Erstes Blatt ISS. Jahrgang Montag 18. Jnni lSOS Nr. 140 Erscheint tLgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechfel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Familien« blätter viermal In der Woche beigelegt. Rotationsdruck n. Verlag der Brüh l'scheu Univers.-Buch-u. Stein- druckeret. R. Lange. Redaktion, Ervedrtioa und Druckerei: Schnlstratze 7, Redaktion 112 Verlag u.Exped.s^A5 Adresse für Deoeschen Anzeiger Gießen. _ vezngSpretS: Jalafc^BE^ 'sy Är jfiqK €3 monatlich 7bBf., viertel- Greßener Anzerger ■ General-Anzeiger »-sä, v den volit. und allgem« Anzetgeblatt für den Kreis Gießen MW ________ ___ zeigenteil: Hans 55ei zu beschäftigen. refult atlos , ätoeitPiiamtner bat sich bami bis zum Serbst vertagt. Sie ® r Sam 1U Snte bei Monats -der Ansaug Juli zu einer hasen Tagung zusammenkommen, umJi* mit bei. Vorlagen, die jetzt die zweite Kammer erledigt, fc^ttioen. Die LandtagSivahl in ^borrstadt tft . verlaufen, da sich die freisinnigen Wah männer an der Wahl mcht betcUigte«, und es muß eine RemvaU ltattftnden. Man erfuhr, £2, J beißt, daß sich der Lauernbundler Wolf für alle Fordcr- 8entrumS, sogar KoufessionSichuien, verpflichtet habe!! Der Vorwärts" brachte kürzlich wieder eine seiner bekannten „^Enthüllungen", die darin bestehen, daß er mit halben Andeutungen uub geheimnisvollen Worten etwas behauptete, von dem sich nachher regelmäßig herausftellt, daß aus der Mucke ^Ele§nt gemacht wurde. So wutzte er letzt vonMeutereren Aie heutige Yummer umfaßt 8 Seiten. politische Wochenschau. em-« ... m Gießen, 18. Juni 1906. Wahrend bte Berliner Parlamente, mit Ausnahme des preuß. tU e^'- ^?Eits vor Wochen in die Somnrerfericn gezogen >UW, l-aben bie süddeutschen Kammern immer noch fleißige Arbeit gelelstet. Unsere 2, hessische K a mmer hat erst am 13. ds. JJets. 1 einen Frühlingsarbeitsschluß gemacht. Sie genehmigte bie Regierungsvorlage über die Abänderung des Feld b e r c in ig- ungsgesetzes und sprach ihre Zustunmung zur Abänderung des Berggesetzes vom 28. Jüni 1878 aus. Ebenso umrden die für die Gruppenwasserversorgung in B a d - N a u h e i in geforderten 1867 OuO Mark genehmigt. Einer Vorlage über den Verkauf eines fiskalischen Gebäudes in Darmstadt und über den Ankauf eines Grundstücks für ein neues Steuerkominissariat lourdc zugestimmt. Auf Grimd der Vorstellungen des Richter- Vereins und des Vereins mittlerer Justizbeamtcn im Großhcrzog- tum betr. Gewährung freier Dienstwohnung oder angemessener Wohnuugsgeldcntsck-ädiguug hatte der Ausschuß der Zweiten Kammer den Antrag gestellt, die Regierung zu ersuchen, bereits im nächsten Voranschlag des Staatshaushaltes eine angemessene Beihilfe für die Wohnungsbedürfnisse der Beamten vorzusehen. Den Antrag befürwortete in seiner bekannten eindringlichen und einsichtsvollen Art der Berichterstatter Abg. Tr. Gut fleisch. Abg. Molt Han erklärte sich namens des Zentrums im Grundsatz für die Gewährung, behielt jedoch die Stcll- ungnahnie im einzelnen bis zum Bekanntwerben der Regierungsvorlage vor. Besonders müßten die kleineren Beamten berücksichtigt unb gleichzeitig die Gehälter der VolkSschullehrcr der Zusage geuiäß ausgebes'sert werden. Abg. Dr. Heidenreich vertrat den Teil seiner (ländlichen) nat.-lib. Freunde, die sich angesichts der Finanzlage für den Vorschlagsnicht erwärmen. Abg. Reinhart trat namens des andern Teiles für den Antrag eilt, ebenso Abg. Ulrich. Er will jedoch auch gleichzeitig die Löhne aller in staatlichen Betrieben beschäftigten Arbeiter erhöht wissen. Zur Bestreitung der Mehrausgabe sei die Progression der Einkommensteuer nach oben zu verschärfen. Staatsminister Ewald erklärte, es sei nicht nur eine Forderung der Billigkeit, sondern ein dringendes Interesse der Regierung, sich diesem Ausschußantrage gegenüber freundlich zu stellen. Die Regicr- uirg fei schon ost in der unangenehmen Sage gewesen, von der Berufung eines geeigneten Beamten in bie Stadl abzusehen, weil der Beamte erklärt habe, sein» persönlichen Verhältnisse gestatteten ihm ein Leben in der Stadt nicht. Dies führe zu einem Privi - I e g der wo hlhab enden Beamten und damit zu schweren Sästidigungen. Was die Art der zu gebenden Entschädigung betreffe, so sei die Regierung entschlossen, sie prozentuell nach unten zu gestalten in der LPeise, daß die kleineren Beamten verhältnismäßig höher entschädigt werden sollen, als die höheren Beamten. Ferner soNten die Wohnungsgelbzuschüs-sc nicht pen- sionsfähig sein. Die Aufbringung der Mittel solle ohne Erhöhung der direkten Steuern erfolgen, das sei für die Regierung schon entschieden. Im übrigen werde die der Kammer demnächst zugehende Vorlage das Weitere enthalten. Finanzminister Dr. Guauth führte aus, daß die Regierung mäßige Wohnungszuschüsse gewähren wolle an solche Beamten, die keine Dienstwohnung haben. Es handle sich dabei um 600- bis 800 000 Mark. Auch eine Aufbesserung der Schulverwalter und der nicht fest angestellten Schreibgehüfen sei vorgesehen. Der Staatsarbetter fei jetzt schon besser gestellt, als der Beamte. Die Sozialdemokraten protestierten natürlich energisch gegen die ministerielle Behauptung, daß den Beamten eher eine Besserstellung zu wünschen sei als den Arbeitern. Diesen Ausführungen schloß sich auch der mit nur zu gutem Rechte zu den „wilden" Parlamentariern zu zählende Abg. I o u tz an, der u. a. bemerkte, daß die eigentlichen Arbeiter nichts bekämen, während die Sherren, die wenig täten, ausgezeichnet bezahlt würden. Der willkürlichen Beamtenwirtschaft mit beit ewigen Gehaltsaufbesserungen mime einmal entschieden ent gegen getreten werden Daß gerade Herr I o u tz cs war, der derartige alberne B^ schuldigungen vorbrachte, mußte überraschen. Weiß man doch gar genau im ganzen Lande, daß er in einem Glashause sitzt, das keinen Steinwurf verträgt. Dem unerhörten Jux des verrn Joutz, der sich allerdings auf seine Wühler berufen konnte, wurde indes größere Beachtung geschenkt, als ihm gebührte. Die Zurückweisung durch den Staatsminister und em kräftiger Ord- mmgsruf auf dar Stelle (statt sehr verspätet) durch den Pra,i- denten hätten genügt, um die Unarten dieses Serrn ,eilzunageln. Daß $Scrr Joutz so wenig von den politischen VerhalMipcn Lessens weiß, daß die Beamtenftadt Darmstadt nicht, wie er Mn behauptete, sozialdemokratisch gewälzt, fonbem nahezu doppelt fo viel bürgerliche als sozialdemokratische stimmen aufgebracht bat, kennzeichnete obendrein noch den polttilchen Horizont dreies sonderbaren Volksvertreters., , Schließlich wurde der losraldemokrcrttsche Antrag dahin abgeändert, daß die Regierung ersucht n^de m eme Revision der Bezüge und Löhne der nicht mit amtlichem Charakter au& gestatteter Hilfsarbeiter und Angestellten einzutreten inib eine angemessene Aufbesserung vorzunehmen. Im übrigen nmrbe bu (Mdictburm über Die Vorstellungen der verschiedenen Mamten- lategS bis Tut Sorlage des nächsten Etats zurückgesE Zum lnMtändischen ®itqhcb her totaatMVlbenrerlt>aItung wurde der nationalliberale Äbg. Reinhart gewählt. Der Z noch im Mutt erschöße der eigcnbunfcligen Kammer rubenden offiziellen L a n b t a g s kor r e s po n b e n/' stellte tmr von vornherein dris ungünstigste Horoskop. Lie wäre also, käme sie überhaupt zum Vorschein, ein totgeborenes Kindlern unserer Kammerherren Mit uns stimmle fast die geiam e in Ät Se hessische Presse insonderheit bte Blätter AArmstadtleinschlieUich der amtlick-en „Darmst. Ztg ") Mainz und TnM^Wein: „Sie ruhesanft. mit blutigem Ausgange und vongrauenh oft en Sol - dalen Mißhandlungen bei unseren braven Truppen in Deutsch-Südweftasrika zu erzählen, aber er nannte dabei weder bie Namen der Beteiligten, noch den Ort der Vorgänge, sodaß die garye Mitteilung schon von vornherein einen schwindelhaften Charakter trug. Die Eröffnung der landwirtschaftlichen Wanderausstellung in Berlin hat den preußischen Landwirt- sck)aftsminister veranlaßt, sich in einem Interview über die Fleischpreise sowie über die schauerlichen Zustände in den Schlachthäusern von Chicaao zu äußern. Es läßt sich dairach nicht leugnen, daß der erhöhte Zollschutz für landtvirtschaftliche Produlte aus bie Preise für Dich unb Vik- tualicn ohne den gefürchteten Eiustuß geblieben ist, unb baß eine Oeffmmg der Grenzen bei den Preissteigerungen auch nichts nützen würde, weil in den Nachbarstaaten Rußland und Oesterreich gegenwärtig die Preise für die unentbehrlichen Lebensmittel teurer sind, alS bet uns. Herr v. Podbielski ist also augenblicklich, wie der Berliner sagt, wieder einmal „oben druff", unb wir wollen nur hoffen und wünschen, daß und der neue Zolltarif nicht doch nod) später eine Mehrbelastung bet städtischen unb industriellen Bevölkerung bringt, was immerhin nicht ausgeschlossen erscheint. Nach wie vor sieht es trübe aus bei unseren Nachbarn Oesterreich-Ungarn und Rußland. Man mag über bie Politik der Straße denken wie man will, es ist immerhin eine Tatsache, daß sich in lärmenden, öffentlichen Demonstrationen stets ein tiefer Unwille des Volkes funbgibt. Auch bie Kundgebungen vor dem ungarischen Ministerium in Wien sind wohl als Ausdruck der Sttmmung von ganz Oesterreich auszufafsen, denn noch niemals war das östreichische Parlament so einig wie jetzt bei der Abivehr einer gemeinsamen Gefahr; noch niemals war es möglich, ein deutsd)-tschechisch-polnisches parlamentarisches Kabinett zu bilden — erst als Wekcxle den gemeinsamen Zolltarif als einen ungarisch-autonomen einbrachte, geschah dieses Wunder. Wahrscheinlich wird sick) all die Aufregung in den Delegationen, den beiderseitigen Parlamentsausschüssen für die gemeinsamen Interessen, entladen und zum Sturze Goluchowstis führen. Die Habsburgische Monarchie steht also am Vorabend großer Ereignisse, und kommt es zu einer Personalunion zwischen den beiden Reichs- Hälften, bann wäre bie weitere logische Folge eine Zollunion zwischen Deutschland und Oesterreich, wofür der gegenwärtige deutsche Landsmannminister Prade von jeher entschieden eingetreten ist. Man hat also alle Ursache, die innerpolttische Entwicklung Oesterreichs schon im eigenen Interesse Deutschlands nicht ans den Augen zu lassen. In Ruß land dagegen bereitet sich scheinbar eine neue Revolution vor. Diesmal gehen die Unruhen von der erregten Bauernschaft aus. Die Regierung scheint sich auf die sprichwörtliche Loyalität und geistige Beschränktheit des russischen Bauern zu verlassen. Nun hat aber der bänerlickwu Bevölkerung eine Reihe von Mißernten ihre ohnehin miserable Position bis zur Unerträglichkeit verschlechtert. Wie vorauszusehen war, gedenkt die sozialdemokratische Partei in Frankreich, dr sie eine Hauptstütze des Kabinetts Sarrien bildet, nunmehr von ilyrem revolutionären Programme so viel zu verwirklichen, als nur irgend möglich. Jaurös' Rede muß als die Einleitung zu dieser Aktion betrachtet werden, aber bie Roten werden kaum viel erreichen, da sich alle bürgerlichen Fraktionen voraussichtlich zur Wwchr der gemeinsamen Gefahr zn- sammeuschließeu dürsten, um eine große Mehrheit gegen die Sozialdemokratie zu bilden, wobei schließlich daS Kabinett Sarrien über kurz oder lang flöten gehen wirb. Mehr Aussicht auf eine längere Regierung scheint dagegen das italienische Ministerium Giolitti zu besitzen, insbesondere, wenn es ihm gelänge, die Agrarfrage zu lösen und bie süd- italienischen Eisenbahnen zu verstaatlichen. Die beiden Alliierten England und Japan haben äugen- blicklich mit Kolonialsorgen zu tun, John Bull in Afrika unb der Mikado in Korea. Einige Beunruhigung bieten auch bie Zustande in China, welche sick) wieder etwas zu verschlechtern drohen infolge der großen Dürre im Norden des gelben Riesen- rcichcS. Die Vertreter der fremden Mäckste haben es daher vorsichtshalber für gut befunden, ihren Sommeraufenthalt in der Nähe von Peking zu nehmen, um gegebenen Falles gleich bei der Hand zu sein. , . Kurz, die Weltlage bietet zwar gegenwärtig leinen unmittelbaren Konfliktsstoff, kann aber nicht als besonders rosig be- zeichnet werden. Keimatspflfge- und Aolkstrachtenfest zu Alihöach. n. E. H. Butzbach, 17. Juni. Seit dem Ludwigstage des Jahres 1844, an dem bas hessische Volk, soweit eS in dem Großherzogtum Hessen seine politische Einheit besitzt, das Ludwigsmonument zu Darmstadt errichtete zum ehrenden Andenken an den hochherzigen und wahrhaft staatsklugeu Fürsten, der aus seinem hessischen Stammlande und einem Konglomerat anderer Staaten und Städtchen das neue Hessen und damit einen lebenskräftigen und auf moderner fortschrittlicher Grundlage ruhenden Staat schuf, feierte das hessische Volk kein Volksfest von so großer und allgemeiner Bedeutung, als dos heutige Hcimatpflege- und Volkstrachtcnfest, zu dem das alte, die hessische Eigenart so treulich wiederspiegelnde Butzbach den denkbar geeignetsten Rhamen bot. In mancher Beziehung ist wohl daS heutige Fest noch über daS Darmstädter Fest zu stellen. Denn ihm fehlte vor allem der äußere Anlaß, der damals in dem Ausdruck des Tankes für den Fürsten, dem das damalige Hesien so zu sagen alles verdankte, gegeben war, und wenn damals die Angehörigen des südlichen hessischen Teiles in der Landeshauptstadt das Heffensest feierten, so vereinigten sich heute mit ihnen die Vertreter der alten hessischen Druder- länder, die im Laufe der Zeit ihre politische Sonderexistenz verloren und Preußen angegliedert wurden, zu gemeinsamen Feier. So wurde der heutige Festtag der Anlaß, daß sich die außerhalb der jetzigen rotweißen Grenzpfähle wohnenden Stammesgenossen sich wieder mit Stolz ihrer StammeSart erinnerten und ihr aufs neue Treue gelobten. Und mehr als die anderen deutschen Stämme haben wir Hessen hierzu Ursache und Oiecht, sind wir doch neben den Friesen das einzige deutsche Volk, das seit dem Eintritt deS deutschen Volkes in die Geschichte auf seinen altererbten Sitzen haust, die es oft genug in blutigen Kriegen zu behaupten rvußte, und mehr als in irgend einem anderen deutschen Lande hat sich bei den Nachkommen der alten Katten, zumal bei unserem treuen und biederen Bauernstand, bie anhängliche Liebe zu den althergebrachten Sitten und Gebräuchen erhalten. Auch all die zahlreichen Bewohner hessischer Städte, die teilweise aus weiter Ferne zu dem Hessenfest gekommen waren, erinnerten sich mit Freude und Stolz ihrer hessischen Herkunft, und der frohe Ausdruck der Gesichter gab schon äußerlich davon Kunde, daß sie nicht nut aus Neugierde und Schaulust gekommen waren, sondern mit ihrem Erscheinen dem eigenartigen und schönen Fest den Stempel eines allhessischen und allgemeinen Festes aufdrücken wollten. Der beste Beweis, daß dies gelungen ist, ist die Tatsache, daß fein Mißklang den hehren Festtag und die Harmonie zwischen Bürgern und Bauern störte, und so wirb der 17. Juni 1906 neben seinem ursprünglich beabsichtigten Zweck noch die weitere schöne Frucht tragen, den Landbewohnern und den Städtern vor Augen zu führen, daß die ver- meintljchen und so ost behaupteten Gegensätze zwischen den verschiedenen Erwerbsständen in Wirklichkeit eigentlich nicht vorhanden sind. Vorfeier. Am gestrigen Samstag gegen 6 Uhr abends mchmem. die Veraustaltungen ihren Anfang mit dem Einzug vorn etwa 50 Mädchen aus dem Schlitzcrland und etto-a 10 Mädchen aus Herbstein, die unter Führung von Kreisrat von Bechlhold aus Lauterbach eingetroffen waren. Die Musik unserer 168er brachte die Mädchen im Zuge durch die Stadt zum Feststlatz. Hier enttuickelte sich nach und nach ein reges Treiben, echte und auch unechte Hüttenbergerinnen tauchleu allmählich in großer Zahl auf, um sich im Gedränge nach der großen Feithalle durchzchvinden. Um 8 Uhr begannen hier die verschiedenen Aufführungen. Zuerst zeigten sich 16 lebende Püppchen von 6—10 Jahren in Hüttenberger Nationallostürneu, die einen recht gelungenen Ernte- reigen zu tanzen verstanden. Hierauf folgte der Schwertertanz, der von strammen, halbwüchsigen Burschen in den spät-mittelalterlichen Landsknecht-Ko- ftümen vorgeführt, großen Beifall fand. Recht gut gefiel auch der daraus folgende Weite Erntereigen, der von angehenden Hütlenberger Lackfischchen vorgeführt wurde. Man mußte sich hier nur allzu sehr mit dem Gedanken vertraut machen, oaß der Crnterechen von den meisten in der Praxis noch nicht gehandhabt worden ist. Die Einübung der Vorführungen lag in den bewährten Händen des Professors Wämser, und die jugendlichen Mitwirkenden des ersten Abends entledigten sich ihrer Aufgaben exakt unb, sicher. Gegen 11 Uhr erreichte auch das Avischeudurch aufgestellte Konzerlprogramm sein Ende und die Festhalle teerte sich allmählich. Draußen setzte nun das Gewoge ein unb belebte die Buden und Stände bis nach Mitternacht. Der Hauptfesttag. Herrlich strahlt die Morgeusoune hernieder auf bie! festlich geschmückte Stadt. „Sie bringet Leben, Licht und! Lust für alle Klein und Groß"^ heäßt es in dem Gadeschen Chorwerk. Und wirklich, unsere so seltene Sonne, sie brachte viel, fast zu viel. Wer noch gestern abend im Zweifel toax, ob er das „Trachtenfest" besuchen wolle, hat sich schnell über Nacht hu der Heinen, vielleicht auch großen Reise entschlossen. Aus allen Gegenden unseres engeren Vaters landes strömen Neugierige herbei, um der eigenartigen Der-, anftaltung beizuwohnen. Schon die beiden Züge zwischen 7 und 8 Uhr morgens brachten einige Hundert Fremde mit. Nicht weniger als 18 Extrazüge und 12 fahrplanmäßige führten dem Fest nach ziemlich genauen Feststellungen allein etwa 28 000 Menschen zu. Die Nebenbahn von Lich nach, Butzbach brachte außerdem rund 5000 Personen. Es dürften also unter Berücksichtigung der aus der Nähe noch zu Fuß, mit Fahrrad, Wagen re. angekommenen Gäste etwa 50000 Personen anwesend gewesen sein, also etwa die zwolssachs Zahl der Bevölkerung Butzbachs in festlosen Tagen. Der Bahnverkehr wickelte sich ohne besondere Störungen undj Unfällen ab. Auf 17 Exlrazügen wurden neben den faljr- planmäßigen Zügen spätnachmittags und abends die Fest-- besucher zurückbefördert. Es gab gegen 8 Uhr abends auf dem Bahnhof einen besonders starken Andrang, wobei fast; sämtliche in Mannshöhe erreichbaren Fensterscheiben int Bahnhofsflur zerstört wurden. Das Gewoge in den Straßen war unheimlich und erreichte gegen 3 Uhr des Nachmittags seinen Höhepunkt. Zum Glück sind außer zwei leichten Lhnmachtscmfällen größere Unsälle nicht zu verzeichnen. Auf dem Fe st platz entwickelte sich gegen mittag ein farbenprächtiges Bild, als unter den Klängen der Militär-, musik einige 100 Mädchen aus dem. Hessischen Hinterland unter Führung des Landrats von Nägelein aus Biedenkopf und Mädchen aus der Gegend von Marburg und Kirchhain in den verschiedensten Trachten ihren Einzug hielten. In der Festhalle wurde an diese ein einfaches Mittag- effeu verabfolgt, an dem sich auch die Mehrzahl der Herren des Festausschusses, insgesamt 640 Personen, bei teiligten. Der Empfang des Croßherzogs. Vor unb in dem alten Rathaus hatten sich am Nach* mittag die Vertreter der staailichen unb städtischen Behörden cingefunben, um den LanbsSfürsten willkommen zu heißen, der dem Feste zur Freude aller Festbesucher durch sein Erscheinen eine besondere Weihe geben wollte. Es waren u. a. erschienen Staats- und Justizminifter Ewald Exzellenz, der Vaterlands dienen, sondern auch, im besten Sinne des Wortes, dem gesamten deutschen Vaterlande. Gleich nach dem Eintreffen des Festzuges auf dem Festplatze begaben sich S. K. H- der Groß her zog und die anderen Ehrengäste nach der Festhalte. Der weite Raum war mit Zugteilnehmern, die ein buntes, lebhaftes Bild abgaben, dicht gestillt. Kreisrat Fey, der die Herrschaften geleitete, brachte mit folgenden Worten ein dreifaches Hoch aus den Landesherrn aus: „Seine Königliche Hoheit, der Schirmherr der Heimat, der edelgesinnte Förderer von Wohlfahrt und Kunst, hoch!" Mächtig erbrausten die jubelnden Hochrufe, in denen die letzten Worte des Sprechers für die meisten verloren gingen, und während des Gesangs der Hessenhymne begaben sich der Großherzog und seine Begleiter durch die Halle vor die Bühne, um hier inmitten des Volles Platz zu nehmen. Die mächtige Bühne zeigte die malerische Ansicht der Münzenburg, die ganz geeignet war, für die nunmehr sich abwickelnden Volkstänze den Hintergrund zu bilden. Ein prächtiger Alt -B u tz b a ch c r Sch wer t er t an z und ein Erntereigeu, beide vom Butzbacher Turnverein dargeboten, wechselten mit Vorträgen der NegimentsmUsik ab. Eine to eitere hübsche Abwechslung bot der Gesangverein von Schrecksbach, der in seiner originellen Schwülmer Tracht auf der Bühne erschien und das heimische Volkslied „Dort unten vor dem Tore" sang. Nach etwa einer Stunde begaben sich die hohen Gäste unter erneuten stürmischen Ovationen nach dem „Hessischen Hof", wo um 5 Uhr der Tee eingenommen wurde. Hierzu hatte eine Anzahl Mitglieder des Festausschusses Einladungen erhalten. Um 6 Uhr begann vor ausberkauftem Hause die dritte Aufführung von Storchs Volksschauspiel „D i e Hüttenberge r". 'Als der G r o ß h e r z o g mit den lveiteren Ehrengästen den Saal betreten hatte, brachte Bürgermeister Küchel mit herzlichen Worten ein dreifaches Hoch auf ihn aus, das begeistert ausgenommen wurde. Es ist fest- zustelten, daß auch diese Festaufführung in bester Weise verlief und die Mitwirkenden ihr Bestes taten, um vor den Aiugen des kunstsinnigen Landesherrn mit Ehren zu bestehen. Der hohe Herr harrte geduldig bis zum Schlüsse aus, kargte auch nicht mit seinem Beifall und sprach dem Verfasser des Stückes, dem Butzbacher Lokalpoeten Storch, seine Freude und Anerkennung aus. Außerdem ließ er ihm einen Lorbeerkranz mit einer Hüttenberger Schleife überreichen. Bald nach Beendigung der Vorstellung (etwa um 8 Uhr) fuhr das Großh. Automobil vor und brachte den Lan des- herrn und seine hohen Anverwandten nach Lich zurück. S. K. H. der Großherzog, der das Gefährt selbst steuerte, wurde vom Publikum, das in großer Zahl die Straßen durchwogte, überall stürmisch begrüßt. Das Volksfest. An Unterhaltung bot sich auf dem inmitten der Stadt gelegenen Festptatze mancherlei. Karussell, Schifss- schaukel, Kinematograph sorgten für die übliche Jahrmarktsmusik. Ter mit allen erdenklichen Phrasen von Höflichkeit einladende Schnellphotograph ist auch vertreten. Der weiß kostümierte Waffelbäcker bietet seine, durch die Einfachheit der Zubereitung gut bekömmlichen Produkte an. Hinter dem 'Ausstellungsgebäude huldigt man Terpsichore auf zwei großen Tanzböden. Ein Teil der Kapelle des 2. Dragoner-Regiments spielte dazu lustige Weisen. Die Wirtschaften des Festplatzes sind lagsüber überfüllt und nur mit Mühe ist ein Sitzplätzchen zu erlangen. Vier Bierwirtschaften, eine Wein-, eine Aepfelwein- und eine Kaffeewirtschaft haben ihre Mühe, den mächtigen Andrang zu bewältigen. Nach dem Beginn der Dunkelheit fängt es allmählich an, gemütlich zu werden. Jetzt erst ist es möglich, bequem den langgestreckten, winkeligen und für den Nach- mittagsandrang viel zu kleinen Festplatz zu übersehen. Es konzentriert sich nun alles nach den Tanzplätzen, wo das fröhliche Treiben erst in den frühen Morgenstunden sein Ende erreichte. Montag früh, um i/88 Uhr, reifen die seit Samstag hier weilenden Schlitzer und Herbsteiner Mädchen wüder ab. Sie und alle übrigen Festbesucher werden das frohe Bewußtsein mit sich nach Hause nehmen, einen schönen und erhebenden Festtag mit gefeiert zu haben, ein Fest, wie es in gleicher Bedeutung und Ausdehnung Hessen noch nie sah. Das gute Gelingen des Festes wird allen, die den Tag mitfeiern konnten, und denen, die vom Lesen und Erzählen davon erfahren, ein Ansporn sein, festznhalten an der Art und Sitte unserer Vorfahren und au ihrer hessischen Eigenart. Damit werden sie nicht -allein ihrem engeren holung des hessischen Bauernstandes. Gar mancher wird erstaunt gewesen sein über die Fülle von Poesie, die in dem ; Leben unserer Landbevölkerung enthalten ist und vielleicht Niehr noch über das sichere Gefühl, mit dein die einzelnen 'Gemeinden das ihnen besonders Eigentümliche in anmutiger und durchweg reizvoller Form ju zeigen wußten. Dazu bot ' der Zug einen guten Einblick in das reiche Gesamtgebiet der . noch vorhandenen hessischen Trachten, denn keine Gegend, in der noch irgend etwas von den alten Volkstrachten vorhanden äst, war unvertreten. Mit besonderem Stolz dürfen die Hesien- mädchen und Frauen sich der Tatsache erfreuen, daß sie mehr als der männliche Teil unserer ländlichen Bevölkerung on den Trachten und Gewohnheiten der Vorfahren hängen. Aber zwischen den Hüttenbergerinnen und Wctterauer Schönen, den Hinterländerinnen und Schwälmerinnen, den Bewohnerninnen des Schlitzerlandes und Ebsdorfergrundes usw. sah man hin hin und wieder den blauen Hessenkittel und die malerische Tracht der Schwälmer und Schlitzer Bauern auftauchen. Tie schier endlose Reihe der Trachtengruppen eröffneten Kinder und Mädchen aus L e i h g e st e r n, die Girlanden trugen lutb damit das Emporsprossen des jungen Laubes im Frühjahr darstellten. Mädchen aus Ober- Mörlen zeigten die Aussaat, ihr buntgeschmückter Wagen trug bte Inschrift: „Wir kommen aus dem Usatal und grüßen Euch vieltausendmal". Ein farbenfroher Hochzeits- zug mit einer sich anschließenden Wagengruppe gewährte ein prächtiges Bild der bunten Trachten des Ebsdorfer Grundes (Sttei§ Marburg). Der Kreis Biedenkopf, der ja bis 1866 zu unserem engeren Vaterlande gehörte, war von annähernd 200 schmucken Hinterländerinnen und ziemlich zahlreichen Kittelträgern stattlich und würdig vertreten. Dann kam eine ^nächtige Gruppe, die die bei Friedberg liegende Gemeinde Stein furt h gestellt hatte. Ein mit frischem Eichengrün und Rosen prächtig gezierter Wagen deutete an, daß dort die Rosenzucht besonders blüht, und die Rosenkönigin und zahlreiche liebliche Rosenfeen wurden nicht müde, ihre köstlichen Gaben auszuteilen. Der prächtig einherschreitende Hochzeitszug, der nun kam, stammte aus Ruhlkirchen im Kteise Alsfeld, eine stattliche Anzahl Mädchen und Burschen aus dem O hmtal schloß sich ihm in bester Weise an. Hohe Pelz- und Krimmermützen kündeten das Rahen der Bewohner des Schlitzerlandes an. Der farbenschöne Hochzeitszug, den sie zeigten, und die schmucken Trachtentragerinnen aus der Herbsteiner Gegend boten ^zusammen einen hübschen Einblick in die Tracht des Kreises Lauterbach. Abermals nahten Pelzmützenträger, es war der Gesangverein von Schrecksbach (Kc. Ziegenhain), dessen buntgekteidete Mädchen und Sangesbrüder dem staunenden sAuge die reiche malerische und unverfälschte, Tracht des Schwalm gründ es in bester Weise repräsentierten. Zahlreiche Mädchen aus den Dörfern Treis a. d. Lumda, Londorf und Watzenborn zeigten die charakteristische Kleidung des Landkreises Gießen, und nach ihnen zeigten die Bewohner des hart an der nassauischen Grenze liegenden Dorfes Langenhain-Ziegenberg die immer mehr verschwindende mühevolle Arbeit des Loheschälens. Die Mu)ck der Darmstädter Leib-Dragoner schritt einem weiteren charakteristischen Hochzeitszug voran, den die Gemeinde Kirch-Göns bot. Hieran schlossen sich mehrere andere Hüttenberger Gemeinden. Ein reichgeschmückter Erntewagen entstammte dem Dorfe Lang-Göns, der bunte frohbewegte Kirchweihzug dessen Nachbarort Pohl-Göns, weitere Erntewagen waren von Oberkleen und Brand- vberndors geschickt. Auch Niederweisel bot einen Erntewagen, der die Inschrift trug: „Des Vaterlandes Macht und Kraft, es lieget in der Bauernschaft". Fauerbach v. d. H. zeigte die Flachsbereitung auf einem hübschen Wagen. Dann fernen Mädchen und Frauen in sehr charakteristischer Tracht, deren mächtige Ziehhauben schon von weither leuchteten: sie stammten aus EbersgönS. Ein Wagen aus Garnbach, der ein Kaffeekränzchen darstellte, Zeigte daß die weibliche Landbevölkerung die gleiche Vorliebe ^ir den braunen Trank besitzt, wie ihre städtischen Schwestern. Äx.pKen-Linden, Gießens Nachbarstadt, bot einen Heer und Flotte. Berlin, 16. 'Juni. Zn dem MilitärpensionS- gesetz wird von zuständiger Seite geschrieben: Nach der Veröffentlichung der neuen Militär-Pensionsgesetze ist auch im Reichs-Marineamt mit der Umrechnung der Pensionen der von diesen Gesetzen betroffenen ausgeschiedenen Offiziere und der Deckoffiziere der kaiserlichen Marine begonnen worden. Eines Antrages der Beteiligten bedarf es nicht, es geht ihnen vielmehr je nach der Fertigstellung der Arbeit, die durch etwaige dienstliche oder private Anfragen gehemmt werden kann, ohne weiteres eine besondere Mitteilung zu. Erst wenn im Laufe des September 1906 eine solche ihnen nicht zugestellt worden ist, ist den pensionierten Offizieren und Deckoffizieren, welche Ansprüche zu haben glauben, zu empfehlen, sich nut ihren Anträgen an das Reichsmarineamt zu wenden. Tokio, 17.Juni. Das japanische Transportschiff Poyostomie Maru ist auf eine Seemine gestoßen. DaS Schiff ist gesunken. Von der 62 Mann starken Besatzung konnten nur 12 gerettet werden. charakteristischen Blick in die ländliche Koch- und Räucherkunst, während Ostheim bei Butzbach in einer hübschen Gruppe die Molkerei von einst und jetzt vorführte. Eine ländliche Singschule zeigte die Gemeinde Kleeberg und Butzbachs Nachbarort Griedel in einer stattlichen Wagengruppe eine echte und rechte Spinnstube. Besonders interessant waren die vom Hofgut Griedel gestellten alten Ge- chirre, die etwa 100 Jähre alt sind. Der zweite Teil des Zuges zeigte BuHb ach in Vergangenheit und Gegenwart. Eine prächtige Gam- brinusgruppe der Gambrinusbrauerei zeigte, daß die Kunst des Bierbrauens in dem betriebsamen Städtchen in bester Weise gepflegt wird. Die stattliche Nachbarin Butzbachs, die Burg Münzenberg, zog in naturgetreuen Nachahmungen an uns vorüber, sie war von der Gemeinde Münzen- berg dargestellt. Ein schon ausgestatteter Zünftewagen (G e w e r b e v er e i n Butzbach) zeigte das ehrsame Handwerk der alten Stadt in früherer und jetziger Zeit. Die ich hieran reihende Gruppe des Kriegervereins Butz- d a ch führte das wehrhafte hessische Volk vor. Musterung, Rekruten, Bürgerwehr von 1848, Reservisten, Schützenkompagnie von 1820, Kriegsveteranen und Chevauxlegers von 1806. Die vier letzten Gruppen waren vom Turnverein Butzbach gestellt, der Hervorragendes geleistet hat. Ein Wagen zeigte die Gründung des Turnvereins im Jahre 1846, die zweite Gruppe die Turnerfeuerwehi- von 1854 und die folgende eine reizvolle Kindergruppe. Diese leitete sehr glücklich über zu der prachtvollen Schlußgruppe: dem Huldigungswagen für S. K. H. den Großh'erzvg. Dieser Wagen rief stürmische Begeisterung hervor und bildete eine wirkungsvolle Krönung der ganzen eigenartigen Huldigung des Hessenlandes vor seinem geliebten Fürsten. Der Großherzog dankte immer wieder für die lebhaften Hochrufe, mit dem ihn die Zugteilnehmer begrüßten, undmanchmal machte sich die Begeisterung in äußerst origineller Weise Luft, so z, B. bei den Lang-Gönsem, die bei der Vorbeifahrt die Hessenhymne sangen. Der Zug verlief dank der' umsichtigen Anordnung der Festordner, an deren Spitze Professor Wämser rntb Kreisstraßenmeister Metzger stauben, geradezu glänzend und ohne die allergeringste Störung. Ein besonderes Wort der Anerkennung verdient noch hierbei, wie bei dem ganzen Fest, die Festleitung für das Verständnis, mit dem sie den Vertretern der Presse ihre Aufgabe erleichterte. Zwei Fcslvorstelluigen. Präsident des Ministeriums des Innern Braun, S. Magn. der Rektor der Landesuniversität Geh. Hofrat Prof. Dr. B c - haghel, Geheimerat Provinzialdirektor Dr. Breidert, Ministerialrat Freiherr v. Biegeleben, die oberhessischen Kreisräte Fey, Melior und v. Bechtold, der preußische Landrat v. Nägelein, Bürgermeister Küchel mit den Mitgliedern des Stadt-, Kirchen- und Schulvorstandes, die Landtagsabgeordneten Breidenbach i»nd Damm, Major Buch- Holtz, Denkmalspflegcr Professor Walde usw. Punkt V23 Uhr fuhr S. K. H. der Großherzog, von .dem Publikum mit lebhaften Hochrufen begrüßt, in seinem Automobil vor, mit ihm und in dem nachkommenden Wagen kamen der Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich mit Gemahlin und Schwester, die Grafen zu Sol vis-Laubach und von Schlitz gen. von Görtz, Oberst und Landstallmeister Freiherr Riedesel zu Eiscnbach und weiteres Gefolge. Kreisrat Fey, der Anreger und unermüdliche Vorsitzende des Festes, begrüßte den Landesherrn und stellte Bürgermeister Küchel vor, dessen Begrüßung der Großherzog herzlich erwicderte. Fräulein Fey, dieTochter des Festvorsitzenden, die mit mehreren Butzbacher Damen in Hüttenberger Tracht erschienen war, überreichte Sr. Kgl. Hoheit dein Großherzog ein duftiges Bukett aus Wald- und Wiesenblumen, das der hohe Herr mit freundlichem Lächeln und der Frage, ob sie eS selbst gemacht habe, entgegennahm. Er betrat sodann Iras Rathaus und erschien nach kurzer Zeit on einem Fenster des ersten Stockes. Der Fcstzug. Gleich darauf bog der von dem südlichen Stadtende kommende Festzug auf den Marktplatz ein, um dann durch werschiedcne Straßen auf der Gciedelerstraße abermals den Marktplatz, diesmal auf der Rathausseite zu erreichen. Und nun entwickelte sich ein eigenartig schöne? und farbenprächtiges Bild, da? allen, die es sahen, unvergeßlich bleiben wird. Eröffnet wurde der Zug, der etwa 1700 Teilnehmer zählte, dessen Vorbeimarsch etwa eine halbe Stunde in Anspruch nahm, durch die Musik des 5. Hess. Jnf.-Rgts. Nr. 168. Hieran schloß sich eine lange Reihe von Trachtengruppen, die das Leben und Treiben des hessischen Bauernstandes in den vier Jahreszeiten vorstellten. Es waren herrliche Bilder, die auf die Zuschauer um so nachhaltiger wirkten, als jeder Prunk und jede künstliche Mache vermieden waren. Alles war so treu, wahr und echt, wie die hunderte ' von anmutigen Mädchen, kräftigen Burschen und biederen Bauern und Bäuerinnen selbst, die sich 'hier vereinigt hatten, um den vielen Tausenden von Zuschauern einen Einblick zu gewahren in die Mühe und Arbeit, aber auch in die Freude und Er- Gerichtssaal» S. u. H. G l 0 g a u, bett 16. Junü Vor ber hiesigen Strafkammer wurde heute in Sachen bet Glogaucr Eisenbahn-Unterschleife verhandelt. Es dr:ht sich um bedeutende Unterschlagungen von Altmaterialtm, die sich mehrere Bahnbeamte zu Gunsten der Firma Nathan Friedeberg u. Go. in Breslau habet: zu Schulden kommen lassen. Duffe Firma betrieb einen schwunghaften Handel mit allem Eisen usw., das sie an die Oberschlesischen Hütten losschlug. Sie erhielt bei den Submissionen Neunzehntel aller Zuschläge, da sie die weitaus allerhöchsten Preise bot. Um die Konkurrenz trotzdem mit den anderen Altmaterialiengeschäften aushalten zu können, ber- schaffte sie sich bedeutende Vorteile durch die Bestechung zahlreicher E i s e nb a hn b e a m t e r. Zuerst versuchte sie es auf dem Bahnhof in Lauban und später dann, überall erfolgreich in Schneidemühl und Glogau. Die daraufhin auch in den anderen Stationen, die mit Friedeberg in Geschäftsverbindung landen, vorgenommenen Untersuchungen förderten neue Unter» chleife zutage, sodaß dem heutigen Prozeß sicher noch weitere olgen werden. Den Anfang werden wahrscheinlich Gleiwitz und Ratibor machen. Auf der Anklagebank nahmen heute Platz bet Materialien Verwalter Wehnert, jetzt in Siegen, bet Werkmeister Klose tirtb der Kaufmann Victor Fne- deber g aus Breslau. Zwei andere Angeklagte, .der Werk- meister Agteni und der Magazinausseher Bierwagen, die sich eben* falls durch das Friedebergsche Geld auf die Bahn des Verbrechens haben leiten lassen, haben in ber Untersuchungshaft S e l b st. mo r d verübt. Die Anklage lautet gegen Wehnert auf Diebstahl. Bestechung und schwere Urkundenfälschung, gegen Klose auf Bei. Hilfe zum Diebstahl und zur schweren Urkundenfälschung und ebenfalls auf Bestechung und gegen Friedeberg auf gewerbsmäßige Hehlerei, Bestechung und Urkundenfälschung. Wehner* leget im wesentlichen ein Geständnis ab. Er gab zu, 13 Waggons an Friedeberg ausgefertigt zu haben, ohne die notwendigen Eintragungen zu machen. Diese 13 Waggons repräsentieren mit ihren 230 000 Kilogramm Mtmaterialen einen Wert von runt 12 000 Mark. Er sagte aus: Friedeberg trat an mich heran und sagte, wir wären schön dumm, wenn wir uns nicht einen Nebenverdienst mitnehmen wollten. Auf anderen Stationen wären sic auch nicht so ängstlich. Ich ließ vier Waggon an Friedeberg ohne sie einzutragen. — Bors.: Und was bekamen tote bafur? — Angell.: 400 Mark. Die Strafkammer verurteilte den Wehnert zu IVs Iaht Gefängnis, Friede berg einschließlich einer m Görlitz erkannten vierjährigen Gefängnisstrafe zu fünf Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Li eg nitz, 16. Juni. Die Strafkammer verurteilte den Arbeiter Wilhelm Putschkeit aus Schweidnitz wegen Maje- st ä t s b e le i d i g u ng zu drei Jahren Gefängnis. VerlmLschtes. • Der Kaiser als Turner. In wie hohem Ansehen die Turnerei beim Kaiser steht, erhellt daraus, daß er, nachdem bereits auf der .Hohenzollern" zu seinem Privatgebrauch eine Anzahl Zander-Apparate aufgestellt sind, im Berliner Schlosse einen ganzen Saal mit derartigen Apparaten für den Gebrauch der kaiserlichen Familie hat einrichten kaffen. Auch auf der „Hamburg", die der Kaiser demnächst während des Umbaues der „Hohenzollern" als Jacht für die Kieler Woche benutzt, sind Zander-Apparate für den kaiserlichen Gebrauch zur Belebung des Blutumlaufs ausgestellt worden. * Berlin, 15. Juni. Der 38jährige Uhrcnhandler Ahrendt geriet in Konkurs und gleichzeitig fiel seine Ehescheidung. Gestern Abend suchte er einen Ausschank in der Ehausseestraße auf und zog plötzlich seinen Revolver hervor. Einer der Gäste wollte ihm die Waffe entreißen. Als Ahrendt das sah, schoß er blindlings in das Lokal hinein. Die Kugel traf den 20 jährigen Kaufmann Koppitz, der bewustlos zusammenbrach und nach der Unfallstation gebracht wurde. Der Zustand des Schwerverwundeten ist bedenklich. Ahrendt wurde nad) der Irrenanstalt in Daldorf überführt. * D as neueste Eisenbahnunglück hat sich zwischen Trzonken und Kessel in Ostpreußen zugetragen, es entgleiste ein Personenzug aus der Strecke Johannisburg-Ärys (Massiven). Der Lokomotivführer und ein Heizer wurden schwer verletzt. Zwei Reservisten erlitten leichte Verletzungen, sodaß sie den Marsch zu Fuß nach Arys antreten konnten. * Keine Heiraten in Korea erlaubt. In Korea scheinen eingentümliche Sitten zu herrschen. Der Kronprinz wurde vor ungefähr einem Jahre Witwer und hatte den Beschluß gefaßt, sich wieder zu verehelichen. Die Koreaner müssen leider unter diesem Beschluß leiden, denn dem Kronprinzen steht vermöge seiner hohen Stellung das Recht zu, unter den Schönen des Landes zu wählen, und da ihm diese Wahl begreiflicherweise schwer fällt, ist die Regierung auf den Einfall gekommen, vorläufig den reicheren Damen alle Eheschließungen im Lande zu verbieten, damit dem Kronprinzen nicht etwa eine wählenswerte Dame weggekapert wird. Bei Magen- ttnb Darmkrankheiten der Säuglinge be- ivährt sich feit mehr als 20 Jahren die Ernährung mit Knfekes Kindermehl mit oder ohne Zusatz von Kuhmilch. Da e§ leicht ver- daulich ist und einen schlechten Nährboden für die Krankheitsstoffe darbietet, wird es aueh vom erkrankten MagemDarmkanal gut anigenommen und beschränkt die abnormen Garungsvorgänge, sodaß der Katarrh oft ohne weitere Medikamente in Heilung übergeht. Bei Brechdurchfall ist Kufekes Kindermehl ohne Milch oft das einzige nicht erbrochene Nahrungsmittel und genügt die Slufete- Wasser-Luppe auch zugleich der Anforderung, dem Körper reichliche Mengen von Flüssigkeit zuznsühren. Bei leichteren Magen- und Darmkrankheiteir kann man auch Kufekes Kindermehl mit Milch geben, wenn der Milchzusatz den Katarrh nicht verschlimmert. |hv8/u Am 16. d. Mts. verschied nach schwerem Leiden der Grossherzogliche Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule zu Giessen Professor Dr. Adolf Strack Das Lehrerkollegium des Realgymnasiums und der Oberrealschnle. Giessen, am 17. Juni 1906. schlafen ist. Allertshausen, den 16. Juni 1906. 3755 fPQMÖl Polieren 04419 Gießen, den 18. Juni 1906. zahlbar. 3758 Bekanntmachung, K Eintritt frei. 04228 Georg Schmincke und Frau Marie. Wasche mit wäscht am besten S". Cur sch mann. 5 WM 4 4 1 2 Grossh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. n. Reparaturwerkstätte, Seltersweg 91. Prima Kognak | Spezialmarke, garantiert franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literflasche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen seines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine französischen Kognaks unter Originalverschluß als die besten, welche der Markt bringt. E. Dort, Wakltorstraße 45. x'FarbenX Lacke «.Pinsel Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag IV, Uhr vom Sterbehause, Hauptstraße Nr. 111, au5 statt. Ausgerüstet mit eisernem Fleiss, durchdrungen von ernstem, wissenschaftlichem Interesse, begabt mit grossem, pädagogischen Geschick, hat er während seiner langen Dienstzeit in unserer Mitte eine segensreiche Wirksamkeit entfaltet Unsere Schule wird ihn in treuem Andenken behalten. Für den Grubenvorstand: Grünewald, Rechtsanwalt. I ... ' ' Er gab zu, 13 Waggons me die notMndigen Ein> gons repräsentieren mil n einen Wert von nint berg trat an mich heran temt mir uns nicht einen anderen Stationen mären er Waggon an Friedeberg ^betonen Sie dafür? - ehnert zu U/s Iaht i einer in Görlitz er- üns Lauren Zucht« Kammer vrruriM den pweidnitz wegen Maie« hren Gefängnis. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste unseres Maricchen sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagt aus diesem Wege inmgsten Dank Familie Borschel. 1 t Bekanntmachung Der Plan über die Errichtung einer oberirdischen Telearaphenlinie an der Landstraße von Mainzlar nach Gießen und dem Gutsweg zum Hof Heibertshausen liegt bei dem Kaiserlichen Postamt in Lollar von heute ab 4 Wochen aus. ^ig Darmstadt, 18. Juni 1906. Kaiserliche Ober-Postdirektion. I. V.: Dingeldey. Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser liebes Töchterchen Emma Lina im Alter von 51/, Monat am 16. Juni 1906, nachmittags 77, Uhr, nach 3-tägigem schwerem Leiden sanft ent- CMrWst ßitper Bmifstkillbergiverke mmilials Fctnie in Eichen. Die oni 1. Juli I. Js. fälligen Coupons unserer Istelligen 4 "/eigen Obligationen und unserer H stellten 41/3%i9cn- Obligationen sind bei unserer Gewerkschaftskasse in Gießen, bei dem Banthausc Jacob Grünewald in Gießen, bei dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. & Co. in Köln a. Rh. und bei dem Bankhause Louis David in Bonn a. Rh. Im Namen der Hinterbliebenen: Otto Lang und Fran. Lollar, den 17. Juni 1906. 3764 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sowie den zahlreichen Blumcu- speudeu, insbesondere dem Gesangverein Teutonia für den Grabgesang, sagt innigsten Dank 04415 Familie Bolkmann. Heuchelheim, den 18. Juni 1906. MWer Wohnungsnchmis Gießen Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 2. (Geschäftsstunden von 8—1 und von 8—6 Uhr.) Es find zu vermieten: Danksagung- Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unseres lieben, unvergeßlichen Gatten und trcusorgcnden VaterS Herrn Bürgermeister Hillgärtner insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weber, für die zahlreiche Kranzspendung, besonders des hiesigen Ortsvorstandes, des Großh. Kreisamts Gießen, sowie der großen Beteiligung zur Begleitung zu seiner- letzten Ruhestätte sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der tieftrauerndcn Hinterbliebenen Familie Hillgärtner. ,96";b™tei SSÄif S'LW UT* die Bestechung 3uetjl versuchte sie es r dann überall erfolg. -rEn auch in den Geschäftsverbindung forderten neue Unter. M sicher noch eitere hhchnnlich Gleitviß und nahmen heute Platz der t, jetzt m Siegen, der lnann Victor Frie. Angeklagte, der Werk, vimvagen, die sich eben- ne Bahn des Verbrechen- riuchungshaft Selbst, i Wehncrt aus Diebstahl ig, gegen Klose auf Bei. Urkundenfälschung und S“n>e bea Statt besonderer Anzeige. Am Sonnabend, den 16. «Juni, nachmittag? 21/, Uhr entschlief sanft nach kurzem aber schwerem Leiden unser lieber Werner int Alter von 47, Jahren. 04416 Die Beisetzung findet in aller Stille in Soest statt. Major LocrbrokS und Frau. empfiehlt Adolf Bieler, Drogerie Marktstrasse 5. [130, AMischer Albeitsnchmis Gietze«. Gartenstrabe Nr. 2, Zimmer Nr. 2. Eö köuuen eingestellt werden: 1 landwirtschastl. Arbeiter, Ziegeleiarbeiter gegen hohen Lohn (darunter 2 Former), Steinbruchsarbeiter, 8 Bauschloster, 2 Schmiede, 2 Spengler, Eiscndreher, Maschinenschlosser und Former, 1 Wagner, 10 Schreiner, 2 Drechsler, 1 Lackierer, 4 Schneider, 2 Friseure, 2 Schuhmacher, 2 Installateure, 1 Glaser, 1 Anstreicher, 2 Hallsburschen, 1 Stallbursche, 1 Kutscher, 6 Dienstmädchen, 2 Lauffrallen oder Mädchen, 1 Arbeiter (Montags). Lehrlinge: 3 Schmiede, 2 Spengler, 1 Schlosser, 1 Wagner, 1 Mechaniker, 2 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Glaser, 1 Kaufmann. ES suchen Arbeit: B’78 1 Ziegelarbeiter (Ringofensetzer oder Brenner), 1 Heizer, 1 Maschinenschlosser, 1 Schreiner, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 Flick- frau, 1 Verkäuferin, 1 Reisebegleiterin oder Stütze der Hausfrau, 2 Lalifsrauen, 1 Bureau- und 1 Hausdiener. e. iit V" teilen rite • “ft b.go^-7 «nb ' nicht n ttfbe'if, g*}* S|«. ilcht ’L. . -ms in tadelloser Ausführung durch [D3/t i Willi. Rudolph Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit Mittwoch, den 6. Junr im Jmpflokale — Schulgebäude, Neustadt «1 —^ür d,e nächsten ü-6 Wochen jeden Mittwoch, nachmkttagv 5-6 Uhr, abgc- hal.en werden. Jrnpspflichtig im laufenden Kalenderiahr find die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Nuckstandlgen aus früheren ^°^^Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impspflichtige Kmder haben zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken em, bOn alle in denselben vorgcnommcncu Impfungen unentgeltlich find. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung s-mes e3 bis zum Jabresschluffe auf seine Kosten bewerkstelligen lasten widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwochentliche Frist lur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung geletzt wird^ O£uf-er den Pflichtigen werden an» Kinder, welche im lausenden ^ahrc geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. 9 Alle in einem Termine geimpften Kinder mugcn in dem 8 Aage «Väter abgchaltcnen Termine zur Nachschau nochmals Schemen ^ Kinder, deren Zurückstellung von dcr Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte m den öffentlichen Terminen mit reiner Wäsch- und rein , gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden Es wird nur au einem Arme mit Lrnnphe aus dem LandeSimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in di- Termine gebracht werden. Gießen, den 31. Mar 1906. '» Großb. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Curschm ann._____________________ Bekanntmachung. ttnbCmÄC&en L a"73C ’ 9*' . b Großhcrzvalickx' Büraermeifterci Giehcn. B.: Curschmann. Versteigerung. Dienstag, den 19. Juui d.F., nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 13760 1 Pianino, 1 Kaffenschrank, 1 Fahrrad, 3 mech. Drehbänke, 14 Handelswagen, 8 Hühner und allerlei Möbel. Born, Gerichtsvollzieher Bekanntmachung. Der Slbluütermin für Meldungen zur Haft-Ttiftung wird auf den 20 ds. und nicht den 15. Juli 1906, wie m der Bekanntmachung vom 1. ds. MtS. angegeben, festgesetzt. Gießen, 15. Juni 1906. Arinenamt Gießen. Auf bequeme Teilzahlung Möbel Herren-, Damen- n. Kinder-Garderobe Manulakturwaren etC. [au/g J, Jttmann Kredit-Haus Giessen Plockstrasse 14—16 1 Wohnung von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, Wohnungen von 5 Zimmern, 3 Wohnungen von 4 Zimmern, Wohnungen von 3 Zimniern, 1 Wohnung von 2 Zimmern, Wohnung von 1 Zimmer mit Kabinett, 1 möbliertes Zunmer, Läden mit Wohnungen, 1 Werkstatt. Bl /6 Zu mieten gesucht: 43 Wohnungen oou 1—7 Zimmern, 1 möbliertes Zimmer. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und 'war für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einichlieklich 020 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. einschließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.- außer- dem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich. H» In ivie hohem Ansehen It daraus, daß er, nafy iu seinem Privatgebrauch chllt sind, im Berliner >eraäigen Apparaten für [je hat einrichten Wem to« demnächst mhMd |§ J-cht fit di- „/für den ShrigeUhr°nh°" " «d gleich^ M £ suchte er «nm » ^^Unfallstation J">•*“ .füd V $ E el nt gfreifc *8 a-fös ‘‘‘u'fl “,“l< , I1 M , In S«(t [Ca «'«“t Ktonpri”! V*' „ H°M d°" e W« eie ««e* dem »"ft «< A rei»lili; irrh Montag, 18., Dienstag, 19. und Mittwoch, 20. Juni finden jeden Abend 87, Uhr im DercinShause der Stadtmission, Löberstraße 14, ötbä Vos-träge statt. Der Sekretär der deutschen Gemeinschastsbewegung. Herr Pfarrer Wittekind-Berlin, sowie verschiedene ev. Geistliche und Prediger werden «Kn. Einlrnr freu 04414 Eine Tochter geboren! Im Neuen Saalbau Nur am Dienstag, den 19. Juui von 11—1 Uhr vormittags und 3—7 Uhr nachm. Grosse Ausstellung von Reform-Neuheiten des Reformhauses THalysia, Leipzig. Herren und Kinder höflichst verbeten. Aritesscr Unreinigkeiten Q werden beseitigt durch die Q TttMol-Lttleil-Leise T. R. K. TI. — 50 per Stück. W. Kilbinger, Drogerie. [D‘%. Hochfeine Himbeer- Marmelade 1 Pfund 30 Psg. 10 Pstmd-Eimer Mk. 2,60 L. Steinhäuser 17 Neuen Baue 17 Klavier' Stimmen Reparieren ' 11 Sei lene Kau fge hgenheit!! die Expedition des Blattes. 3761 Bräzay Franzbranntwein Ein junger S Gebrüder Berdux Liudeuplatz 12 sofort gesucht. [3767 3656s Karl Kreiling, Wieseck. sucht [04830 Bahnhofstraße 27 Liudeuplatz 12 2 SGoiseqesellrii noch frei. Stadt Lich. sofort gesucht. [3740 H. Leherzapf, Schlosserme i st er. billigst abzugebeu. [3667 ist das Beste. 3594 04887s 6. Aübsameu. Siegelmarken | Möbl. Zimmer j Schön möbl. Zimmer für l.Juli verm. Bleichstr. 8, II. [04406 Brühl’sche Univ.-Buch- und Steindruckerei WWWW Ilers'chiodenes Kaiser-Borax Wnk«WD ■'te I.- - Für die un§ anläßlich unserer silbernen Hochzeit gewidmeten Glückwünsche, Dlumenspenden u. sonstige Angebinde, statten wir hiermit unseren verbindlichsten Dank ab. Gießen, 17. Juni 1906. Tüchtiger Wiilergeselle gcs. Schiffenberg. Weg 65. [04410 ErstkLOssige ArrsknNftei sucht für Gießen eine geeignete Persönlichkeit als Filiale leiter. Schristl. Offerten unter „F. 9L 3761* befördert Wilhelm Wagner und Krau. „Zum Solmser Hof". 3769 Mehrere ܰZimmerwohnun- ßcu Wilhelmstr. 47 per 1. Juli oder später zu vermieten. [3546 Näheres Goethestraße 23, p. in jeder Ausführung zu billigsten Preisen Ltübchen mit Bett zu verm. 04421s Maigasse 11. Dekorationen, Tisch-, Keise- und Schlafdecken, Kissen etc. nach Original-Entwürfen von Prof. Olbrich. „ ... ---- solange der Vorrat reicht ----------- ---- IflictiuTmlK süchtig. Spengler u. Jnstalla- teur sofort gesucht. [04311 Heinrich Appel, Löwengasse 18. besseres, zu kaufen gesucht. Schristl. Angebote unter 3757 an den Gießener Anzeiger erbeten. Friseurgehilfe gesucht R. Drehling, Grüuberg. Tüchtizer Schreiner gesucht. Heinrich Sack I Ww., 044071 Große 'Mühlgasse 5. 2 bis 3 Lehrmädchen anf sofort gesucht. [3689 Tluua Kramer, Löberstr. 11, p. Damen-Konfektion. Carii Stückrath, Seltersweg 38 Möbel, Dekorationen, Gardinen, Teppiche, Linoleum ai Steinhäuser Reuen Bane 17. [3754 Solider, zuverlässiger Stallknecht gesucht. AUHAAA: "ii-% Möbl. Zimmer sofort od. später zu verm. Friedrichstr.6, III. [Oj3M 5-Zimmerwohnung zu verm. 1933s Bahnhofstraße 39, p. jlg und Bedarfsartikel U Dunkelkammer » photogr. Arbeiten @ Adolf Bieler Drogerie, Marktstr. 5. 6 Zimmer [ Wohng. in schön.Lage, Beletage, 6 Zimmer, Badez. u. Veranda, neu Berger., auf 1. Juli zu verm. Näheres Liebigftr.62,p. [1597 ö re re! i für reisende HOSPIZ Damen ■ ito evang. Schwesternhaus, Giessen, Manneistr« 1» Vrednerstr. 31, III. eine 4Z.-W. zu vermieten. [3411 Näheres Stephanstraße 25, part. Abdeckung eines Twhgers in Akkord zu vergeben. Offerten unter O 74 an die Geschäfts stelle des Gießener Anzeigers erbeten. f£ine hiesige Bcrfich.-Agentur sucht eine tätige Hilfe für den Außendienst. Bei erfolgreicher Tätigkeit wird außer der Provi- Acht. Pferdeknecht gesucht. Hoher Lohn, dauernde Beschäftig. 04386s E. Aübsameu.' Südfrüchte «=™=— Konserven Hochfeine vollsaftige InmperiaB-Oran^e^ r gafcaääB das Feiufte der Saison Feinste dünnschalige Verdelli-Citrcnen Sammer-KSaBta-^artoffein per Pfund 14 Pfg. Florentiner Kartoffeln ai6/„ per Pfund 10 Pfg. la. Slarmelade — RSelange hochfeine Qualität und außergewöhnlich niedrige Preise, 5 Pfd.-Eimer Mk. 1.30, 10 Pfd^-Eimer oder Topf Mk. 2.30. Gehrudei* B«rdnx TpgnlpM mü Kenntnissen der ylülllkM Buchführung sucht p.lHuli Stelle auf einem Kontor. Schristl. Angebote unter 04423 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Mverknnfen 60000 Mark auf 2. Hypotheken auözuleihen. Schriftliche Anfragen unter 3600a an den Gießener Anzeiger erbeten. M. AM— an 2. Stelle zu 41/, °/0 im ganzen oder geteilt an pünktliche Zins- zayler auszulechen. Schristl.Meld. u.04318 an den Gieß. Anz. erbeten. Mädchen empfiehlt fich im Vvl Wasche» und Putze». 04405f Lindeugafse 14, lll. ~ Zum täglichen Gebrauch im Waschwasser. ' Das unentbehrlichste ToilettemitteL verschönert den Teint, macht aarto weisse Xfi&nde. Nur echt in Tüten Gartons zu 10, 20 und 50 Pf. Tola-Taschcnt..PaztfUin.ln Fl&cons zu M.l.-u. M.2.50. Spezialitäten der Firma Heinrich Mack in Ulm a. D. , In Universität»- u. Garnisons- stadt ist eine gutgehende Bäckerei zu verpachten. Schristl. Anfragen u. 3728 an den Gießener Anzeiger erbeten. 3734] An drei Abenden der Woche ist die Kegelbahn Orts gew erb ev erem GeiittglvttsWMlMBMstag, Ifl.Ziun, «bciliis Reflsiitgtioi! FciSel. Tagesordnung r Berichterstattung, Rechnungsablage, Vorstandswahl, Erbauung des Gewerbeschulhau,eS, BerschiedenrS. Zu recht zahlreicher Beteiligung ladet ein Der Vorstand, v16 Junger Mann mit flotter Handschrift, gestützt auf la Zeugnisse, wünscht sich bis 1. Juli zu verändern. Schriftliche Angebote unter 8701 an den Gießener Anzeiger erbeten. Mädchen m. gut. Empf. sucht St. in gut. Hause als Hausmädch. oder Mädch. allem nach hier od. ausiv. Frau Weißeubach, Sonnenstr. 32. flirte Wohnung zu vermieten. 04358s Katharinengafie 7. 3509s Kleines Lvgis an ruhige Leute btTHg zu vermieten. ___________Settersweg 35. Ein unmöbliertes Zimmer zu vermieten. Marktplatz 18. [04345 sion f. Neuerwerbung eine mouatl. Vergütung von Aik.25.— gewährt. Schristl. Meldungen unter 04418 an den Gießener Anzeiger erbeten. [04402 Junger, unverheirateter «H-üyvA für Kellerarbeit sofort gesucht. Schristl. Meld, mit Lohnangabe u. 04412 an d. Gieß. Anzeiger erbet. 1 tüchtiger Schrerner- gesette und 1 Lehrling Heinrich Krevert ______vorm. Julius Fischer______ Mehrere tüchtige [3711 Spengler per sofort auf dauernde Arbeit ges. N. Rödiger, Walltorstr. 35. ist ein seit vierzig Jahren bewährtes, unentbehrliches Hausmittel, namentlich bei Einreibungen, Massage, Umschläge, als Vorbeugungsmittel gegen Migräne, Influenza, Gicht u.Rheuma zur Stärkung der Augen, zur Ausspülung des Halses und Kehle, gegen Erkältungen, bestbewährtes Haarpflegemittel etc. Zu haben in der Pelikan-Apotheke, Drogerie Carl Wallenfels, Drogerie Carl Seibel etc. ssls/3 ZUM Hansbnrsohe bei gutem Lohn gesucht, Kost und Wohnung außer d. Hause. [8737 L. Steinhäuser, NeuenBäue 17. ' Ein Bursche ür leichte Hallsarbeit und Austragen gesucht. Zli ersr. in der Geschäftsstelle d. Bl.3658 Haasbiirsche gesicht. 3762] Bäcker Müller, Seltersw.62 Bahuh-fstrak- 27 empjeym A. Kikbinger ______Seltersweg 19. Größere Steirrsmnmlung in- uild ausländischer Gesteine in größeren u. Heineren Handstücken, katalsgisiert, nebst 3—4 Schränken sowie eine gebrauchte Schleif- maschine und sonstige zugehörige kltensilien wegen Raummangel billig abzugebeu. Näheres in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [3597 Kraft. Gemüsepflanzen, 100 St- 40H, zu hab. Schiffend. Weg 12, IV- 04361 ZMlWßerZAeiiittMe gesucht. Asterweg 16. [04422 Tüchtige Rockschrreider Für EchAieiie iini) Wojscr. Ein gut erhaltener KästenVälg billig zu verkaufen. J3752 B e ck er , Walltorstraße 53. 7s Motgeil zu verlausen. Sandgasse 12. [04401 erhalt. DMilsm mit Stare sowie emige Füllöfcn weg. Mangel an Raum zu verkaufen. [3759 SmN Schmoll, Ost-Anlage 36. I Simons-Brot n. Pumpernickel regelmäßig frisch zu haben bei Georg Wallenfels, 2ÄT- Markt 21, gegenüber der Engel-Apotheke. ! in LehmiWl aus guter Familie zum baldige» Eintritt gejucht Marktplatz 15. Vergütlmg nach Ueberemklmst. Dienstmädchen für kleinen Haushalt ges. [3713 Näheres Mäusburg 16 im Laden. Aeltere Frau tagsüber zu 2 Lindern gesucht. 3712s Walltorstraße 35. Dienstmädchen od. Lanfmädch. gesllcht. Ludwigstr. 20. [3604 Gesucht tüchtiges Hausmädchen allf sosort. Meldungen zwischen 9 und 10 Uhr vormittags 3665] Hosmauustraße 10. j 5 Zimmer | 3216j Schöne b--Zimmerwoh- nung mit Zubehör per 1. Oktober zlt vermieten. Bismarckstr. 30. 5-Zinlmerwohng., Gas, Bleiche, Trockenbd., 1. Juli zu vermieten. 29b7| Hofmannstraße 4, part. 2670] Nord-Anlage 1 Eine schölte 5-Zimmerwohnung ilebst Küche, Zubehör per l.Jllli evtl, auch früher zu vermieten. Näh, bei L. Bär, Nord-Aul. 3. Landgrafeuftr. 5, ist der mittl. Stock, 5 Zimmer nebst allem Zub., p. 1. Juli zu vermieten. [2173 Näheres bei Architekt Stein. Wcgzugshalber ist der mittlere Stock meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern ilebst Zubehör vom 1. Juli ab anderweit 31t vermieten. Karl Eichmann, 3211] Nord-Aul.-Ecke Ederstr. I Lä,den etc. In günstiger Lage ist schöner Laden mit 5—6 Wohnräumen, in welchem ein Kurzwarengeschäft mit Erfolg betrieben wurde, ver- hältnissehalber auf mehrere Jahre zu verpachten. Schristl. Allsragen unter 04267 an den Gießeller Anzeiger erbeteil. .....rS Entlausten ist ein Hündchen (Airdole-Terriers ohne Marke. Gefl. Auskunft an 04413] Hüllebrandstraße 1, EL. 8—lO^immenooiiiiniio part. od. 1. St. per 1. Oktober ges. Schristl. Angebote m.Preisang. unter 04369 an den Gieß. Anz. erb. 5-6-ZlmmttNshiriiiiz mit reichlichem Zubehör für ruhige Familie in der Nähe der Kliniken aus September oder Oktober gesucht. Schristl. Angebote m.Prelsanaabe usw. unter 04400 an den Gietzener Anzeiger erbeten. Zwei Damen (Mutter il.Tochter) sucheil z. 1. Oktober 4-Ztmmerw. m. Zub. in bess. Hause. Atansarde ausgeschl. Kochgas Bedingung. Schristl. Angebote in. Preisang. u. 04376 an d. Gieß. Anz. erbeten. 2-Zimmerwohunng, Licher- od. Grüllberger Str. oder Nähe per 1. August gesucht. Schristl. Angebote m. Preisang. »1. 04403 an d. Gieß. Aftz. Erbeten. I 3 Zimmer [ 3-Zinlmerwohnung zu vermiet. 04409] Heim, Steinstraße 73. Schöne freundl.3-Zimmerw. m. abgeschl. Korridor u. all. Zubeh.per l.Juli zu verm. Bahnhofstr.59. [,l02 Freundl. 3-Zimmerwohnung zu vermieten. Neustadt 17. [8604a Wir suche» sofort flott, siilbem Burschen gegen hohen Lohn. [3697 Gebrüder Berdnx. Schuhmacherlehrling 04S75] gesucht. Hillebrandstr. 2. Tüchtiges, fleißiges, evangel. Mädchen in Geschäftshaus per 1. Juli ges. I. Jttmauu, 3756]___________Blockstraße 14. Aeltere einzelne Dame sucht erfahrenes Mädchen, das kochen und den Haushalt selbständig führen kann. Vermittlung durch Vermietfrau nicht ausgeschlossen. Nachzuiragen bei [04417 Muth, Ludwigstraße 32, III. Per sosort wird ein tüchtiges Küchen- und [04424 ein Hausmädchen gesucht. Hotel Großherzog. 1 orstntlichcs IicnflimWn ges. Ludwigstr. 37, part. [3766 Zwei tüchtige [3739 Banschreiner gesucht. Carl Stückrath, Möbelfabrik. LtzreiMgejeile« gesicht. Heinr. Bottmöller, ^1^11^° meister, Gr. Steinweg 10. [04381 Äichtiße ÜMtoager Wö ErdarbeHer gegen hohen Lohn gesucht. 04404]________H. W. Rinn. süchtiger Arbeiter sofort ge- & sucht. Lieblgstraße 61. [3765 10 Erdarbeiter osort gesucht. Pflasterermeister, Hofmann, Gießen.[3749 | 2 Zimmer | 2-Zimmer-Wohnung zu vermieten. Walltorstr. 38. [04411 Schöne geräumige 2-Zimmer- wohnung nebst all. Zub. p. 1. Juli zu vermieten. Steinstr. 75. [3416 Z»M 1. Jnli [3729 eine 2-Zimmerwohnung mLubeh. zu verm. West-Anlage 64. 2°Zimmeriv. per 1. od. 15. Juli zu verm. Steinstraße 63. [3601a Schöne 2-Zimmerwohnung zu nenn. Neuenweg 42. [04344 I Verschiedene Eine Mansardenwohnung, 4 bis 5 Zimmer, Loagia, Badezimmer und allen der Neuzeit entfpr. Ein- richtgn. per sofort zu verm. [1946 E. H. Mliller, Schillerstr. 26. Schöne 5-Zimmer-Wohnungen mit Küche u. Zubehör, sowie ein Laden mit 4Zimmern in meinem Neubau, Eder- u. Steinftr.-Ecke, per 1. Juli zu vermieten. [3738 Carl Stückrach, Möbelfabrik, __________Seltersweg.__________ 2 schöne geräumige 2-Zimmer° wohnung. evtl. 3 Zimmer zu verm. 3596]Baugeschäst Wimi. Mon zwei Morgen Wiese Prima Heugras zu ver- kanfeu. Marktplatz 23. [04408 Mehrere leichte Tüiiitzttt- iiiih WD- Marrsa | 4 Zimmer | Schöne 4-Zimmerwohng., neuhergerichtet, alsbald zu vermieten. 2126 Riegelpsad 20. MW