Nr. Ä58 Srfcheint tflgUJ) außer Sonntag-. Dem Gießener 9ln^etget werden tm Wechsel mit dem lscsfischen Landwirt die Siebener Zamilien- blätter uicnnal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Untvers^Buch-u. Stein- druckeret. R. Lange. Redaktion, Erveditioa und Druckerei: Gchnlst ratze ?. Redaktion 113 Verlag u.Exped.^ASI Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt 15«. Jahrgang Freitag 2. November 1906 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen 1 I -M Vezngspret»» monatlich7bPt^ vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monollich 65 Pf.; durch dicPost 51)11. 2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis vonnittagS 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich tüt den polit. und allgenr» Teil: P. Witt ko: für ,Stadt uitd Land' und .Gerichtssaal': Gruft Hetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck!, Aie heutige Dummer umfaßt 12 feiten. sie ja in Wirklichleit ist. Die Verhandlungen würden sich Uiel einfacher gestalten, da hinter der Siedencrloinmission die weitaus grüßte Anzahl der Bergarbeiter steht, während die einzelnen Arbeiterausschüsse wohl für sich selber, aber nicht für die Gesamtheit sich binden tonnen. Es wird durch die Einzelverhandlungen eine Zersplitterung in das Ganze getragen, die nicht begrüßt werden kann. Die Veröffentlichung der Hohenlohe'schen Tagebücher hat neuerdings zu einer lebhaften Diskussion über die Frage geführt, tvclche unmittelbaren Gründe den Anstoß 311 Bis- arcks Entlassung gegeben haben. Dabei rückte Professor Hans Delbrück mit der Enthüllung heraus, der Altreichskanzler hätte die Aufhebung des allgemeinen Reichstags wahlrechtes durch einen kleinen Staatsstreich geplant, und da Kaiser Wilhelm diesem Vorhaben nicht zu stimmen konnte, mußte Bismarck aus dem Amte scheiden. Einen tragikomischen Eindruck macht cs, daß ein Teil der Presse dieses Gefchichtchen ernst nimmt. Einem Bismarck, der wie kein zweiter in der Geschichte zu lesen verstand, die Torheit zuzutrauen, das Werk, welches ec so mühsam geschaffen hatte, wieder zu zerstören und das neue Deutsche Reich auf neuer VerfassungSarundlage frisch, auf- zubaiien, heißt von diesem Manne keine Ahnung haben. Bismarck hatte klar erkannt, welcher ungeheurer Fehler begangen war, als nach den Freiheitskriegen ein reaktionäres Regime etabliert wurde, anstatt eine freiheitliche Verfassung einzuführen, und dieser Erkenntnis verdankt das deutsche Volk das allgem. gleiche und direkte Reichstags- ivahlrecht. Allerdings bedeutete das Sozialistengesetz Bismarcks eine reaktionäre Maßnahme, aber sie ivar aus der Not der Zeit herausgcboren, und die Historie bietet uns manches Beispiel, daß selbst Republiken wiederholt gezivungcn waren, eine weit ärgere Beschneidung der staatsbürgerlichen Freiheiten vorzunehinen. Es sei nur an die Niederwerfung der Pariser Commune erinnert. Aber Bismarck einen solchen Verfassungsbruch zu imputieren, daS ist uns von einciwManne wie dem Prof. Delbrück, dem Inhaber des zuvor von Treitschke de- sessenen Ordinariats für deutsche Geschichte an der Berliner Universität, vollkommen unverständlich. Deutsches Reich. Berlin, 1. Roo. 2)civ Befinden des Kaisers hat sich gebeHerj. .Der Monarch erledigt wie bisher die Arbeitervertretungen. Als die Sieben erk0mmiss r0n der Bergarbeiterverbände voc einigen Wochen den Unternehmern die Forderungen der Bergarbeiter des Ruhrgebiets vorlegten, lehnte der bergbauliche Verein, wie im Vorjahr, es ab, mit der Kommission oder mit den Arbeiterausschüssen zu verhandeln. Daß diese Ablehnung die Arbeiter erbittern würde, wur vorauszusehen, und wenn die Unternehmer bei ihrer Ablehnung verblieben wären, dann tväre der Streik wohl unvermeidlich gewesen. Aber die Grubenbarone änderten ihre Taktik aus das Zureden der Berliner Regierung hin, die eine dankenswerte Spaltung hinter den Kulissen einnimmt. Die Unternehmer sind einzeln und in Gruppen mit den Arbeiterausschüssen ins Benehmen getreten, wodurch diese Arbeiterausschüsse plötzlich in den Vordergrund getreten sind. Man erinnert sich, welchen Kampf es gekostet hat, die Arbeiterausschüsse im Bergbau überhaupt durchzubringen. Der preußische Landtag hat sich lange dagegen gesträubt, und schließlich eine Zusammensetzung dieser Arbeiterausschüsse beschlossen, die den Wünschen der Arbeiterschaft wenig gerecht wurde. Die Unternehmer sträubten sich gegen diese im Privatbesitz neue Forderung, und als es dann zur Wahl kam, da blieben die sozialdemokratischen Verbände ostentativ der Wahlurne fern, und auf manchen Gruben konnten überhaupt teine Ausschüsse gewählt werden, weil sich niemand zur Wahl ein fand, und weil sich niemand wählen ließ. Diese Lücken sind dann hinterher allerdings - ansgesüllt worden, und jetzt zeigt es sich, wie segensreich die Institution trotz ihrer vielen Feinde wirken tarnt — die Arbeiterausschüsse werden das Verdienst für sich in Anspruch nehmen lönnen, den allgemeinen Streik verhindert zu haben. Wir leben nicht mehr in den Tagen der Patriarchen, in denen der „Knecht" keinen Willen hatte und nur das Werkzeug seines Herrn war. Das arbeitende Proletariat steht mir den Unternehmern in einem gewissen Gegenseitig- teitsverhältnis; es verkauft seine Kraft, und der Unternehmer ist der Käufer. Aus dieser Stellung resultiert, daß trotz der großen sozialen Kluft der Arbeiter als gleichwertiger Faktor dem Unternehmer gegenübersteht. Nun kann natürlich nicht jeder einzelne Arbeiter sich mit seinem Unternehmer ins Benehmen setzen. Darum ist es nur logisch, wenn die ArbeitecoerbanüL sich Ausschüsse wählen, die ihre Sache bei den Unternehmern vertreten. Die Unternehmer brauchen den Forderungen dieser Ausschüsse ja nicht zu entsprechen, aber er soll ]ie anhören, das ist nicht mehr als recht und billig. Es ist, wie gesagt, erfreulich, daß die Neichsregierung die Arbeiterausschüsse insofern propagiert, als sie die Unternehmer veranlaßte, mit ihnen ins Benehmen zu treten. Man könnte aber ruhig noch einen Schritt weiter gehen und die Siebenerkommission, wenn sie auch nicht aus den ordnungsgemäßen Arbeiterausschüssen hervorgegangen ist, als die Bevollmächtigte der Bergarbeiter anertennen, die ’ .OottLSjche Aages-charr. Bismarck und das allgemeine Wahlrecht. Regierungsgeschäfte und hütet nur auf den Rat der Aerzte das Zimmer. — Dem unter dem Protektorat her Kaiserin stehenden Komitee für die Errichtung einer Musteranstalt zur Bekämpfung der Säuglings st erblichteit haben der K a i s e r und dieKaiserinzelO 0 0 0 M k. gespendet. — Wie eine hiesige Korrespondenz meldete, werde die Vermählung des Prinzen Joachim Albrecht von Preußen mit der Baronin Liebenberg in dieser Woche stattfinden. Der Prinz ist ein Sohn des verstorbenen Prinzregenten von Braunschweig und die Baronin die frühere Schauspielerin Marie Sulzer. Nach dem W. T. V. entbehrt diese Meldung indes jeder Begründung und ist eine Mystifikation. — Wie die „B. Z." von gut unterrichteter Seite hort, werde Landwir t sch asts Minister v. Podbielski in den allernächsten Tagen seinen Abschied erhalten. Bedeutsam sei, daß Podbielski in den Sitzungen des Staatsministeriums, die sich.mir der Fleischteuerung besaßt haben, vollständig ausgeschaltet worden sei. — Wie der „Reichsanz." meldet, sind dem Oberhofmarschall Grafen Eulenburg, der heute sein 50jähr. Dienstjudiläum begeht, die Brillanten zum Schwarzen Adlerorden verliehen worden. Der „Reichsanzeiger" veröfsentlicy ferner die Verleihung des Roten Adlerordens 1. K lasse an den Bischof von Ermland, Dr. Thiel. — Kammergerichtsrar Strähler, der von seiner Reise nach Kamerun zurück gekehrt ist, wiro der Kolonialavleilung Bericht erstatten. Ec wird den Bericht, den er auf der Reise begonnen hat, hier vollenden und ihn dem Gouverneur zur G^genäußerung vorlegen. Direkt Belastendes haben, wie eine hiesige Korrespondenz wissen will, die Untersuchungen nicht ergeben. Es sei daher anzunehmen, daß das Disziplinarverfahren gegen Puttkamer bald sein Ende erreicht haben wird. Puttkamec dürfte endgültig aus dem Reichs dien ft scheiden, indem er seinen Abschied nimmt. Disziplinarisch dürfte gegen ihn nicht vorgegangen werden. — Der Vertreter der Hamburger Reeder-Firma Wörmann, Aoolf Wörmann, ist hier euigetroffen. Nach der „Nat.-Ztg." bringt man seine Anwesenheit mit der Absicht m Zusammenhang, die Denkschrift über die Gejchäftsbe- ziehungen der Firma zur uoiouialverwaliung und ihr ganzes Afrita^Gefchäst btin Bundesrat und dem Reichstag zugehen zu lassen. Andererseits meldet der „Lok.-Anz.", datz es sich um den Abschlag eines neuen Vertrages üver Truppen- und Proviantoesöroerung handelt, nachoem ein bisheriger dreijähriger Vertrag aogelaufen ist. Stade, 1. Nov. Bei der R e i cy s t a g s st i ch w a h l im 18. hannoverschen Wahlkreis wurden bis lO1^ Uhr gezählt: für Reese (Natlib.) 12623 und für Ebert (Soz.) 6699 Stimmen. Einige Landbezirke fehlen noch Reeses Wahl ist gesichert. Oldenburg, 1. Nov. Der hiesige nationallib. Verein beriet über die von den f r e i s i n n i g e n P a r t e i e n oorgelegten Einigungsvorschläge. Es herrschte Mißstimmung darüber, daß die freisinnigen Parteien fich geeinigt hätten, ohne sich schon vor dieser Einigung mit der üationalliberälen Partei wegen der Festsetzung des gemeinsamen Programms in Verbindung zu setzen. Trotzdem aber stimmten die Nationalliberalen int wesentlichen den Einigungsvorschlägen zu und nahmen eine Resolution an, in der gesagt wird, daß der gemeinsame Kandidat nicht durch das Frankfurter Mindestprogramm zu verpflichten sei, sondern nur auf die Persönlichkeit Rücksicht genommen werden solle. Ausland. Wien, 1. Nov. Erzherzog Otto ist heute abend gestorben. Erzherzog Otto Franz Joseph, ein Bruder des Thronfolgers Franz Ferdinand, war 1865 geboren. Er war Generalinspektor der Kavallerie. Vermählt war er mit der Prinzessin Marie Josepha von Sachsen. Aus dieser Ehe sind die beiden Sühne Karl Franz Joseph und Maximilian Eugen Ludwig, die jetzt 19 dezw. 11 Jahre alt sind, entsprossen. Erzherzog Otto ist einem schweren Kehlkopf- und Lungenleiden erlegen. Prag, 1. Nov. AuZ Berlin wird dem „Prager Tagblatt" aus angeblich informierter Quelle gemeldet, daß der Plan eines neuen Dreikaiser-Bündnisses recht greifbar auftaucht. Iswolsky soll in Berlin mit dem fertigen Vorschlag zu einem ernstlichen Zusam menschluß Deutschland §, Oesterreichs und Rußlands aufgetreten fein. Baron Aehrenthal soll diesen Plan schon aus Petersburg nach Wien mitgebracht und bereits telegraphisch in die Beratungen eingegriffen haben. Er wird überdies in nächster Zeit in Berlin erwartet. Die neue Konstellation würde die Isolierung Deutschlands aufheben und die alten Traditionen erneuern. Newyork, 1. Nov. 600 Indianer sind aus ihrer abgeschlossenen Zone in Nord-Montana entkommen. Sie sind kriegslustig und haben ihren Warpamt angelegt. Vorläufig verwüsten sie das ganze umliegende Land, plündern, brennen und morden. Die Regierung hat Kavallerie gegen die Roten entsandt. Ein heftiger Kampf fand in der Nähe des Nowderhorn-Flufscs statt und endete mit einer vollständigen Niederlage der Indianer. Ein Indianer, der Medizin an einer deutschen Hochschule studierte, predigt den heiligen Krieg gegen die Weißen und findet viele Anhänger. Im Staate Wyoming haben gleichzeitig 1500 Indianer der Stämme der Utes und der Chevennes den Kampf gegen die Weißen aufgenommen. Ein bedeutender Aufstand der Indianer scheint beoorzustehen. Russisches. Der Zar siedelte mit seiner Familie von Peterhos nach' Zarskoje-Sselo über. Ter Ministerrat beschloß, da er in dem Entwurf übers die Verleihung des bäuerlichen Gemeinden landes durch die Staatsbauernbank ein wirksames Mittel zur Erweiterung des bäuerlichen Grundbesitzes, erblickt, den Erlaß darüber ohne Aufschub dem Kaiser zup Unterschrift vorzulegen. Tie Beleihung des Gemeinde^ landes verletzt, wie der Ministerrat betont, in keiner Weise, das Prinzip der Unveräußerlichkeit des Gemeindelandes Ein Petersburger Korrespondent hatte eine Unterrede ung mit dem russischen Professor der Finauzwissensckaft Friedmann über den Stand der russischen Fi^ n a n z e n. Friedmann sieht die Finanzlage Rußlands fetyr schwarz und warnt vor weiteren Anleihen. Es sei ein englisch-französisches Syndikat in der Bildung begriffen, um die Zinszahlung der letzten Anleihen zu garantieren. Dieses Syndikat soll dafür die Konzession einer Eisenbahnlinie von Charkow nach Petersburg erhalten. Wenn die Schuld Rußlands so weiter wächst und die Bevölkerung beständig ärmer wird, sei nach der Ansicht des Professors der Zusammenbruch un-i vermeidlich. Die Petersburger Detektivpvlizei [teilte fest, daß die bei dem letzten Bombenattentatgeraubte Geld-, summe von rund 400 000 Rubel über Finnland per Schiff ins Ausland geschafft worden ist. In den an der sinnlündischen Bahn gelegenen Villenorten wurden eim gehende Untersuchungen borgenommen und einige Personen! verhaftet. Der Vorsitzende des Arbeiterdeputierten^ rats Krustalow und 14 Mitglieder dieses Rates sind zur Verbannung n a ch S i b i r i e n unter Verlust ihrer bürgerlichen Rechte verurteilt worden. Zwei Mitglieder; haben Festungsstrafe erhalten. Aus Erzerum wird aus zuverlässiger Quelle berichtet, daß dort zwischen Regierung und der Bevölkerung blutige Zusammenstöße stattgefunden haben. 4 Polizisten wurden getötet, der Gouverneur gefangen get nommen und ein allgemeiner Streik verkündet. Im Wilajet Van wurdtz ein armenisches Dorf niedergebrannt, weil das Militär vermutete, die Bevölkerung sei bewaffnet. Unter dem Titel „Im Kampf für Rußlands Freiheit" erschienen soeben im Leipziger Jnselverlag (3 Mt.) Erinnerungen eines Anonymus aus altem rufst Fürstengeschlecht. Er ließ vor anderthalb Jahrzehnten Titel- Rang und Vermögen im Stich, um der Befreiung seines Volkes zu dienen. In welcher Weise er das tat, wie er unter den russischen Arbeitern durch persönliche Agitation! und durch im geheimen gedruckte Aufrufe und Broschüren die Idee -der wirtschaftlichen und politischen Freiheit pro-, pagierte, wie er nach Archangelsk verschickt wurde und entfloh, wie er dann unter beständigen Gefahren und Verfolgungen mit gleichgesinnten Genossen feine revolutio-i näre Tätigkeit fortsetzte, das alles schildert er fesselnd. Dass Buch bedeutet ein wichtiges Dokument zur Vorgeschichte bet russischen Revolution. Adreßbuch IO. Von heute bis einschließlich Montag, den 5. November liegt in unserer Geschäftsstelle geänderte Verzeichnis der Bewo 1. Alicestraße 2. Am Niegelpsad 3. Am Rodberg 4. An den Bahnhöfen ö. An der Hardt 6. Asterweg 7. Aus der Bach 8. Bahnhofstraße 9. Bergstraße 10. Bismarclstraße 11. Bleichstraße 12. Brandgasfe 13. Brandplatz 14. Braugasse 15. Bruchstraße 16. Burggraben 17. Erednerslraße 18. Dannnstraße 19. Diezstraße 20. Dreihäusergasse 21. Ebelstraße 22. Ederstraße 23. Eichweg 24. Erdkauter Weg 25. Erlengasse 26. Frankfurter Straße 27. Friedrichstraße 28. Gartenstraße 29. Goetheslraße 30. Grabenstraße 31. Große Mühlgasse 32. Großer Steünveg 33. Grünberger Straße 34. Gulenbergstraße 35. Hammstraße 36. Henselstraße 37. Hessenstraße 38. Hillebrandtstraße 39. Hinter der West-Anlage 40. Hosmannslraße Interessenten sind gebetet Einträge zu überzeugen oder etr das nach den Hauslisteu ab- inet nachstehender Straßen auf: 41. Hundsgasse 42. In den Elchgärten. 43. In Löbers Hof 44. Johannesstraße 45. Kanzleiberg 46. Kaplaneigasse 47. Kaplansgasse 48. Kalharinengasse 49. Keplerstraße 50. Krrchenplatz 51. Kirchstraße 52. Kleine Mühlgasse 58. Klinikstraße 54. Kornblumengasse 55. Kreuzplatz 56. Krosdorfer Straße 57. Lahnslraße 58. Landgrasenstraße 59. Landgraf Philipp-Platz 60. Landmannstraße 61. Lerhgesterner Weg 62. Liclier Straße 63. Llebigstraße 64. Lindengasse 65. Lindenplatz 66. Loberstraße 67. Löwengasse 68. Lonystraße 69. Ludivigsplatz 70. Ludwigstraße 71. Mäusburg 72. Maigasse 73. Marburger Straße 74. Marktplatz 75. Marklstraße 76. Mittelweg 77. Moltkeslraße 78. Nahruilgsberg 79. Neuen Bäue , sich von der Richtigkeit der >a inzwischen eiugetretene Aender- ungen vorzuehwen. BrülMche Druckerei. Adreßbuch-Verlag. des Justizrat FuchS zu Judentums und Beleidigung Der Staatsanwalt 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Wetter mar klar und sichtig, es herrschte, aber ein starker Sturm bei hoher milder See. Der Viermastcr traf den konsulat in Antwerpen verhört wurde, hat die Kollision des Dampfers „Hermann" in der Nähe des Goofcrin-Feucrschiffes mit einem Viermaster am Sonntag abend stattgefunden. Das hatte einen Monat beantragt. Newyork, 2. Nov. Emma Goldmann, sowie weitere wegen Verherrlichung des Mörders des Präsidenten Mac Kinley verhaftete zehn Anarchisten sollen auf Grund des nach der Ermordung Mac Kinleys erlassenen Paragraphen gegen die Anarchisten prozessiert werden. Das Strafmaß lalltet auf Zuchthaus bis zu 10 Jahren. Sieben Inhaftierte sind unter 20 Jahren, sechs sind weiblichen Geschlechtes. Tic gesprengte Versammlung widersetzte sich der Festnahme der Genossin, Schneiderin Lena Sweet, aufs heftigste und überwältigte beinahe den sie verhaftenden Polizisten. Gr-gsttaL-DrahLmeLdringen. Breslau, 2. Nov. Der Stadtverordnete Lehrer Drischel wurde im Klosetraum eines Eisenbahnzuges der Nichtling Vrcslali-Strehlen erschossen aufgefunden. Drischel hat wegen sittlicher Verfehlungen in der Schule (er war Mädchen-Schullehrer) Selbstmord verübt. Hamburg, 2. Nov. Redakteur Siering vom hiesigen antisemitischen „Deutschen Blatt", welcher eine im vorigen Jahre unter dem Vorsitz des Justizrats Fuchs abgehaltene General-Versammlung des Vereins der deutschen Juden als Veranstaltung einer internationalen verschworenen Betrüger-Bande bezeichnete, wurde vom Landgericht wegen Beschimpfung des Aus Stadt und Land- Gießen, 2. Nov. 1906. •• Besitzwechsel. P. A. Christ opHers en verkaufte seinen am Großen Steinmeg gelegenen Bauplatz an Vautechniker Philippi zum Preise von 13 500 Mk. — SchuhmachermeisterWaldschmidtkaufte von P.9LChri sto- ph ersen desien Wohnhaus in der Friedrichstraße für 37 000 Mk. — Das Haus Frankfurterstraße 46, dem Maurermeister Winn gehörig, ging durch Kauf, 60 000 Mark, in den Besitz der Frau Direktor Laubenheimer über. •* Silberne Hochzeit feiern am Sonntag, den 4. November, der nahezu 25 Jahre im Dienst der Brauerei Friedel und Asprion stehende Arbeiter Wilh. Balser und dampfer gerettet wurde. Ein Telegraphen - Bureau cr- Nach der Aussage des Vermischtes. • Schiffs un glück. Der am Donnerstag in Hamburg angekommenc cngl. Dampfer „Hydaspes" rettete am Montag den auf einem Stück Holz treibenden Koch des im Kanal gesunkenen Bremer Dampfers „Hermann". Der Koch erklärt, er sei sieben Stunden auf dem Wasser umher- gettiebcn. Der Zusammenstoß sei morgens 4 Uhr bei sichti- gein Wetter, starkem Winde und bewegter See erfolgt. Der Kapitän Clcgg vom „Hydaspcs" teilt mit, er habe am Montag in der Nähe des Goodwin-Fcucrschiffes eine Menge Wrackstücke treiben sehen und daraus geschlossen, daß ein Schiffszusammenstoß stattgcsilnden habe. Er ließ scharfen AuSguck halten und man entdeckte den treibenden Koch, der mit einem Rettungsboot an Bord geholt wurde. Vom „Hydaspes" aus sah man auch einen Mann auf einem kieloben treibenden Boote, als er von einem Fischer- erfotatc heute nadimittaq unser Beteiligung einer ganz im. fährt folgende Einzelheiten: . ^Rhnri» nrnr-en Slmabl Leidtragender, unter denen sich gereiteten Heizers Mörser, der rar dem deutschen General- St-°^ist?rEw-ld,NnanzministerGnauth, Ministerial-Ip^"'^ n,rMrf nn.rde. bat die Kollftwn des Präsident Braun. Geheimer Kabinettsrat Rämheld u. a. befanden. Das Präsidium der 2. Ständekammcr war durch Präsident Geh. Regierungsrat Haas und Abg. Reinhart vertreten. Die Stadtvertretung war mit Oberbürgermeister Morneweg an der Spitze und fast sämtlichen Stadtverordneten zugegen. Die Beisetzungsseier mußte des großen ZudrangS wegen am offenen Grabe stattfinden, wobei Pfarrer Rückert eine ergreifende Gedächtnisrede hielt, der die Worte ous Ev. Joh. 9, 4 zu Grunde lagen: „Ich muß wirken die Werke deß, der mich gesandt hat, so lange es Tag, ist; ^cs kommt die Nacht, da Niemand wirken kann." N'ch Trauerrede und der Einsegnung erfolgte die NiedLrlegung mann*. fc ft r a n f t u r t a. M., 2. Nov. Orig.-Telegr. des „(Siek. Auz.") Biehmark t. Zum Verkaufe standen ^Kalber 00 Schafe und Hammel, 4uo Schweine; 1. Qnal. 76 00 4-ig. Lebendgewicht 59.50-00.00 Pf., 2.£ua(. 74-75 Lebendgewicht 58.50-59 Psg., 3. Qual. 68-70 Pfg. Kalber 1- Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 00-00 P?g., 2. Qual. 00-00 Psg., Lebendgewicht 00-00 Pfg., Schlachtgewicht 00- 00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Psg., 2. Qualität 00-00 Pfg. Geschäft, gedrückt, Uebcrstaud bebcutcnb. __ Eingesandt. (Für Form und Inhalt ct-r ..mvr .-.in Rubrik stcheiidcn Artikel übernimmt die Redaktion d-n N-ublikum gegenüber keinerlei Verantivortung.) In einem Artikel der gestrigen Nummer des G. D. wird die angenehme Seite des neuen B-ebauungsplanes für den Nähr ung s' berg hervorgeMen. Wie sich die Pläne auf den Grundstücken der früheren Aktten- brauerei gestalten sollen, darüber h^rt man, fast nichts, aber man sollte meinen, daß dies neu erschlossene Gelände sich Nicht weniger zu einer Viltenkolonie eignen würde, als der Nahrungsber^ Um auf diesen zu kommen, möchte ein dort Betroffener doch auch einmal die Kehrseite. des Planes beleuchten. Ob die Lösung des Bebauungsplanes für den Nahrungsberg in ästhetischer Beziehung als die glücklichste bezeichnet werden darf, wollen wir ganz dah.ngesteltt fern lasten, jedenfalls tristt sie d'e Bewohner und Grundstüchsbesitze-c des Nahrungsüergs durchweg hart bis auf einen Großgrmidbescher, der seit fünf Jahren das Gelände aufgckauft hat, das bei dem neuen Bebauungspläne ausfallenderweise durchweg günstig zu liegen kommt. Im Interesse der auf dem Nahxungsoerg ansafsigen Grundbesitzer lag es wohl kaum, den fetzigen abgefchiedenen Zu- tand aufzugcben Und ihre Grundstücke zum Verkauf feil zu halten. Kommt dieser neue Plan, aber zur Aus.uhrung, w werden die einzelnen Grundstücke in so rüllsiasts.oser Wege zerrmen, daß die Besitzer gezwungen werden, das Gelände in möglichster Weise anszuschlachken und so sind der Preistreiberei, gegentoe jede Stadtverwaltung energisch angchen sollte, hier wieder jLux und Tor geöffnet. „ v Ta es jedem gestattet iss, den Bebauungsplan aus Zimmer Nr. 2 des Tiesbauamtes einzusetzen, bitte ich die nachfolgenden Erörterungen an Hand des Planes zu prüfen. Vom oberen Ende der Gartenstraße an soll die neue Straße in zwei großen Kehren sich über den Nahrungsberg nach der ^crndkaute hmziehen. Zunächst wird also das Grundstück des Kommerzienrats Koch, dem die starke Beschneidung seines schönen Besitzes wohl bestmders unangenehm sein mag, in zwei Teile ze^risten. Dann zerschneidet die Straße mehrere recht große Gärten, die bedeutenden G-- ländeabfall haben, da die Straße zum Teil zweimal die Grundstücke berührt und zieht sich bis zum Gelände des Kommerzienrats Gail, wo sie eine Kehre macht und sich durch Grundstücke von Jann, Pietsch, Lange, Gail, Gerhard nach dem §riedhof wendet, ft arm verliert einen großen Komplex seines Gartens, sodag sein Haus scharf an die Straße zu liegen kommt, ^n dem Lange scheu Besitz, der bis jetzt für eino der schönsten Villenanlagen Gießens gilt, wird in barbarischer Weise der Vorgaben glatt von dem Hause abgetrennt und iwch nicht einmal das notige Bor- aclände nach der neuen Bauordnung belassen. Die Villa würde in dem später ausgeführtcu Projekt durch ihre Stellung zur Straße allem Schönheitsgcfühl Hohn sprechen Am Friedhof macht die Straßenanlage dann wieder eine scharfe Biegung, geht durch Gelände von Gerhard, Gall, Zenner, Gail und zieht sich fast der ganzen Länge nach durch den Langeschen Hintergartcn bis §ur Sandkaute und vorläufigen ^bau> ungsgrenze. Der durch schönes Obst wertvolle Garten des Herrn Senner wird von den Windungen der Straße io getroffen, bafc ihm von seinem ca. 1300 Quadratmeter großen Garten kein Billenterrain übrig bleibt. Ueberhaupt wird bei dem Prviekt wohl vor allen Dingen neben der vollkommenen Zerstückelung der Gärten die ganz enorme Abgabe an ^tratzengelande als eine der Haupthärten angesehen rverden, denn dw Anlage ist so gedacht, daß auf einzelne Besitze bis über Vs Und die Stadt wird sich wohl kaum dazu versterb lese Harte dadurch zu mildern, daß sie für das Straßengellmdedewse ben Preis zahlt, der durchschnittlich für das Baug^ande zu Grunde 9de Seginn1' her SpeMatton "der schon früher hätte die Stadtvertretung nach Möglichkeit das ganze Alande erwerben sollen, dann hätte sie bei der Anlage und Bebauung ohne be sondere Schädigung oder Begunstigung der ein- zelnen Grundbesitzer freie Hand gehabt, wie bei dem gleichzeitig in Frage kommenden Gelände d^r früheren Aktten- brauerei, und der Gewinn beim späteren Verkauf wäre der Ml- Arberterdewegung- Hämburg, 1. Nov. Die Steuerleute der vereinigten Elbschufahrtsgesellschasten reichsten Heute eine Forderung von zebn Mark mon'atlicher Lohnerhöhung em » münde liegen jetzt acht von den Mannschaften verlassene ^siH- dampfcr. Bestimmte Forderungen haben sie noch nicht gestellt, doch sollen die Reedereien sich zu Zugeständnissen bereit erklärt ^^resden 1 Nov. 2000 Arbeiter der Nähmaschinen- und Fah-rrader-Fabrik von Seidel und Naumann protestierten tn einer Versammlung gegen die mens chenunwürdige Behänd- lung seitens der Fabrikleitung und beschlossen, tn den Streik cinzutreten, wenn nicht Abhllfc geschafft wird London, 1. Nov. Auf 10, von 50 Kvhlengzuben des Reviers Rhondda in Wales, die insgesamt etwa 4o000 llrbeiter beschäftigen, stellten heute die Bergarbeiter, nachdem sie vor vier Wochen gekündigt hätten, die Ar b eit ein, uni dadurch gegen die Beschäftigung von solchen Bergarbeitern zu protestieren, die nickst der Tergarbeitervereinigung angehören. Aus den übrigen 40 Kohlengruben ist cs nicht zum Außstand gekommen, weil dort alle Arbeiter, die bisher nicht Mitglieder der Bergaroeiterver- einiguirg waren, dieser jetzt beigetreten sind. Man glaubt, datz der Ausstand in den 10 erstgenannten Grubeii nur von nrrzer Tauer sein werde, d-a nur noch wenige Arbeiter außerhalb der De r e i n'nunn st eich n. desien Ehefrau. c e L.L. Darmstadt, 1. Nov. Die Beisetzung dev verstorbenen nationalliberalen Landtagsabg. Heinrich Niüllcr Dampfer an Backbord mit voller Wucht in der Nähe des Maschinenraumes. Bevor noch Boote ausgesetzt waren, sank ; der Dampfer. Nach einem Telegramm des Vertreters der 5 Argo-Gesellschaft in Vlissingen ist auf der dortigen Rhede ein Viermaster leck vor Anker gegangen. Es sollen zwei Mann ! des Dampfers von dem Viermaster „Peter Niekmers" ge- ; Nach' der! rettet worden sein. Weiter gerettet ist der Koch des „Her- : Dieser sagt aus, daß zwei weitere Leute von einem ' einer "großen Anzahl prächtiger' Kränze. Kammerpräsident I Flschdampfer gerettet wo^en seien. 'Die Gesellschaft „Argo Haas rief dem dahingeschiedenen Mitglied der Standekammer hofft, datz mindestens der grötzte ^.eck der ^esatznng de- ; ehrenvolle Worte des Dankes und der Anerkennung nach, „Hermann gerettet yt, well sich der Vorfall an der be- Oberbürgermeister Morneweg feierte die Verdienste des lebtesten Stelle des Kanals Molgte. — Uuf^ dem Maclar- Verstorbenen während seiner mehr als 22jährigen Zugehörig- see m Schweden fand nachts cm Zusamnlenstotz bc^ feit zur Stadtverordnetenversammlung. Abg. 9teinhart Dampfers „Transit mit dem Schleppdampfer „Ferm statt, gedachte seiner in herzlicher Weise namens der nationallib. Der „Ferm" ist gesimken. Von seiner Besatzung wurdeu Fraktion, Polizeidirektor Regierungsrat Dr. Kratz namens sechs Personen vom „Transit" gerettet, die übrigen funs sino des Zentralkomitees des hessischen Frauenvereins, Finanz- ertrunken. amtmann Bangel namens des Jungliberalenverems Darm- e Unwetter tn -Jtalten, Jsirien und ^rank- stadt undHauptmanna.D. Wal decke r namens des Krieger- reich. Infolge starker Wolkenbruche uberfchwemmte der Vereins Darmstadt, dessen Ehrenmitglied der Verstorbene war. Lavaschlamm des Vesuv die Abhänge des Berges und Als letzter rief noch der nationalliberale Nestor, Geh. Justiz- zerstörte die Gärten. Der gewaltige, m.t roßender Schnellig- rat Dr. Osann L, dem Dahingeschiedenen im Namen ber feit herabitürzende Schlammstrom teilte sich tn Moretta m nationalliberalen Partei Hessens und des hiesigen Vereins zwei Arme, von denen der eine hart an den Kirchhof von herzliche Abschiedsworte nach. — Als Nachfolger des Portici vorbeiguig, der andere sich nach San Giorgio und Verstorbenen in der Kammer dürfte von den Wahl- Tremano zu wandte. Auf dem Markte von Tremano ver- männern einmütig der Sohn des letzten Redners, Rechts- einigten sich beide Ströme wieder zil einem einzigen. Nachanwalt Dr Osann II. gewählt werden. — Der Mitinhaber dem der Strom in alle Keller und Läden gedrungen war der allbekannten L C. Wittichschen Hofbuchdruckerei und die Bevölkerung tn großen Schrecken versetzt hatte, hierselbst, Herr Rudolf Wittich sen., ist heute früh im breitete er sich bis Resina und San Giovanm cy.s, wo viele Mer von 81 Jahren gestorben. Der Verstorbene trat Häuser unter Schlamm gesetzt sind. Der Neapeler am 1. März 1863 als Teilhaber in die Firma ein, hat ihr Frühzug sowie die Trambahnen blieben im Schlamm stecken also seit über 43 Jahren angehört. Im Oktober 1904 war und stellten den Dienst ein. Der Sturm vollendete das Zer- es ihm vergönnt, mit seiner Gattin, geb. Grandhomma, in störungswerk. Die Lava trug das 40 Meter lange -Lod) voller Frische des Fest der goldenen Hochzeit zu begehen, emes Gasometers davon. — Au§ Abbazia wud gemeldet. Der Verstorbene hat sich während seines langen Lebens stets durch Hier wütete em heftiger Strocco, verbunden nut ge- sein freundliches, mildes Wesen, wie durch Lauterkeit seines wa ltiger S türm f lut un d Wolken br uch, durch welchen Charakters ausgezeichnet und sich damit bei seinen Freunden, die vordere Halste des großen Molos zerstört wurde, sodatz wie Geschäftsangehörigen ein dauerndes, ehrenvolles Andenken die Schiffahrt für längere Zell unterbrocheii oder wenigstens schert stark beeinträchtigt ist. Auch sonst ist m Abbazia und der Frankfurt a. M, 1. Nov. liebet ein bedauer- Umgebung großer Schäden angerichtet worden — In St. liches Vorkommnis auf der Main-Ncckarbahn Raphael richtet em heftiger Sturm an den Hasendaninien wird dem „Franks. Gen.-Anz.- berichtet: Am letzten Freitag großen Schaden an und führte den Verlust von drei Handels- abend fuhr ein 23 Jahre altes Mädchen aus Mülheim in Men und mehreren oEcihrzeiigen herbei. St. Omphael Württemberg, das zur -Hschzeit seines Bruders in Frankfurt ist ein Hafenplatz an der Sudkuste Frankreichs zwychen Toulon war, mit dem Personenzug nach Heidelberg zurück. Ein und Nizza. — Judj un Hasen von Cannes i| urch cm Hilfsschaffner namens V., der ein besonderes klugen- Unwetter erheblicher Schaden^angerichtet worden. Einige merk schon am Frankfurter Bahnhof auf das Mädchen hatte, kleine Schiffe sind gesunken. Ter Eisenbahnverkehr ist unterbrochen, wies ihr cm Frauencoupö an. Unterwegs versuchte der * Ein genialer Schwindler. In ..ton rea m Schaffner Gespräche anzuknüpfen, mußte es jedoch wieder Canada hat ein Deutscher Namens Karl Cremer, an- unterlassen, da andere Passagiere ein- und ausstiegen. Von scheinend aus Thüringen stammend, Waren und Gegenstände Wieblingen aus war das Mädchen allein. Der Schaffner für seinen fürstlichen Haushalt un Werte von 1 /4 Million erschien wieder im Kupee und ließ von neuem seine Ueber-Mark von Kaufleuten unter dem Vorgeben abgeschwln- redungskünste spielen. Als oiese nichts fruchteten, vcr- delt, daß er deutscher Offizier gewesen fei und von gewaltigte der Bahnbedienslete das Mädchen. In Heidel- seinem Vater em großes Vermögen geerbt habe, das er durcy berg blieb die Bedauernswerte im Marienhaus über Nacht die Bank von Montreal nach Canada zu übertragen beab- und erstattete, als sie sich vom Schrecken erholt hatte, alsbald sichtige. Cremer verlobte sich nut einem jungen Mädchen Anzeige über den Vorfall. aus angesehener Familie. Als er aber Eröffnung des Kredits von der Montreal-Bank verlangte und diese nach Deutsch- „ r. . Zue Flerfchieuerung. (Qnb telegraphierte, stellte sich der Schwindel heraus und Berlin, 1. N°°. D'- heutige Stadtverordneten, ^urde verhaftet. Versammlung nahm emftlmnug eine Resolution an, » Kleine TageIch'ronik. Von einer sckjrecklichen Fenin welcher der Magistrat ersucht wird, bei den Reichs- nnb erSß.runft wurde das Dorf Ravenstein im pomm. Kreise den Staatsbehörden nachdrücklichst vorstellig zu werden, daß Saatzig heimgesucht. Fast die gesamte Ortschaft wurde in Asche mit Rücksicht auf die immerfort 'leigende Fleischtei.erunq, die gelegt. Die Domäne, 35 Gehöfte, sowie 85 Gebäudc- sind nieder- r-v 1 „ ■' Cm -tr gebrannt. Die gesamte Ernte und viel Vieh wurde vernichtet, sich hieraus ergebende Schädigung und Verfchlechter- kamen auch eine Fran und zwei Kinder umA nng der Volksernährung, sowie die hierdurch herbei- Li»b en. Das Feuer brach in der Gutsbreimerei all?. Die geführte bedrohliche Notlage weiter Volkskreise Not der Obdachlosen ist groß. —- In Leipzig verhaftete die eine erforderliche Abhilfe schleunigst getroffen, daß insbesondere Polizei den vorder Zwickauer Staats.mwaltschasL gesirchten bO jähr. < re. 4- / - 1. . ful ä "O3' , . c-ft -r Handelsmann Schädlich. Er ist angellagt, sein e.F rau aus der die Grenzen für die Einfuhr von Vieh und Fleifch Wohnung in d en H o f g e w o r f en zu haben. — ^n dem Päpier- fofort geöffnet und die hemmenden Zollschranken befeitigt Cngros'-Geschast Salinger und Leppmann in Berlin wurde in werden. — Die Aeltesten der Kaufmannschaft ver-Idcr letzten Nacht ein Einbruch verübt. Die Diebe erbrachen den handelten in ihrer heutigen Sitzung über die Mißstände in- Geldschrank unt> raubten 35000 Mark bö3By Seltersweg 12 Arheitsvergelmrrg. Die nachstehenden, zur inneren Einrichtung der Höheren und erweiterten Mädchenschule nötigen Arbeiten sollen Samstag den 10. November d. I., vormittags 10 Nhr, öffentlich vergeben werden. r , I) Liefern und Befestigen von 1600 Stuck Kleiderhaken, Liefern und Befestigen von 460 Ifdm Bilderstäben, Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, i. 1. E. M. E. M., A. H. A. H., E. Ph. E. Ph., a. M. a. M., i. a. B. i. a. B. von dem am 29. X. in Wandersleben erfolgten Ableben ihres 1. A. H. und Gründers Herrn Äpothekenbesitzer 0. ScMdllm geziemend in Kenntnis zu setzen. ArbeitsVerlzebung. vur Renovierung deS Johannes-Pfariyauses an der Süd-Anlage flirt) Weißbinder- und Tapez,erarbeiten auSzujuhren, auch sollen elekirische Belcuchiunqs. und Mingttanlage, sowrr eine Badermr ulst ung hergcstelst werden. Bedingungen imb Boranschlag können in den EorinmagSsnmben bei Architekt Stein cingesehcn werben. Angebote sind bei demstlben bis zinu 8. ds. Mls. einzurclchen. Gienen, den 2. November 1906. Für den Gcsamt-Kirchenvorstand: D. Schlosser. sind zu gewinnen: J100000H.I Bar GeBd zue. 13597 Gewinne über Ziehung unbedingt am 12. November u. L Tag. Nürnberger Lose ä 1 Mk. Z: Porto u. Liste 30 Pf, Nachnahme 20 Pf. mehr empfiehlt Ferd.$chäler,Nürnberg. öffentlich vergeben werden. . , ^leierungSbeschreibmigen und Bedingungen liegen wahrend der Diensttiunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote am oorge- schriebenem Fornnilar, das bei uns erhältlich, sind spätestens bis um vorgenannten Zeitpunkt verlchlossen und mit entsprechender Aufschrift verjehen an uns emzureichen. - Zuschlagssrist o Wochen. Gießen, 31. Oktober 1906. Städtisches Tiefbauamt. Vraubach. Vergebung non Pjlaßerstelüiitselllügek. Tie Lieferung von 500 cbm Großpslastersteinen, 300 cbm Klein- pflastersteiilen (Setzklemschlag) und 200 cbm Mosatkpflaslersteinel iitr das Rechnungsiahr 1907 soll Donnerstag den 15. November 1906, nachmittags 3 Uhr, LeschSftr-Uebernahme Einer verehrt. Emwohnerschast von Gießen und Umgebung die ergebene Mmeilmrg, daß ich vom 1. November ab das Uhren- und Goldwaren-Geschäft des verstorbenen Herrn Otto Wilhelm Schmidt = Neustadt 8 = käuflich erworben habe und in unveränderter Weise weitersühren werde. Neparaturcu werden sorgfältig und preiswert auSgeführt. Indem ich bitte, das meinem Herrn Vorgänger emgegengebrachte Vertrauen auch auf mich übertragen zu wollen, zeichne Nmerill-Lranben irisch eingelroffen. 108072 L, Kaikhof Macht, Zur Auslunftsertetlung in Rechts-, Steuer- u. Unfallfachen, Einziehung oon Ausständen, Fertigung von Eingaben aller Art, Testamenten, Vermögensverzeich- mssen zc. empfiehlt sich Ed. Rotts, Rechtskonsulent 6589s Sonnenstr. 12, patt. Bücklinge frisch eingetroffen L0804’ L Kalkhof Nacht Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Treis a. d. Lumda für das Rechnungsfahr 1907 'liegt vom 5. November bis einschließlich 12. November 1906 auf dem Bureau Großl»erzoglicher Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. zur Einsicht der Interessenten offen. Treis a. d. Lda., den 1. November 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Benner.____________________6620 Die Gemälde «Ausstellung im Turmhaus am Brand, ist täglich mir Aus- v p p ------ y • nähme SamSlags, von 11 bis 1 Uhr geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags. An Soun- und Fnertagen, von 11 bis 3 Uhr nachmittags ununterbrochen. Cmirut für yudjtnutgheber des KunstveremS, an Wrrliagrn —.50 Psg. an Sonn- und Feiertagen —.20 Pfg. " ,10 Herren- a Damen - Frieeurgeschlft 62 Bahnhofstrasse 62 M.' Ewige Jugend X erhält man sich // Kein , zZ Abscbmulzen färbt sofort Prämiiert m mehrer, gold. Medaillen durch den Gebrauch z von ' Garantiert unschädlich Alleinverkauf: wn Emil Koch ■ ■ ' • Giessen Seltersweg 20 Seltersweg 20 georc niltet Dom unseres neuen Geschäftslokales resp. 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