Ausland. Toulon, 2. April. In einem Zimmer der Unter* präfektur wurde heute mittag eine Bombe gefunden. Laibach, 2. April. Dem hier zu kurzer Tagung zu-» fammengetretenen Krainer Landtage unterbreitete heute der Präsident eine Regierungsvorlage betreffend die Aen- derung der Landesordnung und der Landtagswahlordnung, wo noch eine Kurie mit allgemeinem Wahlrecht und 10 Abgeordneten an die bis jetzt bestehenden Kurien angegliedert werden soll. Die Vorlage enthält außerdem Bestimmungen, die darauf abzielen, eine ungestörte Tätigkeit des Landtages sicherzustellen. Belgrad, 2.April. Die in Wien verbreitete Nachricht, daß der König dem Throne zu entsagen plane, entbehrt, wie von zuständiger Seite gemeldet wird, jeder Grundlage und ist eine tendenziöse Erfindung. Washington, 2. April. Tie republikanischen Vertreter des Staates Maffaschusetts im Repräsentantenhaus beschloffen, eine republikanische Parteikonferenz einzuberufen, um die Frage zu erörtern, ob das Repräsentantenhaus- Komitee für Mittel und Wege nicht veranlaßt werden soll, noch in der gegenwärtigen Kongreßsession die Tarif - revisionSfrage zu erörtern. Der Beschluß ist die Folge, wie gemeldet wird, von der vom Vorsitzenden dos Komitees, Deutsch-Ostafrika. Berlin, 2. April. Gouverneur Gral Götzen telegraphiert aus Dar-es-Salaam: Die Verbindung mit M a h e n g e ist von Norden durch Hauptmann Nigmann, vom Süden durch Major Johannes hergestellt. Ter Auf st and ist auch dort im Abflauen, ebenso herrscht auch dort ein großer Nahrungsmangel. Ernstlichen Widerstand fand die Truppe nur noch in den Spangwa- $ er gen am Njassa-See, wo das Detachement v. Kleist am 28. Februar von 2000 Nebelten erfolglos angegriffen wurde. In den anderen Bezirken finden andauernd Unterwerfungserklärungen und Auslieferungen der Rädelsführer statt. Oberbürgermeister übergab die Kaserne an das Regiment mit einer Ansprache. Oberstleutnant v. Storch dankte. Der Kaiser richtete hierauf gleichfalls noch einige Worte an das Regiment, worauf der Kommandeur ein Hoch auf den Kaiser ausbrachte. Auf dem Wege vom Kasernement in das Offizierkasino hatte wiederum eine ungeheure Menschenmenge Aufstellung genommen und brachte dem Kaiser jubelnde Huldigungen dar. Auch die Bergleute wurden mit Hochrufen begrüßt. Im Kasino empfing der Kaiser die niederländische Gesandtschaft, bestechend aus dem Staatsminister Generalleutnant Borgansius, Generalmajor Smeding und dem Kommandeur des Husarenregiments in Bentoo v. Westenberg. Generalleutnant Borgansius richtete eine Ansprache an den Kaiser, auf die dieser erwiderte. Während der Tafel saß der Kaiser zwischen dem General Borgansius und dem Oberst- leutrrant v. Storch. Letzterer toastete auf den Kaiser, der antwortete und darauf in einer zweiten Tischrede ein Hurra auf die Königin Wilchelmina der Niederlande ausbrachte. Bei andauernd herrlichem Wetter begab sich der Kaiser um 6 Uhr vom Ofsizierkasino zum Stadttheater, von der Bevölkerung abermals aufs herzlichste begrüßt. In der Großen Loge nahm der Kaiser Platz, mit ihm die Herren deS Gefolges, der Oberpräsident, der kommand. General v. Bissing und die Herren der niederländischen außerordent- lichen Gesandtschaft. Im Range hatten u. a. auch die bei der Begrüßung zugegen gewesenen Ehrenjungfrauen Platz genommen. Der Karl-Wilhelm-Bund, die Vereinigung der Gesangvereine von Krefeld, trug zwei Lieder von Karl Wilhelm vor. Sodann wurde MoserS Lustspiel „Das Stiftungs- fcfP aufgeführt. In der Pause hielt der Kaiser in dem Foyer Cercle ab. Um 7 Uhr 30 Minuten erfolgte die Abfahrt deS Kaisers nach dem Bahnhose, die sich zu einer begeisterten Kundgebung gestaltete. Nochmals waren alle die tausende der Bewohner Krefelds und Umgebung auf den Feststraßen zu einem dichten Spalier zusammengetreten und jubelten dem Kaiser zu. Die Kirchen, die öffentlichen Gebäude und Pcivat- häuser wgren illuminiert. Der Kaiser verabschiedete sich von den Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden auf dem Bahnhof. Aas tznde des WaroLkostreites. Tie „Norddeutsche Mg. Ztg." veröffentlicht einen Artikel betitelt „Zum Abschluß der Marokkokonferenz". Der Artikel bespricht eingehend die Vorgeschichte der Marokkokonferenz, anfangend nrtt den nach dem Krimkciege aufgetretenen, durch Palmerston vereitelten Bestrebungen Frankreichs, in Marokko festen Fuß zu fassen. Er erinnert daran, daß es unter Ignorierung der deutschen Interessen diesen Plan zu verwirklichen strebte und dadurch den Einspruch Deutschlands hervorrief, der sich • nicht gegen die englisch-französische Verständigung, sondern gegen die Art richtete, wie Frankreich an die Verwirklichung dieses Planes ging. Im Frühjahr 1905, so fährt der Artikel fort, hatte sich eine Konstellation herausgebildet, die ernster war, als in der Oeffen tlichkeit bekannt war. Der RücktrittDelcasses eröffnete dann die Möglichkeit eines Ausgleiches. Der Artikel schließt: Jedes sachliche Urteil über die Ergebnisse der Konferenz für Deutschland muß den Vergleich zwischen dem Ausgangspunkt und dem vorläufigen Abschluß zu Grunde legen. Dieser Vergleich bietet, sofern man unterer Politik nicht geflissentlich Absichten unterstellt, die von Anfang an konsequent zurückgewiesen wurden, kein Mißverhältnis zwischen dem Gewallten und dem Erreichten. Gjetreu ihren von Anfang an dargelegten Zielen hat die deutsche Diplomatie feine Einzelheiten um ihrer selbst willen verfangt, sondern bei jeder Forderung lediglich Wahrung des Prinzips und ausreichende imernationale Garantien für die Sicherung der Bewegungsfreiheit aller beteiligten Nationen in Marokko zu schaffen, im Auge behalten. Im Vertrauen, daß dieses Bestreben die Anerkennung der Mächte finden werde, ging Deutschland auf die Konferenz, obwohl bekannt war, das; .Frankreich Verabredungen mit drei Mächten nach Algeciras mitbrachte. Gesiegt hat in Algeciras weder Deutschland noch Frankreich, sondern das internationale Prinzip, das mit Bezug auf Marokko durch die Konferenz erneute und feierliche Bestätigung erhalten hat. Die Verfechtung dieses Prinzips hatte die deutsche Politik auf ihre Fahne geschrieben, nicht aus theoretischer Rechthaberei, sondern weil die Aufrechterhaltung eines internationalen Regimes in Marokko sich für die Entwicklung der eigenen Interessen Deutsck- lauds auf kommerziellem und ökonomischem Gebiet als günstig bewährt. Die Konferenz einigte sich auf klare feste Bürgschaften für eine ungehinderte Betätigung deutschen Unternehmungsgeistes im scherifischen Reiche, wie sie durch eine Sonderabmachung mit Frankreich nicht zu erzielen gewesen wäre. Marokko bleibt ein freies Feld für den wirtschaftlichen Wettbewerb aller Nationen. Ferner erkennen wir an, day Frankreich hierbei loval mit» wirkte und es damit Deutschland wie allen neutralen Signatarmächten erleichterte, den besonderen Interessen Frankreichs und Spaniens in der inneren Ordnung des scherifffchen Reiches gerecht zu werden. Wir hoffen aufrichtig, daß die Beunruhigung, die ohne Verschulden Deutschlands entstanden war und längere Zeit auf die internationale Lage störend einwirkte, nunmehr allgemeinem Vertrauen und Zuversicht in gesegneter Friedensarbeit weichen wird. Angesichts der eigentümlichen Haltung Italiens auf der Konferenz berührte folgende Besprechung des Ergebnisses im „Giornale d'Jtalia" besonders angenehm: Der Reichskanzler Fürst v. B ü l o w hat mit dem anfänglich von ihm ausgestellten Grundsätze, „in Algeciras sollen tv-eder Sieger noch Besiegte sein". Recht behalten. Deutschland, welches, indem es eine offensive Haltung einnahm, in Wirklichkeit nur seine Interessen und seine kommerzielle Ausdehnung in der Welt verteidigte, zu welcher es seine wirtschaftlichen Verhältnisse und seine 60 Mlllionen Em- 3)ie -euttge Kummer umfaßt 10 Seiten. Der Kaiser und dir Krefelder Ianzhusaren. (Original-Bericht des „Gieß. Anz.") P. R. Krefeld, 1. April. Die Schmückung der Stadt ist fast beendet, doch muß noch eine große Anzahl der Arbeiter die Nacht arbeiten, um die letzte Hand anzulegen. ES ist alles so schön, wie cs selten, vielleicht auch nie von unserem Kaiser gesehen wurde. Glicht nur die 5 Kilometer lange Feststraße, auch jede andere, selbst die kleinste Straße und Gaffe hat ein Festgewand angelegt. Viele hunderttausend Meter Guirlanden wurden benutzt und wieder mit MrÜ-onen künstlicher Rosen besteckt. Kein Wunder, daß beute schon tausend und abertausend Fremde auS der Umgebu.'rg, die morgen verhindert sind, die Feststraße entlang ziehen, um die Pracht zu schauen. Dazwischen reiht sich Wogen an Wagen desjenigen, die sich rühzeitM ein Gefährt bestellt hatten, denn Wagen ist ein gesuchter Artikel und sind kaum noch welche für die nächsten zwei Tage zu haben. Der Himmel ist bewölkt, doch steigt daS Barometer bei N.-O.-Wind. Es Ist also weiter trockenes Wetter zu erwarten. Wenn eS schön bleibt, so werden den Kaiser an der Spitze seiner grünen Husaren morgen eine halbe Million Menschen umgeben, denn der ganze Niederrhein von Westfalen bis zur holländischen Grenze.wird hierher strömen, und in dem sonst so steißigen Ländchen regt sich morgen keine Hand zur Arbeit. Alle Fabriken bis Gladbach, Rheydt, Lobberich, Cleve, Graffchaft Mörs, Neuß und eines Teils der rechten Rhemseste schließen morgen, um ihren Arbeitern Gelegenheit zu geben, den Kaiser zu sehen. Heute sind schon 3» dis 4000 ehemalige Her Husaren eingetroffen, um das Verbandsfest hier zu feiern. Ueberall herrscht festliche Stimmung und mit dem heutigen großen Fackelzuge beginnt der offizielle Teil deS Festes. Krefeld, 2. April. Lange vor Ankunft dcs .Kaisers umsäumten dichtgedrängte Menschenmengen die Feststraßen der Stadt, Kanonenschüsse kündigten Punkt 12V2 Uhr die Ankunft des kaiserlichen Sonderzuges auf dem prov. Bahnhof an, wo der komm. General v. Bissing zum Empfange anwesend war. Nachdem der Kaiser das Pferd bestiegen hatte, sprengte er zu dem auf einer Wiese aufgestellten Husaren- icghncnt Nr. 11 und setzte sich an die Spitze des Regiments, nm es über die Mödinger- und die Rheinstraße in die Stadt Krefeld hineinzuführen. An der Ecke des Ostwalls und der Rheinstraße inaren zwei Tribünen errichtet, wo der Kaiser hielt. Der Oberpräsident der Rheinprovinz, Frhr. u. Schorle mer-Lieser, begrüßte den Kaiser. Hierauf trat die Tochter des Oberbürgermeisters Oehler vor und begrüßte den Kaiser, toorauf sie ihm einen Rosenstrauß überreichte. Der Kaiser drückte der jungen Dame die Hand, dankte ihr lächelnd und sagte: „Tanzen Sie im nächsten Winter recht schön mit meinen Husaren." Dann trat Oberbürgermeister Dr. Oehler vor und hieß den Kaiser willkommen. indem er an den Einzug des Kaisers int Jahre 1.902 erinnerte und an die damalige Zusage, daß Krefeld eine Garnison erhalten solle. Für die heutige persönliche Einführung des Husarenregiments bringe die Bürgerschaft ihren ehrfurchtsvollsten Dank dar. Dem Regiment rufe er ein herzliches Willkommen zu. Es sei der Wunsch der Krefelder, alles zu tun, damit das Regiment sich hier wohl tmd heimisch fühle. Die Ansprache klang in ein Hoch auf den Kaiser aus. Der Kaiser reichte dem Oberbürgermeister die Hand, bedankte sich und sagte: „Das Regiment hat einen so glänzenden Empfang erhalten, al9 wenn es siegreich ans einem Kriege heimgekehrt wäre; er habe der Stadt Krefeld eine Garnison versprochen, und er halte sein Wort." Der Kaiser schloß mit den Worte:!: , .Krefeld hat eine Garnison erhalten und die jungen Krefelder Damen ihre Tänzer." Hieraus ritt der Kaiser unter Hochrufen dcs Publi- f".m5 die Feststrap-c entlang zum Friedensplafi weiter, wo ihn 1 ’.OO Schulkinder unter der Leitung des Kgl. Musikdirektors Müller-Reuter mit den zwei Liedern „Freude, schöner Götterfunken" und „Wohl auf, Kameraden, aitf-3 Pferd" begrüßten. Von dem Friedrichsstlatzc aus ging der Zug des Regiments zu den neuen Kasernements, vor welchen der Kaiser den Parademarsch des Regiments abnahm. Auf dem großen Kasernenhofe batten sich die in Courriöres bei den Rettungsarbeiten tätig g elveseneu Bergleute ausgestellt. Der Kaiser ließ "sich den 9iamen eines jeden einzelnen nennen und hielt dann an sie folgende Ansprache: „Ich habe Euch hierherkornrnen lassen, um Euch im Namen d?s gesamten Vaterlandes meinen herzlichen Dank und meine Bewunderung und meine Anerkennung luiszusprechen für die Tat, die Ihr ausgeführt habt. Ihr habt bewiesen, daß es über die Grenzpfähle hinaus etwas gibt, was die Völker verbindet, welcherlei Rass: sie auch feien, das ist die Nächstenliebe! Ihr, seid diesem Gebote der Lehren unseres Heilandes gefolgt. Daß sich das bei den deutschen Bergleuten von selbst versteht, brauche ich kricht zu sagen. Trotzdem hat es uns alle herzlich gefreut. Darum danken wir Euch für Eure Aufopferung und vor allem für die Todesverachtung, mit der Ihr für fremde Brüder unter die Erde gestiegen seid. Daß es Euch nickt beschieden war, noch Lebende zu retten, mag Euch nickt betrüben. Die Apparate, die Ihr zurückgelassen habt, haben dazu beigetragen, daß noch Lebende an die Oberfläche gebrockt werden konnten. Als Anerkenn- nng für Eure wackere Tat habe ich beschlossen. Euch am heutigen Tage Auszeichnungen zu verleihen, die ich Euch hiermit übcr- ^Bergmeister Engel brachte ein dreifaches Glückauf auf den Kaiser auS. Hierauf ließ sich der Kaiser vom Bergmeister Engel Bericht Über die Vorgänge in Eourriöres erstatten. Inzwischen hatte das Regiment Aufstellung genommen. Der wohner zwingen, hält seine Stellung in Marokko aufrecht. Frankreich und Spanien genießen weiter ihr altes Privileg von Grenzmächten Marokkos, und die anderen Mächte haben mrch die neue Sachlage keinen Nachteil. Der Besonnenheit und dem Takte des Fürsten Bülow und des früheren Mi- nisterpräsidenten Rouvier ist es zu danken, wenn die ziviliierte Welt jetzt von einem Alb befreit ist. Von der' Konferenz selbst liegen nachstehende Mel- mngen vor: Algeciras, 2. April. Während des gestrigen ^aaes vom Morgen bis in die späte Nachtstunde arbeitete Die von der Konferenz eingesetzte Sonderkommission, be- tehend aus den technischen Delegierten Deutschlands und Frankreichs, Klehmet und Regnault und den zwei spanischen Delegierten Perez y Caballero an der literarisch ew Revision aller von der Konferenz begonnenen'Texte, die das Protokoll bar ft ollen werden. Tie ersten Delegierten sind heute zusammengetreten, um die allgemeinen Bestimmtungen zu treffen, nach denen die Tagung der Konferenz gesoffen werden soll. In einer heute nachmittag abzuhal- enden Sitzung soll die endgiltige Einigungserklärung erfolgen. Heute nachmittag um 6 Uhr wurde eine Sitzung abgehalten, um Gelegenheit zur Formulierung besonderev Wünsche zu geben. " Unter anderem beantragt White eine Resolution zugunsten der Juden, Nicolscn die Einschränkung der Branntwein einfuhr, sowie die Verbesserung des Gefängniswesens, Radowitz eine bessere Beleuchtung der marokkanischen Küsten int Interesse der Schiffahrt. Sämtliche Resolutionen wurden gut*« geheißen, nur die Marokkaner machten einige Ausstellungen, was jedoch praktisch belanglos ist, da die Resolutionen keinen integrierenden Bcstandteil der Akte bilden werden. Da die Texte sämtliche Beschlüsse und Reglements, sowie der Text des Protokolls schon zur Drucklegung nach Madrid unterwegs sind, ist die Aussicht vorhanden, daß die Schluß, sitzung am Sonntag stattfinden kann. Rev 0 il erklärte einem französischen JourMllisten, daß das Mißverständnis zwischen Deutschland und Frankreich vollständig behoben sei, und fügte hinzu, es sei zu hoffen, daß die Konferenz dazu beitragen werde, eine Epoche des Friedens, der Arbeit und des Wohlstandes herbeizuführen, welche der Menschlichkeit gestattet, den Weg des Fortschrittes, den die Gelehrten herbeisehnen, einzuschlagen. Deutsches Reich. Berlin , 2. April. Das Abgeordnetenhaus lehnte in namentlicher Abstimmung mit 268 gegen 81 Stimmen den freisinnigen Antrag auf Einführung dcs allgemeinen gleichen und direkten Wahlrechtes ab. Dafür stimmten die Freisinnigen, das Zentrum und die Polen. Das HauS nahm in einfacher Abstimmung die Regierungsvorlagen betr. die Vermehrung der Mitglieder des Hauses und Aenderungen der Wahlbezirke sowie betr. die Veränderung der Vorschriften über das Wahlverfahren an. Köln, 2. April. Die chinesische Studienkom- mission zum Studium fremder Regierungs- und Verwaltungseinrichtungen, die auch mehrere rheinisch-westfälische Städte besucht, traf am Samstag Abend auf dem Haupt- bahnhos ein. Die Kommission, die im Domhotel abstieg, wurde von den Vertretern der Behörden, darunter dem Regierungspräsidenten Steinmeister empfangen. Sonntag vormittag besichtigten die Chinesen die Urftalsperre, heute früh fuhren sie nach Loverkusen, um die dortigen Farbwerke zu besichtigen. Nv. 7« Erstes Blatt 15«. Jahrgang Dienstag 3. APr»190« Erscheint tÄgtt# monal^ch7bPi„vterttl- mifreT SonnragS. W ▼ jährlich Mk. 2.20; durch Dem Greßener Anzeiger M A ▲ k ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ ▲ A W ▲ ▲ Ax 2k Avbole- u. Zweigstellen werden um Wechsel mU Ak Ak Ak Ak monatlich 6Ü Pi.; durch Mte-Ä 11*1 ACMICzT Jl HXIzl OizT sä WM I General-Anzeiger MM- Amts- und Anzeigeblatt für den Mir Gießen MW Anzeiger Gi-Ken. __________________________________ HZayne, iu einem Schreiben an ein Komiteenntglied Ende März abgegebenen Erklärung, das; die Tariffrage in der laufenden Session nicht zur Erörterung gelangen werde. Pietermaritzburg (Natal), 2. April. (Reuter.) Die zwölf Eingeborenen, welche den Polizeiinspektor Hunt ermordeten, sind heute morgen erschossen worden. Rußland. P eterSburg, 2. April. Infolge der ans verschiedenen Teilen de§ Reichs eingehenden Nachrichten, daß demnächst gegen die Juden gerichtete Kundgebungen zum Ausbruch gelangen würden, hat sich die Petersburger Telegraphen-dlgentur an die höchste zuständige- Behörde gewandt, um die Wahrheit über diese Nachrichten zu erfahren. Es ist ihr dort mitgeteilt worden, daß man in Regierungskreisen die Ueberzeugung hat, daß derartige Unruhen wie die angekündigten unmöglich vorkommen können, denn cs sind die energischsten Maßnahmen getroffen worden, um eine Wiederholung solcher Unruhen zu verhindern. Der Minister des Innern hat gestern auf Anordnung des Ministerpräsidenten Grafen Witte em Rundschreiben an die Gouver- neure der Provinzen indischer Bevölkerung verschickt Sollten dennoch irgendwo Unruhen ausbrechen, so wurden die lokalen Behörden dafür verantwortlich gemacht und der Gerichtsbarkeit überliefert werden. Sumy (Gouvernement Kursk), 2. Äpril. (PeterSb. Tel.-Ag.) Heule wurde ein Versuch, das Gebäude der SociGtc du Credit Mutuel in die Luft zu sprengen, entdeckt. Eine Bombe war in einen Ofen eines Vorzimmers gelegt worden, ein Diener bemerkte die brennende Zündschnur. Von den Uebeltätern fehlt jede Spur. . Aus Sra-t und Land. Gießen, 3. April 2^06. •* Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Am heutigen Ziehungstage der 5. Klaffe der 7. Lotterie fiel die Prämie von 75 000 Mk. aus Nr. 34944 (nach Gießen), welche Nummer zuletzt mit einem Gewinn von 400 Mk ge- gezogen wurde, ein Gewinn von 25 000 Mk. auf Nr. 96873 (nach Alzey), ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 42997 (nach Gieße n), ein Gewinn von 5000 Mk. auf Nr. 75160 (nach Gotha), ein Gewinn non 2000 Mk. auf Nr. 85887. Gewinne von je 1000 Mk. uif Nr. 22683 34163 46676 76525 78746. (Ohne Gewähr.) ** Personalien der höheren Lehranstalten. S. K. H. der Großherzog haben den Direktor des Realgymnasiums, der Oberrealschule und der höheren Handelsschule Mainz, Dr. Karl Kemmer, zum Direktor des Realgymnasiums Mainz, den Direktor der Oberrealschule zu Worms, Geh. Schulrat Dr. Walter, zum Direktor der Oberrealschule und höh. Handelsschule Mainz, den Direktor der Real- und Landwirtschastsschule Groß-Umstadt, Dr. Lahm, zum Direktor der Oberrealschule Worms, den Prof. Christian Gockel, Oberlehrer am Gymnasium zu Worms, zum Direktor der Real- und Landwirtschaftsschule Groß- Umstadt, den Oberlehrer und Leiter der höh. Bürgerschule Ober-Ingelheim, Rektor Ludw. Kreisel, zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium Bingen, den Oberlehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) Friedberg, Prof. Dr. Joh. Seidenberger, zum Oberlehrer tm dem Realgymnasium, Oberrealschule und höh. Handelsschule Mainz, ben Oberlehrer Prof. Dr. Franz Schmitt an dem Gymnasium Gießen zum Oberlehrer an dem Realgymnasium. Loen'ealschule und höh. .Handelsschule Mainz, den Oberlehrer an der Real- und Landwirtschaftsschule zu Groß-Umstadt Karl R o t h e r m e l zum Oberlehrer an der Oberrealschule Darmstadt, den Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasinm Alzey, Prof. Dr. Ga. Müll e r. zum Oberlehrer an der Oberrealschule Darmstadt, den Oberlehrer an der Realschule Alsfeld, Aug. Nungesser, zum Oberlehrer an der Real- und Landwirtschastsschule Groß-Umstadt, den Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium Alzey Joh. Jung zum Oberlehrer an der Oberrealschule Darmstadt, den Oberlehrer an der Realschule Gernsheim, Prof. Hans Kromm, zum Oberlehrer an der Oberrealschule Offenbach, den Oberlehrer an der Realschule und dem Pro- gymnasium Bingen, Prof. Paul Hager, zum Oberlehrer an dem Realgymnasium, Oberrealschule und höh. Handelsschule Mainz, die Lehramtsassessoren Ludw Bernhard zum Oberlehrer an dem Realgymnasium, der Oberrealschule und der höh. Handelsschule Mainz, Ludw. Sch äs er zum Oberlehrer an der Real- und Landwirtschastsschule Groß-Umstadt, Friedr. Uhl zum Oberlehrer an der Realschule Gernsheim, Dr. Karl Aus selb zum Oberlehrer an dem Ludwig-Georgsgymnasium 'Darmstadt. Mar Halm zum Oberlehrer an der höh. Bürgerschule Dieburg, Otto Kammer zum Oberlehrer an dem Realgymnasium, Ober- realfchule und höh. Handelsschule Mainz, Karl Herbert zum Oberlehrer mt der Oberrealschule Worms, Karl Konr. Schaum zum Oberlehrer an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule) zu Friedberg, Joh. Lahr §uin Oberlehrer an der Realschule Alsfeld, Dr. Herrn. Molz zum Oberlehrer an dem Gymnasium Gießen, Wilhelm Becker zum Oberlehrer an dem Gymnasium Offenbach, Hch. H e y m a n n §um Oberlehrer au der Realschule Oppenheim, Karl Schmidt zum Oberlehrer an dem Realgymnasium, Oberrealschule und höl'. .Handelsschule Mainz, Dr. Wilh. Grüninger zum Oberlehrer an der Oberrealschule Worms, Karl Weimer zum Oberlehrer- an der Augustinerschule (Gymnasium und Realschule Friedberg, Christoph Kobelt zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasium Alzey, Jul. Schulze zum Oberlehrer an der Oberrealschule Worms, Herrn. Sandmann zum Oberlehrer an dem Gymnasium Friderieianum Lauoach, Ludw. Weber zum Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule Gießen, Jak. M a l s y zum Oberlehrer an der Realschule Michelstadt. Friedr. Balser zum Oberlehrer an der August in er schule (Gymnasium und Realschule) Friedberg, Ferd. Dreher zum Oberlehrer an derselben Schule, Jak. Como zum Oberlehrer an der Realschule und dem Progymnasuim Bingen, Dr. Jul. Richter rum Oberlehrer an dem Realgymnasium und der Oberrealschule Gießen, Otto Diehl zum Oberlehrer an der höh. Bürgerschule Lauterbach, Wilh. Kolb zum Oberlehrer an der höh. Bürgerschule Nidda, Dr. Joy. Schwarz zum Oberlehrer an der höheren Bürgerschule Dieburg, Wilh. Angelberger zum Oberlehrer und Rektor der höh. Bürgerschule Grünberg, Dr. Herrn. Stockhausen zum Oberlehrer an der höh. Bürgerschule Bad-Nauheim, Walth. Wimmenauer zum Oberlehrer an der höh. Mädchenschule und dem Leljrerinnenseminar Mainz ernannt. Durch Entschließung des Großy. Ministeriums des Innern wurden fcie Lehramtsreferendare Joh. Adle r zu Darmstadt, Ludw. Barth zu Gießen, Gerh. Beisinger zu Darmstadt, Dr. Ludw. Diehl zu Darmstadt, Friedr. Fe ick er t zu Reichelsheim i. O., Dr. Wilh. Gundel zu Gießen, Otto §> o tz z. Zt. zu Rom, Jak. K a b e l zu Worms, Jak. Müller zu Darmstadt, Dr. Otto Münch zu Oppenheim, Reinh. Rau zu Offenbach, Konr. Richter zu Alzey, Phil. Rupp zu Gernsheim, Rich. V o g e l zu Darmstadt, Herrn. Wämser zu Lauterbach und Hans Will zu Mainz zu Lehramtsassessoren ernannt. ** Für dieSitzung dcrStadtperordnetcn-Ver- sammlung am Donnerstag naclM. 4 Uhr, (wenn nötig, Fortsetzung am Freitag), ist folgende Tagesordnung ausgestellt: 1. Mitteilungen. 2. Umgestaltung des Landgraf Philipp-Platzes. 3. Der Vorauschlag für 1906. 4. Bau- gesuch des Heiurich Bruchhäuser für die Wolsstraße; hier: Befreiung. 5. Desgl. des Karl Pfeiffer für die Marburgerstraße. 6. Desgl. des Karl Stückrath für Ecke Steinstraße und Asterweg. 7. Desgl. der L. Rothenberger Ww. für den Neuenweg. Ausbau der Roonstraße zwischen Grünbergerstraße und Gr. Steinweg. 9. Herstellung eines schieucnsreien Uebcrgangs in der Frankfurterstraße. 10. Herstellung eines Wegs entlang der östlichen Grenze des Seuling'schen Grundstücks bei der Margaretenhütte. 11. Durchführung der Kirchstraße durchs den Hof der Stadtknabenschule. 12. Verbreiterung des Fußsteigs am Schiffenbergerweg: hier: Eingabe von Phil. Nau. 13. Verkauf der noch vorhandenen Bauplätze an der Roonstraße. 14. Beschaffung eines Sprengwagens und dreier Kchrichtwagcn. 15. Beschädigung einer Straßenlaterne in der Hammstraße. 16. Neubau der höheren Mädchenschule: hier: a) Vergebung der Rabitzgewölbe und Strickarbeiten, bl Herstellung der Lustkanäle, c) Beschaffung von Modellen für die Bildhauerarbeiten. 17. Genehmigung von Rechnungen. 18. Bewilligung der Kasten für Veck^aung des Archivs und Errichtung des fetzigen Archivs für Zwecke des Ortsgerichts. 19. Neubau der israelit. Leichenhalle: hier: Sandsteinlieferung durch Schwall 20. Vergebung von Fuhrleistungen für 1906. 21. Gesuch des Turnvereins um Ueberlaffung von Oswaldsgarten zur Abhaltung einer Festlichkeit. 22. Verpachtung von Gelände am Philosophenwald an F. Harnickel. 23. Die Ludwig Bücking-Stiftung. ** Aus dem Bureau des StadttHeaters Es sei auch an dieser Stelle aus die morgen nachmittag 5 Uh» beginnende letzte Schülcrvor'telluna, die .Nathan der Weise" bringt, ausdrücklich hingewiescn. ** 95 o m Gießener Pferdemarkt. Man ersucht uns, mitzuteilen, daß die Firma Konrad Stephan in Alten-Bweck einen hocheleganten Viktoria-Halbverdeck, einen Viktoria-Selbstfahrer in Natur-Eschenholz (angeiertigt für die Union-Brauerei 3nf). Gg. Bichler, Gießen), einen eleganten Jagdioagen in Natur- Eschenholz, einen weiteren Jagdwagen ^als 2. Preis von der Pferde- warktkonunission anaefauft), ein iechssitziaes Break in Eiebe mit Nußbaum, zwei leichte viersitzige Breaks und einen Mehgerwagen ausgestellt hatte und hierfür v r ä m i t c r t wurde. ? Staufenberg, 3. April. Die Firma Rinn iu Eloos zu Heuchelheim erwarb vor einigen Tagen ein in der 8 lraße von Staufenberg nach Mainzlar gelegenes Grundstück von über 1 5 0 0 Quadratmeter Flächeninhalt. Auf diesem Grundstück beabsichtigt die Firtna noch im Saufe d. I«. eine Zigarrenfabrik zu erbauen. Es wird dieses Unternehmen von der hiesigen Bevölkerung allseitig mit Freuden begrüßt. p. Oberbiel a. b. Lahn, 2. April. Maurer Wilhelm Wagner von hier, ein groß und kräftig gebauter Mann, hat am 24. März, mittags, seine Wohnung verlassen, um zur Arbeit zu gehen, ist aber bis heute nicht zurück- gekehrt. Vielleicht weiß ein Leser etwas über deffcn Verbleib. Dillenburg, 2. April. Andern Uebergage der Froh n- häufet Chaussee über die Dietzhölztalbahn ereignete sich heute gegen mittag ein trauriger Unglücksfall. An der'Stelle befindet sich keine Schranke. Als nun heute mittag der Zug 11.25 Uhr von hier ab die Stelle passierte, wollte der Landwirt Frei sch lad aus Frohnhausen die Gleise überschreiten. Er hatte das Heraunaben des Zuges nicht bemerkt, und konnte e§ auch nicht hören, da er sehr schwerhörig war. Freischlad wurde vom Zuge erfaßt und kam unter die Räder. Diese gingen ihm über Arme, Bein und Hinterkopf, sodaß der Schädel zertrümmert war und der Tod auf der Stelle eintrat. Ter Verunglückte, der sich heute seine Altersrente hier abgehoben hatte, soll im Alter von 74 Jahren gestanden haben. (B. a. d. Dillt.) a. Marburg, 2. April. In einer vom Vorstand der allgemeinen Marburger Beamtenvereinigung emberufenen Versammlung, die heute abend unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Jeß im Freidhof'schen Saale tagte, wnrde einstimmig die Gründung einer Dienstbotenkrankenkasse beschlossen. Die vorgelegten Satzungen wurden mit unwesentlichen Abänderungen genehmigt. Der jährliche Beitrag wurde auf 8 Mk. festgesetzt vom 1. Januar 1907 soll ein Eintrittsgeld von 2 Mk. erhoben werden. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Landgerichtsrot Gesing, zu dessen Stellvertreter Kaufmann Stumpf, zum Rechnungs» und Schriftführer Lehrer Elich gewählt. In den Auffichts- rat wurden 10 Mitglieder gewählt, als Vorsitzender Prof. Dr. Tröltsch, als dessen Stellvertreter Buchdruckereibesitzer Bauer. Das 1. Geschäftsjahr soll am 1. Juli beginnen. fc. Frankfurt, 2. April. Das Reiterfest im Hippodrom zu Gunsten der Hinterbliebenen unserer in Südwestafrika gefallenen Soldaten ergab einen Rein- Überschuß von über 50000 Mk. h Frankfurt a. M., 2. April. Am Samstag wurde von der hiesigen Kriminalpolizei der Kommis Pinkus von der Firma Speyer & (So. wegen Unterschlagung von über 200 000 Mark verhaftet. Er verschaffte sich das Geld, indem er von dem Bankgeschäft seiner Firma die Summen an die Reichsbank überweisen ließ und sic dort dl>rch Checks mit der gefälschten Unterschrift der Firma abhob. Die Unterschlagungen sind indes gedeckt durch die Gewinne, die Pinkus mit den unterschlagenen Summen bei Spekulationen an der Pariser Börse erzielt hat. Die Firma erleidet also keinen Schaden.__ * Kleine Tageschronik. In der Nacht von Samstag zu Sonntag ist die Hampelbaude am Ko pp c n a u f st i e g ^Riesengebirge» vollständig nieder gebrannt. — In Hamburg verletzte in einem Hotel die Frau des Amsterdamer Kaufmannes W a l l a 6 diesen int Schlaf schwer durch einen Revolverschuß und tötete sich dann durch zwei Schüsse in den Mund. — Bei einem Aut vm obilunsall - wurde Gras A p v g r a d o aus Vercelli getötet. Das Fahrzeug rnmtfc in Orbasanna bei Turin mit einem^Gemiisckarren zusammen. DaS Automobil ging in Trümmer. Sein Begleiter, Leutnant Malinverni wurde schwer verwundet. — In Por t Sa id ist ein Vestfall vorgekommen. — Wie der Vizekönig von Indien melbrt, sind in den meisten Teilen des Landes Regengüsse niedergegangen, infolge deren die Ernteaussichten sich gebessert habcil Davon ausgenommen ist Bvmbap, wo inbcffcit die Not noch 'nicht drückend ist. Die Gesamtzahl derer, die eine Unterstützung erhalten, beträgt gegenwärtig 388000. — Für die von dem Bergrutsch bei Mülheim Betroffenen haben der Finanzminister und der Minister des Innern dem Rcgierungspftäsi- dentcn 5000 Mark überwiesen. Die Abgeordneten des Wahlkre-iscs sind aus Berlin »ur Bcsicküchnua der HnolückHstelle eingctrofgen. Arbeiterbewegung. Weißenfels, 2. April. In den gestern int ganzen Aus- standsgebict abgchaltencn Versammlungen der streikenden Bergarbeiter wurde allgemein die For t sc tzu n g des S t r e i ks beschlossen. Im Laufe des heutigen Tages ist die Zahl den Strei- fcitben im Weißenfelser Revier auf 1600 angcwachsein. Auch aus dem Meuselwitzer Revier wird heute die Zunahme der Zahl der Ausständigen gemeldet, sodaß die Gesamtzahl ber Streikenden im mitteldeutschen Braunkohlcngebiet jetzt auf etwa 4500 Manu gestiegen ist. In einer gestern iu Zeitz abgehalrcncn Versammlung erklärte der Reiebstagsabgeordnete Sbu(L der Berg- arbcitcrverband sei in der Lage, den Kampf fortzuführen. Auch der .Hallesche und der Braunschweigische Braunkohlen- berirk würden sich dem Ausstande anschlicßen. Man erwartet deshalb die Proklamierung des Generalstreiks. Die Lage ist im allgemeinen sehr ernst geworden. P itts b u r g ,* 2. April. Die Kohlengescllschäft bewilligte ihren Arbeitern die erhöhte Lohnskala von 1903. Die Lohnsteigerüng tritt sofort in Ktzaft: sic betrifft 23 000 Mann. Die Lohnerhöhung bct'ägt 5,55 Prozent über ber jetzigen Rate. Zel>n andere ^uaeständnis. Mrehttch^ Nachrichten. Evangelftche Gemeinde. (frntfrtbiftl''’ In der Stadtkirchc. Mittwoch, ben 4. Avril, abends 6 Uhr: 6. Daffions- a n d a ch t. Pfarrer Schwabe. •'deute, Dienstag, abends 6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten ivciblichen Zugeitd der Markusgemeinde. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. anssichtliche Witternng in Hessen für Mittwoch, den 4. April 1906: Heiter Noch wärmer, auch nachts etwas milder. Näheres durch die Gießeiter Wetterkarte. Origiual-Drahtmelbungen. sd. Darmstadt, 3. April. Prinz Heinrich von Preußen traf heilte vormittag 11 Uhr 15 Min. von Karlsruhe hier ein und wnrd" am Bahnhof vom Großherzog emofangen. Ti» Abreise des PiHlzen erfolgt heute abend 10 Uhr 34 Min. Leipzig, 2. April. Der kais. D isz i vl i n.'a r ho f in Leipzig hat durch Verwerfuug der Berufung das Urteil der Dis- ftplinarkammer in Potsdam bestätigt, durch welches der Sekretär der Kolonialabtcilung Pöplau wegen Verletzung der Amtsverschwiegenheit entlassen worden ist. Dreiviertel der Pension auf zwei Jahre sind ihm vom Disziplinarhof zugebilligt worden. Kopenhagen, 2. April. Wie aus Haparanda gemeldet wird, wurde heute der Postbote Aberg, welcher zu Beginn des vorigen Monats die Postkutsche nach Haparanda überfiel und dabei den Postillon und dessen Gehtlsen ermordet hatte, zum Tode verurteilt . R o m, 2. April. Wie die „Tribuna" meldet, begibt sich 'inter dem Patronat der Oeadania b"i Lincci demnächst eine wisse ii s cb a f t l i ch ! Mission nach Tripolis, um die geographische Lage d-eser Gegend genau zu bestimmen. Marseill» 2. April. In einem Geschäftshaus ereignete sich eine heftige Explosion, wodurch ein Tab^kgeschäft, ein Restanratlt und eine Drogenhandlnng vollständig zerstört wurden. Ein Kellner wurde schwer verletzt. Die Explosion war so heftig, daß ein auf dem Bürgersteig vvrbeigehendes Mädchen etwa zehn Meter weit geschleudert wurde. Der Feuerwehr gelang es, den dttrch die Explosion entstandenen Brand zu bewältigen. Der Brand wird darauf zurückaesührt, daß ein Kellner in einem mit a'.isströmendem Gase angcsüllten Kellerrautn, in welchem außerdem noch etwa 30 Kilogramm Pulver lagerten, Licht anzündete. Lens, 3. April. Gestern abcnd verbreitete sich ein Gerücht, wonach sich noch lebende Bergleute in Schacht 4 befinden sollen. Eine große Mnge ttmlagert aufgeregt den Schachteingoug. Eine Rettungsmannschaft versuchte den Abstieg. Petersburg, 3. April. Die gcstrigen Wahlen zur Reichsduma vollzogen sich hier in 12 Stadtteilen ohne Ruhestörungen. In der Stadt selbst war von dem wichtigeit Vorgänge wenig zu merken. Ja es muß sogar eine gewisse Gleichgiltigkeit konstatiert werden. Viele Leute begaben sjch überhaupt nicht zu den Wahlen aus purer Bequemlichkeit. Das Resultat ist noch unbekannt, doch kann schon mit Bestimmtheit konstatiert werden, daß die konstitutionell-demokratische Partei mit großer Majorität die Oberhand erhalten hat. Petersburg, 2. April. K r a m a l e y , der Direktor der Zeitung „Ruß" wurde verhaftet, weil er eine Parodie auf das „Vaterunser" veröffentlichte. Kasan, 2. April. 1500 S ch ü l e r von lOTartaren- schulen weigerten sich, am U n t e r r i ch t t e i l z u n e h m e n. Sie fordern eine Reform der inneren Verwaltung ber Schulen. Aschaba d, 2. April. Der P o st w a g e n eines von Tasch- land kommenden Zuges wurde von Räubern überfallen und ausgeplündert. Zwei Postbeamte wurden getötet. K u t a i § , 2. April. Zwischen Kheni und Kutais überfielen zwei bewaffnete Räuber einen P o st w a g e n und plünderten die Insassen aus. Sie erbeuteten 1500 Rubel. Teheran. 3 April. Die durch die Aufwiegelei eines persischen Arztes' herbeigeführtcn Unruhen wegen der Pest haben auf gehört. Infolge der beharrlichen weiteren Agi' tation befürchtet man, daß cs zu erneuten Verwicklungen kommt. Die Leute, die sich in das russische Konsulatsqebäude und in das Zollhaus geflüchtet hatten, haben die Zuftnchtsorte verlassen. Die Regierung hat energische Maßregeln gegen eine weitere Ausdehnung der Pest ergriffen. Tanger, 3. April. Der Sultan hat die Absicht ausgesprochen, von neuem die Not ab len-Versammlung zusammen zn bcruscn, um ihr die K'onferenzbeschlüsse vorzulegen und ihre Ansicht darüber kmnen zn lerncrL Telefomsch® Kursberichte des Giessener Anzeigers, miteeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen, Frankfurter Börse. 3. April. 1.15 Uhr. 3^e/0 Beichsanleihe . . 100.90 Elektriz. Lahmeyer . . . 3% do. . . 89.40 Elektriz. Sch ackert . . . 3J5°/o Konsols . . . 3% do. . . . 314% Hessen . . . Oberhessen . . 4 96 Oesterr. Goldrente. . 101.10 . 89 30 . 99.70 ’ 100*30 Eschweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bei "werk . Hamburg-Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte 4Oesterr. Silberrente 100.50 4o6 Ungar. Goldrente . . 95.00 4 9a Italien. Rente . . . —.— 3 % Portuo'iesen Serie I . 69.75 3% Portugiesen „ III 70.80 russ.Staatsanl. 1905 91.00 41z° n Japan. Staatsanleihe 95.85 1°6 Conv. Türken von 1903 94 00 Nordd. Lloyd Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . 146.50 134.50 265.50 230 10 167.20 220.75 250.50 135 80 133 00 173.70 146.00 242 20 184.60 190.00 163.80 Türken!ose ... . . 147.80 4% Griech. Monopol-Anl. 54.80 äussere Argentinier . 92.90 3°/0 Mexikaner . . . 68.60 4^% Chinesen .... 98.30 Aktien; Bochum Guss 248.90 Buderus E. W .... 183.50 Kreditaktien 212.30 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 114.80 Gotthard bahn —.— Lombard Eisenbahn . . 24 50 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.75 Prince-Henri-Eisenbahn . 140.50 Tendenz: fest. Berliner Börse, Canada E B 177.20 Darinstädter Bank . . . 146.20 Deutsche Bank .... 241.90 Dortmunder Union C. . . 88.40 Dresdner Bank .... 163.70 Tendenz: fest. 3. April. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . . 221.20 Laurahütte . . . , . 250.75 Lombarden E. B. ... 24.39 Nordd. Lloyd 135.70 Türkenlose . . . . 147.30 r£=s~S==iA nui meiau- , DggJfl noten. 7—^—^4==t-, Automaten. "«eimaU111- 5.1.« » Lihmeyer. - Schnckert . • Wetterdienst? Mittwoch, den S&5"mi,b»- ünzei^ ? EN. von Rariiruhe iS011 emv'anW 110 Ubr 34 md ÄEZs gegen eme weitere w Hi. die Absicht ans- emcheMüsse vorzuleger -n_____ ' ZM 9* tlt ini te. die Qun/L Auch der -ptt aus 4500 rrKr te 7j^i21S*i8 !,cn, —- l h 221.20 r‘ vermerk. - ' 250.75 ner »erg , . > ' 94.3-1 hfitt® g . ■ 135.70 >• ^ndObio; 114.8O nUbin ' . • ' ' 5*60 : 14415 ,dcSabnL\n l40,O° T-S ■rifenbab0 .Henn-»18" , 146.50 . 134.50 ocu**v1*-- , Z60.50 icr Bcr^erk - 3010 r-Amenk- ^® . ?20.7o Bergwerk- - 1950,50 itte • 1 ' '.WA • Handels^ • ' Myo idter Bank - ' >4^ e Bank • . AM Bank • 19o.OO Bank für Handel und Industrie Passiva. Bilanz per 31. Dezember 1905 Activa Haben Soll I. 42 22 588 726171 Gewinn-Saldo . 13,044,539 95 1,040,487 25 584,280 54 65,239 77 188,643 48 VI. VII IV. V. VI. VII. II III IV. V 41,250 446,915 VI. Valuten-Gcwinne VII Diverse Eingänge . . • . VIII. Gewinn-Vortrag von 1904. Jft, 6,356,021 200,000 Verwendnng des Gewinnes: 1. Dividende pro 1905 von 8% 2. Tantieme des Autsichtsrats 3. Gewinn-Vortrag 6,460,168 20 5,139,746 15 4,018,64808 5,091,513 24 Zinsen von Wechseln, Guthaben ' ei Bankiers. Reports, Darlehen und Ausständen, sowie einschliesslich der Ein äuge auf Kfiektenconto B pro 1904, abzüglich der gezahlten Zinsen Provisionen, abzüglich der gezahlten....... Gewinne ans Effecten incl. Zinsen . . . . . Gewinne ans F inanzoperationen incl. Zinsen . . Gewinne ans Commauditen und dauernden Be- teilignngen inci. Zinsen . . . Geschäfts-Unkosten (hierin Jft 579 401,27 Steuern) . . Zuwendungen den Pensionsfonds Zuwendung an das russische Rot he Krenz ^25.000.— und an die durch Erdbeben Geschädigten in Calabrien (Lire 20,000) ..... - - Abschreibung* anf Ine obilien und Mobilien . . Uebertrag aui die Allgemeine (gesetdich ) Reserve Uebertrag auf die Besondere Reserve Gewinn-Saldo Gewinn- und Vednst-Conto für das 53. Geschäftsjahr 1905. 1,000,000'— 1,500,000'— 13,044,539 95 Actien-Kapital Tratten und Avale: 1. Tratten 2. Avale J6 16,638,491.93 Unerhobene Dividenden: von früheren Terminen Conto-Corrent-Creditoren: 1. täglich fällige Verbindlichkeiten . . . 2. Verbindlichkeiten mit längeren Terminen Reserve für die Mark-Noten der früheren Bank für Süddeutschland . . . Regulierungsconto Filiale Hannover (fällig 1906/11)........... Reserven: 1. Allgemeine Reserve (gesetzliche Reserve) 2. Besondere Reserve ... . . . . Gewinn- und Verlust Conto: Gewinusaldo . ........ 22,588,726 71 13,044,539 95 Börsengängige Effecten A: Bestand in verschiedenen Werthen Börsengängige Effecten B: Actien der Breslauer Disconto-Bank, der Ostbank für Handel und Gewerbe, der Nordwestdeutschen Bank, der Bayei ischen Bank für Handel und Industrie und der Banca Marmorosch Blank & Co. Effecten C: nicht börsenmässig notirte Werthe Disponible Fonds: L Wechsel............ 2. Kasse und Coupons . ...... 3. Guthaben bei Bankiers . 4. Reports und Lombards incl. Guthaben aus Consortialgeschätten Darlehen und Ausstände: 1. durch börsengängige Werthpapiere bedeckte Credite ... . 2. d'irch anderweitige Sicherheiten, wie Bürgschaften, Hypotheken etc. bedeckte Credite 3. Nicht bedeckte Credite . ..... 4. Aval Credite ... 16,638,491.93 Laufende Operationen Commanditen und • dauernde Betheiligungen Mobilien und Immobilien Aetiv Hypotheken Conto 12.320,000 — 431,200 — | 13,044.539)95 <5 JIC 154,000,000 L 88,903,573 94 22,025 98 148,210,850 147,779,519 59 25 295,990,370 43 167,900 — 3,475,000 — 19,000,000 10,500 000 — 29,500,000 — 13,044,539 95 585.103,410 1 30 JfC I 46,258,062 82 II. m. 21.858 000 79 68,116,063 61 IV. 5,915,062 12 94,960,699 26,151,069 28,052,836 34 68 34 v- i VL 1 72,258.679 34 221,423,284 70 VII. 118,464,92888 l VIII 63,027,833 38.526,283 55 45 225,019,045 88 46,308,391 44 8,020,857 9,723.034 577,671 47 08 585,103.410 30 1 1 Musikwerke Zithern aller Arien, Photog. Apparate Violinen Goerz Trieder-Binocles, Operngläser, Feldstecher Bial & Freund Mandolinen, Guitarren. Harmonikas selbstspielende. sowie Dreh- Instrumente mit Metallnoten. Saiteninstrumente. nur Marken wie Gocrz- Anschütz, Hüttig etc. sowie alle Utensilien mässigsten Preisen. Preisbuch No. 104 mit vielen Abbildungen auf Verlangen gratis und frei. Postkarte genügt wÄcrn Monatsraten von 2 MRe an Grammophone Garantiert echt, mit lartgumral-Plattea. PbonograohcD «■ fl e. $ 51 in Breslau B. Bank für Handel u d Industrie.! Wir bringen hiermit zur Kenntnis, das; der Gewinnanteil für das Geschäftsjahr 1905 für die Actien ä Mk. 1000 auf Mk. 80.— } pro Actie 34.28 festgesetzt wurde. Die Auszahlung erfolgt gegen Einreichung der Gewinnanteilscheine Nr. 5 unseren und „ dem Herrn Beit L. Homburger i.Pr und und Dortmund Dresden Hamburg der den den den der der der den der den den den „ Hannover „ Heilbronn „ Karlsruhe „ Königsberg „ Mainz „ Mannheim „ München Ostbank für Handel nnd Gewerbe Herren Schmitz, Heidelberger & Co. Herren Wingenroth, Soherr & Co. Herren Merck, Finck & Co. Bayerischen Bank für Handel und Industrie Bayerischen Handelsbank Bcreinsbank in Nürnberg Herren Albert Kuntzc & Co. Bcreinsbank in Hamburg Herren Joh. Berenberg Gotzler & Co. Herren Cphr. Meyer & Sohn Herren Rümelin & Co. bezw. Nr. 1 bei unseren „ unseren „ Nürnberg > „ der Bayerischen Bank für Handel und Industrie Zweigniederlassung Nürnberg „ den Herren Eduard Loeb & Co., Bank-Kommandit-Gesellsch. „ der Nordwestdeutschen Bank Kommandit-Ges. auf Actien „ den Herren Fuld & Co. „ der Ostbank für Handel und Gewerbe „ der Württembergischen Bankanstalt vorm. Pstaum & Co. „ der Württembergischen Bcreinsbank „ der Bereinsbank in Wismar die Niederlande, bei der Amsterdam'schen Bank bei der Wechselstuben-Actien-Ges. Mercur. Neustadt a. H. Osnabrück Pforzheim Pofen Stuttgart WiSmar Amsterdam, für Wien bei der Braunschweigischen Bank und Kreditanstalt Act.-Gcs. „ der Nordwestdcutschen BankKommandit-Ges. auf Actien! „ der Breslauer Diskonto-Bank „ den Herren Sal. Oppenheim jr. & Co. „ dem A. Schaaffhaufen'schen Bankverein „ der Nordwestdcutschen Bank Kommandit-Ges. auf Actien Nach den; 30. April 1906 werden die Gewinnantcilscheine nur bei den obengenannten Niederlassungen unserer Bank ausbezahlt. Darmstadt, den 2. April 1906. a9/4 Bank für Handel und Industrie. Parcus. Hedderich. sofort: Kassen in barmst dt und in Verl H (Schinkelplatz 1—2), Filialen in F ankfnrt o. M., Holle a. S., Hannover und Ztratzbnrg i. Depositentaffcn in Cottbus, Forst i. L., Frankfurt a. O., Greffen, Guben, Lahr i. B., Leipzig, Offenbach a. M. und Stettin, sowie in Braunschweig „ Bremen „ Breslau „ Cöln ä st. 250 Polster- und Tapezicrarbeiteu fertigt gut und billigst 02288 Gießcu, ben 2. April 1906. Städtische« Tielbauamt Braubach. B kanntmamnnv. Bei Mcidung der Nichtberücksichtigung sind bis spätestens den 1. Mai ds. IS. alle noch rückständigen Rechnungen über die in der Zeit vom 1. April 1905 bis 31 März 1906 zur Unterhaltung der städtischen Straßen usw. ausgeführten Arbeiten und Lieferungen in doppelter Ausfertigung an unS einzurcichen. Arbeits-Vergebung. Die zur Herstellung zweier Schulränme für die Oberrealschule in der vorm Dr. Weber'ichen Hosrette in der Wetzsteingasse Nr. 4) erforder- liditn Maurer-, Schreiner-, Schlaffer-, Weihbinderarbeiten, Eisenliefernng, sowie bic Hofherstelluug mit Kohlcnschlackcn, unterläge sollen Samstag, den 7. April d. I., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden Zen nung, Arbeitsbeschreibung und Bedmgnngen liegen bei nnS zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an un5 einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. B /« Gießen, dm 2. April 1906. Städtisches Hochbaucunt. Gerbet. Schweinefleisch 58 Pfg. Lchsenfletsch 60 Pfg. [B*/, Pinol An ollen Orlen werden Verkaufsstellen errichtet. = Vertreter gesucht. = Gebrüder Krayer Mannheim. fsss\ Carl Reh, SelterSweg 83. Primli Speiiffiirtojfeln | empfiehlt H. Treehsler. Weserstraße 8. Telephon 581, Unserer werten Kundschaft zur gefl. Kenntnisnahme, daß gleich wie in den meisten Städten Deutschlands und bei sämtlichen Brunnenverwaltungen, auch bei uns vom 1. April d. Js. ab Flaschenpfand zur allgemeinen Einführung gelangt. 2037 Tie Screiniflfcn lliincmlwüücr^iilitifMta imi) Wndler ܰ°" K«»- Dem allseitigen Verkehr offen i'i Pilsener r- U. B. G. Münchener Augustiner Cafe Erstklassiges Gebäck und Torten vorrätig Exquisite Saisonspeisen 02275 Hauses L2131 Ehr. Haubach I. 02235 31' vermieten [928 Seltersweq 14. - « 552j Eberh. Aletzger. A:r zum 1. SUlai. H. Welle, * 6 Zimmer Ltidwigstraße 30. 2031 2134 Verfügung. 2097| Nicolauö. 10 000 0 J. Rosenthal, Bismarüstr. 10 I. ling sucht 2147 2138, Selterswcg 35, II. 022651 Wolkengasse 19. 02282^ Mäuoburg 14. Nord-Anlage 3. 2150 Carl Nowack 2128 waren. Näheres bei 02284 H. Schäfer, Steinstroße 19. 2133] am Kreuz. 1 kaufen. M. g^eib. 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