Nr. 88 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt ffir den Kreis Gießen. 22 THchetnt Sßttih mit AuSnahm« beS Sonntags. Me „Siebener KamtttendlStter- werden dem .HnxciflCT viermal wöchenckich beigelegt. Der taldvttf erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck and Verlag der Brühlffch» UnwersuLlSdruckeret. 8L Lang«. Redaktion. Exvedtlion a. Druckerei SchuMr.K. Tel. Nr. LI. Lelegr..Ldr.t An-eig« »Ufr*. Deutscher Reich. Berlin, 13. April. Der Kaiser sprach gestern im NeichskanzlerpalaiS vor, um sich nach dem Befinden deS Kanzlers zu erkundigen. Der Kaiser überreichte der Fürstin Bülow einen Blumenstrauß und ging mit ibr im Garten spazieren. Daß Professor v. Renvers bei der Behandlung seines Patienten die größte Vorsicht beobachtet, erklärt sich daraus, daß der Ohnmachtsanfall des Kanzler? eine Folge teils der Influenza, teils von geistiger Ueberarbeitung ist. Bei der Influenza ist weitgehende Vorsicht geboten, und um die Folgen der Ueberarbeitung zu beseitigen, hält Profcsior v. Renvers Bettruhe im Verein mit völliger Befreiung von allen Geschäften am geeignetsten. Die Magenverstiminung, an welcher der Kanzler, als er im Reichstage unwohl wurde, Das JugendwaHstum in seinem Zusammenhang mit Arbeit und Derven. Von A. Wulfmeyer-Bonn. (Nachdruck verboten.' Daß bei den höheren organischen Lebewesen atfeST von den Nerven abhängt, ist bekannt. Der erwachsene Mensch erkennt bald, Wie seine körp.'rliche und geistige Tätigkeit mit den Nerven Zusammenhängen, besonders wenn er durch Schaden klug geworden ist Welche Stellung aber now für die Jugend das Wachstum in' diesem Zusammenhänge einnimmt, danach hat man s'.ch nur wenia gefragt, ohne den Zusammenhang voll und ganz zu ersoffen und physiologisch richtig klar legen zu können. Gewöhnlich veraeffen die Leute bald, roie es ihnen oder ihren Kmdenr im Wachstum ergangen ist. Erkrankt em Kind m 1 einem Wachstum, ohne daß ihm nameicklick bei zeitweise starkem WackAum die nötige Nuhc gegönnt wäre, so wird selbst dann dem Kinde die Schuld gegeben. Der Arzt sagt, wenn er sich darüber verlauten läßt: Das liegt in der Entwickelung, das ist nun einmal nicht zu vermeiden. Die Eltern schweigen sich darüber aus, datz nur garnicht ruchbar wird, welch ein vTiberstandsunfayigcs, schwächliches Kind in ihrer Familie auswächst. Daß ein Kind gut wächst, ist ja in erster Lmie eine Frage der Ernährung. Hier kann man wohl sagen hören, daß einem zeitweise starken Wachstum dva) durch eine enssprechend vermehrte Nahruugszufuhr die Wage gehalten werden könne. Die tat, ack- Heben Verhältnisse liegen aber nicht so einfach. Man ist leicht geneigt, die Verdauung lediglich als eine Reihe von chemischen Vorgängen zu betrachten. Diese Vorgänge bedurien aber auch der Auslösung durch die Nerven und hängen daher von deren Zustande ab. Vor ungefähr zwei Jahren wurde dies von einem russischen Physiologen durch Vivisektionen nachgewiesen. Mit den Verdauungsorganen ist es also wie mit den Augen. Ein Auge verliert ja auch die Fähigkeit zu sehen, wenn man den Nerv, der zu ihm hinführt, durchschneidet. Durch die Verdauungstätigkeit gewinnt der Mensch die Stoffe bez. die Kraft, die er zum Wachsen bez. Arbeiten gebraucht. Leider können nun die Verdauungsorgane eben wegen ihrer Abhängigkeit von den Nerven ihre Tätigkeit über eine gewisse Grenze hinaus nicht besorgen. .Wie sich später zeigen wird, ist diese Grenze besonders durch die Abhängigkeit der Nerven von der Arbeit und bei der Jugend auch vom Wachstum bestimmt. Dw auskömmliche Ernährung des Leibes ist selbstverständlich durch eine gesunde Verdauungstätigkeit bedingt, aber nicht allein, xenn cs war den Medizinern bislang schon eine noch offene F-rage, ob nicht die Nerven auch unabfMgig von gesunden Verlnmungs-- organen die Ernährung des Leibes bezw. der einzelnen xeue beherrschen. In der Eulenbuigifchen Enzyklopädie der medizinischen Wissenschaft (Baud 1(> vom Jahre 1898) findet sich unter „Nerven (physiologisch)" 'S. 618): „Weniger gut als bei den Drüsen ist es bisher bei den übrigen Geweben gelungen, dem Begriff der trophischen Nerven eine sichere tatsächliche Unterlage zu geben, obgleich die Pathologie ihrer dringend bedarf^" vier „spricht am eindringlichsten sür die Existenz tropischer Nerven" folgender Fall: Wird einer Katze ein bestimmter Nerv durchschnitten, so tritt Haarausfall an der entsprechenden Stelle ein. Auf Seite 654 heißt cs: „Zuweilen kann auch ein Nerv subkutan zerrissen werden bei Luxationen." „Solche Verletzungen heilen fast ausschließlich mit schwerer Funktionsstörung der ganzen Extremität." Ich habe nun viele Fälle kennen gelernt,'in denen nach solchen Unglücksfällen aucb Aushören des Wachstums in den betroffenen Gliedern bez. Körperteilen stattfand. In drei Fällen handelte es sich um ein Bein, in einem Falle um die obere Hälfte d:s Rückgrates. Eine eigenartige Erscheinung ist in dieser Hinsicht die sogenannte Schulskoliose. Daß Kinder, die für ihr Alter zu lange still sitzen müssen, ebenso wie früher die Gefangenen, Rückgratverkrümmungen davontragen, ist leicht zu begreifen. Lei der Schulsioliose ist dagegen die ganze rechte hintere Seite des Rumpfes im Wachstum stehen geblieben. >spe- Seiner Majestät des Kaisers allerdings vorliegt etwas genaues hierüber aber noch nicht feststeht. Wenn der Besuch erfolgen sollte, würde e5 sich darum handeln, daß S. M. der Kaiser die Versuche, die von dem hiesigen Regiment über die Einführung eines neuen Exerzierreglements gemacht werden, in Augenschein nehmen will. Auch über den Zeitpunkt deS event. Besuches ist noch nichts bestimmt. •• LandeskommerS deS KSsener S. C. Am 5. Mai l. I. findet in Darmstadt im Saalbau ein LandeS- kymmers der Alten Herren des Kösener S. C. statt. Es handelt sich um ein Fest, das alle 1U Jahre in Darmstadt abgehalten wird und das die Alten Herren der Kösener EorpS aus ganz Hessen und den Nachbarländern zusammenführt. Die umfangreichen Vorbereitungen lassen einen schönen Verlauf der Veranstaltung erwarten. Für den 6. Mai sind Musik-Frühschoppen und nachmittags Ausflug mit Damen nach Auerbach vorgesehen. Einladungen zu dem Fest werden in Kürze ergehen. ** Stenographisches. Nach einer Mitteilung des! Großh. Ministeriums des Innern an die Großh. Hess. (25.) Division können zur informatorischen Beschäftig» ung auf der Ministerialkanzlei nur noch solche Unteroffiziere zugelassen werden, die den Nachweis erbringen, daß sie nach dem System Gabelsberger gewannt zu stenographieren vermögen. Diese Bestimmung ist begriiiibct mit der im Geschästsbereickic des Ministeriums fortschreitenden Zunahme der Schreibarbeit und beweift wieder einmal, wie die Stenographie sich nach und nach iberaU da Eingang verschafft, wo die Schrecharbeit mit modernen Hilssmittsiln bewältigt werden muß. -Mit dem Schlüsse deS letzten Schuljahre« ist ffir manchen Knaben die schöne Zeit vorbei, in der er mit gleichalterigen Schulkameraden die freie Zeit beim Spiel verbannen konnte. Jetzt kommen die Lehrjahre, in denen der roeitaufl größte Teil dc-3 Tages in der Werkstatt, der Fabrik, der e>d)reibftube ober im Laden Angebracht werden muß. In dieser Zeit, die mit der Entwicklung des menschlichen Körpers so eng verbunden ist, ist es doppelt wichtig, das; die jungen Leute nach der meist «meingen Berufstätigkeit die Feierobendstunden richtig, d. h. ihrer Gesundheit dienlich ausnützen. Es ist deshalb eine sittliche Pflicht her Ellern und Lehrherren, dahin zu wirken, daß ihre Pflegebefohlenen durch körperliche Hebungen ihre Kraft und Gesundheit sich erhallen und stählen. Mögen alle den Satz beherzigen, dessen Richtigkeit schon im Altertum erkannt morden ist: „Nur in einem gesunden Körper wohnt (in gesunder Geist'.* Die Gelegenheit, Körper und Geist zu stählen, bietet sich heute in allen der deutschen Turnerschast an- gehörigen Turnvereinen, die es übernommen haben, junge Leute im Alter von 14—18 Jahren als Zöglinge auSzubiiden und fic so einmal an Zucht und Ordnung zu gewöhnen, zum anderen aber auch den gefährlichen Lockungen schlechter Gesellschatt »u entziehen. Wir empfehlen daher den jungen Leuten sehr den Eintritt m die deutschen Turnvereine. (Siehe die Anzeige des Manner- Turnvereins im Anzeigenteil.) -cd. Rod heim a. d. Bieber, 12. April. Unsere Gemeinde wird sich noch im Laufe dieses Sommers einer Wasserleitung erfreuen können. Die Arbeiten wurden in zwei getrennten Losen an die Firmen Schröder-Frankfurt und Steinmüller-Rodheim vergeben. An der Anlage beS Hochbehälters in der Gemarkung Königsberg wird zurzeit rüstig gearbeitet. Homburg, 14. April. Die Ankunft der*Kaisertn erfolgt 'am 20. April, vormittags 10.30 Uhr, direkt von Berlin, während der Kaiser am 17. Berlin verläßt, erst einen Abstecher nach Eisenach und Schlitz macht und am Samstag, den 21., mittags 12.40 Uhr hier eintreffen wird. R.'ß. Darmstadt, 13. April. Einen erhebenden Kar- Hcmäldeaustleüuug im Turmhaus am ZZrand. Giesten, 14. April. Die Ausstellung des Künstvereins darf diesmal auf besonderes Interesse Anspruch machen. Vor allem ist die Kollektion von Martin Brandenburg in Berlin weaen ihrer Eigenart und Reichhaltigkeit sehr sehenAvert. Brandenburg ist unter den neueren. Malern zweifellos einer der Bemerkenswertesten. Seine Künst bewegt sick fern von dem Getriebe des Alltags und doch mutcL sie uns bekannt an. Die Welt der Träume und Märchen ist es, die seine Kunst vor uns erstehen läßt, ähnlich wie Döcklin suchst er uns die Verbindung zwischen der Natur und beit Menschen in syim olisckxm, großangelegten und von tiefem Gedankenreichtum erfüllten Gemälden vor die Augen zu stellen. Schönheit, Seele, Liebe beißt das Dreigestirn, das er uns darstellt, und seine Bilder sind erfüllt von dem Suckln nach der etmrit Wahrheit, für die der grüblerische deutsckie Charakter so besonders empfänglich ist. Dabet ist er ein feinsinniger Beobachter der Natur und bei aller Mystik haben feine Bilder etwas Lebensvolles, Natürliches an sich. Die gesamte ausgestellte Kvllcktton ist hochinteressant und wird dem Besckiauer manche Anregung geben und einen großen Genus; bieten.. Besonders erwähnt seien „Buckwald", „Waldessiille", „Orpheus", „Wolkenschatten", „Das Erwachen der Träume" und dann die Krone des Ganzen „Das hohe Lied". . Anderen Charakter tragen die Bilder von Otto Gunther- Naumburg (Charlottenburg). Er bietet uns eine Reihe stimmungsvoller Gemälde und Aquarelle, vou hervorragender Technik, die deö Künstlers seinen Sinn ffir die Sckwnheiten der Natur erkennen lassen. „Sommertag int Südharz" ist ein farbensattes prächtiges Bild, das 'der Natur sehr glücklich abgelauscht ist. Die Schönheiten unseres heimischen Waldes smd treffend toicbergegeben in dem Bilde „aus deutschem Walde" uud auck „Am Wiesenrand" ist ein stimmungsvolles Naturbild. Den ganzen eigenartigen Charakter der Alpenwelt zeigt uns das Bild „Trawi in Tirol" und auch unter den Aquarellen finden wir eine Reihe hübsck.r Landschaften aus Tirol. Mehr noch werden allerdings bi.- Besucher die hübschen Ansichten aus unserer Gegend interessieren, zumal sie Vergleiche mit der Wirklichkeit ermöglichen. Wir finden u. n. das malerische „Weilburg", den ^ckloßturm dort, „Wetzlar" und „Kloster Arnsburg", ^ic zeigen die Schönheiten unserer Gegend in schönster Wesse und find ganz dazu angetan, ihr neue Freunde zu werben. Aber auch gaiiz abgesehen von dem lokalen Interesse sind die Bilder, wie auch die übrigen, unter denen noch das „Ratbausportal m Rothenburg" besonders genannt fei, von großem Werte Die Well der kleinen Leute zeigt uns H. B a l u j ch e ck (Berlin) in einer Reihe charakteristisckLr Gemälde, die in fickten Farben gehalten sind und mit vielem Sinn für gesunden Humor mitten inJ volle Leben hineingreifen. Bilder vou der Landstraße („Tippelschicksen", „Böhmakeu" usw.), von großstädtischen Tanzjalen und Vergnügungslokalen („Tanzmädckxn", „Man ete petete") und aus der Welt der Arbeit ivechseln mit hübschen Landschaitsbildein, aber alle lassen das vielseitige Talent des Künstlers erkennen. Prächtig ist namentlich das große Bild „Kohlensucher". Eine recht sehenswerte Bilderserie bietet auck K- Geist (Darmstadt) und zwar Genrebilder, Landschaften und Stimm-- ungsbilder, die mit Fleiß gemalt sind und eine gute Beobaeytungs- gabe des jungen Künstlers, der in Karlsruhe studierte, verraten. Besonders sei das farbensattc „Brunnental bet Grünberg er- wähnt. . _. , . , Einige hervorragende Portrats find von H. Schmicken (Charlottenburg ausgestellt, von denen das Bild „Die Versuchung" künstlerisch am höchsten sielst und unstreitig zu den inter- essantesten Bildern der gegenwärtigen Ausstellung gehört. Auch ein einheimischer Künstler, W. Barthel, ist mit zwei Landschaften „Sommertag" und „Dörfchen am Neckar" reckst gut vertreten. Beide Bilder sind mit Fleiß gemalt und in der Farbengebung reckt natürlich toiebergegeben. . -non den übrigen Ausstellern sind namentlich noch Rudi- sühli (Basefi und .Hotz ,Düsseldorf) gut vertteten. Auch einige Plast iscke Arbeiten von MaYer - PYritz (Heglitz) verdienen Erwähnung. E. H. — Der n eue Frankfurter Ober regiseur Dr. Karl Heine vom Deutschen Schauspielhaus in Hamburg (früher Setter eines in Leivssa begründeten und die deutschen Großckädte bereitenden vortrefflichen Jbien-Enfenibles. D. Red.) ist an Stelle des Oberregisseurs W. Quincke zum Oberregisseur am Schauspiel- hause in Frankfurt a. M. ernannt worden. politische Tagesschau. Eine besondere Art von Vertrauenspersonen. Jüngst ist von der „Bresl. Ztg." sestgestellt worden, daß der sozialdemokratische Gemeindearbeiterverband in Breslau sich nicht scheute, an die Spitze der Abordnung, die mit dem Oberbürgermeister Bender verhandeln sollte, einen Mann zu stellen, der bereits mehrfach wegen Diebstahls zu Gefängnisstrafen verurteilt worden war. Der „Fabrik- und $>anbaTb eiter", das Organ des Hirsch-Tnnckerschen Gewcrkvcreins der deutschen Fabrik- und Handarbeiter, kann mit einem zweiten ähnlichen Fall aufwarten. Er erzählt: „Bei der letzten Stadtverordneten wähl in Burg wurde in der dritten Wählerabteilung von den Sozialdemokraten ein Mann als Kandidat aufgestellt und auch — allerdings mit einer äußerst geringen Mehrheit — zum Stadtverordneten gewählt, der wegen Meineids eine dreijährige Zuchthausstrafe verbüßt hat, und dem auch für die gleiche Zeitdauer die bürgerlichen Ehrenrechte abgesprochen waren. Daß die Stadtverordnetenversammlung die Zulassung dieses „Kollegen" ablehnte und dafür in der sozialdemokratischen Presse heftig angegriffen wurde, soll nur nebenher erwähnt werden; aber an beiden Beispielen zeigt sich deutlich, daß der Parteimantel jeden Makel deckt und alle Moralbegriffe ausschaltet. Die bestellenden Sittengesetze sind nur noch gut, um von der Sozialdemokratie gegen die bestehende Gesellschaftsordnung angewendet zu werden, für die Sozialdemokratie gelten sie ^Als Seitenstück hierzu berichtet das genannte Blatt dann lveiter: ,Ln Schönebeck streiken die Speicherarbeiter und es haben sich, wie das oft geschieht, auch Arbeitswillige gefunden. Dazu schreibt die „Magdeb. Volksstimme: „Nützliche Elemente. Was für nützliche Elemente es sind, die 20 Arbeitswilligen aus dem Speditionskontor, ist schon daraus zu ersehen, daß ein Teil davon schon mit Zuchthaus bestraft ist. Auch ihre Leistungen sind minderwertiger, trotzdem sie einen höheren Lohn bekommen als die hiesigen Arbeiter." „In diesem Falle", so fügt der „Fabrik- und Handarbeiter" hinzu, „macht die Zuchthausverganacnheit die Arbeitswilligen selbst zum Sacktragen zu schlecht, weil sie keine „Genossen" sind. Ist aber der Zuchthäusler ein ziel- bewußter Genosse, dann ist er ein sebr nützliches Element, das zur Bekleidung städtischer Ehrenämter Würtz i g und befähigt ist. Und diese Partei, deren Moral einen doppelten Boden hat, wirft sich auf zur Verfechterin der Wahrheit, der Freiheit und der Menschenrechte!" Zweites Blatt 156. Jahrgang Samstag 14. Slpri! 1606 Gietzener Anzeiger ebenfalls litt, ist behoben. .Echo de PanS^ behauptet da- < gegen, von einem in Paris durchgereisten deutschen Diplomaten i erfahren zu haben, daß daZ Unwohlsein deS Fürsten Bulow i einem Blutandrange zum Gehirn zuzuschreiben sei. Die : völlige Wiederherstellung des Fürsten Bülow sei eine i Frage von langer Dauer. Selbst nach einem längeren , Urlaube werde e8 nicht möglich sein, daß Fürst Bülow t einen Posten weiter führen könne. (Vergl. auch die Polttische Tagesschau.) ... ' — Eine interessante Ausklärung hat die gestrige Ver- [ sammlnng der Berliner Milchhändler gebracht. Ter Syndikus । des Verbandes der Milchhändler, Rechtsanwalt Dr. Flatan, ( teilte mit, der Landwirtschaftsminister v. Podbielski < sei bis zum 1. April Milchlieferant deS Verbandes • der Milchhändler gewesen. Er habe also der Milch- । zentrale wohl sein Ohr und seinen Arm geliehen, fein Porte- ■ monnaie aber nicht. ... 1 „Diese wirtschaftliche Haltung des Heim v. Podbielski ift, fo j schreibt die „Voss. Ztg.", umso auffallender, als der Verband der Mckchbäudler die große Kampfgenoffenschast ist, die gegen die Zen- träte ins Leben gerufen wurde. Herr v. Podbielski ist ein tüchtiger O'fizier gewesen: als Staatssekretär des Reichspostamtä hat er sich als ein glücklicher Reformer erwiesen, und als Landwiitichafts- minifter hat er sich den Ruhm erworben, der entschlossenste Agrarminister zu sein, den Preußen jemals gebabl habe. Trotzdem, so meint das genannte Blatt, dünlt uns, daß er in all diesen Aemtern seinen eigentlichen Beruf verfehlt habe: wir sind überzeugt, das; er als Kaufmann oder Bankdirektor ganz Außerordentliches geleistet haben würde." — Eme Eingabe an den Reichskanzler wegen Abänderung der kaiserlichen Verordnung betreffend die Hauptmängel und Gewährfristen beim Schlachtvieh hat der Deutsche Fleischerverband gerichtet unter Hinweis daraus, daß bei einem Verlust von 40 Millionen Mark, der jährlich durch Beanstandungen bei der Fleischbeschau entstehe, daö Fleischergewerbe über zwei Drittel der ganzen Viehwährschasl tragen muß, also von einer gerechten Verteilung der Lasten zwischen Landwirtschaft und Fleischergewerbe nicht die Rede sein könne. Die Eingabe begründet bann, wie die ?Allg. Fl.-Z.^ mittcilt, des Näheren die Notwendigkeit, diesRinder- finne, die Wassersucht, die Schweineseuche, den Rotlauf, die Blutvergiftungen, die Geschwülste, Entzündungen unb blutigen Durchtränkungen, sowie bie Geruchs- unb Geschmacksabweichungen unter bie Hauptmängel aufzunehmen. Würde die Hauptmängelliste nach diesem Vorschlag erweitert, so hätte die Landwirtschaft nach sorgfältiger Berechnung nur wenig mehr als die Hälfte des GesamtverliisteS zu tragen, welcher Anteil ihr billig zugemutet werden dürfe, wenn man sich überhaupt mit dem deutschrechtlichen Charakter der Vieh- währschaftsbestimmungen auszuföhnen vermöge. — Die Verständigung mit den Mainufec-Staaten wegen Fortführung der Main-Kanalisation von Offenbach bis Aschaffenburg ist nunmehr soweit gefördert, daß bald nach Ostern dec Vertragsabschluß erfolgen wird. Ehe dann an bie Ausführung be§ Planes gegangen wirb, muß noch die Zustimmung der Einzellandtage eingeholt rnerben. Aus uns tanOe Gießen, ben 14. April. ** Kaiserbesuch in Gießen. Zu ben in auswärtigen Zeitungen hierüber verbreiteten Nachrichten können wir mitteilen, daß die Möglichkeit der Hierherkunfi ftcitagSgenuß bereitete der hiesige Musikverein heute abend den zahlreichen Kirchenmusikfreunden durch die Aufführung von Joh. Seb. Bachs gewaltiger Matthäus-Passion, die unter Mitwirkung hervorragender Solokräfte in der Stadtkirche zu Gehör gebracht wurde. DaS Konzert stand unter Leitung des Herrn Hofkapellmeisters, Hofrat de Haan, das Doppelorchester stellte die Großh. Hofkapelle und als Solisten machten sich die Konzertsängerinnen Frl. Marta Stapelfeldt- Hamburg und Frau Alide Lütkemann-Amsterdam, ferner die Herren Konzertsänger Albert Jungblut-Berlin und TomaS Tenps-Rotterdam verdient. Auch der Großherzog und die Großherzogin, Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, sowie die prinzlich battenbergischen und die fürstlich Erbach- Schönbergschen Herrschaften wohnten der Aufführung bei. Vernaschtes. • Ein niedliches Geschenk hat der deutsche Kaiser nach einem Bericht deS „New-Pork Herold" den beiden kleinen Töchtern des amerikanischen Gesandten in Berlin, Eharle- magne Tower, gemacht. Als der Kaiser am Mittwoch voriger Woche bei dem Gesandten dinierte, flogen plötzlich die Türen des Empfangsalons weit auf, und auf der Schwelle erschien ein Lakai in des Kaisers Livree, der ein Kissen trug, auf dem in einem mit Seide ausgeschlagenen Körbchen der niedlichste kleine Terrier lag. Als der Kaiser den Diener sah, rief er die beiden Töchterchen des Gesandten zu sich und händigte ihnen das kleine Tierchen ein, indem er neckend sagte: „Zieht ihn nur nicht zuviel an den Ohren, sonst fallen sie ab. Fritz aren, besonders auf ber Volkssckyule die fähigsten Schüler; auf dem Gvmnasium kommen bei hohen Anforderungen ja in ber Hauptsache am besten burck, bie am längsten tagsüber tätig hem können unb vom Wachsen wenig in Anspruch genommen werden. Die vielen Erfahrungen, bte in meiner Erinnerung gcbliepen finb ober bie ich noch neu gewonnen habe, kann ich hier nicht einzeln wiedergeben. Als notwendige Folge ber mir klar worbenen Abhängigkeit bes Wachstums von ben Nerven kam ick zu bem Satze, baß besonders zeitweilig starkes Wachstum den Körper auch sehr ermüdet und bie Verdauungstätigkeit hemmt. Auch von ber Fortbildungssckuljngend wäre ähnliches zu be- richten. Mit religiöser unb fvrtbüblicher Einwirkung unb allem möglichen Vereinswefen sucht man bic burdy gewerbliche llebet> arbeit in einen Zuftanb geistiger Ueberreiznng geratene.-jugenD auf guten Wegen zu erhalten. Man untergräbt ihre Wundheit nur noch mehr. Im Kirchhofsfrieden des Sieckstnms ntag ber t?taat immerhin die gefügigsten Untertanen wissen. Ich wusste aucn nicht, daß die in Nulye groß und stark lyerangewacksenen Burger eine Gefahr für den Staat bedeuten. Im Gegenteil, wenn in ben alten Volkssagen etwas von einem riesenstarken Manne erzählt wird, bann wirb ausdrücklich versickert, daß der Mann bei seiner Stärke keine Gefahr für seine Mitmenschen gewesen sei: es gehöre mit zu dem Wesen großer und starker ~eute, friedlich und verträglich gegen ihre Mitmenschen zu sein. *) Der Augen, ber Verbauungstätigkeit usw. der vevschieoeusterr von ben Nerven abhängigen Organe. fimieXsoes - Wex Wk - • e Brak . i-Asiat Bank to-Kommandit. er Bank aktien . ore- und Ohio- ntahn . idbahn . • • ,rd Eisenbahn vc. sberichte i der Bank für Handel isen. April, 1.15 Uhr. Lnbmeyer. . . !&>' Schnckert. . . 1EN iler Bergwerk . K 'fi irchen Bererti , 145i .M . M . HÄ . Itt# , 20 ,11160 ' MIO r. Staatsbahn . • . g .Henri-Eisenbahn J** ^ttgen, 11,ll'teä l«nbte Dm, b t K°°«che ®„ ' ™ LyMMIhlk bet !“ufe SeRMungen Umneife von 15 Mo. 1°nze Reihe Ländereien rt kulturunfähiq. Lire geschätzt. 3e emzllstürzen drohen, b^shaber der ftanzö. Francs als Unter« -cht. Bisher hat bk rat'Schatulle und über Gingen stammen, unter nd Hot 6, Deutsch» System des Ingenieurs stellt. ril. Anfangsknrse ner Bergwerk. - hatte - • • ' ■ 9100 irden E- ö. • , Lloyd . • • ’' ui.oo Börs^eschlossen^^ die ticgt ZS MS ^ÄMndlS,^ imarn uno .L I«6 #,!> ® W äW* ja in del ' [.(j r^9Mber *Lfc igJJL genötn^it» sLOr ilöet Ci eivelb , "S.<Ä'S &*■* MU6t^ 1 11 1906. K-Beicht. der' 5 £der- ' M k Runion. ! edigt. PSp^U«r.! 1M «Ma -ril. *ut ^il. Beicht. ^°°""d"de«en e,-Amerik. PM- r Bergwerk. ■ - 2E >te. .... ■ Ä lord . . . • • 196.40 s. Eisen-Indnstrie Mecum. B’% Öl90,96 Mk. Diehin, Gr. Baurat. B“/4 [2450 aus 7880,72 Mk. Grotzen-Buieck. |2407 Selbsteingemachte Bohrrcu, kaufen. 2449 empfiehlt entgeltlich. jntmem, iitnmern, Be- zur nid 498,84 2104,93 846,53 1098,10 857,88 2665,88 1249,24 453,70 398,— 789,55 2924,03 1346,56 95,— 936,89 Abgang in 1905 .... Mitgliederstand Ende 1905 . Der Borstand: Sauerkraut, Salz- u. Essiggurken, Sensgurkcn, Prcitzclbecreu, (2326 Erd- und Maurerarbeiten zu . Steinmetzarbeiten zu ... . Zinnnerarberten zu Dachdeckerarbeiten zu ... . Spenglerarbeiten zu ... . Glaserarbeiten zu Schlosserarbeiten zu . . . . Schreinerarbeiten zu . . . Weißbinderarbeiten zu . . . Tapezierarbeiien zu . . . Schindelarbeiken zu . . . . Eisenlieferung zu Staufenberg am 12. April 1906. Der Vorsitzende des Auffichtsrats Karl Kuhl. vormittags 10 Nhr, öffentlich vergeben werden. Arbeusbeschrelbuiig und dingtlngen liegen bet uns Einsicht osten. Llngedote Wohnhaus mit großem Hintergebäude, daS sich vorzugl. f. Fabrikzwecke eignet, sof. zu vertäuten. Schrift!. Aield. unter 2397 an den Giesi. Anz. erb. Hoies der höheren und erweiterten 4Uädchenschule sollen am Donnerstag den 19. d. MtL., C.Roih II, Nachfolger, Tel. 322. Walttorftr. 5. Forsthaus Kiliansherberge. Schotten, den 11. April 1906. Großh. Obcrförsterei Schotten. Seidel. 3 m Klavierftimmen empfiehlt sich [2057 Hermann Bauer, Asterweg 39 Heinrich Stephan, Heinrich Bcnzler, Ludwig Kraft IH. Direktor. Rechner. Kontrolleur. Bekanurmnchung. Die Zinsen der Schott-Stiftung werden am 1. Lsterfeicrtag int Nachmittagsgottesdienst in dec Stadttrrche verteilt. Gießen, 14. zipnl 1906. Die Armen-Dcputation der Stadt Gießen. Vergebung von Bauarbeiter!. Die für die Erbaunng eines neuen Schulhaufcs für die Gemeinde Mainzlar erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angcbotsunterlagcn liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer 9h:. 18, während den Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlossen und portofrei bis spätestens Freitag, den 27. April lfd. Fs., nachmittags 3 Nhr, auf Großh. Bürgermeisterei Mainzlar einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Vergebung von Bauarbeiten. Die für die Erbauung eines Pfarrhauses in Reiskirchen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angcbotsunterlagen liegen aus dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer Rc.18, während den Dienststundcn zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote, mit entsprechender Aufschrift versehen, sind portofrei und verschlossen bis spätestens Samstag, den 28. April lfd. Fs., nachmittags 3 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Reiskirchen emzureichen, wo« selbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: MtWr ArbeilsMmis Gießen. Gartcnstraße Nr. 2, Zimmer Nr. 2. ES können eingestellt werden: 1 landwirsichalllichcr Knecht, 1 Gartenarbeiterin, 1 Ziegelei- arbeitet, 6 Bauschlofser, mehrere Zungen für eine Schlosseret und Schmiede (auswärts), 3 Wagner, 4 Schreiner, 2 Drechsler, 1 Schneider, 1 Fahrbursche, 1 jüngerer Hausbursche, 5 Dienstmädchen, 2 Laustrauen. Lehrlinge: 2 Schmiede, 2 Spengler, 2 Wagner, 2 Buchbinder (gegen Vergütung), 1 Schreiner, 2 Fr heute, 1 Schneidet, 1 Glaser, 1 Zn- ftallateur, 1 Mechamter, 1 Kaufmann, 2 Kellner. ES suchen Arbeit: B14/4 1 Vauschlosser, 2 Maschinisten oder Heizer, 1 Maschinenschlosser, 2 Schreiner, 2 Wasch- oder Putzfrauen, 1 Schneidet, 1 Glaser, 1 Erdarbeiter, 1 Techniker, 1 Fahrbursche, 1 Laufmädchen (nachmittags), 1 Bureaugehtlfe, 1 Bureaudtener, Aufseher ober Lagerist. 787,88 410,50 2624,99 1531,72 260,— 320,— 454,05 Mgcmim Amin für Ämen- öiiü NnnkenOße. Mt!i!lid)t SiUipt-VersanlinlW. Dienstag, den 24. April 1906, nachmittags 5 Uhr, hn oberen Gcmnndesaal, ntrchstraßc Tagesordnung: 1. Jahresbericht, 2. Prüfung der Rechnung, 3. MictSpatronat tnsbcs Kaihartncvgafsc 11,4. Erweiterung dcS Schwesternhauses, b. Errichtung emcc Mitchküchc für Säuglinge. D:e Mitglieder werden hiermit auf Grund der §§ 4, 5, und 7 der Satzungen ergebens! cingcladen. °u/* Der Vorstand: D. Schlosser. General Per summluug Sonntag, den 22. 21pril 1906, nachmittags 3 Uhr, auf dem Rathaus dahier. Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnung 1905. 2. Beschluß über die Verwendung des Reingewinns. 3. Den Revisionsbericht von 1905. Die Rechnung liegt acht Tage zur Einsicht der Interessenten bei dem Rechner offen. Spar- und Vorschussverein eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Staufenberg. Bilanz am 31. Dezember 1905. KachliMW FMule Achen. (Staatlich anerkannte Unterrtchtsanftalt). Das neue Schuljahr unserer Anstalt beginnt Mitt' woch, den 25. April, nachmittags Ä Uhr. Am Meldungen neneintretender Schüler, wobei das letzte Schulzeugnis vorzulegen ist, werden Donnerstag, den 19. April, abends von 8 bis 10 Uhr im Lehrsaal I der Schule — Nordanlage 15 — entgegengenommen. Lehrlinge, welche den Sommer über schon in Gießen wohnhaft ivaren, können im Herbst nicht mehr eintreten. Der fakititative Unterricht — Französisch, Englisch, Stenographie und Maschinenschreiben — nimmt Donnerstag, den :r. Mai, abends 8 Uhr seinen Anfang. Ter Besuch der Anstalt befreit die aus der Volksschule entlassenen Schüler, sowie diejenigen höherer Lehranstalten, wenn sie nicht ein Jahr lang der Ober-Tertra angehört haben, vom Besuche der obligatorischen Fortbildungsschule. Gießen, den 9. April 1906. Die Schulkommifsion. Holzversteigerung. Es werden versteigert: 1. Mittwoch den 18. April l. I. den Distrikten Launsbach, Sauberg, Schläge und Auer- Erd- und Maurerarbeiten . . Steinmetzarbeiten a) Lungstein . b) Sandstein. Zimmerarbeiten Dachdeckerarbeiten Spenglerarbeiten Schlosserarbeiten . . . . Glaserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Tapezierarbeiten Gießen, am 10. April 1906. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises. Gießen. Eisenlieferung Gießen, am 11. April 1906. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Großh. Baurat. Bu/< M. Rosenthal, Liebigstraße. 2 j. Hahnen, Goldwyau, schöne Tiere, V« Jahr, zu verk. 02621 Bahnhofslr. 57. BimbeerpSanzen neue, groB'tücbhge Sorte empfiehlt >2339 Carl Kaufmann, £>anbel§- qävtncrci, Marburger Straße Bogelsb. Laudcicr 2 St.13 Psg. sowie pr. AogelSb. Landbnitet etup'. W. Ullrich, Schloßg. 7.™M StSiitlslhtr WohmMchMis Cicßell Garteustratze 2, Zimmer Ar. 2. (Geschäslsstunden von 8—1 und von 8—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: 2 Wohnungen von V ^uiuuern, 4 'Lvopuungen von 5 4 Wohnungen von 4 Ztmmern, 5 Wohttttngen vott 3 ,, 1 Wohnung von 2 Zimmern, 1 möbliertes Zintmer, 2 Läden mit Wohnungen, 1 Werkstätte. Zn mieten gesucht: 35 Wohrmttgen uon 1—8 Zimmern. B14/4 Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und »war für eine Wohmtng mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. cinschliesilich 0,20 Mk., von mehr als 300 Aik. bis 500 Mk. em- schliesiltch 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Alk.: außer-- deut ist für jede Wohntrngsamneldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohitttngsluchenden erfolgt die Vermittelung un- berg der Forstwartei Wingershausen: Stämme: 13 Eichen = 3 Fm. (11 Stuck unter 25 und 2 Stück 31 und 34 cm Durchm.) 23 Lärchen — 8 Fm. (unter 25 cm Durchm.) 12 Fichten — 5 Fm. (11 Stück unter 25 und 1 Stück 31 cm Durchm.) Derbftangen: 8 Lärchen — 0,69 Fm. Nntztnüppel Rm.: 3 Lärche, ferner Brennholz Scheiter Rm.: 128 Buche I. Kl., Knüppel Rm.: 823 Buche, 1 Hainbuche, 71 Eiche, 14 Kirschbaum, 28 Aspe, 4 Lärche, 2 Erle und 3 Fichte, Knüppelreifer Rin.: 780 Buche, Gewöhnt. Reifer Rm.: 370 Buche, 5 Fichte und 13 Lärche, Stöcke Rm.: 43 Buche. Zusammenkunft vormittags 11 Uhr am Schnittpunkt des Taubenmegs mit der Jungfernschneise im Distrikt Sattberg. Borgezeigt tmrb nur das im Distr. Sauberg Abt. 7 a sitzende Holz. Alles übrige Holz bittet man vorher anzusehen. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Schott zu Schotten. 2. Freitag den 20. April l. I. aus den Distrikten Hirzenberg und Kohlheg der Forstwartei Kiliansherberge: Stämme: 3 Linden — 0,36 Fm. Derbftangen: 363 Fichten = 26 Fm. Nutzknüppel Rm.: 2 Eiche, ferner Brennholz Scheiter Rm.: 716 Buche I. Kl. und 197 Buche II. Kl., Knüppel Nm.: 793 Buche, 32 Hainbuche, 120 Elche, 22 Ktrschbaum, 26 Fichte, 2 Ahorn, 7 Kiefer und 1 Akazie, Knüppelreifer Rm.: 198 Buche, 37 Eiche und 12 Ulmen, Gewöhnt. Reiser Rm.: 750 Buche, 140 Fichte, 17 Eiche, Ttöcke Rm.: 212 Buche. Zusammenkunft vormittags 11 Uhr am Forsthaus Kiliansherberge bei Schottem Vorgezeigt wird nur das im Distrikt Hirzenberg Abt. 3 (Hoherain) 5 und 6 sitzende Holz. Vor Beginn der Versteigerung wird die Anfuhr von 4 Rm. Pfarrbesoldungsholz an den Wenigstnehmenden öffentlich vergeben. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Förster Bing zu Ätt-ilnöGrilchlllkl! in allen Sorten, garant. seidesret empfiehlt in besten Qualitäten Robert Stuhl Neustadt 23. [2318 Brut-Eier! Ter Gcflügelzuchtoerein Gießen und Umgegend von 1903 gibt Brnteier von seinen Zuchtstationcn ab und zwar: a. Slwer-Wyandotte, Wetße Wyandotle; b. Schwarze Langshahnen, Schwarze Jtaltener, Rebhuhniarbtge Italiener, Schwarze Minorka. 0)it(;rii, ilö d-Mage 8. 2445 Der Vorstand. Naturreinen 2457 AcpftlWkin in Flaschen und Gebinden liefert H. Drechsler, Weserstraße 8. Telephon 581. 304220.57 . 249 .13 262 . 10 . 252 Vordruck, der bei uns crhciltltch, sind bis ztnn genannten Zcitpuitkt an uns entzureicheit. (Siegen, 11. April 1906. Städtisches Hochbanamt. B12/,_________M erbe l.________ Versteigerung Dienstag, den 17. Aprit, naa.» mittags 27, Ut)t, sollen dahier ■■Mtorfivaße 6, (Darmst. Haus), 2Nal)inaichincn, 1 Regulator, 1 Halb- verdeck, 1 Gramopl.on,- 2 Tutz-nd Daincnregenfchtrme,2Pserdc, 1 Posten Schnhwarcn, verschiedene Gold- und Lilderfochen, HauS- u. Küchengeräte aller Art u v. a zwangsweise gegen bav versteigert werden. 1-443 Gictzen, den 14. April 1906. Seivel, Gcri'!stsvo!lsieber Aafier- Schreibmaschine gut erhalt., billig zu verkaufen. Näheres in der Geschästsstelle des (Äietzener Anzeigers. 12399 billig abzugeben. Ebendaselbst eine Partie leere Flaschen in allen Groszen. Schrrftl. Angebote l>. 2412 an den siebener Anzeiger. exMi Hatbverdeck, Braecr aseen offener Wagen, verschied. Last- »vageu, 5, 7, 9, 12 Ztnr. schwer, 1 Häckselmaschine, preiswürdig abzugebeit. [2408 Fr. Schwan jr., Wetzlar. 2 männliche, junge, 6 Wochen alte, la schottische Hnude von preisgekrönter Uiutter sind zu verkaufen. Näheres bet Mühlen- besitzer Fiedler, Spitzmühle bei Sie finden Käufer 5- oder Teilhaber für jede Art hiesiger oder auswär- tigerGeschäfte,Fabriken,Grundstücke,Güteru.Gewerbebetriebe rasch und verschwiegen ohne Provision, da kein Agent, durch E. Kommen Nacht a,°L Verlangen Sie kostenfreien Besuch' zwecks Besichtigung und Rücksprache. Infolge der, auf meine Kosten, In COOZeltungen erschcnenden Inserate bin stets mit ca. 2500 kapitalkräftigen Reflektanten aus ganz Deutschland und Nachbarstaaten In Verbindung, daher meine enormen Erfolge, glänzenden und zahlreichen Anerkennungen. Altes Unternehmen mit eigenen Bureaux i.Dresden,Leipzig,Hannover, Köln a/Rh. und Karlsruhe (Baden). öabe drei Pfauen, ein männ- liches Prachtexemplar und zwei Weibchen, ein vorjähriges dabei, preiswürdig wegen Platzmangel zu verlaufen. Näheres: 102559 WUH. Arnold IV, Beuern. tönte Fchknrtchlii 025511 H. Zinn, Ludwigstr. 4. Z-rührosa sowieSpätkarloffclu zu verkaufen. 02590. Frau Weber, Grün berg er Str.43.i 02592) Eine Ziege zu verkaufen. _____________ Ederstrasie 6. 02602) Ein lOsitztger Sommer- wagen billig zu verkamen. Len kl er, Rheinljcher Hof. Mein Haus mi. Geschäft bin tch willens zu verkaufen, evt. auch zu verpachten. Reflektanten bitte ich, sich bei mir melden zu wollen. 2069 Fr. Hennings, Bäckermeister, Seltersweg 14. Rollwagen ein- und zweispännig, zu ver- 304 220.57 Mitgliederstand Ende 1904 Zugang in 1905 . . . FisßbökMllW! Stniiicinldintöe 9o w, über Nacht glashart trodnenb, LMitirMMbe sofort trodnenö, Oelfarben, Lacke, Pinsel. Pitchpmeöl, s staubfreies Fustbodenöl, trodntt sofort. Liter - Krug 1 Mk. Parketrose, Partetwichfe, Stahlfpähne. Gustav V/alter, MauSbrrrg &3. Telef;386 Fuhren jeder Act prompt und billi . '^taheres - 41 Bureau Emil Horst. Aktiva. J!C $ Passiva. uK, Ausgeliehene Aufgenommene Kapitalien Kapitalien 281275.59 und zwar Mitglieder- a. gegen gulhaben 11975.73 Obligationen 138138.37 Reserve- b. gegen fonds 7127.42 Bürgschaft 90250.49 Eintritts- c. gegen Güter- gelder kaufgeider 56963.34 in 1905 80.— d. gegen Wert- Zuweisung papicre nach aus dem Dem Kurs am Rein- 31. Dez. 1905 496.— gewinn Kassenvorrat 13013.05 pro 1904 981.79 8189.21 Unersetzte Spezialreservesonds 440.— Vorlagen 92.67 Noch zu bezahlende Mobilien 153.23 Dividenden 483.32 10% Ab- Nachlässe für noch schreibung 15.32 137.91 nicht fällige Ausstände 5128.74 Gülerkaufgeldcr 200.— Reingewinn 1656,72 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei 'dem Hinscheiden unserer lieben Schwester, Schwägerin und Tante sagt innigsten Dank 2424 FllMtlie Scheiper. ' / :; ■ ; .. ' ■: ÄTTTGkS-LLSL DÄG 99IMMMH LA - SITKRRTEN öescliiifts-IJefocrgsalbe. Hierdurch die ergebene Mitteilung, dass ich mein Höbe!-,Teppich u. Dekors .ionsgeschäft einschliesslich meiner Betriebswerkstätten und meiner gesamten Verkaufs- und Lagerräume vom 1. April ab an Herrn Nachfolger übertragen zu wollen auch fernerhin erhalten und mein neues statt. Stoekrath Auf vorstehende Mitteilung des Herrn Christian Keiber höflichst Bezug nehmend, teile ich unseren beiderseitigen Kundenkreisen, sowie allen verehrlichen Lesern dieser Anzeige ergebenst mit, dass ich in den seitherigen ausgedehnten Geschäftsräumen der Firma Willi. Keiber ein allen Anforderungen der Neuzeit Rechnung tragendes abgetreten habe. Herr Stückrath wird für die Folge sein eigenes Geschäft in Vereinigung mit dem meinigen in ausgedehnterem Masse in den Geschäftshäusern Seitersweg 38, Löwengasse 3 und 5 weiterführen. Ich bitte meine geschätzte Kundschaft, das meiner Firma seit langen Jahren in so grossem Masse entgegengebrachte Vertrauen und Wohlwollen, wofür ich verbindlichst danke, auch auf meinen Hochachtungsvoll! Carl Hochachtungsvoll! Christian Reiber, i. F. Wilh. Reiber einrichten werde. Ich bitte, das den beiden Firmen bisher in so reichem Masse bewiesene Vertrauen mir Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen. Während des Umbaues meiner Ladenlokalitäten findet der Verkauf in den Lagerräumen Statt Karten, Cre’eld Ida Dahl Siegfried Kosenthal Verlobte 2410 Ostern 1906 Giessen, Bahnhofstr. 54 Statt Karten, August© Weeg Douis Schneider Verlobte Giessen, Ostern 1906. Statt Karten, Giessen Ostern 1906 Anna Pfeiffer Pritz Wössner Verlobte 2405 Strassburg i. E. M M U K M Während der Ostcrfeiertage bet günstiger Witterung 02612 W* Wirtschaftsbetrieb, -w Am H'rmmelfal-rtstage und vom 1. Mai ab jeden Sonntag WirtschafUbetrieb. Ludwig Schtteröach Bieber, Lebende Krebse eingete'offesi Bletzgers-Weinstube. Grosses* Sclmhwaren-Aiisverkaiif Wegen Geschäftsaufgabe verkaufe ich meine sämtlichen Schuhwaren zum Einkaufspreise, 02580 Vorteilhaft für Wiederverkaufes Philipp Dedus, LunüsSsch. Verdingung. Die Lieferung von 120 cbm mosaikartigen .sitcmpflaflcrfleincn soll Montag, den 30. April, vormittag-> 10 Khr, öffentlich vergeben werden. Angebote sind auf D>..i, von unterzeichneter Verwaltung, erhältlichen Vordruck biß 311111 genannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an daS städtische Tiefbauaint Gießen einzureichen. ZuschlagSsrist 3 Wochen. Gießen, den 11. April 1906. Das städtische Tiefbauamt Braubach. BM/4 Ailtimeriien ülpieimei«, SWrlbeer- uni) Zspnnis- beerwck offeriert in Gebinden und Flaschen die Kelterer Hatumühte U»a lßöltsrikö 3lepp l Brennholz, knrzgeschnittenes Tannen-Absall-- bo(0, liefert für Mark 1,15 pro Zentner frei ans Haus 2415 _______B. Nuhn, Lollar._______ mit M,Mä zu verkaufen. Preis 18000 Mk., Anzahlung4000Mk. Schriftl.Anfr. unt.02618 an den G ießenerAnzetger äausverlmiti. 3x4 Ziiumer-Haus nächster Nähe der Bahn unter günstigen Zahlungsbedingungen direkt vom Besitzer zu verkaufen. Schrift!. Anfragen u. 2433 an den Giessener Anzeiger erb. In bester Lage der Bahnhofstraße ist ein größeres 2425 Baugelände unter günstigen Beding.abzugeben. Näh. i. d.Geschäjtsst.d.Gieß.2lnzeig. 2447 wich wenden. weg 2 abzugeben. 02585 Joh. Gg. Pfaff, Stephanftrasie 25. (T\ic veiosn jungen Mädchen, welche gestern 'Mittag vor dein LadendesHerrn Goldarbeiter Bruck einen goldenen Zwicker gefunden haben, werden gebeten, denselben im Eck-Laden Selters- Wascht mit: Schwan * 7!^ 'naerWjBrrw* BiÜVgWhige Ö Knaben werden zur Ausbildung gesucht. Schriitl Meldungen unter02588 an den Gießener Anzeiger erbeten. Wer erteilt Ausländer deutsch. Unterricht? Schristl. Meldungen m.Honorarang., Beruf u.Sprechst. u. 02579an d. Gießener Anzeiger. Empfehle mich zum Kartoffel- v2> fetzen. ft. Jäger, 026( 6 Neuenweg 38, H. Dcabsichtige, in meinem alten Stcrnbrnch it der Hardt meyrers tausend Knbikmeter Bruchsteine in 2lkkord brechen $u lasten. Reflektanten wollen sich an Schnlstrasse 7 G in jeder beliebigen Schriftart und Karton- sorte, sowie mit Zirkeln aller studentischen j Vereinigungen, liefert zu mässigen Preisen Brühl’sche Umversitäts - Druckerei Abgeschnittene z*>; rmd . 2 Darrve anögekammte <5> kauft Heinrich Tichy Seltersweg 43, Ecke Qloethestraßc. Zum 1. Otlaber KetrschlistliAs Haus z. Alleinbcwohnen, nicht unter 8 Zinuner, in. 0)arlen, zu mieten oder auch zu kaufen gesucht. Schristl. Angebote unter 2456 an den Gießener Anzeiger erbeten. reisende HOSPIZ Damen evang. Schwesternhaus, tiieesea. lohannesetr I. gebrauchte L-lÜtll-tzilltililtüIiz zu kaufen gesucht. Schriftliche ^Angebote unter 2286 an den Gießener Anzeiger erbeten. Zickelfelle zahle Hobe Preise dafür. [2363 A. Krehschmar Marktplatz 22. PsMer zu turnen ocfmlit. Alieeslr.22. 02590s II. Dügellmrsus! I Glanzdügeln kann man binnen 4 Wochen aründl. erl. tnachm.). Walllorstr. 1011, Ging, d.o. Laden. Beteiligungs- Gesuch. Ein solider Kaufmann, in mittlerem Lebensalter, verheiratet, dein 30 000 Mk. sofort zur Verfügung stehen, sucht gut rentierendes Engros- od. Fabrikattons- geschäit in Gießen zu übernehmen oder sich an solchem zu beteiligen mit Domizil in Gießen. Schristl. Angebote, jedoch nicht anonym, unter 02069 an den Gießener Anzeiger erbeten. Tfisitenftarten liefert rasch and billigst Brühl’sche Onlv^Uruckerd. J. Rosenthal, Bismarckstrasse 101, Telephon 491. Für Käufer stets ohne Kosten habe ich (2434 Erstklassige Hotels, Wirtschafte«, Villen, Privathäuser, Industriegelände mit Geleisanschluss unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Hypotheken-Abteiiung habe zu vergeben I. Stelle ii 3*/. und 4% II. Stelle ä 41/, und 5°/0 Erste Bankverbindungen. DmftWWM