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Landes Universität. Dem Ur. pßil. Christian Nauch aus Berlin wurde die venia legendi für das Fach der neueren Kunstgeschichte erteilt. Seine Habilitationsschrift behandelt: .Wolf Sraut in der Schule Dürers." B. Dekanatssynode. Die diesjährige Synode deL evang. Dekanats Gießen wird am Dlittwoch, den 21. d. M. vormittags 9 Uhr im Konftrmandensaale der Johanneskicche abgchaltcn werden. Im Eröffnungsgottesdienst predigt Pfarrer Weber von Lang-GönS. Außer mit mehreren geschäftlichen Angelegenheiten wird sich die Synode mit einem Antrag in Bezug auf den üblichen Eröffnungsgottesdienst der Synode und einem über ein jährlich zu feierndes Dekanatsinissionsfest zu bcschästsgen haben. Ten Hauptgegcirstand der Verhandlungen bildet das Referat des Pfarrers Braeß von Darmstadt über den „Wert der inneren Mission für das ßnnb*. Zum Schlüsse wird noch für den in den Ruhestand getretenen Pfarrer Dr. Naumann als seitherigen Stellvertreter des Dekans ein Ersatzmann gewählt werden. •• I n d er hiesigen Freidenker-Vereinigung wird am kommenden Montag Dr. Bruno Wille aus Berlin einen öffentlichen Vortrag über „Was ist L e b e n, »o a s ist Tod" »halten. (Näheres siehe Inseratenteil.) — Herr Dr. Wille sprach ■im Marz dieses Jahres in Gießen über „Goethes Faust, das Hohelied vom Sinn des Lebens", und wohl alle, die seinem damaligen Vortrage beiwohnten, werden nicht versämnen, »hn wiederum zu hören. Jniolge des starken Besuches des erste»» Vortrages sah sich die Freidenker Vereinigung veranlaßt, die:mal den Gießener ocii- saal als Vortragslokal zu nehme»». ** Jbjen-Gedächtnrs feier. Das »ms vorliegende auS- jfuhrliche Prograinn» der heutigen Feier enthält außer der Vor-- traqsfolge und den Texten der Lieder auch die Lebensbeschreibung Ibsens auS der Feder des Hern» Professors Tr. Collin. g Bad-Nauheim, 13. Nov. Dieser Tage ging das Hotel Bristol, das Anwesen des Hoteliers Bitwng zum Preise von 1100000 Mark in den Besitz eines Herrn Schloß ans Frankfurt über. Wie man vernimmt, ist bcrr. Herr der Vertreter eines Konsortiums aus Frankfurt. — Weiter wird mitgeteilt, daß heute das Sprudelhotel Langsdorf, über welchem momentan das Konkursverfahren schwebt, zum Preise von 650000 Mark verkauft worden ist. — Am 16. November l'ält der Darmstädter Neichstags- kandidat Pfarrer Korel» aus Königstädten auf Wunsch des freisinnigen Vereins im Sprudclhotel einen Vortrag über ,,Politik und Religion." — Drei hoffnungsvolle Bürschchen im Alter ca. 17 Jahren feierten gestern ihren blauen Montag, indem sie verschiedene Geschäfte besuchten und daselbst manches „einheimsten". So kaufte einer in einer Buchhandlung eine Postkarte, während welcher Zeit die beiden andern sich an einem Ansichtskartenständer zu schaffen machten und ca. 60 Stück Karten entwendeten. Sie wurden dabei ertappt und in das Polizeigewahrsan» gebracht. Wie man hört, sind es drei Arbeiter der Friedberger Zuckerfabrik. x Friedberg, 13. Nov. Vergangenen Sonntag versammelten sich hierum Hotel zu den drei Schwertern über 250 ältere und jüngere ehema ge Schüler der Landwirtschaftlichen Winterschule zu Friedberg zur Gründung eines Schülervereins. Landwirt Wilhelm Fenchel- Oberhörgern eröffnete als provisorisch gewählter Vorsitzender die Versammlung durch eine längere Rede, in der er den Zweck und die Zie.e der neuen Verc nigung da»legte. Direltor Dr. von Peter gedachte in begeisternder An prachc des glücklichen Ereignisses in unserem Herrscherhaus»:, dem jungen Sproß desselben und den erlauchten Eltern ein dreifach donnerndes Hoch bringend; hierauf gab er noch seiner herzlichen Freude Ausdruck, mehrere hundert alter Schüler hier am Sitze der Schule versammelt zu sehen, die teils aus großer Entfernung hierher gekommen seien, um Zusammenschluß zu suchen mit Vcrufsgenosscn gleicher Vorbildung und einen Verein zu gründen, der fern stehe jedem politischen Treiben und nur der weiteren beruflichen Ausbildung und der gegenseitigen Förderung im Berufe, aber auch gesellschaftlichen Zwecke dienen solle. Sodann wurden Statuten und Satzungen des neuen Vereins besprochen und festgelcgt. Eittgejandt. (Für Form und Inhalt iLLer ur.icr u..,. r Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung) Cs muß den Anlieger,» der W e s e r st r crß e auffallen, daß diese Straße zurückgesetzt wird, inbem die Leute schon »in vorige»» Jahr ausge'ordert »uneben, ihre Pläne vinzureichen, da die Straße im April 1906 gemacht werden sollte. Wenn jetzt für die Nicht- sertigstellnng der Straße der fnnm nennenswerte noch zu er- iverbenbe Streifen zur Alisrede genommen wird, so kann der Einsender den Beweis erbringen, daß die Stadt durch seine Mitwirkung schon vor zirka 12 Jahren für 1 Alk. 12 Pig. bei» Dieter den größten Teil ber Straße nicht allen», soubern dadurch auch noch ein jetzt sehr wertvolles Stück am oberen Teil als Baugelände erhalten hat, abgesehe»» van einem Stück, das er schon früher kostenlos ai» die Stadt abtrat. Der Einsender richtet deshalb die briiigeiibe Bitte an die Herren Slabiverorbnelen, sich einmal den Bebanlingsplan näher aniehen zu »vollen, damit die Schwarz- uralerei endlich on <)un, die Leute zu ihrem Recht kommen und vor »veitcvem Schaden geschützt werden. •SMGCTXfa. Bahnlinien in Elsaß-Lothringen ; rien an die Kommission zurück. Für eine Reihe von Petitionen um Regelung des Ap oth e ke-n w e se n s wird Materialüberweisung von der Kommission beantragt. Abg. Dr. Burckharbt (Antis.) nennt die jetzigen Zustände im Apothekenwesen unhaltbar und schließt sich dem Kommissionsan trage an. Abg. Wurm (Soz.) befürwortet eine Herabsetzung der Apothekertaxen, waS wiederum eme Umgestaltung deS ganzen Apothekenwesens zur Folge haben niuß. Unter den jetzigen Verhältnissen seien die Apothekerpreise nicht mehr zu rechtfertigen, da die großen chemischen Fabriken die Präparate fix und fertig liefern. Abg. Dr. Mugdan ffreis. Vp.jt Das ist gar nicht der Fall. Es ist ein Irrtum, wenn man annimmt, daß em großer Teil der Medikamente jetzt fabrikmäßig hergestellt wird. . . Die Petition wird der Negierung als Material über» wleien. _ Eine Petition, betreffend den Befähigungsnachweis furdasHandwerk, wird, wie schon in früheren Sessionen, von der Tagesordnung abgesetzt. , .Eine Petition, die eine reichsgesetzliche Regelung der Rechts- verhaltnipe der in die häusliche Gemeinschaft aufgenommenen Dienstverpflichteten verlangt, wird der Regierung als a V Cm \a 1 überwiesen, und zwar mit einem vom Abg. Ablaß ffreis. Vp.) beantragten Zusatz, der die Ausdehnung des qu. zukünftigen Gesetzentwurfes auf das ländliche Gesinde verlangt. Die F irma Gebr. Brumm in Mercme wünscht eine vermehrte Ausprägung von 5 Dkark- und 2 Mark-Stücken in eilbcr, was für Lohnzahlung sehr bequem wäre. Die Osnabrücker Handelskammer will die Ausprägung eines 25 Pfg.-Stückes. Die Jf 0 m m issi 0 n stand dem ersten Wunsch ziemlich wohlwollend gegenüber; wenigstens beantragte sie, ihn der Regierung als M a t e r 1 a t zu überweisen, während sie über die andere Petition zur Tagesordnung überzugehen vorschlägt. Abg. von Strombeck (Ztr.) wünscht im Gegenteil, gerade diese dem Reichskanzler zur Er- wagstng überwiesen zu sehen. Er macht auch noch verschiedene Vorichlage, wie die Form des neuen 25 Pfg.-Stückes zu ae- stalten sei. 0 ö Reichsschatzsekretär Frhr. von Stengel: Es »st zweifellos, daß von der Einführung des 25 Pfg.-Stückes eine ^gewisse Erleichterung im Zahlungsverkehr zu erwarten ist. Die Schwierigkeiten, die der Ausprägung eines solchen Geldstückes entgegenstehen, liegen hauptsächlich in der Form, und ich glaube, das Bedürfnis nach dessen Einführung ist auch kein so großes daß man über diese formalen Schwierigkeilen so leicht hinweggehen konnte Nun hat man sich ja bemüht, für die Gestaltung dieser 6orm Anregungen zu geben. Sie können überzeugt sein: wie auch das Schick,al dieser Perition in diesem hohen Hause sich gestalten mag, die Anregungen werden im Reichsschatzamt eingehend geprüft und gewürdigt werden. Aber schon jetzt mache ich darauf aufmerk- ,am, daß die erhabenen Stellen einer Münze erfahrungsgemäß ouch ihre großen Schattenseiten haben. (Heiterkeit.) Ter Feind di^er erhabenen Stellen ist die Abnutzung. Auch gewisse hygienische schaden imb damit verbunden, auf die ich nicht weiter einzugehen brauche. Abg. Dr. Mngdan ffrs. Vp.) meint, es habe keil; unseligerer Beschluß gefaßt werden können, ais der des sozialdemokratischen Parteitags, wodurch die Gewerk,chaftei» zu einem Appendix der Sozialdemokratie geitempelt wurden. Das zeige die Polemik, die der .Vorwärts" gegen den neuen Tarifvertrag der Buchdrucker führe. Die Tarifverträge leien notwendig, um den sozialen Frieden zwischen Arbeitern uiid Unternehmer»» zu forberii, um so notwendiger aber sei es auch, daß sie politischen Einflusien entzogen würden. weiteren Auseinandersetzungen zwischen den Abgg. ? , s"’1"'" wird der An,rag aiS dem N°ichs,°„z,°r Hierauf v e r t a g t sich das Haus. Srächste Sitzung: Mittwoch 1 Uhr. (Interpellation Basser- u nae JT» auswärtige Po li t i f, außerdem SB a hl- 9 r nf “n "i n ft = u er g cYe$.V “ U"0 9,0DeHe -um Schluß Uhr. Abg. Blcll (freis. Vp.) ’ meint, ein dringendes Bedürfnis liege für ein 25 Pf.-Stück nicht ! vor; und ohne ein solches solle man doch nicht neue Geldsortea einführen. Abg. Dr. Arendt (Rp.) । beschäftigt sich mit der Form der Münzen. Er sieht nicht ein, weshalb ^bie Münzen immer rund sein müssen. Nach den Ausführungen des Schatzsekretärs, der ja Erwägungen über das 25 Pf.-Stück zugesagt habe, wäre eS eine Unhöflichkeit des Reichstags, wollte er Sen , Antrag auf Erwägung ablehnen. Abg. Beumler (nL) weist auf den großen Mangel an Kronen, Fünf- und Dreimarkstücken de» den großen industriellen Werken in Rheinland-Westfalen hin. Daraus entstehen große Mißstände nicht nur für die Werkbesitzer auch für die Arbeiter. Er hoffe, daß der Reichskanzler diese Mißstände möglichst bald abstellt. Hiermit schließt die Debatte. Die ersten Petitionen werden nach dem Kommissionsbeschluß, die übrigen nach dem Antrag v. Strombeck erledigt. Eine Reihe von Petitionen auf Abänderung desKranken- versi ch e tun gsgesetzes beantragt die Kommission dem Reichskanzler als Material zu überweisen. Abg. v. Gerlach (Hosp. d. freis. Vgg.) beantragt, soweit sich die Petitionen auf Einbeziehung der Dienst- u,uten »n die Krankenversicherung beziehen, Ueberweisung zur Abg. Fraßdorf (Soz.) weiidet sich dagegen, daß auch die Wünsche auf Regelung der Be- amtenverhaltnisse dem Reichskanzler als Material überwiesen werden, lieber diese Wünsche könne man zur Tagesordnung i'wer- gehen, da die Beamten durch den Kassenverband bereits selbst ihre Verhältnisse geregelt hätten. Zwischen Aerzten nnd Krankenkassen werde hoffentlich nochmal ein Tarifvertrag zu- kommen Jedenfalls werde sich der Krankenlassenverband den Wünschen der Aerzte nicht widersetzen, mir mögen diese ihre lassew^^ng aur unbedingte Einführung der freien Arztwahl fallen Abg. Dr. Mngdan (frf. Vp.) fbriÄt sich namens seiner Freunde für ben Antrag b. Gerlach au5. Tarisvcrtrage »vünsche auch er, aber es müßte dabei die Politik aus dem Spiele bleiben. Verträge mit den Kassenbeamten beständen nicht, sondern nur Vertrage zwischen dem Krankenkassenverband und zwei Beamtenverbniiden, die sozialdemokratischer Natur sind. Dadurch zwinge man auch die nicht sozialdemokratischen Beamten, den wzialdemokratischen Verbänden beizutreten. Den Beamten /ar Dresdener Ortskrankenkassen seien zum 1. Januar 1907 Gelialtsverbefferungen zugesagt, aber die Zusage sei wieder zurückgezogen, da die Beamten firti nicht sozialdemolratisch organisieren wollten. Es herrsche das Streben, alle Verwaltungsbecimien den sozialdemokratischen Verbanden zuzuführen. Ob das aber für die Versicherten em Vorteil sei, lasse er dahingestellt. (Beifall.) Abg. Fraßdorf (Soz.) bestreitet, daß die beiden Verbände sozialdemokratischer Natur sind. Ebenso falsch sei es, daß die Beamten gezwungen werden, den Verbände»» beizutreten. Bei den Kassen bestände der ernste Wille, ohne politnche Beeinflussung den Aerzten und Beamten das zu geben, was ihnen gebühre. 0 u * Parlamentarische Verhandlungen. Äftdjbrud ohne Vereinbarung nicht geslattet. Deutscher Reichstag. T16. Sitzung vom 13. November, 2 Uhr. Das Haus ist g u t besetzt. Am BunbeSratSttsche: Frhr. b. ©tengel u. a. Präsident Graf Balleftrem eröffnet die Sitzung, indem er die Mitglieder auf das herzlichste begrüßt. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrt daS Haus das An- denken an die seit der letzten Sitzung verstorbenen Abgeordneten le r (natL), Grünberg (Soz.j und Jessen (Däne) in üblicher Weise durch Erheben von den Plätzen. Auf der Tagesordnung stehen nur Petitionen. Eine Petition des Verbandes Deutscher Gastwirtsgehilfen auf Festlegung des Ruhetages durch Gesetz für alle im Gast - to tocr^e angesteIlte Personen, insbesondere auf EiNsuhrung eines Ersatz-Ruhetages von 36 Stunden an einem Werktage emer jeden Woche in Verbindung mit ähnlichen Petitionen des Deutschen Kellnerbundes Union Ganymed und vom Verband Deutscher Hoteldiener beantragt die Kommission, dem Reichskanzler als M a t e r i a l zu überweisen. Dagegen beantragt bie Kommission, über die in einer der Petitionen enthaltene Forderung auf Einschränkung der Lehrlingshaltung zur T a g e s 0 r d- nun g überzugehen. Abg. DaSbach (Ztt.) beantragt, die Petitionen, abgesehen von denen auf Einschränkung der Lehrlingshaltung, dem Reichskanzler zur Berücksichtigung zu überweisen. > Abg. Tr. Burckhardt (wirtsch. Vgg.) verbreitet sich über die Ausbeutung der Gastwirtsgehilfen durch die Stellenvermittler, die den reinen Menschenhandel betreiben. Redner schließt sich dem Antrag Dasbach an. Abg. Schmidt (Berlin, Szd.) weist darauf hin, daß nicht nur das Bedienungspersonal, sondern alle Angestellten in Hotels und Restaurants überaus angestrengt tätig zu fein haben. Die Verhältnisse im Gastwirtsgewerbe seien sehr traurig, es sei ein Uebelstand, daß die Gehilfen auf Trinkgelder angewiesen sind. Die Bundesratsverordnung müsse auf alle Angestellten im Gastwirtsgewerbe ausgedehnt werden. In den letzten Jahren seien die Verhältnisse nicht besser, sondern schlechter geworden, die Arbeitgeber befolgten die Bundesratsver- orimung vielfach überhaupt nicht. Besonders beklagenswert sei das Kommissionärunwesen. Auf das Wohlwollen der Unternehmer konnten sich die Gastwirtsgehilfen nicht verlassen; hier müsse die Geietzgebiing eingreifen. Auch die Lehrlingsausbeutung sei eine sehr starke, und dabei lernten die Lehrlinge noch nicht einmal -»'was. Abg. Trimborn (Ztr.) empfiehlt bezüglich des Ersatzruhetages von 36 Stunden Material- ubermeifung. Die auf die Lehrlingshaltung bezüglichen Petitionen btttet Redner, zur Berückiichtigung zu überweisen, in dem Sinne, baß die Regierungen der Durchführung der einschlägigen Gewerbeordnuiigsvorschriften mehr Beachtung schenken. Abg. Dasbach (Ztt.) weist zur Begründung seines Antrages auf die Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses hin, das sich ebenfalls nahezu einmütig für eine bessere Regelung der Ruhezeit im Gastwirtsgewerbe ausgesprochen habe. Abg. Molkenbuhr (Soz.) bemertt, die Vundesratsverordnung von 1902 käme nur einem kleinen Teile der Angestellten im Gastwirtsgewerbe zu gute. Es seien noch immer große Mißstände zu beseitigen. Tie Regierungen hätten das auch selbst anerkannt und Abhilfe versprochen. Aber es sei bisher leider bei dem Versprechen geblieben. Er beantrage Berücksichtigung der Petitionen bett, die Ruhezeit. Damit schließt die Erörterung. Der erste Teil der Petition (betr. den Ruhetag) ftarb zur Berücksichtigung, der zweite Teil (Ersatzruhetag von 36 Stunden) als Material überwiesen; die Petitionen betr. die Beschränkung der Lehrlingshaltung werden zur Berücksichtigung überwies«»». Petitionen bcir. Einführung einer st a f fl s ö r m i g e n Umsatzsteuer für Großmühlen werden reu t.e T-.-.es- orbnung abgesctzt; Petitionen um ben Bau einiger neuer Die m Aussicht gestellte Denkschrift über bie Enquete, bie wir eingeleitet haben unb bie bas Bebürfnis nach Talern zum Gegenstand hat, liegt Ihnen ja schon längst vor. Ta man die Taler in ^egen^ gebracht hat zum Wunsch nach vermehrter Ausprägung von 5 Mark-Stücken, so möchte »ch folgendes bemerken: Die Firma . ^r- Brumm weist in der Petition darauf hin, daß speziell das ? -vcark-Ltuck sich zu Lohnzahlungen am besten eignet, weil es sich n» das Dezimalsystem einreiht, was beim Taler nicht der Fall ist. Die Krone in Gold eignet sich nicht für die rauhe Arbeiterhand, geht leichter verloren und nutzt sich verhältnismäßig zu sehr ab AuK ich stehe ganz und gar auf dem Standpunkt der Petenten m dreier Hinsicht. — Was das 2 Mark-Stück betrifft, so liegt ein Bedürfnis noch nicht in dem gleichen Maße vor, weil noch 40 Milklonen Mar! bei der Reichsbank ausgeprägt liegen. Man mag nun über die Ergebnisse ber Denkschrift betr. die Taler denken »nie man will, eins geht daraus zum mindesten hervor: bas Bedürfnis nach Talern ist nicht erwiesen. Es liegt höchstens cm „non liquet“ vor. Und es ist doch jedenfalls i'icht gerechtfertigt, auf dieses Ungewisse hin das Bedürfnis unsc::r dustriebezir.'e nach vermehrter Ausprägung von 5 Mark-Stücken langer unbefriedigt zu lassen. 1 ’^A^V'-n EH MEL Telephon 275 Gegründet 1868 @ 25 komplette Sc -Einrichtungen ^anz aussergewöhnlich billig Günstige Gelegenheit für Braunen Le! Günstige Gelegenheit für Brautleute! 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