Nr. 60 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Sichen iteulid) i: Volkes zu dienen. hält er an. der Theolog n i s 'z u r n Werber zur hcrangezog.:: «allen Sei. (hüftigcn b Lberfüllt i Rotationsdruck unb Verlag der Brüdl'sck« UnwersilätSdruckerei. R. Lange. ®K6ou Redaktion. Expedition iL$)ruderd: 6d)ufftr.t, Tel. Nr. 61. Telegr^Adr.: An-eig« «Lieb«. Ten Platz des verstorbenen Abg. Richter schmückt ein Lorbeerkranz mit schrvarzer Schleife. Präs. v. Kröcher spricht vor Beginn der Sitzung der ' . . . -. . (MX ' . . -V S Alla Er1 -t0* mischste sei aber der neu zu schaffende Kommi>,ar. Soll er der Ob er Präsident und der L a n d Wirtschafts- Minister, der Vormund jedes überschuldeten Bauern sein? .. ox . Minister v. P odbielski erwidert: Ter Vorredner stütze sich nur auf seine Erfahrungen im Westen, wo der landwirtschaftliche Grundbesitz leider immer n'.ehr zur Handelsware geworden sei. Viele erfahrene Landwirt« hielten den von der Regierung vorgeschlagenen Weg für verrtscher Reichstag. 6 2. S i tz u n g v o m 10. M ä r z 1506. Auf dem Platz des verstorbenen Abg. Richter befindet sich ein großer Lorbeerkranz mit Trauerflor. Präsident Graf Ballestrem widmet dem Abg. R td) ter einen warmen Nachruf, in welchem er ausführt: Acit feinen anerkannten hervorragenden Geistesgabeu und mit seltener Geiste»- schärfe war der Verstorbene allezeit bemüht, für des Vaterlandes Wohl und Größe zu wirken. Er wird in unserer banfbaren Erinnerung fortleben. Mu unvergleichlicher Selbttlongkeu und Pflichttreue widmete er sich bis zu seinem letzten Augenblicke den Ar- bette« für des Reiches Wohl und Gedeihen. Sem Andenken rotrb bei uns in hohen Ehren bleiben. — Auf der Tagesordnung steht zunächst der Etat der Reichsdruckerei. Aba Mischer (Soz.) führt Beschwerde darüber, daß nck dte Reichsdruckerei der Buchdruckcr-Tarisgememschast utcht angeschlofsen habe. Auch die Löhne seien viel zu niedrig, zumal die Minimal- löhne. Ait den Staatssekretär richtete er vor allem dte rzrage, aus welchen Gründen der Reichsdruckerei verboten worden sei, dre Tari'aemeinschast a>i zu erkennen. . ... . Staatssekretär Krätke erwidert, die Reichsdruckerei sei ein ptrtnMUnfHhit. *a3 wüistdenswert ericbeinen lasse, da^ das «arbeit. . , OYl Roch ein Schlußwort über moderne Rheologie! Man bezeichmt die heutige Richtung der.jüngeren Th.olcg.m g wo!n- sich als „modcme", als ganz neue, noch nicht bagcmci'em;. ist doch ein Irrtum. Das Endergebnis, z. B. das Aufgeven ?.r leiblichen Auferstehung Ehristi, die Möglichkeit, daß er geirrt, such daß er nicht sündlos gewesen ufw. ist durchaus nichts Neues. Ich habe von 20 Jahren von dem deutschkatholifchcn Prediger Czerhkh aus Schneidcmühl ganz dasselbe gehört; die Freireligiösen, die Freiprolestantcn sind ohne besonderes Studium schon langst zu diesem Schlüsse gekommen. Wie ich allerdings damit an ic manchen: Krankenbette, bei so manck>em Kreuzträger, an so manchem Grabe hätte Trost spenden und in eigenem Leide Hütte Trost finden können, ist mir iclyr sraglick'. Doch jeder nach seiner Ueberzeugung. TaS steht mir aber sest, daß, wenn auch das Studium der Theologie zurzeit abnehmen mag, auco_ wieder Zeiten kommen werden, ivo man wieder Freude an diesem Studium finden wird. Der Ernst der Zeit, in der wir leben, erfordert Persönlichkeiten, die zur Ewigkeit weisen, und sobald man nach .ihnen ernstlich rufen wird, weftrep sie sich einstellen. z Von hochgeschätzter anderer Seite erhielten wir sagende Die der Studenten der cvang. Theologie. Aus Kreisen der evang. Geistlichkeit Ober- : Hessens wird uns geschrieben: „ f . In dem in Ihrem geschätzten Blatte gebrachten Artikel in obiqcm B.tteff sind Gründe der Abnahme des Studium- der ^heowgie enthalten. Diese treffen im allgemeinen das Richtige, fori dürften twü) andere Gründe vorhanden sein, btc ckonopme he« oenannten Studiums hervorrieten. Tie gegenwärtige Zeit-- ricktum ist doch sehr materialistisch, man braucht nur im Inseratenteil der Blätter die Veranügungsanzeigen ou lesen. »Vür eine große Anzahl Sterblicher^ ilt Lebenszweck Genuß, imb ift das Leben durchgekoftet, oder stellen sich oer, Ersullung! der diesbezüglichen Wünsche nnübersteigliche Hinderiiiste in den Weg, so greift man zum Strick oder zur Pistole Ter Theologe aber der Pfarrer insbesondere, wird durch sein Amt hingewresen vorn Diesseits auch auf das Jenseits. Wie will er ^Ü-ur Wirklichkeit wird, ja es wird, auf mancherlei Weise zum Gespött gemacht. Wird nun unwillkürlich jeder Mensch von dieser Zeitströmung berührt, so werden andererseits ernstgesinnte Menschen dadurch zweiselbatt gemacht, ob sie in einen Stand eintreten sollen, der eine fchembar aussichtslos Arbeit betreibt, die ihnen nach der Hand ^noch die mitleidige Verachtung anderer einbringt. Von diesem ^tandprinkt am> gesehen, gehört geradezu Mut dazu, Tl-eologe zu werden, und eine nicht bloß durch das Studium, sondern durch Erfahrung kwfe.ugte Ueverzeugung kann ihn trotz der Anfechtungen von letten Andersdenkender an seinem Amt Freude finden lauen Er wird sich dann auch nicht irre machen lassen durch die Unter,tellung, er stabe nur um des Brotes willen Theologie iwdicrt. . Roch ein Grund der Abnahme des Studium der Theologie ist die Abneigung mancher, auf einem Torf unter1 Landbevvl- Tenntfl sein Leben hinzubringen, zumal an Orten, die etwas seitabwärts vom Verkelw liegen. Kvnn man doch heute v,t bemerken, daß bei der Umschau noch Stellen die Kandidaten die erste (trage sein lassen: Wie weit ist es zur Bahn, -ort dann die Frau noch aus der Stadt oder ans verkehrsreicher Gegend so erst recht. Es gehört allerdings viel Liebe zur Menschheit ba$u, sich auch der weniger Gebildeten, der einfachen Landleute in ihrem mannigfackjen Kreuz und Leid anzunehmen. l>:w wieviel Befriedigung kann doch einem Theologen gerade der Hcrrchr nut einfachen Natuiinensck-cn bringen! Wie manck)er ,o...are Edelstein ist da oft unter rauher Schale zu entdecken! Wenn in dem oben berührten Artikel gesagt wird, Frenst«i sei von seinem Kvnsistorium in ein einfaches, abgelegc/.es^caych- dorf gesetzt worden, so ist dock) zuerst zu fragen, ob urennen dahin gesetzt worden ist oder ob er sich dahin gemeldet hat, und vb die Stelle etwa eine schlechte Pfründe gewesen nt. Ich denke, daß ihm dort niehr Zeit zur Entfaltung seines schrist?iel^cri,chen Talents gegeben war, als an einer Stelle mit schwerer Amts- Bahnwärter ein. Aba. Oeser (svs. Vp.) erklärt, daß bie <.. > der Arbeitszeit um eine Viertelstunde ein : bedeutender Fortschritt sei . Für alle Beamten, die Nachtdienst haben,' müßten ausgiebige. Ruhepausen geschaffen Mitteilungen: Tem theologischen Kandidatencxamen iintcrzogen sich diesmal 13 Studierende, von welchen 12 bestanden. Es ist mit Freuden zu begrüßen, daß wiederein etwas stärkerer Zugang von jungen Männern erfolgt ist. Hoffentl'.m Denn seit Jahren ist der Zugang zum Studium nicht unerheblich hinter dem Vedürf- i g eblieb en, sodaß .alljährlich auswärtige Vc- ^illung der im Pfarramt entstehenden Lücken mit .erden mußten. Daß ein so interessantes, mit allen ses geistigen Lebens sich berührendes Studium in Strömung"' -------------- - einer Zeit • wenig begehrt ist, in der daS religiöse Interesse m u unseres Volkes deutlich zu wachsen und sick» zu und in der gar manc^r andere Studienzweig ■;ibt zu denken. Man wird zugeben müssen, daß die _ .. den Spalten dieses' Blattes ziir Erklärung dieses seltsamer, u.iftandes geltend gemacksten Gründe hierbei wirksam sind. Es ist aber schwer verständlich, daß sie gerade bei uns in Hessen wirksam sind. Denn es ist doch wohl befen ..t, daß in der evangelischen Kirche Hessens jede ehrliche tb colo g ische Ueberzeugiina geachtet ist. sofern sie sich in den Dienst des großen Ganzen stellt unb zum Aufbau religiösen Lebens verwanbt wirb. Freilich ist zii wünschen, baß sich nur gut beanlagtc, unerschrockene unb leligiös warm empfindende junge Leute dem Studium der Theologie widmen möchten, erfüllt von dem Wunsche, dem Wohle unseres Ministerialdrrektor Tr. Wörmann cif irt, ba;; bie Dauer der Dienstzeit ständig herabgesetzt wurde fragen sollen die ArbeitevauSschüsfe gehört rj/yum. Gb-njo wird man den Avbeitcraiisschüssen bas Amtsb.att zugangig Institut nickt ein bezogen wird in bie Meimingsversckiedenhciten, die zwücken Arbeitern unb Unternehmern entstehen können Tie Löhne seien höher, als in ber Tarifgemenischaft. -tcni Arbeitet, welche höhere Feiertagslöhnc forderteii, entlaßen seien, mutze er bestreiten Wenn Arbeiter in ihren Leislungeit nickt gcimgcn, w müsse bie Verwaltung sick stets bas Reckt vorbehalien, 'alls es an Arbeit mangele, nicht nur bie zuletzt Gmgetretcnen -n entlaßen, andern anch solche Arbeiter, deren Leistungen nicht aenugen. Abg. M a r c o u r (Ztrtt erkennt an, daß btc Lohne bei der Reicksbrnckerei gute seien. Anbererleits ober siege wr bieses In- timt dock fern Grnnb vor, der Tarngemelnickast nicht deizntreten. Abg. K o v f ch sireif. Bpt.) stimmt bem Vorredner hierin zu. Ter Staatssekretär habe ja er'reulicherweise iich über btc Larn- gemeinfchast anerkennenb aiiSgefprochen. Nm so weniger ,el tze-1 durckwwz gangbar. . greisen, weshalb der Staat als Arbettgeber sich von bet % Tschammer unb Osten dankt bem Mi- gemeinschait ausschließe. A.ich bie Entlastungen machen bocy ben . ö ) versuch einer Eu.schulbung des ländlichen SÄ« ..... 2ÄÄT1ÄSS ässsä Lää'SäÄ« « bie Frage, 'ob bie betressenben Entlassungen den Charakter als stelle bie Vorlage nur einen bescheidenen Wunfch bar, aber Maßregelungen gehabt haben. Der Staat s f e k re t a r bcftreitet I er h^ffe, daß seine Freunde schlicsiück) für sic werden siim- dies, ivährcnd beide Abgeordneten au ihrer Austassirng festha teil. I können. . Hierauf wird der Etat der R e t chs b vu ckerei g e n e hmig . Schorlemer : Auch der Westen habe an der Sodann folgen die Abstimmungen über Resolutionen zum Postetat. Myrlaae Interesse Von den Resolutionen G r o b e r wird liur brefenige betreffend W T ; iernbow § kh stimmt dem Minister = im °Ng°m°inZ st°Ech° Mittel str beiden anderen Resolutionen, wegen N i ch t b e st e l l u n g v o >i einzelne Berufe nicht ausgewrndel. werd-n durften, die P o st a u ro e H u n g c n und Drucksachen a n S o u n t a g e n, afier fielen agrarische unb nationale Interessen zusammen, abgelehnt Die Resolutionen der Bubgetkoinmrstion.werden ^^mit schließt die Besprechung und der Entwurf Wird einer sämtlich angenommen, sie betreffen P o r t o e i h e i t d^r uon 15 Mitgliedern überwiesen. Soldatenpackete, Erweiterung der Fernsprech- ---— cinnebtungen auf dem Lande (unter Nepatt.erung ber Kosten - zwischen Stadt imb Land) ;Abscha ff u n g des B c ft e U (j e I b c S' und endlich Enquete darüber, inwieweit bie o r t o f r e 11) e 11 fürstlicher Personen eingeschr ä n k t werden könne. So- ; dann steht auf der Tagesordnung der Etat ber elsassif ch lothringischen R er ch s e i f e n b ah n en. . Slbg. Schlumberger (nl.) befürwortet eine Resokiüio.i, v ( y_ welche an bie verbündeten Reaicrungen das Ersuchen richket, nach I ber freisinnigen^Äbgevrdne'sin'l sein BeilcÜ» auö. dem nunmehr nahezu völligen Ausbaui der Haupt- undI^^nbahne Eintritt in die Tagesordnung tuibmet btt ®bß. in den ReichSlandeu aus den künftigen c.evdebranbt und der Lasa dem früheren ^c-;^^5ci'enf)aI)^ ^^forechen, daß dieser bedeutende Mann anS der Redner verbreitet sich noch über die Arbei svcrhallmsse m den udtt »kb totetCb«hÄinb. Eilen- fo^en Mannesmut'und die Tüchtigkeit dieftS>chb^««^ bahnen genehmigt nnd d,e Resolntion Schlumberger an- den Mannes anerkannt, der nach seinen genommen. Es folgt der Etat des Reichseifenbahnamts seiner besten Ueberzeugung immer Abg. Stolle (Soz.) wirft dem Amte vor, nicht genug auf f^nbes unb des Staates gewollt habe. Die Wbgeorbnettv Abhilfe der vielen Mißstände im Eisenbahnwesen der Einzelstaaten G , - Nachruf stehend angehörl . bedacht ui sein. Tie nevlnnte Versonentarifreiorin verbillige nicht, 1 ^isckbeck (freis. Volksp.) dankt bmt Redner Herz- sondern verteuere das Reisen. Dazu besteuere die Skeiierkommissiwn empfundenen Nachruf. gar noch die Fahrkarten. DaS mache uns gexabe jumOcfpott des ) tritt in Ke Tagesordnung ein: 2. Lesung ■“"^Äbcnt bes Sek6eiWnmnl«S Schul, legt ^nächst des Etats der Eisenb^nv^waltu^Zur &£ ftniiftiicl) dar, das; entgegen der Bchaiivlung des Vorredners bie s^echung stehen die Verhältnisse der Eisenbahnvcamten und, Zahl bcrEise!ibahnn".''älle auf ben vrenßischenBahnen nicht größer Arbeiter. f sei als auf den sächsischen, unb lmicnschen. Bei ber Personentarif-1 ^lbg. v. B ockelberg erklärt: Seme ^eunde seien rcforni ergebe sick sogar rccknunigsmaßig ein Ausfall von 15Mill., 1.^. ^ec Einff-hrung bes neunstünbigen Arbeitstages tr also überwiegen die Ermäßigungen. K Eisenbahnwei kstätten einverstanden, wenn man daraus Abg. S t o r j (süddeutsche Volkspartei). Ter Vorwurf über- to'eifcrqcr)cnbc Forderungen für den allgemeinen Maxi^ qered)1^ ME»ü,ltireN°r Kirchhoff legt zohlenmüßig bie D0" “ tzöhk'Ä'MfLLge^ für^ohlt! uL Mi..LlbLrHr^°«°mÄk G. °r7 UÄ". «cco (nntl.): tagungein. Montag 1 Uhr Fortsetzung unb weitere Soezial- Akkordbedmgungen m den Stcm.tsivttkstatten foiire ctat's. sllußerdem Nachtragsetat und zweite Beratung des Gesetzes jnnncl. 1tur im Zusammerihang imb Fühlung mit oer betr. Eiitlastimg bcs Reichsinvalidensonbs. Privatindustrie erfolgen. Tas System der ©teu^ulagett __________ ____ -*= für die Beamten halte er für sehr bedenklich. Die landwirtschaftliche Entschuldung vor dem preutz. Ministerialdirektor Wörmauu halt an dem SEem HerrenhättS. des neunstündigen Maxmrcckarbeitstages sirr die uqenpaijn Berlin, 10. März. staatswerkstütten fest. awmTtsprfiälnina Zur Beratung steht die allgemeine Besprechung über 3 den Gesetzentwurf betr .bie Zulassung einer Der- b Ma^rx (Ztr.l ist hocherfteut über den joztole«. schuldungsgrenze sur laud. oder f«rstw trt- Lr E°sknb 1 ir Mittel finden wird, v .Ncrdowitz zur h 1 hM B Pforzheim, 10. März. Die dritte LandeSver- l'"- toe un % h S un inl qetz fan u h o u n 5 g«ng der Liberalen, zu der die Junglweralen tatkräftig mitgearbeitet hätten. Die Vereinigung sei von größerer prinzipieller und moralischer Bedeutung, als das zahlenmäßig erscheine. Mit der Vereinigung und Tätigkeit der Jung- liberalen sei auch eine kräftige Betonung des liberalen Standpunktes in der nationalliberaleu Partei eingekchrt. (Beifall.) Badens Volk habe bei den lebten Wahlen gezeigt, daß die Kraft des liberalen Gedankens größer sei, als manche geglaubt haben. Weitere unermüdliche Arbeit sei notwendig, gemeinsame Arbeit unter Wahrung der Individualität der einzelnen Gruppen. Praktische Arbeit muffe geleistet werden, man muffe aufbauen und weiterentwickeln im Sinne eines gesunden Liberalismus. tue die un r« VC vo ta \6 W sch uv btt Äoi ihn Q lind Jflf weiter verfolgt wird, man bald ein dieses endgiltig herzustellen. Die Erklärung des Botschafters Polizeifrage lautete: „Ich bin in der Lage, zu erklären. Ban N; sammlung der Nationalliberalen eröffnete Profeffor Lang, worauf der Vorsitzende des Landesverbandes, Oberamtsrichter Koch einen Rückblick auf die Entwicklung des Verbandes warf. Jetzt heiße es, gemeinsam weiter bauen, eine liberale Politik treiben im Sinne der freiheitlichen Entwicklung des Landes. Abg. Binz feiert die Vereini- Raub und Mord in Rußland. In Kiew wächst die Unsicherheit. Passanten werden auf der Straße beraubt. Räuber dringen in Privatwobnunqen ein. Das Haus eines reichen Juden plünderte eine bewaffnete Bande vollständig aus. — Rach Meldungen aus Kasan stiegen Einbrecher in die Kirche des Klosters Kizitschew und raubten Bargeld und viele Schmucksachen. — In Pabianice (Polen) wurden auf den H a u v t m ann Iw a n o ff während er in einer Droschke fuhr, sechs Rcvolverschüffe abgegeben und er t ö t l i ch v e r l e h t. Er starb im Spital. — In der Warschauer Vorstadt Prag« wurde eine Patrouille von der Menge angegriffen. Zwei Polizisten wurden erschossen und ein Arbeiter verwundet. — Im Gouvernement Tillis wurden auf der Landstraße nach Krril ein Polizeibeamter und zwei Reisende von Räubern ihrer Habseligkeiten beraubt und getötet. Kunstgeschichte 25, Naturwissenschaft und Marokko. Algeciras, 10. März. Tie heutige Sitzung bot ein besonderes Interesse durch den versöhnlichen Ton, den alle curschlugen, die das Wort ergriffen. Man merkt, daß sich ein wirklicher Umschwung vollzogen hat und ein großer Schritt zur Erzielung eines Uebere in kommens getan ist. Alte sind überzeugt, daß, wenn das cBstrebcn, ein Uebereinkommen zu erzielen, in demselben praktischen Geiste Ausland. Paris, 10. März. Sarrien hatte heute eine Besprechung mit dem Sozialisten Briand; dieser erklärte sich bereit, in das Ministerium einzulreten, wobei er verlangte, daß ihm daS KultuSportefeuille überlasten werde, da er der Urheber des Trennungsgesetzes sei. Sarrien empfing sodann den früheren Unterrichtsminister Georges LeygueS, der sich ebenfalls bereit erklärte, in ein Kabinet Sarrien einzutreten, und ferner Elömenscau. Bis jetzt hat sich Sarrien ferner die Mitwirkung von Bourgeois, LeygueS, Poinearö und Ruot gesichert. Er hofft Cleemeneeau und Thomson zu gewinnen. Madrid, 10. März. Die „Gazetta" veröffentlicht ein Dekret, nach dem die gesamten Einfuhrzölle auf Getreide und Mehl wieder in Kraft gesetzt werden. San Sebastian, 11. März. König Alfons hat sich heute zum Besuche deS Königs von England nach Biarritz begeben. Salonik, 10. März. Griechen töteten im nahen Dorfe Kurfali zwei Söhne des exarchistischen Geistlichen. Das Dorf Prachniean (Kreis Vodena) wurde von einer griechischen Bande nie dergebrannt, der bulg. Lehrer und der Pfarrer getötet. Zwei Gemeindeschreiber wurden in einem Dorfe von Griechen ermordet. Konstantinopel, 11. März. Auf der Insel Samos sind blutige Wahl Unruhen ausgebrochen, bei denen angeblich zahlreiche Personen getötet wurden. In Audienz empfangen wurde am 10. März von S. K. H. dem Großherzog u. a. Kommerzienrat M ü Her von Gießen. ** Oöffentliche Lesehalle. Im Februar wurden 2261 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Litteratur 990, Zeitschriften 467, Jugendschristen 300, Versdichtung. n 54, Litteraturgeschichte 11, Länder- und Völkerkunde 60, Kulturgeschichte 21 , Geschichte und Bio- behalten. Bei diesem Entgegenkommen, durch das wir einen Teil unserer bisherigen Vorschläge fallen lasten, leitet uns die Hoffnung, damit die allgemeine Verständigung hervei- zuführen." Bezüglich der Bank-Zensoren verlangte Deutsch- land, daß sie vvn der Reichsbank in Berlin, der Bank von England, der Bank von Frankreich und der Bank von Spanien bezeichnet werden sotten. Tie Frage der Krrpital- verteilung ist noch nicht gelöst. Gegenüber einer Meldung der „Times", das Schreiben eines erlauchten Verwandten habe den deutschen Kaiser zu einem Vergleich auf der Konferenz veranlaßt, teilt ein Telegramm der „Köln. Ztg." mit. der Miser habe von keiner Seite einen derartigen Brief erhalten. Irgendwelche Einwirkung auf den Kaiser sei übrigens gar nicht erforderlich, da er von vornherein zu einer Verständigung auf einer das deutsche wie das allgemeine Interesse genügend berücksichtigenden Grundlage bereit gewesen sei . Deutschland habe in der Bank- und in der Polizeifragc genügendes Entgegenkommen gezeigt und könne nun ruhig abwarten, daß Frankreich sich in gleicher Weise betätigte. 2 •n; . daß wir den Vorschlag des ersten Delegierten Oesterreich-Ungarns im Prinzip annehmen, seine Einzelheiten aber weiterer Erörterung vor- Aus Stadt und Land. Gießen, den 12. März 1906. - Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben den ständigen Hilfsarbeiter bei dem Ministerium des Innern, Regierungsrat Dr. Ernst Weber, zum Vortragenden Rat bei diesem Ministerium mit dem Amtstitel Ober-Regie- rungSrat ernannt. — Ernannt wurde der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Gerbstein, Joh. Lein, zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Groß-Gerau mit Wirkung vom Tage des Dienstantritts seines Nachfolgers, und der Vizefeldwcbel und Gerichtsvollzieher-Aspirant Christ. Gunkel aus Darmstadt zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Seligenstadt. •* Beiträ ge der Gemeinden zu den Neal- chulen. Hierzu schreibt die ^Darmst. Ztg/ offiziös: Die in mehreren Zeitungen enthaltene Notiz, »daß das Finanzministerium den Vorschlag zurückgezogen hat, den Beitrag der Gemeinden zu ihren siebenklassigen Realschulen zu erhöhen", ist unzutreffend. Das genannte Ministerium wäre weder zuständig zu einem derartigen Vorgehen, noch in der Lage, auf die Erhöhung der gedachten Beiträge zu verzichten, ohne anbermeite geeignete Deckung des dadurch im Staatsvoranschlag entstehenden Ausfalles. Deutsches Reich. Berlin, 11. März. Der Kaiser begab sich gestern abend nach Wilhelmshaven zur Teilnahme an der Vereidigung der Marinerekrutcu. Auch der Staatssekretär v. Tirpitz reiste dorthin. — Heute fand bei dem Kaiserpaare anläßlich morgigen Geburtstages des Prinzregenten von Bayern Tafel statt. — In dem Artikel der „Nordd. Allgem. 3tg/ zum 8 5. Geburtstage des Prinzregenten von Bayern heißt es: „Dem Nestor unter den Herrschern Europas, unter dessen weiser Leitung das bayerische Land blüht und gedeiht, gelten die Glückwünsche des gesamten deutschen Vaterlandes. Mit lebhaiter Genugtuung erinnert sich die Nation des Anteils, den Prinz Luitpold 1871 im Hauptquartier König Wilhelms an der Sache der Einigung Deutschlands genommen hat. Es war ihm dann beschieden, selbst in die Reihe der BundeSiürsten einzutreten und seine längst bewiesene deutsche Gesinnung zu bewähren und mitzmvirken zu der Wohlfahrt und der Größe des Reiches. Möchte es i:,m vergönnt fein, noch manches Jahr in gewohnter Kraft zum Heile Bayerns feinen erhabenen Beruf auszuüben." — Im Befinden des Etsenbahnministers v. Budde ist eine Verschlimmerung cingetreten, die ihn nötigt, sich größte Schonung aufzuerlegen. Der Minister leidet an einer Tarmerkrankung. — Die Besteuerung der Gesellschaften mit beschränkter Haftung wurde von der Kommission deS Abgeordnetenhauses im Prinzip beschlossen. Detm old, 11. März. Im Landtage äußerte der Stactts- mimster Freiherr von Gev ekot in einer Abwehr sozialdemokratischer Angriffe: Ich stche persönlich auf dem Standpunkte, daß man daS G a st r e ch t nicht verletzen darf, auch dann nicht, wenn es sich um politische Gegner handelt. Daß ich diesen Standpunkt auch praktisch betätige, wissen Sie, meine Herren, denn ich habe die Herren Sozialdemokraten schon bei mir als Gast zu Tisch gehabt. Braunschweig, 10. März. Der Landtag genehmigte die Erhöhung der Einkommen- und Ergänzungssteuer um 50 Prozent. Dresden, 10. März. Die zuständigen Deputationen der Ersten Kammer beantragen, diese möge dem Beschluß der Zweiten Kammer beitreten, daß auch das landwirtschaftliche Betriebsvermögen, wie bisher daS industrielle, Ergänzungssteuer bezahlt. Ein Soziakdemokrat als mongolischer Patriot. DaS Unerwartete ist eingetreten: ein deutsches sozialdemokratisches Blatt ist begeisterter Lobredner des National- gefühlS und Nationalstolzes geworden. Und noch dazu ist diese? Blatt die ,Leipz. Vollsztg.*! Nur leider ist es das Natioualgefühl und der Nationalstolz der — Chinesen, dem Mehring Hymnen singt. Ein Leitartikel in Nr. 56 der „Leipz. Volksztg." vom 8. d. Mts. bespricht das japa- nisch-chinesische Bündnis, das eben geschloffen sein soll, und setzt dabei auseinander: „Der ostasiatiscbe Krieg hat etwas geschaffen, was bisher unerhört war in der Geschichte des Reiches der Mitte: er hat ein chinesisches Nationalgefühl entwickelt. Noch un chinesisch-japanischen Kriege konnten die Flottenllihrer der süd- chinesischen Küftenprovinzen gar nicht begreifen, "daß die Japaner sie als Feinde behandelten. Sie erklärten, ihre Flotte habe mit dem Kriege gar ntchls zu tun, der nur Nordchina angehe, .....Die fremdenfeindlichen Bewegungen sind m China seit 1900 nicht abgebrochen, und gerade jetzig laufen wieder Nachrichten sehr beunruhigenden Inhalts ein. Sie sind Anzeichen für das gehobene Nationalgefühl der Mongolen, die die unverschämte Art und Weise nicht mehr ertragen wollen, mit denen bisher Europa, und speziell Deutschland, ihr China behandelt hat. Slber ein glänzende res Beispiel für den e r w a ch t e n Volks- st o lz der Chinesen bietet der Boykott, mit dem die chinesischen Kaufleute die amerikanischen Waren belegt hnben, weil die Amerikaner die chinesischen Einwanderer ziirückweisen/ Franz Mehring aber läßt sich durch seinen mongolischen Patriotismus sogar noch zu weiterer Einsicht bekehren und verletten, zu der Einsicht nämlich, daß der Nationalstolz — natürlich nur der mongolische — sich nicht nur in der Luft betätigen kann, sondern sich in einer Politik nationaler, natürlich chinesischnationaler Macht mit Hilfe zureichender militärischer Machtmittel zu realisieren hat. Gr schreibt nämlich: „Nicht in der auf die Tauer doch unmöglichen Abweisung der fremden Kultur, fonbem gerade in ihrer Aufnahme und Aneignung liegt die Rettung. Europäische Wissenschaft und Technik, durch deren Nachahmung Japan so groß geworden ist, wird jetzt auch in China ihren Einzug halten, und nicht am wenigsten — europäische Kriegskunst. Schon hat der Vizekönig Puan-schikai die Grundlag e zu einem nach modernen Grundsätzen bewaffneten und disziplinierten chinesischen Heere gelegt, das in sechs Jahren bereits als ein außerordentlich ich wer wiegender Faktor für die ostasiatische Politik Europas ins Gern i ch t fallen wird." Mehring findet also selbst sogar europäische Kriegskunst sehr annehmbar — wenn sie von China importiert wird, und er beglückwünscht China zu seiner kriegerischen Importe und rühmt es, daß es sich dadurch — wie es an anderer Stelle des Artikels heißt— „zu einem selbständigen, stetig kräftiger und damit gefährlicher werdenden Gebilde erhebt". So viel Verständnis für Nationalgefühl, wenn es das der Chinesen ist, und für eine selbst mit kriegerischen Mitteln zu betreibende und zu vollnihrcnde nationale Einheitsbewegung, wenn sie die der Mongolen ist, entwickelt ein in deutscher Sprache schreibender, in Deutschland geborener und wirkender Sozialdemokrat von der Art Mehrings. Im selben, hier zitierten Artikel und in einem Atem erklärt Mehring deS wetteren bezüglich Deutschlands: „Der Beschluß, den das internationale sozialistische Bureau zu Brüffel am Sonntag faßte, einen Krieg unmöglich zu machen, komme was da wolle, ist die welthistorische Ergänzung des mongolischen Zweibundes und der kapitalistischen Diplomatenkonferenz." Also für China und die Mongolen eine kriegerische Politik nationaler Macht und Einheit, für das Vaterland aber und die eigenen LandeSgenossen eine Politik deS vorzubereitenden Hoch- und Landesverrats — das ist die Logik der Sozialdemokratie und chrer Führer. : Technologie 122, Heer- und Seewesen 17, Land- und Hauswirtschaft 10’, Gesundheitslehrc 11, Religion und Philosophie 33, Staatswissenschaft 13, Sprachwissenschaft 12, Fremdsprachliches 19 Bände. Nach auswärts kamen 71 Bände. '* Der 2. hessischen Kammer ist von der Negierung ein Gesetzentwurf, betreffend den Verkehr mit Fahrrädern und Automobilen auf öffentlichen Wegen und Straßen zugegangen, nach welchem die Geltungsdauer des bisher giftigen Gesetzes vom 26. März 1904 bis zum 1. April 1908 verlängert wird. In der Begründung wird ausgeführt, daß die Verhandlungen der verbündeten Negierungen über den Erlaß gleichlautender Bestimmungen zur Regelung des Verkehrs mit Fahrrädern und Automobilen dem Abschluffe nahe seien. Diese'zu erlassenden Bestimmungen'seien das Ergebnis der bis jetzt gemachten Erfahrungen und tragen allen Interessen Rechnung. Die Beobachtung der den Verkehr mit den genannten Fahrzeugen regelnden Bestimmungen sei nur bann möglich, wenn letztere in allen Staaten überein- srimmen. Der Erlaß übereinstimmender Bestimmungen wäre aber gefährdet, wenn man daran denken wolle, letztere im Wege der Gesetzgebung zur normieren. Die gesetzliche Festlegung würde auch die Möglichkeit nehmen, der fortschreitenden Entwicklung deS Verkehrs mit Automobilen mit polizeilichen Vorschriften möglichst rasch zu folgen. Es soll deshalb der vorliegende Entwurf die Möglichkeit geben im Wege der Verordnung weiterhin die polizeilichen Vorschriften geben zu können. *• Der Sängerkranz gedenkt Sonntag, 25. März an Stelle des auf den 18. März festgesetzten Konzertes unter Mitwirkung der Konzertsängerin Fraulein Klara Funke aus Frankfurt a. M. und der Gießener Kammermusikvereinigung, bestehend aus den Herren Franz Bauer, Musikdirektor Krauße sen. und jun. und I. Hahn seinen Mitgliedern eine Mozartseier zu veranstalten. Das Programm wird außer einem Vortrag über Mozarts Leben und Wirken vorwiegend Mozarische Werke enthalten. ** Den Baueiner uorma.lsPurigenBa.hn von Bad-Nauheim über Nieder-Mörlen, Ober-Wrleu und Ziegenhain-Langenhain nach Usingen hat bei der 2. Hess. Kammer Abg. Breidenbach beantragt. *• Auch ein Jubiläum. Heute vor 30 Jahren wütete, worauf uns ein Freund unseres Blattes ansmerksam macht, in ganz Deutschland ein orkanartiger Sturm, der allenthalben große Verwüstungen anrichtete. Auch in Gießen und Umgegend verursachte der Sturm, wie der Gieß. Anz. damals berichtete, außerordentliche Verheerungen, namentlich in den Wäldern, in denen die größten und stärksten Bäume vernichtet wurden. Die Telegraphenstangen waren sämtlich zerstört und zahlreiche Häuser wurden stark beschädigt, so z. B. das R ...;au5, die Schießhalle deS Schützenvereins ufro« Auch heute l: :n übrigens wieder Sturmnachrichten vor uxti zwar im wes wichen aus Schlesien und Oesterreich. ** Erwischt. Der junge Mensch, wacher unlängst in den Kleidern des Fußballklubs in deren Lokal sich zu schaffet machte, während die Mitglieder beim Spie! waren, ist nunmehr ermittelt. Er hatte ferner seinen Eltern 70 Mk. unterschlagen. Mit diesem Gelde mackste et eine Reise nach Koblenz, Frankfurt am Main und Heidelberg, und als das Geld vergeudet war, wurde er hier ertappt. ! 1 ' / ** Dekorierte Dienstboten. S. K. H. der Groß- Herzog haben am 11. März, als am Geburtstage der Prinzessin Elisabeth Ehrenzeichen für langjährige treugelcistete Dienste in ein und derselben Familie u. a. cm folgende Dienstboten verliehen: Das Goldene Kreuz mit Brillanten: Marie Rohde aus Vöhl, 44 Jahre bei Oberlandesgerichtsrctt Laist in Darm-, stadt,' das Goldene Kreuz: Kctth. Glidsch aus Lauterbach, 25 Jahre bei Oberamtsrichter Geh. Justizrat Hempel in Darm-, stadt, Amalie Ott aus Alsfeld, 28 Jahre bei Frau Elisabeth Bückmer Wwe. in Pfungstadt, Elisabeths Grün aus Deckenbach, 25 Jahre bei Uhrmacher Otto Schmidt in Gie ßen, Margarete Leschhvrn aus Villingen, 26 Jahre bei Frau Oberamts- liditer Kärl Map Witwe in Gießen, Katharina Eißnest aus Dorheim, 25 Jahre bei Gräfin-Witwe Friedrich Solms-Rödelheim, geb. Prinzessin Mathilde zu Salm-Horstmar in Dorheim. Anna Maria Steller aus Arnshain, 28 Jahre bei Kvnrah Stumpf V. in Kirtorf. Katharina Weber aus Heimertshausen, 30 Juhre bei Konrad Wald in £>cimert5lyaufen. Gesuche um Verleihung des „Goldenen Kreuzes" zum 11. März 1907, welchen eine Bescheinigung der zuständigen Bürgermeisterei oder Polizeibehörde beigefügt sein muß, auS der hervorgekst, daß die Bcd'ugnugen für die Verleihung deS „Goldenen Kreuzes" erfüllt sind, müssen bis längstens 15. Febr. k. I. bei Oberkammer- herrn Fr ei Herrn Riedesel zu Eisenbach in Darmstadt cingercicht sein. ' I | Q 1^7 () Großen- Linden, 11. März. Nachdem die 1. Pstln-, stelle Großen-Lmden, zu der auch Klein-Linden gehört, feit einem Vierteliahr durch den Weggang des langjährigen Pfarrers Hep- ding verwaist war, wurde beute wieder in beiden Gemeinde^ der neue Geistliche, Pfarrer schulte von Beuern, durch Dekay Strack-Leihgestern e i n g e w r e s e n. □ Butzbach, 11. März. Heute früh erfolgte die Verhaftung des Rechners Heinzerling vom Sparverein Butzbach G. m. b. H. auf Veranlassung des Aufsichtsrates. Wie man hört, handelt es sich um Unterschlagungen von über 100000 Mk. Heinzerling soll durch Börsenspekulationen grosie Verluste gehabt haben. Da das haftende Vermögen der Gesellschafter nur etwa 20 000 Mk. beträgt, so dürste eine groß« Anzahl geringer Leute vom Verlust ihrer meist wöchentlich einge-ahlierr Spareinlagen schwer getroffen werden. § Grunberg, 11. März. DaS Eisenbahnkomite« für das Projekt Grünberg — Lich beabsichtigt im Laufe dieses Monats ettie Versammlung abzuhalten, an der auch Kvm^ merzienrat Lenz-Berlin teilnehmen wird. — Lauterbach, 11. März. In diesem Winter wurde hier ein äußerst volkstümliches Unternehmen gegründet. Ewige hiesige Herren vereinigten sich zwecks Haltung öffentlicher Vorträge, die jedermann zugänglich sind. Im Anschluß an die Vorträge waren künstlerische Darbietungen verschiedener Art geplant. So fanden vor einiger Zeit Vorträge von Kreisarzt Dr. H e i n r i c y über Tuberkulose und von Lehramtsassessor Diehl über Verbrennung statt. Samstag den 10. d. Mts. hielt Lehramtsassessor Dr. Weide einen Vortrag über die Ernährung der Pflanzen. Er führte in fesselnder Weise aus, welche Stoffe zur Ernährung der Pflanzen erforderlich sind, und auf welche Weise diese Stoffe den Pflanzen zugeführt I V i Anleihe offerieren wird. Märkte. Hande) des . 110.70 Prince-Henri-Eisen bahn . 133.5(/ Berliner Börse, . . 174 00 . 68.50 . 97.20 24.30 144.401 . 239.00 . 127.90 . 147.50 . 244 40 . 181.50 . 190.00 . 165.00 . 211.50 Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schuckert . . Eschweiler Bererwerk . 241.90 129.60 127.20 173.25 147.50 244.10 82.90 164.50 Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthardbahn . . Lombard Eisenbahn Oesterr. Staatsbahn . 12. März. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . Laurahütte . . . , f ombarden E. B. . . Nord.L Lloyd .... Türken!ose . - . . 142.50 . 129.20 . 253.75 . 222 80 Canada E. B. . . . Dannstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. . Dresdner Bank . . . Tendenz: schwächer. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd . . . . . Obcrschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsgcs . . Peichsanleihe do. Konsole do. Hessen . . Oberhessen 100.90 101.00 95.50 106.30 68.50 70.00 92.00 94.85 9340 146.00 54.40 91.75 und sang zwei Stunden mich freuen, wenn wir Mann nun wirklich die die Frau seltsamerived' Scheidung auf das : : ’ Türkenlose..... 4% Griech. Monopol-Anl. 4 % äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . • 4%°/0 Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W . . . Tendenz: fest. Giessener landwirtschaftlicher Wetterdienst. PoranSfichtliche Witternna in Hessen für Dienstag, den 13. März 1906: Weitere Aufheiterung, nach kälterer Nacht am Tage etwas wärmer als heute. Näheres durch die Gicßcncr Wetterkarte. 3% 3^ 7c 3% 3^7C 3^7, sich mit der Nusübuna der Naturheilkunde'. Tas fei nicht der Adfl und auch niemals der Fall gewesen. Wir geben zu, dass diefcr Passus unseres lehr zuverlässigen GerichlSrefereuten nicht sonderlich geschickt war. Ta oder von gewerbsmäßiger Ausübung, gegen die Herr Oberst Cvohr sich doch nur allein verwahren kann, keine Rede in unserem Referate war, so ist in ihm etwas tatsächlich Unrichtiges nicht gesagt worden. handel und Volkswirtschaft. S t a d t a n l c i h e n. Man kann sich sicher daran? gefaßt machen, da«, sobald der Uniernehmnngögeist ans finanziellen: Gebiete sich nur wieder einigermaßen regen kann, es au Gelegenheit zu dessen Betätigung keinesfalls fehlen wird. Bor allein wird eine größere Anzahl von Ctädlcauleiben, die schon seit längerer Zeit geplant sind, aufgelegt, sobald die Geldmarktlage geeignet ist. Zunächst ko,nm: die Anleihe der Stadt Berlin mit 52 Mill. Mk. in Betracht. Breslau mit 42 Millionen und (sharlottenburg mit 26 Millionen von dem auf ca. 1 , Milliarde geschätzte «Gesamtbetrag der Neucmiisiouen machen diese drei Anleihen m/ zuiammeu 120 Mill. Mark allein die Häl'te aus. Tas Aula kapital der einzelnen anderen Gemeinden beträgt dagegen in 1 einem Falle mehr als 9 Millionen, in welcher Höhe demnächst Frankfurt a. M. die erste Abteilung seiner im Februar genehmigten 27 Millionen' OriginaL-Drahtmel-nirgen. sd. Darmstadt, 12. März. Die 82jährige Witwe Rothschild in Pfungstadt, die seit gestern abend ver- mißt wurde, wurde heute vormittag von der Polizei in ihrem Holzstalle ermordet aufgefunden. Man vermutet einen Raubmord. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Berlin, 12. März. Gestern wurde hier ein sozial- demokratischesl Flugblatt verbreitet, ut welchem tue Einführung des allgemeinen, g le i ch e n u n d g e h e i me n Wa h 1 r e ch t s f ü r P r e u ß e n gefordert wird. ^>n ganz Brcutzen abzuhaltende Versammlungen werden das gleiche verlangen. ,yur Berlin und Bororte find 72 Massenversammlungen am 18. Marz in Aussicht genommen. Von Umzügen soll Ltbstand genommen werden. Tas Thema der Versammlungen für ganz Preußen ist: Die bürgerliche Revolution im Jahre 1848/49 und das preußische Dreiklassenwahlrccht. Charlvttenburg, 12. Man. Zn einem Geschah Llokal vergiftete die 26 Fahre alte Frau Schneider sich und ihre beiden Kinder mit Lysol. Tic Frau und das jüngste Kmd wurden tot ausgesunden, ein Kind lebt noch. Ueber den Verbleib des Ehemamrcs ist bisher nichts ermittelt worden. Paris, 11. März. Clemenccau bestand auf der Forderung, daß er das Portefeuille des Innern erhalte und ihm die Durchführung des Tr e n n u n g s g e s e tze s allem überlassen bleibe. Sarricn widersprach dem mit Unterstützung Poincar^s unter Hinweis darauf, diese dem Ministerpräsidenten zu überlassen. TeSeSomsDthe ICursheiPGcZite Giessener Anzeigers, mitgeteiJt von der Bank für und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 12. März, 1.15 Uhr. . . 100.75 . . 88.95 . . 100.80 . . 88 75 J213.00 . 241.00 . 24.20 . 129.10 . 145.9? vermischtes. • Als Hochzeit § geschenk erhielt Prmz Eintel Friedrich von seinem Grosiohcime, dem Könige Eduard VII. von England, ein silbernes Tintenfaß. * Ein Schauspieler a l8 Theologe. Unter den Abiturienten des Lichterfelder Gymnasiums wurde vorn im'inb» lichen Examen auch ein früherer Schauspieler befreit, der bereits in verschiedenen Städten, so auch im kassischcn Weimar, Komödie gespielt hat. Er ist verheiratet und ein Sohn von ihm besticht die Vorschule des Lichterfcldcr Gymnasiums. 2. war früher mit dem Zeugnis für Untcr-Prima abgcgangen und hat jetzt binnen anderthalb Jahren die Reife zur Uni« versität erlangt. Der frühere Schauspieler will nun — Theologie studieren. sc. Frankfurt a. M., 12. März. tOrig.-Teleqr. de§ „Gießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Frucbtmarktpreii e. Weizen Alk. 18.00—18.50, Kurhessischer Mk. 18.50—00, La Plota Mk. 18.50—20.00. llansas 9)gfcr 16.75—17.75, MaisMk. 12.50—13.00, Weizenmehl 27—28.00, 'M. 00—00, 2. Qualität Mk. 25.00 bis Mk. 26.00, 3. Qualität Mk. 22.50—23.00, Roggenmehl 0 Mk. 24.75—25.75, 1. Qualität Tif.22.25—23.25, Weizenkleie Mk. 10.00 bis Mk. 10.25. Roggenkleie Mk. 11.25—11.50, MaiSkeime Mk. 12.50 bis Mk. 00.00, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 17.75—18.25. 'Alles per 100 Kg. ab hier. fr. Frankfurt a. M., 12. März. (Telegr. Qrig.-Bericht des „Gieß. Anz/'). lstmtlicbe Notierungen der heutigen Viehmarkt, preise. Zum Verkäme standen: 419 Qchsen, 78 aus Ceit- reich, 59 Bullen, 1 ouS Oestreich. 901 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder 0 aus Oestreich, 376 Kälber, 354 Schafe und Hammel, 1456 Schweine, 0 Ziegen, o Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100Pfund Schlachtgewicht • O chsen l. Qualität 77—79 Mk., 2. Qual 71—73 All., 3. Qual. 65—68Mk.: Bullen l.Qnal. 64 bis 66 Mk., 2. Qnal. 60—62 Mk.: Kühe l.Qnal. 69—71 Mk., 2.Qual. 63—65 Mk., 3. Qual. 45—46 Mk, 4. Qual. 42—43 Mk., 5. Qual. 00—00 All. Kälber: l.Qnal. 89—93Pkg., Lebendgewicht 54-57 Pf., 2. Qual. 80—85 Pfg., Lebendgewicht 47—50 Pfg., 3. Qual. 00—00 Psa., Schlachtgewicht 61—65Pig., Schafe: l.Qnal. 70—80, 2. Qual. 70—72 Pfg., 3. Qual. 00—00 Pfg.; Schweine 1. Qual. 80—81 Psa., Lebdgew. 62.50—63.00 Pfg., 2. Qu.78-79 Pfg., Lebend- gern. 62.00—00 Pfg., 3. Qual. 72—74 Pfg., Geschäft bei Hornvieh mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend, bei Kleinvieh gut, fein Heberstand. Aus Dänemark kamen 4 Bullen, 32 Rinder. * Ehescheidungsgründe in Amerika. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika ist die Zahl der geschiedenen Ehen unverhältnismäßig groß. Tic Ehescheidungen sind dort deswegen so zahlreich, weil ein großer Teil der amerikanischen Richter in EhcfchciduugSprozessen sehr milde urteilt und weil die nichtigsten Gründe zur Herbeiführung einer Ehescheidung benutzt werden. Ein Richter erzählte, daß vor einigen Tagen eine Frau auf sein Amtszimmer kam uud verlangte, von ihrem Manne, mit dem sie seit fünf Jahren verheiratet ist, geschieden zu werden. „Was hat er denn getan?" fragte der Richter. „Ter schreckliche Mensch hat seinen Bart abrasicrt. Jetzt ist sein Aussehen so jünglinghast und so ganz ohne Wurde, daß er unmöglich mein Mann bleiben kann." Tas Scheidungsgesuch wurde abgelchnt. — Eine Frau von 7-4 Jahren wurde von ihren: Mann geschieden, weil ihr 83jähriger Gemahl Tabak kaue. Vor Gericht sagte der Greis, er kaue schon 50 Jahre lang Tabak und könne es nicht aufgebcn. Ter Richter erwiderte, er foffc Wahlen zwischen Scheidung - und Tabakkauen. Ter alte Mann wählte daS Erstgenannte. — Eine Frau wünschte die Trennung der ehelichen Bande, weil ihr Mann fast nie vor 10 Uhr nach .Hause komme und sie dann durch unsinnige Reden lvach halte. — Ein Newyorker Kunstmaler wurde geschieden, weil seine Frau ihm bei feder sich bietenden Gelegenheit bic. -Haare mit Farbe besudelte und mit den Fingern in die frisch gemalten Bilder fuhr. — Ter Scheidungsklage eines anderen Mannes wurde aus folgendem Gruuee stattgegeben: Seine Frau sland mehrere Wochen lan-i r. iclmäßig mitten in der Nacht auf, kleidete sich rasch e", s e sich in einen Schaukelstuhl " ~ i die Worte: „O, wie würde ich uns nicht mehr sähen." Als der Scheidungsklage einreichtc, änderte fr;: Gesinnung und bekämpfte die werden. Zum Schlnsie beleuchtete der Vortragende besonders die Wichtigkeit der Pflanzen für die Ernährung der Menschen und Tiere. Auf dem Gebiete der künstlerischen Darbietungen, -u denen sich in den früheren Vorträgen der Männergcsang- verein, das Silcher-Quartett und hiesige Damen in dankens- werter Weise zur Verfügung stellten, leisteten auch am Samstag wieder einige Damen und Herrn durch Gesangs- und sonstige Vorträge hervorragendes. Der Verlauf dieser Abende, die sich 'amtlich eines zahlreichen Besuches aus allen Volks- kreisen erfreuten, war äußerst anregend. Es ist zu erwarten, daß die Veranstaltungen sich im nächsten Winter wiederholen. Darmstadt, 10. März. Prinzessin Dorothea zu S o l m s - H o h e n s o l m 8 - L i ch ist gestern nachmittag zum Besuch der Großb. Herrschaften hier eingetroffen und hat sich heute wieder nach Lich zurückbegeben. (Darmst. Zig.) Hanau, 11. März. Gutem Vernehmen nach wird der Direktor des StadttheatcrS, Hermann Ja ritz, nach Ablauf seines Pachtvertrages (am 1. April 1907) von der '',’itung zurücktreten, sodaß ein Direktionswechsel bcvor- nc()t. Von 1894 bis 1904 leitete Jaritz im Verein mit Direktor Oppmar daS Sladttheater, nach dem am 27. März 904 erfolgten Ableben Qppmars wurde ihm die alleinige Leitung übertragen. Lens, 12. Mär.z Der gestrige Tag ist ruhig verkaufens nur die Angehörigen der Opfer haben. Widerspruch dagegen erhoben, daß ihnen der Weg versperrt wurde, untf die geborgenen Leichen zu besichtigen. Tie Menge hielt die geschlossenen Wagen an, in denen sich Leichen befanden und verlangte von den Wagenfülwern, daß die Namen der Opfer genannt und die Wagenschläqe geöffnet würden. Aus! Schacht 2, 4 und 10 wurden noch einige Leichen hinauf- bcfördert. Nach den lebten Meldungen sollen nur 60, Leichen geborgen sein, von denen nur die Hälfte rekognosziert wurde. Viele von den Rettungsmannschaften« trügen leichte Verletzungen davon. Tie Aufbahrung der Leichen begann heute, die Bestattung ist auf TienStag angesetzt. Tie wiedercrkannten Leichen sollen ihren Familien übergeben werden. Man scheint noch nicht alle Hoffnung a u f g e g e b c n zu haben, noch einige der Verunglückten am Leben zu finden, da einige Arbeiter,, die am Aband wieder aus einem Schachte nach oben gekommen sind, crvHen, unterwegs noch zwei lebende Pferde angetroffen zu haben . AlgeciraS, 11. März In letzter Stunde idwinen sich wieder Wolken über der Konferenz zusammenzuziehen. Die Franzosen beharrten in der heute vormittag abgehal- tcnen Komiteesihuna auf dem Anspruch, drei besondere Anteile en dem Bankkapital für ihr Konsortium zu er» halten, und verstanden sich dazu, dem neutralen Polizeiinspek- tcur einen Hafen zu unterstellen, obgleich die Mehrzahl her Telegiertenden deutschen Standpunkt t ei l e n Die franröfischen delegierten stehen anscheinend unter dem Druck der i n t r a n s i g e n t e n V r e s s e , welche am liebsten den A b b r u cd der Verhand'niwen sähen, sowie der durch die Mmisterkrise geschaffenen Unsicherheit der Lage. Am Nachmittag um sünf Uhr sand eine zweite .Wmiteesitzung statt. In der Zwnchenzeit: wurden die angelegentlichsten Bemühungen ViSkonti Venostas und Whites bemerkt, ihren vermittelnden Einsluk *ur Geltung! zu bringen. Auch bic Russen scheinen fetzt der Meinung zu sein, daß der Zeitpunkt für ein weiteres Nachgeben Frankreichs gekommen sei. Lissabon. 11. März. Der König und die Königin haben sich zum Besuch des Königs von Spanien nach Madrid begehen. , „. . w' Moskau, 11. März. Heute wurden hier von den Arbeitern die vorläufigen Wahlen vorgenommen. Em Teil der Arbeiter, besonders die Trucker und die Arbeiter der Gasanstalten und Straßenbahnen nahmen an den Wahlen, die cm Übrigen ruhig verliefen, nicht teil. Von 176 industriellen Betrieben in Moskau hatten die Arbeiter von 38 die Teilnahme abgelehnt. .. , r .stowno, 12. März. Revolutionäre überfielen hier das Gefängnis, fesselten die Aufseher und befreiten 40 Gefangene. In Minsk explodierte eine Bombe, die zwei Personen tötete. In Radonr wurde auf der Straße ein Polizeibeamter erschossen, ein zweiter schwer verletzt. Gießen, 12. März. Herr Oberst a. D. Svohr sandte uns unter Bezugnahme am das Paßgesetz eine „Berichtigung", die indes über den Rahmen der Vorschriften dieses Gesetzes weit hmaiis- geht. Im wesentlichen luenbet er sich dagegen, daß in dem Sttaf- kammerbericht unserer SamstagS-Nummer gesagt war, er „befasse Gelsenkirchen Bergwerk Hamburg - Amerik. Paketf. 167.50 213 25 4 9o Oesterr. Goldrente. . 41/$% Oesterr. Silberreutc 4% Ungar. Goldrente . . 4 So Italien. Rente . . . 3 ?ö Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen III 4%°ln russ.Staatsanl. 1905 4%°'n japau. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 6. l. M. in der Forftwartei Baumgarten ist genehmigt. Ausgabe der Abfuhrscheine, Holzüberweisung und erster Fahrtag: Freitag, 16. l. Mts. Gießen, den 10. März 1906. Großh. Oberförster« Schiffenberg. Trautwein. B10/, Bahnhofstr. 27 landenplatz 12 Metzer Mirabellen 2 Pfd.-Tose so lange Vorrat reicht 65 Pfg. Unter Garantie für vorzügliche Qualität, reelle stramme Packung und gesetzmässige Lötung der Doseu. (&"/,) 2 Psd.-Dose Fuugc Schnittbohnen..........28 Pfg. Brechbohueu.............28 „ Wachsbobneu.............42 „ Gemüse-Erbsen............35 , do. 42 „ Jrruvc Erbsen.............45 „ do. m. fein..........55 „ Schuittspargel.............65 „ do. II............75 „ do. I mit Köpfen........90 „ do. prima..........HO „ Mann. B10/. Holzversteigerungen. Versteigert werden: Montag, den 19 März l. I. ans den Di- strikten Schenkenwald, Schlägelsberg, Mühlenkopf und Kleerberg der Forftwartei Rainrod: . Scheiter rm: 455 Buche I. Kl., 50 II. Kl., 1 Hainbuche, rund; Knüvvel rm: 549 Buche, 2 Hainbuche, 1 Eiche, 1 Alpe, 11 Fichte u. Lärche; KnÜppel-Reisig, rm: 227 Buche, 42 Eiche 10 Lärche; gewöhnlich Reisig, rm: 900 Buche, 2 Eiche; Stocke, rm: 228 Buche, 8 Lärche, 1 Fichte. _ t Das Holz auS Distrikt Schenkcnwald und daS zerstreut sitzende wird nicht vorgezeigt, daS mit Kalk bespritzte kommt nicht zum AuZgebot. Das nicht zum Dorzeigen kommende Holz wird auf der Abinebsflache im Kleerberg versteigert Nähere Auskunft erteilt Großb. Forstwart Adam in Rainrod. Beginn der Versteigerung in Distrikt Schlägelsberg an der Einartshäufer Kreisstraße um 7,11 Uhr. Dienstag, den 20 März l. Js. aus den Forstwarteien L>torn- selS Ulfa, Eichelsdorf und Rainrod, vormittag? 7,11 Uhr im Saale des Gastwirts Lehr in Eichelsdorf: Stämme: 4 Eichen III. Kl. — 4,39 fm, 19 Eichen IV. Kl. — W33 fm, 36 Eichen V. Kl. — 15,12 fm. 100 Eichen VI Kl — 22,27 fm: 1 Buche II. Kl. — 0,66 fm, 2 Buchen m Kl — 1 29 fm 4 Sueben IV. Kl. --- 1.69 fm; 5 Kiefern III. Kl = 4,39 fm, 16 Kiefern IV. Kl. = 11,58 fm, 41 Kiefern V. Kl. --- 16 03 fm- 1 Lärche II. Kl. — 0.52 fm, 5 Lärchen ITT. Kl. — 6,10 fm, 4 Lärchen' IV. Kl. — 2,20 fm, 23 Lärchen V. Kl. — 7,69 fm: 4 Richten TTL Kl. — 3,42 fm, 3 Fichten IV. Kl. — 2,96 fm, 246 Fichten V Kl. — 67,74 fm; Derbstangen: 12 Eichen, 23 Buchen, 183 Fichten 10 Weißtannen (zu Deichseln, Langwieden, Leiterbäumen geeignet); Ruhknüppel, rm: 50 Eiche (2, 3, 4 m lang), 24 Lärche, 31 Weißkanne, 298 Fichte (3, 6,9 m lang); Rutzreisig, rm: 469 Fichte (zu Latienbolz, Gerüst- und Bolmenstangen geeignet). Am Schluffe kommen aus dem Distrikt Langebänme der Forstwartei Eichelsdorf zum Ausgebot: Scheiter: 2 rm Bucve; Knüppel, rm: 7 Buche, 13 Eiche, 190 Kiefer, 2 rm Eicbenreisig, 8 lose Kiefernreisig, 6 rm Kiesernstöcke Wegen Besichtigung des HolzeS wolle man sich an die '^roßb Forstwarte Fakob in Stornfels, Zimmer in Ulfa, Schmitt in Eichelsdorf und Adam in Rainrod wenden. Verzeichnisse über Stämme und Derbstongen, sowie über Nuyknüppel und Rutzreisig werden ©feigerem größerer Mengen HolzeS, so lange der Vorrat reicht, kostenlos geliefert. Gchelsdorf, dm 9. März 1906. _ , , . Großherzogliche Oberförsterel EichelSdorf. 015541 Gut empfohlene tüchtige VerschließbarerWeinschrankzu Schneiderin niinniliwchlluirdenin verkaufen, . Olbo'b u. auß. d.Hause. Sellersweg 62 ll Ludwigstraße 6 lll. Klli'lsrvher LebeüsvkrficherNis a. 8. vorutals Allgemeine Bcrsorgnngs-2lnftalt. Versicherte Summe: 560 Millionen Mark. Gesamtvermögen: 202 Millionen Mark. Ganzer Ueberfchuß den Versicherten. Weitgehendste Unanfechtbarkeit itnb Unverfallbarkeit. Mitversicherung auf Prämicnfreiheit im Jnvaliditätsfalle. Freie KricgSversichcrnng. Wcltpolice. Vertreter in Giessen: Jean Bocck, Steinstr. 15, Fritz Flimm, Walltorstr. Aug. Saame, Ludwigftr. 41. 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Versteigerung bestiuunt. 1603 Dienstag, den 13. ds. Alts, mittags 12 Uhr sollen zwei Herren- los eingesangene Hunde, ein gelber Dackel und em Foxterrier, iuii der Polizeiwache melstbietend versteigert werden. 1604 Ter Polizeiwachtmeister Kasper. H Parker 15fg Ferromanganin bestes Kräftigungsmittel stets vorrätig. Germania - Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Str. Telephon 593. Bei 3 Flaschen frauko-Ver- sandt nach auswärts. 11299 Mlavier- Stimmen < ’ Reparieren ' Polieren in tadelloser Ausführung ' durch [D’/t Wilh. Rudolph Grossh. Hess. Hoflieferant Pianohandlg. n. Reparaturwerkstätte, Seltersweg 91. Seife r la. weiße Kernseife Lei 5 Pfd. 22 bei 10 Pid. 21V, la. gelbe Seife bei 5 Pfd. 21 bei 10 Pfd. 20' la. weiße Schmierseife bei o Pfd. 17 bei 10Pfd. 16* , H, in schön. lOPfd.Zlnkeunern 1,80 la. gelbe Schmierseife bei 5 Pfd. 16 H, bei 10 Pfd. lob', in schön. lOPfd. Zinkeimern 1,70 L. Steinhäuser, flieue Baue 17. Telephon 346. 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