m iii ©tritt Vorzüge: Tolidestc Bauart Bollstäudig ciugt' i fchlojseueö Tricb- । wert * Lcichtepcr Haug Laubersicr Lchuttt ein, Lieh t M aisprecher Nr. 17 Arood Mäher 1 und Rugdlaynv Auf bequeme [ WnWkN. tadttni der l-r-ßni < *■tn '■nsr Nobler) ^1-, Gemüse-, Konserven. 1 und V/t d)c versendet KrßO I L^uMAchm £SSÄ «Karte» - o ,«■ Billigste Preise. “’i Geisel 1* iUfhflRtc Bluseu, «giss M6bel pss« 'N, °"A L’i,V • ö. . liessen -»elpfad. e e Baaartikeii Ebelage u «, SÄ ..SS». - *«äMung,n ehördeu. Are Stichwahl in Attena-Iserloyn hat, wie wir gestern bereits mittcilten, mit dem Siege des Kandidaten der Sozialdemokraten (mit etwa 1800 Summen Mehrheit) über den Zentrumskandidaten geendet. Damit ist ein Reichstagsmandat, das seit der Gründung des Deutschen Reiches dem Liberalismus gehörte, an die Umsturzpartci übergegangen, und zwar wegen der Uneinigkeit der Liberalen bei der Hauptwahl und durch die Wahlenthaltung, vieler hunderter Liberalen, sowie die Unterstützung der Sozialdemokratie bei der Stichwahl. Die Teilnahme an der Stichwahl war bedeutend geringer als bei der Hauptwahl. Von rund 45 OOO Wahlberechtigten haben bei der Hauptwahl 34 000 gestimmt; am 10. waren es an 6000 Wähler weniger als bei der Hauptwahl. Es war ein gewaltiges Ringen zwischen Sozialdemokratie und Zentrum. In der Hauptwahl hatte der Zentrums-Kandidat 7774 und die beiden liberalen Parteien hatten 14 238 Stimmen erhalten; daraus sind in der Stichwahl nur 14 068 Stimmen geworden, während der sozialdemokratische Kandidat, der in der Hauptwahl 10 546 Stimmen erhalten hatte, jetzt ein Plus von 5 300 Stimmen verzeichnen konnte. Bei der Beurteilung dieser Zahlen ist zu berücksichtigen, daß das Zentrum und die Sozialdemokratie schon bei der Hauptwahl ihren letzten Mann zur Urne gebracht hatten. Im Katholischen Volksverein verkündete der Führer der Iserlohner Zentrumspartei am Abend des 10. ds. das Ergebnis mit einer Ansprache, die also begann: „Konfessionelle Hetze, du hast gesiegt I" Wenige Tage vor der Stichwahl war im freisinnigen Organ ein Artikel, unterzeichnet „Evangelische Christen", erschienen, der zur Wahl des Sozialdemokraten aufforderte und dabei an das evangelische Gewissen appellierte. Der Führer der nationalliberalen und der freisinnigen Partei erhoben sofort in einem Gegenflugblatt entschiedenen Einspruch. Von verschiedenen Seiten wird behauptet, daß die Sozialdemokratie diesen Konfessionellen Hetz- artikel veranlaßt habe. Die Auseinandersetzungen zwischen den bürgerlichen Parteien nehmen bereits ihren Anfang. Einer schiebt dem andern die Schuld an diesem ersten Mandatgewinn der Sozialdemokratie seit den Wahlen von 19 03 zu. Die volksp. „Voss. Ztg.^ häuft alle Verantwortung auf das Haupt der Nationalliberalen, das rechtssreisinnige ,Berl. Tagebl." hält beide liberale Parteien für schuldig, die „Nat.- Ztg." endlich, das linksnationalliberale Blatt, meint» bei der Riederstimmung des Zentrumskandidaten durch national empfindende bürgerliche Wähler sei wohl deren begreifliche Empörung gegen die Hetztaktik Erzbergers zum Ausdruck gekommen , der den durchgefallenen Zentrumskandidaten in ausgiebigster Weise patronisiert habe. Das ist denn wohl doch etwas weit hergeholt und übertreibt die polit. Bedeutung Erzbergers. Der sozialistische Wahlsieg ist zweifellos in erster Linie dadurch herbeigeführt, daß die liberalen Gruppen aufeinander losschlugen, anstatt vereint zum sicheren Erfolg zu marschieren. Eine weitere Ursache liegt in der Aufstellung der aussichtslosen christlich-sozialen Sonderkandidatur, die von vornherein die Stimmen zersplitterte. Stöcker gedachte dadurch dem Zentrum die Wege zu ebnen, ein Trugschluß, aus dem auch und besonders das Zentrum eine Lehre entnehmen kann. Es ist vor wenigen Tagen von dein Berliner Zentrumsorgan, der „Germania", in voreiliger Siegesstimnmng — wegen „Altena- Iserlohn" — empfohlen worden, bei den allgem. Wahlen zum Reichstag in möglichst vielen Wahlkreisen, wo sich katholische Minderheiten befinden, Sonderkandidaturen des Zentrums auszustellen. Denn es könne sich begeben, daß über die sich streitenden stärkeren Gegner hinweg der Zenlrumsmann in die Stichwahl und zum Siege käme. Altena-Iserlohn ist aber ein „schlagendes" Beispiel dafür, daß der bei dieser Taktik zuletzt Lachende der Sozialdemokrat sein würde. Er gilt eben manchem Bürgerparteiler bekanntlich (wie in Darmstadt) als „kleineres Uebel" im Gegensatz zu allem, was nur ein wenig nach Rechts neigt. Fürs nächste wird nun allen gegenteiligen Erwartungen zum Trotz das Zentrum am 19. ds. Mts. an den Freisinnigen Rache nehmen in H a g e n - S ch w e l m, sodaß auch im alten Wahlkreise Eugen Richters die von ihm so nachdrücklich bekämpfte Sozialdemokratie zum lachenden Erben würde. Sie hat eben „ein Schweineglück". Das amtliche Ergebnis der Altenaer Reichstagsersatz- stichwahl ist folgendes: Haberland (Soziald.) 15 884, Klocke eld1asche die Treppe hinaufging, von mehreren Personen ein Revolverattentat verübt, woher er und der Wächter am Kopfe verletzt wurden. Die Angreifer nahmen bann die Tasche fort, die Gasperowitsch entfallen war, und verschwanden. — In Warschau wurden infolge Verhängung des verschärften Kriegszustandes 60 Personen, welche verdächtig sind', Nanbäberfälle, Polizisten- morbe unb sonstige Gewaltakte verübt zu haben, verhaftet. In Warschau würben am Mittwoch vier staatliche Spiritusläben überfallen unb beraubt. Ein Verkäufer würbe löblich tiertounbet. — In Lodz würbe ein K'osak durch Unbekannte entwaffnet und erschlossen. Darauf kam es um Mitternacht int Zentrum her Stadt zu blutigen Zusammenstößen stoischen Anhängern her Kampfespartei und Kosaken. Mehrere Personen wurden erschossen. Dort streiken 10 600 Arbeiter. Sie verlangen 30 Prozent Lohnerhöhung. Dunh Zeinen geheimen Rnnderlaß untersagt her heilige Synod unter Androhung schwerer Strafen das Drucken politischer Broschüren unb Aufrufe in ben Klosterdruckereien. Atrlaß zu biesem Einschreiten her Kirchenbehörbe gab u. a. her Umstand, daß in der Kathedrale zur Himmelfahrt Maria zu Moskau in einem unterirdischen Raum eine Druckmaschine gesunden wurde, auf der aufwieglerische Proklamationen usw. vervielfältigt worden sind. Der Minister für Volksaufklärung beschloß, eine Vorlage betreffend die Aufhebung der prozentualen Einschränkung bei der Aufnahme der Juden in den Mittelschulen der Duma vorzulegen. Der deutsche Hilfsausschuß für die not» leitenden Deutschen in Rußland hielt in Berlin feine Generalversammlung ab, in der die Geschäftsführung über ihre Tätigkeit in den letzten Monaten berichtete. Bis zum 1. Juli sind insgesamt eingegangen 682 933 Mk., wovon 437 007 Mk. bisher verausgabt worden sind. Bon dieser Summe wurden 198100 Mk. nach den baltischen Provinzen gesandt, 4735 1ML für die Deutschen im übrigen Rußland verwendet, während insgesamt 58982 Mk. Unterstützungen an Flüchtlinge in Berlin gezahlt worden sind.___________ Aus Stadt uns Luus. Gießen, den 12. Juli. — In Audienz empfangen wurde von S. K. H. dem Großherzog am Mittwoch u. a. Pfarrer Wiffig von Bad-Nauheim. "Von der Technischen Hochschule. S. K. H. der Großherzog haben den ordentl. Profestor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Geh. Baurat Max Guter- muth für die Zeit vom 1. September 1906 bis 31. August 1907 zum Rektor der genannten Hochschule ernannt. " Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Friedr. Ringshausen aus Nidda eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dietzenbach (Kr.'Offen- bach), dem Schulamtsaspiranten Hch. Rühl aus Maar eine Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu Büdesheim (Kr. Friedberg). Dem israelit. Religionslehrer Samuel Heß in Düdelsheim (Kr. Büdingen) wurden die Rechte eines definitiv angestellten Volksschullehrers erteilt. Erledigt ist eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sprendlingen (Kr. Alzey). " Kunst verein. Die Gemälde-Ausstellung ist nur noch bis Sonntag, 15. Juli, einschließlich geöffnet. Von da ab bleibt die Ausstellung einige Wochen geschloffen. " Vor 40 Jahren. Au8 Anlaß des 40jährigen Gedenktages des Gefechts bei Laufach fuhrt der hessische Kriegerverband ,Hassia" am Sonntag, 15. Juli, von Darmstadt aus in mehreren Sonderzügen nach Lau fach, um an den Grabern der gefallenen Kameraden eine Trauerfeier zu veranstalten und Kranze niederzulegen. " Plötzlicher Tod. Der 60jährige Steinbrecher Christoph Waldschmidt aus Fellingshausen hatte sich gestern vormittag hierher begeben, uni sich in der Siechenanstalt über die Aufnahmebedingungen zu erkundigen. Auf dem Bureau der Anstalt stürzte er bei dem Vorbringen seines Anliegens plötzlich zu Boden und starb. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ziel gesetzt. "Der Verband derKreisamtsbureaubeamten hielt, wie un§ geschrieben wird, am Sonntag zu Offenbach im Hotel Degenhardt seine vierte Hauptversammlung ab, die von etwa 60 Mitgliedern besucht war. Auch Herr Kreisrat v. Hombergk hatte der ergangenen Einladung Folge gegeben. Der Vorsitzende, Kreisamtsbureauvorsteher Schneider in Heppenheim, begrüßte die Versammelten, besonders Kreisrat' v. Hombergk, dem er für das durch sein Erscheinen an den Vereinsbestrebungen bewiesene Interesse Dank abstattete. Er betonte ausdrücklich, daß sich der Verband zur Aufgabe gestellt habe, den Herren Vertretern der Kreisämter Gelegenheit zu geben, die Bestrebungen des Verbandes kennen zu lernen, zumal der Verband ganz besonders auch die geistige Hebung seiner Mitglieder erstrebe. Kteisrat v. Hombergk wies darauf hin, daß die Vorbildung und Erziehung eines tüchtigen Bureaupersonals für den Kreisrat von außerordentlicher Bedeutung sei und er alle dahingehenden Bestrebungen nur be- grüfje unb unterstütze. Die Erstattung des umfangreichen Geschäftsberichts, ebenso ein Vortrag, den inneren Dienst bei ben Kreisämtern (der wegen Verhinberung bes Referenten zur Verlesung kam) würbe mit Interesse entgegengenommen. Sowohl hieran, als auch an ber Besprechung über bie Lage des Stanbes beteiligten sich verschobene Mitglieber. Bei dem gemeinsamen Essen brachte ber Vorsitzenbe ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Kaiser unb Großherzog aus. " Noch eine Tourist entarte von Oberhessen. Gewiffermaßen als Ergänzung zu ber vor einigen Tagen von uns erwähnten, in Marburg erschienenen Karte legt uns jetzt die Rothsche Verlagsbuchhandlung ihre bereits in dritter Auslage herausgegebene „Spezialkarte von Heffen-Nassau, Oberheffen, Vogelsberg, Westerwald, Taunus unb Lahntal" auf ben Rebaktionstisch. Diese Karte ist freilich weit geeigneter für Gießener Ausflüge als bie erwähnte Marburger Karte. Sie hat Gießen zum Mittelpunkt unb erstreckt sich nördlich bis Battenberg, so daß sie also auch noch das tzmter- Annb mit hineinbezieht, östlich bis Hersfeld unb Fulba, süb- lich bis Mainz unb westlich bis Koblenz. So umfaßt sie also nicht nur bas ganze Lahngebiet, fonbern auch bas ber mittleren Fulba unb bes unteren Main mit Frankfurt, Offenbach, Hanau unb Seligenstabt, unb bas ber mittleren Sieg mit Siegen :e. Sehr wertvoll ist bie mitgegebene Skala ber Hohenschichten, bebauerlich aber baS Fehlen ber Wegemarkierungen. Die nächste Auflage hätte biese unbebingt nachzuholen. Klarheit unb Uebersichtlichkeit lasten nichts zu wünschen übrig. Die Karte kostet 1 Mk. 50 Pfg. " Unwetter in Oberhessen. Am Mittwoch gingen über ber Gegenb von Gießen bis Butzbach, sowie im Kreise Bübingen unb in benachbarten preuß. Gebieten, wie z. B. in Birstein, fortgesetzt schwere Regenmengen nieder, verbunden mit Gewittern. Felder und Wiesentäler stehen stellenweise unter Master. Die Flüßchen unb Bäche treten über ihre Ufer, auch bie Lahn begann zu steigen. Für baS Getreibe wäre jetzt Sonnenschein unb trockenes Wetter von Noten. Die Winterfrucht liegt meistens auf bem Boben wie gewalzt. Dagegen gebeihen bie Hackfrüchte vorzüglich. — AuS Lorbach bei Bübingen wird uns unterm 11. ds. Mts. geschrieben: In den Nachmittagsstunden ging, von Süden kommend, ein Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen plötzlich nieder. Von dem nach dem Herrnhag gelegenen Berge wälzten sich schon nach einigen Minuten die Wassermassen in den tie'gelcgenen Teil des Dories und stillten Höse und Ställe. Das Vieh war in Gefahr, zu er- trinken ; einige Schweineer tranken auch. Ackergeräte nsw. schwammen auf der Straße, Wagen standen bis an die Axen im Wasser. Nicht minder traurig sah es in den Gärten und Wiesen ans; hier häufte sich der Schlamm unb Schutt fußhoch auf. Auch an ben Obstbäumen fanben Verwüstungen statt, massenhaft war das Obst abgeschlagen.. Angrenzende Gemarkungen wurden ebenso stark durch das Unwetter heimgesucht. Auch im Quellgebiete der Ober und ihrer Quellflüsse sind so starke Regengüsse niedergegangen, daß die Flüsse rapid gestiegen sind. In Ratibor ist die Oder von 2,07 Mtr. aus 4,63 Mtr. gestiegen unb steigt noch weiter. Die Weichsel hat die Ufer verlassen. Allen Anzeichen nach steht man dort vor einem zweiten Hochwasser. "Die v e r w ü n s ch t e n S ch n a k e n. Nur zu oft fann man jetzt bei Spaziergängen, beim Aufenthalt in Wald und Garten diesen Ausruf aus dem Munde eines geplagten Mitmenschen vernehmen. Meist erfolgt darauf ein klatschendes Geräusch, das nufer' geübtes Ohr von dem plötzlichen Ableben des blutgierigen Insekten in Kenntnis setzt. Der Gestochene aber betrachtet mit grimmiger Miene den kleinen Hügel auf feiner Haut, zieht das Fläschchen Salmiakgeist hervor, das er als gebildeterMitteleuropäer zur jetzigen Zeit stets bei sich zu tragen pflegt, unb benetzt die juckende Stelle mit der ätzenden Flüssigkeit, um — schon im nächsten Moment wieder durch einen kräftigen Schlag eine Schnake in die ewigen Jagdgründe der Jnsektenwelt zu befördern. Es liegt etwas uerven- aufreibendes in dem beständigen Kampf, ben wir an warmen, schwülen Tagen mit Schnaken auszufechten haben. Eine Zigarre erweist sich in ben meisten Fällen als gute Wehr gegen die stech- (uftigen Gesellen. Unb Zigarrenasche, mit irgend einer Flüssigkeit vermengt, vertreibt bie Stiche und Schmerzen fast noch besser als Salmiak. Aber es ist nicht jedermann Raucher und zweitens darf in den Wäldern oft nicht geraucht werden. Also auch hiermit ist kein unfehlbares Gegenmittel geboten. E s wird weiter g e - stoche n, — trotz der braven Leitung unserer vorjährigen „Schnakenkommission". Tie Schnaken, die von den gefieberten Bewohnern unserer Wälder gern zum Nachtisch verspeist werden, sind übrigens treffliche Wetterpropheten, denn wenn sie sich am Abend im Reigen schwingen, so bedeutet das für den nächsten Tag gute Witterung. Tiefsinnig ist auch die Regel, bie der alte Schäfer Thomas für diesen Schnakenball aufgestellt hat. Sie lautet: Tanzen drei Tag vor Jacobi die Mucken, kannst du nicht mittanzen, sondern mußt zugucken. " Die wachsende Großstadt. Die Einwohnerzahl für den Stadtkreis Frankfurt ist unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu- und Abwanderungen und des entsprechenden UeberschnsseS der Geburten über die Sterbefälle am 1. Juli mit rund 3 40000 anzunehmen. " Unsere Mitteilung über die Schlägerei auf OSwaldSgarten sei noch dahin ergänzt, daß der Vorfall sich etwa l1/. Stunden nach Schluß des Wirtschaftsbetriebes in der bayrischen Bierhalle abspielte. Der Schauplatz der Exzeffe war nicht die bayrische Bierhalle selbst, sondern lag außerhalb derselben nach dem Pavillon zu. — Langgöns, 11. Juli. Der Gesangverein Germania mit seinen jungen Mitgliedern, der unter schwerer Konkurrenz auf dem Gesangswettstreit in Lollar den vierten Preis errang und sich damit im Besitze von vier Preisen befindet, wird sich kommenden Sonntag, den 15. b. M., an dem Fahnenweihfeste beS Gesangvereins Polyhymnia in Beuern bei Gießen beteiligen unb bort unter ber Leitung seines Dirigenten SameS einige Lieber zur Verschönerung bes Festes vortragen. Auch bie passiven Mitglieber können an bem Feste teilnehmen. Lich, 11. Juli. Bürgermeister Dörmer hat vorige Woche einen sechswöchigen Erholungsurlaub nach Bab- Nauheim angetreten. Die Bürgermeistereigeschäfte versieht ber kürzlich zum Beigeorbneten gewählte Herr Jakob Jhring hier. Die Bestätigung des Letzteren als Beigeordneter steht noch aus. — Bei der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung des Kriegervereins wurde der frühere Vorsitzenbe Herr Hauptlehrer Alt in Alsfelb einstimmig zum Ehrenmit- gliebe ernannt. (H. Lanbp.) O Kinzenbach, 10. Juli. Die Gerneinbe verkaufte am vorigen Samstag ein Grunbstück, bas bis jetzt fast ganz nutzlos balag unb größtenteils als Gänseweibe benutzt würbe. Das Grundstück, bas etwa 176 Meter lang unb burchschnittlich nur 9 Meter breit ist, würbe für fünf Bauplätze vorgesehen unb ber Quabratmeter mit 3 bis 3.80 Mk. bewertet. Die Gerneinbe hingegen Hat im Vorjahre ein Grunbstück zum Bau einer neuen Schule angekauft, bas, obwohl cs in erster Lage gelegen ist, nur 2.95 Mk. ber Quabratmeter kostete. Mainz, 11. Juli. Für Pumpversuche in ber Gemarkung Laubenheim zur Errichtung eines neuen stäbt. Wasserwerkes werben 60 000 Mk. von ber nächsten Stabtverorbnetenversammlung geforbert. Die Konzessionen für bie elektrischen Straßenbahnlinien Main-Gonsenheim unb Kastel-Kostheim wurden der Stadt jetzt von der Regierung erteilt. -k Frankfurt a. M., 10. Juli. Die deutschen Lohnfuhrunternehmer halten vom 10. bis 13. Juli hier ihren 13. Verbandstag ab. Am ersten Tage wurden die Regelung des Straßenbahnwesens, der Verkehr der Kraftfahrzeuge, die Regelung des Droschkenfuhrwesens und bie Errichtung von Fahr- unb Fachschulen beleuchtet. Für den Straßenbahnverkehr wurde gefordert, daß reichsgesetzlich eine Mindestbreite für Straßen mit Straßenbahnbetrieb verlangt werde. Weiter gelangte eine Resolution zur Annahme, die Ausdehnung der Haftpflicht auf die Straßenbahnen verlangt. Nicht sonderlich günstig gestimmt zeigte sich die Tagung den Kraftfahrzeugen gegenüber. Man forderte Geschwindigkeitsmesser und Gleitschutzreifen für bie Autos. Zufrieben zeigten sich die Fuhrwerksbesitzer mit dem Automobil-Haftpflichtgesetz. Weiter wurde eine größere Erkennungsnummer und Einhalten der Automobile auf der Landstraße beim Nahen eines Fuhrwerks gefordert. In dem Bericht über das Droschkenfuhrwesen wurde das Scheuklappenverbot getadelt. Man wünschte ferner allgemeine Errichtung von Fahr- und Fachschulen nach Dresdener Muster. Bei diesem Punkte betonte Stadtrat Fl in sch - Frankfurt, daß man in Frankfurt einem solchem Projekte sympathisch gegenüber stehe. Erwähnt sei noch, daß dem Verband 56 Lokalkomitees mit mehr als 5000 Mitgliedern angehören. h Frankfurt a. M., 11. Juli. Die Kriminalpolizei verhaftete eine steckbrieflich verfolgte Hochstaplerin, die unter dem Namen einer Frau von Soden in hiesigen Geschäften Einkäufe machte und die Waren nicht bezahlte. Die Schwindlerin, die sich in anderen Städten auch als Gräfin von der Schulenburg ausgab, ist die 28 Jahre alte vorbestrafte Helene Quidde aus Braunschweig. * * Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Hoch-Weisel wirb noch in diesem Jahr eine Wasserleitung eingerichtet. — Der Gesangverein „Germania" in Sechshelden hält am 15. Juli ein größeres Sängerfest ab. — Bei der Posthilfstelle in Stumpertenrod ist eine Telegrapheuanstalt mit öffentlicher Sprechstelle unb Unfall- meldestelle eröffnet worden. — Das Bezirkst riegerfe st des Hassiabezirks Alsielb findet am 15. Juli in Hopfgarten statt. Vermischtes. * König Edward von England weilt in diesen Tagen als Gast seines alten Freundes, deS Earls o f Rosebery, auf dessen Schloß Mentmore. Mentmore gehörte früher den englischen Rothschild und liegt unweit von Lcighton Buzzard, der ländlichen Residenz deS gegenwärtigen Lord Rothschild. Dessen Onkel, Baron Mayer von Rothschild, der sich um die Förderung der Landwirtschaft Englands hervorragend verdient machte, war es, der Mentmore mit ungeheurem Kostenaufwande erbaute. Und als seine einzige Tochter Hannah von Rothschild 1878 die Gattin des EarlS of Rosebcrv wurde, bildete Mentmore einen Teil ihrer Morgen- gäbe. Im Dolksmunde nennt man diesen Teil von Buckinghamshirc, wo fast jeder Fußbreit Boden den Abkömmlingen des einstigen Frankfurter Welthauses gehört, daS „Land Rothschild". * Brände. In Sevilla zerstörte eine große Feuers- b tu «ft einen Teil bes P a l a st e s bes Z i v i l g o u v e r n e u r s. Sämtliche Bureaus bes Schatzamts mürben eingeäschert, bas Archiv ist stark beschädigt, nur bie Kaste konnte gerettet werben. Die Familien des Zivilgouverneurs unb bes Schatzmeisters konnten sich nur mit Mühe retten. Das Feuer, bas von einem heftigen Winbe angefacht mürbe, sprang auf bie Pablokirche über; ber Turm derselben stürzte mit furchtbarem Getöse auf bie umliegenden Gebäude nieder. Tie Kaserne der Zivilgarde, in der sich Munitionsvorräte befanden, flog in bie Luft. Der Brand währte den ganzen Tag. Militär mußte bie in ber Nähe ber Brandstätte liegenden Häuser räumen. Bei den Rettungsarbeiten erlitten mehrere Personen Verletzungen.— In Paris wurde das Straßendepot der Linie Madelaiue-Bastille, ein Gebäude von 200 Meter Länge, durch Feuer zerstört. Große Futtervorräte sind verbrannt; der Schaden wird auf 250 000 Franks geschätzt. — In Antwerpen wurde ein Warendepot, welches große Mengen Benzin uitbCel enthielt, durch Feuer zerstört. Tas 1600 Quadratmeter umfassende Gebäude wurde vollständig eingeäschert. * Ein überaus peinlicher Künstlerskandal, in den erste italienische Schriftsteller und Künstler verwickelt sind, soll, wie aus Rom geschrieben wird, die Römische Prätur beschäftigen. Der Kritiker und Romandichter Ugo Ojctti klagt den Aristide Sartorio, früher Profestor in Weimar, der Beleidigung und Verleumdung durch obszöne Briefe sowie durch einen Schmähartikel in einem Künstlerfachblatte an. Es handelt sich um folgendes: Professor Sartorio. der ein ebenso großer Künstler wie bizarrer Mensch ist, lag mit seiner Fran, einer geborenen Frankfurterin, in Scheidung, und als Hauptbelastungszeuge gegen den Künstler soll deffen Freund Ojetti figuriert haben.- Obschon Öjetti dies bestritt, erfolgte, seitens des kampffrohen Sartorio alsbald ein Pelotonfeuer von Briefen und Postkarten voll blutiger Satire (einige waren mit . . . sagen wir derb mythologischen Randzeichnungen geschmückt), und zuguterletzt erschien in der Künstlerzeitung „La Parola degli Artisti" ein Artikel „Ein Kritikerprofil", der allen früheren Komplimenten die Krone aufsetzte und selbst in Rom, wo man an scharfe publizistische Kost gewöhnt ist, Kopfschütteln erregte. Profestor Sartorio warf darin seinem früheren Freunde so ziemlich alles vor, was man einem Kritiker und Menschen nur vorwersen kann, und waS, wenn cs wahr wäre, unter alle möglichen Paragraphen deS Strafgesetzbuches fiele. Die Antwort Ojettis bestand in der Klage, und als Zeuge sind Schriftsteller und Künstler zitiert wie D'Annnnzio, Antonio della Porta, der Maler Sacchetti und andere. * Vor knapp vier Wochen. Die in Vilshofen, unweit Passau, erscheinenbe klerikale „Tonauwarte" behandelt, mic bie „Münchener N. Nachr." mitteilen, in einem Leitartikel bie Geburt bes jüngsten Hohenzollernkindes unb trägt bei dieser Gelegenheit ihren Lesern folgende Berechnung vor: „Wenn auch bie Ehe des hohen Paares e r st a rn 6. I u n i b. I., also vor knapp vier Wochen, geschlossen worben ist, so barf man das nun eingetretene freubige Ereignis keineswegs als ein besonderes Wunder, das da geschehen, erblicken. Die Ankunft des neuen Hohenzollern soll in ganz korrekter, natürlicher Weife erfolgt sein und darum wird wohl auch niemanb an bem etwas frühzeitigen Eintreffen des hohen Prinzen Anstoß nehmen; derartige „Ueberraschungen" gehören bereits zu ben fürstlichen Privilegien." Der in feinem sittlichen Empsinben anscheinend so tief verletzte fromme Vilshofener hat, wie sich aus seiner Berechnung zeigt, ein ganzes Jahr verschlafen. * Kleine Tageschronik. In Leipzig ist der Schutzmann Tag, ber von einem Einbrecher durch Revolverschüsse schwer verletzt wurde, tm Krankenhaus gestorben. — Ein in Lissa (Posen) wohnender 26 jähriger Kellner aus Ungarn überfiel nachts den 30 jährigen Sohn seines Wirtes unb schlug ihn mit einer Ltzt nieber. Dann stahl er zwei Taschenuhren unb entfloh. Des Morbes mitverdächtig ist der gleichfalls flüchtige Marttn Krüger. — In Berlin verhaftete die Kriminalpolizei sechs jugendliche Arbeiter, die ein 18 jähriges geistesschwaches Mädchen vergewaltigt hatten. — Tie Stadt Osnabrück erhielt von ber Regierung bie Erlaubnis zur Aufnahme einer Anleihe für ben T h e a t e r n e u b a u. — Nach einer Meldung aus Florenz brachen Diebe in die Kirche von (Salonio bei Florenz ein und raubten ein Gemälde vou Luea della Rvbbia,die Mutter Gottes mit zwei Heiligen darstellend. Arbeiterbewegung. Butzbach, 11. Juli. Dos Gerücht, daß unter ben hies. Ge r - berge Hilfen ein Ausstonb geplant sei, ist vollständig unzutreffend. Von einigen Arbeitern der Firma H. Küchel II. wurde die Gleistellung ber Löhne von WvchenaÄeitern mit benen der gelernten Gehilfen verlangt, welch letztere zur Zeit etwa 19 Mark Wochenlohn beziehen. Selbstverständlich konnten die Chefs sich zu diesem unbilligen Verlangen nicht bereit finden unb haben einigen Arbeitern ihre Entlassung nahegelegt. Im übrigen besteht gerabe in den hiesigen Gerbereien — es sind deren 9 am Platze — zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern dos beste Einvernehmen. Gerichtssaal. — Ein Akticndicbstahl in den Räumen der Darmstädter Bank zu Berlin beschäftigte dort die 7. Strafkammer des Landgerichts I. Wegen Diebstahls war der 24 jährige Bankbeamte Walter John angcklagt, während sich der Bankbuchhalter Martin Maue wegen Begünstigung ver- des Portugiesen III . 115.00 Berliner Börse, 4% 4% 3% 3% 221.00 159 00 209 00 233.00 124.90 127.00 168.75 140.00 23630 35.00 144.80 147.00 208.80 233.90 34.70 124.70 Elektriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schlickert . . Eschweiler Bergwerk . . .147.00 53.60 . 90.70 . 70.00 . 98.10 100.40 100.40 95.80 103.95 73.10 70.70 88.45 95.40 95.30 Lombard. Eisenbahn . . Gestern Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn . 12. Juli. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . Laurahütte . . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . . Türkenlose . . . . 177.50 . 182.90 . 158.10 . 210.40 99.70 87.90 99.70 87 70 98.35 4fn rnss.Staatsanl. 1905 4M%» jäpan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1 "03 Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutgch-Asiat. Bank Diskonto-Kommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . ■ . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn . Gotthardbahn . . . . 159.10 . 139.60 . 236.50 . 85.00 . 157.10 4% Gestern Goldrente. . 4*/s% Gestern Silberrente . 144.00 . 128.95 . 252.50 Cauada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: ruhig. Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurahütte...... Nordd. Lloyd..... Obeischles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges Beichsanleihe do. Konsols do. . . Hessen . . . Oberhessen Ungar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . Fruchtmarkt. Durch- Imtworten mußte. John hat NationalSkonomie studiert. Er trat daun in das Effekten burr cm der Darmstädter Bau! ein. Hier unterlag ihm die Koulrollc der ein- und ausgehenden Wertpapiere. Als Gehalt bezog er 125 Mark. Der Angeklagte, durch dessen Hände täglich Wertpapiere im Betrage von vielen Tausend Mark gingen, unterlag, als er infolge leicht, sinnigen Lebens Schulden gemacht hatte, der Versuchung. Er setzte sich mit Maue in Verbindung und teilte ihm folgenden Plan mit. Er wolle ein Wertpapier entwenden und Maue sollte dieses unter falschem Namen zu Geld machen, um sich in den Pfingstfeiertagen amüsieren zu können. Maue ging auf den Plan ein. Am 31. Mai d. I. hatte John Effekten im Werte von mehreren Tausend Mart zu kontrollieren. Infolge mangel- haftet Kontrolle gelang es ihm eine Höxter Eisenbergwerksaktte zum Kurs, werte von 4000 Mark unbemerkt verschwinden zu lassen. Am nächsten Tage erschien bei dem Bankier Bernstein ein junger Mann, der schüchtern anfragte, ob auch Aktien gekauft würden. Es war dies Maue, der unbeholfen den Verkauf deS Wertpapicres bewerkstelligen wollte, während John mit einem Studiosus Sack vor dem Geschäft auf ihn wartete. Das scheue Wesen des M. fiel dem Bankier auf. Er behielt d,e Aktie zurück unter dem Vorgeben, er müsse sie erst kontrollieren und ersuchte den Aw geklagten am nächsten Tage wiederzukommen. Als M. am nächsten Tage erschien, um die vier „braunen Lappen" in Empfang zu nehmen, wurde ihm der Empfang durch einen Kriminalschutzmann bereitet. Konsterniert räumte M alles ein. Die Folge war, daß auch John verhaftet wurde. Das Gericht erkannte gegen John auf 6 Wochen Gefängnis, unter An- redjnung von 4 Wochen der Untersuchungshaft und gegen Maue auf 1 Monat Gefängnis, der als verbüßt erachtet wurde. - Für den Versuch, ihre Herrschaft zu vergiften, um, wie sie vor der Strafkammer deS Landgerichts zu Altona erklärte, aus dem Dienst zu kommen, indem sie so viele Schelte und Vorwürfe erhalte, wurde em 16 jähriges Dienstmädchen zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Arzt, der ihr eine arsenikhaltige Arznei verschrieben, hatte sie gewarnt, mehr als zehn Tropfen einzunehmen, da die Medizin sehr giftig fei. Diese Vorschrift hatte das Mädchrn auch für seine Person befolgt, aber ihrer Herrschaft ein Quantum der Flüssigkeit in die Speisen gegossen, worauf sowohl der Dienstherr wie die Dienstherrin nicht unbedenklich er- krankt waren. Hamburg, 11. Juli. In dcr Klagesache der H a m b u r g - Amerika-Linie gegen 127 Schauerleute auf Schadenersatz wegen Vertragsbruchs, weil sie am 1. Mvr ohne Erlaubnis von derAr beit fortblieb en, wurde heute, nachdem am 21. Mai durch Zwischenurteil Vertragsbruch festgestellt war, über die Höhe der von den Verklagten zu zahlenden Summen verhandelt. Der die Gesellschaft vertretende Inspektor Theile erklärte, da es der Hamburg-Amerika-Linie nicht so sehr auf die Höhe der zu zahlenden Summe ankomme, als auf das Prinzip, auf Vorschlag des Vorsitzenden des Gewerbegerichts, Amtsrichters Bovsen, mit der Zahlung von je 20 Mark zufrieden zu sein, obwohl der Schaden beträchtlich größer sei, als die von der Hamburg-Atncrika-Linie geforderten 12 000 Mk. Den Vorschlag lehnten die Vertreter der Beklagten ab und bestritten jede Schuld. Das Gericht beschloß, neuen Termin auf den 19. September anzusetzen, worin die Hamburg-Amerika-Linie ihren Schaden genau begründen soll. Die Beklagten lehnen jeden Vergleichsvorschlag ab, um sich die Möglichkeit zu wahren, sich an ein höheres Gericht zu wenden. 3^70 3% 3^70 3% 3^°/„ 3^°/n Märkte. fc. Franksurt a. M., 12. Juli. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Verkaufe standen: 17 Ochsen, 0 aus Oesterreich 4 Bullen, 0 aus Oesterreich, 74 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 an§ Oester., 639 Kälber, 35 Schafe und Hammel, 1 Ziege, 2 Ziegenlämmer, 1 Schastamm. Bezahlt wurde für ba§ Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 78—81 Mk., Türkenlose..... 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier 4% Mexikaner . . . 3%% Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss' .... Buderus E. W . . . Tendenz: ruhig. Regierung nur durch den Gesandten in Berlin zum Aus- druck gebracht worden. Amiens, 12. Juli. Der Zug Calais.Basel fuhr auf dem Bahnbose Ailly für Somme in einen Güterzug hinein. Dcr Lokomotivführer und fünf Reifende des Zuges Ealais-Basel wurden verwundet. Die Lokomotive und mehrere Waggons des Güterzugcs wurden vollständig zer. schmettert und das Eisenbahngebäude ruid ein benachbartes Haus teilweise stark beschädigt. Budapest, 12. Juli. Der von Sillein kommende Personcnzrtg fuhr infolge falscher Wcichenstellung bei der Einfahrt in die Station Trenozin in einen Lastzug. Zwei Wagen wurden zertrümmert und elf Personen, darunter zwei schwer verletzt. Petersburg, 12. Juli. Trotz des erfolgten Dementi behaupten einige Blätter, daß von Berlin au§ die Anregung zu einer Zusammenkunft zwischen Kaiser Wilhelm und dem Zaren gegeben wurde. Der Zar habe jedoch bis jetzt noch nicht darauf geantwortet. Rewpork, 12. Juli. Der wegen Mordes angeklagte Millionär Thaw ließ Berichterstatter der Zeitungen ins Gefängnis rufen und machte ihnen die Mitteilung, daß er sich gegen den Verdacht wehre, in einem Anfall von Wahnsinn gehandelt zu haben, wie seine Verteidiger behaupten. Limburg a. d. L., 11. Juli. schnittspreise pro Malter. Roter Weizen 15.80 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 00.00, Gerste 00.00 Mk., Hafer 0.00 Mk., 2. Qualität 72—74 ML, 3. Qualität 00-00 Mk.; Bullen 1. Qual. 72—74, 2. Qual. 00—00; Kühe L Qualität 73—75 Mk., 2. Qual. 71—72 Mk^ 3. Qual. 54—56 Mk., 4. Quoll 00—00 Mk., 5. Qu all 00—00 Mk. Kälber 1. Quoll 96—100 Pfg., Lebendgewicht 57—60 Pfg., 2. Qualität 82—88 Pfg., Lebendgewicht 48 — 52 Pfg., Schlachtgew. 63—67 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 78—80 Pfg., 2. Qual. 00—00 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh lebhaft, bei Kleinvieh flott, kein Ueberstand. Israelitische Religionsgesellschaft. <5>otte?btenff. Sabbathfeier am 14. Juli 1906: « Freitag abend 8.00 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbathausgang 9.30 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 6.00 Uhr, abendZ 8.00 Uhr. Telefonisch® KursbePäcMe Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie. Gipsson. Frankfurter Börse. 12. Juli, 1.15 Uhr. mQu' Men Schloß ft“ Rothschild unb lieg® ' **bcni gezenwarllgkn b0? Rothschild, btt sich d- hervorragend verdient 1 V.°simaufw°nde trboutt °W4Hb 1878 die «mtn Xu( ihr« Morgen' ■tonLEnghamshitk, foo nnfagtn Frankfurter J eine große Feurrtz. Uvtlqouverneurs ' emqeäsckert, da? Archiv e wettet werben. Tie üatzmeisters konnten sich c>n einem heftigen Winde k'rche über:-er Surm aut die umliegenden 8e- nlgarde, in der sich Ue Lust. Ter Brand le die in der Nähe der lei den Rettungsarbeiten -Fn Paris wurde das stille, ein Gebäude von Große Fnttervorräte sind 0 Franks geschätzt. - In welches große Mengen töit Tas IM Quadrat' idig eingeäschert. Itrftaiibal, in den erste finb, fofl, mit au3 Morn . 242.25 . 126.20 ”Hn,Sln*n -"«SS *’**"&'• otQu non fink und die IN Soben anber ' S1* n ctumn ’ lf|ro6cte§ Z V'^etieft w H°charten statt. Äb * Vorsicht~ ist geboten wertigen Wosäiptllvern. Das seit 25 Jahren im Handel befindliche Dr. Thompsons Seifenpnlver, Atorke Schwan hat sich bis jetzt als das beste, billigste und bequemste erwiesen. — Ueberoll zu haben. Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. Gietzener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 13. Juli 1906: Wolkig. Zeitweise aufheiternd, geringer Regen: kühl, besonders nachts. Mäßige westliche Winde. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Original-Drahtmeldnirgen. sd. Darmstadt, 12. Juli. Fürst Wilhelm von Hohenzollern traf heute vormittag 10 Uhr zur Abstattung seines Antrittsbesuchs am Großh. Hof ein. Er wurde am Bahnhof von S. K. H. dem Großherzog empfangen und sodann nach dem Residenzschloß geleitet, wo Frühstückstafel stattfand. Rach der Tafel begaben sich die Herrschaften zum neuen Landesmuseum unb nach dessen Besichtigung im Automobil nach Jagdschloß Wolfsgarten. Der Fürst wird in Wolfsgarten übernachten und morgen nachmittag 1.20 Uhr nach Sigmaringen abreisen. Berlin, 42. Julll Die Raubanfälle in Eisenbahnzügen bilden den Gegenstand eingehender Besprechungen im Ministerium. Alle Verbesserungsvorschläge werden eingehend geprüft und genau erörtert, aber leider hat sich noch kein Mittel finden taffen, das mit unfehlbarer Sicherheit eine Abhilfe herbeiführt. Berlin, 12. Juli. Es ist mit Bestimmtheit zu erwarten, daß dem Reichstage noch im nächsten Winter das neue Zivilpensionsgesetz zugehen wird. Hamburg, 12. Juli. Der Redakteur des Fachblattes der Hafenarbeiter, Gerlitzky, der erst kürzlich wegen Aufreizung zum Klaffenhaß zu sechs Monaten verurteilt wurde, erhielt wiederum 150 Mark G eldstrafe, weil er die Arbeiter aufforderte, bei Beleidigungen durch „Kapitals st en- Sklavenvögte" sofort die schärfste Gegenwehr auszuüben. Lübeck, 12. Juli. Der Bürgerausschuß stimmte dem Senatsantrag zu, alle Schiffahrtsabgaben bedeutend herabzusetzen. Schrimm, 12. Juli. Die Strafkammer verurteilte den Landwirt OgredowSky zu 7 Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust, weil er einigen Leichen die Köpfe und andere Körperteile abgeschnitten und sie in seinem Stalle vergraben hatte, um nach seinem Aber» glauben in der Viehhaltung Glück zu haben. Rom, 12. Juli. Minister Tittoni trat von London seine Rückreise an. Seine kurze Anwesenheit in Paris wird er zu einem Besuch beim Präsidenten Falliöres benutzen, um den Dank der italienischen Negierung für die französische Unterstützung bei der Renten-Kon- version auszusprechen. Für die Beteiligung Deutschlands an dieser Finanzaktion ist der Dank der italienischen rigen. Str Shiiiltr unb rtorio, früher Professor w. Art $ MMr \wo\t iyWk an. handel! ebmfv großer Künstler roie Irenen Frankfurterin, qegm den Künstler soll Wfa ijrtti dies bestritt, erfolgte lh PtloMsmer von Briefen wren nut . . • logen ttff idt, und zuguterletzt erfchM ein Artikel.Ein Kritiker. Krone ousiehte und selbst in qmöhnt ist, KoPsMNeln-r. n früheren Freunde so zM' tb Menschen nur vorweg : alle möglidltn $arogr* itttii bestand in der filoge, & gittert wie D'Smmnzia, ‘"Tin WW"' einem Leitanikel di -n roorben 1° § al§ Die Ankunft "‘„ bOT °>w°S 1 dnartqe “ l5rfÄ ti scheinend jo w em Berechnung W M ’ r‘u^ iugendl«^ WZ« MK »ei01 er Hi® (S> -e ro a er r:- «> S' re 5 S o re. er — 's“ "D?cd CB _ re *§5 <»re re’ 2 er 5t> K" re cm O *' 2 - CD -j; xS re -es 2 U-CO OD ä re —n — D re - ä re 5 er ’ ST 2 «» -r o — re re'C. er d* re —? E ODE CD - «» rz e cd — ~CD 2 n 3 rer "er re re "tre — - Ä CD X. § re '5? ö> 00 3». =27 ö X- S re «b S re S O cd — er re 'S) 2 "1 » e* I EC er HZ CD ^-./re Ere-es re^ö *”*’ S” '-*■ ?a S o 2.S- i= M s."G>5 ® » 2.^ ■ S 5 D’J ’cS 2? 5"=? O S = re er- r» re re T* re re CTC re »s> ö . CD § CD Z 5 Zx = 5'OI Ä re* 2 CD X O 5» CS Ä - re = -3i er—. - re - —a* (5) . S: ro re- « re- Ä © = g o 5 re « e>3 ft) d er- re re er er cd o re 2 S CD e re "5=' S'**" ° re er ex-5- re- re IX>CD ^--2 re. re re CT 2. • <3 o ^3 aprere t er —-fl re— \-5 n O ,— re/> QM « O - *» M 5 5" 5 re ö. —* <-s "CS" 33 i~t •—- ,— - ^7 «.o* 3.»® « «»«• o 2'2 ro 53*0 G 0*3, re — re ri C3 — ro reter er* re « re\ re 3 I " 'S rt; er I L. — ' ag CD o • 5* re- _ CD i-i- ™ re 'S)' ~ - 2.TT — 33 D.D- 2 « Objekt, welches weit mehr als 50,000 Mk. wert ist, gesucht. Es wird evtl, auf Wunsch noch Bürgschaft für diesen Betrag voll einer Weingroßhandlg.geleist. Schriftl. Angebote unter 4253 an den Gießener Anzeiger erbeten. WwWWWwwWWVwWW Derjenige, welcher am Tonners- tag, den 5. ds. Mts. den Hundertmarkschein in deroberen Bahnhofstraße gefunden und trotz zweimaliger Aufforderung bis jetzt noch nicht abgegeben hat, ist erkannt und wird aufgefordert denselben binnen 2Tagen an untenstehende Adresse cm» zusenden, andernfalls unverzüglich Strafanzeige erfolgt. H. Ringel, 104998 bei Carl Schwaab, Seltersweg 23. Das Beste > für die /e». Haut alle ly/L&y pautunrei- nigkeiten, Pickel, Mitesser, - entöle, rote Hände, Sommerspr., Falten und Flecken rc. ^