et Uht Erstes Blatt 1S6. Jahrgang SietzenerAnzeiger " . General-Anzeiger ** '**' Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Die öeuiiqe ^nummer umfaßt 10 Seiten A j)sL8trsche Lagesschare. Wahlrecht. recht ein und glaubt, daß es das Zukunftswahlrecht deS H Er schreibt dann: kommt am meisten in Betracht, in der Dreibundpvlitik Italiens Handel 60 Sitze Land- u. For st- wirtschaft mit Gartenbau ICO Sltze Waren-Großhandel Waren-Klemhandel Bucbhandel u. Presse Bankwesen . . . deutschen Volkes sein werde. Er legt im einzelnen die Vorzüge dar, die eS im Vergleich mit dem heute geltenden Wahlrechte nach seiner Meinung hat, und macht schließlich einen and^utenden Vorschlag, wie vielleicht ein Wahlrecht nach Berufsständen gestaltet werden könne. Dieser Vorschlag läuft aus folgende Verteilung der RcichstagZsitze hinaus: 20 25 10 5 60 Geistesarbeiter 60 Sitze Handarbeiter 60 Sitze Beruföftäudisches Theodor Fritsch erörtert in sichert. Für uns in Deutschland daß auch unter ihm kein Wechsel zu erwarten ist. An der Seine hat es wieder Bäuerlicher Grundbesitz Groß-Grundbesitz . . Forstwesen .... Garten- u. Weinbau . Industrien. Bergbau . 60 Sitze tti) du iMtqi Zeitwert rtaut gestellt: öM ©ul fr , Ar 293 aus Lraalgcß/.. 'kSiLTaselmsierausc^ ■ 0 _____nl Aas großeZcherbenger-cht der sozialvemokratrschep Partei bas am Samstag abend in Cramers Bierh allen in Darmstadt zusammenbernfen wvrden war, um üb erden Genossen Cramer zu Gericht zu sitzen, weil er es gewagt hatte, im Interesse des vvn ihm vertretenen Gartenvorstadtvereins auf einer Audienz bei Sr. K- H. dem Grofiherzog mit zu erscheinen, hat schnelle Justiz geübt und eine überraschende Folge gezeigt: Cramer hat sein Reich?tag8mandat und alle übrigen Remter in der Partei niedergelegt. Er war — so schreibt uns heute unser Darmstädter Redakteur — in der Versammlung selber erschienen und hatte in einer umfangreichen Rede die ihm zum bitteren Vorwurf gemachte Straftat zu rechtfertigen und zu verteidigen sich bestrebt. Er wies dabei auf seine langjährige Tätigkeit im Dienste der Partei hin, für die er auch eine mehrmonatige Gefängnisstrafe ohne Murren auf sich genommen, und erklärte es für sein gutes Recht, in einer rein privaten und lokalen Angelegenheit sich im Auftrag seiner Mitbürger an den Großherzpg direkt zu wenden. An diese Verteidigungsrede knüpft sich eine mehrstündige, sehr lebhafte Diskussion, in der sämtliche Redner das Verhalten Cramers mehr oder weniger scharf verurteilten. Die Versammlung nahm schließlich um Vs2 Uhr morgens einen Antrag an, in welchem dem Reichstagsabgeordneten in aller Form ein Mißtrauensvotum ausgesprochen wird. Die Versammlung gibt dabei weiter noch der Hoffnung Ausdruck, daß Cramer seinen verfehlten Schritt in Zukunft durch energische Arbeit im Interesse der Partei wieder gut zu machen bestrebt sein werde. Cramer, der nach Schluß seiner Verteidigungsrede die Versammlung verlassen hatte, entschloß sich nach Mitteilung dieses Versammlungsentscheides sofort, seine sämtlichen Stellungen in der Partei aufzugeben, und hat auch bereits in einem Schreiben nach Berlin sein Reickstagsmandat, sowie in einem Schreiben an die Darmstädter Stadtverwaltung sein Mandat als Stadtverordneter niedergeleat. Dieser konsequente Entschluß Cramers wird nicht nur In Hessen, sondern namentlich auch in Berlin nicht geringe Aeberraschung Hervorrufen. Gehörte doch Chamer seit 20 Jahren als überzeugter Sozmldemokrat i f Partei an, Der auch große Ovfer dafür brachte und schon den internationalen Sozialistenkongreß in Kopenhagen Ende der K0er Jahre mitmachte. Er wurde damals mit den übrigen Deutschen Genossen verfoißt und verurteilt und um die Daher resultierenden, sich auf Tausende belaufenden Gerichts- lkosten nicht zu zahlen, darf er, der wohlhabende Mann seiner 'Z-rau und Grundbesitzer, noch heute kein Vermögen besitzen. Gramer steht im 55. Lebensjahre und gehörte seit 1893 der zweiten hessischen Kammer (deren Mandat er schon im vorigen Jahr aus Unlust auf den Rechtsanwalt Dr. Fulda- Damnstadt übertrug) und seit 1898 dem Reichstag an. Er Kilt als ein durchaus ruhiger, rechtlich denkender Mann, dem bei seiner 1903 mit über 1-1000 Stimmen erfolgten Wahl in Darmstadt eben wegen dieser Eigenschaften, wie Scrr Krumm in Gießen, auch viele bürgerliche Wähler ihre Stimme gaben. Sofort nach dem Vekanntwerden der Mandatsnieder- ."cgnng hat auch bereits die Wahlagitation eingesetzt. Die Sozialdemokraten denken an Cramers Stelle den Rechtsanwalt Fulda aufzuftellen, in zweiter Linie wird auch Ulrich genannt, wenn dieser sich wirklich entschließen sollte, nach dem Offenbacher Reinfall es noch einmal in Darmstadt zu versuchen. Tie freisinnige Partei hat ebenfalls schon einen Entschluß gefaßt und die Nationalsozialen Pfarrer Ko re l l-Königstädten als Reichstagskandidaten ausgestellt. poüHfdtc Wochenschau. Gießen, 12. Februar 1906. Unser verstorbener Staatsminister Dr. Rothe ist einer der Zeitigen deutschen Minister gewesen, die der unerbittliche Tod i’t voller Schaffenskraft ereilte und dem nach langem ehrenvollen Wirken im Staatsdienste kein otiam cum di.^nitate vergönnt sein sollte. Nach bem aus Gesundheitsrücksichten im vorigen, Jahre erfolgten Rücktritt des Justizministers Dittmar war Neichsgerichtsrat Ewald auf biefen Poften berufen worben der am ersten Tage der vergangenen Woche zum Staatsminister ernannt, irarbe und dabei die Stelle des Justizministers bci- kehält (seither hatte bekanntlich das Staatsministerium mit dem Ministerium des Innern eine gemeinsame Leitung. Er hat sich bekannt gemacht durch freie und humane Denkweise sowie unbeirrbaren Gerechtigkeitssinn und das Grvßherzogtum Hessen, das in den letzten Jahren so rüstig voran geschritten ist, darf seinen Blick auch unter dem neuen ersten Staatsmanne vorwärts und aufwärts richten. Zum Präsidenten des Ministeriums des Innern wurde Geh. Rat Braun berufen, der Jahre lang die dlbteil- uitg für Landwirtschaft, 5) an del und Gewerbe zum Segen für die tfir unterstehenden Berufszweige leitete. Er ist eine organisatorische Kraft ersten Ranges und dabei ein Mann von scklicht- eünfachem Charakter und aufrichtigem entgeaenimnmendem Wesen. Mit der Bevölkerung hat er durch die Verwaltung des landwirtschaftlichen und gewerblichen Ressorts enge Fühlung genommen und sich zugleich eine große Menschenkenntnis erworben. Tie beiden neuen Männer werden es dem Landesherrn und Dem Lande recht zu machen wissen. Ungleich schwerer als unsere hessischen Staatsmänner hats Mas Posadowsky. Wie mons macht, cs ist nie recht. So hatte er am Mittwoch sagen sollen, als ihm der freikonservative T;ig. Dr. Arendt vorhielt, daß er sich zu den sozialdemokratischen chiritiativanträgen über Einführung des allgemeinen, gleichen und necheimen Wahlrechts in allen deutschen Bundesstaaten geäußert habe, während es bisher stets getadelt wurde, daß man tonn Regieru.ngstisch niemals zu Initiativanträgen des Hauses sp-reche. "$3ernt die Reichsregierung mit ihrer bisherigen Gepflvgen- ieit gebrochen haben sollte, so wäre dies nur zu begrüßen, „Sollte ein Gleichgewicht bestehen, so müßte man den l ä n d - lichen Beruien die eine Hälfte, den städtischen Bernsen die a n d e r e H ä l s t e der Sitze einräumen. Bei der heutigen Stimmung der Gemüter könnte aber eine solche Einteilung schwerlich auf Zustimmung in weiteren Kreisen rechnen. Im Laufe der Zeit, wenn die durch das jetzige Partei-Unwesen tünstllch geschürten Gegensätze einmal überwunden sein werden, würde wohl auch in einsichtigen städtischen Kreisen alliiiählich die Ueverzeugung platzgreifen, daß von dem Gedeihen b er heimischer, lüine „itoxon“ Fabrikat Q“/ and einspännig, solid und ibauL, nui ea. HO em hohen ich leicht i»Zug, tiefer Seiuuiu ’llos arbeitend, für deutsche Vtrhlltaiw den Ikngiien Bvggui bei m zu eiuAasigtea Pieieeu. eisen. Agenten erhalten hohe gebiete werden «gesichert. Nr. 36 Erscheint täglich außer SonmagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »elfischen Landwirt die Siebener Samtlienblätter viermal tn der Woche beigelegL Rotationsdruck il Verlag der Brü h l'scheu Unwers.-Buch-u. Stetn- bruderet. R. Lange. Redaktion, Ervedmmr und Druckerei: Schal st raße 7. Redaktion e=8ä> 112 Verlag u.Exveb.e^bl Adresse für Deoelchen: Anzeiger Gießen. Montag 12. Februar 1906 Bezugspreis: monatlich 75 Pf., viertel- istiichcr Gebisse ui tz-old uni rbeiiea. A f , ,2U bsmchlkf Z-Hjchl Me; «cparaturrn achs ivliuisi. - Pwiiipte 'Mienuiij, iOen »on 3 bis 6 W. _ . , einer Zeitschrift die Frage des berufsständischen Wahlrechts. Er tritt für dieses Wahldie gleiche hohe Zahl von 9)?anbaten erringen, denn auch in dec Bevölkerung dürste man bc5 langen Haders überdrüssig sein, an welchem lediglich der Starrsinn der Opposition schuld ish und wieder ruhige Zeiten herbeisehnen. Rur eine kurze Lebensdauer ist dem Kabinett FortiS beschieden gewesen, nach kaum einmonatlicher Dauer wurde ihm in der italienischen Kammer das Sterbeglöcklein geläutet. Von Anfang an stand das Ministerium auf schwachen Füßen und allgemein sagte man ihm leine allzulange Lebensdauer voraus, ivemt auch der so schnelle Sturz unmittelbar nach Zusammentritt der Kammer nicht enoartet wurde. Welcher Unpopularität sich das Kabinett Fwrtis erfreute, geht schon daraus hervor, daß man nickst einen äußeren Anlaß zu seinem Sturze nahm, sondern baß es sofort bei der Debatte über die allgemeine Politik vev- schwunden ist. Ein Vertrau ensv-otum wurde mit 30 Stimmen Mehrheit ab gelehnt und Fortis war Ministerpräsident gewesen. Sein Nachfolger ist S o n n i n o , der aber so Flug war, nicht ein spezifisch konserv'tioes Ministerium zu bilden, sondern die Mitglieder seines Kabinetts aus den verschiedenen Parteien holte, indem er sich so eine Mebhhe'it in der Kammer von vornherein Handwerk n. Kleingewerbe 60 Sitze . 50 Sitz» . 30 „ . 10 „ .10 „ -60 „ jährlich Mk. 2.20; durch 4k Abhole- u. Zivelgstelleu ; yr monatlich 65 Pf.; durch die Post AU. 2.—viert el- jährl. ausichl. Beftellq. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormltlags 10 Uhr. Zeilenvreis: lokal 12'13fw auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den poliL und allgenr. Teil: P. Witt ko: für .Stadl und 2anb' unb ^Gerlchtchaatt: Ernst Heb; für den Anzeigenteil: Hans Beck. SkW 6 W RübeMtL •üen mU Derartigeoi M S'»«ÄKeS IMH {Gelehrte Stände Beamtentum u. Lehrerschaft . . . . Bureauangestellte, Handlungsgehilfen re. i Jndnstrie-2lrbeiter........ < HandwerksGehilfen u. Bau-Arbeiter . I ländliche Arbeiter rc. .... . . zu schweren Zusammenstößen gekommen ist. Unter den Exzedenten dursten sich aber weniger aufrichtige Anhänger der Kirche befunden haben als vielmehr Nationalisten, Royalisten und Unionisten, welche auf diese Weise glauben, eine Mißstimmung im Volke gegen das am Ruder befindliche Ministerium erzeugen und die Ausführung des Trennungsgesetz-es verhindern zu können. Indessen dürfte ihr Bemühen erfolglos fein; man hat sich allenthalben mit dem neuen Gesetz abgefunden und daS Ministerium sitzt zu fest int Sattel, um durch derartige Machination herausgehoben werden zu können. Es hat fast den Anschein, als ob der Sturz Balfours vvn der Spike der Regierung, auch seinen Sttirz von der Leittmg der konservativen Partei herbei führen wird. Seit einiger Zeit hat ein sehr lebhafter Kampf in der unwnistischen Presse ein* gesetzt, welcher Balfour rücksichtslos angreift, ihm Schwäche und Unfähigkeit vorwirft und ihm die Schuld für die enormen Verluste der Partei in die Schuhe schiebt. Ja, es hat sogar berti Anschein, als vb es zu einer Sprengung der konservativen Partei kommen wird, deren einer Uügel Balfour treu bleiben, der andere sich aber Chamberlain als Oberhaupt wählen wird. Diese Zer* 1 Klitterung könnte aber den Unionisten nur noch mehr schaden und vor allem, ist nach dem Ausfall der Wahl kaum daran zu b.mken, daß die sck)ukzöllnerischen Jd'en Cha.nberlains geeignet wären, einer Partei Anhänger zu gewinnen. Die unruhigett Leutchen auf dem Balkan fahren fort, einander das Leben angenehm zu machen. Wie übrigens verlautet, soll eine Verständigung zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien angebahnt sein, die formellen.Schritte sollen bald folgen. In Rußland nehmen die Dinge ihren Sauf wie bisher. Es heißt, daß viele Gutsbesitzer es absichtlich versäumt haben, ihre Felber bestellen zu lassen, da sie behaupten, es lohne sich nicht in dieser unruhigen Zeit, wo alles doch gleich wieder vernichtet werbe, Lanb wirtschaft zu treiben. Dadurch wird die ländliche Bevölkerung von einer H un g e rsn ot bedroht. Die Beunruhigung unter der ländlichen Bevölkerung nimmt zu. Viele Beamte in der Provinz haben ihre 'Stellungen aufgegeben!, da fie befürchten, von den empörten Bauern ermordet zu werden. Eine furchtbare Katastrophe hat sich amj 9. b. M. im Weichbilbe von Petersburg ereignet. Hinter dem Nedvski-Tor. wurde in eine Gastwirtschaft, in der etwa 50 Personen anwesend waren, durch das Fenster eine Bombe geworfen- die explodierte. Zwei Personen waren auf der Stelle tot, 12 wurden schwer verletzt. Krankenwagen des Roten Kreuzes schassten die Verwundeten fort. Der Verbrecher ist noch nicht ermittelt. In den Nachbarhäusern wurden sämtliche Fenster zev- trünunert (Vgl. auch den Artikel „Rußland") ‘I’Wia Saa|baues M ■ä'Ä *1* Bierkeiiepi 1 $u,t, 8e/*"«t Vogelsberg. ”1 ab pochivaldbauien äfltui püui i|i 01Ul, M ganze ^ahr oheu. 877 entneer. Hochirastiliauicil. Abend W'Ä«*. -OV- )er iret * _ einmal ein bischen Radau gegeben, indem lte6ereifrige sich der Inventaraufnahme in den Kirchen mit Gewalt widersetzten, wobei es mehrfach denn gerade die Behandlung, welche Beschlüssen des Dauses vom Bundesrat zuteil wurde, bat so viel böses Blut hervorgerufen. Im übrigen muß die Rede Posadowskys jur Reichswahlfrage sehr willkommen sein, da sie den Standpunkt der preußischen wie der Reichsregierung darlegt und somit programmatischen Charakter bat. Der Staatssekretär entpuppte sich als kein allzu großer Freund des Reichstegswahlrechtes und seine Ausführungen zeigten iveiter, daß er den Gedanken von sich weist, dieses Wahlrecht jemals in Preußen einzuführen, um nicht auch im Ab- geordnetenh"use den Sozialdemokraten zur Uebermacht zu verhelfen. Diese scharfe Absage bcs Staatssekretärs muß umsomehr auffallen, weil er stets als der aufgeklärteste unb ort meisten sozial empfindende Reichsminister gegolten hat, der es wegen seiner freimütigen Aenßerungen schon mehrfach mit der Rechten tierboTbeit hat. Wenn nun bet Staatssekretär in derartigen Wendungen sich erging, so zeigt dies deutlich, wie jetzt oben der Wind weht unb baß die Sozialdemokratie in absehbarer Zeit nicht auf Erfüllung ihrer Dünsche rechnen kann. Insbesondere wurde am Mittwoch auch von den bürgerlichen Parteien, welche dem Anttage auf Einführung eines gleichmäßigen Wahlrechtes in allen Bundesstaaten freundlicher gegenüber standen, scharf kritisiert, daß man die Wahlfähigkeitsgrenze auf das 20. Lebensjahr festgelegt wissen will, und auch den Frauen ohne weiteres das Stimmrecht erteilen will. — Sonst behandelte man im Reichstage den Etat des Reick)samts des Innern, wobei natürlich die übliche sozialdemokratifche Debatte nickt ausblieb, ohne daß etwas neues zutage gefördert wurde. Man hörte die alten Schlager und dieselben Forderungen, und von Belang war nur die Mitteilung des Staatssekretärs, daß das dringend verlangte Gesetz über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine in der Ausarbeitung Jei und daß auch dem Reichstage voraussichtlich noch in dieser Session ein Entwurf über die Krankenversicherung des Gesindes und des landwirtschaftlichen Personals vorgelegt werden soll. In Berlin tagt augenblicklich noch ein anderes Parlament, bas agrarische. Es ist bie landwirtschaftliche Woche an uns vorübergerauscht, ber Landwirtschaftsrat hat getagt, unb im Zirkus Busch wird demnächst die große Heerschau des Zirkus Busch ftattfmden. Auf dem Festmahl des Landwirtschaftsrats hat Fürst Bülow die obligate Rebe gehalten; er sagte ben Bauern viel Schmeichelhaftes im übrigen aber nichts Neues. Agrarfragen sind augenblicklich auch nicht aktuell. Die Zeit der großen Zollkämpfe ist vorüber, die Handelsverträge werden in kurzer Frist in SVraft treten. Die Außenseiter des Bundes ber Landwirte haben ihren Frieden mit der Regierung gemacht, und so verläuft das agrar. Parlament in schönster Harmonie und ohne bissige Reden gegen die Regierung. Von der Ktisen- ftimmung, wie sie noch vor einem Jahre herrschte, ist nichts mehr zu merken, und in dm Tc* haben die Landwirt auch keinen Anlaß mehr, kritisch geftimut zu sein. Auch der preußische Landwirtschaftsminister v. P o d b i e l s k i hat natürlich eine Rede gehalten; sie klang, wie verschiedene Zeichcndeuter bemerkt haben wollen, weniger freudig unb zuversichtlich, wie sonst, unb daraus wird gefolgert, daß an den Gerüchten vom baldigen Rücktritt des Landwirtschaftsministers doch etwas Wahres, sei. Cs interessiert uns im Grunde leenig, ob Herr b. Pobbielski geht ober bleibt; ber Geist im preuß. Landwirtschaftsministerium wird doch der gleiche bleiben. Und Herr v. P. besitzt doch wenigstens einen glücklichen Humor! Die innere Politik deS deutschen Reiches hat int übrigen in der letzten Woche sich beschaulicher Ruhe bingegeben. In Sehern ist das neue Wahlgesetz nunmehr auch von der Kammer der ReichSräte approbiert, und mit Neid schaut man vom Norden her auf den Fortschritt, den das Königreich gemacht hat. Die Sozialdemokratie hat sich noch immer nicht über die Hosgängerei deS Darmstadter Genossen Cramer beruhigt, und dieser Balthasar will absolitt nicht in Sack und Asche Buße tun, sondern bleibt bei seiner ketzerischen Gesinnung stehen. Darob war in den Räumen des „Vorwärts" große Entrüstung, unb die fröhliche Rosa schürte den Scheiterhaufen. Herr Cramer hat soeben seine Mandate als Reichs ta gsabgeord- neter und Stadtverordneter niederg elegt, (vgl. bef. Artikel) und die Sozialdemokratie Darmstadts wird es nicht leicht haben, auf die neuen Kandidaten, Fulda oder Ulrich, die gleiche Stimmenzahl wie für Cr. aufzubringen. Jedenfalls haben die bürgerlichen Parteien Aussicht auf den Rück- gewinn von Darmstadt. Mtt Herrn Geck, dem zweiten Präsidenten der badisä^n Stamm er, hat sich die sozialdemokratische Zentralleitung leidlich ausgesöhnt. Nach außen hin hat sich nichts von Belang ereignet. Frohe Botschaft kam aus den Schmerzenskolonien. In Südwestafrika hat sich der Sohn Hendrik WitboiS, Isaak Witboi, gestellt mit 70 Leuten, darunter 40 Männern mit 19 Gewehren. Die Gesamtzahl der Kriegsgefangenen betrug am 5. Februar 13 040 Köpfe, darunter 10 677 Hereros, unter denen sich 2720 Männer befanden, sowie 2300 Hottentotten, darunter 730 Männer. In Ostafrika stößt man auf fteinen ernstlichen Widersta'.rd mehr, weshalb die Aufstandsbewegung als beendet ungesehen wird. Hoffentlich täuscht man sich nicht darin. Gegen Herrn v. Puttkamcr ist das hochnotpeinliche Verfahren eingeleitet. Der Gouverneur versichert aber, mit der Verurteilung der Akwahauptlinge habe er nichts zu tun gehabt, dafür sei Herr v. Brauchitsch allein verantwortlich. Unb an einen Ausstand in Kamerun sei nicht zu denken. In Algeciras ist leider in den Verhandlungen ein kleiner Stillstand eingettettn. Flugs sind Korrespondenten dabei, aller Welt die pessimistischsten Meldungen zu depeschieren, wobei Deutschland als das schuldige .Karnickel hin- gestellt wirb. Besonders sind die Londoner Blätter unruhig. Daily News vergleicht die Verhandlungen mit einem Fecktboden- Dnell unb wünscht Rücksicht auf eine bessere Regierung Marvttos und die Erhaltung des Weltfriebkens. Die Tribüne schreibt, wenn die Konferenz mißlingt, habe De^itsckland die selbstsüchtige Ve- friebigung Frankreich und England falt gestellt zu haben. In voriger Woche schien die Lösung der ungarischen Krisis überaus rvahe und jetzt ist man wieder weit mehr denn je davon entfernt. Die Mission Anbrasst)s ist völlig gescheitert, weil die Opposition wieder einmal die übertriebensten Forderungen stellte, sodaß man beinahe annehmen konnte, es sei ihr mit dem Friedensschluß garnicht ernst gewesen Forderte man doch nichts weniger als eine vollständige wirtschaftliche Autonomie der ungarischen .Reichshälfte nach innen und nach außen und überdies Einschränkung der Hoheitsrechte des Kaisers, namentlich in Agrarfragen. Darauf fmmte sich der Kaiser nimmermehr einlassen und so sind die Dinge wieder auf dem toten Punkt angelangt. Was nun? Wird man noch langer in Wien Langmut zeigen ober sich endlich zu einer energischen Tat aufraffen ? Gerüchtweise verlautet, ba§ Parlament, solle am 20. Februar aufgelöst werden. Dies wäre das einzig richtige, was die Regierung tun könnte, denn r 'rlich dürste bei den nächsten Wahlen ine Opposition . ftaB. ., Soliusc» .» fafl 2076. )e-, ” ils" .. m-Lebsrirao. "ÄSÄ? Mitt 1 20 „ 20 „ 20 „ ,20 „ 20 „ 20 „ 4U0 Sltzs Landwirtschaft die Aklgemein - Wohlsahrt in einem vielhoberen Grade abhangrg rst, als von irgend einem anderen Gewerbe. Schließlich faßt Fritsch feine Hostimng m folgende Satze zusammen: .. ,. r. Unfee öffentliches Leben wurde von einer der widerwärtigsten Erscheinungen befreit werden — von dem fanaUfchen Partel-Ge- snnf in der WalchBewcgmig mit seinen abscheulichen Auswuchsen und seiner Verfeindung ganzer klaffen und Stmide. Es wurde ferner die gehässige Parteivreffe von der Bildflache verschwinden, die heute ans der Verhetzung der Klaffen em Gewerbe macht und eine wahre Vergiftung des ganzen öffen'lichen Lebens verschuldet Es wurde wieder Friede einfeljrcn in unser unglückselig zerklustetev So intereffant diese Erörterung ist, so akademisch ist sie auch. „ , * TaS Kleinha«8. Ganz unzweifelhaft ist das Einfamilienhaus mit Gärtchen Las Ideal jedes Wohnrmgspolitikers. Nach Lage der Wirklichkeit jedoch wird das schöne Ideal ein Idol oft bleiben imüssen. _ Schon heute klagen angesehene Bauveremc über absoluten Mangel r Knabenb^hßl kt unb 4% «-5S* ^srM ZZLL ■cn Ql,8 dem Museum ’im ^nAume beinahe änT «e des neuen Hauses^p>a, )On^ Tie Lchtq °m »• Tas KupseMchobmktt ‘ ^'««hm bleibt noch ursprünglich sür das Früh. >eums nichts gedacht werden cnder Ergänzungen ist m nuungen erworben worden, mdcr stattsinden. ndevertretung unserer Nach. ^Einwohner) bat in einer ailltzung die Eingemein. ^ainz festgesetzt und be. Eifjalb in Unterhandlung zu (M 3«) Camstag, 10. Februar fand sidenten deS Hess. Landwirt, rnke die Schlußsitzung »dwirtschaftlichen Lauste llung im Kasmohofe zum Vorsitzende das Nichterscheinen indwirtfchastsrates Geh. Ra! Generalsekretär Oekonomim Hk, ben bie Vorsitzenden br: längen. — M) ba§ finan« t recht güMa,. Wzimte XX werden, da noch manches rodeln wird durch vermiet! lßwoä dankte der Vochtzeud- all den Herren, die sich aui- ie5 ausgezeichnet gelunaener 1Cn5 des Hess. LairdwirtschB' lfn Bevölkerung des gM uiif Recht h-b tt ^ttoor, t-j irtniS in triie Sinie p 0» t über der 90115« &r«nw oft ncroaltigm ®«W* m-ndmn üfcerbmtn«* geringste Unfall -H* leinen EM™, i** fe-nborer Zeit die ** r berortigen Ser®«* begüniligt fe»t* mmlung. . Sefa Irbic - 'iqcordnttc __ sesyss itlhanS- • . Vorstellung < ülf< Lch"le^o ,,^tag !Äs§:W rs-W? OKS ar. to cd w» CD <55 Ä o /D to CD 0 CO G 1-1 CD"" © o CD k- ö e « 5 => 5> 6» VD c E s TD Q -s CD 75 CO C " . as> e 6t CT/D KT- — CD s. ct p c?£ r: tSQ. D CQ c «’S XD — P c " ■€' c —■ *0" c CD ‘E' § V Z>O O " CD p «mc 'S ■ 7^ ä ar)__. -o s 2= - fc'S' e . c CD = O c cd cd — o B **S'r— t O p D P er» r° er- S — o d er. >e s5 ~ CD p b 2 D - A G-# o G 3 c ■— IL1 CL d xd " S jö c — ~ c •o - L « H O £ e o D C *ö 2 c: *e ~ II 2- _ = 5 «p CD - O %'■ 0 t" JD öS i-. 2^0 » ^3 a> n-- X2 — - O S *» -g S <5> c — c ® CD S ■5* O it= A r1. -~o o >O s p- 5 a ö ~ a s 2 a = - - 5 - .. CD •» s s CD D = s u-> 6% G* c o 7 o i s O 2 o" S-. P-CD 2- • C r~ r 3 c. cd P 2 c 3" s -o E? _ /d c , d. c d o X5 fE -O S 2 z o ’o c * C3 § s 5 >0 E> ■e "2 ° äo.’SK» 6 o« «o zz O s° 2 SS S-T p DÄ o =P «2 d c- c ä o = ’dE- "c "f X xd DI », z~ « 2? 05» L GC^Pp1*- D ix' t c L — VJ. P C-. er. p — g § B 7 ü§ ^S' D u Ld l7D XD ICD O 4® 4 . rp. S r- ’o G •» t- ® Ls -o^CQ p ‘S’-’E XD GG — top — C =p 2 3g (r?N . .. to co — o p G p p o 2« -s Z® = 64 p XD p T p- O d p N 3 N ♦ 4=™» ♦** do p-g i " m 3 C M 2 5@ ö E3 Si. — a £3 = «e^ c p a j p a . N *i to o e X d « c *=«5g E°Z - P-. 3. - ’G «1 SS u s Holzversteigerring. Dienstag, den 13. Februar und Donnerstag, ben 15. Februar 1906 jedesmal von vormittags 9% Uhr an, sollen im Anneröder Gemeindewald versteigert werden: A. Bau- und Werkholz. 147 Eichenstämme 15—42 Ztm. Durchmesser, 6—13 Mir. Länge, 53,61 Fstm. haltend, 7 Eschenstämme bis 23 Ztm. Durchmesser 0,54 Fstm. haltend, 25 Kiefernstämmc 24—38 Ztm. Durchmesser, 7—14 Mtr. Länge, 16,09 Fstm. haltend, 485 Fichtenstämme 13—42 Ztm. Durchmesser, 7-22 Mtr. Länge, 161,38 Fstm. halterrd, 19 Eschcn-Derbstangen, 1,21 Fstm. haltend, 4 Eichen-Terbstangen, 0,29 „ „ 894 Fichten-Derbstangen, 60,72 „ „ 5 Fichten-Reisstangen, 0,13 „ „ B. Brennholz. Hainbuche, 2 Rm. Knüppel, Eichen 22,6 Rm. Scheit, 49 Rm. Knüppel, 1200 Wellen, 35 Rm. Stocke, Kiefern 10 Rm. Scheit, 14 Rm. Knüppel, 200 Wellen, 5 Rm. Stöcke, Fichten 6 Rm. Scheit, 64 Rm. Knüppel, 3940 Wellen, 125 Rm. Stöcke. Bemerkt wird, daß das Kiefenchtammholz 11,51 Fstm. welches in Abt. 26 Hang neben dem SchindanZer lagert, nicht oorgezeigt wird und dabei Schnittholz ist. Steig- liebhaber wollen es sich vorher einsehen, so auch 2,87 Fstm. Fichtenstamm- und Stangenholz aus Abt. 22 und 23 wird nicht vorgezeigt, das Bau- und Werkholz kommt am ersten Tag, das Brennholz am zweiten Tag zur Der- steigeremg. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen am Oppen- röder-Weg an der Pftngstweide. Annerod, den 6. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. _________________Horn.________________870 Materialver gedung. Die Lieferung der zur Unterhaltung der Kreisstraßen des ^Kreises Oppenheim für die Rechnungsjahre 1906, 1907 und 1908 erforderlichen Teckstcme, sowie die Lieferung von Walzschotter für das Jahr 1906 sollen losweise öffentlich vergeben werden. Angebotsvordrucke und Bedingungen liegen bis Samstag, den 24. ds. Mts. auf dem Amtszimmer (Rat- .haus) des Unterzeichneten zur Einsicht offen. Angebote sind posffrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum genannten Tage :vormittags 10 Uhr daselbst einzureichen. Oppenheim, den 8. Februar 1906. Der Großh. Krcis-Bauinspektor. Rothamel. D10/3 HolzversteigeruuH. Mittwoch den 14. d. Mts., von vorm. 9T/? Uhr an, kommt im Rödgener Gemeindewald in verschiedenen Distrikten folgendes Holz zur Versteigerung: 23 Eichen-Stämme von 13—32 cm Durchm., 6—10 m Länge, 7,21 fm haltend, 121 Fichtenstämmc von 12—34 cm Durchm., 7—16 m Länge, 36,51 fm haltend, 160 Fichten-Derbstangen — 11,31 fm, 613 Fichten-Reisstangen ----- 6,07 „ 71 rm Buchen-Scheit, 127 „ Buchen-Knüppel, 1400 Wellen Buchen-Reisig, 250 „ Eichen-Reisig, 1150 „ Kiefern- und Fichten-Reisig, 20 rm Buchen-Stock, 19 „ Fichten-Stock. Die Zusammenkunft ist oberhalb dem Ort am Kirschberg. Rödgen, den 9. Februar 1906. Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Stein. 926 HoLzverfteiHermrg im Gemeinde-Wald zu Bersrod. Es kommen zur Versteigerung Donnerstag, den 15. Februar ds. Js. aus den Distrikten Brmrd, Lillden- struth, Schwalb und Hohlgraben a) 110 Rm. Buchen-Scheit, 4 Rm. Eichen-Scheit, 201 n Buchen-Knüppel, 16Rm.Eichen-Knüppel, 5 Rm. Fichten-Knüppel, 190 b Buchen-Reiser, 16 Rm. Eichen-Reiser, 88 3im. Fichten-Reiser, 105 „ Buchen-Stöcke, 10 Rm. Eichen-Stöcke, 17 Rm. Fichten-Stöcke, 5 Buchen-Stämme mit 5,58 Fstm., 29 Eichen-Stämme mit 11,16 Fstm., 20 Buchen-Derbstangen, 0,61 Fstm., 50 Fichteii-Terbstangen, 8 Fstm. b) Freitag, den 16. Februar ds. Js. aus den Distrikten Landwehrschlag, Rosenberg und Wamberg. 24 Rm. Buchen-Knüppel, 26 3tm.Kiefern-Knüppel, 28 Rm. Fichten-Knüppel, 4 Rm. Eichen- Knüppel. 19 , Buchen-Reiser, 74 Rm. Eichen-Reiser, 2 „ Buchen-Stöcke, 10 Rm. Fichten-Stöcke, 5 Eichen-Stämme mit 0,67 Fstm., 106 Fichten-Derbstangen mit 5,40 Fstm., 220 Fichten-Reisstangen mit 0,95 Fstm. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen im Ort vormittags 10 Uhr. Bersrod, den 9. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Bersrod. Reuschling. 917 Gesichtsartsschläge rS'SfJrce Vbcrmeyer'2 Zu haben in eCtn Äpoih, Drog. u Darf. p. Sr. 80 Tf. u. 1 Tie. Mövkt-Berjieigcrunfl. Dienstag, den 13. Februar 1906, nachmittags 1 Uhr werden Schiffenbergerweg No. 1611 folgende noch sehr gut erhaltene Möbel wegzugshalber gegen Barzahlung versteigert: 1 Plüschgarnitur, 1 Divan, Ausziehtisch poliert, Brockhaus Lexikon (Jublläumsausgabe), Spiegel mit Trumeau, Waschtische, 5kachttische, Stühle, Betten, ein Kinderwagen mit Gummirädcrn, Küchcnschrank mit Glasaufsatz, Blumentisch, Bilder, Teppiche, Vorhänge, Haus- und Küchengeräte usw. Die Möbel können vormittags von 10—12 Uhr eingesehen werden. 910________ Die Versteigerung bestimmt. An öle Lützllcöer iiliicrcr emszc! |(tjcn seaiciilöe. Ter Deursche E v a n s e t i s cy e K ir chc n a u s s chu ß, der die eUcngelif^n LaiuxSt^r^cn bc§ y-n-cn Deutschen Reiches vertritt, h^t die Pflege und Förderung des religiösen und tttch- lichen Zevens unserer in der ssnzen Wett zerstreut lebenden deutschen G l a u b c n s g e n o s s e n, in unseren Schutzgebieten, in Südamerika, in Palästina usw. usw., in die Hand genommen, damtt sie dem e v a n g c l i s cd c n Glauben und dem Deutschtum erhalten werden. Um die für dieie bedeutsame Äu,gabe reichlich nötigen Geldmittel, namenttich einen Grinrdilock, zu erhalten, hat der Ausschuß eine einmalige Hauskollekte in den evangel. Fo milien von ganz Deutschland angeordnet. UiifDt Oberkonsistorium fyit diese allgemeine HauL- kollekte im Großherzogtum Lessen in § Werk gesetzt. In unserer evangelischen Gemeinde Gießen sollen in den nächsten Tagen und Wochen die Gaben zu dem genannten Zwecke erhoben werden, und zwar durch unseren HilsskirchendieueL Herrn Karl Schwan, der allein hierzu bevollmächtigt ist. Indem wir solches den Mitgliederii unserer evangel. Go- meinde mitteilen, bitten wir dieselben herzlich, das wetturnfassende Unternehmen, da§ für die Stellung des deutschen Protestantismus und für die Zukunft des Deutschtums in der ganzen Welt mitcntscheidend sein wird, durch srcundllchen Sinn und reichliche Gaben unterstützen zu ivollen. B 12/1. Gießen, den 11. Januar 1906. Die evangelischen Pfarrer. Dr. Naumann. D. S losser 8 nler. Schwabe. (»ro^e Gattie g.dra^O^te 824 Fenster, Türen, gut erhaltene Oefen unö Herde, fmie Brennholz billig abzugcbcn. Skäheres Gasthof zum Löwcu, Neuenweg 28, auch Bleichftraße 11, Heinrich Carls. Die Beerdigung findet Dienstag, den 13. d. Mts., nachmittags P/2 Uhr in Hausen statt. Allen teilnehmenden Verwandten und Freunden hiermit die tieftraurige Mitteilun dass unsere hebe, gute, unvergessliche Gattin, Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige. L W K -M M M W K W! M W Heesirech S&acfc, Forshvart Im Namen der tiettrauernden Familie Hausen, den 11. Februar 1906. XaroEine Mack geb- ScMag heute vormittag Va12 Uhr nach langem, mit Geduld getragenem Leiden, im Alter von 42 Jahren in ein besser es Leben abgerufen wurden ist. 1000,— tf ff ii ft 1200, 1850, 2300, 300, auf der Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. 2ba. abzugeben, wo alsdann die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber stattsindcl. Gießen, den 8. Februar 1906. B‘7r Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Di e h m. Nkr-kbms»o»8Ir>ißk!ibaurbki!>'ll Die bei dem Neubau einer Brücke über dte Lumda bei TreiS erforderlich werdenden Straßenbauarbeiten und 5) Schutzgeländer sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf Zimmer 17 des • Regierungsgcbäudes (Landgraf Philipp-Platz 3) zur Einsichtnahme offen. Angebote sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Douucrsrag den 1. März l.Js., uachruittags 3V2 Uhr, Lieferungen, veranschlagt wie folgt: 1) Erd arbeiten......... 2) Kanäle und sonstige Kunstbauten . 3) Pflasterarbeitcn....... 4) Ehaussierungsarbeiten..... 2^ 6 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dein uns so schwer getroffenen Verluste sagt innigsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen 0949 Karl Weinandt. Großen-Linden, den 11. Februar 1906. Danksagung. Für die uns anläßlich des Hinschcidcns unseres innigst geliebten Kindes Nosi bewiesene Teilnahme sagen wir auf diesem Wege unseren Dank. Samuel Rosenbaum und Familie. 0953 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen innigsten Dank 696 Die tieftrauernden Eltern: Edmund Holding und Frau. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde a) berichtigend .eingetragen bezüglich der Firma Kuno Löhmann in Gießen: Die Firma lautet Kuno Löh mann und wird als Handlung in Polster- und Tapezierartilcln betrieben, b) neu eingetragen: 1) Die Firma Theodor Lotz zu Gießen, Inhaber Kaufmann Theodor Lotz daselbst; 2) die Firma Ernst Block & (So., Steinrndustrie Gießen, offene Handelsgesellschaft mit Sitz in Gießen und Beginn am I. Januar 1906. Gesellschafter sind Steinmetz Ernst Block und Steinmetz Paul Schoder, beide zu Gießen. Gießen, den 2. Februar 1906. L"/, k Großherzogliches Amtsgericht. Bauholz-Versteigerung im Steinbacher Gemeiudewald. Mittwoch, den 14. ds. Mts. soll im hiesigen Gcrneindewald Distrikt Heegheit, Ameisekopf und Embach nachverzeichnetes Gehölz versteigert werden: A. 5 Kiefern-Stämme von 29—31 Ztm. Durchm., 4,74 Fstm. Schnittholz. 161 Kiefern-Stämme bis 28 Ztm. Durchm., 89 Fstm. B. 4Fichten-Stämme von 30—34Ztm. Durchm., mit 5,30 Fstm. Schnittholz. 286 Fichten-Stämme bis 29 Ztm. Durchm. mit 77 Fstm. Der Anfang morgens 11% Uhr, nicht wie in früheren Bekanntmachungen gesagt nm 10 Uhr, am Gießener Ferne-- wald zunächst der Krcisstraße Steinbach—Annerod. Steinbach, am 8. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinbach. Krämer. 903 Orpheum (Lonys Bierkeller). Täglich große Variets -- Vorstellungen mit stets wechselnden! Programm unter Mitwirkung des berühmten Tegcrnseer Bauernductt Hansl und Grell Neil und Duett Les Mandro. Anfang Abends 87, Uhr (827) Anfang Abends 87, Uhr . Es ladet ergebens! ein V&agjSHer« Skilauf * Men VoQeisharg. Großartige Gelegenheit zum Ski-Sport ab Hochivaldhausen (Bahn- fahrt über Lauterbach nach Ilbeshausen). Mem Haus ist ganz -neu unb behaglich eingerichtet rurd ganze Jahr offen. Anruf: Amt Herbstein No. 5. 877 ^CarlFncke, Gasthaus zumFelsenmcer, Hochwaldhausen. Bekanntmachung. Die Holzvcri'tejgcruug vom 9. d. T>!. in der Forstwartei Baumgarten ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können von Donnerstag, d. 22. d.Mts. bei den betreffenden Zahlstellen in Empfang genommen werden. Holzübcrwelsung und erster Fahrtag am gleichen Tage. Gießen, 10. Februar 1906. Großh. Obersorsterci Schifsenberg Trautwein. jb13/, 8efanntmad)ung. Ter Bedarf an Schreibmaterialien des unterzeichnet. Tlstrikts pro Rechnungsjahr 1906 wird vergeben. |B12/, Tie Offerten sind mit Lieber» seudung von Mustem und Preisangaben bis längstens den 24. d. Alts, aui dein Geichästsznnmer des Distrikts Oberhesjen (Landgraf Philipp-Platz 1) hier abzugeben, wo selb st auch die Licierungs- beding, erfahren werden können. Gießen, den 10. Februar 1906. Großh. Gendarmerie-Distrikt Oberhcsieu Z a hn, Oberstleutnant. 7" Kreppelmehl Verwenden Sie nur gute Mehle. Als vorzüglich in der Backart empfehlen wir la. Blutenmehl öPfd.Mk.— .80,10Pfd.Mk.l.50 tL Diamantmeid 5 Pfd. Mk. -.90,10 Pfd. Mk. 1.75 23 Pfd. Mk. 4.23 hoch!. Sciineeiiockenmeh! 5Pfd.Mk.L-, 10 Pfd. Mk. 1.90 a®/3 25 Pfd. Mk. 4.50 „Vitello“ als vollwertigster Bntter- Jfclreatz, über jeden Zweifel erhaben, per Pfund 80 Pig. Probekarton gratis, garantiert allerfeinstes D Pflanzenfett SiCsi E1TB3S2I Gehr. Berdux Bahnhofstr. 27 Lindenplatz 12 Zur 677 KttWl-Mmi Kreppelmehl, feines 5 Piund 75 Pig. Kreppeimehl, feinstes 5 Pfund 85 Psg. Schweine-Schmalz, reines per Pfund 55 Psg. Pftanzeu-Butter per Plund 50 Psg. Bitello-Margarine per Pfund 80 Psg. Feinstes Backöl per Liter 60 Psg. Fernes Salatöl per Liter 70 Psg. L. Steinhäuser Neuen Baue 17. Sie stets frisch m der 1945 B Kräftigungsmittel wie Ferromangauiu, Ferrocaruin, Hae° matogeu, Scotts Emulsion, Soma° tose, Sanatogen u|to. kaufen Germania - Drogerie Carl SeibeSj Frankfurter Straße. H Kreppet schmecken am besten in Vegetaliue gebacken. 743 Vegetaliue lose, per Pfd. 50 Pfg. Siiiütlichr Blltziltatev tu unr prima Qualität empsiehlt billigst Adolf Ltchrd MG Telephon 337. Sodener, Emser und Homburger Fasiffleu Z aus d. Germania-Drogerie von Carl Seibel leisten bei Verschleimung, Husten u. Heiserkeit unschätzbare Dienste. hvlI/io Paoker 15PF? Teppsnfin ■Seife gemahlen® Salmiak- T : Klavier ■ Stimmen < * Reparieren ' PoSäsren ‘ 1 in tadelloser Ausführung ' durch [O-’/i < ■ Willi. Budolph ' ' Grossh. Hess. Hoflieferant < > Pianohandlg. u. Beparatur- < , werkstätte, Selters weg 91. Domino toto-Ätije für Herren und Damen Clown, Perücken u. Bärte billig zu verleihen. Größte Auswahl in faiwal-ÄliL H. Tichy 7-8 Seltersweg 43, Ecke d. Goethestr. sm SilBfgüt. Donnerstag, 15. Februar 1906, abends 81/* Nhr im unteren Saale des Eafs Ebel Vierter Mitglieder-Abend Vortrag des Herrn Professor Dr. Bartholomae: WüSliche iui> ÄteilbrSüche bei öcv alten Aeicrik. Gäste willkommen. vw/ Säetzelsuppe Morgens: Wellfleisch mit Ercat. Fiaschenbierl Der höflichst Unterzeichnete bringt hierdurch einem verehrlichen Publikum ferne als vorzüglich anerfannten Flaschenbiere ür empfehlende Erinnerung: Münchener Augustinerbräu Frankfurter Henninger Lauterbacher Burgbräu Alleinverkauf: Schützer Gräflich Görtzsche Brauerei Köstritzer Schwarzbier. Sämtliche Biere werden auf das sorgfältigste abgeiüllt und in großen und kleinen Flaschen frei ins Haus geliefert. Um geneigten Zuspruch bittet 243 Fr- Kühnhold Ludwigstraße 55 Bierverlag Ludwigstraße 55. Mlgklmmtt Gjkßri!. Montag, deu 12. Februar er., im Neuen Saalba« (Steins Garten): Vortrag mit Lichtblldcrn Vom guten und schlechten Bauen. Herr Carl Meißner aus Dresden, Schriftführer des Dürer- bundes, wird in ca. 60—70 Lichtbildern Beispiele des guten und schlechten Bauens gleichzeitig gegenüberstellen. Wir laden Misere Plitglieder, sowie alle Mitbürger Gießens mit Damen zu diesem allgemein interessierenden Vortrage freundlichst ein. Eintritt für Mitglieder gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte tret mit der Berechtigung, eine Dame frei emzuführen: 'für Nicht- nntgüeder 30 Psg. vs/ Beginn 9 IHjr abends pünktlich. Der Vorstand. NB. Mitgliedschaft des Vereins kann an der Kaffe durch Einzeichnung in bie offenliegende Liste erworben werden. NeUMcka-Ksltößck per P'und 12 Pfennig Neue Mjes-HemM per Stück 25 Ptenmg Le Stesn&äuser Neuen Baue 17. |819 Feinstes Wüst-Hrflügel empfiehlt [896 J. W, Sscnulhcsf. KtcWc! uni) Weichen Jurten niiü Möiiigöfu.ijeB Lee nni) Weiiißcbsick empfiehlt täglich frisch [904 Ludwig Oö‘8 Konditorei, Marktstraße 32. Versand nach auswärts prompt Frische Eier 2 Ct. 15 Pfg., sowie pr. fr. Bogelsb. Laudbutter empsiehlt W. Ullrich, Schloßgasse 7. U830