Dienstag 10. April 1908 Erstes Blatt Ire Yerttrge Mmmer umfaßt 10 Seiten. die tuchen L 56. Jahrgang de, allerbeste nehk Berdni Lindenplaü lt •amm —Marktplatz 18 ützen igen! BaLm rottn. cma TWweine billig bei dchtzlitz. Einführung des Zwei-Pfennig billigste Wn gen klasse zu; doch soll sie nicht ^4. Klasse", sondern „Klasse 3 be heißen. In beiden Staaten wird eine entsprechende Vorlage an die Parlamente gelangen. Auf den Reichseisenbabnen in Etsaß-Lothringen wird die 4. Klasse wie auf den preußischen Staatsbahnen eingeführt. Unterdessen beginnen die eigentlichen, sehr umfangreichen Arbeiten der Eiscnbahn-Tirektionen, die in der Hauptsache in der Berechnung der Tarife für alle Stationen und Klassen bestehen. Sobald diese vollendet ist, soll mit der Druck- lcgting der neuen Fahrkarten begonnen werden. Wie groß diese Arbeit ist, geht daraus hervor, daß eine einzelne Eisenbahn-Direktion festgestellt hat, daß sie allein im Moment der Einführung der neuen Tarife über zwanzig Millionen neue Billette braucht. Von großer Wichtigkeit werden dann die Vorbereitungen zum Wechsel des jetzigen mit dein neuen Tarif sein, der in ganz Deutschland in ein und derselben Mitternachtsstunde durchgeführt werden soll. Der Laie ist kaum im stände, zu beurteilen, welche Vorarbeiten dazu gehören, damit das Schalterpersonal ebenso wie die Brllettschaffncr ini richtigen Moment keinen Fehler begehen. Die Einführung des neuen Tarifs ist daher vor dem 1. April 1907 nicht zu erwarten. VezragSpretSr monatltd)75'l?L,oierteL« jährlich Mk. 3.20; durch Abhole- u. Zweigstellen ntonnthd) 65 Pt.; durch diePos! Mk.2.— utertel- führ!. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die Tagesnuniiner bis vormittags 10 Uhr. Zeilenprcls: lokal 12'Of., aliswärtS 20 Big. Verantwortlich für den volit. und allqem. Teil: P. Wi ttko- (üt „Stadt und Land^ und „(Äerichtssaal^-. Ernst peß; für den Anzeigenteil: DanS Beck. schlage des preußischen Eisenbahn-Ministeriums im Prinzip angenommen wurden. Sic bestehen in der Hauptsache in einer Herabsetzung der Fahrpreise bei gleichzeitigem Fortfall der Retourbillette und einem Zuschlag für die eigentlichen Schnellzüge, zu denen in erster Linie die O-Züge gehören. Die Sonntagskartcn und Nundreise- billette bleiben bestehen. Von den süddeutschen Staatseisen- bahncn stimmten die bayerischen und badischen Vertreter der GietzenerAnzeiger ° General-Anzeiger v *s' Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Deutsches Neech. Berlin, 9. April. Heule unternahmen der Kaiser und die Kaiserin einen Spaziergang int Tiergarten; der Kaiser sprach beim Staatssekretär des Auswärtigen Amtes v. Tschirschky vor und hörte späten die Borträge des Ministers des Königs. HauscS v. Wedel und des Chefs des Zivilkabinetts Wirrt. Geh. Rat Dr. v. Lucanus. — Nach Beendigung der Marokko-Konferenz sind dem Untcrstaatssekretär des Ausw. Amts, Wirkt. Geh. Rat Dr. ü. Mühlberg der Note Adlerorden 1. Klasse mit Eichenlaub, dem Vortragenden tüat im AuSw. Ai.it, Wirkst Geh. Rat v. Hol« stein, die Brillanten zum Sloten Äldlcrorden 1. Sl!L, dem Mit- gliede des Neichsbankdireklioriunts, Geh. Oberfinanzrat v. Gla- scnapp, und den Geh. Legationsräten und Borte. Räten im Ausw. Amt, Dr. Hamman, K l e h m e t und Kriege die kgl. Krone zum Roten Adlerorden 2. Kl. mit (Sidjcnlaub verliehen morden. — Der „Staatsanz." veröffentlicht eine königl. Verordnung, nach welcher für die Herstellung des Schiffahrtskanals vom Rhein zur Weser zwei besondere Baubehörden unter der Bezeichnung „Königliche Ka n a l b a u d i r e kt ion" errichtet werden, von denen die eine dem Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, die andere dem Oberpräsidentcn der Provinz Hannover untergeordnet loird. Für die Herstellung deS Großschifsahrtswcges Berlin-Stettin wird eine dem Negierungspräsidcnten von Potsdam untergeordnete besondere Baubehörde unter der Bezeichnung „Königl. Hauptbauamt" errichtet. — Für die Reichstags-Ersatzwahl in Altena- Ise r loh n haben die Vertrauensmänner der freisinnigen Volkspartei einstimmig den Qberlandesgerichtsrat Ottomar Müller aus Stöbt als Kandidaten aufgestellt. Karlsruhe, 9. Llprist Dem Badischen Bauernverein sind im verflossenen Vierteljahr 2168 neue Mitglieder b c igelretcn. Nr. 85 Erfcheint täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden un Wechsel mit dem hessischen Landwirt oie tzießener Samiliem blätter Diermal In der Woche betqelegl. Rolationßdruck u. Verlag der Brüh l'schen Univers.-Buch-u.Stein- bruderet. 91 Lange. Redaktion, Erveditton und Druckerei: Echulftraße 7. Redaktion 112 Verlag u.6^peb.e^51 Adresse für Devcschen: Anzeiger Gießen. 18 verbesserte lest8 Nieste auf m Gebiete der Webmaschinen. f nau( dem Rüchen. le verwendbar. Kstor Nacbf. 5n, Marktstr. 10. Aus PutLkamerun. Tie „Nordd. Mlg. Ztg." schreibt: In der Angelegenheit Puttkamer wußte die „Brcmnschw. Landesztg." vor einiger Zeit zu berichten, daß der damalige Kommandant der „Hyäne", Kapitünleutnant Becker, nachdem er es unterlassen hatte, der angeblichen Cousine des Gouverneurs v. Puttkamer einen Besuch zu machen, dieser auf die Bemerkung des Gouverneurs gelegentlich des Tiners, er wolle die Dame nächstens zu seiner Gattin machen, einen E n t s chu l d i g u n g s b e s u ch gemacht habe und die Schisfskapelle an Land habe spielen lassen. Wir stellen dagegen fest, daß diese Angaben vollkommen unwahr sind. Weder hat Becker einen Entschuldigungsbesuch gemacht, noch hat er die Schiffskapelle aus diesem Anlaß an Land spielen lassen. Dagegen hat der Gouverneur sich veranlaßt gesehen, sich bei dem genannten Offizier dafür zu entschuldigen, daß er die Offiziere des Kanonen" bootes mit jener Tame zu einem offiziellen Diner eingeladen hatte. Ter Gouverneur hat gleichzeitig das Versprechen gegeben, die Tame mit dem nächsten Dampfer heimzusenden und bis dahin dafür zu sorgen, daß sie den Offizieren der Stationsschiffe nicht mehr sichtbar würde. ihenn ifdje und 6W1, fe nur lMaspge »J* in seit vlÄJcbö Hartes, bei Einrei- el, na®enthc.b \>t\M Massage, Stä«.* Hili« 5 ie L»--2 Auch die Wiederherstellung des ehemals burgsriedbergischen Amtshauses (altes Schulhaus) zu Kaichcn wurde auf die nächste Sitzung verschoben. Ter dritte Gegenstand der Tagesordnung betraf das Gesuch der Marie Rohrbach Ehefrau zu Lollar um Erlaubnis zum Betrieb einer Schantwirtschaft. Tie Gesuchstellerin beabsichtigt, am Ausgang nach Staufenberg eine Schankwirtschasl zu errichten. Ter Gemeinderat befürwortete das Gesuch, während der Krcisausschuß mangels Nachweises eines Bedürfnisses die erforderliche Genehmigung versagte. Gegen diese Entscheidung verfolgte der Anwalt der Gesuchj- stellerin Berufung an den Provinzialausschuß. Nach Vernehmung einer Anzahl Zeugen überzeugte sich dieser von dem Vorhandensein eines Bedürfnisses und gab dem Rekurs statt. Betreffs der F a s e l h a l t u n g in der Gemeinde Q u e cö- born hatte der Kreisausschuß des Kreises Gießen den Antrag dieser Gemeinde, neben den Bullen der Vogelsberger Rasse auch solche der Simmentaler halten zu dürfen, abschlägig beschieden, weil er die letztere Rasse für die Verhältnisse in Queckborn als nicht geeignet betrachtete. Ter Gemeinderat legte gegen diese Entsck-eidung Rekurs bei dem Provinzialausschuß ein. Tiejer.vermochte in seiner heutigen Verhandlung dem Kreisausschuß nicht beizupflichten und entschied, daß in der Gemeinde Queckborn neben Faseltieren der Vogelsberger auch solche der Simmentaler- Rasse gehalten werden dürfen. Aus s.ast uno rrano. Gießen, den 10. April. ** Personalien. S. K. S>. der Groß Herzog haben den Ministerialsekretc^ bei dem Ministerium der Finanzen, Regierungsrat Christian v. Grolman zu Darmstadt zum Obersteuerinspeklor des Hauptsteueramts Gießen, den Buchhalter bei der Staatsschuldenkasse Gg. Kasilick zum Buchhalter bei der Hauptstaatskasse, den Hauptsteueramtsassistenten bei dem Hauptsteueramt Mainz Gg. Veit zu Mainz zum Bezirkskasseassistenten bei der Bezirkskasse Mainz I und den Finanzaspiranten Moritz Seitz aus Ulrichstein zum BezirkZ- kasseassistenten der Bezirkskasse Mainz II ernannt. •* Erledigt ist. die Stelle eines Ministerial- sekretärs bei Grosih. Ministerium der Finanzen. — Kriminalschutzmann Pfeffer wurde in der 'geheimen Sitzung oervoladlverordneten am letzten Donnerstag unter entsprechender Gehaltsaiifbesserung zum Kriminal- wachtmeister befördert. ** Starke Zuzüge fremdländischer Arbeiter fanden in den letzten Tagen statt; die Leute fanden am Kanalbau Beschäftigung. Ein ganzer Trupp Italiener wurde gestern abend auf Grosih. Polizeiamt durch Kreisassistenzarzt Dr. Bötticher geimpft. △ Großen-Linden, 9. April. Unsere tauf ent)» jährige Kirche soll im Laufe des Sommers von Grund auf renoviert werden. Die Kosten belaufen sich nachdem Voranschlag auf 27 000 Mk., der Staat hat hierzu 7000 Mk., der frühere Besitzer des Braunsteinbergwerks bei Gießen, Herr Fernie, 1000 Mk. bewilligt. Umfassungsmauern, Türme und Hauptportal der Kirche sind noch im ursprünglichen Stil erhalten. DaS Gotteshaus soll wieder im ersten Baustil reno- . viert werden. An Ostern findet noch die Konfirmation der Jugend statt, dann beginnen sofort die inneren Abdruchs- arbeil?n der Emporen, Bühnen :c. Die Wiedereinweihung soll im Herbst erfolgen. (.) Kinzenbach, 9. April. Ter Gesangverein „Fortuna" blickt nunmehr auf ein 30jähriges Bestehen zurück. Ter Erinnerungstag soll am 1. Juli durch eine größere Festlichkeit gefeiert werden. An alle benach^ barten Gesangvereine sind hierzu Einladungen abgesandt worden. (—) Wetzlar, 9. 'Zlipril. Die Stadtverordnetenver-, sanrmlung tvählte in ihrer Sitzung am 6. d. M. an Stelle des in den Ruhestand getretenen Stadtkämmerer^ Werr den Sparkassenrendanten Klieber zum Stadtkämmerer. Dillenburg, 6. April. Die Ausführung des Bahnprojektes Oberscheld-Wallau, für dessen Realisierung seit Jahren ein damit betrautes Komitee, Lanütagsabg. Hofmann, sowie der Abg. des benachbarten Hinterlandkreises, o. Heim bürg, eifrig tätig war, ist nunmehr gesichert. Durch die diesjährige Kleinbahnvorlage wird der neuesten 'Nummer der „Berliner Korrespondenz" zufolge die Staatsregierung ermächtigt, u. a. zu verwenden zum Bau einer Eisenbahn von Oberscheld nach Wallau (Biedenkopf) die Summe von 3 333 000 Mk. Der eingesetzte Betrag hat den Ausbau über die „schwarzen Steine", also eine Weiterführung im eigentlichen Scheldetal über den NlkolauSstollen hinaus unter Verwendung des Zahnradbetriebes auf einer Strecke zur Unterlag. s. Wenings, 8. April. Gestern weilten zur Besich. tigung des Bauplatzes der hier zu erbauenden Gendarmenwohnung Ministerialrat Best und Geh. Oberbaurat Klingelhöffer sowie ein Vertreter des Kreisamts Büdmgen hier. r. Düdelsheim, 9. April. Seit ca. 10 Tagen wird der 67jährige Gänsehirt C. Heil vermißt. Zuletzt wurde er bei einer Holzversleigerung gesehen. Man vermutet, daß er in dem angeschwollenen' Seemenbach den Tod gefunden hat. Mainz, 7. April. In der heutigen Sitzung des Proornziallandtages widmete der Vorsitzende Geheimrat v. Gagern vor Eintritt in die Tagesordnung den ver- Politische Sagesseharr. Die repräsentative Inanspruchnahme be8 erkrankten Reichskanzlers wird in den halbamtlichen „Verl. Pol. Nachr." zum Gegenstand der Erörterung gemacht. Man geht wohl nicht fehl, wenn man den dort geäußerten Wunsch nack) Ent - la stun g des Fürsten Bülow von allen nicht unmittelbar mit dem Reichs- und Staatsdienst zusammenhängenden gesellschaftlichen Verpflichtungen auf die Anregung einer dem Kanzler nahestehenden Persönlichkeiten zurückführt. Es handelt sich hier um eine Reform, von der zu wünschen ist, daß sie nicht nur das Haupt, sondern auch die Glieder betreffe. Tenn es geht — so schreibt man uns aus Berlin — wie ein Aufatmen durch die gesamte in der Zentralvertvallung tätige döhere Beamtenscl)aft, daß die „Saison" mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit ihr Ende erreicht. Sind schon die Anforderungen sehr bedeutend, die der Dienst cm die Nervenkraft stellt, so treibt infolge der sich häufenden cjo sellschaftlichen Verpflichtungen die körperliche und geistige Abspannung der höhere:! Beamten einem bedenklichen Grade zu. Die Politik kannte in den letzten Jahren keine Sommerruhe, bei einigen besonders in Anspruch genommenen Ressorts mußten die Räte chreu Erholungsurlaub sehr einschränken. Einige verzichteten überhaupt darauf. Der ständig wachsende Umfang der Staats geschärte machte andererseits die Berufung werterer Beamten in die Zentralverwaltung erforderlich. Jeder ist Träger gesellschaftlicher Berpslich»- tun gen, die gleich einem engmaschigen Netz die Beamtenschaft umspannen. Festliche Veranstaltungen und Einladungen zu solchen folgen sich in kürzesten Zwischenräumen. Ter Reichs- ranzler ist am meisten in Anspruch genommen. Er hat Verpflichtungen gegenüber dem Kaiseryofe, den Minister- Tollegen, dem Parlament nebst der Presse und den diplo- vratischen Vertretern des In- und Auslandes. Die Gesellig- keit des Fürsten Bülow kennt jeder, der bei ihm zu Gaste gewesen ist. Staatssekretäre und Minister stehen nicht zurück, uirb stets gehört zu den Eingeladenen eine Reihe höherer Beamten, die auch chrerseits wieder „Abende" ver- anstallen, deren Zahl ein ungeschriebenes Gesellschafts- gesetz je nach dem Rang des Verpflichteten abstuft. So recht sich eine Feststrapaze an die andere auf Kosten der körperlichen und geistigen Frische, so werden hervorragende b2Drbeit-3tr.öfte v?r der Zeit verbraucht. Ermahnung verdient auch die finanzielle Seite der Sache. Das Gehalt des Reichskanzlers ist bekanntlich vor einigen Jahren auf hunderttausend Mark erhöht worden, weil ihm billigcrtveise nicht zugemutet werden konnte, die Kosten der Repräsentation aus seinen Privatmitteln zu bestreiten. Repräsentalionszulagen haben auch die Staatssekretäre und Minister erhalten, doch es sind Zweifel am Platze, ob selbst diese erhöhten Gelder immer ausreichend sind für den bestimmten Zweck. Tie anderen höheren Beamten müssen die durch Erfüllung gesellschaftlicher VerpflickMngen entstehenden Kosten ans ihren! Gehalt bestreiten, aus dem sie mitunter noch zum Miet- geld zuzulegen gezwungen sind, weil der etatsinäßige Wohnungsgeldzuschuß den teuren Mietspreis nicht immer deckt. Es wäre also heilsam für alle Beteiligten und in jedem Betracht, wenn mit der gesellschaftlichen Entlastung des Reichskanzlers entsprechende Einschränkungen für die nach.- geordneten Beamten stillfchweigend Geltung erlangten. Für die Mb eit im öffentlichen Interesse sind gesunde Nerven ein Hauptersordernis. Verdrängung des Deutschtums im Auölaude. Aus Darmstadt schreibt uns ein Ingenieur: Es ist eine alte Sache, daß unsere Aller wo l tsf r eun d- schaft^'politit der ückernationalen Machtstellung Deutschlands nicht nur nichts genügt, sondern sogar empfindlich geschadet hat Aber auch sonst kann man in neuerer Zeit vielfach beobachten,' wie man das beutydje Element bei fremdländischen Unternehmungen in auffätlcger Wcrie zu verdrängen Sucht So liest man jei>i am schnxrrzen Brett der technischen Hochschule einen Anschlag, worin dce zur Zeit in Bangkok besclMigten deutschen Ingenieure ihre MoUegen ui der Heimat davor warnen, bei dem „Railwat) Departenient" (Bangkok) Stellungen anzunehmeii, da die Generaldirektlon die G e h ü l t e r f ü r deutsche Ingenieure dermaßen herabgebrückt hat, daß eine halbwegs anständige Existenz dabei unmöglich geworden ist 20)er nicht nur in Bangkok, auch m Siam, ja selbst bei der von deutschen Technikern erbauten Bagdad- Dabn überwiegen mehr und me?-r fremdländische Ingenieure Man braucht übrigens nicht einmal so weit ist die Ferne zu sc^reifen, sondern lieb einfach bte Tatsache vor Augen zu halten, daß bei der Er da u u n g des v a u ptb abn- do» es in Dresden Ingenieure tichechrscher Nationalität in überwiegender Mehrzahl beteiligt waren. Diese Verdrängung der deutschen .Ingenieure ist eme sehr beklagenswerte Erscheinung, und wir munen sie au» dieselben Ursachen zurüäführen, n>ie so mancyes andere betrübende Vortomm- nis, nämlich auf unser allzu großes Entgegenkommen dem Auslande gegenüber, vaben wir bod) unsere hochentwickelte deutsche Technik stets für alle Welt zum Studium preisgegebeii, so daß es kaum noch ein Geheunms ui unseren industriellen und wirtschaftlichen Betrieben gibt, das uno die Aus- Mider nicht abgeguckt Hütten. Damit haben wir, aber die fremdländische Konkurrenz sozusageil am eigenen Busen groggezogen, anstatt ivic die Engläiider so viel gesunden Egoismus zu zeigen, daß wir unser Können für uns behielten; märe das geschehen, dann brauchten unsere Ingenieure heute wahrlich nicht zurückzustehm hinter den anberen Nationen! Zur PerfoneutarifiReform der deutschen Eisenbahnen mürbe und gestern drahtlich gemeldet, daß bei dcr in Berlin abgchaltenen Konstieuz de: Vertreter sämtlicher beutschen Eisenbahn-Direktionen bie Vor- isfrau! itagt nmantrbnnfW cketei ’ *" ««d leset iS Co. Bahnhofstrasse 44. Heer und Flotte. — In Genehmigung bes Abiipiedsgesuches mit der ge-- setzlicheii Pension zur Disposition gestellt: v. Hugo, General der Jnscuiterie und Generalinspekteur des Militär- erziehungs-- und Bidlungswesens, 0. Perbandt (früher Trv.-Komm. in Darnistadt), General der Infanterie und Generalinfpekteur der Fußartillcrie-Jnspertioi!, Schulz, Kommandeur der 4. Division, v. Wedel, Kommandeur der 9. Division, v. Mitzlaf f, Ches des Militärreitinstituts, Pabst von Ohain, Kommandant von Spandau. Sitzung des Proviuzial-Ausschusses. Gießen, 7. April. Tie Verhandlung über die Enteignung von Gelände gum Ausbau der Johannesstraße zu Gießen von Gärtner Georg wurde auf Antrag der Parteien vertagt, da das- Gelände rnztoifchen den Beicher gewechsell hat. zuhalten. Wenn jetzt überweise Politiker auftreten und-' sagen: Mit der Verweigerung einer neuen Anleihe treiben wir Rußland nur in die Arme der Weltmächte, dann sagen wir kühl und nüchtern: „Den Teufel auch! Wenn wir um Rußlands Freundschaft nur buhlen sollen, um uitsf finanziell selbst damit zu schädigen, dann pfeifen wir auf die „Freundschaft" mit einem „Freunde", der weder jemals! unser aufrichtiger Freund gewesen ist, noch uns in seiner phänomenalen Geldklemme und mit seinen verfaulten inneren Zuständen jemals erschrecken kann, wenn er unser Freund erklärtermaßen nicht sein will. Haben wir durch die drei Milliarden, die wir ihm bisher haben zufließen lassen, seine Freundschaft noch nid-t erkaufen können, so wird es auch nichts nützen, wenn wir ihn noch weiter mit unseren Ersparnissen päppeln. Darum mögen dem geldhungrigen Zarismus die Franzosen, unsertwegen auch die Engländer, neue Milliarden an den Hals werfen. Unfern Segen haben sie." Wer aber russische Papiere hat und nicht gerade in die russischen Typen verliebt ist, der möge über kurz oder lang sehen, daß er sie in guter Manier los wird. Daß sie durch esu massenhaftes Angebot nickt einen heftigen Kurssturz herbciführen, liegt im Interesse der Inhaber dieser Papiere selbst. Aber da cs nun einmal noch bessere Papiere in Europa und besonders' in Deutschland gibt, fo. braucht sich niemand zu betrachten als untrennbar verbunden mit den Papieren, deren zukünftiger Wert ihm mindestens schleierhaft ist. Ein Universitätslehrer der Theologie, der die Persönlichkeit Gottes leugnet. Jena, 9. April. Wie die „Prot. Monatsh/ mitteilen, hat der hiesige Privatdozent der Theologie, Fr. Reinhard Lipsius, in seinem Puche „Kritik der theologischen Erkenntnis" den persönlichen Gott, die Vorsehung und die Unsterblichkeit der Seele geleugnet. Mehrere Mitglieder der theologischen Fakultät, voran der Dogmatiker Professor Wendt, erteilten Lipsius deshalb den Rat, zur Philosophie überzugehen; er stehe nicht mehr auf dem Boden des historischen Ehristcnlums, und io hege man schwere Bedenken gegen seine fernere Wirksamkeit im Nahmen eines Organismus, der bestimmt sei, die fünftigen Diener der christlichen Kirche auszubildcn. Privatdozent LivsiuS. der in Jena neben Professor Wendt das dogmatische Fach vertritt, ist aber nicht diesem Nate gefolgt uiid auS der theologischen Fakultät ausgeschieden. Er ist indes beurlaubt worden. Die Wiede r- a n k ü n d i g u n g von Vorlesirngen für das konimende Sommer- semester hat er sich ausdrücklich Vorbehalten. Uebrigens ist er inzwischen auch vom Dekan des abgelausenen Wiiitersemesters auigesordert worden, seine Lehrtätigkeit wieder auszunehmen, falls er der Meinung sei, in der protestantischen Theologie noch eine Aufgabe zu haben. Bitteren Tones fügt Tr. Lipsius dem hinzu: „Das bleibt freilich unzweifelhaft, daß ein Mann von meinen wissenschaftlichen Ucberzeugungen heute an keiner theologischen Fakultät des Reiches, auch an einer liberalen wie Jena nicht, irgendwelche Aussicht auf Bc - f ö r d e r u n g hat!" ttnrverkZtäts-Ncsehriehten. — Eine T o k t o r s a b r i k. Beim Etat der Universitäten besprach in der bayerischen Abgeordnetenkammer der Abg. Dr. Flcmisch u. a. folgende Anzeige, die von Zeit zu Zeit in der Presse erscheint: „Zur rite Erwerbung der Doktorwürde an euro- päischen Hochschulen (Dr.-jur„ rer., pol., theol., med., phil., in".) erteile ich seit 45 Jahren sachgemäße spezielle Information und Rat. Referenzen in allen Staaten nnd Ständen. Nur Brieie, keine Postkarten, unter Dr. R„ Breslau, hauptpostlagernd, Rückporto." Abg. Flemisch war in der Lage, über diese Doktorsabrik interessante Mitteilungen zu machen. Danach hatte sich der Gewährsmann des Redners an die Adresse dieser Anzeige gewendet, eine fertige Pro- motionsschrist eingeschickt und sich weiteren Aufschluß erbeten. Seine Arbeit wurde ihin indes nicht mehr zurückgestellt, ivohl aber erhielt er einen Brief iolgendeii Jn.halts: „Aus Philosophie oder Geschichte oder Systeniatik der Philosophie kann ich Ihnen diskret jederzeit fertige, gute Abhandlungen von bewährteii Fachleuten besorgen Die Arbeit ist an und für sich fix und fertig. Honorar 450 Mk. mit 200 Mk. Anzahlung bei der Bestellung. Sollten Sie also eine Arbeit bestellen, so bitte ich, unter diesen Brief „Einverstanden" und Ihre Unterschrift zu setzen, sowie 200 Mk. beizufügen. In zwei Monaten ist daS Elaborat fertig. Bei Fertigstellung ist der Rest mit 250 Mk. einzusenden." Außerdem teilte der „Direktor" mit, daß bis jetzt über 2000 Kandidaten fern Institut benützt hätten. Kultusminister v. Wehner erklärte, ihm fehle jeder Anhaltspunkt dafür, daß an einer bayerischen Hochschule eine Dissertation von einer solchen Fabrik eingereicht oder angeiiommen worden wäre; er werde aber mit der größten Strenge einschreiten, wenn ihiii ein solcher Fall bekaiint würde. Wie der „Bayer. Kurier" !hört, hat sich die Polizei bereits mit der Sache befaßt. Es handelt sich um einen gewissen Elaste in Breslau, der sich „Direktor a. D." nennen läßt, dessen „Fabrik" aber nun wohl ihrcii Betrieb wird eiiistellen müssen. Bordeaux, 9. April. Hier wurde heute der Kongreß der Anatvrnen in Gegenwart einer großen Anzahl von französischen und ausländischen medizinischseu Gelehrten eröffnet. Von deutschen Gelehrten sind zugegen die Berliner Professoren ^a^i)v eher, Benda und v. Rardeteben-Jena. V (J j £ ftorbenen Mitgliedern Oberbürgermeister Dr. Gaßner und Geh. Kommerzienrat Stephan Karl Michel, einen tief empfundenen Nachruf. Der Voranschlag der Pro- .vinzialkasse Nheinhessen für 1906 sieht an Einnahmen und Ausgaben Mk. 471 785 vor. Bei der Feststellung des Fonds für Findelkinder nick verlassene Kinder der Provinz, der zu einem Kapitalbestand von rund Mk. 1150000 angewachsen ist, und dessen jährliche ordentliche Einnahmen aus Kapitalszinsen, sowie Feld- und Polizeistrafen etwa Mk. 80 000 betragen, dagegen die Ausgaben für Findelund verlassene Kinder jährlich nur etwa Mk. 10 000, wurde beschlossen, eine Erweiterung der Zwecksbestimmung 'deS Fonds vorzunehnten. Es empfehle sich, die Mittel zur Gründung einer neuen, den bisher unbefriedigten Bedürfnissen der unbemittelten Bevölkerung dienenden WohltätigkeitS- anstalt zu verwenden und hierbei in erster Linie an die Bekämpfung der vermöge ihrer Ausbreitung als Volkskrankheit zu betrachtenden Tuberkulose zu denken. Nachdem der Provinziallandtag bereits in seiner Sitzung vom 29. April 1899 die Errichtung einer Heilanstalt für Lungenkranke ins Auge gefaßt hat und die seither gehegte Erwartung, daß der Heilstättenverein für das Großherzogtum Hessen auch in der Provinz Rheinhesien eine solche Anstalt ins Leben rufen werde, in absehbarer Zeit keine Aussicht auf Verwirklichung habe, beschließt der Prooinzialtag, es sollen die durch Artikel 88 Ziffer 7 der Kreis- und Provinzialordnung gebotenen gesetzgeberischen Maßnahmen beantragt werden, damit die Zweckbestimmung des rheinhessischen Fonds für Findel- tinb verlassene Kinder, unbeschadet seiner stiftungsmäßigen Aufgabe, dahin erweitert wird, daß die Einkünfte des Fonds außer für Findel- und verlassene Kinder auch für andere hilfsbedürftige Kinder, sowie zur Gründung und Unterhaltung einer Anstalt Verwendung finden können, welche die Aufnahme und Pflege Lungenkranker bezweckt. Für die Errichtung dieser Anstalt soll auch der Kapitalbestand des Fonds bis zu einer halben Million angegriffen werden können. (Frkf. Ztq.) Vermischter. * Un glucks meld un gen aus Afrika und Australien. Die zur Mascarenen gruppe (Ostafrika) gehörende Insel Rodrigucz ist von einem Zyklon nnd schweren Seen heimgesucht worden. Ter Schoner „Zeta", der Proviant und Nahrungsmittel für das Gouvernement .an Bord führte, ist untergegangen. Ter Gouverneur von Mauritius entsandte Hilfsmannschaften. — In San Franzisko sind Nachrichten aus der französ. Stadt Pape et auf Tahiti (Australien) eingetroffen, nach welchen dort der Schoner „Tautura" Schiffbruch erlitt, und daß, wie man vermutet, die ganze Besä tz u n g u m g e k o m m e n ist. Dasselbe Schicksal befürchtet man bezüglich der aus 25 bis 30 Mann bestehenden Besatzung Des Petroleumschoners „Eimer". Der hier angekommene .Dainpfer „Mariposa" brachte die Ueberlebenden des engl. Schiffes „County os Roxburgh" mit, das bei der austval. Insel Fak'arava während des letzten Sturmes gescheitert ist. Hierbei sind 10 Menschen ums Leben gekommen. Außerdem ist noch der Schoner „Tahitieme" verloren gegangen und dessen Kapitän ertrunken. * Klein e Tagcschrvnik. Kem Pt en wurde der Ehemalige Divisivnspfarrer "von Rastatt, Freiherr 'Rink von Bälden st ein verhaftet, dein einige Sittlichkeits- Delikte zur Last gelegt werden. Der Verhaftete, welcher einer chochangesehenen badischen Welsfamilie entstammt, wurde dem .Kemptener Untersuchungsgefängnis zucwführt. — In Ludwigshafen (Rhein) kam es zwischen einer Rotte Hlowdies und Schutzmann Ernhardt zu einem Streit, in dessen Verlauf der Schutzmann durch Messerstiche in Brust und Arm schwer verhetzt wurde. Ein Unbeteiligter namens Sauerhöfer und ein 10 jähriger Knabe sind durch Revolverschüsse verletzt worden. Im Ganzen wurden 7 Verwundete ins Krankenhaus gebracht. — Randolph Milburn, ein Musiklehrer aus Washington im Staate Ohio, wurde kürzlich wegen Tragens' von Frauenkleidern auf her Straße verhaftet und vor Gericht gestellt. Dieses mußte ihn aber freisprechen, weil sich ergab, daß die Gesetze von Ohio kein diesbezügliches Verbot kennen. ArbeSLerbewegrrng. Berlin, 9. April. Der Ausstand der M a l e r g e hil f e n, der jetzt eine. Wock>e dauert, wird wahrscheinlich vor dem Einigungsamt des Berliner Gewerbegerichts sein Emde finden. Beide Parteien sind dafür, die Differenz zu begleichen. Magdeburg, 9. April. Sämtliche organisierten Maler- ge hilf en, rund 500, sind heute, da eine Tarifeinigung nicht erzielt tvurde, ausgesperrt worden. Hamburg, 9. April. Auch bis heilte war infolge des Ausstandes her Seeleute noch- keine Stockung des Ausgangsverkehrs der Seeschiffe eingetreten. Der Schiffsverkehr in der lebten Woche zeigt keine Abweichungen von den zu normalen Zeiten. Von See kamen 184 Dampfer und 5 Segelschiffe, seewärts gingen 150 Dampfer und 19 Segelschiffe. Im Hamburger Hafen befanden sich heute mittag 162 Dampfer und 47 Segelschiffe. Außerdem lagen im Altonaer Hafen 11 und im Harburger 13 Schiffe, für die aber der Msstand der Seeleute nickt in Betracht kommt. Bochum, 9. April. Die gestrige Kvnserenz der Vertrauensmänner der Bergarbeiter beschloß einstimmig die Ablehnung jeder derzeitigen Streikbewegung im Ruhrgebiet. Philadelphia, 9. April. Zuverlässigen Nachrichten zufolge sollen die Anthrazitkoblenbergwerksbefitzer die 'Absicht haben, heilte den Vorschlag der Arbeiter auf schiedsgerichtliche Verhand- lungen zurückzuweisen. Handel und Verkehr', VoZkswrrlschafL. "Konkurse in Hess eil. lieber den Nachlaß des am 19. Januar 1906 verstorbenen Landwirts Heinri ch E n b e r § I. voll Münzen berg lourbe am 19. März nachm. 3 Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Nechtsanwalt Kißner in Butzbach wurde zum Konkursverwalter ernamrt. Konkursiorderungen sind bis 10. April 1906 bei dem Amtsgericht Butzbach anzumelden. — Heber den Nachlaß der Eheleute Philipp W e i m a n n II. und Eleonora geb. Heller in Rheindürkheim wurde am 23. März vorm. 9 Uhr daS Konkursverfahren eröffnet. Notarsgehilfe Jean Nipp in Osthosen ivurbe zum Konkursverwalter ernannt. Konknrsforde- rlingen sind bis zunr 11. April 1906 bei dem Amtsgericht Osthofen anzumelden. — lieber den Nachlaß des in Alzen verlebten F r i e d r i eh O ch s, Bienenzüchter, früher in Dorndürkheim, zuletzt in & a n - K ö n g e r n h e i m wohnhaft gewesen, wurde am 23. Mär^ norm. 11V. Uhr daS Konkursverfahren eröffnet. Anwaltsgehilie Georg Di an g old in Alzey wurde zum KonklirSverwalter er- naunt. KonkurSsorderunger, sind bis zunr 11. April 1906 bei dem Amtsgericht Alzey anznmelden^— lieber daS Vermögen des Bäckermeisters Karl V a tentin Schnabel von Ne u-Psenburg wurde am 23. März nachm. 5 Uhr das Konkursverfahren eröffnet Rechtsanwalt Tr. Katz zu Offenbach wurde zllm Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zilm 20. April 1906 bei dem Amtsgericht Offenbach anzumelden. — lieber das Vermögen 1. des Anton Scbisfmacher, 2. des Georg Anton Schiffmacher, beide persönlich haftende Gesellschafter der Firma Anton Schiffmacher & Sohn in Mainz wurde am 23. März nachm. 5’4 Uhr das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Meint- zi'nger in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Kon- fursforberungen sind bis zum 5. Mai 1906 bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. Gelsenkirchener Bergwerksgesellschaft. In der kürzlich stattgehabten Hauptversammlung der Gesellschaft wurde au3 Aktionärkreisen der Wunsch geäußert, daß die Verschmelzung mit den zur Gelsenkirchener Gruppe gehörigen Gesellschaften, Aachener Hütten-Aktienverein Rothe Erde und Schalter Gruben- und Hüttenverein, baldigst durchgesührt werde. Es würde dadurch allein an Steuern eine Summe, die J/2 Prozent des Aktienkapitals ausmache, erspart werden können. Die Verwaltung erwiderte hierauf, daß sie die Verschmelzung sobald als möglich durchfuhren werde. Von einem Plane der Gelsenkirchener Gruppe, sich mit der Deutsch-Luxembusgischen Bergwerks-Aktiengesellschaft oder Luise Tiefbau flu vereinigen, sei der Verwaltung nichts bekannt, lieber die allgemeine Geschäftslage und die Aussichten für das lausende Jahr teilte Generaldirektor Kirdorf mit, daß sie durchaus zufriedenstellend seien. Besonders die Kohlenbergwerke seien bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit beschäftigt, sodaß man Ueberschichten werde einlegen müffen, um die Nachfrage befriedigen zil können. ^usrug BUS den SjsrrSkSkmIsrrMnu der Stadt Bietzen. Aufgebote. Am 29. März Friedrich Groß, Lokoniotivheizer dahier, mit Maria Bott in Fulda. Am 31. März Joses Müller, Rotations-Ma- schinenmeister dahier, mit Marie Grabensee Hierselbst. Am 1. April Johannes Schwöbel, Schneider dahier, mit Berta Otterbein in WeiterShaiu. Am 2. April Georg Masmcmn, Musiker dahier, mit Sophie Seibel Hierselbst. — Karl Lotz, Gerichtsvollzieher in Ulrichstein, mit Thekla Susanne Marie Waltz geb. Hahn dahier. Eheschließungen. Am 31. März Earl Seibert, Reisender in Großen-Linden, mit Antonie Bräutigam dahier. — Otto Walz, Schlosser dahier, mit Ottilie Hofmann in Hungen. — Paul Ziege, Sergeanthoboist in Weingarten, mit Lina Kinkel dahier. Am 3. April Ludwig Kißner, Reisender dahier, mit Marie Plank Hierselbst. — Fritz Fresenius, Pfarrverwalter in Lauterbach, mit Julie Helene Reiber dahier. Am 5. April Otto Schmieder, Freiherrlich von Rabenauscher Oberförster in Londorf, mit Hedwig Adami dahier. Geborene. Am 25. März dem Lackierer August Stock eine Tochter, Marie Margargarete. Am 29. März dem Stellwerksweichensteller Konrad Hansrath eine Tochter, Anna Maria. Am 30. März dem Lokomotivheizer Adolf Jakob Krug ein Sohn, Adolf Weimer. Am 31. März dem Bäckermeister Ludwig Rühl ein Sohn, Karl Daniel. Am 3. April dem Obst- und Mineralwafferhändler Louis Frees ein Sohn. 9(m 4. April dem Großherzogl. Landrichter Dr. Julius Friedrich ein Sohn, Fritz Karl Julins. — dem Großh. Oberlehrer? Friedrich Schmoll eine Tochter, Ilse Ida Helene Lina. Gestorbene. Am 1. April Elisabeths Skrzek, 6 Monate alt, Tochter des Schriftsetzers Karl Skrzek dahier. Am 3. April Heinrich Hochreuther, 46 Jahre alt, Bankagent dahier. Am 4. April Johannette Schnepp geb. Opver, G5 Jahre alt, ohne Beruf dahier. — Franz Wilhelm Schmalenbach, 70 Jahre alt, Regierungssekretär i. P. dahier. Am 5. Avril Katharine Reuschling geb. Brück, 48 Jahre alt, Ehefrau des Taglöhners Philipp Reuschling dahier. Geburten. Herrn I. Schindel und Frau in Alsfeld ein Sohn. — Herrn Leopold Rosenthal und Frau in Wetzlar eine Tochter. Verlobte: Frl. Gustl Blite mit Herrn Alphonse Salingrö, WormS iind Berlili. — Frl. Johanne Rastede mit Herrn Fritz Zürn, WilhelmShaven-HeppenS wid Schlitz. — Frl. Jiilie Jhlder mii Herrn Eduard Heidsieck, Lehe. — Frl. Elise Wahl mit Herrn Heinrich Ruppert, Renzendorf unb Ermenrod. — Frl. Sophie Happel mit Herrn Otto Döring, Schlitz. G e ft o r b e » e : Frau Anna Marie Stern in Pohl-Göns. — Fran Elise Frank Wilive in Grünberg. — Herr Jakob Eißner in Orten berg. — Herr Ernst Wenzel in Alsfeld. — Herr Friedrich Ludivig Eimer in Wallenrod. — Herr Georg Broske in Schlitz. — Herr Peter Steirernagel, Herr Paul Horst, beide in Bad Nauheim. — Herr Valentin Zang in Friedberg. — Herr Erlist Neisel in Fauerbach. — Frau Katharine Bill in Nieder-Weisel. — Frau Katharine Sommerlad Witwe in Ostheim. — Herr Karl Küfer in Echzell. — Herr Gustav Weigel, Herr Pr. mcd. Friedrich Moldenhauer, Fran Ida Günther; sämtlich in Darmstadt. — Frl. Emilie Schmalz in Dillenburg. — Herr Johannes Padberg, Frau Friedr. Münch Witwe, Herr Christian Schweitzer, Herr Friedrich Schaeidt; sämtlich in Wetzlar. — Herr Philipp Götz in Wetzlar-Niedergirmes — Frau Elisabeth Hofmann in Kroidorf. — Herr Wilhelm Messer- schmidt in Ehringshausen. — Herr Bürgemieister H. Weimar in Wissenbach. — Fran fDtaria Anna Sauer Witwe, Frau Katharina Brauer, Herr Johannes Becker, Fran Elisabeth Clasani; sämtlich in Marburg. $ieiüc M iß hin, mtin Herz iß schwer, i tuid ich fürchte, ich werde ernstlich krank! Ter döse Katarrh >vill gar nicht weichen unb ich weiß nicht, was noch werden soll. — Ich kann dir nur raten, roa-5 mir selbst neulich . geraten wurde: Nimm Fay's ächte Sodener Mineral- ■ Pastillen! Ich bin sonst nicht dafür, jedem ein Mittelchen f anzupreisen, aber die Sodener haben mir selbst so gut getan, daß es Menscheiipflicht ist, sie weiter zu empfehlen. 23er- {slich'S. jedenfalls damit unb du wirst sehen, sie hm dir gut. Für 85 Pfg. die Schachtel in allen Apotheken, Drogen- unb Mineralwasserhanblmigen erhältlich. hv,7l* Wie lege ich meine Ersparnisse au? Unter den zahlreichen Fragen, durch deren Vorlegung die Leser einer Zeitung der Redaktion ihr Vertrauen bekunden, lehrt häufig die nach der besten Anlage gewisser -Summen wieder. Ter eine der Anfragenden hat im Laufe der Zeit, da sein Geschäft gut ging, ein kleines Kavital o o ce S «8 cö ■*- tsi ö r-. c« Z :=S O 8 a> 'ti L> ® Ä t:E J-Lui>:» hvu/s Lebende Spiegelkarpfen 2227] itt allen Grötzen 2182 1 Liter — 1,50 Mk. Alleiniger Fabrikant: Wirkt nicht wie die splruuösen Eiureibungcu nur schmerz- ablcnkeud durch Hautreiz, sondern Salit vernichtet die Krank- heitsursache. In Apotheken Flaschen zu Mk. 1,20 n. 2,—. la. lebendfrische Zander, Flntzhechtc, holl. Cabliau und Schell- fische :c., sowie alle Sorten Obst- und Gemüse-Konserven empfiehlt Lek. 119. J. M. Schulhof, Marktstr. 4. Konfirmands-Anzüge auch für Kellner-Picolos geeignet W. KiHbinger Inhaber der Löwen-Drogerie, Giessen, la. süsse Bari-BMeta W. doh SO $fg. an Zucker, iflujlti, 10 Psi». 2— Lik. empfiehlt Adolf Lenkard Nacbf. Telephon 337. Tarnung! — Frau Dachbarin, nehmen Sfe doch nur das echte „Palmin" von kr. SdiHndt L CB, Mannheim. Es ist die unerreicht beste Pflanzen» butter zum krochen, braten und backen. fonjcii Sie gilt und billig bei lob. Seibel, MnGplch Empfehle meine Säle zur Abhaltung von Vereins- und Famüien-Festlichkeiten — Coulante Bedienung zugesichert. —---- !LS! ‘Xie Ist''! rrsSdetn' Die .Slnudfl1 „Neuer Saalbau“ (Bes. H. Eues) >d>° ä Hat, £ uns ^W'nar 2,1 Stig, für jede Grösse und Stärke Patetots, Pelerinen alle erforderlichen Chemikalien und Utensilien, als Platten, Schaalen Papiere etc. kaufen Sie am vorteilhaftesten in der Germania-Progerie CarB SeäßieS Frankfurter Strasse 39. Telephon 593. Daselbst grosses Lager in Photographischen - Apparaten und Ausführung aller , Photographischen Arbeiten. Preisliste gratis. Knaben-Anzüge Wegen bevorstehender Geschäfts- Aenderung und Aufgabe des ständigen Lagers obiger Artikel, sowie des Restbestandes meiner Winter- Konfektion, verkaufe zu jedem annehmbaren Preise gegen Bar. Es ist einem werten Publikum Gelegenheit geboten, zu Ostern und Pfingsten Konfektion aussergewöhnlich billig zu kaufen. s-K rS SÄ’ SU - r< Zu dea Feiertagen! Alle erforderlichen Artikel zum Backen iür Kuchen und Torten. Fruchtsäste, Liköre und prima Tischtoeine Jagdrad Ist u. bleibt das beste deutsche Fahrrad! Präzisionsarbeit ersten Ranges! daher! 2 und 5 Jahre schriftliche Garantie. । Fahimen von SM,— an. w* eine SA r.|l!l*' w y Dekorationen Es Siegt in Ihrem Interesse, wenn Sie sich, bevor Sie eine "Waschmaschine kaufen, die Original-, „Biffel“- Panipfwascliniaschine ansehen, denn sie ist entschieden die beste Dampfwaschmaschine der Gegenwart; infolge eigenartiger Konstruktion der Trommel steht die Maschine inbezug auf x Wäscheleistung und Schonung der Wäsche konkurrenzlos da. 2258 Prooemaschine aut Wunsch bei J. Häuser, Eisenhandlung > v Mit Doppelglocken Inicrv. M k. 60.50 an. -==—=<---- — PoeumaucmSntel Mk. 3,30. Luftschläuche 2,20. Acetylenlaternen 1,60. Glocken 0,15. Ketten 1,40. Pedal 1,00. Luftpumpen 0.35. Sattel 1,75. Nähmaschinen 22^—. Sonstige Haushaftungsmaschinen sowie Jagdgewehre, Scheibenbüchsen, Teschins, Luftgewehre, Pistolen und Revolver unerreicht billig. ——Verkauf direkt an Private, ohne Zwischenhandel. — Auf Wunsch Ansichtssendung. Hauptkatalog senden an Jedermann gratis und franko die Deutsche Waffen- und Fahrradfabriken In Kreiensen (Harz) No, 684 iPränl?* echten besten i 1MLL doppelten Steinhäger ■ Marke - „Steinhäger- == Urquell“ (gesetzlich geschützt) Alleiniger Fabrikant: H. C- EKönng, Steinhagen in Westfalen 100 fach prämiiert Reklamesachen,wieTrinkbecher, Gläser, Skatbücher, Plakate etc. werden gratis beigegeben. General-Vertreter: Ohr, Katfiieir, Giessen, Grabenstrasse 10. _________________________ d3/4 OSTER-E™ Eeichste Auswahl. — Erstklassige Fabrikate. Jede Preislage. Biskuits Chokolade Konfitüren Bonbons etc. C. F. Müller Nacht A. Holz Bahnhofstrasse 23 (-2066) Bahnhofstrasse 23 rfcjf «iQl lr 3143