3» Mittwoch 14. November 1906 156. Jahrgang Nr. 268 Zweites Blatt Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Aufnahme deS Sonntags. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Siesten faii*1. ♦) LrittKarzers Werke in 8 Bdn. bei Cotta in Stuttgart. evlaju'iw Die „Giehener LamilienblStter" werden dem k^ln,zeiget viermal wöchentlich betgelegt. Der nStlRIdjC Landwirt" erscheint monatlich einmal. lic wo Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversitätSdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulür.7. Tel. Nr. 51. Telegr.-Adr.; Anzeiger Dießen. iiidjt. Llichhaltz i)t iüt nachmittags MMg. Schrift!. Angebote unter D84l2 . d. Gießener Anzeiger Men. 'in augeheude Verläuferiu ' ans gut, Familie roitb Stell, inchl für alsbald. SrijriftL Angebote unter 08480 b. Giegener Anzeiger erbeten. neue S^aoreo.dnu g für Kessen. R. B. Darmstadt, 13. Nov. Dex VerwallungSrevisionSausschuß der zweiten klammer setzte heute in Gegenwart der Regierungsvertreter, Drinisterial- präsident Braun und Ministerialräte Best und U sing er die Beratung über die Regierungsvorlage, betr. die Städteordnung fort und zwar beim vierten Abschnitt des Titels V, der die Tätigkeit des Bürgermeisters und der Beigeordneten behandelte. Art. 120 bestimmt: Ter Bürgermeister steht an der Spitze der Stadtgemeinde und der städtischen Berwallung. Ihm liegt die obere Leitung und Be° aussichligung der gesamten Verwaltung, sowie die Führung des Vorsitzer in der Stadtverordneten-Versammlung ob. Die Beigeordneten sind die Amtsgehil'en des Bürgermeisters und vertreten denselben in BehinderungSiällen und wahrend der Erledigung des Amtes. Insoweit nicht bei ihrer Wahl durch die Stadt- verordneten-Versammluiig etwas anderes bestimmt wird, liegt die Vertretung in erster Linie einem besoldeten Beigeordneten ob. Im übrigen regelt sie sich nach d e m T i e ustalter, bei gleichem Tienstalter nach dem Lebensalter. Nach diesen Bestimmungen wird sich also auch die Tätigkeit des sozialdemokratischen Beigeordneten von Offenbach zu regeln haben. Bei der Ausschußberatung wurde vorgeschlagen, eine Bestimmung in daS Gesetz mit aufzunehmen, woiiach in den Städten, in welchen besoldete Beigeordnete angestellt sind, der Bürgermeister den Titel „Oberbürgermeister" anlege und die besoldeten Beigeordneten den Titel „Bürgermeister" führen, soweit die persönliche Verleihung dieser Titel in Wegfall kommen soll. Bezüglich der Stellung der Beigeordneten wurde von einer Seite angeregt, dieselbe gesetzlich anders zu regeln, als dies in den vorstehenden Bestimmungen geschehen ist. Man war im Ausschuß der Meinung, daß den Beigeordnet en eine selbständigere Stellung eingeräumt werden müßte, wobei dem Bürgermeister natürlich das Recht verbleiben sollte, die Geschäftsführung der Beigeordneten zu kontrollieren und die Gesamloerwaliung zu leiten. Es wurde vorgeschlagen, die Regelung dieser Angelegenheit durch eine Geschäftsordnung nach Anhörung der Stadtverordneten-Versammlung vorzusehen. Art. 121 bestimmt, daß Bürgermeister und besoldete Beigeordnete keinen anderen Erwerbszweig haben, fein anderes besoldetes Amt bekleiden und nicht Mitglied des Vorstandes oder AufsichtSratS einer Aktiengesellschaft oder Kommandit- gesellschaft auf Aktien sein dürfen, und daß Ausnahmen von diesen Verboten nur unter besonderen örtlichen Verhältniflen mit Zustimmung der Stadtverordneten-Versammlung und mit Genehmigung des Ministeriums deS Innern zugelasien werden. Nach Art. 122 finden die Bestimmungen des Gesetzes betr. die Disziplinarverhältnisse der nicht richterlichen Beamten vom 21. April auf den Bürgermeister und den Beigeordneten Anwendung. Zu Art. 123, welcher die allgemeinen Bestimmungen enthält, wurde vom Ausschuß vorgeschlagen, die Polizei in den größeren Städten, unter anderweitiger Regelung der Kostenfcage, überall durch staatliche Behörden verwalten zu lasten. Nach der regierungsseitigen Fassung dieses Artikels sollten dem Bürgermeister die örtlichen Geschäfte der allgemeinen Stadtverwaltung „insbesondere diejenigen der örtlichen Polizeiverwaltung insoweit obliegen, als nicht zu ihrer Wahrnehmung besondere Beamte bestellt sind." Art. 124 bestimmt über die dem Bürgermeister zu bewilligen- den Bureaukosten, Art. 125 über die Vertretung der Stadtgemeinde bei Vornahme von Rechtsgeschäften, Art. 126 über die Führung von Prozessen und den Abschluß von Ver- grüßen. Syn. Realschuldirektor Dr. Gerh a r d-Michelstadt spricht den Wunfih vieler Religionslchrcr aus, ein Unter- richtsbuch zu erhalten, welches sich aus die Wahrheit des Evangcliunis stützt, wie sie sich nach dem Stand der heutigen Wissenschaft darstellt. Pralat D. Walz erwidert, das sei nicht angängig, das apostolische Glaubensbekenntnis sei nicht ein Prioatbesitz, sondern eine Einrichtung der evangel. Kirche. Mehreren Anregungen auf kräftigere Belebung der Dctancllssynoden sagt Redner seine Unterstützung zu. Obertonsistorialrat Nevel erwidert auf eine Anfrage, daß im gegenwärtigen Etat für Ruhegehalte der Geistlichen 20 000 M k. ausgeworfcn seien, für den Etat 1907 25 000 Mk. Auf einen Ueberschuß aus anderen Posten sei nicht zu rechnen. Man werde daher weiteren Pensionsgesuchen kaum noch entsprechen können. Damit ist die Beratung des Berichts des Oberkonsistoriums beendet. Es folgt die Beratung des Antrags der Dckanatsshnode Gieße« den Wirtsh ausbesucy der latecyismuspflich- tigen Mädchen betreffend. Es wird darin ersucht, die Landesshnode wolle dahin wirken, daß ein Erlaß einer den Wirtshausbesuch der katechismuslehrpflichtigen Mädchen untersagenden Polizeiverordnung für das ganze Land bei der Staatsregierung angeregt werde. Das Oberlonsistorium hat die Berechtigung dieses Antrags in vollem Maß anerkannt und unterstützt denselben aufs wärmste. Der Ausschuß glaubte aber, noch weiter gehen und den Antrag auf beide Geschlechter ausdehnen zu sollen. Daß für den Staat P sticht uno Recht besteht, die Heranwachsende Jugend vor den Gefahren des Wirtshauslebens möglichst zu schützen, ist, wie der Ausschuß- bertchterstatter, Syn. Römheld-Nidda, ausführt, in anderen deutschen Bundesstaaten längst erkannt worden: 1. Das Polizeistrafgesetzbuch im Großherzogtum Baden ■mmBtmmxHBKaBUKmK'ammnnsBEnBEzsaBaa gleichen, Art. 127 über Veräußerung oder Verpachtung von städtischem Vermögen. In Art. 128 wird bestimmt, daß alle Lieferungen für die Stadtgemeinde, sowie die Ausführung aller gegen Ent- geld zu verrichtenden städtischen Arbeiten einschließlich deS Bauwesens vom Bürgermeister oder einem von ihm Beauftragten im Weg des öffentlichen Wettbeiverbes zu vergeben sind, doch kann durch Beschluß der Stadtverordneten-Versamm- lung auch der Bürgermeister allgemein ermächtigt werden, Arbeiten der vorbezeichneten Art bis zur Höhe eines be- ftimmten Betrags freihändig zu vergeben oder durch einen von ihm Beauftragten freihändig vergeben zu lassen. ~ Zu diesem Artikel wurde im Ausschuß die Frage aufgeworfen, ob nicht bezüglich der Verwaltung der Wälder einer Stadtgemeinde dieser gegenüber der Forstbehörde eine größere Selbständigkeit eingeräumt werden könnte, indem man auf Antrag diese Waldungen als Privatwaldungen I. Klasse deklarierte. — Hier wurde die Beratung abgebrochen und die Fortsetzung auf Mittwoch früh verschoben. Ordentliche Evangelische Landesshnode. VIL R.B. Darmstadt, 13. Nov. In der heutigen, durch Gebet deS Syn. Pfarrer M i ck e l- Gonterskirchcn eröffneten Sitzung wird nach Einführung eines neuen Mitgliedes mit der Beratung des Berichts des Oberkonsistoriums über die Verhältnisse und Zustände- der evang. Landeskirche in der Synodalperiode 1900—1904 sortgesahren. lieber die freiwillige Tätigkeit der Geistliche« sagt der A u s s ch u ß b e r i ch k (den anstelle des erkrankten Syn. Siamm-Stockstadt Präsident Prosessor Dr. Stamm- Gießen vertritt), daß an diese heute ganz andere Anforderungen gestellt würden, als früher. Wenn hier vor etwas gewarnt n-erden mutz, rann bei gar manchen eher vor einem „zuviel" als einem zuwenig". In der Zersplitterung seiner Arbeit, in der Inanspruchnahme für die mannigfaltigsten Bestrebungen auf Humanitären und sozialen Gebieten liegt die Gefahr nahe, daß das eigentliche Amt in Predigt, Seelsorge und Unterricht, sowie die wissenschaftlich-theologische Weiterbildung notleidet. Es ist eine schöne Sache um Vielseitigkeit und um die Rührigkeit in vielen wünschenswerten Dingen, es ist aber eine noch viel schönere, d. h. eine viel größere und wichtigere Sache um die schlichte, st i l l e Berufsarbeit, die ihr Berufsfeld in der eigenen Gemeinde genau kennt und ihren Berufspflichten im kleinen und kleinsten gewissenhaft nachkommt. So gern man den Wert der Anregungen von außen her, sei es durch Vertreter der inneren oder äußeren Mission, durch Vorträge religiöser, vaterländischer oder allgemein bildender Art anerkennen mag, es sind das alles doch nur meist kurze Zeit wirkende Anregungsmittel neben dem gesunden und nahrhaften Hausbrot, das der Geistliche in Predigt, Seelsorge und Unterricht darbieten wird, wenn er der rechte Mann am rechten Platze ist. — Das zunehmende Verständnis für die freiwillige Tätigkeit der Geistlichen seitens der Kirchcnvorstände mag in den größeren Städten vorhanden sein, wie sich u. a. auch aus dem Bau von Gemeindehäusern ergibt; in geringerem Maß trifft dies bei den Landgemeinden zu. Syn. Pfarrer D. Schlosser-Gießen weist auf die Wichtigkeit der Jugendfürsorge hin; wemt man darin tüchtig weiter arbeite, wie bisher, so werde man auch allmählich gute Fruckte ernten, cu-nlich denen, die jetzt auch schon bezüglich der Tätigkeit gegen den Alkoholholismus erkennbar seien. Redner stiricht sich auch anerkennend über die Tätigkeit des Preßausschustes aus und dankt besonders Herrn Rat Sonne für dessen stilles, unermüdliches Wirken, mit welchem er sich um die evang. Kirche sehr verdient gemacht habe. Er bittet die Kirchen- behrwde, auch die Begründung einer größeren allgemeinen Kirchentorrcspondcnz unterstützen zu wollen. Syn. Pfarrer Loos erwähnt rühmend die Tätigkeit des Evang. Bundes, der bereits ca. 17 000 Mitglieder zähle und sich sswohl um die Verteidigung gegen Andersgläubige, wie um die Förderung der inneren Gemeindearbeit sehr verdient gemacht habk Beim Kapitel Kirchcngesangvereiue wird konstatiert, daß Dieselben eine mäßige Zunahme erfahren haben und daß der Zusammenschluß der Vereine zu Dekanatsverbänden freudig zu begrüßen sei. Syn. Pfarrer Schmidt-Schlitz empfiehlt die weitere Förderung der Posaunenchöre auch in den größeren Städten. Zur Frage der GcmeinfchaftSbewegung ,ditet ju(t)l. .enL W! •SSägS übermalt kunftgl. Wer verblichen Gtgeu- auv in größerer auen.be «cfoW» • Schrift! Myn unter 6i jjWnet Anzeigers- [normer Verdi®1 rieug. iLlufter 10 i* äuw.w* a ueroum!t-rrrj Näherin ' ■ "'Zeltetet N*L bemerkt der Bericht, daß sich dar^oec ein generelles Urteil noch nicht fällen lasse. Eine gewisse Gefahr geist- .ochmuts werde immer vorhanden sein, auch da, 'ewegung nicht zu solchem Aergernis geführt habe, wie in manchen Gemeinden O b e r h e s s e n s und solcher Absonderung, wie in Niederlassungen der Ehrischoma. Syn. Sciftpfarrcr Weber-Lia; stellt mit Befriedigung fest, daß gerade in Oberhessen die G.rneinschaftsbewegung gute Fortschritte gemacht habe: dies sei besonders bei vielfach zutage tretenden Separatistenvereinigungen zu be- als der unsterbliche uno allezeit g^eia^e G-ist des Menschentums, der sich allerdings durch die Schallmaske der griech. Tragödie feierlicher und pathetischer aussprach, als durch den lebendigen Mund jener großen Natur- und Volksdichtung, die die antike Welt auf den Namen Homers getauft hat. Auch die „verteufelt humane" christlich-germanisch beseelte Wahrheitsbekenuerin Iphigenie des „alten Heiden" Goethe, des Götterlieblings von Weimar, lebtnicht „im reinen Aether" des alten Griechenlands. In ein fernes Kostüm kleidete, wie Goethe und Kleist (in der „Hermannschlacht"), der phantasieberauschte kaum 2öjähr. Gedankendichter Grillparzer das Symbol eines ewigen Gedankens. Gab es eine Dichterin Sappho, von der ihre Zeitgenossen zu erzählen wußten, daß sie sich aus Liebesgram vom Leukadischen Felsen ins Meer gestürzt habe, so mag sich ihre Geschichte wohl in den Empfindungsformen abgespielt haben, wie Grlllparzer sie der modernen Menschheit darstellt. Wer kennt den Geist der Zeiten so genau! Der sublime Geist deS Dichters, wenn ihn die Leidenschaft der Erdennähe ergreift, lechzt instinktiv nach einer Ergänzung durch die robuste Sinnenwelt. Goethe fühlte sich auf die Länge nicht wohl in den Geistesbandrn der übersinnlich-sinnlichen Charlotte v. Stein und ward erst ein glückseliger Mensch in den Armen der hübschen Christiane Vulpius, und Sappho, der Könige zu Füßen lagen und die „die Stolzen sah und hörte und — entließ", sie sucht sich, wenn sie, des Ruhmes müde, endlich ein Weib sein will, den frischen braunen Schäferknaben Phaon aus. Gesunde Männernaturen, wie Phaon, bewundern wohl die Pracht der Sterne, aber sie begehren sie nicht. Die Größe des Geistes, das flutende Uebermaß der Empfindung, die herrische Macht der Individualität erkaltet sie am Weibe, sobald der erste Reiz ver fremoarllgen Gunst stch verslüchtet hat, und die Weiblichkeit, die nichts als schwaches Geschlecht sein will, gewinnt gerade durch ihre Schwäche, ihre Hilf- losigkeit den Sieg. Der tüchtige Mann liebt nur, wo er werben kann, und Sappho ist keine Frau, die sich umwerben läßt, sie ist eine veredelte Sultanin, die seloer den Geliebten wählt und ihm sein Liebesglück mit sanfter Gewalttätigkeit aufzwingt. Dieses ganze, wehmutsvoll auf den Grundton des abgesonderten Dic^tenoses gt.jammte Verhältnis, unter dem, mit anderen, wie z. B. Ibsen (Freunde waren dem bitteren nordischen Dichter eui „kostspieliger Giehener Stadttheater. Sappho. Trauerspiel in 5 Akten von Franz Grillparzer. So oft man einem Werke Grillparzers auf den weltbedeutenden Brettern begegnet, wird man versucht sein, der Muse des Dichters immer aufs neue Kränze zu winden. Die Erkenntnis, daß erst die Nachwelt den hohen Wert der Poesie dieses Einsamen voll erfaßt hat, laßt unS freilich die Blicke niederschlagen vor den Manen des stillen Dichters, der in dem Gedächtnisse manches greisen Wieners noch heute lebt als der kleine schüchterne Hofrat, der auf der Leier der „Sappho" klimperte und „die Wellen der Liebe" sich schaukeln ließ, als der unschuldige stille Beamte, loyal wie ein preußischer Rittmeister und friedfertig wie der ganze europäische Dreibund, ein wackerer Schreibstubenhocker, der wie die anderen Wiener sein Leben lang kein Lied mehr zu lieben schien als bas schöne „Jo do fohr' mer halt nach Nußdorf 'naus". Wie wenige kannten zu seinen Lebzeiten seinen Zorn- und Feuergeist, sein ungeduldiges, heftiges, leidenschaftliches Herz, sein Dichterherz von Gottes Gnaden! Er mußte sterben, ja halb vergessen werden, ehe ihm in den deutschen Landen die Unsterblichkeit erblühte. Mittlerweile aber sind an die 90 Jahre seit der Erstaufführung der „Savpho", die in Wien stattfand, vergangen, und seit Jahr ünd Tag genießt sie jetzt Heimatsrecht selbst auf den Bühnen des russischen Reiches. Die „Sappho" vom Dienstag abend aber verdankt ihren Bühnengang in Gießen einem Gaste, Fr. Rosa Poppe aus Berlin. Dank ihr dafür! Die „Sappbo" Grillparzers erhob uns wieder einmal zu den „Gefilden hoher Ahnen", zu dem Geiste des Griechentums. Man sagte lange und sagt's wohl je§t noch, daß dieser geniaie Blaustrumpf Sappho doch eigentlich gar nicht „im griechischen Geiste" empfunden sei. Um so schlimmer für den griech. Geist, wenn das wahr i[t. Allein wir erinnern uns au den Abschied des heldenmütigen Hektor von Weib und Kind, an die holde Neigung der Königstochter Nausikaa zu dem vielgeprüften interessanten Fremdling und an seine so männlich loyale und doch so zarte Ablehnung, un-d sagen uns, daß der Geist ^,es Griechentums nichts anderes ist, 'alin'hnn'oetö%S^0' LuxuS"), Grlllparzer sewer hu, ip oun oem großen Wiener Poeten wundervoll behandelt. Seine „Sappho '-Tragödie wirkt auf das empfängliche Gemüt wie Harfentöne, die, zwar etwas bauschig und überschwänglich noch in den ersten Akten, zärtlich flüsternd einsetzen, bann aber — der jugendliche Dichter hatte inzwischen eine Krankheit überstanden —> zu hellem Jubel und dumpf grollendem Brausen anschwellen und einem langen Todesseufzer gleich verhallen. Aber em letzter Akkord löst alle Schwermut in jener Wonne, die dem müden Erdengeiste über den Sternen winkt. Für die Darstellung der „Sappho" ist die Frage von Wichtigkeit, ob sie als eine alternde Frau gedacht ist, die den Geliebten eigentlich nur an die Jugend Melittas verliert. Grillparzers erste Sappho in Wien war, wie Laube im Nachwort zu Grillparzers „Sappho" mitteilt*), die berühmte Sophie Schröder (Mutter der fast noch berühmteren Sängerin Wilhelmine Schröder-Tevrient). Diese große Künstlerin aber war, wie andere Zeitgenossen berichten, unschön und hat die Rolle auch noch in jenen Jahren gespielt, in denen die Illusion der Jugendlichkeit längst von ihr gewichen war. Sie wurde reif zur Mutter, ja zur Großmutter Phaons. So ist die Dichtung aber nicht gemeint. Nach ihren eigenen Worten (III, 5) toac Sappho vor 13 Jahren, als sie sich Melittas annahm, „seiber noch ein kindlich Wesen", sie kann also kaum über 30 Jahre alt fein und steht in der Reife des Frühsommers. Diesen Sinn deS Gedichts begann man in Wien erst zu verstehen, als iBGti Charlotte Wolter in die Rolle eintrat, eine Künstlerin, der freilich noch in ihrem 60. Lebensjahre, als sie zum letztenmal die Sappho spielte, die Grazien die Schleppe trugen. Eines aber darf vor allem der Erscheinung Sapphos nicht fehlen, die Hoheit. Fran Rosa Poppe besitzt sie', dazu die Ruhe und die Stattlichleit. Ste hält die Dichterin in bedeutenden Linien und verleiht ihr die Größe des Wesens, die der Dichter vor- empfand, ohne daß doch darin die reiche und weiche Innigkeit und lodernde Liebesleidenschaft der Heldin sich verltert. Ihre Sappho des ersten Aktes wanbeit wie in zitternden Flammen großmenschllcher Spätliebe durch die Alltäglichkeit, und den Blitzen, die daraus hervorschteßen, scheint die Zünd- itoittM. empfiehlt sich 1^411 Bauer, Iistemg 39. ja., emvftrhlt sich in HCUvU Wchchenu.Pitzk!>, nmt auch Aushilie an. M Zu eör. Eichparten 3? •NerTDäin^r toÄ» 1, elteil'^Meieu r verb. s)iQb j > !c- -öerui u. —[6493 ■Mu ..^Uchtigtt —- "iauchen Mädchen Aertäufmil . L Dezember ober [pater ge- y. Mienen mit iSehattSanfpr. inier datum an iqii.u Karl krafft, Wetzlar Ul|b iülanuiakturwaren. » Nndchen acht. Bahuhollir. 601, (1871) bedroht Wirte mit Geldstrafe bis zü 20 ML, wenn sie Schülern gegen bestehende Verordnung den Besuch ihrer Wirtshäuser gestatten. Eine ministerielle Vcrord- nung vom 9. Juli 1879 untersagt den Schülern der Volks- oder Fortbildungsschule, überhaupt den Schülern des entsprechenden. Alters den Besuch der Wirtshäuser und Tainlokale. 2. In Württemberg soll TanzcrlaubniS in der Regel nur unter der Bedingung erteilt werden, daß junge Leute vor noch nicht zurückgetegtcm 16. Lebensjahr ausgeschlossen werden. 3. In Bapern ist landes- gesetzliches Verbot für Sonntagsschulpflichtige. 4. In der Provinz Hessen-Nassau haben mehrere LandratSämter (Fulda, Hersfeld, Höchst a. M., Hofgeismar) ähnliche Verbote erlassen. In der Tat hängt der Erlaß solcher Verbote aufs engste mit der Aufgabe zusammen, sowohl der staatlich eingeführten Fortbildungsschule zu einem wirklichen segensreichen Gedeihen zu verhelfen, als auch --- was die weibliche Jugend betrifft — Anstand und gute Sitte aufrecht zu erhalten. Mehr und mehr erkennt man die Pflicht des Staate?, volkser'-icberisch zu wirken. Will der Staat Bürger, die von den ihnen verliehenen Rechten einen würdigen Gebrauch machen, so hat er auch die öffentlichen Mißstände zu beseitigen, welche die zukünftigen Staatsbürger sittlich und physisch zu schädigen drohen. Der Ausschußbericht schließt: Hohe Svuodc wolle im Verein mit der obersten .Circhcnbehörde an die Großh. Staatsregierung die Bitte richten, baldigst dey Landständcn eine Gesetzesvorlage zu machen, durch welche der Wirtshaus - und Spinnstubenbesuch seitens jugendli ch er Personen bi§ zum vollendeten 17. Lebensjahr untersagt oder doch in geeigneter Weise b e s ch r ä n k t wird. Der Präsident bemerkt hier'.u. daß sich der Ausschuß entschlossen habe, die Worte „und Spinnstuben" wieder zu streichen. Syn. Pfarrer W i d m a u n - Darmstadt verlangt die Bei- Vehaltung dieser beiden Wörter, man höre von den Spinnstuben allgemein nichts Gutes. Shu. Dr. Gerb ard-Michelstadt bemerkt, es gebe in Oberhessen auch noch gute Spinn st üben: er beantrage aber, die Altersgrenze auf 16 Jahre festzusctzen. Syn. Geh. Reg.-Rat Dr. Melchior-Darmstadt meint, wo die Spinnstuben einmal eingebürgert seien, könne man sie nichts fo ohne weiteres wieder abschaffen. Gegen etwaige Ausschreitungen besäßen ja d'e Behörden die nötigen Mittel: auch er beantrage, die Altersgrenze auf 16 Jahre feftzusetzen. Syn. Pfarrer Köhler Trebur meint, wenn man die jungen Leute aus den Wirtshäusern oder Spinnstuben verjage, so hielten sie sich auf der Gasse auf und das wäre noch schlimmer. Svn. Pfarrer D i u g c l d e y - Darmstadt beantragt noch das Wort ..unbeaufsichtigt" hinzuzufügen. Schließlich wird her Antrag des Ausschusses einstimmig mit der Abänderung angenommen, „daß der unbeaufsichtigte Wirts Hausbesuch seitens jugendlicher Personen bis zum vollendeten sechzehnten Lebensjahr untersagt oder doch in geeigneter Weise beschränkt wird". Darauf gelangt die Vorlage des Oberkonsistoriums, bete, ein G e m e i n d e st a t u t der f r a n z ö s i s ch r e f o r- mierten Gemeinde -u Offenbach, in welchem zur Feier des hl. ?lbendmahls der Gebrauch des EtuzeltelcheS festgesetzt wird, zur Beratung. Das Oberkonsistorium beantragt die einstweilige Genehmigung desselben. Die Ausschußmehrheit beantragt jedoch die Versagung der Genehmigung, während die Ausschußminderheit-die Genehmigung beantragt. Ein Kompromißantrag endlich will die endgültige Genehmigung zurzeit versagen, jedoch die einstweilige Beibehaltung des jetzt schon bestehenden Provisoriums genehmigen. Der letzte Antrag wird mit großer Mehrheit angenommen. lieber die Eingabe des Vorständeverbandes der evangelischen Iunofrauenvereine Deutschlands, betr. die Pflege der Jugend unseres Volkes hat der dritte Ausschuß durch seinen Referenten Pfarrer Sa ck-Boscnheim folgenden Antrag gestellt: Die Synode wolle: 1. an das Großh. Oberkonsistorium das Ersuchen richten, dasselbe möge auch fernerhin den Unternehmungen, kraft eines vulkanischen Temperaments eigen. Die schöne Sprache des Gedichtes, in der so reizend der Schillersche Gedankenrhythmus anklingt, erfüllt sie ohne viel zu klügeln, ohne in Pathos zu verfallen, mit der vollen Herzlichkeit der Situation. Das Formale ist bei ihr nicht alte Schule, ohne ganz die neue zu sein. Sie ist weder Rhetorin noch Realistin, oder vielmehr beides in rechtem Verein. Sie strebt nicht so nach monumentalen Wirkungen, wie es die Clara Ziegler tat, weder in Sprache, noch Spiel, noch Gesten. Zu wechselvoll ist dazu das Spiel ihres Antlitzes, zu lebhaft, das vielleicht überhaupt allzu lebhaft ist. Der Schönheitslinie der Della- mation geht sie nicht in zu fühlbaren Linien nach, und sie läßt nicht allein edle, volltönende, schön klingende Worte vernehmen, sondern diese Worte besitzen Seele, die Seele einer eminent klugen, leidenschaftsstarken, hohen Frau, ohne daß sie freilich den Eindruck des Jmpulstven, momentan Erzeugten erweckten. Dazu ist Fran Poppe doch allzu sehr Virtuosin. Wohl hat ihre Sappho viel von starrem lieber- Menschentum, aber doch auch, namentlich in den ersten Akten, Rein-, ich möchte säst sagen: Kleinmenschliches. Im ersten Akte ist sie ganz Weib, ganz Freude, ganz Liebe. Demütig bittend sucht sie nach einem Liebesblicke PhaonS. Dann folgen auf Qualen des Zweifels Farben der leidenschaftlichen Eifersucht und eS wächst ihr Temperament zu Gewaltigem und Gewalttätigem. Was die Stimme der Künstlerin an Tragkraft und physischer Stärke besitzt, hat sie im 3. und 4. Akt selbst für Schwerhörige bewiesen. Das Lied an Aphrodite, das das Finale des 1. Aktes auSmacht und das Grillparzer einer echten Sappho'schen Ode nachbildete, sowie der resignierte Abschied von ihren Lieben und an die Welt — das waren Momente, in denen sich virtuose Technik und echte Innerlichkeit zu einem Ganzen von höchstem Reiz verbanden und womit sie den Zauber dieser wundervollen Verse seltsam lebendig zu wecken wußte. — Falsch gewählt war ihre rotblonde Verrücke. Phaon spricht von ihrer .Locken rabenschwarzer Nacht*. Auch im übrigen kam die Vorstellung den Intentionen deS Dichters sehr nahe, wofür, neben dem berühmten Gaste, auch die Rühmlosen durch wiederholten lauten Beifall entweiche die Fürsorge für die Jugend sich zur Aufgabe machen, seine freundliche Stellungnahme bewahren und durch die Superintendenten, Dekane und Pfarrämter, wo angängig, zur Einrichtung von Jünglings- und Jungfrauenvereinen und Vertiefung ihrer Arbeit:'anregen. 2. Ihren Ausschuß für Innere Ession damit betrauen, gegen Schluß der Tagung über die Wirksamkeit der in der Jugendpflege arbeitenden Anstalten und Vereine der Synode Bericht zu erstatten. Dieser Antrag wird von der Synode angenommen, ebenso der Antrag des Oberkonsistoriums auf Bewilligung von jährlich 200 Mk. für die Abteilung für hessische Kirchengefchichte und auf Nachforderung von jährlich 60 Mk. mehr für die deutsch-evangelische Stiftung für Altertumswissenschaft des heiligen Landes. Die Vorlage des Oberkonsistoriums, betr. die Mitgliedschaft des zweiten Geistlichen des Diakonissenhauses „Elisa- bethenstift" zu Darmstadt, bezügl. der geistlichen Witwenkasse wird dem Antrag des Ausschußreferenten Oberamtsrichter Wahl-Schlitz entsprechend ebenfalls angenommen. Der Pväsident vertagt darauf die weitere Beratung auf morgen. _____________________________________ politische Cage-scharr. „Fleischnot und Brotverlenerung". Eine unter diesem Titel bei H. S. Hermann in Berlin erschienene Broschüre behandelt dieses Thenra. Der Verfasser führt folgendes aus: Der Brotgetreidepreis setzt sich, abgesehen von den Kosten des Bäckers, zusammen aus dem Getreidepreis, den Transport- und den Fabrikationskosten. Die Getreideproise sind bereits durch unsere jüngste Zollgesetzgebung in die Höhe geschraubt worden. Der jetzige Getreidezoll bedeutet eine Verteuerung von 7,3 Pfennig vro Kilo Weizenmehl und 7,7 pro Kilo Roggeumchl. Auch die Aufhebung der zollfreien Getreideläger in Deutschland hat eine preissteigernde Wirkung inbezug auf das Getreide hcrvorgernfen. Die Transportkosten sollen neuerdings auch versteuert werden durch die Schisfahrtsabgaben. Es bleiben noch die Fabrikationskosten übrig. Diese sollen nun ebenfalls durch eine neue Rcichssteuer, eine staffelförmige Mühlen Umsatz st euer künstlich erhöht tv'rbeu. Wenn diese Steuer eingeführt werden sollte, so wird der Mehlpreis unbedingt sofort bedeutend st c i g e. n; die größeren Mühlen wären notgedrungen gezwungen, die Steuer auf die Konsumenten abzuwälzen. Obwohl man nun zu unserer deutschen Reichsregierung und Volksvertretung das Vertrauen haben kann, daß sie bei den ohnehin schon exorbitant hohen Viktualienpreisen zu einer weiteren Verteuerung des wichtigsten aller Lebensmittel, des Brotes, nicht die Hand bieten werden, so wird doch das konsumierende Publikum gut tun, sofort die erforderlichen Abwehrmaßregeln zu ergreifen, damit die Regierung und die Volksvertretung über die Stellung des Publikums der Mühlenumsatzsteuer gegenüber nicht im Un- klaren bleiben. __________ Vermischtes. * EineSchwindelaffare nach Art der Küpen ick er wird auch aus Perpignan in Frankreich gemeldet. Am 31. Oktober kam im Bahnhof von Gerberre ein eleganter, etwa 30jähriger Herr an. Er befreundete sich mit den Offizieren des 24. Kolonial-Infanteriercgiments, denen er sich als Neffe des Ministerpräsidenten Clämenceau vorstellte und erzählte, er sei kürzlich zum Dizekonsul ernannt worden. Die Offiziere sowie der Unterpräfekt von Beret war entzückt, die Bekanntschaft des Diplomaten zu machen, welcher einen so einflußreichen Mann zum Onkel hatte. Nachdem er eine große Anzahl der Herren an- geborgt hatte, reiste der „Neffe" werter. Erst später erfuhr man durch Zufall, daß er ein Schwindler war. Der falsche Vizekonsul war in Tarragona gewesen, hatte sich als der Nachfolger des bisherigen Vizekonsuls vorgestellt rind von seinem Posten Besitz ergriffen. Bald war er unter Mitnahme offizieller Papiere und anderer Gegenstände verschwunden. *KleineTagcsck>ronik In Berlin hat ein Liebesdrama einen blutigen Abschluß gesunden. Ter 24 jährige Student der Medizin Erwin Kundt versuchte seine Gc° liebte, die 19jährige Dina MarcuS, und dann sich selbst zu erschießen. Während gelingen dürfte, das Mädchen am Leben zu erhalten, wird der Student schwerlich mit dem Leben davonkommen. Tas Motiv der Tat ist Eisersucht. — In der Nacht zum 11. Nov. wurde der Besitzer Bertscheit in Namutten er- schädigt wurden. In der Rolle der Melitta, der jungen, halb noch kindlichen Sklavin, trat Frl. Marg. Hübler auf. Der sehnsuchtsvollen Beklommenheit des Herzens, dem Weh- gefühl der Verlassenheit, der verbotenen Liebe und der Schuld gab Frl. H. einen überaus zarten und elegischen Ton, in dem sich die Grundfarbe deS kaum zum Bewußtsein erwachten KindergemüteS mit in aller Geistesarmut reizender und hülf- los rührender vollkommener Naturechtheit ausdrückte. Die entscheidenden Momente erhoben sie freilich kaum zu stärker pulsierendem Leben unb verliehen darum der außerordentlich liebenswürdigen Gestaltung ein nur schwaches dramatisches Relief. Der Name „Melittion* bedeutet „Bienchen". Etwas von dieser heiteren Leichtlebigkeit muß der Figur im Gegensatz zu der ernsten Denkerin Sappho bleiben. Frl. H. war allzusehr Tränenkrüglein. Ihre Sprachtechnik ist noch nicht ganz vollendet. Dem erst zu träumerischen und bann zu raschen Phaon. ber einen Edelstein um einer Rose willen wegwirst, wahrte der durch die Schönheit ber Erscheinung einnehmenbe Herr Roberich Arndt in der Schwärmerei wie auch in ber, nicht sonderlich starken Leidenschaft trotz Bemühens nicht das Ungestüm und die frische siegfreudige Naivität deS unerfahrenen Jünglings. Maßvoll angedentet waren die Unbeholfenheit unb die Verlegenheit deS Fremden. Einwandfreie Leistungen eines klug durchdachten Zusammenspiels waren die Szenen nach dem Traum, ber Beschützung Melittens unb endlich die ber einsichtigen Reue. Im ganzen aber blieb er mehr konventionell als wünschenswert. Den Rhamnes gab in seiner Hauptszene Herr Paul Pauly mit packenber Gewalt. Frl. Adele Werra war eine freundliche und tüchtige, umsichtige Eucharis. Nur in ihrer im ganzen gut phrasierten großen Rede bemerkte ich keine rechte Steigerung, sodaß ber Vortrag etwa? einförmig erschien. Da die Zwischenakte nur kurz waren, so spielte sich das Drama in knappen 21/, Stunden ab. DaS zahlreiche Publikum schien sich auch für die Dichtung außergewöhnlich zu interessieren. P. W. mordet und beraubt und sein Geböste in Brand gesteckt. Als Täter ist jetzt ein angeblich russischer Deserteur namens Ptisch- für, der bei Bertscheit im Dienst stand, in Russisch-Krottingen verhaftet worden. —Der Massenmörder Dl t t r i ch in D r e s d e n ist jetzt als geisteskrank dauernd in der Jrrenabteilung des WaldHeimer Zuchthauses interniert worden. — Der Vizepräsident der Corn merz bank in Sosnowkee, von Iaginski, hat sich am Montag Abend in einem Hotel in Kattowitz e r s ch o s s e n. — In Magdeburg wurden der Agent Bonatz, dessen Frau und ein Friseur sestgenommen wegen Verbrechens gegen § 218. Ihr Treiben wurde infolge des Todes eines jungen Mädchens an Blutvergiftung entdeckt. — In Z ü r i ch überschüttete ein 60 jähriger Stellmacher seine Frau während eines Ehestreit? m i t B e n z i n u n d z ü n d e t e sie an, als furchtbare, wandelnde Feuersäule rannte die Unglückliche auf die Straße, bis sie zusammensank. Der Unhold wurde verhaltet. Märkte. te. Franks irrt a. M., 18. Nov. f)tu- unb Stroh- marf t. Man notierte: Heu Mk. 3.20 bis 3.60, Stroh Mk. 2.80 bis Mk. 3.00. Alles ver 60 Kilo. Der Markt war bei lebhafter Nachfrage und fester Tendenz rasch aeräumt. Telefonisch® Kursberichte des Giessener Anzeigers, miteeteilt von der Bank fllr Handel nnd Industrie. Giessen. Frnnkfnrter Börse 3%e/o Iteichsnnleihe . . 97.85 3% do. . . 86.00 3^70 Konsols .... 97.75 3% do 86 10 3%°/0 Hessen .... 97.20 "14% Oberhessen . . . —.— A % Oesterr. Goldrente. . 99.50 4’/8 9i> Oesterr. Silberrente 100.00 4% linear. Goldrente . . 95.15 4°£ Italien. Rente . . . 103.10 3 "6 Portugiesen Serie I . 69.10 3% Portugiesen III 69.30 4}£°/0 rnss.Staatsanl. 1905 89.30 4x/i0' Nur echt mit Namenszug und Schutzmarke. WiW » — Proben an Aerzte gratis. --- ____ FHnn.Chun. leit Frankfurt a. M-.Mose1str.32. Anaesthesin- b?i HeiserKeit.Reizhusten * > g- * sr ® £ F S In einer seiner Schriften über sein eigenes Schaffen äußert sich Grillparzer selbst über die Entstehung von Sappho folgendermaßen: ,Jch habe die beiden Stücke Ahnfrau unb Sappho jedes in etwa drei Wochen vollendet — auS Geldmangel. Scherzend pflegte ich oft zu sagen: Die Ahnfrau hat den GeorgizinS und die Sappho den Michaelizins geschrieben." Aus dieser finanziellen Bedrängnis half ihm Graf Stadion, der ihin eine Anstellung als Hoftheaterdichter auf fünf Jahre mit 2000 Gulden Gehalt verschaffte. Auf Anfrage sei mitgeteilt, daß Rosa Poppe, die in diesen Tagen mit ihrem Ensemble in Köln als Mcdea gastierte, eine Ungarin ist. In Pest wurde sie 1867 geboren; Felix Schweighofer erkannte ihr Talent für das Hochdramatische bei Gelegenheit ihres Engagements am Karl- theater in Wien. 1886 wurde sie in Augsburg, 1887 in Hamburg verpflichtet. Rach ihrem Auftreten im Eisenzahn in Wiesbaden im Februar 1900 wurde ihr vom Kaiser der bis dahin nicht existierende Titel einer Kgl. preußischen Hofschauspielerin verliehen, den sie allein trägt. — In 60 technisch vollendeten Kupferdruck- blättern bringt das Jnbilänms-Prachtwcrk „Rembrandt in Bild und 2$ ort", herauSgegeben von Geheimrat Dr. Wilhelm Bode imh Dr. Wilhelm Valcntiner (Rich. Bong, Berlin W. 57, Preis pro Lfg. Mk. 1,50), von welchem Lfg. 13—15 vorliegt, die charakteristischen und bedeutendsten Meisterwerke Rembrandts in einem den Zauber und die Stimmung der Originale auf das Getreueste wieder* gebenden Verfahren. Aber auch die Wahl dvr Textillustr» tionen, welche teilweise noch nie publizierte Abbildungen nach Gemälden Rembrandts, wie die grausig packende Blendung Simsons aus dem Städelsch.en Institut in Frankfurt, bringen, zeigen die intime Kenntnis der Herausgeber in dem Lebenswcrk des Meisters. Dazu ein Text, der zu den besten zu rechnen ist, welche über Rembrandt geschrieben wurden. Alles in allem: eine Erinnerungsgabe an einen Großen im Reiche der Kunst, edel und vornehm, deS großen Meisters würdig. „Rembrandt in Wort und Bild" wird in kunstfrcundlichen Häusern für das bevorstehende WMi nachtsfest ein hoch willkommener Schmuck sytu. ^Schnckert ii, Schluß* werden -° J c taten* sm iker Oats nimmt Beweis von der n Nahrung, thnell zubereitet N nur m gescWr marke versehenen . 212JJ0 . 242.20 . 140.00 . 124.60 'ÄseW>£ ®l>er. Anlftnssknne. 6ner Bergwerk. . ahfitte .... »arden E. B. . . i Lloyd .... :enlose. . , , ^chtner den loWrt ^SctjtwiAe. IW >v. & . ’ bis 3.50'e? t e,to(). *8» Sinnt. r bei lebhaster ^ericM^^ ’*rt mr nnniel rss «»bit 6n±C örorgizinS und 11,5 bt ^eine AnM daß?Dl^al5^ebta i* X fieÖ 1867 gcbow itPu b7 fßt da§ H it Talent F cs Enyeknents ■ Jie in S'fiifen^“ ■em ^"^r.!tenhnm Kaiser der ) wurde ihr 1»et einer W- * SÄ 7Zv »* ä'iöltei„. MS-L te» L'K°ll-n' ber,rfnitict 7e"§ Win ()ie,nQnbe[>ibe%,.u" ifikirchen pP?T' . ' 23960 ■ 2-2^ euer M 155-50 ahfitte ° 6rk> ' • 212 80 d.Lloyd . ' ' ' 'N SfH^MwWe 124.50 *& ; 'N Ä* ■ •« senUhn . . • hardbahn. . . . ' _ _ bard. Eisenbahn , S4 60 bh. Staatsbahn. . . 144.30 ^Benn-Eisenbahn . 148.00 Ausverkauf. Wegen vollständiger Aufgabe meines Geschäfts verkaufe mein gut assortiertes Lager in: Uhren, Gold- und Alfenidewaren zu bedeutend reduzierten Preisen gänzlich aus. Kleiner Nachschub der nötigsten Artikel behalte mir vor. Die gesamte Laden-Einrichtung ist ebenfalls zu verkaufen. 6389 Heinrich Zimmer Kreuzplatz Ardeitsvergednng. Nachstehende Arbeiten und Lieferungen zum Neubau des Stadttheaters tu (Sieben sollen im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. 1. ttuustverglasungen. 2. Marmorarbeiteu. (Treppen, Bodenbelag, Kamine re.) 8. Bestuhlung. (ca. 800 Sitze) 4. Feuersichere Mctalltüreu. Zeichnungen, Arbeitsbeschrerbungen, Bedingungen und Ange- botssarinulare liegen im Bureau des Architekten Hans Meyer, Wen-Anlage 6 dahier, zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden. Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am 1. Dezember, vorm. 11 Uhr, mit entsprechender Ausschrrst versehen, portofrei an uns einzureichen. Gießen, beit 1. November 1906. B8/“ föroBUviauuuujt -.rgermeisterei Gießen. Mecum. Konsum-Verein Giessen n. Umgegend Berkaussstellen: Balinhol*tr. 31 und Asterweg 6 empfiehlt seinen verehrt. Mitgliedern aus das angelegentlichste: MAGGI5 kuppen- in Flaschen van lVPsg. an u,Spel8en-"»«i 4G zur Verbesserung schwacher Suppen, Gemüse rc. 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(Nachdruck verboten.) 288 868 73 422 569 791 964 1 041 67 848 482 07 1600] 648 68 87 | 600] 816 2128 41 46 229 838 3(177 862 llOOOj 440 618 717 48 889 69 81 4118 299 442 643 49 87 809 73 965 5019 427 44 89 [1OOO] 817 978 88 6180 80? 88 403 610 |3000] 76 [1OO0] 98 946 [1000] 7198 267 802 664 94 632 831 986 (600] 89 8106 892 0117 85 848 425 11000] 607 48 88 642 64 786 082 49 1 0118 80 91 285 47 841 <"8 [500] 546 834 41 930 11213 76 436 69 967 [1000] 12012 47 111 87 208 65 898 402 [600] 696 666 850 [1000] 68 13 188 218 747 807 88 1 4 109 [1000] 204 18 850 497 952 [1000] 15035 60 74 289 [600] 395 470 [600] 646 608 97 747 79 16110 94 814 621 709 17660 889 [8000] 928 64 {500] 18099 201 412 625 29 617 753 10004 265 340 474 85 625 [1000] 82 20178 237 90 350 447 (500] 69 [1000] 98 97 558 627 76 [1000 ] 960 1500] 85 2 1000 183 404 591 [500] 22087 44 657 790 92 23032 80 [ 3000] 255 484 763 65 79 839 24053 175 205 420 49 [3000] 577 [500 ] 667 782 88 2 5026 180 282 501 600 7*4 960 2 6142 268 [500] 813 50 94 509 4 7 686 708 834 973 27190 458 506 727 65 818 902 75 98 2 8000 [500] 08 220 800 400 62 826 [500] 20014 280 96 419 22 679 726 30392 |600] 587 798 847 31001 229 64 92 864 32366 71 97 [3000] 600 715 807 905 22 3 3394 618 [3000] 055 34012 [500] 216 619 47 692 903 [500] 50 35080 16001 153 209 [ 3000] 45 [600] 329 68 583 631 58 891 94 3 6179 062 95 3 7023 186 250 61 854 63 405 16 60 662 706 3 8325 [3000] 560 »8 858 74 30298 648 68 [ 500] 837 945 64 74 4 0041 311 89 401 595 714 805 4 1 020 833 461 74 748 067 76 4 2035 195 298 860 631 675 897 936 43015 284 619 85 632 [1000] 44 92 767 854 44015 [1000] 102 [10O0J 456 61 518 45012 809 [500] 15 48 551 54 684 [ 500] 901 15 [ 500 ] 70 46312 46 [500] 48 1 841 75 9 2 4 7 155 411 49 616 4 8221 422 722 95 [ 3000] 836 [8000] 40097 258 397 477 729 958 50108 640 903 54 65 [ 3000] 51187 201 634 856 [1000] 924 5 2 008 260 61 865 89 405 619 629 44 800 46 9(3) 70 53.311 43 67 440 658 [ 3000] 700 58 825 5 4109 244 '789 [1000] 55187 [ 3000] 461 664 966 96 5 6027 [600] 71 128 267 805 [Ml [500 ] 71 91 415 503 57 704 5 7300 48 455 69 520 615 13000] 753 925 [1000] 56 [ 8000] 58209 53 EÖ7 OH 851 50092 184 491 526 887 967 , OO007 214 365 [ 500] 400 44 49 84 669 61159 78 94 270 !H 11000] 377 405 641 703 6 3092 107 44 374 479 505 27 6 3 047 105 673 80 91 [500] 743 [500] 51 93 64000 □ 61 90 408 91 568 [500] 736 924 500] 55 65127 [10000] 28 63 280 378 507 693 «72 949 6 6106 44 [1000] 754 LöOOj 67297 428 672 825 68067 209 48 [1000] 94 387 578 626 73G 00 827 026 60 338 278 642 87 [1000] 798 652 63 70686 •18 661 841 71177 227 388 479 [1000] 647 718 72 953 V2808 7 3368 540 638 710 48 [500] 884 74025 188 809 75 051 82 [1000] 188 290 861 439 80 81 817 00 7 6055 i: 000] 165 20-1 30 594 77006 27 157 202 424 532 654 890 1 7 78014 [ 500] 47 [1000] 483 55 62 526 621 784 70 995 1500] 70102 214 70 560 718 77 [3000] 93 98 [500] 824 29 [300] 937 [500] 58 80085 [ 500] 257 378 688 708 13 63 807 009 8 1072 101 12 340 424 630 [1000] 781 8 2470 570 71 78 [ 500] 83000 217 SCO 809 965 84038 62 884 04 680 [1000] 704 604 059 85005 265 |1000] 96 309 454 554 55 735 86167 249 344 719 816 8 7097 207 355 470 559 712 897 8 8007 274 357 429 745 998 80193 300 418 49 53 [ 500 ] 518 668 708 11 8 0 058 194 398 440 578 745 55 842 968 0 1 003 158 489 757 012 03 0 2132 1500 ] 40 622 0 3 018 51 626 90 840 0 4201 85 [500] 469 528 881 912 05239 [1000] 77 88 824 493 648 88 762 828 90 979 96122 69 377 451 514 [ 500] 86 910 9 7037 882 68 514 810 912 59 0 8004 43 62 164 853 77 86 1500] 415 62 728 9 0101 208 39 [500] 830 607 29 70 838 11000] 976 100212 492 719 897 1 01114 93 890 708 55 [1000] 888 I 102118 99 255 338 [1000] 83 625 71 856 [ 500] 71 914 >' 103199 202 540 650 99 897 1 04169 536 82 600 51 [1000] 719 9h! 103151 235 [500] 877 411 619 50 77 106191 748 802 961 86 107035 92 188 [8000 ] 296 93 500 691 [8000] 127 819 028 1 0 8 098 613 752 79 833 940 78 1 00 208 [ 500] 461 503 687 7 34 78 816 4 3 997 1 10 152 [ 3000 ] 673 [ 3000] 754 11 1129 33 91 [500] 758 820 56 922 112069 199 44C 508 10 [ 500] 739 92 976 113108 99 882 606 [1000] 89 89 1 744 114050 808 995 115225 44 88 578 841 44 116 158 । 219 [1000] 444 636 43 49 76 [ 3000] 92 117564 678 91 702 , 1 18211 301 73 76 98 585 [1000] 627 28 51 706 62 97 925 । 110139 60 454 708 006 ! . 12.0056 250 (30001 659 1 2 1 358 474 572 85 80C • 12 2513 657 88 1 2 3020 [600] 473 558 915 [1000] 124086 1 [3000] 148 273 405 90 576 1 2 5 853 78 540 48 711 41 854 j 80 1 2 6072 230 858 601 40 [ 500] 127022 90 176 265 471 I 6.13 918 128317 21 444 [ 600] 691 771 80 850 1 20089 98 j 533 [3000] 44 5 646 61 98 842 986 1 30124 88 499 570 1 [8000] 850 1 31171 [1000] 804 570 662 987 1 32129 229 ! 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November vormittags lies 172 IM statt 172 11/ Garantiert frischeste Fische Geirr Berdux Bahnhofstrasse 27 ’S Lindenplatz 12 a“/11 E in strammer Eispackung Wegen der infolge Streiks öfters unregelmäsiigen Lieferung und nicht gleichmätzig schönen, bezogen wir allerbeste bSu^frischeste Mare vom Fang aus Holland und empfehlen für diese Woche la. tadellosen Angelschelliisch la. blütenhellen Cabliau la. Delikatess Portionsfisch Schollen, Rotzungen la. la. sehr schön fallenden Backfisch den Qualitäten angemessen billige Preise Wollene Strickgarne Marke M. und K), anerkannt beste Qualität empfiehlt in den gangbarsten Sorten zn billigsten Preisen 6279 Robert StwMg Neustadt 23. Kartoffeln für den Wtnterbcdarf. la Magnum bontun, gelbe Mäuschen u. andere Sorten liefert zn den billigsten Tagespreisen frei Keller g. Treclisler, Steinstraße 48. Telephon 581. Proben auf Wunsch. 16364 7. Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 13. November 1900, nachmittags. Nur die Gewinne Uber 240 Mark elnd den betreffenden Nummern In Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 18 891 [500] 443 [8000] 636 99 1894 416 56 672 717 2 043 237 (80001 89 92 [500] 560 699 01 855 3105 7 273 431 620 59 734 832 918 65 [1000] 4011 66 110 65 82 259 5148 681 707 79 800 6034 89 527 738 810 34 7242 08 650 711 833 68 [1000] 963 8042 169 219 72 415 781 985 0192 780 1 0079 [10001 384 494 [500] 511 661 775 915 11101 261 413 80 500 62 97 110001 69/ 783 800 958 12387 454 68 2 911 15 [ 3000] 13 55 llOOO] 95 571 717 57 915 [5001 14898 488 552 769 15862 647 791 96 1612" [1000] 392 058 930 1 7001 72 [3000] 153 24 5 54 5 7 20 18270 1 898 400 78 619 23 628 10047 127 43 83 44i 631 710 2O059 322 53 461 510 800 2 1 283 342 550 650 781 630 [1000] 49 901 22266 403 49 58 60 511 89 82 654 984 92 2 3511 605 12 48 843 944 24105 ( 500] 241 [500] 354 430 89 524 738 858 25118 [500] 291 [500] 483 95 544 657 808 [1000] 2 6025 13000] 455 95 [3000] 54 0 6 3 686 3 9 4 7 7 0 1 043 27135 286 (500] 383 475 06 518 621 763 871 28020 53 13000] 239 343 47 [500] 487 687 849 20112 62 206 373 [30001 99 609 80 798 919 85 3 0955 129 11000] 45 835 SO 506 653 62 86 793 857 91 916 17 70 31227 432 531 87 IlOOOl 67 78 629 33 3 2088 155 221 08 615 718 957 33072 246 [500] 448 09 637 724 30 52 977 18000] 97 34143 203 78 93 423 1500] 81 527 735 834 89 904 33 ( 500 ] 35213 98 13000] 822 434 (3000] 515 684 828 41 961 36264 340 86 401 74 [10001 569 37127 256 [1000] 455 [8000] 3 8063 279 81 856 1 MO 20294 (10001 540 46 54 58 874 917 87 4Q185 217 607 63 [500] 702 839 938 93 41162 512 752 851 [500] 42632 50 4 3264 83 351 500 [3000] 706 817 992 44111 62 599 681 [3000] 964 45019 493 520 627 791 [ICOO] 988 4 6098 536 [1000] 601 30 [1000] 841 [8000] 910 | 76 91 47112 15 66 274 76 606 804 77 966 4 8022 [ 500] 61 131 88 310 [ 8000] 409 610 789 816 82 947 [5000] 40015 54 56 [3000] 77 203 70 483 735 800 922 66 [600] 5O230 480 642 830 900 82 5 1 056 241 50 [1000] 608 807 35 985 [1000] 5 2019 111 225 625 809 96 5 3132 204 814 [1000] 46 651 77!) 824 921 5 4364 675 87 731 849 920 5 5231 745 829 41 56102 [500] 536 52 990 (500] 57069 83 175 [1000] 466 703 20 [500] 950 (500] 58194 205 11000] 76 86 368 485 674 618 701 68 859 69 50133 315 428 729 65 805 940 96 60221 [500] 357 508 824 45 [500] 49 61305 408 582 99~706 825 [3000] 31 [3000] 62196 496 554 613 845 900 82 63006 98 [500] 120 448 689 780 [500] 64005 70 71 482 [500] 985 [500] 50 65149 66188 276 [500] 814 20 692 i 701 93.3 71 [500] 67 403 42 582 6.36 [500] 764 804 910 6 8 012 108 259 474 94 529 612 34 6 0285 888 403 9 686 602 1 8 807 [500] 83 97 903 79 7O"29 11000] 147 458 808 13 | (10001 91 946 [500] 48 71178 209 450 632 89 714 (80001 ' 851 [500 ] 72878 [500] 73083 243 398 719 830 [30*)0] i 74005 427 33 519 55 678 918 [600] 75520 609 736 98 825 j 32 7CÖ91 195 207 500 [1000] 855 89 7 7008 73 117 892 460 606 715 912 87 [1000] 78142 845 418 30 [500] 505 672 j 809 982 7 0 061 [500] 137 58 247 [1000] 123 11000] 78» 80025 [5001 64 137 200 348 431 549 691 789 898 913 i 33 [1000] 95 8 1 034 858 [500] 504 40 82114 [500] 63 212 4S3 34 702 8 3000 108 332 488 [500] 539 761 880 8 4044 \ 890 575 618 50 733 857 8 5 000 5 7 2 68 [500] 667 708 858 86106 219 403 522 87311 98 464 756 90 941 L8000J 88002 [8000] 236 81 312 80 419 88 508 60 89 689 [1000] 824 8 0 671 00037 392 404 (500] 729 91 [500] 850 68 K7 Sä 01O.'J ISO 38 96 356 476 86 612 42 50 ['000] 709 384 87 0 2 207 65 376 432 40 [500] 604 0 3094 181 283 809 [ 500] 92 441 517 44 664 04015 39 90 103 91 [500 ] 84 3 413 23 603 730 862 0 5016 [8000] 507 888 [500] 06090 138 72 409 9 7001 59 64 [1000] 835 708 39 90 822 «6 000 8 07 08122 229 93 893 408 [500] 18 862 87 [lOOü] 966 70 . 0 90'13 457 524 29 812 908 [8000] ; 100255 336 472 916 1010U 24 249 Vt M 6» 709 ' 838 966 |500] 102209 715 [8000] 62 897 103007 283 868 469 88 501 50 1O4069 148 70 256 817 18 ( 56 99 55.0 674 I 721 105072 124 57 90 834 433 691 -00 45 723 47 869 I 10 6074 99 357 623 827 77 89 107192 [1000] 223 1O8093 1 '500] 97 129 [1000] 216 593 680 710 1 00041 [500] 44 350 i 456 LlOOO] 547 [1000] 626 88 733 110350 458 621 19 1 111269 390 700 19 [500] ß< 99 9<1 112172 84 349 519 " 72« 1 13122 278 464 82 571 75 618 791 114014 102 i|lCOO] 281 300 41 51 603 6.3 758 970 115012 88 127 358 60 (500] 698 791 897 1 16077 178 266 4 08 90 807 915 65 1171’5 72 251 [1000 ] 574 672 894 931 118027 250 854 71 411 56 6.3 71 506 720 63 983 110 682 737 1120135 48 248 51 799 941 12 1027 51 101 7 [500] 331 <9 719 826 27 1 22036 51 278 97 (3000] -169 707 876 123353 (500) 410 76 634 751 (500] 802 51 U 124183 ! 875 184 678 711 811 125061 110 47 840 517 ?50 984 93 126497 7«t 836 958 (5001 12 7054 821 429 649 94 700 878 12809.3 -50 94 (30O0| 325 75 612 831 930 36 [500] 94 129007 87 176 896 608 22 [ 500 ] 981 7' 130037 257 551 «85 785 1 31189 68! 84 854 91-' 132027 153 2J2 849 60 594 845 905 1 3 3007 185 204 4 6 374 151 «27 13428« 12.000] 438 6» MO 9« 136158 föOOl 235 356 <784 (1000] 77« «3.3 32 9? 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SmtGsmm für Müdchrn. Die Vereinigung der Mädchen am Sonntag soll für das Winterhalbjahr am nächsten Sonntage, den 18. November wieder ihren Anfang nehmen. Tie Vereinigung findet statt an jedem Sonntage zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleiukinderschule, Diezstraße 15; die Atädchen tonnen zu jeder Zeit koininen und gehen. »Von 4 bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Andacht, Bibelbesprechung, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Eröffnungsfeier Sonntag, den 18. November d. I., nachmittags 4 Uhr. laden die Mädchen zu zahlreicher Beteiligung ein, und bitten Ellern, Herrschaften und Geschäftsinhaber, ihre Mädchen aus den Sonntagsverein Hinweisen und ihnen die Teilnahme gestatten zu wollen. Gießen, den 18. November 1906. Die/U Für den Vorstand: Dr. Naumaun, Kirchenrat. Beerdigungs-Institut „Friede“ Telephon 540 Telephon 540 Uebernahme sämtlicher Arbeiten bei Sterbesällen. Sürge aller Art. 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Das Konkursverfahren über den Nachlaß des Konrad Wifsig in Ltch und besten Ehefrau Christine geb. Hofmann wird nach erfolgter Abhaltung des Schlußtermins hiermit aufgehoben. B"/ Lich, den 10. Novbr. ISOb! Großherzogliches Amtsgericht. 6632] Geuuhmittetr Echt chinesische Thee’s lose und in Originalpackungen. Deutschen u. Holland. Caeao. Aletschertrakt. Hafermehl, Maismehl. Sonden sierte Mitch. Gewürze, ganz und zerstoßen. Feinstes Oltven-Saatül. Essig und Effigeffenz. ff. Kam, Arrac, Cognac, Fruchtsäfte, Wein u. s. w. Adler-Drogerie Selters- v ■■ - MW—WWMWMW»»MW»M«WLLLLLM^L!MdLM«»WMWWWPWW»MMWWWW»MMWWWWMWV | Wejen Geschäfts-UebertragunJ | Räumungs-Ausverkauf meines 5chuhwaren-La^ers zu — bedeutend herabgesetzten — Preisen Eine Partie zurückgesetzte Artikel zu jedem annehm- ===== baren Preis ■ Wilh. 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Stammler, Begleitung Herr Hahn; Bede des Herrn Professor Dr. Collin; Sieben Gedichte von Ibsen, vorgetragen von den Damen Bayrhammer, Donecker, Schuster und den Herren Herrscher Kober; Dritter Akt, Schlussscene aus „Peer Gynt“ von Ibsen, gespielt von den Damen Bons und von Jage- mann und Herrn Goll; Zwei Gedichte von Ibsen, vorgetragen von Herrn Bakof. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende 9'/, Uhr Ausführliche Programme zu 20 Pfg. und Eintrittskarten zu Mk. 1.50 und Mk. 1.—, sowie Studentenkarten zu Lik. 0.75 bei Herrn Cha liier und an der Abendkasse. v7/11 Die 2. Theaterverein*Vorstellung findet statt am Mittwoch, den 28. November („Ein idealer Gatte“ von Wilde. Gast: Edgar Bolz), die 3. am Donnerstag;, den 6. Dezember („Die Frau vom Meer“ von Ibsen. Gast: Irene Triesch. Alice-Hochschule. Ter Heck-Kursus bkßinnt Mitte November. Anmeldungen werden entgegengenommen in der Alice-Schule, Kirchstraße 20. [v8/11 Carl Zimmermann Neuen Baue 15 = Grosse Auswahl ----- feiner tioizwaren lür Brandmalerei und SehniUkansi. Gegen Einsendung von 50 Pfg., die bei Bestellung von Alk. 5.— an rückvergüte, übermittle ich meine» Katalog mit ca. 1000 Abbildungen moderner u. nützlicher Gegenstände. [6124 Fluß- und Seefische weg 39. Otto Schaaf. aus der [6581 Almeria-Trauben frisch eingetroffen. [08072 L. Kalkhof Nachf. Germania-Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Str. 39 Telephon 593 Frisch eiugetroffen, daher nicht überjährig. nerreicht an Wohlgeschmack und Bekömmllchkeit ist der Medizinal - Leberthran Gießener Fischhaus 30 Souuenstratze 80 084,8 Lebende Lahnhechte, Karpfen, Schellfisch, Kabliau, Zander, Schollen, Zungen frisch vom Fang eingetroffen. KMfnmnWe SlttaiimnitllMg Gietzen, Süd-Anlage 7 (Frauen-Gerein) Kostenlos für Mitglieder des Kaufm. Vereins für weilbliche Angestellte. Aiischluß an die Zentrale der verbündeten Kaufm. Vereine Westdeutschlands, Frankfurt a. M. 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