fei um ■2K-.."-i 'yzggJTryi Deutscher Reichstag. Der Reichstags-Friseur. Heil dir, o Gras Oriola! Dir töne meine Viola! Dein scharfer Blick sah hell rnib frei, Was nnferm Reichstag dienlich fei: Allein ein schneidiqer Friseur Stellt leicht die Einigkeit dort her. Mit Schere, Kamm und Dürste kann Die Gleichheit schaffen solch ein Mann. Die Köpfe werden wunderbar Sich alle gleichen auf ein Haar. Wenn übereinstimmt Schopf imb Zopf, Denkt dieser Kopf wie jener Kopf. Bon Zwietracht ist dann keine Spur, Dies wird erreicht durch die Frtsnr. Drum töne meine Viola Dem, derS erfatut, Oriola! (AuS dem ^Lradderadaffch^.) Mittwoch 14. Februar 1906 Mk BezugSvret-: w monatlich 75^1-,Dtcrtel- Y jährlich Akt. 2.20; durch TtteLnes Feuilleton. n ft 0 n 015 ogen , der bekanntlich nach seinen reiungfiitften fe.pernplancn des e-ommers von Berlin nach ist, r>at in Berlin beträchtlich materielle AAußen erlitten Eine Anzahl wohlhabender Freunde deS -fK^Utstellers, aufricatige Anhänger seiner Erzähleriunst, haben mch nun zusammengetan, um ihm Mittel und Wege zu schaffen, er Jg” ueuem sorglos ffch^dem SchriftstclleAmm Iringcben errC 'omer Schriststellertätigkeit irnrb "bcin- rad))t ent großer Berliner Roman von ihm erscheinen r, „T7 -o a ch h a u s u n d V a ch m u s e u m i n E i s e n a ch. Man ~ clt m lJeita^; Sammlungen für die Erwerbung r?71 eeE)- Dacqs Geburtshaus in Eisenach haben bis frist 1016 15 000 Mark erreicht. Damit konnte gerade ^die '^?orember v. I. fällige erste Ratenzahlung von 15 000 erlegt werden und das.Haus geht nun in den irominelfen Zesitz der neuen Bach-Gesell?chaft über. Es fehlen an der d>em- niachst $u_ erlegenden Knussumme einschließlich der durch den Er- werb entstehenden Unkosten weitere 15 000 Mark und mindestens P "J?‘Srr ^ummc' um das Haus in ein Joh. Seb. Bachs wür- ö c ,--iuieum umzugestaltcn. Die Sammlungen müssen daher - t fortgesetzt werden. Das bisherige Ergebnis '.aber nicht glänzend zu nennen, wenn man in Betracht zieht, 7mL- b iT.e Hmfte der gesamten Beträge durch eine Gffttlsckmst Smg-Akademic aufgebracht sind. Für die Erhaltung dses Geburtshauses eines der größten Söhne deutscher Erde ’™IB es Ehrensache aller musikalischen Vereinigungen sein, daS 'ch?rfge dazu beizutragen. Es ergeht daher von neuem die r Sammlungen möglichst zu fördern. Beiträge wchmen due Vorstandsmitglieder für das Bachhaus, Professor Dr. Joachim, B.tofe> -v Georg Schumann (Berlin, Generalmusikdirektor Fritz vsteinbach (Köln), Tr. von Hase (Leipzig- und Dr. Georg Borne- NEi (Eisenach) entgegen. — Ferdinand Wittenbauer hat im Wiener Bürger - dfcata: mit eurem Studcnten-Stück Filia hospihalis Minorität von 4,45 Proz. nicht weniger als 70 Proz. des gesamten Steuerertrages aufgebracht; das eine Prozent der allerreichstcn Leute hat nicht weniger als 44 Proz. der gc- samten Steuerlast getragen. Daraus erhellt, daß ohne einen Zugriff auf die Masse der kleinen Einkommen nicht weiter vorwärts zu kommen wäre. Diesen kleinen Leuten wird aber damit nicht eine Steuerquittung mit angedrohter Exekution im Hintergründe präsentiert, man kann an ihr Ein- tommen nur auf indirekte Weise herankommen. Mit den Verbraucqssteuern zahlt der kleine Mann die Steuer in lehr viel kleinen Betrügen; er zahlt sie bei der Konsumtion, ohne dabei an den Akt der Steuer erinnert zu werden, denn die Steuer verschmilzt vollständig mit den Preisen. Die Verbrauchssteuern besitzen den Vorzug der Unmerksichkeit ihrer Erhebung, einer Eigenschaft, durch die Fürst Bismarck auch zeitlebens ein Freund dieser Art der Besteuerung war. Natürlich kann und soll auch die Verbrauchssteuer möglichst sozial gestaltet werden. Je unentbehrlich-^'der besteuerte Artikel ist, desto schwerer lastet natürlich der Druck auf den kleinen Einkommen. Deshalb möchte auch der Redner am liebsten die 52 Millionen einbringende Reichs salz - jteuer beseitigt sehen. Je mehr es gelingt, zwar allgemein gebrauchte, aber nicht entbehrliche Konsumtionsgüter mit der Steuer zu treffen, je besser sie weiter nach Qualitäten abgeitust werden kann, um so gerechter wird sie sein. Direkte und indirekte Steuern bilden erst durch ihre Ergänzung das organische System, durch welches die Kräfte der Nation für die Zwecke der Sicherheit, der Macht und der Kultur herangezogen werden und nur in diesem Rahmen darf gerechterweise jede einzelne Steuer imd Steuergattung beurteilt werden. Wer so nicht manchesterlich oder soziab- volitisch-dokwinär unsere indirekte Besteuerung ansieht, der kann auch in der Erhöhung dieser Steuern keine ungerechte Belastung der schwächeren Schultern unseres Volkes finden Deutschland zahlt auf den Kopf der Bevölkerung ungefähr 18 Mk., Oesterreich 29, Frankreich und England dagegen 18 Mk. indirekte Steuern. Solche Zahlen brauchen nicht zur Beurteilung des Wohlstandes in den verschiedenen Ländern zu dienen, sie beweisen aber, daß bei uns von einer «ypertrophie der Verbrauchssteuern nicht gesprochen werden kann. Wir alle, arm und reich, haben Teil an des Reiches Macht im ideellen und materiellen Sinne, und wissen, wie viel besser es bei uns seit der Reichsbegründung geworden ist. Es ist deutsche Art, sich zu wehren, auch gegen veii Fiskus, aber die Geschichte zeigt doch, daß notwendige Opfer fowohl an Blut wie an Gut stets gebracht worden sind. Redner hofft, daß auch dieser Winter des Mißvergnügens vorübergehen und uns nicht die Freude am Reich und an seiner wirtschaftlichen und kulturellen Aufwärtsbewegung vergällen wird. R. 8. Darmstadt, 13. Februar. In einem außerordentlich instruktiven Vortrag, den der Professor für Nationalökonomie und Sozialwisienschaft an der Darmstadter Technischen Hochschule, Dr. Berg Hoss-Ising, aus Einladung des Nationallib. Vereins vor einer etwa 500 Personen starken Versammlung hielt, legte dieser seine Anschauungen über die neuen Reichßsteuerprojekte bar. Der Redner gab zuerft einen Ueberblicf über die Entwicklung der NeichSfinanzen, die jetzt eine Schul den l alt von 31/, Milliarden aufweisen unb alljährlich 186 Millionen Zinsen erforbern. Im Gegensatz zu den Ausgaben der Einzelstaaten mußten die Ausgaben des Reiches zum größten Teil für Zwecke verwendet werden, die keine Rente abwerfen, für Heer, Flotte rc. Eine anderweitige Regelung unserer Reichsfinanzen fei unabweisbar, bas jetzige System der erhöhten Matrikularbeitrage sei unhaltbar und die Deckung der meisten Aufwendungen durch Schuldenmachen entspreche nicht den verfaffungsmäßigen Grundlagen. Das Reich dürfe nicht nur keine weiteren Schulden mehr machen, sondern muffe aufs Ernsteste darauf bedacht fein, die Schulden zu vermindern unb durch Verminderung und Festlegung der Matrikularbeiträge wieder Ordnung in seine Finanzwirtschaft zu bringen, denn die bisherigen Versuche zur Sanierung seien zum Teil Versuche mit untauglichen Mitteln gewesen. Bei der jetzigen Reform kommt es vor allem auf die Art des Ersatzes der Matrikular- betträge an und sie muß nach der qualitativen unb ber quantitativen Seite hin erfolgen. Die Matrikularbeitrage können nur durch birekte Steuern ersetzt werden. Die Re ich S er b sch a f tS- steuer kann die Funktion der beweglichen Steuer nicht er- setzen, sie ist aber die sympathischste von allen vorgeschlagenen Steuern. Der Landwirtschaftsrat hat nun zwar schon prinzipiell nie Ablehnung dieser Steuer beschlossen, weil sie angeblich die Landwirtschaft ruiniere, aber das arme Reich mag sich drehen und wenden wie es will, folgte es mit Ansprüchen kommt, ruft man ihm ein „zurück" entgegen. A?wiß müssen die direkten Steuern hauptsächlich für''feie Einzelstaaten reserviert werden, und bei einer 3lc id : - ein fomm en ft euer würde es sich auch nur um Zusck^äqe zu den Staatssteuern der Einzelstaaten handeln können, eine >>auptvorbedingung dafür wäre aber eine gleichmäßi- Sv Le • ft.? uu g der direkten Landes st euer n. Vielleicht wäre auch jetzt schon eine Reichsvermögens- ft euer in Verbindung mit der Erbschaftssteuer durch- znsetzen gewesen, wenn man sie in Vorschlag gebracht hätte. , vur eine n u ittungs-und Frachtbriefsteuer kann sich der ^edner nicht begeistern, dagegen könnte eine Fahr- y e-ueT ^rkehr getragen werden und auch dem Reich einen Anteil an den hohen Staatsbahneinnahmen sichern. Ganz anders stände es heute um die Reichsfinanzen, ft?e.nn, vom Fürsten Bismarck angeregte Gedanke, bi'» yen ™ den Besitz des Reiches überzuführen, er- snttt worden Ware. Die Zölle und Verbrauchsabgaben haben von jeher im Rahmen der Reichsfinemzen gelegen und toerben es auch in Zukunft bleiben müssen. Die Reichs- verbrauchsabgaben müssen aber noch mehr den wachsen- be!L-iiUrfmJ^n d^ Reiches an gepaßt werden. Ohne Fortentwicklung der indirekten Steuern müßten die Sätze der direkten Steuern maßlos erhöht werden, auch den jetzt freien ueiuen Einkommen unb Vermögen gegenüber: von einer. teU^TmClGn Ivgenannten Existenzmöglichkeit könnte dann l.eme Rede mehr fern. Es müßte auch das System der P l11E„e JJ" £ 1 c,u cor n, 9 a ” z unsozial gestaltet werden, denn so viel reiche Leute haben wir nicht, daß wir uns bloß an die Leistungsfähigen halten könnten. Bis jetzt sind z. B _'u Preußen im Jahre 1904 63 Prozent der Bevölkerung überhaupt nicht zur Einkommensteuer herangezogen worden, ?le .ganze Steuer wurde vielmehr nur von 37 Proz. der Bevölkerung getragen, unb von diesen 37 Proz. hat eine T*" I 1-1 ua iji-iimu —— ■ (42. Sitzung vom 13. Iebr.) Die Etat-Beratung des Reichsamts' des Innern Titel Staatch erretar wird svrtgeietzt. . H « g e ni a n n (nffe polemisiert gegen die äi'ßerstt Linke und iveist, besonders Angriffe zurück, die der Abg. Stücklen vor AZ?«, ^ogen gegen den anti-sozialistischen Reichsvcrband gerichtet habe. Wemi er von links als Scharfmacher bezeichnet werde, ? acceptiere er btcien Titel insofern, als er, wie überhaupt Reiaisverbaick) bestrebt fei, das Gewissen des Volkes zu scharfen, ramit dieses sich von den Sozialdemokraten abwende. Wenn die Sozialdemokraten stets von den Unternehmern als Aus- v^utcrn und Bedrückern sprächen, so könne er nicht umhin, auch r • ^olen oälle von Unterschlagungen hinzuweisen, deren pch sozialdemokratiiche Kassierer an Krankenkassen usw. schuldig machten. (Große Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Redner zahlt ente Reihe solcher Falle auf, wobei er fortwährend von den ^oziald emo traten mit Riffen, wie Unerhört usw. unterbrocheii wird, sodatz Präsident Graf Ballestrem schließlich die Rufer criucht, bicie Unterbrechungen zu unterlassen. Redner erklärt weiter, da^ Lob, welches Graf Posadowsky den Arbeitern so ein- JeUig gespendet habe, habe doch auch seine Kehrseite. Graf Posa- dowsky hatte sich sagen müssen, daß dieses Lob von den Sozial- deniolraten ausgeschlachtet werden würde, wie dies denn auch ge- lei- Ebcnw bedenklich sei, was Graf Pofadowsky vor tveryn^mten über die mangelbaf.e Ovferwilliakeit ber Besitr-nden ' gesprochen habe. Tatsächlich sei heutzutage der Besitz meistenteils : eine Last. (Schallendes Gelächter links.) Redner schließt: Wenn - die Regierung uns keine Knüppel zwischen die Beine wirst und wenn wir staatserhaltenden Parteien Zusammenhalten, dann wer^ ■ den wir im Kämpf gegen die Sozialdemokratie siegen, aber auch mir dann. Abg. v. Oertzen (Rp.) verbreitet sich über die Dutvmobil- Frage. Unterstaatssckretär Wermuth erklärt, daß der Bundes-/ rat über die von dem Staatssekretär angekündigte Vorlage schon in den nächsten Tagen Beschluß fassen werde. Graf PosadowÄch tonne augenblicklich nicht anwesend sein, da die gestrige wichttge Staatsnnnisterial-Sitzung heute fortgesetzt werde. Abg. K'ulerski (Polel meint, das Wort von der gefüllten! K ompottschüssel beweise einen gewissen berzlosen Eynismus und einen Mengel an Mitgefühl mit dem sozialen Elend. Unleugbar gebe es schreiende soziale Mißstände, so besonders bei den .Heimarbeitern. Auch auf die Landarbeiter treffe die rosige Schiider- ung, die hier von deren Lage entworfen worden, nicht entfernt zu.- -Inzwischen ist auch Graf PosadowSkv am Bundesratstische er- leinenen. Redner kritisiert weiterhin die preußische Polenpolitik.- Das letzte Ansiedlungsgesetz ruiniere den polnischen Kleinbauern-«' stand. Abg. Lorn (Soz.) sagt, dem Abq. Haqemmm fei e« als Runter wohl zuzmranen, daß er Sozialdemokraten zu Zuchthaus oeruneilt, nur weil sie Sozialdemokraten feien. Präsident Graf Ballestrem unterbricht den Redner mit den Worten: Herr Abgeordneter, Sie dürfen von der nchterlichen -rffüigkeit eines Kollegen nicht das sagen, was Sie soeben gesagt haben. Ich rufe Sie zur Ordnung. Abg. Horn verbreitet sich über die ArbeiterverhLltniffe in txn Glashütten. Abg. Trimborn (Zentr.) stellt gegenüber einem Angriff be$ Abg. wachse test, daß er mit einer bestimmten Fabrik, zu deren Aussichtsrat er nach Angaben Sachfe's gehören soll, nichts zu tun bade. Abg. Merten (frf. 93p.) plädiert für eine endliche erschöpfend« Regelung des Vogelschutzes. Das Kinderschutzqesetz bürie keines 'aus nur auf dem Pavier stehen bleiben. Nicht emfchranken fott« man die Befchäftigun isoerbole, sondern ausdebnen. Abg. Leonhardt (fri. 93p.) verteidigt das Verhalten der Aerzle in der Krankenkasse.Frage. Unerläßlich fei ein noch verstärktes Vorgeben zur Emdämmung der Tuberkulose, aber auch gegen andere Volksieuchen. Zn verwerfen feien im Kamme gegen öie Geschlechtskrankheiten das Bordellwesen und die Kasernierung, ui empfehlen dagegen eine verbesserte Fürsorge für derartige Kranke m Krankenhäusern, sowie eine geeignete unterrichtliche Aufklärung schon in den Schulen. Weiter verbreitet sich Redner eingehend übe'v den Lllkoholismus und dessen Schäden. Abg. von Verlach (frf. 93g.) wendet sich gegen die letzten Neben ber Abg. von Oldenburg und von Bieberstein. Unerläßlich fei die Ausdehnung des Lroalitionsrechtes an die Landarbeiter unter Aufhebung des Gesinderechres für diese. Abg. von M a s s o w (kons.) erklärt, die ganze Art und Weise, wie Herr von Gerlach kämpfe, wirke verbitternd. Er wolle fein Urteil über Herrn von Gerlach fällen. Bekannt fei, wie oft derselbe seine Gesinnung gewechselt habe. Präsident Graf B a 1 l e st r e m erklärt wiederholt solche AuS^ drücke gegen ein Mitglied des Hauses für unzulässig und droht mit Ordnungsruf. Nachdem Abg. von M a s s o w hieraus kurz abgebrochen, ver- breitet sich Abg. Schöpflin (Soz.) gegen Hagemann polemisierend übe» Arbeitsverhältnisse in ber Brannkohlenindustrie. Abg. Förster-Reuß (Soz.) widerspricht den neulichen An^ gaben des Abg. Lehmann über die Entstehungsurfache des Konfliktes zwischen Unternehmern und Slrbeitern in der sächsisch- thüringischen Textilindustrie. Hierauf ecklart Präsident Gras Ballestrem die Debatte für geschlossen. Nach einigen persönlichen Bemerkungen bcS Abg. von Gerlach gegen die Angriffe von Maffows wird der Titel Staatssekretär genehmigt und eine fozialdemokratifche Resolution, betreffend eine Enquete über die Arbeitsverhältnisse in, ber Groß ° Eisen - Industrie gegen die Rechte angenommen. Morgen Schwerinstag, sozialdemokratischer Wahl^ rechtsantrag, Veteranenantrag Ni ß l e r. faft ebeiqo ausgiebig gesiegt, wie zuvor mit seiner akademischen Komodre „Der Privatdozent" (bereit Aufführung in Gießen übrigens zu Beginn dieser ^pieizett Herr Steingoetter ver- svtvchen hatte. D. Red.). D angebliche „Lustspiel" ist nicht sehr launig, üb-rempfindsam und m den Motlveil nicht neu. Zu der wahrhaft sttafrichterlick'-n Harte, mtt der am Samstag der Schlußakt niebergezischt wurde, ohne daß die leneste Regung von Beifallszeichen sich gemeldet Mtte, lag kern stichhaltiger Grund vor. Es sind schon viel unbedeutendere Stücke zu hohen Kassa-Ehren gekommen. Unb Diel uebeutenberc Werke einer Zisch-Hatz erlegen ” lieber ben M ü n ch euer Karneva'l bringt bas fvebruorbett der bekannten Münchener Monatshefte „Die'Kunst" (Verlag Bruckmann, vierteljährlich Mk. 6.—) einen außerordentlich reizvollen Beitrag: Münchener Künstlerfestkarten, Tanz-, Tisch- und Postkarten, kurz &rmneningsb(ätter an die alljährlich in München während des Karnevals stattnndenben großen künstlerischen Veranstaltungen. Eine Fülle von künstlerischer Eigenart, Grasie und Phantasie spricht aus den 36 köstlichen, zum Teil viel'arbig gedruckter Abbildungen, die dem Aussätze beigegeben sind. Der zweite, gleichfalls porzuglich illustr. Aufsatz ist dem Präsidenten der Münchener Se- zeslion, Hugo von Habermann, gewidmet. Habermann ist besonders durch feine Frauenbildnisse, in welchen er mit außerordentlicher Beherrschung der malerischen Mittel und fern von jeder konveu- tionetten Auffassung bas Kravriziöse in Bewegung und Mimik des Weibes darstellt, bekannt geworden. Die Wiesbadener Ausstellung zur Hebung der Friedhof - und Grabmalkunst will durch Gegenüberstellung der künstlerisch völlig roertlofen Nr. 88 •rfftelat t««Nch außer Sonntags. Dem Gießener Anzetger werden im Wechsel mit dem kesffschen Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in bet Woche beigelegt Rotationsdruck u. Verlag der Bruhl'schen Univers.-Buch-u. Stern- bruderet. R. Lange. Redaktion, Ervedrtto« und Druckerei: Schnlstraße 7. Redaktion 112 Verlag u.Lxved.e-^5I Adresse für Depeschen: Auzeiger Gießen. Abhole- u. Zweigstellen ntonatlich 65 Pf.; durch diePost 'Dir. 2.—piertel» jährt, ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für bie TageSnummev bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Ps^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für ben oolit. und allqem. Teil: P. Wittko; für .Stadl und Lank/ und .Gerichlssaal^: Ernst Heß; für ben Anzeigenteil: Hans Beck. Preußisches Abgeordnetenhaus. B e r l i ir, 13. Febr. Im Abgwrdnetenhause stand heute diL zwene Beratung deS Etats ber Berg-Hütten- und Salinen-Vei>i ung aus der Tagesordnung. §)anbelsminister Delbrück erklärte/ IHkU'IM»TOgmiM»»StfXTHrv\ 1 y.aKBrtga wi nw ymimwwn Durchschnittsleistungen der Grabmal'abrikanten und des wenigen^ Guten, das modern empsindende Künstler unserer Tage geschaffen! iobe’,/..cb,cJMugen für die Verrohiing des Gräberschmucks unsereri' Friedhöfe ossnen. C. F. A. Voyseys, des englischen Architekten, den Iich durch leine vortrefflich angelegten Landhausbauten einen auch außerhalb feines Vaterlandes bekannten Namen erworben hat, Arbeiten fchlieffen sich an. Richard Riemerfchmids künst-, lernche Maschmenmobel werden in zahlreichen guten Abbildungen gezeigt. Niemerfchmid ist es nun gelungen, durch Massenfabrikatlow guten billigen Hausrats mit ber .billigen und schlechten* Fabrik-, wäre erfolgreich zu fonfurrieren. Ausgeführt wird dieses Mobilicw' m den „Dresdener Werkstätten für Handwerkskunst". Erstes Blatt 186. Jahrgang Eichener 21 General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Die Lrniige Kummer umfaßt 10 KeiLeu, Are Aeichsstnavzen und die neuen Stcue:piojckte. (Sith MF Stellenvermittlung "DE Seitenweg 56,1. Str suchen Stellungen ß: inigt emf. Stützen ohne SlnlrfiL ib btfiere Wäbchen. (0967 Machen d. büw'.Mffl/d/iu iGe6au5arb .vrrst.,m.gutLrn<^ 0918 Mädchen, tvelcbes seither besien Ziel! en bekleidete,sucht Stelle iüeif. dcmIesi>rKierod.Bad-Nauheimd trau Schäier, Sonnenstr. 3. |09<- auf 5n meines *’ gewähre tat e Muster zu jedem atnbaren Preise ab! F«hre» eder Art prompt und * Rilliges, williges Alädchen iii$: Aelle bei kinderloser benIchM> Zraii Schnier, Connen'tr.3. sW -nnq. Mädchen sucht Stellet 3 älterem, alleinstehend, hem Offerten erbeten unter Q. O- mmwostlagernd Gteben.^M .SÄ-S8Ue' Sektion ÄSg'S ff’li “ den hinter sick. r> rf-:' Bauen und vom schlechten *’ Vom guten Kunstschriststeller Karl Meißner aus Dresden, der Schrift unS geschrieben: Der Oberkonsistorialerlaß. der den Pfarramtskandi- dat en in den zw^ei ersten Tienstjahren di e Ehe v erb ietet, wird m den Geistlichen ziemlich allgemein als em im Gesetz nicht begründeter Eingriff in die versönliche Freiheit der Geistlichen angesehen. Das Gesetz gestattet dem . erweiterten Oberkonsistorium die jederzestige Streichung des einzelnen Pfarramtskandidaten ausdienstlichen Gründen, und nur dazu hat auch offenbar das erweiterte O.-K. m der Sitzung vorn 12. v. M. seine Zustimmung gegeben. Man rennt iß ungefähr in Pfarrerkreisen die Gründe, welche etwa m lener Sitzung für die Notwendigkeit schärferen Anziehens der Zugel geltend gemacht worden sein mögen — die Sub o r d inatiou der Pfarramtskandidaten soll m letzter «Eit sehr zu wünschen übrig gelassen haben — aber man halt das Zufassen an diesem Ende für ungesetzlich. Naa; der eigenm Nvttz des O.-K. in der Darmst. Ztg. hat das erweiterte O.-K. auch durchaus nicht zu dem generellen Eheverbot scme Zu- , stimmung gegeben, sondern nur grün d s ä tz l i ck dl c Z u- lassung eventueller Streichung gebilligt, stlbstversiand- lich aus dienstlichen Gründen, da das Gesetz keine ankere Stteichnng kennt. Ein verheirateter Pfarrverwalter, der treulich seinen Dienst tirt und sich ohne Murren von Herckenhatn nach Neunkirchen versetzen lässt, auch wenn das Pfarrhaus dort besetzt ist, der eben für solchen Fall von vornherein Fürsorge getroffen hat, er wr'irde gegen seine Behörde das Gesetz hinter sich haben, und eine Behörde, die auf Grund des Erlasses vom 16. tyor Mt^ einen verheirateter Pfarrverwaltcr, um ibn dafür zu 'straien, in ein besetztes Psarrl>aus versetzen würde, hätte wohl kaum das Gesetz, kcinenfalls das Urteil der rechtlich Denken- Die Jagd nach dem Mörder. R Berlin, 13. ß-ebntar. Die Jagd nach dem Raubmörder Hennig, den die Berliner Polizei ergriffen hatte, der aber den Vorteil einer .humanen Behandlung" durch die । beiden ihn friedlich und vertrauensvoll geleitenden Schutzleute , wahrnahm, tollkühn über Dächer flüchtete, in ehrsamer Hand- - werkerkleidling mitten durch ein Heer von Häschern zum zweitenmal entwich und seitdem wie vom Erdboden verschlungen ist, den fieberhaften, kühnen, brillant auSgesonnencn Bemühungen tausender von Menschen spottend — diese Jagd hält Berlin derart in Atem, daß alle Ereigniffe der inneren und äußeren Politik, des Gesellschaftslebens, der Kunst, von diesem Thema vollkommen verdrängt werden. Die feinsten und die geringsten Leute auf der Straße, in den Restaurants, auf der Stadtbahn strengen ihren Scharfsinn damit an, die Ehancen des Verfolgten und diejenigen der Verfolger abzuwägen. Von Tag zu Tag wachst eine Empfindung, die man fast als Bewunderung der Schlauheit und Verwegenheit des Flüchtigen be- ! zeichnen kann. Und wir glauben nicht zu übertreiben, wenn wir behaupten, daß es von Manchem bedauert werden wird, wenn der Arm der Gerechtigkeit schließlich den Verbrecher zu erreichen vermag. Das erscheint auf den ersten Blick wie krankhafte Ueberspanntheit. Es ist auch etwas der Art. Aber doch noch mehr liegt der Grund dieser seltsamen Sympathie mit dem Mörder darin, daß der Polizei der Mißerfolg gegönnt wird. Eine ganze Anzahl von schweren Verbrechern 'sind im Laufe der letzten Jahre unentdeckt geblieben. Run kommt dieser neue Fall hinzu, in dem es wirklich im rechten Augenblick nicht allzu schwierig war, den Mann dingfest zu machen. Da fragt man sich: Ist die Kriminalpolizei in dem Groß-Berlin von drei Millionen Seelen ihrer Aufgabe gewachsen? Ja, so heißt es, wenn die Polizei sich weniger um Kleinigkeiten, um ganz unbedeutende Verfehlungen und Unterlassungen I be§ Bürgers kümmern möchte, dann hätte sie mehr Zeit für die wichtigen Anlässe. Mit dieser viel vernommenen Bemerkung wird der Polizei wohl Unrecht getan. Ein Beamter, der ein Auge zu- drückt, bringt sich bald um sein Amt. Gesetz und Reglement verpflichten'die Polizei zum Einschreiten auch da, wo sie es keineswegs mit Befriedigung tut. Die Polizei ist allenthalben überbürdet, sie muß auf zu vieles ihr Augenmerk richten. Die Schuld daran trägt das unerfreuliche Bestreben u nserer Gesetzgebung, alles und jedes mit einer Garnitur von Strafandrohungen zu umgeben. Führt die Polizei diese Gesetzgebung aus, dann entladet sich auf sie der Groll der Oeffentlichkeit. Die Berliner Kriminalpolizei ist wiederholt eingehenden Reorganisationen unterzogen worden. Es muß aber immer noch nicht das richtige System gefunden sein. Jedenfalls ist eS ein Zustand der Unsicherheit, daß ein höchst gefährlicher Mensch, deffen Signalement auf das genaueste bekannt ist, und der aller Wahrscheinlichkeit nach in Berlin und Umgebung sich aufhält, nicht ergriffen werden kann. Hennig wird auch in Posen gesucht, da Verwandte von I ihm dort wohnen. Mrehe rind Sichrrle. Aus Kreisen der evangel. Geistlichkeit unseres Landes wird '•■Tp P'i ’ä- {s .S - 1,1 Ocsterrcichisches Abgeordnetenhaus. Wien, 13. Febr. In der heutigen Sitzung kam es anläßlich alldeutscher Dringlichkeitsanträge zu unerhörten S k an dal- irenen. Ministerpräsident v. Gautsch hatte den Al (d e u t s ch e n vorgeworsen, sie wollten durch die Dringlichkeitsantrage die W a b l- rcf o r m vernichten. Daraufhin entstand em minutenlanger Tumult. Die Alldeutschen rufen mit geballten Fan st e n Gautsch zu: .Dieb! Schurke! Lügner! Betrüger! Tie Watte de? KabinettSche's verhallen im Lärm. Man sieht nut lerne Gestikulationen. Schließlich erklärt Gautsch, er werde unter keinen Umständen die von den Alldeutschen gewünschte Vorlage über die Trennung der Armee vorlegen. (Neuerlicher Tumult.) Gras Sternberg: Das Reich fet unter diesem! Herrscher weit gesunken. Tie Krankheit sei akut. .Wenn; Gott will, können wir von dem Uebel erlöst werden' Aru diesem Aenßerungen Sternbergs, die große Auirequng im Vause hervor-; riefen, erwiderte Gautsch, ein so trauriges Schauspiel wre heute habe das Hans noch nie geboten. (Neuerlicher Tumult bet den Alldeutschen.) . Nach Gautsch erhält der Alldeutsche Stern das Schlußwort. Gmitsch habe versprochen, ein Ermächtigungsgesetz über Ungarn einzubringen, dies aber nicht getan. Der M i u i st e r p r a s l d e n t sei wortbrüchig. Seine heutige Erklärimg ser e benso frech als dumm. (Rufe bei den Alldeutschen: Meineidiger D e m a q o g ! Gautsch Abzug! Lügner und Dieb Gautsch!) Hierauf wird die Dringlichkeit des alldeutschen Antrages, m dem die Trennung der Armee gefordert wird, abaelehnt. Abg. Jro teilte mit, den Anttag, dem Kaiser den Verzicht auf die ungarische Krone nahezulegen, werde der Abg. Stein auf eigene Faust einbringen. Der Präsident erhärte, er werde diesen Antrag nickt entqegennehmen. parlamentarisches. Berlin, 13. Febr. Die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses nahm einen Antrag Douglas- Zedlitz an, durch den die Staatsregierung ersucht wird, die Beschlußfaffung des Abgeordnetenhauses vom 6. April 1905 bett. Schaffung eine? VolkSwohlfahrtSamteS, durch Beratung in einer Kommission von Sachverständigen, m die insbesondere auch in der Wohlfahrtspflege praktisch bewährte Männer zu berufen sein würden, vorbereiten zu lasten. Die Steuerkommission deS Reichstages beriet die Vorlage über die Besteuerung der Personen- -fahr karten und nahm nach längerer Beratung einen Antrag des Dr. Becker-Hessen an, der die Stempelabgabe berechnen will nach der Kilometerzahl der Strecke, auf welche die Fahrkarte lautet, bei Fahrkarten von und nach ausländischen Orten nur nach der im Jnlande zurückzulegen- 'den Strecke, imb zwar für den Kilometer auf den Elsen- bahnen 1. Klaffe 1 Pfg., 2. Klaffe V* $fg., 3. Klaffe W, fat Dampfschiffsverkehr auf einer inländtschen Wasserstraße i/ Pfg. pro Kilometer und wenn das Dampfichiff verschledene tzahrklaffen hat, für die höheren Fahrklaffen gtei$ma&i9 < i/ Pfg. pro Kilometer. Die Fahrkarten der 3. Fahrklaffe -sollen, soweit im Eisenbahnverkehr die 4. Wagenklaste nicht geführt wird und der Fahrpreis der 3. Klaffe 2 Pfg. pro Kilometer nicht übersteigt, steuerfrei sein, ebenso die Militär- und Arbeiterfahrkarten. Bei Zeitkarten soll das Fünfzehn- fache, bei Fahrausweisen über Sonderfahrten, bei denen bte Fahrkarten für die einzelnen Teilnehmer nicht ausgegeben werden, das Fünfzigfache deS Steuersatzes erhoben werden. Der Stempelbetrag soll nicht entrichtet werden, wenn er für die einfache Fahrt nicht zu erheben sein würde. — Zentrums-Mitglieder haben in der Steuerkommission einen Antrag eingebracht, der die Automobil- steuer fesisetzen will nach der Zahl der Pferdekräfte des Motors und nicht nach der Zahl der Sitze. ■ -i' Brrefkcrstcir oer (Anonyme Anfrage« bleiben unberücksichtigt). S. i. B. Wir können aus Jbrer Anfrage nicht reust nug werden. Offenbar haben Eie die fraglichen Zeugen direkt, d. I). ohne Vermittelung des Gerichtes laden lasten: in diesem Falle |mo Sie an sich verpflichtet, den Zeugen ihre Auslagen und Zeitversaumnis zu vergüten. Wenn Sie aber die Zeugen tatsächlich vor oem Termin abbestellt nnb auf sie verzichtet haben, brauchen Sie auch keine Entschädigung zu gewähren. Sie haben uns nicht mttgeteur, ob jene Zeugen auch vernommen worden sind; ist das der mögen jetzt als Heimarbeiter in den verschiedensten In-! dustriezweigen rund 400 000 Kinder tätig sein, und die Not dieser Kleinen erhellt aus der Tatsache, daß die Altersgrenze, bis zu welcher Srinber beschäftigt werden, bis zu drei Jahren hinabgeht, und daß ihr Arbeitslohn z. B. im Erzgebirge bei Holzschnitzereien IVr Pfennig in der Stunde, die Arbeitszeit wöchentlich 60 Stunden beträgt. Es ist wesentlich der deutschen Lehrerschaft zu danken, daß in oas Elend der Kiilder-Heimarbeit hineingeleuchtet worden ist, und man kann den Erziehern der Jugend, denen die Folgen der Kinderarbeit in der Schule offenbar werden, nur beipflichten in der Forderung: das Ziel sei Abschaff- -’-Lr Aus Stadt und Land. Gießen, 14 Februar 1906. ung der Kinderarbeit! Vis dahin ist freilich noch ein weiter Weg, denn es handelt sich um eins der schwierigsten Gebiete der sozialen Gesetzgebung. Aber die lAeimarbeits-Ausstellung hat den Stein ins Rollen gebracht, und es ist zu hoffen, daß die Beratungen im Kronrat auch der Frage des Schutzes der landwirtschaftlichen Kinderarbeit zugute kommen. Etwas „mehr Tampst' tut hier not, denn es sind nahezu drei Fahre ins Land gegangen, seitdem sich Mrst Bülow mit den Ernzelremerungen in Verbindung gesetzt m , r.- < » m ~ hat zwecks Veranstaltung von Erhebungen über die ftiiioeiv -ltf r,3,er^.nr.Q5un^, ®“C9CC°e Ve gvünbct fern. naturgemäß auszubilden. " Ein Jubiläum. Wir lesen in dem Leipziger Fachblatte ,Musikhandel und Musikpflege^: In diesem Jahre kann Herr Ernst Challier in Gießen, der in letzter Zeit auch öfters in sachlicher, aufklärender Weise zu der Frage des musikalischen Aufführungsrechts das Wott^ ergriffen hat, das 25jährige Jubiläum seines berühmten lerikalisch-katalogischen Verlags feiern. Aus kleinen Anfängen, als Liebhaberei im Selbswerlag 1881 in Berlin entstanden, hat sich dieser katalogiscke Verlag zu einem bedeutenden Unternehmen entwickelt, dessen stetig anwachsende Verbreitung immer mehr seine Unentbehrlichkeit im Musikalienhandel bekundet. Tas genannte Blatt führt dann die 10 Challlerschen Werke auf, die ,ein vortreffliches Werkzeug deS Musikalien. Händlers^ genannt werden. , ,, r. Bad-Nauheim, 13. Febr. Wir lesen im htesrgen Gen.-Anz.: . In einem hiesigen Blatte wird von einem „eigentümlichen Konflikt" gesprochen, der zwischen der St a b t b e rw a I tu ng und der Ortskrankenkasse ausgebrochen fet. Bei näherem! Zusehen aber findet man, daß der „eigentümliche KDnflikv tn der einfachen Tatsache bestellt, daß die ^tadt künftig von der Krankenkasse pro Verpslegungstag den Satz, von 1.70M fordett, wahrend die Ortskrankenkasse dies ablebnt und ihre Patienten in Nieder-Weisel unterbringen will. Für jeden Ar^t ist es leut Geheimnis, daß für 1.70 Mk. die Verpflegung eines Kranken,nicht zu leisten ist, und daß die Kassen daran gewöhnt sind, w'e die ärztliche Behandlung so auch die Krankenbauspflege unter Sellist- kosten zu empfangen. Ter Ivhanntterorden versiigt durch Ver- leihuitg des Johanniterkreuzes über sehr gute Einnahmen, welche bestimmungsgemäß für die Krankenpflege^ zu verwenden sind, sie Tonnen also durch diese Zuschüsse in Nieder-Weisel die Kranken zu 1 Mk. verpflegen. Die Krankenhäuser aber, bte in dev Nähe solcher Wohltätigkeitsanstalten liegen und nicht über besondere Jonds verfiigen, müssen sich natürlich gefallen lassm, bav von feiten der Krankenkassen mit dem Wegbringen der Kranken in billigere Anstalten gedroht wird. Wenn bte Selbstkosten für einen Derpflegungstag annähernd 4 Mk. betragen und die betreffende Anstatt nimmt die Kassenpatienten zu 1.70 JUtE. auf, so ist mehr als die Hälfte des Satzes der betreffenden Kasse zum Geschenk gemacht. Wer selber einen Haushalt fuhrt, wer Die Einrichtung eines Krankenhauses und die Bedürsiitsse des Kranken an ärztlicher Behandlung, Pflegepersonal nebst allen Arzneimitteln und Instrumenten kennt, kann auch beurteilen, daß sich das Krankenhaus bei einem Pflegesatz von 1.70 Mk. keineswegs an der Ortskrankenkasse bereichern ober damit ein Defizit decken kann: im Gegenteil, bas Krankenhaus stünde sich am besten, je weniges Patienten die Ortskrankenkasse ihm zuweisen würde. Frankfurt, 13. Febr. Zugunsten der Invaliden sowie der Hinterbliebenen der in Südwestafrika gefallenen Krieger soll am 23., 24. und 25. März im Hippodrom ein Reiterfest stattsinden. Die Offiziere der Frankfurter, sowie der berittenen Regimenter in Hanau, Darmstadt und Mainz mit ihren Damen, sowie mehrere Herren und Damen auS der Frankfurter Gesellschaft werden sich daran beteiligen. Die Gttmdidee für die Veranstaltung ist im ersten, historischen Teil: Einzug Gustav AdoliS in Frankfiirt a.M. im Jahre 1630. NLhchrrchten. EvangeLische (tienieinbc. Donnerstag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, int Matthäus* saal, Kirchslraße 9: Bibel stunde. Offenb. Jobs. 3, 7—22. Pfarrer D. Scklo f f e r. _ rr rs c qt> Q Q e <= ® COZ 2 Z K S «73 {£. ä ^S^SKN- K =& .-^S-LS 2 2 »v wer? g?« (2 c: <-> NÖS bi P ein Bu/. Rm. 126 Nm. 43 B13/, 0 996 B15/2 4- 12 — » 988 Telephon 434. 982 «‘»•’S Marktstr. 9 n. Wettergasse. © 4 5? Z 68 142 26 190 55 199 Uhr nach- 8.— 20.— o ’o CO 2480 2770 1250 1850 100 100 41 1/5 16 E «j> aw o e a C? ~ .= S> xr en « s Q Ä c Rm. Rm. Rm. Rm. 475 1350 300 50 9 12 6 & >e an 58 CE. «n en" >ri- S en c 22 q Q § G? Holzverfteigerung tu den Waldungen der Gemeinde Wreseck. Samstag, den 17. d. Mts., vormittags 10 beginnend sollen in dem Distrikt Klause, Abt. 11, verzeichnete Holzsortimentc versteigert werden: 177 Nm. 8 „ 2 , 4 „ 60 „ 3-1,5 „ 7 w 5 „ 4 „ 8,5 w 5 o 0 la. Lackleder-Tanz^cfiuäie in verschiedenen Aus übruuqen Herren Knopf- uu Schnürstiefel in Lackleder „ ui la. Ter Markgegenschreiber. Heinstedt. 2 8 24 12 cd d Buchen-Scheitholz Eichen „ Erlen „ Kiefern „ Buchcn-Knüppcl Eichen „ Fichten „ Kiefern „ Aspen „ Birken „ Wellen Buchen-Reisig Wellen Eichen-Reisig Wellen Kiefern-Reisig Wellen Fichten-Reisig Rm. Eichen-Stockholz Rm. Kiesern-Stockholz Rm. Fichten-Stockholz Lich, den 12. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei: Dörmer, Beigeordneter. Großherzoglich Hessische Bürgermeisterei Gießen. Ate cum, Oberbürgermeister. a. Nutzholz. Eichenstämme mit 10 Fm. Eichen-Gartenpfosten ä 2,20 m lang Kiefernstämme mit 5,12 Fm. Fichtenstämme mit 35,89 Fm. Eichen-Derbstangen mit 2,70 Fm. Fichten-Derbstangen mit 15,73 Fm. b. Brennholz. vergeben werden. Leihgeslcrir, den 12. Februar 1906. Grohherzogliche Bürgermeisterei. Heß. Decksteiuiieferuug. Die für das Rechnungsjahr 1906 zur Unterhaltung der Ortsstraßen zu Leihgestern erforderlichen Dccksteine, zirka 40 cbm, sollen SamStag, den 17. d. Mts., nachmittags 3 Uhr aus dem hiesigen RathauS an den Wenigstnehmenden Rm. Eichen, 320 Rm. Küfern; Stöclc: 58 Rm. Eichen, 212 Rm Kiefern; Reis bolz-Wellen: 3000 Buchen (Forstwclleu), 1800 Eichen (Ast- reifer), 6300 Kiefern; Fichtenderbstangen: 117 Stück — 2.64 Fstm Buchen-Scheitholz Eichen - Scheitholz Kiefern-Scheitholz Buchen-Knüppelholz Eichen - Knüppel- holz w Kiefern-Knüppelholz iWeißbindcrslangen und Wagnerholz-; Fichtenreisstangen: 3830 Stück — 31,22 Fstm. (schönes Spalicrholz und 750 St^ck Bohnenstangen. B11/. Dee Zuiammentullit ist auf dem Schlagweg am Waldcingang von BurfbardS'eiden her Grolmaniiswald^ Das Stangenholz kommt ruerst. o 5 oxa x; a Holzverfteigerung der Gräfl. Oberförsterei Laubach. Dienstag öcn 20. Februar aus 1) Hölzchen, rm: 15 Buchen- dnb criaien-Prugel, 45 Bua-enreiser-Prügcl, lu Fichieunuh-Prügcl -3 m lang >. 4 Fichten-Stücke, 143 Ficdtcnstämme, 6/21 m laug, l_/2? cm Durchm. — 34,26 1m, 21 Dcrbslaugtn I. u. 11. Kl — 2,4 . im. 2) Dörrnberg. buchen, rm: 1,9 Scheit II. Kl., 7 Prügel, 13,5 Slöckc 1. Ki., Aspe, rm: 1,4 Rundscheit, 2 m lang; Fichte^ rm: 7 Stücke; Stämme 2 Eichen, 0, 3 tm (für Wagner-, 3 Lärchen 0,78 fm. 1 Aspe 0,u7 fm 3) Silbach. rm: Buche: 3,5 Scheuer II. Kl., _6 Stöcke, 29 Reiser- Prügel, 'Radel-Prügel, 6,8 rm Kiefer und Lärche. 4) Hubberg, rm. 18 abständige Buchcn-Prügcl, 19 E'chen-Prügel, 2,9 Fichieulaticn- prügel, 3 Nadclstöcke, 70 Eichenstamm-Rciser, 120 Buchenzops.Reiser. Stämme: 5 Eschen, 4/10 m lang, 13/23 cm Durchm. — 0,71 Im, 1 Birke, 16 m lang, 23 cm Durchm. — 0, 6 fm, 9 Fichten: 10/24 m lang, 13/3a cm Durchm. — 6,55tm. Derbstangen: 11 Fichten, 7/14 m lang, 8/11 cm Durchm. — 0,74 fm. 5) Leseholz und Kohlenrciser stächenwcise. Nur das Bauholz aus Hölzchen Jir. 1—101 wird vorgczctgt. Zusammenkunft 10'/, Uhr auf der Kreisstraße GoiUerskircheu-Ulia am Eiugcmg zum Hölzchen vou Ulfa aus. L"/, Holzversteigerung in dlr fürstlichen Obirförsterei Lich. Dienstag, den 20. Februar, vou vormittags 9'/, Uhr im Distrikt 2-lönchwald: Knüppel: 6U Rm Buchen, (Slammlnüppcl>, Die Zusammenkunft ist oberhalb der Sandgrube. Wreseck, den 12. Februar 1906. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. So mmerlad. Holzversteigermrg im Licher Ltadiwald. m * A 2 ® ® 5.36 „ Wellen Duchen-Rcisig Fichten „ „ Kiefern „ „ Eichen „ « Aspen „ Birken „ Rm. Buchen-Stockholz „ Eichen „ Fichten „ Kiefern „ Meldungen sind unter Beifügung von Lebenslaui, Zeugnissen mit Angabe der Gehallsansprüche und des Tages, au dein der Eintritt erfolgen kann, bis Ende dieses Monats bei uns einzureichen. Gießen, den 12 Februar 1906. ’^bct l» : ^bct febt Techniker gesucht. Für die Beaufsichtigung des Theater^Ncubaues dahier wird im Thcaterban erfahrener Techniker gejucht. in großer Auswahl zu bedeutend herabgejetzten Preisen. Weisse Glace-Salon-Schn he .... 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Derb stanken: Eichen 92 Stück, 7 Fstm., zu Deichseln und Langwieden geeignet. Fichten: 155 Stück, 8 Fstm. Lärchen: 24 Stück, 1,38 Fstm. Kiefern: 4 Stück, 0,23 Fstm« Reisstangen: Fichten 6 Stück. Mittwoch, den 21. und Donnerstag, den 22. ds. Mts., vormittags 91/, Uhr kommen zur Versteigerung 117 Rm. Buchen-Scheiler I. Kl., 244 Rm. Buchen II. Kl., 79 Rm. Eichen-Scheiter, 756 Rm. Bnchen-Stammknüppel, 301 Rm. Eichen-Stammknüppel, 2 Nm. Kiefernknüppel, 430 Rm. Buchen-Durchforstung-Reisig, 602 Rm. Eichen* Durchforstungs-Reisig und 6 Rm. Kiefern-Reisig. Die Zusammenkunft ist am Dienstag und Mittwoch auf der Kreisstraße Södel—Oppershofen am Judenpfad. Donnerstag die Zusammenkunft auf dem Wohnbacher Weg am Eingang des Waldes. Es sei noch bemerkt, daß die schweren Eichen- und Buchen-Stämme gegen 117$ Uhr zur Versteigerung kommen, am Horstköpfel und Hemelshausen. Oppershofen, den 13. Februar 1906. Chevrean mit Laekkappe „ 12.50„ 20 — Tanzschuhe mit Krawatten- Holz Versteigerung im Gießener Staotwald. Donnerstag, den 15. Februar 1906, vormittags 9V, Uhr ^ginnend, werden zu den Distrikten Hochwarte, Stolzenmorgen, Ncuhege und Philofopheuwald oerftcigevt: "“Momn, „b t!n ""tat SerüdUt; a"l> kbiubfS LrK neift nur in V§.6* kbt, fn*e " "Wgm unb Z?“n l'fct I°m 6 btn S"n0VGi" 16= "ft5l,,rt» * 54* "--"iblmd-nbäch 2» N hiesig. fieute n»4 •tn rönne, anführte. '®anb'! i” Safi«, bk. uqewerbschulkn unb Bau- ■‘Oien Nachahmen btt aUtn en' ^onbern sie zum itlb. 1‘ b-ernct hob er bie Not- eft allzusehr schematisierenben Umsetzung ästhetischer Cach. Bauprojekte. Dann werbe leben, wenn aber baS Verso weiter gehe, wie seither, : deutschen Heimat mehr unb und fülle sich mit Spuren folgte lebhafter Beifall unb iben, Lehrer Val. Müller, ^chung hob Pros. Sommer oichtigsien Aufgaben Gießens guter Verkehrsmittel iweise zu erhalten unb den i ben jetzigen Verhältnissen c lesen in dem Leipziger Fachpflege': srnfl Ghallier in ®ie6«, achlicher, aiMrenber Weise p -rungsrechts das Wort tTqrifia fiint seines berühmten Verlags feiern. Au?klemm lbstverloa, mW* ; Vertag zu tintm dedmtv^'." lmmachienbe • Msikalienhandü btfwijt t dann die 10 W* Werkzeug des MusikalM Wir lesen ün hiesV vird von einem „eigentümW LiderSiadtverwaUiM 1 ^gebrochen sn Bei L7 eigentümliche >üssc m Md-r.» bje j, bd irankenMsee » lten liegen und nM ba6 liA natürlich gfl^len KdemWegbEKstenx ’ ’a gefltUy Sübtt'J10! im W*. L^khtcn. n^intc. <$«11^ 6lr|61* »inWa*bitA « -.SxE I,nl| z-»«-" Freitag, den 16. Februar nach Zusammenkunft dusder Riederbessingener Schneiße im Kreppelwäldchen in den Distrikten Kreppelwäldchen, Langebuchcn, Dickestell, Nntererfveierlingskopf und Maurerkasparskopf. Scheiter, Rm.: Buchen 12, Eichen 51, davon 35 Rm. rund. Knüppel Rm.: Buchen 10, Eichen 103, Birken 2, Linden 4,2. Stöcke Rm.: Buchen 4, Eichen 185. Wellen, Stück: Buchen 800, Eichen 5100, Lärchen 70, Linden 70. Nutzknüppel Rm.: Eicheir 9 (2,5 lang). Stämme: Eichen, 18 Stück von 4—7 Mtr. lang und 13 bis 14 Ztm. Durchmesser. Die Eichenstämme und Derb- stangen sind zu Deichseln und Langwieden geeignet. Derbstangen: Fichten 1133 Stück mit 50,68 Fstm., Reisftangcn: „ 4976 „ M 29,53 Die Zusammenkunft ist auf der Grünberger-Sttaße an der Happelswiese. Gießen, den 9. Februar 19o6. B'% Großherzogliche Bürgermeisterei I. B.: Curschmann. S an — aä" sa ' X) -o OEC — C :<5 SCSC uO L) ep CT- t» o y 2 z-> S JO Ci s E>Z3 s Spam c c 2 .d c o & E C d C - O ” s L VD CJ O" o Z s Ä- o CD »s c OS - — K - » f, . JO VD c •— K *0 ä ® — c o L yS o & C- 5* vO c S7 E ■*=> v- Q E o o -q uy Geschmackvolle neue Muster und Formen Reichhaltiges Sortiment Elegante Neuheiten Seltersweg 19 1003 Seltersweg 19, Nur erstklassiges Fabrikat zu unerreicht billigen Preisen. 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