•^t-Siolas ^on-Stolas nks-Stolas ■ 'u Marken! Heirat •*jS?WSÄ*S | Florett on k«ä's£* «rsÄ&s^ MchenSNs . auch für dauernd, durch |*b . I DirekUo» «•** •!'"’ ines GastsPielz Einniali9eSp ppe * E i üOH Asierivg .(joiUirjÜUn aea. ÄelK:—i'l 11111 niihtui’ i6et ” aj^ K erteilt Unterricht im Entwerten von ÄuchsWä u. ichdekoralion. Offenen unter W mit Honorarangabt an die jchäitssl. des (Sieb,An-, erdeten. )n Ließen od. UinWend wird - gutgehende Wlttfchast nut fautetedft juni 1. Zauuar ob, ?r zu padjun gesucht. fyiitl. Angebote unter 6749 &?Btner feiger erbeten. bildeterherr aus Gießen, iber preukilcheu W» »6, W . .. MderÄrenzr. wx. i) ^>rwnrr Anzeiger eibetot SeüTW^W Nr. 207 • rlteint tAglt^ außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechte! mit dem Kesfischeu Landwirt die Gießener ZamiUen' blätter viermal in der Woche betgelegt. Rotationsdruck n. Verlag der Brü h l'fchen I!nivert.-Buch-u. Tteiw» bmderet. 9t Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul ft raße 7. Redaktion 113 Verlag u.Exved.^dbL Adresse für Depelchenr Anzeiger Gießen. «I! .............. HUI Erstes Blatt ISO. Jahrgang Dienstag 13. November 1900 VezngdpretS, monallich7bPi., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen moiiatlich 65 Pf.. durch diePost Tlf.2.— viertel- jährl. ausschl. Beslellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummei bis vormittags 10 Uhr. ZeilenoretS: lokal 12'Bf^ auswärts 20 Wg. Derantwörtlich tflt den poltL und allgem. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen M?Z " zeiaenteil: bans Beck. Gießener Anzeiger General-Anzeiger 67 Iie heutige Kummer umfaßt 8 Setten. Aer Rücktritt des Ministers von KodöielsLi Wir erhielten am Montag nachmittag 4 Uhr folgendes Telegramm: Berlin, 12. Nov. Dem Vernehmen «lach wurde daS Abschiedsgesuch deS LandwirtschaftSministerS PodbielSki unter Verleihung der Brillanten zum Großkreuz des Roten AdlerordenS gestern genehmigt. Mit der einstweiligen Wahrnehmung der Geschäfte des Land- wirtschattSministerS ist der Minister des Innern von Bethmann- H o l l w e g deruitragt worden. Der heutige preußische Staats-Anzeiger meldet dasselbe auch amtlich. Die Verabschiedung iift also unmittelbar vor dem Reichstagsbeginn erfolgt. Fürst Bülow braucht nun nicht Arm in Arm mit dem Landwirtschaftsminister das Jahrhundert in die Schranken zu fordern. Herr v. Podbielski ging zu gelegener Zeit; wäre er bei der heutigen Reichstagseröffnung noch im Amt, so hätte der Kanzler gegenüber der gesamten Linken einen noch viel schwereren Stand. Die bündlerische „Tagesztg." will nicht gellen lassen, daß Herrn v. Podbielskis Ausscbeiden mit der vielerörterten „indirekten" Beteiligung an der Firma Tippelskirch u. Cie. etwas zu tun habe. Ihr zufolge war das von Podbielski Ende voriger Woche eingereichte erneute dringende Abschiedsgesuch mll seiner schweren, voraussichtlich langwierigen Erkrankung begründet. Der Kaiser habe das erneute Abschiedsgesuch mit „überaus gnädigen Worten des Dankes fürdiehervorragendenBerdienste Podbielskis um die Landwirtschaft" genehmigt. Auf der anderen Seite schreibt die „Voss. Ztg.", der Minister habe tatsächlich wegen der Beteiligung an der Firma Tippelskirch aus dem Amte scheiden, entlassen werden müssen im Interesse der polllischen Moral. Mag die letztere Annahme vielleicht zu weitgehend sein — daß die Beteiligungsgeschichte den Stein ins Rollen gebracht hat, daß sre den Anlaß gab zu der sehr erheblichen MeinungsverfchiedenheitzwischenBülow und Podbielski, die nachträglick versöhnungshalber auf eine „formelle Differenz" von den agrarischen Verehrern der beiden verringert wurde, daß Fürst; Bülow ein Ent- lasfungsgesuch des Landwirtschaftsministers geradezu herbei- führte: das alles kann nicht. bestritten werden. Den Schwarzen Adlerorden hat Herr v. Podbielski nicht erhalten. Kultusminister Dr. Studt ist noch im Amt dieser Auszeichnung teilhaftig geworden. Man kann auch hierin wohl den Einfluß des Fürsten Bülow erblicken. Ueberraschung ruft hervor, daß noch kein neuer Land Wirtschaftsmini ft er gesunden ist. Doch ist es> möglich, daß der gegenwärtige Minister des Innern, der einstweilen die Geschäfte führt, mit seinen hervorragenden Rednereigenschasten der Regierung zur Hülfe kommen soll. Und zwar auch gegen die Agrarier, wenn eS sich bestätigt, daß die Reichsregierung nun doch der Fleischnot durch entsprechende Maßregeln Rechnung tragen will. Noch schreibt die „Tagesztg." spöttisch vom „Fleischnotrummel", Herrn v. Podbielskis Standhaftigkeit preisend. Hoffentlich kommt's anders, solange Herr v. Bethmann-Hollweg noch nicht einem ausge- sprochenen Agrarier Platz gemacht hat. Der „Berl. Lok.- Anz." schreibt nämlich anscheinend wieder einmal offiziös: Tas Ergebnis der vom Reichskanzler angeordneten Erhebungen über die Ursachen der Fleis chteuerung liegt fett etwa 14 Tagen vollständig v o r. Wenn auch die statisl. Zufaintuenstelluugen für die Leistungsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft ein verhältnismäßig g ü n st t g e s R e s u l t a t lieferten, fo glaubt doch die Reichsregierung, dem augenblicklichen Notstände sofort Rechnung tragen z u sollen. Man darf envarten, daß die Regierung, nachdem sie sich mit dem Landwirtschafls- nnnisterium geeinigt hat, Maßnahmen treffen wird. Ob diese in der Herabsetzung der Tarife oder in anderweitigen Erleichterungen der Einfuhr bestehen sollen, muß abgewartet werden. Das ist wenigstens ein wertvolles offiziöses Zugeständnis des ^augenblicklichen Notstandes^. Warten wir also vorläufig noch geduldig ab! Die „Deutsche Tagesztg." widmet Herrn v. Podbielski eilten Leitartikel, in welcher sie sagt: Der Minister hat sich bis zu seinem Abschiede des vollen Vertrauens seines Monarchen erfreut. Es hat auch zwischen dem Ministerpräsidenten und ihm keine sachliche Meinungsverschiedenheit vorgewaltet, abgesehen von jenen formellenDiffe- renzen, die längst vollkommen beseitigt waren. Wir sind überzeugt, das; der Reichskanzler das Ausscheiden des Ministers, der ihnr in seinen Anschauungen sehr nahe stand, lebhaft bedauert. Wer sein Nachfolger sein wird, steht noch nicht fest. Neuerdings werden die Namen der Herren v. B u ch und v. Heydebrand genannt. Daß der Nachfolger eine andere Politik treiben werde, -als Herr v. Podbielski im Einverständnis mit dem Reichskanzler getan hat, halten wir für ausgeschlossen. Die „Von. Ztg." schreibt: Es ist bezeichnend, daß dem Minister bei seinem Scheiden nicht einmal der schwarze Adlerorden, ja nicht einmal der ihm zunächst zustehende Verdienstorden der preußischen Ktone, sondern nur ein Brillantschmuck zu einem Großkreuz, das_ er schon besaß, verliehen worden ist. Das ist ein Beweis, daß sein Verhalten auch von der Krone nicht als einwands frei,betrachtet wird. Er hat die geringste Au s z e i ch n u n g ' erhalten, die verliehen werden konnte. Das Blatt hält eine weitere Umgestaltung des Staatsministeriums, insbesondere den Rücktritt des Kultusministers von Studt für bevor st ehend. Die kons. „Kreuz ztg.": Die konservative Partei und mit ihr die gesamte Landwirtschaft sieht den Minister mit Bedauern aus seiner Stellung scheiden und wird seine großen Verdienste in dauernder ehrenvoller Erinnerung behalten. Nun er aus dem Amte geschieden, wird vielfach eine gerechtere Be- urteilm-.g Platz greisen. Die „fßoft": Der See, der so lange gerast, hat nun also sein Opfer. Die Stellung des Fürsten Bülow vor dem Reichstage wird dadurch erleichtert. Die „B erl. N. Nach r.: Jeder Minister muß zugleich Staatsmann, Mann des ganzen Staates sein. Dessen ist Podbielski nicht fähig gewesen. Die „N a t. - Z t g.": Er ist keiner von den Ministern gewesen, wovon 12 auf ein Dutzend gehen. Die g r ö ß t e n V e r d i e n st e, die sich Podbielski erworben hat, sind freilich ungewollter Natur. Wohl hat er dem monarchischen Gefühl in Deutschland schwere Wunden geschlagen, aber er hat auch, ohne etwas dafür zu können, den neudeutschen Absolutismus des romantischen Go t t e s g n a d e n t u m s so gründlich ad absurdum geführt, wie es feit der Reaktion in den 50 er Jahren nicht mehr erlebt worden ist. Der „B ö r s e n - C o u r.": Es ist eigentlich s ch a b e um Herrn v. Podbielski, der bei einer anderen Auffassung seiner Stellung, bei anderen Grundsätzen eine erninentnützlicheKra't hätte sein können. Das „Berl. Tagebl.": Das deutsche Volk, nicht nur das preußische, ist einen Minister los, dessen Tätigkeit wie ein Alpdruck auf unserem öffentl. Leben lastete. Der „Vorwärts": Ob Podbie.süs Rücktritt auch mit der Fleischnot in Verbindung steht, muß noch abgewartet werden. Daß ein Bruch mit der agrarischen Politik nicht zu erwarten ist, ist ganz zweifellos. Deutsche» Reich. Berlin, 12. Nvo. Ferdinand Bonn war gestern mittag zum Kaiser nach Potsdam geladen. Er weilte bis gegen 5 Uhr im Schloß. Man geht wohl nicht fehl, so schreibt die „T. R.", wenn man diese Tatsache mit ben zuerst gemeldeten und dann allerdings wieder in Abrede gestellten Nachrichten über einen Wechsel in der fünft- lerischen Leitung des königlichen Schauspielhauses in Zusammenhang bringt. (Bonn wird von der gesamten ernsthaften Berliner Krllik als ein Ausbund der theatralischen Geschmacklosigkeit angesehen. D. Red.) — Zum Herrenmeister des Johanniterordens wurde der Sohn des verewigten Prinzen Albrecht von Preußen, Prinz Friedrich Heinrich von Preußen, gewählt. — Das bisherige Ergebnis der neuen Reichssteuern ist vielfach als eine große Enttäuschung der Reichsregierung hingestellt worden, sodaß zur Ergänzung der Fehlbeträge neue Steuerquclleu erschlossen werden müßten. Demgegenüber erfährt die „Tägl. Rundschau" von gutunterrichteter Seite, daß das Ergebnis in ihrer Gesamtheit jedenfalls den Erwartungen vollkommen entsprechen wird. Von einem neuen Steuerbedarf kann daher glücklicherweise keine Rede fein. Es kann sich daher höchstens wohl darum handeln, ob die Differenz von 20 Millionen, welche der Reichstag gegen die Vorlage der Reichsregierung weniger bewilligte, noch nachträglich auf Grund einer der Anregungen des Reichstages von neuem beantragen wird. — Die Sozialdemokraten beabsichtigen gleich im Reichstag eine Fleischnot-Jnterpellation einzubringen. In derselben soll die Regierung gefragt werden, ob sie geneigt sei, Maßregeln gegen die Nahrungsmittel-Teuerung zu ergreifen und bereu fei, zeitweilig die Grenzen zu öffnen. Es verlautet, daß der Reichskanzler selbst eine gleiche Interpellation beantworten will. Der Kanzler beabsichtigt auch in der ersten Lesung des Etats das Wort zu ergreifen, um eine Darstellung der inneren und äußeren politischen Lage Deutschlands zu geben und sich betreffs der kolonialen Mißstände auszusprechen. Posen, 12. Nov. Die Polen der ganzen Provinz beschlossen, eine Eingabe a n den Kaiser wegen des Religionsunterrichtes zH richten. Viele hundert Geistliche agitieren für diese Bittschrift. Bückeburg, 12. Nov. Die Prinzessin Hermine von Reuß ä. L. hat sich heute hier mit dem Prinzen Johann Georg von Schönaich-Carölath verlobt. (Die Braut ist eine Schwägerin des Grvtz- herzogs von Weimar. D. Red.) Köln, 12. Nov. Im Verfolg der Gerichtsverhandlung gegen l>:en Zentrumsstadto. Zilkens hat die liberale Fraktion einen Antrag eingereicht, wonach die Stadtverordnetenversammlung beschließen wolle, alsbald eine Kommission zu wählen, zwecks Untersuchung und Feststellung, ob und welche Stadtverordneten im Laufe der letzten Jahre ihr Amt zur Förderung privater Jnter- essen mißbraucht haben. (Vgt. Gerichtssaal".^ Der Bureneiufall in die jrapkolonie. Jrn Londoner Unterhause verlas am Montag Staatssekretär Winswn Churchill Telegramme des Gouverneurs der Kapwlonie, in welchen dieser die gestrigen Meldungen bestätigt. Ällißerdem teilt er mit, daß er den Gouverneur oonDeutsch-Süd- westasrika von dem Vorgefallenen telegraphisch verständigt und ihn ersucht habe, Maßnahmen zu treffen, um die Freibeuter einzufangen, wenn fie sich wach Teutsch-Südwest- afrika zurückziehen sollten und sie dann auf Grund der Beschuldigung von Diebstahl und Mordversuch auszuliejern. Auf die Anfrage des Liberalen Dalziel, oo das Kolonialamt Nachrichten besäße, nach welchen sich die Annahme rechtfertige, daß der Einfall von Jvhannisburg aus in Szene gesetzt fei, erfolgte keine Antwort der Regierung. Der deutsche Kon, ul in Kapstadt äußerte, er glaube nicht, daß alle Buren Ferreira's naturalisiert seien. Einige aber, die naturalisiert wären, würden wegen Desertion und Diebstahls verfolgt werden. Er glaube aber nicht, daß Deutschland deshalb sofort nach ihrer Ergreifung ihre Auslieferung verlangen iverde, wahrscheinlich laber nach ihrer Bestrasung durch die britischen Behörden. Die deutsche Kvwnialbehörde beabsichtige in dieser Sache int besten Einvernehmen mit England zu handeln. Die Truppe des Jnspekwrs White war am Abend des 11. bis auf eine Sntfösnuug von 5 Meilen an die Schar Ferreiras berangekommen und setzt die Bersolgung jetzt energisch fort. Infolge des Wassermangels gestaltet sich die Verfolgung in dem sandigen Gebiet sehr schwierig. Ferreira hat die Richtung nach Osten eingeschlagen und es gelang ihm, mehrere Rekruten zu gewinnen. Oberft Lukin wird den Oberbefehl über die Bewegungen übernehmen. Nach anderen Meldungen aus Kapstadt marschieren die auf- ständigen Buren gegen Kuruman iwrdwestlich von Kimberley. Die Zahl der Aussiändigen läßt sich noch nicht feslstellen. AuS Deutich-Südwestafntä sind zwei Banden von berittenen Buren auf englisches Gebiet eingedrungen, um den Aus stand zu unterstützen. Die Buren sollen von einer großen Schar Eingeborener begleitet sein. Die Ausständigen sind mit Gewehren neuester uvn.truttion bewaffnet und bcfitzen mei Munition. Der „Cape Argus" meldet: Ferreira habe.sich der Heliographenstation der stuppvlizei bemächtigt. Ein gewisser Jensen lungiere als Ferreiras Stellvertreter. Mehrere holländische Geistliche, die sich in Kapstadt aushalten, haben vorzügliche Dienste dadurch geleistet, daß sie ihre Landsleute telegraphisch über die Absichten Ferreiras aufgeklärt haben. • Daß es sich um einen bloßen Wenteurerzug handelt, um das kühne Husarenstücklein eines genialen Führers, ist kaum anzu- nehmen, denn dann wäre ein Mißerfolg in wenigen Tagen un- ausoleiblich. England verfügt über genug Truppen in Transvaal, um ein paar Mann binnen wenigen Tagen unschädlich zu machen. Aber Reifende, welche aus Transvaal und dem Gebiete des ehemaligen Oranje-Freistaates nach Kapstadt kommen, wissen, wie man aus Londoner Zeitungen beutlitt) ersehen kann, zu erzählen, daß eine d umpfe Gärung inder ganzen Burenbevölkerung herrscht. Es ist also nicht unmöglich, daß Ferreira, der mit dem Befehlshaber des Ladysmith-Kommandos identisch sein soll, bindende Abniachu.tgen in Händen hat, nach welchen sein Einbruch sein Signal zu einem allgemeinen Bu- renauf stände geben soll. Wir wissen ja so wenig von den Zuständen in den beiden Burenrepubliien, seitdem sie englischer Besitz geworden sind, daß man schon angesichts der Schweigsamkeit der englischen Presse aus die Vermutung kommt, daß etwas faul ist im Staate Transvaal. Hieue in Uußlano. Ueber einen gegen den Moskauer Stadthauptmann General Rein bot verübten Anschlag wird berichtet: Als gegen mittag der Stadthauptmann in Begleitung seines Adjutanten auf dem Wege zur Wassilikirche an dem Hospital für Augenkranke vorbeikam, warf ein Riann eine Bombe, die vor den Füßen des StadthauptmannS niederfiel und dann auf den Straßendamm rollte, wo sie explodierte. Der Mann, der die Bombe geworfen hatte, floh, wurde aber von Polizeibeamten festgenommen. Es gelang ihm trotzdem, einen Revolver zu ziehen und ihn auf den Stadthauptmann abzu- feuern. Der Stadthauptmann blieb unverletzt, zog hierauf ebenfalls den Revolver und traf den Verbrecher in den Kopf. Der Verbrecher wurde ins nächste Polizeibureau gebracht, wo er auf Befragen nur angab, daß fein Vater in Moskau wohne. Durch die Splitter der Bombe wurden zwei Polizisten leicht verletzt. Der Stadthauptmann setzte den Weg nach der Wassilikirche fort. In Rios kau wurden ferner bei der Oeffnung eines Kleiderladens hinter Kleidern versteckt zwei Personen entdeckt, die durch eine Oeffnung in der Diele in das darunter gelegene Bankkontor von Gawrilow gedrungen waren, und dort 100000 Rubel an Geld und Wertpapieren geraubt hatten. Ferner wurde in Irkutsk ein Bombenattentat auf den General Rennenkamp verübt; als der General in Begleitung eines Hauptmannes und eines Leutnants durch die Straßen ging, warf ein Manu eine in weißes Papier gewickelte Bombe. Der General und feine Begleiter biteben unverletzt. Der Täter wurde ergriffen. In der letzten Nacht überfielen auf der Asow-Linie der Südwest-Bahn Bewaffnete einen Güterzug, beschossen den Zugführer und das Lokomotiopersonal und erbrachen mehrere Waggons. In die Hände gefallen sind ihnen aber nur wertlose Gegenstände, da sie äugen» scheinlich nicht wußten, auf welchen Wagen sich die wertvollen Frachten befanden. Bei Ankunft des ZugeS auf der Station fehlte ein Wagenschmierer. Sein Schicksal ist unbekannt. — tmischen den Stationen TeriS und Saraigoi stießen zwei üterzüge zusammen, wobei infolge von Entzündung von Naphta 16 Wagen verbrannten. Auch die Lokomotiven wurden stark vom Feuer beschädigt. Vom Zugpersonal erlitten fünf Mann Verletzungen. Aus s.uot uno tano« Sprechstunden b.'; btebru on 11—1 Uhr norm., h»7—Vr8 Uhr abdS. Gießen, den 18. November 1906. •• Norwegischer Konsul. Der zum Königlich Nor- ivegischen Stonful mit dem Amtssitz in Frankfurt a. M. ernannte Ingenieur Carl Johan An dresen ist zur Ausübung konsularischer Funktionen im Großherzogtum zugelafsen worden. Le hrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Lehrer Jos. Hillenbrand zu Nieder-Mörlen die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ilbenstadt; dem Lehrer Wilh. Hoffart h zu Ilbenstadt die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Mörlen. •• Die Erhebung von Zuschlägen zur ReichS- erbschaftssteuer bezweckt em Gesetzentwurf, der der hessischen Kammer von der Großh. Regierung zugegangen ist. Der grundlegende Artikel 1 besagt nach der Darmsi. Ztg.: Jnfoweil die in dem Gejeh, die Erbfchafls- und Schenkungs- fteuer betr., ooni 22. Tezeiuber 1900 festgesetzten Steuerfätze die nach § 10 des Reichserbfchastssieuergejetzes vom 3. Juni 1906 im einzelnen ffalle anzuwendenden Steuersätze übersteigen, werden sie als Zuschläge zu der nach den reicbsgesetzlichen Bestimmungen veranlagten Steuer für Landesrechnunq weiter erhoben. — Eine Sitzung des Provinzial-AuSschuss eS findet SamStag, 17. d. MtS., vormittags 9 Uhr mit folgender Tagesordnung statt: 1. Die Beigeordnetenwahl zu Lich; 2. Gesuch des Heinrich Kröck V. zu Heuchelheim um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft; 3. die Gemeinderatssitzungen in Büdingen. * * Sein 25j ahrig eS Dienstjubiläum beging am Montag, 12. d. MtS. der Zahlmeister Welsch vom hiesigen Infanterie-Regiment. — Die Mitteldeutsche Kreditbank errichtet, wie wir hören, anschließend an ihre Gießener Filiale, unter Ueber- nahme der Kundschaft deS Bankhauses Hermann Wertheim, in Marburg eine Depositenkasse und Wechselstube. Der derzeitige Inhaber roitS sich inS Privatleben zurückziehen. - Die Pflasterung der Hamm st raße nähert sich ihrem Ende. Die Stadt hat in diesem Fall ganze Arbeit geleistet, denn die Fahrbahn wird in der denkbar besten und solidesten Weise befestigt. Indem man nämlich die bisher dort vorhandene Chausierung der Fahrbahn als festen Untergrund hat bestehen lasten, pflasterte man eine Decke von Kleinpflastersteinen mosaikartig darüber, eine Methode der Straßenbefestigung, die man in anderen Städten schon langer mit bestem Erfolg anwendet und die auch auf dem Land- graf-PhilippS-Platz Anwendung finden soll. • • Eine Bersammlung der Seifenfabrikanten von Hesten, Hesten-Nastau und der Rheingegend fand am Sonntag, 11. er. im Hotel Schütz statt. 39 Fabriken waren vertreten, und eS wurde einstimmig beschlosten, in Anbetracht dessen, daß auS den bereits früher angeführten Gründen, zu denen jetzt noch die Einstellung der Schiffahrt auf dem Rhein und damit eine weitere Verteuerung der Rohmaterialien kommt, die Preise für Kernseife um 4 Mark per 100 Kgr. zu erhöhen. In Kürze steht eine weitere Preissteigerung bevor. • • Brand. In einem Neubau der Ebelstraße brannten in verflossener Nacht ein Haufen dort lagernder Dielen. Durch rechtzeitiges Einschreiten deS Eigentümers wurde ein Umsichgreifen deS Feuers verhindert. Jedenfalls dürste Brandstiftung vorliegen. * * Diebstahl. Einem Unternehmer auf dem Braun- steinberqwerk wurden in der Nacht von SamStag auf Sonntag sechs Enten auS dem verschlossenen Stalle mittelst Erbrechens der TÜr gestohlen. Der Täter hatte den Enten die Köpfe gleich abgeschnitten und am Tatorte zurückgelassen. Die Spur des Diebes führte nach der Stadt zu, bis zur Heyligenstaedt'schen Fabrik fanden sich Federn und Blutstropfen, auch hatte der Dieb eine Ente unterwegs verloren. Vielleicht tragen diese Zeilen zur Feststellung des Täters bei. — Ein Unfall, der leicht zur Verletzung von Personen hätte führen können, passierte heute vormittag gegen 11 Uhr einer Droschke in der Neustadt zunächst der Bahnhofstraße. Sie stürzte beim Drehen um, wohl infolge deS dortigen sehr abschüssigen Bodens, und wurde vollständig zertrümmert. Glücklicherweise waren die Insassen kurz vorher auSgestiegen und der Kutscher und die Pferde blieben unverletzt. — Ein Besitzwechsel, der im Interesse der weiteren Entwicklung unsere? nördlichen Stadtteils zu begrüßen ist, hat stattgefunden. Andreas Euler hat seine Besitzung an der Steinstraße bis auf einen kleinen Teil an einen Bauunternehmer für den Preis von 80 000 Mk. verkauft. E§ ist geplant, von der Ecke der Turnhalle aus schräg über das Eulersche Grundstück eine Straße anzulegen, die entlang dem Eisenbahndamm ihre Fortsetzung findet, da hier schon länger eine Straße von der Stadt projektiert ist. — Die Verbreiterung der Wolkengasse ist wieder um einen erheblichen Schritt weiter gerückt. Die Stadt hat nämlich die Hofraite des Wagners Faber, Wolkengasse 11, die das zweite HauS von der Ecke des Seltersweges bildete, für 29 000 Mk. erworben. ** Der Radklub Germania Gießen hielt am SamStag abend in der Turnhalle des Turnvereins unter sehr zahlreicher Beteiligung von hiesigen und auswärtigen Sportsfreunden das Fest seiner Bannerweihe ab. Ein sehr reichhaltiges Programm unterhielt die Anwesenden in bester Weise. Im Verlauf des Abends begrüßte der Vorsitzende, Herr Rud. Rödiger, die Anwesenden und gab einen Ueber- blick über die sportliche Tätigkeit des Vereins, der in den sieben Jahren seines Bestehens 18 Preise, darunter 15 erste, errungen hat. Den Akt der Bannerweihe eröffnete der Bäuerische Gesangverein mit dem vollendeten Vortrag „Die Weihe deS Gesangs", woraus Fräulein Helfer einen Prolog sprach. Hierauf hielt daS Bezirksvorstandsmitglied Braun von LaaSphe die Weiherede, der sich die Ueberreichung des sehr geschmackvollen Banners durch Fräulein Rödiger anschloß. Die Herren Leo nhäuser von Kirchhain und Braun von Wetzlar überreichten dann mit herzlichen Worten im Namen der beiden Patenvereine (N. V. »Blitzt Kirchhain und R. V. Wetzlar) Bannerschleifen, während der Bezirksvorstand, der Radfahrer-Verein Wieseck und der Maschinenbauer-Gesangverein Bannernägel stifteten. Die Glückwünsche des Gauvorstandes übermittelte der zweite Gauvorsitzende, Bauunternehmer SameS van Darmstadt. Herr Rödiger dankte für alle Geschenke und Glückwünsche, sowie den beiden Damen, die die Sammlung für die Stiftung des Banners geleitet hatten, Frau Kronenberg und Frau Marx, und den Stifterinnen. Ein weiterer Gesangsvortrag des Bauerschen Gesangvereins gab Gelegenheit, ihm durch Ueberreichung eines Liedes, und seinem Dirigenten, Lehrer Görlach, durch Ueberreichung eines Taktstockes zu danken. Zwei von Vereinsangehörigen flott gespielte komische Theaterstücke und humoristische Vorträge deS Herrn Schneider füllten außer Konzertmusik den übrigen Teil des Programms aus, während am Schluß desselben der Radfahrer-Verein Wetzlar seine Fertigkeit im Reigen- und Kunstfahren zeigte und dafür stürmischen Beifall fand. Ein flotter Ball schloß sich an und am Sonntag schloß ein Ausflug nach TextorZ Terrasse das in allen Teilen schön verlaufene Fest würdig ab. ** Experimentalvortrag. Vor einer zahlreichen Zuhörerschaft redete gestern abend in der Turnhalle Dr. S ch a p i r e aus Berlin. Der Vortragende, der leider stimmlich etwas disponiert war, schien in einer Universitätsstadt reges Verständnis für die Ncrturwissenschaft voraus-- zusetzen. Im ersten Teile behandelte er die flüssige Luft. Nachdem er die Bedingungen für die Verflüssigung der Luft dargelegt hatte, machte er uns mit den bezüglichen geschichtlichen Tatsachen bekannt. An der Hand von Lichtbildern erklärte er dtze Apparate und Versuche von CaUetet. Nietet, Olszewski und Linde. Das größte Interesse, namentlich der Damen, erregten die Experimente mit flüssiger Luft. Weintrauben, Quecksilber. Blumen, Kautschuk, Bälle wurden zum Erstarren gebracht. Selbst Speiseeis wurde hergestellt. Der Redner sprach dann noch über den Transport der flüssigen Luft nrib ging nach einer Pause zum zweiten Teil seines Vortrags, der das Radium behandelte, üBcr. Vorher schon hatte er eine Radiographie herstellen lassen. Hervorzuheben sind hier vor allem die Geschichte, das Mesen und die Herstellung dieses seltsamen VtetaNs. Beide Teile des Vortrags wurden durch starken Beifall belohnt. Dem Kaufmännischen Verein gebührt für die Veranstaltung der Dank oller Zuhörer, die sicher gestern abend befriedigt den Vortrag verlassen haben. ** Zwei ob erhessis ch e Bürgermeister, Herr Joh. Kaspar Müller in Bingenheim und Herr Böckn er in Nieder-Ofleiden sind am aestriaen Montag gestorben. ** Stadttheater. Nochmals sei in letzter Stunde auf daS heutige Gastspiel „Sappho" deS Rosa Poppe- EnsembleS hingewiesen, daS bei unserem Theaterpublikum außerordentlicher Teilnahme begegnet. ** Humoristisches Konzert. Die von früheren Gastspielen her bekannte Truppe Bergbaus aus Elberfeld gibt am Dienstag und Mittwoch abend in den Ncstaurationsräumen des Hotel Einhorn ie eines ihrer beliebten humoristischen Konzerte. (Näheres siehe Inseratenteil.^ •* Kostprobe rheinhessischer Weine im Reichstage. Eine Anregung aus seinen Mitglieder- und auch aus Abgeordnetenkreisen folgend, hat der Weinbauverein der Provinz Rheinhessen sich eingehend mit der Abhaltung einer Kostprobe rheinhessischer Weine im Reichstage befaßt. Nach den vom Sekretariat deS Vereins eingezogenen Erkundigungen belaufen sich die Kosten einer derartigen Veranstaltung auf ca. 8000 Mk., während ihr praktischer Nutzen aber in einem umgekehrten Verhältnis zu diesen bedeutenden Aufwendungen steht. Der Ausschuß deS Weinbauvereins hat daher in seiner letzten Sitzung wie die „N. Hess. VolkSbl." mitteilen, sich dahin schlüssig gemacht, eine Kostprobe rheinhessischer Weine im Reichstage nur veranstalten zu können, wenn seitens der Regierung ein namhafter Betrag zu den Kosten gewährt wird. t. Großen-Buseck, 11. Nov. Letzte Woche wurde im hiesigen Pfarrhaus eingebrochen und außer einigem Bargeld Wein und andere LebenSmiftel entwendet. Die behördliche Untersuchung ist bereits im Gang. t. Reiskirchen, 11. Nov. Heute stürzte daS Söhnchen eines hiesigen Bahnbeamten so unglücklich von der Bank und verletzte sich derart am Kopf, daß der hinzugezogene Arzt die Stirne vernähen mußte. t. Grünb erq, 12. Nov. Heute geriet der Arbeiter- Marg olf von hier in die Dreschmaschine. Das linke Vein wurde ihm vollständig abgerissen. Man brachte den Unglücklichen sofort nach Gießen. DaS Mitleid mit der schwer getroffenen Familie ist allgemein, umsomehr als schon ein erwachsener Sohn sich totgefallen hat. X Aus dem Lumdatal, 10. Nov. Die Passagiere des gestern abend gegen 6 Uhr von Lollar aus ins Lumdatal abgebenden Zuges hatten auf der Station Treis ein wenig erquickliches Schauspiel. Dort entstand infolge des Aussetzens eines Viehwagens ein etwas längerer Aufenthalt, den einige von der Kvntrollversammlunq kommende Leute Allen d arf, Klimbach und Treis daru benutzten, sich gegenseitig zu schimpfen, woraus in wenigen Sekunden eine grö ßere Keilerei entstand, bei der es zerbrochene Motenstöcke und blutige Köpfe gab. Erst der Abgang des Zuges trennte die Streitenden. Da die Bahnpolizei von dem Vorfall sofort Anzeige erstattet bat, ist die Untersuchung bereits im Gange. Sie wird für die Beteiligten, da sie als Besucher der Kantrollversammlung an diesem Tage unter den Militärgesetzen stehen, gerade nicht die angenehmsten Folgen haben. Natürlich liegt die Ursache zu diesen Ausschreitungen wieder im zu vielen Trinken? t Treis a. d. Lumda, 12. Nov. Bei der^ henti-gen Beigeordnetenwahl wurde der seitherige Beigeordnete Gastwirt Georg Kehr IV. mit 74 Stimmen einstimmig Wied er gewählt. X Laubach, 11. Nov. Gestern abend hielt im Gasthaus zum Schützen Hof der Vertrauensmann der Ansiedlungskommission Herr Schaumburg aus Kassel einen Vortrag über die Tätigkeit der Ansiedlungskommission in Vosen. Diese Vorträge, deren Genannter an verschiedenen Orten Oberhessens insbes. des Voaelsbergs hrc Mtenhain, Ruddingsbain, Eschenrod u. a. m. seither abgehalten hat, bezwecken, den Strom der Auswanderer statt nach Amerika und sonstigen Gebieten nach Posen zu lenken und so die Answan- dernden dem Deutschtum zu erhalten. In zweiter Linie sollen zweit- und drittgeborene Sobne von Landwirten, die durch die herkömmliche Ueberlassung des väterlichen Grundbesitzes an den ältesten Sohn in ein Abhängigkeitsverhältnis zu diesem herabgedrückt werden, darauf aufmerksam gemacht werden, daß sie mit ihren Abfindungssummen sich leicht im Osten durch Vermittelung der Ansiedlunaskommission in Posen selbständig machen können durch Ankauf eines sog. Rentengutes; der Käufer hat dabei lediglich eine jährliche Rente zu zahlen. Die Ansiedlnngs- kommission gewährt außer beim Ankauf auch noch durch finanzielle Beihülse, durch Gewährung sog. Freijahre u. a. m. Unterstützung. Für kauflustige und sonstige Interessenten der Ansiedlungstätigkeit finden jährlich Besichttaunasfahrten Bei bedeutender Fahr Preisermäßigung und freier Verköstigung durch die Kommission statt. — Die Vortrage erfreuten sich namentlich in den Dörfern des hohen Vogelsbergs regen Besuchs. X Aulendiebach, 12. Nov. Dieser Tage wurde Herr Philipp Fahr, der ein Alter von 92 Jahren erreichte und seit seinem 14. Lebensjahre auf den beiden Hofgütern Aulendiebach und Rohrbach als Knecht tätig war, unter zahlreicher Beteiligung von Leidtragenden zur letzten Ruhe bestattet. Büdingen, 12. Nov. Am Samstag waren Ministerialrat v. Biegeleben, Denkmalspfleger Professor Dr. Walbe und Baurat Wagner hier, um Marktplatz und Stadtmauern anzusehen. Es wurde vorgeschlagen, dem Marktplatz sein früheres charakteristisches Bild nach Möglichkeit zu erhalten und den Marktbrunnen einer gründlichen Reparatur zu unterziehen. Ter Staat wird zu der erforderlichen Gesamtherstellung des Marktplatzes voraussichtlich einen erheblichen Beitrag leisten. Die Stadtmauer nebst Türmen weist zahlreiche bedenkliche Mängel auf, deren Beseitigung jetzt noch günstig und billig ist. Die Stadt ist dazu nach dem Denkmalschutzgesetz verpflichtet. Der Denkmalpfleger schlägt vor, für einige Jahre etwa 900 Mk. jährlich vorzusehen: die Regierung müßte davon 2/3 gleich 600 Mk. auf die Staatskasse übernehmen. Nachdem die Kommission noch zahlreiche interessante Bauwerke besichtigt hatte, verhandelte man mit dem Gemeinderat. Der Stadtvorstand war damit einverffanb^i:, daß ein Voranschlag für die Herstellungen am Marktplatz ausgestellt, mit der Regierung wegen eines Staatszuschusses und zwischen Stadt und Hausbesitzern wegen eines event. Zuschusses verhandelt werde. Wegen der Stadtmauer soll eine Entschließung wegen staatlicher Beihilfe eingeholt, alsdcmn ein genügender Betrag im Voranschlag für 1907 vorgesehen und die Ausführung der Hersteflung durch den Kreisbauinspektor nach Instruktion des Denkmalspflegers bewirkt werden. Auch sollen die Rechtsverhältnisse wegen Nutzungen an der Stadtmauer und den Türmen festgestellt werden. Auf Antrag des Kreisamts fand auch eine Besichtigung des unteren! Rathausraumes statt, da nach dem „Büd. An.z." geprüft werden soll, ob nicht ein großer Festsaal mit Nebenräumen hergestellt werden kann, wodurch beim Schulhausbau das Geld für Ausführung der Turnhalle als Festsaal gespart werden kann. □ Deckenbach, 11. Nov. Hier wurde heute das neu* erbaute S chulhauS eingeweiht. Am alten SchnlhauS fand eine Abschiedsfeier statt. Die Weiherede hielt der Geistliche, außer ihm sprach auch Kreisschukinspektor Eck. (to.) Wetzlar, 11. Nov. Unter lebhafter Beteiligung sand' heute nachmittag hier die Hauptversammlung des Kreisvereins Wetzlar des Verbandes der Gemeindebeamten der Rheinvrovinz statt. Den größten Teil der an 100 Köpfe zählenden Versammluna bildete jedoch nicht, wie man doch hätte erwarten sollen, die Beamten des hiesigen Kieises, sondern die des benachbarten Kreises Gießen. Eröffnet wurde die Versammlung durch den Vorsitzenden des Vereins, 1. Stadtsekretär Lehr- Wetzlar. Den ersten Punkt: Erstattung des Geschäftsberichts für das abgelaufene Vereinsiahr erledigte der 2. Stadtsekretär Alt den, hier, indem er das in der im Juni auf Burg Gleiberg gefaßte, Protokoll vorlas. Ueber den zweiten Punkt: „Bericht über die stattgefundenen Provinzial-Hauvt- und Bezirksversamm-- lungen in Godesberg-K'reuznach und Simmern" referierten dis Sekretäre von Bülow-Krofdorf, Lehr-Wetzlar und Polizei- Wachtmeister Bl a d h-Wetzlar. Ms dritter Punkt der Tagesordnung folgte: „Gründung einer Kleiderkasse für Polizeibeamte"^ Polizeiwachtmeister B1 adh erörterte den Zweck resp. dir Vorteile der Kasse an einigen Beispielen, Zum 4. Punkt: „Bildung eines Familien-Beirats für den Kreis Wetzlar" verlas Herr Mthen die Satzungen über die Obliegenheiten des Vereins und der Versammlung. Sie fanden Genehmigung. Sodann sprach Herr Mthen in klarer Weise über das Thema: „Die deutschen Reichs- inib Staatsbehörden". Den Schluß der Tagesordnung bildete bet! Bericht über die mit h'esigen Geschäftsleuten abgeschlossenen Einkaufsvergünstigungen. Ms nächster Versammlungsort wurde hierauf Ehringshausen voraesck'lagen und einstimmig angenommen. [1 Marburg, 12. Nov. Gestern nachmittag wurde das aus Mitteln deS UeberschusseS der Schillerfeier errichtete Schillerdenkmal im Stadtpark — ein mächtiger Granit- hlock mit dem Marmorbildnis des Dichters — eingeweiht. Die Festrede hielt Oberreal'chuldirektor Dr. Knabe. fis Marburg, 11. Nov. Einen traurigen Abschluß fand eine Hochzeit, welche vorgestern in Niederklein stattfand. Als die Festgäste, darunter mehrere Unteroffiziere vom hiesigen Bezirkskommando, von der in Schweinsberg erfolgten Trauung zurückfuhren, scheuten unterwegs die Pferde und sämtliche Insassen wurden herauSgeschleudert. Sie trugen sämtlich mehr oder weniger Verletzungen baoon; der Unteroffizier ^pieß, ein FörsterSsohn au9 Homrighausen bei Berleburg, wurde jedoch so schwer verletzt, daß man ihn nach hier in die Klinik bringen mußte, wo er in der folgenden Nacht fein junges Leben auShaucht e. — In Goßfelden stürzte vorgestern abend der 16j5hrige Bauernsohn Wagner vom Scheunenboden und brach das Genick. Frankfurt, 12. Nov. In einem hiesigen PrioathauS soll ein Bild von Lionard0 da Vinci entdeckt worden fein, das seit 150 Jahren verschollen ist. DaS Gemälde, dessen Echtheit allerdings noch nicht feststeht und von hiesigen Sachkennern vorläufig stark angezweifelt wird, stellt eine Madonna mit zwei sich herzenden Kindern dar. Etz ist in Temperafarben gemalt und 55 zu 46 Zentimeter groß. Der Besitzer ist von der Echtheit des Bildes überzeugt und hat es bereits für 80 000 Mk. versichert. fc. Hanau, 12. Nov. DaS hier bedienstete 20 jährige Dienstmädchen Marie Och auS Hinban bei Hünfeld gestand ein, im August d. I. in der Waschküche seiner Dienstherrschaft ein Kind weiblichen Geschlechts geboren und da§ Kind sofort nach derGeburt in daSHerdfeuer deSWasch- kessels geworfen zu haben, wo e§ verbrannte. Die Och hatte damals ruhig weiter gearbeitet. Erst nach und nach kam die Sache heraus. Die Kindesmörderin wurde verhaftet. Vermischte-. • lieber einen räuberischen Ueberfall auf dem Kölner Hauptbahnhof berichtet daS „Kölner Tageblatt", daß ein von Trier kommender Reisender mit einem Handköfferchen und einem Packet einen Abortraum betrat, wohin ihm ein Mann auf dem Fuße folgte und ihm blitzschnell ein betäubendes Pulver ins Gesicht schleuderte, unter dessen Einwirkung der Reisende alsbald einschlief. Als er um 2 Uhr nachts völlig entkräftet erwachte, waren seine Gepäckstücke, sein Geld, sowie der sonstige Inhalt seiner Taschen verschwunden. Der Ueberfallene fand bei einem befreundeten Arzt Hilfe und ärztlichen Beistand. Von dem Täter hat man bisher trotz eifrigster Recherchen keine Spur. * Die „Hauptleute von Köpenick" vermehren sich. In der vergangenen Nacht drang ein falscher Offizier in die Kantine des 14. Regimentes in Bromberg ein und stahl 80 Mark und Eßwaren. • Der ermordete Altonaer Zahnarzt CI außen scheint das Opfer einer Verwechselung geworden zu sein. Der Mörder verwechselte ihn vermutlich mit dem Angestellten einer Bankfirma, der regelmäßig SamStagS Geld für die Angestellten nach Blankenese überbringt. Der Polizei wurde das leere Portemonnaie des Ermordeten abgeliefert, daS vier Stunden nach dem Morde in St. Pauli in einer öffentlichen Bedürfnisanstalt gefunden worden war. Der Kaiser hat fortlaufende Berichte über die Untersuchung eingefordert. Der Eisenbahnminister übertrug die gesamte Untersuchungstätigkeit der Altonaer Polizeibehörde. 50 bisher vorgenommene Sistierungen erwiesen sich als unrichtig. — Nach anderer Meidling kommt als Urheber des Raubmordes ein etwa 20jähriger Mensch in Frage, der sich vor etwa acht Tagen von dem Zahnarzt Claußen hat behandeln lassen. — Auch der Regierungspräsident in Schleswig setzt eine Be - lohnung von 1000 Mark auf die Ergreifung des Raubmörders au5. * Silber- und Brillantendieb st ähle. Ein großer Einbruchdiebstahl, bei dem den Dieben bedeutende Mengen wertvoller Silberlachen in die Hände fielen, würbe: ,B*rtt LL°r« !t" Mui»?* M E-üt S-u llt S '.4;^ &S‘»S8 »-arL L ;* bu, neu, ®'Wt V« b*?’"s *«b,[Sii»- tzLK?K J Seit b« » 6iSJ»te« 1 «i® toi, ? ‘P0 Ne StSSilsS* Ät5?S )°udt. imb Jet'ÄÄ e 7 Sroetf refft bi? i fort MhrL SL®“W und btr ?n> A^nm skoch fierr Mhm 'SnJS?™ 9kid’8, unb sngcsorbnimq bildete btt &raB*fenm Kriammlunysort hmtbe hier- f ^fnmmig angetwmmen. item nachniitiac, wurde da? "r Cchillerfeier erntete — ein mächtiger Granit« Ti^terS— eingeweiht. ■Hot Dr. Knabe. Einen traurigen Abschluß geilem in Niederklein miet mehrere Unterosfizine von der in CchweinSberz scheuten unterwegs bit wurden hekauSgeschleudert. eniger Verletzungen davon,- terssohn auS Homrighausen hroer verletzt, daß man ibn jfe, wa er in der folgenden hauchte. — In Goß« der lßjäfjrigt Bauernsohn । -rach daS Genick. 'nem billigen tyioatfyniS da Vinci entdeckt »erschallen ist. DaS Gr« ch nicht Meht und van , angezweisett wird, W rden Kindern dar. ES i!t 5 yi 46 Zentimeter groß, des AdeS überzeugt und irüchert. § hier bedienstete 2Ojahnge $inban bei Umieid S'X«»b Mi (ein« Si«"jWw «borm imb bab St tnb f«' .6erbfembel!®«lfr „» eS utrbrennfe. metbeiief. M "«< "" jie Sinbesmötbenn wurde SL da? .WttW * «pifeüder mit^ mender W$wr M -t »tu* Fuße ^‘ .,1 (Aftiibidt, eisende °^bald >, °ww b 1 toni 6“ >Ä** n m'«'/?- in S"«d"' gimentes b E^°^ar,tEl°u Z(iE S-S- 5t. ?«"11 ........>L« MU iinr T, Moskau. 13. Nov.. Im Bankhause in der JlfinkatstraßS wurden zwei Einbrecher fest genommen, welche aus bet Kasse des Bankhauses 100 000 Rubel geraubt hatten. New York, 13. Nov. Zu dem Eisenbahn-Unglück bei Valparaiso wird noch gemeldet, daß sich nach neuerem Nachrichten die Zahl der Toten auf über 100 beziffert. Universitäts-Nachrichten. — Der außerordentliche Professor der Mineralogie an der Technischen Hochschule zu Karlsruhe und Professor am Real- gymnasiirm daselbst, Dr. Maximilian Schwarzmann wurde zum Vorstand der mineralogisch-geologischen Abteilung des Na- turalienlabinetts ernannt. Tr. Schw. war von 1894 Assistent bei Prof. Brauns in Karlsruhe und folgte diesem 1896 an das mineralogische Institut zu Gießen. Hier erwarb er 1897 den Doktorgrad und bestand 1900 das Examen für das höhere Schulamt. Im gleichen Jahre erwirkte er seine Zulassung als Pr vatdozent für Mineralogie an dec Gießener Universität, siedelte aber schon int Oktober als Assistent des Professors Fn.tterer an das Naturalienkabinett zu KkrisrnHe ühcr. Gerrchtssaal. Berlin, 11. Nov. Wegen Aufforderung zu strafbaren Handlungen stand gestern der veranttvorÄiche Redakteur des „Vorwärts" Hans Weber vor der vierten Strafkammer des Landgerichts 1 unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Quast. In Nr. 168 des Blattes war unter der Ueberichrist: „Ein v e r s ch w n n d e n e r S 0 i d a t" ein Artikel enthalten, in welchem das Schicksal eines mißhandelten Soldaten besprochen wurde.. An die an sich richtige Darstellung des Artikels knüpften sich einige Betrachtungen. Es sei bedauerlich, daß sich ein Soldat wegen solcher Mißhandlung das Leben nehme, iwch bedauerlicher sei es, daß jemand, der unter solchen Verhältnissen zum Selb st mord schreite, nicht einen do er einige seiner Peinigerm.it auf die Reise nehme. In diesem ^Schlußsatz erblickte dte Staatsanwaltschaft eine Aufforderung im Sinne der Paragraphen 110 und 111. Ter Gerichtshof hielt ein solches Vergeheu^für vorliegend, wobei er es als gleichgiltig erachtete, daß dte Soldaten den Vorwärts nicht lesen sollen. Trotz der Gefälwlichkeit der Tendenz einer solchen Acußernng hcche der Gerichishof mit Rücksicht darauf, daß der Angellagte bisher unbestraft ist, nur auf eine Geldstrafe von 200 Mark erkannt Berlin, 12. Nov. Der Hera uSgeber des Simpli- z i s s i m u s , ?llbert Langen in ^München, wurde heute von der 158. Abteilung des hiesiges: Schöffengerichts wegen Beleidigung des Generalvertreters des derttschen Vereins zur Hebung der öffentlichen Sirtlichkeit, Lie. Bohn, zu 150 Mark Geldstrafe ev. 15 Tagen Haft verurteilt. — Anonyme Briefe! Vor dem Schöffengericht zu Potsdam sand die Verhandlung gegen den König!. G a l l e r i e - auffeher Koerth in Sanffouci wegen verleumderischer, jahrelang fortgesetzter B e l e i d i g u n g der Hof- Ha l t b e a m t e n des Kaiserlichen Ober-Hofumrichastamts durch Schmähbriefe statt. Das Urteil lautet auf 5 00 Mark Geldstrafe und die Kosten. Köln, 11. Nov. In dem Prozesse des Stadtv. Zilkens gegen den Verfasser und Verbreiter einer Broschüre, in der dem Mitgliede der Kölner Zentrumssraktion Zilkens Wucher,Meineid und sonstige schwere Delikte vorgeworfen wurden, wurde beute nach elftägiger Verhandlung das Urteil gesprochen. Der Verfasser der Broschüre Hewels, wurde zu 500 Mark, die übrigen Angeklagten zu 100 resp. 20 Mark verurteilt. Als strafmildernd faßte das Gericht den Umstand auf, daß der Privatkläger nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme eines besonderen Schutz.es gegen die Angriffe auf seine Ehre nicht in dem Maße würdig erscheint, daß durch das Bekanntwerden des Mißbrauchs, den Zilkens mit seinem Amte als Stadtverordneter getrieben, der Mlgemeinheit ein Dienst erwiesen wurde. London, 12. Nov. In Sachen der Schauspielerin Marion Draughn gegen Heinrich Thyssen, den Sohn des deutschen Bergwerksmagnaten, wegen Bruchs des Eheversprechens' konnte die Jury nicht zu der erforderlichen Einstimmigkeit des Verdiktes kommen. Die Jury wurde entlassen. — Eine Gräfin zu 1 0j ä h ri g e r Zwangsarbeit verurteilt. Das Geschworenengericht des Seine-Departement verurteilte, wie man ans Paris berichtet, die schwedische Gräfin Hom, die eine Reihe der E e cf ft e n Schwindeleien im Stile Therese Humberts verübt hatte, zu zehnjähriger Zwangsarbeit. Die Gräfin hatte unter anderem dem Turiner Rechtsanwalt Poli die Summe von 28 000 Franken abgelockt, für die sie ihm als Sicherheit „Wertpapiere" hinterlegte, die sich später als seit Jahren ouä- geloste Obligationen herausstellten. Sie hatte zwei Komplizen, einen gewissen Bronis Giedroge, der al? russischer Fürst austrat, sich der Verhaftung jedoch noch rechtzeitig durch die Flucht entzog, und einen Dr. Courtadou, den das Gericht zu vier Jahren Gefängnis venirterlte. hohen Abhang hinabgeschleudert. * Vom Vesuv. Die Behörden von Ottajano teilten telegraphisch mit, daß hort am 10. d. M. ein stärkererSa n d regen vom Vesuv niederging Der Direktor des Observatoriums aus dem Vesuv, Professor Matteucci, teilte telegraphisch mit, daß dort eine heftige Erderschütterung verspürt wurde, d-e -wei Sekunden andauerte. In Verbindung damit seien Abrutschungen im K'rater und AuSwersen bedeutender Sandmengen erfolgt. Indessen versicherte Matteucci, daß dies kein Grund sei, um bedeutendere Erscheinungen zu erwarten. * Kleine Tageschronik. Tie in Triest vollzogene bakteriologische Untersuchung der Leiche eines an Bord des österr. LloydampferS „Calypso" verstorbenen Matrosen ergab, daß der Matrose an L u n g e n p e st gestorben ist. Es sind Vorsichtsmaßregeln getroffen, um einer Verschleppung vorzubeugen. — In Paris unternahm Santos Dumoni zwei neue Fluqver- s u ch e mit seinem Aeroplan. Beide male legte er etwa 60 Meter in ungefähr 6 Sekunden zurück. Er gedenkt die Versuche fort- -usetzen. — In Altenkessel Reg.-Bez. Trier beging der Beamte der Völklinger Hütte Krämer während der Revision seiner Kasse Selbstmord. Es wurde ein Fehlbetrag von 80000 Mk. festgeftellt. — Am 11. d. M. entgleiste zwischen Veeenas und St. Thibary (Frankr.) ein Personenzug. Mehrere Wagen stürzten um. 10 Paffagiere und einige Postbeamte wurden zum Teil schwer verletzt. — Ein P 0 stzug Oran - Algier ist beraubt worden. Eine große Anzahl Briessäcke sehlt. In mehreren befanden sich Wertpackete und Geldsendungen. Von ben Dieben fehlt jede Spur. — In Leipzig versuchte der russische Student Gatfchedschildz seine Geliebte, eine 22 jährige Kellnerin, zu erschießen. Er wurde verhaftet. rrr e w - 'IJ off, 12. Rod. 100* 0'0'0 Eisenbahn- 2fn * gc ft eilte der Delaware-Bahn, der Erie-Bahn, der Lackawannc« Bahn und der New-^llo^er Central-Bahir bereiten einen Streik vor. Die Lohnfrage bildet die Ursache des Streiks, der den Verkehr auf diefen nur großen Bahnen vollständig zum Stillstand bringen soll. Man nimmt an, daß die Arbeiter in dem Kampf Erfolg haben werden. handel Miiö Dcrfrelw, Volkswirtschaft. — Der Tabakbau in Bauern hat im letzten JahrL eine Minderung gegen das Jahr 1904 erfahren. Die Zahl der Tabaksvstanzer (8466) zeigt eine Minderung von 1053, der mit Tabak bepflanzten Grundstücke (15 810) eine solche von 1924. Der Flächeninhalt der mit Tabak angebaulen Grundstücke (283 896 Ar) hat sich nm 28 541 Ar gemindert, die Menge des geernteten Tabaks (4 564 347 Kgr.) ist nm 778 680 Kr. kleiner, und da der Durckb» chnittsweri des geernteten Tabaks (78 M. 56 Psg.) um 0,65 M» geringer ist, ist der Wert der Erizte (3 585603 M.) nm 646 863 M, kleiner. Die Hazintproduktionsbezirke waren im vorigen Jahr: Landau, woselbst 6028 Tabakspllanzer 3 131943 Kar. im Werte von 2 395 936 M. ernteten, Ludwigshafen: 1610 Tabakspllanzer, welche 977 565 Kgr. im Werte von 822 086 M. ernteten, Nürnberg: 355 Tabakspfianzer, welche 221 475 Kgr. im Werte von 169 806 M. ernteten, Fürth: 196 Tabakspflanzer, welche 181333 Kgr. im Werte von 149 878 M. ernteten. Märkte. Gießen, 10. Nov. Niarktbericht. Auf heutigen^ Wochenmarkts kosteten: Butter nr. Pfb. 1.15—1.25 Pik., Hühnereier 1 St. 8—10 Psg., 2 Stck. 00—00 Psg., ßtäniccier 00—OOT'fg., Enteneier 0 Pfa., KLfe pr. Stck. 6—8 Pf., Käfematte2Stck.5-6Psg., Erbfen v.Pfd. 19-24Mq?, Lin>env.Psd.25-40Psg., Tauben vr.Pr.0,80—1,00Alk., Hühner pr.Sf. 1.00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänfe pr. Pfd. 65—70 Psg., Ochfenlleisch pr. Psh''. 82—88 Pfg.. Kub- und Rindfleisch vr. Pfuird 80—82 Pfq., Schweinefleisch vr. Pfitsid 90—100 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, vr. Punch 104 Psg., Kalbfleisch pr. Psd. 84—90 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—80 Pfg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln vr. 100 Kg. 6,00—7,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 4,00—5,00 Mk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepfel per Zentner 15 bi? 24 Mk., in Körben 00 Pfd., Nüsie 100 Stück 30—40 Pfg., Birnen per Pid. Mk. 0.10—0.15, per Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut ver Stück 8—12 Pfg., per Zentner Mk. 2.20—2.59 — Marktreit 8—2 Uhr.______________________ Höchste Schlachtviehpreise in F r a n k f ll r t a. M. Fleischpreise in Gießen Ochsen Kalber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 85—88 Mk. V, Kg.Schlachtgew.100-105Pf. V, „ „ ‘ 73-74 „ '/, Kg. 82-88 Psg. '/, , 84-90 „ '/, „ 90-100 „ Getreidepreise in Mannheim Brotvreise in Gießen Kekmmtmachrmg. Die untenn 30. Oktober 1906 angeordnete Sperre der BiSmarckstraße wird hiermit aufgehoben. Die unterm 3. November 1906 angeordnete Sperre der KaplanSgaffe wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 9. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Verdingung. Die Erd-, Pflaster- und Ehauffierarbeiten, sowie die Lieferung von Grundbau-, Deck- und Pflastersteinen für den Ausbau des Afterwegs zwischen der Steinstraße und der nächsten nördlichen Parallelstraße sollen Montag, den 19. Nov. d. I., borm. 117, Uhr öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienstftunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. — Zujchlagsfrist 4 Wochen. B12/11 Gießen, den 10. November 1906. Stadt. Tiefbauamt Braubach. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Stockhausen für das Jahr 1907 liegt vom 16. d. Mts. an 8 Tage lang zur Einsicht der In- tereffenten auf dem Bürgermeistereibureau dahier offen. 6803 Stockhausen, den 12. November 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Stockhausen. ______Suppes._____________________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Weickartshain für das Jahr 1907 liegt vom 16. d. Mts. an acht Tage lang auf dem Bürgermeistereibureau dahier zur Einsicht der Jntereffenten offen. Weickartshain, den 12. November 1906. 6804 Großh. Bürgermeisterei Weickartshain. Knöß. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Trais-Horloff für das Rechnungsjahr 1907 liegt vom 17. November l. Js. ab acht Tage lang zlir Einsicht der Jntereffenten auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei offen. 6799 Trais-Horloff, den 12. November 1906. Großh. Bürgermeisterei Trais-Horloff. Bornman«. Todes-Anzeige. Gestern abend 10V2 Uhr verschied nach schwerem U Leiden unser unvergeßlicher Vater, Schwiegervater, H Großvater und Onkel I Herr Wipp AWKer 13 im 73. Lebensjahre. Gießen (Gr. Mühlgaffe 15), den 12. Nov. 1906 Die trauernden Hinterbliebene». Die Beerdigung findet Donnerstag, ben 15.November, H nachm. 2 Uhr von oör Kapelle des neuen Friedhofs aus ■ statt. 6814 sehr ernste Sache, man dürfe sic aber doch nicht als typisch betrachten, lieber die große Mehrzahl der jungen Theologen habe man sich nicht zu beklagen. Mlerdings zeige sich bei denselben vielfach ein großer Mangel an Pietät, das komme daher, weil eilte dahinzielende gärende Bewegung durchs unser Volk geht. Das beste Heilmittel dagegen bestehe darin, daß man die jungen Leute nachdrücklich zu einer ernsten Auffassung ihrer Aufgaben und Pflichten erziehe. Superintendent Dr. Petersen stellt mehrere vom Berichterstatter angeführte Fälle von Disziplinlosigkeit im Friedberger Priesterseminar richtig. Syn. D. Schlosser-Gießen meint, man solle die jungen Theologen, die mit überscbäumendem Tatendrang, von der Universität kämen, nicht zu streng behandeln, sie nicht gleich mit Strafe bedrohen, sondern sie fühlen lassen, daß man ihnen auch helfen wolle. In Fällen grober Unbotmäßigkeit sei freilich auch Strenge erforderlich. Am besten wirke aber der persönliche Einfluß der älteren Geistlichen. Es habe ihn unangenehm berührt, daß sich runac Geistliche in manchen kirchlichen Fragen, wie z. B. der Heirat der Pfarrer, mit Artikeln an die Tageszeitungen wandten. Präsident D. Buchner erklärt, in bezug auf die Heirat der Geistlichen beständen keine gesetzlichen Vorschriften, das Obcrkon- siftorium habe aber gewisse Richtlinien dafür gegeben, die im Interesse des kirchlichen Dienstes beachtet werden müssen. Nach einigen Bemerkungen der Syn. Weber-Lich und Bernbeck -Okarben, die auf der Journalistentribüne unklar blieben, bezeichnet Syn. Prof. Dr. Drews-Gießen es als selbstverständlich, daß er Unbotmäßigkeiten der jungen Theologen nicht mit einem Worte in Schutz nehmen werde. Ordnung und Zucht müsse vor allen Dingen herrschen. Man dürfe nicht sogen „Du barfft", sondern müsse sich streng auf den kategorischen Imperativ stellen „Du sollst!" Du sollstärbeiten. Du sollst Deine Pflicht tun. Er, Redner, und alle seine Kvllegen drängten vor allem auf eine strenge Pflichterfüllung und sie ständen auch alle auf dem Standpunkt des Grundsatzes „Du sollst", und werden alles aufbieten, die jungen Theologen zum strengen Dienst der Kirche zu erziehen. Erhöbe aber in seinen Kreisen in Gießen von derartigen Unbotmäßigkeiten nickts bemerkt und hege bas feste Zutrauen zu denselben, daß sie selber ein starkes Gefühl der Pflichterfüllung in sich trügen. Freilich müsse er sagen: Als reife Männer bekomme man die jungen Theologen nicht. Schicken Sie uns gute,, tüchtige Männer, wir wollen das Unsrige tun, daß die evang. Kirche Hessens gute, tüchtige Pfarrer erhält! Prälat D. Walz betont, daß er nur von Ausnahmen unter den jungen Theologen gesprochen habe. Es täte ihm leid, wenn man aus seinen Worten irgend ein Mißtrauen hätte entnehmen wollen. Syn. Schulrat Schaub-Offenbach beklagt noch, daß der Religionsunterricht in den Volksschulen zu sehr auf dem dogmatischen Standpunkt des K'otech'smus basiere und nicht mehr aus der Grundlage der biblischen Geschickte begründet sei. Es scheine ihm notwendig, daß eine Revision des Religionsunterrichts in den Volksschulen in diesem Sinne ins Auge gefaßt werde. Superintendet D. Petersen erwidert, daß nicht nur der Gedanke an eine Revision der Bestimmungen für den Religionsunterricht dem Oberkonsistorium schon seit langer Zeit vorgelegen hat, sondern daß es sich abch schon eingehend mit den vorbereitenden Arbeiten dazu beschäftigt habe. Nach einigen weiteren Bemerkungen wird die Sitzung gs- schlossen. Nächste Sitzung: Dienstag. Bezirksversammlung des Bundes der Landwirte. (Original-Artikel des „Gießener Anzeigers".) K. Grebenhain, 11. Nov. In Verhinderung des Bezirksvorsihenden eröffnete Gutspäckter Oehlsen von „Hof Dotzelröde" Bei Alsfeld die nicht sehr zahlreich besuchte Versammlung mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog. Der eigentliche Referent, Herr Röficke, ist am Erscheinen verhindert und an dessen Stelle spricht Herr Lucke von Hof Patershausen. Das Thema lautet: „Wirtschaftliche Ein- und Ausblicke" Nach den Ausführungen dieses Redners ist der Bund eine wirtschaftliche Vereinigung und zählt zurzeit 280 000 Mitglieder. Den Landwirten dürfe jnan den Zusammenschluß nicht verdenken, denn es gäbe fa auch in der Industrie Syndikate, Ringe und andere Bereinigungen, welche die bessere Verwertung der Produkte bezweckten. Danach würde nicht gegen den vorteilhafteren Verkauf der industriellen Erzeugnisse infolge jener Ringe usw., sondern nur gegen die Landwirte Wegen der sog. Fleischteuer- ung geeifert. Bedauerlich sei auch die Zurückhaltung des Staates, der die Behauptungen von der Fleischteuerung nicht statistisch widerlege. Diese Haltung der Reichsregierung fei nicht zu billigen. Der festere Zusammenschluß der Bauern sei nötig, ebenso Einigkeit, dann erst könnten die berechtigten Wünsche der Bauern erfolgreich vertreten werden. Bismarck habe sehr richtig gesagt: „Die Politik geht durch den Mage n". Ist der Magen zufrieden, ist es der Mensch, ist es jeder Stand. Artige Kinder erhielten nichts, die Bauern seien zu artia. Ohne daß Redner einen Zwiespalt zwischen Stadt und Land will, müsse er doch darauf Hinweisen, daß nach den Wünschen vieler Städter der Bauer sich schinden und plagen dürfe ohne Rücksicht darauf, ob ihm auch wirklich die Früchte seiner sauren Arbeit zukommen. Der wohlverdiente Lohn solle und müsse dem Bauern werden. Für die Bauern sei das feste Zusammenhalten der Landwirte in der Umgebung von Frankfurt beim Absatz von Milch vorbildlich. Die Regierung habe die Pflicht, die arbeitenden Stande aleichmäßig zuschirmen und zu stärken. An Werten leiste die Landwirtschaft das Doppelte wie die Industrie, 5 Milliarden gegen 2Vs Mill. Jeder Landwirt müsse auch für seine. Nachkommen sorgen. An Aufgaben für die Zukunft müssen genannt werden: Wahrung der Selbständigkeit des Bundes, Fernhalten vom Parteigeist und von Fraktionen, besserer Zusammenschluß der deutschen Bauernschaft. Die Fraktionen und Parteien wollten alles nach ihrer einseitigen Schablone behandeln zum Nachteil der Landwirtschaft. Die Fraktionen befürchten den Uebergang der ländlichen Wähler in das Lager des Bundes der Landwirte, deshalb könnten sie nicht wahre Freunde der Landwirtschaft sein. Gegen die Sozialdemokratie müsse fest und einmütig gekämpft werden. Der Sozialismus wolle Verstaatlichung des Grund und Bodens. Die Bestätigung der Wahl des soz. Beigeordneten Eißnert in Offenbach sei ein Angstprodukt der Staatsregiernng, ein Zurückweichen vor der Sozialdemokratie. An die Scholle gefesselt ist der Bauer, muß länger schaffen als sein Gesinde und die gewerblichen usw. Arbeiter. Menden müsse er sich auch gegen den starken Genuß des Alkohols so vieler Arbeiter. Die beste Beobachtung könne man dafür in den Fabrikstädten machen. Von den Städtern werde der Bauer vielfach als dummer Kerl bezeichnet, weil er sich zuviel gefallen lasse. Bedauerlich sei auch das, wenn auch geringe Vorkommen lüderlicher Bauern, dfte habe aber der Jude im Sack. ,(5r beleuchte damit nur eine Tatsache, ohne Antisemit yi sein. Verwerflich, O dex PapLiFztLArismnS, alle Bauern müssen alS deutsche Bauern fest Zusammenhalten. Bei der Viehhaltung müsse der Bauer sorgfältig alle Unkosten und Auslagen berechnen, damit er weiß, was er lösen muß. Absatz- und BeZugsgenossenschaften sind für die Landwirtschaft vorteilhaft und unbedingt nötig Auf seiner Scholle ist der Bauer „Freiherr", doch ist diese Freiheit im monarchischen und christlichen Sinn zu betätigen. Fernhalten müsse sich die Landwirtschaft von falschen Freunden, gegen sie arbeiteten systematisch „Rote" und „Goldene Internationale". Redner wendet sich auch gegen die Dcffnung der Grenzen für Schlachtvieh. Die Grenzöffnung sei zwecklos, weil überschüssiges schlachtreifes Vieh jenseits in der Regel nicht vorhanden sei, PodbielskiS Ansicht sei die allein richtige. Ein lebenskräftiger Mittel- und Bauernstand ist nötig zum Wohle deS deutschen Vaterlandes. Ebenso niäffen die deutschen Bauern allzeit fest zusammenstehen zum Wohl deS Bauernstandes. (Lebhafter Beifall.) Gutspächter Oehlsen dankte dem Referenten und eröffnete die Diskussion. Oekonomierat Backhaus ermahnte die Bauern zum treuen Zusammenhalten. Darauf sprach Oehlsen für politischen Zusammenschluß aller Bauern. Von den Parteien, die nur vor den Wahlen zu den Landleuten kämen, dürfe man nichts erwarten. Eigene Vertreter müßten die Bauern in den Reichstag senden, die voll und ganz auf dem Bundesprogramm stehen. Die anderen Herren fehlten bei den die Landwirte berührenden Abstimmungen, wie z. B. Geh. RegierungSrat Haas bei der Abstimmung über den Zolltarif. Der Redner geht auf landwirtfchaftl. Fragen ein und gibt nützliche Beispiele auS der Praxis, berührte ausführlich den Vorteil der landwirtfchaftl. Bezugs- und Absatz- genofsenfchaften und fordert die Bauern zum einmütigen Zusammenschluß in wirtschaftlicher und politischer Beziehung auf. Herr Lucke gibt noch einige recht lehrreiche Beispiele über den Vorteil der Genoffenschaften. So habe die Zentral- genofsenschaftskaffe des Bundes jetzt schon einen Umsatz von ca. 200 Millionen, werde eS aber in absehbarer Zeit auf 1000 Millionen bringen. BundeSsekretär Neureuther dankt den Ortsgruppen und spricht die Hoffnung auS, daß Landtagsabg. Bähr und seine Freunde hier oben im Vogelsberg bald ihren Einfluß verlieren möchten. Darauf wird eine gegen bic Dcffnung der Grenzen für Vieh sich wendende Resolution einstimmig angenommen. Mit dem Dank an alle Erschienenen schloß Oehlsen die Bezirksversammlung. • Viel Wahres und Falsches ist in der Versammlung vorgebracht worden, die zweifellos den Zweck hatte, Stimmung zu machen für den Bund der Landwirte zur nächsten Reichs- tagSwahl, die dort vielleicht früher vor sich geht als sonst in deutschen Landen, da Dr. WallauS Wahl möglicherweise für ungiftig erklärt werden wird. Der Bund der Landwirte wird wohl in jenem Wahlkreis Herrn Lucke als Reichstags- kandidaten aufstellen. Daß eine Fleischteuerung besteht, könnte keine Statistik leugnen, und wird selbst von mehreren landwirtschaftlichen Korporationen, wie der rheinischen Landwirtschaftskammer, und von Regierungen, wie der Badener und neuerdings selbst der preußischen zugegeben. (Siehe den Artikel »Zum Rücktritt des Ministers v. PodbielZkiV) Den Zwiespalt zwischen Stadt und Land zu verschärfen, hat sich ferner Herr Lucke eifrig angelegen sein lassen, trotz seiner gegenteiligen Behauptung. ES ist nicht wahr, daß der Städter gegenüber dem Brnder Bauer mißgünstig ist. Der Städter gönnt dem Landmann gern das beste Einkommen, zieht aber sich selbst um feinen Magen ungern einen Gurt und leidet schwer unter der enormen Lebensmittelverteuerung. Gewiß hat die Regierung die Pflicht, die arbeitenden Stände gleich, mäßig zu schirmen, wie Herr Lucke sehr richtig sagte; unsere einseitig die ländlichen Interessen schützende Zollgesetzgebung spricht aber dem Gleichmäßigkeitsprinzip bitter Hohn. Auch wir sind wahrlich keine Freunde der Sozialdemokratie, aber die Bestätigung Eißnerts hat mit dem politischen Kampfe, gar nichts zu tun; sie ist eine bloße, obendrein der Sozialdemokratie überaus lehrreiche Verwaltungsangelegenheit, die bessere Einsichten in den Reihen der Sozialdemokratie wesentlich zu fördern vermag. Das Entsenden von reihen Berufs Vertretern in die Parlamente ist der größte Fehler, der begangen werden kann. Nicht einseitige Interessen einzelner Stände sollten in den Parlamenten gefördert werden, sondern alle unsere Parlamentarier sollten stets das Gesamtwohl aller VolkSmaffen und aller Volksklaffen im Auge haben. Wir wollen darum hoffen, daß die Wähler im Lauterbach- Schotten-Alsfeldcr Wahlkreise größere politische Einsicht zeigen, als wie sie in dieser Versammlung zu Tage getreten sind. Ans Stadt und Land. Gießen, 13. Nov. 1906. *' Zur Geburt des ErbgroßherzogS. Den beiden Kammern der Heff. Land stände ist folgende Allerhöchste Botschaft Sr. Kgl. Hoh. des Großherzogs zugegangen: Ernst Ludwig von Gotte? Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. Unseren Gruß zuvor, Liebe und Getreue, Stände des Groß- Herzogtums. Unsere innigstgeliebte Gemahlin, die Durchlauchtigste Frau Eleonore Ernestine Marie, Großherzogin von Hessen und bei Rhein, Königliche Hoheit und Liebden, sind am 8. dss. Mts., vormittag? 6>/, Uhr dahier von einem Prinzen glücklich entbunden worden. Wir setzen hiervon Unsere Lieben imd Getreuen Stande de? Großherzogtums in der Ueberzeugung in Kenntnis, daß dieselben an diesem hocherfreulichen, für Uns und Unser Grobherzogliches Haus so beglückenden Ereignisse herzlichen Anteil nehmen. Womit Wir Unseren getreuen Ständen in Laudesfürstlicher Huld und Gnade gewogen bleiben. Darmstadt, den 10. November 1906. Ernst Ludwig. I. K. H. die Groß Herzog in und der Erbgroßherzog befinden sich anbauernb wohl, so daß Geh. Medizinalral Dr. Pfannenstiel bereits am Sonntag morgen wieder nach Gießen zurückgekehrt ist. Au§ Hohensolms, 13. November, wird uns geschrieben : Die Geburt des hessischen ErbgroßherzogS hat auch hier bei Alt und Jung Helle Freude hervorgerufen. Hatte sich doch I. Kgl. Hoh. die Großherzogin bet ihrem früheren Verweilen in ihrem hiesigen Stammschlosse schon als Prinzessin die Liebe Aller erworben und hängt doch jeder Einwohner der Grafschaft Hohensolms mit größter Anhänglichkeit an seinem Fürstenhause Solms- Hohensolms-Lich. — Erbaut wurde das hiesige Schloß gemeinsam von den Graseit von Burgsolms und ihren Vettern von Braunfels im Jahre 1326. Um das Jahr 1415 erlosch die Linie Bttrgsolms. Die Besitzungen sielen an Solms-Braunfels, an Bernhard II., der das Erbland mit (einem jüngeren Bruder Johann teilte. Dieser erhielt Hohensolms und gründete die Linie Solms-Hohensolms- Lich. Das Erstgeburtsrecht wurde in unserem Fürstenhause 1760 eiugesührt. 1792 nahm Karl Ehristiait die Würde eines Reichs- sürsten an. Unter seinem Nachsolger Karl Ltidwia Angtlst kam 1806 das Amt Hohensolms unter Herzoglich nassauische Oberherr- schalt. Seit 1816 gehört es als Mediatamt ztim Kreise Wetzlar. *• Hofdienst Personalien. S. K. H. der Großherzog haben die Referendare Ernst von Küchler und Robert Freiherr Löw von und zu Steinfurth zu Hofjunkern ernannt. (?) Krofdorf, 11. Nov. Dec Einladung des Kriegervereins folgend, waren heute nachmittag außer den Mitgliedern viele auswärtige Gäste im Freundschen Saale erschienen, um einen Vortrag des Professors P r i> n z e l - Wetzlar anzuhören. Nach Begrüßung durch Dr. Seipp stimmten alle Anwesenden begeistert in Kaiser-Hoch und Hymne mit ein. „Erlebtes und Erstrebtes" lautete das Dovvelthema, worüber sich Professor Prenzel verbreitete. Der Vortragende hat als Einjährigfteiwilliger des 3. Brandenburger Jägerbataillons den Feldzug gegen Frankr'ich mitgemacht. Seine interessanten Ansführ"ngen über Ausmarsch, Quartiere in Freund- und Feindesland, Lagerleben und Gefechte mußten unwillkürlich alte Erinnerungen bei den anwesenden K°rie- aern wachrufen. Hierauf legte er die Aufgabe der Kriegervereine klar und wandte sich gegen die fortgesetzten Änfeindnngen der sfriegervereine von, feiten der Sozialdemokratie. Mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland urb dem Liede Deutschland, Deutschland — Munde di» ^»rf art’" Tu na oefchsossen. Telefcmisfcfo® Kue-sher^cMe des Giessener Anzeigers. mitereteilt von der Bank für Handel und Industrie. Giessen. Frnnkfnrtcr Börse. 13. 3’4Ö/O Peichsanleihe . . 97.85 3% do. . . 86.05 W/o Konsols .... 97.90 3% do. .... 8610 3M°tn Hessen 97.00 Oberhessen . . . —.— 4 °.( Öesterr. Goldrente. . 99.50 4l/e Oesterr. Silberrente 100.05 4% Unaar. Goldrente . . 95.20 4% Italien. Rente . . . 103.00 3% Portugiesen Serie I . 69.10 3»/0 Portugiesen III 69.20 4%<7O russ.Staatsanl. 1905 89.40 4%°/o japan. Staatsanleihe 92.45 4 % Conv. Türken von 1903 93.60 Türkenlose 146.60 4% Griech. Monopol-Anl. 52.50 4% äussere Argentinier . 88.25 3°/n Mexikaner . . . 67.40 4^°/o Chinesen . . . . 96.10 Aktien: Bochum Guss 232.30 Buderus E. W . . . . 123.20 Tendenz : ziemlich fest. November, 1.15 Uhr. Elektriz. Lahmerer . . . 140.25 Elektriz. Schnckert . . . 125.00 Esch weil er Herr werk . . 238 00 Gelsenkirchen Bergwerk . 221.70 Hamburg - Amerik. Paketf. 155.20 Harnener Bergwerk. . . 211 50 La nrah iitte 242.50 Nordd. Lloyd 124.90 Obersohles. Eisen-Industrie 124 50 Berliner Handelsges . . 169.60 Darmstädter Bank . . . 137.80 Deutsche Bank . . . 237.90 Deutsch-Asiat. Bank . . 168.00 Diskonto-Kommandit. . . 181.10 Dresdner Bank . . . 154.90 Kreditaktien 211.60 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 118.75 Gotthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 34 60 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.50 Prince-Henri-Eisenbahn . 147.00 Berliner Börse, 13. November. Canada E. B 175.40 Darmstädter Bank . . . 137.50 Deutsche Bank .... 237.50 Dortmunder-Union C. . . 80 60 Dresdner Bank .... 154.70 Tendenz,: behauptet. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . 212.30 Laurahütte .....•—.— Lombarden E. B. ... 35.00 Nordd. Lloyd 124.80 Türkenlose — Foulard - Seide ,.w. »■„ — Zollfrei! — Muster an Jedermann! — Seidenfabrikt. Henneberff, Zürich. D9/. \ es24/i. Verkauf durch die Apotheken in Flaschen und Dosen d 2.50 M. der besten von allen Aerzten glänzend empfohlenen Nähr- und Kräftigungsmittel für Blutarme, Bleich süchtige, Kranke und Rekonvaleszenten sind Nur echt Xp8a6?X m . c Ll mitDreieck-2^!!H!^lK^ar^e der Sohle. Wauft nur Was die Grossmutter zu sagen weiss: Zu meiner Zeit, Kinderchen, da hat man uns den Hals dick eingewickelt, wenn wir erkältet waren; dann mußten wir Tee trinken und Saft schlucken und wenn wir auch Zuckerzeug bekamen, dann verdarben wir uns den Magen und waren erst recht krank. Und heute? Da gibt man einfach Fays ächte Sodener Minerab-Pastitlen und die räumen mit so einer Erkältung auf, daß es eine Lust ist. Eure Mutter ist sehr klug, daß sie auf ba§ veraltete Zeug nichts hält und dasi'ir Fays Sodener nie ausgehen läßt. Die Schachtel kostet nur 85 Pfg. und ist in allen einschlägigen mmmm Geschäften zu haben.|hy% perdynamin perdynamin-Kakao 103 887 102 650 497 306 083 ■J2 3 [600] 656 630 710 889 146041 154 86 285 476 147034 125 60 [8000] 303 18 24 05 400 [8000] 140003 80 84 75 181 [8000] 255 82 828 94 488 15O058 281 402 716 28 46 69 151009 69 80 273 86 681 061 152139 40 49 231 331 610 81 86 [600] [6001 847 77 458 985 87 137198 701 823 972 62 1 3 8 03) 844 [600] 413 676 601 717 89 906 19 130022 [600] 193 685 823 140112 SO 87 [500] 240 800 26 418 861 141076 7$ 810 [3000] 470 663 614 [8000] 760 878 055 14.4006 114 745 [1000] 828 86 995 [3000] 143241 70 81 813 77 637 706 816 1 44218 28 91 618 40 [6000] 49 145087 --- - • - 676 78 636 88 77 844 408 88 . 82 819 153066 [600]'98 228 871 72 722 75 1 54004 10 67 [1000] 207 591 98 628 96 917 [600] 42 [3000] 99 1 5 5276 821 481 636 781 15 6565 650 64 [3000] 157072 272 591 678 811 995 158209 447 66 613 [600] 48 661 800 18 1 50111 275 [500] 916 55 240 414 109172 788 810 956 201172 289 [3000] 359 679 945 63 221 401 2 33 934 254049 [500] 814 30 997 255837 552 61 764 74 826 76 944 84 2 5 6177 670 682 40 86 2 5 7200 11 639 748 2 5 8053 273 828 668 97 712 848 90 [15 000] 259355 90 947 260095 265 871 469 88 862 910261116 49 809 [600] 72 427 513 688 2 6 2 241 857 446 67 606 2 63105 79 323 638 625 801 918 80 81 2 64'26 818 2 6 5'01 41 [600] 978 1 77110 281 85 623 618 85 865 1 70054 11» [6001 174158 883 664 87 600 662 99 688 773 1 76348 700 92 719 910 61 17 8247 77 866 299 827 65 926 180109 409 181039 281 89 817 787 90 881 17 2014 7 8 226 86 68 826 76 401 683 778 1 7 3 078 166 90 239 877 627 94 [500] 722 88 852 84 922 96 1 7 500!) 270 846 [600] 603 6 [10001 160072 187 [1000] 211 865 744 805 26 69 90 966 161212 678 780 881 901 162196 812 15 [500] 433 612 45 64 924 1 63031 625 71 627 [600] 164016 829 [1000] 403 [600] 818 97 960 1 6 5033 119 232 60 346 [600] 457 72 765 166049 68 64 143 96 OB 208 486 005 1 67020 112 684 168106 [8000] 825 [1000] 668 160050 487 [5001 746 824 1 70281 809 15 404 [600] 74 [600] 61» 67 171160 794 942 266257 73 367 509 658 754 91 96 811 26 7070 98 218 70 [5001 725 85 2 6 8015 [500] 182 608 85 (500 ) 26 0364 94 »52 2 7 0016 469 621 (3000) 729 27 1 355 671 634 771 998 272034 2S3 882 87 760 2 7 3855 4Q2 700 949 2 7 4346 49 618 27600« 76 87 11C 261 362 450 SO 632 81 899 [500] 276139 58 896 4*2 707 817 977 [»000] 277187 276 829 435 48 605 52 82 766 022 2 78110 283 361 505 728 862 80 (8000) 279077 li» 55 87 247 88 [500] 339 79 442 89 543 851 72 9«4J ~ 280’24 59 [8<®ÖJ 65 800 [1000] 469 «2 «4» Oll 281104 $19 ® 366 504. 809 28 200 290 446 [SOy] 5Q HL 741 s§8 952 88 [500] 28327» 365 732 [500] 816 942 [500] 149 603 [8000] 96 M 717 182ÖtJ2~84 210 45 809 [500] 620 756 1 8 3 042 146 212 877 455 [500] 860 909 1 84250 605 881 [1000] 18 5223 ( 8000] 300 80 85 457 90 627 627 28 805 [8000] 18 6305 29 63 410 574 1 87172 489 [1000] 650 772 982 1 88243 77 649 61 736 1 89278 302 6 485 99 710 [1000] 860 65 97 [600] 902 190050 126 84 235 88 «5 662 977 191405 612 794 828 192120 78 88 812 825 193402 84 606 776 81 820 900 194134 877 410 55 639 716 892 [500] 1951U 213 82 590 - ----------- '—' 197106 229 »30 79 721 [500] 013 196149 554 75 [.r>00] 695 1 9 839» [30001 655 780 833 08 907 209860 453 60 575 697 854 906 ------ 876 418 553 706 36 976 2 02109 218 830 64 63 420 95 665 868 203242 817 418 636 40 728 916 27 2 0 4019 161 821 205313 416 682 832 83 07 2061U 425 665 72 1 01 803 63 2 0 7217 349 640 1600] 641 930 2 0 8053 78 295 [500] 484 609 [1000] 740 209068 [lOOO] 418 (3000] 84 40 [500] 655 [1000] 21O501 781 906 211258 405 GO [lOOlj] 630 748 807 9’4 2 1 2125 86 97 894 99 826 57 904 87 2 13049 800 4 06 13 [8000] 22 2 1 4031 191 878 675 965 2 1 5110 72 90 *" 71 778 84’ 906 210067 104 8 80 79 [ 500] 204 898 843 [500] 2 1 7059 183 235 50 870 [1000] 696 630 86? 59 2 1 8076 77 102 200 404 61 867 94 991 2 1 9172 844,-414 48 [1000] 52» 623 [500] 753 823 l500] 912 ' - 220238 361 83 4so (500] 848 979 221011 li 61 189 45 66 298 920 222015 67 83 223051 [3000] 84 13d 219 8- 572 738 47 (lOOO) 930 90 2 2 4017 lSOOO) 219 81 332™ 581 6’0 774 916 225125 220 871 458 621 98 882 8» [500 VOS 22 6218 858 429 605 677 776 98: 227"10 70 ( 500] 21'1 554 636 [5001 814 91 228062 227 870 78 401 24 660 66 717 22 9045 276 886 623 89 230'00 231036 41 499 SIS 91 87-1 89 2 3 2172 593 [8000] 085 707 2 3 3077 127 206 87Ö 441 [3000] 519 2 3 4014 3’1 43 410 76 533 603 18 792 900 45 59 [500] 235096 194 319 750 73 [600] 8" ! 15001 87 126 91 436 97 600 (500] 1 887 733 987 2 3 7529 782 »19 42 60 [1000] 942 2 3 8072 79 203 8’3 90 434 623 799 239008 75 157 308 677 657 788 [1000] 240156 215 687 717 24 1 003 67 218 808 70 480 S82 665 744 [ 500] 65 858 24200« 803 459 520 2 43168 800 43 652 755 810 74 917 2 4 4330 418 590 [1000 ] 245"39 40 [600] 78 79 292 884 90 439 787 246124 61 254 418 580 732 2470’1 133 (600] 58 826 28 448 740 60 905 2 4 8010 622 652 67 [1000] 249095 215 86 642 748 977 2 50167 286 362 420 665 720 98 2 5 1 273 [80001 323 587 608 718 811 2 5 2051 236 42 495 606 690 792 2 5 3085 [500] 60 (600] 2R408Ö 282 458 586 693 2 8 5'22 80 383 429 520 671 711 893 286031 U5 279 287011 (30001 111 288 62 61 231 471 [500] 64» 80 [58ü] 781 824 40 43 912 i me uu32j ^cnußmiHclt Echt chinesische Thee’e lose und m Originalpackungen. Deutschen u. Holland. Cacao A. Konrad, pen». Oberwachtmeister in Giessen, Eicherstr. 31. Mitarbeiter ans allen Ständen überall gesucht. Monatlicher Zugang ca. 6000 Mitglieder. Gcsamtversicherungsstard Ober 650 000 Versicherungen. | Haftpflicht-, Unfall- und Lehens - Versicherung Prospekte, Verakherungsbedintangen, Antragsformulare, sowie jede weitere Auskunft bereitwillige! und kostenfrei durch Allgemeiner Deutscher Versichernngs-Verein in Stuttgart 8Bm/ Aut Gegenseitigkeit. 1 ■ - ■ Gegründet 1875. Unter Garantie der Stuttgarter Mit- und Rückversicherungs-Aktiengesellschaft. Kapitalanlage über 42 Millionen Mark. Bombastus! Verlangen Sie BombastuZ-Präparate in Apotheken," Drogerien und bei besseren Friseuren. u, a. in der Löwen-Drogerie, W. Kilbinger, Seltersiveg 62. ss8/^ seit 1B01 medizinisch bekannte alkal. Quelle ersten Ranges. Heilkräftig bei Erkrankungen der Atmung»-, Verdauung»-, und Haruorgane, bei Gicht, Zuckerkiankheit, Asthma. Niederlagen in allen Apotheken und Minerulwasserhandhingen des In- und Auslandes. Furbach & Strieboll, Versand der Herzoglichen Mineralwasser, Bad Salzbrunn i. Schl. 6. Ziehung 5. Kl. 215. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 12. November 1906, nachmittags. Nur die Gewinne Ober 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefllgt. (Ohne Gewfthr.) (Nachdruck verboten.) 157 246 874 448 63 675 769 1 017 452 60 985 2077 210 »43 [ 500] 402 667 965 69 7 4 3 068 [500] 67 149 55 326 441 75 655 725 897 4032 484 641 696 5225 886 410 570 11000] 050 6008 [10000] 142 91 536 76 655 94 812 85 7007 129 [600] 243 403 593 097 828 949 80S6 881 86 88 453 77 546 [600] 037 880 [3000] 0264 (3000] 803 24 478 686 77 [600] 975 1 0'01 818 40 665 890 900 84 86 [500] 11037 64 [600] 226 551 908 12 26 65 1 2034 115 [1000] 71 92 204 41 [1000J 83 691 870 [600] 77 1 3143 842 78 [8000] 415 [500] 78 618 [500] 14257 470 1 5002 62 869 1 6071 201 529 681 853 60 1 7180 210 [600] 628 678 727 990 18226 77 425 37 612 [10000] 720 927 [1000] 10238 [1000] 81 384 430 653 70 [3000] 783 858 2O040 898 496 642 678 21101 444 660 794 910 37 22020 77 145 281 SOI [3000] 459 829 45 33 959 23045 [500] 103 61 205 448 601 85 97 771 827 2 4011 118 14 06 [500] 485 600 657 7 8 810 964 2 5003 24 169 202 4 32 m 834 431 603 87 4 8 777 2 6075 [1000] 236 45 428 76 638 722 27010 1600] 77 204 806 630 87 [1000] 701 62 2 8006 16 [600] 61 291 [lOOOj 620 762 70 802 19 2 0040 267 805 442 49 600 628 3 O051 275 [1000] 82 610 27 (10000 ) 646 721 31032 [500] 56 248 433 68 586 62 627 78 91 729 62 906 33039 62 802 463 64 3 4024 67 102 203 [500] C25 48 68 708 45 872 3 5126 416 905 [1000] 87 LßOOj 36103 14 25 287 420 957 3 7 221 709 902 3 8217 385 [500] 743 54 30009 384 486 516 47 [500] 615 41 723 70 75 40002 11 118 67 203 28 [500] 896 402 63 788 887 91 4 1 066 7 6 92 95 171 896 007 [1000] 871 42505 625 68 [1000] 86 88 714 970 43314 43« [1000] 717 19 50 882 4 4208 15 18000] 409 590 758 889 45162 (8000) 65 236 65 589 816 947 46172 279 (500) 439 640 772 927 47218 70 [500] 382 614 71 [1000] 716 86 4 8128 60 672 769 987 4 0025 202 073 (1000) 897 930 (600) 5 O013 63 675 710 878 949 69 5108» 326 225 76 302 38 483 555 (3000) 52070 207 8 800 50 «4 411 64 677 652 77 [500] 79 84 991 [600) 5 3093 [1000] 100 45 68 221 633 59 671 793 874 959 74 5 4067 196 331 82 655 [1000] 83 703 66 [500] 888 988 [600] 55049 238 483 775 9« 968 56089 101 887 404 19 80 698 (6'4)] 613 [1600] 851 57117 261 303 67 443 082 820 942 5 8290 630 655 743 59220 442 684 827 [3000] 450086 290 535 905 [3000] 61197 209 499 603 20 656 704~B9 847 (3000) 48 975 6 2010 856 474 6 3000 15 843 456 728 812 6 4092 119 20 502 628 721 865 130 000] ÖÖOOO (500) 823 904 [3000] 99 [500] 66019 77 177 93 91 803 642 778 6 7191 440 632 634 63 6 8019 82 (500) 140 87 230 809 95 460 521 30 7 0 707 6 9128 329 35 600 19 49 (30001 763 886 70116 210 19 80 482 641 809 7 1 381 443 553 7 2043 66 120 96 203 42 832 545 73 94 636 740 848 078 7 3084 289 644 €94 850 91 74198 808 21 [500] 800 912 16 7ti (30 000] 92 75019 411 77 506 66 646 65 733 [ 500] 964 7 6120 225 397 438 881 77120 469 600 [3000] 65 749 97 919 78509 C89 796 935 75 7 9042 293 [8000] 98 867 (600) 579 618 80029 82 118 232 477 [3000] 644 965 81189 222 67 328 417 736 49 1500] 64 865 78 8 2082 b6 193 352 558 688 737 853 [3000] 977 83036 200 9 87 413 41 47 (5u0 ) 688 7 59 838 933 CO 8 4048 181 405 [500] 540 607 09 954 80 85059 77 215 80 517 743 54 836 61 921 28 8 6208 360 96 431 736 95 871 87130 249 [ 500j 99 302 805 38 8 8183 95 220 851 tlOf'O] 641 48 769 963 89145 53 95 828 72 686 910 87 90314 13000] 61« 894 9 1 058 683 (500 ) 44 60 643 768 88 938 ( 300 ) 58 9 2052 143 45 384 661 94 716 32 [1000] 60 93201 325 512 [500] 812 66. [3000] 978 94116 264 333 41 490 585 7 70 827 (500) 952 63 845 881 [600] 948 0 6049 255 »SO 35 511 (5001 96 636 [500] 791 969 97141 227 64 480 543 46 91 877 9 8038 74(1000] 203 581 [500] 661 842 962 90007 48 49 272 413 635 (500)95 775 899 (80001 960 1OU016 62 94 97 111 [500] 70 271 420 86 744 101162 IlOOOJ 97 251 852 97 508 636 723 [500] 838 1 02148 [500] 69 309 25 85 479 677 855 [ 3000] 103056 237 552 622 51 57 865 923 95 104109 565 98 645 57 73 794 869 994 105317 [500] 80 543 642 44 [8000] 106004 318 690 971 [500] 107329 43 445 508 99 1 08166 297 827 37 93 5’9 65 805 975 1 0 9 068 76 161 70 287 370 422 89 675 110647 8’2 111597 834 55 90 112057 95 142 321 702 21 81 894 113160 73 [500] 820 85 939 80 114031 75 413 [500] 609 12 911 11262 386 744 53 03 116 '44 113 85 4 65 772 309 25 946 117189 265 440 79 91 (5000) 118128 860 87 761 [8000] 827 91 940 110172 293 322 474 539 71 704 1500] 23 [1000] 841 . 320229 85 444 556 688 739 829 968 1 21166 205 CG 90 307 610 37 700 88 863 94 [600] 922 122054 418 G46 54 853 [3000] 66 675 79 1 23177 [500] 411 7# 124056 91 338 419 79 94 510 71 720 876 1 25073 [5vO] 193 21t 73 |500] 498 656 1 2 6 030 190 94 tl4 336 68» 68 713 87» 030 127056 71 «4 40 830 87 58 »32 687 678 [MC] 00 791 810 12 8012 (500) 428 63 516 086 [3000) 120032 806 7 779 130080 [500] 17Ö 256 99 [500] 398 40t 695 61 7$t 131009 27 [1000] 146 357 677 1 32175 296 [500] 683 610 133068 (500) 508 671 969 13406$ 109 80 288 *13 636 85 785 867 135126 287 (6061 837 409 SÄ 933 fW] 66 136180 (Nachdruck verboten.) (Ohne Gewlhr.) 597 883 964 218058 209 58 828 69 497 [500] 617 89 516 18 288 1500) 40 208 33 426 652 43 360 429 66 91 678 [600] 782 857 L10001 153 236 I 899 I 1 Gewinn ft 600 000, 1 ft 150 000, 2 ft 100 000, 1 ä 75 000, 2 ä 60 000. 8 tl 50 000, 9 & 40 000, 12 ä 30 000, 2t ä 15000, 60 ft 10C0O. 112 ü Ü000, 1729 ft 8000, 2696 ä 1000, 4209 f 24308 603 969 2 2 5281 412 674 786 346 801 513 757 830 921 227104 16 83 251 419 803 11 764 89 893 631 84 823 42 746 124 612 85« 919 93 801 901 [10 000] 841 751 691 769 421 840 852 264 745 921 225 760 282 796 158 434 73 891 402 670 226171 573 699 220072 797 1500) 67 85 121 22 63 11000] 31 058 1 5000] (5no] 956 [1000] 72 181414 [1000] 93 682 f 182114 77 257 [500] 876 523 71 [500] 602 12 [3000] 183507 833 [1000) 184075 (600) 127 802 920 1 85100 (3000] 288 870 632 55 77 615 874 85 959 1 86003 3M 899 187234 [ 500] 62' t 34 98 > 60 9U2 7 9118 208 85 831 447 669 80169 (500] 369 [500] 792 834 982 85 8 *075 177 346 93 499 600 8 2064 73 849 792 877 83061 261 [1000] 477 [500] 674 [1000] 732 895 8 4 310 636 711 18 4t 85120 6t 294 414 43 649 56 816 SK 86 520 (500) 601 787 8 7 544 [BO00] 93 [500) 691 88528 [1000] 80013 876 426 110001 552 864 911 [3000] 00139 227 ( 500] 884 75 463 545 716 0 1 031 867 80 464 510 0 2150 262 827 531 <6 808 46 PT [3000] 902 9 9 3139 214 44 855 714 9 4016 176 267 306 537 67 661 788 910 9 5 070 74 161 211 47 880 497 540 52 11000) 56 64 764 9 6250 864 616 789 9 7184 218 84 [500] Dl 690 672 74 87 9 8008 121 350 486 76 680 787 908 0 9004 81 95 826 74 415 89 648 773 100126 806 90 [15000] 433 [1000] 77, [1000] 64 64 996 101167 829 [500] 764 1 02117 211 476 681 765 822 77 103085 179 861 679 769 841 68 99 948 66 1 041« 92 281 74 898 407 10 689 909 64 105099 183 37 83 834 [1000] 465 662 857 987 1 0 6021 77 90 214 884 482 »04 609 851 54 66 [600] 107 176 203 444 U54 725 [500] 108048 428 62 77 982 109027 66 58 457 90 (1000) 619 727 50 110045 105 27 558 [500] 788 800 111 39 798 874 112019 247 96 844 96 500 18 29 916 113356 88 [500] 89 462. 690 711 816 936 82 114038 276 406 701 83 [600] 115086 407 772 880 116081 123 90 277 837 64 427 760 117037 67 [100001 83 [1000] 878 (500) 603 62 118167 »00 ( 3000) 6 81 (600) 68 [600] 843 98 [1000] 714 834 634 782 87 825 | 500 ) 72 1 57038 164 510 15 8073 268 865 498 676 7«6 832 1 59150 752 16O083 85 193 602 48 848 1 6 ) 002 97 483 640 698 763 896 1 62059 85 430 1 63119 823 59 52 662 60 438 781 [5001 955 62 2 6 0074 94 151 70 [ 500] 239 833 [500] 461 618 68 80 8« 958 15001 261111 I6OO| 251 414 526 2b*052 301 682 98 701 77 2 6 3114 274 82 91 761 75 813 25 905 1500] 264040 246 90 457 695 714 |3O00l 887 6. Ziehung 5. Kl. 215. KgL Preuss. Lotterie. Ziehung vom 11. November 1906, vormittags. Nur die Gewinne Ober 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefllgt 816 75 81 949 2OO018 358 [500] 83 406 780 20 1 062 101 877 792 20 2229 316 455 68 712 [600] 79 2O3"27 90 [80001 703 821 903 (500) 2O4120 298 881 984 2 05104 221 355 621 20 6093 295 843 46 (1000) 753 [500] 096 99 2 1 9158 467 604 781 856 955 [1000] 22O090 880 423 644 741 922 2 2 1 016 87 168 97 361 501 896 985 222142 223117 283 379 84 617 641 164026 75 272 846 691 697,--- ------- 165188 748 1 6 639 4 416 84 (1000) 711 952 167164 205 230104 624 24O040 125 270 647 748 49 24 1 218 S4S 936 SO 24 2281 90 664 696 818 2 4 3921 81 2 4 4081 122 259 419 08 [500] 642 790 245077 176 258 (500) WS 479 SA 613 87 78 86 88 775 81 92 882 82 >0 906 [MO] 29 246150 62 842 462 7 2 608 18 701 817 978 (500) 2 47109 810 538 49 676 700 938 71 2 4 8034 894 673 84 699 799 962 249223 361 418 49 «0 648 2 5 0418 27 42 896 2 51417 414 708 15 83 827 2 52163 515 56 63 630 2 5 3025 217 [5001 886 980 254074 200 [8000] 9 [1000] 481 569 751 816 [500] 900 255(24 10« 846 403 12 89 588 685 975 256007 84 161 250 (5001 93 »49 631 950 2 5 7391 [5001 55 608 99 «65 90 258039 65 172 825 406 66! [100O| 602 48 [80001 832 94 « 2 5 0001 76 77 62 165 253 »» 161 242 683 [500] 883 1 043 (1000] 118 M 680 88 611 113 88 906 2081 867 90 615 ISOVOJ 740 3804 488 11000] 84!) 945 1500] 4288 678 651 Ö28C 571 610 43 745 06 889 6203 429 47 683 762 11000] 70 71 [600 ] 96 857 990 7047 185 504 63b 996 8800 487 661 761 0022 [1000] 260 [ 600] 827 409 71 670 «22 [500] 47 912 10140 4 6 93 694 11083 237 660 732 1 2967 247 395 429 82 666 648 [8000] 826 948 13027 103 [3000] 684 803 1 4119 253 8-2 684 607 802 1 5475 81 91 601 762 1 6278 7 9 847 484 1 7000 [ 500] Ul 79 lOOOj 252 88 89 800 678 «11 979 1 8040 89 110 439 69 511 685 [500] 788 [5000] 90 19082 266 855 498 001 20268 894 624 818 2 1 095 141 804 470 920 2 2045 64 88 124 898 2 3095 186 202 [1000 ] 892 008 53 609 14 49 62 701 24026 73 400 680 [500] 25005 22 87 (500] 60 83 269 847 93 498 Bll [1000] 06 626 837 906 [1000 ] 26015 85 815 484 [500] 87 672 759 808 13 2 7182 342 461 0C9 91 781 887 [1000] 923 87 [ 3000] 28185 880 904 20032 [ 8000] 75 138 620 98 714 15 [10C0] 890 904 81 3 0043 281 300 [500] -106 15 19 88 788 826 31014 112 216 (10001 574 880 45 908 24 3 2001 434 640 717 3 3060 104 28 207 (6001 385 476 825 [600] 47 78 3 4025 628 [ 500] 902 25 35059 76 240 455 (500) 510 [600] 95 711 88 955 [600] 36098 11T 864 448 648 623 719 004 8 3 7003 184 212 25 1.500) 469 688 490 3 8851 537 800 3 0 201 788 40187 440 552 686 799 903 4 1 080 653 755 81 845 76 [3000 ] 900 [1000 ] 42080 197 498 676 679 91 700 20 085 [500] 43 076 417 4 4074 228 29 847 [600] 451 656 667 78 734 4 5033 806 423 592 [ 500] 780 (500) 46209 813 [500J 711 814 18000) 980 07 4 7004 52 88 90 [600] 162 468 81 11000) 604 708 821 915 [500] 49 [1000] 48139 45 [1000] 95 438 41 788 960 4 9103 (8000) 12 218 20 818 61t 78 600 702 78 984 5 0103 8 818 450 609 51173 [500] 296 337 553 086 [ 5001 707 67 84 86 871 912 60 5 2091 424 627 72« 5 3 044 7 5 397 747 61 [600] 922 54106 [3000] 245 58 817 504 857 5 5009 95 166 210 824 [1000 ] 45 80 445 [500] 81 634 714 860 941 [5001 56020 449 931 57068 [1000] 316 419 34 774 5 8038 181 304 450 790 974 5 0212 305 37 429 658 65». 63 89 90 820 917 65 60544 61272 450 616 861 62388 540 [500] 56 64 87 [1000] 646 924 6 3020 [ 500] 108 204 648 66 722 15001 884 64093 385 403 18 7 8 580 625 [1000] 86 921 40 78 88 6 5488 822 975 66179 [500] 718 28 860 67178 809 48 63 85 511 811 30 952 6 8020 189 308 432 669 75 6 0096 r«nnnl 209 435 [10001 49 73 643 [600] 71 657 890 7 0129 J10152 659 909 49 72 1120126 213 419 611 12 1 043 406 1 2 2451 [8000] 81 [80001 509 [8000] 61 601 792 12309t 245 898 1 24 290 *74 76 [W00J 918 88 83 (1000] 125122 315 426 629 644 126228 63 94 648 766 829 966 1 27127 484 620 663 787 804 128086 116 [3000] 68 1600J 206 84 t 498 867 927 76 96 129416 48 [3000] Ml 02 777 844 98 934 1 3 O208 81 on 50-1 693 955 87 1 3 1 218 25 [ 8001'1 48 15001 732 [1000] M 862 132’91 SOI 609 62 728 8OT 133059 187 8M JL 78 645 709 1 3 4816 482 726 850 SIS 70 135960 201 M M 812 405 18 44 «72 7S5 300 903 1 36'283 93 41« 78 142220 fron) 'S Oft 529 (500! 03 9« 15001 814 14,-dlSl 294 46!> 560 !'ll 01'2 |3n«000) »9 702 73 15001 889 921 87 274178 403 610 322 887 Z7D858 5-13 694 716 [3000] 276239 95 »19 97 «<» 47 8» •»! 27 7198 99 613 64 778 838 87 939 2 7 83’9 498 «94 279187 208 48 815 60 901 l500[ 48 57 2^0062 683 689 99 815 98 28107» 260 99 372 4«5 618 70- (600 ) 2 8 2076 81 811 402 9 27 St l800nl6X)| 435 77 671 83 704 97 80, [5001 60 ft 10 C00. 112 u 5000, 17N ä 8000, 2596 ä 1000, 4209 1410M 28 HOOO] 03 222 81 3W 711 935 [KOj 44 4? । ä 000, [1000] 885 2 2 38’4 88 : 8000] 095 816 944 (500) 84 [3000] 204 62 90 786 2 3 0034 103 — ----- -- 53 89 482 523 18000] 074 836 68 (1000) 23 1052 129 »4 803 [1000] 76 902 2 3 2007 15 150 268 70 861 ..u 98 840 [500] 23 3074 200 76 457 641 795 [lOOOj 871 990 2 3 4009 90 284 891 647 721 96 950 2 3 5033 203 866 425 697 954 [1000] 236086 (8000) 890 «6 16001 53 824 67 2 3 7060 1 25 3-10 49 592 784 81 862 92 238021 Schreinermeister Glessen, Neuen Bäue 15. 0880 6761 I. Lokal Thees tzleischextratt. Hafermehl, Maidmehl. Kondensierte Milch. Gewürze, ganz und zerstoßen. Feinstes Oltven-Laiatöl. Essig und Essigessenz. ff. Bum, Arrac, Cognac, Fruchtsäfte, Wein u. s. w. Adler-Drogerie Seltersweg 39. Otto Schaaf. Tapisserie! Tonneusirake J jgg @ö«nettftta6e empfiehlt den Eingang ganz besonders schöner eioiir in gezeichneten und angefangenen Arbeiten, sowie aller Ärten Stoffe, Materialien und sonstiger in sein Fach einschlagender Artikel zn billigsten Preisen. Kinder-Arbeiten jeder Art, M . aller feinen Bunt» und Goldstickereien, sowie 6^5» * «y v *-jrz e#.**#A*A**»****4lA*ÄÄA Beniner Wasch- und Plättanstalt Frau Ernestine Georges, Settersweg 52, Part. Reinigung von Haus- und Hotelwäsche jeder Art bei Garantie absoluter Schonung und billigen Preisen. [08859 Seltersweg 9 Giessen Seltersweg 9 c6/. L Xmnnn Regenschirme ===== für Damen, Herren und Kinder. == Bims die Hand’ m • t Abrador Tranolm bestes Präparat ~iim EinFeffen yori 1 Schuli7eu$-macht hallbar,wasSerdichtu dauerhaft-; Usberall zu haben ! Fab/ih»/?/-. Gar! Gentner. Göppingen, Giessener Konzert-Verein. Zweites Konzert Zweiter Chor-Abend in der Turnhalle, Steinstrasse 3 am Sonntag, dem 18. November 1906, abends 51 /< Uhr präsise. Hauptprobe am Samstag, dem 17. November 1906, abends 51/* Uhr präzise. Brahms-Abend Mitwirkende: Dirigent: Herr Universitäts-Musikdirektor 6. Trautmann. Solisten: Fräulein Agnes Leydecker. Chor: Der Akademische Gesangverein. Orchester: Das Vereinsorchester, Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. tirossh. Hess.) No. 116, verstärkt durch auswärtige Kräfte. Programm a 1. Gesang der Parzen für mehrstimmigen Chor und Orchester op. 89. 2. Lieder am Klavier: a) In Waldeseinsamkeit op. 85 No. 6. b) Sapphische Ode op. 94 No. 4. e) Ständchen op. 10b No. 1 3. „Käme* für Chor und Orchester. 4. Lieder am Klavier: a) „Bitteres zu sagen, denkst Du* op. 32 No. 7. b) „Wehe, so willst Du mich wieder, hemmende Fessel, umfangen* op. 32 No'. 5. c) „Immer leiser wird mein Schlummer“ op. 105 No. 2. d) Sandmännchen (Volkslied). 5. Sclitcksalslied für Chor und Orchester op. 51. Finfritkkflrfpn I-^Htz Mk. 4.-—, II. Platz Mk. 3.50, III. Platz Mk. 2.50, unnummeriert Mk. 2.—, UlUUlllDKailLll Studentenkarten Mk. 1.— sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier (Rudolphs Nachf.), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse zu haben. — Zur Hauptprobe Mk. 1.50. Für Abonnenten im Vorverkauf Mk. 1.—, Schülerkarten 50 Pfg. Oeffnung des Saales 41/, Uhr. Gültigkeit haben blaue, rote und rot-weisse Karten, ungültig sind gelbe Karten. Das dritte Konzert (Erster Solisten-Abend) findet am 2. Dezember statt Elsa Ruegger (Cello), Florence Basaermann (Klavier). 9 O . Hervorragend preiswert. Gestrickte, wollene, geringelte Kinder-Strümpfe für das Alter von 1—2 2—3 3-4 4—5 5—6 Jahren 45 Pig; bo Pfg. 60 Pfg. 70 Ptg. 80 Pfg. 6-7 7—8 8—9 9—10 10—12 Jahren 90 Pfg. 1ÖÖ Pfg. 110 Pfg. 120 Pfg. 130 Pfg. Man verlange Rabattmarken A. Holterhoff Söhne Giessen, Seltersweg 20 o s Triumphklappsessel Plüsch- und Rohrsessel Schreibsessel Spiegel Kinderstühle Paneele, Etagöres geringster bis ZU feinster Ausführung. Rohrstühle 1/i Dutzend von 20 Mk. an. (Eigenes Fabrikat.) Soiatische Ausziehtische Lakierte Tische Kindertische Blumentische Bauerntische Stühle von Jahrelange Garantie. Ausnahmsweise sehr billige Preise. Sämtliche Reparaturen an Stühlen gut und billig. Bei Bedarf bitte mein reichhaltiges Lager zu besichtigen. 6629 P. Henkel, StuMmem 14 Sonnenstratze 14 Cafe Ebel. Donnerstag den 15. November: Aötzts Schlachtfest Von 10 Uhr ab Wellfleisch l6808 MM Metzelsnppe bei Konzert wozu freundlichst emlader F. Benz. Echte Schweizer Stickereien in größter Auswahl in prachtvollen Mustern in vorzüglichster Qualität zu billigsten Preisen empfiehlt 1171 jun. Verdingung. Die Pflaster- und Chausfierarbeiteu, sowie die Lieferung bon Grnndban-, Deck- und Pflastersteinen für den Ausbau der Scholtstraße zwischen der Steinstraße und der nächsten nördlichen Parallelstraße sollen Montag, den 19. Nov. d. I., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. B1’/11 Tie Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststnnden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprender Aufschrift versehen an uns eiiuureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 10. November 1906. Städt. Tiefbauamt Braubach. Wichtig für Damen I Herculesa - Baleine - Corsets , die elegantesten, sebmieesnmsten und dauerhaftesten der Welt, sind alle init diesem Namen gestempelt. Achten Sie ün Interesse Ihrer Gesundheit unbedingt hierauf! _________________SS9/l0 Robert AI I Giessen * Neustadt 23 B empfiehlt zu billigsten Preisen B bei guten Qualitäten: Jagdwesten I (gewebte und gestrickte) Jacken Jägerhemden Kormalhemden Fianellhemden | für Männer und Frauen Eautjacken für Männer und Frauen ® Unterhosen für Männer und Frauen Leibhöschen für Kinder Handschuhe lännerstriimpfe krauensirurnpfe | Kinderstrümpfe l Socken EemdenUanelie | Strickwolle tiameschen §| wgeg«ra Monatsraten von 2 Goerz Trieder-Binocles, Operngläser, Feldstecher aus Elberfeld. 3 Damen 3 Herren C"/" Praktisch, billig, bequem sind - Krawatten Hemden Serviteurs Kragen Taschentücher -A. Waag- Seltersweg 60. & p Gießen und Umgegend. Gute reelle Waren. 6796 Ohne wettere Zutat Prompte Lieferung zugefichert Hochachtungsvoll Jean Baum Dammstraße 42. Auf Kredit und gegen Bar Möbel, Betten Herren-, Damen- u. Kinder- Konfektion Spielend leichte Abzahlung J. Jttmann Glessen, Plockstr. 14—16 Preisbach No. <04 mit vielen Abbildungen auf Verlangen gratis und frei. Postkarte genügt. Bial & Freund in Breslau II. Musikwerke selbstsplo- lende, sowie Dreh- Instrumente mitMctall- noten. ^Automaten, Alke an Grammophone garantiert echt, mit Hartgummi-Platten. Päooographen P S Versteigerung eines Geschäftshauses. SamStag, 17. November 06, nachm. 2 Uhr wird in Grünberg das zur Konkursmasse des Ludwig Steiu II. gehörende Geschäftshaus, Grünberg, Marktplatz, öffentlich meistbietend zum zweitenmal versteigert. Die Versteigerung wird genehmigt werden, auch wenn die Schätzung (31,000 Mk.) nicht erreicht wird, vorausgesetzt, daß gesetzliche Hindernisse nicht ent=> gegcnstehen. Nähere Auskunft un Grüuberg, sowie von dem Konkursverwalter Rechtsanwalt Ohnacker in Butzbach. (6776 GchWstsmkin Girßk«. Die ordentliche Generalversammlung findet statt Mittmoch, 28* November 1906, nachm. 6 Uhr v"/„ Gebhardt. FttidkM-NkttinigW Gikßc«. Montag, den 19. November 1906, abends 9 Uhr pünktlich im Cafs Leib (Gießener Feftsaal) Oefflentl. Wortrag1 des Herrn Dr. Bruno Wille auS Berlin über: „Was ist Leben, was ist Tod“ Eintritt für Nichtmitglieder 20 Pfg. pro Person. Karten sind im Vorverkauf bei Herrn Buchhändler Schneider, Neuen Bäue 3, zu haben. 08485 Normal-Hemden Unterjacken Unterhosen Strümpfe gestrickte Westen Schulterkragen Handschuhe Shiipse Herrenwäsche empfiehlt billigst (Cie/U Julius Schulze Kreuzplatx. Neues vorzügliches Personal! Amüsantes Programm! in Würfeln zu 10 Pig. für 2 Teuer Suppe. nur mit Wasser tn wenigen Minuten zuzubereiten. Angelegentlichst en,von ßggpg Früllkfltttek Stk. 8. ---Die so beliebten ==a echten Nürnberger Lebkuchen ans der ältesten Lebküchnerei von Georg Gocß-Nüruberg empfehlen zu den billigsten Preisen Gebrüder Adami MäuSburg 14. [6724 ISum jBinhorn. Dienstag den 13. und Mittwoch den 14. November: Humoristische Konzerte des bestens bekannten Barietee-Ensemble 08420 „Brnst Berg-haus“ y Der Stadt- und Landauflage unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt dec Maggi-Gesellschaft bei. cia/u Nicht die „ebensoguten“ Fabrikate kaust man für die Küche und für die Ernähruna der Kinder, sondern nur die echten, aus welche man sich verlassen kann. So backt man die Kuchen stets mit Dr. OetkerS Backpulver ä 10 Pig. (3 St. 25 Pig.) Zu Milchspeisen verwendet man nur Dr. OetkerS Pudding-Pulver ä 10 Pfg. (3 St. 25 Pfg.) weil sie sehr ncchrhait sind. [nge/„ Emma Seilheim BiSmarckstraße 88, Gieße» ÄerkausSstelle des so beliebten und ärztlich empfohlenen Kamerun-Kakao Marke „Bibuudi" garantiert rein und ungemischt, sehr ergiebig und nahrhaft, per Pfuuddöse Mk. 1,70 „ Psuudbeutel „ 1,60. ff. Eh-Schokolade Marke „Bibuudi" rein Kakao und Zucker von vorzüglichem Geschmack per Pfund (5 Tafeln) Mk. 1,85. Hält ferner bestens empfohlen: la. Hnes. uni) Ceylon-Tees per Psd.Mk. 1,60, 1,80, 2,—, 2,40, 3,-, 8,80, 4,80, 5,-. in V, Pfund-Packung. (6002 E. Walthers Fichtennadelbonbons haben.siok Husten lind Heisertdt glänzend bewährt ä 30 u. 50PL bei: Gustav Walter. Mäusburg. Photog. Apparate nur Marken wie Goerz- Anschütz, Hüttig etc. eowie alle Utensilien zu massigsten Preisen. Daitaliaiislall Edelweiss Gegr. 1898 Friedrich Wörner Krofdorfer Straste 12 ^Reinigung non -90115= uni HstMüsche jeder Art unter Garantie absoluter Schonung. 6571 Spezialität: Feine Damen- und Herrenwäsche. Nenpkätteret. Abholen und Rücklieferung durch eigenes Fuhrwerk. Geschäfts-Eröffnung- Mit dem Heutigen habe ich in der Dammstrasse 48 eine Brot- und Feinbäckerei eröffnet und ernpfehle mich einer verehrten Einwohnerschaft von Zithern aller Arten, I Saiteninstrumente. Violinen Mandolinen, Guitarren. Harmonikas I