Nr. 110 Zweites Blatt IS«.Jahrgang «r,ch-k>t «glich mit Ausnahme d-S S-nntag«. . . . , ® Tie „eitMnet ZamNinidläller-- werden dem Z-A M LD IgX $£> Ü sh j|SX tiX f ÄW y .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Ter Br » HfL, ®T|g fev ■*''' h <<^A ; V< V •; , '> L. 'v\_ H ^hessisch« Landwirt" erscheint monatlich einmal. ▼ x*v K » v \r K ^inmmerwahlcn gut tonen und letztere werden an der Richtschnur, die der Papst >ich vorgezeichnct bat und die er nach Beendigung der Versammlung der srauzösnchen Bischöfe beraunt geben wird, nicht das Geringste ändern." Im Justizpalast verlautet, daß sämtliche Kammern des KassationshofeS in gemeinsamer Sitzung alsbald nad) Pfingsten die Forderung einer erneuten Revision des Dreysusprozesses prüfen werden; der oberste Gerichtshof werde der Prüfung des Revisionsprvzesscs von Reutles niedere Sitzungen widmen. Die weiteren Untersuchungen in Sachen der verhafteten Hab er t und Buchard Ijabcii ergeben, daß die Behauptung derselben, der anarchistischen Bewegung fernzuslehen, unrichtig ist. So wurde festgestellt, daß Buchard Mitarbeiter des allarchistischen Blattes „Libertaire" luar und im Verein mit Hadert vor zwei Jahren einen anarchistischen Verein unter dem Namen „.Harmonie" gegründet hat. Die Untersuchung in der Angelegenheit Stryga und Sokolow hat sehr bemerkenSlverte Resultate ergeben. Unter anderem hat die Polizei die letzte Wohnung entdeckt, welche Stryga unter dem Namen „Paul Berg" inne gehabt hat. Sie soll daselbst Anhaltspunkte gefunden l)aben, die es ermöglichen, die Werkstätte zu entdecken, in lvelcher die russischen Anarchisteu ihre Bomben herstcllten. Mitschuldige Sokoloffs und StrygaS seien der Polizei bekannt. Zahlreiche Verhaftungen in den Kreisen der russischen Flückst- länge sollen unmittelbar beborftclj-en. Viktor Sokoloff, ein Vetter des ücrfyafteten Sokoloff, erklärte dem Untersuchungsrichter, daß Stryga durch Vermittlung der russischen Zeitungshändlerin Katia sich an ihn gewandt habe mit der Bitte, ihm ein Unterstützungsgesuch aufzusetzeu. Die Zeitungshändlerin Kälia ist als Revolutionärin am 2. Mai aus gewiesen worden. Tnrati betreffend die Einmischung der Truppen in Arbeiterstreitigerwählen ich meinen geliebten Untertanen befohlen habe. -odnocre. feiten zu soroern: und komplizierte Arbeiten stehen Ihnen bevor. Ich glaube, die struttrou zu üben; 3. wenn dieser 'Antrag abgelehnt wird, Ob- 4. für Öen Fall, daß diese Obstruktion nicht Großfürsten und Großfürstinnen, seitwärts Platz nahmen. D,er Kaiser verlas mit klarer Stimme folgende Begrüßungsrede : Die durch göttliche Vorsehung mir übertragene Fürsorge für das Wohl des Vaterlandes bewog mich, vom Volke Erwählte zur Mitarbeit an den gesetzgeberischen Arbeiten zu berufen. Mit flammendem Glauben an eine heitere .Zukunft Rußlands begrüße ick) in Ihnen die besten Mäuuer, welche zu Liebe zur Heimat und ein I^ißer Wunsch werden Sie beseelen und werden Sie einigen. Ich aber werde die von mir gewährten zum Ziele. führt, sollen alte sozialistischen Deputierten zurück- treter. Der Antrag wurde vvn der Kammer abgelehnt. Infolge der um 12 Uhr mittags erfolgten Prollmnierung des a 11 g. Ausstandes in Rom veranstalteten die Zeitungen Extraausgaben mit der Mitteilung, daß sie bis zur Wiederausnahme der Arbeit durch die Buchdrucker ihr Erscheinen einstellen. Rom hat um 2 Uhr mittags das gewöhnliche Aussehen; nur die Straßenbahnen, der größere Tell der Droschkenkutscher und die gewerblichen Arbeiter feiern Die Zeitungen mißbilligen einmütig den Ausstand und mahnen zur Ruhe. Die Regierung traf alle VorsichtÄnaßnahmen, um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu gewährleisten. Heute nachmittag zogen einige Hundert Ausständige nad) dem Zentrum der Stadt und vor die Präfektur. AV die Menge auseinandergetrieben wurde, warf sie mit Steinen auf bie Truppen und verletzte zwei Pvlizeiagenten. Auf der Piazza Venezia kam es nochmals zu einem Zusammenstoß. Mehrere sozialistische Abgeordnete ermahnten die Ausständiaen zur Ruhe. Ebenso hielten die Mitglieder dcS Vorstandes der Arbeitsbörse, wohin die Ausständigen später zogen, Ansprachen an die Menge, und forderten sie auf, sich ruhig zu verhalten. Gleichwohl wurden auch hier auf die Polizei und die Truppeir Steine geworfen, wobei einige von ihnen leicht verletzt warben - Tie Manifestanten wurden schließliu? durch Äürabinien zerstreut, die an mehreren Stellen von der Bürgerschaft mit Rusen: „ES lebe bie Armee!" begrübt würben. — In Genua beschlossen bie Maurer, ben Streik fortznsctzen; ber allgemeine Aus- ftanb mürbe proklamiert. — In Mailanb erschien gegen Mittag eine Anzahl Ausstänbiger vor der Fabrik von Maechr unb forberte die noch arbeitenden Arbeiter auf, sich dem AnS- ftanbe anzuschließen. Es gelang ihnen, in die Fabrik einzubringen, wo sie einen Neffen bes Besitzers mißhanbellen. Der Portier ber Fabrik, ber gleichfalls von den Eindringlingen geschlagen wurde, zog ein Messer und tötete einen Ausständigen uiibi verletzte einen anderen schwer. Beide sind bekannte Anarchisten. Der Ansstand in Turin ist beendet. Nur bie Arbeiter ber Seibenwebereien sinb noch im Ausstand. In Mailanb soll eine h:nte vormittag cinberufcnc Versammlung über bie Tauer bes Generalausftanbes Beschluß fassen. Der General- ausstanb ist ferner in Parma, wo er 24 Stunden bauern soll, sowie in Livorno unb in o r 11 verkünbet worben: In Bo - log na bauert ber Generalausstand fort, doch erlitten bie ^tadtbeleuchtung nnb bie Brotversvrgung infolge ber hierfür getroffenen Maßnahmen bisher keine Unterbrechung. Bologna, 10. Mai. Als heute bie Menge gegen einige Aus- ftänbige Vorgehen wollte, die die Glaswand einer hiesigen Bar zertrümmert hatten, mischten sich Soldaten und Kärabinieri ein und nahmen die Bedrohten in Schutz. Zwei von ben letzteren würben in Hast genommen. Die Menge gab ihre Zustimmung: zu diesen Verhaftungen durch Rufe: „Es lebe die Armee!" und „Es leben die Kärabinieri!" zu erfernten. Die Erregung ber Bürgerschaft gegen bie Gewalttaten der Ausständigen nimmt immer mehr zu. Morgen sollen aus Burgern Patrouillen gebildet werben zum Schutze ber Lüben und gegen Gewattlätigkeiteu. Nach Buono bei Bologna kamen heule etwa 700 'Ausständige, um die Schließung der Läden zu veranlassen. Als Kärabinieri sie hieran zu hindern suchten, ivarfen die AuMän'oigen mit Steinen und schossen auf bie Genbar- merie, wobei einer ber letzteren schwer verletzt wurde unb zu Loben stürzte. Ein anderer Gendarm, ber biesem zu Hilfe eilte, wurde gleichfalls verletzt, dock gelang es ihm, sich zu befreien iflto seinen Revolver zu ziehen, wobei 'er einen Arbeiter schwer verletzte. Eine Aourpagnie Soldaten ist zur Verstärkung ber Gem- barmerie hier eingetroffen. Streiks und Unruhen in Italien. Rom, 10. Mai. Die sozialistische Gruppe bes Parlamentes hielt eine Versammlung ab, in ber sich die Mehrzahl der erschienenen dreizehn Mitglieder gegen ben Generalstreik aussprach. Dagegen würbe beschlossen: 1. bie Regierung wegen ber Turiner Vorgänge zu befragen; 2. mittels eines Eintrages bie sofortige Beratung des Gesetzentwurfes des Sozialisten Jnstitutiouen unerschütterlich betvahren mit der festen Üebcrzeug- ung, daß Sie alle Kräfte für den aufopfernden Dienst sür bas Vaterland verwenden werden zur Klarstellung der Bedürfnisse der meinem Herzen nahestehenden Bauernschaft, zur Aufklärung des Volkes unb Entwicklung seines Wohlstandes, eingedenk dessen, daß für die Größe nnb das Wohlergehen des Staates nicht nur die Freiheit nötig ist, sondern auch die Ordnung auf der Grundlage des Rechtes. Stögen sich meine heißen Wünsche erfüllen, mein Volk glücklich zu fehen und meinem Sohne einen festen, wohlgeordneten und aufgeklärten Staat alS Erbe zu hinterlassen. Gott segne die mir im Verein mit dem Reichsrat unb ber Duma bevorstehende Arbeit, und möge dieser Tag die Verjüngung Rußlands in moraii)d?er Hinsicht^ und die Wiedergeburt seiner besten Kräfte bedeuten. Gehen Sie an die Arbeit, zu der ich Sie berufen, und rechtfertigen Sie würdig daS Vertrauen des Zaren unb bes Volkes! Gott helfe mir nnb Ihnen! Die Worte des Kaisers würben von der Versammlung mit donnernden, langanhaltenben Hurra Hs beantwortet. Während die Majestäten von Großfürstinnen gefolgt, den Saal nach dem Ausgang hin durchschritten, fiel bie Kapelle des Preobraschenski-Regiments mit der Nationalhymne ein. Die Duma-Abgeordneten begaben sich nach dem Schluß der Feier, der sie mit tiefem Ernste beigewohnt hatten, nach dem Taurischcn Palais, um sich dort in der Eröffnungssitzung zu konstitu icren. Die erste Sitzung der Duma wurde vom Staatssekretär Frisch mit einer Rede eröffnet, in der er darauf hinwies, daß die gewählten Volksvertreter, welche zu begrüßen ihm bie Ehre zusallc, durch daL Grundgesetz über bie Errichtung der Duma die volle Möglichkeit erhalten zur Einbürgerung der Gesetzmäßigkeit unb unerschütterlicher gesetzlicher Orbnung. Die Abgeordneten seien in der glücklichen Lage, in voller Öffentlichkeit und Freiheit des Wortes arbeiten zu können. Jedes ihrer Worte werde durch die Preße im Land verbreitet, welches bie Tätigkeit ber Abgeordneten aufmerksam verfolge. Mit dem Wunsche, daß die Arbeiten der Duma einen glücklichen Verlaus nehmen mögen, erklärte der Staatssekretär bie Duma für eröffnet. Die Parlamentsfraktion ber konstitutionell- bemo- kratischeu Partei beschloß gestern, baß die Ablegung des Eides und die Unterzeichnung der Eidesformel nicht der Ueberzeung der Partei widerspreche, da das darin gebrauchte Wort ,Selbstherrscher" seinem Wesen nach nicht bie Bebeutung „unbeschränkter Monarch" habe. Dem Beschluß haben sich angeschlosscn 101 Mitglieder anderer linksstehender Parteien, darunter 9 aus Polen und 11 aus dem Westgebict. Warschau, 10. Mai. Aus Anlaß der Eröffnung der Reichsduma ist heute hier offizieller Feiertag. Die Straßen zeigen ihr gewöhnliches Bild. Die Sozialisten proklamierten als Gcgenmanifestation den Streik, der jedoch nur teilweise gelang. In Lodz ist der Ausstand fast all- geniein. Petersb urg, 10. Mai. Ernannt wurden: Stolypin zum Minister des Innern; Kakowzom züm Zinanz- minister; Fürst Schinnskr Schachmatow zum Oberprokurator des heiligsten SynodS. Ter englifch-tnrkische 5conftitt. London, 10. Mai. Im Unterhaus fragt Lupton (liberal), ob die türkischen Truppen sich zwei Monate lang in Ta bah befunden hätten, ehe die Egypter sie bort entdeckt batten, ferner ob die egyptischen Truppen zurzeit die Insel Farun, die die Türkei als ihr Gebiet beanspruche, besetzt hielten, ob jede der streitenden Parteien setzt Gebiete in der Nähe der schlecht bestimmten Grenze habe, das von der anderen beansprucht werde, und ob die Angelegenheit dem internationalen Schiedsgericht unterbreitet werden soll. Der Staatssekretär des Auswärtigen Eduard Grey erklärte, die Forderungen, die die Türkei im Verlaufe der Verhandlungen erhoben habe, gehen weit über Tabah und die anderen in der Anfrage erwähnten Punkte hinaus. Wir können die Sicherheit des Suezkanals und Egyptens nicht von einem Schiedsspruch abhängig machen. Das beste Mittel zur Bestimmung der Grenze ist die Ernennung einer gemeinsamen Kommission, die wir vorgeschlagen haben. London, 10. Mai. Wie der „Standard" au§ Athen unterm 9. Mai meldet, erhielt das englische Atlantische Geschwader unter dem Kontreadmiral Prinzen Louis Battenberg den Befehl, nach der Phaleronbucht zur Unterstützung des Mittelländischen Geschwaders zu gehen. Insgesamt konzentrieren sich im Pyräus unter dem Kommando des Admirals Berresfords 5 0 en gl. Schiffe. Port Said, 10. Mai. Die kriegerischen Vorbereitungen werden fortgesetzt. In der Umgebung von El Arisch ist das Kriegsrecht proklamiert. Die Truppen- Transporte nach Sinai dauern an. Eine Debatte über die Abrüstung. London, 9. Mai. Bellairs (lib.) brachte ein Amendement zur Resolution Vivian ein (vgl. das gestrige Blatt), in welchem erklärt wird, bas Haus verlasse sich darauf, daß die Regierung die Ohe r- hoheit Englands zur See aufrechterhalten werde, und daß es glaube, es sei für die Regierung nicht ratsam, eine Beratung in Betreff der Rüstungen zu eröffnen, welche die auswärtigen Mächte für die Verteidigung ihrer Gebiete für notwendig erachten. Sodann verwies er auf das An- wachsen der deutschen Flotte und auf die Stationierung einer Torpedo-Flotille in der Nordsee. „Sehr zu unserem Bedauern war die Stimmung in Deutschland gegen uns und gab Veranlassung zu irrtümlichen Darstellungen. Sie bestand während des Burenkriegs, sie bestand in vollem Maße infolge der Anstrengungen des d e u t s ch e n F l o t t e n v e r e i n s. Wir gaben ein Beispiel für die Herabminderung der Rüstungen, indem wir dieselben im Vergleich mit Deutschland um 7 Millionen Pfund verringerten. Dann gaben wir auch Helgoland auf und doch hatte dies keine Wirkung auf Deutschland." Balfour (kons.) erklärt, die Resolution sei unangebracht. England stellte einer großen Militärmacht ein Ultimatum. Ein großer Teil seiner Seestreitkräfte sei gegenwärtig im östlichen Becken des Mittelländischen Meeres konzentriert, in der Absicht, die Aufrechterhaltung der Rechte Englands zu sichern. „Glaubt man, daß wir mit mehr Wahrscheinlichkeit eine friedliche Beilegung erreichen würden, wenn wir eine kleinere Flotte hätten?" Auf die indische Grenzfrage eingehend, erklärte er, obgleich er fest glaube, daß das letzte, was viele Russen und die russische Regierung in Betracht ziehen oder wünschen, ein Angriff auf England sei, obgleich er glaube, daß die en gl isch-russ. Beziehungen die allerfreund- lichsten seien, so könne er doch nicht einsehen, warum daraufhin England sich nicht in Vorbereitung halten sollte gegen einen Wechsel der Politik auf feiten der großen befreundeten Nation. Nachdem der Redner noch als Tatsache hervor» hoben hatte, daß die britische Flotte lediglich zu Defensiv- zwecken gehalten werde, fügte er hinzu: Die anderen Mächte sollten nur ihre Flotten vermindern, England werde dem Beispiele folgen. Der Staatssekretär des Auswärtigen Edward Grey erklärte, daß die militärischen Ausgaben in den letzten Fahren erheblich gewachsen seien. Es wäre iedoch Aussicht vorhanden, sie, ohne die Landessicherheit preiszugeben, um ein beträchtliches zu vermindern. Das hänge jedoch zum großen Teil von der Politik der anderen Völker ab. Er fei der Ansicht, daß infolge dieses allgemein unter den Völkern Europas verbreiteten Gefühls eine Erklärung von der Art, ivic sie in dieser Resolution enthalten fei, wegen des Eindrucks, ben sie auf andere Negierungen mache, von Wert fei. Er glaube nicht, daß zu irgend einer Zeit die öffentliche Meinung in Europa stärker auf Erhaltung des Friedens bedacht gewesen fei, als gerade jetzt. Die Haager Konferenz könne kein verdienstlicheres .Werk tun, als die Bedingungen für den Frieden weniger kostspielig als bisher zu gestalten, und sie könne nach keiner nutzbringenderen Aufgabe streben, als ein praktisches Ergebnis zutage $u fördern, das zur Verminderung der Ausgaben führe. Grey schloß: Zu dem, was ich sagte, ist angeführt worden, daß wir auf die anderen Mächte warten, um unsere Ausgaben zu verringern. Mer wie die Verhält- uiffe liegen, warten alle Mächte auseinander. Eines Tages wird eine darunter den ersten Schritt tun müssen. Er könne Häher nicht die Zusatzerklärung Bellairs akzeptieren. Es könne fein; daß eine Macht bereit sei, in dieser Hin sch t den ersten Anstoß zu geben, aber es sei auch nicht ausgeschlossen, daß England ihn unternehme. Es habe niemals eine Zeit gegeben, in welcher die relati v e kl e b e r l e g e n- he.it der englischen Flotte stärker gewesen fei, als gerade jetzt. Was England auf der Haager Konferenz werde tun können, müsse von der Antwort der anderen Regierungen abhängig gemacht werden und von dem Interesse, dl as die anderen Parlamente dieser Angelegenheit entgegenbringen würden. Er nehme aber die Resolution namens der Regierung als eine erfreuliche Aenßernng der öffentlichen Meinung an und heiße sie aus diesem Grunde willkommen. Er sei überzeugt, daß diese Resolution auch von anderen Ländern als eine vorn britischen Parlament ausgehende Einladung, die Rüstungen zu vermindern, auf- gefaßt werde. (Beifall.! Da? Amendement wird darauf zurückgezogen und die Refolution Vivian ein» stimmig unter lauten H ochrnfen an g en om men. Deutsches Neich. Berlin, 10. Mai. Der Kaiser hat den außerordentlichen Gesandten Minister in Peking, Frei Herrn M u nrm von Schwarzenstein behufs anderweitiger Verwendung von .seinem Posten abberufen. — Der Verein der Brauereien Berlins und der Umgegend beschloß einstimmig, von dem Inkrafttreten der Brausleuerhöhung an, den Vierpreis innerhalb des Berliner Wirtschaftsgebietes um 2.50 Mk. pro Hektoliter zu erhöhen, bei hohen Konventionalstrafen. Straßburg i. Els., 10. Mai. Das Diner nahm der Kaiser heute abend beim Statthalter Fürsten zu Hohenlohe- Langenburg. Nach der Tafel brachte der Straßburger Männer- gesangverein im Festsaal des Statthalterpalais dem Kaiser eine musikalische Huldigung dar. Schlettstadt, 10. Mai. Der Kaiser und der Statthalter von Elsaß-Lothringen trafen heute auf dem Bahnhof St. Pili ein. Kreisdirektor Heitmann erstattete Meldung. Die Herrschaften begaben sich im Automobil nach der Hoh- königsbnrg. Die Begrüßung fand durch den Architekten Ebhardt, den Kreisdirektor Dickmann und den Forstmeister Gümbel statt. Dem Kaiser wurde der Bürgermeister von Schlettstadt, Geißenbcrger, vorgestellt. Darauf erfolgte ein Rundgang um die Burg. Der Kaiser erkannte den Fortschritt des Baues an. Um 12 Uhr erfolgte die Abfahrt von Kinzheim nach Schlettstadt, von wo kurz nach 12% Uhr die Abfahrt erfolgte. Die aus der ganzen Umgegend zusammengeströmte Bevölkerung begrüßte den Kaiser auf das herzlichste. München, 10. Mai. Der langjährige württembergische Gesandte v. Soden (der auch in Darmstadt beglaubigt war) ist heute nachmittag gestorben. Ausland. London, 10. Mai. Das über die Unruhen der Eingeborenen von Natal veröffentlichte Blaubuch enthält eine an den Kolonialminister Lord Elgin gerichtete Depesche des Gouverneurs Mae Calmum, datiert vom 15. Februar, die von einer Veränderung in der Haltung der Eingeborenen seit dem Burenkriege spricht, die sich offenbarte durch das unverschämte Benehmen der jüngeren Leute, von denen viele den Arbeitgebern freimütig kundgegeben haben, daß sie die Ermordung der Weißen beabsichtigen. Eine Depesche Mae Calmums vom 23. Februar weist ferner darauf hin, daß die Vorgänge in Deutsch-Südwestafrika die Eingeborenen sehr übermütig machen und das <2e(bftvertrnuen der Eingeborenen in allen Teilen Südwestafrikas heben. Madrid, 10. Mai. Hier ans Ceuta cingetroffene Depeschen melden die Festnahme mehrerer spanischer Fischerboote durch marokkanische Riffpiraten, die die Bemannung stark mißhandelten. Es sollen ernstliche Repressalien ausgeübt werden. — Ein neuer Kampf wird von den Ufern des Mulujä gemeldet. Die Truppen des Sultans überschritten den Fluß und schlugen die Aufständischen, die etwa 100 Mann verloren. Konstantinopel, 10. Mai. Es verlautet, daß der frühere Minister des Aeußern und gegenwärtige Wali des Wilajets des Archipels, Abid in--Pascha, der vor einigen Monaten hierher berufen wurde, angeblich um den Großwesir zu ersetzen und seither hier zurückgehalten wurde, von Albanesen ermordet worden sei. Abidin war Albanese. Aus Stadt und Land. Gießen, den 11. Mai 1906. ** Hessisch-Thüringische Staats lotter ie. In der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 250 000 Mk. auf Nr. 34904 (nach Groß-Umstadt und Sondershausen), ein Gewinn von oO OO0 Mk. auf Nr. 11887 (nach Darmstadt), ein Gewinn von 20 000 Mk. auf Nr. 21O61 (nach Offenbach und Weimar), ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 61142 (nach Rudolstadt), Gewinne von je 5OOO Mk. auf Nr. 68 6279 24109, Gewinne von je 2000 Mk. auf Nr. 2502 19529 19869 25443 28248 28742 30835 32104 38049 38281 40438 40450 65151 65644 65781 68042 70166 70311 73573 79020 81868 82310 87503 89889. (Ohne Gewähr.) ** Landesu ni her fit ä t. S. K. H. der Großherzvg haben den ordentlichen Professor der klassischen Philologie in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Erich Bethe auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Okt. 1906 aus dem Staatsdienst entlassen. ** Urtier den Zirkus Zentral, der morgen hier seine Vorstellungen beginnt, schreibt das „Mündener Tageblatt u. a.: „Ein für hiesige Verhältnisse großes Unternehmen -ist der vor einigen Tagen eingetroffene Zirkus Zentral. Die letzte Vorstellung bot eine große Fülle des Sehenswerten in solcher Bvllendu n g, daß man die Gesamtleistungen mit vollstem Rechte mit dem Prädikat „vorzüglich" bezeichnen kann. Besonders hervor- zuheben ist vor allem das prächtige Pferdematerial, sowie oie großartigen Original-Einzel-Freiheitsdressuren und das Hippologische Tapleau mit fünf Pferden, vorgeführt von Herrn Direktor Bügler. Modern sind zurzeit bei Zirkusvorstellungen sogen, halsbrecherische Radfahrten: auch dieser Zirkus bietet durch da? Programm der Renntiahn-K'ompany ein schwieriges Kunststück dar, welches namentlich von Radfahrern mit großem Interesse verfolgt wurde und eine Glanznummer des Mends bildete. Lebhafter, wohlverdienter Beifall lohnte die Darffteller nach jeder Piece. Alles in allem können wir nach dem gestern abend t^sehmren jedem den Besuch des Zirkus Zentral nur bestens empfehlen. Ter Zirkus war sehr gut besucht." -i- Aus dem Busecker Tal, 10. Mai. Gestern ging in unserem Tale ein hcstiges Gewitter nieder, das heftiges Regemvetter, verbunden mit Hagclschloßcn, brachte. Der Hagel schlug Laub und Blüten von den Obstbäumen, besonders bei den Orten Saa sen und Reiskirchen, und richtete einigen Schaden an. p. Königsberg, 10. Mai. Der vor wenigen Tagen bei der Holzabfahrt an der „Schieferkant" verunglückte Land- ivirt Jak. Kanß von Hohensolms ist an den Folgen des Unfalls gestern gestorben. Ein Zngtier war auf der Stelle tot geblieben. -sd. Darmstadt, 10. Mai. Kommerzienrat Glückert hier hat der Stadtverwaltung Darmstadt das Damen- zimmer von Prof. Olbrich zum Geschenk gemacht, das auf der Pariser Weltausstellung die goldene Medaille erhielt. Es handelt sich um ein sehr wertvolles Geschenk. Da die Stadt einstweilen noch kein Museum hat, dieses vielmehr erst geplant ist, wird das Geschenk in einem Zimmer eines städtischen Gebäudes untergebracht werden. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Beerfelden wurde der Barbier und Heilgehilfe Krämer verhaftet. Er ist dringend verdächtig, unlautere Beziehungen mit einer geistig anormalen Person unterhalten zu haben. Der 23jährige Karl Kern von Hörst e i n wurde, während er mit fernem Fuhrwerk vom Felde nach Hanfe fuhr, unterwegs, da ein schweres Umvetter tobte, vorn Blitz erschlagen. — Bei einem Gewitter in der Nähe der Maulbeeraue bei der Wormser Eisenbalmbrücke wurde der 71'jähr. Landwirt Leonhard Lameln aus Hofheim samt seinen beiden 5i liben nenn B 1 i 1- e r > eb i n g c n, Arbeiterbewegung. Hamburg, 10. Mai. Zu der heute in A l t on a abgehaltenen, von ehvn 2000 Personen besuchten geschlossenen Ber^ sammlung der streikenden S e e l e u t e non_ Hamburg und Altona mürbe der Beschluß gefaßt, weiter zu streiken und ev. das Sccmannsamt als Einigungsamt zur Vermittlung anzurufen. Bon den im Schupven Nr. 73 einguartierten ausländischen Schauerleuten der Hamburg-Amerika-Linie unternahmen etwa 30 Engländer gestern abend einen Ausflug nach Wilhelmsburg. Die dort wohneirden Ausgesperrten rotteten sich zusammen und lauerten ben Engländern am Reiherstieg auf. Es entstand eine Schlägerei, bei welcher zwei Engländer in ben Strom geworfen würben. Es gelang, sie aus ben Fluten zu retten. Acht schwer verletzte Engläuber würben im Hafenkrankenhaus verbunden nnb zum Schuppen Nr. 73 zurückgebracht. Dresden, 10. Mai. Der Gesamtverband der Meta H i n b u ft r i e (f e n hat heute morgen in B e r 1 stu eine Versammlung anbera"mt, in ber Beschlüsse über ben Tag und den Umfang der gemäß dem Beschluß vom 2. Mai auszusührenden M a s s e n a n « sper r u n g c n von Metallarbeitern gefaßt werden sollen. B n s s a l o , 10. Mai. Infolge einer Ucbcrcinfunft, die während der letzten Nacht in Eleveland zwischen ben a u s- stÜ n b igen Hafenarbeitern und ben Reedern getroffen wurde, meldeten sich beute früh alle hjeiigen Hafenarbeiter wieder zur Arbeit. Es find zehn Tage erforderlich, um bic Arbeiten, bi^ l'ith infolge b es Ausstandes an gehäuft haben, zu bewältigen. Märkte. ith.। Gießen, 10. Mai. Der dieswöchentliche Vieh- m a r k t hatte in Milchvieh den stärksten Auftrieb seit langer Zeit. Der f?(uftrief> an Großvieh bestand aus 1518 Stück, Kälber standen zum Verkauf etwa 120, während ber Vorrat in Schweinen 1318 betrug. Der Vorhanbel in Milchware war wie immer gut nnb obschon die Käufer aus Thüringen, die auf Milchkühe reflektieren. fern geblieben waren, herrschte am eigentlichen Markt- tage doch ein flotter Handel, bei s-'m die Käufer für gute Ware recht hohe Preise anlegen mußten. Besonders' starke Transporte, in frischmelkenden Kühen wurden für die Badeorte gekauft. Ein größerer Transport junger badisck^r Rinder, zur Zuckt bestimmt, ber aus den Mark' gekommen war, erwies sich als unverkäuflich. Gangochsen maren wenige Paare da nnb wurden glatt atigesetzt, dagegen wurden einige fette Lehsen für ben lokalen Bedarf von einem Hänbler hock bezahlt. Fette Rinder in couranter, mittel- schwerer Waare, wie iic von unseren Metzgern gebraucht werden, waren sehr teuer im Preis. Der Mangel e i n e r K ü hl h a l l e macht sich für unsere Verhältnisse, zum Nachteil einer wohl- feileren Fleisckve.rwrgnng der Konsumenten am Platz bei der Eigenart der jetzigen Konjunktur des Fleischmarktes immer mehr fühlbar. War auch der Handel in Kälbern diesmal toemger flott, sv mußten doch für schwerere Tiere sehr hohe Preise bezahlt werden, während mittlere und leichtere Kälber etwas billiger als am letzten Markt zu kaufen waren. Der Schweinemarkt gestaltete sich als guter Mittelmarkt, ein geringes Weichen der Preise war bemerkbar, dock rechnen die Verkäufer damit, daß das Magervieh im Durchschnitt üorrrü nicht billiger werden wird, da die Nachzucht der früher verstärkt getriebenen Mast nicht zu folgen imstande sein wird, trotz aller Anstrenanngen, die man in dieser Richtung machte. Gehandelt ivurbcu : Kühe frischmelkend nnb tragend pro Stück 1. Cual 500—550 Mk., 2. Dual. 400 bis 460 Mk.. 3 Cual 325.-37=5 Mk., Gangochfen pro Paar 750—850 Mk Fettvieh wurde nmacfeht pro Ztr Schlachtgewicht fette Ochsen 79—80 Mk., fette Rinder 1 Oval. 75—77 Mk, 2. Tnal 71—73 Mk. fette Kuh- 1 Q"a(. 67 69 Mk., 2. Qual. 64—66 Mk. Kälber 1 Qual. 74—78 Mk.. einzelne schwere Tiere bis 82 Mk., 2 Qual. 65 "1 Mk., 3. Qual. 58-62 Mk Schweine wurden gehandelt nro Baar wie folgt: Ferkel 3—I Wochen alt 30—36 Mk., bis 6 Wochen all 15 — 50 Mk., bis 12 Wochen alt 60 70 Mark, leichc.-rr Springer 90—110 Mark, schwerere Tiere 120 150 Mark. ä ch st c r M n r T t am 22. und 23. Mai, am zweiten Tage arr'' ■••nm er in ar ft ke. Frankfurt a. M., 11. Mai. Ong-Telegr. des „Gsieft. Anz.G V i e h in a r k t. Lum Verkaufe standen 00 Kälber, 00 Schafe und Hammel. 436 Schweine: 1. Qual. 70—71 Pfg. Lebendgewicht 00.00—55.50 Ps., 2. Qnal. 68—69 PI, Lebendgewiebt 54.00 Pfg., 3. Qual. 58— 59 Pfg. Kalber 1. Qual. 00-00 Pf., Lebendgewicht 00—00 Pfg., 2. Qnal. 00—00 Pfg., Lebendgewicht 00—00 Pfg., Schlachtgewicht 00—00 Pfg. Schafe 1. Qualität Schlachtgewicht 00—00 Pfg., 2. Qualität 00—00 Pfg. Geschäft: gut, kein lleberftand Telefonische Kr^rsbeHcMe des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank filr Handel und Industrie, ("-liessen. Frnnkfurter Börse. 11. Mai, 1.15 l'hr. 3%ö/0 Tteichsanleihe . . 100.20 3% do. . . 88.15 3y2°/n Konsols .... 100.20 3% do 88 15 3y°,'n Hessen 99.20 3y°/n Oberhessen . . . —.— 4°5 Oesterr. Goldrente. . 100.40 4’4% Oesterr. Silberrente 100.80 4 ?o Ungar. Goldrente . . 96.45 4 nn Italien. "Rente . . . —.— 3?o Portugiesen Serie T . —.— 3% Portugiesen ,, I1T 69.70 4’4°.'„ russ.Staatsanl. 1905 91.65 4yn‘n japan. Staatsanleihe. 94.40 4 Conv. Türken von 1903 94.10 Türkcnlose ... . . 146.90 4 % Griech. Monopol-Anl. 54.40 4 % äussere Argentinier . —.— 3°/n Mexikaner . . 68 60 4 y % Chinesen .... 97.60 Aktien: Bochum Guss 255.75 Buderus E. W ... —.— Tendenz : fest. Berliner Börse, Canada E. B —.— Darmstädter Bank . . . 143.60 Deutsche Bank . . . 239.00 Dortmunder-Union C. . . 93.10 Dresdner Bank .... 161.50 Eick tri z. Lahmerer . . . 153.25 Elektriz. Schnckert . . . 138.25 Eschweiler Bergwerk . 269.95 Gelsenkirchen Bergwerk . 229.50 Hamburg - Amerik. Paketf. 165.50 Harpener Bergwerk. . . 220 25 Laurahntte 250.50 Nordd. Lloyd . ... 132.40 Oberschles. Eisen-Industrie 132.90 Berliner Handclsges . 172.90 Darmstädter Bank . . . 143.70 Deutsche Bank - ■ 239.20 Deutsch-Asiat. Bank . . 185.00 Diskonto-Kommandit. . . 186.90 Dresdner Bank . . . 161.96 Kreditaktien 216.60 Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . . . 110.00 G-otthardbahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 24.75 Oesterr. Staatsbahn . . . 146.10 Princc-Henri-Eisenbahn . 147.75 1. Mai. Anfangskurse. Harpener Bergwerk. . . —.— Laurahütte 250.70 Lombarden E. B. . 24.60 Nordd. Lloyd 132.20 Türkenlose . . . 146.70 Tendenz: ruhig. Gerichtstag!. sd Dar m stadt, 10. Mai. Tie Frage, ob eine im Militär- bienft stehrnde Person den Ordinationen des M i l i ä r a r z t e s absolut Folge l e i st e n m r> ß, resp. ob sie im Verweigernngsfalle strafbar ist, hatte heute das Kriegsgericht der 25. Divisio n zu eirtscheiden. In dein Militär- strasgesetzbuch bezw. den in Betracht konuneudeu Verordnungen und Bestinrnrungen sind darüber Vorschriften nicht enthalten. Der Gardist Raymund Qhresier aus Gebweiler von der 10. Kompagnie des Infanterie-Regiments Nr. 115, ein wegen feiner Renitenz gegen die militärischen Vorschriften wiederholt vorbestrafter Bursche hatte sich eines Tages wegen einer angeblichen Blasenbeschwerde revier- krank gemeldet. Der untersuchende Assistenzarzt verordnete zunächst einen Löffel Rieinusöl, da er von der i)lnsicht ansging, daß derartige Beschwerden oft mit Stuhlverstoofung znsaminenhängen. Ohrcsser weigerte sich, das Ricinusol einznnehmeu. Als am nächsten Vormillag der Assistenzarzt darauf bestand, weigerte sich Ohreffer das Mittel zu nehmen, da er dies nicht vertragen föimc und sich übergeben müsse. Hierbei hat Ohresser nach Angabe mehrerer Sengen eine höhnische Miene gemacht nnb gelächelt. In der Verhandlung erklärte er, daß er als 12jähriger Junge einmal Riemusöl £runc^ rM a' weht o r rung 00 ochtunfsv Sache".? vung, § ini"9 betrach'e", lärische^ SÄ?. “n von die Betr.: Nach Johannes ausqebroc 9. April Gie I glücklic Dr. Del einfach. We werden, s von Dr. I 9 4 3; 7. 6: 5- II 21 1! 3; 2 5k 91 k' 41 S 6! I' 3 U 6: 2t i 83t 71] 88 4 4 1- 9( 64 45 74 eingenommen habe. Er habe sich damals übergeben und könne seitdem das Oel nicht mehr einnehmen. Ter Vertreter der Anklage war der Meinung, daß der vom Arzt gegebene Befehl, die Arznei cinzunchmen, im dienstlichen Interesse geschehen sei, um den Mann so rasch als möglich wieder dienstfähig zu machen. Ter nicht aus- gesi'chrte Befehl sei demgemäß strafbar. Tie ganze Untersuchung spielte sich in inilitärischcr Form ab und die Verletzung einer Dienstpflicht aus Frucht vor persönlicher Gefahr sei strafbar. Notwehr oder ein Notstand lag nicht vor. Ta zudem die Verweigerung vor versammelter Mannschaft mit höhnischem Ton und achtungsverletzender Gebärde geschehen sei, so beantrage er neun Wochen Gefängnis. Ter Gerichtshof war demgegenüber der Meinung, daß die Verweigerung des Befolgens der ärztlichen Verord- nun'g als eine Nichtbesolqung eines dienstlichen Befehls nicht ah betrachten sei. Ta man den Mann mangels diesbezüglicher militärischer Vorschriften nicht zwingen könne, das Mittel zil nehmen, sei er von dein Vergeben der G e h o r s a m s v e r >v e i g e r u n g frei zu sprech en. Dagegen sei die Verweigerung in höhnischem Tone und mit achtungverletzenden Gebärden erfolgt und zwar vor versammelter Mannschaft, weshalb Ohresser wegen Achtungsverletzung mit drei Wochen strengem Arrest zu be- strasen sei. Ohresser nahm die Strafe an. Grrgrnal-Drahtmeldunsen. sd Darmstadt, 11. Mai. Der Kaufmann Jean Hütter, ein geborener Mainzer, der hier eine Wiesbadener Firma vertrat und eine Zigarrenhandlung betrieb, ist unter Hinterlassung einer größeren Schuldenlast, nachdem er die Warenbestände versilbert hatte, vor einigen Tagen verschwunden. ko. Klein-Steinhe im, ll.Mai. Der Hilssbahnsteig- schaffner und Rangierer Blank kam gestern nacht beim Rangieren zwischen zwei Puffer und wurde zu Tode gedrückt. L o n d o n, 11. Mai. Der Krie g s m in istcr ernannte eine besondere aus 22 Mitgliedern, zumeist Offizieren, bestehende Kommission, nm über die besten Mittel zur Durchführung der Grundsätze zu beraten, die der .Kriegs- minister in seiner Unterhausrede vom 8. März hinsichtlich der Organisation der Hilfs st rcitkräfte als Territorialarmee dargelegt hat. Mailand, 11. Mai. Der Ausstand wird hier als beendet angesehen. werden bereits die Zeitungen, die morgen wieder erscheinen sollen, gesetzt. Petersburg, 10. Mai. Auf Vorschlag Frischs wählte die Duma ohne namentliche Abstimmung den Moskauer Professor Murom zew zum Präsidenten. Die Wahl wurde mit allgemeinem Beifall ausgenommen. Muromzew besteigt sodann unter lauten Beifallsrufen die Präsidentenbülme. Ms erster bittet Petrunkewitsch um das Wort. Er bezeichnet es als Pflicht der Ehre und Würde, daß das erste freie Wort denen geweiht sei, die für die Freiheit der Heimat ihre Freiheit geopfert hätten. (Stürmischer Beifall. Alle Gefäng- nifse seien überfüllt. Tausend Hände seien der Duma, Freiheit erflehend, eittgegengestreckt. Ee> fei Pflicht, alles daran zu setzen, daß die Freiheit, welkte sich Rußland erlauft habe, keine neuen Opfer mehr koste. Stürmischer Beifall.। Obgleich diese Frage bei der l?ldreßdebatte zur^Sprache kommen werde, so sei es doch unmöglich, den lauten Schrei des Herzens zurückzudrängen und die Frage nicht sclwn jetzt zu berühren. Das freie Rußland fordere die Befreiung der Verhafteten. - Stürmischer Beifall Muromzew dankt den dlbgeordneten für ihr durch die Wahl ihm bewiesenes Vertrauen und betont, die Arbeit der Duma werde vor sich geben auf der Basis der Achtung vor den Präragativcn des konstitutionellen Monarchen und auf dem Boden völliger Erneuerung J>cr Regierung. (Beifall.) Sodann wurde die Sitzung gefchlossen. - Da der Präsident sich morgen dem Kaiser vorzustellen bat, findet die nächste Sitzung der Duma erst am Samstag statt. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 12. Mai 1906: Neuerdings stärkere Trübung, Regenfälle, windig. Temperatur wenig verändert. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Für die gesamte Redaktion per-nr.-. mrtlüfr in Vertr. Ernst H e ß. werben. [3015 Gemmecker, Pfandmeister F f e 3 b a bi k [B" Buß. 3009 Wer Kinder w- Heute von 4 Uhr ab: Rindfleisch 56 Pfg. Versteigerung. Donnerstag, den 17. Mai, nachmittags 3 Uhr sollen im städt. Pfandlokale Seltcrsweg 11 dahier die wegen rückst. Gymn. Vorsch. Geld, Realschul- und Mädchcn- schnlgekd, Gas- und Holzgeld gepfändeten Gegenstände Möbel aller Art, 1 Partie buchene Bohlen, 2 Stämme eich. Holz, geschnitten, 1 Pserd und 1 Wagen versteigert glücklich machen will, bereite ihnen delikate Speisen mit I)r. Oetker’a Pndding-Pulver ä 10 Pfg. (3 St. 25 Pfg.). So einfach, so nahrhaft und so billig. Wenn von kleinen Geschäften „ebensogute“ angehoten werden, so weise man solche zurück und verlange ausdrücklich von Dr. Oetker. ng7n Bekanntmachung. Betr.: Hühnercholera. Nachdem die unter dem Hühnerbestand beS Privatmannes Johannes Bender und des Bäckermeisters Ludwig Neuß dahier, ausgebrochene Geflügelcholera erloschen ist, wird die unternt 9. April 1906 angeordnete Gehöftsperre hiermit aufgehoben. Gießen, den 10. Mai 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Herrn Anton Weber von allen Seiten barqebracht worden ist, sowie für bas ehrende Grabgeleite und die zahlreichen Kranzspenden sprechen auf diesem Wege ihren innigsten Dank aus Tic ticstrauerndcu Hinterbliebene» I. d. N.: Marie Weber, geb. Frey. Lang-Göns, den 8. Mai 1906. 03434 Banksagung Für die herzliche Teilnahme, die nns bei dein Hinicheiden unseres unvergeßlichen Gatten, treuen Vaters, Schwiegersohnes, Bruders und Schwagers Bitllkllzi'chterverm GiM nnii Umgegenh. Versammlung Sonntag, 13. Mai, nachmittags 3 Uhr, bei Rühl im Karlshof, Gießen. Tagesordnung: 1) „Frühjahrsarbeiten auf dem Bienenstände". Referent Herr Müller-Wismar. 2) Bericht über die Ausschußsihung. 3) Verschiedenes. Mäw-Tmreiii Giessen. ^Sonntag, 13. Mai, von mittags 3 Uhr ab: WiiMMmn in der Turnhalle des Realgymnasium. Abends: sSllMellLlMSMMKlckMti (Wintergarten). Näheres über Himmelfahrtausflug wird noch bekannt gegeben. v*78 Ter Vorstand. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung einer höheren Mädchenschule sollen Samstag, den 26. Mai d. I. vormittags 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Glaserarbeiten Los I. ca. 85 qm Fenster mit Verglasung. , IL „215 „ , in. „ 242 , , IV. „ 251 , „ V. „ 208 „ „ ohne „ VI. „ 130 „ Kunstverglasung. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote am Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. — Znschlagsfrist 14 Tage. B Gießen, den 10. Mai 1906. Städtisches Hochbauamt. ©erbet. Die Ausführung der Gleis- und Weichenverlegungsarbeitcn für den Umbau des Bahnhofs Hnngcn foll verdungen werden. Tie Verdingungsunterlagen liegen bei der unterzeichneten Inspektion zur Einsicht ans und können von hier für 0,50 Mk. (nur Postanweisung) bezogen werden. B <* Eröffnung der mit entspr. Aufschrift versehenen und vorder einznsendeiiden Angebote erfolgt am 26. Mai 1906 vorm. 11 Uhr im Bureau der unterzeichneten Inspektion. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 10. Mai 1906. Großh. Eifenbahn-Vetr iebsinspektion 2. _______ 4 mit und ohne Farbe, schnell trocknend, dauerhaft eleganter Fußbodenanstrich in V, Büchsen sowie lose gewogen empsehlen [3004 Gebr. Michel, Drogerie, WMorslroße 28. VII. Kesstsch-Mmringische Staatstotterre Ziehung VI. Krasse. (7. Tag.) 19. Mai 1906. Alle Nummern, hinter welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mark gezogen. (HKne Hcwäkr.) 32 39 80 102 (400) 29 77 202 (400) 345 (400) 62 72 93 425 27 33 37 505 9 50 722 23 (400) 25 38 81 822 1018 191 97 99 (400) 229 56 65 441 571 (400) 99 (400) 616 81 826 COO) 95 919 <400) 2019 54 64 100 112 44 48 87 283 313 19 419 98 524 35 (400) 99 (400) 631 707 823 46 48 911 51 95 3040 56 86 206 47 75 355 418 520 21 67 78 99 651 56 746 93 845 960 84 4031 72 83 88 95 113 78 286 438 98 542 45 49 52 56 65 (400) 600 650 720 25 54 74 853 80 5096 225 310 431(400) 63 94 672 74 826 73 89 915 (400) 88 (400) 6004 59 80 125 50 (400) 87 (400> 255 57 63 322 37 44 80 438 39 74 91 515 28 83 99 662 99 776 822 25 77 (1000) 955 7184 211 74 332 443 86 614 78 716 19 32 72 862 80 (400) 96 900 903 8034 (1000) 61 70 144 (1000) 45 267 (400) 367 77(400) 440 (400) 47 524 (400) 35 55 656 87 765 801 28 (400) 96 908 55 (1000) 9029 (1000) 87 45 48 79 1.39 206(4001 34 66 371 88 (400) 416 27 72 (1000' 618 25 (400) 29 72 710 50 62 (1000) 87 (1000) 92 857 75 85 926 44 63 (1000) 10066 114 15 85 232 (400) 358 (1000) 88 423 75 650 55 (400) 86 (400) 762 64 815 73 90 99 (400) 907 75 1104'- 121 (400) 91 (400) 266 67 81 416 33 627 647 (2000) 722 825 911 23 67(400) 12046 57 79 120 95 204 5 332 64 81 (400) 408 15 16 (400) 30 68 <400) 616 (1000) 80 639 705 51 805 45 (1000) 75 83 968 89 13116 1)9 228 460 61 79 84 86 557 638 (400) 61 883 905 28 66 83 14061 *400) 73 80 97 117 40 246(1000) 425 60 74 626 35 61 (400) 61 73 (400) 88 607 59 89 718 36 88 8.37 91 920 31 86 15003 46 66 201 332 406 22 69 92 602 748 <400> 51 60 (400) 831 974 (400) 78 (400. 92 98 16002 22 59 113 37 (1000) 246 71 356 405 6 47 66 612 (400) 78 81 708 32 (400) 40 (400) 54 62 829 914 17050 291 335 (2000) 67 72 406 (1000) 29 32 72 85 94 99 607 .1000) 42 68 609 75 743 839 927 29 50 91 18002 84 (5000' 102 76 98 210 51 56 329 40 406 (400) 24 39 633 64 86 607 45 741 70 868 72 (400) 926 90 15175 202 50 61 (1000) 83 342 80 445 73 (1000) 90 508 9 34 638 81 732 33 48 74 825 (1000) 950 20030 (1000) 55 73 158 60 65 210 403 613 29 (1000) 69 (1000) 622 719 36 69 842 (400' 951 21170 93 200 202 (400) 51 308 £1 417 54 64 74 (400) 609 64 (400) 722 (1000) 25 62 79 868 953 59 90 22049 184 291 95 97 303 65 78 (400' 441 (1000) 552 78 770 847 54 (1000' 903 26 23068 (1000) 140 214 47 52 349 458 513 24 (400) 38 60 GIB (400) 19 73 732 60 74 909 (400) 46 24020 96 (400) 182 207 49 67 (400) 314 60 78 (400) 467 89 500 532 71 (1000) 659 63 762 98 828 993 25118(1000)26 68 215 26 70 91 97 647 642 51 884 927 46 63(400) 67 26012 26 (1000) 49 149 84(2000) 254 70 (400) 87 (1000) 432 (400) 3» 85 561 616 29 44 (400' 731 37 47 811 73 92 911 12 13 17 27020 114 87 98 263 339 464 527 36 629 94 707 <400) 77 845 (400) 46 <1000) 66 (400) 67 (400) 88 28076 (1000) 158 278 92 302 461 89 608 «400) 18 44 (400) 45 600 611 17 19 61 727 38 84 (1000) 812 60 29028 34 115 21 80 273 877 (1000) 486 550 57 68 80 610 706 9 (400) 44 64 812 95 939 54 30036 65 67 69 107 96 225 62 79 (1000) 317 (400) 54 57 406 22 62 604 6 13 60 66 663 81 94 775 839 958 (400)67 75 31032 81 91 175 326 1506 600 (400) 631 <400) 62 78 764 (400) 74 868 917 28 68 84 32011 63 79 195 (1000) 209 59 94 388 470 556 (400* 758 72 809 18 (400) 962 33002 46 101 79 304(400) 17 (400) 428 504 17 40 (1000) 53 (1000) 769 88 97 839 76 (400) 928 (400) 44 64 34038 102 25 71 206 57 407 62 66 70 89 (400) 587 95 611 17 41 97 762 800 (400) 807 11 (400) .39 55 86 97 917 35013 (400) 24 30 47 58 128 24 43 85 (2000) 254 91 (1000) 98 821 95 421 (400)50 518 (400) 631 729 917 78 (400) 92 36092 <1000) 117 30 (1000) 298 307 87 90 410 (400) 82 (400) 42 58 74 (400) 526 (400) 42 626 46 906 57 71 37085 90 151 66 (400) 228 45 357 61 421 36 541 94 (1000) 904 (400) 38064 86(1000) 202 70 300 427 70 82 535 612 44 741 69 818 28 (1000) 904 33 62 (400) 39005 39 (1000) 55 169 225(1000) 60 69 88 314 27 33(400) 40 400 517 (400) 19 35(400) 73 80 809 11 18 (400) 88 (400) 93 902 16 40037 90 137 207 346 85 (400) 424 72 94 601 37 50 62 728 40 (400) 48 815 90 982(400) 41031 93 115 27 59 98 252 76 371 79 82 420 40 41 76 (400) 554 86 649 60 77 80 824 35 54 77 42047 76 80 146 54 87 236 39 95 (400) 99 363 636 91 <1000) 724 (400) 58 879 93 906 12 16 43078 102 15 (400) 33 49 68 230 93 311 62 <400) 414 607 64 816 (1000) 62 943 62 (400) 44075 197 214 (400) 21 400) 28 39 63 453 (1000) 75 85 525 31 39 48 (1000) 49 (1000) 62 (1000) 75 81 668 83 (400) 743,(400' 800 883 945 53 57 89 94 (1000) 45097 (2000) 174 292 387 444 46 516 40 79 (2060> 601 53 747 836 (1000) 986 46015 287 93 (400) 342 45 73 413 (1000) 39 519 711 (1000) 59 (1000) 99 (1000) 804 (400) 37 73 (400) 950 (400• 47008 88 (2000) 150 (2000) 284 96 306 22 26 (400) 29 (400) 71 84 413 627 (400) 605 80 83 98 774 (1000) 8X1 49 (1000) 923 48032 90 95 154 60 61 97 235 70 336 93 411 54 78 .400' 639 73 612 763 68 813 953 <400! 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Z.- Kran Ratalh von KuobelSdorff-Breukerrhoff geb. von Cschstruth schreibt dem Verleger über diesen Roman Nachstehendes: Berlin W., 8. 6. 06. Pfalzburgerftraße 58 Euer Wohlgeboren! Mit verbindlichem Dank bestätige ich Ihnen den Empfang deS „Moosbauer", dessen Lektüre mir eine ausrichtige Freude war! Wenn man einem Landsmann gegenüber auch stets geneigt ist, durch eine besonders rosige Brille zu sehen, so bedarf es beim Moosbauer solcher Nachsicht durchaus nicht. Dieses frische, kernige, hessische Geisteskind steht auf festen Füßen und kann dem Sturm der Kritik frohgemut entgegen- sehen. Ob der Dialekt im oanzen deutschen Vaterland gut verstanden wird, ist ja freilich die Frage, — wer ihn aber versteht, wird seine Freude dran haben. Die Personen sind knapp und klar geschildert, unb wenn der Moosbauer ein Erstlingswerk ist, so dürfen wir wohl auf eine wackere Nachfrage rechnen. Schon im Voraus dem jungen Poeten herzlichen Glückwunsch dazu! Hochachtungsoollst gez.: Nataly von Knobelsdorfs-Brenkenhoff au/6 geb. von Cschstruth. Achtung! Achtung! Bringe morgen auf den Brand eine große Menge Blumenkohl Stück 35 Pfg., prima Spargel von 30 Pfg. an, große Gurken 45 Psg., 2 Pfd. Spinat 25 Pfg., 3 Stück Kopfsalat 20 Pfg., Erbsen, gelbe Rüben, Radieschen, Rettich und vieles Andere. 03445 9htr prima Ware. Achtungsvoll Frau HamnieS, Mühlgasse 6. Zieler Tropfen höhlt den Stein Wenn Sie, verehrte F^au, an jedem Waschtage Ihrem h Herrn Gemahl etwas von den hohen Kosten unb i ^den groben Unannehmlichkeiten des alten A und von den Annehmlich- AA leiten und bis 75 % betragenden Erspar- Nissen des neuen „Volldampf"-Wafch° AA verfahrens erzählem dann gewöhnt er sich an den Gedanken, daß AD ^^Sie am nächsten Geburtstage Ajf oder Weihnachten eine echte .WWMUaWUU^ erhalten müssen. Wir liefern diese Maschine kostenlos zur Probe. A. 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Junges, kräftiges Mädchen für den ganzen Tag gesucht. 03430s_______Alicestraße 26, p. Zuverlässiges Laufmädcheu gesucht. Atollkestr. 201. [03485 Sauberes Lausmädchen für einige Stunden vormittags ges. 03439s___________Schulstraße 5. Äiidje ein Mädchen für außerh., nicht unt. 30 I., welch, in Kochen u.Hausarb.erf., Lohn 35^.; desgl. ein Mädchen n. Franks., Lohn 30 03442s Frau Herr, Sonnenstr. 6. Braves, tüchtiges Dienstmädchen gegen guten Lohn per 15. Mai ges. Zu erfragen Frankfurt. Str. 39 2942s_____________im Laden. 1 Mädchen 2921____________Neustadt 8. 14 —15 jährig es Mädchen hir morgens ges. Bergstr. 17. [2981 Migks Mädchen für Küche u. Hausarb. per alsbald bei hohem Lohn gesucht. 2991s Nord-Aulage 11, II. Saubere Lauffrau od.Mädch. gesucht. Schillerstr. 5, II. >03411 Lnnstran nhtr LsnsniVl-icn gesucht. Marktpl. 17, II. >3014 Akuche mehrere tücht. Mädchen, welche in Kochen u. 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Mai Frähtonr natfj SalßöSen Abfahrt punkt 7 Uhr, ab Röhrles Bierhalle. vn/e Der Fahrwart. 9 dft- j •üö $em®* S Hotter d'6' la« Unio-rs^ drucket- Adrelie,^ Ao»eigtt hnAdelssai dein von de Graf Sol! ihre Sitze i sekreiar, Bc wodurch de zum Prall' xmannt. ■ Er wies a der heilunl Diese Ausc der ein ; A!onarcher wesen sei. der Reichl rung, roa1 der Reichl pndere, b sichert, l mit den ( gungen c Danach worauf di - 5 vom Kai der konstit Muromzer Stenogran bei der E werde vor Prärogati Boden o tretung. ,'Nd bet $utna Kommission kratischen P einer Amne volitiid)' seitigun^ der Duma "nterschreik Regierung, vorhanden, Vertretung In di den Wahle Strömung leiste der an den Ka zu richten mit allen einer Nesol möglichst b welche das geteilt. öung 6 te 5 ft Ä? bent lieber -elegr.-Age ^iti* telegrc 9eleßt hatten rourben und *w»ä i>i bi'eben den ""ch dem E zahnen tiaj l,a»n Siebe- '"obei etwa sowi . ?!n Ka Vec’Q"im(unc ?,e Nptai sX’1"» «bg, * ”