Erstes Blatt Montag 14. Mai 1906 156. Jahrgang GietzenerAnzeiger M General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Vczu g»pret», monatlich 7b Ps., viertel» jährlich Mk. 2.20; durch Adholc- u. Zweigstellen monatlich 05 Pf.; durch diePost Mk. 2.—viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer biS vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12Pf, außwärtS 20 Pfg. Verantwortlich für den oollt. und allgem. Teil: P. Wittko; für ^Stadl und Land' und ,®end)t6{aa(*: Ernst pest, für den An- zetgenleil: HanS Be^. Nr. 112 Erscheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessische« Landwirt die Gießener Kamillen« blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh Achen Unwers.-Buch-u.Stem- druckeret. R. Lange. Redaktion, Ervedtttoa und Druckerei: Echnlstraße 7. Redaktion 112 Verlag u.Exped.e^bl Adresse für Depeschen: Anzeiger «festen. Are heutige Kummer umfaßt 10 Setten. Amtticher Teil. Gießen, den 10. Mai 1906. Betr.: Landwirtschaftliche Bodennutzung im Jahre 1906. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Wie in früheren Jahren sollen auch in diesem Jahre Erhebungen in rubr. Betreff unter Benützung des Ihnen in den nächsten Tagen zugehenden Formulars im Monat Juni I. I. erfolgen. Unter Hinweis auf unser Ausschreiben vom 16. Mai 1901 Kreisblatt Nr. 116 entpfehlen wir Ihnen deshalb, die erforderlichen Erhebungen demnächst vorzunehmen und uns ein Exemplar des auSgefüllten Formulars 2 a bis späte stenS Ende Juni vorzulegen. Das zweite Exemplar ist für Ihre Akten bestimmt. Formular 2 a unterscheidet sich von dem seither im Gebrauch gewesenen Formular dadurch, daß gemäß Beschlusses des Bundesrats vom 11. Mai 1904 der Anbaufläche des Winterspelzes auch die Fläche von Winterspelz mit Beimischung von Roggen oder Weizen, der Kleefläche auch die Fläche von Klee mit Beimischung von Gräsern zuzurechnen und daß die Fläche der Wiesen nach Bewässerungswiesen und anderen Wiesen gesondert anzugeben ist. Durch Formular 2 b sind Nachweise über die Ernte an Wein, über den Obstbau und die Obstnutzung im laufenden Jahre, sowie über die Hagel- und anderen Feldschäden zu erbringen. Als Zeitpunkt für die Einsendung dieses Formulars an uns ist der 16. November bestimmt. Auch hier verbleibt ein Exemplar als Konzept bei Ihren Akten. I. 23.: Dr. Merck. Kekanittmachung. In dem Verfahren zur Anlegung des Grundbuches und deS Berggrundbuches für die Gemarkung Climbach beginnt die Anmeldungsfrist am 20. Mai 1906 und endigt am 19. August 1906. Die Vorschriften darüber, was seitens der Beteiligten während der Anmeldungsfrist zu geschehen hat, können auf der Amtsstube des Großh. OrtKgerichtsoorstehers zu Climbach und auS dem Anschlag an der dortigen Ortstafel ersehen werden. Gießen, den 12. Mai 1906. __Großherzogliches Amtsgericht._____________ Bekanntmachung. Der Handelsmann Abraham Marx in Beerfelden hat von dem heutigem Viehmarkt eine ihm nicht gehörige gelbbraune Kuh mit weißen Flecken und gedrehten Hörnern mitgenommen. Der unbekannte Eigentümer wolle sich mit Marx wegen Wiederlangung seines Eigentums in Verbindung setzen. Hanau, den 9. Mai 1906. Der Magistrat. ____________ I. A.: Dr. Koppen. politische Wochenschau. Gießen, 13. Mai. Die Erörterungen über die Darmstädter Wahl gehen in der gesamten deutschen Presse munter weiter, gleich als ob nicht int deutschen Reichstag sowohl, wie auf dem großen politischen Welttheaier Entscycidungen gefallen wären, die für die Lebensinteresscu des deutjcheii Volkes ungleich wiästiger find, als die lheorelischeit Erörterungen über eine lokale politische Erscheinung, bereit Ausgang zudem nickt mehr zu ändern ist. Wir haben keinen Zweifel darüber gelassen, daß wir einen änderen Ausgang des Stichwahlenlscix'ibs und eine andere Entscheidung der Leitung der Darmstädter bereinigten Liberalen lieber gesehen hätten. Wenn dem Korell'fchen Wahlausschuß, ivas ja von außen schwer zu beurteilen ist, ein direktes Eintreteit für den bürgerlichen Ltichwahlkandibaten wegen mancher Epifoden des Wah- kampses unmöglich erschien, w'äre nach unierer 9Jieinung Wahl- eitthaltung oder Freigabe der Abstimmung das richtigere gewefen. Nachdem aber die Entscheidung gefallen ist, follte man jetzt die Sache auf jich beruhen lassen und lieber darauf denken, daß im Interesse des (Vesamtliberalismus der Riß in dem Bürgertum nicht künstlich breiter gemacht wird, sondern möglichst bald geschlossen wird. Das ist um so leichter möglich, als es sich m Darmstadt in der Tat um eine lokale Einzelerscheinung handelt, wie u □ neuerdings wieder durch nachstehende Auslastung des Darmstädter Organs der freisinnigen Partei, der „Darmst. Derkehrsztg.", bewiesen wird. . Wir wollen ausdrücklich festltellen, daß die D a r m st a d t e r vereinigten Liberalen die volle Verantwortung für ihre Stichwahlparole allein tragen, daß also keine Parteizentrale, auch nickt bic freisinnige Verewigung, in irgend einer Weise dafür veraiitwvrtlich gemacht werden kann. Der Darmstädter ftexjmmge 25erem und ebenso der hessische Landesverein ist völlig unabhängig von irgend loelchcr Berliner ober sonstigen Parteizentrale. Die Reichstagsverhandlungen gehen in beschleunigtem Tempo weiter, denn unsere wackeren Polksvertreter wollen spätestens am Himmelfahrtstage Schluß macken. In der vergangenen Woche ist es auck zu keiner bemerkenswerten Episode gekommen, denn die Beschlüse des Reicksparlaments zu den Steuer gesehen ergaben durchweg Beitritt zu den Kvm Missionsbeschlüssen. Auch die Entscheidung über die nach,, jahrzehntelangen Bemühungen endlich unter Dach gebrachte Diätenvorlage bedeutet keine Ueberraschung mehr, der Reichstag stimmte den 5Äschlüsfen seiner Kommission zu und auch die Regierung wird schließlich zu den beschloßenen Wanderungen ja und Amen sagen, Hoffentlich bringen die Diäten einen besseren Besuch des Hauses und tragen dadurch dazu bei, die Beschlüsse und das Ansehen unseres ReichSparlaments zu fordern. Fm Vordergründe des Interesses steht gegenwärtig bte 9t c 11 c unseres Kaisers nach Wien zum Besuche seines treuen Bundesgenossen, und man ist doch wohl zu der Annahme berechtigt, daß diese Entrevue eine ganz andere politische Bedeutung- hat, als die früheren Zusammenkünfte der beiden Dionarchen. Trotzdem aber möchten wir hier auf einen Vorfall Hinweisen, der in Deutschland ziemlich unbekannt sein dürste. ES war bei einem Besuche, den Kaiser Wilhelm dem Wiener Hose in den 90 er Jahren abftattete. Nach beendeter Dostafel zogen sich die beiden Majestäten mit einigen Erzherzögen zurück und blieben bis gegen Mitternacht zusammen. Weil aber damals die Beziehungen zivischen Rußland und den beiden mitteleuropäischen Kaisermäckten nicht gerade die besten waren, so erging sich die gesamte Wiener Presse nachher in allerlei Andeutungen und Mutmaßungen über weittragende Beschlüsse, die bei dieser zeugenlosen Unterhaltung gefaßt worden fein sollten. Mehrere Jahre spater machte sich dann ein Erzherzog, der an dem betreffenden Abende dabei gewesen war, bei einem Manöver im Kreise seines Stabes über die damaligen Leitartikel der Wiener Blätter lustig, indem er erzählte, daß von Politik überhaupt keine Rede war, sondern daß sich die hohen Herrschaften bei jenem geheimnisvollen Beisammensein zuerst mit — Kartenspielen vergnügten und hierauf die Kartenkunststücke bewunderten, die Kaiser Wilhelm mit großer Virtuosität zum besten gab. In Petersburg ist die R e i ch s d u m a jetzt glücklich eröffnet und cs muß sich nun bald zeigen, ob die russische Volksvertretung in ihrer gegenroärtigen Form wirklich imstande ist, mit dem Zaren zusammen bas Land zu pacisizieren und aus eine neue, lebensfähige Basis zu stellen. Die Freunde historischer Parallelen werden nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, daß die auch erst im letzten ■Moment erfolgte Einberufung der Duma einen Vergleich mit der französischen großen Revolution geradezu herausfordert, und daß damals die zu spät erfolgte Bewilligung der Konstitution nicht mehr imstande war, den im Rollen begriffenen Stein aufzuhalten. Noch manche andere Aehnlichkcit ließe sich seststellen, so z. B. Witte's Sturz, aber ein gewaltiger Unterschied ist doch auch vorhanden: Die Revolution in Frank- reich hatte hauptsächlich Paris zum Schauplatz, aber in Rußland beiinbet sich nicht nur in jeder einzelnen größeren Stadt ein RevolutümSherb, sonbern, was noch viel fürchterlicher ist, eine allgemeine bewaffnete Erhebung der gesamten Bauernschaft des Moskowi tischen Ricsenreiches steht drohend vor der Türe. Wahrlich eine ungemütliche Situation für die russischen Gesetzesmacher! v , In Frankreich, wo man dem änderten Rußland gegenüber stets der gebende Teil war und sich erst kürzlich wieder ungezählte Millionen abpumpen ließ, können bic Behörben nun zum llebcrslusse noch Jagd macken auf bie russischen Verschwörer, bic den Boden des lebenslustigen Paris mit Minengängen unterminieren und gleich einen halben Stadtteil in die Luft sprengen wollten, bloß um den russischen Bolsckwster und ein paar unbedeutende grvßsürstliche Bonvivants aus ocr Welt zu sckaffcn. Als ob der Boden der ftanzösischen Republik nickt ohnehin schon unterwühlt genug wäre! Das könnte den Franzosen gerade noch fehlen, daß ihre einheimischen Sozialisten, die sich gerade genug Gewalt hier angemaßt haben, auch nock Succurs aus Rußland erhielten! Mer auch bei unserem wankelmütigen Bundesbruder sieht es zu Hause recht traurig aus, und man follte meinen, daß es angesichts solcher Verhältnisse in Italien nicht allzu viel Lust zu Extravaganzen geben könnte. Der vorläufige Schluß der Mailänder Ausstellung bedeutet für das gewiß nickt reiche Land einen empfindlichen Verlust, und der Generalstreik, der die Schließung veranlaßt hat, wird anck nicht gerade zur Wohlfahrt der apenninischen Halbinsel beitragen, wenn auck keine Aussicht vorhanden ist, daß er gelingen wird. Dazu das namenlofc Elend, welches die verheerenden Naturereignisse in Süditalien hervorgebracht haben, und was das Schlimmste ist, die Unfähigkeit des größten Teiles des Volkes zu ernlter, rastloser Arbeit, die allen Schaden in wirtschaftlicljer Beziehung wieder gut zu machen imstande wäre! Auck die Kriegsmarine befindet sich bekanntlick in einem desolaten Zustande. Eigentlich war das aber immer so, denn die Italiener sind kein kriegerischer Volksstamm und ohne die Hilse Preußens und Frankreichs .gäbe es lieber noch heute kein geeinigtes Königreich 3tat$er englisch-türkische Konflikt steht noch immer auf dem toten Punkte, hat aber insofern eine Verschärfung erfahren, als die militärischen Vorbereitungen rastlos sortgesetzt werden England konzentriert seine Mittelmeerslotte m den griechischen Gewässern und zieht auch sein atlantisches Geschwader heran Tic Türkei dagegen schickt ununterbrochen von Syrien aus aus dem Landwege alle disponiblen Streitkräfte nach der Sinaihalbinfel. Allerdings ist eine alte Gepflogenheit des Sultans, bei Streitigkeiten mit einer Großmacht erst dann nachzugeben, wenn ihm das Messer an der Kehle sitzt, auch jetzt wieder in Erscheinung getreten, aber der Rückzug i,t diesmal besonders zögernd und es ist nicht unmöglich, daß der e-ultan durch die in der muhammedaniselxm Welt herrschende Erregung gezwungen wird, den gerade vor dem Ablauf der von England gestellten Frist begonnenen Rückzug einzustellen. Dann wäre der kriegerische Konflikt da, denn für England handelt es fick faktisch nicht uni den Besitz der Sanddunen auf der Sinailjalbimel, ion- dern um die Sicherung deS Seewegs nach Indien. Aus dem Keichstag. H. Berlin, 12. Mai. Wenn man aus dem schwachbesetzten Hause am heutigen Samstag auf irie in Behandlung stehende Vorlage schließen wollte, so müßte man annehmen, daß die Tagesordnung ein herzlich uninteressantes Thema enthalte. Und doch waren xxt zweiter Lesung die Diäten zu erledigen, eine Sache also, welche bie Herren Reichsboten selber angeht'. Die Kommission hatte die vom Bundesrat genehmigte Fassung des Gesetzentwurfes einer weitgehenden Umarbei- htng unterzogen und dem Zentrumsmann Gröber fiel die Aufgabe zu, das zu rechtfertigen. Er hielt eine lange, wohlgesetzte Rede, und Graf Hompesch, als Wortführer des Zentrums, verlas eine Lustimmenbe Erklärung seiner Partei. Natürlich zeigten sich die Herren am Bundesrats- ti che mit den Kommissionsbeschlüssen nicht gleich einverstanden, aber es siel ihnen doch nicht ein, aus der Diätenvorlage einen Konfliktsstoff za machen, wie vorgestern em hiesiges Blatt drohend amimbigte. Wohl sprach Graf P o s a- dowsky dagegen, ober seine Rede klang wie der Ausdruck einer müden Resignation, garniert mit verschiedenen Wenn und Mer. Noch cutige Abgeordnete sahen sich veranlaßt, ihr volles Einverständnis mit der Kommissionsfassung zu beteuern, unter ihnen sogar Singer, der sich schmunzelnd denken mochte: Na, wenn schon, denn schon! Er meinte: Mit der Streichung der Aenderung des Art. 28 fallen unsere prinzipiellen Bedenken gegen bic Vorlage fort. Schließlich wurde denn auch die Vorlage genau in der Kommissionsfassung mit starker Majorität angenommen, nur die Rechte stimmte dagegen. Ferner sollen nach einer vom hohen Hause akzeptierten Resolution von der nächsten Session ab nur 4 Sitzungstage in der Woche, Dienstag bis Freitag abgehallen werden. Um 6i/8 Uhr vertagte man sich bann auf Montag, wo bic Novellen zum Börsengesetz, Vogel- schuygesctzt usw. auf der Tagesordnung stehen. Deutscher Reichstag. 101, Sitzung vorn 12. Mai 1906. Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Beratung der Diäten-Vorlage. g 1 der Regierungsvorlage verzichtet auf die Bescklußfälstg- keit des Hauses bei Beschlußfassungen über den Gesckwstsgang. Dieser Paragraph wird von der Kömmisision abgelehnt. Abg. Gras Hompesch (Ztr.) stimmt namend des Zentrums der Vorlage zu. Staatssekretär Graf Pvsadowsky erklärt, die Minderung deS 8 28 der Verfassung sei nicht aus politisckien Gründen sondern zur Beschleunigung der Geschäfte gesäjehcn, falls die Mgcordntten einmal m nicht beschlußfähiger Zahl im Hause seien. Mg. Arendt (Rp.) stimmt der Vorlage zu. Abg. Singer (Soz.) erklärt, das Gesetz sei für feine Partei unannehmbar, nxmt § 1 angenommen werde. Mg. Bassermann (nl.) stimmt für die Kommissionsfassung, ebenso Abg. Staudy (kons.). Abg. Müll er-Sagau (fr. Vp.) erklärt sich im Ganzen für die Vorlage, behält sich aber die Entschließung im Einzelnen vor. Abg. Graf Bernstorfs (deutsch. Hann.) erklärt, für Abänderung deS § 28, aber gegen die Diäten stimmen zu wollen. Ziffer l des 8 l wird mit großer Mehrheit abgelehnt, Ziffer 2 und daun der ganze Entwurf betreffend die Abänderung des 8 32 derVersassun gaugenommen. Das Haus tritt barm in bie Beratung des Entwurfs betr. die Entschädigung an Mitglieder des Hauses ein. Präsident Graf 58 a lieft rem gibt bekannt, daß ein Antrag Spahn eingegangen sei, wonach im Gesetz freie Fahrt auch gewährt werden soll während der Vertagungen des Hauses, nicht aber während bet Vertagungen ar-i tlftund kaiserlicher Anordnung. Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, die verbündeten Regierungen seien der Ansicht, es genüge, wenn die Abgeotd- iic'ten freie Fahrt von ihrem Wohnort nach 58erlin haben und bittet dringend, der Regierungs-Vorlage zuzustimmen. Abg. v. Richt Hof en (kons.) erklärt, feine Parteifreunde würden an der Wstimmung teilnetzmen, trossbent sie der Vorlage im Ganzen nicht zustimmen könnten. Mg. Sing er (Soz.) erklärt sich mit der Kammissionsvorlage ettroerftanben. § 1 b, der eine Pauschalsumme von 3000 Mark festsetzt, wird mit großer Mehrheil angenommen, ferner ohne Erörterung die §§ 2 und 3 in der Kvmmissionsfaffung. § 4, der die Kontroll - beftimmungen für die Abgeordneten enthält, ebenso § 4 a, der dem Präsidenten die nähere Bestimmung über die Anwesenheitsliste überläßt, wirb gegen die Stimmen der Linken unverändert angenommen, ebenso § 5, der die Doppelmandote behandelt, nachdem in länget er Debatte über einen Antrag Arendt verhandelt wurde, der die Wiederherstellung der Beschlüsse der ersten Lesung forderte. Auf Antrag des Abg. Spahn Cßtr.) wird ein 8 5 a eingeschaltet: Der Reichstag gilt int Sinne bieses Gesetzes nicht als versammelt, wenn er gemäß Artikel 12 der Reichsversassung vertagt ist". Der Rest der Vorlage wird unverändert angenommen, desgleichen eine Resolution auf Freilassung der Samstage und Montage von Sitzungen. Drontag 1 Uhr: Novelle zum NeichSstempelgesetz, Entwurf betreffend Reichskassensckeinc, Mantelgesetz zu den Steuer-Vor- lagen. Mußland. Petersburg, 12. Mai. Wie von informierter Seite verlautet, hat der Zar dem Fürsten Goremykin gegenüber sich dahin ausgesprochen, ec wünsche liberale Reformen, dagegen die Anwendung von Repressalien nur in Fällen dringender Notwendigkeit. Bon anderer Seite wird berichtet, daß Goremykin der Duma gegenüber eine Ver- s chleppungS-Politik betreiben will, um bie Reformen und in erster Linie die Amnestie möglichst lange hinaus, zuschieben. — Goremykin teilt einem ausländischen Korrespondenten mit, daß er sich für eine Amnestie verwenden werde. Die Audienz des Dumapräsidenten Muromzew beim Kaifer dauerte eine halbe Stunde. Muromzew trug die Ueberzeugung davon, daß inan in hohen Kreisen vollkommen die Stimmung dec russischen Gesellschaft und dec Duma- mitglieder kenne und daß man bereit sei, ihr volle Befriedigung zu gewähren. Unter den zahlreichen der Duma zugegangenen Glückwünschen befindet sich auch ein Telegramm des Fürsten von Montenegro. Duma. Sead) Eröffnung der Sitzung teilte der Präsident mit, daß unter anderen Begrüßungen auch Telegramme von den Insassen v er s ch i e d e n e r Ge s an g n i, f e, ,o aus Tschfta und Kargopol, eingelausen seien. Diese Mitteilung,nmrde beifällig ausgenommen. Die Telegramme gelangten auf Verlangen unter erneutem anhaltendem Befalle zur Verlesung. Tie ganze Versammlung mit Ausnahme einiger Mitglieder, der Rechten erhob sick unter dem Rufe: 'Amnestie! Amnestie!, während der Mifall Tort bauerte. Das Haus stimmte dem Anträge zweier Mitglieder der Linken zu, den Gefangenen im Namen der Duma zu danken. Zum Sekretär ivurbe Fürst Schach o w s k i mit 380 Stimmen gewählt. Die Wahl seiner fünf Gehilfen erfolgte einstimmig. Zu den der Wahl vorangegangen.-n Debatten über den Wahlmoous, den einige Redner ucr einfacht wünsckten, damit man schneller zu den aktuellen Fragen übergehen könne, bemerkte ein Redner, er mache der Duma den Vorwurf. . . Der Präsident unterbricht den Redner und erteilt ihm einen Ordnungsruf mit dem Hinweise, dass ein derartiger Ausdruck nickt gebraucht werden dürste: denn die Autorität der Duma stehe höher als jede andere Autorität. Ein Beifallssturm folgte den Worten des Präsidenten. Auf Vorschlag des Präsidenten bc-schloß das Haus, den in den Ärigen Parlamenten üblichen Wahlnwdus einzuführen. Im Verlauf der Sitzung verlas der Präsident ein Begriiß- ungstelegramm des finländischcn Landtags. Tie Versamrnlung nahm dasselbe mit Beifall aus und beauftragte den Präsidenten, dem Landtage ihren Dank auszusprechen. — Hierauf wurde zur Bildung des Bureaus geschritten. Zu Vizepräsidenten wurden Fürst Peter Dolgorukow mit 382 und Professor Ercdeskul- Ebarkow mit 372 v""r 429 abgegebenen Stimmen gewählt. Gegen Schluß der Sitzung stellte der Präsident den Antrag Nodit- schew zur Diskussion, eine Adresse an den Kaiser zu richten als Antwort auf die Thronrede, und behufs Redigierung der yldresse eine Kommission von 33 Mitgliedern zu ernennen. Die Adresse soll eine Erklärung enthalten, daß die Gewährung der allgemeinen Amnestie absolut notwendig sei. Die Duma beschloß die Dringlichkeit für den Antrag Rvditschew und trat nach Ablehnung eines Antrages auf Vertagung sofort in die Beratung der Adresse ein. Nachdem Roditlckew in einer zündenden Rede die Notwendigkeit der sofortigen allgemeinen Amnestie dargelegt hatte, ergriffen noch die bäuerlichen Abgeordneten Anikin, Aladvn, und andere das Wort und führten eine heftige Sprache. Anikin führte aus, die erste Pflicht der Duma sei, für alle politischen Gefangenen von der Regierung sofortige Amnestie zu verlangen. Sollte diese Forderung des Volkes unberücksichtigt bleiben, werde das Volk die Gefangenen selbst befreien und dann werde eine Revolution in ganz Rußland auNbrechen. Er hoffe, daß die Regierung cs nicht darauf an kommen lasser,, noch rechtzeitig zur Vernunft kommen und die Forderungen der Volksvertretung von sich aus erfüllen werde. Darauf wurde beschlossen, die Antwort- Adresse einer Kommission von 33 Mitgliedern zu überweisen. Die heutige Sitzung wurde um 3 Uhr nachmittags eröffnet. Es lagen zwei Anträge vor, nach denen die Duma unverzüglich an den Käfter die telegraphische Bitte um Erlaß einer Amnestie richten solle, vor deren Gewährung die Duma nicht zur Arbeit schreiten könne. Für diese Anträge wurde die Dringlichkeit beantragt. Der Vizepräsident Gredeskuhl und ein anderer Redner sprachen sich gegen die Dringlichkeit aus Die Situation sei zugespitzt und könne einen Konflikt Hervorrufen. Graf H e h d e n mahnte bei der Wahrung der eigenen Rechte auf das Prärogative anderer zu achten. Für die Dringlichkeit trat der Moskauer Arbeiterabgeordnctc Saweljew ein, der einen blutigen Konflikt voraussah, der morgen beginnen könne. Die Duma verwarf darauf die Dringlichkeit. Sodann wurde die Wahl einer Kommission von 33 Mitgliedern zum Entwurf einer Adresse auf die Thronrede vorgenommen. Die Grundgesetze des Reiches werden durch einen kaiserlichen Ukas sanktioniert, in welchem zunächst an die Manifeste vom 30. Oktober vorigen und 5. März dieses Jahres erinnert und hinzugefügt 'wird, daß der Kaiser, um die Grundlagen der neuen nationalen Organisation zu festigen, angeordnet habe, daß die die Grundgesetze des Reiches bildenden Bestimmungen, deren Abänderung nur durch die Initiative des Kaisers möglich fei, in ein einziges Ganzes zusammengefaßt und durch Reglements vervollständigt werden, durch welche in schärferer Weise die Grenze gezogen wird zwischen der dem Kaiser zustehenden unteilbaren Gewalt der höchsten nationalen Verwaltung und den Befugnissen der gesetzgebenden Körperschaften. Zum gestrigen Rout in der S t a d t d u m a zu Ehren der Abgeordneten der Reichsduma und der Mitglieder des Reichsrates erschienen nur etwa 40 Abgeordnete. Die konstitutionell-demokratische Partei sandte dem Stadthaupte eine Absage, weil auch die ernannten Mitglieder des Reichsrates geladen wurden, welche keine Volksvertreter wären. Außerdem sei in der Zeit der Arbeitslosigkeit und des Hungers keine Zeit für Bankette, auch repräsentiere die Stadtduma nicht die Bevölkerung. Eine gleiche Erklärung sandten die bäuerlichen Abgeordneten. Als die wenigen erschienenen Gäste um Mitternacht die Stadtduma verließen, zog eine Volksmenge, zu welcher die Kunde gedrungen war, daß die Reichsduma di: Frage der Amnestie erörterte, unter Absingen der Marseillaise über den Newski- Prospekt. Der bisherige Gesandte in Kopenhagen, Kammerherr v. Iswolsky, ist zum Mini st er des Auswärtigen ernannt worden. Graf Lamsdorff ist seiner Stellung enthoben und zum Mitglied des Reichsrates ernannt worden. Der Staatsanwalt und der Untersuchungsrichter begaben sich heute in das Bankgebäude des Credit Lyonnais behufs Feststellung des Inhaltes der von Gapon deponierten Kassette. Man fand in derselben die Summe von 14500 Rubel in russischen Staatspapieren und 14 000 Francs in französischen Banknoten. Tie Feststellung des Protokolls wurde unterzeichnet von den anwesenden Justizbeamten und einem Vertreter der Bank. Mchtsanwalt Mar- goline war eingeladen, der Feststellung beizuwohnen. Die Arbeiter des Petersburger Zentralwasserwerkes traten heute in den Aus stand, dem sich die Arbeiter der Stationen in den Stadtteilen Wassiljewski- Ostrow und Alt-Petersburg anschlossen. Die Stationen sind durch Truppen umstellt worden. Die Arbeiter beschlossen, die Arbeit nicht eher wieder aufzunebmen, als bis ihre Forderungen bewilligt seien. Die Verwaltung teilt mit, daß sämtliche Arbeiter entlassen sind. Warschau, 13. Mai. Der Belagerungszustand für Russisch-Polen ist wieder verhängt worden. Man erwartet die nächste Woche eine weitere Ausdehnung des Streiks. Augenblicklich befinden sich die Schneider, Schuhmacher, Lederarbeiter, Zimmerer, Maurer, Anstreicher und städtischen Arbeiter im Ausstand. Die Behörden in Polen haben Befehl gegeben, alle Gefangenen, welche nur wegen geriugerVergeheu verhaftet worden sind, in Freiheit zu setzen. politische Tagesschau. Die Bierverteuerung. Die Abwälzung der Biersteuererhöhung auf da§ Publikum durch eine Erhöhung der Bierpreise ist schon jetzt beschlossene Sache. Da sieht man wieder, was es mit der bequemen Beruhigung bei solchen Steuern auf sich hat, die „kleine Differenz* werde von den Herstellern willig getragen werden und den Verbrauchern sich nicht fühlbar machen. Sogar die Berliner Weißbierbrauereien nehmen die Gelegenheit wahr, die Preise zu erhöhen. Aber das geht denn doch über den Spaß, daß Brauereien ungefähr eine Mark Steuer — bei den allergrößten Betrieben — sich mit 2 Mk. bis 2.50 Mk. auf den Hektoliter von den Biertrinkern zurückzahlen lasten wollen! Auf den Reichstag macht die Ankündigung schwerlich Eindruck. Tie Steuer steht fest. Das Publikum wird sich gegen den Plan einer Abwälzung mit 100 Prozent Ertra-Zuschlag zur Wehr setzen. Die „Rational- ztg." empstehlt, daß bei einem derartigen Beschluß der Groß- brauercien die Wirte einen Aufruf an die Mittelbetriebe zur Verständigung über eine gemeinsame Aktion ertasten sollten. Die „Dtsch. TageSztg." nimmt an,. daß die kleinen Landbrauereien, die vielfach durch die großstädtische Konkurrenz verdrängt wurden, infolge der Steuerstaffelung die Absatzgebiete zum Teil wieder gewinnen. Auch wir bezweifeln nicht, daß dies der Fall sein wird. In Berlin soll demnächst das Problem gelöst werden, ob durch kleinere Gefäße oder Preiserhöhungen die Steuer einzubringen ist. Wahrscheinlich, so meint die „Vost. Ztg.", wird das erstere von der Mehrzahl der Wirte als Aushifsmittel beliebt werden. Ganz schön ausgedacht — nur „beliebt" das Publikum derartige Maß-Verkürzungen nicht. Der Geschmack des Publikums ist wandelbar und recht sehr von ftnanziellen Erwägungen beeinflußt. Wenn also die Großbetriebe den Bogen überspannen und gleich das Doppelte der Steuererhöhung den Wirten und dadurch den Biertrinkern auferlegen, so dürsten sie die alte Erfahrung von der raschen Veränderlichkeit der Volksgunst machen. Die kleinen und mittleren Brauereien würden die lachenden Erben sein. Es fragt sich, ob selbst eine Abwälzung der Brausteuererhöhung im Umfang des wirklichen Betrages gerechtfertigt fein wurde. Die Großbrauereien haben fast ohne Ausnahme glänzende Gewinne aufzuweisen. Daher wäre es der Billigkeit entsprechend, die Mehrbelastung nicht der Kundschaft allein aufzuhalsen. Die Geduld des Publikums ist ohnedies durch so manche andere Abwälzung auf harte Proben gestellt. Sitzung des Provinzial-Ausschusses. Gießen, 12. Mai. Der Klage des Ortsarmenverbandes Offenbach a. M. gegen den Ortsarmenverband Butzbach wegen Unterstützung des Karl Lippert von Ossenbach liegt folgender Tatbestand zugrunde: Die Familie des Lippert mußte zweimal von dem Ortsarmenverband Offenbach unterstützt werden. Da Lippert noch den Unterstützungswohnsitz in Butzbach besaß, seine Hilfsbedürftigkeit auch nur als vorübergehend zu betrachten war, verlangte der Ortsarmenverband Offenbach von dem Ortsarmenverband Butzbach Rückersatz des Restes der für Lippert gemachten Aufwendungen, die dieser zum Teil schon ratenweise getilgt hatte. Butzbach verweigerte die Zahlung mit der Begründung, daß es die Armenverwaltung Offenbach ersucht habe, die Familie Lippert nach Butzbach zu überweisen, was nicht geschehen sei. Offenback) bestritt dies nicht, stellte aber fest, daß die Aufforderung erst zu einer Zeit eingegangen sei, zu der die Hilfsbedürftigkeit längst behoben war, abgesehen von der Frage, ob eine Ueberweisung überhaupt zulässig sei. Nachdem der Provinzialausschuß in seiner heutigen Sitzung festgestellt hatte, daß eine weitere Unterstützung der Familie Lippert nicht erfolgt ist, die Hilssbedürftigkeit also tatsächlich als nur vorübergehend anzusehen ist, gab er der Klage des Ortsarmenverbandes Offenbach statt. Die Landesverfiche^.ingsanstalt Hessen- Nassau zu Kassel war gegen die Ortskrankenkasse für Butzbach und Umgegend zu Butzbach auf Zahlung von Krankengeld für Nikolaus Lang von Kerbersdorf klagbar geworden. Lang war Mitglied der Allg. Ortskrankenkasse Nr. 21 zu Schwanheim, als für ihn die Einleitung eines Heilverfahrens (er litt an beginnender Lungentuberkulose) beantragt wurde. Zu dieser Zeit weilte er im Krankenhaus zu Höchst a. M. Von dort zur ärztlichen Untersuchung zu einem auswärtigen Arzt beordert, kehrte er nicht wieder ins Krankenhaus zurück, sondern begab sich auf die Wanderschaft und nahm, aller Mittel entblößt, Arbeit bei einem Dreschmaschinenbesitzer in Nieder-Weisel. Dieser meldete ihn vorschriftsmäßig an, sodaß er Mitglied der Ortskrankenkasse Butzbach wurde. Nach 14tägiger Arbeit berief ihn die Landesversicherungsanstalt Hessen-Nassau, die inzwischen seine Aufnahme in eine Heilanstalt beschlossen hatte, zur Kur nach Bad Lippspringe ein. Nach beendeter Kur forderte sie die entstandenen Kosten der Ortskrankenkasse Butzbach an, die die Verpflichtung zur Zahlung bestritt, da nicht sie, sondern die Ortskrankenkasse Schwanheim die Kurkosten zu tragen habe. Da Lang, als er die Arbeit in Nieder-Weisel aufnahm, wenn auch nur beschränkt, erwerbsfähig war, mußte der Provinzialansschuß den Einspruch der Ortskrankenkasse Butzbach kosten- p flich ti g v erwerf e n. Die Gemeinde Li ch ist im Besitze dreier Simmentaler und eines Vogelsberger Bullen. Gelegentlich der Neubeschaffung des letzteren versagte das Großh. Kreisamt Gießen die dazu nachgesuchte Genehmigung und gab der Gemeinde auf, nur Bullen einer Zucht richt ung, und zwar der Simmentaler, zu halten. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen trat dieser Verfügung bei. Seitens des Gemeinderats wurde Rekurs an den Provinzialausschuß verfolgt. Tiefer entschied heute, daß, wie seither, auch weiterhin neben den drei Sim men taler Bullen auch ein solcher Vogelsberger Rasse gehalten werden dürfe. Die Gemeinde Rüddingshausen befaß seither nur zwei Bullen Vogelsberger Rasse und war um die Erlaubnis eingckommen, neben denselben auch einen solchen der Simmentaler Rasse halten zu dürfen. Das Großh. Kreisamt Gießen genehmigte dieses Gesuch nicht und auch der Kreisausschuß erkannte, daß nur Faseltiere einer Zuchtrichtung (der Vogelsberger) zu halten seien. Wie in der vorhergehenden Sache, so war auch in diesem Falle die von der Gemeinde eingelegte Berufung von Erfolg gekrönt, indem der Provinzialausschuß die Haltung von Faseltieren zweier Zuchtrichtungen gestattete. Aus StzaSt tmo Luno. Gießen, den 14. Mai. ** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben die Oberlehrer an dem Realgymnasium, der Oberrealschule und höh. Handelsschule zu Mainz Prof. Dr. Edm. Körner, Prof. Dr. Peter Heinrichs, Prof. Dr. Gust. Storck, Prof. Dr. Aug.'Ni es, Prof. Dr. Karl Beck, Prof. Dr. Jul. Jäger, Prof. Dr. Herrn. Willig, Prof. Ant. Vikt. Geißner, Prof. Dr. Joh. Seidenberger, Prof. Ernst Neeb, Prof. Dav. Spreitzer, Prof. Paul Hager, Prof. Dr. Phil. Andr. Made, Dr. Hch. W i l l e n b ü ch e r, Dr. Jak. Hellwig zu Oberlehrern an dem Realgymnasium zu Mainz, sowie die Oberlehrer an dem Realgymnasium, der Oberrealschule und höh. Handelsschule zu Mainz Prof. Walter Stau ding er, Prof. Herrn. Jos. Roskopf, Prof. Aug. Fuldner, Prof. Rud. Gerhard, Prof. Augustin liebel, Prof. Karl Bronner, Prof. Dr. Franz Schmitt, Prof. Wilh. Schleußner, Franz Hilsbos, Hch. Sohn, Bruno Aschenbrenner, Dr. Frhr. Aug. v. Gall, Jak. Rohr, Karl Görtz, Karl Hch. Weißer, Adolf Hey der, Friedr. Schad, Gust. Kölln er, Dr. Wilh. Daudt, Karl Schmidt, Otto Kammer, Ludw. Bernhard, zu Oberlehrern an der Oberrealschule und höh. Handelsschule zu Mainz, ferner die Lehrer an dem Realgymnasium, der Oberrealschule und höh. Handelsschule zu Mainz Joh. Pet. L u l e y und Wilh. Fuchs zu Lehrern an dem Realgymnasium zu. Mainz, sowie die Lehrer an dem Realgymnasium, der Oberrealschule und höh. Handelsschule zu Mainz, Phil. See, Rud. Andres, Jak. Müller, Jak. Schmidt, Ludw. Bernhard und Seligmann Esche! bacher zu Lehrern an der Oberrealschule und höheren Handelsschule zu Mainz ernannt. Ernannt wurde der Schulvcrwalter Wilh. Nügner zu Bingen zum Lehrer an der Realschule daselbst unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer. In den Ruhestand wurde versetzt die Lehrerin an der höheren Bürger- (Mädchen-)Schule zu Groß-Umstadt, Kreis Dieburg, Elis. Rahnus auf ihr Nachsuchen. ** Erledigt sind die mit einem cvang. Lehrer zu besetzende 2. Lehrer st eile an der Gemeindeschule zu Staden und die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrer st eile an der Gemeindeschule zu Ober-Schmitten. •* Warnung. Seit einigen Jahren wird im Groß- Herzogtum ein schwunghafter Handel mit sogenannten Vieh pulvern und ähnlichen Geheimmitteln (Freß-, Mast-, Kraft-, Milch-Pulver u. bergt.) betrieben. Dies Huß ab»t als ein die Interessen des Bauernstandes in hohem Gradschädigender Uebclstand bezeichnet werden. Eine marktschreierische und wahrheitswidrige Reklame, mit der solche Mittel angepriesen werden, ist darauf berechnet und geeignet, die Landwirte irre zu führen und sie zu veranlassen, Mittel zu kaufen, deren Wert und Wirkimg in gar keinem Verhältnis stehen zu den dafür gezahlten Preisen. Da die in Betracht kommenden Mittel vielfach als Heilmittel gegen Tierkrankheiten angepriesen und vertrieben werden, kann dies leicht die bedenkliche Folge haben, daß deren Anwendung die sachgemäße und rechtzeitige Behandlung der erkrankten Tiere verzögert oder verhindert. Die Landwirte werden deshalb vor dem Ankauf dieser Geheimmittel gewarnt. [] Marburg, 13. Mai. Am 29. und 30. Juli sindet hier die Verbandsausstellung des hessischen Bienenzüchter-Verbandes statt. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 11. Mai. Gegen den Redakteur der Mitteldeutschen Sonntagszeitung F. V. hier ist wegen Verbreitung einer unzüchtigen Schrift und wegen M a j e st ä t s b e l e i d i g u n g Anklage erhoben. Die Verteidigung lehnte zwei Richter, die im Vorverfahren einen zu ungunften des Angeklagten ausgefallenen Beschluß erlassen hatten, wegen Befangenheit ab, worauf Vertagung auf unbestimmte Zeit eintrat. Die Staatsanwaltschaft hat gegen ein Urteil des Schöffengerichts Alsfeld Berufung erhoben. Nach diesem Urteil wurde der Landwirt P. K. von Strebendorf wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen in Gegenwart von Frauenspersonen, verübt im Verlauf der drei letzten Jahre in sieben Be- gangenschastcn zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hielt, angesichts der gröblichen Verstöße gegen das Scham- imd Sittlichkeitsgekühl, das Strafmaß zu niedrig. Die unter Ausschluß der Oeffcntlichkeit stattgehabte Beweisaufnahme, führte zur Abweisung der Berufung mit der Maßgabe, daß nur eine strafbare Handlung als erwiesen anzusehen sei, deren Ahndung mit 100 Mark Geldstrafe gerechtfertigt erschien. Wegen B e I e i b i g u ng eines hiesigen Schutzmanns wurde der Handelsmann I. L. von Alsfeld durch das Schöffengericht 31t 80 Mark Geldstrafe verurteilt und dem Beleidigten die Veröffeutlichuugsbefuguis zuerkaunt. Die infolge Berufung des Airgeklagten auberaumte Verhandlung mußte wegen Ausbleibeits eines Zeugen vertagt worden. Ter Gastwirt K. E. I von Obei>Widdersheim wurde auf Privatklage des I. K. IV vom Schöffengericht Alsfeld wegen Körperverletzung und Beleidigung zu 15 Mark Geldstrafe verurteilt und dem Verletzten die V u b l i k a t i o n s b e f u g n i s zugesprochen. E. hatte K., einen 77jährigen Greis, mit dem er in Feindschaft lebt, mit Gewalt aus seiner Wirtschaft gestoßen, daß er längere Zeit Schmerzen verspürte. Tas von bem Angeklagten angefochtene Urteil wurde mit der Maßgabe bestätigt, daß die Veröffentlichungs- behtguiS in Wegfall zu kommen hat. Universitäts-Nachrichten. .— Geographie-Professur an der Münchener Universität. Wic die „Hochsch.-Korr" erfährt, hat Professor Dr. Erich v. Tryga 1 ski, Leiter der deutschen Südpolarexpedition, einen Ruf auf die neuerrichtete Professur für Geographie an ber Münchener Universität erhalten Der rühmlichst bekannte Forscher gehört dem Lehrkörper der Berliner Universität als Extraordinarius für Geographie und Msteilungs- vorstand am Institut und Museum für Mercskunde an. Schisisnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl L oos, Kirchenplatz. Bremen, 12. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Toppelschrauben-Postdamvier „Rhein*, Kapitän G. Rott, oom Norddeutschen Lloyd in Breinen, ist gestern 9 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekommeu. Breme n, 11. Mai. Ter Doppelschraubeu-Postdampfer „Breslau", Kapitän H. Prager, oom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 7 Uhr abends wohlbehalten in Baltimore angekommen. Hervorragend bewährt bei Brechdurchfall, Darmkatarrh, Diarrhoe etc. Die Kindergedeihen vorzüglich dabei & leiden nicht Störung. TarinWtkr Möbelfabrik. Deutschlands. 300 Zimmereinrichtungen stets lieferf. vorrätig. Man verlange Preisliste und Abbildungen. [b19/. Magen-Leiden SZrni-LeMn Durchfall Blutarmut Blelcdsucdt Bei •wird Hausens Kasseler Hafer-Kakao als hervorragend wohltuendes u. leicht verdauliches Kräftigungsmittel von tausenden von Aerzten ständig verordnet. Nur echt in blauen Kartons ä 1 Mk., niemals löse. t*» - teile« 6, forwularb SlB^ fiul Sie & a DE einen G haben, obn pflichtig b alsbald ai iu machen. Hieß Nac einer Sch schen Hol geben we 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. Vor den 15. Grast, £ von mor zeichnete Die zum M versiegel dem Unt £ii vfc BestesPutzmittel der Welt K5 M W ■"1., a1* ,-A. K W K-- ;-A;vy '.■•■"4,;. ,4" r-w- ■ -■ ’.< • - .L I . I l0- Juli findet hessischen n, II. Mai. Ich en Sonn» einer unzüch. ibißunq An- lichter, die im i ausgefallenen iDoraui Acres Schöffen- i bieiem Urteil i Vornahme von Flauens- re in sieben Ae- l. Die Staats- 'töße gegen das ii niedrig. Die lerveiSaufiutfime, Wbc, daß nur ei, deren Ahn- echtlertigt ^chntzmanns g das SMen- i Beleidigten die e Wuug des ?qen Ausbleibens leim wurde auf ld wegen fiorpcr- :e verurteilt und is -ugeiprochen. i Feindschaft lebt, er längere Zeit ten angefochtene lZerofientlichungs' > "n Trotz, ^nannten ce6; Mast.. !§ muß ab-r ohem Grad- ^•ne markt- !t dec solche ■mb geeignet, iafien, Mittel m Verhältnis J 'n Betracht -'Krankheiten leicht die be- sachgemäße -'cre verzögert vor dem en. r Mnnckener rfäbrt, hat &»* * *£ Mur lur ,(tcn Ter ruhm- ^r der Berliner “nb Wteilungs- ;kunde an- ____ !,O> ■fifSrt der cv. 4t ut'th- :b / Ltzbtt- Wiuu 2 K v ""ter 9e. den Ruh^ leiutg, SliL c**rct iu b,. lu S^ben verstelle qend . ihr»*« « chdurchtan, , „mtttarrh, Diarrhoe etc.___ riefatung^aü qen ZiMN-'^ |bi«- Obilbung^^- VII. Kesstsch-Thüringische SLaatskotterie 54055 141 209 (400) 525 643 8G2 982 662 761 822 47 72 988 815 65 (400) 17 63 85 98 616 49 (1000)80 100 102 252 89 99(400) 428 75 552 (400) 697 11000) 715 (400) 960 65 74 773 (400) 74 (1000) 818 34 50 65 209 86 95 (400) 336 493 684 97 16029 100 103 42 356 61 (400) 19093 97 196 239 405 60 (400) 464 85103 (400) Nächste Ziehung: 14. Mai 1906. 87 (400) 444 45 62 74 606 12 80 915 96 636 78 (400) 638 810 15 70 77 917 27 92 909 90 524 26 828 316 808 608 714 (400) 750 (400) 306 (400) 9 (400) 14 86 6018 (5000) 28 63 98 408 10 129 79 7039 88 99 (400) 404 (400) 17 99(400) 4030 5 6026 40 >400) (400) 54 (400) 33 5 9003 51010 161 221 48 332 410 52015 67 124 241 63(1000) 783 (2000) 803 69 78 935<400) 22083 531 <100> 578 908 504 97 (400) 205 355 413(400)37 645 52 603 7 93 762 84(400) 68 94 845 (400) 61 (400) 83 354 92 498 (400) 616 77 91 100 178 87 219 22 47 (400) 10008 69 167 (1000) 64 83 (2000) 712 88 989 14 47 69 91 96 134 40 66 69 281 336 61 (400) 82 406 66005 602 24 82 89 503 610 27 78 706 (1000) 22 60 66 (400) 46 (1000) 389 (400) 506 622 92 886 939 564 (400) 674 746 66 58 69 900 944 67 62 5013 63 66 104 13 38 71 250 89 607 79 620 720 47 89 839 63 965 (2000) 306 79 421 22 57 66 774 803 32(400) 99(400) 901 64(400) 60(2000) 87 3915 28(400) 57 209 34(400) 64 90 444 79 87 583 727 804 35 83 968 71 87 (1000) 32 361 403 95 640 627 46 711 840 41 908(400) 250 361 492 526 603 17 83 88 762 865 84 920 <400) 48 52 8066 104 210 66 80 99 (400) 806 56 926 365 541 (400) 61048 107 84 723 66 93 939 49 828(2000) 55 83 114 607 325 10 50 (1000) 57 87 704 (1000) 16 23 (400) 34 63 88 (400) 216 53(400) 65 68 79 83 444 78 92 622 626 47 51 62035 59 60(1000) 66 99 (1000) 118 85 227 28 95 27 36 54 72 704 40 60 442 51 53 69 97 919 80 84032 39 703 44 78 843 (400) 55 661 78 704 79 96 809 11 62(400) 79 (1000) 974 12010 13 101 (400) 27 (400) 79 235 48 (1000) 50 (400) 95 375 449 (400) 81 516 628 709 87 (1000) 37 45 14016 21 22 160 13 G6 92 98 835 (400) 55 96 904 50005 16 85 <2000) 163 (1000) 241 (400) 98 362 (400) 66 70 73 (1000) 55029 56 141 207 26 29 (2000) 84 (400) 97 „U Ö2 t/ö l2ö l U i. 40 (400) 78 972 92 30 87 (1000) 922 35 73 13014 60 88 (400) 98 104 32 69 205 63 20 92 405 (400) 9 504 34 (400) 42 45 82 (1000) 699 <400) 739 (400) 85 (400) 569 622 27 64 71 97 702 26 56 79 99 900 967'1000) 200 237 56 (1000< 74 312 31 97 425 48 50 51 54 81 88 687 802 45 57123(1000) 29 36 221 (1000) 49 430 504 6 8 613 19 737 65 808 978 89 97 58055 120 23 205 74 354 (400) 420 41 716 (400) 818 20 960 68 15026 36 49 (400) 101 (1000) 17 50 399 621 75 98 640 752(1000' 2 61 t,3o (400) 7 65 <400) 78 87 (1000) 96 (1000) 810 49201 42 80 99 318 34 40 85 449 613 39 91 703 678 738 40 44(1000) 909 82(400)85 9064 68 (400) 687 (1000) 749 86 850 907 96 231 (2000) 333 47 52 76 478 547 54 618 11028 29 245 314 72 73 437 44 525 (400) 435 (2000) 503 60 649 64 75 700 63022 (400) 118 41 (4001 79(20000) 204 37 (400) 43 63 602 48 (400) 94 737(1000) 45 62 64022 106 (2000) 95 (400) 226 (1000) 312 30 (400) 98 706 87 (400) 893 (400) 903 (400) 60018 108 34 48(400) 76 (1000) 92 207 99(1000) 372 444 50 606 62 86 (1000) 803 37 (400) 90 907 67 90 67 74 (400) 478 90 548 (1000) 46 51 60 (400) 99 606 (1000) 32 41 43 57 840 17036 130 200 (400) 260 65 355 80 619 (1000) 79 83 72 863 (400) 71 94(1000) 18008 151(400) 229 39 (4001 86 337 46 83 403 604 79 (2000) 656 61 46 69 73 53061 80 137 77 90 218 44 46 331 89 417 73 82 98 547 82 622 609 16 86 767 75 (1000) 80 82 822 23 (400' 38 74 105 26 32 62 69 (400) 95 269 371 79 91 456 509 20008 105 66 (2000)98 226 77 336 48 487 505 26 660 875 946 66 (2000) 90 21097 130 47 209 87 350 (400) 88 465 (400) 517 22 23 90 (1000) 602 57 721 63 (400) 78 801 41 (400) 951 68 (400) 71 112 66 (400) 233 60 (1000) 57 (400) 62 96 315 41 (400) 454 44 83 643 702 84 95 (400) 999 (400) 23128 57 221 25 (1000' 31 34 386 449 602 22 39 45 814 66 912 38 41 71 24053 56 127 37 254 843 412 22 506 24 (400) 84 632 (1000) 714 61 77 893 920 25010(5000) 141 78(400) 231 314 437 (1000) 538(400) 50(400)99 627 88 96 710(400) 16 54 849 900 928 66 82 26011 91 172 73(400) 203 4 83 (400) 320 72 431 (400) 41 56 60 616 69 (1000) 79 (2000) 665 83 716 (1000) 972 27097 143 250 (400) 79 96 522 772 78 952 28086 220 (400) 60 55 406 (400) 28 (400) 76 88 (400) 543 98 604 26 813 944 71 74 29002 9 29 82 (1000) 33 64 76 80 102 29 61 206 62 67 (400) 348(400) 447 76 84 (400) 520 (400) 65 661 (400) 835 40 975 91 30010 44 94 213 91 383 544(400) 67 783 37 66 70 801 10 72 (1000) 900 918 (400) 47 49 (400) 76 (400) 31079 103 32 203 29(1000' 62 68 79 401 3 56 69 (400) 82 622 617 24 70 96 717 38(1000) 865 (1000' 71 92 914 37 6" (400) 32106 45 58 324 36 (400) 404 87 95 572 601 2 6 39 58 700 736 61 62 99 857 (400) 88 991 33053 85 288(400) 432 561 (1000) 76 83(400) 689 716 82 801 16 43 65 72 946 99 34016 45 73 231 42 90 361 77 (1000) 96 97 473 82 641 73 718 33 39 44 838 63 694 763 839 56 (2000' 88 94 99 65074 116 20 64 236 49 61 (400' 397 453 20 (1000)60 96 132 96 334 (1000) 74 < 1000) 87 488 42 64 704 26 85 87 815 54(400) 90 971 67018 57 116 31 65 80 257 63 77 314 47 70 84 452 96 596 633 63 (400) 78 92 762 70 948 98 68003 60 68 122 33 43 61 69 (400) 200 212 306 7 670 73 82 726 88 807 60 984 69001 (400) 29 176 96 222 28 29 82 316 17 51 433 64 562 635 (400) 75 77 707(400)68 808 35 39 99 960 (400) 70036 219 29 49(1000) 324 427 31 47 637 66 79 (1000) 694 812 59 906 27 (1000) 71199 275 80 328 69 72 95 449 68(400) 76 87 620 Xi (400) 850 58 62 (2000) 96 902 21 40 43 96 72021 34 49 89 113 40 52 75 918 19 22 84 308 18 23 (400) 92 426 42 66 77 87 501 (1000' 27 29 34 56 75 641 838 60 903 4 (400) 36 73 73031 42 177 213 64 83 91 312 48(400' 57 64 67 (1000) 76 476 94 522 48 (400) 610 (1000) 756 80? (400) 34 47 (400) 49 965 88 74129 (1000) 31 34 341 44 87 601 24 88 til3 (400) 40 (10001 741 78 (1000) 808 942 64(400)68 76008 42(400)62 66 96 111 15 91 212 88 300'1000' 305 7 707 16 17 47 49 52 62 833 63 997 76011 18 80 (400)87 247 368 473 609 672 738 (1000' 62 823 96 915 77050 149 240 (2000'58 99 339'400) 99" 403 612 57 (1000'86 (400) 736 813 912 44 55 78002 7'400'35 43 63 68 93 185 89 (1000) 288(400) 329 404 688 99 613 74 747 (1000'86 o , 70 919 22 33 96 79048 57 100 (400) 123 27 58 83 96 (400) 257 66 342 86(400)97 484 510(400) 90(400) 607 17 63 78 784 822 60 947(400; 916 (40®)51081^^)(43020()‘1001)84 208 313(1000) 14 25 65 67 77 80 87 91 (400' 441 557 642 43 49(2000) 746(2000) 817 77 933 37 86 90 36107(400' •>1(4001 66 290 336 444 65 521 (400) 653(1000) 714 18 825 39 62 63 37030 69 71 89 111 30 52 97 206 14 305 409(1000'34 98 572(400' 79(1000) 613 48(1000) 701 826 43(2000) 66 984 (400) 86 38031 12.» 39 »000 206 40 78 309 17 412 20 501 32 622 30 80 725 82 898 39001 108(400) 14 21(1000) 98 207 22 844 489 95 618 91 628 47 (400) 88 708 18 26 4O038889393 145 57!4 242 (400) 387 78 428 78 520 30 50 641 89 (1000. 714 41 (400) 74 79 97 814 86 (400) 947 73 (400) 78 89 (1000) 41052 (1000) 81 95 118 (1000) 233 (400) 68(400) 407 58 549 57 (400) 76 651 733 96 806 40 939 (400) 63 (1000) 66 72 (2000) 42010 157 69 75 215 37 45 349 98 430 59 511 (400) 16 (400) 66 (400) 601 5 35 (400) 738 838 92 917 61 (1000) 43038 41 90 190 (2000) 96 (400) 206 76 78 80 (1000) 86 303 17 67 82 408 30 81 (400) 56 65 544 88 612 26 33 69 769 836'1000)69 932 39 44001 (400. 49 (1000) 161 262 80 829 431 43 48 569 76 (400) 86MOV5403208142, 24636L259485 a0OO>1 325 500 605 '1000, 2- 724 -5 50 64 919 16 17 46154 82 94 269 73 (400) 89 98 351 407 o30 /OilOOO) Ri 6)5 39 774 75 76 (400) 841 (400) 54 916 <400) 36 53 79 47021 ..,000) 108 (400) 17 (400) 213 37 56 309 10 16 74 484 35 44 662 58 Z9 (400) 738 820 (2000) 30 (400) 33 91 (400) 48076 (400) 180 30b 10 49 8 8 0020 11000) 106(400) 25 202 94 97 331 41 43(400)62 413 501 58 613 97 31(1000)56 93 (400) 789 81021 132 268 83 (400) 327 44 83 410 (400)"67 542 50 680 52 772 (1000)91 859 64 947 63 82088 57 66 916 317 88 49 93 407 19 37 (2000) 51 76 (1000) 84 543 68 70 35 54 79 704 40 75 808 87 83098 140 98 '400) 208 16 26 70 Ziehung VI. Kkassc. (9. Tag.) 12. Mai 1306. Alle Nummern, hinter welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. (Hhne chnvähr.) 79 882 464 77 597 653 736 (2000) 66 813 969 1086 97 99 132 34 68 89 (400) 252 (1000) 381 (400) 432 86 (1009) 39 511 14 18 728 70 74 830 83 (400) 2076 125 70 225 88 92 390 400 444(400)600 651 90 858(400) 67(400) 918 24 86 86022 46(1000) 205 62 81 316 24 53(400) 418 80 618 80(1000) 89 723 34 38 42 79 878 87121 82 957.400) 69 346 498 509 18 94 619(400'94 748(400)94 837 946(400. 89 88037 51'1000) 149 66 212 37 886 405 23 600 710 66(400) 97 885(400) 95965 89009(400) 119 90'400. 248 51 93'2000) 334 401 31 40 531 44 54 605 (10000) 23 68 767 (400) 82 837 90052 94'2000) 223 25 63 87 318 469 (1000)83 95 645 91 831 998 91098 136 47 57 89 226 33 97 313(400)60 91 417 48 95 502 11 (°000) 94 613 67 80 90 (400) 760 76 92019'1000) 143'1000) 58'400' 991 35 67 321 66 462 92 519 37 78 89 610 19 59 731 (1000. 808 58 93029 61 73 97 (400) 146 80 218 47 53 (400) 93 318 404 19 26 48 66 538 646 "752 91 92 93 (1000) 960 82 94128 74 98 217 84 301 12 65 441(400 92 543 50 85 86 608 24 872 977 95011 21 117 42 221 62 96 300 343 463 586 640 (1000)48 726 90 814 88 916 29 96009 61 110 13 26 35 (400' 87 (400. 257 316 38 40 411(1000)57 58 725 34 887 (400) 936 97006 22 95 176 374 406 <400, 77 78 600 641 751 816 50 70(400)86 98027 160.400) 255 69 91 95 485 516 19 (1000' 625 28 731 35 (1000) 841 91 937 5 l 99098 91 117 48 53 214(400) 37 384 426 40 84 537 (400) 64(400) 65 79 95 669 98 813 36 968 96 Neubau des Aadttheaters zu Kietzen. B../t Arbeitsvergebung. 'Die Ausführung der Grob-Schlosserarbeitcn, bestehend aus ca. 10000 Kilo Eisenzeug zu kleineren Eisen- konftruktioncn, sowie Ankern, Klammern usw. soll im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. Die Angebotsunterlagen können im Bureau des Architekten Hans Meyer, Westanlage 6, eingeschen, Angebotsformulare und Bedingungen daselbst zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Erösfnungstermin Samstag, beit 19. Mai, vormittags 11 Uhr vortofrei an uns einzureichen. Gießen, den 12. Mai 1906. j Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Gemeinde st euer zettel s ü r das Steuer- jahr 1906 werden den Pflichtigen nächster Tage zugestellt werden. Diejenigen Einwohner, welche bis 10. Juni d. I. einen Gemeinde st euerzettel nicht erhalten haben, obwohl sie sich nach ihren Verhältnissen als steuerpflichtig betrachten müssen, werden hiermit aufgesordert, alsbald auf der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 9, Anzeige zu machen. Gießen, den 9. Mai 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Cursch mann_____________Bl,/e Mk. 3230.96 // n u n u H H tt II zu ti u u H tf H II II H geben werden: 1. Maurerarbeiten, veranschlagt 2. Zimmerarbeiten 3. Holzcementarbeiten 4. Spenglerarbeiten 5. Glaserarbeiten 6. Schreinerarbeiten 7. Treppenlieferung 8. Schlosserarbeiten 9. Weißbinderarbeiten 10. Eementarbeiten Bkrgevmig von Bauawelten. Nachstehende Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung einer Schnitterwohnung auf dem Gräflich Solms-Laubach' schen Hofgut Utphe sollen auf dem Submissionswege ver- 632.09 816.48 221.20 638.77 441.58 110.50 161.50 753.78 1157.07 440.42 241.50 11. Lieferung von I-Träger 12. Pflasterarbeiten (Arbeitslohn) Voranschlag u. Bedingungen können nächsten Dienstag den 15. Ifd. Mts. von morgens 8 bis mittags 1 Uhr im Gräfl. Hofgut Mphe und Donnerstag den 17. lfd. Mts. von morgens 7 bis mittags 12 Uhr im Bureau des Unterzeichneten in Lich eingesehen werden. Die Angebote müssen, in Prozenten ausgedrückt, bis zum Montag den 21. lfd. Mts., morgens 10 Nhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bei dem Unterfertigten cingereicht sein. Zuschlagsfrist 8 Tage. Lich, den 11. Mai 1906. D'/s K. Schön, Bau-Inspektor. kommen nicht in Ihre Kleider, Pelzsachen rc.. wenn Sie die sicher wirkenden Mottenschutz - Artikel aus der [2826 Germania-Drogerie (Jarl Seibel Frankfurter Str. 39. Telephon59R frühzeitig auwenden! | Klavier: I Stimmen > Reparieren ' ? Polieren J in tadelloser Ausführung - > durch [DVt < | Wilh. Rudolph F Grossh. Hess. Hoflieferant < C Pianohandlg. u. Reparatur- < C werkstätte, Seltersweg 91. « iLeiden Sie an Blasen-, Harn-, Nierenbeschwerden, Ausfluß u. Zuckerkrankheit, dann rrmken Sie Apoth- Wagncrs Boldotee. Kart, ä l^L allein echt in d. 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Mai 1906. Großh. P-Uizem ' r Gießen. Herberg.___ Arbeitsvergebnng. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung einer höheren Mädchenschule sollen 2 ... ... Samstag, den 26. Mai d. I vormittags 10 Uhr öffentlich vergeben werden. , GlaserarbLiteu Los I. ca. 85 qm Fenster mit Verglasung. , II. , 215 w , , III. , 242 , , IV. v 251 , „ , r , V. , 208 , „ ohne , „ VI. „ 130 , Auustverglafuug. Zeichnungen, Arbeüsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Diensthunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der da selbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. B /6 Gießen, den 10. Mai 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. . 2940 Giessen Blockstrasse 14 und 16. Kleinste Änzalilmiff. leichte Abzahlnng. J. Jttmann » Kinderwagen von 15 Mk. an Sportwagen von 5.50 Mk. an in grosser Auswahl. Gegen Bar Auf Kredit Putze nur mit Carl Stückrath • Möbelfabrik M Telephon 275 Geschäftsgründung 1868. 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