Eten. Erstes Blatt Dienstag 13. Februar 1906 Die keutiqe Dummer umfaßt 8 Seiten. Deutscher Reichstag Die Hefasir im Klien. b) b) ^piiiiu£'inDU|iric Jidir, rote )ic sich )ett der Be- I gründung der Zentrale für Spiritusverwertung entmirfdt 156. Jahrgang „Soweit kur bie deutsche Preise verfolgt haben, ist das neue italienische Ministerium bei uns in der öffentlichen Meinuna durchaus günstig ausgenommen worden. Unfreundlicher Acußcr- ungen Tonnen wir uns nicht erinnern. Es scheint wieder einmal eine tendenziöse Berichterstattung die Hand im Spiele zu haben Wir warnen unsere italienischen Freunde vor dieser Tcndcnz- macherei." Tie Wgg. Hawck und Gen. beantragen, die Großh Mgrerung zu ersuchen, bei der bereits durch die Thronrede angekündigten Regierungsvorlage über Abänderung d«s Urkundenstcmpels Bedacht darauf nehmen zu wollen, dwß die ^.auschverträge für landwirtschaftlich benutzte Grundstücke von Sternpelgebühren befreit werden. Die Brückenwärter in Oppenheim und Gernsheim butten um eine andere Festsetzung ihrer Gehaltsskala und um Gewährung von Wohnungsgeldzuschüssen für die Bc- mtterr ohne Dienstwohnung. — Auf Veranlassung des Staatssekretärs des Innern anden in Fortsetzung der Kartellenquete kontradiktorische Verhandlungen über die Verhältnisse in der Spiritus in du st rie statt, wie sie sich seit der Bc- VezugSpretSr monallich75PI., vierteljährlich Alt. 2.20; durch Abhole« u. Zweigstellen inonatlicb 65 Pi.; durch die Post "iDi f. 2.— otcrtel- jährl. aussehl. Beslellg. Annahme von Anzeige» für die Tagcsnuuiiner bis vorinlllags 10 llhr. ZeilenvreiS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den volit. und allgem, Teil: P. Witiko- für .Stadt und Canb*' und ,ßfend)i6iaal*: Ernst Heß; für den 9(n- zeigenteil: Hans Beck. Mundsätze für die Abgrenzung der in einen Ausschlag emzubeziehenden Straßenstrecken gegeben werden. b b Gine dem Art. 8, Abs. 3 Ziffer 3 des Mainzer Stadter tniterungsgesetzes entsprechende Bestimmung über Stellung des Geländes bei Plätzen und einseitig bebauten Straßen eingefügt wird. Die Anlieger auch zu den Kvsten der Herstellung der ersten Beleuchtungseinrichtung herangczogen werden können. Nr. 37 Erscheint täglich au her SonniaqS. Fern föieuener 91 n^eiqer werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener gamilien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Ver^ lag der Brühl'schen Umvers.-Buch-u. Stein- bmderei. 9t. Lange. Redakkion. Ervedmon und Druckerei: Schul st raße 7. Redaktion e=g-ä) 112 Derlagu.Exved.^^51 Adresse für Deveschen: Anzeiger Gießen. Abänderung der SLärrte-Wahlordnttikg in Baden. . S. W. K. Karlsruhe, 13. Febr. Wie nur aus zuverlässiger Quelle erfahren, sollen nichtz allem die Bestimmungen der Gemeinde-, sondern auch jene? der Stadte-Wahlordnung in einer, das WahL- gehermnis mehr als bisher sichernden Weise abge^ Wandert werden. Die Neuerungen lehnen sich, wie bei dev I Mmemdewahlordnung eng an die Bestimmungen des Land- tagstNihlgcjetzes an. Sie bestehen darin: daß die Form der Wahlzettel genau vorgeschrieben ist; daß der Wählen berm Eintritt m das Wahllokal einen, mit dem Stadtsicgek gestempelten Wahlumschlag erhält, worauf er sich in den im ^aglloml befindlichen Isolierraum begibt und dort uw, beobachtet den Wahlvorschlag in den Umschlag schiebt, barut b/n WahlnK tritt und in dem Umschlag' den Wahl- zettel abstiot. Wähler^ die durch körperliche Gebrechen ver> hindert smd, chren Stimmzettel eigenhändig in bfti Um- P)Iag ZU logen und diesen dem Wahlvorsteher zu über«, ber Beihilfe einer Vertrauens Person be* bitncn. _Jbve Wählerliste bleibt während der ganzen Dauer der Wahlhandlung aufgelegt. -, - — • a • ।»t) • jvivvm ।uuiuC, eine Er- ein. Schließlich machte sich große Festigkeit geltend auf das Gerücht, daß Deutschland eine ent* gegen kommende Haltung bezüglich der Konferenz vorr Algeciras bekunde. £arlamcntanfd?cs aus Hessen. ^rie Abgg. Müller und Tr. Gl äs sing beantragen her der 2. Kammer eine Reihe von Zusätzen und Ab- 11 b e r H11 gen der allg. Bauordnung, die bei der in Aussicht gestellten Revision berücksichtigt werden. U. a. wird beantragt, dem Art. 21, Ms. 1. folgenden Zusatz zu Aeben: Im Statut kann ferner bestimmt werden, daß auf Verlangen der Ersatz der Kosten für Geländeerwerbung und Ltraßenherstellung unter Zuschlag der erwachsenen Zinsen und Zinseszinsen zu 4 Prozent gestundet werden kann und -war bis zur gänzlichen oder teilweisen Veräußerung oder JtS zur gänzlichen ober teilweisen Bebauung des fragt lÄrundstuckcS; ferner dem Art. 21 der Bauordnung Zusätze zu geben, wonach: 19 Die Straßenkostenbeiträge zu öffentlichen Lasten eines Grundstückes im Sinne des § 10, Abs. i Nr. Z und § 156, Ms. 1 des Gesetzes über die Zwangsversteiger- ung und Zwangsverwaltung erklärt dezw. diesen gleichstellt. (41. Sitzung vorn 12. Februar.) Die Gesetzes-Novelle bctressend die Angelegenheiten der frei- : willigen Gerick> tsbarleit (Gerichtsstand von Militär Per- fönen) wird in dritter Lesung debattelos- genehmigt D mir ganz schwach besetzte Haus setzt sodann beim Etat des ts des Innern, Titel Staatssekretär die sozialpolitische Generaldebatte fort. „ rJS.91 neben Kleinigkeiten bräunet lemonnaic nut einem Zeh»- Mck.rerehrlicheMerwiii> 1101, w« ° L ^Plockstrave Ibülj; lütt» 111 LO'lll«!!- Vm WtH’ l nstag den 13, abds. 10UJ. utzerorveutliche General Versagung «ft 3 4*® M-M« SM ■sr-flS. e sSr- Tübrunß | j Bayrisches Bier vor dem bayrischen Parlament. München, 12. Februar. (Kammer der Abgeordneten.) Leute wurde der Antrag deS Abg. Speck (Ztr.) beraten, die Negierung dringend zu ersuchen, darauf hm zu- wirken, daß bei Neufestsetzung der Uebergang?abgabc für das in die Norddeutsche Brausteuergemeinschaft eingehende Bier die Bestimmung des Artikels 33 Abs. 2 der Verfassung des Deutschen Reiche« eingehalten werde. Speck begründet diesen Antrag und betont dabei, der betreffende Absatz der Reichsverfassung bestimme, das; alle Gegenstände, die tm freien Verkehr eines Bundesstaates bcsindlich sind, in jeden anderen BlindeSstaat cingcführt werden könnten und dort einer Abgabe nur insoweit unterworfen werden dürfen, al§ daselbst gleichartige inländische Erzeugnisse einer B-ersteuer unterliegen. DaS bayrische Bier werde aber beim Uebcrgang in die nord- deutsche Brausteucrgemeinschaft einer besonderen Steuer von 2 Mk. für den Hektoliter unterworfen, während nach der Verfassung nur 80 Pfg. zulässig wären. Bayern habe in den letzten 20 Jahren 23 Millionen Mark zuviel bezahlt. Das Biersteuerrescrvat Bayerns dürfe von anderer Seite nicht dazu mißbraucht werden, daß nian dort bayrisches Bier schlechter behandele als inländische Erzeugnisse. Die Ucbergangsabgabe von 2 Mk. sei zu hoch und in Ler Begründung des neuen Reichsgesetzcs sei sogar von Ueber- gangsabgaben von 3,25 Mk. die Rede. Ter jetzige Zustand dürfe für die Zukunft nicht bleiben. Der Antrag schließt den Vorwurf in sich, daß der Bundesrat die Reichs Verfassung nicht halte. Diesen Vorwurf habe man bisher nicht widerlegen können. Mit der hohen Uebergangsabgabc Habe-Nord deutsch land eine Mainlinie und eine Schutzzollmauer gegen Süddeutschland errichtet, die das Gefühl der Zusammengehörigkeit nicht fördere. Abg. Menßdörffer (lib.): Wir stimmen dem Anträge $u. Wir haben auf die Unzulässigkeit der hohen UebergangS- abgaben schon 1904 hingermesen. In Norddeutschland ist das Bier mit 86 Pfg. belastet, von unS werden 2 Mk. erhoben. Wir müssen auf Gerechtigkeit dringen. Unsere Brauindustrie muß alles aufwenden, um ihre Stellung in Norddeutschland zu behaupten. Abg. Osel (Ztr.): Seit Jahrzehnten haben wir eine viel ,zu hohe Uebergangsstener bezahlt. Der BnndeSrat muß dafür sorgen, daß die Reichsvcrfassung beachtet wird. Man darf die UebergangSabgabe nicht nach einem besonders stark «ingebrauten Bier berechnen, sondern nach einem gewissen Durchschnittssatze. Man könnte die UcbergangSsteuer arich differenzieren. Finanzministcr Ritter v. Pfaff: Schon vor 2 Jahren hat mein Amtsvorgänger erklärt, daß der gegenwärtige Ucber- gangSsatz zu hoch sei, und daß eine Aenderung eintreten muß, wenn die norddeutsche Steuer reformiert werde. Das ist jetzt der Fall. Wenn die Sätze der Kommission vom Reichstage angenommen werden, wird die Uebergangsabgabe zwei Mark kaum übersteigen, selbst wenn nicht ein Durchschnittssatz, sondern der Satz für das am stärksten eingebraute Vier der Berechnung zu Grunde gelegt wird. In der ReichstagSkommission erklärte der Reichsschatzsekretär, daß die Verfassung eingehalten werde. Die bayrische Regierung stimmt dem Anträge Speck zu. Die Abgg. Memminger (freis. Vgg.) und 2oebl (Ztr.) befürworten gleichfalls den Antrag Speck, der sodann ein» stimmig angenommen wird. Deutfch-Oftafrita. Gouverneur Graf Götzen telegraphiert aus Dar-e§- Salaam folgendes: Die allg. Lage bessert sich ständig. Die Marineinfanterie außer dem Detachement Mpapua und Muanza reiste am 9. Februar heim. Die Ruhe in den Bezirken Süd-Mrogoro, Kilwa, Mohvrro, Li- nidi, Songea, Jringa wird bis zur vollständigen Unterwerfung durch feste Posten aufrechterhalten. In Nord- M a h e n g a zwischen Ruaha und Ulanga befindet sich noch ein größerer Auf st andsherd, der bisher wegen des ungewöhnlichen Hochwassers noch unberührt blieb. Die Kolonnen Frhr. v. Wangenheim, Grawert, Mgmann, Hirsch gehen dorthin vor. Zusammensetzbare Boote wurden von Dar-es-Salaam abgeschickt. Major Frhr. v'. Schleinitz kehrte nach Dar-cs-Salaam zurück. lColonia(poft — In der ganzen engl. Kolonie Natal ist, wie der ^Times" aus Pietermaritzburg telegraphiert Nnrd, das Kriegsrecht erklärt worden. Nach der Ermordung des Unterinspektors Cooper vvn der Natal-Polizei ließen die Eingeborenen, die christliche Kaffern vom Mo- melisstamme sind, ihre Krals im Stich und flohen nach dem bewaldeten Land bei den Quellen des Umkomaas- Flusses. Eine Abteilung Karabiniere mit einer Feldbatterie, zusammen 350 Mann, ging nach der Stätte des Aufruhrs ab. Die Miliz erhielt Befehl, sich für die Mobilmachung bereit zu halten. Die britische Regierung bot die Entsendung von Truppen an, doch lehnte Lord Selborne das Angebot ab. Es wurde Preßzensur eingerichtet. Aus Sra-t und Lcrud. Gießen, den 13. Februar 1906. •* Vom Telephon. Nachdem bei der hiesigen Ver- tnittelungsanstalt Apparate mit selbsttätigem Schlußzeichen aufgestellt worden sind, ist die Jnduktorkurbel nur noch zum Anruf deS Amtes in Bewegung zu setzen. Das Anwecken des verlangten Teilnehmers erfolgt von jetzt ab durch die Vermittelungsanstalt. Ebenso ist bei dem neuen System das Ablauten der Verbindungen durch die Fernsprechteilnehmer nach Beendigung der Gespräche nicht mehr erforderlich. Die Aufhebung der Verbindung erfolgt, sobald der Fernhörer wieder an den beweglichen Haken des Gehäuses angehängt worden ist. Da nicht nur durch das Anhängen des Fernhörers, sondern auch durch Drehen der Jnduktorkurbel das Schlußzeichen auf dem Amte betätigt wird, so darf nach der Beantwortung des Anrufs seitens der Vermittelungsstelle und während des Bestehens einer Verbindung nicht von neuem geweckt werden, weil die Verbindung sonst vorzeitig getrennt werden könnte. ** Besitzwechsel. Carl Schlüter, Großhandlung hier verkaufte sein Anwesen Bleich st raße 3 mit Garten und Baugelände zum Preise von 36 000 Mk. an Hermann Bender, Unternehmer für Tiefbauten. **Volksvorlesungen. Am Mittwoch abend schloß Oberlehrer Dr. A. Klein seine Darstellung der Entstehung des modernen Deutschland, durch eine 4. Vorlesung über den Neubau des preußischen Staates (1806—1812). Der alte Staat Preußen erlebte 1806 sein Jena: die Unfähigkeit der Führer des in Friedrich Glanz sich sonnenden Lldels hatte die Katastrophe verschuldet. Da entschloß sich der König Friedrich Wilhelm III. die drei Männer zu berufen, wie sie größer Preußen nicht gekannt hat, das Dreigestirn, welckies ein Frühwt der deutschen Nation herbeigeführt hat. dem bis heute noch kein ebenbürtiger Mittag gefolgt ist: es sind Stein, Scharnhorst und W. v. H u rn- b o I d t. Stein stellte den Staat auf einen völlig neuen Boden: auf die Errungenschaften der französischen Revolution. Die Per- sönlichleit Steins stellte der Vortragende aus Grund der jüngsten Forschungsergebnisse (Max Lehmann-Königsberg'» in einem völlig neuen Lichte dar. Er hatte einen gewaltigen Zug zum Cäsaris- mus, er hätte ein weltz-erstörender Napoleon werden, können, hätte er nicht in den innersten Tiefen seiner Brust die Kräfte gefunden, die ihn in schwerstem Seelenkampfe, von dem keine äußere Kunde zu uns redet, zum sittlichen Ideale erhoben. Aber der herbe Zug blieb ihm, der alle wahrhaft Großen auszeichnet. Die Tragik feiner Persönlichkeit Ijnt am feinsten Ernst Moritz Arndt empfunden, dessen „Wanderungen mit dem Freiherrn vom Stein" daS Beste bilden, was uns von diesem Genius überlieferst ist. SteinS Staatsideal steht in direktem Gegensatz zu dem Friedrichs II. und Napoleons. Er hat das Idealbild des sittlichen Staates, der Gemeinschaft freier Menschen, die frei für die Gesamtheit wirken. Das finden wir Zug für Zug in seinen großen, tief eingreifenden und umwälzenden Reformen, die der Vortragende ausführlich darftellte. — Gleich zielbewußt wie Stein hat Scharnhorst auf dem damals wichtigsten Gebiete, gewirkt: mit Gneisenau und Beuel hat er das Heer reformiert: die Gedanken der Revolution hat auch er in der allgemeinen Wehrpflicht verwirklicht: im Offizierkorps nicht den Adel, sondern Bildung und Tüchtigkeit zum Maßstabe gemacht. Dabei hat er, wie Stein bei der Bauernbefreiung, die, komischsten Vorwürfe und Einwände über sich ergehen lassen müssen, obgleich sie beide als irreife Staatsmänner Uebergangsmaßregeln schufen. Bor allem griff Scharnhorst durch in der Behandlung der Mannschaften: jetzt dienten Landeskinder, die sollten geachtet und nicht mißhandelt werden. — Aber ein Volk, von dem so Hohes verlangt wird, Selbstverwaltung und Selbstverteidigung, muß auch die nötige Bildung haben: das neue Unterrichtswesen geschaffen zu haben ist daS Verdienst des Knlttisminister v. H u m- boldt. Er kannte Goethe, Schiller und den Mann, dessen Schüler diese ganze Zeit genannt werden kann: K'an t. eo ist Wilhelm v. Humboldt der größte preußische llnterrichts- minister geworden. Er gründete die Universität Berlin, an die die größten Gelehrten der Zeit berufen würben und für die ehr Zwölftel des ganzen Staatsbudgets aufgewendet wurde. Und auch das Gymnasium und die Volksschule sind, seine Schöpfungen. Die preußischen Volksschullehrer wurden in die Schweiz zu Pestalozzi gesandt, um von ihm die hohe Künst zu lernen, das junge Menschenherz zu bilden. In einer Zeit, wo so Großes geleistet wurde, da konnte Fichte, der erste Rektor der Berliner Universität, d e „Reden an die deutsche Nation" halten, die ein Symbol der Zeitstimmung sind. — Die Diskussion war wiederum recht angeregt und bot gerade auS Arbeiterkreisen manche Ergänzung zum (Magten, besonders nach der Richtung hin, was eigentlich im Laufe des 19. Jahrhunderts aus den Grundlagen Steins geworden fei. — Nächsten Mittwoch wird der Creßener Ausschuß für Volksvorlesungen mit einem 2. Vortragszyklus beginnen, der die Grundfragen unserer Sittlichkeit behandeln wirb; Pfarrer Fuchs-Rüsselsheim wirb die Vorträge halten. "Die vom evangelischen Arbeiterverein im Konfinnanbensaal der LukaSgemeindc am Sonntag abend veranstaltete M oz art-Fei er nahm einen außerordentlich schönen, alle Teilnehmer reich befriedigenden Verlauf. Leider erwies sich der an sich ja geräumige, freundliche nnd sinnig geschmückte Saal als zu klein: es mußten sehr viele wieder umkehren. Em nett und eindrucksvoll von Frl. Krüger vorgetragener Prolog eröffnete die Feier. Eine Mozart'sche Ouvertüre („Jdomeneo"), vorgetragen von H. stud. Röm- held und Kleeberger, Chöre des gemischten Chors de§ Vereins, prächtige GesangSvorträge von Fran Prof. Rahn und Frl. A. Walther, sowie meisterhafte Streichmusik (Pros. Krüger, Prof. Walther, Referendar Siegcrt, die Musiklehrer Gernhardt und Kasten sowie die Hrn. Herrmann und Schiller) umrahmten die Ansprache deS Professor Krüger, der in seiner bekannten, geistvollen, fesselnden Art den aufmerksam lauschenden Zuhörern Leben, Charakter und Geschick des großen Künstlers darbot. In der reizvollen „Heinen Nachtmusik", für zwei Violinen, Viola, Violoncell und Kontrabaß klang die eindrucksvolle und wohlgelungene Feier au§. *• Der Verein Contentia hielt am Sonntagabend im Neuen Saalbau feinen diesjährigen Maskenball ab. Der große Saal war mit Fahnen und Guirlanden prachtvoll dekoriert und machte auf die Erschienenen den besten Eindruck. Unter den zum großen Teil prächtig kostümierten Masken entwickelte sich bald ein frohes Getriebe, daS seinen Höhepunkt erreichte, als sich gegen 11 Uhr die Türen zu den Ncbensälen öffneten. Einen derselben hatte man in einen vollständigen Jahrmarkt mngewandelt: Schießbude, Panorama und VcrkausSstände verschiedenster 9lrt waren vorhanden, in denen sich zarte Damenhände geschäftig rührten. Ter hintere Saal übte als Bayrische Bierhalle eine besondere Anziehungskraft auf die Herren aus, wurde jedoch auch von der Damenwelt oft und gern frequentiert. Und wirklich — es ließ sich dort hinten mit einem schönen ,Dirndel" und einem Krug »echt Münchener" ganz gut anshalten. Den Glanzpunkt des Abends bildete ein vom Tanzlehrer Schmidt sachkundig arrangierter Kotillon, bei welchem die vom LoS Getroffenen in die verschiedenartigsten Vertreter aus dem Tierreiche verwandelt wurden, welchen man bann entsprechende Partner zugesellte und so Pärchen bildete — vielleicht fürs ganze Leben? ** „Die Platt." In einem Dorfe Oberhessens fand vergangene Woche Holzversteigerung statt und wurde dieselbe wie das so üblich ist, auch gehörig begossen. Schließlich als die Köpfe erhitzt waren, entftanb eine Schlägerei, die sich auf der Straße fortsetzte. Eine Frau, die meinte, ihr Mann sei auch dabei, lebte in großer Angst um ihren Ehehcrrn. Kurz entschlossen hineilen und dem Ersten Besten den Hut vom Kopfe reißen, war das Werk eines Augenblicks. Aber mit Erleichterung rief sie: „Gott sei dank, meijer is es neeit, meijer Hot jo e Platts -t- Reichelsheim i. W., 10. Febr. Hier starb nach längerem Kranksein der Großh. Bürgermeister und Orsts- genchtsvorsteher Steten, ein verdienstvoller, durch natürliche Anlage und langjährige Uebung in seinem recht schwierigen Amte sehr gewandter Mann. Es ist dies nun, nachdem vor Kurzem seine Kollegen Bickert zu Bruchenbrücken und Schultheis von Ober-Florstadt ihm im Tod vorauSgegangen sind, der dritte Bürgermeister, der im Verlauf weniger Wochen in hiesiger Gegend aus dem Leben schied. (w.) Wismar, 10. Febr. Im Lause bc5 vorigen Sommers wurde unsere Kfrchenorgel einer gründlichen Reparatur unterzogen. Bei der durch Orgelbauer Eichhorn aus Weilmünster! erfolgten! Auseinandernahme der Bälge fand man auf einem Brette folgende interessante Inschrift: ,,Im!Jahre 1828 wurde diese Orgel an Orgelbauer B ürgr aus Gießen veracordirt, derselbe hatte sie aber nicht vollendet, theils' aus Mißkredit, Altersschwäche, mangelhafter Kenntnis. Die E rneinde veraeordierte deßhalb die Orgel anderswo. Die G'meiudeorgane gingen darauf nach Atzbach. Der damalige Ps rrer Liebrich, Ortsvorsteher Dammershausen und das Presbyterium schloßen mit dem Drgc.'nner Hartmann Bern hart ans Romrod einen neuen Vertrag ab, wonach die Orgel im Jahr 1835 fertig wurde. Tics,r Letztere hatte von den Anfängen folgendes anders machen müss'n. den Prin- Sipalbaß 8 Fuß neu, die Waldfföte 2' die Oktave 2' die Mixtur, bas Gemslwrrc, im Preise von 490 Ofnlben " p. Nauborn b. Wetzlar, 11. Febr. Nach vorauf- gcqangenem Streik der Bergarbeiter ist der Betrieb der in unserer Nähe gelegenen fürstlichen Grube Uranus eingestellt worden. 8. Ehringshausen (Dill), 11. Febr. Der Holz, industrielle Jakob Weimer hier hat in seinem Werke eine selbst konstruierte elektrische fahrbare Pendelsäge auf- stellen lassen, die jedem Beobachter Interesse abnötigt und einen Fortschritt in der Holzverarbeitungsbranche bedeutet. Seither war den Sägeeinrichtungen ein bestimmter Platz angewiesen. Die Verbindung zwischen Krafterzeuger und ArbeitS- maschine wurde dabei durch Transmissionen hergestellt. An ihre Stelle tritt nun bei genannter Säge der einfache Leitungsdraht, der beliebige Länge haben kann und so das Transportieren der Schwebesäge nach jedem Orte des Lagerplatzes möglieh macht, je nachdem es die Verarbeitung der Hölzer erheischt. Tie Säge macht wie die Kreissäge in einer Minute 1400 Touren und eignet sie sich besonders zum Schwartenablängen. ? Haigdr, 12. Februar. Ungefähr 300 Meter vom Bahnhof Würgendorf entfernt, führt die Bahn Gießen— Köln durch einen 25 Meter hohen Einschnitt. Augenblicklich ist man damit beschäftigt, den Einschnitt zu verbreitern, um auf dem Bahnhof Würgendorf eine längere Horizontale zu schaffen. Auf der westlichen Seite ist der Nadelwald ca. 15 Meter tief abgetrieben. Am Donnerstag bemerkte man nun, daß die Erde dicht am Waldessaum große Risse zeigte, Die sofort benachrichtigte Verkehrs-Inspektion Wetzlar ordnete umfassende Vorsichtsmaßregeln an. Inzwischen hatten sich die Nisse auf eine Länge von 50 Meter ausgedehnt und eine bedeutend größere Breite angenommen. Die Spalten gehen stellenweise bis -u 8 Meter Tiefe und nehmen stündlich bis zu 1 Vs Zentimeter an Breite zu. Mit unermüdlichem Eifer wird Tag und Nacht gearbeitet den Felsen abziitragen. Die auf dem in Bewegung befindlichen Felsen beschäftigten Arbeiter sind der Vorsicht halber angeseilt. Hoffentlich gelingt c5, den Felsen vollständig abzutragen, ehe er in seiner ganzen Breite ins Nutschen kommt. Sollte der letztere Fall eintreten, so würde der Verkehr auf längere Zeit unterbrochen sein. tc. Kassel, 12. Febr. In dem Waldeekschen Dorfe Züschen feiert am 15. Februar der GeichäftSagent Friedrich Hermann Speyer seinen 10 0. Geburtstag. Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Märkte. Gießen, 13.Fcbr. Marktbericktt. Aus beutigem Wocbennrarkte kosteten: Butter pr. Pkd. 1.00—1.05 W., Hühnereier 1 St. 7—8 Mg, 2 Stck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 0—0 Pfg., Käse nr. Stck. 6—8 Ps., Kasematte 2Stck. 5—6Psg. Erbten vr.Liter 21 Pfg., Linsen vr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80-1.00 Mk., Hühner pr.Stt 1,00—1,60 B!k., Hähne pr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse vr.Psd. 00—00 Psg., Ochsenfleisch pr. Pid. 74—82 Pfg., Kub- und Rindfleisch pr. Pfund 70—72 Psg., Schweinefleisch pr. Psund 80—86 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 90 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfdi 70—80 Pfg., Hanunelfleisch pr. Pstlnd 60—76 Psg. Welsche per Pfund —.— Kartoffeln pr. 100 Kg. 5 50—6,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—8,00 Mk., Milch per Liter 20 Psg., Repsel ver Pfund 18 bis 30 Psg., in Körben 00 Psg., Nüsse 100 Stück 30-40 Psg., Birnen per Plb. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut per Stück 10—30 Pfg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marktzeit 8-2 Uhr. — I ■ ri __ ■—■3 Die Marktpreise^rrr Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotprcise am 12 Februar 1906. Höchste Schlachwiehpreise in F r a n k s u r t a. M. Fleischpreise in Gieße» Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 78-80 Mk. % Kg. Schlachtgew. 88—93Ps. 7, „ . 82-00 „ x/t Kg. 72-80 Psg. 7» v 70—80 , 7, , „ 76 86 „ Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 19.00-19.25 Mk. Roggen 100 Kg. 17.50-00.00 All. Weißbrot 2 Kg. 54 Psg. Schwarzbrot 2 Kg. 50 Psg. Gegen Kopfschmerzen bei Blutarmut! die so häufig beim weiblichen'Geschlecht vorkommen, wurde B'.oson mit bestem Erfolg angewandt. Görlitz, Bäckerftraße 5 II., den 3. September 1905. lieber das Bioson kann ich nur das beste Lob ausstellen. Ich leibe an Herzschwäche und Blutarmut. Mir selbst hat Ihr Präparat sehr gut getan : es war mit zu Mute, als ob ich viel mehr Blut und Sinn für Alles hatte, gerade als wenn Alles irisch ausblühte in mir. Sogar die öfteren Kovsschmerzen waren verschwunden, kurz und gut, ich kann das Präparat mir warm empfehlen. Achtungsvoll Iran Pank ine Hahn. Nuterschrift beglaubigt 5trause, Polizei-Kommissar. Biosou ist erhältlich in Apotheken, Drogerien re. das halbe Kilo-Paket zu drei Mark, mit Bouillonextraet oder mit Caeao, ersteres zur Suvpenbereitung, letzteres als Morgengetränk. Man verlange vom Biosonwerk Bensheim die Broschüre mit den Berichten über Die von den Proiefforen, Aecgten und in Krankenhäusern rc, erzielten Erfolge. be/t fjcJa — i*t bas nie iuS nnf dem Eis! Freilich, freilich, Kind I 9lbcr hübsch vorsichtig fein y mancher bat sich da schon den Tod geholt! Immer Fap's ächte Sodener Mineral-Pastillen im Munde haben und wenn man nach Haus kommt eine Tasse heiße Milch mit em paar ausgelösten Pastillen. Das nützt allenial und schützt vor ernsten Erkältungskrankheiten. Vorbeugen t|t schon besser, als Heilen, aber wenn sich doch eine Erkältung zeigt, daun leisten wieder die Sodener brillante Dienste. Wer's noch nicht weiß, der mag's versuchen. 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Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die harten- und Feldbesitzer die ihren Grundbesitz an öffentlichen Fahr-- oder Fußwegen ciusriedigendcu Hecken in jedem Frühjahr bis zum 1. März auf 1,25 Meier Höhe ur 0,50 Meier Breite -nruckzuschneiden haben, wird mit dem Ani n wiederhol! zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderha uitflen auf (Shunb des Artikel 43 des Feldstrafgesetzes mit (Sclbftraie von 1—10 'Mark bestraft werden. Gießen, den. 10. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________________1>l ec um.__B1 V, Bekanntmachung. Die Vertilgung der Raiten durch Gift in den städtischen Kanälen und WafferlLufcu soll in den nächsten 8 Tagen vor- genommen ivexben. Um eine durchgreifende Wirkung zu erzielen, ist es eriorbcviid), daß alle Besitzer der »m Stadtgebiet liegenDen Hausgrundstücke iür gleichzeitige Vertilgung der Ratten in ihren Kanälen, Sinkkasten und Hö'cn re. sorgen. Tie Besitzer von HauS- tieren, Geflügel re. werden hiervon unter der Aufforderung in Kenntnis gefetzt, solche Tiere von den gefährdeten Stellen fern zu halten, da seitens der Stadt etwaige Schadenersatzansprüche abgelehnt werden. Gießen, den 10. Februar 1906. B11/, Grobherzogliche Bürgermeisterei G'cßen. _____________________________Al ecu in._____________________________ Bekanntmachung. Cetreffcnb: Die öffentliche Impfung. Am Mittwoch, dem 14. Februar 1906, nachmittags 2 bis 4 Uhr, wird un Impflokal (Schulgevaudc, Reustadt 61) ein öffeutlidicr Impftermin abgrhaltkn, in welchem diejenigen Angehörigen von Impfpflichtigcn, welche Aufforderung erhalten haben, ihre Linder kostenlos der Impfung unter» ziehen lassen können. Dieselbe wird an einem Arme mit Kälberlymphe aus dem LandeL-Jmpsmst.mt vorgenomuien. Die Kinder muffen rem gewaschen oder gebadet und mit frischer Leibwäsche zur Impfung gebracht werden. An dem darauf folgenden Termin, Mittwoch, den 21. Februar um dieselbe Zeit sind die am 14. Februar Geimpft n zu der gesetzlichen Nachschau wieder vorzustellen. In beiden Terminen können ferner Kinder, welche wegen Krankheit dis zum Sommer von der Impfung zurückgestelli werden wollen, dem Jmpfarzte zur Untersuchung vorgezeigt oder dteS» bezügliche ärztliche Attcpe abgegeben werden. Tie am Großhcrzoglichen KreiSgesundheitSamtc abgegebenen Impfscheine muffen dort wieder abgeholt werden. Gießen, den 8. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. I. B.: Curschmann. B1’/, HoLzverfteigerung. Mittwoch, den 14. ds. Mts. soll im Alten-Busecker Gemeinde-Wald, Distrikt Kops, Pfingstkopf, Eichbusch und Struth folgendes Holz versteigert werden: 43 102 1 67 51 80 186 96 433 34 500 80 Eichen-Schnittholzstämme von 30—53 Ztm. Durchm. ----- 35,54 Eichen-Stämme (Wagnerholz) — 14,12 Birten-Stamm — 0,27 Kiefern-Stämme — 21,20 darunter 3 Schnittstämme — (3,63) Fichlen-Stämme — 17,45 Stück Eichen-Spalierposten, 2,20 Mtr. lang, Stück Eichen-Derbstangen „ Ficht-'-- „ Weißtannen- „ „ Eschen-Reisstangen „ Fichten- „ „ Weißtannen. Fstm. n » H n n Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt Kopf. Alten-Buseck, den 8. Februar 1906. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Alten-Buseck. Körber. 911 HoLzverfteigerung im Albacher Geme.ndcwald. Mittwoch den 14. Februar, morgens 10 Uhr Lnfangend, wird in den Distrikten Roderde und Eisern- hand folgendes Holz versteigert: Bau- und Nutzholz. 27 Eichensrämme von 17 bis 29 cm Durchmesser und 3 bis 16 m Länge mit 7,50 tm. 97 Fichtenstämme von 12 bis 23 cm Durchmesser und 10 bis 20 m Länge mit 32,26 tm. 130 Fichten-Derbstangen von 8 bis 12 cm Durchmesser und 8 bis 17 rn Länge mit 10,32 tm. Brennholz. 98 rm Buchen-Scheiter. 4 „ Birken-Scheiter. 70 „ Buchen-Knüppel. 18 „ Eichen-Knüppel. 25 „ Fichten-Knüppel. 1500 Wellen Buchen-Reisig. 200 „ Eichen-Reisig. 1500 „ Fichten-Reisig. 43 rm Buchen-Stocke. 10 „ Eichen-Stöcke. 44 „ Fichten-Stocke. Tie Zusammenkunft ist auf dem Hattenroder Weg an der Jagdschneise, und kommt zuerst das Bau- und Nutzholz und dann das Brennholz zum Ausgebot. Das im Distrikt Roderde und Dachsbcrg liegende Brennholz wird nicht vorgezeigt und kommt gegen 1 Uhr beim Feuer zum Ausgebot. Albach, den 9. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. Balser. 953 Holzverfteigernng in brr für strichen Obrrsörsterri Lich. Dienstag, bett 20. Februar, von vormittags 9'/, Uhr an im Distrikt ^lönchwald: Knüppel: 6U Rm Bua-en, (©tanunfnuppet . 58 Rm. Eichen, 320 Rm. Kiefern; Stödc: 58 Rm. Eichrn, 212 Rm Riefern; Reisholz-Wellen: 3000 Buchen (Forstwcllcu», IbOu Eichen (Ast- reifer), 6300 Kiefern; Fichtenderbstangen: 117 Stück = 2,64 Fstm ,Weißbinderstangen und Lr-agnerholz-; Fichtenreisstangen: 3830 Stück — 31,22 Fstm. (schönes Spatieryolz- und 750 St..ck Bohnenstangen. B12/2 Die Zusammentuiift tft auf dem Schlagweg am Watdemgang von Burkhardsfelden her (Grolmanuswald). DaS Stangenholz kommt zuerst. bc,ec teiurcibuug bet rheumatischen Gltcocrschurcrzcu, .^erru- schntz, Ncißcn. Wirkt fpcziftsch gegen die Krankheitsursache. ______In Apotheken Flaschen zu Mk. 1,20 und 2,—. D Holzverfteigermrg. Douucrstag den 15. i>. Mrs., vorm. vo,t 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewald in den Distrikten Birken- strauch, Esp und Hoherberg versteigert werden: 71 Eichenstämme mit 17,68 tm, worunter 6 Schnittstämme von 40—68 cm Durchm., bis 8 m Länge, 28 Fichten-Derbstangen mit 3,12 tm, 125 Fichten-Reisslangen „ 1,32 „ 126 rm Buchen-Scheit, 6 rm Eichen-Scheit, 124 „ „ -Knüppel, 19 „ „ -Knüppel, 32 „ Kiesern-Knüppel, 2750 Wellen Buchen-Reiser, 500 Wellen Eichen-Reiser, 1350 „ Nadel-Reiser, 65 rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Stock. Der Anfang ist im Distrikt Birkenstrauch, an den Eichwiesen. Großen-Buseck, 9. Februar 1906. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. 925 Holzversteigerttug in den Waldungen der Gemeinde Wiescck. Samstag, den 17. d. Mts., vormittags 10 Uhr beginnend sollen in dem Distrikt Klause, Abt. 11, nad)= verzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 2 8 24 12 126 43 a. Nutzholz. 68 Eichenstämme mit 10 Fm. 142 Eichen-Gartenpfosten ä 2,20 m lang 26 Kiefernstämme mit 5,12 Fm. 190 Fichtenstämme mit 35,89 Fm. 55 Eichen-Derbstangen mit 2,70 Fm. 199 Fichten-Derbstangen mit 15,73 Fm. b. Brennholz. Rm. Buchen-Scheitholz Rm. Eichen-Scheitholz Rm. Kiefern-Scheitholz Rm. Buchen-Knüppelholz Rm. Eichen - Knüppel- holz Rm. Kiefern-Knüppelholz 475 Wellen Buchen-Reisig 1350 Wellen Eichen-Reisig 300 Wellen Kiefern°Reisig 50 Wellen Fichten-Reisig 9 Rm. Eichen-Stockholz 12 Rm. Kiefern-Stockholz 6 Rm. Fichten-Stockholz B»/, Die Zusammenkunft ist oberhalb der Sandgrube. Wies eck, den 12. Februar 1906. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. S o m m e r l a d. HoLzverfteigerung der Graft. Oberförfterei Laubach. DieuStag den 20. Februar aus 1) Hölzchen, rm: 15 Buchen- und Eichen-Prügel, 45 Buchenreiser°Prügel, 1U Fichtennuh-Prügel (3 m lang', 4 Fichten-Stöcke, 143 Fichtenstämme, 6/21 m lang, 12/27 cm Turchm — 34,26 im, 21 Derbstangen 1. u. II. Kl. = 2,43 tm. 2) Dörruberg. Buchen, rm: 1,9 Scheit II. Kl., 7 Prügel, 13,5 Stöcke I. Kl., Ä sp e, rm: 1,4 Rundscheit, 2 m lang; Fichte, rm: 7 Stöcke; Stämme: 2 Erchen, 0, 3 tm (für Wagner), 3 Lärchen 0,78 fm. 1 Aspe 0,57 fm 3) Silbach. rm: Buche: 3,5 Scheiter II. Kl., ^6 Stöcke, 29 Reiser- Prügel, 'Radel-Prügel, 6,8 rm Kiefer und Lärche. 4) Hubbcrg. rm 18 abständige Buchen-Prügel, 19 Eichen-Prugel, 2,9 Fichlenlatcen-llrugel 3 Nadelstöcke, 70 Eichenstamm-Reiser, 120 Bucheuzopf-Reiser. Stamme: 5 Eschen, 4/10 m laug, 13/23 cm Durchm. — 0,71 tm, 1 Dirke, 16 m lang, 23 cm Durchm. — 0, 6 fm, 9 Fichten: 10/24 m lang, 13/35 cm Durchm. — 6,55 fm. Derbstangen: 11 Fichten, 7/14 m lang, 8/11 cm Durchm. — 0,74 fm. 5) Leseholz und Kohleurelser flächenweise. Nur das Bauholz aus Hölzchen Nr. 1—101 wird vorgezeigt. Zusammenkunft 10'/, Uhr auf der Kreisstraße Gonlerskirchen-Ulsa am Eingang zum Hölzchen von Ulfa aus. 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