Nr. 62 9htQhrm3bTttvozu vor allem auch die Schaffimg der nötigen finanziellen Mittel in Betracht gezogen werden müsse. Abg. Reinhart spricht sich dann noch eingehend für Dte gesetzliche Regelung der Schularztfrage im Groß- Herzogtum aus. .... . . .. Ministerialrat Weber bcmerTt es iei nicht anwnigig, die ohnehin viel beschästigten Kreisärzte noch mehr zu belasten. Wenn die Schularztfrage einheitlich dnrchgesührt werden solle, mußten dafür erhebliche Mittel eingestellt werden. ES müsse anerkannt werden, daß die Hhgienischen Einrichtungen m Worms mustergiltig und vorzüglich durckigeführt seien, und daß der Zrreis Worms, >vie bekannt, überhaupt bezüglich seiner soz'.alen Einrichtu^ngen an der Spitze marschiere. Eine allgemeine Regelung der >Lck)ul>« aiztfr^ge für das gantze Land werde sich nicht meljrr lange hmau»- schieben lassen. . , _ Das Kapitel wird darauf genehmigt. Kapitel bd, Juvalidenvcrsorgung erfordert eine Ausgabe von 29 150 Mk. . , w. Abg. Adel u n g kritisiert, daß der Ckefi-cdakteur der „DwNnir.. Ztg." auch zugleich eine besondere Korrespondenz für Zeitungen erscheinen lasse, und fragt, ob denn die Bc^ah.ung desselben nicht derart sei, daß er auf solche Nebenarbeiten ocnidyten könne. Daraus könnten doch recht unangenehme Komplikationen e'rtstehen Ministerialrat Dr. Using er entaegnet, die Anstelllmg brS Redakteurs sei durch einen zivilrechttühm Dertraa aus längere Zeit geregelt. Die Regierung habe bei Abschluß dcS Vertrages Bedenken der jetzt hier vorgebrachten Art nicht gehabt und Pe glaube auch nicht, daß die Doppelftellung als Redatteur deS ffrntlidyen Blattes und Herausgeber einer Kvrresponden- zu llw- annehmlichkeiten führen werde. , ,m Die Abgg. Ulrich und Molthan ändern gleichfalls denken gegen den jetzigen Vertrag. ES sei anzuerkennen, daß die Haltung der Ktirrespondenz jetzt zu Klagen keine Beranlassuug biete. DaS Kapitel toitb darauf genehmigt, ebenso Kav. 63, D r nt t pflege, Ausgabe 98109 Mk., Kap. 64, Staatsunterstützung^ kaffe $4^00 Mk., 65 Fonds für öffentliche und gemciw nützige Zwecke, 134 200 Mk., und 66, Bankbesoldung»- fonds, 5000 Mk. Bei K'ap. 67, Organe für Unfallj und Invalidenversicherung, AnSgabe 6950 Mk., greift} Ministerialpräsident Braun aus eine Aeni^erung oeS Adg^ Ulrich in der Generaldebatte zurück, nach welcher angeblich md Kreisärzte das Bestreben Wen, bei Ausstellung der Atteste nach Möglichkeit die Invalidenrenten he r a b z n s e r e n: dtL Kreisärzte träten also als „Rentenguetscher" auf u|to. Dep PräsideM weist diese Uitterstellung entschieden sunttf. . Mg. Ulrich verwahrt sich gegen diese Wortstecherei unti verteidigt seine früheren Ausführungen. , . Ministerialpräsident Braun erklärt demgegenüber, kein Kreisarzt sei als Verttauensarzt fiir Derufsgenvfsenschaften r^erpfttchtet, das sei eine ganz ungerechtfertigte Behauptung des ^bg Ulrich« Dagegen seien schon viele Fälle vorgekommen, in denen Arbeiter auf Grund von kreisärztlichen Attesten eine anderweite Regelung ihrer Renten beantragt hätten. Das Haus genehmigt darauf die Art. 67—71 ohne weiters Debatte. Bei Art. 72, LandwirtschastttchcS Unterrichts- und «ersuchSweseu werden u. a. für die Wein- und Obstbauschute in Einnahme 27 640, in Ausgabe 53 320 Mk., für die Obstbaw- und landwirtschaftliche WiMerschule in Friedberg, Einnahme 6440 Mk., Ausgabe 24 780 Mk., und für die landwirtschaftlichen Winterschulen überhaupt 64 200 Mk. Ausgabe beEiat, für landwirtschastllche Haushalttlngsschulen 3500 Mk. Bei Titel 6 dieses Kapitels, Zweites Blatt ISS.Jahrgang Mittwoch 14.MärziNOS RotattcmSdevck mW Verlag d« vrühl'sck« GlEWRtk ÄMMt w Tie Abgangszeugnisse der Grohh. Landes-Baugewerkschule find denjenigen der Königlich Preußischen Baugewerkschulen gleichgestellt. Programme und Anmeldeformulare sind durch die Direktion der LandeS-Baugewerkschule, Darmstadt, Neckar straße 8, zu erhalten. Da« Schulgeld beträgt 80 Mark für daS Halblahr. Schluß der Anmeldefrist am L April d. I. Die Direktion. Gießen, den 13. März 1906. Betr.: Definitorialprüfung der SchulamtS-Aspiranten und Aspirantinnen im Frühjahr 1906. Tie Grosch. Kreissllmlkommisfion Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Mir ersuchen Sie, die nachstehend abgedruckte Verfügung zur Kenntnis derjenigen Lehrer des Kreises zu bringen, die zur Ablegung der zweiten Prüfung berechtigt sind, die sie ober noch nicht abgelegt haben. Dr. Breidert. Wetter sichert Kommissärs^. P. W. 2,6« C. 1,7° C. für Dr. sich der Ge- 13.—14. März == 13.-14. , = Höchste Temperatur am Niedrigste w „ Schnee Heller Himmel Schnee Daraus wird der Ausschußantrag angenommen und die Sitzung um V22 Uhr vertagt. Nächste Sjkmra: Mittwoch. schon seit Monden sich verzehrt vor Sehnsucht nach dem Raubmörder Hennig. Dieser Kommissär ist gerade schlau genug, zugunsten der Bequemlichkeit die Pflicht mit Füßen zu treten und jeden Widerspruch abzuschrecken. Er beleidigt und verdächtigt die Störenfriede, die den Schutz ihrer Sicherheit bei ihm suchen, oder, wie der redliche Finder einer Uhr, ihre Pflicht gegen die Oeffentlicheit erfüllen, und tyrannisiert die Untergebenen, die ihm lästiges Arbeitsmaterial zutragen. In einem Falle wird da? Genie der Dummdreistigkcit gründlich ad absurdum geführt. DaL ist die Pointe des pikanten kleinen dramatischen Leckerbissens. Eben hat der Koinmissär eine Dame, die um Schutz vor ihrem wahnsinnigen Galten bat, mit hochmütig ironischen Redensarten zur Tür hinausgedrängt, da tritt durch diese Tür besagter Gatte ein, um wegen irgend einer Straßcndemonstration Rede zu stehen. Der absolute Narr ist noch mächtiger als der absolutistische Kommissär; er sperrt die Obrigkeit ein und versetzt den Beamten mit Revolver und Stockdegen in alle Höllenqualen der Todesangst. Auf der Demütigung des Hochmütigen ruht die Hauptwirkung deS Stückchens. Mit Hauptmanns .Biberpelz" verglichen — soweit man eine Kleinigkeit mit einer Meisterkomödie vergleichen darf — zeigt das zrrm Schlüsse leider allzu burleske Schwänklein so recht den nationalen Wesensunterschied der Komik. Der deutsche Dichter läßt, sehr lebenswahr, seinen blöden AmtS- vorsteher triumphieren. Denr französischen Satiriker beliebt eine Art von Vergeltung, die natürlich ebenso wenig eine Befriedung aufkommen läßt, als wenn der Kommissär etwa unversehens die Treppe hinuntergestürzt wäre. Zudem würde der Wahnsinnige, wie den Kommissär, auch eine schuldlose Seele gepeinigt haben, wenn diese ihn: gerade in die Quere gekomrnen tväre. EouttelmeS poetische Gerechtigkeit ist also sehr zweifelhafter Natur. — Auch ein Vergleich mit dem Humor deö Russen Tschechow liegt für uns nahe. Der Russe es nach seinem Auftreten den Anschein hatte. Schramm, ein noch junger Mann, der erst einige Jahre hier weilt, hatte entschieden Talent, denn durch seine staunenswerten Unternehmungen, seinen Kuustsalon, durch die Herausgabe einer Hessenzeitschrift usw. wußte er sich einen Rainen und unbeschränkten Kredit zu verschaffen. Um so größer war die Enttäuschung, als das Verhängnis hereinbrach. Aus Stadt und Land. Gießen, den 14. März 1906. ** Gießener Pferde markt-Lotterie. Die Lose Les am 28. März d. I. stattfindenden Frühjahrs-Pferdemarktes finden guten Absatz. Als Haupttreffer sind vorgesehen: ein viersitziger Viktoriawagen, ein- und zweispännig fahrbar, nebst Pferd und silberplattiertem Geschirr, ein viersitziger Iagdwagen nebst Pferd und vernickeltem Brustblattgeschirr, ein Lauterbacher Wagen mit Kutschierbock nebst Pferd und parlametttarifcbes» Berlin, 13. März. Tie Reichstagskommission für die neue Maß - und Gewichtsordnung nahm eine Anzahl Paragraphen, darunter den $ 5, enthaltend die Bezeichnungen fiir die Teile und Vielfache des Kilogramms xnt, jedoch mit einem Amendement Merten, nach welchem ein Zwischengewicht zwischen Gramm und Kilogramm, nämlich 100 Gramm, unter der Bezeichnung „H e k t o g r a m m" geschaffen werden soll. Tie Beratung^ wurde mit Rücksicht auf die Trauerfeier für Eugen Richter abgebrochen. ^kirchliche Nachrichtens Evangelische Gemeinde. Freitag, den 16. März, nachmittags 51/, Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde im Kon- firmandcnsaal, Liebigstraße 56. Pfarrer Euler. (in seinem .Bären" und mehr noch in seinen novellistischen Skizzen), der Franzose und der Deutsche sagen mit grimmem Hohn böse Wahrheiten als Pesfimisten, dec Russe mit Tränen in den Augen, der Deutsche mit objektiver Wahrheitsliebe, der Franzose mit durch und durch unheiligem Lachen und in der Absicht, sich an unausrottbaren Verkehrtheiten spöttisch zu belustigen. Bei Conrteline kichert der Schalk hervor: dem Verstandesschwachen, der die Macht hat, kommt mir der Narr bei, der nichts, am wenigsten Verstand zu verlieren hat. Der Nachgeschmack aber ist bei allen dreien gleich bitter. Dem augenblicklichen Ergötzen an dem diabolischen Spaß diente die Darstellung in sehr geschickter Weise. Herr Reimer brachte die beiden Kontrastfarben: die selbstherrliche Niedrigkeit und die Selbstpreisgebuug der Feigheit, mit unwiderstehlich ausgelassener Komik, in der Maske, im ganzen Habitus, im Mienenspiel von wunderlichster Drolligkeit. Das engbrüstige, krumme Kanzleimenschlein von lächerlicher nervöser Aufgeregtheit, das Herr R. hier schuf, war von köstlicher LebenS- echtheit — bis an die letzten Szenen, wo der Autor den festen Boden unter den Füßen aufgiebt und über das Ziel rasend weit hinausschießt nach der Zirkusmanöge hin. Auch Herr Goll war als der Verrückte sehr lustig, und großartig in der vollendeten Souveränetät der Narrheit, und seine Schuld fft es noch weniger, wenn mon eS schließlich peinlich empfand, daß Courteline, wie die bekannten Hyänen, „mit Entsetzen Scherz treibt'. In einer ganz kleinen Episode wirkte Herr Herrscher mit seiner stets individuell charakterisierenden Komik wie eine aus dem .Kladderadatsch' entsprungene Figur. Herr Mendel und Frl. Ruf vermehrten mit Eifer die Verwirrung in dem kleinen Gehirn des „gcmüt- Meteorologisckre Beobachtungen _________der Station Gießen. — Das zweite Hest der „Skizze" einer neuen illustrierten Zeitschrift für „literarische Kleinkunst'.. (Verlag von Dr. Paul DLv l kereischu le-rr, hat der Ausschuß beschlossen, den Betrag von 11000 Mk. für die Molkcreischule au Lauterbach zu stretchen und die Vorstellungen der Molkereigenossenschaften Eichen-- lvd, Schlitz und Wallenroo für erledigt zu erklären. Abg. Stöplcr beantragt die Wiedercinstellung des Betrages und verteidigt den seither für die Molkereischule bewilligten Staats- beitrag in eingehender Deffe. Äbg. H aas tritt diesen Ausführungen entgegen. Abg. Hirschcl motiviert den Ansschußantrag. Abg. Dr. Heidenreich ist dafür. Abg. Dr. Gutfleisch betont, cs sei bei dem besonderen Interesse, das inan hier tnt Hanse allen landwirtschaftlichen Dingen entgegenbringc, doch eigentümlich, daß die Vertreter der Landwirtschaft entgegengesetzter Ansicht seien. Run sollten wir anderen, die wir doch für landwirtschaftliche Fragen „nicht zuständig" sind, hier entscheiden. Aehnliches erlebe man auch in den Kreis- und ProvinzialanLschüfsen, wo auch tlber dak Simmen- tLalcr und anderes Zugvieh herum gestritten werde. Hier romtte man auch versucht sein, die Rollo der Tertius gaudenz zu übernehmen: wir könnten, wenn wir wirklich keinen Sinn für die Landwirtschaft hätten, uns darüber freuen, wenn zwei sich zanken. Er freue sich aber nicht darüber, weil das der Landwirtschaft nur schaden würde, sondern er Wunsche, daß sich die Vertreter der Landwirtschaft über ihre wahren Interessen verständigen möchte. Er sei der Meinung, daß man nicht plötzlich abbrechen, sondern einen Nebergang schaffen müsse, damit die Molkcreischule nicht plötzlich vor dem Nichts steht. Er beantrage daher, statt der geforderten Summe von 11000 Mk. den Betrag von 6000Mk. zu bewilligen, wobei man auch dem Umstand Rechmmg trage, daß die Ansichten über die Nützlichkeit der Molkerei- schule für Hessen noch nicht geklärt seien. Den Vertretern der Landwirtschaft empfehle er aber, in solchen Fragen vorher unter sich eine Verständigung zu suchen und birnn einiger mit ihren Wünschen aufzutretcn, als bislrer. Ministerialvräsident Braun unterstützt den Antrag Gutfleisch aufs wärmste; er würde es für bedenklich halten, durch die Streichung der ganzen Summe dem Institut plötzlich das Lebenslicht auszublasen. Abg. Molthan erklärt, daß er mit seinen Freunden für den Antrag Gutfleisch stimmen werde. Abg. Hirschel erllärt schließlich, die 6000 Mk. auf ein Jahr bewilligen zu wollen, zieht den Ansschnßantrag zurück und setzt an dessen Stelle den Antrag Gutfleisch, der darauf einstimmig angenommen wird. 23ct_ Kap.. Landwirtschaftliches Vereins- und Gen v ssen scha fts w essen wird beschlossen, den im Vor- anschlag gestrichenen Betrag von 5000 Mr. für Förderung des Molkereiwesens wieder einzuftcllen mb ihn auf Antrag Haas „zur Unterstützung der milchwirtschaftl. Versucl>sstatwn" zu verwenden. Bei Kap. 74, Bodenmeliorations-- und Wasser- dersorgungswesen, macht Abg. Dr. Weber längere Ausführungen über die Aufforstung von Gcmeindcwüstungen und Meliorationen im VogelÄcrg, auf die auch y Büdingen, 11. März. Eine bemerkenswerte Entscheidung fällte gestern der Kreisausschuß in der hiesigen Schulhausplahfragc. Der Bürgermeister hatte sich geweigert, die Schulhausplatzfrage nochmals auf die Tagesordnung zu setzen, wie cs die Mehrheit des Gcmcindcrats ver- langt hatte, da über diese Frage bereits im Vorjahre endgiltig abgestimmt worden sei und die Angelegenheit dem Kreisaus- schliß nach Artikel 48 III der Krcisordnung (Meinungsverschiedenheit zwischen Ortsvorstand und Gemeinderatsntitglieder) vorgelegt wurde. Die Verhandlung dauerte über 4 Stunden. Von beiden Parteien wurde die Schulhausfrage von allen Seiten nochmals gründlich beleuchtet. Die Majorität des Gemcinde- rats führte insbesondere an, daß die erdrückende Mehrheit der Büdinger Bevölkerung das Schulhaus ins Zentrum der Stadt haben wolle, wie ja die Petition von 411 Bürgern und die letzte Versammlung von 300 Bürgern bewiesen habe. Der Kreisausschuß entschied nach Inständiger Beratung, daß die Platzfrage nochmals auf die Tagesordnung zu setzen sei. § Marburg, 13. März. Ter Schrammsche Millionenkonkurs bildet heute noch innner das Tagesgespräch, denn seit dem Verschwinden des Univcrsitätsbuchhändlers Schramm kommen immer neue Ueberraschungen zum Vorschein. Wohin er sich eigentlich gewendet hat, weiß man nicht; e§ wird behauptet, daß er kurz vor dem drohenden Zusammenbruch noch schnell durch den Verkauf einiger Villen in Wiesbaden ich in den Besitz von hinreichenden Geldmitteln setzte und mit einer Dame von dort die Reise übers Meer antrat. In Marburg ist ein solcher Millionenkonkurs noch nicht dagewesen; das traurige bei der Sache ist, daß auch eine Anzahl kleine Geschäftsleute und Handwerker geschädigt sind. Außer dem mit etwa 400 000 Mk. belasteten Riesenpalast und den ver- chiedenen Villen und Häusern hier am Orte soll er durch allerhand Manipulationen auch noch in anderen Städten Villen und Häuser, man spricht von 30—40, erworben haben, obgleich er garnicht so wohlhabend gewesen sein soll, wie Ministerialpräsidcnt Braun unter Hinweis auf die beabsichtigte Vorlage eines' neuen Külturplanes für den oberen Vogelsberg näher eingeht. Bei Abs. 4, Beiträge an bedürftige Gemeinden zu den Kvsten für Wasserleitungen usw., beantragt Abg. Breimer, die gestrichenen 50 000 Mk. dafür wieder einzustellen, während der Ausschuß beantragt, 20000 Mk. diesen Zweck einznftellcn. Hiettici bringen die Abgg. Diehl, B e st - Osthofen, Braun und Heidcnrcich verschiedene Klagen vor, deren wesentlichste darum dreht, daß das K'rcisantt Mainz bei der Anlage Selztalwasserleitung vorgcgangen sei, ohne die beteiligten mcindcn um ihre Wünsche zu befragen. Ministerialpräsidcnt Braun erwidert, er könne sich das nicht denken, die Gemeinden würden wahrscheinlich schon früher befragt wvrdcn sein; er werde aber nähere Informationen ein» ziehen. Kummetgeschirr sowie 7 Pferde und Fohlen, landw. Maschinen, Fahrräder, Nähmaschinen, Haushaltungs- und Gebrauchsgegenstände. Die Wagen sind von A. Kilbinger-Gicßen und K. Stephan-Großen-Buseck, das silberplattierte Geschirr von Sattlermeister Spies, das Brustblattgeschirr von Sattler- meister Groß, der Lauterbacher Wagen von Wagncr- meister Mühlig, das Kltmmetgcschirr von der Firma Müller & Diebel zu Gießen geliefert. Die Pferde werden auf dem Markt gekauft. Mit dem Ankauf der übrigen Gewinne wird in diesen Tagen begonnen. Die Zahl der Gewinne ist um 100 vermehrt und die Gewinnchancen sind damit erheblich verbessert worden. Der Preis des Loses beträgt 1 Mark. Die Ziehung findet am 29. März nachm. 2 Ühr in der Turnhalle der Ctadtknabenschule statt. Der Vertrieb der Lose ist dem Katifmann Richard Buchacker zu Gießen übertragen. Lose können von diesem direkt oder von den von dem Genannten eingerichteten Verkaufsstellen bezogen werden. X Arnsburg, 13. März. In der vergangenen Nacht wurde durch den Sturmwind die mehrere hundert Jahre alte Buche am Eingang in das GotteSackertal (von Arnsburg aus) entwurzelt. . 0 Butzbach, 13. März. Nach den vorläufigen Feststellungen dursten Heinzerlings Unterschlagungen die Summe von etwa 180 0 0 0 Mark nicht übersteigen. Ihnen steht ein Vcremsvermögen (einschließlich der Stammanteilc von 20 000 Mk.) von etwa 90000Mk. gegenüber. Leider sind aber in dieser Summe eine ganze Anzahl minderwertiger Hypotheken enthalten, die bei einer ev. „ Auflösung der Kaffe kaum anderweitig untergebracht werden können. An Privatvernwgen gab Heinzerling an, nur noch ein Bergwerk in der Nähe von Eransbcrg int Kreise Usingen zu besitzen. Nach genauerer Orientierung von Interessenten stellt sich bo5' sogen. Bergwerk als wertloses Vcrsuchs- obsekt zur Schürfung von Bleierzen heraus, für das die Gläubiger wohl kaum einen nennenswerten Kaufpreis erzielen dürften. Die Zeitungsnotiz, wonach nur ein Verlust von 10 Proz. durch die Unterschlagungen entstehen könnte, ist Wohl wünschenswert, aber unwahrscheinlich. Unter vielen anderen hat der „Gemeinnützige Bauvercin", der erst vor etwa iy3 Jahren gegründet wurde, den Betrag von 16 000 Mk. bei der Kvsse angelegt. Der Gehilfenunterstützungsvercin ist ebenfalls Gläubiger mit einigen pausend Mark. Heinzerling genoß so unumschränktes Vertrauen, datz eine ganze Anzahl alleinstehender Personen ihm blindlings ihre Wertpapiere und sonstige Depositen zur Verwaltung überließen. Zwei Witwen verlieren jede etwa 18 000 Mk., welche von dem Defraudanten noch außer den Kässengeldern veräußert sind. — Heute (Dienstag) abend e n t g l e i st e gegen 9 Uhr kurz vor der hiesigen Station ein Güterzug mit einem der letzten Wagen. Durch die Sperrung der beiden Geleise erlitt der Personenzug von Gießen 1/2 Stunde Verspätung. n led" beliebigen Schriftart und «an«,, jorte, sowie mit Zirkeln aller studentischen Vereinigungen, liefert zu mässigen preise« SriihI'sHe Universitäts-Druckerei, Zchulftratze 7 L)ermischLes* * Sturm und Sturmflut. In der Gegend von Gloggnitz (Kgr. Sachsen) sowie im Rax- und Schneeberg-Gebiet richtete ein orkanartiger Sturm großen Schaden an. Ferner hat ein orkanartiger Sturm enormen Schaden in allen Teilen Englands angerichtet. Längs der ganzen Küste von Groß-Britannien und Irland haben ftch zahlreiche Schiffsunfälle ereignet. Der Verlust an Menschenleben ist groß Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt und zerstört. Auch in der Nordsee ereigneten sich zahlreiche Schiffsunfälle. In der Nähe von Kopenhagen wurde ein Eisenbahnzug durch den Sturm aus dem Geleise gehoben und umgeworfen Aus B r e m e r h a v e n , 13. März, wird gemeldet: Tie heute emgetretene Sturniflut erreichte die Pegelhöhe von 6.85 Meter, wie sie seit Jahren nicht zu verzeichnen gewesen ist. Von den stark gefährdeten Deichen wurde der Geeste- d e r ch in der Nähe der Hafenstraße in Lehe beschädigt, sodaß das Wasser mehrere Straßen überschwemmte und F-euerwehr und Hilfsmannschaften von der 3. Matrosen-Artillerie-Abteilung zum Auspumpen re- gurrrert werden mußten. Auf der Secheckschen Werft wurde ein im Dock stehender Dampfer durch Eindringen des Wassers tu das Dock erheblich beschädigt. In Wulsdorf und Geestdorf ist der So mm er de ich weqqerissen worden. Viel Vieh ist umgekommen. Auch in Geestemünde steht das Wasser in den Straßen und richtet m den Kellern großen Schaden an. — Aus Hamburg, 13. März, liegen folgende Meldungen vor: Infolge einer Sturmflut ist das Wasser der Elbe und in den Fleets am Hafen so hoch gestiegen, daß die Zufahrten zu den Ladestellen, sowie viele Kellerlokale noch unter Wasser stehen. Die Feuerwehr ist mit Dampfspritzen an den Auspumpungsarbeiten beteiligt. Unter den Brücken über den Fleets können Ewer, Schuten und selbst Jollen nicht durchfahren. Die Batterie am Stintfang gibt fortdauernd Warnungsschüsse ab. Der Schiffsverkehr im Hafen und seewärts t,t sehr behindert. — Die Werft in Einswarden (Olden- hat durch die Sturmflut großen Schaden genommen, -^ie Werftgebäude sind größtenteils weggerissen. — Auch bet und tu Antwerpen hat eine Flutwelle großen Schaden angertchtet, der auf mehrere Millionen geschätzt wtrd. In den Häusern in der Nähe deS Hafens steht das Wasser 60 Ztm. hoch. Alle auf dem Quai lagernden Ge- trctdcvorräte wurden weggeschwemmt. Biele Waren sind verdorben. Die Flutwelle erstreckt sich bis Willebrok, wo ste glctchfalls bedeutenden Schaden anrichtete. In Boom stnd alle Zuckerfabriken überschivemmt. Die Arbeiter hatten kaum noch Zeit, sich selber tu Sicherheit zu bringen. Me metsten Fabriken mußten den Bettieb einstellen. Langenscheidt in Groß-Lichterselde) ist als „L i c b e s n n m m e r", erschienen. Unter den Beiträgen findet sich von Anton Tschechow, dein Verfasser des „Bären", eine boshaft ironische kurze Skizze, betitelt „Ein psychologisches Rätsel". Jedes Heft kostet 50 Pfg. — Jnr literarischen Nachlaß Theodor Fontanes hat sich ein noch nngcdruckter kleiner Roman, „M a - tHilde Möbring" gefunden, den der Dichter um baS Jahr 1891, ungefähr gleichzeitig mit den „PoggenpnhlS", niederae- schriebcn, auch noch mehrfach durchgearbeitet hat, 511 dessen Schlußredaktion ihn jedoch nachher seine anderen Arbeiten nicht mehr haben Eommeit lassen. Der Roman, der, wie das „Lik Echo" mitteilt, Ende der achtziger Jahre teils in Berlin, teils in einer kleinen Kreisstadt des Ostens spielt und die einfache Geschichte der Verlobung, Ehe und Witwenwirtschaft eines prah tisch-klug veranlagten Bcnliner Mädchens kleinbürgerlicher Herkunft behandelt, dürste in revidietter Gestalt voraussichtlich zunächst in einer Zeitschrift. und pater in einem Nachlaßbande der Gesamtausgabe von Fontanes Werken erscheinen. — Die Kun st und das Leb en. Es ist leider Tatsache, daß nicht nur auf dem Gebiete der Literatur, sondern auch ans dem der bildenden Künste Schundware emittiert, die infolge ihres billigen Preises und ihres äußeren, den Nicht-Künstverständigen leicht blendenden Gewandes grvßetr Absatz findet und so die guten Erzeugnisse, die in vielen Fällen nicht einmal teurer sind, verdrängt. Der Leipziger Universftätsvrofeffor Dr. Georg Witkowscki hat kürzlich über dieses Thema in Leipzig einen Vortrag gehalten, d-cr in Max Hesses Verlag in Leipzig unter dem Titel „Die Kunst und dav Leben" im Druck erschienet: und zum Preise tum 40 Pfg. zu beziehen ist. Des Verfassers Ausführungen sind interessant imd belehrend; insbesondere muß seinen Ansichten über die allend halben verbreiteten „rohen Ocldrucke, die durch ihren falschen, grellen Glanz das ungeübte 9luge bestechen", beigcpflichtet werden. Pros. Witkoirski weist nachdrücklich auf die Fülle von guten Nachbildungen alter oder moderner Meister hin, die jetzt — weit billiger als Ocldrucke — in reicher Auswahl zu haben sind, und gibt ein Verzeichnis von billigen Nepwdnktiotien, deren Anschaffung er — auf Grund eigener Beurteilung — empfehlen kann. Möge bie kleine Schrift im Interesse des Publikums weiteste Ver- brettung finden. März 1906 Barometer aus 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke 13. 2« 742,4 —0,5 4,4 94 SSW 2 13. 9” 744.3 —1,3 4,2 90 w 2 ! 14. 725 745,3 —2,9 3,7 87 SSW 2 1 I 1 01713 T odes-Anzeige o Rm. v 1623 Asphalt. Los I. 15., 1 von I. Los II. H e r 6 e r fl. in. ii Los ❖ hv.«/, in Haag. B14/* (Kerbel. D14/, Weigand. II. III. 3 1 2 14 48,3 11,9 80 48 36,3 13,8 2 4 16 14 184 62 30 180 9 10 308 230 Los ii 2. Töll, Ernst 3. Häuser, Karl 4. Hensel, Adolf 5. Krüger, (Auslao 6. Männche, Heinrich 7. Alandler, Albert 8. Meininger, Philipp 9. Schäfer, Wilhelm 10. Schneller, Wilhelm 11. Sommerlad, Gustav 12. Stock, August Biichcn-Scheltcr, Hambuchrn-Rundscheit, Eichen-Scheiter, Buchen-K> üppel, Eichen-Knüppel, Ktesern-Knnppel, Fichten-Knüppel, Buchen-, Eichen- und Kiefem-Reisig, Eichcn-Stöcke, Kiefern-Slöcke, Fichten-Slöcke. a) Arbeitgeber: 1. Berg, Karl 2. Bicrau, Balthascr 3. Faber, E. A. 4. Kirch, Jean 6. Leib, Heinrich 6. Alüller, E. H. 7. Noll, Emil 8. Pieifter, Peter 9. Sack, Ernst Ludwig 10. Schafsslaedt, Heinrich öffentlich vergebe,: werden. Zeichnungen, Arbettsbeichreibimg und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt bei uns einzureichen. — Zuschlagssrist 14 Tage. Gießen, den 12. Marz 19u6. Städtisches Hochbauamt. j- J. M. Nchuiiiof Telephon 119. Lrvvwter 'ßerlanbt noch Müde nnd abgerackert ist die eine Wajchirau, während die andere nach vollbrachiem Tagewerk noch irisch und munter ist, wen sie sich durch den Gebrauch von Gioth's gemahlener Kernseife nut Salmiak und Terpentin betnf Kochen der Wäiche d,e Arbeit des Neibens tast aus dem Wege geräumt hat. Em Versuch überzeugt. Per Paket 15 Pig. Fabrikant: I. Gwth, Hanau. Hauptniederlagen bet Gebe. Adami, Mäusburg; Gg. Aoanil Wive., Frankiurtersir.; Hch. Arnold IL, Marktstr.; Phil. Gans, Tammstr., A. weisse, Selters- meg 2; Gebr. Haustein, 9!ordamage; Wtlh. Hottnann, Stemslr. 23; Earl Seibel, Frankfurterstr.; Katharina Elle, Steinstr.; W. B. Hofmann, Ederslr.; Earl Eichmann, Ederstr. hv^/s empfehlen: Seidenstoffe, Besätze, Spitzen, Futterstoffe reicher Auswahl, sowie sämtliche Zutaten für Schneiderei. a’/s Handschuhe, Strumpfe, Unterröcke in weiss und farbig, Corsetts in allen Preislagen. Oberhemden, Serviteurs, Langsdorf, den 11. März 1906. Grogherzogliche Bürgermeisterei Köhler. guter. . HI. 16 200 kg Brüstungsgelander, 6000 kg schmred- eifcrne Treppen und Geländer. Arbeitsbeschreidungen, Zeichnungen und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht auf. Die Angebotsunterlagen (Arbeitsbeschreibungen) werden, so lange der Borrat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Ein Versand der Zeichnungen und Bedingungen sindet Zwei Tage Holz-Versteigerung im Gcmetndcwald Langsdorf. Am Freitag, dem 16. Marz und Samstag, dem 17. März 1906, jedesmal anfangend um 91/s Uhr vormittags ^zlrce-Schule. Die Ausstellung für Weißnähen, Schneidern, Bügeln und Weißsticken ist Sonntag und Montag, den 18. rurd 19. März von 11—5 Uhr geöffnet. v18/8 Zu zahlreichem Besuche ladet ein Der Vorstand. nicht statt. , .. , Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch, den 28. März 1906, vormittags 10\2 Uhr, bei uns einzureichen, an welchem Termin sie in Gegenwart etwa erschienener Anbieter geöffnet werden. Zuschlagssrist: 4 Wochen. Friedberg, den o. Marz 190b. Großh. Hochbauamt. ArbeitSvergebnng. Die zur Herstellung der Lustkanäle beim Neubau der höheren Mädchensebule erforderlichen Schlosierarbeitcu sollen Dienstag den 20. d. Mts., vormittags 11 Uhr, Praktische Hausfrauen kaufen nur die altbewährte MAGGI8 Würze =-/. böben zu ölen. M. Schreiuerarbeit. I. 221 Stück Zellen- usw. Türen II 75 Stück Keller-, Bureau- usw. Türen; 2663 lsdm. ' Fußsockel; 247 Treppentritte aus Holz. N. Schlosserarbeit. I. 221 Stück Zellen- usw. Türen zu beschlagen; II 75 Stück Keller-, Bureau usw. Türen zu be- ‘ schlagen;» Abschlußgitter; 384 Frischluftzusührungs- KclrannlmaHung. Setr.: Die Ausführung des Retd)sgesetzrs über die Abänderung der Gewerbeordnung vom 30. Juni 1900. Wir bringen hiermit zur Kenntnis der Interessenten, ba& im Jahre 1906 an den nachbenannten Tagen die Vorschriften über die Mindestruhezeit und Mittagspausen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter (§ 139 c. der Gewerbe- Ordnung) keine Anwendung zu finden haben und die Laden, sowie die offenen Verkaufsstellen an diesen Tagen bis 10 Uhr abends offen gehalten werden dürfen. Wochentage vor Ostern; 11., 12., 14. April. Wochentag vor Himmelfahrt; 23. Mai. Wochentage vor Pfingsten; 1. und 2. Juni. Wochentage vor Weihnachten; 8., 10. bis 17. bis 22., und 24. Dezember. _ Wochentag vor Neujahr; 31. Dezember. Eine Anzahl weiterer Tage, an denen Ausnahmen ben gesetzlichen Vorschriften gewährt werden können, bleibt für unvorhergesehene Fälle vorbehalten. Gießen, den 12. März 1906. Großh. Pon^mmr Gießen. (55 hat dem Allmächtigen gefallen, gestern mittag um X/T3 Uhr linieren unvergeßlichen Sohn, Bruder, Schwager und Enkel Herrn Philipp Menges im 32. Lebensjahre nach langem, mit Geduld getragenem Leiden, in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Großen-Linden, den 14. März 1906. Die Beerdigung findet Freitag, den 16. d. Mts., 31/, Uhr nachmittags statt. In Originalslajchen u. uachgeluUt bepens empfohlen von Wilhelm Haas, Bleichstraße 18. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen. Gartcnstraße Nr. 2, Zimmer Nr. 2. ES können eiugestcttt werden: 1 landwirtschaftlicher Knecht, 5 Bau- und 6 Maschmemchloffcr, 1 Wagner, 3 Schreiner, 1 Schneider, 1 Erdarbeiter, 1 Lagerarbeuer, 1 Hansburschc, 1 Fahrburjche, 5 Dienstmädchen, 2 Lauffranen, 1 Lanfmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 2 Wagner, 2 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Schneider, 1 Installateur. ES snchc» Arbeit: B,4/n 1 Oekonomieverwalter, 2 Gartenarbeiter, 1 Bauschloffcr, Maschinenschlosser, 2 Heizer oder Maschinisten, 2 Schreiner, Waich, oder Putzirauen, 2 Installateure, 1 Hausbursche, 4 Lauffrauen, 1 Bureaugehitse, 1 Lehrmädchen.___________________ K. Glaserarbcit. 135 Stück äußere und innere Kellersenster emschl Verglasung. 204 Stück Zellenfenster. 55 Stück Bureau- usw. Fenster; 130 qm Verglasung eiserner Fenster und Gangabschlüffe. L. Weißbinderarbeit. 2650 qm äußerer Wandputz; 13 Türen, 94 Keller- fcnster, 352 Fenstergitter, 550 lfdm. Holzgesims usw. zu streichen. 5930 qm innerer Wandputz emschl. Oelsarben- anstrich; 143 Türen, 47 Kellerfenster, 260 lfdm. Brüsttmgsgeländer mit Oelfarbe zu stretchen; 10 <0 qm Bucheurtemenböden zu ölen. 62TU qm innerer Wandputz emschl. Oelsarbenan- ftrich: 155 Türen, 340 lfd. m Brüstungsgeländer mit Oelfarbe zu streichen; 1090 qm Buchenrtemcn- Cruvatten, Hosenträger, Socken. A ----- . ♦ Glacehandschuhe, Regenschirme. XAIssk. Salomon & Co.J i f^äusfeurg 10. fifläusburg 10. ♦ Darmstädter Pädagogium Darmstadt. Heerdweg Nr. 53. Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner- und Abiturientcn-Examen. Eintritt jederzeit. Auch bei den soeben beendeten Pmluugeu erzielten die im Pädagogium vorbereiteten Schüler wieder, wie seit Jahren, die besten Erfolge. 6S”/s M. Elias. Die Holzverfteigerung vom 8. d. Mls. ist genehmigt. Die Abfuhrschcmc können von Freitag, dem 16. d. Mts., an bei den Hebestellen in Empfang genommen werden. Erster Abfuhrtag und lieber- Weisung des Holzes Montag, den 19. d. Mts. Gießen, den 13. März 1906. Großherzogliche Oberförsterei Wieseck. 11. Tichy, Heinrich 12. Wmn, Heinrich Gießen, am 10. März 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Eurschma n n. VcrsiliWiig vl»i lWMcn unö Fuhrleistiivge«. Für die Feldbereiniguug Bellersheim sollen Samstag, bett 17. März, vormittags IO1/, Uhr nachvcrzeichncte Arbeiten flctrennt in einzelnen Losen aui dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Los I Die Herstellung des Grabens im Trieschel, II Tie Herstellung des Riedgrabens ober-ald der Bahn, ' m Die Herstcllnng des Riedgrabens unterhalb der Bahn. Ferner das Anfahren von Baialtgrus — ca. 100 cbm. — von Station Bellersheim an die Wege Nr. 129 und 14-. Tie Verdingungswiterlagen mr Los I—III liegen .aus Großh. Bürgermeisterei Bellersheim zur Einsicht offen, woselbst auch die Angebote in Prozenten des Voranschlags, verschloßen und nut entsprechender Aufschrift versehen, emznreichen sind. In den A>i- geboten iür Fnhrle.stungen ist der Einheitspreis pro cbm. anzu- qeben. Eröffnung der "Angebote in Gegenwart etwa erschienener Bieter. Zuschlagssrist 10 Tage. /- Gießen, den 12. Marz 1906. Großherzogliche Äulturtnspetttou Greven. Wißmann. Nutz- uui) Brellllhgjzvelßeigtrlllig DieuStag den 20. März im Försterbezirk Usenborn, Distrikt Kuch- >vald. Hegtopf, Schönberg, Lchneiderzipf re.: Stamme- Eichen 101 Fm. ('-bau- und Wagnerholz), Ahorn 15 Fm Elsbeer 1 Fm., Erle 22 Im., Linde 2 Fin., Kirichbanm 15 %n’ Fichte 34 ö"in- Terbstangen: Eichen 8 St., Fichten 152 ct Brennholz: Buchen: 340 Rm. Scheit I. Klaffe, 2o Rm. tt ainske 280 Rm Knüppel, 325 Rm. Reiserkiiüppel; Elche :c.: 13 Rm. Scheit, 44 Rm. Knüvpel, 52 Rm. Re.serknüppel. Auskunft erteilt Forst wart Henkel, Lmsenlust bei Hirzenham. Zusammenkunft 9 Uhr vorm. ün Stolberger Hof in Hirzenhain. Mit dem Nutzholz wird begonnen. nM/ Gedern, den 12. Marz 1906. B /8 Fürstlich Stolberg-WeruigerödischeS Forstrevier Gedern. LerßebllU uon Sauarbeiten. Nachstehende Arbeiten des inneren Ausbaues bei Erbauung eines Zellenstügels bei dem Laudcszuchthaus Maricnschlotz sollen unter Hinweis auf den Mmisterial- erlaß vom 16. Juni 1893 im öffentlichen Wettbewerb ver- qeben werden. C. I Asphaltarbeit. 420 qm Asphaltbclag; 2160 qm Bucheurtemenböden in Giessener Omnitins-Gesellschait. E. G. m. b. H. Mittwoch, ben 14. März 1906, abcuds 8V« «hr im Nestauraut ,Bavaria" Ordeatliche ^eneralversammlnng. Tagesordnung: a) Geschäftsbericht des Vorstandes und AuffichtSratS, Vorlage der Bi'.an; und Antrag auf Entlastung. b) Waht oeS Vorstandes und AufsichlsratS. Bilanz und Geschäftsbericht liegen von heute ab, während den üblichen Gcichäftsstunden aus unserem Depot Marburger Straße zur Einsicht offen. Gießen, den 3. März 1906. Der Vorstand. C7„ M. Friedberger F. Helscrich Jean Kirch. ^Hamburger Engros-Lager^ ± Zeüs* ©onfärmation t Vervlnsinnr;. Die noch rückständigen Sauarbeiten int Los I der Neubaustrecke Vilbel-Seldeubergen-Windeüen zwischen Vilbel und Büoeshetm sollen im ganzen vergeben werden. Dte Arbeiten unnasten runö 36000 Cbm Eidbewegung, 12000 qm Wegebefestigung und 9000 lfdm. Oberbaupacklage, sowie wnstige kleinere Herstellungern Zeichnungen und Bedingungen können tn unierm technischen Bureau, Heddertchstraße 67/69 eingesehen werden. Angebotsheste sind vom 14. März ab in unserer Kanzlet gegen Einsendung von 3 Mark (nur Postanweisung) erhältlich. Dte Eröffnung der mit entsprechender Aufschrift versehenen und verschlofseil einzus.endenden Angebote erfolgt am 24. Atärz, vormittags 11 Uhr ^edderichstrave 61, Zinuner 21. Zuschlagsfrist 14 Tag^ B /» __________Frankfurt a. Königliche Elsenbahndirektton._________ Versteigerttttg. Donnerstag den 15. März d. I., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Grüudergcr Straße 35 dahier gegen Barzahlung: L 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 1 großen Lmoteumteppich, 1 Kmderbadewanne, ca. 5 Ztr. Kohlen, 1 blaue Steppdecke, Vorhänge mit Gallerteen und Roleaux, Tisch-, Bell-, Herren- und Tamen-Wäsche, Herren- und Damen-Kleider, Nippsachen, allerlei porzellanenes und anderes Küchen- geschirr, sowie sonstige Haushaltnngsgegenstände. y, 1 Sofa nut 6 gepolsterten Stühlen, i nestel, 1 Schreibtisch, 1 Vertikow, 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, mehrere Spiegel, darunter 1 nut Trümeaux, 3 Paar Vorhänge nut Gallerieen, 1 Petroleumlampe mit Gasttchleinrichtung, diverse Bilder, Kleiderleisten rc. Die Gegenstände unter 2 sind zum Teil noch neu, zum Teil noch sehr wenig gebraucht. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Born, Gerichtsvollzieher. bei der Eisenbahnhallestelle: Eichen.Abschmtte III. Kl. von 48 Ctm. Durchmesser und 1,2 Mir. Länge — 0,43 Film. Eichen-Stämme II. Klaffe 3—6Meter Länge-2,01 Fslm. Kiefern-Stämme IV. Klasse — 1,57 yltm. Kiefern-Stämme V. Klaffe — 2,21 Fstm. Fichten-Stämme V. Klasse — 2,29 Fstm. Fichten-Derbstangen ----- 8,45 Fstm. Eichen-Derbslangen — 2,18 Fstm. Eichen-Nutzknüppel von 2 Meter Länge, Bekanntmachung. Nachdem innerhalb der gesetzlichen EmspruchsfristBeschwerdeii gegen das Ergebnis der Wahl vom 3. Februar 1. Zs. nicht erhoben worden sind, wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dap als Beisitzer des Gewerbegerichts Gießen für die Zeit vom x. April 1906 bis 31. März 1909 gewählt sind: ■ - b) Arbeiter: 1. Christ, Wilhelm Versteigerung. Freitag deu 16. März L 3., nachm. 3 Uhr, sollen im städl. Piandlokale, -Leltersweg 11 dahier die wegen rückständiger Orts-- krankeukasiebeiträge pro No- vcmber 05 gepfändeten Gegenstände: Schreibtische, Soia, Schränke, 30 m Gartenschlauch, 1 Klavier, Pierde und Wagen versteigert werden. 1539 Cv c Li m e c' r r, ■j'ionbmetdn Fluss- und Seefische UM ' tL / t 's- J'J * I Hq,- 5'? f ? fteschäftsveB^legigBa^. KanMsatlon Partieposten Damenwäsche der as? Ei®! Bis! Eis! 1385 Versteigerung K M 3.60 2.60 3. Seltersweg 38 Willi. Reiber Seltersweg 38 Lai* 01408 Saoff- und Hoßzdraht 1483 8. Tichy LÄLÄ. 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Kann, gegenüber der Stadtkirche. ein Maler-, LMier- uerd Weißhinder-Geschäft eröffnet habe. i z 1 Sei eintretendem Bedarf halte ich mein Urtternehmen bestens empfohlen und garantiere den geehrten Auftraggebern für gute und billige Ausführung der Arbeiten. reder-Creibrkmen Jw bestes, unübertroffenes Fabrikat. Grosses Laßer. BlUIgo Preise. Hc.medhaar-, Salats-, Gummi-u.B’rcoil-Rkmen, Nähriomonl Riamenverblnder, Holz-Riemenscheiben. JuliusBoiler,Fa4TÄtikei. Zu DienstenI Frankfart a. M., Kalseratrasse 35.. Öen Reslbestand meines ^©^el-Lagers lasse ich am Montag dem 19. März und folgende Tage jedesmal von nachmittags 2 Uhr ab in meinem Laden meistbietend gegen bar versteigern. c14/, -■■■■- ■■■ Besichtigung jeden Vormittag von 10 bis 12 Uhr. 4. Solovortrag iür Soprauatimme. 5. Psalm für Soloquartett und gemischten Chor . . . Tuma. 6. D*e Passion unseres Herrn Jesu Christi, I. Teil, für gemischten Chor u. Soli unter Begleitung von Streichorchester und Orgel H. v. Herzogenberg. Eintritt frei. Für die inaktiven Mitglieder werden Plätze auf den Emporbühnen und am Altar reserviert. Der Eingang am Turm ist nur für Mitwirkende und die mit Karten versehenen Mitglieder geöfinet. Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung von erwachsenen Angehörigen gestattet werden. Texte a 20 Pfg. an den Kirchtüren zu haben. Zur Deckung der Kosten werden freiwillige Gaben in die Büchsen erbeten. |v“/, C. G. -kklelnhenn Bahuhosftr. 59. _ Telephon 66. Bahnhofstr. 59. —........ Speziai-Gesciiäft ----- für bessere Fische, Geflügel, Konserven, Dclttatessen liefert aucrkaunt das allerfciuste in sämtlichen Fluß- und Seefischen. Täglich Sendungen, Preise billigst. Prompter Versand nach auswärts. — Spezialität: Lieferung iür tieflellscäiaStN- Essen unter Zusicherung feinster Bedienung. — Aeltesles Geschäft dieser Branche am Plahe. — Biele Anerlcunuikgen.281 und alle sonstigen Artikel zum Anstreichen und Wichsen der Fußboden bei [löol Emil Fischbach, Dörr-Lbß Zwetsehen per Pfd. 15, 25, 30, 40 u. 50 Pfg. Zwetschen ohne Stein per Pfund 50 Pfennig Birnen per Pfd. 20 u. 60 Pfg. Feigen per Psutld 25 Psg. Datteln per Pfund 30 Pfg. Aepfel per Pfd. 40 u. 60 Psg. Aprikosen p.Pfd.50,65 Pfg. Pfirsiche per Pflind 60 Psg. ist. Mischobst p.Pfd. 48 Pfg. L Steinhäuser 17 Renen Bane 17 011 Giestetier Ausschuß für LsWusrlesungeu und verwandte Bestrebungen. Aritre Vorlesungsreihe: Beist io iie Millmo m ligatti von Oberlehrer vr. Kraft aus Büdingen. Mittwoch, den 14. März 1906, 81/, Uhr abends: II. I'oii Siilla oaeii der hot ie W«. Eintritt frei für jedermann. c"/, Die Vorträge finden sänitlich in der Turnhalle des Real- Ghmuasiums und der Ober-Realschule statt. MB. Geldsendungen zur Deckung der Unkosten erbeten z. H. des Herrn A. Kuhr, Heuselstraße 1. Mein Geschäft befindet sich jetzt Sonnenstrasse 31 meinen früheren Verkaufsräumen gegenüber. Empfehle zur Frühjahrssaison und zur Konfirmation mein enorm großes Lager in M Zarten Lchußeu uni) Nieseln 8U den denkbar billigsten Preisen. 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