L Morttag 15, Oktober 1906 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen "-find-, sich auch ein P-.«-bur,-° der So Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Dießen. abteilung etatsmäßig airgestellten Beamten ;u ihren heimischen BchMden Mrückzumeilenq Hauptversammlung des hessischen Flotten Vereins (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) )( Worms, 14. Oktober. Jena und Auerstedt. Jena, 14.Oft Heute mittag fand die Einweihung des Denkmals statt, das zum Gedächtnis der in der Schlacht bei ^ena am 14. Oktober 1806 Gefallenen auf dem Friedhöfe in Vierzehnheiligen errichtet worden ist Tausende von Festteilnehmern waren anwesend, darunter der Großherzog von Sachsen-Weimar, der Erbprinz von Sachsen-Meiningen, Generalfeldniarschatt Graf Haeseler als Vertreter des Kaisers, der kommandierende General des 11. Armeekorps Herzog Albrecht von Württemberg, Vertreter sämtlicher thüringischen Staaten, Vertreter des Oberlandesgerichts sowie Hunderte von Kriegervereinen und Schulen. Bei dem Fest- gottesdienst hielt Kadettenpfarrer Hagemeyer eine Gedenkrede über den Text: „Herr, weß soll ich mich ttösten, ich hoffe aus Dich." Dje Weiherede hielt Ortspfarrcr Starb- loff. Graf Haeseler als Vertreter des Kaisers gab einen Rückblick aus die Ereignisse der Schlacht im Jahre 1806 und legte einen Kranz des Kaisers nieder, während das Militär drei Salven ab gab. Hassenhausen, 14.Oft Die Feier der Denkmalen t h u k>l u n g für die im Jahre 1806 bei Auerstedt Gefallenen begann heute vormittag mit einer Vorfeier am Denkmal des Herzogs von Braunschweig für die Krieger- vererne der Umgegend. Der Rektor der Fürstenschule in Psorta, Muff, hielt eine Ansprache. Gegen 11 Vr Uhr begann me eigentliche Trauerfcier mit einem Feldgottesdienst hinter dem Friedhof, auf dem das neue Denkmal errichtet ist. Der Feier wohnten bei Generalfeldmarschall Graf Hahnke als Vertreter des KaisevI und beide Söhne des Prinzen Frredvich Leopold von Preußen, außerdem Vertreter der meisten deutschen Waffengattungen, darunter der Kommandierende General des 4. Armeekorps v. Beneckendorf und Hindenburg, etwa 2500 Mannschaften der Kriegervereine, 9 Burschenschaften von Jena, Halle und Leipzig und eine vieltausendköpfige Menschenmenge. Divisionspfarrer Richter-Magdeburg hielt dfe Feldpredigt glcichfaNs über das Sc^nftwort: „Herr, weß soll ich mich trösten, ich hoffe aus Dich!" Es folgte eine milttärische Trauerparade und unter Mchuv- und Gewehrsalven sowie Glockengeläute und Musik dre Weihe des neuen Denkmals .Hahnke sprach die Grüße und den Dank des Kaisers für hie Errichtung des Denkmals und die patriotische Feier aus und legte im Namen des Kaisers einen Lorbecrkranz nieder; sodann brachte er ein Hoch auf den höchsten Kriegsherrn aus. Hierauf passierten die milttärischen Abordnungen das Denkmal und legten zahllose Kränze nieder. Den Abschluß der Feier bildete ein Parademarsch der Truppen vor den Prinzen und dem Generalfeldnmrsch all. AusLnnd. Paris, 14. Okt. Jaurös sprach gestern in einer sozialistischen Versammlung über die Krisis seiner „Human itö". Er erklärte, daß er 50000 Fr. bedürfe, um das Weiterbestehen des Blattes zu sichern. Es werde demnächst eine Liste zur Zeichnung von Aktien von je 25 Fr. in Umlauf gesetzt werden. Jaurös beschäftigte sich alsdann mit politischen Fragen und rühmte das internationale Proletariat, welches in Zukunft die Kriege vereiteln werde. — Unter den Pariser Rekruten, die vor einigen Tagen zum Militärdienst eingezogen wurden, befanden sich nach einer amtlichen Statistik 7 8 junge Leute, die weder schreiben noch lesen können. Dann gab es 41, dieblos lesen konnten, und 1249 wußten nicht das Geringste von einer Rechenkunst. In Frankreich besteht seit 1864 der obligatorische Schulunterricht. • Rom, 14. Okt. Fürst PanoffsN ist aus Petersburg hier eingetroffen. Ec ist dec Ueberbringer eines Hand sch reibens des Zaren an König Viktor Emanuel und wird heute von diesem empfangen werden. Dieser Mission wird große Bedeutung beigelegt, es heißt sogar, daß demnächst eine Zusammenkunft zwischen dein Zaren und dem Könige erfolgen werde. Deutsches Reich. B er li n, 14. Oft Dre vielerörterte Erzählung, Kaiser Wrlhelm habe eines Tages, als er mit dem Fürsten Bismarck zusammen im Wagen fuhr, unmutig über Einwände seines ersten Beraters, den Wagen halten und den Reichskanzler aus st eigen lassen, ist bekanntlich halb- jamrlrch für eine Fabel erklärt worden, während die „Hamb. Nachr." betont haben, daß ihnen Fürst Bismarck wiederholt den Hergang so, wie man ihn geschildert, erzählt habe. Wre das „B. T." erfährt, ist der halbamtliche Widerru : aussen Kaiser selbst zurückzuführen. Das Zeug- ms des Kaisers steht also hier Erzählungen des verstorbenen ersten Reichskanzlers gegenüber. Das „B. T." glaubt, daß der Widerspruch zwischen beiden sich zwanglos dahin auf- klären läßt, daß Bismarck eine Handlung des Kaisers mißverstanden, nämlich, daß er sie auf Empfindungen zurück- gesührt Hat, die er irrtümlich beim Kaiser voraussetzte. — Hiesigen Blättern zufolge zweifelt man an amtlicher Stelle nicht daran, daß die Veröffentlichung der Memoiren des dritten Reichskanzlers, für die den Prinzen Alexander die Verantwortung trifft, dessen freiwilligen oder erzwungenen Rücktritt von seinem Amte als Bezirkspräsident in Kolmar zur Folge haben wird. Student. Bei ihnen wurde eine große Mekge Sprengstoffe, darunter über 30 Pfund Dynamit, gefunden. Russisches. Das endgiltige Programm deS Verbandes vom 30. Oktober machte in Regierungskreiseu guten Eindruck. Die »Rossija" schreibt zu dem Programm: Alle Freunde einer friedlichen Entwickelung Rußlands, die die Revolution als Feind der wahren Freiheit und einer fruchtbaren Arbeit betrachten, werden aus dem Programm der Oktobristen die Gewißheit schöpfen, daß ihre Ueberzeugungen richtig und lebensfähig sind. Die russische Regierung ist nicht die Regierung irgend einer Partei, sondern verwirklicht die ihr vom Monarchen bezeichneten Probleine. Die Regierung trennt sich nicht von der Gesellschaft, entsagt aber auch nicht ihrer entscheidenden Rolle, sie verlangt von den politischen Parteien nicht, daß diese ans ihre Unabhängigkeit, die dem Erfolge der gemeinsamen Bestrebungen nur günstig sein kann, verzichten. Generaladjutant Stössel ist durch kaiserlichen Tagesbefehl vom 13. Oktober krankheitshalber verabschiedet worden. In einer Vorstadt Rigas wurden der Kassierer und ein Bureau-Angestellter einer Gesellschaft von einer bewaffneten Bande überfallen. Beide wurden getötet, ebenso der Kutscher ihres Wagens. Den Räubern sielen von 20 000 Rubeln, die der Kassierer mit sich führte, nur 2000 in die Hände. Es gelang ihnen, 31t entkommen. In dein Kurort Pialikorst in Kaukasien drangen abends fünf bewaffnete Männer in die Wohnung des Verwalters des Nold'schen Bureaus ein, sperrten die Diener- chast ein und töteten den Verwalter durch Messerstiche; ie entflohen unter Mitnahme von 300 Rubel. In Petersburg sind aus dem Auslande einige Anarchisten eingetroffen. Die Polizei verhaftete sie. Unter den — Der Rücktritt des Landwirtschaftsministers von Podbielski ist, wie der „B. B.-C." hört, Ende dieses Oder spätestens Anfang nächsten Monats zu erwarten. — Major Fischer, der zwettälteste Offizier des Oberkommandos der Schutztruppe und ehemalige Vorstand der Bekleidungsabteilung, ist gestern aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Gleichzeitig ist das Strafverfahren, das wegen des Versuchs der Bestechung gegen ihn anhängig gemacht worden war, eingestellt worden, da die Ermittelungen, die nahezu ein Vierteljahr geführt worden sind, strafrechtlich Belastendes nicht ergeben haben. Unberührt bleibt das ehrengerichtliche Verfahren, das darauf begründet wird, daß er Handlungen vorgenommen hat, die mit seiner Stellung als Offizier nicht vereinbar sind. — Der nationatliberale 9lbg., Vizepräsident des Reichstages, Geh. Negierungsrat Dr. Paasche, Professor an der technischen Hochschule zu Eharlottenburg, hat seinen Abschied aus dem Staatsdienst genommen. — Im Reichsamt des Innern ist nunmehr ein Gesetzentwurf über die reichsgesetzliche Regelung des Apo- thekenwssens fertig gestellt und wird voraussichtlich in nächster Zeit den Bundesregierungen zur Prüfung übersandt werden. Der Entwurf soll der „Köln. Ztg." zufolge hinsichtlich der Apothekenkonzession auf dem Grundsatz der Personalkonzession stehen, der in Preußen schon feit dem Jahre 1894 zur Durchführung gelangt ist. — Die Nachrichten über eine Abzweigung des Oberkommandos der Schutztruppen von Ko lo n i alabte-rlun g wollen nicht verstummen.__ hört die „Freis. Ztg." von gut informierter Seite, daß erst kürzlich wieder Verhandlungen der Kolonialabteilung mit dem Kriegsministerium über eine Zutsllung zu der letztgenannten Behörde stattgesunden haben. Dabei hat das Kriegsministerium die Uebernahme der beim Oberkommando beschäftigten .Bureaubeamten rundweg ab gelehnt, sodaß man in der Koloni,alabteilung nunmehr mit der Absicht umgeht, die noch nicht in der Kolonial- Bergmännischer Verein Gießen. f Gießen, 14. Oft Das Stistun gsfest des bergmännischen Vereins fand am Samstag aus Abendstern statt. Die Biebertalbahn ab 3.25 brachte die Festteilnehmer nach Abendstern, wo unter Führung des Herrn Gabriel eine eingehende Besichtigung von dessen Kalkwerk und Dampfziegelei erfolgte. Da der bergmännische .Verein Gießen schon zum zweiten Male das Werk besuchte, wav man allgemein erstaunt über die Ausdehnung, die es in verhältnismäßig kurzer Zeit angenommen hat. Von fachmännischer Seire wurden besonders die praktischen Einrichtungen lobend anerkannt, die einen kontinuierlichen Bettieb gestatten und hierdurch mit der geringsten Arbeitskraft die höchsten Leistungen erzielen lassen. Die Produktion ist aber nicht allein quantitativ, sondern auch qualitativ aus Der höhe, wie aus den Erzeugnissen zu ersehen war. Die praktischen Bergleute äußerten sich wiederholt dahin, daß, wenn sie ein Haus zu bauen hätten, sie sich alsdann gewöhnliche Hintermauersteine vom Abendstern kommen lassen würden, womit man ja die schönsten Fronten herstellen könne.-Und in der Tat zeichnet sich das Steinmaterial vom Abendstern durch eine ganz hervorragende Qualität aus, die einesteils aus der vollendeten Fabrikation, andernteus aus den vorzügliche?. Rohstoffen herrührt, die fetnerlei scyübliche Beimengungen enthalten. , Professor Dr. Kais e r - Gießen sprach int Anschluß an seinen Vortrag vom Gleiberg, von dem Rohmaterial auf In der städtischen Fcschalle eröffnete heute vormittag 11 Uhr der Vorsitzende Dr. M e r ck - Darmstadt die Hauptversammlung des Landesverbands für Hessen vom Deutschen Flottenverän. An den Verhandlungen nahmen teil das Präsidialmitglieö des deut- schen Geiamtvcrbands, Exzellenz Generalleutnant v. Salwcy-Berlin, Kreisrat Dr. Kaiser, Oberbürgermeister Köhler, Oberst Merker- Worms und als Vertreter des Pfälzer Flottenvcreins Dr. Dietrich. A,er Vorsitzende wastete zu Beginn der Verhandlungen auf Kaiser und Großherzog. An <0. K. H. den Großherzog wurde ein Huldigungstelegramm abgcsandt mit folgendem Wortlaut: „Die in Worms zur Daupwersammlung vereinigten Teil- nehmer des Fchttenvereins, bereit wie bisher mit allen Kräften für die Ausbreitung des Gedankens zu wirken, daß unser Volk zur Erhaltung seines Friedens einer starken Flotte bedarf, bringen Ew. K. H., ihrem allcrlwchsten Schutzherrn unter- taiugste Huldigung bar. Tr. W. Mark." Der Voriitzeiide widmete den beiden verdienltvollcn Mitgliedern I. Menges und Dr. Valkenbcrg einen roarmen Nachruf. Den Jahresbericht erstattete Oberst Becker-Darmstadt. Hessen gähtt jetzt 10 228 Einzelmitglieder in 114 Gruppen gegen 9076 in 1905, seit seinem Bestehen hat sich der Verein mehr als vcr- Starkenburg zählt in 56 Gruppen 4720 Mitglieder, ^rhesien 42 Gruppen mit 3790, Rheinhessen 16 Gruppen mit ^20 Mitgliedern, der l^reis Darmstadt hat 1426, die Stadt Ostenvach Kreis 1241, Stadt 771, Mainz 315, Gießen Kreis 10o2, .^-tadt 460 Mitglieder. Zu den Einzelmitgliedern kommen noch 120 Körper)chaflen, Vereine usw. mit 16 242 körperschaftlichen Mttgl ledern, in Starkenburg 5971, Obechessen 1780 und Rhrin- vcllen 8491. Anstelle des Ausschußmitgliedes Blum-Oss cnvachi wurde Dr. Lahm-Ofsenbach, anstelle des verstorbenen I. Dkenges Bauinspcktor Klump-Dieburg gewählt. Hauptmann Volmar- zarmfiabt erstattete den Rechenschaftsbericht, der eine Einnahme Don lu 700 Matt verzeichnet uno infolge außergewöhnlicher Ausgaben mit einem Fehlbetrag abschließt. Bei Beratung des Voranschlags wurden 14 950 Mark in Einnahme, 16 285 Matt rn Ausgabe gesetzt. 1907 hofft man Einnahme und Ausgabe wiwer tn Einklang bringen zu können. Heber die Hauptversammlung des Eesamtvereins in Hamburg erstattet Kreisrat v. Hahn Bericht. Er betonte, daß die Petition mit gern irtt habe zur 2fti- nahme des Flottengesetzes und dem Verein V» Million neuer Artglieder .gebracht habe, lieber die Lehrerfohtteii berichtete o Wecker- Darmstadt. An der letzten Lehrersahtt nahmen 300 Lehrer aus allen Teilen Deutschlands teil, aus Hessen 6, sie fand Ende Juli statt. Die Fahrt ging nach Helgoland und Hamburg und bauerte 5 Tage. Es soll an bieser Einrichtung sestgehaiten werden, da gerade durch die Lehrer der Flottengebanke im Volte sehr geweckt werben könne. Nach allen Berichten nahm die Fahr! einen guten Verlauf. > Lehrer H a h n - Gunzenau int Vogelsberg bankte namens dec Lehrer dem Landesausschuß für das Arrangement der Lchrcrfahrt und hofft, daß sie eine bauernde Einrichtung werben. Anch die G c se l l s ch a f ts f a hrt e n, über die Vollmar-Darmsladt berichtet, sollen beibehalten werden, auch für nächstes Jahr ist wieder eine solche bei genügender Anmeldung geplant. Haas-Grebenheim dankt als Teilnehmer der Gesellschaftsfahrt für ihre Einrichtung. Ter Vertreter der Pfalz regt an, die Fahrten für Hessen und Pfalz gemeinsam zu unternehmen. — General Keim, ein geborener Hesse, hat dem Landesverband telegraphisch seine Wünsche und Grüße übersandt und erhielt eine Dankantwott zugeschickt. Oberst Becker berichtete über die See-Wohlfahrtspflege des Deutschen Flottenvereins. Sie ist gefordert worden durch den Chinafonbs und soll weiter gefördert werden durch den Südwestasrikafonds. Auf dem Schulschiff Elisabeth sind 5 Freistellen für Seeleute errichtet. Drei Seemanns- hau,er hat |bier Verein bereits errichtet: Wilhelmshafen, Kiel und Tsingtau. Aus Hessen dienen ca. 5*-600 Leute in der Marine, bon benen fast 100 darin ihren Lebensberuf haben. Es ist in ne Städte cm Schreiben gerichtet worden, in dem zur Seewohl- aqrtspflege um Zuwendung eines Jahresbeitrags gebeten wird, ^ic Ortsgruppe GrebenHain im Vogelsberg regt an, daß die Hauptversammlung 1907, die satzungsgemäß in Oberhessen tattznfinden hat, in Grebenhain abgehalten werde. Der Landesausschuß wird darüber weiter entscheiden. Es sand hierauf gemeinsames Mittagessen statt und um 2 Uhr wurden die Verhandlungen wieder fortgesetzt. Dr. Merk verlas ein Dank- telegramm ©. K. H. des Großherzogs mit folgendem Inhalt: Für den vom Landesverband des Deutschen Flottenvereins mir dargebrachten Ausdruck treuer Ergebenheit, über den ich wich sshr gefreut habe, daiike ich bestens. Zugleich spreche idj meine. Befriedigung darüber aus, daß nach dem letzten Jahresbericht die vaterländischen Bestrebungen des Flvtten- vereins auch im verflossenen Jahre guten Erfolg gehabt haben. Ernst Ludwig. Hierauf folgte etn interessanter Vortrag des Generalleutnants z. D. K 0 r w a n über „U nsere Sage nach Annahme der Flottenvorlag e". Dann fand eine Besichtigung der Sehenswürdigkeiten von Worms statt. J- X.-----A. 7 • - 7 . :ui UXA. tö nei hi, va angefitfjtS der Fleischteuer ung wenigstens eine teil» werie Grenzoffnung erwogen werde, wird dem „Lok- Anz. von m,nterrichteter Stelle mitgeteilt, daß von der- arttgen Absichten nichts bekannt sei. Halle a. S., 14. Okt. Wegen Ablehnung der Erhöbuna der Kon,ultationsgebühr von 50 auf 75 Pfg. kündigten sämtliche Kassenärzte zum 31. März. Der Kranken- kasienvorftand droht mit Anstellung festbesoldeter Aerzte. k e,n' Wie mir zuverlässig erfahren, handelt es sich bei den letzten Sitzungen des StaatsMinister nums in der Arigelegenheit der Gräfin Montig- u 00E die Ausführung der zwei Hauptpunkte des im Mai 1905 cibgeMosfenen Vertrages, betreffend eine Beaeq- nung der Gräfin mit ihren ältesten Kindern und die Lebergabe der Prinzessin Monica an den L-achsilchen Hof. Ditzse Uebergabe sollte sich bereits rm Mai vollziehen, verzögerte sich aber durch einen Rad- unfall, den die Gräfin erlitt. i3' Oft Der Ausschuß deutscher Städte zur Vorberatung von Maßnahmen gegenüber dem § 13 des Zolltarifgesetzes stellte unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Beutler-Dresden eine Petition an den Bundesrat und Reichstag wegen Fristoerlünger- ung gegebenenfalls bis Ende 1917 fest. Auch sollen di" in Bettacht kommenden Negierungen von der Petition in Kenntnis gesetzt und die beteiligten Gemeinden zum .Anschluß ausgefordert werden. — Die Regieriing wird in dieser Landtagssessivn eine Gesetzesvorlage auf Aufbesserung der Gehälter der mittleren und unteren Staatsbeamten und auch der mittelbaren Staatsbeamten einbringen. Waldshut, 13. Okt. Die Geistlichkeit der Lasid- kapitel Klettgau und Waldshut erhob Beschlverde beim Erzbischof wegen der ihn vorigen Jahre von der Regierung veranstalteten Erhebungen über geistliche Wah^ agitationen. Heer und SlotteT” — Die ,Boss. 3tg.* schreibt: Von unterrichteter Sei e erfahren wir, daß die Kiellegung unserer neuen Linienschiffe (18—19 000 To.) sich deshalb verzögert, weil die außerdentlichcn Größcnvcchältnisse dieser Panzer eine Umwälzung dec technischen Vorbereitungen, Arbeiten und Pläne erforderlich machten, was einen größeren Umfang angenommen hat, als vorauszufehen war. — Der als Kronzeuge in dem Spielerprozeß des Leutnants Mühe auch verwickelt gewesene Herzog Ludwig Wilhelm von Bayern, Leutnant beim 3. Ehevcmxleger- regirnent in Dieuze, ist auf ein Jahr vorn Regirnenle beurlaubt worden. Nr. 342 Zweites Blatt 156. Jahrgang M. Erscheint ISgUch mit Ausnahme des Sonntags. „Gießener LamMtiiblStter" werben dem g | DM .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der NN K . UM vC S Ä W H X Ä W Ä W ü- fr VjZ L j hessische taitbroirf4 erscheint monatlich einmal. S V V'' Aut bequemc Jf5hel >'■ •» «ff»» 2jetöinnüiu)ttU \ ^iaWrie .dSp^ Gebiete der Vorschrift JESSKEh lergestellten ■parate:! i-Sesfe 3I*h vertraffcn I »wundervollenTeint 8 en ^serordentlich S menDnft und eigneti -gezeicnnet zur Bei- B lerzartenKinderhant I Stück 1 ^■Creme ! parfömiert, kür I Zwecke hervor-» geeignet, macht die 8 chmeidigmeltstiscli, 1 At ab. Ausgezeich- j ttel gegen gerötete, | issige Haut. Preis B ke Mk. 1.-, probe- B L -.Ä. g »■Peste )ig, vorzüglich be- S inm Schutze empfind-1 ind zur Schonung ge-1 entzündeter Haut | pro Kruke 11k. Ift), | ose Mk -.25. n-Pu^er , hellgelb und weiss, ß undervollem Parfüm, a ich leicht und dezent ftet gut, ist absolut g llich und entspricht I erhöehaten Anforde* S erromehmenDanien- ä 'reis pro Schachtel B l-Stifm ;ile; Ichtyol 5,0, L LV.5,0,01AereouAh.^ Äp, Ä pnr. | ata Muu I j. kalte Jahreszeit E ehrlich, beseitigt den | iibeiEiostbeulenvoll-1 7, heilt diese in über- g nd kurzer Zeit. g pro Tube Mk. In I Ütlich in Apotheken, S zerien, B ’ sowie 1b dir 6 ikafc Ch^che Fabrik I in. fifelstrasse 33. | Wendstern, dnZ zarmteil buliamfdjer; zumteil' sedimentärer Art ist und steraLe hierdurch seine Eigenart Hut. An Hand Von Tafeln und angesichts des MeiLerges, des Ketzberges, des Diinsberges ustv. sprach Prof. Dr., Kaiser fesselnd über die Entstehung dieser Berge. Er wies auf den Vesuv hin, dessen analoge Tätigkeit bis in die Gegenwart reiche, während hier die vulkanischen Kräfte schon seit Urzeiten erloschen seien. Die Berge seien in der vulkanischen Zeit ungleich höher gewesen und später durch Wasser abgetragen worden, wobei die Lava sich aufgelöst und im Laufe der Zeit in Lehm verwandelt habe. Nach der Eiszeit hätten die Fluten des Süßwassersees weiter an der Abtragung der Lava gewirkt, sodaß die ursprünglich tiefen Krater, die feste basaltähnliche Masse, jetzt als hohe Berge emporragten. Als dann der See ab geflossen und die Lahn sich gebildet hätte, die aber nicht ihren heutigen Weg an Limburg vorbei zum Rhein, sondern an Friedberg vorbei zum Main genommen habe, hätte sich die Kies- ablagerung gebiDet, die man in den Gruben des Werkes in Äbendstern vor sich sehe. Dann sei später die Steppenlandschaft entstanden, die Lahn habe ihren Lauf zum Rhein genommen und hierdurch eine neue, tiefere Kiesablagerung hergestellt. Die am tiefsten liegende Kiesablagerung bilde das heutige Lahnbett, sodaß man vier Lehm- und drei Kiesschichten vor sich habe, die auf dem Urgestein lagern. Es sei das Verdienst des Herrn Gabriel, dies durch seine Schürf- und Bohrarbeiten fcstgestellt zu haben. Bergwerks- direktvr Ansorge in Köln wies später iin Restaurant Abendstern, wo Herr Gabriel seine Gäste in liebenswürdigster Weise bewirtete, darauf hin, daß der Abendstern der Phönix sei, der aus der Asche der Urzeit Steine für die Häuser der Zukunft herstelle. Die Tatkraft eines Mannes an den richtigen Rohstoff gestellt, lasse Werke wie der Abendstern entstehen. Er schätze aber auch Herrn Gabriel als Freund und zwar sowohl als persönlichen wie auch als bergmännischen. Herr Gabriel habe, wie dies auch aus dem gehörten Vortrag hervorgehe, auch bergmännisch gearbeitet und sich immer als ein warmer Freund des Erzbergbaues erwiesen. Sein Hoch galt Herrn Professor Dr. Kaiser, der es verstanden habe, in lichtvoller, fesselnder Weise,die Vorzeit und ihre geologischen Wandlungen bis auf den heutigen Tag vor Augen zu führen. — Roch manche ernste und heitere Ansprache wurde gehalten und noch manches Hoch ausgcbracht, bis 8.33 das Zügle die FestteAnehmer wieder nach Gießen zurück fuhr, wo man sich trennte mit dem von Herzen kommenden Stufe: „Auf "Wiedersehen auf dem Äbendstern!" Aus Stadt und Land. Sprechstunden der Redaktion 11—1 Uhr Dorrn., 1.27—V28 Uhr abds. Gießen, 15. Okt. 1906. • * In Audienz empfangen wurde am Samstag von S. K. H. dem Großherzog 11. A. Gymnasialdirektor Dr. Hensell von Gießen. '* Vorn juristischen Studium. Tas Großh. Regierungsblatt veröffentlicht eine Großh. Verordnung, wonach die Zeitdauer des juristischen Studiums von 3 auf 3 1/2 Jahre erhöht wird. Wir werden aus die Verordnung noch näher zurückkommen. * * Justiz-Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Landrichter bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, Gustav B r ü c l, jum Landgcrichtsrat bei diesem Gericht ernannt, sowie den Amtsrichtern bei den Amtsgerichten Darmstadt I und Gießen, Richard Schudt und Eugen Funk den Charakter als Amtsgerichtsrat erteilt. * • Ein Pist0lenduel fand gestern, wie wir von verschiedenen Seiten erfahren, im Gießener Stadtwalde zwischen einem Leutnant des in dem oslpr. Städtchen Rastcnburg garnisoniercnden Grenadier-Regiments Friedrich d. Gr. Rr. 4 und einem Studenten statt, der vom Wintersemester ab hier studiert. Das Duell verlief unblutig, der Offizier erhielt nur einen Streifschuß, der die Kleider traf. Die Veranlassung zu dem Duell bildete ein Wortwechsel im Ostseebad Heringsdorf, dessen eigentlicher Urheber ein Dritter war. Testen Name konnte nicht festgestellt werden und infolgedessen fand das Duell zwischen den beiden weniger Beteiligten statt. • * Die Landwirtschaftskammer wird nach einer halbamtlichen Mitteilung der „Darrnst. 31g.* zu ihrer Konstituierung von der Regierung auf Samstag, den 20. d. M., vormittags 11 Uhr, in den Sitzungssaal der zweiten Kammer einberufen worden. — Gestern hatten sich die oberhessischen Mitglieder der Landwirtschaftskammer im Hotel Vietoria hier versammelt, um über die Präsidentenwahl schlüssig zu werden. Nach längerer eingehender Besprechung kam man einstimmig zu folgenden Be schlässen: Als erster Präsident kann nur der Präsident der zweiten Kammer, Geh. Nc- gierungsrat Haa s in Frage kommen. Als zweiten Präsidenten beschloß man ebenfalls mit Einstimmigkeit auf Antrag des Abg. Köhler-Langsdorf den Geh. Kommcrzienr. Frcih. v. H eyl in Worms vorzuschlagen. Dieser Vorschlag soll als Vertrauensvotum für Herrn v. Heyl gelten, der im Reichstag die Interessen des Bauernstandes vertreten und sich dadurch große Verdienste um diesen erworben habe, sodaß die oberhcssischen Abgeordneten gerne zu seinen Gunsten auf den zweiten Präsidialsitz verzichten. Hervorzuheben ist, daß dieser Vorschlag ohne vorheriges Einvernehmen mit Herrn v. Heyl gemacht wurde. In der Besprechung wurde besonders zum Ausdruck gebracht, daß nun endlich der Moment gekommen sei, in welchem den hessischen Landwirten der Wunsch in Erfüllung gehe, den sie zur würdigen Vertretung ihrer Standesinteressen gehegt haben. •* Buchdrucker-Versammlung. Vollzählig erschienen die Mitglieder des Orts-VercinS Typographia-Gießen (Verband der Deutschen Buchdrucker) zu der am Samstag abend abgehaltenen Versammlung, auf deren Tagesordnung die Stellungnahme zum neuen Tarif stand. Der Gehilfenvertreter des 3. Kreises, Dominö-Frankfurt, erstattete in einstündigem Referate Bericht über die in Berlin gepflogenen Verhandlungen. Der Bericht wurde mit großem Jntereste entgegengenommen und dem Redner wurde von den Anwesenden Dank zuteil. Im Allgemeinen war man mit dem Erzielten nicht einverstanden und nach einer längeren Diskussion wurde folgende Resolution angenommen: „Die in Gießen tagende Versammlung stellt sich auf den Standpunkt, daß die Tarif-Abmachungen nicht den geivüuschten Ansprüchen der Mitgliedschaft entsprechen und setzt voraus, daß die lOprozeutige Erhöhung allen Gehilfen zuteil wird und daß der geforderte Lokalzuschlag von 12 ’/, Prozent entschieden zur Dlirch- führung gelangt." •* Aus die Bekanntmachung im heutigen amtlichen Teil betr. die Verpflichtung der Hauseigentümer zum Beleuchten der Treppenhäuser usw., seien die Jnterestenten hingewiesen. *• Auf das Gastspiel von Dr. Franz Ferdinand und seinem Ensemble im Neuen Saalbau, das heute und morgen stattsindet, sei hiermit nochmals empfehlend hingewiesen. Das zur Darstellung kommende Drama von Sven Lange „Ein Verbrecher* ist äußerst spannend und seine Aufführung hat überall, wo es bis jetzt zur Darstellung gelangte, großes Interesse erregt. — Der Landesrechneroerband für das Groß- Herzogtum hielt am Sonntag in Frankfurt seine diesjährige Generalversammlung ab, zu der über 120 Mitglieder aus ganz Hesien erschienen waren. Der Vorsitzende Herr Repdant Wo lfsch mitt-Schotten gab den Jahresbericht des Vorstandes bekannt, in dem er besonders darauf hinwies, daß man zur Hebung der Standesinteressen fortwährend tätig gewesen und infolgedesien ein Fürsorgegesetz für die Rechnerin Vorbereitung sei. Redner unterrichtet die Versammlung über die hierfür bei der Regierung und der Kammer geschehenen Schritte. Nebel-Dieburg gibt über die betr. Kammerberatungen Aufklärungen. Die Rechnungsablage er- giebt, daß ein Vermögen von 1500 Mk. vorhanden ist; dem Rechner wird Decharge erteilt. Der seitherige Vorstand wird wieder neugewählt. Mit einem Hoch auf S. K. H. den Großherzog wurde die Versammlung geschlossen. "Von der Reform der Verwaltungsgesetze. In der SamStagSsitzung des Sonderausschusses für die Beratung der Verwaltungsgcsctzgebung wurde u. a. auch über das Gesetz betr. die Geineindebeamten verhandelt, man ist im Ausschuß davon überzeugt, daß eine recht baldige Regelung notwendig erscheint, doch ist man über die hierbei einzuschreitenden Wege verschiedener Auffassung. Von einer Seite wird die Schaffung eines Kreisstatutes vorgesehlageu. Auf Vorschlag des Abg. Reh-Alsfeld soll von feiten der Regierung eine schärfere Kontrolle über die Höhe der von den Gemeinden an die Beamten zu zahlenden Gehalte auSgeübt werden, damit diese sich auf angemessener Höhe halten. Ebenso wird vorgeschlageu, anstatt der bisher den Bürgermeistern unterstehenden Rcchnerstellen in Zukunft die sogen. Notschrei berste lle n als selbständige Gemeindebeaultenstellen zu schaffen. •• Der Evangelische Jünglings- und Männcrverein feierte am Sonntag fein 19. Jahres- f c ft. Allerdings ist die Zahl der Mitglieder klein, so daß außerhalb wenig von der Existenz des Vereins zu merken ist. Aber doch waren eine stattliehe Zahl Freunde des Vereins erschienen. Ter Vorsitzende, Pfarrer Schwabe, führte in seiner Begrüßungsansprache aus, daß im Verein besonders das Wort Gottes gepflegt werde, daß aber auch Kunst und Wissenschaft, Spiel, Musik und Humor zu ihrem Rechte kämen, und wünschte für das neue Vereinsjahr, daß die Zahl der jüngeren Mitglieder sieh mehre und besonders auch, daß Männer sich dem Verein anfchlicßen möchten. Der Ver- bandspräses vom Verband der Jünglingsvereme im Großherzogtum Hessen, Pfarrer Bräß, ermunterte in seiner Festrede die Mitglieder zur regen Vereinsarbeit, damit der Verein ein Segen für Viele werde. Die Grüße deS Westdeutschen Jünglingsbundes überbrachte Bundesagent Wegner. Zur Verherrlichung der Feier trug auch der Klein-Lindener Posaunenchor bei, der einige Chöre vortrug und die Begleitung der Gesänge übernommen hatte, sowie einige Mitglieder, die die Festteilnehmer durch Deklamationen erfreuten. Der Feier schloß sich die Bewirtung der Gäste im Ernst- Ludwig-Hospiz an. ?. Schlitz, 14. Okt. Ein sehr beklagenswerter Unfall ereignete sich gestern in der Familie des Bierbrauereibefitzers Heinrich Gunirurn. Die junge Frau des G. wollte abends gegen 7 Uhr ihr etwa zweijähriges Töchterchen zur Ruhe bringen. Um Badewasser für das Kind 511 holen, begab sic sich nach der Küche, das Kind allein in dem Schlafzimmer zurücklassend. Jedenfalls hat sich nun das Kind an der Tischdecke zu schaffen gemacht, wodurch die auf dem Tische stehende Lampe herunterfiel. Wenige Minuten genügten, um das Zimmer in ein Flammenmeer zu verwandeln. Den Eltern gelang es noch mit Hilfe einiger Passanten, das Kind dem sicheren Tode zu entreißen. Der Brand wurde Dank der raschen Hilfe auf das Zimmer beschränkt, welches jedoch fast vollständig ausbrannte. Das bedauernswerte Geschöpfchcn, welchem Hände, Haare und Gesicht besonders schwer verbrannt sind, hofft man am Leben zu erhalten. Wieder eine Warnung, Kinder nicht allein bei Feuer und Licht zu lassen. — Zum Beige ordneten der Gemeinde Hutzdorf wurde gestern Gastwirt Heinrich Wink gewählt. h. Frankfurt a. M., 13. Okt. Die 25jährige Haus» hälterin Frieda Schalter au§ Waldeck starb verflossene Nacht unter VergiftungSerscheinnngen. Man nimmt an, daß Verwechslung von Arznei die Ursache ist. Die Pulver imirbcn polizeilich beschlagnahmt und die Leiche zur gerichtlichen Sektion auf den Friedhof gebracht. — In der Dam*pfwäscherei Edelweiß entstand heute vormittag durch Unvorsichtigkeit des Chauffeurs beim Abfüllen von Benzin eine Exp losion. Die Flammen verbreiteten sich rasch über das Treppenhaus und einige Geschäftsräume. Der Feuerwehr gelang es rasch, den Brand zu bewältigen. Der Chauffeur erlitt einige Brandwunden. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Mark. Homburg v. d. H., 14. Okt. Prinz Alexander Hohenlohe, der Herausgeber der Memoiren seines Vaters, war gestern hier und hatte mit dem Reichskanzler eine Besprechung. Abends reiste der Prinz wieder ab. Prinz Alexander soll bereits dem Statthalter der Reichslande sein En t lassu n gsgesuch eingereicht haben. Vermischtes. • Die ncueften Eise nbahnUnfälle. Am 13. d. Ms. entgleist en von dem Personenzuge Nr. 811 bei der Einfahrt in den Bahnhof Bommern (Wests.) fünf Personenwagen infolge Bruches der Weichenzunge. Verletzt wurde der im Zuge mitfatzrende Bahnmeister von Bommern. — Auf der Strecke Ilm en au-Groß-Bre iten bach entgleiste ein Zug mit neun Wagen. Von den Passagieren sind zwei Personen verletzt. — Am Sonntag ereignete sich noch ein Eisenbahnunglück bei Epernon (Frankreich). Ein Personenzug, der in dem Bahnhofe auf die Vorbeifahrt eines Expreßzuges wartete, wurde in dein Augenblick, als er auf einem Nebengeleis heraussuhr, von einer einzelnen Lokomotive schräg angerannt. Neun Personen sind tot, 34 verletzt, darunter zwei sehr schwer. Zahlreiche Personen haben leichtere Verletzungen davon getragen. * Kleine Tages chronik. In Plauen t. V., wurde gestern eine Frau mit ihrem IV2 jährigen Kinde von der elektrischen Str aßeub ahn überfahr en. Das Kind wurde sofort getötet. Die Frau, eine Witwe, erlitt schwere innere Verletzungen. Ihr Mann ist vor einem halben Jähre von der Eisenbahn überfahren worden. — In Hongkong geriet der Dampfer „HanLw" in Brand. Hunderte von chinesischen Passagieren kamen in den Flammen um. Die europ. Passagiere und die Mannschaft wurden gerettet; die wertvolle Ladung wurde vernichtet. — Ein Raubmord ist an einem Arbeiter-Invaliden in I ü t s e u d 0 r s bei Trebbin entdeckt worden. Dort wurde der 63 jährige Arbeiter Friedrich Balz in seinem Bett erschossen aufgefunden. Ein Geldbetrag und ein Sparkassenbuch! wurden in der arg verwüsteten Behausung von den Tatern geraubt, deren Spuren in Berlin verfolgt werden. — In Ne a - p e l hat sich in einem Anfalle von Geistesstörung der Schriftsteller Mario Giobbe durch einen Sturz aus dem Fenster getötet. — Am 12. d. M. setzte sich vom Fels-Massiv des Gr i m- ming im Enz t al ein bedeutender Felsblock gegen die Ortschaft Uuter-Grimming in Bewegung. Mit donnerähnlichem Gepolter stürzten zahlreiche mehr als mannshohe,Felsblöcke gegen die Ortschaft. Mächtige Bäume wurden wie Streichhölzer geknickt. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu danken, daß die niederstürzenden Felsmassen ungefähr hundert Meter vor dem Ortseingang liegen blieben, sonst wäre die Ortschaft völlig zerstört worden. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 12. Oktober. Diebstahl und Sittlichkeitsverbrecheu. Im verflossenen Sommer übernachtete der vielfach bestrafte Taglöhner St. W. B u r k h a r d s in einer Wirtschaft zu Friedberg, nachdem er kurz zuvor aus dein Zuchthaus entlassen worden war, wo er eine Strafe wegen Diebstahls verbüßt hatte. Als tim andern Morgen seinem Schlafkameraden das Portemonnaie mit etwa 14 Mark verschwunden war, wurde er als des Diebstahls verdächtig in Untersuchung gezogen und nach feiner Verhaftung in das hiesige Arresthaus verbracht. Er leugnete stets die Tat und benahm sich während feiner Internierung so renitent, daß er sich mehrere Disziplinarstrafen zuzog. Unter anderem stellte er sich entblößt auf den Tisch an das Fenster seiner Zelle und suchte die Aufmerksamkeit der im Justizgebäude befindlichen Putzfrauen auf sich zu lenken. Unter gleichen Umständen rief er den auf einer Wiese in der Nähe spielenden Mädchen zu, sodaß au seiner Handlungsweise Aergernis genommen wurde. Es erfolgte dieserhalb neben der Anklage des Diebstahls auch Anklage wegen Sittlichkeitsvergehens. Er leugnete den Diebstahl hartnäckig, weshalb wegen dieses Delikts Freispruch eintreten mußte, da die unzuverlässigen Angaben des Bestohlenen, der auch nicht einwandfrei erschien, zur Ueberführuug nicht ausreichten. Dagegen wurde er wegen des Sittlichkeitsvergehens, dessen er geständig war, zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt, worauf 2 Monate der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung kommen. Der Fall Heinzerling. Weiter verhandelte die Strafkammer gegen den Rechner K. H. von Butzbach, der wegen Untreue, Unterschlagung und Betrugs sich in Untersuchungshaft befindet. H. hatte neben dem Amte als Rechner des Sparkassevereins noch verschiedene Kassen zu verwalten; auch hatten ihn mehrere Privatleute zu ihrem Vermögensverwalter bestellt. Er genoß in alten Kreisen das größte Vertrauen und niemand hatte eine Ahnung von den großen Veruntreuungen, die er sich seit Jahren hatte zn schulden kommen lassen. Die Börsenspekulationen, bei denen er anfänglich Glück hatte, sollten ihn zum Verderben werden, denn nach kurzer Zeit waren die gewonnenen 200 000 Mark nebst seinem Vermögen und etwa 130 000 Mark, die er der Kasse entnommen halte, verspielt. In seiner Geldverlegenheit griff er auch zu betrügerischen Manipulationen. Einem mit ihm befreundeten Privatier schwindelte er vor, fein Bruder, der in Newyork krank im Spital liege, habe ihn um Geld angegangen; er wolle ihm einige Döllarscheine schicken, die aber vorher unterschrieben werden müssen. Er legt' dem gutgläubigen alten Freund einige zusammengelegte Wechsel vor, die er zweimal unter schreiben mußte. Dieser war aber wenig erbaut, als er in diesem Frühjahr um eine Wechselforderung von 4700 Mark angegangen wurde, die er bezahlen mußte. Auch dem während der Untersuchung verstorbenen. Präsidenten des Vereins spiegelte er vor, es sei nicht genügend Geld in der Kasse, worauf ihm dieser einige Wechsel unterschrieb, die er ebenfalls mit 4700 Mark einlösen mußte. Nachdem er früher die Unterschlagungen zugegeben hatte, berief er sich schon in der letzten Verhandlung auf Verjährung indem er angab, daß er seit dem Jahr 1900 mit gutem Erfolg spekuliert habe. Die von ihm feit dieser Zeit vorgeiwmmenen Manipulationen hätten nur den Zweck gehabt, das der Kasse entzogene Geld dieser wieder zuzuführen. Nach den Angaben der Zeugen und des Sachverständigen, der die Bücher revadcert hatte, ist dieses sehr unwahrscheinlich, zumal eine Reihe von ihm in dieser Zeit geschriebene Briese, deren Kopien zur Verlesung gelangten, von Klagen an Geldmangel strotzten. Daß er die Wechselunterschriften auf falsche Angaben hin erhalten hat, bestreitet er; ebenso beliefen sich die Unterschlagungen nicht auf 130 000, sondern höchstens auf 60 bis 70 000 Mark. Das frühere Zugeständnis versucht er auf Irrtümer und Mißverständnisse zurückzuführen, trotzdem er nicht bestreiten kann, daß die Protokolle ordnungsmäßig zustande gekommen sind. Nach Schluß der Beweisaufnahme erfolgte Vertagung auf Montag abend 6 Uhr. lW.) Frankfurt a. M., 13. Okt. Nach dreitägiger Verhandlung verurteilte heute das Schwurgericht den Bauunternehmer Karl Held wegen betrügerischen Bankerotts und seinen Bruder Georg wegen Beihilfe dazu ohne mildernde Umstände zu je 21/2 Jahren Zuchthaus. Karl Held und der mit ihm arbeitende Philipp Reitzel, der sich im Laufe der Untersuchung erschoß, hatten im Avril ihre Zahlungen eingestellt, nachdem sie verschiedene Hypotl-eken für Helds Verwandte ohne Gegenleistung bestellt, Bargeld beseitigt und einzelne Gläubiger begünstigt hatten, sodaß zur Befriedigung der Bauhandwerker nichts übrig blieb. Georg Held hatte hohe Forderungen für Bauleitung und Vermittlergebühr geltend gemacht. Seine mit- angettagte Frau wurde freigesprochen. — Am Morgen des 10. September saß ein Hausbursche im Wartesaal des hiesigen Hauptbahnhofes und sah, wie sein Nachbar ein Zwei Pfennigstück in die Tasche steckte. Vorsichtig machte er sich heran und entwendete das Geld. Ec war hungrig und wollte sich ein Brötchen kaufen. Er wurde abgefaßt und stand gestern vor der Strafkammer. Trotz seiner 18 Jahre ist der Angeklagte schon etliche mal vorbestraft, sodaß das ©eridjt die Nückfallbestimmungen anwandte. Es erkannte mit Rücksicht auf den geringen Wert der gestohlenen Sache auf die Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis und rechnete^ dem Angeklagten zwei Wochen der Untersuchungshaft auf die Strafe an. Hamburg, 13. Okt. Der verantwortliche Redakteur des sozialdemokr. „Hamb. Echo", Waberski, tourbe wegen Majestätsbeleidigung, begangen durch einen Artikel über einen im Sommer vom Kaiser an den Bürgermeister Burkhardt aus Metz gesandten Cypressenzweig zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Universitäts-Nachrichten. 0 Marburg, 14. Okt. In üblicher Weise fand heute vormittag in der Aula der Universität die feierliche Einführung! des ueugewählten Rektors für 1906/07, Prof. Dr. v. Spbel, in sein neues Amt statt. Nachdem die Chargierten der studentischen Korporationen mit ihren Fahnen eingezogen waren, begann 1 wird einer be< Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 15. Oktober, 1.15 Uhr. Reichsanleihe 98.05 Oberschles. Eisen-Indnstrie 128.50 124.90 . 96.75 239.20 Berliner Börse, 15. Oktober. Anfangskurse. 139.30 1 (1) Kl) . 36.70 . 147.00 . 146.50 1 1 1 1 wollen mit der den Ballschuh- jetzt schon vier . 150 oo . 156.50 2 1 (D 2(1) 1 1 1 1 1 Canada E. B. . . . Darmstadter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Harpener Bergwerk. Lanrahntte . . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Türkenlose . . . Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn . 171.75 . 139.65 . 238.60 . 171.00 . 182.40 . 156.20 . 211.80 142.00 127.75 241.50 222.30 158.25 99.00 99.90 95.00 102.60 69.30 70.50 86.25 92.80 94.20 do. Konsols do. Hessen . . Oberhessen lohn von 55 Pfg. steigend bis zum 1. April 1908 auf 60 Pfg., vorsieht. Für die Maurer steigt der Lohn zur gleichen Zeit von 51 auf 55, für die Bauhilfsarbeiter von 35 aus 40 Pfg. Lungenschwindsucht Syphilis Herzkrankheit Aderverkalkung Leberentzündung Masldarmkrebs Selbstmord Zuckerkrankheit Aussperrung sämtlicher Schuhfabrik-Arbeiter machcrn die Mittel zur Fortführung de§ Wochen währenden Streiks abschneiden. München, 15. Okt. Die Kaiserin und Verkehr, Volkswirtschaft. — Russische Finanzen. Die russische Finanzagentur in Berlin entwickelt eine Ansklärungspolitik, wie sie in diesem Umfang kaum jemals da war. Die neueste Verlautbarung gebt dahin, das? die Staatseinnahmen Rußlands in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres, die der entsprechenden Zeit des Vorjahres um 118 Millionen Rubel übersteigen. Durch Kürzungen von Krediten, die für das lausende Jahr vorgesehen waren, sind außerdem 20 Millionen Rubel erspart worden. — Run wird man fragen muffen, wie verhalten sich die Ausgaben zu diesen Einnahmen und Ersparnissen, und wie stellt sich dann der Ucberfchuß? Weiter werden dann die zu reden haben, die den russischen Staatsbankerott immer und immer wieder vrophezeiten und auch heute noch nicht davon ablassen. Bei dieser Gelegenheit muß ferner erwähnt werden, daß die russischer. Anleihen an der Pariser Börse eine stetige Besserung erfahren. Dann ist noch mitzuteilen, daß es sich bei der jüngsten Unterredung des Grafen Witte mit Herrn v. Rothschild nicht um finanzielle Transaktionen der russischen Regierung gebandelt habe. Es ist übrigens auch nicht nnzunehnreir, daß Graf Witte in Paris von der russischen Regierung mit einer Mission finanzpolitischer Art gegenwärtig beauftragt ist. Alles in allem aber scheint es um die russische Finanzlage möglicherweise in Wirklichkeit etwas besser zu stehen, als die ganze Zeit her. Doch ist auch auf eine weitere Vermehrung des russischen Notemimlaufs aufmerksam zu machen. Nach dem jetzt im Original erschienenen Ausweis der Russischen Staatsbank vom 23. September a. St. ist in dieser Berichtswoche die Emission von 20 Millionen Rubel neuer Noten erfolgt; der Gesamtbetrag der dou dem Institut emitierten Kreditbilletts steigt dadurch auf 1280 Millionen Rubel, er hat damit bis ans 10 Millionen Rubel wieder den höchsten Betrag erreicht, aus den zurzeit des ruffisch-japanischen Krieges die Papiergeldemission gestiegen war. Reichsbank. Am 5. November wird in Neusalz (Ober) eine von der Neichsbankstelle in Glogan abhängige Reichsbank- nebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. ** Konkurse. Heber das Vermögen der Firma Schenk und Baumer, Herrenkle'der-Maßaeschäst in Mainz, und ihres alleinigen Inhabers Johann Schenk daselbst wurde am 1. Sept., Dorrn. 11% Uhr, das KonkursDerfahren eröffnet. An- waltsgehülfe Jean Stessan in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt Konkursforderungen find bis zum 10. Okt. bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Neber das Vermögen des praktischen Arztes Dr. Wilhelm Kohl zu Groß-Karben wurde am 12. Sept., vorm. 10 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, da der Gemeinschuldncr seinem glaubwürdigen Zugeständ- Schiff-nachrichten. Norddeutscher Llopd. In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenvlatz. OrrgZttnl-Drahtmel-ungen. Berlin, 15. Okt. Bei der Einweihung deS Po- sadowskp Hauses in Pankow hielt der Staatssekretär Graf Posadowskl) eine Rede, in der er ausführte: Er habe kürzlich gelesen, daß Berlin im Jahre 1950 etwa 14 Mill. Einwohner zählen werde. Nach ganz zuverlässiger Wahr- scheinlichkeitsberechuuug brauche er diesem Ereignis nicht mehr beizuwohnen. Aber die statistische Angabe sei'ein Fingerzeig, welche ungeheure Aufgabe dem Staat und allen Gutge- filmten in Zukunst gestellt würden. Selbstsucht und gänzlichen Mangel an sozialem Verständnis bewiesen diejenigen, welche die soziale Fürsorge schon heute beschränkt sehen möchten. Ein Jeder müsse nach seinen Kräften für den wirt- schaftlieh Schwächeren einschreiten. Berlin, 15. Okt. Die geplante Aussperrung in den Berliner Schuhfabriken soll am Mittwoch in Kraft treten. Eine Versammlung des Verbandes Berliner Schuhfabrikanten beschloß, am Dienstag abend sämtliche Arbeiter zu entlassen, sodaß am Mittwoch der Betrieb ruht. Auf die Aussperrungsandrohung ist dem Fabrikantenverbande Arbeiterbewegung. Herborn, 13. Okt. Der seit dem 27. August 'bei der Burgerhütte andauernde Streik per Former ist nunmehr beendet, nachdem die zehnstündige Arbeitszeit, 15 Prozent Lohnerhöhung und Anerkennung der Koalitionsfreiheit zugcstanden wurden. — Der Delegierten tag der katholischen Arbeitervereine für das Saargebiet nimmt zur Lohn- beweg u n g wie folgt Stellung: Er verlangt Gleichstellung des Durchschnittslohnes des Saargcbietes mit dem der Oberbergamls- bezirke Dortmund und Aachen, mindestens 5 Mark Durchschnittslohn für Hauer, Erhöhung des Tagearbeiterlohnes um 20 Prozent, Abschaffung von Ueberschichten, höchstens neunstündige Arbeitszeit. N ü rnberg, 13. Okt. Zwischen den Arbeitgebern des Baugewerbes und den freien Gewerkschaften ist bis heute ein neuer Vertrag nicht znstandegekommen, obwohl die Arbeiter schon vor 14 Tagen die Arbeit wieder ausgenommen haben. Dagegen wurde mit den christlichen Gewerkschaften ein Tarifvettrag abgeschlossen, der für die Steinhauer vom 1. Oktober ab einen Stunden- fcf ]nit dem Gesang eines unter Leitung des Hniversitäts- Munwirektors Prof. Jenner stch-enden gemischten Chors. Der Prof, der Rechte Tr. Andrä, gab dann einen .nuckbuck auf das verflossene Hniversitätsjahr und überreichte nach Beendigung seinem Amtsnachfolger, dem Archäologen Prof. Shl> el die Insignien seiner neuen Würde. Der Genannte sprach über „Tic klassische Archäologie und die christliche Kunst". Tie von Profeffor Ludo'ph Brcn"-r verfaßte Rektoratsschrift führt den „Heber Vneumothoras". ~ wir hören, ist die Ernennung des Vrofeffors an der Teebnuehen Hochschule zu E h a r l o t t e n b u r a, Dr. H. Ruben s, ziun ordentlichen Professor der Physik und Direktor des vknffikal. Instituts an der B e r l i n e r U n i v e r s i t ä t als Nachfolger Paul Drudes bereits erfolgt. Vrosessor Rubens wird sein neues ^ehrarnt schon in den nächsten Tagen antreten. 53.50 88.50 67.80 sonderen Einladung deS Prinzregenten folgend, mit dem Kaiser am 12. November zur Grundsteinlegung deS deutschen Museums auf zwei Tage nach München kommen. Summe 10 <2) 972) ' = f Aum.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. . 211.40 . 249.90 . 36.90 . 125.00 . 86.30 98.15 86 30 97.50 Bremen, 10. Okt. (Per transatlantischen Telegraph.) I Dresdner Bank . . Der Toppelschrauben-Postdampser „Friedrich der Großes Kapitän' Tendenz: träge. bis 9)1 f. 28.00, 3. Qualität Mk. 25.00—26.00, Roggenmehl 0 Aktien Mk. 25.00—25.50,1. Qualität Mk. 23.00—23.50, Weizenkleie Mk. 10.00 Boelmm 6nss . . . bis Mk. 10.50, Noggenkleie Mk. 10.00—10.25, Maiskeime Mk. 12.001 Bnderus E. W . . bis Mk. 12.50, Franken, Pfälzer, Nied Mk. 18.00—18.50. Alles per I Tendenz : träge. 100 Kg. ab hier. von der Streikleitung der Ballschuhmacher die Antwort zugegangen, daß die Streikenden es nach wie vor ablehnen, zu den von dem Fabrikantenverbande vorgeschlagenen Löhnen die Arbeit aufzunehmen. Die Fabrikanten nf-, zufolge zahlungsunfähig ist und am 11. Sept 1906 seine Zahlungen eingestellt hat. Rechtsanwalt Hans K e l l c r zu Fried- berg wird zum ^nkursverwalter ernannt. Konkursforderungcn stnd bis zum 5. Nov. bei dem Amtsgericht Vilbel anzuikelden. — Heber das Vermögen der Firma H e l l u. D ü r r, Bauartikel- IrJrn in und ihres Alleininhabers David Dürr daselbst wurde. am 13. Sept., nachm. 5Ve Uhr, das Kvnkurs- verfahren eröffnet. Notariatsgehilfe Lorentz in Mainz, Ball- Platz 2, wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 20. Okt. bei dem Amtsgericht Mainz an- znmeldcn. — Heber das Vermögen des Kaufmanns Georg! Merz von Groß-Bieberau, z. Zt. in Newhork, wurde mn 2o. Sevt. nackm. 5»4 Ufa, das Konkursversafaen eröffnet. .Necvtsanwolt Amend in Remfaim wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursfordcrungen sind bis zum 10. Okt. bei fam .'lmtsgerickst Reinheim anzumelden. — Heber das Vermögen der ossenen .Handelsgesellschaft in Firma: „Hartmann, Roll und Co. , Schuhwarensabrik zu Offenbach a. M., wurde «TL-7?’ / borm. II1 \ Ufa, das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt >tr. Goldschmidt zu Offenbach wurde zum Kon-! kursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 21 Nov. bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden. Sitzung des Provinzial-Ausschusses. Gießen, 13. Okt. Der erste Gegenstand der heutigen Tagesordnung be- n:af das Gesuch des Ludwig Werner zu Wieseck um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft, und zwar soll diese in einem noch zu erbauenden Hause an der Kreisstraße zwischen Wieseff unp Mten-Buseck in der Nähe des sogen. Hegwaldes errichtet werden. Der Gemeinderat batte das Gesuch befürwortet, der Kreisaus- schliß des Kreises Gießen dagegen mangels Nachweises eines Bediirfuisses avgelehnt. Diesem Hrteik schloß sich heute der Provinzialausschuß an, indem er den seitens des An- zurüffnffV ®cf'ui^^e^er§ eingelegten Rekurs kostenfältig Hierauf kam die Suche: W ir t sch a f t s b e tr i e b des Richard Urmersbach zu Gießen int Hause Asterweg ^Ter dlntrag auf Konrefsionskutziehung zur Ver- yandlung. Nachhcm das gegen Urmersbach wegen Kuppelei eingelertete gerichtliche Verfahren mit dessen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe geendet hatte, erkannte heute der, provtnzralausschuß auf Entziehitng der ihm seinerzeit erteilten W i r t sch a f t s k o n z e s s i o n. Der letzte Punkt der Tagesordnung: Beschwerde des Apothekers Wetcker u. Gen. gegen den Müller Heinrich Wagner IV. zu Allendorf a. d. Lda. wurde vertagt, da zur Klärung der Sachlage noch Verhandlungen geführt werden müssen. H. Blecker, vom Norddeutschen Llopd in Bremen, ist gestern 11 Uhr vormittags wohlbehalten in New-Port angekommen. S r e m e n, 12. Ott. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben-Postdamvfer Main", Kapitän E. v. Borell, vom Norddutsehen Llovd in Bremen, ist gestern 2 Uhr i.achmittags wohlbehalten in Baltimore angekommen. Eiseisbahn-Zestrisrg. X V o n der neuen Westerwald--Querbayn. Man schreibt uns: Der Westerwald ist bekanntlich int Laufe dieses Jahres um eine Bahn reicher geworden, die vom 1. Mai ab bis Driedorf und vom 1. Oktober ab bis Rennerod dem Verkehr übergeben wurde. Die Vorarbeiten für die Gesamtstrecke haben schon Mitte der achtziger Jafae begonnen und im Frühjahr 1898 Ujurbc das Gesetz über den Bau beschlossen. Obgleich die Länge der Bahn von Herborn bis Westerburg nur etwa 55 Kilometer beträgt, so wird ihr Bau bis zur «indgültigen Vollendung vier Safac in Anspruch nehmen, da es überall gilt, große Terrain- schwierigkeiten zu überwinden. Zwar haben nur die beiden Endstationen große Bauten erfordert. Bei Anlage der Bahn find trotz der großen Kurven wiederholt Steigungen von 1:50 up- vermeidlich gewesen. Tausende von Ausflüglern benutzen bisher schon die neue Strecke, um die bis jetzt von jeglichem Verkehr abgeschlossene^ Gegend und bereit landschaftliche Reize kennen zu lernen, -schon auf der ersten Station Erdbach, die nur als .Kopfstation angelegt werden konnte, glaubt man sich fast in die Schweiz versetzt. Herrlich liegt das durch seine „Steinkammern" schon seit altersgrauer Zeit bekannte Erdbach, umschlossen von hohen Bergen. Weiter folgt das freundlich gelegene größere Dorf Schönbach, das seinen Namen mit Recht ver- dient. . Hier fehlt auch ein größerer Tunnel nicht. Die Bahn ßlfat in tiefer Schlucht weiter durch den wegen seiner mächtigen Basaltlager, bekannten „Steinern Berg" nach dem versteckt gelegenen kleinen Dörfchen Roth. Von da geht die neue Linie weiter über das Rehbachtal nach dem Städtchen Driedorf, dein Kreuzpunkt mehrerer Mesterwaldstraßen. Fenseits Driedorf berührt die Bahn die großen W^fferwälder-Viehweiden, belebt von weißgestirnten braunen Rinderherden, und man gelangt nach den Stationen Madern uhlen und Rehe. Darauf erreicht die Balm ihren höchsten Punkt, indem sie die Wasserscheide überschreitet und in den Bahnhof Rennerod einmündet. Der Bahnhof ist unmittelbar an dem affen „Herenbaum" angelegt und bietet eine herrffche Aussicht. Man siebt selbst den höchsten Punkt des Westerwaldes, den , Salzburger Kovf". Was. die bestehenden Westerwaldbahnen den berührten. Gegenden gebracht haben, erwartet der Bewohner des oberen Westerwalds auch von der Strecke Herborn-We^erbura. nämlich QMegenfait zu Arbeit und Verdienst in der Nähe. Nis ietzt wurden schon große Betriebe, Basalt-. Eisenstein- und Spathgruben, eröffnet, außerdem wird auch Kleinschlag, Ofrünfärbe iffw. mit der Bahn versandt. Der höhere Westerwald v'rschickt namentlich Langholz (Tannenstämme) und Heu, das alles bis dahin nach Herborn gefahren werden mußte. Der Personenverkehr ist sehr rege geworden, erforderte doch früher das Reisen mit der Post oder Wagen bis zur nächsten Station einen vollen Tag. [DödjniHiiir Iffbtri!irr SMgfVr mdttÄndtKi'chü 38. Woche. Vorn 16. bis 22. September 1906. Einwoynerzahl: angenommen zu 29 500 sinkt. 1600 Mann Militär ) Sterblichkeitsziffer: 17,62 nach Abzug von 2 Ortsfremden: 14,10 VrP. Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom ? l- Lebensjahr: 2.—15. Jahr 00—00Mk. Kälber: 1. Qual. 100—106Ptg., Lebendgewicht 60—63 Pf., I 3J40/ 2. Qual. 96—100 Pfg., Lebendgewicht 56—59 Pfg., 3. Qual. ^<7, 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 75—78 Pfg., Schafe: 1. Qual. 81—83,1 4 % Oesterr. Goldrente . 2. Qual. 00—00 Pfg.,' 3. Qual. 00—00 Pfg.: Schweine 1. ClimL 4*/6 % Oesterr. Silberrente 76—77 Pfg., Lebdgew. 60.00—00.00 Pfg., 2. Qu.74-75Psg., Lebend- V% Unaar. Goldrcnte . . gew. 59.00—00 Pfg., 3. Qual. 68—70 Pfg. Lebendgew. 00 Pfg. I Italien. Pente . . . Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, kein Ueberstand, bei Kleinvieh I Portugiesen Serie T . Kälber und Schafe gut, fein Ueberstand. Schweine gedrückt, Ueber= I 3% Portugiesen ,. TU stand mäßig. rnss.Staatsanl. 1905 fc. Frankfurt a. M., 15. Okt. (Orig.-Telegr. de? „Gießen. Im0'* japan. Staatsanleihe Anz/) Os^tliche Notierrmgeir der heutigen Fruchtnrarktvreife.^^ Conv. Türken von 1903 Weizen Mk. 17.75—18.00, Kurhessischer Mk. 17.75—18.00, La Tfatn Tiirkenlose..... Mk. 19.75—20.25, Karrfas Mk. 19.25—20.25, Roggen (^(^1 Griech. Monopol-Anl. Mk. 16.25—16.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 18.00—18.75, Franken- \A% äussere Argentinier felber Mk. 18.50—19.00, Hafer 16.50—17.00, MaisMk. 13.50—13.75, 3°/n Mexikaner . Weizenmehl 26.75—27.75, M. 00—00, 2. Qualität Mk. 27.00 4%% Chinesen . Kunfi und Wissenschaft. Die „T ür cf) en" der Pa11i. Der bereits von uns erwähnten illustrierten Sammlung „selbst erzählter heiterer und ernster Erlebnisse berühmter und beliebter Künstlerinnen und Künstler der Bühne", die Georg Gellert unter dem Titel Bühnen- Dekameron, im Verlag Gustav Ziemsen Berlin W. farausaegeben bat, entnefanen wir eine Erinnerung an Adeline Patti, die der Oberregisseur an der Berliner Hosover, Karl Tetzlafs, aus seinem Tagebuch mitteilt. „Im Jafae 1880" erzählt Tetzlafs, „gastierte Adeline Patte als Violetta am Hostfaater zu Dresden, wo ich zur . selben Zeit als Opernsänger tätig war. Als sie sich vor Beginn des letzten Aktes auf dem Ruhebette niederließ. wobei ich ihr behülflich war, entwickelte sich folgendes Gespräch: Adeline: ,,'err Regisseur, 'aben Sie keine kleine Türchen?" Ich (verdutzt): „Ich verstehe nicht — wozu?" Adeline: „Heberall. wo ich Violetta sang, ’obe ich im letzten Akt kleine Türchen geabt." Ich (eine Primadonna-Laune vermutend): „Ja, find Ihnen denn die vorhandenen Türen zu groß?" Adeline (ungeduldig): „Mer nein, ich meine ’icr im Beite — (ihre beiden Daumennägel mehrmals aneinander pressend, als ob sie etwas zerdrückte). Solche kleine — verstehen Sie?" —i Ich (in plötzlicher Erleuchtung): „Ah! Gnädige Frau meinen; — Flohe?" Adeline (lebhaft): „Ja, ja, Flö—e, des puees — ’aben Sie nicht?" Ich (hell auflachend): „Gottlob nein, bedaure, nicht dienen zu können!" Adeline (in mein Lachen efnstimmend): „Ach, das ist schön — ich Ihnen danke — bitte, lassen Sie anfangen!" Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . 211.40 Lanrahtitte...... 249.60 Nordd. Lloyd.....125.10 Poris, 15. Okt. Bei den Ausschreitungen auf dem Rennplatz sollen mehrere Leute den in der Restauration befindlichen Branntwein und daS Benzin in den Automobilen dazu benutzt haben, die Totalisatorbude in Brand zu stecken. Von den 60 Verhafteten wurden 17 in Haft behalten. Außer mehreren Polizisten wurden zahlreiche Turfbesiicher verletzt. In der Totalisatorbude wurden 100000 Fr. geilst oh len, der Schaden wird auf 250 000 Fr. geschätzt. Die Blätter schreiben dem Ausschuß des Nennvereins wenigstens Paris, 14. Okt. Bei dem heutigen R enii en in Long- ^'0 .teilweise Schuld an den Ausschreitungen zu, indem sie chamgs kam es zu Unruh en. Das Publikum, welches glaubte, erklären, daß sich das Publikum beruhigt haben würde, wenn daß beim Start des Handieavs Unregelmäßigkeiten vorgekommen statt dem Namen des siegenden Pferdes das Wort Reklamation seien, erhob Icnnenben Einspruch gegen die Veröffentlichung des morden i Ergebnisses, durchbrach die Schranken, drang in den "ussi^gen worden wäre (Vql vpor .) Wägeraum ein rind forderte die Rückgabe des Geldes. Dem Auf-! , -Ucailand, 15. Okt. Staatssekretär v. Tschirschky sichtspersorral und der Polizei gelang es nur mit Mühe die Ordnung I wird vor seinem Befliche in Rom einige Tage hier Aufenthalt wiederherzustellen. Die Leute warfen Stühle auf die Rennbahn, nehmen und auch die Ausstellung besuchen. Es ist nicht zerstörten bie Baracke des Totalisators, steckten biefe m SranbL1lgrtP[xr'nf;.„ „„ „ „• n . c ’ und miBhanbetten bie AnaesteMen; -beule nnbere Baracken, "usgeMosien, datz er bereits hier eme Nnterredunq Mit einem darunter die des Zentralbureaus. Die Feuerwehr, die anfangs in I farvorragenden italienischen Diplomaten haben wird. Auch zil geringer Zahl crfchieir, hatte Mühe, den Brand zu löscheii. 9litf I ift es wahrscheinlich, daß er vom König auf Schloß Rae- dem Rückwege von Longchamgs steckte die Menge auch noch eine conigi empfangen wird. — Dem Blatt „Lombardia" zufolge Än .'re „K ^nächst eine Ausammenku.^t zwischen dem Grasen beamte erlitte.i leichtere Verletzungen. Das Bois de Bou- " l uchowS ky und dem Minister des Aeußeren, Tittoni, logne und das Hippodrom wurden die Nacht über von Truppen I erfolgen. bewacht. Czenstochau, 15.Okt. Die wirtschaftliche Lage Gießener Wetterdienst. bier von Tag zu Tag schwieriger. Alle Fabriken Voranssiditttche Witterung für Hessen'am Dienstag, den lchränken ihren Betrieb immer mehr ein. Eine der größten 16. Okober: Teilweise heiter, meist trocken, etwas wärmer, mäßige I Fabriken wird in nächster Zeit in Liguidation treten. Sie westliche Winde. ] bat ihren Arbeitern und Beamten bereits gekündigt. Gegen tzanvcl ttnd vcrkcbr-, volksu,irt?cl,att. 4°2° 91r6JifCr ”cri,cn brotlos. Dazu bcrrscht eine .. ' ‘ ' noch nie dagewesene Teuerung. Die Preise der Lebensrnittel re* .. <«, . „ . „ t stnd mehr als um das Doppelte gestiegen, ke. Frankfurt a. M., 15. Okt. lTelegr. Orig.-Bericht des „Gieß. J ' An;."). ?l,ntl. Notierungen der heutigen Viebmark tprei f e. Zum I —- ■ , - ■ w Z ~ ~— Verkaufe standen: 425 Ochsen, 122 aus Oestreich, 109 Bullen, « eSefOMBSC^® RkUPSBeff-SCMe 0 aus Oesterreich, 0 aus Dänemark, 705 Kühe, Fersen, Stiere unb I des Giessener Anzeigers, mitgeteijt von der Bank für Rinder, 0 aus Dänemark, 235 Kälber, 453 Schafe und Hämmel, I 00 Schafe cui§ Oesterreich, 0 Ziegen, 1915 Schweine. Bezahlt I wurde für 100Pfund Schlachtgewicht' Ochsen 1. Qualität 85—89 Mk., I 3*^°/0 2. Qual 76—80 Mk., 3. Qual. 69—72Mk.; Bullen l.Qual. 77 bis 3^ 78 Mk., 2. Qual. 71—73 Mk.: Kühe 1. Qual. 81—83 Mk., 2.QuaL 77—79 Mk., 3. Qual. 67-70 Mk, 4. Qual. 00—00 Mk., 5. Qual. 3?^ ' Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, links'der Lahn; hier: die Arbeiten des III. Abschnitts (I. Teil) einschl. der zur Grenzregulierung zugezogenen Teile aus den Gemarkungen Launsbach, Wißmar und Wieseck. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 15. Oktober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Kekanntmachnng. Betr.: Wie oben. In der Zeit vom 16. Oktober l. I. bis einschließlich 29. Oktober l. Js. liegen auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen die Arbeiten des III. Abschnitts (I. Teil) und der infolge Grenzregulierung aus den Gemarkungen Launsbach, Wißmar und Wieseck zugezogenen Grundstücke, nämlich: A. Bezüglich Gemarkung Gießen (links der Lahn). 1. die Zuteilungskarten, 2. die Gütergeschosse, 3. das Zuteilungsverzeichnis, 4. das Obstbaumverzeichnis, 5. das Obstbaumgeschoß, 6. das Proiokollbuch. . L. Bezüglich des GemarkungStc ileL von Wißmar: 1. die Zuteilungskarte, 2. das Gütergeschoß, 3. das Zuteilungsoerzeichnis, 4. das Obstbaumverzeichnis, 5. das Obstbaumgeschoß. C. Bezüglich des G emarkungSteiles von Launsbach: 1. die ZuteilungSkarte, 2. das Gütergeschoß, 3. das Zuteilungsverzeichnis. D. Bezüglich der infolge Grenzregulierung mit Wieseck zugezogenen Grundstücke: L die Zuteilungskarten, 2. das Gütergeschoß, 3. das Zuteilungsverzeichnis, 4. das Besitzstandsverzeichnis. E. Ein GeldauSgleichungSverzeichniS über dieZuteilung in denvorbezeichnetenGemarkungs- teilen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Dienstag, den 30. Oktober l. IS., vormittags von ioy2 —11 % Uhr, auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheincnden mit Einwendungen ausgeschloffen sind. Einwendungen sind schriftlich abzufaffen, zu begründen und auf Papier in Mengröße (mindestens V» Bogen) einzureichen. Friedberg, den 10. Oktober 1906. Ter Großherzogliche Feldbcrciuigungskommissär: gez.: Spam er, Kreisamtmann. b15|10 K A jfl R Für den ■annffpln »«4 QW |L UH ffl |] Us N B B empfehle alle Sorten, « ® dA Q ö S weiß und gelbfleischig, in nur prima Qualität, besonders prima Mag^ium bonum, SU den billigsten Tagespreisen sranko Keller. 6305 Proben können eingesehen werden. Telephon 235. J* WeiseBj Sonnenstratze 6. „GttMüMil" Achen. Generalversammlung am Mittwoch, den 17. Oktober 1906, abends 9 Uhr im Vereinslokal Tages-Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht und Nechnungsablage, sowie Entlastung des Rechners. 3. Wahl zweier Kaffenrevisoren und deren Stellvertreter. 4. Vorstandswahl. 5. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen unbedingt erforderlich. T16/16 Der Vorstand. Dienstag, den 16. Oktober, mittags 12 Nhr, soll ein herrenloser, eingesangener schwarzgrauer Spitzhund aus der Polizeiwache meistbietend versteigert werden. Der Polizeiwachtmeister 6314___________Kas per._____ Restaurant Royal. Morgen, Dienstag Abend: Spans««. 6295 Apfelmost krisch gekeltert, in hekannter Güte empsiehlt M. Schäfer Ww. 6309s Grünberger Str. 46. Rchchtzel. B Enten, Gänse, Kapaunen, Doularden, ff. Suppenhühner, junge Hahnen empfiehlt J. M. Schnihoi Marttstraße 4. Telephon 119. F. Netze, Baiimshi-leil Großenenglis^ Bezirk Kassel Große Vorräte an Obstbäumen in allen Gattungen und Formen. Alleebäume, Bamnpsähle. [m18/9 Morgen, Dienstag trifft auf dem Brandplatz eine Sendung Weiskraut Genrüse ein. 07639________Fran Ferber. i MckMechm Ttz.Wslter, MSttsbuez 13 i DciitsHes VUensleisH, zart und vorzüglich int Geschmack, auch im Ausschnitt, empfiehlt IN Achs., Schchrtze, gegenüber der Stadtpost. Körbe u. Stühle werden schnell u. bitt, geflochten. I. Glückte vorm. Parthier, Seltersweg 81, [07528 Empfehle mich int Stricken u. Anftricken v.Strümpsn mitu.ohne Matchme. Seltersweg 1b,ll. [06766 Mgbiraeu i hat abzugeben Gmil Fischbach. IPiairam© i bill. z. verkauf. Bahnhosstr. 12III. FOel-rauchte Hobelbank und Ulmer GchrnugSsäge billig .abzugeben. Kanzleiberg 7. 6291 24 lausende Bieter Mfenspalier i mit Lungstein-Sockel zu verkaufen. Joseph Herz, Bankgeschäft, Gießen. Einige Wagen zu verkaufen. Zu erfragen i. d. Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [07634 Ein 16 Monat alter [07643 Zuchtbullen, Simmenthaler Nasse, prämiirt u. angekört, steht zu verkaufen b.Jakob Waltlier ll. Garbentcich b.Gießen. räßere, gut erhaltene Hnnde- hütte sofort su laufen gesucht. 07624 Bleichstraße 8 I. Liebigstraße 57 Schöne 5-Zimmerw. im mittleren Stock p. 1. Januar cd. auch früher zu verm. Näh.Liebigstr.61. [6301 Schone 5-Zimmer°Wohiuiugen ntit Küche u. Zubehör in meinem Neubau, Eder- u. Steinstr.-Ecke, zu vermieten. [4040 Earl Stückrath, Möbelfabrik, __________Seltersweg.__________ Siordaulage 1, J, schöne Füns- zimmerwohmmg mit allem Znb. per sofort zu vermieten. [4616 Näh, bei L. Bar, Nord-Anlage 3. j 4 Zimmer | Schöne 4-Zimmerw. sofort oder per 1. Januar z. v. Friedrichstr. 4. Näheres Erednerstr. 36, p. 15939 4 Zimmerm. all. Zub. sofort zu verm. Frankfurt.Str.43,p.r. [6087 I 3 Zimmer j 3-Zmtmerwohnung mit allem Zubehör an ruhige Leute zu ver- mieten. Marktplatz 11. >07611 Landgrafenstraße 7 Schone Mansardenwohnung, bestehend aus 3 Zimmern mit all. Zubehör per sofort zu vermieten. Näheres Ost-Anl. 18, p. [6117 j 2 Zimmer j Schöne 2-Zunmerwohnuilg zu vermieten. Mäusburg 16. [6313 Zwei schöne 2-Zimmerwohng. sofort zu vermiet Wasser, Gas, Gartenanteil. Schmoll, 6182s________Marburger Stb. 60. Sch. 2-Zimmerwohn. mit all. Zubeh.z.verm.Kaplansg.14. [6177 I Verschiedene j 2-, 3- und 4-Ziminer-Wohuun- gen zu vermieten. [4777 Näheres, Ebclstraße 39, pari. Schiffenberg. Weg 60, p. 3-Z.-W. Schiffenberg. Weg 62, III. 3-Z.-W. Liebigstraße 35, II. 2-Zimm.-W. Niegelpsad 34, III. 3-Zimm.-W. zu vermieten. [6261 Näheres Stephanstraßc 25, part. 2—3--Zimmer-(Aiaus.-)Wohming zu verm. Kaiser, Walltorslr.38 07668 Eine Wohnung zu vermieten. 07559______Löwengasse 30. Kleines Logis zu vermieten. Katharinengasse 8._________[07594 Eine kleine freundl.Wohnung p. sof. zu verm. Lindenpl. 8. [5942 Wohnung an ruhige Familie ist sofortzuverm. Seltersw.14. >6079 zu vermieten. [07556 Schützeuslraße 14. | Möbl. Zimmer \ 2 gut möbl. Wohn- u.Schlafz. m. Schreibt, z.v. Frankf.Str.90. [07622 (>rdl. möbl. Zimmer zu verm. ff °7038] Steiustbaße 19, in. Frdl. möbl. Zimmer zu verm. 07636s Bergstraße 22, 1. St. Möbl. Ztmmer sofort zu Der- mieten. Bahnhosstr. 12, III. [07637 Schlafstelle zu vermieten. 07633s______Große Atühlgasse 21. Ein gut und ein einfach möbl. Zimmer zu vermieten. 07642 ~ Neuen Bäue 2 I. Möbl. Zimmer zu verinieten. 07648 Seltersweg 16, Ladeii. Freundl. möbl. Zimmer zu ver- mieten. Göthestraße 25 pt. [°70^ Stübchen mit Belt zu vermiet. 07650____________Malgasse 11. Möbl. Zimm, nut Kabin. sofort zu verm. Näh. Weserstr. 5II. ["""" 2 gut möbl., ruh. Zimmer' bill. zll vernt. Seltersweg 71II-I07535 S^lafsteÜe zu vermieten. Schifsenderger Tal 63. [07595 Atöbl. Zimmer zu vermieten. Seltersweg 81, NebenhS. [07600 2 mßbl. Zun. o. d. Korridor zu verm. Grabenstr. 3 I. u. II. [07601 Möbl. Zimmer zu vermieten. Bruchstraße 19 II._______07607 Zwei schön Uiöbl.Z.ev.Wohn-u. Schlafzinliner ut ruhigem Hause zu verm. Noonstr. 30, p. [07608 Einfach möbl. Zimmer billig zu verm. Seltersweg 10. [07614 Schon möbliertes Zimmer zu vor- mieten. Bahnhosstr. 29 Ir. [6287 Möbliertes Zimmer zu vermieten. Marktpl. 11________________[07610 Möbl. Zimmer mit Kab. billig zu verm. Seltersweg 9. [07616 Möbl. Zlminer zu vermieten. Seltersweg 87 III.[07580 Zwei gut möblierte Wohu- nnd Schlafzimmer m. sep. Ging. zu verm. Bahnhosstr. 62,1. [5723 Möbl. Zimmer ev. mit Pension zu verm. Seltersiveg 26. [5970 S ch. möbl. gr. Part.-Zimmer per sofort zuverm. Ludwigspl.8. [6006 Möbl. Wohn- u. Schlafzimmer zu v. Hosmannstr. 4, pt |5991 2 frdl. möbl. Zimm, per 15. Olt. zu vermiet. Neustadt 45. >6062 Schon möbl. Zimmer nut sep.Ging. sofort zit verm. ^Steiiistr.51,p. [608° Schon möbliertes Zimmer zu verinieten. Sicinslr. 50,1. [07543 In nächster Nähe der Kliniken Franksiirter Str. 39, 1. St. schön möbl. Zimmer zu veriii. [07545 2 schön möbl?Zinrnier mit zwei Betten u. separat. Eilig, zu verm. Asterweg 9, mittl. Stock. 6217 Zivei sehr schöiie, gut niöbl. Zimmer mit Kabinett zu verm. 6128s_______Tiezstraße 6, II. St. Lüden etc. | ’i sofort zu vermieten. jWttulüli 6078s Seltersweg 14. Laden mit Wohming u. Werk- stätte auch für* Bäckereibetrieb geeignet in meinem ötcubnu Ecke Stein- u. Ederstr. sofort zu verm. Earl Stückrath, Alöbeliabrik 5221s____________Seltersiveg. Größere Lagerräume sofort zu vermieten. 15422 Näheres „Russischer Hoi". 3—4-ZLmmerrvohnung parterre gesucht. Schriftl. Angebote unter 07640 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Herr und Dame suchen per sofort zwei möblierte Zimmer in einem Haushalt. Schriftl. Angeb. m. Preisang. u. 07626 an den Gieß. Anz. erb. Wl.Zimtt mit Kabiiick für sogleich v. Studenten gesucht. Schriftl. Angeb. m. Preisang. u. 07628 an den Gieß. Anz. erb. Student |mbt per josort völlig ungeniertes Zimmer, möglichst mit separatem Eingang. Schriftl. Angeb. m. Preisang. u. 07627 an den Gieß. Anz. erb. Fmßer TchMr auch für Bureauarbeit gesucht. NteolanS, Weißbindermeifter, 6231 Dloltkestraße 24. Eiu junger JWstaUatenr für Haus-Installation und Gas- glühtichtbeleuchtung auf sofort für dauernde 9(rbeit gesucht. Demselben ist Gelegenheit geboten, sich im Gewerksbetriebe auszubilden. Meldungen mit Zeugnisabschriften und Lohnansprüchen sind zu richten an C19/io Städtische Gas- u. Wasserwerke Dillenburg. mit der Aussührung von Gas- und Wasseranlagen vertraut, selbständig arbeitend, bei dauernder Beschäftigung und hohem Lohn sofort gejucht. — Angebote mit Zeugnisabschriften erbeten an Ehr. Hölke, Kgl. Host., Eaffel. 1 gdjmiei, 1 Eiseiitzbltt, 418. Altzcr KÄ bei hohem Lohn sucht [6310 H. Hansel, Löberstr. 19. Aeltercr [6296 Sctassergeseile ^Anschläger Xt Heinr. Schön, Schloff^rrneister. Schlosser sofort gesucht. [07631 August Schmidt, Wieseck. ZtzMem l>. tourfidta per sosort gesucht. [6312 ______________I- Thörner. Tüchtige Rockmacher für Werkstätte und Heimarbeit gesucht. Georg Leib & Sohn, 6235_______Seltersweg 87, I, Zwei tüchtige Möbelfchreinev gesucht. Earl Stückrath, 56851 Möbeliabnk. tüchtige Malteleure und Hilfsarbeiter gesucht. ]6192 Richard Fe risch, Wiesenstr. 4. Tüchtige [hvlu/10 Eisendrahtzieher für Grob- und !Mitlelzug zum sofort, ob. späteren Eintritt gegen gut. Lohn s. dauernde Beschäftigung gesucht« Offert, u. Z. 796 Z. an Haasen- stein & Vogler, A.-G., Mannheim. Für mein technisches Bureau und für das Lager suche ich einen jungen Mmw. Zeichner mit guter Handschrift bevorzugt. Richard Fertsch, 6190s___________Wieseultr. 4. Geselle» und Handlanger sucht Dachbeckermeister [07540 KranStoPf, Bruchstraße N. Suche sosort 2—3 tüchtige ÄtzmAH'iifcu 1 sowie einen Lehrling. Will). Knöbel, Aiistreichermeist. in Eibelöhanserr, Dillkreis. ' Arbeiter eintreten. 07644s Ferd. Buck, Kunstmühle. 20 firiartetter I gesucht. Hoher Lohn, dauernde Beschäftigung. E. Nübsameu. Hilfsarbeiter gesucht. [6254 Von Münchow'sche Hof- nub Universitäts-Druckerei. 15 bis tücht. Arbeiter per alsbald gesucht. [6242 ________O-Vr. Kahl. Tüchtige Arbeiter sofort gegen hohen Lohn für bauernde Beschäftigung gesucht. 6220 Krosdorfcr Str. 62. 400 NstMeB und tüchtige Oberbau- Verleger aus dauernde Wintcrarbeit gesucht. Zu melden Wetzlarer Weg'37, pt. Mehrere Erdarbeiter» für dauernde Arbeit (Stundeu- lohn 40—42 Psg.) sofort gesucht, 6211s_________Bleichstraße 3. Kutscher gtludjL i Näh, i. d.Gcschäftsst. d. Gieß,Anz, Für Sradtbeforgung. u. kleinere Lagerarbeuen sauberer, junger Mann gesucht. Radsghrer bevorzugt. I. M. Schulhof, 6299s Kolonialw. u. Delikatessen. Fahrbnrsche sosort gejucht. 6302s Walltorstraße 19. Fahrbursche bei dauernder Stetig, sos. gesucht. 6306s Sonnenstr. 6, I. Weisel. zweiter Haustasche | sofort gesucht. Emit Fischbach. SaMMt Ludwigsplatz 3. Ung. bei gutem Lohn sosort gesucht. 6173 Schnlstraßc 2. S^eisriEgäg' sucht I. M. Schulhof, [6298 Kolonialwaren und Delikatessen. Eine anständige 6307 Frau ©der IMdota bei gutem Lohn einige Stund, tägl. gesucht. Zu sprechen von 3—5 Uhr tägl. Klintkstr. 41. /gejucht ein jolides Mädchen zur Aushilfe für die Krippe. Diakonisseuheirn Jöhaiiuesstr. 7. ___________6308 _________ Alistäliiliz. MÄihkli 63111 West-Anlage 27, pari. b-Uche nicht. Mädchen bei hohen >***# Lohnen für hier u. auswärts. Frau Weißenbach, Kreiizplatz 6 07645] Steklenverniittlung. Lausstelle-!> besetzen. Frau Oberanitsrichter Rühl, 07641s_______Liebigstraße 29, I. Nettere Fran8 tagsüber, evtl, nur vormittags für Hausarbeit u. Kochen gesucht. Näheres Rodheimer Str. 19,1. Eule saubere Lanffrau für zivei Stunden vormittags gesucht. 07635s Mnrktstraße 16 (Laden). (&m Kind von 12 Jahren von ^2/ 4—6 Uhr gcs. f. Besorg. Gute Bez. West-Aul. 64, Alans. [07630 07646J Gejucht 'Mädchen, welch, in besserm Hause gebient, in kleine Familie b. sehr hoh. Lohn. Jrait Wctßeiibach,Kreilzpl.6,Stellenvrm Für iein.Schuhgejch. oui 1.9tou. Verkäuferin gduiijt Schriftl. Angebote unter 5959 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Für einige Tage im Monat Mungs - Trägerin gesucht. [6255 von Münchow'sche Hof- und Universitätö-Druckorci. fsLiii tücht. Mädchen per sofort gesucht. Bahnhosstr. 58, p. 07008 Jung. Mädchen zur Erleriiung d. Blumenbinderei gesucht. LoniS Becker, [6203 Gärtnerei, Grünberger Straße 11. Äicht. LlciijliiiVcheli 3Ä4 Fr. Hennings, Seltersweg 14. Zinn 15. Oktober oder später wirb ein älteres Mädchen welches etwas Erfahrung im Kochen besitzt, in die Küche der Medizin. Universitäts ° Klinik zu Marburg gegen guten Lohn und bei zusriedenstellenben Lci- ftungen mit ber Aussicht auf bem- nächstige Uebertragung der Stelle einer Anstaltsköchm [hyu/10 gesucht. Offerten mit Zeugn. an Inspektor Banersachs, Marburg a. d. L. DieustMädchen für kleinen Haushalt gesucht. 6225s Wilhclmstr. 6, II. ÄlGiges Mädchen für Haus und Küche gesucht. Zu erfragen i. d. Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 6174 MUMW Junges Fräulein, 18 Jahre alt, seit IV, Jahre in kleinem Hotel bei Verwandten am Herde tätig, sucht zur weiteren Ausbildung in großein Hotel passende Stelle. Es wird mehr auf gute Behandlung wie großen Gehalt re- flektirt. Schriftl. Angebote 6263 Kochfach Marburg Postlagernd. Mädchen aus bcff. Familie, welch, nähen kann, sucht Stelle in einem bess. Hause als bess. Mädch. Zu erfragen i. d. Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [6294 (&m Mädchen nut guten Zeug- nissen, perfekt in Küchen- und Hausarbeit, sucht sosort Stellung in besser. Hause. Näheres durch Frau Herr, Sonnenftr.6. [07647 WWWW Student erteilt Schülern i. mittl. u. unteren Klassen Nachhilfestunden in allen Fächern u. übernimmt Beauis. b. b. Häusl. Arbeit. Schriftl. Anfragen unter 07625 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Z6us Steilungen zum Einstellen von Hanbelsoieh mit Vebienung aufs Jahr zu vergeben. Auch kann bortselbst logiert werben. ($. Balentin, 6219s Schützcnstraße 18 nächst dem Bichmarkte. ^Häfche wirb schon gewaschen unb gebügelt bei biQigfter Berechnung. Walltorstr. 6, L [O7&*7 g. r. f. Montag, den 15. Oktober, abends 81/2 Uhr, MmtsmjsMlling bei Kamerad Bnchberge» Am Riegelpfad 38. Mitteilungen: betr. Sonutagswachen. Die Kameraden werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. ____Das Kommando. ßvangll. Arbeiter-Jerein. An dem Neuen Ausbildungs- kursirs der fr Ciro. SanitätZkolonne bitten wir, daß sich noch eine größere Anzahl unserer Alit- glieber beteiligen. v16/J0 Anmelbungen Dienstag Abenb 9 Uhr in ber Turnhalle der Mädchenschiile, West-Anlage. ____________Der Borstand. WWiir Giewi Direktion Hermann Stelngoetter Dienstag, den 16. Oktober. 2. Dienstag-Abonn-YorsteHang Gaieotto. Drama in 3 Akten und einem Vorspiel nach dem Spanischen von Josd Echegaray. Donnerstag den 18. Oktober. Außer Abonnemeut! Emmaliges Gastspiel von Madame Charlotte Wiche Ul ihren Chansons u. Vorträgen. Dazu „Ter sechste Sinn", Lustspiel in 1 Akt v.Moser u. Misch, und „Tie Empsehlung", Komödie in 1 Akt v. Map Maurey.^