^*■55« ’c;i)nen. ’tf ? bo§ Sehr» ’nner= und sj?. 'n eni- SLb ' «nyUDQtS A?Shl. ■"■ dem mit 'landen su tafa 2"'°?dm •««iÄ 9 di° °"^-"°udSL ®al|i«telta,enmil, s*s&; KE SS-« S-sm . ^lraneiiciraben einen "ukde,, Wirbel durchge! milder Sarfchch werksburicho. W in der oeq>n« SoiimverkA eine mM- m der ieh'gen MästZ- -ommcr- und Reisezeit in dieser hnctzgradi- rang zum Ausdruck, die a Börsenverhältnissen der Fnner scheini die Ruhe- se :n Vettacht kommenden üc unbekümmert an neue on dem nur hinzuzusügen, « Sage des Minenaktien- le'le Sage Rußlands sind, drückenden fragen so bald schäst wünschenswert wäre, itung. t r kommandieren zur Zeit ? r jit ben M/'chinen-Jn- 3ie Zeute werben dem n sowohl die eini1e(x\«\ entlief) auch ben W)rer' . einen etroaiqen Mobil- Unrerowere und Mann- ist versehen. al. n'gsgericht verurttilte den ZoibaM Pelissier zu ■^cDation und 10 fahren ^beteiligte an dem Dieb- 'io m Äoignon. nesende. Verhüht Darr-kaWj stTns . xnstenHaupt* ' K “haben Man verlangt UiSft»*ff” t"' . flieuV1^' * • mckl * * i,,? 5"^"' 11,1 Lj '.bl." mov- 1 ^(111 Erstes Blatt 156. Jahrgang Montag 16. Juli 1906 SEQ5SEE Kie Heutige Wummer umfaßt 10 Seiten. den Ein wurde am! fällt ver-, des Sonntag eine aus Anlaß des Geburtstages Rembrandts veranstaltete Ausstellung von Gemälden zeitgenössischer Maler unter die innerpoli tisch interessanten Ereignisse der wichenen Woche. Wie es scheint, ist der Rücktritt politische Wochenschau. Gießen, 16. Juli. Tie vergangene Woche hat uns mit dem Ausfall der Stichwahl in Altena-Iserlohn eine böse Ueber- raschung bereitet, denn hier wurde ein uralter Besitzstand der Liberalen einzig durch die Schuld der bürgerlichen Parteien den Sozialdemokraten ausgeliefert, und es steht zu befürchten, daß dem Wahlkreis Hagen-SchwelmeingleichesSchicksal w iderfährt. Was nützt aber jetzt, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, alles Klagen! Ursache, sich bei der Rase zu irehmen, haben reichlich die Freisinnigen und die National- liberalen, die unbedingt von vornherein hätten geeint marschieren müssen. Und den Nationalliberalen hätte insonderheit die Pflicht obgelegen, zur Vermeidung des liberalen Verlustes den alten Besitzstand des Freisinns zu respektieren und auf eine eigene Kandidatur zu verzichten. Beide liberalen Gruppen aber sollten jetzt endlich mit ihrer altbekannten schlechten Wahlorganisation aufräumen, damit niemals mehr in einem vorwiegend evangelischen Wahlkreise ein Zentrumskandidat in Stichwahl mit dem Sozialdemokraten kommen kann. Anstatt die unverantwortliche liberale Zwietracht, Saumseligkeit und Lässigkeit beim ersten Wahlgange dadurch wett zu machen, bei der Stichwahl geschlossen für den Zentrumsmann zu stimmen, wurde ein großer Teil der Wähler fahnenflüchtig. Tafür will sich das Zentrum in Hagen-Schwelm revanchieren, und der Liberalismus verliert durch seine unglaublüh ungeschickte Politik zwei Sitze nacheinander! — Die ,Meftd. Vvlksztg.", das Organ des Zentrums-Abg. Fusangel, fordert die Nationalliberalen auf, statt Moldenhauer einen anderen Kandidaten der Richtung Bassermann in Hagen aufzustellen, für den das Zentrum schon in der Hauptwahl unter Verzicht auf einen eigenen Kandidaten mit 6000 Stimmen ein treten würde. Der Freisinn würde dann für bie Stichwahl ausscheiden. Wenn die Nationalliberalen ablehnen, sei die Wahl des Sozialdemokraten sicher. Für den Freisinnigen werde keine einzige Zentrumsstimme abgegeben werden. Tie Reise nach dem Nordkap hat unseren Kaiser auch nach Trontheim gebracht, wo er mit König Haakon eine Begegnung hatte und wo es auch zu einem Austausch von seltsam feierlichen Trinksprüchen kam. Die Königin Maud, bekanntlich eine Tochter König Eduards, wohnte dieser Begegnung nicht bei — eine Tatsache, die viel kommentiert ward. Zurzeit ist wieder von einer bevorstehenden Begegnung König Eduards mit Kaiser Wilhelm die Rede. Die Meldung Berliner Blätter, wonach der König Schloß Friedrichshof bei Homburg als Drt der Zusammenkunft vorgeschlagen haben soll, findet an unterrichteter Stelle keine Bestätigung. Nach wie vor steht nur fest, daß König Eduard und Kaiser Wilhelm vor längerer Zeit Grüße austauschten, in denen beide den Wunsch äußerten, einander in diesem Jahre zu sehen. Als sicher darf gelten, daß die Begegnung auf deutschem Boden stattfinden würde. Jedenfalls fährt in diesem Sommer noch König Eduard nach Wien, um dort mit Kaiser Franz Josef zufammenzukommen, der übrigens dieser Tage eine Begegnung mit der letzten Franzosenkaiserin Eugen ie in Ischl hatte. Am Samstag ist die Kaiserin von Ischl nach Salzburg abgereist. Aus guter Quelle will ein deutscher Zeitungskorre- spondent in Petersburg erfahren haben, daß die Zu- s a m nie n f u n f t des Zaren mit Kaiser Wilhelm alleii Dementis zuwider prinzipiell beschlossen sei und voraussichtlich auch auf deutschem Boden stattfinden iverbe. Tie aus Anl^ßder Geburt des erften Kaiser der Nummern der „Jugend", „Simplizisiimus", „Meggendorser zu Ehren des Gedächtnisses Rembrandts von den Plätzen. Blätter" uird dergleichen zu ihm passende Tinge — atte Nummern Musikstück schloß dieFeier. — In Am ft er ba m wurd Bezugspreis, monallich7bPf., viertel- jabrlich SDlt. 2.20; durch Avholc- il Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch diePost Mk.2.— uiertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Taqesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Pst auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den volit. und öligem, Teil: P. Witt ko; für »Stadt und Laud^ und .Gerichtsfaal*-, Ernst petz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. kleines Feuilleton. — Studcntenhumor für eine Bismarcksäule. Wie vor zwei Jahren schon einmal ist dieser Tage wieder in dem bekannten „Paradies" bei Je n a ein akademisches Fest gefeiert worden, besten Ertrag für die bei Jena zu errichtende Bismarcksäule beltumnt ift. Das Fest in Gestatt eines Vollsbelustig- i^ugs- oder Schützenfestes, in Thüringen „Vogelschießen" genannt, )at viel Humor gezeigt und einen glänzenden Erfolg gehabt Auch die Lehrer der Unioerfität Jena mit ihren Damen beteiligten sich vollzählig daran, und ein starker Besuch aus allen Teilen Der Stadt hat, tote man uns von dort schreibt, ein gutes finanzielles Ergebnis gesichert. Den Charatter des Schützentestcs suchten die „Teutonen" festzuhalten, _ die als mittelalterlidje Schützengilde aufzogen. Noch mehr Humor haben sie in chrem „Rari- tätentäbiuett"^ gezeigt, in dem viel zu sehen war: Die Straf- nianbatc des ^tudentenwirtes Kämmer-Carl in Jena, das Schwert des Damolles, der Ring des Polykrates — noch im Bauch des Herings dann war das Licht da zu sehen, das man nicht unter den SÄefsel stellen soll, und die Goldwage, auf die man nicht jedes Wort legen soll, auch das Pfund, mit dem gewuchert wird. Em Mantel war da, der als bet Mantel der christlichen Liebe anzusehen war, ein anderer daneben, der immer nach dem Winde gehängt wird, und das Brot, das man im Schweiße seines Angesichts ejstn sollte, es war nämlich felsenhartes Kommißbrot, säwn etwas schimmlich In die Tiefen des akademischen Lebens führte bie Flasche ein, die man dort sah und die die Frucht eines zweijährigen Studiums darstellen sollte: es war „Essig", und daneben eine andere Flasche, bie ben Schweiß des Studenten im ersten Semester auszunehmen besttmmt war: es war nichts darin. Und vieles andere noch war ba zu sehen. .Dann gab es ein Spezialitätentheater „Zu den sieben Wonnen des Paradieses", eine vom pharmazeutisch-chemischen Verein geschaffene Menagerie (mit drei Hunden, einer Schildkröte, einem Papagei und vielen luftig erklärenden Bildern), bas BraLvursT glöckle mit eigener Studenten kapelle (Sueven und Nhenaiien). gegenüber ertönte noch lautere Musik. Da wird zum Plantanz airsgespielt, dem echt Thüringer Tanzvergnügen. „Ein Tritt frei" steht über dem Eingang; aber schon, von zwei ^ritten an ihU man einen Groschen zu zahlen. „Hussa, juchhesisa, Diddel- bitoibei", „das geht ja hoch her", schreit ein Kapuziner dazwischen. Nr. 164 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Eichener Familien- bkätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der B rü h l'schen Un io erf.-Buch-u. Stein- druckerei. 9t. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul st ratze 7. Redaktion 113 Verlag u.Exped.^WSI Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. enkels erwartete Amnestie ist m'sgeblieben und die-, fertigen haben wieder einmal recht beholten, die da meinen, daß unser Kaiser überhaupt kein Freund derartiger Gnaden- akte ist. TiaZ ist bedauerlich und leider auch geeignet, die freudige Stimmung, die das „frohe Ereignis" in weiten Kreisen erregte, nachträglich zu trüben und einen Mißklang in das sympathische Verhältnis zu bringen, das zwischen Kaiser und Volk ohne Zweifel besteht. Die Berlechung eines besonderen PräsentiLrmarsches an die Jacht „Hohen-, zollern", die einzige bisher bekannt gewordene kaiserliche Gunstbezeugnng aus Anlaß der Geburt des Prinzen, berührt im Hinblick auf die ausgebliebene Amnestie einfachen Staatsbürger eigentümlich. Auch der Wechsel im Marinekabinett eröffnet. — In Leyden wurde am Samstag in Anwesenheit der Königin-Mutter, des Prinzen Heinrich der Niederlande, der Minister, Mitglieder des Parlaments und der Spitzen der Behörden ein Nembraitbtderikniäl feierlich enthüllt. Auch dort hat man eine Rembrandt-Ausstellung veranstaltet, die u. a. 20 Gemälde von Rembrandt, sowie von Franz Dyn, van Goyjen und Dou enthält, fotoie etwa 100 Hand zeichn ungen von Rernbrandt. In der Akademie zu Leyden wurde ebenfalls eine Ausstellung von etwa 1000 Reproduktionen von Werken Rembrandts eröffnet, welche die Entstehung vieler seiner Werke zur Anschauung bringt. — Max HcsseL Volksbücherei. Nr. 308—310. Am Fenster und andere Erzählungen von Wilhelm Holzamer. Mik des Dichters Lildnis und Faksimile sowie einer Einleitung von R. W. Enzio. Preis 60 Pfg. Max Hesses Verlag, Leipzig. Wilhelm Holzamer zeigt sich auch in den vor uns liegenden fünf Erzählungen, von denen drei auS früheren Bänden her bekannt sind, als ein feinsinniger, durch kraft- und lebensvolle Darstellung fesselnder Erzähler und HemiatSdichter. Nächst seiner meisterhaften Novelle „Der arme Lukas", die er im vorigen Winter hier in Gießen in geschlossener Gesellschaft auf Einladung zum Vortrag gebracht hat, hat uns auch „Der lange Hahn" recht angcsprochen. ES ist die Geschichte eineS zart und tief empfindenden ArbeitersohneS, der zum Theaterkapellisten aussteigk, immer aber seine eigenen, weltfernen, stillen Pfade schreitet; ein echter Holzamer voll schönster lyrischer Stimmungskraft. — Auch die anderen von dem Dichter scharf und sicher gezeichneten Charaktere sind größtenteils Einspänner des Lebens, aus den mittleren und unteren Volksschichten seiner Heimat, dem schönen Rheinhessen stammend. Wohl fehlt in ihrer Weltanschauung ein fatalistischer Unterton nicht, und wir bedauern ihren Mangel an Lebens- und Weltfrcudc, aber ihre Lebenswahr« hcit, ihr tiefeö und reiches Seelenleben, ihr Kämpfen und Ringen bis zur Ergebung und Ruhe, zum Vergehen und Verstehen erwärmen unS bei der Lektüre mehr und mehr und machen sie zu einem wirklichen Genüsse. Wir wünschen dem Bändchen als einem echten Volksbuche für gebildete und einfache Leser weite Verbreitung. Der Hcransgcber Enzio hat ihm eine liebevolle Einleitung gegeben, die auch einen schönen Qiito« brographischen Brief Holzamers mitteilt. Admirals von Senden-Bibran nicht aus Gesundheitsrücksichten erfolgt. Frhr. von Senden wurde ä la suite des Seeoffizierkorps gestellt, indem er in dem Verhältnis eines Generaladjutanten zum Hofe zu verbleiben hat. Staatssekretär v. Tirftsitz ist noch auf feinem Posten, aber er hat einer Kur tm benachbarten Nauheim bedurft, und in Berlin pflegt erfahrungsgemäß jeder Ministerdemission ein Badeurlaub vorauszugehen. Ter neue Chef des Marine-, kabinetts, Kontreadmiral von Müller, gilt als sehr energisch. Porträts, die einzelne Zeitungen von ihm brachten, zeigten scharf geschnittene Gesichtszüge. Ter jeweilige Staatssefi:etär des Reichsmarineamtes aber ist stets nicht viel mehr als das Exettttivorgan des kaiserlichen Marine-- kabinetts! Die Verabschiedung des preu ßisch en Schulun ter- haltungsgesetzes hat dem Kultusminister Dr. Studt den Schwarzen Sldler eingetragen. Ob man im preußischen Volke über dieses Gesetz entzückt ist, ist allerdings eine andere Frage; ein Fortschritt in freiheitlicher Richtung kann darin wahrlich nicht erblickt werden. Das Gesetz trägt besonders ausgeprägt den reaktionären Stempel, der der ganzen Berliner Gesetzgebung mehr und mehr aufgedrückt ist. Die Rechte der Selbstverwaltung sind durch das neue Gesetz stark geschmökert und der Betätigung konf. Frecheit sind schwere Riegel vorgeschoben worden. Am bedauerlichsten ift im Hinblick auf das Parteileben, daß es die national-, liberale Partei mit gewesen ist, die dieses für sie mit der geit verhängnisvoll werdende Gesetz zustande bringen half, statt von vornherein, entsprechend ihren ruhmvollen Traditionen von ehedem, jede Mitwirkung dabei aözulehnen. Mit einer Vertretung gesunder liberaler Gedanken und Grundsätze läßt sich so etwas nicht vereinbaren — im Gegenteil, diese sinö bei der Zustimmung zu einem solchen Gesetz aufgegeben worden. Als eine der ersten Wirkungen des neuen Gesetzes kann man bereits ansehen, daß Herr v. Studt sich dagegen sträubt, den Stadtgemeinden eine weitere Erhöhung der Lehrergehälter zu genehmigen, „um dadurch nicht die Gleichmäßigkeit der Besoldungen in Stadt und Land zu gefährden". Daß unter solchen Umständen der Andrang zum Lehrerberufe in Preußen sich nicht heben imb daß der Lehrermangel damit ebenso in Permanenz erklärt wird wie die UeberfüHung der Schulklassen, daß die allgemeine Schulbildung einen schweren Schaden erleidet — wem sollte das nicht alsbald klar werden? Da^ über die Verdienste des Herrn Studt die Einungen bekanntlich sehr geteilter Art sind, so kann man sich der Befürchtung nicht verschließen, daß dem Kaiser über die Parlament. Vorgänge nicht klarer Wein eingeschänkt und weiterhin, daß seitens bestimmter Kreise mehr und mehr darauf hin ge- gearbeitet wird, eine immer breitere Grenzlinie zwischen Kaiser und Volk zu ziehen. In Württemberg ift zur Freude von Volk und König, der seinen Ministern seinen Dank auszusprechen nicht unterließ, nach langen Kämpfen, die um fünfzig Jahre zurückreichen, ein neuesStaatsgrundge setz zustande gekommen, in dem erfreulicherweise viele alte liberale Forderungen erfüllt wurden. Die Abgeordnetenkammer wird dort künftig vom Volke selber gewählt,- und zwar in direkter und geheimer Wahl, und die erste Kammer, die bisher nur das Schattenbild eines Parlaments bedeutete, ist in eine lebenskräftige Körperschaft umgewandelt worden. In dieser Hinsicht kann man doch ivieber einmal von einem erfreulichen Fortschritt reden. Hoffentlich wird demnächst endlich auch bei uns in Hessen eine ähnliche Reform zur Wirklichkeit, und diejenigen überstimmt werden, die sich ängstlich an das indirekte Wahlrecht klammern. Die Dreh fusaf füre ist nun zu einer Art Abschluß gekommen. Nack)dem der Kassationshof den Kapitän für vollkommen schuldlos erklärt hatte, ergab sich als logische Folge, daß man Dreyfus auch als Offizier rehabili-' tierte und ihn zum Major beförderte. Mer Klarheit hat auch die letzte Phase des Trehfusprozesses nicht gebracht, und die Motive, welche eine Anzahl von Generalstäblern veranlaßten, einen unschuldigen Kameraden der Spionage zu verdächtigen, sind noch immer nicht auf gehellt. Ester- h a z h äußerte denn auch bereits, es sei unrichtig, zu glauben, daß die Affäre erlediigt sei. Er behauptet, Dreyfus habe zweimal keinen Takt gezeigt, einmal, als er im Jahre 1899 die Begnadigung annahm, und jetzt, als er durch feinen Anwalt das Urteil ohne Verweisung vor ein neues Kriegsgericht für genügend erklärte. Dies schade seiner Sache. Das Urteil bezeichnete Esterhazy als widernatürlich, da keine kontradiktorische Verhandlung stattfand und die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen geführt wurden. Tie Wsichten des englischen Kriegsministers, die Armee zu reduzieren, werden von den Konservativen und ihrer Presse auf das heftigste bekämpft, trotzdem man wohl auch auf dieser Seite davon überzeugt ist, daß die Weltherrschaft Englands mit der erdrückenden Uebermacht feiner Flotte steht und fällt und daß die gegenwärtige Stärke der Landmacht genügt. Man darf jedoch nicht übersehen, daß die Konservativen bet ihren Angriffen auf den Kriegsminister weniger die äußere Politik im Auge haben, als die inneren Zustände, und diese sind es, welche den besitzenden Kreisen Besorgnis einflößen. Denn die N o t und das Elend unter dem größten Teile der englisch en Arbeite rschaftsp ottetjederBes chreib- ung, und die soziale Fürsorge liegt in Großbrttannien sozusagen noch in den Windeln. Es gärtganz beben lich in den arbeitenden Klassen des stolzen Albion, und nicht mit Unrecht befürchteten die britische Plutokpatie und Aristokratie, daß die englischen Söldner-, truppen weder stark noch zuverlässig genug sind, um gegebenen Falles dem inneren Feinde mit Erfolg entgegentreten zu können. Diese Furcht wird von genauen Kennern der englischen Verhältnisse als die wahre Ursache des Widerstandes gegen die Heeresverminderung bezeichnet, und auch die von einer gewissen Presse betriebene Hetze gegen Deutschland dient vorwiegend dazu, für die Mißstimmung des Volkes eine Ablenkung nach außen hin zu finden. Der russische Ministerpräsident Goremykin bestätigte neuerdings einem Journalisten, daß das Kabinet bisher seine Demission nicht gegeben habe. Ebenso erklärte der Dumapräsident Prof. Muromzew, daß ihm vom Zaren fein Angebot gemacht worden sei, ein neues Kabinett zu bilden. Die revolutionäre Propaganda dauert vorderhand ungeschwächt fort, und fast jeder Tag bringt Nachrichten von Soldatenmeutereien. Einem Mordanschlag fiel der Admiral Tschuchnin in Sebastopol zum Opfer. Als sein mutmaßlicher Mörder wird der Matrose Akimow angesehen. Unmittelbar nach dem Attentat wollte der Adjutant des Admirals, — sirr teures Geld an den Mann bringt. Auch die Studentinnen haben ihr eigenes Zelt; die „Germanen" bedienen ein hübsch ausgestattetes Teezelt, die „Arminen" eine gemütliche Waldschenke. Am Vormittag haben sie auf einem Lastwagen fahrend das Klavier dorthin geschafft, nicht stumm wie bei anderen Transporten, sondern die „Hauskapelle" spielt wälMvd der Fahrt und die Kommilitonen fingen. Dann mußten sie auf dem Festplatz noch tüchtig anstreicheu und klopfen, pinseln und nageln — ein köstlicher Anblick. Im Zelt des S.-C. (Korps) wurde um 9 Uhr abends von Dameri der Gesellschaft der Glüh- lvürmchentanz air5 ,Lysistrata" Don Lincke getanzt, so schick, daß er Dacapo gegeben werden mußte; sehr schöne Kostüme paßten zu dem anmutigen Ballett der jungen Mädchen. „Die Preise der Plötze sind sv niedrig, daß jeder bequem darauf fitzeir kann", rief der einladende Student dem Publikum zu. Auch ein „monistisches" Theater war da, in dem Schillers Dramen reckst monistisch, d. h. von einem einzelnen, in kürzester Zusammenfassung gegeben wurden — Professor Haeckel hat die Vorstellung selbst besucht. Nun folgen wir nvck) dem Wegweiser, der da besagt: Eichener Anzeiger w General-Anzeiger w Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen „Und ein Wein wachst aus den Bergen, Und der Wein ist gar nicht schlecht, Doch mußt Du durchs Gedränge wergen, Erst in der letzten Bude kommst Du recht." Viele höchst humorvolle Gestalten sah man noch auf dem Festplatz herumziehen, und das einzelne alles zu erzählen, ist nicht möglich. Durch den Humor aber sind einige Tausende wieder für den Bismarckturm zusammengekommen, der nun gewiß bald errichtet werden wird. — Zur Feier des 300. Geburtstages Rembrandts fand am 15. ds. in Berli n eine von der Akademie der Künste veraiistaltete öffentliche Sitzung statt, zu der Vertreter der Behörden und ein zahlreiches Publikum erschienen waren. Orgelmufik leitete die Feier em. Prof. Karl Koppmg hielt die Festrede. Er feierte Rembrandt als einen von ben Männern, die universelle und dauernde Bedeutting besitzen. Rembrandts Kunst sei der Ausfluß des nordischen und ganz spczisisch germanischen Geistes. Die FestperjanunlunL erhob «ich Sergejew, das Telephon benutzen, das aber unbrauchbar gemacht war. Akimow hatte gerade Telephondienst und ist seitdem verschwunden. Zum zeitweiligen Kommandeur der Schwarzen Mcerflottc an TschuchninS Stelle wurde Kontrc- admiral Wiren ernannt. In anderen Orten hat neuerdings die Sozialistenpar-tei Bäcker st reiks proklamiert und gedruckte Verhaltungsmaßregeln für die Einwohner hcrausgegcben. Die Abnehmer von Brot aus den Militärbäckereien werden mit dem Tode bedroht. Die Einfuhr wird nur in äußerst geringem Maße für den persönlichen Bedarf gestattet, der Handel verboten. Obwohl in Wien und Budapest noch die Parlamente tagen, macht sich in unserem Nachbarreiche die Sommerstille bemerkbar, und der Kampf zwischen den beiden Rcichshälften ist einer Art Waffenruhe gewichen. Im österreichischen Abgeordnetenhause konzentriert sich gegenwärtig die Aufmerksamkeit auf die Arbeit des Wahlreformausschuffes, wo um jedes Mandat gehandelt wird wie zwischen Pferdekäufern. Dieser Vergleich trifft insofern auch zu, als die Parteien sich bemühen, einander bei dem Mandatschacher übers Ohr zu hauen. Interessant ist es, daß die österreichische Regierung eine Verlängerung der gegenwärtigen Legislaturperiode anstrebt, angeblich, um genügend Zeit für die Ausarbeitung des neuen Wahlgesetzes zu finden. In Wirklichkeit aber ist es ihr vor allem darum zu tun, die Regelung des wirtschaftspolitischen Verhältniffes zwischen den beiden Reichshälften noch mit Hilfe des alten Hauses glücklich unter Dach und Fach zu bringen, denn darüber gibt sich Freiherr von Beck keiner Täuschung hin, daß auf Grund des neuen Wahlgesetzes jene Parteien, die den schärfsten Kampf gegen Ungarn predigen, die meisten Sitze erobern werden.__________ Erinnerungsfeier an Laufach-Frohnhofen. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) R. B. Laufach-Frohnhofen, 15. Juli Tie Feier des 10jährigen Gedächtnisses der Kämpfe vom Jahre 1866 hierselbft vollzog sich unter Beteiligung von Tausenden von Angehörigen der hessischen Kriegervercine und zahlreichen ehemaligen bayrischen Kämpfern resp. Kriegerverein^ Mitgliedern. Die hessischen Teilnehmer der Feier, die in drei überfüllten Sonderzügen in der 9. Stunde eintrafen, wurden schon am Bahnhof von einer Anzahl bayrischer Vereine mit ihren umflorten Bannern in herzlichster Weise begrüßt: auch die Kapelle des 2. bayrischen Jägerbataillons aus Aschaffenburg und die Offiziere desselben waren mit ihrem Kommandeur, Oberstleutnant Schuch ardt zum Empfang erschienen. Die Festteilnehmer begaben sich zuerst nach dem herrlich auf einer Anhöhe gelegenen Friedhof zu Laufach, woselbst eine Reche der wackeren Streiter begraben liegt. Hier hielt Pfarrer Fell eine Gedächtnismesse, in tvelcher er mit wahrhaft herzlichen und cdyt deutsch-vaterländischen Worten der wackeren hessischen Gefallenen gedachte und dann der Fügung Gottes dankte, durch welche das deutsche Kaiserreich begründet Ivurbe, sodaß wir uns heut nicht mehr bloß als Hessen, Bayern usw., sondern vor allem stolz als Deutsche nennen könnten. Kaiser Wilhelm, der mit seinen Verbündeten und dem genialen Heer das Deutsche Reich geschaffen, sei in Wahrheit ein edler „Monarch von Gottes Gnaden" gewesen. Mit einem Choral der Kapelle des Hess. Feldart.-Rcgts. Nr. 61 aus Darmstadt, schloß die ernste Feier Im langen Zuge ging's dann nach dem blutgetränkten Schlachtfeld von Frohnhofen, woselbst am Kriegerdenkmal, unmittelbar neben der Hcmptgrnft der Gefallenen, die Hauptfeier stattfand. Hier intonierte die Kapelle des bayrischen Jägerbataillvns zuerst das bayrische Militärgebet und dann hielt der Vorsitzende des Kriegervereins Darmstadt, Hauptmann d. L. Waldecker, eine tief ergreifende Gedächtnisrede. Er warf einen kurzen Rückblick auf die deutsche Geschichte seit 100 Jahren und führte aus, wie auch die Lehren des Jahres 1866 notwendig waren, um endlich ein starkes, geeintes Deutsches Kaiserreich aufzubaucn, das auf den französischen Schlachtfeldern mit dem Blut der wiedervereinten vielen Tausende deutscher Kämpfer errichtet wurde. Neber dem Grabe der 1866 Gefallenen reichten sich die Deutschen Don Nord und Süd die Hand zum Bunde gegen den französischen Erbfeind. Aus dem Jahre 1866 sei nicht Bitterkeit und Groll, sondern nur Kummer und Betrübnis, darüber zurückgeblieben, daß erst hüben und drüben so viel Blut fließen mußte, um zu entscheiden, welche der beiden großen Mächte in Zukunft die Führung in Deutschland übernehmen sollte. Wenn wir uns jetzt am Grabe der teuren Toten wieder die Hand reichen, so tun wir dies in der festen Zuverficht, daß vor vierzig «Jahren zum letzten Mal Deutsche gegeneinander gekämpft haben mögen. Unsere Teueren haben als Heffen und Preußen gedämpft, sie ruhen jetzt als Deutsche, als Angehörige des neuen deutschen Kaiserreichs unter der Erde. Wir schmücken heute, wie ^alljährlich, ihre letzte Ruhestätte mit Kränzen, aber die höchste Ehrung zollen wir ihnen, wenn wir Alle unsere volle Kraft einsetzen, für das, für das sie gefallen sind: für die Eintracht und die ^Macht des deutschen Volkes. Möge es unferm deutschen Vaterland nie an Männern fehlen, die ebenso mutvoll und entschlossen ihr Leben für das Vaterland zu lassen bereit sind, wie unsere hessischen Brüder. Möge uns immer ihr Vorbild vor Augen bleiben. In diesem Sinne legen wir unsere Kränze nieder mit dem Wunsche: Gott schütze Kaiser und Reich und seine fürstlichen Verbündeten, Prinzregent Luitpold und Großherzog Ernst Ludwig von Hessen! — Nach dieser mit tiefer Bewegung aufgenommenen Rede erfolgte die Niederlegung einer großen Anzahl von Kränzen mit Widmungsschleifen. Das Denkmal schmückte bereits ein prachtvoller Eich en kränz des Großherzogs mit rot-weißer Schleife und jE. L. mit Krone. . Den ersten Kranz brachte mit herzlichen Worten Herr Feldgusch im Namen der Kriegerkameradschaft „Haffia". Dann folgten Kränze vom Kriegerverein Darmstadt, vom 2. bayr. Jägerbataillon (durch den Kommandeur niedergelegt vom Offizier- korps des Bataillons, vom bayr. Veteranen-, Krieger- und Kampf- genossen-Verband zu München, vom Beftrlskommando M'chaffen- burg, von den Kampfgenossen der 25. Division (Frankfurt a. M.), von dem Hassiabezirk Mainz, Worms, Dieburg, Bingen, Groß- gerau, von den vereinigten Kriegeroweinen zu Aschaffenburg und endlich ein Kranz mit der Aufschrift: Den braven Gefallenen .der Großh. Leibkompagnie von ifyrem ehemaligen Kompagniechef. Der Vorsitzende der Hassia, Exz. Hof, war ebenfalls zugegen und drückte namentlich den auswärtigen Kranzspendern seinen herzlichen Dank aus. Nach beendeter Feier erfreute sich jeder, soweit es bei den engen Raumverhältnissen möglich war, in den umliegenden Wirtschaften oder den „fliegenden Zeltrestaurationen" längere Zeit der wohlverdienten leiblichen Stärkung. Besonders überfüllt war die Wirtschaft mit der „historischen Kegelbahn", deren versuchte Erstürmung vor 40 Jahren so schwere blutige Verluste erforderte. Vortrefflich funTtionierte während des Festes die freiwillige Tarmstädter Sanitätskolonne, die etwa ein Dutzend Ohnmachtsanfälle zu behandeln hatte. Am Mittag begaben sich fast sämtliche Teilnehmer mit den Extrazügen wieder nach Aschaffenburg zurück, woselbst dann bis zum Abend ein äußerst reges Leben herrschte. Aus Sta&F itno Land. Gießen, den 16. Juli. •* In Audienz empfangen wurde am Samstag ;t>on Sr. Kgl. Hoh. dem Großherzog u. a. der Kaiser!, ruff. Ministerresident v. Doubensky, ferner Kreisamtmann Dr. Lös lein von Büdingen. *• Personalien. Se. Kgl. Hob. der Großherzog haben den Bibliothekgehilfen an der Technischen Hochschule, Gg. Zink zu Darmstadt, auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienste entlasten. — In den Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Gemeindeschule zu Heusenstamm, Matth. Jos. Rauen, auf sein Nachsuchen. — Ernannt wurde der Gefangenwärter am Landeszuchthaus Marienschloß Joh. Weil zum Gefangenaufseher an dieser Anstalt. ’• Parlamentarisches. Am Freitag, 20. Juli, tritt der Wahlprüfungsausschuß der Zweiten Kammer zusammen; einziger Punkt der Tagesordnung ist Prüfung der Wahl des Abg. Wolf. ** Die Einweihung der Bismarcksaule der Gießener Studentenschaft findet am Abend des Mittwoch, 18. Juli, statt. Das Programm der Feier sieht um 8 Uhr die Aufstellung eines Fackelzuges auf Oswalds Garten vor, von wo um 83/4 Uhr der Abmarsch durch die Westanlage, Seltersweg, Marktstraße und Neustadt nach der Hardt erfolgt. Die auf 9% Uhr angesetzte Feier an der Säule sieht außer gemeinsamem Gesang eine Ansprache des Rektors, ferner die Uebergabe der Säule durch die Bauleitung an den Bismarckausschuß und durch diesen an die Stadt vor. Um 10y2 Uhr beginnt Kommers auf Textors Terrasse. X Alten-Buseck, 13. Juli. Am 22. d. Mts. wird unserem Kriegerverein die von Sr. Maj. dem Kaiser verliehene Fahnenschleife durch unsere Kreisbehörde überreicht werden. Zu dieser Feier sind die drei hiesigen Gesangvereine, sowie der Turnverein und Kegelklub eingeladen. Auch ist eine gute Musikkapelle engagiert, sodaß man auf einen schönen Verlauf deS Festes hoffen darf. [ ] Aus dem Ohmtale, 13. Juli. Mit den von der Entwässerungsgenossenschaft zu Schweinsberg projektierten Arbeiten zur Entwässerung eines Teils des WiesengeländcS zwischen SchweinSberq und Rüdigheim dürfte in aller Kürze begonnen werden. ES handelt sich zunächst um 10300 cbm Erdbewegung und 23 000 qm Böschungsarbeiten. Der Plan ist so eingerichtet, daß er auf eine allgemeine Ohmregu- lierung Rücksicht nimmt, die nun doch einmal auSgeführt werden muß, um den bei jedem Regen eintretendcn und sich besonders in diesem Jahre bemerklich machenden lieber« schwemmungen der Ohmniederungen entgegenzuarbeiten. Frankfurt a. M., 13. Juli. Ein geisteskranker Professor wurde auf dem Hauptbahnhof hier festgenommen und einer Irrenanstalt zugeführt. Der Unglückliche ist der 46jährige Maler Professor Adolf Alt aus Wien. Er versuchte ohne Eintrittskarte zu den Vorstellungen deS Zirkus Schumann zu gelangen, wobei er das Personal mit Nieder- schießcn bedrohte. Wie aus seinen wirren Reden hervorging, wollte er Fräulein Dora Schumann sprechen. Da sich die Dame gerade in der ZirkuSgarderobe befand, versuchte der Professor gewaltsam in diese einzudringen. Durch den Skandal aufmerksam geworden, trat Fräulein Schumann aus der Garderobe heraus und fragte, was es denn gäbe, worauf der Professor erwiderte: „Mein Fräulein, ich möchte Sie malen!" 9U§ Fräulein Sch. hierauf nichts antwortete und wieder in ihr Ankleidezimmer ging, zog der Profestor seinen Revolver, der übrigens nur mit Platzpatronen geladen war, und bedrohte die Zirkusangestellten. Der Irrsinnige wurde zur Bahnhofswache gebracht, wo acht Personen erforderlich waren, den Mann 51t bändigen. Schließlich wurde er überwältigt und nach der Irrenanstalt gebracht. Profestor Alt ist unverheiratet und wohnte seit acht Tagen im Hansa- Haus hier. Mainz, 13. Juli. Zur Wasserversorgung der Stadt Mainz hat die Bürgermeisterei ein neues Projekt ausarbeiten lassen, nach welchem ein Wasserwerk für 1 300 000 Mark bei Laubenheim errichtet werden soll. (Frkf. Ztg.) ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Strebendorf wurde der Landwirt August Schmidt zum Beigeordneten erwählt. — In Londorf hat sich ein Klub „Flottcmf" gegründet. — In Betzenrod wurde ein Bahnarbeiter als Leiche aufgefunden. Wie fest- gestellt wurde, starb er an Alkoholvergiftung. — Bei der kürzlich in Lang-Göns abgehaltenen Fahnenweihe der fteiw. Feuerwehr überreichte die Gießener freiw. Feuerwehr einen kostbaren Fahnennagel. — Nach dem bis jetzt vorliegenden Ergebnisse der Ermittelungen über den vorgestern gemeldeten UeberfaH zweier junger Burschen auf ein dreizehnjähriges Mädchen im Wald bei Niederrodenbach, scheint die Annahme berecht tigt, daß das Mädchen die ganze G e s ck i cht e e r s n n de n hat. Major v. Zander und Genossen vor den Geschworenen. Breslau, 14. Juli. Im Prozeß gegen den Major a. D. v. Zander beantragte sein Verteidiger Justizrat Mamroth nach über 5stündigem Plaidöyer vor den Geschworenen Freisprechung seines Klienten in allen Punkten der Anklage. Zander ist, so führte M. ans, ein Mann von einer streng spartanischen Lebensweise und hat, nachdem et des Königs Rock ansgezogen, schwer gearbeitet. Er nriirbe sich nicht gescheut haben, sich auf den offenen Markt zu stellen und Stiefel zu putzen. Ter Verteidiger sucht sodann nachzuweisen, daß der Angeklagte durch den mit Sättig abgeschloffenen Vertrag sich nickt des betrügerischen Banke- rotts schuldig gemacht babe, daß er vielmehr mit diesem Vertrag in erster Reihe die Wsicht hatte, int Interesse feiner Gläubiger zu handeln. Dem Angeklagten ist auch Meineid vorgeworfen. Es ist nicht anzunehmen, daß er wegen 300 Mark einen Meineid schwört. Der Angeklagte hat offenbar das Protokoll nickst richtig verstanden. Es ist falsch, wenn Juristen zu der Ansicht kommen, gebildete Laien müßten die Protokolle verstehen. Der Verteidiger schließt: Der Angellagte schrieb aus dem Untersuchungsgefängnis an einen Freund in Chemnitz: „Ich habe die feste Hoffnung, daß es mir bald gelingt, meine Unschuld zu erweisen und die Freiheit zu erlangen." So schrieb er vor 15 Monaten. Leider ist seine Hoffnung nicht in Erfüllung gegangen. Sorgen Sie durch Freispruch dafür, daß diese Hoffnung sich nun endlich erfüllt. Nach einer kurzen Pause erhält der Verteidiger der Frau v. Zander, Rechtsanwalt Bi6, das Wort. Aich er plaidiert für Freisprechun g. Frau v. Zander sei sich bei all ihren Handlungen infolge -ihrer Erziehung nicht bewußt gewesen, daß^ sie damit eventuell mit dem Strafgesetzbuch kollidiere. Die Sachverständigen hätten erllärt, daß die Angellagte an schwerer Hysterie leide. Nach dem heutigen Stande der Wissenschaft sei zwisck>en schwerer Hysterie und Geisteskrankheit schwer eine Grenze zu ziehen. Er erinnere ferner daran, daß die Sachverständigen Lesser und Bonhoewer erklärten, fic hätten den Antrag auf Entmündigung der Angeklagten wegen Geistesgestörtheit unbedenklich befürwortet. Rechtsanwalt L 0 e w i s 0 h n plaidiert ebenfalls für Freisprechung von Lüttig. Der Staatsanwalt geht noch einmal näher auf den ganzen Sach verhalt ein und schließt: Meine Herren Geschworenen! Es ist Ihre Pfficht, nicht Unrecht gut zu machen, sondern Reckt zu fvrechen. Der Satz tout eomprendre c’cft tont pardonner ist nicht für den Richter da. Der Richter hat zu prüfen, ob der Angeklagte schuldig ist. und wenn er zu dieser llebcr’.cugung gekommen ist, die Schnldftage zu bejahen. Ich bin überzeugt, daß Sie dies tun und die Schuldfrage meinem Anträge entsprechend bejahen werden. v. Zandep betont nochmals, daß er bei Leistung de- Ossenbarungseides die Wahrheit gesagt habe. Der bernclymcnbe Richter habe gewußt, daß er noch Geld zur Lohnzahlung in der Tasche hatte. Frau v. Zander und Sättig erklären, daß sie nichts zu sagen haben. Die Geschworenen ziehen sich hierauf zur Beratung zurück. In der Nacht wurde das Urteil gesprochen. Die Geschworenen verneinten sämtliche Schuldfragen, ausgenommen die betr. den Betrugsfall gegen Moll in Höhe von 1500 Mark, bei welchem mildernde Umstände zugebilligt romben. Der Gerichtshof verurteilte den Major a. D. v. Zander zu 300 Mk. Geldstrafe, welche Strafe als verbüßt erachtet wurde, sprach die Mitangeklagten Fran b. Zauder und Sättig frei, und beschloß, das Ehepaar v. Zander sofort aus der Hast zu entlassen. Die Kosten des Verfahrens würden, soweit Freisprechung erfolgte, der Staatskasse auserlegt. Das Puhlillun begleitete den Urteilsspruch mit stürmischem Beifall und brachte auf Zander wiederholte stürmische Hochnife aus. Es dauerte lange, ehe das Publikum den Saal räumte. Das Urteil ivurde trotz der späten Nachtstunde, noch lange in den Straßen Breslaus erörtert. Der Verteidiger des Majors v. Zander, Justizrat Mamroth, will _ sich bei der Verurteilung seines Klienten zu 300 Mark Geldstrafe nicht beruhigen, sondern Revision beim Reichs- gericht anmelden. Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 17. Juli *): „Hans Helling." Mittwoch den 18. Juli, abends halb 8 Uhr: „Frühlingsluft/' Donnerstag den 19. Juli: „Tannhäuser." Freitag den 20. Juli: „Der Zigeunerbaron." Samstag den 21. Juli: „Violetta." Sonntag den 22. Juli: „Figaros Hochzeit." Montag den 23. Juli, abends halb 8 Uhr: „Die Fledermaus." Schauspielhaus. Von Samstag den 7. Juli bis incl. Freitag den 3. August bleibt das Schauspielhaus geschlossen. *) Anfang, wenn nickt anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Arbeiterbewegung. Worms, 11. Juli. Ter Z i m m e r e r st r e i k ist heute nach einer Tauer von 15 Wochen beendigt worden. Es fam zu einer Verständigung auf Grund eines Tarifs, der bis 1908 gilt. Ober st ein, 14. Juli. Sämtliche hier beschäftigten Maurer, über 400 sind heute vormittag in den Ausstand getreten, weil ihre Forderung auf Lohnerhöhung nicht bewilligt wurde. Sandel und verehr, VoLTswlVtlchaft. D e u t s ch e Anleihen. Die allseitig gehegte Hoffnung, daß mit dem Eintritt der Stempeksreiheit für Reichs- und Staatsanleihen mehr Kauflust für die deutschen Staatsfonds eintreten werde, ist nicht in Erfüllung gegangen. Das Gegenteil ist gekommen; statt der Nachfrage ist Angebot eingetreten und die Kurse, die Ende Juni und in den ersten Tagen des Juli etwas anziehen fonnteu, sind sueeessive wieder gefallen. Ueberhaupt herscht nach gewissermaßen gegenwärtig in festverzinslichen Werten, Städteanleihen, Obligationen industrieller Unternehmungen re. eine altsgesprocheneUebervroduktion, sodaß jede Nachfrage vielfach gedeckt werden kann. Die Großbanken sind mit Material so reichlich versehen, namentlich auch noch aus der letzten Reichsanleihe, daß es geraume Zeit dauern wird, bis wenigstens der größte Teil der Staatsfonds Unterkunft gefunden hat. — Reichsbank. Am 1. August wird in B ü h l (Baden) eine von der Reichsbankstelle in Karlsruhe abhängige Reichsbanknebenstelle mit Kaffeneinrichtung und beschranktem Giroverkehr eröffnet werden. Märkte. 3) Der letzte Zuchtviehmarkt inAlsfeld war mit 112 Stück Rindvieh, mit 77 Schweinen und 88 Ziegen beschickt. Sämtliche Tiere waren Herdbuchtiere, also Tiere, welche in die Zuchtregister des landw. Provinzialvereins eingetragen und als solche gekennzeichnet waren. Die Aufstellung der Markttiere war übersichtlich, und Käufer konnten sich mit Hülfe des Marktverzeichnisses leicht orientieren. Der Handel war im allgemeinen recht lebhaft und es wurden Verläufe über 37 Bullen, 2 Rinder, 14 Eber, 3 Sauen und 32 Ziegen und Ziegenbocke im Werte von runb 20 000 Mk. abgeschlossen. Die Preise stellten sich für Bullen, je nach Alter und Qualität, auf 350 bis über 600 Mk. Verhältnismäßig hoch mären die Preise für Zuchtschweine; hier wurden für noch junge Zuchteber über 160 Mk. pro Stuck bezahlt. Im allgemeinen begrüßte inan die Errichtung dieses Zuchtviehmarktes, sowohl seitens der Verkäufer wie Käufer und hofft und wünscht, daß sich aus diesen ersten Anfängen allmählich ein Markt entwickeln möchte, der die Bestrebungen zur Hebung der Viehzucht in der Provinz Oberhessen zu förbem geeignet ist. Lamilierir-NachVZcbten. Gestorbene. Frau Katharine Margarete Fleck, geb. Wald- schmitt, Kohden. — Frau Margarete Kruppert, geb. Weber, Schlitz. — Herr Oberzollinspektor a. D., Steuerrat Heitmeyer, Hauptmann a. D. b. 2., Marburg. Vermählte. Herr Heinrich Curschmann, mit Frau Minna Curschmann, geb. Jung, Alzey. Monatliche Ilrbrrlidjt der Todesfälle in Eichen. Monat Jnni 1906. Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 (iukl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 22,37°/pn, nach Abzug von 18 Ortsfremden: 15,00 Vco. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2—15. Jahr Diphtherie Tuberkulose der 1 (1) — — 1(1' Lungen Tuberkulose anderer 7 7 — — Organe 3(1) 1(1) 1 1 Lungenentzündung Anderen Krankheiten 4 2 — 2 der Atmungsorgane 3 (1) 1 — 2(1) Herzkrankheiten 3(2) 3(2). — —- Gehrrnschlag Anderen 3 3 — — Gehirnkrankheiten 2 1 1 — Darmkatarrh 1 — 1 — Neubildungen 9 (4) 9(4) — — Verunglückung 6(4) 4(4) — 2 Lebenssckwäche 5(1) •— 5(1) — anderen Krankheiten 8(4) 4(4) 1 3 Summa: 55 (18) 35 (15) 9 (1) 11 (2)' Anm.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Die abnormen GärnngSvorgänge int Magen-Darmkanale der Säuglinge, welche bei krankhaften Störungen des Darmes, besonders bei den mit Kuhmilch ernährten Kindern, austreten, werden durch die Ausschaltung der Milch aus der Ernährung und deren Ersatz durch KufekeS Kindermehl — in Wasser gekocht — sehr rasch beschrankt : das Erbrechen hört auf und auch der Stuhlgang wird o't ohne jede weitere Medikation wieder normal. Knfekes Kinder- mehl wirkt gärungswidrig, da die in demselben enthaltenen pflanzlichen Eiweißstoffe den Krankheitsstoffen einen viel schlechteren Nährboden barbieten als die tierischen. Knfekes Kindermehl wird selbst vorn erkrankten Magen-Darmkanale gut verdaut und aufgesogen und kann sehr gut zur ausschließlichen Ernährung der Kinder dienen. Nach vollständiger ©enehing kann man zu dem Kniete Kindermehle wieder Kuhmilch zufügen, die durch dasselbe im Magen des Kindes seinflockiger gerinnbar und dadurch leichter verdaulich gemacht wird. § <5> (6) •*» ©55 T* 6^ <&© s* SS> E.^a s kS KSK55CQ fcceotro C'1» Q.2 wT-H arbeiten. II: Lieferung von Schlacken- und feinen Putzsand (etwa 375 cbm Schlackensand und 77 cbm feinen Sand.) und IV zu beziehen. Die Angebote sind versiegelt und gebührenfrei nut kennzeichnender Aufschrift versehen bis zu den Eröffnungstermrnen und zwar für das Angebot auf Los II bis IV am Sonnabend, derr 28. Juli 1906, vormittags 10 Uhr, für Los I an demselben Tage mittags 12 Uhr au den Unterzeichneten einzureichen. Ztlschlagsfrist 3 Wochen. Biedenkopf, den 13. Juli 1906. Der Königliche Kreisbauinspektor <1 XffiOOH <74 M GM CM CO CQ CQ Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Schäfer. KS>GG6©N-©R ® 55 & © © Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres unvergeßlichen Sohnes, Bruders und Onkels Herrn Karl Schäfer sowie für die zahlreichen Blumenspenden, insbesondere dem Turnverein für den erhebenden Gesang und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Hellwig sagen innigsten Dank. Wieseck, den 16. Juli 1906. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben, guten, unvergeßlichen Vaters, Großvaters, Schwiegervaters, Bruders, Schwagers und Onkels Herrn Melchior genannt Carl Kümmel sowie für die liebevolle Pflege der Schwester zu Wieseck, als auch der Schwestern der med. Klinik zu Gießen, ferner für die zahlreichen Kranz« und Blumen spenden sagen auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Wieseck, den 16. Juli 1906. *5 «« & n o . Neue Kartoffeln stets auf Lager. Billigste Preise. J. Weisel 14207 Telephon 235. Sonnenstraße. Mitesser S □ werden beseitigt durch die Q ierpineol=Seelen=Seife D. R. G. M. — 50^ per Stück. W. Kilbinger, Drogerie. [0*% Wie M A** ^en,geb.Aeber,echlch.- Ameyrr, Hauptmann a.D. Mmann, mit Frau Mm° tt in Alsield war mit ■ und 88 Siegen beschickt. ilfo Ziere, treibe in die in§ eingetragen und als [luitfl der MmMrn Mc MdrLMÄw«»«chnifss allormemen recht lebhÄ f der, U Eber, 3 Tauen de von ninb 20 000 Ml. für Süden, je nach Alter W. Verhältnismäßig hoch jier wurden für noch junge ,ahlt. > allgemeinen rotebmorfles, iowobl seitens wunickt, daß sich-'s diesen : entwickeln möchte, der d>e t in der Provinz Oberhessen Verdingung Für den Neubau des Amtsgerichtsgebäudes in Gladenbach sollen in öffentlicher Ausschreibung vergeben werden: Los I: Ausführung der Erd-, Maurer-, Asphalt- und Staaker- »ft- $*”«4 ben ,Ä9b* «o ettQ' > o'geuuer- 9 ben 23 ' vUli, abends (X- < _ Sie gratis Katalog itäfllffn über Nlldgegügel. Q VI Will Krutrier, lragb. (5t- gügelhällsrr.Krlltmalch.,Zllchtgklätknsw. hvB/t GkÜllgrlpark i Auerbach, Hess. i Simons-Brot u. Pumpernickel regelmäßig frisch zu haben bei Georg Wallenfels, Markt 21, *W gegenüber der Engel-Apotheke. 6(1) " ”9(1) nlt w>e -ftifit ali'v III: Lieferung von 2000 hl gelöschten Kalk. IV: Lieferung von 33500 kg Porltand-Zement. Die Verdingungsunterlagen liegen Wochentags in den Dienststunden im Bureau der hiesigen Kreisbauinfpeklwn Kratzenberg Nr. 3, sowie auf dem Baubureau für den Amtsgerrchtsneubau in Gladenbach, Gießener Straße 13, zur Einsicht aus und sind von dem letzt- genannten Bauburau, so lange der Vorrat reicht, gegen post- und pestellgeldsreie Einsendung von 1,50 Mark für den Verdingungs- auschläg für Los I. — Die Bedingungen für dieses Los werden nur zur Einsicht ausgelegt — von je 0,50 Mark sür Los IL, HI. '"„.rarchl^ ui dN . SLn 6<"” ,»«• a dad"^. Sdksstlk io fitfa- JSlhoo*»«0 »•2376,ov äA1/ ‘Erntet vom tr t. ? ' “»b 88 sä?* «tä 11 nun ben e ■ yre,tQ9 ben 3. yugu(t lLQbenbg um 7 Uhr, UNS» ^rben. Es kam zu ms, der bis 1908 M. , . bicr beschäftig ÄJ?bcn «Wbung nicht bewilligt ^hwwticbalt.- ^tilf gehegte Hoffnung, daß Deichs- und Staatsanleihen jiono? eintreten werde, ist mteil ist gekommen: statt w die Kurse, die Ende Juni >as auziehen konnten, sind berscht nach gewissermaßen :tabteanleiben, Cbligalionen >esvwcheneUebervroduktion, den kann. Tie Großbanken namentlich auch noch aus ime Zeil dauern wird, bis lds Unterkunft gefunden hat. l wird in B ü h l (Baden) ache abhängige Reichsbank- schränktem Giroverkehr er- Oft © an Statt jeder besonderen Anzeige. [05103 Gießen, den 16. Juli 1906. Justizminister Darmstadt und Berlin, den 15. Juli 1906. OJ CO 03 oo CD 1D 00 10 CO •o CSJ 00 S» CQ 03 1 2 2(1) Lina Dittmar geb. Fitting, Emmy Flatow geb. Dittmar, Gustav E. Dittmar, Dr. med. Robert Flatow. Heute in der Frühe entschlief sanft nach kurzem Krankenlager mein lieber Mann, unser treuer Vater Die Beerdigung findet Dienstag, den 17. d. Mts., nachmittags 4 Uhr in Darmstadt vom Portal des städtischen Friedhofes aus statt. D16A Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres unvergeßlichen Gatten und Vaters Heinrich Freihöfer sowie sür die Blumenspenden, insbesondere der werten Nachbarschaft, der Freiw. Gailschen Feuerwehr und des Ev. Arbeitervereins sagen herzlichen Dank Elise Freihöfer und Kinder. S" — 0 - cK S “Sä' v Spitzen Weisse Damen-Blusen Kinder-Kleidchen Schürzen Corsetten Corsett-Schoner Untertaillen Kleider-Besätze Handschuhe A. Holterhotf Söhne Giessen Seltersweg 20 D~/. Giessen Seltersweg 20 vom I. 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Eröffnung der mit entsprechender Aufschrift versehenen und vorher einzusendenden verschlossenen Angebote erfolgt am 2. August vormittags ll1/, Uhr im Geschäftsgebäude der Inspektion. Zuschlagsfrist 4 Wochen. v"/ Frrlva, Äöuigl. Eiseubahu-Bctriebs-Juspektiou 2. ' Versteigerung. Dienstag, den 17. d. Mts., vormittags 10 Uhr, lasse ich wegen Aufgabe des Fuhrwerks im Forstgarten bei Gießen gegen Barzahlung versteigern 1 Pferd, Geschirr, 1 Kastenwagen, 1 Lauterbacher Wagen mit Patentachsen (noch neu), 1 Hebelade nebst Zubehör. Die Versteigerung findet bestimmt statt. 4286 _________________________ Heinrich Dörmer. Joseph Herz 23 Neuen Bäue Giessen Neuen Bäue 23 Prima Kognak | Spezialmarke, garantiert franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen feines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine französischen Kognaks unter Originalverschluß als die besten, welche der Markt bringt. E. Dort, Walltorstraße 45. Akadem. Gesangverein Die letzten Proben im Sommersemester finden statt: Montag, 16. Juli, abends 7y2 Uhr für die Damen abends 872 Uhr für die Herren Montag, 23. Juli, an letztere schliesst sich die dieser noch diese Woche, einschließlich Sonntag ungarische Phrenologin Frau Ijuscä Tbaymär brütet Kopf, und Handlinien. Sprechstunden nur für Damen von 9—9 Uhr. Sonntags bis 7 Uhr. Graphologie (Schriftdeuten) gegen Einsendung von Mk. 1.50 in Briefmarken und Rückporto. Giessen, Schnlstrasse U, III. Stock, osiog Die glückliche Ankunft eines Töchterchens beehren sich anzuzeigen Moritz Rosenbaum und Frau Elise, geb. Reinheimer. Verwaltung von offenen und geschlossenen Depots Stahlkammer mit Schrankfächern unter Selbstverechluss Letzte Neuheit! Rote Gummigürtei mit Stahlpunkten in grosser Auswahl eingetroffen. a18/, A. Salomon & Cie. Mäusburg 10. Bekanntmachung. 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