Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ffi Ire Heutige Fumrner umfaßt 16 Seiten. Zer Kall Karle vor Den Kelchworenen. Gießen, 15. Juni. am ersten Verhand der Sache mit konnten nur mit Mühe vor der Wut der Menge geschützt werden. 1904, als auf seinen — Eine hiesige Lokalkorrespondenz meldet, daß ein Postbeamter unter dem dringenden Verdacht steht, mit dem Geheimdienst der sozialdemokratischen Partei in Verbindung gestanden zu haben und wegen Unterschlagung zahlreicher Briefe in Untersuchungshaft genommen worden ist. Es handelt sich um den Briefträger, dem die Briefbestellung im Polizeipräsidium oblag. Der Verhaftete ist überzeugter Anhänger der Sozialdemokratie. Er soll verschiedene Briefe an das Polizeipräsidium dem »Vorwärts * auSgeliefert haben, der diese Briefe veröffentlicht hat. Eine Reihe von Personen deS »Vorwärts" sind in verwickelt. — Die »Freisinnige Zeitung* hat im März Eugen Richter von der Zeitung zurücktrat, th. (Fortsetzung.) Nr. 139 9r|e darüber zwischen Vertretern des Bundesrats und der Eisenbahnbehörde schweben, sind noch nicht abgeschlossen. Wunsch, weil er sonst für jeden Artikel verantwortlich gemacht werde, den Rainen »Freie Deutsche Presse" angenommen und den Zusatz »begründet von Eugen Richter" beseitigt. Der Verlag teilt mit, daß durch den Tod Richters die Gründe für die Titeländerung hinfällig geworden sind und daß die Zeitung daher von nun ab wieder unter dem früheren Titel erscheine. Sie soll.auch wieder wie früher in einer einzigen großen Ausgabe erscheinen. Potsdam, 15. Juni. Heute Morgen begab sich der Kaiser und die Kaser in und die Prinzessin Viktoria Luise nach dem Mausoleum bei der Friedenskirche und legten dort als am Todestage Kaiser Friedrichs einen Kranz nieder. Hannover, 15. Juni. Der Kaiser ist mit Gefolge hier eingetroffen. Karlsruhe, 15. Juni. In der zweiten Kammer wurde heute die sozialdemokratische Motion bctr. Trennung von Staat und Kirche mit allen gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Demokraten ab gelehnt. Der Antrag auf Aufhebung des § 16b und c deS Kirchengesetzes von 1874 wurde gegen die Stimmen des Zentrums einer Kommission überwiesen. Mecklenburgs Gesandter in Berlin. Vom Heimattcnrde Fritz Reutcr's ist in der Politik verhältnismäßig selten die Rede, und in dem, was berichtet wirb, liegt in der Regel ein gewisser Humor. So auch jetzt wieder anläßlich des bevorstehenden Wechsels in der Berliner mecklenburgischen Gesandtschaft. Der langjährige Vertreter, v. O e r tz e n, dem man Gegnerschaft gegen VerfassungS- und sonstige politische Reformen trachsagt, soll einen Nachfolger erhalten von moderneren politischen Anschauungen, wodurch die Regierungen in Schwerin und Strelitz ihre Geneigtheit zum Ausoruck bringen würden, mit einer Reihe von Rückständen im Obotritenlande zu brechen. So ist wenigstens, der „Nationallio. Corvesp." zufolge, die Ptein- ung der Herren vom Bundesrat. Herr v. Oertzen, in seiner ganzen Paftönlichkeit der Typ eines Reuter'schen Landedelinannes, dürfte einigermaßen erstaunt fein, zu hören., daß eS wesentlich feiner Mitwirkung zuzuschrciben ist, wenn Mecklenburg bisher „bewahrt" blieb vor den politischen Errungenschaften der Neuzeit. Eine so einflußreiche Betätigung des mecklenburgischen Gesandten ist jedenfalls nicht zu erkennen an dem Maßstabe seines öffentlichen Auftretens in Berlin. Im Reick-stage war Herr v. Oertzen wohl zumeist anwesend, von der Beteiligung an der Debatte aber hielt er auch dann nickst viel, wenn die mecklenburgische Verfassungsftage erörtert wurde, der angeblich sein besonderes Interesse und Vettnenst galt. Vergegenwärtigt man sich beispielsweise die gedankenreichen Parlamentsreden. in denen Graf Posadowsky seine Ausck^iuungen über die Bekämpfung der Sozialdemolratie niedergelegt hat, dann gibt es kein drastischeres S:ftenstück, als daZ Programm, zu dem in dieser Frage Herr v. Oertzen int Reichstag sich bekannte: „Ich halle cs für ein Unding, mit seinem Gegner darüber zu streiten, wie man sich seiner erwehrt." Damit war für Herrn v. Oertzen der soziale Kampf, die bedeutsamste politische Er- scheiming und Streitftage der neueren Zeit, rednerisch abgetan. „Auch ein Standpunkt!", mochten sich viele Mecklenburger sagen; sie gingen hin und wählten die Kandidaten der linksstehenden Parteien. Da selbst ein so patriotischer Mecklenburger, wie der nationalliberale Mbg. Büsing, im Reichstage bittere Klage führte über die politische Rückständigkeit seines Heimatlandes, läßt sich die Verstimmung auch des mecklenburgischen Bürgertums ermessen. Selbst in den Kreisen der Ritterschaft dort beginnt man stutzig zu werden und sich mit dem Gedanken an konstitutionelle Reformen zu befreunden. Möglich, daß auch bei den Regierungen der Grvßher zogt inner eine Meinungsänderung in diesem Sinne sich vollzieht, daß anstelle deS Herrn v. Oertzen ein Mairn etwa von den Anschauungen deS konservativen Slbg. Frhr v M a l tz a n die Leitting der Berliner Gesandtschaft übernimmt, waS abzuwarten bleibt. Der Anlaß zu dieser Wandlung läge dann eben rt der Rücksichtnahme auf die Wunsche der großen Mehrheit biv mecklenburgischen Dolles. Nur diese Dünsche könnten bestimmend sein für die Politik der großh. Negierungen, nickst etwaige Ratschläge des Gesandten in Berlin. Ob Herr v Oertzen solche erteilt hat, darüber i;t, wie gesagt, so gut wie nichts bekamst geworden. Repräsentant der schon von Reuter ironisierten alten Zest war er sicherlich, und als solck^'r nahm er eine Sonderstellung ein unter den einzelstaatlichen Vertretern in der Reichshcniptstadt. _____ _ Alandsinseln. „DagenS Nyheier" zufolge landeten am Dienstag das russische Panzerschiff „Asia" und mehrere Transportschiffe auf der Insel Prestoe 300 Mann. An demselben Tage ist, wie das Blatt ferner meldet, der Großfürst Alexander Michailowftsch von HelsingforS auf dem von 4 Torpedobooks- jägern begleiteten russischen Kriegsschiff „Almas" ebenfalls dort eingerroffen. Im Sund zwischen Bomarsund und Prestoe liegen gegentoärtig außer den genannten Schiften das russische Panzerschiff „Finn" uiid 4 Torpedoboote. Aus Prestoe sind provisorische Wohnungen für die Soldaten errichtet. (Wir teilten neulich bereits mit, daß die schivcdische Regierung Besorgnisse hat wegen der Besteigung der Alandsinseln. Diese 300 Inseln liegen zwischen Finnland und Sckswedcn im bottnischen Meerbusen. D. R.) Christiania, 16. Juni. Eine Begegnung Kaiser Wilhelms mit König Hakon wird am 8. Juli in Tront- heim stattfinden. Morgenblaoet konstatiert, daß Kaiser Wilhelm der erste Monarch ist, der stLorwegcns neues Königshaus besucht. Wien, 15. Juni. Eine Konferenz der s o z i a l i st i s ch e n Gesamtpartei faßte eiirstimmig den Beschluß, die organisierte Arbeiterschaft in ganz Oesterreich aufzufordern, unverzüglich daran zu gehen, die letzten Vorbereitungen für den M a s s e n st r e i I in möglichst großem Umfange zu treffen. Politische Lage»scharr. Ter Traum des Kaisers. Die anglo-französische Presse in Nordafrika ist in ihrer Hetze gegen Deutschland unentwegt bei der Arbeit. (Sine Auslassung, die von dem führenden Blatt »Die Pyramiden" in die meisten anderen ägyptischen Zeitungen übergegangen ist, schreibt unter dem Titel: »Der Traum deS Kaisers" unter anderem Folgendes: ,G esch lagen inAlgeciras, geschlageninAkaba, ist Wilhelm II. entschlossen, sich iür die „Entente cordiale* zu rächen. In dem Gebiete, das sich von Gibraltar bis zum Suezkanal ausdehnt, wird er seinen ewigen Rivalen England, feinen Feind Frankreich und seinen wenig fügsamen Verbündeten Italien erreichen. Seme airikanischePolitik verfolgt lediglich den Zweck, die gehässigen Gesinnungen der rnu Hämin edanifchen Bevölkerungen zu ermutigen und ihren Fanatismus wach zu rufen. Es unterliegt fernem Zweitel, daß der Kaiser davon träumt, die muhammedanisch en Kolonien feiner Rivalen bald in Feuer und Blut zu sehen. Tas wird seine Revanche für Algeciras, seine Revanche für Akaba, seine Revanche für die angln- russische Verständigung jein. Es bleibt der Zukunft vorbehalten, ob er sie wird nehmen können, und ob er bei der Entfachung von religiöje» Zwistigkeiten nicht den Zusammenbruch seines eigenen erdrückenden und tyrannischen Militarismus herbeiiühren wird/ Inzwischen hat Frankreich bezüglich der Oase von Pat in London ein Uebereinkotnmen mit England unterzeichnet, das unwiderleglich Frankreichs gefährlicheAbsichten in Afrika festlegt. Also das ägyptische Blatt verwechselt einfach absichtlich Frankreich mit Deutschland. stelle waren. Restaurateur Max I a s k o w s k y ist Pächter des Löwen. Carls hat öfter in dem Lokal verkehrt, bei Tag und auch abends; während der Abbrnchsar reiten der früher Luhschen und Thomasschen Hosreiten ist er öfters am Tage im Löwen gewesen, hat sich aber nie Lange darin aufgehalten. Am Tage deS Brandes ist Carlö am Vormittag um 9 Uhr in den Löwen gekommen. Der Zeuge kann sich nicht erinnern, ob und wie oft der Angeklagte an jenem Vormittag sein Lokal verlassen und wieder betreten hat. Es kann dies drei- bis viermal gewesen fein, jedenfalls war der Aufent- halt jedesmal nur kur-. Ob CarlS von 12 Uhr bis 2 Uhr mittags im Löwen war, kann der Zeuge nicht angeben, da er während dieser Zeit seine im Nebenraum speisenden Mittagsgäste bedient hat und so auf die Gaststube nicht achten konnte. Der Angeklagte könne bann von ^3 Uhr bis zum Ausbruch des BrandeS im Lölven gewesen sein, und zwar dauernd, der Zeuge erinnert sich dessen gewiß. Carls saß am runden Tisch und bezahlte eine Flasche Wein. Meyer bestellte darauf die zweite Flasche; als diese auf den Tisch kam uub die Gläser gefüllt waren, ertönte Feuerlärm, des Zeugen Frau kam mit der Meldung, bei Rothenbergers brenne es. Carlä äußerte hierauf, das hätte der Rothenbergern so gepaßt, wenn das Lumpenlager abbrennen würde. Auf Befragen crTIärt der Zeuge, daß Carls kein starker Raucher sei und daß er auch nie wahrgenommen hat, daß dieser abgebrannte Streichhölzer in die Tasche steckte; er halte ihn auch für keinen Trinker. Jaskowsky ist der Ansicht, es sei 23/4 Uhr gewesen, als der Brand in seiner Gaststube bekannt geworden sei. — Kaufmann Alt- Hoff war am Brandtage vor 11 Uhr im Löwen. Er ist der Ansicht, daß Carls später in die Wirtschaft gekommen ist und geäußert hat, er wolle nach Hanau nnb am nächsten Tage von dort aus nach Darmstadt, um den Fastnachtszug anzusehen. Der Angeklagte war nicht ununterbrochen in der Wirtschaft, sondern ging öfters kürzere Zeit weg. Gegen 2 Uhr kehrte Carls, nachdem er längere Zeit weg- gewesen war, wieder in die Wirtschaft zurück und gab die Masche Wein zum Besten. Es wunderte sich jemand, warum Carlö so oft die Wirtschaft verlasse, worauf dieser sagte, er habe draußen altes Material liegen und müsse sich öfter um dessen Verkauf kümmern. Der Zeuge hat int Auftrage Carles die verschiedenen Eingaben wegen des Rothenbergerschen Besitztums usw. an die Stadt und das Areisamt verfaßt. Gelegentlich hat Carlä ihm Mitteilung gemacht, daß Frau Rothenberger von ihm Gelände kaufen wolle, um ki ihrer Hosreite eine Einfahrt zu bekommen. Althoff erklärt, soweit er Carls kenne, und dies sei nur aus dem Wirtshaus, halte er ihn für einen Menschen, der es nicht lange auf einer Stelle aushalte. — Zeuge Wilh. Meyer bekundet,E. habe bei dem Weinlrinken am Brandtage einen Schein wechseln lassen und sei bann hincrusgegangen, um Arbeiter auszulohnen. Er kann nach 2 Uhr ein- bis zweimal die Wirtschaft kürzere Zeit verlassen haben. Ms der Feuerlärm laut wurde, ist er mit dem Angeklagten nach dem Hofe hinausgegangen, um zu sehen, wo es brenne. C. habe geäußert, er würde sich ärgern, wenn das Haus der Witwe Rothenberger abßrcnnc und sie es dann bezahlt bekomme. — Stud. Salzmann kann überhaupt nichts bekunden, er hat nur mitgetrunken und gar nicht gehört, daß c5 brenne. Ms die Gäste des runden Tisches ihn beim Ausbruch des Brandes allein gelassen hätten, habe er nicht gewußt, was los gewesen sei, und weil eS ihm im Löwen allein zu langweilig war, sei er fortgegangen. — Aug. Weber und eine Reihe von Arbeitern, die bei den Abritzarbeiten der CarlLschen Häuser am Neuenweg am Brandtage und früher läng waren, befunden nur, sie hätten nicht bemerkt, daß die Werkstätte am Brandtage nicht verschlossen gewesen sei. Die Werkstätte hinter der Rothenbergerschen Hosreite sei urfprüngud) offen gewesen und habe zur Lagerung von Abbruchmaterial gedient. Etwa 10 Tage vor dem Brande ließ Earl6 die Tür zu dem Gebäude verschließbar machen und nahm den Schlüssel an sich. Mehrere der Leute haben gesehen, wie ihr Arbeitgeber am 24. Febr. in der Werkstätte gewesen ist; was er da gemacht hat, wissen sie nicht. — Maurer Friedrich Sch u hdecker, Arbeiter bei Witwe Rothenberger, schildert, wie er am Montag, also zwei Tage nach dem Brande, beim Hinausschasfen von Lumpen aus dem Magazin, in dem es am 24. Februar gebrannt hat, in der Nähe der Brandmauer auf dem Fußboden mit Papier und Fäden umwickelte Streichhölzer auf* gefunden hat. Ferner fand er ein Backsteinstück, das aus der Mauer herzurühren schien. Der Zeuge, der in der Voruntersuchung weitere belastende Angaben gemacht hat, erklärt, er wisse heute davon nichts mehr und gibt auf weiteres Befragen des Vorsitzenden ausreichende Antworten, sodaß dieser sein Verwundern äußert, daß ein lOjähriger Mensch ein so schlechtes Gedächtnis habe. — Kätchen Stüh ler war in Diensten bei Rothenbergers, sie hat zuerst am Tage des Brandes den Rauch aus dem Magazin kommen sehen. Welche Zeit es war, als sie zuerst Rauch beobachtet Hit, weiß sie nicht. Dieses Mädchen erzählt, daß Carls am Tage vor dem Brande auf Rothenbergers Hof gekommen ist und vor dem Lumpenlager stand, sodaß er fehen konnte, daß es stark gefüllt war. Als der Angellagte wieder [ortgegangen war, hat Fräulein Rothenberger erzählt, daß er danach Aus dem parlamentarischen Außtand. Am 14. Juni herrschte aus der Petersburger Börse Panik. Durch die finanzielle Krise werden viele Banken in den Provinzen zu Grunde gerichtet. Die agrarischen Unruhen dehnen sich überall auS. Ernste Unruhen fanden in Twer und in Nowgorod statt. Eine neue baltische Revolution steht in den baltischen Provinzen bevor. Der Pariser Berichterstatter bcS „Daily Telegraph" meldet, daß ein großer Bauernaufstand in Poltawa auSgebrochen sei. Der Gouverneur bat dringend um Truppenverslärkungen worauf die Regierung schletinigst 6000 Mann Infanterie entsandte. Auch am 15. Juni sind in Bjelostok Unruhen vor- gekonnncn. Viele Verwundete wurden nach Brest LitowSk gebracht, mehrere Personen, darunter einige Polizisten, wilden getötet. Gegen eine militärische Patrouille soll eine Bombe geschleudert worden sein. Weitere hundert Warenlager sollen zerstört nnb mehrere Privatwohnungen ausgcraubt sein. Tausende von Juden verließen die Stadt und suchten in den Wäldern Zuflucht. In der Stadt seien alle öffentlichen Lokale geschlossen. Reisende würden nicht zugelasien. Infanterie und Dragoner suchten die Ordnung wiederherziistellen. — Diese Vorgänge kamen in der Duma zur Sprache. Man beschuldigte die Regierung, daß sie die Judenhetzcn selber an stifte. ES soll eine Kommission zur Untersuchung nach Bjelostok gesandt werden. Ern schreckliches Verbrechen wird aus Shitoinir gemeldet. Im Flecken Janowa wurde die ganze Familie Belzinger, Mann, Frau, zwei Söhne und drei Töchter, ermordet und 20000 Rubel geraubt. Der 13jährige Sohn, em Gymnasiast, wurde gezwungen, den Mördern während dieses schauervollen Vorganges das Licht zu halten. Ter Junge wurde wahnsinnig. Die Mörder, zwei unmündige Juden, zwei Bauern und eine Frau aus Krem, wurden sämtlich gefangen, wobei ein Jude erschlagen wurde. Sie übrigen Erstes Blatt 166. Jahrgang Samstag 16. Juni 1966 । _ . Ä vezugspret», >5 ÄH* monaUich7bP^meriel- ▼ H ▼ jährlich Mr. 2.20; durch Eichener Anzeiger " General-Anzeiger w v den vollt. und aUflem, Teil: V. Wrttlo: für »Stabt and Land" und (Bcnd)t5[nQl*: Ernst veß; uir den '21 n- ücinentetl: ÖanS Beck. drei Eisenstäbe rühren von einem Treppengeländer her, dos außerhalb des Raumes auf dem Hofe stand. Man sah auf den ersten Blick, daß mit den Stäben die Herstellung des Loches vorgenommen worden war. Noch am Brandtage nahm das Gericht an Ort und Stelle Erhebungen vor. Zeuge Zink führte den Auftrag aus, Carl« zur Brandstelle zu holen und besorgte dies auch. Er traf ihn am Bahnhofe, wo er gerade in den Zug nach Frankfurt zu steigen wollte. Carle schien sehr ruhig zu sein. Als sie auf der Brandstelle anlangten und besonders als ihm Assessor Keller mitteilte, daß gegen ihn Verdacht vorliege, wurde der Angeklagte verlegen und schien sehr aufgeregt zu sein. Kriminalwachtmeister Pfeffer bekundet, wie 1904, als JKarTe die Wirtschaft im Löwen noch selbst betrieb, in einem Stallgebäude, in dem altes Abbruchmaterial lagerte, Feuer ansbrach, wodurch das Gebäude und dessen Inhalt zum «roßten Teil vernichtet wurden. Es lagen keine AihaltS- punkte und kein Verdacht vor, daß eine Brandstiftung bc- aanaen worden sei, wenigstens war die Untersuchung ohne Ergebnis. Mch dieser Zeuge schildert, daß alle mutmaß- pflaster auf die verletzte Stelle legen. Ain Samstag vormittag will der Zeuge gesehen haben, daß die Wunde mit Grind besetzt und im Heilen begriffen gewesen ist. Jedenfalls hat er nicht wahrgenommcn, daß die Wunde noch geblutet hat. Schutzmann Schmidt war sofort zur Stelle, als der Feuerlärm ertönte, er hat die Brandstelle sogleich in Augenschein genommen. Er habe nach dem Befund die Gewißheit gehabt, daß Brandstiftung vorliege und diese nur von der Werkstätte neben dem Lumpenmagazin aus verursacht sein konnte. Die Tür fand der Beamte bei der sofortigen Untersuchung fest verschlossen. Man stieg daher durchs Fenster ein und fand das Loch, das mit einem alten Märtelstück verdeckt war. Nach der Entfernung des Mörtels zog man ein Stäbchen, das an der nach Rothenbergers zugekehrten Spitze verkohlt war, aus der Oeffnung. Der Schutzmann S. hatte vorher im Rothenbecgerschen Lagerhaus die verkohlte Spitze des Stäbchens, die aus der Brandmauer hinausstand, sestgestellt und es war für ihn sofort offensichtlich, in welcher Art der Brand angelegt worden war. Auch Kriminalschutzmann Zink war bald zur Brandstelle gekommen, beide Beamte haben sorgfältig alle Beweisstücke gesammelt, die zur Ermittelung des Taters führen konnten. Bei dieser Tätigkeit kam auch der Angeklagte auf die Brandstelle und als man ihm sagte, es brenne, erwiderte er nur „so" und entfernte sich. Dem Kriminalschutzmann Zink gegenüber, der Carle auf dem Löwenhof vorher traf, hat der Angeklagte erklärt: „Das sind mir schöne Geschichten, wir sind hier alle gut versichert." Kriminalschutzmann Zink gibt an, was er und seine Kollegen als mutmaßliche Ueberführungsstücke auf der Brandstelle und in der Werkstätte erhoben. Die in der letzteren erhobenen an Carlo umadressiert ist. Zweiter Verhandlungstatz. Die Zeugenvernehmung wird fortgesetzt. Tie bei Carlo beschäftigte Aufwärterin Luise Schlauderaff hat fast täglich die Kleider Carlos gereinigt, aber in ihnen niemals abgebrannte Streichhölzer gefunden. Sie habe früher öfter Streichhölzer in Carles Taschen gefunden, ob darunter abgebrannte gewesen seien, könne sie nicht sagen, sie habe dies wegen ihres schlechten Sehvermögens nicht unterscheiden können. Als man der Zeugin vorhielt, daß sie in der Voruntersuchung von ihrem schlechten Sehvermögen kein Wort gesagt habe, erklärt sie, man habe sie danach nicht gefragt. Sie sehe tatsächlich nicht gut. Es wird aus den Men festgestclli, daß die Zeugin früher von ihren schlechter! Augen nichts gesagt hat. Auf Befragen des Verteidigers erklärt Fräulein Schlauderaff, sie habe beim Kleider- reurigen in Carlos Taschen alles mögliche gefunden, ob Zigarrenstummel dabei waren, kann sic nicht sagen. — Die Schwägerin des ^Angeklagten, Margarete Hell, die unvereidet vernommen wird, sagt aus, daß sie sehr oft in den Taschen ihres Schwagers abgebrannte Streichhölzer, Zahnstocher, Zigarrenreste, Nägel usw. gefunden habe. — Kommerzienrat Heyligenstaedt, vom Verteidiger geladen, erklärt, im Laufe des letzten Winters sei Carlo zu ihm gekommen und habe ihm mitgeteilt, daß er am Neuenweg außer dem Löwenhof noch zwei .Hofreiten erworben habe, sodaß et annehme, die Stadt tvcrdc ihm ent- gegenkoimnen, daß hier eine neue Verbindungsstraße angelegt werde. Er will Carlo vorgestellt haben, daß die Straße noch kein Bedürfnis und auch sehr kostspielig sei. Die Baudeputation hat später so entschieden. Die Strrdt würde gern ein Opfer bringen, um das Lumpenlager von jener Stelle zu entfernen. Die Möglichkeit, den Mißstand zu beseitigen, besteht nur darin, daß man der Frau Rothenberger, wie cs geschehen ist, keine Bauerlaubnis gibt. (Schluß folgt.) Bei den Heugras sich durchgeschnitten hat. □ Ortender g, 44. Juni. — — v-v — Versteigerungen wurden gestern und heute sehr hohe Preise erzielt, die im Ganzen ys höher waren als im verflossenen Jahre, und überdies ist der Graswuchs durchweg, besonders in feuchten Wiesen, dieses Jahr geringer. Der Normalinorgen kam für die Steigerer bis zu 45 Mk. zu stehen. Auf Entfernungen von vier Stunden waren Steigerer erschienen. . fc. Frankfurt a. M., 16. Juni. Auf Ersuchen des Wiesbadener Staatsanwalts verhaftete die Kriminalpolizei in Breslau einen Mann, der dringend verdächtig ist, mit dem seit einem Jahr gesuchten Wiesbadener Raubmörder identisch zu sein. Der Verhaftete nennt sich Max Heinz, er benutzt aber jedenfalls gefälschte Papiere. Koblenz, 15. Juni. Oberhalb des GüterbahnhofeS Obcrlahnstein stießen Herste nachmittag 6 Uhr drei beim Rangieren entgleiste Güterwagen die Tragepfeiler der Straßen- iberführung Oberlahnstein-Braubach um. Die Brücke kürzte ein, wodurch beide Gleise gesperrt sind. Die rechtsrheinischen Schnellzüge werden linksrheinisch geleitet, Personenzugspassagiere steigen um. Die Aufräumungsarbeiten werden erschwert, da die ganze zusammengestürzte Brücke demontiert werden muß. Menschen sind nicht verunglückt. Vor morgen nachmittag wird kein Geleise frei. lichen Ueberführungsgegenstände auf der Brandstelle sorg- j ältig gesammelt und verwahrt worden seien. Er hatte i entdeckt, daß zwischen der Werkstätte und dem Rothcnberger- chen Logierhaus, zwischen beiden Brandmauern ein 1 - < Finger breiter Zwischenraum war. Er ließ durch einen Maurer den Zwischenraum sorgfältig erweitern und fand ; eine an gebrannte Papierhülse. Die Hülse erwies sich als ein Briefumschlag, der die Reste einer an Carlo gerichteten ■ Adresse trug. Außerdem fand man in diesem Zwischenraum auch angebrannte Streichhölzer. Bei der Untersuchung des Mauerspaltes habe er beobachtet, daß es darin stark zog. Es sei ihm beim 'Anzünden von schwedischen Streichhölzern ausgefallen, daß sie durch den Zug verhindert wurden, anzubrennen. Es brannte bei den mehrfach vorgenommenen Versuchen von den Hölzern nur die Zündmasse oder der Kopf ab. Als bei einer zweiten Augenscheinnahme Carls an das Loch geführt und vom Staatsanwalt gefragt wurde, was er hierzu sage, habe man dem Manu angesehen, daß er verlegen und betreten war, während er bis dahin gewissermaßen unbefangen gewesen war. Der Untersuchungsrichter fragte den 'Angeklagten bei diesem Augenschein nach einer etwa vorhandenen Wunde, weil man an einem der Stäbchen, die in der Werkstätte gefunden worden waren, eine Blutspur gefunden hatte. Carlo zeigte eine Wunde an der Hand, die Grind hatte, wie es schien, war sie nicht alt. — Bauunternehmer K e ßler aus Annerod erklärt, er habe ein Kontor in Gießen und erhalte, wenn er bei der Reichsbank eine Zahlung zu leisten habe, tags vorher von dieser Nachricht, die in einem Briefumschlag stecke. Er habe die Gewohnheit, alte, an ihn adressierte Briefkuverts noch einmal in der Weise zu benutzen, daß er seinen Namen ausstreiche und die Kuverts neu adressiere. Der Zeuge benutzt die alten Briefumschläge in dieser Weise, wenn es sich darum handelt, daß er persönlich Schriftstücke einem Geschäftsfreund aushändige. Auch an den Llngcklagten Carlo hat der Zeuge öfter derart be- i.atzte Umschläge übergeben. Er hat aus seinen Büchern festgestellt, daß er am 14. Februar d. I. von der Neichsbank eine schriftliche Mitteilung erhalten hat. Ob er am 14. Febr. 1905 ebenfalls eine Mitteilung von der Bank erhalten, habe er nicht feststellen können. Der Zeuge kann sich iiicht erinnern, daß er in den Tagen vom 14. bis 24. Februar ein derartiges Kuvert übergeben hat, möglich könne es sein, aber er habe es nicht feststcllen können. Es wird dem Zeugen darauf das von dem Kriminalwachtmeister Pfeffer in der Spalte gefundene Kuvert vorgelegt. Es ist zum Teil verbrannt und es sind nur noch'die von der Hand Keßlers geschriebenen zwei Buchstaben H. C. zu erkennen. Vom Stempel ist nur noch das Datum' 14./. erhalten, während die Jahreszahl vernichtet ist. Keßler erklärt, daß das H. C. von seiner Hand herrührt. 'An dem teilweise noch vorhandenen durchstrichen.en eigenen Namen erkenne er den Briefumschlag als von ihm benutzt. — Dr. Bernhardt, Vorstand der Neichsbanknebenstelle, bekundet, er habe fest- gestellt, daß Keßler am 14. Febr. 1905 sowohl wie am 14. Febr. 1906 eine Mitteilung von der Bank erhalten halten habe. Nack) Bocklage des durch Pfeffer gefundenen Kuverts erklärt Dr. Bernhardt, es rühre dies von der Neichsbank her. Es sei an Bauunternehmer Keßler adressiert gewesen, und zwar vom Kassenboten der Bank, dessen Handschrift der Zeuge auf dem Beweisstück erkennt. Ob dieser Umschlag von dem Brief von 1905 oder 1906 herrührt, kann der Zeuge nicht angeben. Den Geschworenen wird das Beweisstück vorgelegt und als Vergleich ein Briefumschlag der Neichsbank, der au Keßler adressiert und von diesem wesen sei. — Rosa Rothenberger kam nach Hau,e, als der Brand halb gelöscht war. Sie sah nur noch rauchende Säcke und hat gesehen, wie die Arbeiter die Papierhülsen re. beim Räumen gefunden haben. Carlo habe am Tage vor dem Brande gefragt, ob an diesem Tage noch Lumpen verladen würden. Der Angeklagte erklärt die Frage damit, daß er an dem Tage noch altes Material wegschaffen wollte und hierbei waren ihm die Rollwagen hinderlich gewesen. Die Zeugin schildert dann den vom Dienstmädchen bekundeten Vorgang, wonach Carls gekommen ist, um ihre Mutter zu sprechen. Er habe sich Geld holen wollen für altes Material; sie habe ihm gesagt, er möge im Hausflur warten, sie werde ihre Mutter rufen, aber der Angeklagte habe sich trotzdem in den Hof begeben, wo er eigentlich gar nichts zu tun gehabt hätte. Barbier Wießner, der unweit der Brandstelle sein Geschäft hat, deponiert, er habe Carlö fast täglich rasiert. Am Donnerstag vor dem Brande sei C. mit einer Wunde iam Daumen zu ihm gekommen, die ihm eine von einem Nagel herrührende Rißwunde zu sein schien, der Nagel soll nach Angabe Carlos rostig gewesen sein. Der Zeuge hat die Wunde ausgewaschen und verbunden. Am andern Morgen kam Carls wieder, ließ den Verband abnehmen und Heft- aefragt hätte, lob die Lumpen weggefahren würden. Als Carls einmal, und zwar einige Tage vor dem )yeuer kam, um Frau Rothenberger zu sprechen, traf er am Hans- cingang deren Tochter. Diese sagte ihm, er brauche nicht in den Hof zu gehen, sie wolle ihre Mutter rufen, Carls solle solange in das neben dem Hausgang befindliche Zimmer treten oder im Flur warten. Carls fei aber doch in den Hof gegangen. — Ferd. Hillgärtncr, Mb eiter bei Rothenbergers, wurde am Tage des Brandes gerufen und war um 5 Uhr auf der Brandstelle. Beim Wegräumen der in Säcke gestopften Lumpen im Magazin fand er an einem der angebrannten Säcke ein Händchen voll Stroh hängen, das er sofort der Polizei brachte. Am Montag hat er an der Brandstelle zwischen Säcken, in, der Nähe der Brandmauer, eine angebranutc Papierhülse aufgefunden, sowie eine mit Zwirn umwickelte fingerlange, patronenartige Papierrolle, die er dem hinzugekommeucn Kriminalbeamten Pfeffer übergeben hat. Ferner fand sich auf dem Boden unter dem durch die Maner geschlagenen Loch ein Backsteinbrocken, der feiner Beschaffenheit nach aus diesem Loche herrührte. Der Zeuge schildert, daß der Angeklagte 2—3 Tage vor dem Brande von ihm beobachtet worden sei, wie er die Lumpenvorräte im Magazin auffällig gemustert hat. Frau Rothenberger hatte Carls allein gelassen, um Geld zu holen, das er für altes Zinn zu bekonirneu hatte. Der Verteidiger Dr. Jung fragt den Zeugen, wieso er tagen könne, ^daß Carlö das Lumpenlager interessiert gemustert habe. Der Zeuge erklärt, es habe auf ihn den Eindruck gemacht, als ob Carls besonders aufmerksam bic Lumpenvorräte in Augenschein nehme, er habe dabei seinen Hals gereckt und sich in einer Weise auffällig bewegt, daß es ihm merkwürdig vorgekommen sei. — Semmy Rothenberger bestätigt die Depositzionen des Vorzeugen betreffs des Auffindens der Papicrhülsen und der anderen Ueberführungsstücke durch £illgärtner. Auf Befragen des Vorsitzenden erklärt der Zeuge, daß in feinem elterlichen Hause am Samstag strenge Sabbathruhe herrsche, also im Lager nicht gearbeitet würde und auch kein Arbeiter zugegen fei. Wenn zwischen Freitag abend und Montag früh die Brandmauer des Speichers durchschlagen worden sei, würde dies niemand gehört haben. Der Angeklagte erklärt, er habe gewußt, daß bei Rothenbergers der Sabbath streng gehalten wird. Semmy Rothenberger deponiert weiter, seine Mutter habe, als sie zu bauen beabsichtigt hätten, mit Carls wegen Ueberlaffung von Gelände der ehemals Luhscken Hofreite verhandeln lassen. Er habe aber seine Mutter davon abzubringen gewußt, weil die Preisforderung — 300 Mk. pro Quadratmeter — zu hoch ge- VersnLschtes. * Heber beit Unter gang des Dampfers „La Meuse" wird aus Nieuwediep (Holland) gemeldet, das; das nieder!. Panzerschiff „Piet Heyn" in der Nordes in der Nähe des Leuchtfeuers von Haaks den belgischen Dampfer „La Meuse" angerannt hat. Der Dampfer sank innerhalb von drei Minuten. Der Kommandant des Panzerschiffes ließ sofort drei Boote machen, welche echs Personen retteten, darunter den Kapitän, der in- zwischen gestorben ist. 10 Personen ertranken. Der „Piet Heyn" hat den Hafen von Nieuwediep ange- aufeii. Er ist unbeschädigt. * Die Explosion auf dem Dampfer Haver- ord im Liverpoler Hafen (vgl. unsere gestrige Nummer) soll durch Dämpfe erzeugt worden sein, die sich aus Naphtaseife, die sich in der Schiffsladung befand, entwickelt hatten. Ein Arbeiter habe ein Streichholz in Brand gesetzt und auf diese Weise die Dämpfe entzündet. Die Tatsache, daß die Gewalt der Explosion sich nach unten richtete, und das Aussinden einer fußlangen Holzkiste im Frachtraum gab zu der Vermutung Anlaß, daß die Explosion durch eine Höllenmaschine veranlaßt sei. Das blutbespritzte Verdeck, auf dem Leichenteile, Tote, und Verwundete wirr durcheinander lagen, machte emen entsetzlichen Eindruck. Mehrere Leichen waren unkenntlich, an einer fehlten Kopf und $(rme. Ein Arbeiter war vollständig in Atome zerrissen. Die Vermutung, daß es sich um ein Attentat handelt, mürbe von den Verfechtern dieser Ansicht darauf gestützt, daß sie sagten, der Atten- tätcr habe sich in der Zeit geirrt. Er habe das Schiff auf offener See in die Luft sprengen wollen. Das Schiff sei aber 12 Stunden zu früh in Liverpool eingetroffen. Die Polizei hat die verdächtige Kiste mit Beschlag belegt. * ft11 e i n e £ n g e § r o n 11 In einer Laube in Alst e r« b o r i bet Hamburg wurden der Buchbinder Schneider und die Frau Lenune erschossen aufgcsuudeu. Schneider hatte erst die Frau und daun sich selbst durch Nevgiverschüsse getötet. Unglücklich e Li e be bildet die Veranlassung zu der Tat. für Volkskunde und der Konzertvereui seinen verständnisvollen und musikbegeisterten zweiten Vorsitzenden. Von der Landes-Universität. Der öfterr. Kaiser ernannte dem offiziösen W. T-B. zufolge den außerordentlichen Professor an der Universität Gießen, Dr. Franz Wagner Ritter von Kremstal zum außerordentlichen Professor der Zoologie an der Universität Graz. . Erledigt ist die Stelle eines Verwalters bei der Gerneindschäftsverwaltung der chirurgischen und ophtal- mologischen Klinik der Großh. Landes-Universität Gießen. Bewerber müssen das Finanzexamen I. Kategorie bestanden haben. ** Eine ehrenvolle Anerkennung ist dem Gießener Metzgergewerbe zuteil geworden. Metzgermeister Friedrich Schreiner, der schon seit einigen Jahren Wurstwaren für den Kaiserlichen Hof in Berlin schickt, bekam den telegraphischen Auftrag, 40 Paar Frankfurter- Würstchen für die Kronprinzliche Mundküche zu liefern. ** Auf das Konzert derruffischenNation al- Vokal-Kapelle Nadina Slavianski, das heute Abend im Neuen Saalbau stattfindet, sei nochmals hingewiesen. *» Der Bahnverkehr nach Butzbach wird voraussichtlich morgen sehr stark werden. Es wird deshalb am hiesigen Bahnhof ein besonderer Schalter für Fahrkarten nach Butzbach den ganzen Tag über geöffnet sein. Karten können für die Nachmittagszüge schon am Vormittag gelöst werden. *• Der wegen Wechselfälschung und Betrugs seit einigen Jahren flüchtige Kaufmann Bender von hier ist in Brüssel verhaftet worden. Seine Auslieferung wird beantragt werden. B. hatte seinerzeit bei seinem Verschwinden Briefe an seine Angehörigen hierher gesandt, daß er sich das Leben nehmen werde'. ** Tätlicher Unfall. In der Nacht vom 14. zum 15. Juni stürzte auf dem Braunsteinbergwerk der Bergmann Wilhelm Am end von Münchholzhausen bei einer Reparaturarbeit etwa 15 Meter tief in einen Schacht. Die Verletzungen schienen zuerst nicht sehr schwer, am Abend des 15. ist der Verunglückte aber doch an den Folgen des Sturzes gestorben. Mit Hilfe zweier Kameraden hatte er sich an einem etwa 7 Zentimeter im Umfang messenden fast neuen Seife zirka 8 Nieter in den Schacht hinabgelassen, als das Seit, das nach Angabe der Kameraden des Verunglückten vollständig unversehrt war, wie mit einem Messer geschnitten durchbrach. Jedenfalls ist wohl da? Unglück dadurch entstanden, daß das Seil an einer scharfen Kante im Schacht Gerrchtstzacr!. R. B. Dar mstadt. 15. Juni. Vor dem Sch würg er ich t kam heute eine recht harmlose Anklage wegen Totschlags- Versuchs zur Verhandlung. Der Taglöhner Joh. Tobias Aus Stadt und Gießen, den 16. Juni 1906. •• Prof. A. E. Strack -f. Heute, am 16. Juni, ist nach längerem schwerem Leiden dec a.-o. Universitäts- und Realgymnasialprofessor A. E. Strack im besten Mannesalter gestorben. Adolf Eduard Strack wurde am 1. Mai 1860 zu Darmstadt geboren. 1878—1884 studierte er in Leipzig, Berlin und Gießen klassische und germanische Philologie und Geschichte und promovierte am 15. August 1883 bei der philosophischen Fakultät in Berlin. Vom Herbst 1884 bis Ostern 1886 war er Lehramtsakzessist am Gymnasium zu Gießen und Mitglied des pädagogischen Seminars, Ostern 1886 bis Ostern 1887 provisorischer Gymnasiallehrer in Gießen, Ostern 1887 bis Herbst 1890 Gymnasial- und Real- lehrer zu Worms und von Herbst 1890 ab Realgymuasiallehrer in Gießen. Am 10. Juli 1893 erfolgte seine Habilitation für neuere deutsche Literatur an der Landesuniversität, und am 1. April 1903 wurde erzürn außerordentlichen Professor ernannt. Strack hat sich in weiteren Gelehrtenkreisen bekannt gemacht durch die Herausgabe der .Hessischen Blätter für Volkskunde", die heilte zu den besten deutschen folkloristischen Zeitschriften gehören. Die Gießener GeschichtSfrermde verlieren m ihm den sehr tätigen und rührigen Vorsitzenden der Hess. 23ereinigimg Kies. oa des Dampfers A k^nL-aks dm belgiB» "LLmLd-s let d°" ^“"'tränten. ’S»«* E l°zl Ä& worden lcul', f ns en^ abeeinStmÄL DK ie Dampie enJ , unten ÄA und 1 S (it1*;„ «jotteti. "“troffen- b->-gd lt !! 3« -»L Ä»-L B.V 3* 1 feinen n . ttiilWtn *%. tfüät ft. . 3- Mqedr , ’ttfltät V-6 ""k »«tat 2 ' -$t- an der >?.°»bki- Uln»erfität ^LL-sbei Mate= 'rde^Ä ® dein seit 5teer 3ä* *eMsp{ >wch^tz° Abend •»■•fei llfer^T 1,511111 «m 'MS-d-l-rlm 4 * StCm'ft»9 « ?n"8 und Aetluqz !nn ^nder von hicc ^Auslieferung wird bellemem Verschwinden S^nbt daß er sich das )er Nacht vom 14. zum 'bttgwerk der Bergmann W bei einer Reparatur- en Schacht. Die Ver- Der, am Abmd des 15. den Folgen des Sturzes »nadm hatte er sich an ng messenden säst neuen t hinabgelasten, als das toben des Verunglückten einem Messer geschnitten as Unglück dadurch ent» Harfen Kante im Schacht Bei den HeugraS- m und heute sehr hohe höher waren als im ver» der GraswuchS durchweg, seS Jahr geringer. Der gerec bis zu 45 Mk. zu Stunden waren Steigerer 'uni. Auf Ersuchen bcS l6ftete die Kriminal» dn düngend verdächtig suchten Wiesbadener Der Verhaftete nennt sich enfalls gefälschte Paviere. rhalb de? Güterbahnho,e? nachmittag K UHr drei beim ie Tragepseiler der Skatzen» «ch um. A° 8t“J' e g,sperrt smd. $“«* „ftSumunMb-rt-n werde» «[tunte Stüde bemonhed ,? letnnglüeft. 8««* Byalistok, 16. Ium. In der Vorstadt Boiary ermor» beten dort versammelte Juden einen 80 jährigen .>?ausoesiyen Als bi: Christen davon erfuhren, ermordeten I ic ) eaj» Juden und Jüdinnen. Ncwyork, 16. Juni. S'iad’, einer Meldung auS 3xu) Granhu Eitv hat an der mexikanischen Grenz: eine erbitterte w l a M r z iv i s ck e n A m e r i k a n e r n u n b '' .Fan e r n itatigcTunbcn. Ter frühere «Senator Lane und v. .. -.t.dere Personen wurden getötet. Ter Gouverneur von Texas entsandte ein ^etadjement Staatstruvvcn dorthin. um die Ruhe wieder ^er-ustellem____ 1 elefomsche ÜCursbersc de des Giessener Anzeigers, mitgcteilt von der Bank für Handel III 11340 34 40 14*80 131.90 99.60 «7.43 99.55 87 50 99.15 . 149.50 . 130.40 . 263 50 . 218 80 160 80 . 253.00 . 129.10 Elektriz. Lahmcycr . . . Elcktriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg - Amerik. Paket! Harpener Bergwerk. . Lanrabiitte ...... Nordd. Lloyd . . . . . Obeischles. Eisen-Industrie Berliner dandelsgcs Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskunto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditnktieu..... Baitiuiure- und Ohio- Eisculaün . Gotthard bahn..... Lombard. Eisenbahn . . Ocstcrr. Staatsoaiiu . . . I'nucc-Henn-Eisenuahn . 3X7. 3% 3)4 *7, 3% 3^7, Reichsanleihe do. Kousols . , Hessen . . . Oberhessen Türkenlose ..... 4% Griecb. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier 3°/c Mexikaner . . 4>»°/0 Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W ... Tendenz: matt. und Industrie. Giessen. Frankfurter Hörwe. 16. Juni, 1.15 Uhr. 3?6 Portugiesen 215 70 241.50 126.70 130.00 171.30 139 00 235.00 ]«6.4d 1.S3.20 153.30 2u9.2J 100.40 100.60 95.70 104.90 69.59 70.50 88.40 94.90 95 50 144.60 53.70 9 .75 74.00 97.50 4J?0 0 russ.Staatsanl. 190.» 4>i° „ Japan. btaatsanleibe 4 % Conv. Türken von 19u3 4% üesterr. Guldrcnte. . 4‘/6 “6 üesterr. «ilberrente 4 Ho Ungar. Goldrente . . 4?o Italien. Rente . . . 396 Portugiesen Serie I . Berliner Börse, 16 Canada E. B. . . . . 159.70 Darmstadter Bank . . . 139.20 Deutsche Bank . . . 235.60 Dortmunder-Union C. . . 84.80 Dresdner Bank .... 158.00 Juni. Anfangsknrse. Harpener Bergwerk. . . 215.20 Lauranütte .... 241.10 ..ombarden E. B. ... 34.30 Nordd. Lloyd.....126.80 Türkenlose.....154.50 Tendenz: schwach. Die nach- A £6 r 7 t Q sind Sonntag;, den 17. .Juni von stehenden fikül Zalv 12 Uhr mittags bis 12 Uhr nachts sicher auzutrelfen. H. Arndt, Babnhofstr. 41. — Dr. Kipper, Wilbclmstr. 2 ______________j>r. ISeyerhoff, Neuen Baue 27.________Die/e Sonntag 4—Uhr 206 Nur offen. Schäfer aus Offenbach hatte eine längere Freiheitsstrafe zu verbüßen und als er wieder zu seiner Familie zurückkam, wurde ihm berichtet, daß ihm seine Frau, mit der er zwar in Unfrieden, aber schon in 15 jähriger Ehe lebte, nicht die Treue gelitten hätte. Darüber wurde der Mann sehr erregt, kaufte sich einen Revolver und renommierte, daß er seine Frau erschießen würde, während er anderen bedeutete, er würde sich selber das Leben nehmen. Er erwartete seine Frau am 20. Dezember abends bei ihrem Fortgang aus der Fabrik, um sich vor ihren Äugen zu erschießen, verletzte sich aber nur die linke Land. Dann lief er erregt mit vorgestrecktem Revolver auf seine Frau zu, wandte sich aber schnell um und schoß in die Luft. Dieser Vorfall wurde zuerst nur als Bedrohung aufgcfaßr und sollte vor dem Schöffengericht zu Offenbach abgeurteilt werden. Liescs erblickte in der Tat einen Totschlagsversuch und wies die Sache vor das Schwurgericht. Staatsanwalt Tr. Krug war aber der dlnsicht, daß hier lediglich Bedrohung vorliege und deshalb das. Schöffengericht fehr wohl die heutige Verhandlung hätte ersparen können. Er beantragte selber, die Frage auf Totschlagsversuch zu verneinen und nur die Bedrohung zu beiahrn. Tie Geschworenen entschieden dementsprechend und das Urteil lautere auf 6 Wochen Gefängnis, die durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Dresden, 15. Ium. Der 28 Jahre alte Sergeant S ch i rin c l vom 2. Feldartilleriereguneut in Rieja hatte sich gestern vor dem Kriegsgerichte wegen Mißhandlung von R e t r n 1 e n zu oer- r.mworten. Cchirincl ließ seine Leute bei großer Kälte nach dem sttenplatze abrüden, wo sie das Eis der zugefrorenen -Uasjerpiützen euiltetcn und dann mit den Händen das Eis heraussd)öpien und ned) der Schleuse tragen mußten. Tader sind einem Rekruten beide Hände erfroren. Einem anderen Rekruten zählte er zehn Peitschenhiebe aus. Erst als die Mitzhandelien zur Entlassung kamen, erstatteten sie Anzeige. Das Kriegsgericht ver» urteilte den Sergeanten zu einem Jahr und einem Wionat Gefängnis und Degradation. (Slogan, 15. Juni. Wegen Zweika m p f e s mit tätlichen c'.: verurteilte die Straffammer den katholischen S l u d e n t en Philologie Heinrich Borgmann zu vier Monaten ■: ug. Das P i st o l e n d u el l hatte am 23. März mit dem gleutnan, Erich auf 25 Schritte Distanz stattgefunden. Der ;.:i!ncint hatte deshalb vom Kriegsgericht drei Monate Festung crhalten. Tas Duell war unblutig verlanien. Univerfität$41acbricbtcn. München, 15. Juni. An den drei bayerischen Universitäten wurde der heutige P r ü s u n g s t a g wegen Durchstechereien sistiert. Es wurde angeordnet, daß neue Aufgaben gestellt werden. — R ü ck g a n g des T h e o l o g i e st u d i u m S. Noch vor 25 bis 30 Jahren zählte die Universität Leipzig 500 dw 600 Studierende der Theologie. Seitdem ist die Zahl in stetem Ab- nehmen begriffen. Im letzten Jahre gab es nur 332 Theologen, odivobl die Gesamtzahl der Studierenden sich um 30pCt. erhöht hat. Bon 517 sächsischen Abiturienten des letzten Jahres haben nur 51 das Studinni der Theologie gewählt, und zu der letzten theologischen Wahstähigkeitsprüfung hatten sich nur 15 Kandidaten ge» I meldet, obwohl allein in Leipzig 35 Kandidaten tue Abgangs- prü'ung bestanden hatten. Ter größte Prozentsatz schwenkt eben nach dem Er''nen in das Lehriach und andere Berufe über. Märttc. Gießen, 16. Ium. Aiarktbericht. Aus heiitigein Wochenmarkte kosteten: Butter pr. Psd. 1.00—1.10 Alk., Hühnereier 1 St. 6—7 P'g., 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 00—00 Psg., Enteneier 7 Psg., Käse pr. Stck. 6—8 Ps., Kasematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen p. P'und 22Psg., Linsen p. Psund 32 Psg., Tauben pr. Paar0,80— 1,003)11., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Sluck 1,80—2,20 Wit., Gänse vr. Psd. 00-00 Psg., Ochsensleisch pr. Psd. 76—84 Psg., Knh» und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—86 Pfg.. Schweiiiefleisch, gesalzen, pr. Psund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 80—84 Psg., pammclfleifd) pr. Psund 60—80 Psg. Welsche per Psund —.— Kartofseln pr. 100 Kg. 6,00—0,00 Wit., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Aepsel per Psund 35 bis 50 Psg., in Körben 00 Pia., Nüsse 100 Stück 50- 00 Psg., Birnen per Psd. Wit. O.Ou—0.00, Kirschen per Psd. 40 Psg., Weißkraut per Stück 20—30 Psg., per Zentner WIL 0.00—0.00. — Wlarltjeit 7—1 Uhr. (tiicßcncv kaudwirtschaftlichcr tticttcrüieiift. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 17. Jitm 1906: Meist heiter, wärmer, auch nachts. Trocken. Wlorgens stellenweise Nebel. Näheres ourch die Gießener Wetterkarte. Origincrl-DrahtmeLHungerv. sd. Tarmuadt, 17. Ium. Dre WteU>iu;g< daß gegen Pfarrer Korell im Disziplin arweg liegen seiner Stellungnahme bei der Reichsragswahl vorgcgangen roorden sei, wird bestätigt. Erne ofsiztette Auslassung des Ober- lonsistoriums ist für Montag zu erwarien. Plauen i. V., 16. Juni. Bon der 77 Wteter hohen Göltzsch- talbrücke stürzte sich die 17jährige Fabriiurb-ttcrin ‘Bieter in den angeschwolleiien Fluß. Trog des furchtbaren Sturzes wurde sie noch lebend ans dem Wasser gezogen. Sie hielt ein Mhrtennräußchen in der Hand. Ansbach, 16. ^uni. Ein als Zuhörer vor der Zivil» kämme r ctiaiicnener geiflesg.stört.r Konditor namens Dürr bombardierte plötzlich die Richter mit fauugroßcn Steinen und mit einem Spuctnapf. Er verletzte niemand und wurde nach dem Jrrenhause gebracht. London, 16. Juni. Aus Tanger wird teiegraidjiert: Ter Kaid Tuas, Gouverneur von 'Jlnicra, imirbc aus Rache für die Ermordung drs Sia.ijcn Dalian crniorbet. Warschau, 16. Juni. In Zg.ers überfielen 16 Moskauer Terrors gen das Postgebäude, tüteten die S ch i l d w a ch e und verwundeten den Borsteher, die Beamten und vier andere Personen. Herbeieilend-es Militär vertrieb die Terroristen. In Warschau wurde ein Schutzmann durch Revolverschüsse g e i ö t c t. Soldaten verwundeten auf der Leriolguug des Riörders drei Passanten. der Hinterbliebenen Frau EmiHe Strack Ida Strack Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus. 3750 Kreuzplatz 6 Grosses Lager in allen Bürsten und Pinselwaren Dank. 04365 Ärcuzplatz 6 Sorten Im Ramen der Hmlerblicbeiikn: Fr. Brückmantt und Familie Waschleinen Scheuertücher Türvoriagen Billige Preise Die Beerdigung findet statt: Montag, den 18. d. Mts., nachmittags o1^ Hof Birklar, den 15. Juni 190i Fensterleder Kämme Schwamme Gute Qualität Giessen (Alicestrasse 16), den 16. Juni 1906 im Alter von 46 Jahren Heute entschlief sanft nach längerem Leiden unser lieber Gatte, Vater, Sohn. Bruder, Schwager und Onkel Danksagung. Für die vielen Beweise herzl,d)cr Teilnahme bei dem uns betroffenen Verluste unseres Lnischen sowie für die zahlreichen Bliimenfpenden, insbesondere dem Auf» scher der Gail'scl'cn Tamvsziegelcl und Lhonwarenfadrik, sowie den Sortierern der Dampfziegelei sagen wir aus diesem Wege allen unfern innigsten Dank. Familie Pferl. Gießen, den 16. Juni 1906. 04399 Danksagung. Für die uns so zahlreich bewiesene Teilnahme beim Ableben unserer unvergeßlichen, lieben Whutcr, sowie den wortreichen Worten des Herrn Pfarrer, sagen wir allen herzlichen G. V Mi >->• l M ■MN L i» 4*. $ - Ä M M .■■HW; IW NegeHMM Verkaufe sämtliche Silber- Waren wegen Mangel anRaum zu herabgesetzten Preisen aus. Hektars, llhmslher, Seltersweg 34. 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