel 4% Oesterr. Goldrente. . . 98.00 Börse, 18. Januar, Anfangskurse D4/t für 6)rtninfll-Praljimi’löunflCH. bei Per und . 116.60 ' 23*85 . 142.80 . 129.00 Hausens Kasseler Hafer-Kakao Schüler u. Schülerinnen Sicherer Eehransialtc Beichsnnleihe do. Konsols do. Hessen . - Obcrbessen . 147.90 . 241.70 . 95.00 . 166.30 das bewährteste und deshalb ärzllich lausendfach empfohlene Kräftigungsmittel. Er bessert die Blutbeschaffenheit, bewirkt eine reichliche Anbildung der Körpergewebe. Muskulatur u von Fett, führt den durch Studien angestrengten Körper zu grösserer Widerstandsfähigkeit u ist somit das idealste Friiy- stficksgetränk. Nur echt m blauen Kartons A 1 Mk., niemals lose. . 172.20, . 148.00; . 242 20 . 183.00; . 188.70 . 166.20 . 211.60 Israelitische Religionsgeiellschaft. Gottesdienst. Sabbatbfeier am 20. Januar 1906: Freitag abend 4.30 Uhr. Samstag vormittaa 8.30 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.50 Uhr. Wocheugottesdienft: morgens 7.OO. abends 4.40 Uhr. . 246.10 . 133.00 100.30 100.85 96.55 Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . . Pantsche Bank . Peutsch-Asiat. Bank Piskonto-Kommandit. . Presdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . - - - Gottbardbahn . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn 137.00 129.00 261.40 226.00 166 00 216 25 247.00' 126.80 131.75, Dermltchto. • Friedrichshafen, 17. Ian. Graf Zeppelin hat heute mittag mit seinem lenkbaren Luftschiff einen Aufstieg gemacht. Der Ballon stieg Punkt 2.30 Uhr lang- sam in die Höhe, machte mehrere Wendungen und ging um 2 Uhr 45 Min. landeinwärts über Friedrichshafen. Gegen 4 Uhr passierte er Ravensburg und setzte die Fahrt weiter in der Richtung nach Kißleg fort. Um 5 Uhr 30 Min. landete er in Bachmühl bei Sommenried. Das Hintere Teil des Luftschiffes wurde leicht beschädigt. Die Landung war sehr schwierig. Gleich bei Beginn der Fahrt versagte einer der Motoren. Nach Ueberwindung dieser Schwierigkeit schien die Fahrt glatt von statten zu gehen. Als dann wieder einer der Motoren versagte, wurde das Handel und Verkebr, Volkswirtschaft. Berlin, 18. Fan. Der NeichSbank-Diskont ist Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg- Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk . Lanrahütte Nordd. Lloyd . . • • Oberscbles. Eisen-Industrie Berlin, 18. Ian. Im „V vrm ärts" erläßt der Parteivorstand folgenden Aufruf: „Laßt Euch nicht provozieren, von wem und von welcher Seite e5 auch sei. Vereitelt die Gelüste der Scharfmacher dadurch, daß ihr jede Straßendemonstration unterlaßt sannnlungsauflösimgen oder nach Schluß der Versammlungen den getroffenen Anordnungen Folge leistet." Berlin, 18. Jan. Wie die „Nat.-Ztg." hort, hat das Zentrum auf den ihm Anstehenden Vorsitz in der S t e u e r- rommission des Reichstages verzichtet. Ten Vorsitz wird Büsing übernehmen. -- In diplomatischen Meisen TefefcmiscShe KursbeHcMe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie. Giessen. Fmmkfnrter Börse. 18. Januar, 1.15 Uhr. ' Oesterr. Silberrente L u7ar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen „ III 67.80 67.90 92.10 95.65 91 10 143 80 52.50 4% äussere Argentinier . 90.20 . 67.10 von 6 auf 5 Prozent ermäßigt worden. * K o n k i'. r i e in S) e f f e n. Neber das Vermögen des Han- delsrn^nues Älexonder S e l z c r IV. in P f c d d e r s l) e i m wurde lim 15. Januar 1906 rmv. 10 Uhr dos 6oukursverfahren eröffnet, da brr Gemeins'h ' ner seine Zahlungsunfahlgkett er- flärt und deshalb die Eröffnung des VeNahrcns beantragt hat. Der Notariatsgebilfc .^ihet ht Vf^ddersheim wurde zum ztonnirs- nerw"9er ernnnni. Aonkursfarderungen sind bis zum 19. Febr. bei dem Amtsgericht Pfebde^im anzumelden. Märtte. . 100.90 . 88.95 . 100.95 . 88 95 . 100.10 erblickte. . ro . , — Der falsche Leutnant Botho v.dem Buiche- Yf en bürg hat sich wegen Betrugsversuchs vor dem Hamburger S ch ö ' f e n g e r i ch t zu verantworten. Der Angeklagte suchte im Dezember hochstehende Persönlichkeiten auf, gab ferne äußerst fein ausgeführte Visitenkarte ab, auf der er sich als Leutnant im Kaiser Franz-Garde-Grenadier-Regiment bezeichnet hatte, und versuchte unter unwahren Angaben ein Darlehn zu erhalten, tun wieder zu feinem Regiment nach Berlin fahren zu können. Auch beim Senator O'Swald und beim Bürgermeister Burchard hatte er Vorgesprächen; letzterer, der Verdacht geschöpft hatte, ließ den Schwindler verhaften. Der 6iardeleutnant entpuppte heb als Kellner Robert Brocks. Das (Aericht verurteilte den Pseudo- Pentnant zu einer Woche f^Hciucini?. Was nun den Schlamm in der Ebelstraße anbetrifft, so ift *„1; dort überhaupt kein Schlamm, denn gerade die Ebelstraße rsi " bei diesem anhaltenden Regeuwetter die am besten gelegene unb geradezu die beneidenswerteste Straße in Gießen, da ffe sich bei solchem Wetter von selbst spült und sich somit überhaupt kein Schlamm bilden kann. Der Schlamm, den .Herr Einsender.^,, 0 wohl meinte, rührt von dem Schutt her, der von den Nmmfen 4 angefahren und zum Anfsüllcu on der Ebelstraße benutzt wird140. und teilweise aus dem Bürgersteig lagert. Wir können Gott ■ danken, daß wir ander Spitze der Stadt Gießen einen Mann haben, 3% . der sich die weitgehendsten Kenntnisse in der Praxis zowic in ' " y. rns«. Staatsaul. 190'. -I der Theorie im ^Baufach wie^ in anderen ^ufsfachern 0* j8pan Staatsanleihe 1% Couv. Türken von 1903 Türken! ose 4 % Grieeh. Monopol-Aul. . diesen Posten dürfte Fürst Licknowsky, der bereits hier) einoetroffen ist, bi*1 meiste Aussicht haben. Auch die schaster in Wien v 'om, Grnf W e d e l und Gras,M o n t „B-enxxeb er g-Seide“ V. Mk. 1.10 ab! - zollfrei'. Muster an Jedermann ! Nur direkt v. Seidei!fn’*rH flpnrnhprn, Zurich Harpener Berg^verk . . 216.50 Lanrahütte . . • ■ 247.70 Lombarden E. B - 23.80 Nordd Lloyd 126.50 Türkenlose . . ... 144.20 stützen, aber auch eventuell selbst als künftiger Staatssekretär in Frage kommen. , Giestcuer landwirtschaftlicher Wetterdienst. I Hamburg, 18. Jan. Im Lause des gestrigen UvendS Voraussichtliche Witterung in Heffen für Freitag, den ^men blutige Krawalle vor. Bei der Absperrung des 19. Januar 1906: Wolkig, noch Regenschauer, in höheren Lagen Petzes vor dem Rathause nahmen mehrere hundert Persone» Schnee. . Blatten und Steine von einem Neubau und bom* Näheres durch die Gienener Wetterkarte. I 45innen , tr s»,, t e - —--- - bardierten die Polizei. 20 berittene Schutzleute Hingesandt. machten eine Attague, wobei verschiedene Demonstranten In Erwiderung des Eingesandts, betreffend: das Trot- verletzt wurden. Die Attaque wurde einige male micber* toir in der Ebel st raße zwischen Liebig - und Wil- ^It. Gin Ehepaar wurde niedergeritten und s ch w e« Helm st raße vom Freitag, dem 12. Jan. 1906, möchte xcpi I n e r I c h 1 2000 Arbeiter zogen vor das Hans des prüft» Z »»ÄÄ’ÄÄ »ürflcrmcinc«, der den. B°,k°n erschien unb Villa erbauen ließ, einmal reckt gründlich anzusehen. Letzterer die Vcenge zur Ruhe ermahnte. Die lusschrestungen smd liegt nämlich mit dem Trottoir auf einer Höhe, während ba§ ÜOn dem Mob hervorgerufen. Die Arbeiter verhielten sich! Nweau des ersteren um 2 Meter tiefer liegt als das Trottoir. , Wenn man also hier das Trottoir mit Brettern belegen und das- { ( m 18 c>Qn Der ehemalige Polt- selbe auf diese Weise überfahren wollte, 10 hteye das nichts Stratz.vurg ,. lö. ^an. jer cijrrn« j anderes, als- d'ie Pferde samt ihrem Geschirr und dem schwer- zelk0mmtssar Step Hany veröffentlicht eine Jurfepen 9 i in Ultra n h « 17 Jan F r U ch t nt a r k t. Durch» beladenen Wagen in das tiefer gelegene Baugelände hinunter- erregende Broschüre, die unter dem Titel e r m an t * ictivt' S roTO Iter^f^eip 15.20Mk., weißer Weizen zustürzen, aus dem sie lebendig nicht mehr- hett'n-ge^lt .verden Willkürherrschaft und Polizeiwirt. Koo Mk Km' Mk 12.50, Gerste 0.00 Mk.. Hafer 7.80 Mk., könnten. Der fragliche lIitteine6meT ivurbe b efem nanen - , f t„ stellende Enthüllungen enthält. Ur a ltO.OO,o Erbsen 0.00 Mk.. Kartoffeln 0.00 Mk. I 'LLn ^Ücken'mögÜchMre und o n don18Jan. Nach den bis heute morgen ein- QiS’ y '"V]“tt’iiVe'9?olirrunqen'ber'beiitigrn i e hni a r tt'J toenn zweitens nicht 'der Lebensnnterhnlt von 15 bis 20 Arbeiter) . stSAanftenen "v a hlcr-1 c b n t ss e n sind RelvoHt: 171 ’n'.™ «.rfÄHoiffirn’29 Ochsen 9 rni? Oesterreich, somilicn von dem Betrieb obhinge. deren Ernabrer man auefj IaIc- 27 Mitglieder brr Arberterstartei, <3 .luiiomflen mH «1. ? Oesterreich 13 liti'be Ferien, Stiere >md Rinder, nicht einsach außer Verdienst setzen kann was >a wodl em 50 Nationalisteir, Tic Liberalen gewinnen 8t. die 'llTbetter- 0 m.8 RM ROT« 136'e<6a e mb slimmel, 00 Schweine. Mdi,sch, der N-ichstenIiebe befttzt und sein Gestuft auch der dreiem ^tci 21, die Unionisten 2 Sitze. In West-Brrminghamst M Ä’ÄÄUÄ* Ä Ä« Ä E Ä5,' LlL S KÄte fiat W MC '"U«'.inis»stcn seiner M- m fio-eä TOa Edmfe- 1 Dual 72-74 %., 2. Dual, bem betreffenden Bürgersteig über die Straße au, den anderen bette einen Auftrieb vm ^wa 11M Mhen und s^ndem Der b-dumen -Euchiem,^^ in «rxistraste anbetrifft, fe ffi 8*.. Handel war recht flott, bte Prene hoch. — Aus dem ^ttjtoetne-- m arkt, der mit 750 Ferkeln und Läufern befahren war, herrscht ebenfalls rcacs Geschäft. Saugferkel kleinerer Ware kosteten 30—38 Mart, größere 40—50 Mk. und Läufer je nach Große vnh 60—ian pr-i Ncwr. nur dann eine Verpflichtung des Einzelnen zum -Schadenersätze ein, wenn ein Dritter, ohne daß eine Schädigung der Gr herbeigeführt worden^ ist, geschädigt wird. 4 Qff 11 X a . . r—. X' ( i I A A M AU» Irt» M .AI APQ <11 II Mil u L - / VW V*-, •'! V | — ------ ---# • erfaU zu belangen, ist von der deutschen Gesetzgebung nicht gegeben. Diese Grundsätze, müff'en analog auch für die Gewerkschafter ge.ten, — . . < hwrfhnffcm Moi^ilckodeu Tie Regierung nnt i |uju|ici m "nocn' l'noo Marl bewilligt. i'ommeu in Tcivn. Ter erstere ist gleucksalL-teletzraphick macken Sie können das nur tn Gemeinschaft nnt den übrigen iiierßcr berufen worden. Wie weiter verlautet, wird auch Gewerken tun, und muß es ihnen überlassen bleiben, darauf dm- Sport. sPr nr^uffifche Gesandte in München, Gras PoUrtaleS LVaris, 16. Jan. Ae mit der Ausmabl der Rennstrecke ans tciegravütsche 2 erttiung deute die- erwarstet Er soll PeÄation®ahSeienftivp?bm Di? von den .Aägeru beim beauftragte Kommission des französischen Automolülklubs hat bestimmt sein, zunamü den Unteritaalssekretar ±i. t?. Muht Wsan ckt eingelegte Revision gegm das Berufungsurteil blieb sich für die 1906 abznbaltende Prüfung mr die Sartheitrecke berst in her Führung her laufenhcn ©eufin tc su unter- ?^o?und wurde vom^5 des Reichsgerichts zurück- entschieden. Das Rennen wird in zwei Tagen'gehalten werden.' Än: $"e lÄ nur L Schadenersatz »ertönen MS v-rb.u aoo stft,.Meter Aatznck. »»». bom Grubenporffand, wenn einer der Fälle des § 114 bc§ I 3 -• ’ -- - - - B. G vorliegt. Ein solcher Fall liegt aber nicht vor. Wenn her Grubenvorstand einem ffiuer Mitglieder Untervollmacht geben will, so bandelt er deshalb nickt außerhalb fernes Auftrages. Ebenso liegt der zweite Fall nickt vor und ist nicht ersichtlich, N. nerbatenst Arbeiterbewegung. Bochum, 17. Jan. Wie die „Wests. Voiksztg." hört, hatten sämtliche Arbeiter des Walzwerks 3 der westfalischen Stahlwerke wegen einer Herabsetzung des Akkordlohnes ihre Kündigung eingereicht. . . n spinn er e lehnt/' di?°Arbeitnf^denmq^ aus eine "5stündigeI WeltHeignet yauuüte'rnVhmern in'der Benutzung ArbePS est mit d^r Begründung ab, daß sämtliche deutsche Baum- des Trottoirs das weitgehendste Eutgeg^kommen zeigt und uns mollfvffinereüii die elf^üiidige Arbeitszeit hatten und die Forder-1 wegen eines einzigen Kritikers kernen Hemmschuh anlegt, unasbewillchung eine Ausgabe von 1OOOOO Mark verursachen Daß ich mir überdies tue großte Muhe.gebe, das -_rottmr nstirde Fernes erklärt sie, nicht mit der K'ommission, sondeiTU in Stand zu halteai, beweist die Tatsache, ^n^Gteinen I 30/» 3Iexikaner ha.n orrh-'^-r'i-ar^itri har^nMn zu wollen, meiner Arbeiter den Auftrag gebe, das Trottoir von Steinen 0 Chinegen , . mit D --------——-------------------------- zu befreien und dasselbe Passierbar zu erhalten. ° Aktipn . Gericbtssaal. Man kann sich nur Iminbern, daß die Nörgeleien wegen solcher - Berlin 16 Jan. Zum dritten M al freigesprochen vvrübergehenden Unbegnemlichkeiteii, die teder Ban für bte ß , E 'w‘ in der gleichen Angelegenheit wurden heute von der Strafkammer! Passanten bringt, nicht endlich aufhoren. Wenn icmand außer- Tendenz- fest der Redakteur Lu dwi g und die Schriftstellerin Dorothea halb der Stadt solche Eingesandts liest, muß er^nmere ^tadt 16 Berliner ffioebeler Letztere hatte eine Ski»- ..Tragödie" »-r°^.E »u mettfrb«E. B. . . . in der der Staatsanwalt ent Vergehen gegen bte iLtttltchtett .Hoffentlich werden diese ststlm genügen, beruhigend zu wirken. Canada E. B 5hock-cht"n-isvoll I. G. P. Parmstädter Bank . . ... !■»■ ,-< Pentscho Bank . . t r (h l i (fr e Lii. a rti r t di t en. Dortmunder Union C. . Evangelische Gemeinde. PreSTcndenz?kfcst. ' ' Freitag, den 19. Januar, nachmittags 5V? Uhr im Konfir- mandenfaal (Liebigstraße): Versammlung der konsirmierten weiblichen Jugend. Pfarrer Euler. worden ist, geschädigt wird. Ein besonderes Recht . sh» ' die.Schuldigen auf, feinen Anteil * Kleine TagesÄroni k. In M e r s ch (Wb.) Meß ÄprKAafter adten wan aus die Reste eines r nt i s ch e n L a n d h a u 1 e s mit ickouer Gewerffdichter gelten, Wandmalerei und wertvollem Moiaikbodett. Die Regierung hat weitere R^ckfarfdvvnnr-,: 1QQ1) h■nni((iot. Danksagung Karl Lindenftruth und Frau. 448 Lollar, den 18. Januar 1906. 440 gtenban 2-3MM. SSÄ«? r i rbetciL Teilnahme zahlreichen Worte des Für die vielen Beweise herzlicher bei unserem schweren Verluste, für die Blumenspenden und für die trostreichen Herrn Pfarrer Gnßniann sagen wir innigen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Heinrich Frank III und Familie. w. Xi; zu kaufen gesucht. Schnttliche Angebote unt. 03d8 Danksagung. (für die uns bei dem Hinscheiden unseres innigst- geliebten Söhnchens und Enkelchens in so reichem Maße erwiesene Teilnahme sowie für die überaus zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Dank schä'lshaus zu leihen gesucht. 309 Näheres Plockstraße 1. anspr. u. Zeugn. (nur in Abschr.) | empfehle ich mich angelegentlichst. unter 447 an den Gieß. Auz. erb gegen den Kaufmann Louis Moll von Grünberg, wegen Beleidigung hat das Großherzogliche Schöffengericht in Grünberg am 1. Novbr. 1906 Stadt-Theater Giehen. leren Stock zu vermieten. Riegelpfad 88. amte ooauleaen. Sechs Alonate nach erfolgter Genehmigung der Pläne muffen die Entwässerungsanlagen vorschriftsmäßig ausgeführt sein. Gießen, den 16. Januar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. zu jedem annehmb. Preis verkauft Springmanns Schuhhaus _____Bahnhofstraße 58. S Gesucht f. dauernde Stellung in e. Manufaklurwaren- geschäft eine tücht., erfahrene Verkäuferin außerdem ein Lehrmädchen aus anständiger Familie. Schrtitl. 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Zugleich wird dem Grobherzoglichen Kreis- geometer Henkel in Gninberg die Befugnis zugesprochen, die Verurteilung durch je einmaliges Einrücken des entscheidenden Teils des Urteils in dem Grünberger u. Gießener Anzeiger innerhalb einer Woche von Zustellung einer Ucteils- auSfertigung an auf Kosten des Angeklagten öffentlich bekannt machen zu lasten. Die Richtigkeit der Abschrift 1 der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit deS Urteils bescheinigt. Grünberg, 11. Januar 1S06. Der GerichtSschretber Groß- herzoglichen Amtsgerichts: 1 gez.: LangSdorf, Großh. Aktuar. 1 Für die Richtigkeit (für die Rechtsanwälte • 58. Grünewald, L. Leun und F. Fischer) 454 ’ Leun, Rechtsanwalt. ^hkN n)’t istlirin!' hMand chltkN w- biftenbci (ine5 in geborenen r?nbtn), («jl hat. Wiltlichkei vollen Zu Die Tie G Vlottes U die ben diefel 13 und lr: die Stimme H rin Stellung bördel. bdWgfri qc^rdnetr jeboi n Ml'der bii neben ftt 8 dm Mull de? 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Schulartikel Scrienfarten Vuchblnderel Linrahmen von Bildern \<7JA en Gratulationskarten iixnxZ// nv^J: