Nr. 61 Zweites Blatt 156. Jahrgang Dienstag 13. März 1806 Erscheint «Glich mir Ausnahme des Sonntags, ®le „tlefieuer LavMendlätter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich btigelegt Der erscheint monatlich etnmoL Giehener Anzeiger Rotationsdruck nrtb Verlag der Brü dl'sche» UnwersttälSdruckeret. R. Lange, «ttfeee. Redaktion, Expedition u- Druckerei: Schulslr.K, Tel. Sir. 6L Leiegr..Aür. j Anzeiger Gietz«, General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Zweite yesftsche Kammer. L. 8. D a r m st a d t, 12. März. Am Ministertisch : Mimsterialpräfident B r a n n , Ministerial- täte Dr. Becker, Weber, Usinger, Süifert. Präsident Haas eröffnet die Sitzung. Die Etatsberatung wird bei Kap. 30, Gendarmerie, Ausgabe 543800 Mk. fort* ^bfl. Bähr bringt in Anregung, statt der jetzigen Mäntel für die Gendarmerie Um hänge zur Einführung zu bringen, die praktischer im Gebrauch leien. Abg. Senstfelder ist der Meinung, dan die berittenen Gendarmen sehr viel Zeit für die Pflege ihrer Pferde verwenden müssten. Er schlägt vor, die Abschaffung der Pferde für die Gen- darmen überhaupt in Erwägung zu ziehen. DaS Kapitel wird hierauf bewilligt, ebenso Kapitel Polizei. Ausgabe 97 300 Mk., P o l i z e i k a s s e u, Ausgabe 138 860 Mk., Arbeitshaus Dieburg, Einnahme 31470 Mk., Ausgabe 63 855 Mk., Kircken 483 721 Mk. Bei Kapitel Landesunivcrsität Einnahme 380 950 Mk., Ausgabe 1 249 875 Mk. Abg.Bähr bespricht die völlig unzulänglichen Verhältnisse au der Ohrenklinik der Gießener Universität, deren Räume auch für die aller-notwendigsten Operationen und die Unterbringung der Patienten nicht ausreichen. Er ersuche die Regierung dringend, hier schleunigste Abhilfe zu schassen. Ministerialrat Weber bestätigt die vom Vorredner vorgebrachte filnge betreffs der Zustande an der Ohrenklinik. Diese seien tatsächlich ganz unhaltbar und die Negierung habe deshalb auch bereits Erwägung behufs der Errichtung eines Erweitern n g § b a n e s angestellt, er hoffe, daß sich zwecks finanzieller Regelung der Sache auch Stadt und Kreis Gießeii ent- gegenkommend zeigen werden. Abg. Tr. Gutfleisch bemerkt, er habe sich schon im Ausschuß eingehend über diesen Uebelstand ausgesprochen und man sei sich darin einig gewesen, für die Erweiterung der Ohrenklinil angemessene Beiträge zu bewilligen, bamit dem zehigen unhaltbaren Zustand ein Ende gemacht werde. Die Klinik werde besonders stark von der ländlichen Bevölkerung in Anspruch genommen, die Herstellung einer ordentlichen Klinik liege also vor allem im Interesse der hilfesuchenden leidenden Menschheit. Er fei kein besonderer Befürworter der Gewohnheit, Staats- ausgabcn auf Andere abzuwälzen, aber er wolle in diesem Falle doch dafür Mitwirken, daß auch die Stadt und der Kreis, r e s p. d i e Pr o o i n z z u einem Teil an diesem notwendigen Ausbau der Gießener Ohrenklinik beitragen. Das Kapitel wird darauf bewilligt. Ohne Debatte genehmigt das Haus das Kapitel Technische Hochschule, Einnahme 444 548 Mk., Ausgabe 666 203 Mk. Bei Kapitel 88, Ghmuasierr, Realghmrrafieu, Realschule« :c., wird auf Vorschlag des Berichterstatters, Abg. M o l t h a n, be- schloffen, in die allgemeine Debatte über dies Kapitel einzutreten, dagegen die Frage der von der Regierung geforderten höheren Gemeindezuschüffe für die siebenklassigen Realschulen unb ben bies- bezüglicken Antrag Pennrich auszuschließen, ba hierüber noch im Ausschuß nähere Verhanblungen eingeleitet worden seien. Abg. N o a ck beklagt, baß in einem ihm bekannten Fall ein Vater, ber gleichzeitig brei Mädchen unb einen Knaben auf bic höhere Schule fanbte, keinen Preisnachlaß beim Schulgeldzahlen erhielt. Abg. Dr. David legt bar, es herrschten an unseren hessischen Schulen noch große Verschiebenheiien über die Rechte unb Pflichten zwischen beit Direktoren und den Oberlehrern vor, was zu vielen R e i b u ti g e n und Mißstimmungen Veranlaffung gebe. Es sei ja vor nicht langer Zeit eine Art G e - s ch ä f t § o r b n u n g über b i e D i e n st f ü h r u n g erlassen worden, ober diese sei ungenügend und stelle zu viel dem Ermessen des Direktors anheim; ihm bleibe es ganz überlassen, ob er dem Lehrerkollegium einen Gegenstand vorlegen wolle oder nicht. Der Direktor solle mehr e i n K o l l e g e, als ein Vorgesetzter ber Oberlehrer fein. Auch die Art, wie jetzt die Revisionen vollzogen würden, könne er nicht billigen. Die Tätigkeit des Lehrers werde vielfach falsch ober ungerecht beurteilt. Man sollte nach ber Revision mit bem Lehrer sprechen unb ihm mitteilen, welches Urteil man über ihn falle. Es müßte eine Aussprache mit ben Revisoren stattfinben, wie bies auch bei den Volksschullehrer-Revisionen vorgeschrieben fei. Ferner m üßte b e m L e h r e r auch ein E i u b l i ck in seine Personalakten ermöglicht fein. Das seien Wünsche, deren unbefangene Prüfung er der Regierung empfehle. Tie besonderen Wünsche seiner Partei bezüglich ber Schulreform habe sie in ihren biesbezüglichen Anträgen niedergelegt. Mnüsierialrat Dr. E i s e n h u t h (mit leiser Stimme): Es fei z. Zt. bestimmt, daß für Mädchen, welche eine h o h e r e S ch u l e für Knaben mit besuchen, eine Schulgeldermäßigung nicht gewährt werde. Tie Zulassung ber Mäbchen sei ja zunächst nur noch ein Versuch, derselbe scheine aber nach seiner Meinung ein solches Ergebnis zu zeitigen, baß man bie Zulassung auch weiterhin gewähren und ausgestalten könne. Gegen bie Ausführungen bes Abg. Tavib legt Redner Verwahrung ein. Er bitte die Kammer, daraus nicht zu entnehmen, als ob in den Kreisen der Oberlehrer eine tiefgehende Mißstimmung gegen die Schulleitung obwalte. Trotz unangenelnnerVorkommniffe im vorigen Jahre habe er nicht den Eindruck, daß Mißtrauen herrsche. Er habe das Vertrauen zu der Lehrersämft, daß sie ihre W ü n s ch e und Beschwerden stets direkt'bei ber oberen Schulde h ö r b e anbringen werde. Wenn das damals in Gießen nicht der Fall war, so lag wohl ber Grund darin, daß die Lehrer dachten, bie Behörde habe bereits Kenntnis von ben 'Vorgängen gehabt. Die Dienstaufsicht werde von der Schulbehörde genau in derselben Weise geführt, wie in den übrigen Ressorts. Warum sollten wir auch hier eine Ausnahme machen? Tie Behauptung, daß die Revisoren stets die Lehrer verließen, ohne ihnen zu sagen, was sie von dem Ausgang ber Revision bächten, fei ein schwerer, ungerechtfertigter unb bnrch nichts b e- tv i e i e n e r Vorwurf. Es feien währenb feiner langen Jnspektionszeit kaum sechs Fälle vorgekommen, in benen er kein Urteil abgab; er habe im Gegenteil nicht nur ben betreffenden Lehrer gefabelt, fonbern auch anerkannt und gelobt, wo es am Platze war. Ter Vorwurf sei so schwer, daß Redner, wenn er wahr wäre, sofort die Minister ersuchen müßte, ihn von seinem Amte zu entbinden. Wenn man jetzt seinen fast 8 monatlichen Urlaub, ben er leibet nehmen mußte — seine erste längere Erkrank u n g in seiner 34jährigen Tieustzeit — dazu benutze, und sage, die Kräfte in ber Schulverwaltung seien unzureichend, es müßten Veränderungen eintreten, so fei das nicht schön, und die 9)leinung werde auch jedenfalls von der großen Mehrheit der Oberlehrer nicht geteilt. Eine gewisse Ursache zur Mißstimmung liege wohl in ber geringen Möglichkeit, auszurücken ; es kämen auf ca. 15 Oberlehrer nur ein Direktor. 'Aber da sollte man direkt mit solchen Sachen hervortreten und int Interesse des Standes eine Aendemng anregen. Errare humanum est, das gelte auch hier. Tie Verhältnisse in Gießen seien ja in der Tat nicht so gewesen, wie er sie bas erste Mal angegeben habe, aber bie Schulvoowattung würde der Sache uxchrjchemlich eine andere Richtung gegeben haben, wenn Abg. Dr. David nicht die Behauptung aufgestellt hätte, baß er feine Informationen nicht aus Lehrerkreisen bezogen habe. Rebner geht noch auf verschiebene Einzelpunkte näher ein unb tritt auch der Anschauung Dr. Davids bezüglich des Verhältniffes zwischen Direktor unb Oberlehrer entgegen. Der Direktor sei nicht nur Primus inter paves, fonbern auch Vorgesetzter unb Vertrauensmann, auf ben sich bie Regierung verlassen müsse. Der Direktor führe in bereu Namen bie bi rette D i e n st a u f s i ch t. (Zustimmung.) Ergebe zu, daß während seiner durch Krankheit bedingten 8monat° liehen Abwesenheit bic D i e n st g e s ch ä f t e etwas gelitten haben mögen, aber es habe ihn boch schmerzlich berührt, vom Vorredner derartige Anschuldigungen zu vernehmen. (Beifall.) Ministerialpräsident Braun: Auch er müsse mit Nachdruck Verwahrung dagegen einlegen, als ob etwa die Lehrerschaft an den höheren Lehranstalten gewissermaßen unter einem Zwange ständen oder derartige Mißstände v-orhanden wären, wie sie Dr. David geschildert. Personalakten existierten überall da, wo der öffentliche Dienst es erfordert. Es werde auch in den übrigen RessortS der inneren Verwaltung genau ebenso verfahren, wie bei der Schulverwaltung. Abg. Dr. David erklärt, es habe ihm absolut fern gelegen, Derrn Ministerialrat Eisen Huth irgend einen persönlichen Vorwurf zu machen. Er habe nur ganz allgemeine Ausrührungen vorgebracht, ein Angriff habe nicht darin gelegen. Redner geht dann auf einige Einzellfeiten näher ein, auf die Ministerialrat Eisenhuth kurz erwidert. Damit erklärt Präsident Haas die Debatte für geschlossen. Ä'aV. 39, höhere Bürgerschulen, wird von der Tagesordnung abgesetzt, ebenso Kap. 41, Volksschulen, während Kap. 40, 42 und 43 angenommen werden. Bei Kap. 44, Taubstummen- unb Blindenanstalten, ersucht Abg. Damm, den Schulzwang auch für Blinde und Taubstumme einzuführen unb einen Neubau ber Anstalt zu Friedberg in Erwägung zu ziehen. Ministerialrat Eis en Huth verspricht, dtese Wunsche näher prüfen zu wollen. Beim Titel Landesmus cum fragt Abg. Bahr, ob da«- selbe wohl iwch in diesem Jahrhundert eröffnet werden würde. (Heiterkeit.) _ Ministerialrat Becker erwidert, daß die Eröffnung am 17. September b. I. erfolgen werde. Beim Kapitel Denkmalspflege bringt Abg. Reinhart einen Antrag ein, bie Regierung möge nähere Mitteilungen über ihre Pläne bezügl. ber weiteren Renovierung de§ Wormser Domes vorlegen unb Vorschläge über bie weitere Aufbringung ber erforderlichen Mittel machen. Das Haus nimmt den Antrag unb das Kapitel an, nachdem Ministerialrat Frhr. v. Biegeleben eine Vorlage im Sinne des Antrags Reinhart zugesagt hat. Bei Kapitel Aerztlicher Dienst wünscht Aba. Dr. F r e n a v bie Einführung der Anzeigepflicht für Tuberku.osekranke. Ministerialpräsident Braun sagt zu, bie Sache in Erwägung zu nehmen. Auf eine Klage des Abg. Breimer bezüglich ber Verzögerung ber Genehmigung von Baugesu chen erwidert Ministerialrat Frhr. v. Biegeleben, baß bic Erledigung prompt erfolgen müsse, daß er aber gegen den Borwurf ber Ehikane Verwahrung cinlegen müsse. Tie Regierung wolle nicht bei Einführung einer bestimmten modernen Richtung, sondern ber heimatlichen Bauweise bas Wort reben. Nachdem ber Regierunosvertreter mehreren Klagen bes Abg. Joutz bezüglich einiger unter Denkmalsschutz gestellten alten Bauwerke unb eines Stadtmauerrestes in Butzbach die Maßnahmen des Tenkmalspslegers in Schutz genommen, genehmigt bas Haus noch die Kapitel 53 bis 61 ohne Debatte. Nack'ste Sit'-uug morgen früh. Witterurigsuwlchläak n Algeciras. Tie Presse jenseits des Kanals und der Vogesen ist verschnupft wegen des Witterungsumschlages in Algeciras. Vor ungefähr 8 Tagen stimmte die deutschfeindliche englische und französische Presse Freudengeheul über die Isolation Deutschlands in Algeciras an, weil es in einer Geschäftsordnungsfrage von ben anderen Mächten, darunter das uns verbündete Italien, überstimmt wurde. Die „Nordd. Allg. Ztg." wies schon damals diese „Isolierung" als ein Hirngespinst zurück. Unb wie recht sie hatte, beweist die Tatsache, daß nunmehr sich in Betreff des deutschen Vorschlages zur Regelung der Bank- und Polizeifrage sämtliche Mächte, vor allem Rußland, Italien, Amerika und, was besonders bedeutungsvoll ist, auch England auf s e i t e n d e s „i s o l i e r t e n" D e u t s ch l a n d stellten! Jetzt wäre die Reihe an uns, vom „isolierten Frankreich" zu sprechen. Wir erblicken aber in der Stellungnahme der führenden Mächte nichts weiter als die Sympathie mit den deutschen Vorschlägen zur Erledigung der strittigen Punkte und die Abneigung gegen die französischen. Ob Frankreich aber diesen Wink mit dem Scheunentor- der Neutralen und der Verbündeten verstehen und ihm Folge leisten wird, muß noch dahingestellt bleiben, besonders im Hinblick auf das durch die Kabinettskrise leer gewordenen Portefeuille des Ministers des Auswärtigen. Wenn die Neutralen, Rußland und England besonders, ihre jetzige Haltung nicht ändern, was ja kaum zu erwarten steht, so ist jedoch ein Nachgeben Frankreichs nicht ausgeschlossen. Die Montag-Sitzung der Redaktionskommission in Algeciras beschäftigte sich mit der Bankfrage. Die Polizeifrage wurde nicht berührt. Es ist in allen Pun kt en eine Einigung erzielt worden bis auf die Frage, w e lch e Anz a h l v ou Gr ün d er an t e ilen bei der Bank dem französischen Anleihekonsortium für den Verzicht auf sein vertragsmäßiges Vorzugsrecht überlassen werden sollen und die Regelung ber Zensorenanstellung. Die Franzosen fordern zwer Bankanteile für die 2lb- tretung der Vorzugsrechte aus Artikel 32 und 33 des Anleihevertrages von 1904 und einen dritten Anteil für bie Übertragung des Anleihedienstes und der Kontrollrechte aus Artikel 15 und 16 dieses Vertrages. Deutschland will bisher dem französischen Konsortium nur zwei Anteile einräumen. In der Zensorenfrage besteht die Meinungsverschiedenheit darin, daß die französischen Vertreter die Wahl je eines Zensors ben vier zentralen Notenbanken von Deutschland, England, Frankreich und Spanien, bie deutschen Vertreter den betr. Regierungen zuweisen wollen. Auch nach dem deutschen Vorschläge sollen die Zensoren aus dem Personal der 4 Banken ernannt werden. Endlich wünschen die Franzosen, daß bic Berichte der Zensoren den Banken mitgeteilt werden sollen, während von deutscher Seite vorgeschlagen wird, daß die Sianatarmüchte Abschriften der Berichte der Zensoren er- tzauerr. In den südlichen Provinzen von Marokko ist die vorjährige Ernte derartig schlecht ausgefallen, daß kein Getreide vorhanden ist und großeHungersnot herrscht-. Tie Leiden des Volkes steigern sich bo'.i Tag zu Tag. Deutsches Neich. Wilhelmshaven, 12. März. Der kaiserliche Sonderzug traf heute morgen hier ein unb fuhr ohne Aufenthalt sofort nach der Werft. — Der Kaiser begab sich zu Wagen nach dem Linienschiff „fiat)er Wilhelm II/. Um 12 Uhr fuhr er bei Negenwetter zur Vereidigung, die im Exerzierschuppen stattfand. Es erfolgte die Ansprache der beiden Oberpfarrer sowie die Vereidigung. Darauf hielt der Kaiser eine kurze kernige Ansprache an die Rekruten, in der er Folgendes ausführte: Tie Rekrttten sollten der großen Taten des beutfeben Volkes einaebenf bleiben, aber auch ans ben selbstverschuldeten Schicksals- schlägen desselben lernen. Er erinnerte an bie Schlacht bei Jena 1806 unb ermahnte, Glauben unb Vertrauen auf Gott zu behalten; der Armee vor Jena habe das gefehlt. Deshalb fei bie Schlacht verloren worben. Nach der Vereidigung begab sich der Kaiser zum OfsizierSkasino. Dort fand ein Frühstück statt. Der Kaiser verließ nach 3 Uhr das Kasino und begab sich an Bord des Linienschiffes „Kaiser Wilhelm II.". Heute abend fand an Bord dieses Schiffes eine Abendtafel von 20 Gedecken statt. Berlin, 12. März. Nach den bisherigen Dispositionen begibt sich der Kaiser am 31. b. M. mittels Sonderzuges nach Wernigerode zu einem Jagdbesuche bei dem Fürsten zu Stolberg-Wernigerode; von dort fährt der Monarch nach Krefeld. — Das Programm für den Einzug deS Kaisers in Krefeld wurde, nachdem eS S. M. zur Genehmigung vorgelegt wurde, durch das Hosinarschallamt bestätigt. Der Kaiser wird am 2. April gegen 11*/, Uhr an der Eisfabrik von Schroers, wo eine besondere Halle gebaut wird, den Zug verlassen und dann sich an die Spitze deL 11. Husaren- Regiments setzen. Am Ostwall sindet die Begrüßung durch ben Oberbürgermeister statt; dort sind Tribünen für bte Ehren- Jungfrauen errichtet. Der Zug geht dann über Rheinstraße, Friedrichstraße, Nordwall, Lessingstraße zur Kaserne, wo einige 1000 Schulkinder singen werden. Dann ist Parade, Besichtigung der Kaserne und Frühstück im OfsizierSkasino. Dort kleidet sich der Kaiser um und fährt um 5% Uhr zum Theater, wo zuerst der Earl Wilhelm-Bund singen wird, dann roirit MoserS »Stiftungsfest* aufgeführt. Um 7 Uhr fährt der fiaifer zur Bahn. — Die .Berk, fiorrefp/ schreibt: Im Verfolg ber im Oktober oes Vorjahres durch ben Kaiser angeregten Zurückziehung ber internationalen Besä tz u n g S l r u p p e u aus ber Provinz Tschili in China ist nunmehr bie Zurücksührung ber ostasjatischen Besatzungsbrigado unter Zurücklassung eines Detachements in Tschili nach Deutschland befohlen. Detmold, 12. März. Auf Wunsch des Landtags hat Fürst Leopold die Zusammenstellung seiner Einnahmen unb Ausgaben gestattet und sie dem Landtage zugehen lassen. Die Einnahmen auS dem Domanium beziffern sich danach auf rund 800 000 Mk. jährlich, denen Ausgaben in Höhe von 680 000 bis 715 000 Mk. gegenüberstehen, nicht gerechnet die auf 20—30 000 Mk. sich belaufenden Aufwendungen für wohltätige Zwecke. Ausgegeben wurden für bie Hofhaltung 236 000 Mk., Marstall und Gestüt 58 000 Mark, Wittum und Kompetenzen 92 000 Mk., Lasten und Ausgaben (an die Landkaffe usw.) 177 000 Mk., Baukosten 50 000 Mk., Verwaltung 53 000 Mk., Zinsen 14 000 Mk. Ausland. London, 12. März. (Unterhaus.) 'Hc-S daß das Volk bei ber ar^b^.en Wahl sein unzweideutiges t r e u e s F e st h a 11 e n au ben Prinzip len des Freihandels zum Ausdruck gebracht hat unb hält an feinem Entschluß fest, jedem Vorschläge, betreffend die Schaffung eines Schutzzollsystems entgegenzutreten. Balfour erklärt die Resolution für ein Tadelsvotum gegen die Opposition, beschwert sich über hie Zweideutigkeit der Ausdrücke der Resolution und verlangt Aufklärung über verschiedene Punkte. Eampbell-Ban- nerman erklärt die Fragen Balfours für unnütz, irre- leitend und sinnlos. Unter Proteftrusen der Opposition imb lauten Beifallsrusen der Ministeriellen ruft Bannerman aus4 Genug von diesen Narrenpossen ,laßt uns zu unserer Arbeit gehen! Paris, 12. März. Der sozialistische Generalrat nahm eine Resolution an, in der der Ausschluß Br Lands als Mitglied aus der Partei verlangt wird, weil er in das Mini- fterium Sarnen emzutwten bereit sei. — Während seines Aufenthaltes in Paris hat, wie verlautet, ber König von England dem Fürsten Radolin mit« teilen lassen, daß er sehr erfreut wäre, ihn 'zu sehen.^ um ihm dadurch einen Beweis seiner Sympathie zu geben. Der König, ber währenb ber letzten Zeit bemüht gewesen war, eine Verständigung über bie marokkanische Frage herbeizuführen, hat auf seine Absicht, ben beutschcn Botschafter zu fthen, aus Grünben ber Etiketteverzichten müffett» Rußland. Am Todestage des Zaren Alexander II., am 14. dS., wird eine Amnestie erwartet, die, wie verlautet, fast sämtliche politischen Verbrechen umfassen soll. (?) Man spricht von 98 von 100 aller Inhaftierten, die frei- gelaßen werden sollen. — Aus Otjchakow wird gemeldet, daß Leutnant Schmidt, sowie die übrigen Verurteilten vom ,Poternkin" ein Gnadengesuch einreichten. In Strykow bei Lodz (Polen) kam es zu einer Schlagerei religiösfanatischen Charakters, wobei Anhänger der Sekte der Mariaviten fünf ihrer katholischen Gegner töteten. — DaS Bezirksgerichts in Bobroisk urteilte 28 Soldaten des Strafbataillons ab, die sich des Versuchs der Meuterei schuldig gemacht haben. 13 wuaden zum Tode, die übrigen zu 20, 15 oder 3 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. — In Ber- Iditschenr nmrde bei dem Advokaten Fuchs eine Bombens fabrik entdeckt. ES wurden neun fertige Bomben vorgefunden. Ein Petersburger Korrespondent telegraphiert: Der Priester und-Agitator Gap on sei verhaftet worden. HeinzerlingS Unterschlagungen. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.)' w. .Al1 V !?• d^ärz. Die Ueberraschuntz, welche die gestrige Mftung bes ^parkasienrechners Heinzerling brachte, hat sich bei bem slröötm ^.eil der Einwohner in Trauer verwandelt, lieber aOO wöchentlich zahlende Einleger sind um den größten ihrer Spareinlagen gekommen. Neben etwa einem Drittel qntsituierter Bürger, Handwerker und Kaufleute, die zumeist für Spareinlagen ihrer Kinder die Kasse benutzten, sind die weitaus ^wbte Zahl der Betroffenen Dienstboten. Hcmdllmqsgehilsen und Leute der wenig besitzenden Klassen. Weinend versucht auf der 'wocb notig habe, um die Doktvrrechnung ihrer Mutter Zu bezahlen. Doch ich kann ihr nirr mitteilen, daß ein tveiterer ^ffenlolal zu gelangen, erfolglos sei. Der .nevrwr von der Oberrechnungskammer in Darmstadt arbeitet MNter verschloffenen Türen, er 1)011 auch nicht das Fluchen eines £h^If^Crnbm.^n^'ai£TOff I/?// 11011 der Zeche „Rhein-Elbe"-Gelsenkircheii 'sechs Mann ab gegängelt Unterstützungen für die Hinterbliebenen Opfer der Kata- srrophe treffen fortgesetzt ein. bcr$ ani m Pr verlas der Vorsitzende Doumer eine €rfIürung über bic Kataitrophe und brachte in Vorschlag der betroffenen Bevölkerung daS Beileid und die Sympathie der Kammer auszudrücken. Der Antrag wurde angenommen. .hieraus brachte der Mg. Basly den Vorschlag ein einen Kredit von einer halben Million Francs für die Hinterbliebenen bereit zu stellen. Tie Kämmer bewilligte einstimmig den Kredit. Der Pariser Stadtrat bewilligte 2o 000 Fran es . r Z", .cjner Versammlung der französ. .Kohlengrubengesellschaften wurde der Beschluß gefaßt, fürs erste die Summe Von 2000 00 Francs zur sofortigen Verteilung an die Familien der Opfer zu senden. Ter deutsche Botschafter Fürst Radolin begab sich.Au Rouvier, um der Regierung das Beileid des S?-Ier§ uni> fccr deutschen Reichsregierung auszusprechcn. Gleichzeitig überreichte Fürst Radolin namens des deutschen Mifsvereins 2000 Francs für die Hinterbliebenen der Opfer. Tie Gegend rvird von den .Hinterbliebenen verlassen werden, um neuen Arbeiterfamilien Platz zu machen. Tie Wiederherstellung der Gruben wird ein Jahr dauern. . Verluste der Gr u b en g e se lls ch a f t werden QUf 6 Millionen Francs veranschlagt, da sie nach Dem Gesetz den Hinterbliebenen eine Rente aus- setzen muß. 17JlJerfoncii sind bei den Rettungsarbeiten ums Leben gekommen. Höhe bei einem so verhältnismäßig kleinen Institut möglich sein konnten. Bei so weitgehenden Rechten bc3 Kassenbeamten waren die Pflichten des Vorstandes nm so größer, und es scheint unwahrscheinlich, daß Die früheren Revisionen mit der gleichen Gewissenhaftigkeit wie diesmal vorgenommcn worden sind! Es wäre zu wünschen, daß von Rechts wegen im Interesse der aus den Kreisen der ärmeren Bevölkerung Beteiligten festgestellt würde, inwieweit nicht auch Fahrlässigkeiten Dritter Personen vorliegen. Die Untersuchung ergab außer den Unterschlagungen vvn weit über 100 000 Mark auch noch schwere Wcchselfälscbungen. Heinzer- ling soll soweit gegangen sein, den bejahrten Vorsitzenden der Kässe durch falsche Vorspiegelungen zum Mitunterzeichnen der Akzepte veranlaßt zu haben. Außerdem wurden falsche Sparkassenbücher vorgefunden, die H. als Devotunterlagen für fehlende Beträge benutzte. Ms Sparkassen-, Armen- und KirchenfonbSrechner bezog et insgesamt über 5000 Mk. Iahresgehalt; er lebte als Junggeselle in den bescheidensten Ansprüchen und bat nach seinen Angaben das Geld zu unglücklichen Börsenspekulationen verwandt. Wie man hört, soll auch ein Gießener Bankhaus eine Forderung von etwa 30 000 Mk. an H. bereits geltend gemacht haben. Aus SeaSt uno Lans. Gießen, den 13. Marz. ** Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den prov. Lehrer am Seminar für VolkSschullehrerinncn zu Darmstadt, Schminn, zum Lehrer an dieser Anstalt, den Militäranwärter Phil. Bucher aus Bcffungcn zum KrciZ- bicner bei dem Kreisamt Lauterbach und den Hausmärter im neuen Kanzleigebaude zu Darmstadt, Karl Allebran d, zum Kreisdiener bei dem Kreisamt Worms ernannt. " Treue Arbeit. Se. Kgl. Hoh. der Groß Herzog haben dem GartnerFriedr. Bauer zu Jugenheim, in Diensten von Frau Ernestine Pauer, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift ,Fur treue Arbeit" verliehen. ** LandeS-Universität. S. Kgl. Hoh. der Groß- h erzog haben am 10. März d. J§. den Privatdozcnten an der Universität Berlin, Profeffor Dr. Hermann Onckcn, zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der LandeS-Universität, und zwar für daS Fach der Geschichte, mit Wirkung vom 16. April 1906 an ernannt. *• Der Vortrag über die Kanalisation, der aus Veranlassung deS Bürgervereins am Mittwoch abend stattsindet, findet nicht in Steins Garten, sondern im Cafe Leib (Theatersaal) statt. •• Aus der israelitischen RcligionSgescll- schaft. Man schreibt un§: In den festlich geschmückten Räumen ihrer Synagoge beging am Samstag die israelitische Religionsgesellschaft Gießen die Ei nwei hung einer ihr durch die Munisicenz des Herrn Liebmann Baer gestifteten Ge- setzesrolle. Nach feierlichem Umzuge unter Chorgesang wurde diese, ein Meisterstück der Schreiblunst, alsdann in die heilige Lade gestellt, worauf der Großh. Provinzial-Rabbincr Dr. L. Hirschfeld die Festrede hielt. Hieran anschließend sand am Sonntag abend in der Turnhalle am Oswalds- garten eine Abendunterhaltung statt, die durch einen auf dic Feier deS Tages bezugnehmenden Prolog eröffnet wurde. Jede Nummer deS abwechslungsreichen Programms war ein Schlager und machte sowohl allen Mitwirkenden wie auch den Arrangeuren des Festes große Ehre. Ein gemütliches Tänzchen hielt die zahlreichen Anwesenden bis zur frühen Morgenstunde beisammen. •• Für ungilti g erklärt wurde von dem Wahlprüfungsausschuß die Wahl des Landtagsabg. Christ aus Wörrstadt. In Niedersaulheim, Oberfaulheim, Schimsheim, Gamveinheim, Ensheim und Vendersheim müffen die Wahlmännerwahlen neu vorgenommcn werden. Christ (freist war im November v. I. gegen den bisherigen Vertreter de§ Wahlkreises, den Baucrnbundler Wolf, mit 17 gegen 15 Stimmen gewählt worden. •• Vom LandesoersicherungSamt. S. K. H. der Großherzog haben den Präsidenten des Ministeriums deS Innern, Geheimerat Ernst Braun zu Darmstadt auf fein Nachsuchen von der Stelle eines ständigen Mitgliedes und Vorsitzenden deS Landesvcrsichcrungsamts enthoben und den Ministerialrat im Ministerium des Innern und Vorsitzenden der Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, Dr. Karl Usingcr zu Darmstadt, zum ständigen Mitglied und Vorsitzenden des LandesvcrsicherungSamtS im Nebenamt ernannt. ** Gruppenwasserversorgung Bad-Nauhei m. Zu dem in jüngster Zeit verbreiteten Gerüchte, daß die geplante Gruppcnivasserversorgung für die Otte des Horloff- und Wettertalcs und Bad-Nauheim mangels genügender Beteiligung der Gemeinden nicht in vollem Umfange zur Ausführung gebracht werden solle, wird uns von wohl- unterrichtetcr Seite gemeldet, daß diese Gerüchte jeder Begründung entbehren. An der Verwirklichung dieses Projektes wird nach wie vor rüstig weiter gearbeitet. Bei dem sehr regen Interesse, welches seitens der Bevölkerung und seitens der Genieindcn ihm entgegengebracht wird, ist die baldige Ausführung der Gruppenwasserversorgung zu erwarten. Auch die Behauptung, dic bei Inheiden erworbenen Quellen seien weniger geeignet als die bei Lauter gekauften, beruht aus einer durchaus irrigen Meinung. Die Quellen bei Inheiden entspringen ebenso wie die bei Lauter direkt dem Basaltfelsen und liefern nach amtlicher Untersuchung ein vorzügliches Quellwasser. ** Der Volksunterhaltungsabend, den der Gießener Ausschuß für Volksvorlesungen und verwandte Bestrebungen am Sonntag abenD iin Reuen Saalbau veranstaltet hatte, ist als wohlgelungen zu bezeichnen und war vvn den breiten Schichten unserer Bevölkerung sehr gut besucht. Stimmungsvoll wurden dic Darbietungen des Mends mit einem Quartett in Es-dur von Beethoven (Klavier Pianist Hahn, Violine Franz Bauer, Viola Musikdirektor Krauße und Violoncell E. Krauße jr.) eingeleitet. Fräulein Paula^Vuß ayS Wetzlar erfreute die Hörer mit drei Liedern für Sopran, worauf E. Krauße jr. drei Stücke für Violoneell in meisterhafter Weise vvrtrug und hierauf der Gießener Lehrer-Sängerchor zwei Chöre, Frühlingstrost und Sckenkenbachs Reiterlied, beides Volkslieder ans dem 16. Jahrhundert, recht wirkungsvoll zn Gehör brachte. Damit war dec erste Teil des Konzerts beendet. Während des Abends wurde im Saal kein Restaurationsbetrieb ausgeübt, eine Einrichttmg, die auch bei verschiedenen anderen Veranstaltungen in Gießen Nachahmung verdiente. Eine Pause von 15 Minuten langte vollkommen hin, um im Rebensaal sich zu restaurieren. Im 2. Teil des Mends zeigte sich der Pianist I. Hahn als Meister auf dem Klavier. Lehrer Marx, der unseres Wissens das erste Mal öffentlich sich hören ließ, erfreute durch seine prächtige Barittnistimme sowie durch die Art ä seines Vortrages. Die beiden hessischen Volkslieder „-Schöner Schatz, mein Augentrost" und „Trutze nicht", vorn Gießener Lehrer-Sangcrchvr vorgettagen, bildeten den Schluß des Abends. Ter überaus lebhafte Beifall, den sämtliche Mftwirkcndc des Abends gezollt erhielten, mag ihnen der beste Lohn fein für ihre uneigennützige Mitwirkung bei dieser Vvlkstümlickieü Veranstaltung. Ganz besonderen Dank verdient Fräulein Buß aus Wetzlar, da sic sich als Nicht-Gießenerin in den Dienst der guten Sache gestellt hat, und ebenso ihr Begleiter auf dem Flügel, Herr Kantor Schmidt von Wetzlar, Der auch das eine von der Dame vorgetragene Lied lomponiett hat. -8. Von hausen, 12. März. Heute nacht brachte hier ein junger Mann namens Merz ans Niedergründau zwei hiesigen Burschen durch Neu o lverschlisse schwere Verletzungen an Kops und Seite bei. Merz, der mit einem hiesigen Mädchen ein Verhältnis hat, befand sich auf dem Heimweg, als die beiden ihn bedrängten und er hierauf von seinem Revolver Gebrauch machte. Mcrz wurde verhaftet, ob er in Notwehr gehandelt, muß dic Untersuchung lehren. X Lau dach, 12. März. Heute wurde mit dem Bau der Fried hofSka pelle begonnen. Die Ausführung der Maurerarbeiten ist Maurermeister Schmidt-Queckborn übertragen. Er hatte dic hiesigen Maurerangebote um 14 Prozent, den Voranschlag um 7 Prozent unterboten. XX Schotten, 12. März. Gelegentlich der Eisenbahn- Debatte in der 2. Kammer brachte unser Landtagsabg. Dr. Weber den Wunsch vor, einen Antomobilverkchr in unserem Kreise einzurichtcn. Es sind hierfür die Strecken nach Ulrichstein-Mücke, nach Gedern und nach Sau- bach vorgesehen, der Finanzminister nimmt der Ausführung des Projekts gegenüber eine günstige Stellung ein. Es ist daher die Verwirklichung für das nächste Jahr bei staatlicher Subvention in Aussicht gestellt. — Unsere Kreisstadt ist zwar mit Gedern und Laubach über Nidda und Stockheim dezw. Hungen durch die Eisenbahn verbunden, doch erreichen die Bewohner dieser Orte ihre 5kreisstadt schneller zu Fuß als mit der Bahp. Die Eirichtung der Automobilverbindung würde deshalb von erheblichem Vorteil sein. ^Altenstadt, 12. März. Der Rechner der hiesigen Spar- und Leihkasse, Heinrich Eggolt, der 31 Jahre lang das Nechneramt mit großer Treue und Gewiffenhastigkeit' versah, ist am Samstag gestorben. sd. Pfungstadt, 12. März. Zu dem in einem Teil der gestrigen Auflage bereits gemeldeten angeblichen Mord oder Raubmord sei noch mitgeteilt: Frau Avon Rothschild Wwe., geb. Sttauß auS Dieburg ist vor 50 Jahren in Pfungstadt zugezogen. Sie ip jetzt zirka 82 Jahre alt, gilt für vermögend und bewohnt in der Pfarr- gaffc ein kleines Häuschen. Sie galt als brave, wohltätige Frau, die mit allen Personen in bestem Einvernehmen stand. Nennens^ werte Geldbeträge batte sie nie im Hause, sie erhielt ihre Coupons usw. regelmäßig nach Bedarf von ihrem Bankier zugeschickt, etc galt auch für zurechnungsfähig, wenn sie auch manchmal chre eigenen Ansichten hatte. Dor einigen Tagen soll sie zu em en Bekannteu gesagt haben, daß ihr Bankier ihr schon zweimal Geld angefordert hätte; wenn sie in Rot kommen sollte, würde sie sich lieber umbringen. Dabei soll der Fran im vorigen Jahre noch eine große Erbschaft zngefall-en fein, lieber den Tatbestand ist zu berieten, daß gestern nachmittag eine Nachbarin die Iran N. besuchen wollte und die Tür verschloffen fand. Sie bei Bekannten vermutend, kam die Nachbarin später wieder. Mit Hilfe deS Polizeidicncrs und des Bürgermeisters wurde dann die Wohnung geöffnet und man fand alles in Ordnung, das Bett leer auf zwei Stühlen ausgebreitet. Trotz aller Mühe konnte man aber Frau N. nicht finden. .Heute früh begannen die Untersuchungen alsbald wieder und man fanb bann bic Frau in dem Hvlzstall, vor bent ein halboffenes Vvrhangschloß hing, tot vor. Sie war vollstärckiig verblutet und man entdeckte am HalÄ, direkt ant Kehlkopf, eine anscheinend mit einer Schere beigebrachte unregelmäßige Wunde, die aussah, als ob sie mit mehrerer Scherenschnitten beigebracht sei, auch das um Den Ha^ liegende Halstuch zeigte an bet Stelle mehrfache Schnitte. Auffallend ist, daß das Schloß außen hing, doch zeigte sich bald, daß num Mit einem Griff durch bic Tür auch bas Schloß von außen zu machen fann. — Der Oberstaatsantvalt, ein Richter, der .Kreisarzt w bet Gerichtsarzt Dr. Popp stellten diese Tatsachen fest, doch war bisher ein Instrument, mit bem die Tat nusae- fsthrt sein konnte, nicht zu finbcu. Zunächst schließt bie Staatsanwaltschaft nfach Lage ber Verhältnisse auf einen Selbstmord. In der Bevölkerung ist man ber Meinung, daß einige polnische Händler, welche sich gestern im Ort befanden und heute verschwuiidcn sinb, bic Tat aus Habgier ausgeführt haben: einer berselben ist heute in Griesheim verhaftet worben. Tie Leiche kam heute ins Leichenhaus, sie wird morgen seziert unb beigesctzt werben. * In bem Artikel: Dic Zahl her Stubenten der ev. Theologie (2. Blatt v. Rr. 60) muß cs gegen Ende heißen statt vor 20 Jahrep „v o r 40 Jahre n". Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Die Konzentration irn Bankgewerbe wirb fortgesetzt burch bic bem Konzern der Darmstädter Bank angehörenbe Rorbwestbeutschc Bank, welche bie Deutsche Nationalbank in Bremen in sich aufnahm. Letztere besitzt ein Kapital von 15 Millionen Mark, welches gegen, 12»A Mill. Mark neue Aktien ber Rordwcstd. Bank umgetauscht -werden, die auf’cibcm noch 4 Millionen Mark zur Verstärkung ihrer Betriebsmittel ausgibt. Anfang 1900 mit einem Aktienkapital Vvn einer Million arbeiten!), erhöhte bie Nordw. Dank es bis 1903 auf 3 Millionen unb trat bann zu ber Darmstädter Bank in nähere Beziehungen. Zugleich würben ncuerbings 2 Mill. Mk. Aktien ausgegeben, von btnen bie Darmstädter Bank 1 Million übernahm unb in ihrem Portefeuille behielt, um sich einen dauernden Einfluß auf die Nordwestbeutsche Bank zu sichern. DaS Aktienkapital wurde Anfang 1905 auf 7 Mill. Mk. Vermehrt. Jetzt steigt bas Slkticnkapital auf 25 Millionen Mark. Die deutsche Rationalbank in Bremen, die jetzt ausgesogen wird, hat in den letzten Jahren keine günstigen Ergebnisse erzielt. Durch die Fusion der Dank mit der Nordwesideutschen Bank erzielte diese durch den Aktienurntausch einen Buchgewinn von rund 2i/3 Mill. Mark, der zur billigeren Einstellung jener Wette in die Bilanz bienen kann. Daburch wird es möglich sein, spätere beffere Divi- benben vorzubereiten. Es kann tvohl keinem Zweifel unterliegen, daß die Norbwestdeutsche Bank mit bieser Fusion nur beit Wünschen bet Darmstäbter Bank gefolgt ist. _ Reichsbank. Am 26. b. M. wird in Saalfeld (Saale) eine von der Reichsbankstelle in Gera (Reuß) unb am 5. April in Kaukehmcn eine von der Reichsbankstelle in Tilsit abhängige Reichsbanssuebcnstelle mit Kassencinrichtung unb beschränktem Giroverkehr eröffnet werben. Deutsche Bank. Die Hauptzi/fern bes Abschlußberichtes für 1905 sinb burch ein Kommuniquo bekannt gcivvrden. Interessieren dürfte u. a., baß bie auf den bauernben Beteiligungen ruhende stille Reserve auf 61.9 Mill. Mr. gegenüber den Kursen des Bilanztages beziffert. Der Geschäftsbericht äußett sich auch über die schwebenden allgemein wirtschaftlichen Fragen. Die russischen Vcrhältttifse saßt er optimistisch auf unb glaubt an bie allmähliche Derminberung ber Kursverluste des Publikums. Bedeutende industrielle Aufträge erhofft er ebenfalls. Pessimistischer stellt sich der Bericht zu der Frage nach der weiteren KVnjuukturcntwickluug in Deutschland: Das verffossene Jahr gehörte in wirtschaftlicher Beziehung zu den besten, wobei aber bie bevorstehende Erhöhung ber Zollschranken förbernb mitwirkte. Die deutsche Industrie habe gewaltige Anstrengungen gemacht, um durch Kvnzcutratwn ber Betriebe, Verbesserung ber Arbeits- nietbvDen und Ermäßigung ber Produktionskosten sich auf bie erschwerten Absatzverhältniffe vorzubcreiten; aber es sei kaum anzuiiehmcu, das; bie gesteigerte Prosperität bes beutschen Wirtschaftslebens sich unter den mn 1. März in Lttaft getretene^ sonde' einig' land' i>ie l Aal vicä stelle Bah ante und Vie prr> Oesi ber 32 .11« der Ban! Beil Bkü Bef«: war. haut! bflroy eine । mit “ gD btt'5t tote- tätibu i tatftnl liifc't Mitteln einem rechnen in der stellte folgl« finb dehn unb derb Sen' lütte An! Klä erf. ÄM! Sutji Mc ftütj schlvq MB ^Ot «sr (Ztr Gen besä derjc für wär ^crccf in un versan Öegcn Wat ftm 2! entwe oder Handel des Wl< i'fmtt' sih-r SMeMirnimn nnfrfilicncn. werden amb 3%7< ache Spohr-Cantor (Nr. 591 ist eint berhnni)[ung in der W, III Portu fiesen . . 146.00 Tiirkenlose . . . 110.50 . . 97.00 Prince-Henri-Eisenbahn Börse, I . 174.10 Harpener Bergwerk Tendenz: behauptet. 4 % Griech. Monopol-Anl. 1 % äussere Argentinier 147.50 244.00 83.40 164.50 Elektriz. Lahmeyer . . Elcktriz. Schnckert . Eschweiler Bergwerk 142.00 129.50 256.80 222 00 Berliner Randelsges Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditakticn . . . Baltimore- und Ohio- Eisenl ahn . Gotthard bahn . . . Lombard Eisenbahn Gesten. Staatsbahn . Laurahütte f.ombarden E. B. Nordd. Lloyd . Türkenlose . . 2415 . 144.20 . 134.00 . . 178.10 . . 147.30 . . 243 60 . . 181.50 . . 189.75 . . 164.70 . . 211.50 Beichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen 100.75 101.65 95.45 106.30 68.70 70.00 92.10 94.80 93 50 VerHüntmcluitfl enthalten hätte eine .^omhenjatior 3°/n Mexikaner 4>$°/0 Chinesen . . Aktien Berliner Canada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . • 13. März. Anfangskurse. . 212.90 . 241.50 . 24.10 . 129.10 . 146.00 Algeciras, 12. Marz. Nachdem die Kommissionsberatungen der gehegten Erwartung, dem Plenum einen einheitlichen Gjnti'jurf dec Bank nd der Polizeiorganisation vorlegen zu können, nicht entsprachen, wurde die für morgen anberanmtc Plenarsitzung aufgeschobcn, um einen weiteren vorbereitenden Gedankenaustausch und eine etwaige Ergänzung von Instruktionen zu ermöglichen. Dar cS Salaam, 12. März. Gestern traf derHerzog von Eonnaught (Bruder des Königs von England) an Bord des „Prinzregent" hier ein. Gouverneur Graf Goetzen Zlrberterbewegung. Nürnberg, 12. Mär;. (•" tnm ä 0 0 hiesige Schreiber stellten, nachdem die Unterhwdlungen mit ihren Arbeitgebern erfolglos verlausen waren, die Arbeit ein. Ihre Forderungen sind Lol : erhöh.mg und Berki'';ung der Arbeitszeit. 5) a m b n t g , 12. Mär;. Tic Lohnbewegung^imHafe-i dehnt fich immer weiter aus. Ten Ewersuhrerrr, Schauerleuten und Schiiis'immerern solgev setzt die Quaiarbeiter Voraussichtlich Unrversitäts-Nachrrchten. _ E i n neuer Hocks ckulstreit oit der Berliner Universität scheint siw nad' dem Bescheide zu entwickeln, den her N'ttor Geheimrat Diels dem Ausschutz des _3fubentcnhcr- bandc<7 zuteil werden lieft, her 8 0 nicht konfession ell e Verbindungen der Berliner Univerfitäi umfaßt. Die.akadewiiche Behörde iroilh' diesen Verband zu einer einzigen studentischen Verbindung '"-emveln. Infolgedessen verzichtete der^ Verband aus behördliche Genebmiguno Die Antwort nur diese Stellungnahme war. wie wir in der „Dgl. Rdfcb." lesen, eine Drohung mit Disziplinär st rasen . falls der Studentenverband sich über^ Haupt alt die Lessentlickkeit wage. Der Studeukenverband richtete daraus an den akademischen Senat als die nächsthöhere Instanz eine Eingabe, in der wwohl über die getroffene Entscheidung, wie über die persönliche Behandlung der Vertreter Beschwerde geführt wurde. Der Rektor führte in seiner Antwort aus, daft der Senat sich in dieser Angelegenheit nicht für zuständig erklärt habe. Er habe aber die von ihm, dem Rektor, getroffene Entscheidung grundsätzlich durchaus gebilligt. Der Stu- dentenverband will sich infolge dieser Antwort an die Leffent- lichkeit wenden, um fein Reckt durch»ufet-en. Wenn feine vermittelnde Hand den streit friedlich schlichtet, werden wir mit einem menen Konflikt an der Friedrich Wilhelms-Universität rechnen müssen. — Die Göttinger F i n kc n s ch a f t lehnte den Em tritt in den ~ nniiiy'.-, oh. Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgetcilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 13. März, 1.15 Uhr. 54.40 92 20 68.50 fuhr zur Begrüßung an Bord des gleichzeitig eingetroffenen englischen Kriegsschiffes „Terpsichore. Um 11'/, Uhr kam der Herzog mit Ian"'ie und Gefolge an Land, wo er vom Grafen nnb der Gi."'u Goetzen enrpsangen wurde. Gelegentlich einer Rundfahrt vielten zwei Inder Ansprachen. Am. Abend fand ein Diu . beim Gouverneur statt. Morgen fährt der Herzog nach Sansibar weiter. Gerrchtssaal. bmi weit'.ertcn Satze des Berichts über die Beruiungs- Das Grubenunglück von CourriöreS. Lillc, 13. März. Die Zahl der ^pfer soll noch größer sein, als bisher angenommen wurde. Es hat sich angeblich herausgestellt, daß 7 00 Bergleute mehr, als man glaubte, eingefahreu seien. Die westfälischen! 9t e 11 u n g 5 m n n n s (haften sollen auf direkten Befehl des Kaisers hierher beordert worden sein. Sie arbeiten mit großer Bravour und sind bis auf 800 Meter borge-» drungen. Sie haben bereits viele Leichen geborgen und ihre Tätigkeit findet bei der Bevölkerung lebhaften Anklang. Eourriöres, 13, März. Vor den Gruben kam es zu erregten Szenen, da btc Angehörigen zwei Tage auf die Erlaubnis warteten, die Leichen zu besichtigen. Zuletzt machte die Menge einen Angriff auf die Gendarmerie, dem diese aber stand hielt Der Führer der Gendarmerie erklärte sich jedoch unfähig, länger auszuhalten, weshalb entgegen den Befehlen die Leute zur Leichenschau zugelasseu wurden. Es ereigneten sich entsetzliche Szenen. Paris, 13. März. Aus Anlaß des Gruben-Uw- glucks sind dem Präsidenten Falliöres Beileidstelegramme zugegangen: vom Kaiser und der Kaiserin von Rußland, von den Königen von Spanien, Schweden und Belgien 2C. Gelsenkirchen Bergwerk Hamhurzr-Amerik. Paketf. 167 65 Handelsverträgen in gleicher Drotwrtwn rorUetzen werden. Besonders interessant ist das folgende: „Namentlich ,n den Vcr- einiqtcn Staaten, aber auch in Europa und speziell m ^eutsch- lanb scheine die 5 apitalbildung mit der Fülle der Unternehmungen und ncuaeschafsenen Werte nickt Sckritt xu halten,, wdatz die" Geldoerl»ltnii>c dauernd: AmmerffamleU erhenchcn wurden. 1' leine T ageschr 0 nik. In 31 r a 6 b u rj i. Els. erschv ft s i ch unter romantischen Umständen ein Sohn des Anatomen Professor v. Mecklinghausen. —, Ter frühere Chef der Hutsirma Lberwalder in Mariabilf ist bei einer ©fitout au Pasterze bei .^eiligenbl.it Tirol' mit einer Lawine abgestürzt intb unter dem Schnee begraben. — dlm 15. März schlug aus der Donau außerhalb dör Gemarkung Buda ve st ein Boot nvt 15 Obstverkäuferinnen um, die sich auf dem Heimweg von Budapest nach ihrer Heimat befanden. Acht von den Bvotsinsafiiun-'u ertranken. Bank für Handel und Industrie. 53. ordentliche Generalversammlung. Wir beehren uns hiermit, unsere nach §§ 24 und bezw. 27 der Satzungen berechtigten Herren Aktionäre zu der Montag, den 2. April a. c., vormittags ll1/» Ahr, in unserem Geschäftslokale dahier stattsindendcn dreiundfünfzigsten ordentlichen Generalversammlung cinzuladcn. In derselben werden die in § 30 der Statuten unter Nummer 1—4 genannten Gegenstände der Tagesordnung der regelmäßigen Generalversammlungen, sowie nachstehender Gegenstand verhandelt werden. Punkt 5 der Tagesordnung: Ermächtigung bezüglich fernerer Einlösung der Noten der früheren Bant für Süddeutschland. Tie Hinterlegung der Aktien in Gemäßheit des § 24 der (Statuten hat spätestens #tm 21). März a. c. während der üblichen Geschäftsstunden zu erfolgen, und zwar entweder bei den Riederlassungeu unseres Instituts in Darmstadt, Berlin, Frankfurt a. M., Hannover, Straßburg i. Els., Halle a. S., Leipzig, Stettin, Offenbach a. M., Frankfurt a. £., Lahr i. B., Cottbus, Guben und Forst i. L., oder «’* ... in Bremen bei der Nordwestdeutschen Bank, Kommandit-Gesellschaft auf Aktien, „ Breslau „ „ Breslauer Diskonto-Bauk, _ „ Dortmund „ „ Nordwcstdentschcn Bank, Kommandü-Gesellfchaft auf Aktien, u Dresden tf den Herren Albert Knntze & Co., n Hamburg tf der Bereinsbnnk in Hamburg, ft Heilbronn den Herren Nümclin & Co., H Königsberg i. Pr. der Ostbank für Handel und Gewerbe, n Mainz den Herren Schmitz, Heidelberger & Co., n Mannheim „ „ Wingenrolb, Soüerr & Co., tf München „ „ Merck, Finck & Co., der Bayerischen Bank für Handel und Industrie, n Neustadt a. H. den Herren Eduard Loeb & Co., Bankkommandu- Gesellschaft, tt Pforzheim „ „ Fuld & Co., » Posen u der Ostbmik für Handel und Gewerbe. Darmstadt, den 10. März 1906. Bank für Handel und Industrie. 4,1% Parcus. Hedderich. Arheitsvergebung. Die. zur Herstellung der £uitfanä(e beim 9leubau ber höheren Mäbchens.bule erforderlichen Schloffcrarbeiten sollen Dienstag den 20. d. MtS., vormittags 11 Öhr, öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibw?g unb Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt bei uns einzureichen. — Zufchlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 12. März 1906. Städtisches Hochbauamt. (Serbel. B18 4 Die Arbeiten und Liskernngen zur Herstellung einer Rampenmauer und Befestigung der Ramve mit durchlässigem Pflaster auf Bahnhof Rieder-Walgern sollen öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen sind bei der unterzeichneten Inspektion einzusehen und können auch gegen poft- und bestellgeldfreie Einsendung von 1 Mark in bar von dort bezogen werden. Die Zeichnungen liegen bet der unterzeichneten BetriebZ- Inspektion, Zimmer 16, zur Einsicht aus. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind versiegelt bis zmn Eröffnungstermm, am 21. März 1906, vormittags 11 Uhr, post- und bestellgeldfrei einzusenden. Zufchlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 12. März 1906. B /.1 Großherzogliche Eisenbahn-Betriebs-Inivektionl. Versteigerung. Donnerstag den 15. Mär; d. I., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Grünberger Strafte 35 dahier gegen Barzahlung: 1. 1 Nähmaschine, 1 Regulator, 1 großen Linoleumteppich, 1 Kinderbadewanne, ca. 5 Ztr. Kohlen, 1 blaue Steppdecke, Vorhäuae mit Gallerieen und Roleaur, Tisch-, Bett-, Herren- unb Damen-Wäsche, Herren- und Damen-Kleider, Nippsachen, allerlei porzellanenes und anderes Küchengeschirr, sowie sonstige Haushaltungsgegenstände. 2. 1 Sofa mit 6 gepolsterten Stühlen, 1 Sessel, 1 (Schreib- risch, 1 Verlikow. 1 Kleiderschrank, 1 Tisch, mehrere Spiegel, darunter 1 mit Trüineaur, 3 PaarVorbänge mitGalterieen, 1 Petroleumlampe mit GaSlichteinrichtung, dwerse Bilder, Kleiderleisten rc. Tie Gegenstände unter 2 sind zum Teil uod, neu, zum Teil noch sehr wenig gebraucht. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Born, Gerichtsvollzleher. Postpaket-Adressen Krim I iwc. btuigfi vrüvl'scdc Untverfitäir-Vnickerei. Sieben. nachmittags 2 Uhr [1641 werden im Biekerschen Saale versteigert: Möbel aller Arten, 10 Mille Zigarren, 1 Fahrrad, 1 Regulator, 1 Gasherd, 1 Dezimal- wage, 1 Partie Schuhwaren u.A. G e i ü ( e r, O.-pri-' - - • - 1 •' - Kreddslk? täglich stkisch bei 230 Hofbäcker KlolB, ____Mäusburg 12.____ ^üjälsriue Kieimi-flliiizkti, PrinraWare,10001.Qual.80Pfg., II. Qual. 60 Pfg., empfiehlt Gust. Müller, Forstbaumschule, Haida bei Elsterwerda, fv'/. “SL Lattig-Seife Stück 60 Pfg., beseitigt überraschend schnell Sommersprossen Röte. Pickeln u. sonstige Hautunreinigkeiten und ist die mildeste aller Seifen. Adler- Drogerie, Seltersweg 39. (OHo Sthaaf Salvator von der |1G24 Aktiengesellschaft Paulanerbräu zum Salvatorkeller in Muttchen in */t und Flaschen W. Trech^ler Fernsprecher 581. Weserstrafte 8. Regen-, Sonnenschirme, Spazierstocke empfiehlt billigst, Reparaturen, Ueber$ic()cn von Schirmen soio^r. I. Zufall, Sonnenstraße 1, bet Spediteur Adam. f&t ? Tebci fleßt zurü liege berro gebet Errü lief) milit hin krach toünij »ach tat f toii i i'ntct Fehler an, dl lu'cbt toidtfjT, ©OUl’fi danis-ki das CJ 6eftie5t' Mo rechts Etzbl IRebn M/ei Iraj 5 Befliß 9Mti' M ‘J M Se!e!l val> tiniyfl lirfien SB Cbn< bihitti fand oalff Sliiit ivrlihe bttrtfit Teclun brlche lorbert al? bie bat, bi sieht. Bei de Amac ioooo (v< S( Hri ?r- I > bereu zutage leinen, Antrag mmnle. M ?ie Le, lt! ein unter Krä,.. •et«! Ä P Ul)t Hütten deiche Merj 1633 Die glückliche Geburt eines prächtigen Mädchens zeigen hocherfreut an 01702 Zahnarzt Schwalm and Fran. lungert bin ich gerne bereit. b1 t 1626 Biirgervereän der Der Borstand. billigsten Preisen hv10/3 C. Ifccese, CcbiSielbe, in großer Auswahl Marüstrahe = 2. = Gesangbücher w wich. Klee 19. März von 11—5 Uhr geöffnet. Zu zahlreichem Besuche ladet ein Der Vorstand. Wilhelm Steinweg, Backofenbaugeschäft, Stuttgart. Inhaber goldener und silberner Medaillen, sowie einer staatlichen Ülnerfennung. Aliee-Schule. Die Ausstellung für Weißnahen, Schneidern, Bügeln Und Weißsticken ist Sonntag und Montag, den 18. und Ich empfehle mich zur Lieferung v.sÄoufirmaudeu-soivSommer- Anzüge« zu den billigst. Preisen. Wilhelm Hamel [01679 Schneidermeister. Ludrvisstr. L. „Saat-“ SpeisekarteSeln (n Waggon-Laduugeu liefert zn Habe mich in Butzbach als Rechtsanwalt niedergelassen. Ohnacker Rechtsanwalt. Mittwoch, den 14. März, abends 8% Uhr im Lass Leib (Festsaal) Oeffentliche Versammlung Vortrag des Herrn Oberbaurat Schmick über die Kanalisation mit eingehender Besprechung Hauvanschlüssc. Zutritt für jedermann frei. , Wilhtig ßr hie Serreu Bülkemeißer! Um meinen vielfach bewährten Kanalöfen (Heitzlnftsyftem) sowie Dampfbacköfen auch am dortigen Platz (Eingang zu verschaffen, erkläre ich ich mich bereit, je einen solchen Ofen zum alleräußersten Preis, welcher einen Nutzen für mich saßt ausschließt, zu erbauen. Es würde der betr. Ofen von mir in mustergültiger und bester Ausführung erstellt, um als Reklameofen für die dortige Gegend zu dienen. Ich leiste jede Garantie, daß meine Deien jedes ortsübliche Gebäck von der feinsten Kondiiorware bi§ zum gröbsten Schwarzbrot tadellos backen. Zu näherer Auskunft und Einleitung von Unterhand- beste Ctnreibung bet rhcnmatiichcn Gliederschmerzen, Hexenschuß. Reißen. Wirkt spezifisch gegen die Krankheitsursache. In Apotheken Flaschen zu Mk. 1,20 und 2,—. v"/, .zzzzzzzzz:zzzzzzzz8&» Hofnrieli Trechsler Fernsprecher 581 EfcEer-MandBung Weserstraße 8 empfiehlt die rühmlichst bekannten, im In- und Auslande vielfach mit den höchsten Preisen ausgezeichneten Exjscs’i- und Laggei'-Biee*© aus der Brauerei Heuningcr in Frankfurt a. M. hell und dunkel in Vi und */» Flaschen. Estste SOKcheaie!» ISses1*© voll der Aktiengesellschaft Paulanerbräu zum Salvatorkeller, München in 7i und 7, Flaschen.' Neueste Einrichtungen in der Flaschenreinigung und Abfüllung mit Kohlensäure gewährleisten die größte Haltbarkeit und Bekömmlichkeit der Biere. 1625 Gewissenhafte Bedienung. Jedes Quantum frei ins Haus. Damenrad zu verkaufen. 0,6l'°\ Schiffenbergcr Weg 24,1. Mtchalt. Jamllillhttüö i zu verkaufen. Bahuhosstr. 46. Verschließbarer Weirrschrauk zu verkaufen. 01656 Lndwigstraße 6 UI. iucht zum 1. Mai MvlTJin Frau Pros. Leist Moltkestraße 32. 1629s 1348s Ludwigstraße 55. 015-17 j Brandgasse 6. Liebigstr. 83, port. 1608) 552s Eberh. Atetzger. Cassel 7 Zimmer [bs7ä M serdeluecht sof. geiucht. [01683 ■•P Hinter der West-Anlage 5. zu vermieten. [1445 äu vermieten i'J28 Seltersweg 14. 01467] Weideugaste 12. Grün berg er Str. 13. 1371 April a. c. gesucht. |1643 1640 1639) Richard Kertsch, Seltersweg 83. Richard Kertsch, ^2lesennraße 4. 2-Zimmer-Wohnnng, Küche und Zubehör sowie Mansardcn- wohnung zu vermieten. Bantechrriker § energisch u. zuverlässig, auch als Bauführer für bessere Arbeiten nach auswärts alsbald gesucht. Offerten u. A. 387 an Haasen- stein &. Vogler. A.-G.. Gießen erb. Die II. Etage meines Hanfes Seltersweg 70, bestehend aus 8 Zimmern nebst Zubehör, seither von Herrn Fritz Nowack beivohnt, ist anderweit zu uerm. Mädchen welches gut kocht zu 2 Damen n. Darmstadt geh Haus- mädch.vorh. Sow.ein ji'ing. Mädch. zn 2 Damen nach hier p. 1. April gesucht. Näheres Stellenburv m Hoimann, Dammstr. 15. [01696 Der heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Aachener Tuchrndustrie Wilkes & Cie. irr riachcu 3 bei. Lille Wmstull 1601] Anständiges jüngere« Dienstmädchen gesucht. Ederstraße 1. Fuhrknecht gesucht. [1429 Birkenstock & Schneider. Lehrmädchen Lehrling gegen Vergütung sofort gesucht. Hermann Katz, Mäusburg 5, [01691 Modewaren u. Damenkonfektion. Selbständige Installateure osorl gegen bohen Lohn gesucht. chcilklttgciclle gqudjt. 1579 G. Marx, Marktstraße 13. Sternhauev für Grabsteine gesucht. [1619 Fr. Hewel, Bildhauerei Grünberger Straße 7. Selterowcg 89 ist wegzugshalber die 2. Etage — 6 geraunt. Zimmer, Bad, Küche u. Kammern, auch Mitbenutzung des GanenS — per 1. April d. Js. oder später MMeim 01698 geübter Polierer, für sofort gesucht. Wich. Reiber, Seltersweg 38. i,Hl^esteu-Schucioer gesucht. 1622] Markus Bauer. Personal sucht u. empfiehlt in großer Anzahl nach hier und Bad-Nauheim sofort u.später [ei4Sa Frau Pitzer Slellenbureao Bruchstr.!3,I. Hpchele«-8t>ilil au 1. Stelle 60°/o Stt&tage zu 37« % 1557 Mk. 40 000 an 1. Stelle zu 4e/„ Mk. 10 000 an 2. Stelle sofort, Mk. 14 000 an 2. Stelle per L3ufi06 Mk. 5 000 au 2. Stelle per l.Iuli06 Gießen J.RoseNthal,Btsmarckstr.lO Hypotheken« und Immobilievgeschast. 5-Zimmerwoi)nimg p. 1. April ev. spater. Bahichoistr.39, p. [1620 »i’iiiiriMilit 9Är«6c T -Saill-blirslhe geiudjt. Rachf. Stll-Ttate Hiessen Direktion Hermann Steingoetter Dienstag, den 13. März 1906 4.Dienstag-Abonn.-Vorstellung Die NeVermHltea Schauspiel in 2 Auszügen von Björnson Zum Schluß: "ML Der gcmüllilhe Kouiinissür Satirischer Schwank v. Courteline Dicht. LteiWkij Arbeit gesucht. Karl Kling [01513 Grabsteingeschäft, Wieseck. Me LaqmöWe 2 broie Stallungen zu vermieten. Näheres „Russischer Hof". Jacob Grünewald, Bankgeschäft Lehrling mit guter Schulbildung für mein kaufmännisches Bureau gesucht. Fräulein, gewandt in Haus" O u. Handard., durchaus zuverl, Ehar.,suchtStell. in kl.rnhig.Haush. am liebsten zu ein,}. Dame. [01677. Zu erfragen Alieestr. 2, II. 5-Zimmerw.,reichl.Zub.,Bleiche, Tr o ck bd._,G as,Wssr. l.Zuli zu verm. 1630[ Hofmannstr.4. G.Bergen. Wcgzngoh. b-Zimmenv. m.all. Zubeh. (11. St.) per l.Apr. zu verm. Verschiedene Wilhelmstraße 10 Part, ist Wohnung mit 6 Zimmern ev. 7 Zimmern, 2 Entresolzunmern nebst allem Zubehör per April zu vermieten. 6 KähLLrs ötanlfutiec Straße 29. Sattler UUd Mädchen für dauernde, lohnende Beschäftigung gesucht. Fröhlich & Wol8 Mechanische Scgcltuchweberei Uumöbl. Zimmer mit Kaffee und Bed. in der ©riinberger Sir. per^l. Avril zu mieten gesucht. Schriitl. Angebote m. Preisang. unter 1628 an den Gieß. Anz. erb. Gefchäiisfräulein sucht gut möbl. Zimmer mit od. ohne Pension Nähe des Seltersweges. Schrifll. Angebote unter 01678 an den Gießener Anzeiger erbeien. Ruhiger Herr (Nichtstudent) sucht gut möbl., ruhig gelegenes Wohn- und Schlafzimmer in besserer Lagee. Als Gegenleistung werden ev. auch grünol. Nachhilfestunden für Schüler Höherer Lchranst. erteilt, besonders für Klasse IV—IIIA. Schriftl. Angebote m. Preisang. u. 01676 au d. Gieß. Anz. erbeten. Wvhuuiiz ’ÄS allem Zubehör an ruhige Familie zu vermieten. [340 H. Plank Ww., Kavlansgasse 2. Schöne 3—4-Zimmerwohng. int 1. St. sofort ob. später zu vermieten. Neustadt 41. |236 Freundl. Logis, bestehend aus: 2 ev. 3 Zimmern, Küche mit Zubehör und Werkstatt. [1349 Näh. Bleichstr. 2 im Kontor. Bahnhofstraße 45 Mansarde — zwei Zimmer, drei Kabinette, Zubehör — an ruhige Leute zu vermieten.________(1358 Eine kleine Famtlieuwohnuug an ruhige Leute zu vermieten. iiedraucht, schwarz poliert, Fabrikat Biese, billig zu verkaufcu. 01674) Ludwigsplatz 14, II. Gut eryalt.Kindcrrvagen billig zu verk. Bruchstrabe 8. [01687 I. Stein, Architekt. 5 Zimmer Zigarren-Verheter cociitl. mit Kommissions-Lager, welcher regelmäßig ganz Cber- hessen u. angrenzende Provinzen bereift, wird von einer leistungsfähigen Zigarrenfabrik gegen gun- tige Bedingungen gesucht, die da- elbft schon einige hundert Kunden besitzt. — Offerten mit näheren Angaben unter K V 6770 an Rudolf Moste, Cöltt. [ss'V, Nähmaschtnen-Rciseude können sich ohne viel Mühe n.ohne Aluster leicht ein.Nebenverdienst chasien. Off. u. ,,11.11.4446" bef. Haasenstein L Vogler, A.-G., München. bv‘7n fiXin jüngerer Hausbursche gef. 16211______Markus Bauer. Housbursche zum 24. Marz gesucht. [Bx,/t Aite Klinik. billiger, killst. Blltslhe geiucht. [1638s Marktplatz 21. I Möbl. Zimmer | 01693] 1 Aibeuer kann Kost und Logis erb. Bahnhofstr. 38, H. 01700] Schön möbl. Zimmer jof. zu verm. Bahnhofstr. 12, III. Möbl.Zumn. m. 2 Betc.mit od.ohne Pens.z.v. Bahnhofstr.15,11. [01704 Schön möbliert. Zimmer sofort zu verm. Asterweg 14, I. [01629 Freuudlich möbl. Zimmer mit Pension per 1. April zu ver- mielen. Bahuhofstr. 66, II. Schön möbliertes Zimmer zu vermieten. Wolfstr. 13. [01542 Gesund. möbl.Zimmer m.Kaffee für 12vH z.v.Schützenstr.l3,II.["°° Schön möbl. Zimmer mit besonderem Eingang zu vermieten. 1012] Schulerstraße 9, pari. Schön möbl. Zimmer sofort zu vermieten. Aslerweg 14,1. [01629 Elnf.möbl.Zlinin. m. od. ohne Pens. zu verm. Grünberg.Str. 15. [01604 Schön möbl. Zimmer zu ver- nueten. Plotkstr. 6, I. [1118 Läden etc. Ludwigsplatz 8 Parterrewohng. 2 große, 2 kleine Zimmer, Kabinett ii. Zubehör per 1. April zu vermieten. Auskunft erteilt W. Balser, Lindenplatz 12. [1593 Eine kl. Wohnung an ruh. Leute zn vermieten. Neustadt 11. [1610 Kleines Logis zu vermieten. 01620] Große Mühigastc 4. Wohnung ii. 1 Zimmer m. Küche zu verm. Walllorstr. 8,1. [01559 01690] Kl. Log iS, für 2 Leute pass., zu vermieten. Löbershof 3. Motormd sehr gut erhalten, tadellos und sicher funkionierend, sehr billig nbzugcbcn. Nehme gut erhalt. Herrenrad mit in Tausch. Schriftl. Anfragen unter 01689 mi den Gießener Anzeiger erbeten. Für Fabrikanten und Friseure Großartiges Rezept. Garantiert konkurrenzlos in ganz Deutschland kein Schwindel, zu verkaufen. 01695] Näheres Sonnenstr.6,lV. Frischmelkende, preiswerte Knh mit Kalls steht zum Berkauf bei [01686 B. Appel, Grüumge«. Em Gehrock-Anzug, ovaler Tisch, Stchschrcibpnlt, Gas- lampe billigst zu verkaufen. 1634) Goethestratzc 25, I. Getragene, gut erhaltene |uluu Smeii- itnö Illliikü-klcikr billig zu verk. West-Llnlage 42, II. Lehrmädchen für Putz u. Laden gegen Vergütung gesucht. [1631 Off.anG.Gomperk>,Bahnhofstr.26,' 1637] keltere Dame sucht für. April und Mai oröentHcß Wdjeu. Lohn 20—25 Mk. Zu erfragen Plockstraße 16, 1. Stock. Suche stets mehrere Aiädchen für hier und auswärts. [01701 Frau Herr, Sonnenstraße 6. Swett jüngeres Mcheu sogleich oder später gesucht. Hausbursche per sofort gesucht. 1602 Karl Lichurauu, Ederstraße 1. Braver Junge kann die Gärtnerei erlernen. Karl Göbel, 01670] Handelsg. Stephanstr. 25. Ein Lehrlntg mit guten Schulkenntnissen per stzuhM-hnlehrliiiz ge|u“t92 B. Amcnd, Bahnhofstr. 38. kann in die Lehre treten. 1635 Emil Veil, Schreinermeister, _________Hammstraße 8.______ Ein Lehrjuuge, welcher die Metzgerei erlernen möchte, kann sofort, eoent. auch Ostern eintreten. Offerten sind zu richten an Christian Reust, Rmd- und Schweinemetzgerei, Friedberg i. H.Pts/3 Schuhmacher gesucht. [01685 Z.Fleischmann, Weidengasse 1. WeO?!i!>rrhllllSlaulltt gef. 01684] Neue Augenklinik. LAhMchergAüe.Se“ur?iaf) gesucht. Neuen Bäue 15. 11607 Mißt SMMiMHcr 1 Hili) WiMmllEtt nefufijt. Wilhelm Xiederehe Zigarren-Fabrik. Lollar. MilfihfiiPn ragsüber Beschäf- «yiuVUJvU tigung in Haus- oder Gartenarbeit. Asterweg 10,IL MriBW Em jung.Mädchen m. gut.Schul- bildung, welch.Kenntniffe in Buchführung besitzt,,sucht Befchästigung auf einem hiesigen Kontor. Schriftl. Angebote unter 01694 an den Gießener Anzeiger erbeten. 01697] Eine schone 5-Zimmer- wohnung in freierLage mit Bleichplatz u. (Sartcnant. vom 1. April ab zu verm. 5tanalaiiichluß. Ederstraße 2, Ecke Nordanlagc. 407] Ebelstratzc 39 zwei Fünf- zimmer-Wohnungen per alsbald zu vermieten. Ä. Wehrum. Löberstr. 9 unterer Stock mit 5 Zimmer nebst allem Zubehör per 1. April zu vermieten. [1186 Wilhclmftr. 8 3. Obergeschoß 5-Zimmerw. m. Bad, Bleichpl. u. Trockenboden zu verm.______[488 West-Anlage 62 Wohnung im I. Stock, bestehend aus 5 Zimmern und all. Zubeh. per 1. April zu vermieten. [162 l 4 Zimmer | e>cl). 4-Zimmerw. m. Alädchen- fammer zu verm. Friedrichftr. 4. 01680] Näheres Erednerstr.36, p. Schöne Wohng. 4Zimmer nebst Zubeh. im l.Sl.per l.Zuli zil uerm. 01631| Näh. Steinstraße 14, p. Wilhclmftr. 6 im 3. Stock ist schöne 4-Zimmenvohming nebst Bad per 1. April zu vermieten. 1517] Birkenstock & Schneider. 4-Zimmer-Wohnung 3. Stock per sofort zu vermieten. 11522 FranLfurter Straße 59, p. | 3 Zimmer | Separate 3°Zimmer-Wohnung im Hinterhaus per 1. April zu vermieten. Kirchenplatz 21. Landgraf PhiliPP-Platz 6 pari, ist Wohnung von 3 Zimmern n. 2 Entreesolzimmern nebst allem Zubehör per Mai zu vermieten. 1518] Nah. Frankfurt. Str. 29. schöne Manfardenivohuung 3 Zimmer, 2 Llabiuctte, vleichplatz, zum 1. April od. später zu vermieten. 971]________Steinstraße 69, II. j 2 Zimmer j 01455] Zwei-Zimmerwohniing zu verm. Leihgeslerner Weg 9. Neubau Ecke s.Heuftabt 12 int 2. Stock schone 2-Zimmerwohng. p. 1.April an ruhige Leute zu verm. Näheres un Laden. 11360 Lehrling auf das Kontor eines hiesigen Fabrikgeschäfts gesucht. Schriftl. Nteldungen unter 1514 an die Geschäftsst. des Gieß. Anz. Hics. Zigarreufabr. sucht zu Ostern ein. strebf. jung. Manu mit d. Berechtg. z. Etujähr. als Näh, in d.Geschäftsst. d.Gieß.Aiiz! Liu Lehrling gesucht. Carl Ludwig Leib, (,707 Wagenlackierer, Kirchstr. 2. Für mein Tapeten-, Tcppich- u. Dekorations-Geschäft suche zu Ostern einen [619 Lehrling mit guter Schulbildung. Ernst Bloebner. |£inc Frau empf. sich im Glanz- >2^ bügeln in u. außer d. Hause, 01675] West-Anlage 64, Mans. Garten Don wem? sagt die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. [016SS Garten zu mieten ges. Schriftl. Angebote unter 01688 an den Gießener Anzeiger erbet«,. Mfgk Büglerin empfiehlt sich in und außer dem Hause. Walltorstr. 10,1. [«** 1256] Ludwigstraße 44 elegante HerrschastSmoynung, Beletage, 7 Zimmer, Badezimmer, Beranda, Bleichplatz und reicht. Zubeh., sofort oder später zu vermieten. E. Mutb. | 6 Zimmer j E-leganre Woyuuug, [3 6 Zimmer nebst Zubehör per April ob. später zu v. Moltkestr. 2II. Mk. 1OOOO von pünktlichem Ziltszahler ans la Objekt an 2. Stelle zu 41/, Proz. gesucht. ZWV Schriftliche Angebote unk. 1636 an den Gießener Anzeiger erbet. In d.Turnhalle wurd. am Sonntag Abend irrtümlicherm.lPaarTanK.' Schuhe mitgen., welche manNord- Anlage 7,1. abzugeb.bittet. [01681 Deutscher Verein Mittwoch (14. d. MtS.) Vlltltllg UuuSahl (EaftEbA) zahlreich erscheinen! Samstag (17. März) abds.S llh, MoiilllSvetsouimlullg im Cafö Ebel. [0WJ> Wichtige Tagesordnung! Liederkrarrz! Die Mittwoch, den 14. d. Alls, tattznfindende Singstunde wird auf Freitag, den 16. d. MtS. abends 9 Uhr verlegt. v‘73I Der Borstand. D erkaufe.