156, Jahrgang Erstes Blatt A Ber- vsV* W Seneral-Anzriger Amts- und Allzeigeblatt für den Meis Gichenf Kegen die rrerrcn Reichssteuern. boten.) :maniG l'Clt IflCTP deren fick'! vorerst darauf beschränken fVgl. bcn fiat dort H Ganz u ffcinelbci. jiamer, Mr.l» •rfÄftet tSyNch nutz« SmwrtßtfB. Dem «Stehrn« Anzeiger werden im Wechte! mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien- dsävcr viermal in der Redaktion, Exvedllio« und Druckerei: LchAlstraK- 7. Redaktion 113 Verlag u.Exped.e-^öl Abresje für Dooeschen: 'Anzeiger Gießen. den poht und aUflcm. Teil: V. Wittko: iüt .Stadt and Land'' und jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6ö Pi.; buvd) die Post Vik. S.—viertel- sährl. ausschl. Destellg. Annahme von Anzeigen für die TageönurmneL bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auswärts 20 Pig. Verantwortlich für ..Gerichtssaal": Ernst Heü; für den An- aciacntcil: Hans Beck. der nicht isoliert sein wollte. Erfreuliche Kunde l.m für D.mtschstvb aus einem anderen Teile Afrikas, ans O sta fri sa Graf Goetznt hält den Ausstand für soweit triebe roeschlagen, dass er im Februar seinen Urlaub antrctcn will. Tatsächlich iit aus den neueften Meldungen ersichtlich, daß die deutschen Tnippen kaum mehr auf ernstlichen Widerstand der Schwarzen stoßen: „ ihre Tätigkeit wird S. u. H. Berlin, 14. Januar. . .ckuug gcg:n die Rcichssteuervorlage Montag 15.Jarmm: 1Ä66 Bezugspreis: ßh monatlich 75M.,viertel'> MotattonSl , lag der Bruhl'fchen 1 lnwerf.-Buch-u. Stein- ldruckerei. R. Lange. plötzlich eingetreten war. , , T es Hauptereignis der vergangenen Woche war btc Beröffent- ! ick ui'..: d's deutschen Marokko-Weißbuches. Mit ziem- icher Spannung hat man es erwartet, aber es war bereits vorher aurckgesickert, daß sensationelle Enthüllungen nicht zu erwarten fei:ti. Zülow läßt darin lediglich die nackten Tatsachen sprechen, um auf diese Weife Wesentliches im französischen Gelbbuck- zu widerlegen. Es wird dargetcnt, daß das Verhalten des fron- -i'sifcktm Vertreters tu Fez kein loyales war, indem er sick nach Ausiage des Sultans, dem man ja wohl trauen darf, auf ein europäisches Mandat berief. Und ebenso ward nackMwiescn, daß Tckcassß über das englisch-französische Abkommen dem deut- scheu Botschafter gegenüber nur einige mündliche Andeutungen gemacht hat. Tein diplomatischen Brauche aber, so heißt es, entspreche es, derartige wichtige Abmachungen, den irgend wie in Frage kommenden Mächten schriftlich mitzuteilen. Bemerkens- ivcrt ist. das; man an der Seine sich keinerlei Mühe gibt, noch- mals - den deutschen Standpunkt zu widerlegen, , sondern fwenigstens. soweit die nickitchauvinistischen Blätter in Frage kommen die würdige Sprache deS Weißbuches anerkennt und hervorhebt, daß das Weißbuch sich jeder aggressiven Tendenz en'.hcklp'. Ticks! eröffnet eine erfreuliche Perspektive für, die Maralwkonfercnz, zumal auch verschiedene dorthin gehende Drplo- ruateu rffeu ihre Zuversicht auf einen glücklichen Ausgang aus- gedrückt haben. So hat soeben erst wieder der Madrider deutsche Botschafter von Radowi^ erklärt, daß die 2lbsichtcn der deutschen Regierung sehr friedfertig seien. Tie Konferenz befche übrigens keine so große Wichtigkeit hinsichtlich der Schlichtung der Interessen beiirr Länder. Indessen dürfte mau doch ntcht die gegenseitigen Interessen unterschätzen. Andererseits habe aber die Konferenz insofern große Bedeutung, als sie die A tmo- sphlre zwischen Deutschland undEnglandreinr- g c n und herzliche Beziehungen zwischen beiden Ländern hevbeiführcu könnte. Er stelle sich auf diesen Standpunkt und dies sek das Ziel, welches zu erreichen er sich bemühen werde. Er werde versuchen, sofort nach Eröffnung der Konferenz das, was in der diplomatischen Sprache eine günstige Atmosphäre heiße, lverzustellen. — 'Ter itol. Deputierte Galli, der Marter Crispi lkuterstaatssckretär war, sprach, allerdings tm Gegen'ab zum größten Telle der italienischen Prelle, die Ansicht aus, daß Kaiser Wilhelm durch seine Fahrt nach 'Tanger die Reckte Aller im Mittelmeer gerettet habe und Italien den Weg !wies, wie es Irrtümer seiner Mittelmeerpolitik wieder gut machen könnte. In Verfolgung seiner Interessen mache cs Frankreich gar uickjZ aus, das Gleichgewicht im Mittelmeer zu zerstören. das niemand mehr verteidigt habe, bis der Kaiser kam, (Unberechtigter Rncf'br■ erfreuliche V- cldungen. Auch ein Gieß e n e r e ck. den lokalen Teil.) aus Kamerun : 5 t» von P u t V ch einsperren läßt, Anßland in Mten. Ein Dynamitfund in Petersburg. Unter den Schneemassen des in die Newa mündenden' Ust-Ischoraflusses wurden in Petersburg zwei Kisten mit Dunamitpatronen mit allen Vorrichtungen zur Herbeiführung einer Dynamitexplosion gesunden. Die G^heiin- Polizei'ist der Ansicht, daß diese Vorbereitungen für ein Attentat auf den Zaren, welcher am 19. d. M. zum Feste der Dasserweihe an den Newasluß kommen sollte,, getroffen waren. Infolge dieser Entdeckung findet die Reise des Zaren von Zarskoje Sselo nach Petersburg nicht statt, Zn den OstseeprovmM. mehren fick die Anzeichen dee Beruhigung. Nach telegraphischer Meldung aus Riga sind die Städte Semfal und Salisbura im Kreise Walk, wo ein altes Schloß des Barons Vietinghoff ein geäschert worden war, von einer Abteilung des Generals Orlow besetzt worden. In Riga selbst hat die Polizei neue wichtige Entdeckungen gemacht. In der Spreutstraße wurden zwei geheime Tynamitpatronenfabriken in einer Privatwohnuna aufgesunden, ebenso das Verzeichnis der revolutionären Kampfts- organisation, sowie falsche Pässe, Kriegspläne, Waften und viel Munition. In der Gertrndmstraße wurden eine geheime Druckerei, sowie große Massen revolut. Schriften beschlagnahmt. Zahlreiche Personen, m.'ist der I telligenz an- gehörend, wurden verhaftet. Ter Ausstand in Kurland ist nock nicht nieder- geworien, das Aergste dort noch nicht überstanden. Da? altkurische Schloß Neuenburg, der Stammsitz des Barons' von der Recke, ist n ie d er g e b r an n t: ebenso find bte- Schlösser Dondangen und Edwahlen eingeäschert. Nach einer Meldung aus Mitau batte das energische, Vorgehen der Behörden den Zerfall der revolutionären Organisationen zur Folge. Die Leiter derselben verstanden, sick rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Außer verschiedenen Ausstandsausschüssen stellte auch die Vertretung der Gemeinden und der Lehrer, welche längere Zeit das Volksleben beeinflußten, ihre Tätigkeit ein. Im Innern NirßlandZ dauern die Bauernunruhen fort. Beim Städtchen Talnoje haben 300 mit Brechstangen und Aexten bewaffnete Bauern, die Majdenetzer Zuckerfabrik zerstört. Im .Kursker Gouvernement beträgt der von 27 Gutsbesitzern erlittene Schaden drei Millionen Rubel. In Jewly explodierte eine in Moscau nach Schuscha aufgegebene Postsendung; dadurch wurden 16 Per« fand beute in beit (Armou ck-Sälen statt. Vertreten waren der Bund "der Industriellen, der Bund der Handel- and Gyveroe- treibenben, der Bund der mittleren und kleineren Brauereien der norddeutsch'n Brauüeuerge.-ofsensv'aft, der Ve.m'rcwcr.-.n Leip- Leckand Deutscher Zigareckcn-Fabri wecksaliscker Brauereien, der Verein die festen Plätze besetzt zu halten, reif'üge größeren Umfangs werden nickt ist, wenn nickt ber hinkende Bote noch ge-'anaen, als man zu hoffen wagte. Aus hat alle Welt in Wallung gebracht: man fordert allenthalben eine DiSzipttnaruulcr suckung gegen den GJouoernci-.r und bcn Assessor, ber das Urteil gefällt hat, sowie die provuorcka? . Freilassung ber verurteilten Häuptlinge. Der Empfang, der Herrn v. Pnttkamer in Berlin bevorsteht, wird jedenfalls nicht besonders angenehm sein. Die Bebauptung, daß die Beschwerden ber Mwaleute sckwn vor Jahren in Berlin vorgebracht worden eien, vrird offiziös für ganz unNrtrefffenb erklärt. In Fr a n kr ci ch hat man augenblicklich außer der Marokw- orge noch andere Sorgen. Morgen, am 16. Januar, nnrb in Versaittcs' der neue Präsident der Republik gewählt, und man begreift, daß diese Tatsache unseren westlichen Nachbarn einiges Kopfzerbrechen macht. Es ist doch nicht ganz gleich- giltia, wer in Frankreich die Paraden abnimmt, die Ausstellungen eröffnet und an die europäischen Potentaten depeschiert. Wer Präsident werden soll, darüber gehen die Meinungen well auseinander Don m er ist zum .Kammerpräsidenten gewählt worden: man sagt, er lei cls Kandidat für die Präsidentlchall der Republik durch den Ausfall dicstr Wahl etwas in den Hiittergrimb gedrängt worden, da feine Majorität nickt allzugroß Ivar. Augen- blicklich beherrscht F.alliörcs ziemlich allein den Plan und gilt c-ls Jgvorit. Es gibt aber auch Leute mit ber bestimmten Ansicht, daß der erste Wahlgang in Versailles resultatlos verlaufen werde, und daß bann als Retter in ber Not Sou bet aus den Plan springt. Auch an Ronvier, Deschanel und Ri bot wirb gebackst. Wir brauchen nnS darüber den Kdpf nicht zu zerbrechen, denn für uns ist es ziemlich gleichgiltig, wer in Frankreich die Regierung repräsentiert. Ein Ehauvmist, jun neuer Boulanger wird cs nickt sein, dazu ist bie Reehrycrt zu vernünftig. Hub alle anderen Herrschaften smb uns gleich wert und teuer, wenn sie nicht zu sehr mit dem eoobei raficln. Jenseits des Kanals steht man ganz unter dem Eindrücke ber Wahlen. Diese haben am Freitag mit einem liberalen Sieg in I'swick begonnen. In Tover ereigneten lick großo Dahl'.'.nruhen, als bekannt wurde, baß bock ein früheres Mitalieb des KabmcttS Balfour, Windham, gesiegt l>alle. ES kam schließlich zwischen Lü walen und Kvnservativen zu einem Kampf, wobei Stühle und Tisck" als Massen benutzt wurden. Auch in Bakewell (DerbysbirO entstand in einer lib- cken Wahlversammlung ein allgemeiner Kampf, nachdem icmanb beleidi- genbe Bemerkungen über her, Burenkrieg gemacht hatte .Mehrere Männer wurden verwundet, Damen wurden ohnmächtig., nuf ber Straße würbe weiter gekämpft. Ans einer liberalen Veriamm- lung in einem Dorfe der Insel Anglesey fanb sogar eme^ Explosion statt, anscheinend durch Dynamit. Em »Fu-Kr nnrrbe zersprengt, die Versammlung sebocki nur erschreckt. 'SDtueit die Resultate bisher bekannt sind siegten die Liberalen aus der ganzen Linie. In Manckchter eroberten fxejolle Sitze. Balfour wurde von seinem lll-gra^n' Gegner in - i au men er mit der übewifitigeubei Kbeluyeit via 1 TW Stimmen gcMagen. In den liberalen Klubs unb Vartciientren herrscht imbepchreib- lichrr Jubel. Selbst in Bradfcrb, einer ber Hauptwften i^er Schuhzöllner, schlug der Liberale bcn Unionisten mit fast 2000 Stimmen Majorität, lick'ch den letzten Ergebnissen lind geivahlt: Ü7 Liberale, 13 Unionisten unb 7 Irländer. Die Liberalen gewinnen 24 Sitze, während die Konservativen Seinen einzigen W winn zu verzeichnen haben. Ec mutz kerücksicktigt, werden,, oatz^ sich unter den Liberalen acht Mitglieder ber Zbckeiterpartei befinden, von deneii vier neu sind. . In Rußland haben sich anscheinenb die Verhaltniffe m ber letzten Woche etwas gebessert. 'Aeußerlich wenigstens ist die Ruhe in bcn meisten Gegenden so ziemlich hergestellt, Haupt,achnck mir noch weite Strecken int Kaukasus befinden sich m offenem Aufruhr. Schwere und blutige Kümpfe haben dort neuerdings zwischen ?krmeuiern unb Tataren stattgefunden. Der ganze nördliche Kaukasus ist in den Händen ber Revolutionäre, cbenw die Wladikawkas-Eiseiibahn. Tas Komitee ber vereinigten revolutionären Parteien in Tiflis bat jetzt jcdock iuiolge de- chcitz lingens der Revolution im Zentrum Rußlands bie Veenbigung bcs Ausstandes angekündigt. — Wie cs in den Ost sc c pr ov i u - z en stobt, davon hat man keine aitthmusc^e Nammcht. hört nur ab und zu davon, baß einerseits Eosser Niederge- brarnit, andererseits Rebellen gelaugt oder erschossen wrben, baß die Truppen vvrmarschiercn, usw. aber wie es eigentlich steht, weiß niemand. Daß die erste'.'. Meldungen aus den Ostsee- Provinzen übertrieben mir en, wirb jetzt von den beullchen Bewohnern von Riga bestätigt. Tie Flucht sehr vieler z.eut|c. er war übereift. — Tic sibirische Stadt Icrutsk ;oll tzch auch tn den Händen von Revolutcknären bcfiiiben. 12 Bewaffnete drangen, so wurde gemeldet, in bie Wohnung des Gouverneurs ein unb traten in sein Schlafzimmer, während er noch tm Bette lag T urck Todesdrohungeii zwangen sie ibn, seine Amtsschlnfiel unb Amtchiegel berauszugebcn. Ter Vize gou v erneur wurde erschossen. Der Polizeickef kämpft" verzweifelt irm |etn Sebert bis er von rinigm Kugeln actroffeu, lmngestrcctt tmirbc In dem Kämpfe tötete er mehrere Revolutionäre. Die Truppen hatten sich früher den Ausständigen angcscylichen, sobaim imirbc die Stadt geplündert. — Aus Moskau warb gemeldet^ baß eine Anzahl Truppen, die aus der Manbsckmrct -urückgekehrt sind, sich' den Revoliitionären angeschlossen hatten. — Dcr gefürchtete 22 Januar soll, wie das Petersburger Ereklitivkomnee bcs Natts ber Arbeiter mitteilte, ohne jeglicke Demonstration verlaufen Die Arbeiter werben nur an biesem Tage nicht «werten, ferner sotten Seelenmessen für bie am 22. Januar 1905 Getöteten gbgehalten werde". Masseuverhaftungen bauern m P-ter.wurg inzwischen fort. In der Wohnung einer vornehmen Stinte mürbe eine Bomoenfabrik entdeckt mit 15 fertiger. Bomben, sowie eine Menge Vorräte intb Sprengstoft. Es mutz übrigens lorrttattcrt merbciT, daß Gras Witte sich kaum noch vom General ^repow unterscheibet: er fuhrt jetzt so ziemlich das gleiche Sckreckens- regiment. Auch Witte wirb ber Moses nicht wrn, der das russische Volk aus ber Knechtschaft eines bestechlichen 2.camtcn- tums in bas gelobte Land der Frechcrt führt. man glaubt pfff fogar, er werde die Unruhen zur Ausrede nehmen, um bie Berufung der Rcichsduma hinarszuschicben. So bürste auch das neue Jahr, besscu Antritt ;nan ie'tt in Rntzlanb begeht, fein Jahr des für das önlickv Rackckwrei E soerben. kanten zu Berlin, der Verein Deut! >er Tabaksiwrikanten unb. -Händler und tfic Zenttalvercinignug preußischer ^cretne p- Hanbei unb Gewerbe. — Tie Sck< den, die die Erhöhung Br aufteuer im Gefolge haben sott, legte Reckt: rwalt Dr. Z o ph cl- Leipzig bar. — Schlv ßmacger aus ?yranliurt n. ..c. behandelte die Tabaksteuer, die nack seiner Aunc.n geEzu. ruinös wirken würbe. — 63 r e i e r t - Dresden wom Verband Deutscher Zigaretten-Fabriken bezeichnete bu' Zia arettcn-^n- buftrie als das Opfer, das dem rasenden See wühl letzt gc-; bracht werden würbe. Gegeii bie Verkehr sstcn ern tonnbte, sick Kommerzienrat Lissauer - Der: in. _ ; am S sprach ber Gkneralfclretär bcS Bundes der Industriellen, wr. W enb- ianbt, der sich dagegen wanble, daß die neuen Lasten^avermals von Industrie und Handel aufgebracht werden sott.n. ~te ..miu3 Wirtschaft suche man möglichst zu enttasten, wie die e>cpbcruemtng bes ländlichen Besitzes in der Erbschaftssteuer bewein. Sodann sand folaenbe Resolution einstimmige Annahme: „Die iwm Bund ber Industriellen einberufene Versammlung von Verbanden' unb Vertretern ans allen Industrie- unb Handelskreisen spricht sich 'für die Aufbringung^.von Tutteln, für die als notwendig aiierlännlc Rc. oo.nanzresorm ?n'.r Tew- stärkung unserer Wehrkraft aus. Ti? Versammlung jit ieboch nickst in ber Laae, sich mit der Beibehaltung des Svckcms einseitiger unb verkehrshinderlicher Bclastmgen von Handel unb IiidiEttie und sogar einzelnen ErwerbSgritzWw!' - einverstanden zu erklären. Sie fordert eine großzügige Finanz- und eteuer* Politik, die unter Heranziehung aller lcistungsstlligen Vc- votteri'.nack'ckichten ein» bauernde Regelung ber ^.e'chsfinanzlage> gewährleistet. — Diesem Grundsätze cntftr-cht in der gegen-, wärtigen Vorlage bie Reichsorbsckaftssteuer, deren weiterer Ausbau zu eanpfehlcn ist, namentlich auch in ber Ricotung, daß bie Devorzuguwg bcS lanb- unb forslwirtichailliawn wteS beseitigt wird. — Die Tabak- und Zigaretteninbustri.m dürfen^ nickst wie vorgcschlagen belastet werden, weil dadurch bie Entwicklung und bas Fortkommen biefer Jwdaistricn besonders nl den mittleren und kleineren Betrieben gehemmt unb zum Teil imterbnnbcn wirb unb große Arbellcrmasscu O^csthr laufen, in ihrem Erweck geschädigt zu werden — w-eSgicicken find alle vo-rgescklagencn Verkehrssteucru abzulehnen, weil damit der modernen und natürlichen Entwicklung iv.'c oerbdlig'utg ber VerkehrÄnittel ewtgegengeackeiti-t wird. — Aus der Versammlung werden folgende Vorschläge gemacht, me wir der Beachtung der Regierung empfehlen: 1. EiMw nu>g^ einer Reickseinkommensteuer, 2. Einführung einer R-?i. 'cvermögens- steuer, 3. Abschasiung aller Liebesgaben, 4. Verminberiing und Beseittguwg aller produktiven Belastungen der Industrie, d-.e ihr wie die unverhältnismößig h^'-en Beiträge zum Reservefonds her Bernssgenosscn sckastew VcIrickskaprtal entziehen Neue Oper- ckckneu und mehr b."cksicht'gt. Ta nachkommt, r S ü d a f r i f a iur.-men fonen verwundet. Der Zar, Witte und Durnowo. Die „Now. Wrem." veröffentttcht einige Aeußerungen. des Grafen Witte über die Seck st h.rr schafft unb über das kaiserliche Manifest vom 30. Oktober. Danach sagte Witte auf das bestinvntteste, daS Manifest, welches wör'üch zu interpretieren fei, enthalte kein Wort über die Beseitigung des Titels und der Rechte des Selbstherrschers. Selbstverständlich habe der Kaiser das Recht, das Manifest wieder auf^nhcben. dock nehme er nichts zurück, was er bewußt und ans gutem Willen gegeben habe. B. i einem anderen G sprach wies Witte auf land und den ...lifer selbst hin. Durch deck Manifest habe der Zar freiwillig sich eines Parti-Tst ns seiner Rechte utsHer^Zigaretten^Wl entäußert, indem er diese in den Grenzen i)ct im Manifest Tw Justiz i. .vieren, ber Beschwerdeführer ein] Are Avmmer nmsaßt M Keitm, politische Wochenschau. Sell Beginn der vergangenen Woche tagt der deutschc Reichstag wieder. Es ist kein Grund, bicffes Ereignis bc- ionders zu preisen. Eine Steueckckotte ohne große Gosicktspunite, rin sehr schlecht besetztes Haus — das sind Tange, die jebcS An- mreffe töten müssen. Streng genommen war die paAamcntariscke Arbeit bisher sehr geringfügig und brachte nichts Neues. Ucker hic Reichsfinanzrcform fällt btc Enttcheibimg in der K-ommission, wo man besser unter sich ist. Daß bie Regierung bereit ist, tn biesem ober jenem Punkte nachzugcken, wenn nur bas Fazit bas Gleiche bleibt, hat Herr v. Stengel wieber betont. aber -: n nnrb der ganzen Geschichte nicht froh, denn schließlich ist bas Enbe vimt Lieb doch immer bas Zahlen, tfür mmdesttus 100 Millionen muß ber SchatzfekretSr n!eue EtnnahmcqucNen suckln unb eS dürste ihm au* nicht allzu schwer.wckben, da i-wsch-iebene Parteien mit Vorschlägen heran-rücken, nnc beisPiclS- weife die Konservattven, welcke AuSfuhrzötte für Kohlen unb 5t-nli und Weinsteuer befürworten. — Die n atton alli berale Traktion bes Reick-stages hat sick wegen ihrer Vertretung tn der Sttnicr-KomMillion schl'Asig gemacht. Demimch treten m die Kommission ein: bie Abgg. Dr. Becker-Offenbach, Büsmg, ■e-T ^icf^r und Westermann. Es wick angenommen, daß die ckommifllion z-unäckst bet Deckungsbcbrrf für bie nächsten fünf rghre feftsirtten unb demnächst an die Beratung der Vorlagen vegen der Tobak- unb der Brausten er Heron treten wirb, damn •jot allem bie beiden großen Gewerbe mit ihrem Hecr von Ar- 'rcktern unb mit ihren zahlreichen HMgewecken wissen, wie sie v-ran sind. IM Fortgang ber Beratungen Nord sick nwlst mckr- ckack ein Wechsel in ber Vertretung^ der Fraktion tn dieser 'stchtigften Kommission her Session nötig machen. Ein tragisches Geschick will es, batz in einem Momente,^wo ruf dem Gebiete der Auslands Politik die Wellen sehr hock gcpen, ,)ct Leiter beS deutschen auswärtigen Amtes, Irell?. v. Rickt- h offen, schwer erkrankt ist. AtterbingS hält, nach neuester. Mcldungen, erfreulicherweise die Bessemng im Befinden beS S: a'ssekrctärs an. sodaß, wenn kein Röck Mag ein tritt, man ve. Hoffnung auf Wiederherstellung hegen darf. Freilich vertritt in ber Öcffcntlichkell ber Reichskanzler die Auslendspotttn - nb io hat ber Staatssekretär weniger Gelegenheit, 1 em Wirken >v Oefffentlickkeit zu zeigen. Aber wenn auch Fürst Bulow die 7, ircktiven augibt, so ist bock noch viel «mdere Arbeit zu leisten, hie einen ganzen Mann erfordert. Diesen Posten fu.lt Derr oon Richthosen vott ans. , UcbTtgcnS scheint Freund Hem in hoyereu Regionen Ernte halten zu wollen: Nack kurzem Leiben ist ber frühere Prcußiicke 'rttmoahnminister v. Thielen versto-cken, ber leibet seine Kräfte 7 , t 'in dem Maße entwickeln founte, wie er wohl wollte, do. ?ic preußische Irnanzverwaltung die Eisenbahn als wiMommenc ' Rilchkuh betrachtet. Daß Thielen nicht ber Bureaukrat war, als den mau ihn binftcttte, zeigte er sofort nach dem Abgänge wct- uelF, titbent er mit verschiedenen erfreulichen Reformen hervor- ckam. In ber Kanalffragc hat er dagegen weniger Glück gehaot, cklcrdmgs ist dies nickst so sehr sein Verschulden, als vtelniehr der Umschwung, ber in den Anschauungen an nock höheren Stetten Pari Cvut. erschienenen Artikel zur Ver- icntu im gemeldet, daß deutsche Firmen dabei seien, dort g r o ß c 1* V A 1 tl A M F A 1t ¥ A lit im A <*Ta t 1» Si a 4- C < x O ah It aCi V /< n . 4- Durch telegraphische Uebermittelung erhielt Herr Schwarz dis zwei Jahre an dein Feldzuge in Deutsch-Südwestafrika teil ge-> führten vorgestern zur Entdeckung von acht Bomben in hielcn fand heute mittag in Gegenwart des Kron ** Personalien. S Strack von Usenborn. T'es-r Antrag rourbe ohne Debatte angenommen und sofort' ftWÄÄWÄS 3uc Wahl der b Richter und 20 Schöffen geschritten, die sich Gewählt wurde zum L Vorsitzenden Wilh. äuser III. dfle aus akademischen Berufen rekrutierten. Die Ncchnungs- zum 2. Vorsitzenden Der langjährige Bekleiden ^dieses Amtes' ablage gab Oberlehrer Kissinger aus Darmstadt. Die Zimmermeister Weller. Tie übrigen Vorstandsmitglieder Kaffeuvcrhältniffe sind gut und die Entlastung wurde ein- wurden sämtlich wiedergewählt. Rach Erledigung der Tages- eine längere Debatte Von einem herben Schicksalsschlage wurde die Familie deS Gendarmerie - Obcrwachtmeisters Schwarz hier betroffen. zessin Hermine Stuttgart, d er Deutschen folgende Resolution dem Reichskanzler folgend ging er nach Deutsch-Südwestafrika, wo ihn daS Schicksal ereilte. Möge ihm die Erde im fernen Lande leicht: sein. Ihm, der sein Leben dem Vaterlande opferte, wollerp wir ein warmes Andenken wahren. — Infolge des entsprechend dem Trennüngsgesetz den Finanzbeamten erteilten Auftrages, behufs Jnventurauf- Konstantinopel, 13. Ian. Hilmi-Pascha hatte eine vertrauliche Mitteilung über eine B o m b e n s e n d u n g nach Grafen A. v. Bothmer auS Wiesbaden und LandtagSabg. Dr. Giltfleisch. Der Vorsitzende Gras Ada lbert zu Erbach- Fürstenau wies auf die Wichtigkeit der Tagesordnung hin. Der zweite Vorsitzende der hessischen Ortsgrtippe, Dr. Kolb aus Darmstadt, erstattete den Jahresbericht über die Orts- gruppe Hessen. Sie hat 20 neue Mitglieder bekommen und zählt jetzt 130. Er wie? darauf hin, daß in Freiburg die Finkenschaft der Studentenschaft ein Ehrengericht geschaffen habe, das verpflichtet sei, alle Streitigkeiten auf friedlichem Wege beizulegen. Die Instanz, an die appelliert werden lönne, sei die Ortsgruppe Freiburg der Antiduellliga. Redner berichtete weiter über die Kölner Tagung der Ligrn Der Vorsitzende verlas einen Antrag des Vorstandes auf Bildung eines Ehrengerichtshofes für das Großherzogtum Hessen. ” Die Ortsgruppen Hessen und Hessen- Nassau der deutschen Antiduell-Liga hielten gestern nachmittag in Frankfurt a. M. eine gut besuchte Versammlung ab. Unter den Anwesenden bemerkten wir u. a. den dräng t." — Kriegsminister Etienne hielt heute in Jardies bei der Jahresfeier zu Ehren Gambettas eine Gedächtnisrede und wies darauf hin, daß Gembetta in trüben Stunden die Nation gelehrt habe, ein Land gerate in Verfall und gebe sich selbst auf, wenn es mit gesenktem Haupte resigniert sein Schicksal hinnehme. Ter An t i mi li t ar i s- mus werde in Frankreich niemals etwas anderes sein, als das Treiben einer verschwindenden, wenn auch geräuschvollen Minorität, ohne im Volke Wurzel zu schlagen, und habe immer nur für eine betrübende s ch i m p f l i ch e Utopie gegolten. — Aus Tuol wird berichtet: Der Gouverneur von Tuol hat eine Untersuchung eiugeleitet über die Aussagen verschiedener Wachtposten vom Fort Saint Michel, welche behaupten, Freitag oberhalb des verschanzten Lagers einen Ballon bemerlt zu haben. Dieser Ballon habe wie ein lenkbares Luftschiff ausgesehen und seinen Kurs nach Metz Ausland. General L a n g l o i s schließt Aus SiaSt uno LanS. Gießen, den 15. Januar. 8 Leihgestern, 10. Jan. Der Kri ege r vereint! hielt heute bei Gastwirt Arnold seine I ahre s v e r s a m m-, lung ab. Nach erfolgter Begrüßung durch den Vorsitzen-- den und Bekanntgabe der Tagesordnung ergriff zunächst! Lehrer Buß das Wort; in markiger Ansprache feierte er! das Blühen und Gedeihen des Vereins und des Hassia-« verbandes. Sodann gedachte er der großen Verdienste des! 1. Vorsitzenden Schäfer, der sein Amt, nachdem er eine, längere Reihe von Jahren dasselbe bekleidet hatte, nieder- geleot habe. Redner schloß mit einem Hoch auf unserem Landesfürsten, als den Protektor des .Hassiaverbandes, und den Kaiser. Die Versammlung ehrte hierauf ihren bisherigen Vorsitzenden durch Ernennung zum Ehrenpräsidenten. Vorn Ta Kreis a man des .panb in erschossen barten ® imb spät Personen Meichef spielt un R.B 'art-Z sterbliche K’rbreih iim Woog. IMjreroert Mabencho Wischen denny Tr Bernhardt weitere P zückten. ■ choskapel wann, H feierte i eine vorz Neroit Quartett havemm seines he a. 9 bauten nächster M M! soll 170 umfasset Ämvöre Mumm wehr u ordnung verblieben die Mitglieder noch bis zur späten Stunde in echt kameradschaftlicher Stimmung beisammen. ---Allendorf a. d. Lumda, 13. Jan. In dem schön geschmückten Saale des Gastwirts Bauer fand heute abend unter Leitung unseres Lehrers Isenberg von jungen Herren und Damen sowie den Schülern von Treis und hiev eine Theatervorstellung statt. Das trotz des schlechten Wetters herbeigeeilte Publikum von ca. 150 Personen war nicht nur; im vollsten Maße befriedigt, sondern gab noch seine großes Ueberraschung kund über die vortrefflichen Leistungen der großen und kleinen Schauspieler. Nach den Aufführungen fand ein Ball statt. ” Theater-Verein. Nach längeren Verhandlungen! mit Herrn Albert Wassermann in Berlin ist soeben eine Einigung wegen eines einmaligen Gastspiels dahin erzielt worden, daß der Künstler am Montag, dem 2 9. d. M., dem einzigen Tag für den er sich freimachen konnte, hier die: Rolle des Biegler in Sudermann's neuem Schauspiel „©t e in unter Steinen" spielen wird. Diese Vorstellung, welche uns die Bekanntschaft mit einem cm der hervorragendsten unten den modernen Schauspielern, dem Partner der Triesch int Berliner Lessingtheater, vermitteln soll, wird die 6. und! letzte der Theatervereinsvorstellungen im Hauptabonncmenh sein. Ein Verein der Köche und Kellner von Gießen hat sich dieser Tage hier gebildet, der durch feine Tätigkeit zur Hebung dieser Berufszweige beitragen und namentlich der jüngeren Kollegen helfend und fördernd zuy Seite sieben will. ** Vereitelter Di e b st a h ls v e r su ch. In einem! Hause am Asterweg wurde dieser Tage morgens gegen 6 Uhr! von einer in der Mansarde wohnenden Frau in ihrem!' Zimmer eine vollständig vermummte Frauens«, Person, welche die bestürzre Frau nach einer unbekanntem Person, angeblich ihrer Schwester, fragte. Ms die Fraulich von ihrem Schrecken erholt hatte, war die Fremder Marokkofrage ebenso sehr von den Grundsätzen der internationalen Billigkeit und Gerechtigkeit, wie von der Fürsorge für die Interessen und die Ehre Deutschlands sich hat leiten lassen, ihren Dank und vollste Anerkennung aus. — Die Versammlung nahm ferner eine Resolution an, in der sie aus nationalen, volkswirtschaftlichen und finanziellen Gründen einen engeren Zusammenschluß der deutschen Eisenbahnen in der Form einer Interessengemeinschaft für ein dringendes Bedürfnis der deutschen Nation erklärt. Sie begrüßt die seitens Württembergs vorgeschlaqene Betriebsmittelgemeinschaft als einen erfreulichen Fortschritt und spricht die Envartung aus, daß die würtlem- bergische Regierung ihre Bemühungen um baldige Durchführung dieses Planes trotz der m der letzten Zeit aufgetretenen Schwierigkeiten fortsetze. München, 13. Jan. Kammer der Abqeord- 41 et en. Bei der fortgesetzten Beratung des Militäretats spricht sich Kriegsminister Frhr. v. Horn energisch gegen die Soldaten Mißhandlungen aus. Die Unteroffiziere würden immer wieder auf die Unzulässigkeit von Tätlichkeiten hingewiesen, aber da sie mit den Mannschaften gleichalterig seien, und da sich unter den Mannschaften auch schlechte Elemente fänden, welche man nicht wie im Zivilleben wegschicken könne, sondern zu militärisch brauchbaren Leuten erziehen müffe, so würden Verfehlungen wohl nie ganz aufhören. Auch beiden Offizieren kämen solche Dinge vor, aber nur bei den jüngsten. Im Jahre 1904 feien 71 Vorgesetzte wegen Mißhandlungen angezeigt worden 'darunter 12 Offiziere. In acht Fällen sei das Verfahren em-' /gestellt worden. Es blieben somit 63 Vorgesetzte, auf 1450 Batterien, Kompanien und Eskadrons, also ein Vor- Igesetzter auf 7 Kompanien. Der Kriegsminister bemerkt be- 'züglich der vom Abg. Geiger geäußerten Befürchtungen, aus ^gemeinsamen Hebungen bayerischer Truppenteile smit preußischen könnten Konflikte entstehen, er teile solche Befürchtungen wegen Verfehlung gegen die Disziplin Nicht. Nach § 4 des Reichsinilitarstrafges'etzbnches haben wir ein deutsches Heer, also würden etwaige Verfehlungen gegen jbte Disziplin immer bestraft. Kassenverhältnisse sind gut und die Entlastung wurde ein stimmig erteilt. Es entspann sich nun u... ........ über die Frage, ob eS gestattet werden könne, daß sich die frankfurter Herren, da sie noch kein eigenes Ehrengericht haben, sich in vorkommenden Fällen an den hessischen Ehrengerichtshof in Darmstadt wenden. Dr. einen gestern im „Temps" i-, - „ , - . stärtung der leichten Feldartitterw mit den Worten: „Wir brauchen leichte Geschütze, um die den deutschen Kanonen beizugebenden Panzer sicher zu durchbohren, und z w a r rasch, die $ eit •N 8,4, Ss viirg 40 x MK prinzen, der Minister v. Budde, v. Rheinbabcn und Dr. Stadt, deS Staatssekretärs Krätke usw. statt. In dem Konferenzsaale des Anhalter Bahnhofes wurde eine Trauer» feier abgehalten, bei der Oberhofprediger D. Dryander die Gedenkrede hielt. — In Danzig und Elberfeld wurden sozialdemokratische Flugblätter gegen das preuß. Wahlrecht beschlagnahmt. Braunschweig, 13. Jan. Die „Br. N. N.* schreiben: Vor wenigen Tagen gab der „Hann. (£/ eine Erklärung wieder, wonach die Zusammenkunft zwischen dem Kaiser und dem Herzog von Cumberland in Kopenhagen an dem durch den Kaiser zurückgewicsenen Verlangen des Herzogs, als regierender Fürst empfangen zu werden, gescheite rt sei. Diese Erzählung bezeichnete die „Nordd. Allg. Ztg." als in Einzelheiten erfunden. In der Halbmonatsschrift /-örumonia" stellt nun der Herausgeber Oberstleutnant a. D. Dr. jur. Wirk folgendes fest: Dem Kaiser war vor seiner Neise nach Kopenhagen offiziell bekannt, daß der Herzog zn jedem Entgegenkommen bereit war unter der Voraussetzung der Regelung der brannschw Frage. Der Kaiser lehnte jede Verhandlung daraufhin ab, er wünschte keine politische, sondern nur eine gesellschaftliche Unterhaltung. Daraufhin reiste der Herzog frühzeitig ab. Dieser aufsehenerregenden neuen Lesart wird mit ganz besonderer Schärfe noch nachstehendes hinzugefügt: Wer noch über diese Angelegenheit sprechen oder schreiben will, muß fich über sie unterrichten. Wir werden nicht umhin können, jeden, der eine der obigen abweichende Darstellung gibt, für einen absichrl ich en Fälscher zu halten. Weimar, 14. Jan. Großherzog Wilhelm Ernst beabsichtigt, wie bestimmt verlautet, nach Beendigung seiner Weltreise und dem Ablauf des Trauerjahres sieh mit der jüngeren Schwester feiner verstorbenen Gattin, Prin - Laß * i * eil« $«ii i«"” g#1” W" l'S u, gtoöi !l glooi *l,r.a Mz''b ?[n bet 2t, H«1» ®r.** Petition M 1. "Fr 21. Janna Quin Gal 5 Meth unb §ad-Naul' Besprech»'' Einzelne ihre Ersa allein en sondern । werden d ort anfn' La Lanka Landrat seines 91 bad) die übemehir ... Gutfleisch, Dr. Kolb und Dr. Heyder aus Frankfurt sprachen sich für die Sache au§. Da alle hessischen Herren zustimmten, so stand der einstimmigen Annahme dieses Antrags nichts im Wege. ** Aus dem Bureau des S t a d 11 h e a t e r s Es sei auch an dieser Stelle auf die Dienstag stattfindende Volksvorstellungvon .Des Meeres unb b er Siebe Wellen* ober „Hero unb Leander* hingewiesen, die wohl die letzte Auffübrung dieses Werkes von Grillparzer sein dürfte pr. Stadttheater. Das alte Stück „Lnmpaci- a^UJlbu-5// loscht immer noch große Anziehungs- kraft. zeigte gestern abend das bis auf d-n letzten Platz gefüllte Haus, vor dem sich die Abenteuer des lüder- Uchen Meeblatzts abspielten. Die Tarstellung der drei fidelen Lumt>eu durch die Herren Goll, Reimer und Lippert war eine ganz vorzügliche, auch alle anderen Mitwirkenden waren mit guter Laune bei der Sache. Das Orchester leitete ^Crr** Lc 1 V 111 ann urit anerkennenswerter Sicherheit. ent), bcc gestrigen Vorstellung im murh? üms6 Qrt e r<> br(LcI) cinc Tarne, die plötzlich unwohl wurde und ihre Loge verlassen ivollte, in dieser bewußtlos jammen, '..achdein man sie hinausgebracht und für < ’ gesorgt hatte, tarn sie bald wieder zu sich, mußte das Theater aber doch nach einiger Zeit verlassen. —r*i auf Marokko unterschiebe, -Sie haben vor einigen Tagen über die Belohnungen, die den Berechtigung zu glauben. Deutsch- Arbeitern unb Meistern der Main-Weser°Hütte in Lollar zuteil geeilten Teil Marokkos erwerben. ,DOrbcn fmb, berichtet. Die Mitteld. Sonntags-Ztg. hat Anlaß ge-l Zum Schluß wird die Ueberzeuqung ausgesprochen, die 120,m,!?cn/ nn Are Mitteilung die Bemerkung zu fnüpicn, daß den, Konferenz werde für Deutschland nicht das betreffenden Weihnachtsgeschenken eine L o hn h e r a b se tz n n g erwünschte Resultat baben von lv bis 2o Prozent gegenüber st ehe. Diese Angabe! erwünschte Resultat haben. entspricht nicht den Tatsachen. Eine Lohnherabsevung ist nicht vorgenommen, vielmehr hat sich nur bei einer Grupvq von 15 91 r beitem — die ganze Belegschaft der Main-Wesers Hütte beträgt über 1000 Mann — infolge Verbesserung der Be^ triebSeinrichtungen eine Regulierung des Akkordsatzes der Gros'Herzog haben erforderlich gemacht. Aehnliche Regulierungen sind im Lause der dem evangelischen Pfarrer Wilh. Weber zu Londorf den ätzten Jahre häufiger erfolgt, doch haben sie keine Vermin-- Eharakter als Kirchenrat erteilt. — Uebertragen wurde dem ol) nes zur Folge gehabt. So wurden von einem! Schulamtsasviranten T-erd (5i bernt h nu* a qn der hier m Betracht kommenden Leute, den wir ohne Wahl herauf ^chulamivasplianken ö^rö. Pt tzer o t h an- Frankfurt a. M. greüen, tm Jahre 1903 Mk. 1314, 1904 Mk. 1672 und 1905 Mark bie Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Maibach, tm Kreise 1730 verdient. Auch durch die jetzt vorgenommene Regulienm^ Friedberg. des Gedinges steht keine Lohneinbuße zu erwarten, vielmehr werden/ ** In Audienz empfangen wurden am Samstag die Löhne wahrscheinlich eine weitere Steigerung erfahren/ von S. K. H. dem Groß Herzog u. a. Vfarrer Bernbeck „ , U G roßen-Linden, 13. Jan. Heute verweilte dev von Okarben, Amtsrichter Röm Held von Nidda und Vfarrer Untcrsiichungsruyter aus Gießen hier und nahm umfangreiche, 1 - - - Vernehmungen in der kürzlich gemeldeten Sittlichkeit s a f f ä r e vor. Vom frühen Morgen bis zu später Abendstunde dauerten die Vernehmungen, in deren Verlauf der durch drückendes Beweismaterial belastete Hauptange- schuldigte, Wilhelm Menges, von hier, verhaftet und nach Gießen in Untersuchungshaft abgeführt wurde. Dem Vernehmen nach werden Montag früh die Vernehmungey ihren Fortgang nehmen. land den Franzosen Gelüste gebe das Weißbuch die Bere land wolle ----- Reuß ä. 2., zu verloben. 14. Jan. Die Landesversammlun'g Partei, die heute hier tagte, nahm einstimmig an: Die Versammlung spricht Fürsten Bülow dafür, daß er in der * D des C6 Äöniers Qbqe] °l' unb Cl!!e Entt Messe, fei öfö ein !n Een ( er Don j I^versch :Se 9CÖ1! Jfl. ?ersach! Kedesjen «bul Sh d ttder" S, hie e We ijz' febtt. Enthaltenen Versprechungen beschrankte, ^raus der Kaiser das Manifest nie znruckz-iehen Aufgabe der Reichsduma werde es sein, die neuen Grundlag.rl zu schassen, welche der K-aiser und die Vertreter des Volles für nötig hielten. Er, Witte, müsse streng auf dem Bodin des Manifestes bleiben, es buchstäblich befolgen irnb alle .Weitungen daraus als willkürlich und der praktischen Bedeutung entbehrend ablehnen. «snr- Der Verweser des Mmisteriiims des Innern, Dürrn o wo/ wurde unter Belassung im Reichsrate zum Minister des Innern ernannt und „in Anerkennung seiner ausgezeichneten, eifrigen Dienste" zum Wirtt. Geh. Rat befördert. Dom finnischen Wahlrecht. Helsin gf ors, 13. Jan. Ter Ausschuß für_ bic Re- form der Volksvertretung beschloß mit 9 gegen 5 Stimmen, das Wahlrecht s ü r j e d e n Mann und jede r a u u b e r 21 Jahre vorzuschlagen. Tie Frage bezüglich des Alters der zu wählenden Vertreter isi noch nicht entschieden. Deutsches NeLch. Berlin, 14. Jan. Der Kaiser beauftragte den Fürsten Radolin in Paris, der Witwe deS jüngst Derftorbencn Professors Amedee Pigeon, der in Bonn der französische Sprachschullehrer des Kaisers gewesen ist, Beileid auszu- sprechen und am Grabe einen Kranz niederzulegen. Er drückte ferner auch der Witwe des verstorbenen Chicagoer UnioersitätsprofefforS Harper sein Beileid aus. — Der Reichskanzler empfing den auf der Durchreise von Paris nach Petersburg eingetroffenen russischen Staatssekretär Kokowzow (der bekanntlich in Anleihe-Angelegenheiten reist). — Bei dem Reichskanzler unb der Fürstin Bülow fand gestern abend ein Diner statt, zu dem u. a. Einladungen erhalten hatten: der österreichisch-ungarische Botschafter am ruff. Hofe, Frhr. v. Aehrenthal, der frühere österr.-ungar. Botschafter in Pari?, Graf Wolkenstein-Trostburg und Gemahlin, Unterstaatssekretär v. Mühlberg. — DaS Le ichenbegängn is des Staatsministers § Trais a. d. Ld., 14. Jan. Die vor einiger Zeit von unserem Ortsvorstand aufgeworfene Frage des Baues einer neuen Brücke über die Lumda, dürfte ihrer Erledigung entgegen sehen. Von gut unterrichteter Seite haben wir erfahren, daß schon in den nächsten Tagen die Angelegenheit in einer Gemeinderatssitzung, in Gegenwart des'Großh. Baurats Diehm aus Gießen, verhandelt wird und es ist zu hoffen, daß mit den Arbeiten baldigst begonnen wird. Bad - Nauhei m, 14. Jan. Gestern abend fand eine allgemeine öffentliche Vers am mlung statt, welche der „Verein zur Hebung des Stadtverkehrs" einberufen hatte Das Hauvttema des Abends bildete „Die Verlängerung der offiziellen Kur". Der Vorsitzende deS Vereins Tr. Hahn wies in kurzen Worten auf den Zweck der heutigen Zujammenkunft hm. DaS Referat hatte Hoflieferant Griebei „Journal" wird aus Tanger daS Gerücht verschwunden, ohne an gehalten worden zu sein Die Frau, bu'v.; iV^u, y „ v sie behauptet übrigens, daß es eine verkleidete^Mannsperson; Terrainankäufe zu machen, damit so Deutschland mit 9e^eien fet' bie es offenbar auf einen Diebstahl abgesehen/ größeren Interessen auf der Konferenz erscheine. hatte. . , — Infolge des entsprechend dem Trennüngsgesetz den $in Gießener Afrikakampfer gestorben. nähme der Kirchengefäße und Monstranzen erforderlichen Falles die Kirchentabernakel zn öffnen, erließen Erzbischöfe v ..................u v...__y____o und Bischöfe Rundschreiben, in welchen gegen diese Maß- Nachricht, "daß'sein Sohn Fr iedr ich/welcher schon nahezu nahmen, die jebeS i'atholischc Gefühl auf das tiefste ver- - • ~ ■ - - — ir, profitiert w.rd. nommen hat, am 4. Jan. im Feldlazarett Hasiind am Typhus g e-< ft o r b e n sei. Mit ihm ist ein treuer, guter Soldat dahin gegan- Saloniii erhalten; infolgedessen angestellte Ermittlungen ^n, der bereits imJahre 1899 an dem Chmafeldzuge testnahn^ führten vorgestern zur Entdeckung von acht Bomben in war vor 6 Jahren beim hiesigen Regiment eingetreten einem jer Ottomaubank gegenüberliegenden bulgarischen ^tzd gehörte dann dem 5. heff. Jnf.-Rgt. Nr. 168 an. Als .Hause. Tie Person, an die die Sendung gerichtet war, ist ver- SanitätSunteroffizier dem Rufe des obersten Kriegsherrn!' haftet worden. Die Untersuchung ist eingeleitet. " ' ' ' ------ - - ■- Petersburg, 13. Jan. Tas Weißbuch über Marokko wird von der ,.Nowoje Wremja" unfreundlich aufgenommen. Sie schreibt: Tas Weißbuch beleuchtet nicht die künftigen Pläne Deutschlands. Es stellt tveniger ein Programm deS künftigen Handels als eine Antwort , .. . m ■ auf daS französische Gelbbuch dar und hat darum lediglich ^er, die den Arbeitern zum Vorteil gereichen, Sl g itati ons^ ein zurückschauendes Interesse. Tie französischen Aus- 110ff fVerhetzungen zu gewinnen, lehrt folgendy f ü h r u n g e n seien n i ch t e r s ch ü t t er t. Während Deutsch- Zuschrift an uns: r" .....’ auf Marokko unterschiebe >din,j„ 0^ttll 2gft.tt‘iten 1U sein ^vremLtz 'fl'ibtt sian'SJL®?* !*ÄÄÄJ Vamnb a!nXWh „s" Cbinatebjuge teilnahm, i'««t emgtlttltn ^r. 168 an. ?llz ,ob.flik" Kmgsh,rrii ’citatnfa, n>o jh„ ,m kernen Lande leicht terlande opferte, wollen Handlungen der Arbeit« rechn, Agitations« 'innen, lehrt folgende die Belohnungen, die den Hütte in Lollar zuteil ge« ntags-Ztg. hat Anlaß 'ung zu knüplen, daß den Lohnherabseuung »erstehe. Biese Angade n. Eine Lohnherabsetzung 1 nur bei einer Krupve ilegidiait der Main-Weser' )Ige Berbeßerung der Bei g des Akkordsatzeß nmqen sind im Laute der n fie feine Dermin- . 3o würben von ettwta ; wir ohne DM heraus- It. 1672 und 1905 Marl [genommene Regulierung noarten, vielmehr roerbat eigerung ericihnn/ n. heute verweilte der und nahm umfangreiche gemeldeten Sittlich« Morgen bis zu später ingen, in deren Verlaus il belastete Hanptange« hier, verhaftet und abgeführt würbe. Tein früh die Vernehmungen '<1 Kricgerverein '^ahresversamm- ng d,!lch da ÄylW- cdmmq ergrtft. 8™N ,ci W* ereilt? wd des . „o6en KrdMs« d- i« »?£ -GsZ 18 v nrt Treis und hier roS15 7 Jar nicht nut 7'7"n-ch !-m° 8«* » 9?,„ fieiftung«1 W ----- «7 »nterr'chtelkr ^oe- chsten Tagen ,^gh. (toll. ; * •« einb^'k • T ie llfnbCX heut'^" | • nen Zw ck, Griebel I Aus die einzelnen Studien- England 159 und n--§ Frankreich 81. facher entfallen: Evcna-n'tzche Tbevlogie 191 beider Nationen und der ganz.' Lien) ci Handel' des 4% Öesterr. Goldreute . 212.00- 115.30 100.90 89.00 101.00 89 00 100.00 . 2390 . 142.501 . 128LL Elektriz. Lahm eyer . Elektriz. Schnckert . . Eschweiler Bergwerk katholische Theo- ifteil 471, Medi- 807, Mathe- D itsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . . Baltimore- und Ohio- Eisenbalm . . . . Gotthardbahn . . . . Lombard Eisenbahn . Gestern Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn Harpener Bergwerk Lanrab htte Lombarden E. B Nordd Lloyd - . Tttrkcnlose . . - . 176.60 . 146.70 . 242.10 . 98.00 päischcn Ländern stellt Rußland d. aus Oefterreick>Ungarn sind 648, . . 244.50 . . 133.00 215.10 247.00 23.90 127.50 144.70 Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Lanrahtitte...... Nordd. Lloyd . . . ■ . Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . 41/» 4% 4% 3% 3°L 3^°/c 3% 3 A °/( 3% 3^°/< 3^°/, 3% Mexikaner . 414% Chinesen . Aktien: Bochum Guss . . Buderus E. W. . . 137.30k . 129.50 . 260.50 223 00 165.20 214 00 247.75 127.50 130.60. 171.20 146.70 241 70 183.00 189.00 164 80 Forstwissenschaft 17. — Ter zum ordentlichen Honorarpr. sessor in der iuriftismen Fakultät der Berliner llniversitöt cmn. ntc Geh. Jnstizrat Tr. Jakob Rießer beabsichtigt, bandelerechtliche Hebungen ru halten, sowie über Handelsrecht keinschl. Bank nnd Börsen-Wesen) zu lesen. Tr. Riester ist 1853 zu Sachsenhausen lFrcnlfttrt' geboren. Er wurde 1880 zur Rechtsa.nmaltsch-it in J-rautnirt zugelassen, nw er praktizierte. Bom 1. April 1888 ab, bis Ende Te'ember 1904 fungierte er als Tirektor der Bank für Handel und Industrie in Berlin und war gleichzeitig Rechtsanwalt bei dem Kak. ^--'M'">'r^cri^'t in Nerlin. Cauada E. B..... Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. . Telefonische Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie, Giessen. Frnnkfnrter Börse. 15. Januar, 1.15 Uhr. 100.30 100.90 96.75 105.80 67.60 67.85 92.30 95.45 90 00 144.00 gehaltenen Regimentsappell. Detmold, 13. Jan. Die erledigten Ehrenstrettig- f eit en zwischen den Biesterfeldern und Schaumburgern wurden in einer Berufungsperhandlung hier in ^Erinnerung gebraust. Vor der Strafkammer hatte sich der vom Schössengericht in Lage wegen Beleidigung des Vizepräsidenten des Landtages, Fabrc^ besitzers Hofmann in Salzuflen, zu zwei Wochen Gefängnis und 200 Mark Geldstrafe verurteilte Redakteur der „Lipp. Landesztg. , Neumann-Hofer, der Berufung eingelegt hatte, zu verantworten. In diesem Prozeß spielt die „Diesseits-Depesche" eine Rolle. Der Angeklagte wurde dieÄnal zu 1300 Mark Geldstrafe und zur Tragung der Kosten beider Instanzen verurteilt. Di er vorsährigeSittlichkeitskongreß inMagp d e b u r g wandte sich u. a. in sehr heftiger Weise auch 'gegen den „Simplizifsimns". Dieser erwiderte darauf mit der ihm eigenen Satire. Unter anderem liest Tr. Ludwig Thoma (Peter Schlemihll in Versen ein ..Flugblatt" beö „L-imvl!- zissimus" erscheinen mit tunn Titel „Fort mit der Liebe!! Em Notschrei?! Ten Sittliehkeitsaposteln ergeben)! unterbreitet von Ludwig Thoma und Olaf Gulbransson". Gulbransson hatte die Zeichnungen dazu geliefert. Wegen des Textes dieses Flugblattes wurde Anklage wegen Vergehens wider die Sittlichkeit verübt durch die Presse, erhoben. Tie Zeichnungen sind nicht inkriminiert. Am 13. d. M. fand nun die Verhandlung vor dem Schwurgericht zu München gegen Dr. Thoma statt. Als'Verteidiger fungierten Rechtsanwalt Conrad Hanßmann- Stuttgart und Justizrat Tr. Bernstein-München. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Von den 12 Sachverständigen wurden u. a. vernommen: die befannten Schriftsteller Tr. M. G. Conrad und Dr. L. Ganghofer-, Gurt Aram, Bros. Forel-Zürich und Prof. Tr. Kopp, der Vorsitzende des hiesigen Vereins zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Lllle ertiärten die Flugschrift für nicht unsittlich. Das Schwurgericht sprach Thoma frei, nachdem die Geschworenen die einzige Schnldfra.ge (Ist Thoma schuldig, eine unzüchtige Druckschrift zum Zwecke d'r Verbreitung geschrieben und verbreitet zu haben?) verneint hatten. Auf Antrag des Staatsanwalts sprach das rechtskundige Richterkollegium die Einziehung und Vernichtung sämtlicher Fl u g s ckr i^ft - Er e m- plare und der Herstellungsplatten aus, da das Flugblatt in 100 000 Exemvlaren gedruckt sei, auch Bindern, Minderiälmgen und Frauen, zugänglich und dadurch das normale Schamgefühl verletzt werden könnte. Es sei objektiv als unsittliche Schrift 'n bei rechten.________ , Dresdner Bank .... 165.00 Tendenz: schwächer. Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . Oberhessen 4 0 „ russ. Staatsan!. 1905 4>2°japan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Türkenlose...... Gsrichtssaal. d. Mainz, 13. Irin. S t r a i k a u.i in e r. Ter 52 jährige Arbeiter Jakob Andres ans Wald-Uelversheim, wohnhait in Worms-Neuhausen, ist derM a j e st ä t s b e l e i d i g u n g angeklaat, Ter Angeklagte geriet am 25. September während der Kirchweihe in Wald-llelversheim mit dem Arbeiter Hinkel, der sich mit 'einem Patriotismus brüstete, in Streit, bei welcher Gelegenheit der Andres sieh in beleidigender Weise über den Kaiser geäußert haben soll. Hinkel drohte mit Anzeige, woraus es zwischen den beiben aus der Straße zu einer Schlägerei kam. Das merkwürdigste ist bei der Sache, daß der Angeklagte schon jahrelang dem Soldaten oerein, zuletzt als Vorstandsmitglied, augehört. Es wurde ihm von dem Vorsitzenden des Vereins das Zeugnis eines sehr patriotischen Mannes ausgestellt, der bei allen patriotischen Gelegenheiten 2lu- sprachen hielt und das Hoch auf den Laudesfürsten ausbrackte. Durch andre Zeugen rourbe aber die beleidigende Äußerung gegen den Kaiser gehört. Tas Gericht verurteilte ihn 311 der Minimal- strafe von 2 Monaten Gefängniß. Halle a. S., 14. Jan. Redakteur Molken buhr vom „Volksblutt" wurde gestern von der hiesigen Strafkammer wegen Beleidigung des' Polizeitommissars Sommer durch Veröffentlichung einer Plauderei in dem genannten Blatt zu 300 Mark Geldstrafe verurteilt. Ter Staatsanwalt hatte 6 Monate Gefängnis beantragt. — Ter 16 jährige Kaufmannslehrling Stock aus Telitzsch, der seinen 15 jährigen Freund, den Zahntechnikerlehrling Olbrecht, an der Muldebrücke bet _$ittcr- feld ermordete und ihm 500 Mark raubte, die Olbreckit- einem Vater gestohlen batte, wurde heute von der Straftammer zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Tie Verhandlung ergab, daß Stock durch die Lektüre von Schauergeschichten zu dem Verbrechen veranlaßt worden war. Posen, 13. Jan. Nach dreitägiger Verhandlung verurterlte das hiesige Kriegsgericht die wegen Raubmordes an dem Llckerwirt Joseph Glappa aus Mielcarek und dessen Sohu^Autou angeklagten Musketiere R o s i n s k i und 6z e p p e r t vom 155. In- 'auterie-Regiment in Ostkowo z u m Tode und Ausstoßung ans dem Heere. Die beiden Soldaten haben aut 5. Nov. dem Ackerwirt Glappa aus Mielcarek und besten Sohn über'allen und ersterem durch Hiebe und Stiche mit dem Seitengewehr getötet, während der Cohn schwer verwundet wurde. Als Beute fielen^ den beiden Soldaten eine silberne Taschenuhr und 18 Mk. in die Hände. Tie Entdeckung der beiden Täter erfolgte durch an ihren Kleidern Vorgefundene Blutspuren und zwar bei einem noch in der Nacht ab- (driqlnat-Draljtml'tdiinqen. Berlin, 15. Jan. In dem Befinden des Staatssekretärs v. Nichthofen ist eine Besserung eingetreten. Berlin, 15. Jan. Gestern abend gab der Lyceum- Klnb in Berlin ein Diner unter dem Ehrenvorsitze der Frau Ellen v. Siemens, das sich als eine Antwort auf das German Dinner des Londoner Lveeum-Alubs darstellt. Zuerst sprach der englische Botschafter Lascelles. Mit Befriedi^mg begrüße er den Ausspruch von Wolff- Metternich, das; es keine Gründe zu Zwistigkeiten zwischen beiden Nationen gebe. Auch sei viel weniger Mißstimmung vorhanden gewesen, als ein gewisser Teil der Presse auf beiden Seiten sich vorgestcllt hätte. Tie Damen hätten die Macht, auf ihre Landsleute in dem Sinne einzuwirken, daß die Freundschaft mit einem Lande nicht notwendig die Feindschaft mit einem anderen Lande bedeute. Er danke dem Klub für die ihm übertragene Ehre, das Hoch auf den Kaiser auszubringen, dessen hervorragende Eigenschaften er nicht oft genug hervorheben könne. Frau p. Siemens brachte ent Hoch auf den König und die Königin von England aus. Der Bischof of South- w a r k und Prinz Schönatch-Carolath sp-rachen au dem Lyceumsklub. Professor Harnack führte aus, es gebe in Europa nicht zwei Nationen, die mit einander so eng verknüpft seien, wie die deutsche und die englische. Köln, 14. Jan. Im Gürzenich fand heute unter der Teilnahme von Vertretern von 32 Handelskammern und von Vertretern der Wissenschaft Rheinlands und Westfalens eine öffentliche Kundgebung zur Förderung des guten Einvernehmens Deutschlands und E n g- lands unter dem Vorsitze des Kommerzienrats Michels statt. ^Anwesend waren u. a. Oberpräsident Freiherr von' Schorlemer, Kardinal Fischer, der Generalsuperintendent Umbccf, Sir Thomas Barcia r, usw. Kardinal a-i s ch er betonte, es gelte den Frieden zu fördern im Interesse Menschheit. Ter eng- ji’ibe Nationen hätten Universitäts-Nachrichten. — Die Zahl der Ausländer auf den deutschen Universitäten beträgt im laufenden Winterhalbjahr 3555, gleich 8,4 v. Sd. bei einer Gesamtzahl von 42 390. Im Vorjahre waren es nur 3097 und ihr verhältnismäßiger Anteil 7,8. Die .Gesamtzahl steigt seit Jahren regelmäßig. Es studieren m: Berlin 1246, Leipzig 515, München 392, Halle 222, Heidelberg 181, Jena 130. Göllingen 123, Freiburg 118, Königsberg 8c, Bonn 86. Brcslau 82, Straßburg 80, Würzburg 62, Mav- frnrg 49, Tübingen 17, G ießen 46, Erlangen 29, Greifswald 19, Kiel 17. Münster und Rostock je 12. Aus Europa stammen 3119, ans Afrika 15. aus Amerika 309, aus Asien 101. aus Australien 11. Von den Amerikanern ist der überlmegende ^etl üus Nordamerika, vorr den Asiaten aus Japan. Von den euro- fibernommen. In sachlicher, ausführlicher Weise schilderte er, iaß eS ein Bedürfnis sei, die offizielle Kur anstatt am 1. Mai schon am 1. April beginnen zu lasten nnd ebenso noch den Monat Oktober zuzufügen. Wie viele Kurgäste warten schon jetzt auf die warme Frühlingssonne, um bei einigerinaßen günstiger Witterung zu unserem Badeorte zu kommen und hier ihre Gesundheit zu stärken. Was wird aber diesen Leuten, die womöglich schon anfangs Avril hier eintreffen, geboten? Womit sollen sie ihre Zeit ausfüllen? Ein dringendes Bedürfnis sei eS deshalb, daß um diese Zeit schon das Kurhaus geöffnet werde, und vor allen Dingen der große Lesesaal den Gästen zugänglich sei. Ebenso notwendig sei es ferner, daß die Konzerte der Kurkapelle täglich stattfänden. Er betonte, der Staat sei auch Geschäftsmann und wenn auch anfangs und Ende der Saison vorläufig kein großer Vorteil für den Staat herausspringe, so sei es doch ein dringendes Bedürfnis, gleichwie in verschiedenen anderen Kurorten, die offizielle Kur früher zu beginnen resp. einen Monat später zu schließen. An der Debatte beteiligten sich hauptsächlich Bürgermeister Dr. Kayser, Kreisausschußmitglied Sprengel, Dr. Hirsch und Dr. Hahn. Zum Schlüsse wurde einstimmig beschloßen, eine Petition an das Ministerium zu richten, die offizielle Kur vom 1. April bis zum 30. Oktober dauern zu lassen. - Friedberg, 14. Jan. Am nächsten Sonntag den 21. Januar, 4 Uhr nachmittags findet hier im Gasthaus ^Zum Gabrinus" eine Besprechung über Stand, Ausgaben und Methode der Volksbildungsarbeit der Wetterau und den benachbarten Bezirken statt. Dr. Strecker aus Bad-Nauheim und der Verbandssekretär Volk werden die Besprechung durch sachgemäße Ausführungen einleiten. Einzelne Vereinsvertreter haben außerdem Mitteilungen über ihre Erfahrungen im letzten Jabre zugesagt, so daß nicht allein ein anregender Gedankenaustausch in Älussicht^steht, sondern auch förderliche Anregungen für alle die erwartet werden dürfen, die den Volksbildungsbetrieb in ihrem Wohnort aufnehmen wollen. Laubach, 13. Jan. Landrat Graf zu Solms- Laubach hat zum 1. April d. I. seinen Abschied als Landrat des Kreises Schüchtern erbeten, da er als Vormund seines Neffen, daß minderjährigen Erbgrafen zu SolmS-Lau- bach die VerwaltungderStandesherrschaft Solms-Laubaeh übernehmen will. •* 21 it § dem südlichen Vogelsberg, 13. Jan. Vom Tanz und Spel in den Tod ist der ledige Lehrer Kreis aus Preußisch-Nadmühl gegangen. Am Montag fand man des Morgens früh den Lehrer mit dem Revolver in der Hand in seinem Bette durch einen Schuß in die rechte Schläfe erschossen vor. Kreis hatte bis nach Mitternacht im benachbarten Wetges und Wüstwillenroth der Tanzmusik beigewohnt und spät nachts hörten an seiner Wohnung vorübergehende Personen ihn noch Klavier spielen. Nach dem aufgeschlagenen Notenheft scheint er noch ein Lied über unglückliche Liebe ge- 4% Gricch. Monopol-Anl.. 52.50 1% äussere Argentinier . 89.50 - — . 67.45 . 97.85 ’n Oesterr. Silberrente Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Portugiesen ITT spielt und gesungen zu haben. (L. 2.) R. B. Darmstadt, 14. Jan. Eine volkstümliche M o- art-Feier aus Anlaß des 150. Geburtstages des unsterblichen Meisters hatte heute nachmittag der Verein für Verbreitung von Volksbildung im großen Turnhallensaal nnt Woogplatz veranstaltet. Ter Sängerchor des Darmstadter Lehrervereins führte, teilweise in Verbindung mit dem .Knabenchor der Stadtkirche, mehrere der prächtigsten Mo- zartschen Chöre auf und die Solisten des Abends,^ Frl. 5 enny Drexel, Frau Käte Enders-Kuhlmann, Konzertsänger Reinhardt, Hofmusiker Delp und Theodor Rieder trugen weitere Perlen aus seinen Werken vvr, die jedermann entzückten. — Avch die Kammermusik-Vereinigung lHofkapettmeister Hofrat de Haan, Hofkonzertmeister Have- mann, Kammermusiker Oelsner und Hofmusiker Ändrae) feierte in ihrer heutigen dritten Matinee Mozart durch eine vorzügliche Wiedergabe des Streichquartetts in F-dur. Außerordentlich beifällig wi:rde auch ein neues Streichquartett in C-moll unseres genialen .Hofkonzertmeisters Havemann ausgenommen, der hiermit auch eine erste Probe seines hervorragenden Kompositionstalents gab. a. Marburg, 14. Jan. Mit den Erweiterungsbauten auf dem hiesigen H au pt b ah n ho s soll in nächster Zeit begonnen werden, und zwar wird der Bahnhof zunaaift elektrische Beleuchtung erhalten. Die 'Anlage soll 170 Glühlampen, 12 Nernftlampen und 76 Bogenlampen umfassen, von denen 24 Stück für eine Stromstärke von 10 Ampöre und 52 Stück für eine. Stromstärke von 6 Ampöre bestimmt sind. Die Arbeiten werden von der Firma Lanü- wehr und Schultz in Kassel aubqeführt. * Der Raub mord t n M.-Gl adbach. Die Mörder des Oberstleutnants a. D. Roos, der Aufwärter Blümers und fein Bruder, haben ein umfassendes Geständnis abgelegt. Außer dem Kvps trennten sie den Ringfinger ab und verbrannten ihn mit her gesamten Kleidung, um eine Entdeckung zu verhindern. Frau Blömers stand währenddessen oben an der Kellertreppe Wache. Tie zerstückelte Leiche wurde verscharrt ausgefunden. Die Tat stellt sich als ein von der Familie Blömers längere Zeit vorher in allen Einzelheiten überlegter Raubmord dar. Ms Roos, der von seiner Frau getrennt lebte, am 23. Oktober spurlos verschwand, behaupteten die Eheleute Blömers, Roos habe geäußert, er müsse einige Wochen verreisen. In den letzten Tagen verkaufte die Familie Blömers Bronzen und Silberfachen, die Eigentum des Oberstleutnants waren. Infolgedessen wurden Blömers und sein Bruder verhaftet. Die Obduktion der stark verwesten Leiche ergab die völlige Bestätigung der bisherigen Darstellung des Mordes. Tas Absägen des Kopfes erfolgte anscheinend, als Roos noch nicht gänzlich tot war. Die Familie Blömers trank, wie einer der Mörder aussagte, nach der Tat behaglich Kaffee. 'Als die Mörder nach Düsseldorf transportiert wurden, hatte sich eine taufendköpfige Menge am Bahnhof eingefunden. Ohne das starke Polizeraufgebot wären die Mörder von der aufaebrachten Menoe qelvncht worden. größte Zahl, nämlich 1326, aus der Schweiz 359, aus lische Konsul Messen hob hervo sich nie bekriegt, wohl aber Schul an Schulter gekämpft. Graf Hoensbroech führte aus, Lin englischer ^eekadett glau! . daß die deutsche Flotte die englische bedrohe. Beide Völl, sollten in neun Fahren die Hundertjahrfeier der Schlacht von Waterloo brüderlich miteinander begehen. Chefredakteur Dr. Cardauns Von der ,,Köln. Volkszt^" sprach im Namen der rheinischen Presse im gleichen Sinne. 2/te Presse habe die heilige Pflicht, zum Frieden zu reden. Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, in welcher die deutsch-freundlichen Kundgebungen Englands als erfreuliche Zeichen des wachsenden Verständnisses begrüßt werden und die der Ueberzeugung Ausdruck gibt, daß ein auf gegenseitiger Achtung nnd gegenseitigem Vertrauen begründetes Einvernehmen die Jnteress'u beider Völker und die geistige nnd wirtschaftliche Gnti.'icklung der Welt wirksam fördern wird. Die Resolution soll Hem Reichskanzler, dem deutschen Botschafter in London und dem englischen Botschafter in Berlin und verschiedenen englischen .Handelskörperschaften mitgeteilt werden. London, 15. Jan. Die liberalen Blätter bezeichnen den Wahlsieg am Samstag als die größte politische Umwälzung, die England seit 1832 erlebt habe, und als oas Ende der Schutzzollbewcg ung. Die anfgestellten logie 39, Rechtswissensi^ und 5tactv zin 895, stsilologie, Gescl i !e urrd Spr - . matif und Naturwissensch'ften nebst (S'■. ic und Pharmazie 745, Zahnhei'b'nde 28. Staatswissenschaften und Landwirtschaft 362, sozialistischen Arbeiterkandidaten erhielten am Samstag 63 692 Stimmen gegen 20 731 bei den Wahlen von 1900 in denselben Wahlkreisen abgegebenen sozialistischen Stimmen, London, 15. Jan. Die „Daily Mail" meldet aus Port o f Spain, daß die französischen Kriegsschiffe Guadaloupe verlassen hätten und nach La Guaira in See gegangen seien. Paris, 14. Jan. Die vereinigten Sozialisten be» absichtigen wie es heißt bei der Präsidentenwahl im ersten Wahlgange die Stimmen auf Konstans, sozialistischen Abg. des Departements Allier, abzugebem Prag, 14. Jan. Ter d e u t s ch-f or t s ck'r i t t l i ch e P a r- teitag Böhmens nahm einstimmig eine Resolution an, m welcher dos Bedürfnis anerkannt wird, das Wahlrecht für dre Landtage und den Reicksrat auf die breiten Massen der Bevölkerung nach den Grundsätzen des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechtes auszudehneu. Newyork, 14. Jan. Aus Caracas wird über Port of Spain unterm 12. Jan. gemeldet: Die venezolanische Regierung bleibt dabei, daß die diplomatischen Beziehungen mit Frankreich abgebrochen sind. Aus diesem Grund übergibt morgen der französische Geschäftsträger Taignq dem amerikanischen Gesandten in Caracas Rouf sel eine Note, worin er hiervon Mitteilung macht, ihm das Archiv der französischen Gesandtschaft überliefert nrtb ihn mit der Wahrnehmung der französischen Interessen beauftragt. Washington, 15. Jan. Verschiedene Blätter hatten &> hauptet, daß die p e r s ö n l i ch e n B c z i e h n n g e n^wischen dem deutschen Kaiser und dem Präsidenten Roos^eveld von großem Einfluß auf die Interessen der Vereinigten tptaatm seien. Roosevelt teilt mit, daß Mischen seinen persönllche^ und seinen amtlichen Beziehungen ein Unterschied bestehe. Zwischen der Politik der amerikanischen Regierung und seinen vcrsönlichen Beriehungrt' u dem deutschen .leiser bestehe keinerlei Zusammenhang.____________________ —Märkte. fe. Frankfurt a. M., 15. Jan. Mrig.-Telegr. des „Gießen. Anzck) AmtlicheNotierimgeu der heutigen Fruchtmarktoreise. Weizen Mk. 18.25—18.50, Kurhessischer 9)1 F. 18—18.25, La Vlatcr Nk.' 18.50—19.50, Kansas Mk. 18.50—19.26, Roggen (biefiger) Mk. 17.00 —17.25, Gerste (Wetterauerl Mk. 17.75—18.25, kranken- leider Mk. 18,50—18,75, HaierMk. 16.25—17.00, MaisMk. 13.75—14, Weizenmehl 27—28.00, M. 00—00, 2. Dualität Mk. 25.00 bis Mk. 26.00, 3. Qualität Mk. 22.50—23.00, Roagenmehl 0 Mk. 24.75—25.75, 1. Qualität Mk. 22.25—23.25, Weizenkleie Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Roggenkleie Alk. 11.00—11.50, Maiskeime Mk. 12.00 bis Mk. 12.50, Franken, Pfälzer, Nied Mk. 17.50—18.00. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M.. 15. Jan. (Telegr. Orig.-Bericht be§) „Gieß. An;."). Amtliche Notierungen der heutigen Viebmarkt-^ preise. Zum Verkau'e standen: 4.85 Ochsen, 196 aus Ceft-i reich, 43 Bullen, 2 au? Oestreich, 944 «übe, Fersen, Stiere und! Rinder 0 aus Oestreich, 328 Kälber, 390 Schake und Hammel,, 1526 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt', wurde kür lOOVsundSchlachtgewicht' Ochsen 1. Qualität 76—79 Mk^ 2. Qual 69—71 Mk., 3. Qual. 62—65Mk.; Bullen 1. Qual. 65 bis 67 Mk., 2. Qual. 61—63 Mk.; Kühe 1. Qual. 68—69 Mk^ 2.Qual. 62—64 Mk., 3. Qual. 45—46 Mk, 4. Qual. 41—43 Mk., 5. Qual.' 00—OOMk. Kälber: 1. Qual. 86—90^., Lebendgewicht 52-54 Pf., 2. Qual. 80—85 Psg., Lebendgewicht 47—51 Psg., 3. QuaL 64—66 Pfg., Schlachtgewicht 60—65 Psg., Schafe: l.Qual. 72—74r 2. Qual. 64—66 Psa.,' 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual.> 1 78—00 Psg., Lebdgew. 61.50—00.00 Pfg., 2. Qu.77-00 Psg., Lebend» gern. 60.00 Psg., 3. Qual. 70—72 Psg.. Lebendgewicht cO—00 Psg. Geschäft bei Hornvieh gebuieft, Neberstand bedeutend, bet Kleinvieh gut, kein Ueberstand. Aus Holland kamen 145 geschlachtete' Schweine. ________ Tendenz: ziemlich fest. Berliner Börse, 15 Januar, Anfangskurse Tegornseo’r int DereinShause eine > c 53 morgens: Wellfleisch mit Kraut U abends: Metzelsuppe. 380 14 W Jede Hausfrau probiere 0 Itorabrot s 337 Äkkumulaioren. von der Kinzenbacher Mb!e hv“/ -G Ludwigstraße 55. Bierverlag 5 Zimmer -TZ Der Vorstand. b1-', 0*0 »$< C^M> Otto. 378 j Verschiedene I Tegem’r KWrWW Zu haben in den bekannten Verkaufstellen Aut Wunsch pünktl. Lieferung frei ins Haus. Unübertroffen in Geschmack und frischbleibend. Fabrik landwir’.schaftl. M*i*eMnen. 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