Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen E2 Die heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. deutsche Schulstratze 7. Redaktion 112 Verlag u.6p>eb.e=^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. BesleUg. Annahme ron Anzeige, für bie Tagesnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12'1$U auswärts 20 Plg. ~ Verantwortlich 'fit den poliL und allgem. Teil- P. Wittko: füt .Stadt und Land- und .Gerichtssaal-: Ernst Heb', für den Anzeigenteil: Hans Beck. lichterfelde eine Feier statt. Im Reichstage widmete Graf Ballestrem bei 33c-: ginnX her Sitzung dem freisinnigen Führer einen warmen Nachruf. Auch im Abgeordnetenhause, dem bekanntlich Eugen Richter nicht mehr als Mitglied angehörte, übernahm es der konservative Abg. von Heydebrand, im Namen seiner Freunde und auch der übrigen Parteien Richter einige anerkennende Worte zu widmen. Bei dem Empfange der Nachricht vom Tode Eugen Richters äußerte sich Reichskanzler Fürst Bülow ungefähr in folgender Weise: Er nehme mit aufrichtiger Teilnahme Kenntnis oon dem Hin- scheiden Richters. Er habe die hohe Begabung des Verstorbenen besonders aus finanztechnischem Gebiete stets anerkannt und dem hervorragenden Eharaklcr Eugen Richters niemals seine Achtung versagt. Obwohl er, der Kanzler, in vielen politischen Fragen einen anderen Standpunkt einnehmen mußte, so möchte er doch betonen, daß ihn auch gleiche politische Anschauungen mit Eugen Richter naher z n s a m m e n g e f u h r t haben, so vor allem die Bekämpkung der Sozialdemokratie, die der Verstorbene trotz aller demokratischen Anschauungen rücksichtslos dnrch- gcllihrt habe. Diese gleichartige Auffassung habe den Kanzler auch persönlich dem Führer der Freisinnigen nahe a e b r a ch t u n d z u m a n ch e n i n t i m c n u n d i n t e r e s s a n- len Gesprächen geführt, an die Fürst von Bulow sich gern erinnert. Der Witwe Richters ließ der Kanzler ein in warmen Worten gehaltenes Beileidstelegramm zugehen. Finanzminisier Freiherr von R h e i n b a b e n äußerte sich wie folgt: „Ganz kürzlich erst h a b e ich an Eugen Richter geschrieben und ihm meine besten W ü nsche für bald: g e Genesung ausgedrückt. Dafür erhielt ich dieser Tage ein freund- Iiches Dankschreiben. Umso lebhafter bedauere ich, da 6 meine W ü n f ch e n i ch t i n E r f ü l l u n g g e g a n g en , in d. Mit ihm ist eine der markantesten Erscheinunaen unseres öffentlichen Lebens dahingeschieden, lieber allen politischen Meinungsverschiedenheiten steht sa die Achtung von Mensch zu Mensch, und gerade in der fetzigen Zeit zunehmender politischen Zerklüftung mußte es als Aufgabe jedes Patrioten betrachtet werden, dieses menschliche Moment nach Möalichkeit zu pflegen, und dadurch versöhnlich aus unsere politischen Verhältnisse zu wirken. Mein Finanzressort bat aber doppelt Veranlassung, das Hinscheiden Eugen Richters zii beklagen, denn er war einer der größten Kenner des Budgetrechts, wie überhaupt aller finanziellen Fragen. Ich könnte in diesem Falle sagen: Sie haben einen guten Mann begraben, mir war er mehr wert." * Aus Gießen wurden nach Berlin folgende Beileidstelegramme gesandt: Reichstagssraktion der Freisinnigen DoApartei Berlin. Trauernd steht mit der Fraktion an der Bahre unseres unvergeßlichen Führers Eugen Richter mit allen Freunden im ganzen Zum Tod? ßugen Mchters. Berlin, 10. März. Das Befinden deS Abg. Eugen Richter war bereits seit einiger Zeit Besorgnis erregend und ließ das schlimmste befürchten. Aengstlich wurde bafur gesorgt, baß bem Kranken jede Aufregung erspart blieb. Aus biesem Grunde wurde auch über den Verlauf der Krankheit jede Veröffentlichung vermieden, damit der Kranke nicht auS Zeitungen erfahre, wie schlimm es um ihn stehe. In den letzten Tagen hatte der Kranke keinerlei Jnteresie am öffentlichen Leben mehr. Seit vorgestern war er bereits bewußtlos. Durch Morphium- Einspritzung wurde dem Kranken Schmerzlosigkeit verschafft. Gestern abend war volle Agonie eingetreten. Tie Beerdigung erfolgt am Dienstag auf dem alten Lmsen- städtischen Kirchhofe. Vorher findet im Trcmcrhause in Groß- Daß Herr Bernhard, der Herausgeber des .Plutns .neulich das Mißfallen der Parteihäupter erregt hat durch ferne Stellungnahme zum Hanbelsprovisorium nut Amerika, sowie durch sein Urteil über den Bund der Landwirte, haben ww durch Zitate aus dem .Vorwärts- neulich imwiderlegl'L belegt.V Also gar so .hinfällig- sind unsere Vermutungen denn doch nicht, wie Herr Krumm behauptet. Nr. 60 Er,cheivt tLrttch außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem hessischen Landwirt die Giehener Samtlien» blätter viermal in der Woche beifldegt Rotationsdruck u. Verlag der Bruhl'schen Untvers.-Buch-u.Stem- bruderei. R. Sange. Heer urr- Flotte. — General der Infanterie Georg von Perbandt, General-Inspekteur der Fußartillerie, hat seinen Abschied genommen. P. ist geboren 1845 1866 trat er beim 4. Garde-Regiment zu Fuß ein. Zu Kagers Geburtstag 1900 wurde er Generalleutnant und Kommandeur der 25. Division in Darmstadt. 1902 erfolgte seine Ernennung zum General- Inspekteur der Fußartillerie; sein Generalpatent erhielt er zu Kaisers Geburtstag 1904. _________ er widerstanden. Die von R. begründete Presse- erschien mit Trauerrand. kleines Feuilleton. ** Herr Max Bahrhammer schreibt mir kurz und barsch unter überflüssiger Bezugnahme auf das Preßgesetz, daß et lein „Episoden spiet er" sei, sondern „I. Eharakterdarsteller". Er zählt dabei als Rotten seines Frankurter Repertoires vlgende aiüf: „Talbot, Butleigh, Mephisto (Sauft 1. und 2. Teil), Franz Moor, Jago, Shhlock, Muley Hasfcm, Wurm, Marinelli, Hamlet (nach dem Ableben Bartels' bis zum Engagement seines Nach- fvlgersst Wurzelsepp, Riecaut, Helbig (Zapfenstreich"), Herodes (Salome)." Als Selbig in Behetleins „Zapfenstreich" habe auch ich ihn mit aufrichtigem Beifall gesehen, und ich halte auch für diese Rwtte die Bezeichnung „Epifodenfpleler" voll,aufrecht. Auch Wurzelsepp und Rieeaut sind nach meinem Dafürhalten nur Episoden. Als Hamlet-Darsteller fungierte er nach mgener Angabe nur episodisch. Mephisto, Franz Moor, Jago, ^hylock, Merodes usw. freilich sind, wie jedermann Weitz, nur Aufgaben für allererste Charakterdarsteller, aber auch hier patzt m.. E. auf die Art seiner Darstellung die Bezeichmmg „Epiiodenipielesi. Denn S?cn Bahrhammer liebt es, eine ^zene, die ihm interessanteste, in den Mittelpunkt seiner ganzen Darstellung zu stellen, ihr sein Bestes zu geben, in ihr zu brillieren, — au; kosten aller anderen. Das ist die Manier manches viel gerühmten Virtuosen, doch für mein Empfinden keine gute. Wenn foerr Bahrhammer der' Ansicht ist, daß die Bezeichnung „Episodenspieler" dazu angetan sei, ihn „in der öffentlichen Meinung herabzusetzen", fo kann ich dazu nur bemerken, daß er sich wahrfufemlich irrt. Zum mindesten war das nickt meine A b sicht.ich wollte nur feine Darftettnngsart durch diese Bezeichnung -usammenfai,end charakterisieren. — Im Anschluß hieran sei ein Versäumnis nachgeholt. 3n meinet Besprechung des letzten Theatervereinsabends habe ich die Herren Goll und Herrscher zu erwähnen vergessen. Beide ID ar eit recht angemessene Vertreter ihrer kleinen Partien. P. W. — Die Leipziger Theaterkrisis. Aus Leipzig Erzähler Emil Strauß durch Otto Stoeßl, der RoseAZU^Ludwig Finckh durch Willy Rath, den...froren Fenillewn-R« daktenr deS „Frkf. Gen.-Anz." charakterifietc, wahrend das hessi^ sche Element durch den ui München lebenden DarmftadteL a r [ Wolfskehl vertreten ist, dessen Saul-Drama unser heimischer Dichter Alfred Bock bespricht. An literarhistorische^ Beiträgen enthalt das Heft von Johannes Proelß einen schaZ poleniischeii Beitrag, der sich mrt Scheffels „Laura tm Amchlutz an die neuerschienene Publikation „scheffel und Emma Denn beschäftigt, sowie einen Aussatz deS Stuttgarter Archivrats Rudolk Krauß über neuere HauffiStudien. Im kritifchen Teile des HesteS werden ferner noch von südwestdeutschen Dichtern Albert Geiger, Mar Gtad, der verstorbene August Becker, die FrantsurternS Elisabeth Mentzel, Alfred Mombert, WilhelmHolzam eu«. in einzelnen Besprechungen behandelt. Die PvAäts von Albe^« v. Puttkamer, Emil Strauß und Ludwig Finckh smd dem öeitC beigegeben. . — Ten preußischen Seminarien soll vom Kultusministerium unbegreiflicherweife die Anschaffung der Werke^von L>uder< mann, Hauptmann und Ibsen für die semmarbcklw- theken verboten worden fein. — Frau Doeng es, die Primadonna der Leipziger Oper^ wird vom 1. Juli 1907 ab einem Rufe an die Frankfurter Oper folgen. Berlin, 10. März. In den Sälen des Landesausstellungs- Parks fand heute die Eröffnung der Ausstellung für Säugling s P f I e g e statt. Bald nach 11 Uhr erschien die Kaiserin. Professor Dr. Teubner legte die Bedeutung der Ausstellung dar. Braunschweig, 10. März. Im herzoglichen Hoftheater sind gestern die Uraufführung des Schauspiels „Gerb ino und! 8 o r a i b c" vom Braunsckweiger Rechtsanwalt Tr. Topp statt. Die Premiere lMtte einen durchschlagenden Erfolg. Verfasser unttz gSaqtt« mußten wiederhol.^ vor der Rampe erscheinen. schreibt man: Run haben wir infolge des Rücttritts Prof. Arthur R ikischs nickt mehr bloß eine Opernkrisis, sondern eine rentable StrattheaterkrisiS, da Rikiscks Demission die ^taegemannfchen Erben veranlaßt hat, um Lösung des Theaterpachtvertrags zu ersuchen. Sckwuspieldirektor Folkner bewirbt fich um die Packt Wer aber auch das Szepter in die Land bekommen mag, es herrscht hier ziemliche Nebereinstimmung darüber daß die Leipziger Stadtverwaltung jetzt vor die Frage gestellt ist, ob sie .siir die Zukunst ein Theater ersten Ranges haben will oder nickt. Sie wird es nickt bekommen, wenn sie das Theater fernerhin al« erwünschte GinnalymcqueHe anfieht und weiter fedes Jahr rund 70 000 Mk. Pacht in die Tasche stecken will, eine ^umme, die viel zu groß ist. als daß der Päafler mit feinen 20 Prozent 7wch große künstlerische Sprünge machen und viel für die Hebung des ganzen Kunstinstituts tun könnte. Die Kunst heE Opfer, und sie werden überall gem gebracht; steuern doch Städte wie Köln, Franksurr a. M., Straßburg usw. lahrltch tfber 200 000 M k. zur Erhaltung ihrerhe ater bei' Leipzigs theatralisch Knick ist auswärts nicht bcfonders hoch angeschrieben. Ursack)e? Die Finanzmisere. — Das literarische Echo gibt soeben feine zweite März-Nummer als „S ü d w e st d eut s sie s H e f t" heraus Der Würzburger Universitätsproiesior Heinrich ^chneegans leitet dav Heft mit einem Ueberblick über die zeitgenoffiscke Dichtung des Elsasses ein, und Stefan Zweig gibt eine femimmge Charakten,ttk der Dichterin Alberta v. Puttkamer, die einen protzen Teil ihres Lebens als Gattin des kürzlich gestorbenen Staatssekretär^ m Elsaß-Lothringen leb.tt, um dann nach Baden-Baden ickerzufiedeln. Sie selbst erzählt in einer autobwgravhifchen eti^e von der Zeit, da sie in ihrem Straßburger Salon alles vereinigen fminte waä geistiges Leben hieß, und datz )ie durch bad Zu- samme'nfasscii elsässischer und ueudeutscker Elemente eine Wechsel- WÄ Ä -r.b deutsch« Kultur ton eigenartigem Reiz erlebtt. ~ Bon schwobtrch^ Lichtern werden jshapn der Eine furchtbare Bergwerks-Kata^ophe ist in den Gruben von Courrieres (Nordsrmrd:erchl erfolgt. Ein F e u er brach, tote uns ein am < aus Sitte eiugegaugenes Telegramm meldete, daswir bald durch Aushang bekannt gaben aus einem Schachs wus und nahm bald eine sehr große.^^nirng an. Etwa 1800 A r b e i t e r, die sich in den drei Schachten befanden, fmb twt der Außenwelt vollständig b g e sch n r t t en. Da° Lustschächte sind verschüttet, ebenso der H-ordcrschacht, aus, dem baushol'e Flammen emporschlugen. Tie Grubeni'atastrophi: wurde dadurch hervorgerufen^ daß durch den ausgebrochenen Braud eine Exploston schlaf genber Wetter erfolgte. In drer Schachten ftirr^te Verschalung der Schächte em. Don den 1800 Arbeitern' die eingesahren sind, sind bestimmt 1219 um g ekom m en. Um 11 Uhr begann das Rettungswerk. Rach späteren Depeschen aus Lens ist ftflgeftE, datz in den Gruben 1795 Bergleute emgefahren srnb Bon dresen sind bisher 591 in Sicherheit. Mau bebauert, datz alle Rettungsversuche vergeblich smd, da dre Stollen etn^ O^^Mai?be'fürchtet, daß es sich um ein Unglück von: bisher noch nicht dagewesener Große H-Mdelt. Tie Szenen, die sich an den Schachtemgcmgen absptelen^ sind erschütternd. Zwei Oberingenieure wurden fast erstickt zu tage gefördert, und nachdem ihrs Wiederbelebung hingen war, nach Lens gebracht.^ lieber die wahrscheinliche Urfack>2 der Katastrophe teilt ein Ingenieur folgendes mit: Am letzten Sonntag (vou 8 Tagen!) brach in Schacht Nr. 3, welcher den Schachten i und 2 direkt verbunden ist, em Brand aus. Utrt das Feuer zu lokalisieren und zu ersticken, wurden mit Holz und mit Mörtel und Zement Verstärkte Holzverschalungen angelegt. Doch durften diese entweder^ zu weit von dem Feuerherd oder nicht dicht genug gewefen sein. Jedenfalls muß man annehmen, daß das Grubengas sich! in großer Menge mit der cingebnmgenen Luft vermischen konnte und baß infolgebessen bic furchtbare Explosion statt-, fanb, welche bie Zertrümmerung der Schachtgange unp tien Einsturz der Decken herbeifiihrte. Die Staatsanwaltschaft soll festgestellt haben, daß der Brand schon vor ungefähr Monatsfrist ausgebrochen war- ^ben-^ falls hatten die Ingenieure der Gesellschaft schon vor mehreren Tagen Besorgnisse wegen der Ausdehnung des Brandes gehegt und mehrere Schachte einer emgeijenbeni Besichtigung unterzogen; es heißt aber, daß nichts außer^ gewöhnliches bemerkt worden fei. S-te ®er9leutt machen die Gesellschaft für die KatastrophS Fran Elfgen Richter, Grob-Lichterfelbe-Berlin. Erschüttert von dem Hingang unseres unvergeßlichen Führer?, dieses wahrhast edlen Patrioten, dessen ganzes Leben nur gewidmet war dem Wohle imb der Freiheit seines Volkes, übersenden wir Ihnen, geehrte Frau, Geflihle inniger Teilnahme an dem Verluste eines old)tut Mannes. ,r. . . . Freisinniger Verein Greven. NamenS deS LandesauSschuffes der w ü rt t e m b e r g i s ch e n Volkspartei haben bie Herren Hugo Elsas und Friebrich Haußmann folgende Beileibsbcprsche an die Reichstagsfraktion der freisinnigen Volkspartei gerichtet: r Tie württembergische Volksvartei trauert am Grabe Eugen Richters. And) im Süden 'vird das Wirken des. glänzendsten Vertreters des bürgerlichen imb konstitutionellen Gentes fruchtbar bleiben. Wir werden fein Andenken dankbar hochhalten. Die „Nordd. Allg. Ztg.- schreibt u. a.: Die Nachricht von dem Hinschciden des Führers der frei, sinnigen Volkspartei wird in weiten Kreisen Deutschlands austich- tinc Teilnahme Hervorrufen. Richter war eme der marrantesren und bekanntesten Persönlichkeiten im Reichstage; er genov allgemeine Wertschätzung, weil er sich auch bei denen, ferne post tifche Richtung grundfätzlich für verfehlt, unfruchtbar und für das neue Reich verhängnisvoll hielten, doch perfonlich Sympathreen als zuverlässiger, politischer Charakter zii erwerben verstand. Bo- litisch bewährte er sidi iu seiner Stellungnahme gegenuoer der Sozialdemokratie. Ter Versuchung, der andere freis. dv'Urk^ erlegen sind, die Ziele des Freihaudcls auf einem dem tiefsten. Gerste bc, Parlamentarismus zuwiderlaufenden Wege zu verwnklrchen, hat polUifd?c Lcegesscharr. Zwischen Maximilian Harden und Hans Leuß ist ein Streit entstanden, der jetzt öffentlich ansgefochten wird. Leuß, ein früherer Antijemitenführer, der wegen Meineides 5 Jahre int Zuchthause zngebracht hat, hatte den Herausgeber der „Zukunft" unzulässiger Bor, en- Spekulativneu bezichtigt; Harden gibt m der neuesten Nummer seiner Wochenschrift zu, daß er Papiere billig gekauft uud teuer verkauft habe, bestreitet aber, daß irgend etwas Unzulässiges passiert sei. Seinerseits beschuldigt er Leuß eines wankelmütigen und uneMcn Verhaltens, ^cr „Vorwärts" aber schreibt: „ ,Auf den Streit zwischen den beiden würdigen Herren kommen wir später zurück; ^ute beschränsin wir uns um einer etwaigen. Legenvcnbildung vvrzubcugen, darauf, zu konstatieren, daß weder Herr Leuß ein „sozialdemokratischer Journalist', noch btc ,-E'urova eme sozialdemolratische Wochenschrift gewesen ist. Herr Leuß yal zwar früher gelegentlich fiir bas eine ober aiiberc Partewlatt eine Kleinigleit geschriebeii, aber als zur Partei 6ehorig ist er mcht betrachtet w-orden, und hat er fick wohl ouchsclbst raum betrachtet. Er war bekanntlich Redakteur der „Morgenpost , die auck .Herr Harden schwerlich als sozialdemokratiickes B.at. ansehen wird. .Und dasselbe gilt von der 2goa)enfchrist „Europa . Ihr Herausgeber mag sich vielleicht in seltsamer -Selbsttäuschung Tür einen «Sozialdemokraten gehalten haben; doch ist sein ^.latt niemals von der Partei anerkannt worden." Hans Leuß ist jetzt also zum Bedauern der „Staatsv.- Ztg", wie sie selber sagt, jo weit, daß selbst die Sozialdemokraten ihn von den Rockschößen abschutteln. Zu Bernhards Ausweisung aus der sozialdemokratischen Partei. Herr E. Krumm schreibt uns: Herr Schriftsteller Georg Bernhard ist aus der Partei au§° geschloffen worden, weil er seine satzungSgemäßen Beitrage an fei ne Organisation nicht bezahlt. Ihre Vermutungen, daß B. aus anderen Gründen ausgeschlossen wurde, find hiwallig. So berichtet der „Vorwärts" und der weiß es doch jedenfalls genauer wie Sie. , In den beiden letzten Nummern des „Vorwärts" ist eme solche Erklärung nicht enthalten. Ob sie in einer früheren Nummer tatsächlich erschienen ist, können wir heute nicht mehr feslstellen. Wir zweifeln indes nicht daran. Immerhin werden die von dem offiziellen Parteiorgan angegebenen Gründe doch wohl nicht ohne weiteres als die allein stichhaltigen anzuseben. Verschweigt doch der „Vorwärts" mit Vorliebe alles ihm Unbequeme, um ihni Genehmes um so breiter zu treten. Reiche vereint Ter freisinnige Verein für den 1. hessischen Reichstags-Wahlkreis. Mtche und Schule. — Prinzessin Ena von Battenberg soll anläßlich ihres UebertrittS zum Katholizismus dem Papst 3 Millionen Franken Angeboten haben. Die öiirnme soll zu Gunsten der latholischen Kirchen in ^rank- reich Verivenduuq finden. _____ _________ Erstes Blatt ISS.Jahrgang Montag IS. März £9S monallich75Psiviertek- yFFSVHT Ä /-yTi V _ jährlich Alt. 2.20: durch Glesitner Amelger General-Anzeiger ** . Verdauung; Störung. Spielplarc der verLnngten Frankfurter Ztadttheater. ) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. il), acb. 23. Dez. ob. 23. Sept. 1889 Lebensschwäche Keuchhusten Tuberkulose Kindbettfieber Lungenentzündung Bronchitis Verbrennung 1 1 3(1) KD KD, 1 1 • Hervorragend bewährt bei Brechdurchfall, Darmkatarrh, Diarrhoe etc. Die Kindergedeihen vorzüglich dabei & leiden nicht th. Gießen, 12. Mürz. Dm Samstag nachmittag gegen 3 Uhr ging die Ver- ^handlung vor den Geschworenen zu Ende, in der sich sechs junge Leute aus Großen-Linden wegen einer allerdings überaus rohen Tat zu veranttvorten hatten. Angellagt wegen Sittlichkeitsverbrcchens aus § 176 Ziffer I Ovaren 1. Bergmann Wilh. Menges, geb. 23. Tez. 1887, 2. Bäcker Hch- Dern, geb. 30. Sept. 1888, 3. Schmied Wilh. Luh, geb. 6. Okt. 1888, 4. Landwirt Wilh. Luh, geb. 23. Dez. 1889, 5. Bahnarbeitcr Ludw. Keßler, geb. 23. Sept. 1889 wnd 6. Taglöhner Ludw. Weiß, geb. 23. 2lpril 1889, sämtlich bisher unbestraft und von Großen-Linden gebürtig. Me Anklage vertrat Staatsanwalt Loos. Als Verteidiger fungierten die Rechtsanwälte Leun, Katz, Klarenaar und Eugisch. Ter Tatbestand der Anklage ist kurz: Am Abend pes 1. Weihnachtsfeiertages war die 15 Jahre alte Bahnwärterstochter H. M. mit ihrem Stiefbruder um 11 Uhr nach Beendigung einer Aufführung in der Turnhalle auf bem Leimweg nach der Bude 222, die eine halbe Stunde von Großen-Linden entfernt liegt. Am Ausgang des Ortes ging das Mädchen an den Angeklagten vorüber, ohne sie ^u beachten. Sie ahnte nichts gutes und beeilte deshalb ihre Schritte, verfolgt von den Angeklagten, die sich an Las Mädchen heranmachten und es roh und unsittlich behandelten. Es war der M. nicht möglich, sich der Burschen zu erwehren, aber als sie Hilfe rief, ließen sie von ihr ab. Kaum war aber das Mädchen weiter geeilt, als die Burschen den Angriff wiederholten. Tie beiden Luhs waren teilweise der Tat geständig, wollten aber nur einen .Scherz gemacht haben. Die anderen Angeklagten bestritten, bei der Affäre beteiligt gewesen zu fein, obgleich die beiden Geständigen sie als ihre Genoffen belasteten und sie auch teilweise von dem Mädchen erkannt worden sind. Den Geschworenen waren nicht weniger als 28 Fragen zur Beantwortung vorgelegt. Sie berneinten die Frage wegen Sittlichkeitsverbrechens, bejahten jedoch das Vorliegen der tätlichen Beleidigung. BloS Taglöhner Ludw. Weiß wurde freigesprochen. Ter Gerichtshof verurteilte Menges zu ö Monaten, Tern zu 4 Monaten, den Schmied Luh und K eßler zu je 3 Moiratcu und 2 Wochen und den Land- wrrt Luh zu 3 Monaten Gefängnis. GLsenvahrl-^rtuttg. . 2 o n d o it, 10. März. Eine R ö h r e n t u n n e l b a h n, die den Worben Londons mit dem Süden verbindet, wurde heute eröffnet. Nach einer Probefahrt fand ein Frühstück statt, bei welchem der Vorsitzende der Londoner elektrischen Untergrundbahn Speyer sagte, day er es für eine gute Vorbedeutung ansel)e, das; die erste Röhrentunuelbahu der Uulergrundbahngeselljchail mit vielen Eisenbahn- und Straßenbahnlinien im Zusammenhang stehe. Die neue Bahn laufe 3 5 Fuß unter d e m Wasserspiegel der -r hem s e. Der Tunnel sei 155 Fus; lang. Das entmündigte Herzogspaar. Herzog Paul Friedri ch von Mecklenburgs ^hwerrn und seine Gemahlin Marie, geborene Prinzessin Wrndifchgrätz, sind, wie wir schon qemclbct haben, auf Antrag des regterenben (Y-roßherzogs nach § 6 des bürgerlichen Gesetzbuches entmündigt worden. Dieser Paragraph droht mit Kuratel gern, der durch „Verschwendung sich oder seine Familie dem Rotstand ausletzt". Herzog Paul i|t ein Bruder des verstorbenen Friedrich Franz III. Neben dem mit der mecklenburgischen Herzogin Char- wtte vermahlten Prinzen .Heinrich XVIII. von Neuß j. L. war Beul das Enfant terrible des großherzoglichen Hauses, kostspielige Passionen, die ihm sein väterliches Erbteil bald durchorrn^en halfen, fuhr zu Tigerjagden nach Indien. Auch Lerzogrn Marte liebte es, leidenschaftlich zu spielen. Herzog SSiS de^r Rang eines Generals der Kavallerie — ynelte ort mit dem erwähnten Prinzen Reuß auf dem unfern Hamburg gelegenen Rittergute des reichen .Hamburger Handels- < mecklenburgische Aristokratie —, vornehmlich das Ofrtzierwrps des in Ludwigslust garnisonierenden Kavallerie- vegrmems -- Uniummen verjeutc. Ter- Erfolg war, daß Herzog $ T1 u uniär tot 0 l r u i n i c t t e n. ^^b^^daar Reuß wurde schließlich endgiltig von den Häusern r/..Eenburg und Reuß fallen gelassen: man wies ihm ein einstöckiges Galats zu Flitzen des großherzoglichen Schlosses zu Ludwrgslust an, wo es noch wohnt. Herzog Paul wurde dagegen rmhrfach unter großen Geldopfern rangiert, um einem öffentlichen Eklat vorzubeugen. Nach dem 1897 erfolgten Tode des Großherzogs Friedrich F^anz IIL wurde nicht sein nach,taltester Bruder Paul, sondern defsen fungerer Bruder, der kluge und tüchtige Herzog Johann Albreast, als Präsident der deutschen Kolonialgesellschast bekannt zum Vormund desunmündigen Friedr. Franz IV. und zum Regenten d^Großhcrzogtums cnrtnmt. Wiederholt mußte nun auch Johann Albrecht seinen ganzen persönlichen Einfluß geltend machen, um den neuerlichen Streichen seines Bruders Paul gegenüber das Ansehen des Hauses zu wal-reu. Selbst nicht vermögend, bewog er seine sehr, reiche Gemahlin, Herzogin Elisabeth von Sachsen- Weimar-Esieirach, ihrem Schwager mit großen Summen bei- zuspringen, ebenso die Großherzogin-Wittve, Anastasia, geborene iGroßfurstin von Rußland, und die Königin der Niederlande Mren Gatte Prinz Heinrich ein Halbbruder des Herzogs Paul jst. Mit den Höfen von Dänemark, Oldenburg und den Nicder- Imwcn verschwägert, trat das großherzoglick^e Haus durch die Kerrat der Prinzessin'Cäcilie, Schwester des seit 1901 mündigen Gvoßherzogs, mit dem Kronprinzen auch zum Kaiserhaus in enge perwandtichastlia-e Beziehungen. Noch einmal schien Herzog Paul die Sonne des Ecks LU Handel und Verkehr, Volkswirtschaft. T i e Farbwerke vor tn. 9)1 c i ft c r , 53 u c i n 5 n n d B r ü n i ii g zu Höchst a. M. iverdeii, wie oie Verwaltung mitteilt voraussichtlich eine gleiche Dividende wie im Vorjahr, d. h. 20 pCt verteilen können. r v- 11 VP A.'G. in Essen hat, wie die „Frst.Ztq." meldet,idcn fürstlich S o l m s - B rä u n f e l ss ch e n B c r g w e r k s. besitz im Kreise Wetzlar vorbehaltlich der obervormundschast. lichen Geuehniigung für 4'/, Mill. Mk. erworben. " Konkurse in Hessen. Heber das Vermögen der yirma Gebrüder Traupel, Inhaber Heinrich David Traupel m B e n s h e i m wurde am 3. März vorm. 91/, Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Jäger in Bensheim ist zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 22. März 1906 Jiei dein Amtsgericht Bensheim anzumelden. — Heber das Vermögen des Kohlenhändlers Hermann Neumann in K a st e l wurde am 1. Marz nachm. 43,i Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Der Postbeamte i. P. Adam Dörsam in Mainz wurde zuni Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 26. März 1906 bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Heber das Verniögen des Bauunternehmers N i k o l a ii S H o r n l e h n e r l in Mainz wurde am 1. März vorm. 11 Uhr das Konkursver- fahren eröffnet. Amvaltsgehille Nikolay in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konklirsforderungeu sind bis zum 1. Mai 1906 bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Heber das Verniögen des Landwirts A d a m Bolbach von Nauheim wurde am 3. Marz vorm. 11 Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Neurath in Groß-Gerau wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 30. März 1906 bei dem Amtsgericht Groß-Gerau anzumelden. Markte. , ~ Kinder Zusammen: Erwachsene: im vom Fru Hfah r §-Pf e r d e m a r kt zu M a i nz. Die Stadt Mainz wird tn den Markthallen des städtischen Viehhofes in jedem Frühjahr eine Pferde- und Fohlenmarkt abhalten. Der erste Markt oll am 23. März Itattfinden. Mit dem Markte ist eine Ausstellung von Wagen, Geschirren, Stallutenjtlien, landwirtschaitl. Maschinen mrd GerLteu, sowie eine Prämürung des Pferdematerials oerbundeup! BrüM’sche Universitäts -Druckerei, Schulstr. 7 leuchten: die Verbindung des Mecklenburger mit deut ^>ohcnzoklcru-l wozu 2000 Mk. zur Verfügung stehen. Außerdem findet etac Ser» bauzl legte der deutsci cu wie der spanischen Politik den Gedanken I lofung von Pferden und Fohlen etc. statt. nahe, die spanischen Habsburger und die deutschen Hohenzollcrn etirmtber auf dem Umweg über Mecklenburg nahe zu bringen Man projektierte eine Heirat zwischen König AlfonS und her 22jährigen HerWgin Marie Antoinette, der hübschen und flotten I Operrrhans. Tochter des Herzogs Paul^ die von ihrem Vater das strahlend Dienstag den 13. März*): „Tannhäuser/ Mittwoch den rotblonde Haar und das lustige Temperament— und sonst nichts 14-, März*): „Tie Schützenliescl." Donnerstag den 15. März: geerbt hat. Vermutlich ist die spanische Diplomatie hinter bic /Bioletto" („La Traviata“). Freitag den 16. März geschlossen. Kalamitäten des Herzogs gekomtnen, jedenfalls zerschlug sich das I Samstag den 17. März: „Der Evangelimann." Sonntag den Projekt, und damit stürzte das letzte Luslschsi>ß des verscbul-1 Alärz, nachmittags halb 4 Hhr: „Frühlingsluft/ Abends 7 Hhr: beten Herzogspaars zusammen. Tie Gläubiger ließen sich nicht 3 11 m ersten Male: ,.F 1 a u t o s o 1 o.“ Hierauf: Z u m länger besänftigen und drohten mit einem öffentlichen Skandal, ersten Male: „Sylvia." (Ballet.) Montag den 19. März, die Schulden- und Wechselaffären nahmen sich immer bedenk- cibends 7'/, Hhr: „Ter Troubadour/ Ticnstag den 20. März sicher aus, und die empörten Verwandten, denen das Paar (bei aufgehobenem Abonnement): Gastspiel Erika Wedekind: schon Millionen gekostet hatte, verweigerten jede weitere Ein- »-er Varbier von Sevilla.". Mittwoch den 21. März: Gastspiel Mischung. Es ist nicht anzunehmen, daß der Großherzog nu§ ö r i f a c b e f i n b: »Tie lustigen Weiber von Windsor." eigener Initiative die Entmündigung seines Onkels verfügt hat. Schauspielhaus. Mans geht vielleicht nicht fehl, wenn man dahinter die e n e r g i s ch e Aiontag den 12. März: 3. Gastspiel Kainz: Neu einstudiert: Faust des Kaisers crfeimt. Willtelm II. denkt in solchen »T c r Tartüffe." Vorher: „Fritzchen." Dienstag den Dingen äußerst streng und drängte seit der Verlobung seines 13. März: „Alt-Heidelberg." Mittwoch den 14. März, nachmittags Sohnes mit wachsendem Unmut auf eine Regelung der Affären bald 3 Hhr: „Die Jungfrau von Orleans." Abends 7 Uhr: ^Die des Herzogspaares. Da das nichts fruchtete und ein Skandal Journalisten." Donnerstag den 15. März, abends halb 8 Uhr: votaustziisehen war, mag er dem (^jroßhe^og die Entmündigung «Prinz Friedrick^von Homburg." Freitag den 16.März: Lumvaei- seines Enkels dringend nahegelegt haben. 11 ' vagabundus." Samstag den 17. März: Neickeinstudiert: „Judith" . ''.(u$er ^er Herzogin Marie Anwinette hat das entmündigte Sonntag den 18. März, nachmittags 3 Hhr: „Der alte Bürger- fürstliche Paur n!och einen Sohn, den Herzog Heinrich kapitän." Hierauf: „Ter rote Schornsteinfeger." Zum Schluß: Bo rwin, der preußischer Husarenleutnant ist. Dieser hat gegen »Todgeschosse." Abends 7 Uhr: „Lumpaeivagabundus. Montag die Entmündigung seiner Eltern Beschwerde beim Hausmini- den 19. März: „Judith." Itcrium unter Vorbehalt gerichtlicher Beschwerde beim Schweriner Oberlandesgericht eingelegt. Schiffsnachrichten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. 9, Mcwz. (Per transatlantischen Telegraph.) Der ^oppelsairauben-Postdampser „Main", Kapitän E. v. Borell, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, i|t heute 7 Hhr morgens wohl- behalten m Newyork angekommen. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Summe 9 i.tz) 673) 7 2^ ' <. gesetzten Ziffern geben an, wie viel ,,*?c Todesfälle m der betreffenden Krankheit aut von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. oer c: n trt>o c t ti ch imb beschrrkdiffen die Inne n i e r. r e der Sorglosigkeit, da. man, nachdem das Rcuec die Holzverschalung ergriffen Haitis die Einfahrt hätte ein stellen sollen. Ein Bergmann, der sich retten konnte, erzählte: Un°> inittelbar nach der Explosion sei die Luft von giftigen Dämpfen erfüllt gewesen. Er habe sich instiisiktiv dem Ausgange des Schachtes zugewandt. 2lls er aber mehrere Kmneraden antraf, die halb bewußtlos waren und seine H>ilfe erbaten, habe er sie trotz seines üblen Zustandes in einen Wagen gepackt und bis zum Schacht 10 geschoben. Ter Minister des Innern hat sich an Ort und Stelle begeben. Präsident Fallieres hat der Mbeiterbevölkerung der von dem Grubenunglück betroffenen * Gemeinden in. einem Telegramm sein Beileid ausgesprochen und seinen Ordonnanzoffizier beauftragt, den Minister des Innern nach dem Orte der Katastrophe zu begleiten. Fallieres wohnte zum Zeichen der Trauer dem Ball der Mitglieder der Normalschute nicht bei. Vom Parlament nnrd ein bedeutender Kredit zur Unterstützung der Hinterbliebenen der Opfer gefordert werden. Man spricht auch von einer S ubskription, welche von den Zeitungen eröffnet wird. Ter Präsident des Pariser Preffesyndikats hat 5000 Francs zur ersten .Hilfeleistung für Familien der Opfer gesandt . Arlch aus anderen Gruben des Nord-Tevartements werden Katastrophen berichtet, verursacht durch Erdrutsche infolge der st arken Re g en g ü sse der letzten TÄge. In einigen Orten sollen auch dadurch Menschen zu Schaden gekommen sein. Kurz vor Schluß der Redaktion erhielten wir noch folgendes Telegramm: Paris, 12. März. Präsident Falliöres überwies dem .Pvafekten des Departements Pas dc Calais 10000 Francs zur ersten Hilfeleistung für die verunglückten Bergleute. Von den Rettungsmannschaften sind mehrere, die allzu tollkühn mnbrangen, ebenfalls verunglückt. Die Bergwcrks- gesellschaft wird jährlich über 400 000 Francs an Pensionen zu zahlen haben. _______________________ Sechs junge Burschen wegen Sittlichkeitsvcrbrecheus vor dem Schwurgericht» q, , _ ,, W-HkuMk WkkM iw Mesfiiük!!! da $fnbt Eitße« 4 US ©nrf) |en, 4 Marz. Sergeant Zoß vom 32. Artillerie-- 9. Woche. Vom 25. Februar bis 3 Märn 1906 Ja^r^G^ef änan ^nb^eniobntinn ° ” b Vu 9Cns8U cincm Einwohnerzahl: angenommen zu 29 500 sinkt. 1600 Mann Militär. 3 b Degradation verm-teilt wordcn. Sterblichkeitsziffer: 15,86 xTnAK7 r c 5 ö e 11 - 6- Marz. Wegen ZweikampfeS mit tötlichen ' nach Abzug von 3 Ortsfremden: 10 57 o/Pn Waffen wurde der G e r i ch t s a s f e s s o r und Landwehrleutnant ' /ro* peerklotz vom hiesigen Kriegsgericht zu drei Monaten Es starben an: e |t ii ngshaft verurteilt. Er hatte von einem Studenten der ■ Bergakademie in Freiberg, der behauptete, von ihm beleidigt zu sein, eine Ohrfeige erhalten. Die Folge war em Duell, bei" dein beide ein Loch in die Luft schossen. (Frkl silg.) 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr - — 1 3(1) - - Kl) 1(1) - 1 — — I o r bi=SÄ 6^ Au°M °«S den »„ Stsbt c-iktzk«. Familie liegen schwer darnieder — Der n I i * e t nrn i'i h p n t >,<>>, 11 ~är, s <5>r ^phtV t . r. die ö‘QmiIie beisammen war, zog Pola einen Revolver aus bcr L(ofi(Ä;,L ’anrr & mtt -wasche und erschoß Lenci, sowie die fünf Frauen Alle I ftieiielblt. 0. Karl ^^nschmidt, Hil,smasch,nen- starben innerhalb weniger Minuten. Der Mörder wurdet erhall et. I ®rna^iibh§ hwrselbst. 3. Heinrich Wagner. — .Ter Eingeborenenstaat Baschar in den Simlabergen (Indien) dahier, mit öiiianne Ruppel hierselbst. 6. Edmund ist von heiligen Erdbeben heimgesucht worden. In der Stadt ^er, Kaufmann bahier, mit Johanna Geller hierselbst. Rempur wurden zwei Personen getötet und 24 verletzt. In q, r CV°rCUm>r^ r r , Karkorla an der Straße von Hindostan nach Tibet wurden sechs olz eine Tochter, Johanna Frieda. 5. Dem Hilfstelegraphisten m Hnterpichungshait befindet. Es ist ihm zur Last gelegt, daß er Philipp Müller eine Tochter. 8. Dem Brauer Wilhelm Rentmeister den unzlichtigen Verkehr zivischen seiner Eheirau und einem I c*ne Tochter. 8. Dem Schausteller Ludwig Haubeil eine Tochter, Agenten aus Duisburg, der vorübergehend bei ihm wohnte, ge= Hedwig Mathilde Elisabeth. fordert hat, um daraus Vorteile zu ziehen. Nachdem der Agent Gestorbene. wahrend der Voruntersuchung von dem Recht der Zeugnisver-1 März. L Olga Elsa Johanna Henn, 2 Jahre alt, Tochter des Weigerung Gebrauch gemacht hatte, bestritt er unter Eid jeglichen BackerS Gustav Henn dahier. 4. Friedrich Peter, 2 Jahre alt, Sohn sträflichen Verkehr mit der Ehefi-au des Slngeklagten, worauf das des Schreiners Karl Peter dahier. 4. Emil Junker, 2 Jahre alt, » £ tL • Antrag der Staatsanwaltschaft seine Aussagen proto- Sohn des Bureaugehilsen Christian Junker dahier. 6. dlnton Molrni, kollarisch nieberlegen liefe, da man ihm sehr mißtraute. Dienst- 3 Jahre alt, Sohn des Taglöhners Anton Molini dahier. madchen, Nachbarn und Schutzleute haben eine Reihe höchst ver- s=r™- dachtiger Wahrnehmungen gemocht; doch hielt sie das Gericht nicht für ausreichend, den Angeklagten schuldig zu sprechen. Das Ge- „ „r ” richt erwähnte bei der Begründung des freisprechenden Urteils daß Vreslau, 10. Marz. In GotteSbcrg beschloß eine Berges nicht seine Sache sei, zu prüfen, ob und inwieweit der a!5 Reime , rr \ c 1 V a m 1111 u 11 11ie9en Lohndifferenzen auf den vernommeiie Agent seine Eidespflicht verletzt habe ; seine^Au-''-1 ^chlestscyen Kohlen- und KokSwerken in den A n s st a n d zu treten, sagen seien doch nicht geeignet gewesen, die Freisprechung herbei- r. , ' P o v k, 10. Mürz. Ter Ausschuß der Kohlenbergwerks- zusühren. Es sei trotz schwerwiegenden Verdachts mangels Beweis Besitzer lehnte die Forderung der vereinigten Bergwerks- zum F r e i s p r u ch gelangt. Der Haftbefehl ' wurde 'aufgehoben ? „ c 1 V r Wiederherstellung der früheren Löhne und Besser- und der Älngeklagte auf freien Fuß gesetzt. I llellimg der Lage der Arbeiter in der Anthraeitinduftrie ab. BrscfLQsten Oer ^eOaftiott» (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt). qrs r,.m: melJ°5LoIbe,,nOr.Fratifd)e badische Landtags-Vizepräsident Ad. si)eck, Buchdruckerelbesitzer in Offenburg, ist ein Studierter, ein '^'herer Bilrichenschaftler der technischen Hochschule zu Karlsruhe. Airchliche Nachrichten. t^vangelische Gemeinde. Montag, den 12. März, abends 8 Hhr: Bibel stunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Jak. 4. OT... , . Psarrassistent Knott. Mittwoch den 14. März, abends 6 Hhr: 3. P a s s i o n S . a n d a ch t in der Johanneskirche. Psarrassistent Knott. Sonntag morgen 6$ Uhr erlöste ein sanfter Tod unsere liebe Mutter nach langen, schweren Leiden Die trauernden Kinder. Grossen-Buseck, den 12. März 1906. 1699 TedeS'Anzeige 01660 Heuchelheim, den 12. März 1906. Nieder-Ohmen, den 11. März 1906. Die trauernden Hinterbliebenen. 1595 (Siegen, den 7. Marz 1906. ürgcrmcifterei Gießen. B Eurs chmann. hiesiger Stadt gefunden: Otto ßÜanns, Apotheker. Mathilde Berck, geb. Manns. Franz Berck« Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. März, nachmittags 2 Uhr statt. Großherzogi icke __________I. V.: Die Beerdigung findet Dienstag, den 13. er., nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. Das Einbauen von 7000 Ifbin. Sieinschlagbettung auf der Strecke Dillenburg-Herborn und Ebringshausen(Diil)-katzenfurt joll vergeben werden. Bedingungen und Anaebotsunterlagen liegen bei der Beniebs-Inspektion Metzlar zur Einsicht au§ und können von da für 0,50 Mk. und 5 Pfg. Bestellgeld (nur Postanweisung) bezogen werden. Eröffnung der nut entsprechender Aufschrift üerlegenen und vorher einzilfendenden verfchlosfenen Angebote erfolgt am 19. Alärz 19U6 vormittags 11 Uhr mx Bureau der Betriebs-. Jufpeklion. Zufchlagsfrist 3 Wochen. B10;8 Wetzlar, Königliche Eisenbahn-Betriebs-Jnspektion. Bekanntmachung. In das Genossenschaftsregister wurde eingetragen: 1) bezüglich der Spar- und Darlehenskasse, emgetr. Gen. mit unbeschr. Haftpfl. zu Großen-Lindeu: Landwut Oanksasj^mg. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen innigsten Dank KeKamttmachMg. In der Zeit vom 3. bis 10. März 1906 wurde« ül nabel mit weißer Perle. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machens Gießen, den 10. März 1906. Großh. Polizemmt Gießen. Herberg.__ Haftpfl. zn Leihgestern: An Stelle des Lehrers Buß ist der Rangiermeister Georg Seipp III in den Vorstands gewählt worden. B *• Gießen, den.2. März 1906. Grotzherzogl. Amtsgericht. Bekanntmachung. Die Liste über die während der Zeit vom 1. April 1906 bis dahin 1907 für die Pslichtseuerwehr heranzuziehenden Personen liegt vom Erscheinen dieser Bekanntmachung ab während 8 Tagen auf der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 2 — zu jedermanns Einsicht offen. Es wird dies unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenninis gebracht, daß während dieser Offenlegnngssrisl Einwendungen gegen die Richtigkeit und Voll- ständigkeit der Liste, sowie Befreiungsansprüche auf Grund der Ortsfeueilöjchordnung vom 12. Juli 1892 mündlich oder schriftlich bei uns vorgebrachl werden fönnen. Wir bemerEcn dabei, daß Einsprüche, die lediglich durch längere oder kürzere Abwesenheit des Pflichtigen von'Gießen begründet ,verden, schon im voraus als aussichtslos bezeichnet werden müssen. städtischer Arbkitsuchmis Wen. Ggrtenstratze Nr. 2, Zimmer Nr. 2. Es könncu eingestellt werden: 1 landwirtschaftlicher Knecht, 5 Bau-- und 15 Maschinenschloss er, 2 Putzer, 1 Wagner, 6 Schreiner, 2 Schneider (auswärts), 6 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Wagner, 2 Buchbinder (gegen Vergütung), t Schreiner, 1 Schneider, 1 Installateur, 1 Buchhändler. Es suchen Arbeit: B10/, 1 Lekonomieverwalter, 1 Baiischlosser, 2 Maschinisten ober Heizer, 2 Schreiner, 3 Wasch- ober Putzfrauen, 2 Jnilallateure, 1 Lehrmädchen, 2 Hausburschen, 1 Fuhrmann, 4 Lauffrauen, 1 Dienstnrädchell, 1 Bureaugehllse. 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 filb. Arm- banb, 1 Paar Damen-Glacöhanbschuhe, 1 Regenschirm, 1 golb. Anhängsel (Herzform) von einer Damenuhrkette unb 1,70 Mk. in Papier em- gewickelt; 20 Mk. in Golb, 1 kleines Damen-Portemonnaie mit ca. 5 Inhalt, 1 Armbanb (Double), 1 silb. Damen-Rem.-Uhr ohne Kette, 1 Portemonnaie mit 20,08 Mk. Inhalt, 1.20 Markstück, ein* gewickelt in ein weißes Taschentuch, welches H. 8. gezeichnet ist, unb 1 golbene Krawatten- Heute nachmittag 3 Uhr entschlief sanft nach schwerem Leiden im 82. Lebensjahre unser lieber Vater, Grossvater, Urgrossvater, Schwiegervater, Schwager und Onkel Gartenstratze 2, Zimmer Nr. 2. (Gcschäslsstunden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermiete«: 2 Wohnuiigen voii 6 Zimmern, 4 Wohnungen von 5—6Zimmern, 5 Wohnungen von 5 Zimmern, 3 Wohnungen von 4 Zimmern, 7 Wohnungen von 3 Zim'nern, 3 möblierte Zimmer, 2 Wohnungen mit Läden, 1 Werkstatt. Zu mieten gesucht: 44 Wohnungen von 1—7 Zimmern, 2 Wohnungen mit Laden, 1 Werkstatt. B \ Die Vermieter haben eine Eimchreidgebuhr zu entrichten und nvar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0^0 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Mk. ein- schließlich 0,50 Mk., und von mehr als 500 Mk. 1,00 Mk.; außer- beni ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich. _________________________________________________________ . Danksagung. Für die viclen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hm« scheiden ihres geliebten Gatten, SohncS, Schwiegersohnes, Bruders und Schwagers Serril SPfiiälipp Sack VI. sprechen ihren innigsten Dan! au8 Die trauernden Hinterbliebenen. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden unb Bekannten hierburch die schmerzliche Mitteilung, baß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen lieben Gatten, unfern guten Schwager unb Onkel Herrn BtaH Pfeffer1 nach langem, schwerem Leiben im Alter von 33 Jahren zu sich zu rufen. Um stille Teilnahme bitten Die tieftraucrndcn Hinterbliebenen. Gießen (Bahnhofstraße 58), den 12. März 1906. Die Beerdigung findet Dienstag, den 13. März, nachmittags 2V, Uhr von < ... ........ mtS statt. OI608 Butzbach—Licher Eisenbahn. Aus Anlaß des Marktes in Butzbach werden am 15. März er. Sonderznge in folgendem Fahrplan gefahren: Sonderzug I. Ab Butzbach-St. 3°, Butzbach-Ost 3‘, Griedcl-R. 39, Gambach 3U, Oberhörgern 318, Munzen- berq 324, Trais-Münzenberg 328, Muschenherm 3", pos- und Dorf-Güll 3^, an 2>ch 34'. Sonderzug II. Ab Lich 4«, Hof- u. Dorf-Güll 4« Muschenherm 4W, Trais-Münzenberfl 4" Münzenbera 4", Oberhöraern 451, Gambach 4°7, Grredel-R. 501, Butzbach- Ost 511, an Butzbach-St. 515. ßl% Die Bahuverwaltnng. Alpers. der frühere Bürgermeister Xaiicäwig 1 ■ *>• Ä. HL ON M L v-v- /.Ä' R j-.M w M M & :W ^Los'se jg früher 4—5 ßSk. Weite 54 und 56 Markt 16. Markt 16 ^©s’sette BCorsetie ^®3»se^t© Zum Aussuchen! Friedl*. M^sLWsZ. Nur kurze Zeit! £9-eleg>enlieitskauf I i Grosser Posten KOKSETTE per Stück 2,50 Mk 1 Kg. (2 Pfb.) (2 Pfb.) Gern. Brot bei: Georg Heinr. Weber, Heuchelheim 26 üfL 3715.78 4. Du/, K. Schön, Bauinspektor. Telephon 119. Eichen-Stämme von 12—25 cm Durchm., bis zu 12 m 19 360 zu m Länge, mit 35,05 fm Inhalt, Buchen-Reisig, e‘7. Eintritt frei für jedermann. der Kreisstraße Allertshausen— Familien-Stammbuch 9 Leß. 1578 Bahnhofstrasse 44. Bahnhofstrasse 44. W. Fabel, Wieseck Karl Post, Wieseck Georg Dern II., Gr.-Linben 50 Louis Süßmuth, Steinberg 50 „ L. Steinmüller, Gr.-Linben 52 „ Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 50 „ 2700 2060 80 100 23 2. 3. 1012.32 3348.96 176.80 1646.66 357.40 854.59 (Sem. Brot (Sem. Brot Kornbrot Kornbrot 465 3 435 10 754 3 1 2 1 22 18 177 27 29 164 2900 810 46 160 69 4 10 // // I. II. III. IV. V. VI. vn. . 27 . 27 . 27 Zimmerarbeiten. . . Spenglerarbeiten . . Schreinerarbeiten . . Schlosserarbeiten . . rm ii ii ir 22 rm W. Lern, Klein-Lirrden Karl Post, Wieseck . Jakob Appel, Krosdorf 25 2 2 85 2 48 3 50 75 23 46 Backwaren, Fleischwaren, Spezereiwaren, Milch, Butter und Eier, Bier, Eis, Mineralwasser, Bürstenwaren und Toilettengegenstände, Porzellan- und Glaswaren, Emaillewaren, Schreibmaterialien, Kleider für Kranke und Personal, Schuhe , Das Reinigen des Küchenherdes und der Oefen. Das Leerfahren der Senkgruben und Fortschaffen des Kehrichts. Die Abgabe von Knochen und Gespül. 27 54 25 Birken- Eichen- Fichtcn- Länge, mit 3,95 trn Inhalt, Fichten-Derbstangcn von 6—12 cm Durchm., bis Vergebung von EauarbeiLen und Materiallieferungen. Die für die Lieferung gilngen Bestimmungen liegen auf dem VerwaltungSbureau an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr offen. Offerten sind verschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, den 21. März 1906, vormittags 12 Uhr auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 28. März 1906. Gießen, den 6. März 1906. Großherzogliche Direktion der Klinik für Psychische und nervöse Krankheiten. Sommer. zeichneten eingereicht sein. Zuschlagsfrist 8 Tage. Lich, den 9. März 1906. beginnend: Eichen-Stämme mit 56,22 Fstm. (Wagnerholz), Kicfcrn-Stämme mit 0,91 Fstm., Fichten-Stänune mit 80,69 Fstm., Eichen-Dcrstangen mit 0,35 Fstm., Fichten-Dcrbstangen mit 70 Fstm. von 6—11 cm Dchm. und bis 18 Mir. Länge (zu Leiterbaumen, Rüststangen und Sparren geeignet). Lärchcn-Derbstangcn mit 0,16 Fstm. Der Tafelbrot Weinbrot Weißbrot 2 Kilogramnr (4 Pfund) Weißbrot bei: ’ ~ Heinr. Weber, Heuchelheim 52 Die Vorträge finden sämtlich in der Turnhalle deö Real- Gyrnuastums und der Ober-Realfchule statt. NB. Geldsendungen zur Deckung der Unkosten erbeten z. H. des Herrn A. Kuhr, Henselstraße 1. Holzversteigerung. Mittwoch, den 14. März 1906, vormittags 9 Uhr, kommen im Allertshausener Gemeinde-Wald in den Distrikten Laugebruch und Bnchkopf zur Versteigerung: 2'/, Kilogramm (5 Psunb) Gern. Brot bei: Louis Süßmuth, Steinberg 56 $ 3 Kilogramm (6 Pfund) (Sem. Brot bei: 27i Kilogramm (5 Pfund) Kornbrot bei: Hch. Weber, Heuchelheun 58 u Der Brotvcrkäufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 10. März 1906. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Holzversteigerung Donnerstag, den 15. März l. I., vormittags 9 Uhr 2. Dienstag, den 20. d. Mts., vormittags 10 Uhr beginnend 17 Rm. Eichen-Scheitholz (darunter 9 Rin. sehr gutes Küferholz), 9 Rm. Kiefern-Schcitholz, 16,5 Rm. Buchen-Knüppelholz, 156 Rm. Eichen-Knüppelholz (darunter 26 Rm. von 2,5 Mir. Länge zu Gartenpfostcn brauchbar), 5 Rm. Kiefern-Knüppelholz, 1 Rrn. Fichten-Knüppelholz, Karl Traulmann, Wieseck 46 L. Steimnüller, Gr.-Linden 46 Karl Spamer, Reiskirchen 46 Karl Zinßer, Ällendors/Lda. 46 Karl Stumpf, Garbenleich.48 Jakob Appel, Krofdorf . . 50 W. Lein, Klein-Linden . . 50 Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 48 Holzversteigerung iü den Waldungen der Gemeinde Wieselt. Es werden versteigert aus den Distrikten Hegwald, Klause, Teufelspfütze, Hundskopf und Dürrloch nachstehende Holzsortimente: 1. Montag, den 19. d. Mts., vormittags 10 Uhr 1 Kilogramm (2 Psund) Kornbrot bei: F. Weiß, Grüningen . . 23 Jakob Appel, Krofdorf . . 23 Heinr. Binz, Allendorf/Lahn 22 „ Karl Zinßer, Allendotf/Lda. 22 w 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbror bei: F. Weiß, Grüningen . . 46 Karl Spamer, Reiskirchen 44 „ Karl Zinßer, Allendorf/Lda. 44 „ Karl Stumpf, Garbenleich 44 „ Konr. Hensel, Gr. Rechtenbach 44 u Preis: Einfache Ausgabe in Halbleinenband 50 Pfg., Feine Ausg., Ganzleinenbd. m. Goldfchn. u. Goldpressung 1 Mk. — 19. Auflage. — Tie Familien-Staunnbücher werden jetzt von allen Standesämtern, Pfarrämtern usw. benutzt. Der praktische Gedanke hat sich dank der Unterstützung der Behörden rasch eingebürgert. Viele kennen diese so sehr wertvolle Einrichtung noch nicht, diesen wird es lieb sein, für ihre Kinder noch nachträglich selbst das einzutragen, was sonst der Standesbeamte tut. Das Fainilien-Stammbuch ist nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches eingerichtet und enthält Formulare für Standesamt und Kirche. Vorzüge der Ausgabe sind: Sehr sorgfältige Bearbeitung, vorzügliches Schreibpapier, deutliche Schrift, übersichtlich an- geordnele Schemata, gediegene Ausstattung mit Bilderschmuck, handliches Oktav-Format, billigster Preis. Beigefügt sind die in Betracht kommenden allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen, auch über das Impfwesen. Auf eine würdige Ausstattung ist alle Sorgfalt verwendet worben. Mehr alö 15000 Exemplare bereits abgesetzt. — Serlag von £mil Uolh in Kietzen. — W. Schimmel, Kinzenb. Ai. 46 Jakob Appel, Krofdorf . . 46 „ Heinr. Bmz, Allendorf/Lahn 44 „ W. Lein, Klein-Linden . . 46 , Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot Dem II., Gr.-Linden 25 L. Steinmüller, Gr.-Linden 26 . 69 H Gust. Jacoby, Alten-Buseck 69 . 69 „ Karl Trautmann, Wieseck 69 Submission. Für die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen sollen für das Rechnungsjahr 1906 auf dem Wege öffentlicher Submission vergeben werden: 1. Die Lieferung von: Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung voit Ockonomiegebäudcn in dem Gräflich-Solms- Laubach'schen Hofgut Münzenberg sollen auf dem Sub- missionswege in Akkord gegeben werden. Maurerarbeiten einschl. Materiallieferung Trägerlieferung, veranschlagt zu . . . hiesige» Bäcker. — ^2 Kg. (4 Pfd.) Fichten- „ Rm. Kiefern-Stock. Zusanunentunft ait der Kreisstraße Leihgestern-Gießen. Leihgestern, den 10. März 1906. Großh. Bürgermeisterei. Krotpreije vom 11. bis 25. März 1906. anfangend, soll im Gemeindcwald zn Leihgestern (Distrikt Mühlberg) nachstehendes Holz versteigert werden: Kiefern-Stämme — 8,66 Fstm. Obst- und Gemüse-Umfewen allererste Fabrikate zu billigsten Preisen empfiehlt ■ 3. M. Schulhof, Marktstr. 4, ■ 1 Kilogramm (2 Pfund) (Sem. Brot bet: Georg Dem IL, (Sr.-2inben 23 L. Sleinmüller, ©r.-Sinben 23 W. DLeitzel, Lang-Göns. . 23 , Karl Zinßer, Allenborf/Lba. 23 W.Steinmüller Ww., Lang- Karl Stumpf, Garbenleich 24 Göns 24 , W. Lein, Klem-Linben . . 25 Hch. Weber, Heuchelheim 23 „ Heinr. Binz, Allenborf/Lahu 24 2 Kilogranun (4 Pfunb) (Sem. Brot bei: Buchen-Scheiter, Hainbuchen-,, Eichen- „ Buchen-Knüppel, Fichten- „ = 3,47 „ „ Derbstangen — 15,57 „ Rm. Kiefern-Rutzscheit, 3,00 Mtr. lang „ „ Brennscheit „ „ Knüppel Kiefern-Wcllen > Wellen Buchen-Reisig (Durchforstung), » Wellen Eichen-Reisig, > Wellen Kiefern-Reisig, > Wellen Lärchen-Reisig, 1 Rm. Eichen-Stockholz. Die Zusammenkunft ist an beiben Tagen auf der Straße Weißbinderarbeiten Voranschlag und Bedingungen können nächsten Donnerstag den 15. lsd. Mts. von morgens 10 bis abends 5 Uhr im Bahnhof Münzenberg eingesehen werden. Die Angebote müssen in Prozenten ausgedrückt sein, bis zum Montag dem 19. März, morgens 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bei dem Unter- Zusammenkunft auf Seuerit, Grenze zwischen dem Allertshausener- u. Climbacher Verdingung. Die noch rückstäudigen Bauarbeiten im Los I der Neubaustrecke Vilbel—Heldenbergen—Windecken zwischen Vilbel und Büdesheim sollen im ganzen vergeben werden. Die Arbeiten umfassen rund 36000 cbm Erdbewegung, 12000 qm Wegebefestigung und 9000 Ifbm. Oberbauvacklage, sowie , Duftige kleinere Herstellungen. Zeichnungen und Bedingungen können in unserm technischen Bureau, Hedderichslratze 67,69 eingesehen werden. Angebotshefte sind vom 14. März ab in unserer Kanzlei gegen Einsendung von 3 Mark (nur Postanweisung) erhältlich. Die Eröffnung der mit entsprechender Aufschrift versehenen und verschlossen einzusendenden Angebote erfolgt am 24. März, vormittags 11 Uhr Hedderichftratze 61, Zimmer 21. Zuschlagsfrist 14 Tage. Blu/3 Frankfurt a. M., Königliche Eisenbahndirektion. 3 , (6 Pfd.) 1 , (2 , ) 2 , (4 Pfd.) Nutz- iiirä Bl'kNhchmstchelMg. Freitag, de» 16. März im Försterbezirk Ranstadt, Distrikt Kirchwald, Lcustadt, Rühlswald :c.: Stämme: 106 Eichen, 2,2-10 Mtr. lang, 14-5o Etm. Dm. 14 Fm. (Glaser- und Wagnerholz): 21 Eschen 1,5—13 Mtr. lang, 15-36 Etm. Dm. — 4 Fm.-, 8 Birken, 5-13 Mtr. lang, 26—33 Etm. Dm. — 4 5m.; 2 Hainbuchen, 1 Linde, 1 Ulme, 1 Kiefer, 3 Lärchen, 5 Fichten. Derbftangen: 38 Eichen, 189 Buchen (Lenkwicden), 12 Eschen, 3 Ahorn, 55 Fichten, 138 Lärchen. Brennholz. Buchen: 387 Rm. Scheit I. Klasse, 197 Rm. IL Klasse, 459 Rm. Knüppel, 15,5 Nm. Stöcke, 651 Nm. Stamm- r cif er, 831 Nm. Aftreiser. Eichen: 18 Nm. Scheit 136 Rm. Knüppel, 110 Nm. Reiserknüpvel, 135 Nm. Stammreiser, 195 Rm. Aftreiser. Birken: 16 Rm. Scheit, 15 Rm. Knüppel. Eschen, Erlen rc.; 25 Rm. Scheit und Knüppel. K i ef er:6Rm. Scheit, 5 Rm. Knüppel, 8 Nm. Neiserkuüpvcl, 56 Nm. Aftreiser, ca. 130 Nm. lose Laubholz- r cif er. Da^ mit D bezeichncle Holz wird nicht versteigert. Ntit dem Brennholz wird begonnen. Auskunft erteilt Forster Semper, Ranstadt. Zusammenkunft 9 Uhr vormittags im Gasthaus von Peter Jung, Ranstadt. B*% Gedern, den 9. März 1906. Fürstlich Stolberg-Wernigerödisches ^orftrxüü»-, Gedern. Verdingung. Die Lieferung von 700 Stück Bohle» in verschiedenen Längen soll Donnerstag, de» 15. ds. MtS., vormittags 11 Uhr, öffentlich vergeben werden. Angebote auf vorgrsa, riebenem Formular, dabei uns erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt an uns einzureichcn. B12/« Gießen, den 10. März 1906. Städtisches Tlefbauamt. Braubach. Sikstia jir LolksilllchM und verwandte Bestrebungen. Dritte Aortesungsreihe: Itee in die Mita no Irpiw von Oberlehrer Dr. Kraft aus Bübingen. Mittwoch, den 14. März 1996, 81/, Uhr abends: II. Von Ha ei der Pu ie (!■. W. Weitzel, Lang-Gons . . 26 Hernr. Binz, Allendorf/Lahn 25 W. Fabel, Wieseck . . .26 Gardinen creme und weiss a“/a j abgepasst und meterweise in allen Preislagen. Botüeaun mit Spachtel-Stickerei Paar Hk. 2L5, Mk. 2.50, Mk. 3.—, Mk. 4.— und besser. CL JE&öhx* L C?o. Jakob Appel, Krosborf . . 54 W. Lein, Klein-Linben . . 54 Karl Post, Wieseck ... 54 Karl Trailtinann, Wieseck 54 Georg Der» II., Gr.-Linben 46 Louis Süßmuth, Steinberg 46 , W. Weitzel, Lang-Göirs . . 46 , Heinr. Weber, Heuchelheim 46 „ Gust. Jaeoby, Alten-Buseck 43 „ Karl Post, Wieseck . . . 46 v W. Steimnüller W>v., Lang- Göns 46 „ W. Fabel, Wieseck ... 52 W. Weitzel, Lang-Göns . . 52 Eichen- „ Aspen- Fichten- „ (Bohnenstangen), Buchen-Stöcke, Eichen- „ Fichten- „ nach Alten-Buseck am Distrikt Hegwcllb. Bie/a Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. Gemeinde-Wald. 1596 Allertshausen, ben 11. März 1906. Großherzogl. Bürgermeisterei Allertshausen. Hill gärtner. (4 , ) (2 , ) (4 Vib.)