Montag 10. Dezember 1906 Lö«. Jahrgang Erstes Blatt Mark). Der vorläufige Rechnungsabschluß für 1905 läßt einen Ueberschuß von'33 784,26 erwarten. Für Togo ist ein Reichszuschuß wieder nicht erforderlich. Einem Einnahmebetrag von 2 073 340 Mk. (Plus 242 304) stehen gegenüber an fortdauernden Ausgaben 1 827 540 Mk. und an einmaligen 234 000 Mk. Der vorläufige Rechnungsabschluß für 1905 läßt einen Fehl- b e t r a g von 244 374 Mk. erwarten. Der Etat für Neu-Guinea beträgt bei den Ausgaben 1 515 225 Mk. (plus 20 985>. Die eigenen Einnahmen des Schutzgebietes sind mit 361 300 Mk. (plus 26 023) angesetzt, so' daß unter Zuführung von 4000 Mk. zum Reservefonds ein Reichszuschuß von 1153 925 Mark (minus 5038 Mk.) erforderlich ist. Der vorläufige Rechnungsabschluß für 1905 läßt einen Fehlbetrag von 321 187 Mk. erwarten. Für die Karolinen-, Palao-, Marianen- und Marschall-Inseln ist ein Reichszuschuß non 325 300-Mark (minus 122 250) erforderlich bei eigenen Einnahmen von 137 141 (plus 4326) und Ausgaben von 462 441 Mk. (minus 177 924), während dem Reservefonds 1350 Mk. zugeführt werden. ’ Der vorläufige Rechnungsabschluß sür "1905 läßt einen Fehlbetrag von 34 351 Mark erwarten. Der Etat für K i a u t s ch o u veranschlagt die eigenen Einnahmen im Schutzgebiet auf 1 542 700 (mehr 494 700), den Reichszuschuß a u f 11 735 500 Mark (weniger 1 414 500). Die Gesamtausgaben der Zivil-Verwaltung betragen 1 246 872 Mk., die fortdauernden Ausgaben für die Militärverwaltung 3 339 241 Mk. Deutsches Reich. Berlin, 9. Dez. Dec Kaiser besichtigte heute die ihm vom Maler Kloß-Stuttgart überreichte Skizze zu dem Bilde Aleines Feuilleton. •* Im Gießener Stadttheater gab es am Sonntag einen Einakterabend. Ich habe mir das erste Stücklein angesehen, „Das Wetterhäuschen", ein „musikalisches Genrebild" von dem Engländer Adrian Roß, das B. L. Selby in Musik gesetzt hat. Das kleine Singspiel, das seit Jahrzehnten einen guten Klang auf deutschen Bühnen hat, ist ein halb sehnsüchtiges, halb komisches Licbesliederspiel. Die Idee ist originell, reizend nnd wirksam. Sie besteht darin, daß die Akteure — Holzpuppen darzustellen haben, ein Birkenholzmännlein und ein Birkenholzweiblein, die nach der Witterung, als „Schön" oder „Regen", im Wetterhäuschen hin und herpendeln. Natürlich ist Sie „Schön", Er „Regen". Beide klagen zuerst bitter über die Leiden des Alleinseins, da sie mit wder Holzfaser ihrer Herzen die Sehnsucht nach inniger Vemeinschast fühlen, bis sie als Wetteranzeiger streiken und Pas Kammcrpkä'sldinm beim Hroßyerzog. S. K. H. der Großherzog hat, wie schon mitgeteilt wurde, am Samstag vormittag 11 Uhr das Präsidium der zweiten Kammer, Geh. Reg.-Rat Haas, Kähler-Langsdorf und Dr. Sch mitt-Mainz in besonderer Audienz empfangen, um die von der zweiten Kammer in ihrer Sitzung vom 29. November beschlossene Adresse zu überreichen. Die Audienz dauerte über eine Viertelstunde. Ter Großherzog unterhielt sich lebhaft und in sehr leutseliger Weise mit den drei Herren. Die Adresse hat folgenden Wortlaut: Allerdurchlauchtigster Großherzoc»! ''Allergundigster Grotzherzog und Herr 1 Ew. Königliche Hoheit haben die Wnabe gehabt, durch Allerhöchste Botschaft vom 10. November 1906 der Zweiten Kammer des Landtags von der glücklichen Entbindung Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin von einem Prinzen Nachricht zu geben. Indem Ew. Königl. Hoheit die Zweite Kammer für diese Mitteilung ehrfurchtsvollen Tank ausspricht, gestattet sich die Kammer, Allerhöchstdemselben, sowie Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin die wärmsten und aufrichtigsten Glückwünsche zu unterbreiten. Ew. Königl. Hoheit wollen die Versicherung genehmigen, daß dies beglückende Ereignis, wie im ganzen Lande, so auch in der Zweiten Kammer die freundlichste Teilnahme gesunden hat. Das gesamte hessische Volk, das sich in jeder Lebenslage mit seinem nn- gestammlen Fürsten hause herzlich verbunden fühlt, wird nicht ermangeln, die sür das durchlauchtigste Elternpaar allezeit tiefgefühlte Liebe und bewährte Treue auch dem neugeborenen Erbprinzen entgegenzubringeii. Möge Gottes Seger» aus Ew. Königl. Hoheit, der Großherzogin ilnd dein Erbgroßlicrwg ruhen! Möge dem jüngsteii Sprossen unseres hessischen Fürsteiihaiises zur Freiide des ganzen Landes eine lange, nur vom Glück begleitete Lebeiisbahn beschiedeii sein. Darmstadt, 29. November 1906. In tiefster Ehrfurcht Ew. Königl. Hoheit alleriintertänigste, treiiqehorsamste Zweite Kammer der Landstände. (Folgen die Nanien.) W. Darmstadt, 8. Dez. Die Vereine von Darmstadt hatten die Absicht, dem Großherz ogSpaar anläßlich dec Geburt des Ecbgroßherzogs eine Ovation, bestehend in Lanipionziig und Serenade darzubrinqen. S. K. H. der Großherzog hat nun dem Oberbürgermeister mitgeteilt, daß er die Ovation im Hinblick auf die Jahreszeit und die dadurch entstehenden Kosten ab lehne. Es entspreche mehr seiner Ansicht, wenn die Beträge, noch dazu vor Weihnachten, zu wohltätigen Zwecken verwendet würden. „Der Sturz des Rolands von Berlin*. Am Nachmittag besichtigte das Kaiserpaar im Salon Schulte die Ausstellung russischer Gemälde und im Schlosse Mcm- bijeu das Modell des Profesiors Brütt sür die Statue deS Oraniers Friedrich Heinrich. Im Schlosse hörte der Kaiser sodann den Vorlrag des Reichskanzlers. Um 6 1/i Uhr hörten dis Majestäten Vorträge be§ Wiener Männergesangvereins. — In Paris ist der Besuch viel bemerkt worden, den der frühere Kammerpräsident Doumer dem deutschen Reichskanzler abgestattet hat. Er hatte, wie der,L.-A." hövt, durch die Botschaft den Wunsch ausdrücken lasten, von ihm empfangen zu werden. Man darf wohl annehmen, daß er seine Chancen, einmal Präsident der Republik zu werden, nicht für erledigt hält. Doumer gilt als begeisterter Rationalist und damit als Gegner Deutschlands. Wenn es zutreffen sollte, daß er dieses Vorurteil durch seinen Besuch beim Fürsten Bülow verwischen wollte, so wäre damit ein erfreulicher Beweis dafür geliefert, wie weit man in Frankreich schon von dem Wunsche durchdrungen ist, mit dem deutschen Reich in gutem Emvernehmen zu leben. — Auf die Angriffe, die der ReichstagSabgeordnets Dr. Arendt gegen den früheren Kolonialdirektor Dr. Kayser erhoben hat, schreibt die Witwe Frau Wirkl. Geh. LegationS- rat Kayser der „Voss. Ztg.*: Mein Mann lag schwer darnieder an den Folgen einer Blutvergiftung und der Arzt hatte oiü das strengste jeden Besuch verboten. Da kam Dr. 9lrcnbt und verlangte meinen Nimm zu sprechet!. Ich bedauerte, ihn nicht vorlasscn zu können, er ließ sich aber »licht abweisen unb durch die Unterhaltung vor seiner Tür aufmerksam geworden, ivünschte der Kranke Bescheid. Ich teilte ihm darauf mit, um was es sich handelte. Arendt wltrde unter der Zusicherung seinerseits, denl Krankeil mir eine kurze wichtige Mitteilung zu machen, herem- gelasseil. Ich blieb im Nebeilziinmer. Nach kaum 2 Minuten trat ich erschreckt ins Zimmer und sah, wie mein Mann sich erhoben hatte und mit ausgestreckten Armen rief: ,Was,Sieunter- sl eh en s i ch zu in ir zll t ommen , um m i d) in meinem eigenen Hause zu bedrohen. Sie verlassen äugen- b l i cf l i d) meine Wohnung und i ch verbiete I h n e n, jemals w ieder »n e i n Haus z u betreten*. Tas bedarf wohl keines Kommentars weiter. Für heute nur noch die kurze Notiz, daß mein Mann nicht veranlaßt wurde, sein Amt nieder- zu legen, an das er sein Herzblut hingab. Er hat im Gegenteil während seiner 6'',jährigen Dienstzeit dreimal vergeblich um seine Entlassmlg gebeteil, ohile daß sie ihm erteilt wurde. — Dem „Becl. Tgbl.* zufolge beabsichtigt der stellvertretende Kolonialdirektor Dernburg nach Erledigung der Kolonialdebatte in der Budgetkommission einen längeren Urlaub anzutreten und sich nach St. Moritz zu begeben. Posen, 8. Dez. Polnische Blätter bringen die unglaubliche Meldung, wonach der Erzbischof von StablewSkl drei Tage vor seinen» Tode eine Zuschrift der Regierung erhalten habe, in der er ersucht worden sei, seine Stellung zum polnische»» Schulstreik zu ändern. Andernfalls würde ihn dis Regierung als einen politischenGefangenen betrachten» Vezuaöpre»-» monatl»ch7LPf^ viertel- jährlich Alt. 3.20; durch Abhole- iu Zweigstellen monatlich 6v Pf.; durch diePost Mk.2,— viertel» jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die TageLnununei bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpretS: lokal 12 Pf* au5ivärt3 20 Pig. Verantwortlich tüt den poltt und origem. Teil: P. Wttlko- füt „Stadl und Land* und .Geruhtssaal*! Ernst Heß; für den An- zeigeiitecl: HanS Beck. beim Regenwettermännchen etwas „veränderlich". Aber! Herr R. besitzt eine eminente Anpassungsfähigkeit, und dcr er eine Maske gewählt hatte, als wäre er einer Nürnberger Kinderspielschachtel entsprungen, da auch er in hölzerneL Grandezza alles Mögliche tat, so vergaß man fast die, Schwächen des Stückchens. Direktor Steinyötter hatte die kleine Marionettenkomödie recht nett inszeniert, und das Orchester unter Leitung von Direktor Krauß e hatte auch Teil an dem Beifall, der gespendet wurde. -o. Bayreuth, 9. Dez. Frau Cosima Wagner, welche sich gestern zur Aufführung von Siegfried WaauerS „Bruder Lustig" nach Karlsruhe begeben wollte, ist auf bei Reise dorthin in Schloß Langenburg, wo sie als Gast des Erbprinzen zu Hohenlohe weilt, infolge von Herzschwäche schwer erkrankt. Ein heute hier eingetroffenes Telegramm besagt: Der Zustand ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Professor Schweninger weilt am Bette der Patientin. ihre Herzen täuschen, die nicht von Pappe sind. Wie sie den Menschen von Fleisch und Blut nacheifern, das wird in Wort und Handlung ganz drollig, aber doch hölzerner als notwendig, veranschaulicht. Die Musik ist gefällig, aber gleichfalls ziemlich hölzern. Die beiden harmlosen Herren Autoren berauschten sich an der hübschen Idee offenbar so, daß sie glaubten, kaum mehr etwas dazu tun zu müssen. Trotzdem steckt in dem sehr freundlich bei uns aufgenommenen Scherz ein Fünkchen Poesie. Als Wettermädchen lernten wir gestern wieder eine neue Dame kennen, Frl. Lutter. Ihr pikantes schelmisches Gesichtchen, in dem ein paar ausdrucksvolle Augen blitzen, ihre niedliche Erscheinung, ihr hübsches Kostüm, ihr frisches Sümmchen, — alles das zusammen ein Sonnenschein reizendster Art. Für Herrn Reimer lag die Sache etwas schwierig. Er ist ja fein Sänger, und während die Qualität des Gesanges bei dem Sonnenscheinchen, wie sich's gebührt, unter dem Zeichen „schön Wetter" stand, war sie Gietzener Anzeiger General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Neues aus Rußland. In Petersbilrg wurde am Sonntag eine von mehreren tausend Personen besuchte Versammlung deS Verbandes der wahrhaft russischen Leute abgehalten. Hohe Geistliche weihten unter großer Begeisterung die Fahnen. De»»» Weiheakte folgten enthusiastische Hochrufe auf den Kaiser und auf die kaiserliche Fa»nilie und feindlicheKund- gebung gegen die Revolutionäre, denen die Schuld an Rußlands Niederlagen zugeschrieben wurde. Pereatruf« gegen den Grasen Witte und gegen die Juden wurden ausgebracht. Der Vorsitzende des Verbandes, Dubrowins feuerte den Patriotismus gegen Japan an. Der Priester Johann von Kronstadt bezeichnete die Duma als Eit er beule, die wieder zu wachsen drohe. Die Versalnmlung schloß mit den Rufe»»: „Rieder die Konstitution!* In Lodz wurde am Sonntag ein Gendarm, der einen politischen Gefangenen zu überwachen hatte, in einem Straßenbahnwagen durch mehrere Revolverschusse schwer verletzt, J Jereiuigung für gerichtliche Psychologie und- Psychiatrie. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) d. Mainz, 10. Dez. Die Vereinigung für gerichtliche .Psychologie urifr Psychiatrie im Großherzogtum Hessen hielt am Samstag nachmittag unter zahlreicher Teilnahme aus allen Kreisen Ne. »»O vrscheiut tagltd) außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in bet Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers^Buch-u. Stein- bruderti. 0t Lang«. Redaktion. Exveditüm unb Druckerei: Schul st ratze 7. Redaktion e=as 118 Verlag u.(£$peb.e^51 Abresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Aus dem Aeichshaushatlsetat. Die „Nordd. Allg. Ztg." setzt die Veröffentlichungen aus dem Reichshaushaltsetat für 1907 fort. Der Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei fordert mehr 5000 Mk. für die Umwandlung der Stelle des bisherigen Vortragenden Rats in die eines Unterstaatssekretärs. Außerdem soll eine Stelle für ben vom Staatsministerialbureau zugezogenen Vortragender» Rat mit Höchstgehalt 10000 Mk. in Ansatz gebracht werden. Für den Botschafter in Washington wirb eineEr- Höhung der Bezüge von 20000 Mk. beantragt. Im Etat des Reichsschatzamtes find die ordentlichen Einnahmen auf 6685095 Mk. (mehr 255105 Mk.) veranschlagt. Die fortdauernden Ausgabe»» betragen 281206 723 Mk. (mehr 27 200 488 Mk.). Bei den allgemeinen Fonds ist die Veteranenbeihilfe auf 19300000 Mk. erhöht. Ans diesem Fonds, können künftig auch Beihilfen an ehernals dänische Kriegsteilnehmer bervilligt werden. Die Ueberrve isung en an die Bundesstaaten sind auf 202361 170 Mk. (weniger 3 562830 Mk.) berechnet. Der nach § 15 des Zolltarifgesetzes für die Witwen-- und Waise nversicherung zurückzustellende Betrag wird auf 48 Millionen Mark geschätzt. Die einmalige»» 3(u§gaben belaufen sich auf 1 589 700 Mk., davor» 1260000 Mk. zum Erwerb des Grundstücks Wilhelmstraße 62 und für die erste Baurate des Erweiterungsbaues für das Reichsschatzamt. Die Ein- »»ahmen an Zöllen, Steuern und Gebühren sind ver- airschlagt auf 1 179458440 Mk. (mehr 105 889440 Mk.). Davon entfallen auf Zölle 580445000 Mk. (mehr 19 745000 Mk.). Im Etat des Reichsamts des Innern find die ordentlichen Ein»»ahmei» auf 12 432 989 Mk. (mehr 1493 600 Marc) veranschlagt. Der Reichszuschuß zu den nach dem Invalidenversicherungsgesetz zahlbaren Renten ist auf 49 820000 Mk. (weniger 827 250), die Unterstützungen f>>r Familien der zu Friedensübungen einberusene^n Mannschaften auf 1 560000 Mk. (weniger 70 000) geschäht. Der Fonds für Einrichtungen und Veranstaltungen, »velche den allgemeinen Interessen des deutschen Handels und Gewerbes dienen, ist von 50000 auf 100000 Mk. erhöht zur Unterstützung von Bestrebungen im Jnlande, der deutschen Bann»wollindustrie die Beschaffung des Rohmaterials zu erleichtern, u»»d einem in Zukunft zu besorgenden Mangel an Rohbaumwolle vorzubeugen. Die Einstellung der Mittel erfolgt unter der Voraussetzung, daß die deutschen Baumwollinteressenten ihrerseits erhebliche Beträge aufbringen, um die Ausbreitung der Baumwollkultur besonders in beit deutsche»» Kolonien zu fördern. Neuangefordert werde»» 60 000 Mk. für Zwecke des internationalen landwirschaftlichen Instituts in Rom, was in einer besonderen Denkschrift begründet wird. Bei den einmaligen Neuanforderungen von 30000 Mk. für das römisch-germanische Museum in Mainz, 38000 Mark zur Nekrutierungsstatistik. Der .Beitrag für das deutsche Museum in München von 65000 wird auf 100000 Mk. erhöht, davon je 50000 Mk. als laufender Zuschuß und erste Baurate eines auf höchstens 2 Millionen zu bemessenden auf etwa sechs Jahre zu verteilenden Neichszuschusses. Die Summe der einmaligen Ausgaben des ordentlichen Etats beträgt 4795100 (mehr 1755050), des außerordentlichen Etats 4 Millionen. 3 Millionen werden für den Wohnungsfürsorgefonds gefordert. Der Etat des Ostafrikanische»» Schutzgebietes beträgt in: Einnahmen 5058 930 Mk. (mehr 4'03049 Mk). Der Reichszuschuß beträgt 6260844 Mk. (mehr 292 777 Mark). Die fortdauernde»» Ausgaben betragen: 9 909012 Mark (mehr 762 226 Mk.); die einmaligen Ausgaben betragen 1396 500 Mk. (weniger 48 400 Mk.). Die Verringerung der Schutz truppe zur Sicherung gegen Aufstände ist unmöglich. Der Etat für Samoa weist auf: eigene Einnahmen 555 753 (Plus 69 804 Mk.), Ausgabe»» 735 594 Mk. (Plus 16914), Reichszuschuß 179841 Mk. (Minus 52 890 9(rbeit aeooltcn unb er (iahe der Fakultät ein reidie? Cfrbc unter ehrenden Worten für den Verstorbenen nicbcrßclcat ernannt dem Rektor Geh. Mebizinalrat Professer Dr. Bostrocm unb dem Prorektor Geh. Hofrat Professor Dr.Behaabel an der Spitze, ferner als Vertreter des Großh. OberkonsistorinmS Cher- konsistorialrat D. Petersen, Prof. Dr. Budde von der theologischen Fakultät zu Marburg, zahlreiche ehemalige Schüler des Ver- Vertreter der Studentenschaft unb der slndentichen Korporationen hatten in dem breiten Mittelgang mit umflorten Fahnen Aufstellung genommen. Der schlichte Sarg, der die sterbliche Hülle des Verstorbenen barg, mar mit kostbaren Kranz- unb Blumenspenben bedeckt. Pfarrer Euler hielt die durch ihre Kürze um so wirkungsvollere tiefempfundene Traueransprache. Er feierte darin Geh. Kirchenrat Stade als einen Großen im Reiche der theologischen Wissenschaft, der weit über Hessens Grenze hinaus als einer der Ersten bekannt gewesen sei, und schilderte das Glück deS Verstorbenen, das er Kornvagnie in den bekannten blauen Jacken und beseitigte den Schnee nach Kräften von den Fußwegen; und dann stieg im Laufe des Tags das Thermometer immer mehr und mehr, und der Schnee wich mehr und mehr von den Bäumen und dann auch von den Wegen, und bald schritt man wieder durch die mit Recht von Alters her gering geschätzte Lake, die den Schuhen und Kleidern einem on dit zufolge nicht sonderlich dienlich sein soll. So sand dann die erste Winter- rcubc ein schnelles Ende. , Das ist das Los des Schönen seiner Wissenschaft von allen Banden alter Ueberliefernng habe feine Lebensarbeit geaalten unb es sei ihm gelungen, die Fakultät ssiis dem tiefsten Verfall zu nie geahnter Blüte zu von der jungen Theologenschaft der Landesuniversität, von der freien landeskirchlichen Bereinianng für das Großhcrzoq- zu der Trauerfeier außer den Familienangehörigen u. a. eingefunden der Lehrkörper der Universität mit S. Magnifizenz hinterlassen. Golt nebe. daß sie im treuen Dienste dies Erbe erhalten und vermehren möge! Weitere Kränze wurden evangelischen Geistlichen, von seinen alten Freunden durch Prof' Dr. S ch ü r c r - Göttingen, von Prof. Dr. Budde von der theolooischen Fakultät der Nachbaruniversität Marburg (deren Vertreter Stade als einen der besten Vertreter ihrer timt .Hessen, vom akademisch-theologischen Verein, von den Kandidaten des Friedberger Predigersemina's, vom C('cr« konsistorialrat O. Petersen für das Großh. Oberkonsistorinm in Darmstadt, von ter Frankfurter Konferenz hessischer ftorbenen und viele Geistliche von hier unb außerhalb. Die faulenden Eiweiß, „Trackwmkuaeln", Neumann unb Otto; gelbes Fieber, unsicherer Bemnd in d"r Cerebrosp'nalflnsskgkeit. Negative Befimde ans dem Institut ^astenr bei zahlreichen Jn- ektionskr^nkheitm mit nnl'e^"nnten Erregern. ** Gießen im Schnee, das Bild baden wir in solcher Pracht und Reinheit selten zu bewundern. Der gestrige Sonntag vormittag zeigte es uns. Wenn wir von Reinheit reden, so bitt n wir das buchstäblich zu nehmen, denn Reinheit ist ja leider bei uns überhaupt eine selten zu schauende Sehens,vürdiakeit; und nun gar reiner Schnee. Wie freute sich, wer gestern in den Morgenstunden durch die Fenster schaute und die großen weißen Daunen sah, die Madame Holle oben beim BettauSschütten zur Erde ritten ließ, daß die ganze Erde in eine dicke Decke gehüllt war und die Bänrne wunderweiße Zweige trugen. Liebe junge Mütter holten den Handschlitten aus der hintersten Ecke hervor, setzten ihre Kleinen hinein und ließen mit sich Schlittenpserdchen in den Anlagen spielen. Aber bald kam hessischer JustizverwairunMeamten, Prosesforen tret pirnn= i schon und medizinischen Fakultät der Landesuniversität, sowie der hessischen Rechtsanwälte und Aerzte ihre zweites Jahresversammlung ab. Von der Stadt waren| Oberbürgermeister Dr. G ö11elm ann und mehrere Stadt-; verordnete erschienen. Oberstaatsanwalt Dr. Buff-Mainz begrüßte die Erschienenen, auf seinen Vorschlag wurde der Vorsitz Prof. Dr. Mittermnier-Gießen übertragen. Gerichtsassessor Aull-Mainz sprach über das Thema ^Zusammenhang zwischen Alkohol und Kriminalität^. Er schilderte in seinem durch eine reiche Fülle statistischen Materials belegten Vortrage, in welch verhängnisvoller Weise der Alkoholmißbranch die Kriminalität erhöht. Er ging aus von den Exzessen des Gelegenheitstrinkers, des physisch normalen und des physisch abnormen und wies nach, in welch großer Zahl die Roheitsdelikte direkt auf den Alkoholkausal zurückzuführen sind. Er besprach dann weiter die kriminellen Handlungen des an chronischem Alkoholismus Erkrankten, kam zum Schlüße auf den mittelbaren Einstnß des Alkohols auf die Kriminalität. Er zerstört das Familienleben, verschuldet eine schlechte Erziehung der Jugend, hat im Gefolge Elend und Armut, die dann die Ursache sind zu den Vermögensdelikten. Er degeneriert und belastet die kommende Generation, macht sie untauglich zum sozialen Leben und führt dringen. Der freien Wissenschaft unb her Küche habe feine Menschenalter Stabe'S Werk gewesen sei. Die Befreiung o'rnvegre nw em smrrnryrr ^ruueczug za oer ogemm ornjt unb Theologen trugen ihren verstorbenen Lehrer zum Grabe. Dort segnete Pfarrer Euler die Leiche ein, worauf der Rektor, Geheimrat Prof. Dr. Bostro em dem verstorbenen lieben Kollegen unb treuen Freunbe im Namen der Lndovi- ciona einen herzlichen Nachruf widmete. Er schilderte die außerordentliche Arbeitskraft des Verstorbenen, und den unersetzlichen Verlust, den die Universität durch seinen Tod erlitten habe. In seinem 27. Lebensjahr als Ordinarius hierher berufen, hab? der Verstorbene ein Menschenalter hin- burd) feinen Lehrstuhl unb der Universität sein tiefstes Interesse gewidmet und die führende Stellung, die er sich bald errungen habe, bis zu seinem Tode behauptet. Wie tief fein Interesse an der Universität gewesen, das beweise feine letzte akademische Festrede, die er bei der Vorfeier zur 3. Säkularfeier, bei der Gedächtnisfeier zum 300 jährigen Bestehen des Gymnasiums i’histre gehalten habe. Bei der Säkularfeier werde man dankbar Stade's gedenken, des arbeit?- und, wenn e§ sein mußte, kampfesfrohen Gelehrten besten Andenken allezeit unvergänglich sein werde. Zum Schluß seiner Ansprache legte der Rektor eine prächtige Kranzspende nieder. Der Dekan der theologischen Fakultät Prof. Dr. Eck widmete für die Fakultät ihrem nunmehr verstorbenen Senior einen Kranz mit einer längeren Ansprache, in der er ausführte, daß die Geschichte brr Fakultät im letzten unsere wackere Gießener Schmutztruppe alias Straßenfeger- mMylmann, Max Römer unb Siebert, v. Behring sahen in verdünnten Lösungen zahlreiche leuchtende Teilchen. Michaelis wies darauf hin, daß für daS Entstehen dieser Teilchen das Ver- dünnune-swittel ober die Verdünnung an sich ausschlaggebend sei — Römer. Kurz und Siebert kommen zu gleicher Emsicht. (Mitteilung von Nämer.f Ermahnung b"1* nntersi'chstn Löningen von tierischen eiweißhaltigen Stoffen. Viltz unb Gattin Grinewska: Untersuchungen über Gsyoiw'-'i. — Tn unverdünnten Lösungen entweder Körner zu klein (stufammeubattenl ober gleicher Brech- ungsinder mit Mebium (Optische Veränderung durch Losungs- ober zu nabe aneinandemelag^rt. (Auseinandertreiben.) Du- iardin Baumed Versuche direkter Beobachtung der Wirkung von Ant'toxin und Tonn ?e. Aggl"t'ncition. 2. T i e r i s ch e Flüssigkeiten und Gewebe. Michaelis: Blut, Rosenthal: fänlmerblnt. Reichert: Blut von Indi^'dnen unter verschie- d«nien Ernährunas- nutf Ni'i-dain'ng^v"rbältnissen. Bichel: Magensaft, L a g u c it r: Schweiß, Raehl m a n n: ßurnor agnens, Neumann unb Otto: Cerebrospinalflüssigkeit. Davin: Eerebrospinalflüssiakeit, Lencoevten. Gaibukow: Algen. Resultate: schwankend, über den Wert von Tastversuchen nicht s^r^i.^oheud 3 Parasiten: Nae^lmaun: ..Mikroben" inj sie dem Verbrechen in die Arme. Als medizinischer Referent verbreitete sich sodann Medizinalrat Dr. Balser-Maiuz über die Formen der Alkoholvergiftung, die in der strafrechtlichen Praxis am häufigsten in die Erscheinung treten. Er schilderte.den Alkohol als Nervengift, das eine verderbliche Wirkung aasübt auf das Zentralnervensystem, vor allem auf das Gehirn und belegte die von ihm ausgestellten 21 theoretischen Sätze mit einer Fülle von Beispielen, größtenteils aus seiner eigenen Praxis, welche den Zusammenhang zwischen Alkohol unh Verbrechen in anschaulichster Weise vor Augen führten. Zum Schluffe seiner Ausführungen besprach der Redner die praktisch so wichtige Frage nach der Zurechnungsfähigkeit bei unter Alkoholwirkung begangenen Gesetzesverletzungen und zwar auf dem Boden des § 51 des Strafgesetzes. Er bezeichnete den Alkoholrausch als eine akute Geisteskrankheit mit typischem Verlauf und bester Genesungsaussicht, betonte aber nachdrücklich den großen Abstand zwischen Angetrunkenheit und gänzlichem Mangel an Zurechnungsfähigkeit im Sinne des Wissenschaft bezeichnete) und von Geh. Kirchcurat Professor § 51. D. Krüger im Auftrag der Gießener Kollegen in Tübingen. Direktor Element- .Butzbach gab einige seiner Er- Damit hatte die einfache Trauerfeier ihr Ende erreicht, fahrungen mit Trinkern in der Zellenstrafanstalt zur "* L a n d e 8 u n i v e r s i t ä t. S. K. H. der Groß- Kenntnis. Bei Besprechung der Frage, ob die kriminelle Herzog haben den ordentlichen Prof, der klassischen Philologie Strafe den Trinker bessere, erinnerte Rechtsanwalt Dr. j„ der philosophischen Fakultät der Landesimiversität Dr. Spohr-Gießen daran, daß die Strafe ia nicht das Richard Wünsch auf fein Nachsiichen mit Wirkung vorn einzige Mittel sei, mit dem man gegen den Moholismush April 1 907 aus dem Staatsdienste entlassen, zu Felde ziehe. Generalstaatsanwalt Dr. Pretorius, "In Audienz empfangen wurde von S. K. der stolz darauf sein kann, aus den Strafanstalten Hessens dem Großbcrzog nm Samstag u. a. der (deutsch- den Alkohol gänzlich verbannt zu haben, erläuterte den katholische) Bischof De in nie l von Bonn, Hochbau-Aufseher Standpunkt des Staatsanwalts und Richters dem Alko- Schäfer von Friedberg und Geh. Medizinalrat Professor hol gegenüber. Er verbreitete sich über die stets so leb- Dr. Pfannen stiel von Gießen. haft bestrittene Frage, ob Trunkenheit als Strafschärfung,s- •* Ernannt wurden die Negierungsbauführer oder Strafmilderungsgrund zu betrachten sei, und kam zu Phil. Häusel aus Höchst i. O., Friede. Heyl aus Gundern- dem Resultat, daß diese Frage nur von Fall zu Fall auf hausen, Hans Hörlein ans Wendelsheim, Karl Röhrich Grund sorgfältiger Prüfung entschieden werden könne. Lu§ Darmstadt unb Fritz Udo ans Breslau zu Regicrungs- Justizrat Or. Horch-Mainz will die Trunkenheit stets als haumeistern. Strafmilderungsgrund behandelt wissen. Oberstaatsanwalt •• ß u Forstassessoren wurden ernannt vr. Buff legte dar, daß sich die gerichtliche Praxis durch-Forstreferendare Bechtel ans Biebesheim, Brill ans aus nicht immer auf bei» Boden der Sachverständigen- Nönig i. O., Joche in ans Lanbach, Thnrn ans Mönch- Gutachten stelle und erzählte zwei Fälle, in denen Schwur- ()0^ 513 n Münzenberg, Freiherr von Wedekind gerichtc den medizinischen Gutachten entgegen verurteilende Mainz unb Weiß ans Lieberbach. Erkenntnisse ausgesprochen hatten. . * O r b e n 8 v e r l ei h n n g. S. K. H. der Groß- Oberstaatsanwalt Theobald-Gießen erklärte dies verzog haben bem evang Pfarrer Emil Schneider zu aus dem beleidigten Rechtsgcfühl des Volkes und der Oberau bas Ritterkreuz 1. Klasse bes Verdienstordens Philipps Mangelhaftigkeit der Gesetzgebung. Kreisrat Geheimrat Großmütigen verliehen. Dr. Kayser-Worms betonte, daß es Pflicht jedes Ein- ** Oberhessiscl> c Gesellschaft für Na tur- und zelnen sei, an seiner Stelle aufklärend und vorbeugend Heilkunde. Am Freitag d. 30. November fanb in ben Rä»i- dem Alkohol cntqcqcnäuarbciten, er erinnert an die Not- men des vhvsikÄisch-n gnnihiM terJÄf™' wendigkeih Jugendliche unter 16 Jahren den besuch polizeilich zu verbieten. Nachdem noch Proseftor Vorträoen Gäste bei. Als erster Redner sprach .Herr Prv- Dr. Sommer-Gießen den „Tremor", d. i. das Zittern fessor Dr. König über die Leistungen des Ultramikroskops. und die Zuckungen der Hand des Trinkers an Hand treff- Die wikroski^che Abbildung H eine. ^’e ?pApJnSr Ncher Liehtbi,der erläutert chatte, schloß der Vorsitzende nnt »Ä H dem Ausdrucke herzlichen Dankes an alle Redner me X5er= fönncn ilnnr in ily-cr Ausd°lmuug nnd Gestalt im Mikroskope nicht sammlunq, indem er zugleich zu recht zahlreicher Beteilig- mehr erkannt werden: aber sie können, wie die Firiterne im unq an der nächsten im Mai 1907 in Darmstadt statt- Fernrohr, als Lichtpunkte in Form kleiner Bengungsscheibchen cm findenden Versammlung einlud und für diese eine weitere Besprechung und Beratung der zu erörternden fragen in {()re Wahrnehmbarkeit ist, daß 1.) von dem zur Beleuchtung Aussicht stellte. dienenden Lichte nichts in das Mikroskop gelangt,^daß 2.) bic । , — ■ । Teilchen das auffallende Licht, mit genügender -Ltärke reflek- tieren oder ricbtwcr — da es sich um eine regelrechte Reflexion ZlUS yt€IV< MttO I nicht mehr handelt — zerstreuen, und daß 3.) die Abstande Gießen, ben 10. Dezember 1906. der Teilchen oberhalb der Grenze der mikroskopischen Auflösung -Geh KirckienratsD Stade's Beisetzung tiegen. Die zu dieser Art mikroskopischer Beobachtung dienenden G e h. R i rch enra tsufetaoe s -ö e H eg un g. Apparate nennt man Ultramikroskave. Der Vortragende führte Auf bem neuen Friebhof fanb am Sonntag Nachmittag ,roei Versuchsanorduunacn nltramikroskopischer Beobachtung vor, 3x/4 Uhr bie Bcerbigung des Seniors ber theologischen hfx ursprüngliche Anordnung von Siedentopf und Zsigmondh und Fakultät unserer Landesunwersität, des Geh. Kirchenrats die einfachere Anorduimg von Cotton und ^i^n. Mit der Professor v. Bernhard Stade, unter sehr zahlreicher Beteiligung er tcren^ Saphir^gl^se^denionstriert.^^'^er Nachweis' derartiger von Leidtragenden statt. In der Friedhofskapelle hatten sich in den Goldgläsern war die erste Anwendung des Ultra- zu der Trauerfeier außer ben Familienangehörigen u. a. ein- Mikroskops. Ans bcr Zahl der Tellchen in der Volumeneinheit und aus dem Goldgehalt der Gläser konnten Siedentopf und Zsigmondv die Dimensionen ber submikroskopischen Ofolbteilchen berechnen; sie fanben je nach bem Glase Teilchen von 0,0005 Millimeter bis herunter zu 0.000 006 Millimeter. Die inter- essante'''en b'r i'ftr'M'kriskopifchcn Untersuchung sind Die fo((oba(cu Metallösilngen, bic man eutmeber auf chemischem Wege ober nach dem von Bredig migegebanen Verfahren der eleitri- schen Zer^äubung erhalten kann. Während in fesien Körpern die submiliospischcn Teilchen v^ ig ruhig er'chcmen, sieht man sie in Lönmaen in fortwährender, ganz imreaelmäßiger Bewegung. Diese Bewegung ist schon mit dem gewöhnlichen Mckroskop an seh'- kleinen Teilchen to^fTgenornntCTi worden und wird nach ihrem Entdecker, dem Botaniker Brown, der sie lfL7 fand, die Brownsche Molekularbewegnng genannt. Ihr St''d.um hat durch die Entdeckung des Ultramilroflops einen neuen Anstoß erpihreu. Weitere Anwendung hat d's Ullramikraskop bei der Untersuchung der Wand-r-ing gefunbcn. bic bie mikroskopischen Teilchen unter dem Einfluß elektrischer Kräfte zeigen, und ferner bei der Untersuchung der sehr eigentümlichen Doppelbrechung, die ein mague- tischcs Feld in kolloidalen Eisenlösungen zeigt. Die elektrische Äanderung der Teilchen einer kolloidalen Goldlosung konnte im Soinilienteben und und in feiner treuen Pflicht-püllunU mit^° “ung^. Sotton ^e.gt »erb™^ - gefunden habe. Sein Streben sei gewesen, die Kirche Gottes Mferat über die medizinischen Uuteriuchungen nut dem Ultra- auf Erden zu bauen» Dach beendigter Trauerandacht'mikroskovc. 1. Die colloidalen Eiweißlösungen: auf der Erde..... , —o. ** Heber die gegenwärtige politische Lage in Hessen wird am Dienstag abend Prof. Dr. Biermer im nationalliberalen Verein sprechen. Die Ver- amrnlnng findet im Neuen Saalbau statt. *• Der Verein „Canaria* für Gießen und Umgegend veranstaltet am 14., 15. und 16. dS. Ms. im Hotel „Einhorn* feine 3. Lokal- und Verkaufs-Ausstellung, verbunden mit Prämiierung unb Verlosung ebler Kanarier» unb Zuchtutensilien. ES sind schon zahlreiche Anmeldungen eingetroffen. Jedem Besucher und Liebhaber wird hierdurch Gelegenheit geboten, sich von ben Leistungen auf dem Gebiete ber Kcmarienzucht zu überzeugen und preiswerte Vögel zu erwerben. •* D e r Bund der Landwirte sandte unS ein Flugblatt, betitelt ^Fleischteuerung*, in dem er sich gegen die Oeffnung der Grenzen wendet, behauptet, daß die Fleischpreise in London noch höher seien als die Berliner, unb in DeutschlanbS Nachbarlänbern, z. T. gleichfalls eine Fleischteuerung bestehe, auf bie z. T. ungebührlich hohen Verteuerungen burch Zwischenhanbel unb allerhand Gebühren sinweist, und sich schließlich für völlige Aufrechterhaltung bet bcstehenbcn Grenzsperren ausspricht. •• Einfrieren ber Hauswasserleitungen. Wir machen auch an bieser Stelle bie Hausbesitzer, bezw. bereu Stellvertreter auf die in heutiger Nummer dieses Blattes enthaltene Bekanntmachung beS städtischen GaS- und Wasserwerks betreffend .Vorkehrangen gegen daS Einfrieren der Hanswasserleitungen" aufmerksam. ES empfiehlt sich, diese Bekanntmachung aufzubewahren. ** Schlägerei. In der Bahnhofstraße kam es gestern abend zwischen jungen Leuten zu einer Schlägerei, wobei es blutige Köpfe absetzte. Einer der Täter, ber, sich nicht beruhigen konnte und weiter flandalierte, wurde, in das Polizeigefängnis abgeführt. "Ein Unfall. Seit längerer Zeit schon befindet sich der von der Frankfurterstraße nach bem Bahnhof führende Weg dicht am Uebergang der Oberheff. Eisenbahn in sehr ü 6 eie tu Zustand durch große Unebenheiten, ja förmliche Löcher. Wie gefährlich e8 an dunkeln Abenden bei der mangelhaften Beleuchtung ist, beweist Folaendes: Eine ältere Frau aus der Credner- straße, bie am Freitag Abenb um J/,6 Uhr zum Hauptpostamt wollte, trat an jenen Stellen fehl, fiel ber Länge nach hin und verstauchte sich dermaßen den linken Fuß, baß am Knöchel eine starke, mit Schmerz verbunbene Geschwulst entstaub unb sie nun längere Zeit darunter zu leiben haben wirb. — ES wäre bem Mißstcinbe mit einigen Karren Kies leicht abzuhelfen, bamit nicht noch größere Unfälle Vorkommen. Die Verbinbung ber oberen Frankfurter- ftra&e unb aller Nebenstraßen mit bem Bahnhof wird doch einzig durch einen Uebergang vermittelt, sodaß man erwarten kann, daß dieser so frequentierte Weg in tadellos gangbarem Zusiand erhalten wird. Die Christbäume sind in diesem Jahre billiger als in ben Vorjahren, weil bie Zugänge zu ben Forsten schneefrei finb. Im Thüringer Walbe schwanken bie Preise zwischen 18—46 Mk. für bas Schock Bäumchen. ** SD öffentliche Lesehalle. Im November würben 2501 Bciube nusgeliehcu. Davon kommen nur: Erzählenbe Sittern tut 1399, Zeitschriften 420, Inqenbschriften 235, Versbichtnnaen 79, Sitterntnrgcschichtc 23, Länder- und Völkerkunde 54, Knltur- nefchifhte 13, Geschichte und Biographien 98, Kunstgeschichte 11, Naturwissenschaft und Teclnioloaie 148, Heer- unb Seewesen 5, cigns- und Lanbwirtschast 13, Gesnnbheitslehre 17, Religion und Philosophie 8, Staatsivisseiifchait 18, Sprachwissenschaft 9, Fremdsprachliches 11 Bände. Nach auswärts kamen 128 Bande. ** Der Hauptmann von Köpenick bringt Geld ein. In einem Wirtshaus in Heuchelheim hat sich der Wirt, der im Besitze eines Grammophons ist, den neuesten Schlager der Saison, den Hauptmann von fxöpe- : nick für seinen Apparat für 4.50 Mk. erstanden. Gleich Bekanntmachung. Heule wurden in unserem Handelsregister folgende Firmen gelöscht: 1. Firma Kaufmann Bamberger in Muschenheim, 2. Firma Ferdinand Felsing in Ebcrstadt, 3. Firma Kaspar Bich in Eberstadt. Lich, den 7. Dezember 1906. Großh. Amtsgericht. b10/,, Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Villingen iür das Recbnnngs- jabr 1907 liegt vom 12. Dezember l. Is. 8 Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterei-Bureau offen. Villingen, den 8. Dezember 1906. Großh. Bürgermeisterei Villingen. Rühl. 7308 Plastilina beste Modellier- riabUIlUd Vlasse empfiehlt Adler-Droserie |’3” Seltersweg 39. Otto Schaaf. Prima Kosnak 8 Spezialmarke, garantiert franz. Verschnitt, ärztlich empfohlen, per Literslafche 2 Mk., ist der preiswerteste und beliebt wegen feines vorzüglichen Geschmackes. Ferner gelten meine französischen Kognaks unter Originalverfchluß als die besten, welche der Markt bringt» __C. Dort, Walltorstraste 45. TmWe Bchlltliteil zur Koniekt- und Kuchen-Bäckerei bester Beschaffenheit. Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf. 7068 Herrn Geh. Kirchenrat Namens der trauernden Familie Helene Stade, geb. Buff. Für die vielen Beweise freundlicher Teilnahme bei dem Hin- scheiden meines lieben Gatten, unseres guten Vaters und Schwiegervaters des sage herzlichsten Dank, Giessen, den 10. Dezember 1906. 2*6 732 0 1,9 4,8 91 W 4 9n 733,2 1.0 4.4 89 NW 2 1^16 735,0 0,2 4,3 92 NNW 2 ->. CvnL 00—nn 00—00 «Tffr. - cz. Herzogin besuchte heule abend zu'u !‘nn’; rllr Handel 4 AS Tiefland. Iobn Gabriel im <\*V. Portugiesen ITT . 1-1 *80 Tilrkenlose . Wetter 121 00 . 96 60 243.60 Iterliner Ittirse, 10. Dezember. Anfan(rskurse. 214.50 Dezember — 8. Niedrigste u. Sohn. Märkte. Unerreicht, per Pfd. 1,30 1,40 1,60 1,80 Mk. Schneedecke 2 Zentimeter. Höchste Temperatur am 8. Bed. Himmel Bew. Himmel Bed. Himmel I. K. die G r o st - erstentnal wieder an 9. 9. 4 % Griech. Monopol-Anl. 4 % fipssere Argentinier . 85 80 146.50 152.10 100 00 100 80 96.35 Harpen er Bergwerk Lanrahfltte r omhnrden E. B. Xordd. Lloyd . . Tilrkenlose . vnr*d T Invd Ohpioplilc.. F.ippn-T' instrie ner'-ner TTnndolqn-ea Dnrm-stH-ltPr Pnnk . . . Deutsche Pank . . . "Hentseb-Asiat. Pnnk . . BiRknntn-Knminandit. . . Dresdner Pank . . . Rrcditaktien..... Baltimore- nnd Ohio- Fisenl ahn Gotthardbahn..... Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn . Dezember 1906 4- 2.5° C. — 1,2° C. 00 60 69 SO 90 50 93.90 94 25 m-» K ^.rf^nter 14° on 1°1 on 259.00 Panada E. B. . . . r'armstKdter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C< Dresdner Bank . , Tendenz: fest. do Koneols do. PnQepn Oborhoespn Allein bei .T. M. Schulhof. 50 A0 89 49 67.30 196,09 149.10 242.50 85 39 158.50 Einmichtt Kaffee. Marktstrabe 4. SattM und Verkehr, VolkstVirtschnft. Darmstadt, 7. Dez. Tas Konsortium unter Führung der Bank für fr a n b c ( und Industrie (Darmstädter Bankl erhielt den Zuschlag auf die neue viervrozentigeHesfi sch e Staatsanleihe. Es waren 5 Gebote einqelauien mit Ueber- nahmekursen von 102,14 Prozent, 102,13 Prozent, 102,9 Prozent, 101,22V, Prozent und 101,20 Prozent: die Großh. Regierung hat das'h ö ch st e G e b x> t angenommen, abgegeben von der Bank für Handel und Industrie in Gemcinschast mit der Seehandlung, der Diskontogesellschaft, der Berliner Handelsgesellschaft, S. Bleichröder, der Badischen Bank, der Pfälzischen Bank, der Allgemeinen Deutschen Kreditanstalt, Salomon Oppenheim jun. u. Komp., Ephraim Meyer 3°/ft Mexikaner 4H°/o Chinesen . . Aktien Bochum Guss . . . Buderus E. W Tendenz: fest. 1 Oesterr. Oo'drente. 4* n' Oesterr. ^ilherrente 4 T’n*,nr'r. AmeT'k Pnketf. Parnfn^r Port;werk . . Dienstag den 11. Tei'-mher. nhr-nha 7 Uhr: „ Dienstag den 11. Dezember, abends 7 Uhr: Borkmann." _______ ___ vermischtes. * Starke Schneefälle werden aus Berlin, sowie au§ Frankreich unb Spanien gemeldet. * Kleine D g o e s ck' - i I Der „Berl. Lokalanz ” meldet, daß das Urteil gegen den falfckien K ö v e n i ck e^r Hauptmann Voigt rechtskräftig aemorden sei. Der Staatsanwalt verzichtete auf weitere Rechtsmittel. Eine Wohltäterin hat Voigt eine Lebensrente in s ch r i f t l i ch e r, bindender Form zugesichert. — Die Braut eines Breslauer Lehrers, die er in Paris als eine angebliche brasilicmi'cbe Gräfin kennen nelernt batte, vergiftete sich. Es stellte sich heratls, daß die Tote männlichen Geschlechts und zwar der Stiefsohn eines Berliner Arztes ist. — Der Mörder des Gemeindevorstehers Kunsch in Leutmannsdorf tSchlesien) Gutsbesitzer Tannhäuser, mürbe im Lud» wigsdorfer Teich ertränkt aufgesimden. — Die aus dem jüngsten Sensationsprozeß bekannte Frau Riehl in W i e n ist bis zur Erlediaung der Richtiakeitsbeschiverde gegen eine Kaution von 5 0 0 0 0 Kronen auf freien Fuß gesetzt worden. — Der Direktor der Volksbank in Holdmezö-Vasarheln (Ungarns,, Lehrer Apro, wurde unter dem Verdachte, 100 000 K r. unterschlagen ut haben, verhaftet. — In Brüssel zerstörte ein in der Saint Joss- Kirche ausaebrochenes Feuer das berühmte Gemälde von Gaspar be Craver „Mariä Himmelfahrt". — Bei einem plötzlich aufgetretenen Unwetter in ben j a p a n i f rf) e n Gewässern sind m entere von Schinagawa abgegangene Fahrzeuge, bie mit Personen überlaben waren, gesunken. Von 95 Personen sollen nur 35 gerettet sein MrSginal-Dvahtmelvungen. Berlin, 10. Dez. Aus einer vertraulichen Budget- Kommissions-Sitzung verlautet, daß Erzberger an- gekündigt hat, daß dem Äbg. Noeren die Angriffe des Kolonial-Direktors überraschend gekommen seien und der deshalb sein Material nicht bei der Hand gehabt habe. Roeren werde in der zweiten Lesung den Beweis erbringen, daß er sich nicht in die Angelegenheiten der Kolo- m'al-Abteilung hineingedrängt habe, daß er vielmehr von Seiten der Negierung um seine Dienste angegangen worden sei. Noeren soll angeblich auch Briefe des Reichskanzlers besitzen, in denen er um Vermittelung in der Wistuba-Angelegenheit gebeten worden sei. Daß Noeren, so schreibt der „Lok.-Anz." halb offiziös, einen Brief dcS Reichskanzlers besitzt, war klar, nachdem Dernburg im Reichstag« einen Brief NoerenS an den Reichskanzler verlesen hatte. Denn derartige Schreiben pflegen natürlich beantwortet zu werden. Man wird die Veröffentlichung des Wortlautes des Antwortschreibens des Kanzler? abwarten müssen, ehe man Herrn Noeren von dcm Vorwurf freisprechen kann, daß er einen ihm nicht zu stehenden Einfluß auf Maßnahmen der Regierung sich zu verschaffen trachtete. — Die Abgg. Erzberger und Dr. Semler verweigern jede Auskunft über die Vorgänge ko. Frankfurt a. M., 10. Dez. (Orig.-Telegr. des „Gießen. 9Tm ") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Wetten Nck. 17.75—18.00, Kurhessischer Mk. 18.00—18.25, La Plata Mk 19.50—20.00, Kansas Mk. 19.25-20.25, Noagen ttnesiger) mif 16 75—17.00, Gerste (Wetterauers Mk. 17.75—18.50, Franken- selder Mk. 18.75—19.50, Hafer 17.00—18.00, MaisMk. 13.75—14.00 Wettenmehl 27.00-28.25, M. 00-00, 2. Qualität Mk. 2o.25 bis Mk. 26.25, 3. Qualität Mk. 23.25-23.7o, Rogge.unehl 0 Mk 25 00—25.50,1. Qualität Mk. 24.00—24.o0, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk'. 10.50, Roggenklett Mk. 11.00-11.2.', Maiskeime Mk. 11.00 00—71 ^6anboa'n. 00 P'a Gelchgst br*f H^rnn'eh gut, Ueberstand unbedeutend; bei Kleinvieh "ilt. fniu 11n6r'rn<»nh. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unser innigstgeliebter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Herr Christoph Volzel Gastwirt und Schmiedemeister im 73. Lebensjahre nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die tieftranernden Hinterbliebenen: Karl Völzel, Landwirt Lina Völzel Wieseck, 10. Dezember 1906. Wilh. Weller, Schuhmacher Karl Jung, Landwirt 7315 Die Beerdigung findet statt: Diensten, den 11. Dezember nachmittags 31/, Uhr. 4 y26\ mss.StRatsRn1.19OS 414° „ mpnn. Staatsanleihe 4 <>< Conv. Türken von 1903 in der Bndgctkommflsion, „weil da? Bckanntwerden dieser Geschichte Deutschland im Auslände schaden fann.- — Ein.Gendarmerie-Wachtmeister wurde bei einem Patrouillen- gange durch den Forst eines Menschen gewahr, der einen Baum erklettert hatte, um von dem Beamten nicht bemerkt zu werden. Er zwang den Mann, seinen Zufluchtsort zu verlaßen und fggte ihm auf den Kops zu, daß er der Urheber einer Reihe von nächtlichen E? n b r u ch d i e b st ä b l e n fei Der üaerraschte Verbrecher legitimierte sich durch einen Militärpaß als d^r ehemalige Fähnrich Alexander von Thielen und legte cm unnoffendeg G fiändniS ab. K ö v en i ck, 10 Der. Fn der leltten S t a d t v erd n ete n- der Seite ihre? hoben Gemahls das .Hoftheater, in dem der dritte Teil des R i b e l n n a e n r i n g e?, die Gütter- dä m nt ern n a, in einer fünfstündigen musterhaften Aufführung mit Frau Giilbraufon zur Aufführung kam. Auch die übrigen hier weilenden fürstlichen Herrschg''en waren vollzählig im nahezu anSverkauften Tbeat-'r er'chienen. Mainz, 8. Dez. Neber den LiheraliSmuS und die politische Lage sprach gestern abend in einer von der freisinnigen Partei einberufenen, van etwa 1000 Personen besuchten öffentlichen Versammlung Pfarrer Korell. Die Ausführungen des Redners, der für einen gemeinschaftlichen Kampf sämtlicher linksstehenden Parteien gegen die rechte mit aller Entschiedenheit eintrat, wurden mit stürmischen, Beifall ausgenommen. lFkf- Ztg.) wachte Bürgermeister Dr. LangerhgnS eine 11 mg e st a lt ti n g deS ganzen in Aussicht aenowwen habe, weil die m Fahren vernachlässigt' »"nrhen fei. Tc^mbrr. ftn der Provmt wurden ' Gemeind^varffeher, Gemeinde- Bersgm,n lnng i hckannt, daß er Polizei wefev« Po' - - :n den letzte Ppsen, 10. ' h'^-c - nmb ?r.n — 'T'cr Fntendant der Frankfurter P n p r , Fenfen bat Musian M a b s e r einaelab''n. in brr lcwfenbrn ^aison 'N, Frans- stn'ter rnonihnufe feine 6. Symphonie zu dirigieren. Mahler hat die Giufabuna anaenawmen. ^DtThdaK brr wrinfafrn rrnnhfurfrr fftabtthrnter. bi§ n' 00—00Mk. Kälber: 1. Qual 04—07^°.,., c>aho„b^emicht 55—57 Psi o. run'. 82—90 ‘ff.i., Lebendaewich« 40 -'3 Tcn. 0 ^nal. 00—00 Pla., Schlachtgewicht 64—69 Ptzi.. -ck'a'e- P ^'.a'. 7^-RO Lclranntmachnng. In der Zeit vom 1. bis 8. Dezember 1906 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 Regenschirm. K Der Empfangsberechtigte des gefundenen Gegenstandes beliebe seinen Anspruch alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 8. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Versteigerung. Dienstag, den 11. Dezbr. ds., nachmittags 2 Nhr versteigere ich Neustadt 55 dahler gegen Barzahlung: 1. 21 eichene Bohlen. 2. 14 Handelswagen, 1 Fahrrad, 1 Pianino, 1 Steppmafchine, 2 Schneidermaschin. u. Möbel aller Art. 7310 Born, Gerichtsvollzieher. Hervorragende Neuheiten sehr preiswert, in noch selten .gebotener .grosser Auswahl, jedem Geschmack Rechnung tragend Bilder Kunst- und Rahmenhandlung Otto Hochstätten ZeltersweL 56 Ecke Volksbad toei* erste SeSieiee hat sich eingestellt und damit die Ermahnung an das werte Publikum gerichtet, sich rechtzeitig mit dem Nötigsten für den Winter zu versehen. ■ fei' erhält Jedermann bei mir Herren-Paletot, Pderinen u. Joppen, Hamen- Mäntel, Capes, Kragen und Pelzwaren etc, ÜlCBBBSte Bequemste ASBsaHiBuug'! M M M K K: ■^1-. fe Ei L Kckannlmalyung. Die unterm 22. November 1906 angeordnete Sperre der Bl eich st raße, zwischen Südanlage und Wieseckbrücke wird hiermit aufgehoben. Die unterm 27. November 1906 angeordnete Sperre des RiegelpfadS, zwischen Ludwig- und Liebigstraße, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 7. Dezember 1906. Großh. Polizetamr Gießen. _________________Herberg.__ Bekanntmachung. Betr.: Konkurs über das Vermögen des Sattlers Jsaack Hirsch von Hungen. Termin zu Gläubigerversammlung und Beschlußfassung über Entziehung des dem Gemeinschuldner und seiner Familie gewährten Unterhalts wird bestimmt auf Freitag, den 21. Dezember 1906, nachmittags 5 Uhr. Hungen, den 8. Dezember 1906. Großh. Amtsgericht. b10/“ ZM- will ÄrsWmin j« Siejei E. G. w. u. H. Die Einlagen werden vom 1. Januar 1907 vom Tage ab verzinst. Vom 12. Dezember ab können die fälligen Jahreszinsen in Empfang genommen oder beigeschrieben werden. Wieseck, den 10. Dezember 1906. Für den Aufsichtsrat: Schäfer. 7314 Statt Karten. JPaula Kaufmann Julius JMLendelsohn Verlobte. 7317 Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. Ostendstrasse 27 Giessen Schuhwaren = W eihnachts-V erkauf Einen Posten vorjähriger Winterschuhe, gefüttert, mit Lcder- sohlen von 0.80 bis 1.40 Mk. Anfertigung nach Maß. Reparaturen prompt und billig. Ludwig Wacker, Schuhmachermeister. Eingang zum neuen Laden, Schloßgasfe 6-8. 7323 Meiner werten Kundschaft, dem verehrt hiesigen und auswärtigen Publikum zur gefl. 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