Nr. 110 »r1*cietf tLglUtz «fett SomttagS. L«n Gießener Anzeig« werden im Wechsel mit dem Lesfischen Landwirt die «lehener Kamillen, bfittter viermal in der Woche beigelegt. Rvtationödruck u. Verlag der Brühl'schen Univetch-Buch-u.Stein- druckerei. 9t Lange, sredaktto», Expedition und Druckerei: Schnlstraße 7. RedaMon eta® 118 ve«lagu.Exped.^Abl Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Erstes Blatt ISO. Jahrgang FreitLg 11. Mai 1906 JWfW1 ® Ä moncttlich7bPf"iettel- Sichener Anzeiger ** General-Anzeiger w Derantwörtlich für v '*7 den polit nnd allgem. Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen KMZ ____________________ zeigenteil: HanS Beck. Die heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. Kus dem Aeichstag. K Berlin, 10. Mai. Am Berichierst aüertifch hat für die Zeit der Beratung der Erbschaftssteuer der Zentrumsabgeordnete Dr. am Z^hnhoff Platz genommen, em behäbiger, kluger Jurist und bei seinen Parteifreunden sehr angesehener Herr. Ein umfangreicher, fleißig und übersichtlich durchgearbeiteter Kom- misstonSbericht über die Erbschaftssteuerverhandlungen aus seiner Feder liegt dem Hause vor. Er läßt erkennen, welche Schwierigkeiten überwunden werden mußten, ehe das Eirmernehmen über die Erbschaftssteuer erreicht war. Das Zentrum hatte besonders mit Schwierigkeiten zu kämpfen. In seine» eigenen Reihen gab es Meinungsverschiedenheiten. Der links gerichtete, mehr sozialpolitische Flügel ist für weitgehende Nutzbarmachung der Erbschaftssteuer, die Zentrumsagrarier straube» sich dagegen im Interesse des landwirtschaftlichen Besitzes. Als einer der letzteren sprach heute Abg. v. Savigny mit solcher Scharfe — man hörte n. a. das Wort »Vermögens- empehung^ —, daß die Agrarier von der Rechten chr lebhaftes Bedanern durch den Abg. Dittrich (kons.) ausdrucken ließe», daß Herr v. Savigny nicht Mitglied der Kommission gewesen sei. Die Kommission hat zwar zugunsten des ländliche» Grundbesitzes erhebliche Vergünstigungen beschlossen, aber ein beträchtlicher Teil der Konservativen verharrt in der Opposition gegen die Erbschaftssteuer, weil die Höhe der Sätze für die Besteuerung größerer Erbschaften einen »europäischen Rekord^ darstelle, ja ein »nationales Unglück" bedeute. Es braucht kaum hiuzugeftigt zu werden, daß eS in der Hauptsache Vertreter des Grundbesitzes sind, die eine Besteuerung der Erbschaften ablehnen. Mg. Dittrich meinte zwar, der mittiect und kleine Grundbesitz ziehe an demselben Strange, wie der Großgrundbesitz, aber da der Erbgang unter Ehegatten und Kindern, sowie der bei Erbschaften bis 5000 Mk. steuerfrei bleiben soll, besteht hier doch wohl ein Unterschied der Interessen des Groß- und Kleingrundbesitzes. Einen Versuch deS Abg. Am Zehnhoff, die Besteuerung der Ehegatten und Kinder auf dem Wege einer Nachlaßsteuer festzulegen, wieS die Mehrheit des Zentrums in der Kommission zurück. Die im Plenum eingebrachten Anträge nach derartiger Aus- dehnung der Besteuerung haben ebensowenig Aussicht auf Annahme, wie sich aus der Debatte ergab. Selbst der Wortführer der Freis. Volkspartei, Abg. Dr. Wiemcr, verhielt sich ablehnend, weil ec keine Notwendigkeit sicht, Steuern auf Vorrat zu bewilligen. Die Rede des Abg. Westermann (nL) hielt sich getreulich an daS Erbschaftssteuerkompromiß. Dasselbe laßt sich sagen von den Darlegungen deS Abg. Dr. Spahn (Ztr.) Er suchte nebenbei die Besorgnis zu zer- streuen, als werde die Landwirtschaft durch die Erbschaftssteuer unverhältnismäßig belastet. Das Gegenteil sei der Fall. Schatzsekretär Frhr. v. Stengel beschränkte sich auf die Bitte, alle Abänderungsanträge abzulehnen und es getrost bei den Kommissionsbeschlüssen zu belassen. Mit diesen kann die Regierung allerdings zufrieden sein, denn eS schaut für die Reichskasie dabei ein Einnahmepästchen von rund 70 Millionen heraus, während der Ertrag der Erbschaftssteuer nach dem Regierungsentwurf auf nur 48 Millionen veranschlagt war. Die Kommission war allerdings verpflichtet, hier die Steuerschraube schärfer anzuziehen — der Ermäßigungen im einzelnen ungeachtet — weil sie die Besteuerung des Tabaks und der Quittungen ablehnte. Frhr. v. Stengel wollte im übrigen die Erbschaftssteuer als indirekte Steuer'betrachtet wissen, seine Definition wurde aber sogar von einem Redner der Rechten angefochten. Für die Sache selbst ist der Streit belanglos, der Schatzsekretär will aber anscheinend keine Gelegenheit vorübergehen lassen, um vor das Gebiet der direkten Reichssteuern die Schranke zu legen. Die entscheidende Abstimmung über die Erbschasts- steuer war namentlich und ergab die Annahme nut der großen Mehrheit von 210 gegen 40 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen. Von deu einzelnen Steuergesetzen steht in zweiter Lesung nur noch das »Mantelgesetz" aus, das der Finanzreform die gehörige* „Umrahmung" giebt. Deutscher Reichstag. 89. S i tz' u n g vom 10. M ai 1906. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der zweiten Beratung der Erbschaftssteuer. Staatssekretär Frhr. v. Stengel: Im Namen der Verbündeten Negierungen habe ich zu crElärcn, daß sie dem Anträge Albrechts gegenüber sich durchaus ablehnend verhalten. Die Gründe, tveslhalb die Verbündeten Regierungen die ReichZerbschastssteuer für Deszeirdenten und Ehegatten für nicht geeignet hallen, habe ick' sowohl bei der ersten Beratung nrie wiederholt bei den Kommissionsbcralungcn dargelegt. Ich verzichte daraus, diese Gründe letzt zu wiederholen. Ich kann nur bitten, den § 12 in der .Nvlnmissionssassnng anzuneh-men. Abg. Savigny (Ztr.) schließt sick hinsichtlich deS Antrages Albrecht bcu Ausführungen des Staatssekretärs an und bat auch sonst noch seh. wesentliche Bedeuten gegen einzelne Bestimmungen der Vorlage. Die Erbschaftssteuer dürfe nicht zu einer Konfiskation des Vermögens führen. Abg. Wöstmann (nL) stimmt int Bewußtsein der bitteren Notwendigkeit der Sanierung oer Reichs,manzen und der Erbschaftssteuer nach den Beschlüssen dec Kommission zu. Abg. Dietrich (kons. führt ans: Tie Steuer stelle in ihren Höchstsätzen einen enropi'scheu Rekord dar, weder in Frankreich uock> in England habe mau derart. Sähe. Tie hohe Erbschaftssteuer sei für den Grundbesitz empfindlicher, als eine Einkommensteuer. Trotzdem wolle man im Reiche durch diese Steuer wieder den Grundbesitz belasten. Die Besteuerung der Deszendenten und Ehegatten werde von seiner Partei einstimmig verurteilt. Redner wendet sich sodann gegen die gestrigen Ausführungen Bernsteins nnd erklärt, weil die Bewilligung der Steuer angesichts der Finanzlage des Reiches irotroenbig sei, werde seine Partei ihr trotz ihrer sachliche» Bedenken zu- stimmen. Mg. Wiemer (fr. Vp.): Wir treten grundsätzüch für die Erbschaftssteuer ein, weil wir in ihr den ersten Schritt zu den direkten Reichssteuern sehen. Den sozialdemokratisckien Antrag lehnen wir ab, weil ec eine Konfiskation der Vermögen nach den kommunistisch-svzialisttsckren Grundsätzen erstrebt. Wenn die Notwendigkeit einer wetteren Beschaftung von Mitteln bestände, würden wir auch für die Besteuerung der Destzendenteu einstehen. Wg. Lattmann (Wirtsch. 53g.): Seine politischen Freunde stimmen trotz einzelner Bedenken der Vorlage zu. Es sei gleich- giltig, ob die Steuer als eine direkte oder indirekte aufgefaßt wird. Das Reich ist berechtigt, auch direkte Steuern zu erheben, sonst würde ich für diese Steuer nicht stimmen können. Der Antrag Albrecht ist dagegen nnnnnelyntbar. Mg. Spahn (Ztr.) empfiehlt die Annahme der Kommissions- beschlüsse. Die Landwirtschaft werde in Zukunft nicht einmal das zahlen, was sie bisher zahlte. Hätte man die Erbschaftssteuer abgelehnt, hätte man eine neue Steuergnelle suchen müssen. Mg. v. Gerlach (ft. Vg.) wirft der Steuerb>mmission vor, sie habe überall agrarische Bevorzugungen vorgeirommen. Redner befürwortet den von ihm eingebrachten Antrag, den 10000 Mk. übersteigenden Nachlaß mit ein Zehntel bis 2 Pv^ertt, bei mehr als 1000 000 Mark progressiv steigend zu besteuern. Mg. Hilpert (Bau.crrrb.) befürwortet die günstigere Be- hcmdlung deS stftuuobesitzcs gegenüber dem sonstigen KapttaL Mg. Bernstein (Svz.> begründet einen Eventualantrag, im Falle der Mlehnung des sozialdemokratischen Hauptantrages zu 12 die Bevorzugungen des kftchlichen Erbrechtes usw. zu beseitigen. Nachdem norf) Mg. Gotheiu (fr. 53g.) und Wg. Dietrich (kons.) gesprochen haben, erfolgt namentitdie Abstinrmung über § 12, der noch Ablehnung der sozialdemokratischen Anträge in der Kom^m iss ivns'f assung mit 210 gegen 40 Stimmen bei 8 Stimmcnthallungen angenommen wird. Der Antrag Gerlach wird abgelehnt. — .Darauf werden die Paragraphen 1 bis' 11 debattelos angenommen. Nachdem dann der Antrag Bvt'elmann bett, die Besteuerung der Schenkungen unter Lebenden abgelelMt ist, vertagt sich das Haus auf morgen 1 Uhr. Fortsetzung der heutigen Tagesordnung. Aus StaDt uno Luus. Gießen, den 11. Mai. ** Poketeinsa mF ..n durch di« Post. Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Post abzusendende Pakete aus Bestcllmm aus den Wohmmlien abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Sckireiben, eine Karte ober einen Zettel mit den Worten: „Paket abzuholen bei (Name und Wohnung)" unirunfiert in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem Briefträger mttzugeben, und die Sendung wirb bei ber nächsten Pa l.'tbe stell fahrt gegen eine Gebühr von 10 Psg. vom .Hause des Wsenders abgehalt. Tas Verfahren ist einfach und bequem und deshalb besonders solchen Personen zu em- pfetzleu, denen ein Lienstbote nicht zur 53crfügintg steht. ** Die Landsmannschaft „D a r m sta bt i a" begeht am 19. l. M. die feierliche Grundsteinlegung zu ihrem im Bau begriffenen Couleur Hause am „Wetzlarer Weg", bas sie zu ihrem 25. Stiftungsfest im nächsten Jähre zu beziehen geben ft.~ ** Stenographie für Tarnen. Von dem Segen und den Wohltaten, welche die Erlernung und praktische Verwendung der Stenographie in vielen Frauenkreisen schon gestiftet hat, machen sich nur wenige eine richtige Vorstellung. Seit der Verwendung der Stenographie im Berufsleben hat sich für die Frauen und Mädchen, die dazu bestimmt sind, sich einen Lebensunterhalt zu suchen, eine wesentlich bessere Lage für sich und ihre Familie berausgebttdet. Ter kaufmännlsche Beruf, der von begabten Mädchen vielfach gewählt wird, verlangt eine vielseitige und gründliche Ausbildung, verlangt vor allen Dingen die Ausbildung in einem guten Stenögraphiesystem. Das beste Stenographiesystem ist das, welches für die Praxis den höchsten Wert besitzt. In der Praxis und zwar sowohl im Parlament als auch im Geschäft wird aber fern Stenographiesystem auch nur annähernd soviel angewendet wie bas Gabelsbergersche. Es ist deshalb auch das Gabelsbergersche Stenögraphiesystem in Tamenkrersen besonders hoch geschätzt. Nach dem Jahrbuch der Schule Gabelsbergers, herausgegeben vom Königl. Stenographischen Institut zu Dresden, beträgt, die Zahl der Damenvereine nach Gabetsbergers System 150 mit 4821 Mitgliedern, während noch 4369 Samen Männer- vereinen angehören. In Vereins- und Privatkursen wurden 6043 Damen und Mädchen im letzten Jahre unterrichtet, an Lehranstalten 8611, zusammen 14 654. Diese-Zahlen beweisen, welche hohe Wertschätzung die Gabelsbergersche Stenographie in Damen- kreisen bereits besitzt. (Der Beginn des Unterrichts ist in dem heutigen Inseratenteil ersichtlich.) ** Sie Ileischpreise h'ben ein erhebliches Sinken am Kälbermarkt zu verzeichnen. Gestern standen in Frankfurt 917 Kälber, teils aus Hannover, teil§ ans Süddeutfchlanb am Markt. Die Preise gingen bei 1 Qualität 4—6 Psg. bas Pfund Schlachtgewicht und bei 2. Qualität sogar 10 Psg. zurück. Schafe und tzämmel gaben ebenfalls im Preise nach. Ochsen, Bullen und Kühe sanken auch im Preise. — Wie ausl ber Fulb aer Gegend berichtet wirb, haben bie dortigen Metzger beschlossen, infolge Rückganges ber Schweinepreisc ben Preis des Lrchweinc- sleisches um 10 Psg. das Pfund herabzufetzen und stellen eine weitere Öerabsetzung in Aussicht. ** Von ber Arbeiterkolonie Neu-Ulrichstein. In Nr. 99 ber „Ber l in er Morgenpost" vom 29. Aprtt 1908 wirb von Fr. K., Berlin O., in einem „Die Kolonie §)ofsnungstal" überschriebenen Artikel behauptet, die Verwaltung ber Arbeiter-Kolonie Neu-Ulrichstein habe wahrenb feines Aufenthaltes daselbst im Winter, Dezember 1887 oder Januar 1888, bei fußhohem Schnee und bitterer Källe einen Kolonist e n, dem auf ber Kolonie bie Stiefel gestohlen worden waren, barfuß die Füße mtt Lunchen bewickelt, entlassen, obgleich die Bekleidungskammern mtt ^xhuhzeug überfülll waren. Ter damalige Kolvnieleiter ist seit 1892 nicht mehr int Dienste. Van dem jetzigen V^olonieleiter wirb uns mitgeteift, daß nach den Einrichtungen ber Kolonie ein derartiges Vorkommnis als ganz a. usg e schloffen betrachtet werden müsse. ( Eberstabt bei Lieh, 10. Mai. 2er Gemeinberat hat die Gr b a nun g einer Leichenhalle auf bem hiesigen Frieb- hof beschlossen. (t) Rebgesha in, 10. Mcn. In unserem, auf dem äußersten kochen Hochplateau des Vogelsbergs gelegenen Oerl- cheu wirb noch in biesem Jahre eine Wasserleitung gebaut. (c.) Hungen, 9. Mai. Gesterm sand bie Uederreichung des demMauver H. Sam es aus Anlaä seiner 25 jährigen Zugehörig- kett zur Fraiwilligeit Feuerwehr verliehenen Feuerwehr- Ehrenzeichens durch Kreisamtmann Dr. Wörner statt. (e.) Nibba, 10. Mai. Der Stand ber Felbf r u chte uni* ber Wiesen ist durch ben letzten Stegen so prächtig, baß nxir, wenn keine weiteren Wetterschäben ein treten, einer gesegneten En:nte entgegensetzen bürten. Die Aepfelbäume in ihrer Blüten- Pracht bieten einen herrlichen Anblick. Der F-roftsck-abeu war neulich nur hie unb da zu sehen; int allgemeinen ist es gut abgelaufen. (z.) Nidda, 10. Mai. Gestern nachmittag gingen hier unb in ber Umgegend eine Reihe mehr ober nrinber schwerer Gewitter nicbcr. Die elelttischeit Entlabungen waren ziemlich heftig. Der Landwirt £>. Birz von l-ier war während des stärksten Gewttters im Felde mit Ävrtoffetsetzeu beschäftigt. Ein her- nieberzuckenber Mitzstrahl mackste sein 'Pferd seltenen: es ging durch unb rannte mit seinem O-esälntt in einen ho chfließen - ben Wassergraben, ^erbcieilenbc Leiste zogen ben Verunglückten unter seinem Gefährt blutend hervor. An Beinen unb öüfte zeigte er klaffende Wunden. Toch sind sie mifdxincnb nicht lebensgefährlich. Herr Dr. stloch leistete fosort ärztlickien Beistand. X Bad-Salz ha u s en , 10. Mai. Auch hier hat man nun die Saison eröffnet. Es können zu jeder Tageszeit,^ausgenommen die Mittagspause, Bäder genommen werden, offan haben sich auch eine Anzalst von Kurgästen cingcfunbcn, die landschaftlichen Reize unb die Heilkraft unserer Quellen bringen stets mit ben alten Besuchern neue Ijerbci. Hoffentlich ist auch in diesem Jahr ber Besuch ein zufriedenstellender. 0 Laasphe, 10. Mai. Gestern abend zog ein heftiges Gewitter über ben Kreis Wittgenstcm. In Hemschlar brannte das Gehöft des Bäckers Svnnenborn nieder und in Aue-Win gershausen wurde ein 13 jähriger S ch ü - ler vom Blitz^gctrossen und getötet./ () Unter-Schmitten, 10. Mai. Heute wurde einer unserer besten Bürger unter autzerordemtlicher Beteiligung besonders von auswärts, ber Schneidemühlenbesitzer Ritvpel, zu Grabe getragen, langjähriger Beigeordneter uno seit 1 <•> Jahren Dürgermeistereivertvalter, Veteran von 1870/71. M seinem Grabe hob Psr. Hermann seine Treue in allen seinen Stellungen hervor. .Meisrat Boettmann rief bem Entschlafenen als Freund den letzten Gruß nach und hob feine CI>ar aller festigtest hervor. Kränze legten nieber ber Kricgervevein Nidda, der auckz bic Ehrensalven gab, ber Veteranenverezn Nidda unb Umgegeno, ber Turnverein Nidda unb bie Arbeiter des Sägeiverts. Unter der Verwaltung Nuppels erhielt Unter-Schmitten seine W^vse^ lettung, wurde ber Nckübaü eines Schulhauses in die Wege geleitet und von fernem Sägewerk aus versorgte er die Gemeinde mit elektrischem Lickt. Er starb im 58. Jahre an einem inneren Leiden, für bas er Heilung in Gießen suchte, bas aber schon zu weit vorgeschritten war. iF. C.) Ems, 10. Mai. In ber oberen Schiller-Mlee brachen gestern vierMaste der e l c kt r is che n Le i t u n g mtt Getöse ab unb fielen samt ben Le itungsdr ätzten in die anstoßenben Gärten. Ein bort beschäftigter Arbeiter schwebte in höchster Gefahr erschlagen zu gerben. Eine Untersuchung e> ästb, daß die Holzmasten am 'Zooen völlig durchgefaull waren. Sitznng der Stadtveror-ueten. Gießen, 10. Mai. Anwesend: Oberbürgermeister Mecum, Beigeordneter Curfchmann, die Stadtverordneten: Bruck, Dr. Ebel, Eichenauer, EmmeliuS, Euler, Faber, Gabriel, Dr. Haderkorn, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Helm, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Dr. Schäfer, Schaffstaedt, Schmoll, Wallenfels uud Dr. Wimmenaucr. Mittettungev. Vom Turnoerein Gießen tst em Dankschreiben für das durch die Ueberlasfung von Oswalds Garten als Fest- platz für das 60. Stiftungsfest gezeigte Entgegenkommen eingegangen. Im Februar hat eine Revision der Stadtkasse und der Ka^se des Gas- und Wasserwerkes durch die Ober-Rechnungskammer stattgefunden, die zu keinerlei Beanstandungen Veranlassung gab. Der Vorsitzende verliest einen Brief von Beig. Georgi, inhaltlich dessen dieser ein Schreiben von Stadtv. Helfrich erhalten hat, in dem dieser den Beig. Georgi auffordert, die in der Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung vom 6. April (lt. Gießener Anzeiger) geschehene Aeußerungr »ihm scheine es, als wenn bei der Enteignung von Gelände, sobald es sich um die Wertbemessung desselben durch die Lokalkommission handelt, gewisse Nebenrücksichten genommen werden zum Nachteil der Stadt", die eine schwere Beleidigung für ihn (Helfrich) enthalte, bis zum 9. Mai durch eine bestimmte Erklärung zurückzunehmen, soweit sie den Stadtv. Helfrich betreffe. Beig. Georgi schreibt hierzu, er habe keine Veranlassung, eine Erklärung in dem gewünschten Sinne abzugeben; er fei sich nicht bewußt, -daß er in feinen Aeußer- ungen gegen Stadtv. Helfrich zu wett gegangen sei. Er habe lediglich seinem Befremden Ausdruck gegeben, daß Helfrich das Gelände als Mitglied der Lokalkommission viel höher taxiert habe, wie als Ortsgerichtsmann, und wie eigentümlich es sei, daß er landwirtschaftliche Werte, wenn sie die Stadt abzugeben habe, ganz anders beurteile, als wenn die Stadt sie erwerben müsse. Mit Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand will Beig. Georgi den Sitzungen so lange fernbleiben, bis anzunehmen ist, daß bie Sache nicht mehr zur Sprache komme. Stadtv. Helfrich bedauert, daß Beig. Georgi ihm auf seinen Brief nicht geantwortet habe und die von ihm erwartete Erklärung nicht abgeben wolle. Er giebt ferner unter Berufung auf den Sitzungsbericht im G. A., soivie B.'richte in Frankfurter Blättern eine Darstellung der betreffenden Ver- Handlungen und erklärt, sich bei dieser Art der Erledigung nicht beruhigen zu können. ES cntfpinnt sich hierüber eine längere Auseinandersetzung, in der wesentlich neues nicht gesagt und allseitig der Meinung Ausdruck gegeben wird, daß im Interesse der Stadt eine Beendigung des unfruchtbaren Streites dringend zu wünschen sei. N. a. meint Stadtv. Kirch, daß die Angelegenheit für die Stadtverordnetenversammlung erledigt sei und die noch bestehenden persönlichen Differenzen zwischen Stadtv. Helfrich und Beig. Georgi am besten durch einen Mittelsmann zwischen beiden beigelegt würden. In ähnlichem Sinn spricht sich Stadtv. Dr. Schäfer aus, der ein freiwill. Schiedsgericht vorschlägt. Stadtv. Helfrich erklärt noch, er nehme, falls er in seinem Eingesandt im „Gieß. Anz." Oberbürgermeister Mecum beleidigt habe, dies gern zurück. (In der Debatte mar verschiedentlich von der Berichterstattung des v©. 91.'' die Rede. Hierzu haben wir zu erklären, daß der ständige Berichterstatter des „Gieß. Anz." in den beiden fraglichen Sitzungen nicht anwesend war und der vertretungsweise mit der Berichterstattung Beauftragte die Richtigkeit seiner Berichterstattung behauptet. Eine Nachprüfung des wirklichen Tatbestandes ist jetzt, nachdem über fünf Wochen ins Land gegangen sind, nicht mehr möglich, eS steht eben Behauptung gegen Behauptung. Red.) Baugesuche. Ein neues Bauprojekt des Joh. Leichtweiß für die Sonnenstraße, dessen DispensationSgesuch für ein anderes Projekt genehmigt worden war, würde wegen des zu geringen HofraumS und des zu hohen Giebels eine Dispensation notwendig machen. 9luf Antrag der Baudeputation wird beschlossen, das Gesuch nicht zu befürworten. Zwei für den beabsichtigten Neubau deS G. Trinkaus im Seltersweg nachgesuchten Dispense (wegen der Durchfahrt und deS zu geringen verbleibenden Hofraumes) finden keine Befürwortung, dagegen soll die Anbringung von Erkern unter Festsetzung der Tiefe derselben genehmigt werden. Stadtv. Krumm fragt bei der Gelegenheit an, ob e§ nicht möglich sei, das immerwährende Spielen lärmender Musikwerke ein» zuschränken. Der Vorsitzend e erklärt, die Stadt habe keine Handhabe zum Einschreiten und es sei Sache der Nachbarschaft, dieserhalb die nötigen Schritte zu tun. A. Helfenbein will im Wieseckerweg außerhalb deS Bebauungsplans ein Wohnhaus und ein Hintergebäude errichten. Die Versammlung gibt ihre Einwilligung unter der Bedingung, daß die im Bauplan enthaltene Baufluchtlinie genau eingehalten wird. L. Zu tt ersucht für seinen beabsichtigten Neubau in der Lu dwigsstraße um Genehmigung für die Anbringung eines Erkers. Tas Gesuch soll befürwortet werden. I. G. Pfaff beabsichtigt, an einem Neubau in der Liebig st raße einen Balkon anzubringen, der keine 3 Meter von der Nachbargrenze entfernt ist. Da der Nachbar keinen Einwand erhoben hat, gibt die Stadt die erbetene Erlaubnis. Ein Gesuch von Karl Stückrath für die Steinstraße wegen 9lnbringung zweier kleiner Erkervorbauten findet ebenfalls Befürwortung. Ein DiSpensgesuch des D. Schuch ar dt für die Diez- straße, den Hofraum betr., wird abgelehnt. Karl N o w a ck, der an seinem Hause im SelterSweg anzubauen beabsichtigt, hat darum nachgesucht, das Bau- material durch die städtische Anlage über den Schoorgraben an die Baustelle durch eine prov. Nebcrbrückung verbringen zu lassen dürfen. Entsprechend dem 9(ntrage deS Hochbauausschusses wird das Gesuch abgelehnt, dagegen soll dem Gesuchsteller auf 9lntrag deS Stadtv. Kirch gestattet werden, morgens von 5 bis 8 Uhr das Baumaterial auf diesem Weg an die Baustelle durch Tragön verbringen zu lassen. Um 8 Uhr müssen die dazu benutzten Wege usw. stets wieder in guter Ordnung sein. Strastenangclcqcuheiteu, städtische Bauten usw. Die von dem Denkmalpfleger beantragte Wiederherstellung der Holzfassade am Hause Sonnnenstr. 6 würde nach einer ursprünglichen Berechnung 440 Mk. kosten und die Stadt wird vom Großh. Kreisamt gefragt, ob sie die Hälfte dieser Summe bezahlen wolle. Der Hochbauaus- fchuß hat Ablehnung beantragt. Nach einem heute ein» gegangenen Schreiben stellt sich der Betrag nur auf 271.78 Mark und die Stadt soll ein Drittel hiervon tragen. Die Versammlung lehnt dieses Ansinnen ab. Stv. Dr. Ebel hält es im allgemeinen für wünschenswert, wenn sich die Stadt mit kleinen Beträgen an Wiederherstellungen solcher mittelalterlichen Holzarchitekturen beteiligt, da hierdurch charakteristische Straßenbilder geschaffen würden. I. Jttma nn hat in der Plockstraße ein großes ^Firmenschild in der Form einer Laterne angebracht und ersucht um nachträgliche Genehmigung. Stv. K r u m m ist für Ablehnung, da das Straßenbild hierdurch nicht verschönert werde. Stv. Haubach halt die betr. Bestimmung für abänderungsbedürftig, man solle die Lange der Schilder' von der betreff. Straßenbreite abhängig machen. 9luf Vorschlag des Stv. Schaffstädt wird die Beschlußfassung ausgesetzt, damit jeder sich von dem 9kussehen des dortigen Schildes überzeugen kann. Die Ausschreibung der Arbeiten für den Ausbau der G o e t h e st r a ß e, zwischen Stephansiraße und Henselstraße, hat das Ergebnis gehabt, daß bei den Maurerarbeiten der Voranschlag von 438 Ml. und bei den Pflasterarbeiten der Voranschlag von 575 Mk. überschritten würden. Da bei einem nochmaligen Ausschreiben ein anderes Ergebnis nicht zu erwarten ist, erfolgt Genehmigung der Vergebung an die Wenigstnehmenden. Die Maurerarbeiten erhält Grömbach in Krofdorf für 448 Mk. und die Pflasterarbeiten Johs. Hofmann für 749 Mk. die Verbreiterung der Kreis st raße nach Heuchelheim und die dabei erfolgte Herstellung eines erhöhten Fußsteiges beträgt der gesetzliche Kostenantell der Stadt 2923,92 Mk.: für die Verlegung der Kreisstraße Gr e ß e n — Svr o f b o r f 2491,09 Mk. Beide Summen werden beimTIigt. Für die notwendige Vergrößerung der M aschi- nistenwohn nn g bei der .Kläranlage, die in einem bestehenden Gebäude untergebracht ist, werden die geforderten 5050 Mk. bewilligt. Anlage einer Straßenbahn. Der Vorsitzende verliest nachstehende, in der Bürger- oersammlung vom 29. April beschlossene Resolution: Tie vom Dürgerverein und Perkchrsverein einberufene allgemeine Versammlung der Einwohnerswast Gießens ist der An- jiefit, daß die Straßenverlehrsverhältnisse der Stadt nachgerade unhaltbar geworden sind. Der beftelyenbe Omnibusoerkehr, der zudem nur durch erhebliche Opfer feiten# der Stadt aufrecht erhalten werden kann, vermag den bescheidensten Ansprüchen nickt zu genügen. Die Bersmnmlnng richtet daher an den Stadt- vvrstand das dringende Ersuchen, der 7\raqe der Erbauung einer elektrischen Bahn baldigst näherzutre-teri und sich jetzt schon zur Erlangung von Angeboten und Voranschlägen mit den maßgebenden Firmen in Verbindung zu setzen. Es ist dringend erwünscht, die Angelegenheit so gefördert zu sehen, daß mit der bevorstehenden Reupflasterung der Straßen gleichzeitig die Schienenlegung für die elektrische Straßenbahn bestimmt erfolgen kann. Er bemerkt dazu, daß woht jeder in der Stadtverordnetenversammlung dem Inhalt der Resolution im ■ allgemeinen zustimme. Die Finanzkommission habe sich in» zwischen eingehend mit der Sache befaßt. Sie stehe der Frage der Erbauung einer städtischen Straßenbahn sym- pathisch gegenüber, halte aber wegen der noch in der Ausführung begriffenen Kanalisation und der dadurch notwendig gewordenen allgemeinen Herstellung der Straßen eine bestimmte Antragstellung noch nicht angebracht. Jedoch beantrage er, den Oberbürgermeister zu beauftragen, die nötigen Vorarbeiten wegen der Erbauung einer Straßenbahn alsbald in die Wege zu leiten. Die Versammlung stimmt diesem Antrag einstimmig zu. Verschiedenes. Rach einem Schreiben des Kreisamts stellen die am Bau der Nebenbahn Lollar — Londorf beteiligten Gemeinden an die Stabt das Ansinnen, sich an den Geländeerwerbskosten zu beteiligen, da auch die Stadt Gießen an der Bahn interessiert sei und die Züge bis Gießen durchgeführt würden. Die Versammlung hält eine Verpflichtung der Stadt nicht für vorliegend und lehnt eine Bei- tra gsleistun g ab. Der Benutzung städtischen Geländes für die Entwässerung der Viehwagenreinigungsanstalt wird gegen Zahlung einer jährlichen Anerkennungsgebühr von 3 Mk. zugestimmt. Das seither von Fran Leib gepachtete Gelände am Phil o s o p h e n w al b soll ihr wegen ber Ernte noch bis zum Herbst überlassen bleiben. Die Beschaffung eines Sprengwagens und dreier Kehrichtwagen soll freihändig vergeben werden. Die Rechnungen des Gas - und Wasserwerks und des Elektrizitätswerks für 1904 sind von den Stadtv. Heichelheim und Huhn geprüft worden und gaben keinen Anlaß zu Beanstandungen. Der Vorsitzende spricht beiden Herren den Dank ber Stadt für ihre Mühewaltung ans. Ein Gesuch um Genehmigung zum Wirtschaftsbetrieb für Lanbgraf-Philippsplatz 10 von Heinrich Bücher soll befürwortet werden. Es handelt sich dabei um eine bestehende Wirtschaft. Die Ablehnung des Gesuchs für den Wirtschaftsbetrieb im .Hause Liebigstraße 68, die früher von der Versammlung abgelehnt wurde, ist mittlerweile rechtskräftig geworden. Um 6 Uhr beginnt die nichtöffentliche Sitzung. Kreislehrerkonferenz der Lehrer des Kreises Kießen. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) △ Gießen, 11. Mai. Unter dem Vorsitze des Provinzialdirektors Geheimerat Dr. Breidert fand 'gestern (Donnerstag) in der Turn- halle der Stadtknabenschule die Kreis'lehrerkonfc- r en z statt. Außer den Lehrern deS Kreises wohnten ihr bei Meisschulinspektor Schulrat Kleinschmidt, Kreisarzt Medizinalrat Dr. Haberkorn und die Mitglieder der Kreis- schulkommissivn Dekan Strack-Leihgestern und Professor Fromme-Gießen. Geheinrerat Dr. Breidert begrüßte die Erschienenen. Nach der Verlesung des Protokolls der Kre.islehrerkonferenz 1905 durch Lehrer Val. Müller gab Schulrat Kleinschmidt die statistischen Mitteilungen über das Volksschulwesen des Kreises für das Schuljahr 1905/06. Wir entnehmen daraus folgendes: In den 79 Schulen des Kreises werden 12379 Schüler unterrichtet, davon sind 6154 Knaben und 6255 Mädchen, nachdem Bekenntnis sind 12045 evangelisch, 220 katholisch, 111 israelitisch und 3 anderer Konfession. Die Ähülerzahl beträgt auf dem Laude 10 090, in der Stadt Gießen 2290, die Zahl der Schnlklassen stieg nm 4 auf 202, davon in Gießen 45; einklassig sind 36, zweMassig 24, dreiklassig 7, vierklassig 7, mehrklassig 5 Schulen. Im Kreise wirkten 201 Lehrkräfte, 192 Herren und 9 Damen. Aus eine Lehrkraft entfielen auf dem Lande durchschnittlich 65, in der Stadt 47 Schüler. Die Zahl der Schulen, die noch Schulgeld erheben, nimmt ständig ab und beträgt nur noch 9. Die 80 Fortbildungsschulen des .Kreises wurden von 1189 Schülern besucht: von den Schulen sind 70 einklassig, 8 zwciklassig, 2 mehrklassig. Die kaufmännische Fachschule Gießen hat 6 Klassen. — An Personalveränder ungen kamen vor 4 Pensionierungen und 8 Versetzungen, mehrere Lehrer wurden mit Orden dekoriert. Wie die Statistik ein erfreuliches Bild der Entwicklung der Polks- chulen des Kreises bietet, so sind.auch die Fortschritte auf dem Gebiete des Schulbauwesens besonders in den letzten Jahren ganz bedeutend und erfreulich. Dank des Entgegenkommens und der Opferwilligkcit der Gemeinden und dank der hingebenden Arbeit des Baurats Tiehm sind chöne und zweckmäßige Schulhänser entffauben, die wahre Musterbauten sind. Wie hohe Anforderungen an das Baubureau gestellt wurden, möge aus folgenden Zahlen hervor- gehen: 1903 wurden Bauten zu Watzenborn-Steinberg und Londorf vollendet, 1904 zu Dorf-Gill, Langd und Grün- berg, 1905 wurden 10 Gebäude vollendet oder begonnen: Oppenrod, .Hausen, Annerod, Birklar, Weitershain, Oden- Hausen, Wieseck (noch im Bau), Weickartshain und Klein- Linden (Kleinkinderschule) und Beltershain. Für 1906 find bezw. werden in Angriff genommen 10 Bauteil: Daubringen, Grüningen, Mainzlar, Beuern, Rüddingshauscn, Trais- Horloff, Akbach, Holzheim, Lich und Bellersheim. Weiter befinden sich für die nächsten Jahre in Vorbereitung zirka 9 Bauten: Mendorf a. Lahn, Rödgen, Kesselbach, Eberstadt, Burkhardsfelden, Ruttershausen, Stockhausen und Utphe. Die Behörde des Kreises ist eifrig bestrebt, für Schule und Lehrer zweckmäßige Schulsäle unb geräumige Lehrerwohn- ungen zu schaffen. Kreis ar^ Medizinalrat Dr. Haber körn hielt hierauf einen Mer aus lehrreichen Vortrag über „Schul- ärzte und Schulhygiene". Er führte etwa folgendes an:': Die Einführung des Schulzwanges nötigt den Staat, auch _ für die Gesundheit der Schüler Sorge zu tragen. Deutschland steht auf dem Gebiete der Hygiene an der Spitze der zivilisierten Staaten, das zeigt bic Statistik. Viele früher öfters auftretenden Volksseuchen, wie Pocken, Cholera usw. sind dank der sanitären Einrichtungen fast zur Unmöglichkeit geworden. Ter Kampf gegen die Trüier- kulose, die das Volk dezimiert, ist allmählich von Erfolg begleitet, wie sich durch die Statistik nachweisen läßt. Redner geht dann auf das wichtige Kapitel der Schulhygiene: Heizung und Ventilation der Schulsäle ein. In neuerer Zeit ist ein Ventilationsofen in den Schulen ein geführt worden, der von einem Blechmantel umgeben ist; von dem Ofen führt ein Luftschacht ins Freie. Die durch ihn cintretende Freiluft wird zwischen Mantel und Ofen erwärmt und verteilt sich dann im Schulsaal. Für Ventilation sorgt der mit dem Schornstein verbundene Ventilationsschacht. Referent wendet sich dann zu dem aktuellen Thema: „Die Schädigung der Volksgesundheit durch den Alkoholmißbrauch und die Mithilfe der Schule zu dessen Beseitigung". Auf Wunsch der Ministerial- abteilung soll dieses Thema auf Lehrerkonferenzen vor- getragen werden, um durch die Schulen dem Alkohvlmiß- brauch zu steuern. Alle Gerichtsfälle zeigen, daß der größte Teil aller Verbrechen auf den Mißbrauch dieses Giftes zurückzuführen ist. Wohlgeschmack der Getränke und Uw-, kenntnis der Gefahren sind die Gründe zum Mißbrauch. Den Alkoholiker erkennt man schon an seinem Aussehen, Magenerkrankungen, Herzverfettung, Krankheit der Leber und Nieren sind Folgen der Trunksucht. Besonders geschck» bigt wird das Zentralnervensystem, Gehirn und Rückenmark. Der Trinker neigt zu Schlaganfällen, zittert, schwankt, schläft schlecht, er wird roh, streitsüchtig und zeigt eine auffallende Willensschwäche. Delirium und Geisteskrankheit sind das Ende. Da die Trunksucht unser Volk ungemein schädigt, so muß ihr m : allen Mitteln gesteuert werden, auch durch Schule unb Unterricht. (Beifäll.) Ein weiteres wichtiges Gebiet behandelte der folgende Referent, Lehrer H. M ü ll er-Gießen, der über das Thema sprach: „Die Gründung und Erweiterung von Volksbibliotheken". Die Geschichte hat gezeigt, daH das Volk, das die beste Bildung besitzt, das grüßte und wichtigste ist. Die Volksbildung wird gesteigert: durch. Schulen, Bildungsvereine und Volksbibliotheken. Letztere sind ein Bildungsmittel ersten Ranges, sie befriedigen das Lesebedürfnis unseres Volkes und viele Leser reden mit Begeisterung von einem Buche. Gute Bucher wirken wie gute Menschen. Die hessischen Behörden sind seit ben letzten Jahren eifrig bemüht, die Sache der Volksbildungsbewegung zu fördern. Eine gute Iugendbibliothek Tann unter Umständen eine Volksbibliothek ersetzen. Im Lesestoff darf für Stadt und Land kein Unterschied fein. Die Gesellschaft für Verbreitung der Volksbildung stellt Greinen und Gemeinden gegen geringes Entgelt fogenannte Wanderbibliotheken zur Verfügung. 1902 wurden 314 und bisi Ende 1905 2000 Bände geliefert. Die moderne Lesehalle ist nach englischem und amerikanischem Muster bei uns um 1895 entstanden. Als Ort der Bücherausgabe sollte das Gemeindehaus oder der Schulsaäl dienen, am besten werden die Bücher unentgeltlich verliehen. Der Erfolg hängt von Auswahl unb Reichhaltigkeit der Lektüre ab. Die darstellenden Künste, schöne Illustrationen sind dem Landbewohner Museum und Reisen. Vaterländische Bücher, die gewerbliche und landwirtschaftliche Literatur und Reisebeschreibungen dürfen nicht fehlen. Daß im Kreise Gießen das .Volksbibliothekswesen bedeutende Fortschritte gemacht hat, zeigt die Mitteilung des Dekan Strack-Leihgestern. Darnach zählt der Volksleseverein in Leihgestern 83 Mitglieder, im Winter 1904/05 wurden 1691 und 1905/06 1744 Bände ausgeliehen. lieber ben 4. Punkt der Tagesordnung „Begründung eines Kr ei sschu lmusenm s in Gießen" referierten Schulrat Kleinschmidt unb Professor Fromme. Das Museum soll den Lehrern alle Verbesserungen vvrführen, es soll klein' angefangen werden und zwar als Lehrmittelausstellung. Heimatskunde soll in erster Linie berücksichtigt werden, später werden -sich andere Fächer anreihen. Als Ort ist Gießen in Aussicht genommen. Profi Fromme weist auf das Schnlmufeum in Hannover hin, das ebenfalls aus Reinen Anfängen entstanden ist, jetzt aber bereits 600 Qm. Fläche einnimmt. Auf Vorschlag des Schulrats Kleinschmidt wird eine dreigliedrige Kommission gewählt, die die Angelegenheit weiter vvrbereiten soll. Gewählt mürben Rektor Hahn-Gießen, Lehrer V. Müller- Gießen und Lehrer Wagner-Großen-Buseck. Damit war die reichhaltige, wichtige 'Tagesordnung erschöpft, und im Cafe Ebel fand noch ein gemeinsames Mittagessen statt. Mvchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Hotlesdienst. der Stadtkirchc. Sonntag, den 13. Mai, Cantate. Vormittags 9*/? Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Fu der JohauncSkirche. Vormittags 97? Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die LukasgLmeinde, Pfarrer Euler. Ubcnd^ 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konnrmandewaal der Iohanneskirche. Nächsten Sonntag, den 20. Mai, wird die alljährliche Kollekte yu v,c kirchliche Versorgung der evangelischen Glaubensgerrosseo nn Auslände erhoben werden. Katholische Gemeinde. Samstag, d e n 13. M a i: Rachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr Gelegenheit zirr hell. Beicht. ’ Sonntag, den 13. Mai: 4. Sonntag nach Ostern. -oornuttagS von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichte. » 11 tu 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. * um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. um 91/, Uhr: Hochamt mit Predigt. um 2 lltzr- Christenlehre; darauf Andacht. Dienstag mid Freitag abend um 6 7, Uhr ist Mai-Andacht SnmiTlPI*klUe für Kranke. (Geisteskranke ausge- OUinmerKUr I Ur schlossen.) Behaglich eingerichtete kleine Anstalt (bis 30 Patienten). Kühler schattiger Park- Sorgsame “ Behandlnund Verpflegung. Diätkuren. (Dependance für Minderbemittelte.) Prospekte franko. Dr. 51. Sehulzc-Kahleyss. Nervenarzt. Sanatorium Hofheim im Taunus. Bedeutendstes Einrlchtnngsliaus Mittel- -€111111,.UJlll .JlvUH|uUllu Deutschlands. 300Ziiluncreinrichtungen stets lieferf. vorrätig. Man verlange Preisliste und Abbildungen. |b*74 Kursblatt des Gießener Anzeigers ä Bank für handel und Industrie »em 10. Mar 1906. Depositentaffe Sichen. 47. Mccklb. HyP. n. Wbk. Cer. I verl. A 125 Staats-Anleihen Meininger Hyp.-Bk. Ser. 2 Wiesbaden v. 1900 im!, b. 1905 do. do. Preußisch« TonsolS 4 Preu ft 1907 Bayr. E.-B.-Anl nnt b. 1906 E.-B. u. Allg. Anl. . . do. Ungar.-Galizische . flf. i. S. i. S. 4 Vorarlberg . . 3 Lire 500 do. M. 47, Bukarest do. 4059 r i. G. v. 1891 do. do. Kopenhag. v. 19^1 nnk. 1011 2043 r 1899 . . 37,, Neavel staatl. gar gar. Bdkr. Hyv. (Köln) S. 1 unk. b. 1904 1908 Ser. 2 . 79.50 101.40 Kr. bis incl. Ser. 52 do. M. do. 5 Bulgar. Tab. Anl. v. 1902 i. G. 79 50 Lire l G. 66.20 8. fl. Standesherrliche Anleihen M. Provinzial- nnd Communal- 100. Obligationen. !- fl- öfl.G. Nheinprovinz AuSg. 20 n. 21 unl. b. 1902 do. 99. 4 Fürst!. 57. M. 101.70 3 Bank-Aktien 98 70 . M. 1000/3000 7.04 6.15 37 do. do. Rente Lose Bank . do. do. 159.75 Badische Bank . . M. >47, Ruff. n Tlr. 50 81.40 144.30 M. v. 1896 stenerfr. do. 57, Schwedische v 1880 abgest. . . M. 600 BereinSbank . 1890 DiSkonto-Gesellschast Dresdner Bank . Fr. v. 1900 unk. b. 1911 v. 1900 unk. b. 1905 . i. B. n. 1884 abgest. 27, 37, do. 99.50 Anrechtscheine 37, 47 98.40 Lstr. Unverzinsliche Lose Ungarische Golb-Rente 2025 r 225.50 M. 59.90 99. unk. b. 1910 93.50 4 Heidelberg . P-s. abgest. do. änft. E.-B. i. G. v. 1890 . Lstr. 87.90 91.80 v. 1897 . Lstr. v. 1896 v. 1898 39. Fr- Lstr. Industrie-Aktien. 8 . Pfandbriefe 100.50 unk. b. 1906 Eisenbahn-Priori tüten. 269.90 Eschweiler Bergw. Inländische. unk. b. 1903 98. IIIL unk. b. 1905 103.10 do. S. 27,37,39 u. 42 unk. 190 903 nnk. b. 1913 (lilgb. 3 47, Offenbach Rhein-Naff.l 318.— S. 401-470 unk. b. 1913 v. 1898 unk. b. 1904 400 37, Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1 —190 nnk. b. 1905 v. 1901 unk. d. 1906 Fr.. 67.30 v. 1883 abgest. Hamburger v. 1902 unk. b. 1912 . Hamburger St.»Anl. amrt. 1900 n. 1909 do. do. do. do. 81.30 72.90 100.20 99.80 do. do. do. do. do. v. 1889 I. Rg. v. 1889 n. Ng 500 200 do. do. do. 101.25 99.05 101.70 99 20 4 4 4 37, 37, do. do. do. do. b. 1901 b. 1902 b. 1908 1000 500 1000 do. do. do. do. do. do. do. 87, 87, 57. 57, do. do. do. do. do. do. do. do. do. bn. do. do. amort. Rente amort. Rente 100.10 100.— 3 3 4 Erlangen 4 Freiburg 4 37, 37, 37, 37, 4 4 37- do. do. do. do. do. G. G. ®. G. S. 400 400 400 Reichsbank Frankfurter do. do. do. t. V. t. G. 102.70 99.15 4 37, 4 4 4 4 4 4 Masten Bergbau. Mülheimer Bergw. Norbb.Wollkämm. Nordstern Kable . 100 100 100 100 100 146.80 146.60 500 500 öfl.G St. 3-ft- Kr. ö- ff- M. 100.80 100.75 100.60 100.— 100.20 101.20 98.10 95.— 95.— 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 37, 37, nnk. unk. unk. amort. ab 1907 . amort. ab 1910 . 1902 . . 1908 . . 1906 . . ö.fl M. ö. fl. 74.80 101.50 101.60 101.80 79.40 79.40 79.40 79.— M. 1000 M. 1000 132.30 150.75 127.— 4 37: 4 M. 1000 Tlr. 100 nnk. b. unk. b. unk. b. nnk. b. nnk. b. do. do. do. 37, 37, M. ö. fl. 37, 4 37, 4 4 4 4 4 3S-, 37. 37, 37, 37, n. 17 unk. 1910 unk. b. 1905 Fa^on Mannstädt Gelsenkirch. Brgw. Harpener „ Haspcr Eisenw. . Hemmoor Zement 4 37, 37, 105.70 102.35 97.75 Oest.-Nng. Bank . . Oest.-Länberbank . . Oest.-Kredit-Anstalt. . Pfälzische Bank . . . Preuß. Bodenkreditbank 37, 37, 37, 37, 37, 37, 4 37, 37, Fr. Fr. 4 37, do. do. Oest. Süd do. 68.90 69.60 13.75 91.60 102.20 91 80 91.90 91.80 91.50 81.85 Schweiz. Central v. 1880 . MoSkau-Kasan unk. 1915 Russische Südost 97 steuerfr. v. 1881 v. 1888 v. 1898 v. 1903 Ser. I v. 1881 conv. v. 1898 conv. v. 1895 . . v. 1898 . v. 1900 . . v. 1903 . . v. 1896 . . M. Kr. 103.— 94.25 87.30 100.25 143.70 151.30 151.80 90.— 225.50 Tlr Tlr ö.fl Tlr Tlr Sächsische Rente Württrmbg. v. 1875—80 abgest. i. G. v. 1903 i. G. v. 1891 v. 1894 . v. 1898 . innere v. 1888 ändere Gold-Anl. v. 1888 . 37, 3’7 37, D. Atlant Telegraf Franken-Allee, garant. v. Frankfurt Franks. Hof r. 105 Neue Boden r. 102 do. v. 1887,91,93,99 do. v. 1886,97,1902 Pes. Lstr. M. 103.70 103.36 87.90 Stockholm v. 1880 . . Wien Kommunal i. G. ö. st. 200 ö. fl. 200 ö. fl. 200 . M. 600 s. fl, 350 Meininger Präm. Pfandbr. Ocsterr. v. 1860 . . . Oldenburger Russische v. 1864 . . . Russische v. 1866 . . . do. do. Ser. 5 Ser. 6 Ser. 7 106.20 96.60 do. Ser. 14 Ser. 16 Ser. 18 Ser. 20 rons. v. 1890 stenerfr. conv. nnif. v. 1903 Bagdad-Bahn 155.90 203.80 133.- 92.40 292 — 172.40 do. ...... Anleihe v. 1901 unk. 1909 do. von 1892 u. 94 do. v. 1902 unk. b. 1910 do. v. 1896 99.15 85.70 87.- 99.40 99.60 99.75 89.10 Ser. 15 unk. b. 1906 Ser. 19 Kommunal Ser. 1 unk. 1910 .-Bcr. 98.80 100.40 98.30 98.80 v. 1901 nnk. b. 1906 abgest v. 1887 .... v. 1891 abgest. . . v. 1896 .... v. 1898 .... v. 1902 Ser. II nnk. b V. 1901 unk. b. 1907 . v. 1887/89 . v. 1896 unk. b. 1901 . v. 1903 unk. b. 1914 . 37, do. 37, do. n. 1894 . . v. 1891 Lit. H 3 12.95 8 4 4 6 7- do. do. St-Rente St-Aul. v. Anl. abgest. do. . . do. . . 37, 4 4 4 4 4 37, 37, 37, 37, 4 n 5 3 Fr. M. Oberschles.E.-Jnd. 132.25 Phönix Bergw. . j 219.60 Dresdner Bankverein . Eiscnbahn-Renten-Bk. . Mitteld. Bdkr. (Greiz) An. B.M.1000 Mitteldschc. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. f. Dtschl. S.I-VM. 300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 Nürnberg. Bereinsbk. M. 300/1200 abgest 1905 u. b. Berl. nmtfdib. 1907 47s -47, 14 4 4 4 4 37, 37, 37, 37. a. M. Lit. N 11. Q abgest. „ R abgest. (Straßenbahn) v. 1899 v. 1901 Abt. I. . . v. 1888 convert. v. 1897 v. 1902 v. 1905 47, Eisenwerke Lollar r. 102 . . 47, Elektr. Werk Homburg r. 103 . . M. Fr- Aktien ausländischer Transport- Anstalten. . . ft- 7 - - ft-7 . Tlr. 20 . Tlr. 10 - - Fr. 15 . Lire 150 . Lire 45 . Lire 10 . . s-fl.7 . Fr. 10 . ö. ft.100 . ö.fl. 100 . . s-fl-7 . ö. fl. 10 . Fr. 400 . Fr. 400 . ö. fl. 100 . Lire 30 4 4 4 4 4 4 37« 37, 37, 37, 4 4 4 4 4 v. 1901 v. 1888 v. 1895 v. 1898 1905 47.60 115.— 487.— 402.20 88.— 98.40 86.- 86.— 102.80 98.80 86.60 101.70 103.10 98.90 53.10 54.40 v. '1886 u. 88 . . . v. 1894 v. 1905 unk. b. 1915 Psenbnrg-Büdingen . . 9)fmb. n. Bild -Birstein v. 1887 do. »Wächtersbach v. 1884 Ser. 6 Ser. 7 unt. b. 1906 . Ser. 8 unk. b. 1911 . a. Deutsche. Deutsche Reichs-Anleihe . 4 4 37, 37, 37, 37, 37, 37, 4 37, 37, do. t. P. . . v. 1898 nnk b. Invest-Anl. . . M. Lstr. M. 82.50 78.— 75.70 75.20 100.20 94.30 8850 96.60 96.— 87.— 79.50 Oest. Silber-Rente..... do. Papier-Rente do. Gold-Rente ..... do. einheitt. Rente (conv.) . . do. Staats-Rente Oest. E.-B. St. Sch.-Versch. (conv Elisab. Obl.) i. ®. stenerfr. . v. 1890 v. 1893 v. 1896 v. 1897 v. 1903 v. 1905 135 — 68.50 143.40 160.30 do. cons. innere . . Kr. 1400 5. fl. 200 ö. fl. 260 M.1200 Tlr. 200 149.90 196.— 165.90 312.50 4 4 4 4 37io 4 37, 3 116.30 104.30 99.80 101.— 100.- 104 80 >57. Oest. E.-D. St. Sch.-Versch. lconv Franz-Iosef) i. Silb. steuerfr. 3 Oesterr. Lokalb. fverstaatl.) . . StaatSanl. v. 1905 Consolid.-Anl. n. 1880 . . „ Gold-Anl. v. 1889 ... . „ Cons. E. B. Ser. I u. IT 89 „ Gold-Anl. Em. NI v. 1890 . ,, StaatS-Renle v. 1894 . alt. Kr.Rbl. Sard. See. stfr. gar. I u. II . . Sicilianischc steuerfr. i. G. v. 1889 11. 34 nnk. b. 1907 11. 41 unk. b. 1910 nnk. b. 1913 . . nnk. b. 1908 . . do. S. 31 do. S. 40 do. S. 43 do. S- 4G do. S. 47 do. S. 44 12 5 6 87, 47„ Grs. Henckel Hg.v.Donn. r.ö.l05v.84 4 ’ Fürst!. Solms-BraunfelS v. 1880 . 37, do. do. v. 1886 . 37, Gräfl. Solms-Laubach abgest. . . . . 2000r unk. b. 1913 . . lOOOr unk. b. unk. b. nnk. b. 37,Gothaer Präm. Pfandbr. I 37, do. do. 3 Hamburger v. 1866 . . 3 holländische Komm. v. 1871 3'/,Köln-Mindener .... 27„ Jtal.stl.gar.E.B.Ser. A-E.i.ßS. 4 Ital. Mittelnirer steuerfr. i. G. 27,<> LivorneS. Lit. C. D. n. B/2 v. 1886 . v. 1895 . v. 1886 . Ser. 30«33 37, Kaffe! abgest 31/. Kissingen n. 1886, 1888 11. 1903 4 ' Köln v. 1900 ...... 5 7 9 87. 8 7 3 47, do. 98 nnk. 1909 stfr. gar. do. 1901 nncv.b. 1915 stf.g. 238.30 113.60 131.— 186.7« 0 12.95 9 47, 47, 7 67, 8 do. do. Franz-Jofl Kaschau-Odrb. 101. 82. 215.— 102.10 157.50 122.- 143.50 199.20 160.45 187.20 207.80 3 3 4 37, 3 5 '.5 5 47, "47, 4 37, do. 37, do. 37, do. 37, d°. 12 5 6 9 87, 6 67, 9 77, 47, 67, 7 57, 10 57, 6 87. 47, 57, 67. 1903 unk. a. b. 1908 1879 1900 unk. b. 1906 1891/92 (abgest . 102.30 103.— 98.10 88.- 17m Griech. E.-B. v. 1890 steuerfr. 17« do. Monopol-Anl. v. 1887 . 4 Italienische Rente 27,„ do. do. do. LaudeSknltnr-Rente do E.-B.-Anl. . . 100.15 88.25 100.15 88.35 102.10 98.90 v. 1901 v. 1894 v. 1905 v. 1902 unk. b. 1907 v. 1903 unk. b. 1908 v. 1897 1898 1902 uni b. 1908 1905 137, Schweiz. Eidg. (A.-G.) nnk. b. 191 4 Serb. amort. . 1895 (405) . . @«.301-310 Ufitb. 1908 . 95 70 Ser. 311-330 mik.b.1913 j — 27,oSüdital. (Merid.) ©r.A-H. 4 ToScanische Central . . 5 Westsicilian v. 1879 37, Gotthardbahn .... 37, Iura-Bern-Lnzern gar. 37, Iura-Simvlon v. 1894 4 5 5 4 4 101.30 102.— 102.50 102.60 100.— 103 20 103.— 100.70 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. unk. b. nnk. b. do. do. Lissabon Moskau 3 4 4 3 5 5 Gießen do. do. do. do. do. h 4 4 4 37, 37, 37, 37, 4 47, 4 37, 3 4 4 1909 1911 1913 1905 1907 100.70 100.70 100.70 102.- 102.70 96.50 96.50 96.60 97.— 100.25 94.25 100.— 95.50 100.80 100.80 101.60 102.— 102.60 99.10 100.— 94.80 94.90 96.75 100.50 100.70 95.80 95.80 97.50 101.— 101.— 101.40 101.90 102.40 95.30 96.50 101.50 97.90 101.— 101.10 98.50 217.90 228.80 219.70 241.- 149.30 do. Frk., Hyp.-Bk. 27,Stuhlweißenb.-Raab-Graz do. ex. A. Sch. . ö.fl. 150 yerliver 8örse. [ BliesenbachBergw. 76.60 Bochumer Guß .1 254.60 do. do. alt. K. Rb . . ö.fl 4 '5 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 4 102?/, 101.— 97.80 98.50 9850 98.70 98.70 98.70 167.— 123.20 122.— 143.80 27» do. 2*/*» do. 100 100 50 80 100 100 500 40 100 100 150 11380 119.70 207 30 158.— 96 80 123.85 129.50 117.50 215.60 120.— 4 do. 37,9übtder v. 1863 . 27,Lütticher v. 1853 . " Madrider abgest. . do. Ser. 3 abgest do. Ser. 2 n. 3 unk. b. 1905 4 37, 3 Argent. do. do. do. do. do. do. do. Hessische do. do. do. do. do. do. do. E.-R. St. Sch.-Bersch. (abgest. Elisab.-A.) i. stenerfr. Pp. . . „ Portng. unifit v. 1902 Ser. I . . „ do. unifiz. v. 1902 Ser. HI . . , do. Spezifiz Rumän. amort. Rente 1881/88,92,93 M. Braunschweig. Landes-E.-B. II E I E abgest. do. do. StaatS-Rente . . . do. v. 1897 steuerfr (Eisern Thor) Goldstfr. 3ö5. 275. do. v. 1902 stenerfr Gold-Anl. n. 1894 steuerfr. Rhein. Stahlwerke 210.75 Riebcck Montan . I 216.40 Schalter Gruben * 580.— Schles. Berg- 433 80 Wegeliu L Hübner, 142.75 Westeregeln Alkali | 248.50 do. do. do. do. 112.50 143.20 242.50 161 — 162.- 139 — 272.— 132.90 225.— 100 — 124.80 457.75 147.90 258.— 373.90 3 3 3 3 4 4 II. Außereuropäische. t. inn. G.-Anl. v. 1887 . 136.20 194.- 195.50 399 — 434.50 337.80 223.50 186.60 164 60 132.- 131.— 4 Stuttgart v. 1895 unk. b. 1905 37- do. v. 1904 untilgb. b. 191 4 ‘ Trier v. 1901 unk. b. 1906 . 37, do. v. 1899 ...... 37, Ulm v. 1905 100.- 100.— 100.50 101.30 102.30 101.30 I 102.60 I 100.— 97.- 97.— 1 97.60 99.10 | 99.50 | 100.60 , 101.90 102.50 ' 94.60 n 3 r'* 4 3 4 3*,; Ungar. Kreditbank . Unionbank (Wien) . Wiener Bankverein. Württbg. Bankanstalt do. Vercinsbank 14 4 !4 i4 :4 4 >37, 3 98.70 98 8 ) 99.90 99.90 1887 stf. gar. . . . . i. S. 200/1000 v. 1889 i. S. . . v. 1889 i. G. . . v. 1891 i. G do. do. do. Hyp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 Rhein. Hvp.-Bank M. 600/1200 Schasshaus. Bankvcr. . M. 1000 Südd. Rodcukredit-Bank . M. 600 Frk. Hyp.-Krcd S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 v. v. v. v. v. v. v. 37, Fürst!. Solms-Lich . . . . 31/, Gräfl. Solms-Rödelheim . . Wittgenstein-Hohenstein Berl. Hyp.-Dk. (vr. Pommr.) abgest. 80°/, abgest. 80°/: do. do. do. do. do. bo. do do. do. do. do. Badische do. bo. do. do. do. 37' Karlsruhe 3"' do. 3 do. Mannheim do. do. do. do. do. do. do. bc. do. do. do. do. do. do. do. do. Worin! do. do do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 37, Nassauische LandeSb. Lit. F. G. II. K. 11. L. 37, do. do. „ M. N. P. . . 37, Casseler Lanbes-Creditanst. unk. . . . Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103 5 Dtsch. Luxemb. r. 100 47, do. r. 102 47, Eisenb. Rentcnbank ...... £1 47, 6 87< 4 7 5 67» 9 77. 8 ’f 77, 7 7 37, do. Würzburg v. 1899 unk. b. 1910 v. 1903 unk. b. 1910 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. dv. do. do. do. do. do. bo. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 4 $ 3 3 3*/, 37, 37, 3 Ser. 10........ Hypotheken-Akt.-Bk. \ QUf ^7, abg. do. I Hyp.B. Zf.4°>,gar.v.d.G.b.l904 do. do 37- Offenburg Pforzheim v. 1890 unk. b. 1904 4 Span. cmSl. Rente v. 1882 abgest s8'/, Türk.-Egypt. Tribut .... priv. v. 1890 stenerfr. 20/10m Franks. Hppothek.-Bank do. Hyp.-Kred -B. M. 600/1200 Ansbach-Gnnzenh...... AugSburger Braunschweig Finnländischc Freiburger ....... Genua Mailänder Mailänder Meininger ....... Neuchateler....... Oestr. v. 1864 Oestr. Kredit v. 1858 . . . . Papenb. Gräfl....... Rudolfs-Stiftung Türkische........ bo. .... Ultimo. . Ungar. Staats...... Benetianer Bayr. Bank (Münch.) abg. M. 1000 bo. Hyv.- n. Wechselbk. f. fl. 500 Berliner Hanbelsg. . M. 500/1000 bo. Hyv.-Bk. Lit. A M. 1000 bo. bo. Lit. B M. 1000 BreSl. DiSkontobank Mk. 600/1200 Commerz. 11. Diskonto-Bank . . Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. handel n. Industrie) Deutsche Bk. S.I-VII M. 600/1200 Effekt.- n. Wechselb. Tlr. 100 Vorl. Letal« Dlv. Dir. bo. Südwcst stfr. gar. 408/2040 Ryäsan-KoSlow steuerfr. gar. . . do. UralSk steuerfr. gar. 404/2020 bo. bo. 97 steuerfr. gar. Warfifl.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 Wlablkawk. 95 stfr. gar. 408/2040 Anatolische i. G 2040 r bo. i. G. iS. II Ergnz.) 2040 Portg. E. B. v. 86 Balra Balxa . . 47, b». 47, bo. frankfurter yörse I Aschass.Masch.Pap 9kcue Boben A. G. Brauerei Binbing „ Henninger . „ do. Pr Akt. „ Kempff . . „ Mainzer Akt. „ Rettcnmcyer „ SternsOberr.) „ Wergcr . . Zements. Karlstadt Chem.Bad. Anilin „ Bleiu.Silb.Br. „ Griesh. Elektr. „ Albert . . . Dt. Atl. Telegraph Elektr. Böse Borz. „ Allgem. Berlin „ Lahmeyer . . „ Schuckert . . „ Siem. L Halske „ Untern. Zürich Farbwerke Höchst. KnnstfeideFft.a.M. Masch. Kleyer. . „ Gritzner . . „ Fab.LSchlcich. Hamb.-Am.-Pcktft. ■JZorbb. Lloyd . . । Stcaua Rom.Pctr. i I 99.75 94.— i 100.80 102.— 100.90 ' 103.— 96.50 96.50 97.— 99- Saloniqne-Constant. Ionction . . bo. Monastir . . 2020/4040 Nürnberg v. 1899-1901 . . . bo. v. 1902 unk. b. 1913 bo. bo. t37, do. v. [3 bo. 37, Kreuznach v. 1888 u. 1898 . . 37, Lahr v. 1889 ...... 37, do. v. 1902 37, Limburg abgest 37, Ludwigshafen v. 1896 . . . 37 bo. v. 1903 unk. b. 19 4 Mainz v. 1900 nnk. b. 1910 . 37, bo. abgest. 1878 u. 83 . . bo. Fulda v. 1901 Verzinsliche Badische Prämien . . . . Bayerische Prämien . . . Donau-Regulierunq . . . abgest. 1878 u. 83 . . abgest. Lit. J v. 1884 . 37, do. do. r. 10! Hambg. Hyp.-Bk. S. 141 -340 unk. b. 1905 S. 341-400 unk. b.1910 u /, bo. 37, do. 37, Frankfurt 3‘^ Hibernia Bergw. —.— HörderBorz.Bgw. 210.— Hösch. Eisenw. . 249.90 Humbold Masch. . 134.25 Laurahütte. . .1 250.— Egyptische unifizierte bo. privll. . . bo. garantierte 4 Pfälzische 37, do............ 3 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 607» 37, Südd. Eisenbahn-Ges. Darmstadt . . . 37, bo. bo. bo. v. 1904 37' Metz v. 1903 nnk. b. 1912 . . . . 4 ' München v. 1900/01 unk. b. 1910/11 37, do. v. 1903 untilgb. b. 1908 . 3'/, Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 37, Neustadt a. d. H. v. 1889 . . 37 bo. v. 1903 unk. b. 4 ’ 4 37, <, /, vu. v. 1901 Abt. II. u. m. 37, Alzey v. 1899 unk. b. 1912 . . . 37, Bremer St.-Anl. v. 1888, 92, 99 do. bo. v. 1896 unk. 1912 47, Javaner Ser. H v. 1905 do. v. 1905 Mexik. amort. innere Ser. I—IV . Pes. bo. cons. äußere v. 1899 steuerfr. Lstr. 17, Chile Gold-Anl. v. 1889 . . 6 Chinesische StaatS«Anl. '0. 1895 f> '47, (L.omb.) stf. i. G. »0. „ 1. G. bo. „ i. G. bo. E. v. 71 L G. bo. S. 28, 30, 32 11. 33 bo. S. 29 nnk. b. 1906 bo. S. 45 (tilgb.) . Landw. Kreditbank Lit. D-J do. Lit. N-P .... Buderus Eisen ., 131.— Concordia Bergb. 338.— Dt. Luxemb. Bgw. 1 239.50 Elektr.Lichtn.Kraft' 140.— t M. 600/1200 . M. 600/1200; M. 1000 4 37. do. w 22 n. 23 . . . . 3'/, do. „ 10, 12-16, 24-26,29 37; Hess. Provinz Oberhcsscn 37, bo. bo. Starkenburg 37, Aschaffenburg v. 1888 4 Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . . . 4 Babenhausen (Hessen) 37- Baden-Baden v. 1898 unk. b. 1903 . . 3*4 Bamberg v. 1888 37, Berlin v. 1886/92 4 Bingen v. 1901 unk. b. 1906 . . . . 3 bo. v. 1895 37, do. v. 1898 37, Darmst. abg. v. 79 Lit. II 11. 81 Lit. A u.V Ausländische. Elisad^.g steu.rfr. i. G. . . 2000 K. Fcrd. Nrdb. 1887 stf. i. S. . - 37, Zürich v. 1889 .... 6 Stadt BuenoS-AireS v. 1892 47, do. bo. v. 1888 Ocst.-Ung.StaaSb. I 145.80 Ocst.Sübb.lLomb), 24.35 Oest. Norbwest A 110.50 bo. B . 1115.- Raab-Odenb. . . | —.— b. ArtSländische. L Europäische. 47, Bosnien u. Hercegov. v. 1902 unk. 1913 . . b.fl . . Tlr . . Tlr . . Fr . . Fr . . Tlr . . ö.fl . . Tlr alt. K. Rb Sübb. Boben Kr. S. 53 u. 54 nnk. b. 1906 Prag-Dux v. 1896 w i Raab-Oed.-Ebenf. „ x do. do. tt. 91 „ i do. do. ü. 97 „ i Rudolf ... „ i do. (Salzkgtb.) stf. i. G 4 bo. Staatl. ober provinzial-qarant. Heff.LanbcS-Hyv.Bk. Ser.I—V unk 1909 bo. bo. Kommunal Ser In.II nnk. 1909 Gottharbbahn . . i 198.25 3tat. Mittelmecr — — Anatol. Eisenb. .' 128.20 Prince Henri ' —.— Prag-Dux St. Akt.! — 5 Oest.-Unq. StSb. 1873/74 i.G. M.! 110.50 5 bo. Brünn-RS. 72 stf. i. G. 106 Tlr. 106.50 4 bo. Staatsb. v. 83 „ i. G. M. 100.70 3 bo. I—VIII Em. „ i. G. 500 Fr. 87.50 3 bo. IX Em. „ i. G. 500 85.20 3 bo. v. 1885 „ i. G. 500 84.90 3 bo. lErqänzgS.-N.) „ i. G. 500 — —.— 3 bo. v. 1895 stf. i. G. 1000,2000 M. 81.90 Pfdbr. Bk. S 18 unk. b. 1908 . do. S. 19 nnk. b. 1909 . do. S. 22 nnk. !'. 1912 . do. S 25 unk. b. 1914 . do. S. 27 unk. b. 1915 . bo. S. 23 nnk. h. 1912. do. S. 26 nnk. b. 1914 . do. S. 17 nnk. b. 1905 . bo. S. 18 nnk. b. 1908 . bo. S. 24 nnk. b. 1912 . Hyv. Mann heim u nk. b. 1902 . do. do. u nk. b. 1907 . do. do. Ser. 89-82 unk. b. 1904 . do. Kommunal 87.20 4 Rhein. Rbl. ■ — . - — 4 do. Lire 101 50 37, do. M. 100 80 37, do. ff —.— 37, do. ö.fl. —.— 4 Westd. Kr. __ 4 do. M. 100.40 4 dv. Fr. 100.— 4 bo. Pes. 102.60 4 bo. Lstr. 37, do. 37, bo unter den bisherigen Preisen. 2787 Neustadt 1 Grosser Ausverkauf in Herren- und Knabem*Kleidern Um bis spätestens 1. JuH d. J. geräumt zu haben, verkaufe zu jeden einigermassen annehmbaren Angeboten zum Teil 30—35 % Es lohnt sich für Jedermann bei etwaig« Bedarf auf Vorrat zu kaufen, Der Verkauf beginnt Samstag, den 5. 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