Aie heutige Mummer umfaßt 12 Seiten. politische Tagesschau 1 deutung i. daß die Prführungen ganz der Würde des Tages entsprechen WasiW d Schulst ratze 7. Redaktion 113 Berlag u.Exocd.e^bl Adresse für Deoeschen: Anzeiger Gießen. 7 frei Wahlrechts und glauben, daß er geeignet ist, dorr', >vo eine^Wahl- recht-öänderuug nonvendlg erscheint, manche Bedenken gegen eine weitherzige Wahlrechrsgeivährung zu zersircuen. Interessant wäre es, rvenn einmal berechnet würde, wie der Reichstag jetzt zusammengesetzt sem würde, wenn bei der letzten Wahl nach unserem Vorschlag versahren worden wäre. vermag r.emand zu sagen. Da erscheint es vielleicht her £ Losung eines andern damit zusammen- Wiener S-gierung als ein Gebot der Vorsicht, die Gemlsam- *"■““* p"’p"«* 4ft - Mt der österreichischen Interessen mit denen der anderen Ctaatsglmbiger Rußlands in aller Form zu dokumentieren durch Be-iligung an der neuesten russischen Anleihe. Oesterreich brint damit zum Ausdruck, daß es von der Erkenntnis Märkte ödeilt werden soll: Frankreich 1200 Millionen, Englan 200 Millionen, die Vereinigten Staaten 100 Millmen, Belgien und Holland 100 Millionen, die russichen Banken 200 Millionen, Italien 50 Mill., Oe sterrech -Ungarn 15 0 Millionen. Der )tsch. Tagesztg. wird bestätigt, daß Fürst Bülow vor seinerLrkrankung den: Geh. Kommerzienrat v. Mendelssohn eröffet hat, er könne die Inanspruchnahme des deutschen Marktes fr eine neue russische Anleihe bei der jetzigen Lage des Geldiarktes und bei der Notwendigkeit der Aufnahnie einer inneen Anleihe nicht gut heißen. Pasfionsbilder — eine Lustbarkeit. H. Berlin, 10. April. Nr. 86 «rschetut täglich außer Sonntags. Dtzm Wietzener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Familien» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Bru h l'scheu Umoers.-Buch-u. Steindruckerei. R- Lange. Deutsches Reich. Berlin, 10. April. Gestern abend wohnten der Kaiser und die Kaiserin in der Philharmonie der Aufführung von Bachs L-woll-Messe durch den Philharmonischen Chor unter Siegfried Ochs bei. von der größten Be- bec Notwendigkeit durchdrungen ist, auch seinerseits der russischen Negierung an die Hand zu gehen bei dem Bestreben, ie Ordnung wiederherzustellen, was für die internationale Wirtschaftsinteressen Ansicht des Offizierkorps —'aus zu nlebeTeiii Stanbc tuaren. -ter Vater des Psarramtstandidaten war ein biederer schm redemeister, ein Mann von tadellosem Ruf; die tfanulie gehörte zu den angesehensten der Stadt. Ter „Rerchsbote" bemerkt hierzu sarkastisch- . Man muß es ah ent Gluck begruben, daß der Bauernsohn Scharnhorst einem solchen Gericht nicht unterstellt war'" Tie deutsche» Gesamtverlufte in Südwestafrita. . Unsere bisherigen Gesamtverluste an Menschen in dem fa)t 21 Monate dauernden südwestafrikanischen Kolonial- - ,ctrraßen nach einer amtlichen Zusammenstellung ein- schlrestlich der ermordeten Zivilbevölkerung 2179 Seelen Ntilrtartschen Verluste vom Beginn des Bondelzwarts- aufstandes (Dezember 1903) bis 1. April 1906 belaufen lieh anf Up< Mann, davon sind tot 1226, verwundet 731. Weaen wX2nTeit oder in Rekonualeözenz befindlich resp. wegen Uebertritts ins Meer sind in die Heimat geschickt e^va 1200 Mann, trank smd m der Kolonie, also nicht dienst fähig rund 800 Mann, sodatz dieser indirekte Abgang 2000 ^cann betragt, von denen 1900 lRann als Verluste mfoloe des ^eldzugs zu rechnen sind. Ter Ge fe ch t s Verlust der truppe belauft fich auf 1239 Mann (Zote 541 Verwunde e 698), davon 118 Offiziere. Gefallen sind vor I einet beiierenSamihe wird ;>niu»g.,geb,ldel.Mädcht. erstochler vom Lande, w- , Küche Aufnahme gejM ngev Lehrgeld jugejagL 'te mit Forderungen u.v»M ■ foiegener Anzeiger erbet;' Wie verlautet, beschäftigte sich der französische Mini st erat am 10. ds. Mts. mit der russischen Anleihe. Die Pcuser „Liberte" will wissen, daß die Zwei M i l l i a r e n - A n l e i h ^folgendermaßen auf die verschiedenen ^n-Koniekljo„i-,^l>ebstvi - 1 lunger Main, n. lcr hiesigen criteii d- lerne Leh»?'harten- Oon leinem E?eenbct Hai ''^"Äneeue.91' (Sitte I8858 wohl dieses Werk bekanntlich eines der reliaiösesten Kunil-. m .. TT”, „ werke ist, die wir besitzen. Was Hilsts aber die preußische nnn c~ r? • üot!I^n^Q .,m Auswärtigen Amt Exzellenz Polizei hat ihre eigenen Begriffe von Frömmigkeit P $ w «’L feinem uor ctroa J II üiummigieii. Tagen beim Reichskanzler Fürsten Bülow vorgebrachten Ent- lapungsgesuch Urlaub auf unbestimmte Zeit, bis zur Erledigung des Gesuches, erbeten. Dieser Urlaub ist bewilligt der zwischen dem - Zum UnterstaatSsekretSr für das neue Reichs, j kolonialamt ist der Direktor im Auswärtigen Amt Wirkl. DW° ■— n#i., ., ) obbery’ «c» g'"E7u laufen- NiißM cgcu Uuwohlfciilö hm : vorläufig niimdlich niil m che". Karl 9^ )8] Neuen 'M; ?, IL Sohne jetzt M ÄMb/k.!h. . WMa Artig tarn man bikc ^mtn grunbl tiL (iW. Mchr.M,Gng.d.d.^ W’Nt und demgnäß auch andere Polizeioerwaltungen die Auf. sührung rr Passionsspiele am Karfreitage ohne weiteres gestattet hät n, so z. B. in Hannover. Der Regierungspräsident tat sich stoch der Auffassung der Polizei angeschlossen und das Verb bestätigt. Jedefalls ist es ein starkes Stück der Berliner Polizei, fcie Tarsttung von Passionsspielen als profane Lustbarkeiten |u bezeichen, aber wir sind hier an derartige Dinge gewöhnt. io wurde s. Z. auch eine Aufführung van Bruch- stücken au Waaners ,Parsifal" am Karfreitag untersagt, ob- Oesterreich, Frankreich und die russische Anleihe. Wir brachten gestern die offiziöse Meldung von einer! Die Schlachtviek-Einfiikir Beteiligung o terr. Kapitals an der russ. Anleihe. Heute wird auch da, wo sie gesw.lter ist, durch kommt ^»ÄObnde private Meldung aus Wien: Vvrsichtsmaßrcgcl.. Insuls bts amnaien Dem •rr ^ubifnntmnQmbfie (nc.ue Anleihe auch in Oester- deutschen Reich und Oesterreich-Ungarn getroffenen Vi-'h- rcich zur Subskription aufgelegt werde und an der hiesigen Börse! seuchenübcrcintommens vom 25 Januar fink . y »0 n w°uß (a ud VW "putsch- Flc,scher.Ztg." erfährt, von der heischen ®‘lK LegotwnSrot Tr Schwortzkoppen IN Aussicht Be- Slufträg. er,U artet, cor allein aber, baß baS*3a«n. Schlachthäuser Darmstadt und Mainz ^^b.sher baS Personal-Dezernat mit Ausschluß reich polnisch verpflichten will, um jetzt nachdem bie ^m,uhr österreichisch-ungarischen Schlachtviehs diplomatischen Dienstes nn Auswärtigen Amt inne hatte, ungarische wist vorüber ist und die Verhälmisie sich in Rußland -IL11110 Schafen) zugelassen worden. Hiernach darf ^CL‘ Nir diesen Posten mehrfach genannte Geh. Legationsrat «Äj.:s" - - Sätä,esssÄft üsääs; Ä"ä L r,s-, »ä«» -... ^ati zu Gunsten des Abschlusses der Anleihe sich and nicht benutzte Stallungen eingestellt und bis AUM ^u§1Poc^9e -Imt, des Dr. Franz Schmidt von der deutschen 0cb C,nh k»? industriellen Schutz herab- Wend des vierten Tages geschlachtet werden. Ter -^uaang Realschule in Bukarest, hängt mit der Anregung des Reichs- ffluu !«ß? fl “„V.H?„e'"LI‘>».«»3«• i“ d°m ganz gesondert zu .haltenden ausländischen Biek, tagcs zur Schaffung eines Re.chsschulamtes zusammen, industriellen Südrutziands erblicken in solchem Vorgehen eine q°ed roeiien^unb Hrfi+J C!U' FS Käufer aus- -^as Reichs,chulamt soll sich nicht mit Schulfragen der deutschen wattige Schädigung der vaterländischen In-1 cJksp J lC^tC”z •bei ^er^al,)cn der Tiere ihre Bundesstaaten beschastigen, die durch die Verfassung derLaw dustrre. Die haben beschlossen, sofort einen St o n a r e 6 nad) sLÄ?,i?^ eini8Cr- Fußbekleidung desgesttzgebung unterstellt sind, sondern sich der deutschen Petersburgnuzuberufen, umAbwehrmittel auszuarbeiten. In den desmf zreren Solange ausländisches Vteh auf einem Schule un AuSlande annehmen Der neue idnlteA- Zentralpun.en der sudrussischen Industrie sind bereits etliche ^^-"ivse untergebracht 'st, dursen auch andere Tiere „ische S)ilf6arbeiier tnirh hrmTLi tt x P r ?’ ? Komitees 8-iQmmengetretcn unter Teilnahme von Technikern, «m denselben Nicht verlassen. Ein Feilbieten des ausländischen ; ’ ' y dem -e^ernnt für das Schulwesen die notigenMateriallen zusammenmstetten. Erkolgen nicht sogleich Viehes ist nur gestaltet, solange auf dem betreffenden '^Eigeordnet werden, bindende ^Oarungen der Petersburger Regierung, so wird die Schlachthof ober in dessen nächster Umgebung andere Tiere . — -Reichs- und Staatsanz." lesen wir, daß der Großindusiie Sudrußlands energischen Protest emlegen. nicht seilgeboten Werdern Rechnungsrat KoSka zum technischen Hilfsarbeiter bet dem Rnülond^ 1^n^9CH °mmen ^sterreAs gegen • Ministerium deS Innern für das BeamtenbaugenoffenschaftS- ?,ff!nnnA süßerer Industrie- Ein Vorschlag zur Reform des Wahlrechts. wesen mit dem Titel Negierungsrat ernannt wurde. Diese Mompnt^stim^nd^E^ ^yapn^ÖC,JOnKlrrn T mnrbCreS c-L ®lt Ie)cn 111 k'uer Monatsschrift folgende kuriosen Aus- Entschließung bedeutet einen Bruch milden bisher in Preußen Moment »estimmend. Wie Frankreich, Deutschland, Belgien, führungen: für d.e Verleihung des Titels .Neg.er^gsrat" maßgebenden Holland, ^ngland uitd Nordamerika, so hat auch Oesterreich Sehr lebhaft sind m mehreren deutschen Bundesstaaten jetzt Grundsätzen, insofern derselbe stets nur als Amtscharakter jlapitalmwessen in Ru.ßland, aber mbezng auf wirtschaft- ^ie Erörterungen über das Wahlrecht. Alan erfennt die Not- und zwar mit der besonderen Voraussekuna der Befabinun^ äsäsSSESB'S'F- —......— * ll- ^ert ^.n e,^e^Qften stch fernhielt. In welche i'iüßte das so kompliziert sein, daß es in der Praxis Nicht Ivohl Oldenburg i. Gr., 10. April. Der Landtag hat nach .n“atn9en WMe .im Satenrei« fü^, | &ÄS “nT.rTÄ® -u«ftimmf ”^"-jT W । Hangenden Problems einen Vorschlag machem Es ist das Problem ~°/ 1 fr° -““Ue. AUgesttmmt. JJlit der Eiwuhrung dieser der Wahlvslich:. Unser Vorch.ug ist. kurz folgender. Bis etwa i ^«euer soll dre halb.- Grund- und Gebaudcstcuer vierzehn Tage vor der Wahl müsse,r alle Kandidaten einte Wahl aufgehoben werden. kreises genannt fern, bis etwa acht Tage vor der Wahl hat die 1 1 R egier u n g das Recht (nicht die Pflicht), in jedem Wahlkreis Scct Uilö Flotte, emen der Kandidaten zu bezeichnen als den f ü r d c id , r ® bie nichtabgegebenen Stimmen zählen sollen ! bekannte Flottenagitator Generalmajor Keim Alacht sie von diesem Rechte Gebrauch, so werden für diesen F.u^mt öeni Zentrum und der bürgerlichen Linken nach, daß Kandidaten die nichiabgegebenen Stimmen in der Weise gezählt, sie in ihrer Kritik militärischer Dinge gegen früher maßvoller ^a.; )ede nicht abgegebene Stimme als halbe «oder zwei Dritte!' geworden sei. So sei das Zen.lrum in der Traae her stimme berechnet »oird (beim „Plnralsnstem" mit ber Aälit? hnr ~ ix * -r V. ° m occ öc09e ber stimmen, die dem Wähler zustehen würden). Macht die Regierung a t e n m t ß h a n d l un g en m diesem Jahre ungleich von dem Rechte der Kandidatenbezeichnung keinen Gebrauch, so gelinder aufgetreten, als noch im Jahre vorher. Auch sonst weiden die nlchtabgegebenen Stimmen nicht gerechnet, d. h. cs bleibt Iwbe der Reichstag gewissermaßen Fortschritte gemacht, waä Meeflie^V& T an0^\ri"bem Opu°. ftänöcn auch mehrere Kandidaten zu bezeichnen, denen die nidit- ,lhon->parteien bet der Beratung der Flottennovelle aus jede abgegebenen Stimmen (immer als halbe) zuzurechnen seien; dann "gene Meinung verzichteten. Sie stellten sich hierbei, dem I wurden diese Stimmen ans. diese Kandidaten ucrieili. Das ist Verspiele ihrer Presse folgend, auf den Standpunkt, daß es Pr°x!S &Sebent''^™* “a'weroaTbte eaft1-06'~Ut?a‘'f unangebracht fei, wenn Laien und fclbft unabhängige stimmt JU." Wer U °bei Ln Wahtm" fchw^gl 'KL ^chvm.and.ge anderer Ansicht wären wie die verantwort- zu, nur muß vorher gesagt werden, wein er zustiminl lld)en Die Sinnesänderung sei um so bemerkens- Tas aber kann nur die Regierung sagen, und zwar ist werter, als früher Zentrum und Freisinn selbst in rein Militär- StSlT eine eigene, non der der Regierung ab. berechtigter, als der Nichtabstnnmende ja eben mit ihr zufrieden zu weichende -)lelnung kundgegeben hatten, sein schemt. In der Einsetzung der nicht abgegebenen Stimmen als — Tas sranzös. Kriegsministerium beabsichtigt, der halbe Stimmen sehen wir eine gewisse ziorrektiir dafür, daß »V. Z.^ zufolge, den Degen oder Säbel in der feldtnäßigen doch auch vielleicht Gegner des Regiernngskandidalen der Wahl Ausrüstung der Offiziere als unnütz abtuf&affen unh fern geblieben sind, und weiterhin dafür, daß vielleicht mancher ibn n, r j-Ni°Nsbild-- non den berühmten Ob - ra m mer. ^ngs Wnh " machen!' L "die nAa"bge7eb-ne AP Falle mitgeleilt, rn denen zwei akldemisch gebMtew g auer ^assio nsspt elen vorgefuhrt; sie sind begleitet Ltimme nur halb gerechnet, so ist diese Gefahr wohl befeittqt. '211101) §lIlPlfer:?a^irtillten' em P s arr a m t.s ka n d i d a t und ein von seierchem Harrnoniumspiel und kirchl. Gesängen. Es bei diesem Lerfahren ist absichtliche Wahlent'haltung möglich, durch ge, die nach ihrer Führung und Qualifikation handelt sii also um eineVeranstaltung tiesreligiüsen Charakters, ^bfsabe eines weißen Zettels. Weiter würde man den Wählern solle Anwartschaft auf Beförderung Hutten, nur deswegen be. der a°bend-ich sowohl die protestantische wie b.e kotho. I “{j e^i nd-'rtl-.-^ L LÄ1 ™ ? 'Ed°n, weikihre Väter - nach lilf^e Geilichkeit unter den Zuschauern stark vertreten ist. I auszuüben: dann würden diese S t i m m e n natürlich nicht Trotzdem chielt der Unternehmer folgendes Schreiben vom gezählt. Im ganzen wird aber die Zahl der so Perhinderien Polizewrodium: \ud)tri 6^ß sein, daß man wegen des dadurch entstehenden Fehlers Dem Mrage-vom 29. Januar ds. Js., Ihnen am Karfreitag dfn Gedanken oeriverfetl müßte, auch wird, ivte schon gesagt worden die VorfümngO von Projektionsbildern der Oberammergaucr t ii ,?C tlnflexecfjtiqfeit ^^^on durch die halbe Passionssp-e in der Philharmonie zu gestatten, vermag ich nidji ' Cl L 1,1 aUem glauben >vir den Gedanken ui entsprec-n, da derartige Vorführungen als am Karfreitag nicht (Ä ßenX?/ nn m »®ju™ki9Un9k .ei*ip,eI)11CH >u ®tgc dieses Verbot hatte die Direktion Beschwerde be. d°n!,"was die Wah'lpstfcht "LV 'Lr° sehe".! m dem Regiungsprafidenten eingelegt, unter Hinweis daraus, j unserem Vorschlag eine sehr gute tiorretnir des allgemeinen gleichen \nx.:."i —.. - -... Snv aXli'trS» Sofi ncioä hlrprhtä imh .r ,f- x-. . .. ,r.i . . ^ Ees Blatt 1S6.Jahrgang Mittwoch ri.AprilLSO« 44?^ d Ä vezngSpret-r jß . XgaOk monatlich7bVst,viertel- Gietzener Anzeiacr ™ General-Anieiaer ®“ "ässä* Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ■ mmnTF.ji„, zeigenteil: Hans Beck!. •jiHlliWi tfeder Weg, letztes Hcui reötJ. m Abladen steht ein Kann jw lügung, „-Jjj -uchc ein neuqeb. fiinb in g. lege z. kmderl. Leuten flcben. -ebristlicli'.. • „r E an ’t viel älter Gerichts rat NnTversitäts-NaehrLchten Lens, 10. April. Der Kongreß der Bergarbeiter groß für diilbbrüle' iveiten 93er rn unter Riann er» 'onncrS- französ. auf der )ch keine sein. ntmaib alastes' lcher er er noch zu sein, urückzn- iger als wn Fife enbahn- ssiva in en, kam ß Paul rend Anwalt Lauterbach, welcher bei der Ausse bildung Mister H., ein junger Amerikaner, der sich, seiner Al Burg auI zu cbarak- e, wüh- ng des seine . d. M. Kristall- . Beweis London Tochter üfyrcn ches Referat eschichte der teilung bet Bruck ist Lehrauftrag Dr. Bruck 4- Friedberg, 10. April. Die frühere Marlloftsche Teichmühle bei Köppern inl, Taunus bat der Verband Die Wiener Hofburg in Frankfurt. Mail schreibt uns aus Frankfurt a. M^, 10. April: Wir meinen, es war ein bißchen viel Ibsen, was wir in beschloß, die Bergwerksgesellschaften um neue Verhandlungell auf Grund eines Tagelohnes von 7.18 Franks zu ersuchen. Die Ausständigen veranstalteten Straßenumzüge mit Fahnen unb Musik. St. Etienne, 10. April. Der General-Aus stand ist trotz der Verhandlungen zwischen den Arbeiter-Delegierten und den Grubenbirektoren ausgebrochen. Die Arbeiter hielten eine Konferenz ab, an welcher über 4500 Arbeiter teilnahmen. In dieser Versammlung wurde ein Streilkoinitee ernannt und beschlossen, mit allen Mitteln zu verhindern, daß Arbeitswillige die Arbeit aufnehmcn. Die Behörden haben deshalb umfassende Sicherheitsmaßregeln getroffen. Paris, 10. April. Der Präsident des Pariser Gemeinderats nahm das Anerbieten eines Dortmunder Gesangvereins, zu Gunsten der Opfer inCo urriöres in Paris zu singen, an. mittlerer Iustizbeamten für Deutschland zum Preise von 85 000 Mark erworben und richtet sie gegenwärtig zu einem Beamtenheim ein. 3um Andenken an Das Unglück von Courriirres die silberne Hochzeitsfeier des Kaiserpaarcs wurde an dem und die französischen Ausstände. Wirtschaftsball eine Marmorgedenktafel angebracht lind dem LenS, 10. April. Gestern griff man das Zentrum des Heim der Namen „Kaiser Wilhelm-Heim" gegeben. Brandes an, der heute nachzulaffen begann rmd weniger Mit dem Umbau wurde im Winter begonnen und die Arbeiten Beunrllhigung verursachte. Drei Leichen wurden hellte nacht sind jetzt so weit gediehen, daß die Eröffnung des Heims in Billn-Montigny geborgen. Die Ingenieure beklagen sich spätestens am 1. Jllni zu erwarten ist. In den umfang- fortwährend über den Mangel an Nettlingsmannschaftell. reichen Gebäulichkeiten sind 52 Schlafzimmer eingerichtet, Lens, 10. April. Gestern nachmittag zogen Arbeiter- ferner ein großer Sveisesaal, Billardzimmer, Lesezimmer, Wirt- witwen, deren Männer getötet sind, mit einem MusikkorpL schastsräume lind Badezellen. Die ehemaligen Mühlräume und einer weißen Fahne an der Spitze vor die Wohnung sind zu einem Elektrizitätswerk benutzt, daS die Wasserkraft deS Direktors der Grübe von SatlalMlineS lind verlangteil be§ Mühlgrabens ausnutzt, für den Winter soll eine Dynamo- bie Herausgabe der Leichen ihrer Männer. Hieralif fand ein niaschine aufgestellt werden. Zu dem Heim gehören zehn Krawall zwischen den Weibern und Gendarmen statt. Letztere Morgen Land, das von der Verwaltung bebaut werden wird, wurden mit Steinen bombardiert und einige von ihnen f0 daß das Heim stets mit frischem Gemüse re. versehen ist. verletzt. Ein Garten soll, terraffenförmig angelegt an einem Berg- Lens, 10. April. Der Kongreß der Bergarbeiter abhang, im Sommer als Gartenwirtschaft dienen. Ferner ist auch ein größerer Teich vorhanden, der von dem Erlenbach gespeist wird. Er wird git einem Schwimmbad eingerichtet werden. Das Heim hat eine sehr schöne Lage im Tale des Erlenbachs am Eingang des in Touristenkreisen bekannten Köppernertals. sd. Frankfurt a. M., 10. April. Vor etwa 14 Tagen starb hier im Alter von 67 Jahren der pensionierte kath. Pfarrer Walk. Er wohnte in einem bescheidenen Stübchen in der unteren Fahrgasse und lebte sehr bescheiden. 91(5 die Behörde den Nachlaß versiegelte, fand man 3 00 00 0 Mk. in Wertpapieren und Bargeld vor. Da der Pfarrer keinerlei Verwandte hatte, wurde das Geld einstweilen gerichtlich beschlagnahmt und die Behörde machte sich auf die Sliche nach etwaigen Erbberechtigten. Jetzt ist die Erbin gefunden unb zwar in Person einer außerehelichen Tochter des Pfarrers, die in Vaden an einen Eifenbahnbeamten verheiratet war unb jetzt noch als Witwe dort in bescheidenen Verhältnissen lebt. Frankfurt a. M., 10. April. Da der loegen schwerer Urkundenfälschung und Unterschlagung verhaftete „Millionär" Peter PinkuS durchaus geständig ist, geht die von der Staatsanwaltschaft geführte Untersuchung ihrem Abschluß entgegen, sodaß schon Ende dieser Woehe die Anklage erhoben werden dürfte. Nach den neuesten Ermittelungen beträgt die unterschlagene Summe etwas mehr als 200000 M k., sie ist aber bis auf einen kleinen Betrag gedeckt worden. Dieser Tage wurde beim Konkursgericht ein Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens gegen Pinkus eingereicht. . (Frkf. Ztg.) * Kleine Mitteilungen nu? Hessen unb den Nachbarstaaten. In B e r st a b t bat sich ein Turnverein gegrünbet. — In Hungen würben felgende Herren in ben Ge' inemberat gewählt: Hch. Gg. Scheib mit 96, Friede. Will). Müller mit 94, Hch. Schmidt I. mit 75 Stimmen. Abgesiirnrnt haben 179 Wahlberechtigte. — Der Rechner der Spar- und Darlehens- lasse in Bad en beim, Slhlers, ist seit vorigen Freitag v e r- i ch w u n d e n. Alle Nachforschungen waren dis jet;t erfolglos. Alan glaubt, baß bem Manne ein Unglück zugestoßen ist. Dem Feinde an Offizieren, Sanitätsoffizieren und höheren Wagen eines größeren GüterzugeS. Verletzt wurde Beamten 57, an Unteroffizieren 98, an Mannschaften 386, niemand, der Materialschaden ist erheblich, idas Verhältnis der Chargen zum Stamm verhält sich also wie 1 • 2,5. Verwundet wurden Offiziere usw. 78, Unteroffiziere 139, Mannschaften 481. Sehr auffallend ist die geringe Zahl der an Wunden gestorbenen (34) im Ser» Minis zur Gesamtzahl der Verwundeten (698). trittst und Wissenschaft. — KammersängerTheodorBertram, der bekannte Baritonist, ist vom 1. Sept. bs. Js. ab an das Frankfurter O v e r n Haus vervflicktei worben.__________ j Unter bem Vorsitze des Geheimrats v. Stsümpell aus Breslau findet vom 23.-26. April der 2 3. K o nie - -f’ c “ Innere Medizin in München statt. Die V^handlungen des ersten Sitznngstages gelten der „Pathal ogie ber worüber Geheimrat Professor Fr. Kraus-Berlin unb ^rofessor^Tr. Kocher-Bern die Referate übernommen haben. Am i hanblungstage erstattet Professor Hering-Prag.ein fritt< über bic „Unregelmäßigkeiten der Herztätigkeit". X Tein außeretatsmäßigen a. o. Professor für ( technischen und tektonischen Künste in der Hochbau-A Dresdener Technischen Hochschule Dr. phil. Roder unter Ernennung zum etatsmäßigen a. o.Prosesior bei für Geschichte ber kirchlichen Kunst erteilt worben. Kämmt ans Offenba ch. schütteln von Teppichen ?c. nach der Straße. Wir hoffen, daß es nur dieses Hinweises bedarf, um diese Uebel- ftänbe zu beseitigen, erinnern aber gleichzeitig die Herrschaften an ihre Pflicht, auch den Dienstboten diese üblen Angetvohn- heiten zu untersagen, denn sonst dürfte unfehlbar ein polizeiliches Einschreiten zu erwhrten sein. , •• Besitzwcchsel. Schreinermcister Emil Schön verkaufte heute folgende 3 Häuser: 1. an Postassistent Dambmann daS Haus Wilhelmstraße 49 für 34 000 Mk., 2. an Dachdeckermeister KrauSkopf das Haus Brtichstr. 11 für 21000 Mk., 3. an Jnstallationsgeschäft A. P. Christo- phersen das Hatts Wilhelmstraße 47 für 40000 Mk. •• D i e D a in v f w äs ch e r e i i m Hause wirb in Zukunft baut führen, daß die jetzt mit der Vornahme ber Wäsche für unsere fleißigen Hausfrauen verbunbene Arbeit sich aus ein Minimum reduziert.' Das war wohl ber Einbruck, den die leider nicht allzu zahlreichen Besucherinnen des am Dienstag nachmittag im Leibschen Theatersaal stattgefunbenen Vortrags über die Johns che Volldampf w a s ch m a s ch i n c mit nach Hause gebracht haben. Nach den Ausführungen deS Herrn Burkhardt bedeutet die Benutzung der Waschmaschine 75 Prozent Ersparnis an Zeit, Kosten und Arbeit. In 15—20 Minuten wirb die am Tage vorher eingeseüte Wäsche gleichzeitig gekocht, gedämpft, desinfiziert und gereinigt. Das jetzige Reiben der'Wäsche fällt fort und die dadurch bedingte Schonung der Wäsche bedeutet eine weitere wesentliche Ersparnis. Der Prcw ber Maschine ist bei einem Fassungsvermögen von 10 Hemden 30 Mk. ohne unb 50Mk. mit Oken, bei 18 öenibcn 35 und 55 Mk., bei 26 Hemden 40 und 60 Mk. usw. Tie Maschine kann aus bem eigenen'C?en unb auch auf jebem Kochherde verwendet werben. Sie vereinigt Wasserkoch- und Fruchteinkoch-Kessel, Babe-, Heiz-, Plätt- und Kochosen, Desinsektionsapparat. Betlsebernreimgung^ Maschine unb Fruchtdämpser, Wäschegesäß, Kinber-, Sitz- unb Fuß- Badewanne in sich. Die Malchine ist infolge ihrer praktischen Ver- wenbbarfeit, an der man sich gestern selbst überzeugen konnte, bereits weit verbreitet. Allein durch die Firma Kroll hier wurden •5. B. im vergangenen Jahr 200 Maschinen abgesetzt. d. Lich, 11. April. Die Errichtung des vor kurzem vom Gemeinderat genehmigten Gebäudes der landwirtschaftl. Winterschule soll so gefördert werben, daß ber erste Unter- rtchtskursus im Winter 1906/07 darin stattsinben kann. Die Kosten sind von ber Stadt aufzubringen. /\ Laubach, 11. April. Unsere neue Friedhofs- kapelle ist seit einigen Wochen in Angriff genommen und soll möglichst rasch fertiggestellt werden. Da die alte Kirche renoviert werden muß, soll der Gottesdienst während dieser Zeit in ber neuen FriedhofSkapclle abgehalten werden. Ebenso wirb der Bau einer Turnhalle noch in diesem Jahre ausgeführt werden. Beide Projekte werden nach ben Entwürfen des Vaurat Diehm in Gießen ausgeführt. ? Burkhards, 9. April. An einem Dieubauc brach heute ein Gerüst und mehrere Maurer stürzten ans beträchtlicher Höhe in die Tiefe. Ein Mann mit Namen Decken- bach aus Gebern trug schwere Verletzungen am Kopfe, ein anderer solche an der Hand davon. Rach Anlegung eines Verbandes durch Dr. Heid-Gedern brachte man den Schwerverletzten nach Hause. § Gedern, 9. April. Heute entgleiste auf der jüngst eröffneten Ne den bahnst recke in der Nähe des Viaduktes an der Straße nach Ober-Seemen der letzte ber letzten Zeit burchzumacken hatten. Neulich beim Gastspiel bet Triesch zweimal Rosmersholm, heute ein Ensemblegastspiel des Wiener Burgtheaters H e b d a Ga b l e r. Die Vertreterin ber Titelrolle, Lotte Witt, ließ bas' Publikum, anfangs kalt; bas war aber mehr bic Schuld bcsl Dichters. Wir halten sie in ihrer vornehmen Umgebung sehen müssen, um zu begreifen, wie bedrückt ie sich in ihren kleinlichen Verhältnissen fühlen muß. Später, )a sie in ihrer Leidenschaft einen großen Zug erlangt, erwärmte ic auch 'daS Publikum. Ganz entzückend war Auguste^Wil- brandt Baud ins, die die schlichteste Figur pes Stückes, die Juliane TcÄnan, verkörperte. Frau Wilbrandt i geworden, seit sie durch ihre schönen Augen von de die Welt bezauberte, aber wie weiß sie zu sprechen . terisiercn! Sehr gut waren der TesMann 'des Hern Nissen, der Eilert Lövborg des Herrn Devrient, auch der Vach des Herrn G i m n i g. Heber alles Lob erhob n war das eine wirksame Zusammenfviet. I Aus SiuSt uns Gießen, den 11. April. ** Personalien. S. K. H. der Großhcrzog haben dem Pfarrer Wilh. Schwarz zu Nothfelbcrg (Nheinpsalz) die evang. Pfarrstellc zu Dexheim, Dekanat Oppenheim, übertragen. Ernannt wurde der Lehrer an der Realschule zu Wimpfen Carl Dotter zum Lehrer an ber Realschule zu Alsfelb unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer. ” Erledigt sind eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß- Gerau, sowie die Stelle des Känzleidiener8 bei der Großh. Oberrechnungskammer. — Auf zwei oft gerügte Miß stände weist eine Bekanntmachung deS Polizeiamtes hin, zwei Nebelstände, die im Jntereffe der Bevölkerung nicht vorkommen sollten. DaS Verbot des Polizeiamtes betrifft das leichtsinnige Nnf- stellen von Blumentöpfen re. an Orten, an welchen Menschen verkehren, und durch deren Herabfallen leicht Be- schädignngen von Vassanten, spielenden Ktndern re. vorkommen können und zweitens daS überaus lästige AuSerwähnten Kontraktes eine hnlbe Stunde Ian Dienste geleistet hatte, dafür ein Honomr Diyi 2 4 000 Mark in Rechnung stellte. * Ein Vorschlag zur Güte. Vom Ric er war Giefrener Strafkammer. )( G i e ß c n, 10. April. Zwischen zwei Bewohneru von Wieseck, dem Landwirt E. B. unb dem Weißbinder K. D. besteht seit längerer Zeck ^cwb- schaft, deren Ursache ein Grundstück bildet. Wie schon öfters, so kam es kürzlich wieder zwischen den Genannten m einer Wirtschaft zu Reibereien, deren Ursacke Bemerkungen über das fragluue Grundstück von feiten des angetrunkenen D. waren. Im Verlaufe des Wortwechsels scklug B. seinem Gegner einen Spazierstock am den Kopf, daß das Blut floß, was ihn wegen Körperverletzung unter Llnklage brachte. Vor dem hiesigen Schöffengericht erfolgte seine Freisprechung, da Notwehr als vorliegend erachtet wurde. Zur Begiwudung des Freispruchs führte das Sckösfen- gericht an, daß der Angeklagte ein hilfloser leidender Mensch ist, der fick um so mehr auf einen Angriff des Gegners gesatzt in arbeit mußte, als dieser ein überaus kräftiger Mann ist. , Der Verletzte schloß sich als Nebenkläger an und erhob Berusung; er wies nach, daß der Angeklagte keineswegs in Notwehr war, da von seiner Seite ein Angriff nicht bevor,tand. Auf Grund der Beweisanfnahine. kam die Sttafkammer zur Verneinung der Notwehrsrage und verurteilte den Angeklagten unter Stattgebung der Berufung des Nebenklägers zu 15 Mark Geldstrafe. Die Bäckerlehrlinge M. W. von Ober-Mörlen unb I. F. von St. Paul, unb der Hausdiener H. T. von Viechtach haben tn Gemeinschaft mit einem nunmehr flüchtigen Bäckergesellen einem Apotheker zu Bad-Nanheim, sowie verschiedenen SVaufteilten, teilweise unter Anwendung falscher Schlüssel, bezw. durch Ausbrechen von Behältern, Wein, Sekt, Rum, Südfrüchte, Seifen und Parfümerien, sowie Bürsten, Kämme und sonstige Gebrauchsgegen- stände gestohlen. In ihrem Ucbermut haben sie eine Fernsprechanlage 'durch Zertrümmern von Isolatoren zerstört, und m der Fortbildungsschule während des Unterrichts eine Fensterscheibe zertrümmert. Die Angeklagten gaben übereinstimmend glaubhaft a 11, zu sämtlichen Straftaten von dem flüchtigen Bäckergesellen nngeffiftet worden zu sein. Unter der Anklage des schweren und einfachen Diebstahls, des Mundraubs, der §.ehlerei unb der Sachbeschädigung verurteilte das Gerickt W. zu ■2 Monaten, 2 Wochen (fkfängnis und 10 Mark Geldstrafe: F. erhielt 2 Monate Gefängnis und zweimal 10 Mark Geldstrafe, während T., ber sich seither in Haft befand, in eine durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu erachtende Gefängnisstrafe von 5 Wochen verurteilt wurde. . Wegen schweren Diebstahls war der löiahnge Bar- bierleln'ling G. S. von Butzbach angeklagt. Gelegentlich der Ausübung seines Berufs in ber dortigen Kaserne benutzte er bic Abwesenheit der Mannschaften, um einem Soldaten den Spind aufzubrechen. Nach seinen Angaben b-attc er sehr schlechtes' Handwerkszeug, das ihm trotz wiederholter Vorstellungen von seinem Meister nicht durch anderes ersetzt wurde. Da er wußte, daß sich in dem fraglichen Spinde eine Rasiergarnitur mit 6 Messern befand, so entschloß er sich dazu, sich diese anzueignen. Mit Rücksicht auf den unerheblichen Wert des Ge- üohlenen, der alSbald wieder ersetzt wurde, die Jugend und Unerfahrenheit, sowie seine Verlegenheit, die ihn zur Tat trieb, billigte ihm das Gericht in vollem Maße mildernde Umstünde zu unb erkannte auf eine Woche Gefängnis. Der vielfach bestrafte KNeckt K. G. von Köddingen war in der Lauterbacher Brauerei tätig. Er plüiiderle zwei dort abgestellte Pakete mit Zigarren und den Koffer eines Metzgergesellen. Die letzten sechs Jahre hat er saft ausschließlich im Gefängnis zu gebracht: kurz vor Ausführuiig ber Tat ist er aus bem Gefängnis entlassen worden. Das Gericht War sich klar, daß nur eine erl-ebliche Zuchthausstrafe den Angeklagten treffen müsse, da er ein unverhesserlickxw Verbrecher ist. Es diktierte ilnn 3 I obre 6 Monate Zn ch t ha u s zu, svrach ibm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre ab und ei kannte auf die Zulässigkeit der Polizeiaufsicht. des Königs. * Ueb et amerikanische Anlvalts'ge schreibt man ans Newhork : In einem Verhör vor der Staatseisenbahnkommission in Albany über die jage von I. G. Wall in Brooklyn, welcher behauptet, das die von der Newyork City Railway Company der Staats, > kommission erstatteten Berichte nnrichtigerweise \\ der Höhe von 4 500 000 Dollars als Aktiva anffü ( die interessante Tatsache an die Oeffentlichkeit, V D. Cravath, der Anwalt ber Gesellschaft, für dasllufsetzen eines Kontraktes zwischen der genannten Gefells aft und der Metropolitan Street Railway Company die b 'inigkeit von 300 000 Mark als Honorar erhalten h< Vermischtes. * Der Mord in Rauen (Mark Brandenburg). Wir meldeten kürzlich, daß in Rauen eine Frau K dem Verdacht des Gattenmordes verhaftet mrde trotz ihres Leugnens. Jetzt gibt die Frau zu, ihren Mann ermordet zu haben. Nach ihrer Angabe hat sich die Schreckenstat folgendermaßen zugetragen: Am Mittwoch abnd voriger Woche seien die Kornschen Kinder ermüdet von )er Arbeit gekommen. Nach ihrem Eintritte in daS Haus wll FrauK. die Haustür von innen verriegelt und sich ein Bel auf dem Hausflur bereit gelegt haben, um ben heimkehrechen Gatten :u erschlagen. Als der Vater nicht heimkehrte, egten sich alle zur Ruhe. Die Kinder schliefen fest, wäkend die Mutter keine cktuhe finden konnte. Gegen 12 Uhr habe der Heimiehrende an der Haustür Einlaß begehrt, totdürftig bekleidet will die Fran hinausgeeilt, das Beil ergriffen und die Tür geöffnet haben. Als der Mann durg die Tür treten wollte, habe ihn ein furchtbarer Hieb mit dc Scharfeite deS Beiles niedergestrcckt. Darauf tmH sre den mit dem Tode Ringenden in das .Haus gezogen Haien. Als sie infolge ihrer mangelhaften Bekleidung nun .4 fneren begann, fei sie ins Zimmer gegangen, um sich wcwcr an» zuziehen. Bald nach ihrem abermaligen Heranstjeten auf den Flur fei ihr Mann gestorben. Sie habe ns Blut abgefcnigen, die blutigen Sachen vernichtet odet versteckt und die Leiche in das Versteck gebracht, wo sie den "onners- tag über gelegen haben soll. * Paris, 10. April. In Lazard fturzte watzend bc» Lautens die Kirchglocke ab, wobei ein Mann auf hr Stelle getötet, die beiden anderen schwer verletzt Eden. — Der Sohn der Schauspielerin Sarah Beriilpchd hat infolge einer Kritik des Kunstverlegers Wiindel, welche er als für feine Mutter verletzend betrackiete, dem Verleger seine Zeugen gesandt. Weindel erl rte, das; er nicht die Absicht gehabt habe, die Künstlerin u belei - digen und ließ dem Sohn der Künstlerin fem kjauern über ben Artikel ausdrücken. Darauf erklärten du Zeugen, über den Artikel ausdrücken. Darauf erklärten dii _ daß nunmehr ein Grund zum Duell nicht mehrvorliege. * 05 cn f, 10. April. Nach einem Privattelegraün wurde ber Bürgermeister Bastiii von Annemasse, eine Grenzstadt unweit Genfs, in der letzten Nacht Rückreise von Paris im Bahnzug zwischen Monte nar und Orange ermordet. Man hat von den Tätern Spur. Bastin führte Bahnbauten für die P is-Lyon- Mediterranee-Gesellschaft aus unb reifte regelm;ig dreimal monatlich nach Paris, um Gelder entgegen mehmen. Hiervon müssen bic Mörber unterrichtet gewesej * „General" Booth, der alte „Oberstk bierenbe" der Heilsarmee, feierte am in London seinen 77. Geburtstag, und zwar in Palast, wo die enthusiastischen Szeneri einen neu< für die Popularität lieferten, deren sich der Greis erfreut. Ueber 30 000 Angehörige der „Armee" Uten sich zu dieser Feier in den riesigen Anlagen des versammelt. Der General hielt eine Rede, ut 1 erklärte, daß er trotz seines hohen Alters fem L-enswerk durchaus nicht als beendet betrachte, sondern da " vieles vorhabe. Und so scheint es tatsächlich auc „ denn im Laufe des Somniers wird Booth eine mci'wochige Motorfahrt durch den gaitzen westlichen Teil vor England unternehmen unb in jedem größeren Dorfe anhcien. Im Oktober bricht er dann zu seiner großen Oriens.ise auf, während welcher er besonders Sibirien unb Jap r zu bereisen gedenkt, um über Indien und Südafrika kommen. Am Nachmittag konzertierten nicht wc ~ 50 Kapellen der Heilsarmee tm Kristallpalast, ib 2000 Sänger beteiligten sich an dem Gesang der Chorä. Uobri- gens befanden sich unter den anwesenden „Ofsizic m" auch „Commissioner Tuff", die Schwester des Herzogs--" ey-c~ und Schwägerin der Princeß Royal, der älteste Qn das°Fran!,'^. ura|itfuttct viel Vt -' !0. -W : Ai.'tzs Ä IbegSn fttiu’Jj en'1Q^en mii?C ~b!fiöi HW 9Tn« tQn^ i‘t hhUcte-- * bon bet£cl alln c 5U sprach. , ,^urg Quä ;nn des öetrj m.^oL (QU(f) btr (2l.U"c,i, KM S^'-'SL ZKLN» ° neut morden. Tr. 33nii ^ark BrandenUrql. Vir cme ^ran K-rn unter verhaftet iurde trotz 'rmr zu, ihrenMMn er. -be hat sich die Dreckens- m Mittlvoch abnb voriaer .Ermüdet von ,er Ärbei! m das Laus mH Frau^ Md sich ein Bel auf bem den lieimkehrenen Gatten i)t heimkehrte, egten sich liefen fest, märend die • Gegen 12 Uhr habe der inlah begehrt. fotbürftig leeilt, das Beilergrissm i der Mann dnrc die 7ür rarer hieb mit dc Schars Tarauf will sieden mt >aus gezogen haen. W öekleidung nun ? fritren ngen, um sich totnter an- maligen HcrausM ck kn. Sie habe äs Mr vernichtet obe. vechS: acht, w fic den Änners» ard stürzte watend des rin ME o.w\ \x SM imet wW Mden.- Larah Berührt- Verlegers Dind^ verletzend betraHte, tbt Deindel erklrte,dütz >e, die Künstlerin,u W Künstlerin sein Maliern Es erklärten b\W; Tuest nicht mhmrliG. bei letzten Mchtanf der d? “‘ASS» aCCz ^'war^"Kristal'' tag, und M , beweis London ;icnjl^bwc' Men s^ ige ber/^des Elastes" en in tlchrr c; [t eine Red"' ^^swer! trac^JAjA auezu stm, : es WÄ MwächlS' virbf9fn H vorEngl^ -v-''l^5eanl)cen. 3 ncr 0^ imb Iapl &? ® £llobN' S-'E-7K""Z ■ss«1** ssöäS" »5g*«»ss ,inp Ä^ffiieL kB e unuKa aufst-en^ S**Ä al‘L6d« §ü" , Mllt tvel . stellt-- K),n M-ldunS llh1' tzalber in Leipzig aufhält, wegen nächtlicher Ruhestörung zu. zwanzig Mark Geldstrafe oder vier Tagen Haft ver-- v.rteilt. Gestern erschien er wieder auf der Gerichtsschreiberei, vn mitzutcitcn, das; er vorziehe, die Haftstrafe abzusitzcu, er wolle aber uachtS sitzen „Nachts?" fragte verwundert der Aktuar. „Well, des nachts. Ich haben erhalten vier Tage, werde ich das abmachen in acht Nächten, am Tage haben ich zu arbeiten." Er war sehr betrübt, als man feinen Vorschlag nicht akzeptierte. * „Unser süf; es Hündche n." Ein sehr hübsches Erlebnis, bei dem auch der gesunde Voltshumor zu seinem Rechte kam, hatte, wie der „Hannoversche Kurier" berichtet, ein Straßcnbahnschaffner der Linie Vahrcnwald-Pfcrdctnrm in Hannover. Beim Bahnhof stiegen morgens G Uhr zwei ältere, anscheinend sehr erregte Tnmcn ein und verpflichteten den Schaffner mit großer Wichtigkeit, er möge sie doch ja benachrichtigen, wenn sie bei der Tierärztlichen Hochschule seien. Bei der Tierärztlichen Hochschule^angc- kommen, ließ der Schaffner halten nnd zeigte den 2amen die Hochschule. Beide sprangen wie elektrisiert auf und schauten unverwandt nach den Gebäuden. Llls der Schaffner schließlich fragte, ob die Tomen denn nicht aussteigen wollten, antwortete die eine seufzend mit bekümmerter Miene: „Ach nein, jetzt ist es genug!" Und die andere erklärt mit tränenerstickter Stimme: „Nein! In diesem Gebäude ist gestern unser Liebling, unser süßes Hündchen, gestorben, und wir wollten nur das Haus sehen." Gleich darauf ließ sich die Baßstimme eines mit im Wagen anwesenden Maurers hören, der, zu den Tarnen^ gewandt, äußerte: „lln dabie hebbet Sei noch nich emal Swart an gezogen?" Tiefer Ausspruch rief ein schallendes Gelächter der übrigen Fahrgäste, hervor Tie beiden Tamen aber stiegen an der nächsten Haltestelle aus. * Kleine TageSchrouik. Ein von Dresden kommendes Automobil iuhr unweit E r s u r t an einen starken Chaussee- bäum, wobei sämtliche vier Insassen h c r a u s g e s ck l c u d e r t und zwei Herren sehr schwer verletzt wurden. — Ter königl Kreissekretär Karl in Blankenberg a. H. wurde wegen seit 1889 begangener Unterschlagungen von Amtsgeldern in Höhe von rund 50 000 M a r k v er ha st et- Der Defraudant beging nach der Verhaftung S e l b st m o r d. — In Landau ft ü r 'n t c s i ch die Witwe des Bäckermeisters Weigel ^in einem Anfall von Geistesstörung aus dem Fenster des dritten Stocks auf den gcv'lasterten Hof und starb kurz darauf. — Der Musketier R osinsk h vom 155. Jnianterie-Negimcnt in Ostrowo, einer der beben zum Tode verurteilten Raubmörder, ist dem Militär-Arresthaus zu Vosen e n t s p r u n g e n. Die ganze Garnison von P-stn ist z» seine'- Wiedercrarrifima in Bewegung. Die Zahl der Eheschließungen die einen guten Wertmesser abgibt für die wirtschaftliche Lage, da sie je nach ben Erwerbsverhältnissen nnd der Arbeitsgelegenheit steigt ober sinkt, ist in Deutschland im langsamen Zunehmen bc- grissen. Sie mar schon in den Jahren 1895 bis 1899 von 8,'> auf 8,5 am 1000 Einwohner gestiegen, war daun im Jahre 1900 oitf 8,5 stehen geblieben und mit dem Rückgänge in den wirtschaftlichen Verhältnissen im Jahre 1901 auf 8,2 und 1902 auf 7,9 gesunken. Im Jahre 1903 hat sie sich auf 7,9 gehalten und ut 1904 auf 8,0 gestiegen. Für 1905 liegen noch keine genauen Zahlen vor, doch ist anzimehmen, das; die Nelativziffer weiter gestiegen sein tvirb. Wenn man die Häufigkeit der Eheschließungen in den einzelnen Bundesstaaten für den zehnjährigen Durchschnitt von 1895 bis 1904 feststellt, so steht Bremen mit 9,4 auf 1000 Einwohner obenan ; dann folgen das Königreich Sachsen mit 8,9, Sachsen-Altenburg und Hamburg mit je 8,7, Sachsen-Koburg-Gotha, Hesseu u. Renß j. L. mit je 8,6 und Sachsen-Meiningen mit 8,5. Tie wenigsten Ehe- schliefiungen haben stattgeumden in Bauern mit 7,8, Württemberg und Mecklenbnrg-Strelit; mit je 7,7, Ellaß-Lothringen mit 7,4 nnb üt?o!berf mit 6,8 auf 1000 Einwohner. Preußen steht mit 8,2 gerade auf dem Reichsdurchlchnitt. In den einzelnen Provinzen sind aber die Zahlet; recht Derkbicben. Abgesehen von Berlin, wo die Ehc- schließungszisser mit 10,6 v. H. besonders groß ist, steht obenan H esien - Nassa it mit 8,6; dann wlgen Schleswig-Holstein und Westfalen mit je 8,5, Sachsen mit 8,4, Brandenburg mit 8,3, Rheinland mit 8,2, Hannover mit 8,1, Schlesien mit 8,0, Pommern mit 7,8, Westpreußen nut 7,7, Posen mit 7,5, Lüvreußen nut 7,1 und Hohenzollerr, mit 6,8 Eheschließungen auf 1000 Einwohner. Zutreffender würde ein Vergleich der Eheschließungen mit den ehe- mündigen Personen sein, der aber aus Mangel an statistischem Material über das Alter der Bevölkerung in den einzelnen Jahren ich nicht durcbstihreu läßt. (Seriditsfaßl. München-Gladbach, 10. April. Die Strafkammer verurteilte den Arzt D r. Viktor Klein iveaen Ansstellens falscher U u f a l l a 11 e st e ;it 200 M k. Geld ft r n f e. Sport. O Fußball. Am Sonntag «landen sich auf dem Trieb die T. Mannschaft des Gießener Fußballklubs „190 5" und die II. Mannschaft des Gießener F u st b a l l k l u b s^ „V i k - toria* znm Revanchespiel gegenüber. Fußball-Kltib „1905" stegie mit 2 :0 Toren. Bei'n Dergonqcnen Wettspielv siegte Fnßball°Klnb Mcteoroloflisltie '-Peobnd^tiniflen her Statioit Glicfteit. April 1906 Barometer aiu 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Wetter 10. pH । 755 8 20,0 5,2 30 NE 4 Sonnenschein 10. 9" 756,0 14,2 6,6 55 E 4 Klarer Himmel 11. 7” । 756,0 8,4 6.1 74 NE 4 Sonnenschein II Höchste Tem Niedriaste perahir am .-10. >.—10. April 1 -4 20,0° C. 4- 5,8° C. Origittal-Drahtmeldnttgen. R. B. Darmstadt, 11. April. Ter Großherzog und die G r o s; h e r z o g i n , sowie Prinzessin Heinrich von Preußen nebst Kindern machten gestern nachmittag eine Spazierfahrt in den vorderen Odenwald. Ter Tee wurde auf der unweit der Ludwigshöhe gelegenen Marienhöhe eingenommen. Prinz Heinrich von Preußen unternahm eine Auwmobilsahrt nach Mannheim. — Aus Anlaß des Wegganges des preußischen Gesandten Prinz zu H o h e n l o h e - O c h r i n g e u findet am 17. April im Neuen Palais Gala täfel statt, zu der die hier anwesenden Fürstlichkeiten, die Diplomaten und Würdenträger Einladungen erbeten haben. Ter Nachfolger deS Prinzen Hohenlohe, Generalkonsul Dr. Martin F-reiherr v. Rücker-Icnifch zu Kairo, tritt Hnen Tragen Basten Anfangs Mai an. Essen, 11. April. Als in Altenessen der Vollziehung?- beamte Vogt wegen schweren Dienstvergehens verhaftet werden sollte, tötete er sich durch einen Nevolverschu ß. Seine Frau erlitt infolgedessen einen Schlaganfall und liegt hoffitungslos darnieder. Wilhel>nshav en, 11. Avril. Um Entlassungen zu vermeiden, wurde iu mehreren Betrieben der Neichswerst der Acht- Stundentag eingeführt. Hamburg, 11. April, lieber 10 00 Koufektions- n rb c i tc r stellten ivegen angeblichen Tarifbruchs der Unternehmer die 91 r b e i t ein. Schoppinitz (Oberschlesien), 11. April. Auf rnssifchem Gebiet gab ein Grenzkosak einen Schuß auf zwei Männer ab, an- ich ein en b politische Flüchtlinge. Einer floh ins Gebüsch. Der andere sprang in den Fluß. Als er deutsckws Gebiet erreicht batte, schoß der Kosak noch einmal, mobnrd) der Flüchtling getötet wurde. Hirschberg, 11. April. Weil der Ausstand der Zimmerleute fortbauert, sperrten die Arbeitgeber alle M a u r e r a u?. Neapel, 11. Avril. Infolae Der Undltrchsichtigkeit der L.u f t st i e ß ein E i s e n b a h n z u g bei Portici auf einen stehenden Zug. Mehrere Personen wurden verwundet. Der Ala- terialschaden ist groß. — Ter Unterpräfekt von Eastellamare tele- ararbiert aus Cttajano: Die Situation verschlimmert sich von Stunde zu Stunde. 200 Tote können nicht aufgesucht werden. jDie Ueberlebcud i hungern. Es ist mindestens für 2000 SOI end' cn Brot n . : i g. Die ankommenden Dstlitan'atwnen werden von den hungernden Weibern im Sturm genommen. Für dw vielen Verwundeten mangelt es an j e g I i ch e r H i l e. Fi r Torre 9lmnuiala scheint die Gefahr abgeweudet zu sein, da der neue Lavastrom sich aeaen Pompeji gewandt bat. -tüitc bei Greco sind mehrere Häuser eingestürzt. Es gab mehrere schwer Verwundete. .. , Wien, 11. Avril. Die T e st e rr e i cb i s cb - U n g a r i s ch e Bank bat im Hinblick auf die Beteiligung österreichischen Kapital? ander neuen russischen Anleihe die beabsichtigte Erin ä st i g n n g des Zinsfußes unterlassen. Baden bei Wien, 11. Avril. Als seit 2 Tagen das Ebenaar S a n t o m i n i s e i vermißt wurde, wurde die Tür ihrer Wobnung aufgesprengt. A'an fand die Leiche der Fran Margarete zwischen Kerzen und Heiligenbildern aufgebahrt, neben der Veiebe dcw Mester ibvc5 Gatten. Tiefer war inzwischen auf seinen Wunsch in eine Wiener Irrenanstalt ausgenommen worden. Er stellte sich selbst dem Wiener Landgericht. Er leidet an reli-1 giösem Wahnsinn. Bukarest, 11. April. In der Nähe der Station Eorbu entgleiste ein Lastzug. 22 Wagen sprangen vom Gleis. Zwei Personen des Zugpersonals kamen um. Peking, 10. Avril (toter.) Bei den hiesigen Behörden gingen Nar rst' .cn über Unruhen int südlichen H onan nnd westlicken Schantung ein, die Vvn bet Gesellschaft „Dom nro"”iT Me i ." l""st'orgern''n wurden nnd die als eine Art Uebev- bleibsel ariS deit Tor er-Unruhen zu betrachten sind. Die Feinbsüiakeiten der A-rländ's'-n richteten sich dein Namen nach gegen ben neuen Unterrich's'plan und gegen die katbolischcn Christen, in Wirklichkeit jedoch läuft ihr Verhalten aus Plünderung der Städte hinaus. Es heißt, daß die Banditen von Honan 12 000 Mann zählen und Banner tragen mit der Anschrift: „Nieder mit der Mandschu-Dhnastie. Diele Städte bauen die alten Mauern zum Schutze wieder auf. Der Schauplatz der Unruhen Honan liegt nahe an der Hankau-Veking- E'senbahn, sodaß die Reisenden aus der Ferne schießen hörten. Von Hankgu wurden Truppen entsandt, von denen man hofst, daß es ihnen aelinaen wird, die Unruhen zu unterdrücken. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitereteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Pi-nnkfurter 11. April, 1.15 Uhr. 3%°/0 Beichsanleihe . . 100.35 3% do. . . 88.85 3%°/0 Konsols .... 100.35 3% do..... 88 90 3ya°f0 Hessen.....99.65 3%°/n Oberhessen . . . —.— 4% Oestcrr. Goldrente. . 100.35 4’/r,-o Oesterr. Silberrente 101.10 4% Unffar. Goldrente . . 98.40 4?S Italien. Rente . . . 105.85 3 % Portugiesen Serie I . 69.50 3% Portugiesen III 70.80 mss.Stnatsanl. 1905 91.60 „ japan. Staatsanleihe 9530 1 % Conv. Türken von 1903 93.00 Türkenlose ... . • — 4 % Griech. Monopol-Anl. 54.50 4% äussere Argentinier . 91.95 3°/0 Mexikaner . . . 68 65 4>i0/0 Chinesen .... 98.35 Aktien: Bochnrn Guss..... 248.00 Ruderns E. W . . . 129.50 Tendenz: ziemlich fest. Berliner Börse, Canada E. B...... 173 00 Darmstädter Bank . . . 145.10 Deutsche Bank .... 240.20 Dortmunder Union C. . . 86.70 Dresdner Bank .... 162.00 Tendenz: still. Elektriz. Lahmeyer . . . 144.25 Elektriz. Sch ackert . . . 133.10 Esch weil er Bergwerk . . 262.20 Gelsenkirchen Bergwerk . 227.70 Hamburg- Amerik. Paketf. 165 10 Harpener Bergwerk. . . 218.50 Lanrahütte...... 246.50 Nordd. Lloyd..... 136 30 Obei schien. Eisen-Industrie 129 60 Berliner Ilandelsges . 171.80 Darmstädter Bank . . . 145.50 Deutsche Bank . . . 239 80 Deutsch-Asiat. Bank . . 186.50 Diskonto-Kommandit. . . 188.80 Dresdner Bank . . . 161.80 Kreditaktien ..... 214.00 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . 113.60 Gotthard bahn.....— Lombard Eisenbahn . . 2410 Oesterr. Staatsbahn . . . 147,00 Prince-Henri-Eisenbahn . 139.50 11. April. Anfangskurse. Harpener Bergwerk . . . 218.70 Laurahütte . . , . 246.80 Lombarden E. B. ... 24.10 Nordd. Lloyd.....135.90 Türkenlose . ... 146.90 Mr die Karwoche! Lebendirische Fhiss- u. Seefische Kabliau .... pr. Pfd. 22 Pfg. im ganzen Fisch, Tafolschellftsch......pr. Psd. 35 Pfg. Brick fisch .......... „ 2 <35 Milena hochf.ächterEmmcntalcrSchweizcrbäsepr.Pfd 1,1OM. „ Cdamer, vollfettcr.....pr. Pfd. 90 Pfg. „ (Gorgonzola....... „ 1,50 Mk. w Tilsiter........ 90 Pfg. „ Camctnbert ...... pr. Stück 35 „ „ Nomadonr.....- . . Pr. Pfd. 70 „ „ Alpenrahmkäse . . 15, 20, 25 und 30 „ Bahnhofstraße 27.n'’,Lrndenplatz 12. | Zu dea Feiertagen! | Alle erforderlichen l Artikel znm Backen g für buchen und Torten. ß Fruchtsäfte, Liköre und prima Trschwcine kaufen Cie gut und billig bei loh. Seibel, LuSmOlatz. e k 2044 Bekanntmachung. In das.Handelscegister)lbl.A wurde eingetragen die Firma I. Jttmann zu Gießen, Zweigniederlassung der in Frankfurt a. M. bestehenden Firma I. Jttmann. Inhaber ist der Kaufmann Siegfried Jttmann zu Frankfurt a. M. Gießen, 5. April 1906. Großh. Amtsgericht ib11/, Bekanntmachung. In dem Konkurs über da§ Vermögen des Metzgers Christian Heinrich Engel von Erü» ningen habe ich heute das Verzeichnis der bei der Schlußverteilung zu berücksichtigenden Forderungen bei der GerichtS- schrcibcrei Großh. Amtsgerichts Lich, zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. Die vorerwähnten Forderungen betragen 7946 Mk. 26 Psg., und ktziumen laut gerichtlich bestätigten ZwangS- vergleich 4767 Mk. 76 Pfg. also 6O°/o zur Verteilung. Grüningen, 11. April 1906. Wilh. Arnold, D" . Konkursverwalter. 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Februar 1906 veröffentlichte Bilanz wird dahin berichtigt, daß der Mitgliederstand Ende 1904 — 100, der Zugang in 1905 — 5 und der Abgang 3 betrug, sodaß sich als Mitgliederstand Ende 1905 = 102 ergibt. Staufenberg, am 10. April 1906. 2362 Ter Vorstand des LaudivttisA'ili-kn flonlmminä Aliußnbttg (Eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht.) Hierdurch die ergebene Mitteilung, daß der volle Betrieb unseres Basattsteinbruchcs sowie der Klopfmaschine mit Dampfbetrieb auraenonunen und mit Geleiseanschluß an die Station Ober-Widdersheim versehen ist. Wir empfehlen in bekannter Güte des Ober-Widdcrs- heimcr Basaltes: Pflastersteine in verschiedenen Sorten, Kteinschlag, Grus unb Land zum Bezug ab Lagerplatz am Bruch, oder frei Waggon Ober-Widdersheim. Hochachtungsvoll Basaliwerk E. Reuter & Co. Nidda, im April 1906. 2341 Fluß- und Seefische 3. Me Schulhof Telephon 119. Promvter Verland« nach atM Lebende Suppeutrebse angenommen. 23591 A. M. Schulhof. 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