W's iittt - ueüung durch ?§a|m^ro5en des sä* *,!’»>« ÄeSs sbaltenn. Reibungen unter 366 SSEMertetÄ ■;■ smerksMer Weise E en, sagen wir aus g Wege unseren [** Ochsten Sanfl | erbem n. Krau » i, geb. geifert, & a< Hr- 1 ^-enen, rodebe vr- 15 'inlasj unserer £ tmjijita W |l MUkL Uten wollen Adressen m der TeschLilssielle Anzeigers mcderlegen. i NkdMkiSiktz retung einer hochange- lerbekasje. Cfiencn.sub ei ordert taube 4 (io., L aus I» Objekt alsbald i leiben gesucht, licke Angebote unt.OlW „üentt Anzeiger erbeten. Kneipe ■ gesucht llrarler schwarzer Stof m Lemesleriveäncl. rchi Anerbieten mit ge- ewcmgabeu. Bedingung. , an dm Sieb. Anz. erb. Ohe Zinsen unb gute ark 30ö.— = “pWUB£L Sp»*"?sdt,*"ä )auern ouru£ ^ppiev. B,,n^16.5«ll“6e ÄwrstdM Nr. 11 Erscheint tLyNch mit Ausnahme deS Sonntag«. Die „Slehrner Lamiliendlätteri' werden dem „Anzeiger tnenrml wöchentlich beigelegt. Tcr ^hesstiche CanöwUf** erschemt monatlrch einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch«, Universitätsdruckerei. ÖL Lange, Greben. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Lei. Nr. 61. Lelegr.-Adr.: Anzeiger Grehea- Zweites Blatt 1Z6. Jahrgang Samstag lb. Jarmar 1DO(> Gietzener Anzeiger General-Anzeiger, Amis- und Anzergeblatt für den Kreis Sietzen. Do-sähr für Algeciras Mit Rücksicht aber auf die Er- Deutsch-Afrika. Nach den letzten Meldungen des Oberst Dame war die Bande Morengas am Oranjcfluß bei Hartebeestmund und Violsdrift festgestellt worden. Hauptmann v. Lettow- Vorbeck griff am 5. Januar früh bei Duurdrift, 70 Kilo- meter östlich von Warmbad, mit 62 Gewehren eine etwa gleich starke Hottentottenbandc an. DaS Gefecht endete mit deut Abzug des Gegners nach Norden; er ließ drei Tote auf dem Platz, darunter Moren gas Bruder Matthias. 44 ausgerüstete Reittiere wurden den Hottentotten abgenom- men. Auf deutscher Seite fiel ein Unteroffizier; Hauptmann von Lettow, Leutnant Ling und ein Mann w u r d e n schwer, sechs Mann leicht verwundet. Gegen Cornelius, der sich in die Aruabberge zurückgezogen hatte, ist erneut eine Streifabteilung in Marsch gesetzt. Bis zum 1. Januar (-oben sich in Gideon 1400 Hottentotten gestellt, darunter 500 Männer, die 162 Gewehre abgaben. Infolge des Aufrufs des Gouver- neurs an die Hereros vom 1. Dezember vorigen Jahre« stellten sich bis Ende Dezember in Omaruru, Cmbiito„ Otjihaenena 737 Hereros, darunter 190 Männer, mit 28 Ge- wehren. Schwächere HererotruppS griffen immerhin in der Nähe von Windhuk Ende Dezember noch Farmen an, wurden jedoch zurückgeschlagen. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Retter Emst Thienemann, an Typhus gestorben; Reiter Otto Becker, si-it dem 17. Dezember vermißt. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: In mehreren Blättern w'vd der Kolonialoerwaltung der Vorwurf gemacht, daß sie die Beschwerde der Akwa-Häuptlinge mehrere Monate unbeachtet liegen gelaffen und erst durch die Preß- äußerungen veranlaßt worden sei, auf dieselbe einzugehen. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß die Beschwerde- schrift am 5. September 1905 bei der Kolonialabteilung ein- gegangen ist und bereits am 12. Sept, dem Gouverneur mit der Weisung zugegangen ist, sich mit möglichster Beschien - nigung zu den einzelnen Veschwerdepunkten zu äußern. Das Urteil in dem gegen die Akwa-Häuptlinge vom Gouverne- ment eingeleiteten Verfahren, das bis jetzt noch nicht bestätigt ist, wurde am 5. Dezember 1905 gefällt und befindet sich nach einer Drahtmeldung des Gouverneurs unterwegs, ist also frühestens mit der am 17. Januar i v v a m b u r g eintr essenden Po st ut erwarten. Fürsten. — Die Kaiserin richtete gestern an den Staats- minister a. D. Schönstedt ein Telegramm, in welchem sie er- klärt, daß sie gern bereit sei, das ihr angetragene Protektorat über das Komitee zur Errichtung einer Musieranitalt zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit zu übernehmen. , _ — Die „Nordd. Allg. Ztg.- meldet: Zu der Erkrankung des Staatssekretärs Frhr. v. Richt Hof en gingen dem Auswärtigen Amt vielfache Beweise der Teilnahme des Auslandes zu. Der König von England, die Negierungen von Großbritannien und der Vereinigten Staaten Amerikas ließen Erkundigungen einzichen. — Der Bundesrat nahm die Ausschußanträge über den Gesetzentwurf betreffend die Abänderung des Abschnittes des BvrscngesetzeS und betreffend die Denkschrift über die Ausführung der'seit 1875 erlassenen Anleihegesetze an. Dresden, 12. Jan. Eine Versammlung des liberalen Vereins bezeichnete das Polizeiverbot der geplanten liberalen Wa hl rechtsversammlung als eine gewaltsame Beschränkung der Versammlungsfreiheit, die umsontehr unzulässig gerade heute sei, wo die f r e i e M e i n u n g s ä u ß e r u n g besonders notwendig wäre. Dec Verein beschloß, eine Beschwerde gegen das Verbot einzulegen. __ Am Schluffe des gegenwärtigen Landtag? wird Minister v. Metz sch aus dem Amte scheiden. Zu seinem Nachfolger ist der Gesandte am Berliner Hofe, Graf Hohen- ihal und Belg en ernannt worden. Stuttgart, 12. Jan. Die Kommission für die Vorarbeiten zur Herstellung eines G roßschiffa hrtSwegcs auf dem Neckar hat beschlossen, den Regierungen der Neckaruferstaaten vorzuschlagen, es solle der Ausarbeitung des Entwurfes das 600 Tonncn-Schiff mit 65 Bieter Länge Derrt?ch§§ Reich. Berlin, 12. Jan. Der Kaiser empfing dieser Tage in einer längeren Audienz Profeffor Wilhelm Haverkamp und erteilte ihm den Auftrag, für die Schloßterraffe der Lustgartenseite di? Statue Wilhelms II. von Oranien zu schaffen. Es ist dies der 1650 gestorbene Statthalter der Niederlande, der Bruder von Luise Henriette, der ersten G. mahlin des Großen Kurfürsten. Die Figur, die in Preuße: gegossen und ziseliert werden soll, wird eine Höhe von 2,50 Meter' erhalten. Der Kaiser machte dem Künstler noch genauere Angaben über das Kostüm des darzustellenden Neber die russischen Finanzen pricht sich der Dozent am Polhtechnischen Institut in Kiew, M. Friedmann, folgendermaßen aus: „Unsere Finanzen befinden sich auf einem toten—Strange. Ter Krieg hat ungeheure ©nmntcn verschlungen. Steueri- erhöhung, die wieder den armen Bauer treffen würde, kann nicht mehr viel eirbringen: er ist ja ausgepreßt wie eine Zitrone und bei ibm ist nichts jit holen. _ Es wurde em Versuch gemacht, den Handel und die Industrie höher, zu be- stencrn als dies jetzt der Fall ist. Tiefer Versuch stieß ledoch auf Widerstand. Es blieb nichts übrig, als wieder zu auswärtigen Anleihen zu greifen. Es wurde eine Anleihe im Betrage von 300 Millionen Rubel nominell in Frankreich ab geschloffen, bei faktischer Verzinsung von ca. 7 Prozent, die naturgemäß den Kurs unserer früheren 4,4 Prozent-Anleihen ungünstig becup lufsen mußte; er fiel von 93—94 auf 85—88. Tann folgte die 50Ö Millionen Mark Anleihe auf dem Berliner Markte, deren Verzinsung sich faktisch scl-on auf etwas über 7 Prozent stellt. Stellen wir diesen Mleihen die 4 Prozent Staatsrente gegenüber, so wird cs klar, wie sehr u n sc r Kre d i t f i ch v e rsch l e ch- t er t hat. Bis zur Emission der ersten Kriegsanleihe ging die 4 proz. Staatsrente niemals unter 92 herab, die französawe Anleihe ergibt im Vergleich damit einen Kurs von 82 und die Berliner gar von 78. Ist das nicht deutlich? Außerdem ober teilt Professor Migutin mit, daß die Anleihen an die Bedingung gebunden waren, daß der Erlös im Emifsionslaude iclbst, d. y. zur Bc-.ahluna der russischen Staatsaufträge bleiben soll und bei diesen Aufträgen hat Rußland wieder 12—18 Prozent über die normalen Preise zahlen müssen. „Und diese Bedingungen mußten angenommen werden ebenso wie sie von Japan und den Balkanstaaten angenommen worden waren" schreibt der patriotisch gesinnte Migulin . . . Bis jeft ist aus der Pariser Anleihe, die sckM im April 1904 emittiert worden ist, keine einzige Kvpek nach Rußland gekomnicn, und auch ans der stier- liner Anleihe wird sicher kerne kommen: alles wird^nn Ausland bleiben zur Bezahlung mtferer Aufträge und zur Sicherung der Zinsenzahlung auf ältere russische Anleihen. Die Zinsen müssen aber natürlich doch bezoHst werden, ^azu wird eine Verstärkung der Einnahmen des Fiskus, d. h. Steu er- erhöhuwg erforderlich sein. Tie Regierung hat schon die Vorbereitungen dazu getroffen. Sie wird sich aber auf dreiem gefährlichen Wege — populär gesprochen •— das Genickbrc che n. Tie Ereignisse 'der letzten Zeit haben ja gezeigt, wvhrn er ffthrt. Tie Regierung wird nicht umbin können, an das Volk zu appellieren. Tenn nur die Zlibschasiung dos burcaukrat-ssten Regime», die Einführung der VoVoonretung kann die rufftsche «taat--- lvirtschaft sanieren und Rußl-md üark und reich machen. Aus Polen. Ein Berichterstatter in Warschau beschreibt einige aufregenden Szenen, die sich während der Unruhen der letzten Tage ereignet haben. Sechs Revolutionäre drangen in die Wohnung eines reichen Bierbrauers und ^Dangen den Hausherrn, ihnen 2000 Rubel auszuhändigen. Als sie sie sich mit ihrer Beute davon machen wollten, sandte ihnen ein junger Angestellter des Brauers sechs Schüsse nach. Einer der Revolutionäre wurde getötet und vier andere erlitten schwere Verletzungen. Ter sechste flüchtete, ohne sich um das Geld zu kümmern. Ter Brauer kam auf diese Weise wieder in den Besitz seines Geldes — Ter Gouverneur hat in seiner Bomben angst den Einwohnern untersagt, mit Stöcken oder Schirmen auszugehen unb die Hände in die Taschen zu stecken (!), was bei 20 Grad Kälte kein Vergnügen ist. Ter Polizeichef in Aowominsk wurde von den Revolutionären ermordet. , r der Stadt herrscht Paun. Es fanden heftige Straßenkäv pfe statt, bei denen viele A u f stä n d i sch e mit dem Bajonett getötet wurden. Tie Ueberlegenheit der kaiserlichen Truppen steht über allem nicht anbinden wollen. * Ter „Köln. Ztg." wird aus Tanger gemeldet: Tas hiesige „Eco Mauritano" stellt die Tatsache, daß dic deutsche Regierung sich mit den deutschen Kaufleuten in Marotte in Verbindung gefetzt und fich mit den Vertretern der nut Marokko Handel Treibenden in Berlin beraten hat, als ein Vorbild hm für die anderen Mächte, besonders für Spanien. Denn die Vertreter des Handels feien am meisten geeignet, über die Zustande Marokkos Auskunft zu erteilen und über die Mittel, wie riefe Zustände gebessert werden können, zu unterrichten. Der Rat der geachtctstcn europäischen Kaufleute Marokkos würde auf der Konferenz von einem wahren Nu tzcn sein. Deutschland bade in diesem Falle wieder einen Beweis seines prakt. Sinnes gegeben. Mehrere spanische Blätter bringen Betrachtungen über die bevorstehende Konferenz. Tas Blatt „El Liberal" erinnert an die Erklärungen des friiheren Ministerpräsidenten Manra über dic marokkanische Küste, die man nach Mauras Ansicht im Interesse der Unabhängigkeit imb Sicherheit als spanische Grenze bezeichnen müffe. Das Blatt drückt ferner die Ansicht aus, dasi Spanien als der Verbündete, aber nicht als der Diener Englands und Frankreichs zur Konferenz gehen müffe. Ter „Imparcial" fördert einen Patriot. Waffenstillstand in den inneren Kümpfen, damit Spanien auf der Konferenz einig erscheine. Aus Mgeciras wird gemeldet: Ter französische Kreuzer ,/Galilöe" ist in Begleitung eines Torpedobootes eilige- troffen. Zweifel. An8 den baltischen Provinzen. Während eines Kampfes bei Marienburg int Kreise Hasenpotsi wurden 93Rebet,enersch offen. In diesem Kreise sind 28 Güter a b g eb r aun t. . „ „Daily Expreß" meldet aus Riga: Eine revolutionäre Bande führte einen Angriff auf einen mit Bargeld beladenen Eisenbahnzug aus. Zwei Eisenbahnbrücken wurden mittels Tffnamit zerstört, und einige Wagen des Zuges verbrannt, nachdem die Lokomotive zur Entgleisung gebracht worden war. Bevor die Revolutionäre ihre Beute in Sicherheit bringen konnten, wurden sie von Truppen überrascht und angegriffen. Es entstand ein hartnäckiger Ka mpf, wobei neunMann getötet und zwanzig verwundet wurden. Von drn Hilfsaktionen. Königsberg, 12. Jan. Mehrfache 'Mfragen über die Hilfsaktion für die aus Rußmnd flüchtenden Deutschen aus anderen Provinzen und Süddeutschland lassen erkennen, daß dort darüber Zweifel bestehen, ob die gesammelten Spenden oder auch die Eiuzelgaben sofort dem hiesigen §)ilfskomitee zugeführt oder für spätere Unterstützung zuruck- behalten werden sollen. Demgegenüber sei bervorgehoben, daß Geldmittel zur Unterstützung von baltischen Reichsdeu tscheu gerade jetzt hier dringend erwünscht sind, da bei weitem der größte Teil der aus Rußland geflüchteten mittellosen Reichsangehörigen vorläufig in Königsberg Unterkunft gefunden hat. stUrr durch schnelle 5)ilfe und wirksame Unterstützung kann diesen von hartem Geschick betroffenen Landsleuten wieder aufgeholsen werden. Geldsendungen von auswärts sind an den Vorsitzenden des Aktionskomitees, Oberbürgermeister Koerte, zu Soviel gute Vorsätze und friedliche Erklär- an gen sind noch keiner internationalen Konferenz vorausgegangen, wie der Konferenz von Mgeciras. Von allen Serien werden Versicherungen abgegeben, daß feine Macht daran denke, Hindernisse zu schaffen, ^Unbilliges zu verlangen oder gar einen Konflikt heraufzubeschwören. Ties herzliche Händeschütteln der Diplomaten vor der Oeffentlica- fett erfolgt etwas zu absichtlich; es sicht aus, als wotte jeder Beteiligte für seine Person im voraus die Verantwortung ablehnen, falls die Verhandlungen doch nicht so harmonisch verlaufen . Es steht auch in einem gewissen Widerspruch zu den hoffnungsfrohen Aeußerungen von dem harmlosen Charakter der Konferenz, daß Italien und die Ber. Staaten Friedensstifterdienste leisten wollen. Ter ital. Vertreter Visconti Veno st a hat m einer Unterredung mit einem Redalteur des „Echo de Paris" im Eiseubahncoupe während iein-r Fahrt zwischen Aijon und Paris ersucht, folgende Erklärung zu veröfsentlichen: Tie Wünsche ganz Italiens begleiten mich nach Algeciras Tie innig gen Wünscl^e meines Vaterlands, niemes Königs und meiner Regierung haben rin . i.stgcn Zweck, auf der Kon,ercnz dahin arbeiten, dic Schwierigkeiten zu bewältigen, um durch die Herbcifubri'ng einer dauernden Beruhigung einen Frieden für lange Zeit nt sichern. Ich bin meinerseits überzeugt, daß dieser 1- " erreicht wird. Meiner Mission getreu als Freu nd Frankreichs und d c s Fr i cde n s werde ich meine Kruste riebt schonen, um zur Verwirklichung dieses Werkes hmzuur^itcn. Meine Hoffnung geht dahin, ri.?, das Ergebnis unserer Beratungen den Erwarttmgen meines Vaterlandes entsprechen werde. Vom Dreibund erwähnte also Visconti Venolta nichts: das aber wäre erbaulicher gewesen, hätte er es getan. Es wird mutmaßlich so kommen, wie mancher vor- äussagte: daß die Bestrebun gen Italiens iu 'Algeciras dahin gehen werden, Deutschland zur Nachgiebigkeit gegenüber den französischen Wünschen zu- zurcden. Erstens werden dadurch die si-cmzösischen, Si'm- patbien gemehrt, zweitens ist es ein Weg für die italienilche Volittk, dem Schrecken ein Ende zu machen, durch den Bündnisvertrag an dic Se' c Deutschlands wider Frankreich gestellt zu werden. Italien ist der stärkste Gegner des Krieges, weit es die Freundschaft Mit Frankreich nicht verlieren toul. und so wird es jedenfalls die allereifrigsten Anstrengungen machen, daß die Konferenz einen befriedigenden Ausgang nimmt. Tie Ver. Staaten scheinen eine Ueberraschung in petto zu haben. Mit einem Male sind die kühne Wclt- politik treibenden Mmerikaner mit dem Ausspruch hervor- ictreten, daß sie ebenfalls Mittelmccr-Jntcressen hätten imd daß sie auch für ihren Handel die „offene Tür" in Marokko verlangen. Ja, ein amerikanisches Geschwader, bestehend aus einem Panzerschiff und drei Kreuzern, ist bereits in Gibraltar eingetroffen. Während der Wirren in China verblüfften dic Ver. Staaten durch ihre ganz und gar geschäftliche und von keinerlei sentimentaler Erwägung beeinflußte Art, wie sie sich der chinesischen Regierung annahmen. Tic Liebesdienste wurden nicht verlieblich geleistet, sie trugen Gegenleistungen ein. So werden in Algeciras dic amerikanischen Delegierten zweifellos den Franzosen gan^z kräftig in bie Parade fahren, wenn sie auch nur die mindeste Absicht wittern, dem französischen Einfluß in Marokko zuviel Einfluß zu gewähren. Geschäsr ist Geschäft, und ob dadurch auch die Engländer sich gestört fühlen, die alle französischen Forderungen unterstützen wollen, das ist den Amerikanern gleichgiltig. Vielleicht hat man nach dieser Richtung hin die von den Ver. Staaten angebotene „Vermittlerrolle" aufzufassen: sie wollen in Mgeciras rüstig zugreifen. Ta die deutschen Fordern n g e n in manchem Punkt mit den amerikanischen sich begegnen, so könnte auf diese Weise eine kräftige Gegenkoalition entstehen gegen die französischen Ansprüche. Mit Deutschland und den Ver. Staaten würde Frankreich wohl 30 wurden verwundet. Nachdem festgestellt worden war, daß sich im Hause Iedigarow im Vorort Tidlga ein Bomben- dcpot befand,' sollte dort eine Haussuchung vorgenommen werden. Als jedoch die Truppen heranrückten, wurden si^ aus diesem 5muse und dem Nachbarhause ununterbrochen beschossen und mit Bomben bedroht. Nun wurden bxe riedlichen Bewohner des Hauses entfernt und das Haus wurde mit Artillerie beschossen, wodurch acht Aufständische getötet wurden. Durch die ArtillericgeschossL wurden in diesem Hause vier Explosionen hervorgerusen. Bei der Durchsuchung des Gebäudes, in dem sich baS Ge- ängnis des armenischen Re. olutionskomitees befinden ritte, wurden Waffen und Bomben gefunden. Außland in M!en. Vom Staatsbudget für 1905 macht die Petersb. Teiegr.-A^. noch folgende Angaben: Tas Staatsbudget eröffnete im ganzen an Krediten 1995 Millionen Rubel. Nach dem Kassenausweis des Finanzministeriums überstiegen in den zehn ersten Monaten 1905 die einge gangen en Einnahmen die des Vorjahres um 84 Millionen. Ta die im Budget für 1905 vorgesehenen- Einnahmen um 41 Millionen niedriger sind als dic tatsächlichen Eingänge für 1904 erweist sich der Ueberschuß des Budgets für 190o im Vergleiche zum Voranschlag als noch großer. richten. Kaukasien. Aus Tiflis meldet die P.'tersb. Tel.-Ag.: Nach mehr als vierwöchentlichcr Unterbrechung infolge des Ausitandes bet Post- und Telegraphenbeamten hat wieder die Tätigkeit des Telegraphen begonnen. Tie meisten Führer dieses Ausstandes sind verhaftet. Mehrere Gendarmerieoffiziere und, wie verlautet, auch der General Gra- motin waren von den Streikenden verhaftet worden Wie amtlich gemeldet wird, wurden ans dem Gebäude des armenischen Seminars zwei Bomben gegen eine Vatrouifle geschleudert, wodurch vier Kosaken verwundet und ei^ Knabe getötet worden sind. Tas Haus wurde sofort von Truppen eingeschlossen und mtt^Dflchutzcn be- cbossen bis Feuer ausbrach, das dann oas Geoaude zerstörte Durch die in diesem Dause ausaeipescherten Bomben und Vatrouenvorräte wurden Explosionen veranlaßt, jnhnfc pa unmöglich war, des Feuers Herr zu werden. Bei dwsem Brande büßten 33 Personen das Leben ein, zu Grunde gelegt werden. iSrUSLLSLSHKL nut' dein Neckar soll 2,20 Meter sein. München, 12. Inn. Kammer. Bei der Fortsetzung bet Serotunq des MUitär-tats erklärt- Slbq. Gc>qer (Dfr.), d-r Versuch VollmurS, bic ®ntn(cifunn -fraktionsqeneffen Rollwuqen wieder qntz.nnqchm, « mm- htnqcn. Das Untergraben der Vaterlandsliebe gc büre zum Programm der So$tnIbcmofrqhr ®tgen eine Abordnung bayerischer Truppen nach Pre ßen, UM die Di Visionsmanöver mitznmachen, sprachen Staatsrechtliche Bedenken. Das bayerische Heer unterstehe nn frieden ausschließlich dem König von Bayern. Emen ^cil desiclbei, einem anderen Befehlshaber zu nnterstellen, sc: bedenklich. Wenn ein bayerischer Offizier einem preußischen Rominanbcm den Gehorsam verweigern würde, entstände ein Konfl, . Redner kritisiert ferner die Aeußernng des früheren Knego- «Ministers, daß bei Ernennung deS Staatsanwalts beim bayerischen Senat de? R c ichsm , l it ä rg er i ebts du- ^Zustimmung des Kaisers eingeholt werben muffe, stehe ttn Widerspruch ru dem Owstl: von 1898 politifdhe l^Lrge-scbau. Dr. David und seine Genossen. Äbg. Dr. David aus Mainz hat im Goethebund iu Bremen einen Vortrag über das ntoberne Schultdeal gehalten. Tas dortige Organ der Genossen ist aufs höchste empört, daß Tr. David sich in eine „solche gemachte Gesellschaft", wie der Goethebund, begeben habe, eie lajreibt: „Für die klassenbewusste Arbeiters aft Bremens ist der Goethe- bnnd 5>ekuba. etc bat r-.dikal mit ilnn gebrochen, weil fte neckt .unter 'her Teckflagge „frestr" Wissenschaft imd Kunst für die politischen Geschäfte ihrer binaerlichen CMncr mißbraucht werben will. Man sollte meinen, daß die in Bremen von der organisierten Arbeiterschaft nach schweren inneren Kämpfen gclckasfcne Situation auch von nichtbremischen Parteigenossen respektiert werden müßte. Leider sehen wir uns in dieser selbftverftänblickpm Voraussetzung getäuscht." . Es sei eine „offenbare und schwere AiszipliN- berletzung", her sich Genosse David schuldig gemacht habe. Er habe es „nicht einmal für nötig gehalten, sich mit der brenn schen Parteiorganisation in Verbindung zu setzen und bet ihr an zu frag en, ob sie irgend welche Ein w en d u n g en gegeu sein Auftreten im Goethebnnd zu machen habe. Tie bremische Partei sche'nt für David nist ö her Goethebund alles zu sein." So geht's einem gebildeten Manne, wenn er zum Proletariat in intimste Beziehungen tritt. Mit Jpaut und Haaren reißt's ihn dann an sich, und wehe ihm, wenn er einmal zu seinesalstchen einen Schritt vom Wege tut. zweifeln nicht, daß der Vortrag allseittg mtcmsieren wtrd und hoffen besonders auf zahlreichen Besuch auch aus den Qehrcrfreifen. Neben dem Vortrag werden gesangliche Darbietungen des gemischten EhorS des evang. Arbeitervereins und Lieder von'Frau Professor Rahn den Abend ausfüllen. •• Proinenadekonzert findet morgen früh 11V2 Uhr in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. Op. „Die Felsenmühle" von Neissiger. 2. Mein Traum! Walzer von Waldtetifel. 3. Finale aus „Aida" von Verdi. 4. Pariser Einzugsmarsch, Armeemarsch Nr. 38. »Laubach, 12. Jan. Am Mittwoch nachmittag verweilte Justizminister Ewald hier zur Besichtigung des Bauterrains für das neue Am 1 sgerichtLgebände. Mit dem Oberamtsrichter und dem Bürgermeister wurde die Ausführung weiterhin beraten. — Heute mittag unterzeichnete der Stadtvorstand in Gegenwart eines Vertreters der Süddeutschen Gasgesetlschaft in Frankfurt a. M. den Vertrag bezüglich der Erbauung einer GaSzentrale. Bis jetzt haben vier Gemeinden, darunter zwei größere, ihren Beitritt erklärt. 0 Alsfeld, 12. Jan. Ter landw. Bezirksverein Alsfeld hatte bei seiner Gencr'stvers'mmlung im Dezember v. Js. die Frage über die g c n o s s c n s ch a f t l i ck e B e r we r t u n g des M a st v i e h e s einer eingehenden Besprechung unterzogen und eine Kommission gewäbwelche weitere Schritte in dcr Angelegenheit vorbereitcn s le. Tie Kommission hat am 10. d. M. getagt. Man verständigte sick dahin, daß die. Errichtung einer Viehverwertungsgenossenschaft für ben nörd- lichenTeil der Provinz Oberhessen auf das energischste weiterverfolgt werden soll. Tie Genossenschaft ist in der Form geplant, daß zunächst der g e m e i n s a m e V e r k a u f d e s F e t t- v ich es auf den großen Viehmärkten in Frankfurt. Köln usw. durch einen Kommissionär ins Auge gefaßt werden soll, daß aber unter Umständen für später die direkte Fl e ischverwe r t- ung in Aussicht genommen ist. Tie Kommission hat den Vorsitzenden Ockonomierat Bittinger beauftragt, Statuten und Geschäftsordnung auszuarbeiten. Ter Direktor des landw. Bezirks- Vereins Wurde gebeten, im Laufe des Februar eine außerordentliche Generstversammlung einzuberufen, in welcher der Versuch gemacht werden soll, die Konstituierung einer Viehverwertungsgenossenschi ft vorzunehmen. Darmstadt, 12. Jan. I. I. K. K. Hob. der Großherzog und die Großherzogin empfingen am 11. Januar den Grafen Reinbarb und die Gräfin Luitgard zu Solms-La u bach. h. Frankfurt a. M., 12. Jan. Ein Fräulein, das von ihrem der Tollwut verdächtigen Hunde gebissen worden ist, mtißte fich heute nach dem Dr. Pastettr'schen Institut nach Berlin begeben. — Der 22jährige Student K. B. nu§ Bad 91011 heim kam in Streit mit einem Schntzmanne, dem er mehrere Hiebe gegen den Kopf versetzte, so daß der Schutzmann bewußtlos wurde. Der Täter wurde verhaltet. Aus SiaOt uno Land. Gießen, den 13. Januar. •• Wegen der Ueberführnng der Frankfurterstraße über die Gleise der Oberbesstschen Bahnlinien, welche im vorigen Jahre von der Stadtverordnetenversammlung wegen der hohen Kosten abgelchnt morden ist, hatte die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. eine Besprechung nut Vertretern der Stadt Gießen an Ort und Stelle angeregt. Diese Besprechung -bat in dieser Woche stattgefunden: wie man hört, ist sie resultatloS geblieben. Die Eisenbahn- bebßrbe sollte doch die Linien der oberhessischen Strecken aus dem Weichbilde der Stadt verlegen. Bei oem täglich wachsenden Verkehr zwischen Seltersberg und Stadt werden die Ver- Hältmsie immer mißlicher werden für den Straßenverkehr sowohl wie auch für den Betrieb der Eisenbahn selbst. Die teilweise Aussührttng des Vorschlags von Prof. Dr. Sommer ist der richtige Weg, Hier Wandel zu schaffen. *" Versammlung von Städtevertretern. Am Mittwoch fand in Darmstadt unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Tr. Sntor-Alzey eine von der Bürgermeisterei Gernsheim einberufene Versammlung von Vertretern der Städte statt, welche von der Neuregelung der Beitragsverhältnisse zu den Nealschul- bezw. Gymnasium sk ost en betroffen werden. Es wurde einstimmig eine Resolution an die zweite Kammer beschlossen, in welcher um Ablehnung des vom Finanzministerium gestellten Ansinnens gebeten wird. ** Heber Marokko sprach gestern abend in dem Vortragszyklus des kaufmännischen und des Gewerbevereins Sberr Nud. (Er ort au aus Newyork. Der große Saal des .Hotels Saalbau war bis auf den letzten Platz besetzt, was angesichts des aktuellen Vortragsthemas nicht Wunder nehmen kann. Sberr Cronan entwickelte im ersten Teil seines Vortrages, der im allgemeinen nichts enthielt, was nicht schon wiederholt in den Zeitungen zu lesen war, ein Bild von der Bedeutung Marokkos für den Welthandel und die Weltpont'k und gab sodann einen Umriß her Geschichte des Landes, wobei er die Entwicklung der Marokkofrage in den letzten Jahren besonders eingehend behandelte. Ein Ausblick in die weitere Zukunft der Angelegenheit schloß sich an uno zwar meinte der Vortragende, daß auch bei einem günstigen Ausgang der Konferenz von Algeciras die Marokkofrage auch fernerhin als drohendes Gewölk den politischen Himmel verdunkeln werde. Er schilderte sodann die Eindrücke, b*e er bei einem Besuch in Tanger erhalten hat, und dieser Teil des Vortrages war um deswillen besonders interessant, als er dem Einzug des deutscheu Kaisers in die weiße Märchenstadt als Augenzeuge beiwohnen konnte. An den Vortrag schloß sich die Vorführung von etwa 120 Lichtbildern an, die teilweise in prachtvollen Farben gehalten waren und in ihrer Genauigkeit und Farbenpracht dem Zuschauer mehr Einblicke in die landschciF.iche Gestaltung und das Volksleben des kulturell arg zurückgebliebenen, aber an Naturschätzen reichen Landes gewährten, als das gesprochene Wort es tun konnte. Den reichlich IVsstündigen Ausführungen des Redners folgte lebhafter Beifall, der sich am Schluß her prächtigen Bildervorführung noch steigerte. •* Eine gemeinschaftliche Hebung der freiwilligen San itätsko könne des Hilfsvcreins vom roten Kreuz in Gießen und der Eisenbahnsanitätskolonne findet morgen nachmittag unter Benutzung des Sanitätszuges auf dcr Strecke zwischen Gießen und Großen- Linden statt. ** Evangelischer Bund. Wir machen die evang Leser nochmals auf den morgen abend 8V4 Hhr im Neuen Saalbau stattsindcndcu -.roeiten Farnilienabcnd aum. . Herr Pfarrer T. T . Diehl-Hirschhorn wird i u Thema reden: „ .• .i welchem Recht kann die hes'Tche T - schule ein Kind der Reformation genannt werden?" und diese Frage auf Grund seiner reichen Studien beantworten. Wir Gießener Strafkammer. )l Gießen, 12. Januar. Durch das Schöffengericht Msfeld wurde her Taglöhner G. E. von Hopfgarten wegen Körperverletzung und Werfens zu 7 Mon-ten Gefängnis nnd 6 Mark Geldstrafe verurteilt. Er kam abends angetrunken nach Hause nnd geriet mit. seinem Hausgenossen A. H. in Streit, in dessen Verlauf er mit einer Säbelklinge nach ifynt warf nnd ihm einen Stich in bic Brust versetzte. Der Angeklagte focht das Urteil an und behauptete, die Verletzung könne auch anberswv berriihren, er Irbe von dem Messer keinen Gebrauch gemacht. Tie Verhandlung ließ aber keinen Zweifel an seiner Schuld, sodaß d?s erstinstanzliche Urteil seine Bestätigung fand. — Anfangs September v. I. befand sich der Schuhmacher H. M. von Mittel-Seemen hort in einer Wirtschaft. Tie Enkel des Wirts D. verhöhnten M., Ws ihm Veranlassnng gab, deren Vater,auf das Hngebörige aufmerksam zu mürben. Es entspann sich ein Wortwechsel nnd D. stieß M. znr Türe hinaus', wobei er ihm einen Fußtritt versetzte. M. fiel so unglücklich zu Boden, daß er einen Oberschenkcl- brnch bwontrug und über drei Monate das Bett hüten mußte. Die Heilung verlief so ungünstig, daß M. sich zur Zeit noch an Krücken fortbewegen muß: auch hat sich bas Bein etwas verkürzt. D. bet nun alles auf, um den Verletzten von Stellung eines Strafantrags abzuhalten: er verköstigte ihn und erklärte sich schriftlich bereit, ihm all^s zn crfftz"n. Tic Sache kam aber vor bic Gendarmerie, bic pflichtgemäß Anzeige erstatten mußte. Die Verh^nblung vor b?m Schwurgericht enbinte mit Freisprechung, ha hen Angaben des Verletzten keinen Glauben beiaemessen Würbe. T>s Schöffengericht nahm vielmehr an, baß M., her notorischer Trinker iit, sich hie Verletzung burch tx’n Fall ohne Ver- schnlben bes Angeklagten zugezogen bat. Der behandelnbe Arzt, hem her Angeklagte selbst zugegeben batte, haß er M. zur Türe Hinausgeworfen Habe, war über hen Ausgang des Strafverfahrens sehr erstaunt. Tie Staatsanwaltschaft focht bas Urteil an unb her Angeklagte gab bei BemsungSvcrHanblung zu, baß er M. zur Türe hinausgeüoßen unb ihm einen leichten Tritt versetzt habe, auch sei er bereit, hie Folgen zu tragen. Tie Staatsanwaltschaft beantragte eine Geldstrafe von 300 Mark, bock" das Gericht gelangte zur Einstellung des Verfahrens, ha ein Strafantrag bes Verlebten nickt vorlag. Ohne Rücksicht auf bic Folgen nahm bas Gericht an, daß Weber in hem Hinausstoß en, noch in dnn Verabfolgen eines leichten Trittes ein Vergehen nach b 223 a zu erblicken sei, es handle sich hier um eine leichte Körperverletzung, bereit Strafverfolgung nur aus Antrag eintritt. — Die Ticnslm-agb M. D. von Gettenau kant im November v. I. zu einer Frau N. in Friedberg^ von her sie wußte, trü sie ein Dienstmädchen nötig butt'’. Sie erfurbiqte iicki angeblich nach einer Frenvdin, bic hort in Diensten stehen sollte. Ine Laufe bes Gesprächs erbot sie sich bei Frau^N. ein- zutreten, bic ihr auch 2 Mark Mietgelb behändigte. Sie trat ■'her ihren Tienst nick' «an. sonbern sic fälschte einen Zettel, ben sie mit bem N^mcn der Frau N. unterzeichnete unb atis bem hervorgtng. b^ß bicse bereit sei, zu bezahlen, was die Aw geklaate einkanfe. Auf Grunb her BZcheinimmg erhielt sie aus dem .K"nfcktions"esckäst der Frau I. für 15 Mark W^rcn, womit stc sich nach Ortenberg begab. Die Staatsanwaltschaft nahm Vcratrlassnng, sie ans ihrnt GeisteS'ustanb untersuchen zu lassen, hoch her Sachverständige konnte nichts almomtes an ihr finben. Des Bericht verurteilte sie wegen Hrknnbenfälschung und B-'trngs M 3 M o n a t e n u n h r W o ch c c f 5 n g n i s , worauf 1 Monat Uttb 1 WnrYv» 1’ S ■ ff vi-^rbnen sind. Märkte. Gießen, 13.Jan. Marktbericht. An' heutigem Wochenmarkl osteten: Butter pr. 9>fb. 0.80—0.90 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Big 2 Stck. 00—00 Psg., ßsä'nleeier 00—00 Psg., Enteneier 0—0 Psg., Käse or. Stck. 6—8 Ps., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pkg. (Erbten vr.Liter 21Pkg., Liiüen vr. Liter 32 Big., Tauben vr.Baar0,80- 1.00Akk., Hühiier pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne vr. Stück 0,80—1,80 Dtk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., (ssänle vr. P'b. 60—75 Psg., Ochsenfleisch nr. Pfh. 74—82 Psg., Kuh- nnb Rindfleisch vr. Pstmd 70—72 Psg., Schweine- Heifch vr. Pknnd 80—86 Big., Schiveinefleisch, gesalzen, pr. Phmd 90 Psg., Kalbfleisch vr. Pid. 70—80 Psg., Hammelfleisch pr. Mund 60—76 Psg. Wet'che per Piimd —.— Kartoffeln vr. 100 Kg. 5,50—0,00 Mk., Zwiebeln vr. ;'tr. 6,00—8,00 Akk., Milch per Liter 20 Psg., l)leviel ver 18 l" 30 Psg., in Körben 00 Psg., Nüsse 100 Stück 30-4 Birnen ver Psd. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut ver Slü ' 70 Psg., per Zentner Mk. 0.00—0.00. — Marweil 8-2 N',r. . >rr Morgenkaffees ir, ADfan^knrse cn , • 2 8) Käufer1 oder Teilhaber aoooooooooa Achtung! Wegen Anfg. m. Gesch. habe ich ein Eleltr. Orchestrion, 1 Jahr alt, Anschaffungspreis 3 200 Mk. zu verkaufen. 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A. als Vorbedingung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung de8 Meistertitels erforderlich ist, ihre Versäumnis daher spater empfindliche Nach teile im Gefolge hat. Gießen, den 13. Januar 1906. Der Prüfungsausschuß des Ortsgewerbevcreins zu Gießen. Traber, Vorsitzender. JU ... I haben viele Mütter, daß mein Fenchelhonig bei Husten und Heiserkeit der Kinder staunenswert wirkt. Die Flasche kostet 50 Pfg. und 1 Mark. Machen Sie bitte einen Versuch. Germania-Drogerie >361 Carl Seibel, Frankfurter Straße. Holzversteigerrmg. Dounerstag, den 18. Januar 1906, von vormittags 9Vs Uhr an, soll in dem Anneröder Gemeinde- Wald'in den Abt. 16, 17, 19, 22, 23 und 26 folgendes .Än^mizkr Spitz | billig zu verk. Bleichstr. 33, p. Dreher, Haarnuterlagen re. werden gut und billig angeierligt. Hermann Plank Witwe Spezial Damen-Frisiergeschäit Kaplansgasse 2. [341 Bekanntmachung. Die von dem verstorbenen Gastwirt Sorger zu Dutenhofen bisher gepachtete Fischerei der Gemcindegewässer des alten Lahnbettes, des Lochs am obersten Sand beim Kleebach sowie des alten Lahnbettes unterhalb des Steindammes in der Gemarkung Dutenhofen soll vom 1. Februar er. ab auf 6 Jahre anderweitig verpachtet werden. Verpachtungstermin findet am Donnerstag, dem 18. d. M. nachmittags 3 Uhr im Gemeindehause zu Duten- 34 5 287 21 1700 920 Th. Brück bieder Bwnme in Cbev- cfifmnim. 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