Nr. 63 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen Rotationsdruck und Verlag der Brühl Ick« Unwersitätsdrnckerei. ÖL Lange, ©tefcee. Redaktion. Expedition u Druckerei: Schulftr.A, SzL Nr. 6L Leiegr^Adr.! An-eig« äiefeou scheint »z«ch mit Ausnahme bcS Sonntags. Dte M#ltfceiter ZamMenblätter" werden dem Anzeiger v.ermal wöchentlich beigelsgt. Der La^vtrt" erschemt monatlich einmal. Die Kellnühme des Aauvmöders Kennrq. Wir erhielten am Mittwoch nachmittag folgendes Telegramm, das wir alsbald durch Aushang bekannt gaben: Stettin, 14. März. Der hiesigen Polizei ist es heute mittag um 7,1 Uhr gelungen, den längst gesuchten Raubmörder^ Hennig in dem Augenblick festzunehmen, als er einen Fahr-j Jas neue französische WiniKerium dal sich am Mittwoch der Kammer vorgestellt. Sehr leicht war btc Kabinettsbildung nicht, es hat langer Besprech- unaen mit hervorragenden Politikern bedurft, ehe diese rx> moacn werden konnten, in das Ministerium einzutrcteu und mehrere, insbesondere Cl^menccau und Poiucars, stellen sich nicht allzu freundlich gegenüber, sodaß man htn- sichtlich des B c st a n d e s des Kabinetts Bedenken haben kann. Vielfach glaubt man auch, dost das neue Kabinett in der Hauptsache nur den Zweck hat, die Wahlen zu machen, und es laßt sich ja nicht übersehen, welches Resultat diese haben und ob btc Zusammensetzung der neuen Kammer nicht baldigst einen abermaligen Ministerwechscl im Ge- sotac haben wird. Bekanntlich gilt gerade auf französische Ministerien das Schillersche Wort: „Nichts ist bauernd als der Wechsel." S a r r i e n selbst' ist zwar Kabinettschef, aber wohl nur dem Namen nach, er wird von verschiedenen Mitgliedern seines Ministeriums bei weitem überragt und ec wird kaum etwas anderes sein, als der geschäftliche weiter des Kabinetts. Er hat versucht., durch Berücksichtigung der extremen wie gemäßigten Elemente dem Kabinett einen festen Rückhalt in der Kammer zu geben, aber wer es allen recht machen will, kann sich leicht zwischen zwei Stühle setzen, wie Nouvier am eigenen Leibe verspürt hat. Das Haupt der gemäßigten Richtung ist der neue Finanzminister Po ine ar 6. den vielleicht die im Amte verbliebenen Minister des Krieges und der Marine unterstützen werden, während Clamenceau mit) Briand die schärfere Richtung vertreten. Als Bindeglied zwischen beiden Flügeln kann mau wohl Bourgeois betrachten, der nach seiner ganzen Anlage in der Politik nach innen wie nach außen das Prinzip der Versöhnung vertreten hat. Die interessanteste Persönlichkeit des neuen Kabinetts ist El 6m en ceau. Er gehört zu den Leuten, die auf der Bank der Spötter sitzen, und er hat vielleicht einige Aehnlichkeit mit Eugen Richter hinsichtlich der schonungslosen Kritik, die er stets gegenüber dec Regierung übte; gär mancher Minister hat es ihm zu „danken", toemt er in der Versenkung verschwand, nachdem er in einer Polemik mit dem glänzenden Redner Elemeneeau den kürzeren gezogen hatte. Nun hat er Gelegenheit, zu beweisen, was er wirklich kann, und die seiner harrende Aufgabe ist keine leichte, die Durchführung des Trennungsgesetzes und die Leitung der Neuwahlen. Unterstützung wird er hierbei durch den Sozialisten Briand finden, dem eigentlichen Vater des Trennungsgesetzes, der nun auch die Suppe mit auslöffeln kann, die er sich eingebrockt hat. Mit Bourgeois als Leiter des Auswärtigen können wir in Deutschland speziell zufrieden sein, denn wenn er auch kein ausgesprochener Deutschenfreund ist. so hat er doch gegenüber Deutschland keinerlei Voruweile und i st vor all em ein überzeugter Anhänger des Friedens. Die Konferenz in Algeciras gjbt ihm zwar eine harte Nuß zu knacken, aber nach seinem ganzen Charakter darf man erhoffen, daß er, obwohl die als letzten Ak! Rouviers an Revoil ergangenen Instruktionen den franz. Standpunkt festhalten, doch schließlich für eine Verständigung zu haben ist. Dem „Vorwärts" wird über den .Kultusminister Briand aus Paris u. a. fügendes geschrieben: Was Briand bewogen bat, nach dem dargebotenen Portefeuille zu greifen, ist der in der Bvurgeoisdemokratie so stark wirksame unbedingte Trieb zur persönlichen Macht. Im Spießbürgerland Trankreich ist alles aufs Praktische, unmittelbar Nützliche gestellt. Ter gesunde Wirklichkeitssmn diese? Volkes ortet leicht in den seichtesten Philister-Egoismus aus, dessen Argumente man sogar unter dem Phrasennebel des Marxismus und „AurioatriotiSinus" wiederfinden kann. Je schwächer die Gemeinschaftsgefühle entwickelt sind, desto stärker begehrt der Einzelne „Resultate". — Ter junge Rechtsanwalt und I o u r n a l i st Briand hat nie etwas anderes im Ange gehabt. Verstand, Energie, Rednerbegabung waren ihm in seltener Vereinigung gegeben. Eine allgemeine Geistesbildung und ein tieferes 23 i (f e n hat er nicht angestrebt. Er bat volirische Projekte, benen er einen leidenschaftlichen Advokateneüer widmet, nicht politische Ideen. Vom Sozialismus, den er innerhalb weniger Jahre in seinen verschiedensten Auffassungen vertreten hat, weis; er wohl weniger als ein Halbwegs routinierter franzöfischer Gewerkschaftler. Aber sein TemagogenMm hat er mit einer beinahe versöhnenden Naivetät ouscieübt. Man darf ihm zutrauen, das; er die Leute, die an seinem Eintritt inS Ministerium etwas ausznietzen haben, wirklich nicht begreift. Als er seinen Ausstieg begann, stand er in der n ä ch ste n Nähe der Ana r ch i st e n. Ein herzhaftes Natnrbnrschentum hält ihn von lächerlicher Paroenüeiteikeit entfernt. Er ist nicht treulos im moralischen Sinne, aber ein Mensch, dem der Begriff der Disziplin unverständlich ist. Ter Klassenkampi mag ihm als eine von unnützen Theoretikern anSgeheckte Abstraktion erscheinen. Man bringt sich hinaus, wenn es anders nicht geht, gruppenweise, besser aber eiiizeln. Tas ist der gange Sinn des Lebens. Aber Tüchtiges muß man leisten, anders bringt man nichts zuwege. Das praktische Genie Briands hat im Gesetz über die Kirchentrennung ein juristisches und politisches Meisterwerk geschaffen. Der neue Hanbelsminister Dou mcrgue hat über die russischen Finanzen und die Hergabe neuer Riesensuminen an Rußland ungefähr so pessimistische Anschauungen wie bei uns der Negierungsrat Martin, dessen Buch der offiziöse Bannstrahl traf. Donmergue wird es sich nicht nehmen lassen, ein Wort mitznreden gegen den Anleiheplan. Es meldet denn auch ein Pariser Telegramm der „Voss. Ztg/ : Die Haltung der französischen Banken gegenüber der neuen Anleihe sei viel zurückhaltender geworden, sodaß ein naher Abschluß zunächst wieder fraglich erscheine. Achten wir auf die Haltung Rußlands. Es wird unterhaltend fein, zu beobachten, ob Rußland zur Abwechslung demnächst wieder Deutschland hochschätzen wird, in dem Maße, als die französische Milliarde entschwindet. Aber nachgerade wird man überall wissen, was von der russischen Freundschaft zu halten ist: daß sie in ernster Situation ver-- sagen wird, weil wir nichts zu bieten haben * . Marokko. Die am 14. März abgehaltene KommissionS- sitzung in Algeciras beschäftigte sich wiederum mit der Polizeifrage, ohne daß die Verständigung über di». Organisation in Casablanca gefördert werden konnte. Diese Kommissionssitzung bedeutet sogar fast einen Rückschritt, da der Franzose Regnault ein neues Schema für die Organisation der Polizei vorgeschlagen hat, welches das österreichische Projekt irnb die deutschen Forderungen einfach ignoriert. Dieses Projekt verlangt nichts mehr und nichts weniger als eine rein franz.^ spanische Polizei. Man fragt sich vergebens, waS mit solchem für Deutschland unannehmbaren Vorgehen be- zweckt wird. Einige führen es auf neue Instruktionen von Paris zurück. Eine richtigere Erklärung dürste sein, daritt einen Bluff zu erblicken, welcher Platz für scheinbare neue Konzessionen schaffen soll. Die „Nordd. Allg. Ztg/ schreibt: „Alle Nachrichten aus Algeciras stimmen darin überein, ba& die Ministerkrisis in Frankreich die Einigung auf der Konferenz nicht nur verzögert, sondern auch gu erschwere» scheint. Die „Nordd. Allg. Ztg." gibt bann die gestrige Pariser „Temps"-Meldung über die letzten Instruktionen wieder, die Rouvier für die Behandlung der Polizeifrage erteilte, und fährt fort: „Wir wißen nicht, ob diese Angaben richtig und ob sie vollständig sind: wir begnügen uns daher vorläufig mit dem Eindruck, daß der österreichisch-ungarische Vermittelungsvorschlag bei der französischen Regierung nicht die allerseits erwartete Ausnahme ge'unden hat, und baß daher noch nicht zu übersehen ist, wie die Verständig- u n g über die von Deutschland als unbedingt notwendig erachteten Garantien für den internationalen Charakter der Polizeiorganisation zu erzielen fei. Hoffentlich werden Erklärungen Revoils auf der Konferenz bald Klarheit darüber bringen." Der „Pester Lloyd" bringt cms Paris einen Bries über die Marokrosrage, in dem u. a. gesagt wird: Wenn man wissen will, warum die Konferenz so langsam von jintteit geht, so muß man sich vor Augen halten, daß dahinter ein ganz gewöhnliches Finanzgeschäft steckt, für welche- die Beteiligten den französischen Staat vor ihre Interesse« gespannt haben. Bis in das Kvbinett hinein haben dies« Polititer ihre Agenten. Es ist ein offenes Geheimnis, daß der Kr i e g s m i n ist er Etienne zu den meist in t eres siert en Personen gehört. Destz^. Ayncrrd, der Sckstvie- gervater Ionnarcs, des Eeneralgouverneurs von Algerien; der junge Aynard, der Schwager und Sekretär Jonnarts, ist Revoil beigegeben, um in Algeciras die Interessen dec Compagnie Marocaine, also die väterlich-en Jntercjstn, zu. verteidigen. Die genannten Harren sind Hauvtaktionäre dec Compaanie Marocaine. in deren Interesse der ganze Ma- rotwfeiozug unternommen worden ist. Bis jetzt liegen die Dinge jedenfalls so, daß man nicht wußte, ob das verant- wörtliche Kabinett oder bie Companie Marocaine die Poli- ti? ft.-v.ifv'i'cfS in A^c^a-- b,s"mmte. Parlamentarisches. B e r l i n, 1-1. März. Die Reichstagskommission siir das Versicherungsvertragsgesetz nahm unverändert den 8 166 an, nach welchem in einem Selb st mordfall c die Verpflichtung zur Auszahlung der Lebensversicherung nur besteht, wenn der Selbstmord in einem die freie Willen sbe st immun g ausschließenden Zustande oder in einer krankhaften Störung der Geistestätig- kcit begangen wurde. — Die Brtdgetkommission des Reichstages begann die Beratung des Heeresetats. Hue (Soz.) bringt Bedenken gegen das neue Feldgeschütz vor. Der neue, sog. Krupv-Ehrhardtsche Kompromißverschluß sei weniger kriegsbrauchbar als der alte Krustpsche. Auch gefährde er die Bedienungsmannschaft. Der Krregsmrnrst er entgegnet, dsa neue Rohrrücklaufgeschütz würde so eingehend geprüft lote kein Geschütz vorher. Jede Truppe bezeichne es als wesentlichen Fortschritt. Die Heeresverwaltung sorge in weitgehendem Maße für die Sicherheit der Bedienungsmannschaft. Bei den ganzen Versuchen ist nicht ein Unguicksfall vorgekommen. Die Heeresverwaltung kann versichern, daß das neue Feldgeschütz in jeder Beziehung auf der Höhe der Zeit steht und Bedenken dagegen von keiner sachverständigen Seite erhoben werden. Die Kommission bewilligt darauf eine Reihe Kapitel und beschließt mit 14 gegen 11 Stimmen, den Platzmajor für Königstein als künftig wegfallend zu bezeichnen. Beim Kapitel „Geldverpflegung der Truppen" wird auf Antrag Roeren bezüglich der Zulage der pensionierten Oberstleutnants beschlossen, cm Stelle des neuen Disvositivs das dc° vorjährigen Etats einzusetzen, nach welchem die Kavallerie, Artillerie und die Verkehrst ruppen von der Zulage ausgenommen sind. — Die Kommission des Reichstages für den Gesetzen^ wurf betr. das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie hat deir Entwurf heute in zweiter Lesung nach ihren Beschlüssen, in der ersten Lesung mit unwesentlichen Abänderungen an* genommen. Antisemitismus in Rußland. Die gestrige Meldung der Londoner „Times" wird heute» durch folgendes Telegramm der offiziösen Petersb. Tel.-Ag, ad absurdum geführt: Ter Ministerrat beschloß, die lokalen Behörden ans die Notwendigkeit strenger Maßnahmen gegen bie Aufforderung zu Gewalttätigkeiten gegen die Juden, welche die niedere Bevölkerung erregen, aufmerksam ju machen. Der Ministerrat beschloß ferner, alle Urheber solcher Heraussov« derungen zu verfolgen, und ermächtigte ben Minister des Innern, eine Untersuchung der antis. Vorgänge in Homel anzuordnen unb diejenigen Personen strafrechtlich zu t) er folgen, denen Untätigkeit in der Unterdrückung der Unruhen zur Last fällt. Weiter wurde vom Ministerrat beschlossen, die Termine für die Wahlen zum Reichsrate vor den Wahlen zur Reichsduma anzusetzen, jedoch darüber zu wachen, daß die Wähler nicht verhindert seien, an beiden Wahlen teilzunehmen. Der Justizminister machte Vorschläge zur Sicherung der Gesetzmäßigkeit der Reichsrat- und Reichsduma-Wahlen. Danach sollen die verschiedenen bei Wahlen vorkommcnden Mißbräuche, wie Freiheitsberaubung der Wähler, Wahlbeeinflussung durch Drohung und Gewalt, ferner Aufrufe zur Wahlenb- haltung, Beseitigung der Wählerlisten, Bestechungen usw. verfolgt werden. Zweites Blatt 156.Jahrgang Donnerstag 15.Marzi90« Gießener Anzeiger Paris, 14. März. Heute nachmittag hielt die Kammer bei vollbesetztem Hause eine Sitzung ab. Sarrien gab folgende Erklärung ab: Tas Kabinett verfolge die allgemeinen Interessen der Nation. Die Regierung wünsche eine Einigung aller R e Pu btt« kaner und die friedliche Vornahme der Wahlen, die möglichst schnelle Durchführung des Budgets, die Durchführung des T r c nn* ungsgesef.es ohne Schwäche. Tie Regierung werde nickst dulden, daß'die Soldaten zum Ungehorsam aufgereizt würden. Ihr Zweck werde es weiter sein, die Macht der nationalen Verteidigung noch weiter auszudehnen. Die Regierung befolge eine demokratisch c Politik. Jnbezug auf die Gruben kata st rov he wendet die Regierung den Witwen unb Waisen ihre volle Sympathie zu und verspreche eine genaue Untersuchung bezüglich her Verantwortlichkeit für das Unglück. Bezüglich der auswärtigen Politik werde die Richt- schnlur des vorigen Kabinetts befolgt werden, ganz besonder? inbezug auf die nordafrikanische Politik. Tie Regierung hoffe, ohne die Reckte anderer zu beeinträchtigen, daß die F o r d e r u n g e n F r a n k r e i ch s a n e r k a n n t würden. Ter Minister kam dann auf die russische Allianz und erklärte sich für deren Aufrechterhaltung zur Gewährleistung des W eltfriedens. Tie Erllörung wird von der Kammer nut allgem. Beifall aufgenommen. Abg. Basly bringt eine Interpellation, die Grubenkatastrophe betreffend unb wirst ber Regierung vor, baß sie bas Arbeitcrgesetz mißachte. Die S ozia listen finb nnzufrieben baeüber, baß bie Regierung bie Lösung ber Frage bc? Koalitionsrechte? ber Staatsangestellten vertagen wolle. Jaurß? nimmt eine brohenbe Haltung geoen Barihou unb Sembat an. Iebock hat bie Regierung ‘bie Unterstützung ber gesamten Linken mit Ausnahme ber Sozialisten unb verfügt über eine Mehrheit von über 100 Stimmen. In bem beute unter bem Vorsitze be§ Präsibenten Falliöre? stattgehabten Mini st errate de? neuen Kabinetts brachte u. a. ber Minister bes Innern Clömenceau eine Depesche beS Präfekten bes Departements Ille et Villaine zur Kenntnis, berzufolge in ber Gemeinbe Sanson, wo vor brei Tagen ohne Mitwirkung von Truppen eine Jnventur- aufna hm e versucht würbe, 200 mit Knütteln unb Heugabeln bewaffnete Bauern eine Trainabteilung von 40 Mann, die unter bem Befehl eines Rittmeister? unb eines Leutnant? auf ber Straße manövrierte, mit Pflastersteinen unb Ziegeln bewarfen. Der Rittmeister, ber Leutnant und 10 Soldaten wurden verletzt, bie Rcgiment?wagen zertrümmert, und bie Abteilung mußte sich schleunigst zurück- riehen. Der Justizminister orbnete eine strafrechtliche Unter» snchung an._______________________ Deutsches Reich. Berlin, 14. März. Der Kaiser, der gestern abend kurz vor Mitternacht vom Offizierkasino an Bord des Linienschiffes „Kaiser Wilhelm II." zurückgekehrt teert, besichtigte, wie man aus Wilhelmshaven meldet, heute mit dem Großadmiral v. Küster die dritte Hafeneinfahrt. Sodann hörte der Monarch cm Bord des Linienschiffes „Kaiser Wilhelm II." den Vortrag des Stellvertreters des Staatssekretärs des Reichsmarineamts Vizeadmirals v. Ahlefeld und hegaö sich dann an Land, wo er mit ersterem und dem Oberwerftdirektor Kontreadmiral Wodrig die Taucherglocken bei der neuen Schleuse und die südlichen Hafenerweiterungen besichtigte. Am Nachmittag fuhr er nach Helgoland. — In militärischen Kreisen spricht man davon, daß wichtige Veränderungen in den höchsten militärischen Aemtern bevorstehen. Ter kommand. General des 2. Armeekorps in Stettin, v. Langenbeck, und der Generalinspekteur des Militär-Erziehungs- und Bildungswesens, (Äeneral ber Infanterie v. Hugo, beabsichtigen in den Ruhestand zu treten. Als Nachfolger Hugos nennt man den Kommandeur der 28. Division in Karlsruhe, Generalleutnant v. Pfuel. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt offiziös: Tie „Neue Polit. Storr" bringt in ihrer gestrigen Nummer Mitteilungen über eine ßu gewärtigende Wahlrechts Vorlage. Daß eine solche sich in Vorbereitung befindet, ift hinlänglich bekannt. Die Mitteilung der „N. Polit. Korr." ist, wie wir zuverlässig vernehmen, in einzelnen Punkten ungenau und im übrigen verfrüht, da die cndgiltige Form der Vorlage noch nicht fcststeht. Bochum, 14. Mürz. Infolge des bekannten Konflikts mit seinem untergebenen Direktor Bäumer hat Bergrat Ludwig sein Amt als Vorsitzender des allgemeinen Knappschaftsvereins und als Vcrtretcr des Knappschafts- vereiuS im deutschen Kuappschaftsbunde u ie der gelegt. In der BerarbeitckrschasL erregt diese Lösung des Kousliktes großen Unwillen. Südwestasrika. Arn 9. März in einem Gefecht bei Pelladrift gefallene Unteroffizier Max Kretzschmar, schwer verwundet: Gefreiter Johann König," Reiter Wilhelm Schultze, Unteroffizier Konrad Kindinger, geb. zu Tarrn ft abt, früher tm mürttemberaifefjen Zeld-Artillerie-Negiment Nr. 49 (Kopfschuß)' I leicht verwundet: Leutnant Johannes Mann Hardt, geb. zu Flensburg, früher Felb-Artillerie-Regiment Nr. 9 (Steinsplitter am Kinn), Sergeant Gustav Benbsko, Gefreiter Max Lux, Neuer Bruno Hörling. Ferner Gefreiter Karl Hense an Herzschwäche geslorben. Der neue Geschäftsinhaber klagte getragen werden mußte. des Handel Frnnkfnrter Börse. 15. März, 1.15 Uhr. Reichsanleihe . . 100.80 110.40 strittst und Wissenschaft. . 23 90 . 143.90 . 134.- EJektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schnckert . . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthard bahn . . . - Lombard Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn 3^7, 3% 3K7t 3% Wlt 3^7, do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen Börse, . 173.80 . 147 — . 243.40 . 81.20 . 163.70 236.20 125.— . 211.20 . 240 — . 33 90 . 129.70 . 116.90 147.— 243.30 181.50 189.30 163.90 211.10 Hennigs Raubmord an dem Kellner August Giernoth in Berlin ist wohl nicht mehr in Erinnerung. Äm 4. Dezember Stellung in einem Restaurant, das zwischen Wannsee und Klein-Glienicke liegen sollte, fortgelockt worden. Am 9. Dezember wurde die Leiche Giernoths an der Chausee zwischen Wannsee und Klein-Glienicke aufgefunden. Es wurde festgestellt, daß am Nachmittage des 4. Dezember ein Mann, auf den die Beschreibung des angeblichen Inspektors Reimann paßte, bei dem Bankier Werner das Sparkassenbuch Giernoths verseht und darauf 550 Mark geliehen hatte. Der Bruder des Ermordeten erkannte, daß die auf einen Wechsel gesetzte, angebliche Unterschrift des August Giernoth gefälscht war. Daraus ging hervor, daß dieser mit jenem unbekannten v. I. war Giernoth von einem Manne, der sich „Inspektor Reimann* nannte, aus seiner Wohnung zum Antritt einer Bom Grubenunglück in Courriöres. « 6 Feuer in den Gruben wütet mit solcher Gewalt, das; man bte Notwendigkett erwägt, einen Stollen unter Wasser zu scheu. hiäa?“ mn W -b/r Arbeiter gegen die Verwaltung * tta.tcn heute in den Ausstand. Man spricht von der Möglichkeit eines Ausstandes von 35 000 Arbeitern. . 141.20 . 128.00 . 251.50 . 220.20 - Neber die hiesige Kanalisation sprach gestern abend in einer außerordentlich zahlreich besuchten Versammlung deL Bürgcrvercins Oberbaurat Schm ick. Er erwähnte ani Eingang seiner interessanten Ausführungen ausdrücklich, daß die im Kanal beobachteten Risse zu keinerlei Bedenken Anlaß geben können. Er gab sodann eine Uebersicht über die Einrichtung der Kanalisation und besonders der Kläranlage. Zum Schluß erörterte er an Hand des OrtSstatutS die Bestimniungen über die Einrichtung der HauSanschlllffe. An die interessanten Ausführungen des Vortragenden schloß sich eine lebhafte Diskussion, in der auch die Frage der Kostendeckung erörtert wnrde. (Näherer Bericht folgt)? *• Versuchte Brandstiftung. Gestern abend wurde in die Hofraite der Witwe Rothenberger, in welcher zuweilen brennbare Stoffe lagern, ein aus Papier und Holz hergestellteS kleines Packet, daS vorher angezündet worden war, geschlendert. DaS Packet siel auf eine Zinkplatte und verfehlte die beabsichtigte Wirkung. ** Eigentümer gesucht. Im Monat Oktober oder November v. Js. hat ein Unbekannter in einer hiesigen Wirt- Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Berliner Canada E. B Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: schwach. Handel rrnö Verkehr, Volkswirtschaft. Russische Staatsbank. Der neueste Ausweis läßt eine Verminderung der Goldguthaben im Auslände um zirka 20 Mill. Rubel erkennen. Die Goldbestände im Inlandc haben sich gleichzeitig um zirka 11 Mill. Rubel erhöht. Die gesamten 'Goldbestände belaufen sich nunmehr auf 931 Mill. Rubel gegen 936 Millionen Rubel z-r Zeit des letzten Ausweises. Der Roten- umlaus ist unverändert auf 1240 Mill. Rubel geblieben, die tatsächlich zirkulierenden Roten haben sich etwas vermehrt, da daS Institut von den emittierten Roten nur noch 89 Mill. Rubel äegen 100 Mill. Rubel zur Zeit des letzten Ausweises in seinem Portefeuille hat. Die StaatSguthabcn haben sich von 51 aus 12 Mill. Rubel ermäßigt. Berlin, 14. Marz. Im ZentralauSs ch n ß der Re, chSbank hob Vrä'sident Koch hervor, daß die Ansprüche an die Reichsbank sich nicht erheblich verminderten. Die Wechsel-! anlage beträgt 118, 67, 149, 117, bezw. 136 Millionen mehr als in den 5 Vorjahren, nämlicv 819 Millionen. Auch die Lombard- anlage sei größer. Die Wechselanlage übersteige trotz des hohen' 88.70 100.80 88 70 99.60 15. März. Anfaugskurse. Harpener Bergwerk . . Laurabfltte . . , Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Türkenlose . . . 100.50 101 — 95.45 106.20 69.20 70.15 92.10 94.80 93 70 146.80 53.90 91.50 68.60 97.50 München, 14. März. Die „Allg. Ztg/ meldet: Zwischen der Voftheater-Intendanz und dem als Oberregisseur des Schauspiels hierher berufenen Schriftsteller Hermann Bahr soll ein Uebereinkommen perfekt geworden sein, wonach Bahr zu rücktritt und eine in Raten zu zahlende Entschädigung von 24 0 00 Mark erhält, die eine Verminderung erfährt, sobald Bahr innerhalb zweier Jahre eine ähnliche Stelle in einem anderen -^Heater annimmt. Orkginal-Drahtmeldungen. Berlin, 15. März. Dem „Vorwärts" geht die Mitteilung zu, daß die seit mehreren Monaten in Russisch Polen weilende Rosa Luxen bürg An fang März in Warschau verhaftet und in das Stadtgefängnis gebracht worden ist. ! Eine bestimmte Anklage ist noch nicht erhoben. Stettin, 15. März. Der Schuß, den Hennig auf den Sch utzmann abfcuerte, traf die Wange, glitt an dem llntcrhefer ab, trat unterhalb des Ohres aus und traf noch den Beamten der Wach- und Schließgesellschaft in den Iuifcn Oberarm. Den letzten Einbruch verübte Hennig in der Nacht zum Mitttnoch bei dem Geschäftsreisenden Schulz, der auf Geschäftsreisen abwesend war. Gegen 4 Uhr wachte Frau Schulz von einem Geräusch auf, und als sie Licht wahrnahm, fragte sie, wer da fei. Darauf erschien im Türrahmen ein etwa 30 Jahre alter Mann, welcher sagte: „Ihr Leben will ich nicht, ich will Ihr Geld." Die Frau gab ihm die Schlüssel, Nwrauf der Verbrecher ihre Augen mit einem Taschentuchc verband und sie in das Wohnzimmer führte, wo er alle Behälter durchwühlte. Schließlich riß die Frau die Binde Diskonts die Vorjahre um 105, 138, 83, 188 bezw. 171 Millionen nnb sei nur um 2 Millionen kleiner als am 7. Februar. Ter Metallvorrat von 967 Millionen sei um 9 Millionen größer, als an jenem Tage, aber um 117 Millionen kleiner als vor Jahresfrist ! Jn Roten und ungedeckten Roten seien erheblich mehr im Umlauf, als in den 5 Jahren. Tie Rotenreseroe sei weit geringer. ?ln fremden Geldern mit 575 Millionen seien 35 Millionen weniger vorhanden, als im Jahre 1905. Auf dem offenen Markt sei Geld nicht besonders flüssig, was die Re-Diskontierung von Schatzau- iveisungen des Reiches gezeigt habe, die jetzt auf 81 Millionen berabge.iangen feien. Ter Privatdiskont in Berlin betrage 4 pEt. -ttc fremden Wechselkurse seien zwar gegen den vorigen Monat etwas gefallen, aber noch immer nicht niedrig; kurz, London stehe 20,46o. Ta auch der politische Horizont nicht ungetrübt und der Vierteljabresabschluß nicht fern sei, so werde eine Diskontherabsetzung zur Zeit nicht beabsichtigt. Märkte. 4% Oesterr. Goldrente. . I 4'/z % Oesterr. Silberrente 4 % TJno-ar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3Jo Porturriegen .. III 4%°/„ russ.Stnatsanl. 1905 4j<°/h japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier . 370 Mexikaner . . . . 4><7o Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss Buderus E. W . . . . Tendenz: schwächer. ->«- mü» — I ........ toSKÄÄ. Gießen, den lo. Marz. bestimmt wurden, die Rettungsarbeiten zu leiten und die Werke ” Vom Wetter. Vom herannahenden Frühjahr jst l?/^ocr betriebsfähig zu machen, erstatteten ausführlichen Bericht noch nicht viel zu bemerken. Dem warmen Vorfrühlings- Ga^7rv0/ns'itastropHc auf weiter der letzten Woche folgte inzwischen Schnee und zwar gewhrn Die Art und der Ursprung de/eMMert^nÄst weltzm .gleich in so großer Menge, wie sie im ganzen Winter nicht sich erst jeststellen lassen, wenn man bis zu dem Explosionsherd zu verzeichnen war. Auch von der weiteren Umgebung liegen ^orgedrungen ift gleichartige Meldungen vor. In Frankfurt und Umgegend Bergarbeiter ^vendett" für'^Eicher herrscht seit gestern ununterbrochener Schneefall. DerMain ZMLooM " Katastrophe tn Cour- (fon,r^e9 s -1'm ^ett JRet tu an u schäften setzten in G^ube 2 die Bergung der Leichen fort. Vormittags find 22 Leichen rekognosziert. Im ganzen sind jetzt 223 Leichen zutage gefördert ^^^E^uer Galerie wurden 105 Leichen aufgesimden. Brandmeister >1vch halt iede Moglrcgkeit, daß noch Lebende in den Minen sein _'ür ausgeschlossen. Er spricht sich über die spm- Manne in die Nähe von Wannsee gefahren, ermordet und I m e r^a d e / sehr'erfreu?Vus^^ $ sranzosischen Ka- Leraubt sein mußte. ES handelte sich nun darum, die Spur . Der sonst wenig deutschfreundliche „Mat in" widmet den be§ Mörders zu entdecken. Man vermutete zwar bald, bafc hmen C * $ * $ ‘n r ’ $f u n e n' g -u den gew-rb-mößig-n HÄmts. Spartafi* unbUn MMS Dcrsatz-Schwmdlern gehören durfte; aber erst m neuerer Zeit an Frankreich, ein solches Muster nachzuahmcn. ' 9 gelang e§, aus Handschriften mit völliger Sicherheit festzustellen, . , ^chnete für die Hinterbliebenen 10 000 Franken, daß der Lederarbeiter Rudolf Hennig der Mörder ist, der am 'unter oOO Franken Die Subskription der hiesigen Presse. 6. Februar verhaftet wurde, aber wieder entsprang. P "m errt6n 284841 ^"ken ergeben. I th. G testen, 14. März. Ter dieswöcbentliche V i e b m a r f t , batte einen Aisitrieb von 1400-1500 Stück Großvieh ca. 250 Kälber I und 500—600 Schweine. Ter Vorhandel, der sich nur mit Milchvieh befaßte, begann bereits am vergangenen Mittwoch, an welchem I -age bereits die ersten^Transportc Ostfricsen-Kühe angelangt und I verkauft wurden. Tie Sucht der Verkäufer, schon vor dem eigentlichen Markt ihre Ware abzwetzen, führt nunmehr dahin, in Gießen vor dem eigentlichen Markttage eine ganze Woche hindurch Vieh- bandel zu treiben. So sehr MarkP und Sanitäts-Polizei sowie selbst die Ei^enbahnbehörde dem entgegen arbeiten, ist es bisher incht geglückt diesen Vormarkt abzufchaffen ober wenigstens auf einen Tag noch vor dem Markt einzudämmen. Die Einrichtung des Vormarkte? ist sehr zum Nachteil unserer Viehmärkte, wird doch durch den Vorhandel dieseni eine erhebliche Anzahl gerade der besten Tiere entzogen, wodurch die Bedeutung des Marktes herab gedrückt wird. Auf dem Markt selbst war der Handel in Milch- küheii recht gut, trotz der Ungunst des Wetters, da außer der ständigen Kundschaft Käufer von der oberen Mosel und aus Bagern am Markt waren, die lebhaft in das Geschäft eingriffen. Dadurch kounten die Preise des letzten Marktes sich halten, weil der große Abtrieb Abnehmer fand. Ter Handel in Jettvieh war nicht sonberlich lebhaft und die nun in Wirksamkeit getretenen höheren Zollsätze auf diese Viehgattnng machten sich 'hier ebensowenig bemerkbar wie dies an den großen Jleischmärkteu Frankfurt a. M. und Köln a. Rh. der Fall gewesen ist. Rach Kälbern war wieder starke Nachfrage in allen Qualitäten. Außer Frankfurt, Mainz rind Wiesbaden hatten nnfre heimischen Metzger Bedarf, so daß sich die hohen Preisen der letzten Märkte hielten. Der Gangviehmarkt ivar nur mit wenigen Paaren befahren, die in Qualität nicht besonders waren, so daß von einem eigentlichen Handel nichts bemerkbar war. Tas Geschäft in Schweinen am zweiten Markttage litt unter dem schlechten Wetter, es waren nur wenige Käufer I zum Markte gekommen, sodaß die Umsätze trotz des kleinen Auftriebs >ich nur mäßig gestalteten. Trotz aller Mühe, die sich die Käufer gaben, war von den seitherigen hohen Preisforderungen nidit? runter zu handeln. Als die Handelsleuten merkten, daß doch irichts zu ntachen sei, zogen sie vom Platz mit der Erklärung, sie würden ihre Waren zu Haus zu besseren Preisen los. Es wurden g e - bandelt: pro Stück Kühe frischmelkend und tragend 1. Qual. Mk. 450—500 (schwere Tiere bis Mk. 540), 2. Qual. 'Mk. 360—400 3. Qual. Mk. 280—340 pro Ctr. Schlachtgewicht. Fette Rinder I. Qual. Mk. 70—73, 2. Qual. 67—69, fette Kühe Mk. 64—66, geniigere Ware Mk. 60—62. Verkauft murbeit pro Paar: Ferkel 3-4 Wochen alt Mk. 35-45, bis 8 Wochen alt Mk. 50-60, bis 12 Wochen alt Mk. 70 - 80. Springer, leichtere Ware Mk. 100—110, schwerere Tiere Mk. 130—160. Ter Vorrat in Schweinen blieb I erheblich überständig. Nächste Markttage am 27. und 2 8. März d. I., am 2. Markttage Krämermarkt und Gießener F r ü h j a h r s . P f e r d e m a r k t. le. Fr ankfur t a. M., 15. März. (Telegr. Orig.-Bericht de- , Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen V i e b m a r ft. preise. Zum Verkaufe standen: 22 Ochsen, ' 3 aus Oesterreich 2 Bullen, 0 aus Oesterreich, 68 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oester., 742 Kälber, 119 Schafe und Hämnlek, 3 Ziegen, 21 Ziegenlämmer, 71 Schastämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 77—79 Mk 2. Qualität 71—73 Mk., 3. Qualität 65—68 Mk.; Bullen 1. Qual. 64—64, 2. Qual. 00—00; Kühe 1. Qualität 69—71 Mk., 2. Qual. 63—00 Mk., 3. Qual. 45—46 Mk., 4. Qual. 00—00 Mk, 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 89—93 Pfg., Lebendgewicht 54—57 Pfg., 2. Qualität 80—85 Pfg., Lebendgewicht 47 — 50 Pfg., Schlachtgew. 61-65Pfg.; Schafe: 1. Qual. 78—80 Pfg., 2. Quäl. 70—72 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh mittelmäßig, Iteberftanb unbedeutend, bei Kleinvieh gut, fein Iteberftanb. radd ie b stahl ausführen wollte. Er wurde von mehrerenIschäft ein noch gut erhaltenes .Wolf-Fahrra b“ aeaen Kindern beobachtet, welche entem Schutzmann hiervon Mitteilung oP(x.P nnn o ,,.rrirFnprrtr.>„ -1 / machten. Dieser nahm mit einigen anderen Personen die Verfol-1 ?? 9 ~,a$ ist offenbar gung auf. Hennig wurde verhaftet und nach dem nächsten Polizei-! stkffohlen und kann sich der Eigentümer auf der Kriminalrevier gebracht, wo er sich zur Wehr setzte und einen Revol-1 abteilung des Großh. Polizeiamts melden. 7, er|» u fi abfcuerte, durch den , w e i Beamte l e i ch t v e r° « Ge st o hI en. Aus einem Hausflur der Wildelmflmuc letzt wurden. Em anderer D e a m t e r ergriff emen P o l t z e t- tv knüppel und schlug auf Hennig ein, sodaß er bewußt- £üor * C ^a^rrab' Marke „Weil" mit l o s und blutüberströmt z u B o d e n st ü r z t e. Man fand I ck^kilauf, gestohlen. Hamhurq-- Amerik. Paketf. 167 25 Harpener Bergwerk . . . 211 20 Laurahfitte 241.60 Nordd. Lloyd 129.70 Oberschles. Eisen-Industrie 126.30 Berliner Handels^es . . 172.75 und zweier Zivilpersonen führte der Schiitzrnann ben ^jroenhonantrafe). Er begründete seinen Klageanspruch damit Verbrecher bis zum nächsten Polizeirevier. Vor deut Bureail zog J.015 der Vorgänger ihm alle Rechte aus' dem mit dem Be- Sennig den Revolver rind feuerte auf den Schutzmann, der einen sagten abgeschlossenen Engagementsvertrag abgetreten, d. h Streifschuß, airscheinend nur einen Fleischschuß, iii die Lüste erhielt. Ediert hat. Das Kvusmannsgericht war der Arrsicht, daß eine Der Schutzmann schlug mit seinem Stock Hennig so stark auf den ^ffion, wie sie hier vorliege, rechtlich zulässig sei und daß in- Kopf, daß dieser betvußtlos zusammenbrach und in das Bureau wlgedesten die von dem Bellagten dem früheren Ehef gegenüber ----- —**------C1' ^onkurrenzllausel auch dessen Nachfolger gegenüber ^Et besteht. Daher rechtfertige sich auch die Verurteilung des Beklagten zur Zahlung der Konventionalstrafe in der vereinbarten Höhe. vnd feine Nebenflüsse, die immer noch stark angeschwollen B i l l y-M o n t i g n p , 15. Marz. Einige der deutschen waren, steigen von neuem, sodaß wiederunt Hochwasier zu " ff u g sm a n n sch a ft en sind an den Folgen der R au ch- erwarten ist. Nachdem sonnige Frühlingstage die Vegetation s 0 . , h-rvorgezmibert Ratten - di- Mand-lbäum- blühen län-,s sind dir inneren Gr?b-n )°st un;un^nnl^ch'^Tie der Bergjtra ße — sind die Berge wieder tief eingeschneit. Rettungsmannschaften schwanken, ob sie die Arbeit fortseKen sollen. Die Straßen zeigen ftißhohen Schnee, und da§ Schneetreiben! Defekt ordnete an, daß die zutage geförderten Leichen in dnu-rt. noch fort. Grneut st-ht S°chwosmgrf->hr bevor. ba^ S"hÄrgt rmb m /' "lgende rrngli ch e Rnfra gc der -lbgg. Dar14 März. Der Vorsitzende der Parlamentsgruppe v. Brentano, Pennrtch und Genossen (sämtlich aus Rhein- mr internattonale Schiedsgerichte richtete an den Führer der Hessen), ist der 2. Hess. Kammer über die Keller-1 o^schen Rettungsmannschaft folgendes Telegramm: „Die fran- kontrolle in BlideSheim zugegangen: R^J.1-Jn-1FSJU mSl Sch iedsge- Kurz nachdem im Reichstage in unverantwortlicher Weise zu JoHfe aeeiften b c n + f^rhVu r s* ^'ran^I^d> Rüdesheim und Büdesheim in Rheinhessen in Bezug auf die sten ^ank aus und bealiickwnnkck,? Reellitat der Winzer und Weinhäudler angegriffen war, erschien d.uckävolle O'unbm'h mnbUrtf’ em'' gezogen. Wir fragen an, ob der Großh. Negierung dieser Vor- ' ^ang bekannt ist. Welche Gründe bestanden, daß ohnejede! w. vorherige Information und ohne st i ch h a l t i g e U r -1 Untve-ksttars-Nachvichten. fache gerade zu der jetzigen Zeit in dem schwer angegriffenen ! . Marburg, 14. März. Der Direktor des pathologischen In- Orte eine das h o ch st e A n f s e h c n erregende Untersuchung si'tuts, Professor Tr. A s ch o f f, hat einen Ruf an die Universität porgenommen wurde? Welche Veranlassung bestand, einen b a t) e-1 r e i b it r g erhalten. rischen Kontrolleur zuzuzichen? Was gedenkt Großh. Regierung ?tt tun, um die durch solches Vorgehen herbeigeführte s ch w e r e Schädigung des r h e i n h e s s i s ch e n Winz er st an des ftnd Wein Handels, namentlich aber auch die Ehre des in Kohem Ansehen stehenden hessischen Weinkontrolleurs Braden wieder herzustellen? Der ihm den auf seinen Namen lautenden Heimatsschein, 38,50 Mk., Lollar, 14. März. Zu unserer Notiz vom 6 b M einen Toto -in-n Hirschto.q-r nnb meine.- aus Berlin stammende in welcher wir mitteilten. baB ein Miillerbursche auf bet söl.’J Scherzartckel. 9U5 er ju ftef) fam, g c\t a n b c r c t n, b c r (a n ad .-.ur- A tvn U1|i oer.y)oi5« gesuchte Hennig z u sein. Er wurde ins Polizeigefängnis sttnen Dienstherrn um Iftart betrogen bat, können gebracht und in der T o b s u ch t s z e l l e interniert. Hennig hatte I m,c l^tzt tnnteden, daß der Betrüger eine Postkarte an sich schon längere Zeit in Stettin unter falschem Namen aufgehalten, den Besitzer der Mühle gesandt hat, in der er um Heute liegen noch folgende Stettiner Meldungen vor: scndung seiner zurückgelasienen Papiere bittet. Hoffentlich '.— Wahrscheinlich hat er dann noch eine dritte Wohnung gehabt bei I , . Aiarifmannsgcrrcht. einem Wirt, die er in der Nacht heimlich verlaffen' unb wo er . l-B Gießen, 14. März. Eine für kaufmännische Kreise einen Spiegel und eine Uhr gestohlen hatte. Die Polizei nimmt 'ffteressante Entlcheidung hat bas Gießener Kaufmannsgericht an, baß die in letzter Zeit hier vorgekommenen schweren Ein- dieser Tage gefällt. Der Angestellte eines Bankhauses hatte sich brücfie und Diebstähle Hennig zur Last zu legen sind. Der J6*-1 einem Ehef gegenüber verpflichtet, bei einem even- Vorgang bet seiner Verhaftung spielte sich folgendermaßen ab: “teilen Verlassen seiner Stelle bei keinem anderen Bank-! Heute mittag 12V, Uhr sah ein Angestellter der Wach- und Schließ- ha u s e am Platze Engagement anzunehmen. Das Bankgeschäft! aesellschaft, der kürz vorher in ein Haus getreten war, daß ein 6'ng durch Verkauf in andere Hände über. Der Angestellte snollte Unbekannter fein Fahrrad stahl. Mit einem anderen Mann nahm ansanglrch bei dem neuen Inhaber bleiben, kündigte aber einige er sofort die Verfolgung des Diebes auf. Als dieser sich verfolgt 1 trätet dem Ehef und verließ seinen Posten, als dessen sah, ließ er das Rad stehen und rannte in eine andere Straße. Rachsvlger das Geschäft übernahm, um eine Stelle bei einem Dort lief er einem Kriminalschutzmann in die Arme, der ihn sofort «tmCurrenten anzunehmen. Der neue Geschäftsinhaber klagte festhielt. In Begleitung des Beamten der Wach- und Schließge- daraus auf Zahlung Vvn 3500 Mk. lder Betrag der vereinbarten sellschast und zweier Zivilpersonen führte der Schutzmann den Äiojwcntionalftrafe). Er begründete seinen Klageanspruch damit Holzverkauf. Die fürstlich Solmsische Cberförfterei Lich, (Oberheffen) hat noch zu verkaufen: Fichkenbauholz: 85 Stück — 19,60 ftftm. im Distrikt Merlbach, 34 Stück = 7,96 im Distrikt Monchwald, 15 Stück — 3,47 Wtm. tm Distrikt Riedwald-. fliefernbmibo(t: 62 Stück — 20,11 Mm. tm Distrikt Münchwald: Kieferngrubenholz: 82 Stück — 12,41 Fm. im Distrikt Münchwald, 259 Stück — 38,5bFstm. im Distrikt Riedwald; Fichten-7 erbstanqen: 18 Stück — 1,11 Fstm. im Distrikt Münchwald: vainbuchen-Stamncholz «ziemlich astrein): 6 Stück — 1,61 F'tm im Di trift Fnchsstrauch, 18 Stück = 3,14Fstm. im Tistr'kl s?ard, 15 Stück = 2,38 Fstm. in den Tistrrkten Küh- nnter und Tiülilberq, 1 Stück = 4 13 Fm. im Distrikt 'Dledbnd), 26 Stück — 4,51 Film, im Distrikt R:edivald; Elsbeer-Stammholz: 10 Stück — 2,0«) Fstm. im Distrikt Hard. Nummerverzeichnisse versendet die Cberförfterei umsonst und portofrei. Borzeiger sind: für die Distrikte Fuchsstrauch und Hard Forstwart Ludwig Schöne zu Lich (Oberhessen); für die Distrikte .«Munter und Mühlberg Forstauiseber Theodor Heuser zu Burk- bards'eldeu, Post Gronen-Buseck; für die Distrikte Münchwald, Metlbach und Riedwald Forstivart Friedrich Stein zu Hattenrod, Post Reiskirchen (Oberhessen). Kaufliebhaber werden gebeten, schriftlich oder mündlich Gebote abzugeben. BX6U Die Geretteten, die sich an Bord des .Bostonian* befinden, r ■ Danksagung 31 24 5 Gießen, den 14. März 1906. D“/. An 2 — 0,43 Fstni. H —6 Meter Länge—2,01 Fstm Eichen-Stämme II. Klasse 3 Gewinn- und Verlust-Conto An B,5/, utter-Conto 3745.7S u ff 69.20 Fahrschem-Conto. 29531.85 29531.85 drS GeschSstsjahreS 1905 126 ii 1623 7. Noll, Emil Holz Uhr 2 S. Heichelheim. B l5/s 4 2700 2060 80 100 23 1,2 Mtr. Länge 1. 2. 465 3 435 10 754 ir ii II und Die u ii ii u Kassa-Conto . . . Conto-Eorr.-Eonto Fahrschein-Conto L Pfeiffer, Peter . Sack, Ernst Ludwig . Scbaffstaedt, Heinrich , Tichy, Heinrich , Wmii, Heinrich Gießen, am 10. März 1906. R.n n und Sparren geeignet). Lärchcn-Dcrbstangen mit 0,16 Fstm. 48,3 11,9 80 48 36,3 13,8 Erd- und Maurerarbeiten Sleinmetzarbeiten . . . Zimmerarbeiten . . . Dachdeckerarbeiten . . . Spcnglerarbeiten . . . Glaserarbeiten .... Schreinerarbeiten . . . Schlosserarbeiten . . . Weißbinderarbeiten . . . Tapezierarbeiten . . . Eisenlieferung .... Gießen, am 14. März 1906. Teufelspfütze, Hundskopf und Dürrloch nachstehende sortimenle: 1. Montag, den 19. d. Mts., vormittags 10 a) Arbeitgeber: Berg, Karl Bieran, Balthaser Faber, C. A. Kirch, Jem: Leib, Heinrich Müller, E. H. b) Arbeiter: 1. Christ, Wilhelm 2. Toll, Ernst 3. Häuser, Karl 4. Hensel, Adolf 5. Krüger, Gustav 6. Männche, Heinrich 7. Mandler, Albert 8. Meininger, Philipp 9. Schäfer, Wilhelm 10. Schneller, Wilhelm 11. Sommerlad, Gustav 12. Stock, August Mk. n u H 5liefern-Stämmc IV. Klasse — 1,57 Fstm. Kiefern-Stäinmc V. Klasse — 2,21 Fstm. Fichten-Stämme V. Klasse — 2,29 Fslm. Fichten-Derbslangen — 8,45 Fstm. Buchen-Scheiter, Hainbuchen-Nuiidschcit, Eichen-Scheiter, Bitchen-Knuppel, Eichen-Knuppel, Kiesern-Knüppel, Fichten-Knüppel, Buchen-, Eichen- und Kiefern-Reisig, Eichen-Stöcke, Kiefern-Stäcke, Fichten-Stöcke. 7957,68 2642,08 3294,62 1569,48 333,— 1290,— 4249,28 717,50 2228,23 342,— 1024,65 Aktiva: Pferdc-Eonto . Mobilien-Conto Jmmobilien-Conto Futter-Conto. . tAL 1250.- 1352.44 58.40 Großherzogliche Bürgerineistcrei Gießen. I. V.: Eurschmann. beginnend: Eichen-Stämme mit 56,22 Fstm. (Wagnerholz), Kiefern-Stämme mit 0,91 Fstm., Fichten-Stämme mit 80,69 Fstm., Eichen-Derstangen mit 0,35 Fstm., Verluste. Pferde-Conto . . Mobilien-Conto . Jmmobilien-Conto nis der Kontrollversammlung bestraft. Gießen, den 14. März 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Gurfd) in nun. 1. Nutzhölzer. Eichen-Stämme und -Derbstangen, 5 bis 10 m lang, zusammen 3,63 fm, Eschen-Stämme und -Derbstangen, 4 bis 10 m lang, zusammen 2,21 fm, Stämme anderer Holzarten (Ahorn, Akazie, Erle, Weißtanne), zusammen 0,43 fm. 2. Brennhölzer. Paris, 14. März. Die Deputiertenkamm er nahm mit 305 gegen 197 Stimmen eine Tagesordnung an, in welcher der Regierung das Vertrauen der Kammer ausgesprochen wird. Petersburg, 15. März. Die in der Angelegenheit der Kapitulation von Bort Arthur eingesetzte Untmud)unn5!- lommissicm Tarn auf Grund zahlreicher Zeugenaussagen zu ber UcbcTAcnnung, daß die Neb ergäbe verfrüht und keines- weas durch äußerste Notwendigkeit bedingt war. Außerdem wurde festgcstellt, daß die Berichte des Generals Stössel nicht der Wirklichkeit entsprachen, da im Augenblick der Kapitulation die Zahl der kampssähigcn Verteidiger weit größer war, nl5 sie von Stössel angegeben wurde. Ferner wurde nachgcwiesen, dav die Nahrungsmittel-Vorräte bestimmt noch für einen Monat auSgcreicht hätten Infolgedessen beschloß die Kommission, den General Stössel dem G e r i d) t zu übcrliefcnr. Linewitsch besteht ebenfalls ans gerichtlid-r Verfolgung Stössels. Vergebung von Bauarbeiter!. Die für die Erbauung eines SchulhauseS in Beuern erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten Zimmer Nr. 18 während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschloffen und portofrei bis spätestens Mittwoch, den 28. ds. Mts., nachmittags 31/, Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Beuern einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Zwei Tage Holz-Versteigerung im Gemeindewald zu Langsdorf. Am Freitag, dem 16. März und Samstag, dem 17. März 1906, jedesmal anfangend um 91/, Uhr vormittags Die Zahl der Genoffen betrug zu Anfang ES schieden auS durch Tod .... Langsdorf, den 11. März 1906, Großherzogliche Bürgermeisterei 51 öhler. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme ■ bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter Frau Anna Schwager Wwe. I geb. Imme! sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. ■ Die trauernden Hinterbliebenen. E Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Dichm, Großh. Baurat. B15/$ Fichten-Derbslangen mit 70 Fstm. von 6—11 cm Dchin und bis 18 Mtr. Länge (zu Lcitcrbäumen, Rüstslangen 2 4 16 14 184 52 30 180 9 10 308 230 . 12531.53 . 78522 Zahl der Genoffen Ende 1905 ........ Das GeschäftSgutbabcn der Genossen betrug zu Anfang des Geschäftsjahres 1905 ......... ES verminderte sich um........ • • . 9400.- . 4627.69 Bekanntmachung. Anleihe der Israelitischen Religionsgemeinde Gießen vom Jahre 1865 und 1892. Bei der diesjährigen planmäßigen Verlosung wurden die Schuldverschreibungen No. 8, 46, 91, 106 und 136 des Jahres 1865 und No. 32, 120 und 148 des Jahres 1892 zur Rückzahlung am 1. Juli d. I. bestimmt, an welchem Tage deren Verzinsung aufhört. Gießen, den 14. März 1906. Der Vorstand der israelitischen Rcligionsgemeinde Gießen. Stücke, die während des schweren Sturmes über Bord gespult worden waren, durch die Wellen so lange gegen den Schiffs- - - - - - j rümpf geworfen rourben, bis ein Leck entstand, durch welches wobei der Sch l itten das Wasser eindrang. Der Dampfer .Bostonian" rettete ’ . n cm . <_ . , IC .r. - rt- — — er -X.; CI CTY)...... . i... u 1 1 5. 6. H 01 zv er steigern it g ftt den Waldungen der Gemeinde Wieseck. ES werden versteigert ans den Distrikten Hegwald, Klalise, Bekanntmachttug. Nachdem innerhalb der gesetzlichen Einspruchsfrist Beschwerden gegen das Ergebnis der Wahl vom 3. Februar L Js. nicht erhoben worden sind, wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, das; als Beisitzer des Gewerbegerichts Gießen für die Zeit vom 1. April 1906 bis 31. März 1909 gewählt sind: Handlungs- Unkosten-Eonto . Betriebs- Conto . 13485.06 8. 9. 10. li. 12. Holzvertauf. Im akademischen Forstgarten liegen folgende Nutz- und Brennhölzer zum Verkaufe: i Wellen Buchen-Reisig (Durchforstung), i Wellen Eichen-Reisig, i Wellen Kiefern-Reisig, i Wellen Lärchen-Reisig, i Rm. Eichen-Stockholz. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen auf der Straße Eichen-Derbstangen — 2,18 Fstm. . Eichen-Nutzknüppel von 2 Meter Länge, bei der Eisenbahnhaltestelle: Eichcn-Abschnitte III. Kl. von 48 Ctm. Durchmeffer und 2. Dienstag, den 20. d. Mts., vormittags 10 Uhr beginnend 17 Rm. Eichen-Scheitholz (darunter 9 Rm. sehr gutes Kuferholz), 9 Rm. Kiesern-Scheitholz, 16,5 Rm. Buchen-Knüppelholz, 156 Rm. Eichen-Knüppelholz (darunter 26 Rm. von 2,5 Mtr. Länge zu Gartenpfosten brauchbar), 5 Rin. Kiefern-Knüppelholz, 1 Rm. Fichten-Knüppelholz, Bekanntmachung. WjaftsckolltrM-VttsaMlllilg. Gs haben aus der Stadt Gießen auf dem Hofe der alten Kaserne am Landgraf Philipp-Platz zu erlernen: 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve und der ' Landwehr 1. Aufgebots (kleiner Dienstanzug). 3 Die Mannschaften der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots * aller Waffen, einschließlich Halbinvaliden und nur Garnison- dienstfähigen. 3. Die zur Disposition der Truppenteile oder Ersatzbeyorden entlassenen Mannschaften aller Waffen. 4. Die Ersatzreservisten, geübte und ungeübte, und zwar: Jahrgänge aller Waffen: 26. April, nachmittags 2 Uhr: 1893, 1894, 1895, außer Ersatzreseroisten. Die oben unter Nr. 1 aufgesuhrten aller Jahrgänge (Offiziere re.). 27. April, vormittags 9 Uhr: 1896 und 1897, außer Ersatzreservisten. 27. Avril, nachmittags 2 Uhr: 1898 und 1899, außer Ersatzreservisten. 28. April, vormittags 9 Uhr: 1900 und 1901, außer Ersatzreseroisten. 28. Avril, nachmittags 2 Uhr: 1902 und 1903, außer Ersahresermsten. 30. April, vormittags 9 Uhr: 1904 und 1905, außer Ersatzreservisten, sowie nnr Ersatzrcscrvistcn der Jahrgänge 1893, 1894, 1895, 1896, 1897 und 1898. 30. Avril, nachmittags 2 Uhr: Rur Ersatzreservistcu 1899, 1900, 1901, 1902, 1903, 1904 und 1905. ES wird folgendes erinnert: 1. Befreiungsgesuche sind dis spätestens 8 Tage vor dem Appell durch den Bezirksfeldwebel des Hauptmeldeamts einzureichen und müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt sein. Berücksichtigung kann nur in den dringendsten Fällen stattfindeu. 2. Jeder Kontrollpflichtige ersieht die Jahresklasse, zu der er gehört, aus dem Deckel seines Militärpasses. 3. Die Miluärvässe mit eiugeklebter roter Kriegsbeordermig bezw. Paßnotiz und Führungszeugnis sind mitzubriugen. 4. Die 2entc haben in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen, Stocke, Schirme, Pieisen und Zigarren sind vorher wegzulegen. 5. Sänrtliche Mannschaften stehen während des ganzen Konlrott- tages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Demgemäß werden auch Unpünktlichkeit und Versäum- Vtlilllis von Bai!-, Nch- üüd Brennholz aus dem Nnivcrsitätswalde bei Caldern. Donnerstag, den 22. März 1900 von Morgens 10'/, Uhr an, solle,» in der Siegfried'schen Wirtschaft: zu Caldern und zwar aus den Forstorten 2, 4a, 5a, 5b, 6, 7a, 8a, 9a 11b — Weinberg, Knochendelle, Franzosendrucke, Grube, Stem- metzeiche, Hungert, Stedefeld, Feuselsberg - üffenllich meistbietend verkauft werden: Eichen: 17 Stämme 5. Klasse von 4—10 m Länge, 12—40 cm Durchmeffer mit 3,80 fm; 5 Stangen 1. und 2. Klaffe mit 0 39 fm; 1 rm Schichtnutzscheit, 26 rm Schichtmitzknüppel, 8 rm Scheit, 22 rm Stammfnüppel, 4 rm Astknüppel, 315 rm Reis 3. Klaffe, 7 rm Stockholz. Buchen: 19 Stämme 4. Kkasse von 3—10 m Länge, 30-38 cm Durchmeffer mit 8,83 tm; 104 Stamme 5. Klaffe von 4— io m Länge, von 19—29 cm Durchmeffer mit 84,61 fm; 3 rn, Schichtnutzschett, 15 rm Scheit, 193 rm Stamm- knüvvel, 3-"> rm Astknüppel, 3140 rm Reis 3. Klaffe. Erlen: 2 Stämme 5. Klaffe mit 0,55 fm, 1 rm Stammknüppel. Aspen: 1 rm Stammfnüppel. Fichten: 10 Stämme 4. Klasse mit 1,27 fm, 153 Stangen 1.—3. Klasse, 330 Stangen 4.-7. Klaffe. Der Herr Förster Keller in Caldern erteilt aus Ansuchen nähere Auskimft über die Hölzer. TI ar bürg, den 14. März 1906. Königliche Universitäts-Kasse. beträgt Ende 1905 ............_ Gesamthaftsumme der Genossen betrogt Ende 1905 . Gießen, den 15. Marz 1906. Der Vorstand. Friedberger Helfrich. Kirch. Passiva: jH Per Eonlo-Corr.-Conto 14033.13 „ Rescrvefonds-Conlo 5040.60 „ Kapilal-Conw. . 4665.— ab und lief in das Entree unter dein Ruse: „Mörder ! englischen Dampfers .British Ring' wird gemeldet, Räuber'." worauf der Einbrecher die Flucht ergriff. — daß dieser auf 41 Grad 40 Minuten nördlicher Breite und Gestern erkannte die Frau den Hennig als ihren nächtlichen ®rQb n Minuten westlicher Länge stattsand. Das Un- Gast. _ . . m t - gluck ist darauf zurückzuführen, daß Oclfäsier und andere Bebra 15. März. Auf dem Bohnhvf wurde em »0 - — - -■ - • «• Bahnbeamter, während er ein Gleis überschritt, von dem Berliner Schnellzuge getötet. Essen, 15. März. Trotz des Verbotes befuhren zwei Bergleute der Zeche .Prosper', 1»»™‘o‘t17 Mann, das deutsche Tankschiff .Mamchcim- 11 weiter«, -bstürzte. Ter -m- uer.maluckte tatl.ch, der andere ^/^dos de yq Bold d'es .Boston.an' beffnden, wurde l-bensqesahrl'ch ver -YI. . ß i lagen aus, daß kaum daran zu zweifeln ist. daff die 2 8 Per. AuaSburg. lo.Marz. In Alt.Hegenberg^slurzte denn °och fc[)(en, umgekommen sind. Unter den Jahren und Geretteten besinden sich der Kapitän, der zweite Offizier und der leitende Ingenieur. Der Kapitän ist nachträglich den tr besonders die eiSEROS_______ , S 5ahre Garantie 3 vn O WflSeHrflHS0HIP.cn für Hnfrleb durch Göpel, Dampf, R K riS* 1 Wasser, Elcktrbitdf, Gas, Petroleum•«•••••• ’S-VSEStk — Verkaufsstellen weist kostenlos nach; f ®SKojiSerlebuig ■ Glchcncr Omnibus-lÄesellschast E. G. m. b. H. in Gießen. Bilanz-Conto am 31. Dezember 190o. 58.40 2410.15 45.44 7043.35 153.70 23738.73 . . 125 v* 4 MIO 78 3767 88 4642 90 20700 — AugSburg, 15. >—u-- . Abbruch eines Gebäudes die Mauer ein und erschlug >^nen zwei Mädchen im Alter von 12 und 15 D"1Cs'o'ton"Äru, den Untenann d-s'dabci trliHenin Mcljungcn erlern. 23738.73 1905. r Weise bi beit sei, bem N Zccesstst schreibe vreußjsci lunositcj eriolstte M'ers dedinqte Äb. 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