Rotationsdruck und vertag bet vrühlfck« Untversltätsdruckerek. R. Lange, etefcau Redaktion, Expedition u. Druckerei: SchuMr.H^ Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. t Anzeiger Gtttzes» Nr 21S Zweites Blatt ILV.Jahrgang Donnerstag 13. September Ivo« Erscheint »tzNch mit Ausnahme des Sonntags. xS Die ^Gietzever ^amlltcnblöffcr“ werden dem N BH® M @ 1g rj glg eL^ Li »Anzeiger viermal wSchenlUa) beigrlegt. Der h' tj tv, g V-V □ cl rL, JL ZxJ^L N P viC. 'J Vi U fC iL E^efstich« Landwirt' erscheint monatlich einmal. V <*r y g ** ▼ v Q V L 'V sv General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Berkin, 12. t^cpt. MMtärwochenblatt." ver. um die deutschen svzial- und Dlarine- ergangene Anfrage in den kubanischen Gewässern, der Sius stand nehme aber eine Arbeiter fernher. Ter Grund seines plötzlichen Abzuges ist unbekannt. Tokio, 12. Sept. Hier bildete sich cv.v- Arti ... Krankheitsberichte werden nicht ausgegeben. Der englische Arbeitsminister John Burns hat sich über Anftizreform. Seit langer Zeit schon ist vielfachen Wünschen des deutschen Volkes und seiner parlamentarischen Vertretung entsprechend, eine Reform unserer Justizpflege in Aussicht genommen, und eine aus Reichsbeamten, Parlamentariern und hervorragenden Juristen zusammengesetzte Kommission hat sich bereits mit den Vorarbeiten zu einer gründlichen Aenderung unseres Strafprozeßwesens befaßt. Ganz abgeschlossen sind diese Arbeiten allerdings noch nicht, aber in die Oefsentlich- :keit sind bereits verschiedene authentische Mitteilungen über !Bprschläge der Kommission gedrungen, die eine lebhafte Kritik, 9.45 Uhr abends. Der Verlust des BeivußtseinS und die Betracht gezogen hat. Im Staatsdepartement wirb mitgeteilt, Lähmung sind unverändert schwer. Der Kräfte zu stand ist baß die auf Bereitschaft für jeden Notfall gerichtete Politik schlecht. des Präsidenten Roosevelt vorgesehen habe, daß der Kreuzer • „Denver" heute in Havanna, daß der Kreuzer „Marieta" NegentschaftSrates gewählt. Das erwähnte Gesetz erschien not- an einem genügenden Schutz des Angeschuldigten gegen wendig mitRücksicht darauf, daß der nächstberechtigte Thron-1 ungerecht fertig te Ve rhaf tu ng fehle. Auch m r-1- etwas zuzulassen, das als Nichterfüllung der Verpflichtungen Chinas in dieser Angelegenheit aufgefaßt werden könnte. — Meldungen, die dem Reuterschen Bureau unter dem 17. August aus Adamaua über Äola (Nigerien) zugehen, berichten, daß die deutsch-französische Kommission zur Festsetzung der Grenze zwischen Kamerun und Französisch Kongo dort zusammcngetreten sei, daß ihre Arbeiten unter den günstigsten Bedingungen ihren Fortgang nehmen, sowie daß zioischen den beiderseitigen Führern der Kommission, Hauptmann Scesried und Major Moll, vollkommenes Einvernehmen herrsche. Die Arbeit wurde am 10. Parallelkreise ausgenommen und wird voraussichtlich im Januar zu Ende geführt sein. Die Mitglieder der LLommission befinden sich alle wohl. Madrid, 12. Sept. Tie Negierung hat das Kanonen boot „Alvaro Bazan" nach Kap Jubi entsandt, um die von den Marokkanern sestgehaltknen spani>cl)en Fischer zu befreien. Wien, 12. Sept. Der Wahlreformausschuß ist; heute wieder zusammen getreten. Im Laufe der Verhandlungen betonte der Ministerpräsident die unbedingte Notwendigkeit der Wahlreform und forderte die Mitglieder des Ausschusses auf, nicht auf dem halben Wege stehen zu bleiben, sondern in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit den Neubau der Ver- 12. Sept. Der 28. deutsche Juristen tag <^L. nennnnic Strass Wurbc ^eutc nachmUrag geschlossen. . ~cl genannte Straf- Köln, 13. Der nationalliberale Vcr- .... . _ ... . . _ . ,, ö.?e.”1 cinc ""berung oin nahm in seine-, gestrigen Hauptversammlung eine allgemeinen sich friedlich mit den bestehenden Zuitänden ab-1&c5 Borfahrens, dessen Zeitung ausschließlich die Nesolution einstimmig an, in der die entschiedene Turch- sanden. Der Ehe beS Prinzen mit Prinzessin Marie von Staatsanwaltschaft übernehmen, während die gerichtliche sühxung der liberalen Grundsätze und das Zusammen- Sachsen-Altenburg (geb. 1854, gest. 1898) entstammen drei Voruntersuchung selbst gänzlich wegsallen soll. Weiter Söhne, die Prinzen Friedrich Heinrich, Joachim Albrecht und verlangt der Referent Geheimhaltung der von dem ^rifbriA Millielm IStaat§anwalt angestellten Ermittlungen und , _ _ . , . Ueber die durch das Ableben des Prinzen in Braun- deren Benutzung an Gerichtsstelle nur insoweit, als aus tagsabgeordneie Oberst a. D. F^iherp Joses Ellrichs- schweig geschaffene i^ge mögen nachstehende Mitteilungen zur diesem Material die Anklage begründet werden muff. Aller. ^Jah^alt/g/c t7rben^ Umstadt b-l Heilbronn, Orientierung dienen: dmgS braucht die Staatsanwaltschaft für ihre erweiterte .......... ■ । . — Prinz Albrecht ist am 21. Oktober 1885 auf Grund dcS Tätigkeit eine gute Kriminalpolizei, an welcher es Ausland. Regentschaftsgesetzes, daS am 15. Februar 1879 vom braun-!ö^rade m Deutschland überaus mangelt. Schließlich geht der Kopenhagen, 12. Sept. Tie Kaiserin-Witwe schweigischen Landtage einstimmig angenommen und am I Referent auf die Frage der Reform der Untersuchu ngs- Dagmar von Rußland die seit kurzem hier iveilt, ist cr- 16 Februar vom 1884 verstorbenen Herzoge Wilhelm scmltio- haft em, indem er vor allem bemängelt, daß diese zu häufig krault. Nach Meldungen englischer Blätter aus der dänischen ni-rt war, -an d-r L-nd«-°.rs-m.nIung m.f Vorschlag beS|lang » W .mi> bog eS «ußerbm d«,S«ft 5 eK"' 1,1 ‘)et -v)"rlstenwclt m hohein Ansehen stegenbcn man ob er wird über Helgoland telegraphiert: Nachdem' zessin Marianne geb. Prinzessin der Niederlande (geb. 1810, Perionlichkelte.ii stammen. Ganz besonberS tritt das erschöpfende j„ den letzten Tagen verschiedentlich rkreuzer- und Tor- gest 1883). Er stieg auf der militärischen Stufenleiter bis Neserat beS bekannten LandgerlchtSbirektors Dr. Aschrott pedobootangrifse stattgesunden haben, wobei, beide Darteien ^um Ranae eines GcneralseldmarschallS empor und war zuletzt hervor, der mit staunenswerter, aber erfreulicher Offenheit an Schiffen und Booten Einbuße erlitten, erwartet man Generalinspekteur der 1. Armeeinspektion. Regent beS Herzog- W*b, daß in weiten Kreisen der Bevölkerung daS Vertrauen nach einem nochmaligen Torpedobooisangriff am" 13. Septums Braunschweig war er seit 21. Oktober 1885 und er hat gegen die Justizpflege und speziell gegen die preußische ge- ^er in ber Sruhe dlc Entscheidungsschlacht m der beut- es in diesen zwei Jahrzehnten verstanden, sein hohes Amt sunken sei und daß die Ntaßnahmen, die man erivägen will, im Geiste der Verfassung und der Versühnung zu versehen, \m erster Lm.e hier ansetzen, um daS Vertrauen in die Recht- so daß auch die braunschweigische LanbcSpartei (die Anhänger iprechvng wieder zu stärken. deS thronberechtigen Hauses Braunschweig-Lüneburg) im rechtspraktlker wüiischt vor c .....• - • ~ -- • - ' deS Vor fahrens, gehen aller Liberale n zur Aufstellung gemeinsamer Kandidaten für den Wahlkampf 1908 verlangt wird. {Stuttgart, 12. Sept. Der frühere Reichs- und Land- Schleim abzuhusten, flößen große Besorgnis ein. ' Seite erklärt wird, erst erfolgen, wenn gez. Kraus. Dorendorf. Iweiter ausbehnt. Kamenz, 12. Sept. 5.45 Uhr nachm. Die Herzschwäche — Eine an da§ Marmedepartement . _ nimmt zu; eä macht sich ein stärkeres Raffeln in der Luft- hmsichtlich der Zahl der Seeleute, die im Falle von Schwierig- röhre, Bewußtlosigkeit und ein zunehmender Kräfteverfall be- leiten in Kuba verfügbar waren, beweist, daß Präsident merkbar. Roosevelt die Möglichkeit einer Intervention in fphfpn 9öninV non Viannoöer iedemalls nickt rur Tlwonfolae! und mit Recht hat man darum vielfach verlangt, daß eine seteilt, daß die Herzogin von Fife, die älteste Tochter des. zugelaff«. nierben würde, s° lange -r nicht ausdrücklich auf Schädigung nicht «7 'ü" unschuldig B-rurtriltc, sondern «,Ite im %%% Hannover würde verzichtet und damit seinen Frieden mit I illL unschuldig verhaftete unter gewißen Umstanden er- litt. Sie zog sich vor etwa zwei Wochen eine Erkältung zu, die Preußen gemacht haben. ES bestimmte, daß bei einer Er- forderlich sei. Außerdem nahm in der Diskussion noch die von Kvinplikatioucn begleitet war, die eine Operation notwendig Icbiqunq beS Thrones im Falle ber Behinberung beS erb- Frage ber Schwurgerichte einen breiten Raum ein, wo- mafsten. Nachbem diese Operation am letzten Montag aus- berechtigten Thronerben am sofortigen Regierungsantritt- em b-.zw-. -Mander schroff g°g-nüb°- stehende Standptotte znr -4^° Regentschaftsrat eintreten solle, be>tehend aus den „ftuntn- Geltung kamen, deren em er die Beibehaltung der Schwur- —Der englische Arbeitsnünister Jo lm Burn S hat sich über sührenden Mitgliedern deS herzoglichen StaatSministeriumS, 19^r>chte unbedingt wünscht, ivähreiid der andere die Ein- Brüssel nach Berlin begeben, um die deutschen sozial- bem Präsidenten der LandeZversammlung und dem Präsi- si'chrung. erweiterter Schöffengerichte will. Bekanntlich hat sich politischen Organisationen zu studieren d-nt-n bcs Ob-rg-richtS (tünftig Ob-rIand-Sg-richtS>-. Sollt- d'° M°hch°.t d-r ob-n -rwähnt-n Kommission für B-s-itigung ber gli, Ao n i ^ü°n a^'E-m"chi n -°sifch - u'Z ° u ° nicht innerhalb eines Jahres vom Tage der Thronerlcdigung I Schivurgerichte ausgesprochen, mdeßen hat dieser Beschluß ebift, baß bic Versicherung der cyinesischcu Regierung, bie Stcll- ab bie Behinberung beS nächstberechtigten Thronfolgers he- allenthalben lebhafte Opposition hervorgerufen und zwar ung Stöbert Harts werde nicht verändert, hingenommen werden lwben sein, so sollte die LandeSversammlunq auf Vorscklaa "^cht nur in der Laienwelt. Bemerkenswert war im Laufe fauffc. Die Entwicklung der Dinge werde indessen ausmertsam des Stegentschaftsrates auL ' den volljährigen, nicht regieren- der Debatte die Mitteilung des berühmten RechtslehrerS von beo werden und die Regierung ,ei Lcineswegs^ewillt, irgend den Prinzen der zum Deutschen Reiche gehörenden souve- Liszt, daß nach ihm geivordenen Informationen die preußische rauen Fürstenhäuser einen Regenten wählen, welcher die Re- Negierung nicht daran denke, die Institution der Schwur- gierungSverwesung bis zum Regierungsantritte des Thron-1 gerichte aufzilgeben. Auch die Frage der AiiSdehnung der folgers fortzuführen hätte. Der § 6 des Gesetzes besagt am vor die Schwurgerichte zu unterbreitenden Delikte kam zur Schlüsse: „Eine etwa erforderliche Wiederholung dec Wahl Sprache, wobei u. a. auch erneut die in Süddeutschland be- sindet in gleicher Weise statt." stehende Verweisung politischer und Preßprozeffe vor das Daraus ergibt sich, daß eine neue Wahl erforderlich fein Schwurgericht verlangt wurde. Vulleicht wird aus den Hochwild, welche ein zunächst in Funktion tretender neuer Regent- intereffauten Verhandlungen manches für die so notwendige schaftLrat in die Wege zu leiten Hütte, vorausgesetzt, daß auch Reform unserer Justizpflege nutzbringend sein, damit ein der inzwischen mündig gewordene Sohn des Herzogs von geschaffen werde, das ähnlich wie die Schaffung deS Cumberland sich nicht zu denjenigen Bedingungen bereit neuen Bürgerlichen Gesetzbuches als eine kulturelle Tat befindet, welche seine Zulassung zum Throne möglich niacken werden kann. würden. Nach seinem bisherigen Verhalten ist das nicht an- auf Kuba zunehmen. Die endgcktige Regelung der Regentschaftssrage 1 , . * .. w f kann also nach den Bestimmungen des StegentschaftSgesetzeS . r?0] ’ m9 .on' 1 'ec? \ r^U-r?■ nl'nn^• 2(utinerr- nicht vor Ablaus eines Jahres erfolgen. haniFeit der Regierung zurzeit fast völlig m Anspruch, was * . sich durch die Tätigkeit der Staats-, Armee. > a r t c i. Ausschreitungen von französischen Reservisten. Paris, 12. Sept. Mehrere Blätter berjichien, daß nach den in den DepartenicntS Haute-Loire und Dröme abgehaltenen Manövern gerabezit an Meuterei grenzende Kunbgebungen von Reservisten tattgejunben Hütten. In. Bourg - de - Ps a g^e bei Roman tumst u tt b e verletzt. an demselben Tage vor 70 Jahren. zum Frankfurter Börse. 13. September, 1.15 Uhr. 98.85 97.951 Hamburg1- Amerik. Paketf. 159 80 -r, _ .____1- O10 . . 145.40 Tiirkenlose . . Berliner Börse, 13. früh lief ein beim 243.25 125.15 schätz und dabei der Betreffende auf Die verletzte Frau Elektriz. Lahmeyer . Elektriz. Schnckert . 54 20 90.30 68.70 97.70 . 139 60 . 239.00 . 172.00 . 183.20 . 158.10 . 210.60 142.40 127.70 250 90 tag Am abend in Notzdorf auf ein Mädchen eine Frau verletzte. Wie man hort, soll seinen Geisteszustand untersucht werden, befindet sich in der hiesigen Klinik. . 179.25 . 139.75 . 238.90 . 83 50 . 157.90 86.55 98.85 86 60 ** Ernannt wurde Jos. Guyot aus Nockenberg Schreibgehilfen am Landeszuchthaus Marienschlotz. — Ein hessischer K ra n k en ka ss e n-Ve r b a n d s - findet am Samstag und Sonntag in Darmstadt statt. Samstag vormittag wird zunächst die Lungenheil- Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz; fest 99.75 100.25 95.00 69.80 70.75 85.65 93.10 95-90 . 212.50 . 244.20 . 33.60 . 128.10 . 144.90 Berliner Handelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . ... • Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthardbahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staatsbahn . . Prince-Henri-Eisenbahn Beichsanleihe do. Konsols . < do. . . Hessen . . . Oberhessen . 122.40 * 33*85 . 144.20 . 145.50 4 96 Griech. Monopol-Anl. 496 äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . . . 4^°/0 Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss..... Buderus E. W . . . . Tendenz: fest. September. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . Lanrahütte .... Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd .... Türkenlose ..... 396 3M7o 396 3K7. 3^°/n Rußland. Petersburg, 12. Sept. Die plötzliche Rückkehr des ehemaligen Ministers des Innern, Durnow o, nach Petersburg wird mit einem angeblich bevorstehenden Kabinettswechsel in Zusammenhang gebracht, über welchen im nächsten Kronrat entschieden werden soll. Der Vorsitzende des Zentral- Komitees der K ad ettc npa rtei, der bei Stolypin um die behördliche Erlaubnis zur Abhaltung eines Parteikon- gresses nachsuchte, wurde gestern durch ein amtliches Telegramm davon verständigt, daß der Minister des Innern es nicht für möglich halte, eine solche Erlaubnis zu erteilen. Das ist für die Taktik der Regierung äußerst bezeichnend, denn selbst solche Reaktionäre wie Bulygin und Durnowo gingen nicht so weit, Parteitage der Kadetten zu verbieten. Trotz des Verbotes wird der Parteitag doch stattfinden und zwar voraussichtlich in Finnland. Neber die bereits gemeldeten Unruhen in Kamyschin (Gouv. Saratow) wird amtlich noch folgendes bekannt gegeben: Die Revolutionäre benutzten die Abwesenheit der Truppen, die zur Unterdrückung der Unruhen nach der Ortschaft Ricolajewska gesandt worden waren, um in den Straßen Barrikaden zu errichten. Gleichzeitig bemächtigten sich die Aufrührer, die mit bereits im Winter gestohlenen Berdan- gewehren und Revolvern bewaffnet waren, auf der Bahnstation einer Lokomotive und riffen die Schienen des Geleises auf. Der Kampf zwischen den Polizeimannschaften und den Revolutionären dauerte bis abends und endete mit einem völligen Mißerfolge der Aufrührer. Letztere hatten dabei 6 Tote und 40 Verwundete. Verhaftet wurden 11 Mann. In der lutherischen Kirche wurde eine Bombe geworfen. — Auf dem Marktplatze in Girardova wurde eine Bombe geworfen, worauf die Truppen auf die Menge feuerten. 11 Personen wurden getötet und viele verwundet. Warschau, 12. Sept. Am späten Abend wurde gestern in der Czerniakowskastraße ein Offizier erschoffen, Leutnan Ogourtzow vom Alexopolschen Infanterie-Regiment aus Pultusk. Nachdem dieser erschossen war, verfolgte der Täter auch die den Offizier begleitende junge Dame und tötete sie ebenfalls. — Wie au? Siedlce gemeldet wird, wurde bis jetzt festgestellt, daß die Zahl der Toten 14 2 und die der Schwer- und Leichtverletzten 450 betragt. 280 Personen wurden verhaftet. (Departement Dronre) hielten 500 Reservisten des 76. Infanterieregiments, welche infolge eines Erlasses des Kriegsministers um acht Tage früher heimkehren zu können glaubten, trotz des Verbotes der Behörde auf offener Straße ein Meeting ab, zogen sodann in Begleitung zahlreicher Zivilisten unter antimilitaristischen Rufen durch die Stadt und mißhandelten zwei Unteroffiziere, die den Rädelsführern ihre Namen abverlangt hatten. Ein starkes Aufgebot von Gendarmerie mußte zusammengezogeu werden, um die Ruhe wiederherzustclten. In Brioudc iDeparte- ment Haute-Loire) verlangten 400 Reservisten des 38. Infanterieregiments, mit der Eisenbahn nach Saint-Etienne zurückbefördcrt zu werden; als ihnen dieses verweigert wurde, wandten sie sich mit einer telegraphischen Beschwerde an den Minister und gleichzeitigen Deputierten von Saint- Etienne, Briand, sowie an den Korpskommandeur General Bazaine-Hayter; sie erhielten jedoch keine Antwort, worauf sie unter Absingung der Internationale und unter anti- militaristischen Rufen die Straßen durchzogen. — Die Kundgebungen der Reservisten des 75. Infanterieregiments haben sich in Romans gestern wiederholt. 'Die Demonstranten veranstalteten einen Straßenumzug, wobei sie mehrere Unteroffiziere, die Rude stiften wollten, tätlich beleidigten. Einen Unteroffizier fesselten sie, ivährend sie die anderen in ein Kaffeehaus trieben und sie dort belagerten. Gendarmen mußten schließlich die Eingeschlossenen befreien und die Demonstranten festnehmen. einer Hausdieners!ellung tagelang bemühen. Und wenn selbst diese nicht zu erlangen ist, bleibt nur noch der Bettel am Tage und das Obdachlosenasyl des nachts übrig. Darum ind für junge Leute, die nach Berlin reisen wollen, folgende Winke sehr beachtenswert: 1) Gib nie deine alte Stellung auf, so lange du nicht in Berlin feste Arbeit hast. 2) Hast du in Berlin Arbeit, so nimm eine Wohnung bei ordentlichen Leuten. Vorübergehende Unterkunft findest du Oranien- traße 104 und Auguststraße 81; einen Nachweis von guten Wohnungen beim Wohnungsnachweis Wilhelmstraße 34. 3) Willst du in guter Gesellschaft verkehren, so wende dich persönlich oder per Karte an die Fürsorge für zuziehende männliche Jugend Sophienstraße 19; vom 30. September bis 3. Oktober hat diese Gesellschaft ihre Vertreter auf allen Berliner Bahnhöfen. Sie erteilen Ankömmlingen unentgeltlich Rat und Auskunft und leisten u. a. auch Führerdienste. Kenntlich sind die Vertreter an einer rosa Rosette auf blauem Grunde an der linken Brustseite. Vor allen anderen Zivilpersonen an den Bahnhöfen, die sich zum Führen und Koffertragen anbieten, hüte dich; es sind fast alle gewerbsmäßige Fremdenausbeuter, die schon manchen geschädigt haben. ** Hundertundein Jahr alt wird am 1. Oktober der älteste Einwohner unserer Stadt, der Geometer 1. Klasse Georg Euler. Er ist der Senior der deutschen Geometer. Als er vorige? Jahr sein 100. Lebensjahr vollendete, liefen zahlreiche Geschenke und Glückwünsche ein, unter den persönlichen Gratulanten befanden sich auch Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Breidert und Oberbürgermeister Mecum. Euler ist 1805 als Sohn des Lehrers Euler zu Usenborn bei Ortenberg im Vogelsberg geboren und widmete sich 1820 dem Gcometerberuf. In der Zeit von 1831 bis 1871 war er in dreißig Gemeinden Hessens und Preußens tätig, in Lollar wohnte er von 1831 bis 1841, dann siedelte er nach Gießen über. Die Stadt und die hessische Negierung gewähren ihm eine Ehrenpension. Der alte Herr ist körperlich und geistig noch rüstig, leidet nur an einer gewißen Schwerhörigkeit. Fast täglich unternimmt er noch kleine Spaziergänge. = Grünberg, 12. Sept. Die Wand crhaus- haltuugsschule für den Kreis Gießen wird im Laufe des Winters hier einen achtwochigen Kursus abhalten, 25 Damen haben sich bereits gemeldet. — Eine zeitgemäße Anregung gab der Gemeinderat Ranft, der sich die Vertretung der Stadt voll und ganz anschloß. Seither wurde nämlich fast stets das Obst an den Kreisstraßen gepflückt und nach Gießen verbracht. Der Gemeinderat hat nun das Ersuchen an den Kreis gerichtet, das Obst an Ort und Stelle verkaufen zu wollen. Am Steinberg wird von Herrn Repp eine neue Wollspinnerei erbaut. § Butzbach, 12. Sept. Erweiterter Zuchtvieh- markt am 20. September. Ihr Landwirte des südsüdlichen Teiles der Provinz Oberheffen bringt euer Vieh zum Markt und zur Prämiierung nach Butzbach. Ausreichender Raum und wohl cingeteilte Plätze stehen zur Verfügung in einer geräumigen Markthalle, in der schon tags vorher das Vieh gut und auf Stroh lagernd untergebracht werden kann. Der kluge Viehbesitzer wird das Vieh schon am Abend bringen, damit es ausgeruht ist und guten Gang hat. Die Halle ift geschloffen und gegen alle Unbilden der Witterung geschützt. Gemeinden kauft in Butzbach, unterstützt die heimische Zucht; sie ist vielfach bester als das Vieh aus der Fremde, desten Abstammung man nicht kennt, das vielfach der Ausschuß auswärtiger Märkte ist. Hier kennt man Züchter und Vieh und kann nachträglich reklamieren. Helfe jeder die heimische Zucht heben! 0 Höchst a. b. 97., 12. Sept. Der 58jährige Wilhelm Reul von hier hat sich am 5. d. Mts. vormittags aus seiner Wohnung entfernt und ist bi? jetzt nicht dahin zurückgekehrt. Da Reul an krankhaften Anfällen leidet, ist zu befürchten, daß ihm durch das Auftreten eines solchen ein Leid zu- gestoßen ist. Um Anstellung geeigneter Nachforschungen und Nachricht an die Großh. Bürgermeisterei Höchst a. d. 97. wird ersucht. Darmstadt, 12. Sept. Prinz Viktor zu Erbach- Schönberg begab sich, der „Darmst. Ztg." zufolge, gestern als Atlachö an der Kaiserl. Gesandtschaft zum Dienstantritt nach Brüssel. fc. Darmstadt, 12. Sept. Auch da? zweite Mädchen, Leiser mit Namen, das am vergangenen Sonntag während einer Hochzeitsfeierlichkeit in Wixh ausen durch das Explodieren einer Petroleumlampe schreckliche Brandwunden erlitt, ist den Verletzungen erlegen. fc. Frankfurt a. M., 12. Sept. Der aus Wilna stammende Franz Alexander Josefsohn Tomatschemitsch, der von^Bad-Nauheim gestern abend 11 Uhr auf dem hiesigen Hauptbahnhof ankam und nach Köln fahren wollte, starb plötzlich am Herzschlage. Bei dem Toten fand man ca. 12 000 Mk. teils in bar, in Papiergeld und Hypothekenbriefen. Die Polizei beschlagnahmte sofort alles, man nimmt an, daß der Rüste, der nach Frankreich auswandern wollte, an einem Bankraub in seiner Heimat beteiligt gewesen. Die Wertgegenstände waren in den Kleidungsstücken eingenäht und versteckt. An Gepäck führte T. einen Schließkorb und drei Vakete mit sich, die noch nicht geöffnet sind. h. Frankfurt a. M., 12. Sept. In einer gestern vom Wirteverein abgehaltenen stark besuchten Versammlung wurde über die durch den Bier-Boykott geschaffene Lage beraten. Einige Redner machten geltend, den Wirten fehle es an Einigkeit, andere erhoben gegen die Flaschenbierhändler den Vorwurf, sie seien den Wirten in den Rücken gefallen. Verschiedene Wirte beklagten sich darüber, daß mit dem Aepfelwein kein Geschäft zu machen fei, und verlangten baldige Beendigung des Bierkriege?. Zum Schluffe wurde die Kommffsion beauftragt, mit den Brauereien zu verhandeln und etwa? nach zu geben. [] Marburg, 13. Sept. Aus der Untersuchungshaft entlassen wurde der junge 977 ann, der vorgestern Aus SvaOt uns LES. Gießen, den 13. Sept. *• Brandversicherungskammer. S. K. H. der Großherzog haben den Kreisrat des Kreises Alsfeld Dr. Karl M e l i o r zum Vorsitzenden der Brandversicherungskammer unter Verleihung des Charakters „Geheimer Negierungsrat" ernannt. ** Erledigte Lehrerstellen. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein-Bieberau, und eine mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Urberach. durch Umsteiqen aufrecht erhalten werden. Der Schnellzug Hamburg—München wurde über Hanau—Aschaffenburg geleitet. (Frkf. Ztg.) (] Frankenberg, 13. Sept. Am 1. Oktober wird die Bahnlinie Nuttlar-Winterberg vollständig in Betrieb gesetzt. Die Arbeiten zur Fortführung dieser Bahn nach hier schreiten rüstig vorwärts. Nach Fertigstellung hat man dann eine direkte Verbindung Westfalens mit Hessen. -fc. Hersfeld, 12. Sept. Zwischen Hersseld — Friedewald und Schenklen gSfeld und zurück ist eine Autom obil-Postverbindung eingerichtet worden. Die Auto? haben Platz für acht Personen und fahren mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometer die Stunde. Burgsinn, 12. Sept. Gestern Rangieren abgestoßener Wagen einem ausfahrenden Güter - zuge in die Flanke. Vier Wagen entgleisten und sperrten beide Hauptgleise. Der Verkehr mußte stundenlang Ein alpiner Veteran. Andreas Mettier in Davos, ein ehemaliger, jetzt 87 jähriger Bergführer, bestieg am 30. August d. I. das 3150 Meter" hohe Flüela-Schwarz- horn zur Erinnerung an seine erste Ersteigung dieses Berges aus leblos, der beim Infanterieregiment Nr. 166 bient und im Manöver in crhiktcm Zustand ein Bad nehmen wollte. — In Lich findet eine Geflüg el- und Kaninchen-Ausstellung nächsten Sonntag auf JungsTerrasse statt. — Karl Fleischhauer von Büßfeld wurde als Beigeordneter gewählt und kreisamtlich bestätigt. — Der Ohm-Lumdatal- Sängerbund beschloß, fein nächstjähriges Sängersest inMer - lau abzuhalten. — In Ober-Gladbach wurde bei einem Wirtshausstreit durch einen Wurf die brennende Petroleumlampe getroffen und zertrümmert. Durch das brennende Petroleum wurde ein Mädchen lebensgefährlich verletzt, ein junger Mann trug leichtere Brandwunden davon. — Bei Offenbach wurde der 38 Jahre alte Fabrikarbeiter Peter Schneider aus Bürgel, als er mit seinem Fahrrad über das Bahnglcis fuhr, von einer Ranqiermaschine überfahren und getötet. — InHanau erlitt durch Erplosion eines Terpentin-Ballons der 15 jährige Weißbinderlehiling Schneider aus Wsndecken so schwere Brandwunden, daß er kaum mit dem Leben davon kommen wird? ** Kleine Mitteilungen auS Helfen und den Nachbarstaaten. In Weilburg wurde eine Ortsgruppe vom allgemeinen Verein für Nassauische Altertumskunde in Wiesbaden gegründet. — Am Schlaganfall l'tarb plötzlich der einzige Sohn des Bahnwärters 9)7 ÜUer der beim Infanterieregiment Nr. 166 dient und 4% Oesterr. Goldrente. . 4*/s -•> Oesterr. Silberrente 4 96 Ungar. Goldrente . . 496 Italien. Rente . . . 396 Portugiesen Serie I . 396 Portugiesen „ III 4J6°/O russ.Staatsanl. 1905 japan. Staatsanleihe 4 96 Conv. Türken von 1903 Lanrahütte...... Nordd. Lloyd..... 128 20 Oberschles. Eisen-Industrie 129.00 . 172.20 Vermachtes. • 97eite Erdbeben-Nachrichten. Der Seismograph in Göttingen notierte am Dienstag abend mehrere außerordentlich starke Erdbeben. Es erfolgten 14 Erdstöße in südlicher Richtung. — Seit einigen Tagen werden in verschiedenen Provinzen Italiens neuerdings Erdstöße verspürt. Besonders heftig waren sie in den Ortschaften Terni und Trabia. — In Valparaiso fanden am 11. und 12. September mehrere heftige Erdstöße statt. Die Einwohner flüchteten sich in das Gebirge. • Ein Grobfeuer in London. Am Holber-Viadukt brach heute Großfeuer aus und zwar in einem der sieben- stöckigen Häuser, die von Farringdon-Street au§ seitlich an den Viadukt grenzen. Das Feuer entstand anscheinend in einem 97aum der Kapsuloid-Gesellschaft. Gewaltige Flammen schlugen alsbald heraus und der große Verkehr nach der City, der über den Viadukt führt, mußte abgelenkt werden. Als die Flammen daS Dach erreichten, ergriffen sie eine Telegraphenstange, über die Dutzende von Duplexdrähte führten. Die Umhüllungen der Drähte wurden vom Feuer ergriffen und die Drähte fielen endlich herunter. Die steinernen Treppen, die vom Viadukt nach der Farrington-Street führten, waren von Menschen dicht besetzt, von denen viele hernnterfielen und verletzt wurden. Das Feuer war so heftig, daß die Feuerwehr die Leitern, um von diesen den Brand mit Waffer zu bekämpfen, in der Mitte der Straße aufstellen mußte. * Ein Riesenhonorar. Wie aus London berichtet wird, hat die bekannte englische Schauspielerin Mrs. Aangtry soeben einen Kontrakt unterzeichnet, nach dem sie in amerikanischen Variötös in einer dramatischen Skizze von nur zwanzig Minuten auftreten und dafür ein Honorar von 10 000 Mk. pro Woche erhalten wird. "Ein Eisenbahnunfall in Amerika. Ein in östlicher Richtung fahrender Schnellzug der Kanada-Paeifie- Bahn fuhr in Azilda, der ersten Station westlich von Sudburg, in einen anderen Zug. Zwölf Personen wurden bei dem Zusammenstoß getötet, viele sind schwer statte Winterkasten besichtigt. Am Bahnhofe Bensheim stehen zu dem Zuge, der um 11 Uhr 20 Min. von Frankfurt a. M. eintrifft, Automobile bereit. Den Rückweg nehmen die Autos über das prächtige Lindenfels. Die Verhandlungen sind am Sonntag im „Saalbau" in Darmstadt. Anmeldungen sind an den Rechner der staatlichen Betriebskrankenkaffe Harth in Darmstadt zu richten. •• Ein ehrlicher Finder ist bet Postschaffner Hanauer von hier. Er hatte gestern einen Beutel mit einer größeren Summe, die ein Lehrling eines hiesigen Geschäftes verloren hatte, gefunden und an das Polizeiamt abgeliefert. Von feiner vorgesetzten Behörde erhielt er eine Belobigung und von dem betreffenden Geschäftsinhaber ein Geschenk. *• Eigentümer gesucht. Gestern mürbe in ber Nähe der Stadt ein Fahrrad, Marke Deutschland", mit ber Fabrik-Nr. 21 902 aufgefunden, da? aus einem Diebstahl herzurühren scheint. Der Eigentümer kann bas Rad bei dem Großh. Polizeiamt in Empfang nehmen. •• Eine zeitgemäße Einrichtung hat der Besitzer beS Neuen Saalbau getroffen, indem er in dem großen Festsaale Parguetfußboden hat legen lassen. "Wichtig für junge Männer. Am bevorstehenden QuartalSwechsel ziehen wieder viele Tausende von jungen Männern nach Berlin. Namentlich sind eS die Jugendlichen, die mit wenigen Pfennigen in der Tasche, ohne Stellung zu haben- ausziehen, „um ihr Glück zu machen". Die meisten erleben aber bittere Enttäuschung. Tas Arbeitsangebot übersteigt fast immer die 97 a ch s r a g e. In manchen Berufen ist an Arbeit überhaupt nicht zu denken, so daß zuweilen Handwerker und Kaufleute sich um Erlangung Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . 223.60 Harpener Bergwerk. . . 212 30 Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Glessen. GerichLssaal. Düsseldorf, 12. Sept. Das hiesige Kriegsgericht verurteilte dcn Ulan Fink zu drei Monaten Gefängnis, weil er an die Wand der Arrestzelle geschrieben hatte: »Hoch lebe die Anarchie und Sozialdemokratie!" Erfurt, 12. Sevt. Tie hiesige Strafkammer verurteilte den 60jät>rigen Krieqsveteranen Friedrich Steinbrück wegen M a j e st ä t S b e l e i d i g u n g zu 6 Monaten Gefängnis. der Allgemeiner Deutscher V er Sicherung s - Verein in Stuttgart Todes-Anzeige SS Aut Gegenseitigkeit. Gegründet 1875. Otto am 9. d. Mts. in Heidelberg plötzlich verschieden ist. Zwr Einmachzeit 5428 06688 Gießen, den 13. September 1906. ÜdW Gieße». 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Der H a fen arb eiterstreik kann als gescheitert gelten, weil der Zuzug von Arbeitskräften von auswärts andauert. Am Sonntag morgen wurde ein Arbeitswilliger unter eigentümlichen Umständen tot aufgefunden. Es liegt die Möglichkeit eines Verbrechens vor. Der Gasarbeiterstreik ist beendet, indem sich die Ausständigen dem Beschluß des Magistrats unterwarfen. London, 12. Sept. Durch eine heute abend veröffentlichte Armeeordre wird der Generalstab offiziell ein geführt. Er wird in den den allgemeinen Betrieb der Armee leitenden Großen Generalstüb und in den bei den einzelnen Kommandostellen wirkenden Generalstab ein geteilt. Tie Angehörigen des letzteren sollen die Kommandeure, denen sie beigegeben sind, besonders bei der Ausbildung der Offiziere und Truppen unterstützen. In der der Armeeordre beigegebenen Denkschrift betont der Kriegsminister Haldane, daß es Pflicht des Gencralstabes sei, dafür zu sorgen, daß das Militärshstem auf Moderner Höhe stehe und die Militärwissenschaften in allen ihren Zweigen gebührende Berücksichtigung finden. Haldane bezieht sich auf den Erfolg des deutschen Generalstabes und führt Stellen aus den Schriften Bronsarts v. Schellendorf an. Etschmiadsin, 12. Sept. In dem Kongreß der armenischen Delegierten erschien heute die O r t s- poliz ei und ordnete auf Befehl des Statthalters die sofortige Schließung des Kongresses und die sofortige Mreise der Delegierten nach ihren Wohnorten an. Alle Versammlungen wurden verboten. M i tau, 12. Sept. Der Gouverneur berief die höheren Beamten der Polizei und der Gendarmerie zu einer Beratung ein über zu treffende Maßnahmen gegen das Räuberunwesen und über die Anwendung der Feldgerichte gegen dasselbe. Petersburg, 12. Sept, lieber die Vorgänge in Siedlce wird von dort amtlich gemeldet: Am 10. Sept, wurde auf der Gorednajastraße von dem Balkon eines Hauses auf einen Offizier geschos sen. Sieben junge Leute wurden verhaftet. Die Nacht auf den 11. September war ruhig. Am 11. September abends wurde auf der Stodolnajastraße wieder auf einen Offizier geschossen. Das Militär beschoß hierauf zwei Häuser. In der Nacht auf den 12. September fielen zwei Schüsse aus einem Garten bei der Rentei, offenbar gegen den Wachtposten. Dieser antwortete mit acht Schüssen. In das christliche Hospital Monatlicher Zugang ca. 6000 Mitqlinden empfehle Keller’s neuester verbess. Sterilisierapparat. Zur Frischhaltung aller Nahrungsmittel unübertroffen. Gläser in 6 verschiedenen Höhen können gleichzeitig eingespannt werden. Besondere Vorzüge: Das Ein- und Answechseln der Fedenr, bezm. Gläser geschieht auf die denkbar einfachste Weise. JedeFeder ist unabhäng v. der anderen. Mchlicseranten gesucht! 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Die Gewalttätigkeiten ffrei- -ender Ko hl e n a r b e it e r mehren sich. Die Kohlcnstrma Dahlmann u. Uno hat auf dem alten Lehrter Guterbahnhvse em Gebäude dazu eingerichtet, daß ihre arbeitswilligen KohlenarbeUer darin übernachten und aus diese Weise vor Angriffen der Streikenden geschützt sind. Dieses Gebäude ist Heide nacht von Streikenden erbrochen worden. Die schlafenden Arbeiter wurden mißhandelt, einer davon erheblich verletzt. Die Tater und ent- fommen. _ , ._ . _ ... , Straßburg i. E„ 12. Sept. Em Hause mit Knüppeln bewaffneter Frauen drang heute morgen um 4 Uhr beim Schichtwechsel auf die Arbeitswilligen der Salinenwc r k e in Dieuze ein und versuchte das Salinentor zu sprengen. Die von auswärts verstärkte Gendarmerie war machtlos. Infanterie und Chevau-leger wurden ausgcboten. Bei einem Zusammenstoß mit der Menge stürzte ein Wachtmeister. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde ins Lazarett gebracht. Bitte um Lefl. Besichtigung meiner elf Schaufenster Billigste Bedienung. 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' > «chnckeft - • '^80 IleW12- * n^rrwerk - ' *93.10 Rehweiler 1 es*-::« I ObeTseb'I* n.rliner Ha o.nk • ' .0JJ tourben sechs verwund et e JüLtzn und eine Jüdin aufge. nontmen, von denen droi gestorben sind; in das jüdische Hoiprtal wurden 17 tote, 12 schwer- und 60 leicht verwundete ^uben gebracht, 21 wurden auf dem jüdischen Friedhof begraben. o4 Personen wurden verhaftet, davon 43 mit ®aj!e5 .xn - ?cy, 6 rringdon-Lireet ans st.i Feuer entstand anschei-^ llschaft. Gewaltige sflamin naße Verkehr nach der kity, zte abgelenkt werden. M n, ergriffen sie einetefe- von Dnplexbrähte Wen. irden vom Feuer ergrissen •r. Tie fteinemen Treppen, ion-6/reel führten, waren 'n viele henin/ersielen und 0 heftig, daß die Fever« n Vrand mit Waffer zu ausßellen mMe. ,ie London W। ^auipidmn Mrs. Äangtni t nach dem ße in amen, .manchen Skizze von nur , dafür ein Honorar non wird. . . l in Amerika. Ihn ’n neÜntq der Kanada-^A' n Station 'M * » N *r gtitfw** Bekaimtmachiuig. Zunr Zwecke der Aufstellung einer Zusamnrenstellung der sämtlichen norh vorhandenen Kriegsteilnehmer, sowohl an dem Feldzug von 1870, wie auch an den früheren, von Deutschen Staaten geführten Kriegen fordern wir alle diejenigen hier wohnhaften Feldzugteilnehmer, soweit sie keinem der hiesigen Kriegeroereine angehören, hiernrit auf, sich binnen 5 Tagen auf der Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15, zu melden. Gießen den 11. September 1906. B18/e Grvßherzvgliche Bürgermeisterei GicßeU. _______________Mecum.________________ NnerreiHt in Güte imb praktischer Verwendbarkeit ist q ' Stets vorrätig in Wlirze. allen Flaschen- großen der C13/ Carl Georg Viernheim, VchihMi'iisie 59. e Znschneide - Lehr anstalt Grünberger Straße 14 a. Maßnchmen, Mustcrzcichncn, Zuschneidcn unb Verarbeiten kann jede Dame gründlich erlernen. Der Kursus beginnt am 17. September 1906. Aumcldnngen vom 10. September 1906 ab erbeten. (5280 Läeia Petri, prüfte Lehrerin. I Stadttheater. 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