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Karl Pbilipp zu Watzenborn verhängte Sperre wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 12. Februar 1906. Großhcrroqlichcs Kreisamt Gießen. I.' V.: Dr. Merck. ' Marokko. Die ^Rordd. Alla. Ztq." schreibt: »Der „T e m v §" soll einen neuen provokatorischen Artikel gegen De utschands Haltung in der marokkanischen Polszeisragc veröffentlicht haben. Schimpfereien sind keine Argumente. Je uielir sich der Leitartikler deS „Demos" in eine durch nichts gerechtfertigte Atüregung hineinschreibt, desto k ü hier wird man in Deutschland diese An würfe registrieren und e§ höchstens bedauern, wenn dadurch die Verständigung auf d e r 5i o n s e r e n; erschwert werden sollte. Die Vertreter Deutschlands und Frankreichs in Algeciras haben die Aufgabe, eine solche Verständigung zu suchen, und waren tatsächlich in v e r t r a u l i ch e E r ö r t e r u n g c n über die Polizei- lind die Banksrage eingetretelr. Wer dazu die erste Initiative ergriffen hat, uno wer den einen oder den anderen Wunsch über die Reibenlolae geänffert hat. in der diese Fragen behandelt werden sollen, ist' wirklich von untergeordneter Be- deutung. Wir glauben, daff es auch in Frankreich nur wenige geben wird, bie an den Invektiven eines übereifrigen Publizisten Geschmack finden. Von Friedensliebe und v e r s ö h n l i ch c m G c i ft e sind diele Auslassungen jedenfalls nicht einqegeben, und neues steht nicht darin. Getretener Q u a r k wird breit, nicht stark." Seit langem ist an dieser Stelle nicht so scharf geschrieben worden. Vielleicht ist dieser Ton gegenüber dem Organ der französischen Negierung auch um etliche Nuancen zu stark. Der Kaltblütige ist stets der Ueberlegene, und eine satirische Abfertigung wäre wirksamer gewesen. Nach der sehr wünschenswerten Verständigung sieht die Polemik nicht aus. Aus Algeciras wird heute offiziös folgendes gemeldet: Algeciras, 13. Febr. Nach Beendigung der gestrigen Kommissionssitzungen wurde von französischer Seite angeregt, die Verhandlungen über die Organisation der Staatsbank heute wieder amzunehmen, womit die deutschen Delegierten sich einverstanden erklärten, öcute vormittag haben Zusammenkünfte zivischen dem deutschen Botschafter v. Radowih und dem französischen Delegierten Nevoil und ferner zivischen dem Grafen v. Ta tt en back und dem französischen Delegierten Regnaul t stattgefunden. Die Vorbesprechungen und slonunissionSsitzungen sind in befriedigender Weise fortgeschritten. Nach der Ansicht mehrerer Delegierten, die befragt wurden, kann von einer Krisis zur Zeit nicht mehr gesprochen werden. Tie Erregung, die durch die anscheinend inkorrekt übermittelten deutschen Preß- äufferungen hervorgernsen wurde, beginnt sich zu legen zum Bedauern derjenigen in Frankreich und auch in Spanien stark vertretenen Elemente, welche das Scheitern der Konferenz herbeiwünschen. — Die heutige Sitzung dauerte von drei bis fünf Uhr. Das Verlangen des Sultans, daff auf Grund der neuen Be- stimmungcii über den Waksenschmuggel die beschlagnahmten Waffen dem Maghzen ausgelieiert werden sollen, wurde gut- geheißen. Sodann trat die Kouscrenz m die Emzelberatung des von der Redaklionskommiinon ausgearbeitelen Zollregle- ments ein, das bis zur Säb'te durchbergten wurde. Deutsches Reich. Berlin, 13. Febr. Gestern abend fand bei dem Kaiser ein Tiner statt, zu welchem die Botschafter und Botschafterinnen und die fremdherrlichen Offiziere geladen waren. Essen, 13. Febr. Bergmeister Engel, geschäfts- -fübrendes Vorstandsmitglied des Bergbauvcreins, wurde auf Mehrheitsbeschluß des Vorstandes vorläufig vom Amt suspendiert. Hierzu erfährt die „Rh-Westf. Ztg.", daß im Vorstande Meinungsverschiedenheiten darüber bestanden, ob der mit der Geschäftsführung betraute Beamte dem Vorstande angehören solle oder nicht. Die Mehrheit des Vorstandes habe nun Engel zum Verzicht auf die Vorstands- Mitgliedschaft aufgcfordert und beschlossen, ihn im Falle der Ablehnung vom Amte zu suspendieren. Die Aufforderung sei abgelehnt worden und die Suspendierung erfolgt. Mit diesem Vorgänge im Zusammenhänge stehe der Austritt des Geheimrats Kirtorf aus dem Vor- stande und Ausschuß des Bergbauvereins. Dresden, 13. Febr. Minister v. Metzsch erklärte heute in der ersten Kammer, die Regierung habe gegen die Zulassung des Frauenstudiums an der Kunstaka- oemic in Dresden keine Bedenken. Die bayer. Kammer über auswärtige Politik. München, 13. Febr. Bei der Beratung des Etats des Aeußern hielt in der Abgeordnetenkammer der Führer des Zentrums, Abg. Geiger, eine staatsrechtlich bedeutende Rede, in der er die Erklärung des Ministerpräsidenten Frhrn. v. Podewils zurückwies, wonach die einzelnen Landtage nicht das Recht hätten, Angelegenheiten der auswärtigen Reichspolitik zu besprechen. Redner erklärt, seine Partei werde sich dieses Recht nicht nehmen lassen insbesondere, wenn das Volk die Kosten der Reichspolitik befahlen müsse. Ter liberale Führer Dr. Casselmann schloß sich diesen Ausführungen an, warnte aber davor, won dem Recht der Besprechung der auswärtigen Reichsangelegenheiten zu häufig Gebrauch zu rnachen und dadurch die Bedeutung oes Reichstages heraüzumindern. Wir haben, fjo erklärt er, bei unseren Besprechungen die Pflicht, Maß -u halten und jede gehässige Kritik zu vermeiden, umsomehr, »als das Ausland diese für seine Zwecke ausnützen würde. Wir besprechen die Reichsaugelegenheiten und zumal in ainer Zeit, wo jeder Tag Ueberraschungen bringen Mann, und wir tun es, ohne auch nur den Schein zu erwecken, daß eine Uneinigkeit zwischen dem Nor- Ü>en und dem Süden des deutschen Vaterlandes besteht, welche die gemeinsame Hingabe an die große Sache verhindern könnten. — Die konservative Reichstagsfraktion wird in Lezug auf die Reichserbschaftssteuer an den Grund- s itzen der Regierungsvorlage festhalten und die ganze Vorlage einstimmig ablehnen, wenn die Steuerkommission eine Ehegatten- oder Deszendentensteuer beschließen würde. — Zwischen Regierimg und Vertretern der maßgebenden Reichstagsparteien haben Verhandlungen siattgefunden, die mit der Gestaltung der Reichsfinanzreform in enger Verbindung stehen. Die Regierung will die von der Steuerkommission getroffenen Dcnderungen akzeptieren, wenn die Kommission Mittel und 'Wege weist, durch Einführung anderer Steuern dem Reiche die unentbehrlichen Mittel zu geben, auf die das Reich nun einmal nicht verzichten kann. — Tie Parlamente werden am 24. d. M., dem Ein- holungstage der Braut des Prinzen Eitel Friedrich, sowie am 26. und 27. wegen der silbernen Hochzeit des Kaiser- paarcs und der Hochzeit des Prinzen keine Sitzungen ab- halten. Ausland. Kopenhagen, 13. Februar. Der deutsche Kaiser bat einen Kranz an der Bahre König Christians IX. niederlegen lassen, der auf weißem Band die Inschrift trägt: »Wilhelm II. Deutscher Kaiser, in Dankbarkeit und Verehrung dem väterlichen Freunde." Madrid, 13. Febr. Der General und Flügeladsntant des König?, MarguiS Mendegorria, der während des russisch-japanischen Krieges dem russischen Hauptquartier zu- geteilt war, verübte heute Selbstmord. Pietermaritzburg, 13. Februar. Die Freiwilligen- Truppen nahmen einige Eingeborene gefangen, welche an dem Angriff auf die Polizeistation im Richmond-Distrikt beteiligt waren. Ein Gefangener wurde bei dem Versuch zu entfliehen, erschossen. Der Sekretär für die Angelegenheiten der Eingeborenen wird morgen Unterredungen mit einigen Häuptlingen haben. Russische Greueln. Nach Meldungen aus Petersburg befürchtete man für den 12. d. M. einen großen Angriff der Revolutionäre gegen die Hauptstadt. Beunruhigende Gerüchte waren in Umlauf. Es hieß, Revolutionäre wollten den SB in ter» Palast und sämtliche Ministerien dem Erdboden gleich machen. Infolgedessen traf die Ilegierung Maßregeln, um einen Angriff der Revolutionäre abzuschlagen. Truppen wurden überall bereit gehalten und schwere Artillerie an günstigen Stellen postiert. Die Artilleristen waren stundenlang in Bereitschaft. Es ereignete sich jedoch nichts. Tie Petersburger erste Realschule mußte geschlossen werden, da die Schüler der ersten Klassen durch Ausschütten von Schwefelwasserstoffgas den Aufenthalt in den Schulzimmern unmöglich gemacht hakten. Die Schüler verlangen die Wiedereinstellung der wegen politischer Delikte entlassenen Lehrer. Rach einer Meldung aus Moskau wurde im Hofe des Hauses der KleinbürgergeseUschaft im Schnee ein weißes Päckchen gefunden mit der Aufschrift: Für Dubassow, sehr eilig' Tas Päckchen wurde zur Polizei gebracht und geöffnet. Es enthielt eine Bombe, die dem Artillerielaboratorium übergeben wurde. Die ganze Polizei ist auf den Beinen, um den Absender zu entdecken. Gegen die lettischen M äßi g keits(!)-Vereine in R i g a, in welchen derunversöhnlicheHaß gegen alles Russische und Deutsche gepredigt wird und deren Mitglieder Mordtaten und Brand st iftungen begehen und sie auf die Soldaten und Deutschen abzuschieben suchen, wird mit rücksichtsloser Strenge vorgegangen. Viele Verhaftungen sind vorgenommen worden. Sämtliche in Riga erscheinenden lettischen und sozialistischen Blätter mußten ihr Erscheinen einstellen. Ter Rigaer Generalgouverneur Sollchub erteilte dem Führer der Truppen- Expedition eine scharfe Rüge, weil dieser bei den Exekutionen unter dem Volke sehr viele Unschuldige erschossen habe. 5 Offiziere, die unter den einflußreichsten Gutsbesitzern geivissenlos Todesurteile fällten und vollstreckten, wurden verhaftet. Ein Baron Kor ff, der einen Lehrer, der sich in keiner Weise an den revolutionären Vorgängen beteiligt hatte, grausam auspeitschen und dann hinrichten ließ, erschoß sich aus Furcht vor Strafe. In Wilna explodierte auf einer Straße int Mittelpunkt der Stadt eine Bombe, wobei acht Personen schwer verletzt wurden. Jugendliche Araud Zister. (th.) Gießett, 13. Febr. Die Brandstiftungen in V i l b e l, die im vergangenen Jahre den Schrecken der dortigen Bewohner bildeten, unterlagen heute der Aburteilung der Gießener Strafkammer. An- geklagt des Verbrechens der Brandstiftung in je einem Falle find der am 29. D^ember 1887 geb. Küfer PH. Fr. Jak. Schmidt und dessen Bruder, der am 10. Juli 1889 geb. Elektromonteur Adam Schmidt, beide von Vilbel und unbestraft. Seit dem April v. I. brachen unmittelbar hintereinander in der Lohgasse 4 Brände aus. Zuerst brannte eine ältere Scheuer in der Hofraite des Küfers Schmidt, des Vaters der Angeklagten, nieder, und nach dem letzten Brand wütete wieder ein Brand in der Schmidt'schen Hofraite und zwar in dem kaum fertig geworbenen, an stelle der niedergebrannten Scheuer errichteten Neubau, der noch nicht wieder in der Landesbrandkasse versichert war. In Vilbel war man allgemein der Ansicht, daß alle diese Brände von derselben Hand angelegt feien. Wie bei jedem Verbrechen einer Brandstiftung war cs aber sehr schwierig, den Täter zu ermitteln. Als die Schmidt'sche Hofraite das zweite Mal vom Brande hcimgesucl't worden war, lenkte sich der Verdacht der Täterschaft auf Philipp Schmidt und verdichtete sich so, daß die Staatsanwaltschaft ihn in Haft nehmen ließ. Es vergingen zwei Wochen, wahrend die Voruntersuchung gegen den Verhafteten cingeleitet worden war. Da brach am Sonntag abend gegen 8 Uhr in der Hofraite des Schwcinehändlcrs fttoner Feuer aus und wegen dieses Verbrechens richtete sich die Anklage gegen Adam Schmidt, welcher bereits am Tage-mach der Tat verhaftet wurde. Beide Angeklagte bestritten heute vor der Strafkammer mit aller Entschiedenheit, die Brände angelegt zu haben. Adam Schmidt gesteht jedoch zu, Kameraden gegenüber geäußert zu haben, daff sein Bruder unschuldig in Haft genommen sei. In der Beweisaufnahme wird festgestellt, daß die Schmidt'sche F-amilie sich des ALLS und Land. Gießen, den 14. Februar 1906. *• Die Fleischpreise. Ein Leser vom Lande teilt uns mit, daß in Hungen vorn gestrigen Dienstag ab baS Pfund Schweinefleisch eine Mark und das Vsimd Leber- oder Blutwurst 90 Pfennige kostet. Das sind Preise/ die die höchsten Verkaufspreise des vergangenen Herbstes er*j lwblich überschreiten, und es wäre interessant, zu erfahren, wodurch dieser ungeheure Preis veranlaßt wurde. — Brand. In einem Hause der Neuen Bäue entstand» gestern abend ein Zimmerbrand, wobei außer den 23orV besten Rufes erfreut und der Vatcr der Angeklagten sich m geordnete Vcrmogensrerhältniffen befindet und früher hat niemand dem älteren Angeklagten zugetraut, daß er dem eigenen Vater die Hottaitc awzünden würde, umsomehr, als cs an jcdcm Motiv dazu fehlt. . Als am 29. Okt. 1905 in der Schmidt idien scheuer der zweite Brand ausbrach, war Ph. Schm, bis kurz nach 7 Uhr in der Geloschen Wirtschaft gewesen. Er will sich von dort arf 20—25 Minuten nach Haufe begeben haben, um eine Kleinigkeit zu essen, und dann wieder in das Gch'sche Lokal zurückgekehrt sein, wo er Karten spielte. Hierbei fiel seinen .Kameraden auf, daß sein Anzug voller Grummet und Heu war, während er beim Verlassen der Geloschen Wirtschaft sauber getrefen war. Der Hut zeigte Spuren von Kalk, Svinngen-ebcn und Heu. Schmidt gab auf Bemerkungen seiner Kameraden hin an, er wäre inzwischen in der Traube gewesen und sei auf der Straße zwischen zwei Heuwagen hindurch gegangen und habe dabei feinen Anzug beschmutzt. Dabei steht fest, daß an jenem Abend nicht ein einziger Heuwogen vor der Twube gestanden hat. Das Spiel war kaum im Gange — wie eine Reihe. von Zeugen übereinstimmend aussagen, hat dasselbe etwa 15—20 Minuten gedauert — als eine Frau in der Giststube erschien und rief, es brenne im Ort. Alles stand auf, Philipp Schmidt trat mit mehreren Kameraden an Fenster der Wirtschaft. Roch ehe er das Fenster geöffnet hatte, sagte er, wie mehrere Zeugen betonieren: „cs brennt bei uns", obgleich niemand von dem Fenster der Gch'schcn Wirtschaft „ auS das brennende Gebäude sehen konnte. Die Zeugen erklären, daß man zwar Brandgeruch, aber keinen,F>enerschein habe wahrnehmen können. Erst als man der Lohgasse näher ging, sah man vov dort her Qualm herziehen. Der als Zeuge vernommene Schureinehandler Fr. fronet- dessen Scheuer am 13. November abends Mischen 7 und 8 Ulyr1. ein Raub der Flammen wurde, bekundet, daß er kurz Vor 9 Uhv daS Fenster seiner Wohnstube geöffnet und zufällig auf biei Straße gesehen hat. Er hörte daS §>oftor gehen und bemerkte einen Menschen, der sich an seinem Hause vorbei schleichen wollte.- Bei genauerem Hinsehen erkannte er Adam Schmidt. Der Zeuge' fragte, was Schmidt so spät wolle-, dieser antwortete, er hobei mit dem Sohn des Kroncr wegen eines Fahrrades sprechen wollens Der Zeuge schildert weiter, wie er in demselben Moment eht! Knacken vernommen habe, da habe er Schmidt gefragt: „Siham,; was hast Du in meiner Hofraite getan?" Dieser erwiderte nur; „Ach, ach", und ging eilig fort Durch Vernehmung der Krönet fchen Familie wird festgeftellt, daß niemand nach 7 Uhr in den Scheuer und den Stallungen war. Adam Schm, erklärt er habe die Kroner'sche Hofraite an jenem Abend nicht betreten. Er habe den Sohn Karl treffen wollen und ihm zuerst von der Straße- aus gepfiffen; bann habe er die Hosvforte geöffnet Er habe' noch einmal vergeblich gepfiffen, und kurz darauf habe bet; alte Kroner das Fenster geöffnet Der Angeklagte will nichtz gesehen haben, daß in der Scheuer die Flammen schon wüteten^ Adam Schmidt bemerkt rod), ba6 her Handel mit dem Fahrrads dem alten Kvoner gegenüber nur eine Ausrede war, er habe bemj jungen Kroncr etwas von feinem Mädchen ausrichten wollen. In der weiteren Beweisaufnahme verdichteten sich die Indizien gegen Adam Schmidt immer mehr. Die letzte Vernommenei Zeugin, Frau Schaan aus Frankfurt a. M. erklärte mit allerj Bestimmtheit, sie fei am Abend, an dem eS bei Kiwner gebrannt hat, um 9 Uhr an dessen Hofraite vorüber gekommen und habes wahrgerwmmcu, daß die Tür von innen geöffnet wurde mtb ein Mann durch die geöffnete Tür die Straße betreten hat Mit diesem Mann habe der alte Kroner gesprochen. Kurze Zeit danach, at^ sie gerade das Rathaus passierte, hat es Feuerlarm gegeben^ Staatsanwalt H o o s hält es für bewiesen, daß in den beides zur Anklage stehenden Fällen die Angeklagten die Täter finbJ Zwar wolle er zug.-stehen, daß cs bctteffs des Phllipp Schmidt unmöglich ist, mit zweifelloser Sicherheit nachzuweisen, warum dieser dem eigenen Vater die Scheuer angezündet habe. ES liege nahe, anzunehrnen, daß die Tat der Ausfluß eines schlechten^ eines frechen Charakters ist, auch sei es möglich, daß man eS mit einem sogenannten Lausbubenstreich zu tun habe. Es sei auch denkbar, daß der Sohn dem Vater durch den Brand einen Vermögensvorteil verschaffen wollte. Daß der Zlngeklagte aus krankhafter Sucht gehandelt hat. ist von Medizinalrat Dr. Habe r k o r n verneint worden. Der Staatsanwalt ging bann alle Momente durch, die die Anklage gegen Philipp Schmidt stützen. Adam Schmidt wollte den Beweis liefern, baß es, trotzdem! man den vermeintlichen Tater dingfest gemacht hatte, in Vllbel luftig weiter brenne, um damit die Untersuchnngsbchörde glauberv, zu machen, daß ein anderer die Brände verursacht habe. Dieser,- Plan wäre vielleicht geglückt, wenn Adam Schmidt selbst nichp sozusagen in flagranti ertappt worden wäre. Der Staatsanwalt bemerkt, daß beide Angeklagte bei Begehung der Tat noch keines 18 Jahre alt waren, daher könne man gegen beide Bruder Milde! walten lassen, umsomehr, als sie noch unbestraft seien. Doch^ müsse der altere Bruder höher bestraft werden, weil er das Verbrechen ohne ersichtlichen Grund verübt und weil man auchj ruhig der Ueberzeugung sein könne, daß dieser die in her Loh-i gaffe vorgekommenen drei Brände ebenfalls auf dem Gewissen, habe. EZegen Philipp Schmidt beantrage er 1 Jahr 9 Monat« Gefängnis. Adam Sckimidt hat ein anständiger Grand bei bet) Tat geleitet, er hat seinem Bruder heranshclfen wollen, deshalbi beantrage er, gegen A. Sch. auf 9 Monate Gefängnis zu erkennen^ Der Verteidiger, Justizrat Windecker -Friedberg gibt suj daß gegen den alteren der erbrachte Indizienbeweis erdrückend! fei, es gäbe aber auch in diesem Falle Momente, welche einen; Zweifel an dessen Schuld zuließen. Er überlasse es dem Ei> messen des Gerichts, gegen diesen Angeklagten das Richtige zu! treffen, jedoch sei die beantragte Strafe viel zu hoch. Da daSs Gesetz als geringste Strafe 1 Tag Gefängnis vvrsehe, glaube cr^ daß der G-erichtshof zu einer geringeren Strafausmessung kommen müsse. Bezüglich des Adam Schmidt beantragt her Verteidigen Freisprechung, da nicht das Mindeste erwiesen sei, was diesem zum Urheber des Brandes in der Kroner'schen Hofraite stcmp-cln fömte. Eventuell beantrage er eine Vertagung des Urteils, um? an Ort und Stelle die Aussage bet Zeugin Scharm nachprufenj zu köimen. Nach s/4 stündiger Beratung verkündete Landgerickits» Direktor Prätorius das Urteil dahin, daß der Gerichtshof den; Philivp Sckmidt, unter Versagung mildernder Umstände^ wegen Brandstiftung nach § 308 des Str.-G., aber unter Zu> Billigung der Milderung oes 8 57, Dbs. 3 des Str.-G, zuj 1 Jahr und 6 Monaten Gefängnis nnb den Adamj Smrnidt, dem mildernde Umstände zugebilligt wurden, zip 9 Monaten Gefängnis verurteilt habe. fjSngen eine Partie Wasche und Kleidungsstücke verbrannten. Ein siebenjähriges Kind war mit einem Stearinlicht den ,Fenstervorhängen zu nahe gekommen und hatte so den Brand verursacht. "Diebstähle. Inden letzten Nächten wurden aus Einem Karten des Seltersbergs die am Gartenbause befindlichen Dachkandeln und Dachkandelrabre abgerissen ni'.d ge° stöhlen. Ferner wurde aus einem Garten in den Eichgärten eine kupferne Pumpe entwendet. "Vorsicht! In der Nacht vom 4. auf d. 5. l. Mts. /wurde in das Altertumsmuseum zu Mannheim eingebrochen rind 400 Stück sehr wertvolle alte Münzen gestohlen. Die Münzen stannnen meistens aus dem 14. und 15. Jahrhundert und repräsentieren einen hohen Wert. Eine Belohnung von 1000 Mk. ist aus Feststellung de§ Täters, event. Herbeischaffung der Münzen ausgesetzt. ** Im Gießener Stadttheater gelangte gestern ztBeub Otto Ernsts Komödie „Finch Sm anu als Er- zieher".zu cinm- im allgemeinen reckt befriedigenden Aufführung, an deren Erfolg Herr Reimer al" Träger 'der Titelrolle den meisten Anteil batte. Er verstand es ausgezeichnet, das Falsche und Kriechende in dem Charakter des Schuldesnoten bervorznkchren, wenn er auch manchmal die letztere Eigenschaft etwas zu sehr betonte. Als Jean iFlemming bot Herr Lüttjohann Befriedigendes, doch wäre ein weniger passives Verhalten im allgemeinen der Darstellung sicher zugute gekommen. Köstlich war die Wiederigabe des Schuldieners Negendank durch S?errn Lippert, während Herr Wittmaun als Schulrat Tr. Rrell sich •nicht ganz am Platze zu fühlen schien. Fräulein Schellen- berg gab die iugendliche Lehrerin Gisa Holm mit Anmut und Naivität. Das übrige Lehrerkollegium war durch Frau Fischer und die Herren Goll, Herrscher, Stauf, Gerdes und Nanninger im ganzen entsprechend vertreten. Das ziemlich -ahlreich erschienene Publikum kargte nicht mit seinem Beifall. ** Die Vorstandsmitglieder der hiesigen dem Landesverband „Hassia" angehörigen militärischen Vereine waren am Dienstag Abend im Restaurant „Stadt Mainz" fast vollzählig versammelt, um über eine g em einsame Feier der silbernen Hochzeit des Kaiser- Paares zu beraten. Einstimmig wurde beschlossen, an einem geeigneten Tag einen großen Kommers abzuhalten. Einer aus dem 1. und 2 Vorsitzenden der Einzelvereine bestehenden Kommission wurde das weitere Arrangement übertragen. Das Offizierkorps, sowie die Spitzen der Behörden usw. sollen zu dem Kommers eingeladen werden. Ansprachen, Musik- und (^songsvorträge, sowie gemeinsame Kommerslieder werden den Abend zu einer würdigen Feier gestalten. Nach dem Betuch der seitherigen patriotischen Veranstaltungen zu urteilen, wird eine große Beteiligung der einzuladendeu Ehrengäste und der über 800 Vereinsmitglieder sicher zu erwarten sein. " Die Generalversammlung de§ VerkehrS- HereinS, deren Besuch durch den vom Bürgerverein gleichzeitig veranstalteten Vortrag im Neuen Saalbau sehr beeinträchtigt wurde, tagte am Montag abend. AuS dem Bericht 'des Vorfitzenden war zu entnehmen, daß die Herausgabe des Führers für Gießen und Umgebung allseits mit Freude begrüßt wurde. Zahlreiche Anfragen liefen infolge der Herausgabe deS Führers ein, in denen der Vorstand um näheren Aufschluß über die örtlichen Verhältnisse, WohnungSmiete, Bauart der Straßen, Preise der Lebensbedürfnifie, Steuerhöhe, Dienstmädchenlöhne re. ersucht wurde. Auch der Versand deS Führers an höhere auswärtige Lehranstalten hat sich bewährt, da auch von Primanern und Studenten, welche die Universität zu besuchen beabsichtigen, Anfragen gestellt wurden. Im Frühjahr soll der Versand der Führer erneut ausgenommen und im nächsten Jahr, nachdem das Theater fertiggestellt ist, und die Straßen ein anderes Bild erhalten, an die Anfertigung großer Plakate gegangen werden. Die Rechnung wies einen Kassenbestand von Mk. 2453.79 aus, der aber bei weitem nicht zu dem Kostenpunkt der Plakate hinreicht. Es wäre also sehr zu wünschen, wenn fich dem Verein mehr unterstützende Mitglieder anschließen würden, namentlich aus den Kreisen, welche direkte Vorteile aus den Vereinsbestrebungen (Hebung des Fremdenzuzuges) genießen. In den Vorstand wurden neugewählt die Herren Rechtsanwalt Leun rind Fritz Nowack. Unter anderem wurde der Versammlung die angenehme Mitteilung gemacht, daß Architekt H. Meyer, der Leiter deS Theaterbaues am Montag, 5. März im Neuen Saalbau in dankenswertem Entgegenkommen einen Vortrag an der Hand von Lichtbildern über die Bauart und innere Einrichtung des Theaters usw. halten wird. Der Verein ist im vergangenen Jahr dem Bunde hessischer Verkehrsvereine und der .deutschen Verkehrsvereine beigetreten, was dem Bekanntwerden 'her Vorzüge unserer Stadt den besten Vorschub leistet. Lauterbach, 13. Febr. Der morgens um 4.43 Uhr Don Grebenhain abgehende erste Zug nach Lauterbach blieb am Sonntag zwischen Ilbeshausen und Herbstein im Schnee stecken. Nachdem der Zug durch die Streckenarbeiter wieder freigelegt war, kam er gegen J/2 9 Uhr in Lauterbach an. Eine HülfSmaschine von Fulda mit zwei Wagen kam gegen 1/210 Ubr nach Grebenhain, um den zweiten Zug nach Lauterbach zu ersetzen. Es ist dies das erste mal seit Eröffnung der Bahn, daß durch den Schnee die Züge nicht regelmäßig verkehren konnten. (Laut. Anz.) Nidda, 13. Febr. Die Brauerei Friedrich Kraft Nachfolger in Nidda ist gestern für den Preis von 130 000 Mk. an den Braumeister Herrn Josef Schmid käuflich übergegangen. (N. Anz.) fc. Auerbach, 13. Febr. Zerlumpt, ohne Hemd, ohne Kopfbedeckung und ohne Fußbekleidung wurde in der Gagel- schen Mühle, die im Winter unbewohnt ist, der Deserteur Fritz MöbuS vom 118. Regiment in Worms ausgesunden. Er ist seit fast z w ei Jahren fa hnenflüchtig und hat sich während dieser Zeit hier verborgen gehalten und vom Diebstahl gelebt. vermischtes. * Das neueste Eisenbahnunglück. Bei einem Zusammenstoß eine5 'stiges der Kölner Straßenbahn mit einem Zuge der Köln- Bonner Kleinbahn wurden 7 Personen schwer verletzt, ein Wagenführer getötet. • Kleine Tageschronik. In Magdeburg verübte ein Leutnant vom Iui.-Regt. Nr. 66 S e l b st m o r d , indem er sich vor dem Sviegel eine Kugel in den Kops schoß. Er hatte vor kurzem die Tochter eines Oberstabsarztes geheiratet. Seine Verhältnisse waren vorzüglich. — 9lm 13. Februar wurde unweit des Bahnhofes W a n n s e e bei Berlin auf dem Bahngeleise die Leiche eines etwa 20jährigcn Mädchens, dessen Persönlichkeit noch nicht festgestellt ist, zerstückelt auf- gesunden. Zur selben Zeit meldete. ein bisher noch nicht ermittelter Herr aus Charlottenburg nach Wannste, er habe beobachtet, wie ein Mädchen aus dem Stadtbahnzuge bei Wannsee gestürzt sei. — Aus K a v st a d t wird die D e r h a f t u n g eines blutrünstigen Mörders Namen? Basson gemeldet. Im Augenblick der Verhaftung erschoß er sich. ES stellte sich heraus, daß er zahlreiche Morde verübt bat. Er verlieh Geld an feine Ovfer und forderte VersicherungS-Polizen als Sicherheit. Sobald die Ver- sicherungs-Polizen ihm zngeschrieben waren, ging er daran, seine Oofer zu ermorden. Bisher sind 9 Morde festgestellt, doch wird ihm auch eine Reihe anderer noch unaufgeklärter Verbrechen zu- gefchrieben. Arbeiterbewegung. Leipzig. 13. Febr. Die hiesigen Sch neidergc selten mb in eine Lohnbewegung eingetreten. Sie fordern die Schaffung eines Tarifvertrages und Woffen hei einer ablehnenden H'rttnna h^T tTCr'TttthnTo S.trA svin-i-gdrücken. Gerichtssaal. Berlin, 13. Febr. Der Prozeß des Herzogs Ernst Günter von Schleswig-Holstein gegen Frau Mi- tewska, d''e ehomaliae Kgmmerfran der verstorbenen Vrinzeffin Amalie von Schleswig-Holstein, der beute verhandelt werden sollte, wurde vertagt, da die Angeklagte den Gerichtshof als befangen oblehnte. Bei Beginn der Siknng erklärte der Staatsi^nwalt, daß ein Vergleich nicht znstandegekommen sei. In Berichten wird die Aiisteie her Milewskg wied''r^egeben. nach der her Herzog ihr angeblich hgbe sagen lassen daß. wenn te den i'br angebotenen Vergleich nickst annehme, sie zu einer Gefänonisstr-'fe von einem Jahre verurteilt toiirfce; dies habe ihm, dem Herzoge, ein Richter, mit dem er gesprochen, gesagt. Demgegenüber ist d"s ,.W T. R." zu der Erklärung ermäcktiat haß der Herzog keinerlei Beziebiingen irgendwelcher Art zu den Richtern in her Strassgck>e gehabt, und daß diese dein Herwg gänzlich unbekannt sind. — Trotz des Geständnisses freigesprochen. hem Schwurgericht in Hanau stand Montag das 19iäbrige .iiindersi'nusein Elisabeth VeterS aus Kassel unter der Anklage, in der Rocht zum 3. November 1905 im hiesigen Schwesternhaus ihr acht Tage zuvor daselbst geborenes Kind männlichen G?- fchlecksts vorsätzlich getötet zu haben. Die Angeklagte, die im Schwesternh!"U's A"mabme gefuckt h"tte, nm ihre Nieder- f'inst zu erwarten, gab bei ihrer am Morgen nach der Tat^er- solgten Vernehmi'ng an, ibre Mutter habe ihr gesagt: „Sieb zu, wo Du des Kind imterbringst, nach Kassel kannst Du damit m'cht kommen!", was die Mutter iedoch bestreitet. Sie ckie An- arTtegte-' habe mm fortgesetzt nberleat. wie sie sich von dem K^nde befreien könne. In der Nacht f°i ihr dann der Gedanke gekommen, das Kind zu töten. Dies habe sie guch alsbald in her Weise ansgefübrt, haß sie tem Kind" die Federdecke auf das Gesicht gedrückt h"be. Die Anaek'agte gibt die Tat zu, nur wisse sie nicht, hric sie dazu gekommen sei. es sei ihr jetzt alles urrerklarlick. Der ärztliche Sachverständige gab an, von lln- zurechnirngsfälugkeit der Angelegten bei Begehung der Tat könne nickt die Rede sein, immerhin könne das .Mädchen durch die große Erregung, in der es sich fortgesetzt befunden habe, beein- stußt worden sein. Es waren nur die aus vorfätrsickc Tötung lautende Sckn'ldteagc und eine auf mildernde Umstände lautende Hilfsfrage gestellt. Die Geschworenen verneinten nach kurzer Beratung hie Hauvtfrage, worauf Freisprechung erfolgen mußte. lF. G Anz3 Handel und Verkehr», volkswrrtsckaft. Berlin, 13. Febr. Wie wir hören, übernahm das bayerische Konsortium, dem die Bank für Handel undInduftrie hinzugetreten ist, die neuebayerifche Staatsanleihe im Betrage von 50 Mill. M k., die demnächst zur öffentlichen Suhskrivtion muaelegt werden fall. — In der heutigen Sitzung des ZentralauSfcknffes der Deutschen Reichsbank bemerkte her Präsident Kock- daß die Erleichterung der Lage der Bank ziemlich langsam gewesen sei. Die Gesamt-- anlage sei zwar gegen Mitte Januar um 161 Millionen zuruck- aegangen, übersteige aber mit 9R0 Millionen die der letzten sechs Fahre noch um erhebliche Beträge, die des Vorjahres um 171 Millionen. Insbesondere sei noch da? Weckfelportefeuille und der neuerdings ahermals gewachsene Bestand an Schatzanweisungen weit größer al? in den Vorjahren. Das Metall fei uni 114 be- ziehungSw. 61 Millionen aeringer als 1905 und 1902, dagegen um 43 hezw. 47 Millionen starker als 1904 und 1903. Der Notenumlauf von 1279 Millionen übersteige den in den letzten vier Vorjghren um 39, 80, 103 beim. 130 Millionen und die Dcckuuqs- verhältniffe feien entfvrechenb schlechter. Die steuerfreie Noten- referve nnt 191 Millionen sei geringer als im Vorjahre: dabei feien die Knrfe der fremden Wechsel hoch und näherten sich dem Goldvnnkte ober hatten biefen sogar überschritten. Wenngleich ber Diskont am offenen Markte in Berlin nur 3’/4 vEt. betrage, so fei bock eine Diskonter mäßig u na einstweilen nickt m 0 g l i ck. Der Ientrasausfckuß ist Hiermit einverstanhen. Johann würbe ber Verwaltnngsherickt für 1905 verlesen nebst Bilanz imb Gewinnberecknung und bann bnreh einen Devntierten bas von ben Devntierten bes Zentralau?fckusses nach Prüfung ber Bilanz und Vergleickung mit ben Bückern ahgeaebene Gutachten erstattet unb von den Mit gliedern bes .llmtralanssehnsses genehmigt imb hem Reichsbankbirektorium überreicht, das es an den Reichskanzler weiter berichtet. Märkte. fc. Frankfurt a. M.. 14. Febr. lOrig.-Telegr. de? „(Rieft, dlnz.") Viehmarkt. 9um Verkaufe standen 00 Kälber 00 Schafe und Hammel. 1032 Schweine; 1. Qual. 82—00 Pfci. Lebendaewickt 64.00—00.00 Pfg., 2. Qual. 81 Pfa., Lebendgewickt 61.00—00 Pfg., 3. Onal. 73—75 Pfg. Kälber 1. Qual. 00—00 Pf., Lebendgewicht 00—00 2. Qual. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Vfg., 2. Qualität 00—00 Vfg. Gefckäst: gedrückt, Ueherstand unbedeutend. Ans Holland kamen 196 geschlachtete Schweine. fc. Frankfurt a. M., 13. Febr. Heu- und Stroh- n'nrkt. Man notierte: Heu Mk. 3.60 bis Mk. 4.00, Stroh Mk. 2.50.—2.80 Alles per 50 Kilo. Tendenz in Heu fest, in Stroh flau. OrZgLnal-Drahtmelduttgeri. R. B. Darmstadt, 14. Febr. Landtagsabg. Reinhart (natL) hat bei der 2. Kammer einen Antrag eingebracht, in dem er unter Hinweis auf die durch die Berliner Heimarbeits-Ausstellung zutage getretene betrübende Lage der Heimarbeiter Betont, daß die reichsgesetzliche Regelung der wichtigen sozialen Fragte der Heimarbeit von allen Seiten unterstützt werden müsse. Wenn auch im Großnerzogtum Hessen die Heimarbeit nicht die Ausdehnung besitze, wie in anderen Teilen des deutschen Reiches, herrschten doch in einzelnen Zweigen des gewerblichen Lebens Zustände auf diesem Gebiet, die der Besserung bedürften. Er beantrage daher, die Großh. Regierung zu ersuchen, durch die Gewerbeinspektionen Erhebungen in die Wege zu leiten über 1. die Zahl und das Alter der in der Heimarbeit beschäftigten erwachsenen und jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen, 2. die Arbeitszeit, 3. die Lohn- und Arbeitsbedingungen und 4. die Wohnungen und Arbeitsräume. Berlin, 14. Febr. Der Eisendrehcr Ernst H. in Ober- fchonweide wurde verhaftet. Ec wird von einem Mädchen bezichtigt, den Frauenmord in Popplitz bei Rochlitz in wachsen verübt zn haben. — Das Schöffengericht I verurteilte den Kcaftdroschkenführer Kotzke, welcher am 9. Oktober durch Unvorsichtigkeit einen Zusammenstoß seines Fahrzeuges mit dem Automobil de§ Kaisers herbeigeführt hatte. Izu 20 Mk. Geldstrafe. Essen a. d. Ruhr, 12. Febr. Bergmeister Engel legte gegen seine Suspendierung Pr 0 test ein. Harburg, 14. Febr. In Eißenburg beschloßen die Sozialdemokraten, auS der evangelischen Landeskirche auszutreten, weil mehrere sozialdemokratische Gemcindemitglieder, die in den Schulvorstand gewählt waren, wiederholt nicht bestätigt worden sind. Bisher sind 43 Arbeiter ausgetreten. La ng-WalterSdorf i. Schl., 14. Febr. Der Hilfsjäger Scheinert erschoß die Kellnerin Beier und danv sich selbst. Dresden, 14. Febr. In Sebnitz wurde der Kassierer Biewig deS sozialdemokratischen Konsumvereins wegen' des Verdgchtes der Unterschlagung und Untreue verhaftet. Chemnitz, 14. Febr. Bei der Reichstagsersatz- w ahl im 16. sächsischen Wahlkreise erhielt der Kandidat der Kartell-Parteien, Hermsdorf, 10 200, der Freisinnige Günther 9054 und der Sozialdemokrat Noske31 730 Stimmen. Letzterer ist somit gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 78 Proz. gegen 83 Proz. im Jahre 1903. (Sckfivvel' erhielt 1903 34 266 Stimmen, der Nationalliberale 13 078, der Freisinnige 3703 und ein Zentrumsmann 188 Stimmen. Am interessantesten ist die annähernde Verdreifachung her für den Freisinnigen abgegebenen Stimmen. Auch die Ab-, nähme der sozialdemokratischen Stimmen ist bemerkenswert. D. Red.) Leipzig, 14. Febr. 1800 Arbeiter und Arbeiterinnen der Leipziger Baumwollspinnerei beschlossen, da ihre Forderungen, zehnstündige Arbeitszeit unb lOprozentige Lohnerhöhung, abgelekmt wurden, trotz der Abmahnung der Verbondsleitung heute Morgen die Arbeit nicht wieder aufzunehmen. München, 14. Febr. In Ried im Innkreis hat fich die BaucrSmagd Franziska Lechner dem Gericht gestellt. Sie bat ihr neugeborenes Kind in ein Tuch gewickelt und lebend den Schweinen vorgeworfen, die eS auffraßen. Sie gab an, die Tat aus Scham und Verzweiflung verübt zu haben. Telefonisch® des Giessener Anzeigers, mitfft and Indnsti Frankfurter Bors 3j^°/0 Keichsanleihe . . 101.0 3% do. . . 89.10 3%°/0 Konsols .... 101.15 3% do..... 89 20 314°ff, Hessen.....99.90 3 i^°/n Oberhessen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente. . 100.90 4V6 Oesterr. Silberrente 101 50 4 °6 Vncrar. Goldrente . . 96.80 4% Italien. Rente . . . —.— 3°o Portugiesen Serie I . 68.05 3% Portugiesen „ III 68.75 4 russ.Staatsanl. 1905 92.— 4XA°japan. Staatsanleihe 94.70 i % Conv. Türken von 1903 92 90 Türkenlose .... . . 147.— 4% Griech. Monopol-Anl.. 53 60 \% äussere Argentinier . 9250 3°ln Mexikaner .... 67.10 4^% Chinesen .... 98.— Aktien: Bochum Guss..... 247.40 Buderus E. W.....— Tendenz: fest. Berliner Börse, te Canada E. B......—.— Darmstädter Bank . . . 149.— Deutsche Bank .... 242.50 Dortmunder Union C. . . 89 20 Dresdner Bank .... 165.90 Tendenz: fest. Kursberichte teilt von der Bank für Handel ie, Giessen. p 14 Februar, 1.15 Uhr. V1ektriz. Labmeyer . . . 143.50 Elektriz. Schnckert . . . 132.— Esclnveiler Bergwerk . . 260.50 Gelsenkirchen Bergwerk . 228.80 Hamburg - Amerik. Paketf. 166.30 Harpener Bergwerk. . . 215 50 T-anrahütte...... 247.— Nordd. Lloyd ..... 128.50 Oberschi es. Eisen-Industrie 130.— Berliner Handelsges. . . 174.75 Darmstädter Bank . . .149.10 Deutsche Bank . . . 242 20 Deutsch-Asiat. Bank . . 182.50 Diskonto-Kom mandit. t . 189.40 Dresdner Bank .... 166 — Kreditaktien.....211.80 Baltimore- und Ohio- Eisenbahn ..... 114.20 Gottbardbahn.....—.— Lombard. Eisenbahn . . 25.10 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.10 Prince-Henri-Eisenbahn . 134L- . Februar. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . . 215.— Lanrahütte . . . , . 247.— Lombarden E. B. ... 25 — Nordd. Lloyd . . . . . 128.60 Türkenlose......147.— Holzversteigerung in der Försterei Winnerod. Montag, den 19. Februar sollen im Distrikt Feibels- wiesc, Bnchwald, Eichkopf und Petersgrund versteigert werden. Stämme: für Glaser und Schreiner geeignet. Eichen 1 Stück, 70 Ztin. Durchmesser, 5,4 Mtr. Längl mit 2,08 Fstm. Inhalt, Eichen 1 Stück, 58 Ztm. Durchmesser, 2,2 Mtr. Längs mit 0,58 Fstm. Inhalt, Eichen 1 Stück, 42 Ztm. Durchmesser, 2 Mtr. Länge mit 0,28 Fstm. Inhalt, Eichen 1 Stück, 36 Ztm. Durchmesser, 2,8 Mtr. Länge mit 0,29 Fstm. Inhalt, Eichen 1 Stück, 35 Ztm, Durchmeffer, 12,4 Mtr. Längs mit 1,19 Fstm. Inhalt, Eichen 1 Stück, 28 Ztm. Durchmesser, 13 Mtr. Längt mit 0,80 Fstm. Inhalt, Eichen 1 Stück, 21 Ztm. Durchmeffer, 2 Mer. Länge mit 0,07 Fstm. Inhalt, Fichten-Derbstangen, 558 Stück mit 41,72 Fstm. Inhalt, Fichten-Reisstanqen, 607 Stück mit 7,94 Fstm. JlchaÜ, Fichten-Bohnenstangen, 510 Stück, Lärchen-Derbstangen, 31 Stück mit 1,94 Fstm. Inhalt, 60 Nm. Buchen-Scheit, 76 Rm. Buchen-Prugel, 6 Rm. Eichen-Prügel, 46 Rm. Nadel-Prügel, 14 Rm. gemischte Prügel, 22 Nm. Buchen-Stock, 3 Rm. Eichen-Stock, 49 Rm. Nadel-Stock, 104 Rm, Buchen-Neiser, 6 Nrn. Eichen-Neiser, 132 Rm. Nadel-Reiser, 212 Rm. gemischtes Reisig, v. Durchforstung. Zusamnienkunit vormittags 10 Uhr auf' der Kreis- ftraße Winnerod—Reinhardshein, wo der Fußweg nach Geilshausen abführt. Dienstag, den 20. Februar sollen im Distrikt Burgwald und Petersgrund versteigert werden: 156 Rm. Buchen-Scheit, 148 Rm. Buchen-Prugel, 3 Rm. Eichcu-Prüqel, 48 Rm. Nadel-Prügel, 67 Rm. Buchen-Stock, 78 Rm, Nadel-Stock, 412 Nm. Buchen-Neiser, 232 Nrn. Nadel-Reiser, 12 Rm. Eichen-Reiser. Zusammenkunft vorinittags 1/210 Uhr am Eingang der Straße Winnerod—Lindenstruth in den Burgwald. Winnerod, den 13. Februar 1906. Sarnes. n9el Statt jeder besonderen Anzeige, iefcnbach, Studcntenschlag und Annaberg BL Luise Schäfer 1710 Wellen Duchen-Rcisig meist Durchforstung. B’7, 10,2 Rm. Buchen-Stockholz Giessen, Darmstadt, Crumstadt, Hamburg, den 14. Februar 1906, • zerkleinert. Sie stets frisch in der [945 Ail'anz pro 1905 1. 2. berschles. Eisen-Industrie 130- 3. nach dem Einkauf 5239.— von 15440.76 Blumenspenden sind nicht im Sinne der Verstorbenen. Mithin nur besten Qualitäten zu in zu Wieseck, den 1001 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 15. Februar, nachm. 3 Uhr in Wieseck statt. Spieß, 2 M. Lang« 1. 2,8 Mir. Läng« 2. B "/- 3. 2 mit 30—39 cm Meuselwitz, den 14. Februar 1906. 1003 Richard Krosse, Tischlermeister. 300 Rm Fichten- und je 3 Rm Kiefern- und Weymouths- 6. daS [904 Lodener, Emser und Homburger Garantiert reiner [601 CD von [602 bei Gmit Kifchöach 10 68 89 28 544.53 1185.11 3030.31 Konditorei, Marktstraße 32. Versand nach ausivärls prompt. 4. 5. Eichen- Erlen- Fichten- Lärchen- Eschen- Birken- Aspen- Erlen- Fichten 46 17 . 215.- .247.- . 25- . 128.M . 147.- 2 41 72 1890 50 4720 410 1. 2. 3. 4. 5. Februar. Anfaneskurse. Harpener Bergwerk. . Laorahütte . . . ' ombarden E. B. . ■ Nordd. Lloyd . . . - Türkenlose..... Kapitalschulden Warenschulden Reservefonds Bctriebsrücklage von früher gestern nach kurzem, sich zu nehmen. Johanna Schäfer, Professor Dr. Armin Schäfer und Kinder, Geheimer Justizrat Dr. Wilhelm Schäfer, Adelheid Schäfer, geb. Timme, Amalie Schäfer, geb. Pistor, Emmy Sommer, geb. Schäfer, Professor Dr. Robert Sommer, Pfarrer Wilhelm Schäfer, Elisabeth Schäfer, geb. Lucius, Lilli Toepfer, geb. Schäfer, Dr. Hermann Toepfer, Clementine Schäfer. Läunsbaib, Auerberg, Sauberg der Forstwartei Wingershausen, Kohlhag und Hirzenberg der Forstwartei KilianSherberge). Eingetreten 992 15 7 25—29 SO—39 42 Kirfernstämme = 24 fm und rwar: 20 Stämme mit 12—24 cm Miltendurchmeffer mit 25—29 „ „ 30 cm it. mehr Germania - Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Straße. Stand der Mitglieder zu Anfang des Jahres Abgegangen durch Tod ...... 25—29 „ 30 cm und mehr 1 Wcymouthskicfcrnstamm mit 0,33 fm, 69 Eichenllämme mit 36 fm und zwar: 10 Stämme unter 25 cm Miltendurchmeffer, 2. 1150 Rm Fichtennntzknüppcl 3 u. 6 m lang. II. aus den Domanialwaldungen der Oberförsterei Schotten ^Distr. Hillerswald, BilsteinShege, Roth, Bleistadt der Forstwartci Burkhards, Kirschberg, Seif, Dachsberg, Lehnkopf der Forstwartei Eichelsachsen, Beerdigung Freitag, den 16. Februar, nachmittags 3% Uhr der Leichenhalle des alten Friedhofs. Rm. Eichen-Nutzscheitdolz „ Buchen-Scheitholz , Eichen- „ „ Eschen- „ „ Grien» ,, Buchen-Knupvelholz . . 174,75 . , 149.40 . . 24220 . , 182.50 t . 189.40 . . 166.- . . 211.80 25-29 ,, 30 cm und mehr 7 Lärchenstämme — 5 fm und zwar: 5 Stämme unter 25 cm Mittendurchmcffcr empfiehlt täglich irisch L dwig 0o’l Lebertran (Feinster Medizinal-Damps-) Heute morgen entschlief sanft nach schwerem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße am ForsthauS Hochwarte. Gießen, den 13. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei I. V.: Cursck m ann. Oes^llsehaftsverein, Die in Maske» erscheinenden Besucher des Fastnachtsballes können die Geheimkarten Sonntag, den 18. Februar d. F., norm, von 11—1 Uhr, Mittwoch, den 21. Februar d. F., nachm. von 3—5 Uhr im Wemsaal des Gesellschastshauses in Empfang nehmen. Gebhardt. 562 Fichtenstämme — 237 fm und rwar: 499 Stämme mit 12—24 cm Miltendurchmeffer arpener Bergwerk anrabiitte. . . ordd. Lloyd . . Nutzholz-Bersteigernng. Mittwoch, dcu 21. Februar l. I. werden in der Turnhalle zu Schotten versteigert: I. aus den Domanialwaldungen der Oberförsterei Feldkrückeu (Tistr. Horsackcr, Zehnruthen, Abgang, Vorderster Jgelbain, Bockenbain, Köst, Seilenwald, Keffclwald der Forstwartci Petcrshaiuerhof, Distr. Popvenstrulh, FohlenstallSbege, Zwirnberg, Große Rolhcrde der Forst, wartci Feldkrücken, Distr Mickcnbcrg, Grünberg und Kleine Koppelhut der Forstwartci Rudingshain». 1. 1047 Fichtcnstämme — 500 fm und zwar: 930 Stämme mit 12—24 cm Mittendurchmcffcr alt, r Turchmesser, alt, r Durchmesser, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen FamSbe Kreiling. 13. Februar 1906. 1150.— 4305.39 2685.42 Landwirt schwerem Leiden im Alter von 60 Jahren 6. Vetriebsrücklage 7. Ueberschuß . 21550 . 247.- . 128.50 Grchrr BaW soeben a“' taöcnoäfriiffi einotkojffn, per Pf!>. 22 n. 25 Psz. Gebr. Berdnx. fertiils'fr-hif in Gläsern u. offen bei OUFl SelbCl P-Tilil FiQPhhiinh leisten bei Verschleimung, Husten UAUU 4 IdUUUaUAÄ. lu Heijerkeü unschätzbare Dienste. Eschen-Stämme mit 2,17 Fm. „ Derbstangen mit 2,74 Fm. Jiachruf Am 11. Februar starb plötzlich im Krankenhaus zu Altenburg der Tischlerqeselle Wiäheim Kröck. Er hat sich durch Fleiß und Tüchtigkeit bei mir ein dauerndes Andenken envorben. Friede seiner Asche. 63,2 Rm. 1 „ 1 „ 3,5 „ 12 „ 5 „ Holzversteigermrg im Gießener Stadtwald. Montag, bett 19. Februar 1906, vormittags 9’ „ Uhr beginnend, werden in den Distrikten Fanlcrbodcu, Lbcr- 23 36 zunächst sämtliche Fichtennntzknüppcl versteigert. Nähere Auskunft erteilen ad I die Großherzoglichen Forstwartr Reeg zu VeterShainerhos (Post Ulrichstein), Meyer zu Feldkrüclen und SröHc1 zu Rndingsbain (Post Schotten, ad II der Groß crzoqliche Förster Bing zu KilianSherberge (Post Schotten), die Großherz ^l Forstwarte Sauer- wein zu Bulkhärds (Post Gedern-, Echolt zu Scholten und Trietsch zu Eichelsachsen iPost Schotten). Tie betr. Forstwarke sind angewiesen, daS Holz auf vorherige Anmeldung vorzuzeigen. Verzeichnisse deS zu versteigernden HolzeS können durch die betr. Oderförstereicn kostenftci bezogen werden. Schotten, am 10. Februar 1906. Großh. Oberförsterei Feldkrucken. Großh. Oberförsterei Schotten Diefenbach. Seidels Passiva. Jft $ Milglieder-Konto 2540.— kiefernnntzknüppel. Die Verstcigenmg beginnt nm 9 Uhr vormittags. Zuerst kommt Holz ans der Oberförsterei Feldkrücken zum AuSgebol und werden .’VliSchkannen Milchkühler Melkeimer o iSaNMeimer llilchsiebe empfiehlt M. Rosenthal Liebigstr. 13 Fernsprecher 218 Kein Staub mehr! Das fenchte Aufwaschen der Fussböden ist überflüssig beim Gebrauch von 1007 Terrolin (staubfreie* Feffepal ver) Niederlage bei August Noll, Kreuz Drosrerie,Bahnhofstr.51. Heute und morqen: [BM/t Fafetochfeustcifch 50 Pf. Stiersteisch 58 Pfg. Aktiva. JC d) Kassenbestand am 16. Januar 1906 1983.39 Außenstände bei Mitgliedern nach Angabe desHerrn Lagerhalters 8218.37 Warenbestand Wieder eingetroffcn mit einer qr. Auswahl Harzer KllnariciiWttl Prachtvolle Sänger. Dieselben stehen einige Tage zur Ansicht im MälzcrSosRahnefeld,Schanzenstr. 984] Henning aas dem Harz. etgernng 'i Winncrod. ,ar sollen im Tistnkt Feibel?- inb Petersgrund versteigert nb Schreiner geeignet Lchmess», 2,2 * LglitovirtsAftliEtr KMin-Bttck AckbOssrlSeii £’ppcnroö nni) E. (5. n. nnOriifir. Sustpsl Der Direktor: Der Rechner Philipp Nebeling. 992 Heinrich Schmidt V. ■ ^vkrat P Stimmen / ? b,e Wh " T b-merienz, «Saft- M Mis fiat M ‘ f.m Tuch geroideü unb rootren- die cs aufsraßen 3m Benzinoform flc:keniuD55er du Haijrit | flicht Innds M k-rnkMIÄ tiWtfnpto UeberaH erhältlich. Zwetschen, türkische Pflaumen, (Katharina-) „ kalifornische Apfelringe Aprikosen Birnen Brünellen Kirschen Tutti frutti (gerutschtes Dürrobst) tarsbericMe h yon der Bank für Handel । hieben. 14 Febmar,'1.15 Uhr. Iektriz. Lahmeyer. . , 1435g lektriz. Schnckert . , , szz._ Ehweiler Berq-werk . . 260*50 ehenkirchen Bergwerk . 228.80 ambnrg-Amerik. Paketf. 16630 försterswiesc, versteigert: 17 58 26 60 ebr. Itofefl (5 e>nbilt’r . chl. 1 « ^.'"so'nh'i^lieret 15440.76 127- 1 126 1 127 Mitgl. Todes-Sa 81 szeage Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lieben, guten, unvergesslichen Gatten, Vater, Binder, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Herrn Heinrich Kreiling VII. 26 „ Eichen- 5 „ Erlen- 9 „ Fichten- B, f 2 Mr. W ialt, «2 skstin. itw 9* mi Wt 61 Rn 9 . i(U Ä1"^rdNW'-bet^ t sollen im werden: z M utfM§ n ini’1"5 nA 1906' Februar f -j, -erliner Handelsies. lannstädter Bank . deutsche Bank . lentsch-Asiat Bank )iskonto-Kommandit. dresdner Bank . . \reditaktien . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn .....114.20 otthardb»bn........ OTfthard. 'Eisenbahn , . 85.1*1 esterr. .Qaatsbahn . . . rinee-Henri-^ia^aW . fl B 8 Krästiauuqsmittel wie IS E 8 |Q Ferromanganiu, O 1 g rj Jcrrocarnin, Hao- ffS B 6 V matoacu, ScottS Emulsion, Soma» tose, Sauatogen usw. kaufen Fichten- „ mit 3,' 8 Fm. „ Reisslängen mit 0,05 Fm. " ‘ Eichcn-Knüppelholz Bekanntmachung. Die Vertikgnna der Ratte« durch Gift itt dcu städtischen Kanälen und Wafserlänfeu soll in den nächsten 8 Tagen vor> geriommen werden. Um eine durchgrenende Wirkung zu erzielen, ist es erforderlich, daß alle Besitzer der im Stadtgebiet liegenden LauSgrundftucke für gleichzeitige Vertilgung der Ratten in ihren Kanälen, Sinkkasten und Holen rc. sorgen. Die Besitzer von Haustieren, Geflügel 2c. werden hiervon unter der Aufforderung m Kenntnis gesetzt, solche Tiere von den^gesährdeten Stellen fern zu halten, da seitens der Stadt etwaige Schadenersatzansprüche abgelehnt werden. Gießen, den 10. Februar 1906. B’*/, Großherzogliche Bürgermeisterei G'eßen. Dl ecum. billigsten Preiseu bei [599 Emil Fischbach. W Wen «.Heiserkeit empfiehlt [537 echten bayrischen Bruftzrrckev V. Pfund 20 Pfg. Georg Wallenfels gegenüber d. Engel-Apotheke. ww Weitere gefl. Anmeldungerr zu meinem Tanz-Unterricht werden noch eutgegengeuommen. [0827 Einzel-Unterricht zu jeder Tageszeit. Achtungsvoll Joseph Will Tanzlehrer 5 Souneustratze 5 Masken-Anzüge Domino, Clown, Perücken = zu verleihen. Tlintliche Karmuk'-Artikel. Franz Klenker Theater-Friseur. Selters roeg 16. VerdiliWyg non BaAmiMMrSeilen. Das Reinigen der Horloff — von Hoi-Graß bis zum Berstädter Abschlag, sowie des Lehugrabenö und der Riedbach von Waffervest pp. im Jahre 1906 soll in drei Losen von annähernd gleichem Umfange auf dem Wege schriftlichen Angebotes vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde während der Amtsstunden zur Einsicht offen. Angebote sind, mit entsprechender Aufschrift versehen, per- schloffen und postsrei bis Mittwoch, den 21. d. MtS., vormittags 11 Uhr bei uns einzureichen, um welche Zeit die Eröffnung der einqelaufenen Offerten in Gegenwart etwa erschienener Bieter statl- findet. Zuschlaqssrist 3 Wochen. Gießen, am 10. Februar 1906. B"/, Großherzogliche Kulturinspektion Gießen. W i ß m a n n. Sonneretü!!, 15. i>. Mts., nachmittags 2 Uhr werden im Btekerschen Saale, Neustadt 55, versteigert: [980 1 Gasherd, 1 Küchenschrank, 1 gr. Kaffeemühle in. Rad, 1 Bratpfanne, 1 Waffeleisen, 1 gr. Partie Teller, Taffen, Dkesser, Gabeln, Löffel, Vleruntersätze, Teelöffel, 12 Kaffeetabletten, Zuckerschalen, Brotkörbe, 4 Punschständer, 2 Sectkühlcr, 2 Menagen, 1 Tafelaufsatz, 1 Partie Bier- u. Weingläser, Zigaretten, 1 Geldkassette und anderes mehr. Die Berstcigernug findet bestimmt statt. Geißler, Gerilbtsvoss^ieber foppt! ttnh Kchtkiichtn iorltn niii) Sönipstniieii ?ec nub Wmptbälk ti Wchmr MWß für MsmlchUtt und verwandte Bestrebungen. Zwntc (»Irische) Korle»ungs-eiy-: Grundlagen der Sittlichkeit von Lic. theol. Pfarrer Fuchs aus Rüsselsheim. Mittwoch, den 14. Februar 1906, 8% Uhr abends KrNe ZZorlesung (mit Aiskulstoa) Sittliche Maßstäbe. Eintritt frei für jedermann. B1*/, Die Vorträge finden jdmthcf) in der Turnhalle deS Real- Gymnasiums und der Ober-Realschule fmtt. NB. 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Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. 400 Mark kostet sie nicht, sondern umsonst bekonunt jeder eine gutgehende Herren- oder Damen-Remontoiruhr, welcher 400 Gutscheine von Gioth's gern. Kernseife an den Fabrikanten I. Gioth, Hanau, franko cinsendet. Hauptniederlageu bei Gebr. Adami, MäuSburg; ®g. Abmni Wwe., Franksurterstr.; Hch. 'Arnold II., Marklstr.; Phil. GanS, Tauunstr., A. Geisse, Seltersweg 2; Gebr. Haustein, Nordanlage; Will). Hofmann, Stemstr. 23; Carl Setbel, Frankfurterstr.; Katharina Elle, Steinstr.; W. B. Hofmann, Ederstr.; Carl Eichmann, Ederstr. hv*/* C. G. H3.ei2ah.enxx Äahuhofstr. 59. Telephon 66. Bahnhofstr. 59. " ----Spezial-Geschäft . _____ ____________ jür bessere Fische, Geflügel, Ltouferveu, Delikatessen liefert «»erkannt das allerfeiustc in sämtlichen Fluß- und Sccsischeu. Täglich Seuduugeu, Preise billigst. 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