Nr. 238 Erstes Blatt Erscheint tSgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit jS < i s ch e Art gelegen heil. Die Geschichte jener $\ärsta&e mit Ausnahme dessen, was sich zwischen dem Kaiser und, Bismarck ganz, persönlich abspielte, ist a u f B e f e h l d e s Kaisers Don, eilt ent damals noch aktiven Staats- manne ausführlich n iede r g e s chrie b en worden. Diese Darstellung wird aber jedenfalls erst dann veröffentlicht, wenn sie ein reut geschichtliches Interesse haben wird. Zur Zeit halten Oie Leute, die berichtigen könnten, es nicht für opportun, zu berichtigen. Heber die Veröffentlichung des d r i t t e n B i s m a r ck s ch e n Bandes: „Gebau ken und Erinnerungen" hat, wie das genannte Blatt bestimmt weiß, Fürst Herbert Bismarck bestimmte testamentarische Verfügungen getroffen. Selbst wenn diese die Fürstin Hervert Bismarck schon aus Rücklicht auf die Zukunft ihrer Kinder schwerlich zur Veröffentlichung des 3. Bandes schreiten. Zu den Differenzen zwischen dem Kaiser und dem Altreichskanzler wegen Rußland schreibt die „Nat.-Ztg.": Ans Anlaß des Besuches des Zaren in Berlin hatten sich Kaiser Wilhelm und Für,t BiSm arck auf dem Bahn- hofe emgefunden. Bei der Rückfahrt vom Bahnhöfe machte dann der Kaiser dem Fürsten Bismarck davon Mitteilung, daß der Zar ihn sobene nach seinem Jagdschlösse eingeladen habe. Hierauf bemerkte Fürst Bismarck, daß ihm die Gelegenheit, dem Zaren, der selbst sein Gefolge mit sich führen würde, einen solchen Gegenbesuch zu machen, nicht günstig erscheine. Der Kaiser war darin anderer Auffassung, und es entspann sich eine Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Kaiser den Fürsten beim Palais zum Verlassen des Wagens veranlaßte. Wie Dr. Curtius in Straßburg mitteitt, ist er seinerzeit von dem Fürsten Chlodwig Hohenlohe beauftragt worden, seine Memoiren nach seinem Tode in Buchform zu 186. Jahrgang General-Anzeiger nzeigeblatt für den 1 ^öffentlichen. $rin. Alexander habe den Nachlaß des Fürsten Chlodwig überkommen und sei somit in dessen sämtliche Rechte eingetreten. Ein besonderer Grund, die Memoiren gerade jetzt erscheinen zu lassen, bestehe nicht. Der Abdruck von Auszügen aus dem Buch in „Ueber LandundMee r" sei eine selbständige Entschließung des Verlages, über die sowohl Prinz Alexander als auch Curtius überrascht gewesen seien. Prinz Alexander zn Hohenlohe. R. Berlin, 9. Ott. Durch die Aufsehen erregenden Bismarck-Erinnerungen des Fürsten Hohenlohe wird die öffentliche Aufmerksamkeit auch aus den Prinzen Alexander zu Hohenlohe gelenkt, den jüngsten Sohn des dritten Kanzlers, der seinem Vater politisch am nächsten stand und von ihm mit der Ordnung des literarischen Nachlasses betraut wurde. Wer immer den Prinzen Alexander persönlich kennen zu lernen Gelegenheit hatte, wirb von ihm ohne weiteres annehmen, daß er bei der Zusammenstellung der Memoiren in gutem Glauben handelte. Selbst ein politisch weit rechtsstehendes Blatt, also das Preßorgan einer dem Prinzen Hohenlohe ziemlich fernliegenden Richtung, schreibt, es müsse auch für den glühendsten Bismarckverehrer erträglich sein, die Darstellung jener hochbedeutsamen Märztage von der einen Seite anzuhören, da die von der anderen folgen werde., Es hat übrigens viel Wahrscheinlichkeit für sich, daß Fürst Hohenlohe über die Aufzeichnungen, die sich im wesentlichen auf Mitteilungen von oritten Personen stützen, sich seinem jüngsten Sohne gegenüber erläuternd ausgesprochen hat. Der Fürst liebte es, in angeregter Unterhaltung mit dem Prinzen Alexander in den Gartenanlagen des Kanzlerpalais zu lustwandeln. Es mag da wohl manches für die Behandlung des literarischen Nachlasses des Fürsten bedeutsame Wort gefallen sein. Obendrein war der alte Herr ein guter Beobachter, was einmal den Wert der offenbar unter dem Eindruck der Ereignisse frisch niedergeschriebenen Aufzeichnungen erhöht, dann aber auch dem Prinzen Alexander schätzenswerte Anhaltspunkte gegeben haben dürfte für die am zweckmäßigsten erscheinende Art der Redigierung der interessanten 'Aufzeichnungen. Auch die Reichstagsdebatren boten nicht selten Gelegenheit für den Hörer, die beiden Hohenlohe, im Gespräch vertieft, an der Bundesratsestrade zu sehen. Prinz Alexander hatte wahrend seiner zehnjährigen Zugehörigkeit zum Reichstag seinen Platz im Parkett in den hinteren Bänken der der Reichspartei zugeroiesenen Sitzreihe und bezeichnete sich als „wild", d. h. fraktionslos, ebenso wie Fürst Herbert Bismarck. Aber seine Auffassung und Abstimmung unterschied sich von den int landläufigen Sinne ionser- vativen, sodaß die agrarische Presse dem Prinzen atmet, seinen Parlamentsplatz in der Nähe der Bänke der Linken zu wählen. Wenn Prinz Alexander sprach, was verhältnismäßig selten geschah, dann hatte er in dem Abg. Richter einen besonders aufmerksamen Zuhörer. Der „Rufer int Streit" pflegte dann in der Nähe des Redners Posto zu fassen und durch kraftvolle „Sehr richtig!" sein Einverständnis mit den Worten des Prinzen zu bekunden, zum Mißvergnügen der Herren von der Rechten. Der parlamentarische Intimus war int übrigen der Zentrumsabgeordnete Prinz Arcnberg, was freilich nicht verhütete, daß der Sohn des dritten Kanzlers bei den letzten allg. Wahlen durch den vom Zentrum unterstützten elsässischen Kandidaten besiegt wurde, allerdings erst in der Stichwahl und mit geringer Stimmenmehrheit. Wenn deshalb jetzt in parlamentarischen Kreisen der Erwartung Ausdruck gegeben wird, Prinz Mexander zu Hohenlohe werde bei den nächsten^Reichstagswahlen wieder kandidieren, so könnte das in Anbetracht des Stimmenverhältnisses Wahrscheinlichkeit für sich haben. Aber es ist vielleicht der Rücktritt des Prinzen vom Amt des Bezirkspräsidenten des Oberelsaß in Betracht zu ziehen, als besondere Wirkung der Veröffentlichung der Memoiren des Fürsten Chlodwig zu Hohenlohe, und unbeschadet des auch von der Presse ziemlich ausnahmslos in bett Vordergrund gestellten Umstandes, daß der Prinz bei der Bekanntgabe der Memoiren in gutem Glauben handelte. Das „B. T." gibt z. B. der Erwartung Ausdruck, daß man nun bei der Fortsetzung der Veröffentlichung nicht allzu e'ngherzig verfahren werde, weil das dem Werte solcher Erinnerungen für die politische Vergangenheit kaum angemessen sein würde. Wenig bekannt dürste vom Prinzen Alexander zu Hohenlohe sein, daß er eit Jahren Mitglied de§ Aufsichtsrates der Hamburg- Amerika-Linie ist. Er übernahm diesen Posten damals, als die parlamentarischen Kämpfe um den Ausbau der Flotte kattfanden und der Reichskanzler Fürst Hohenlohe sich als Mitglied in die Liste des Flottenvereins eintragen ließ. Der Fall Zucco. Man schreibt aus Mainz: Das große Ereignis der vergangenen Mainzer Woche ist der Widerruf des Asccmius Freiherrn v. Zucco und Cuc- cagna, der am Donnerstag abend an der Spitze des hiesigen Zentrumsorgcms erschien. Der Entschluß und feine Ausführung bis zur Veröffentlichung des Widerrufs blieb so geheim, daß davon weder der Aeltestenrat der freireligiösen Geineinde noch auch der Vorstand der sozialdentokratischen Partei eine Ahnung hatte. Der „Netteste Anz." bemerkte daztt: „Als Predige rderireireligiösenGein ein de water selbst vielen Mitgliedern derselben u n s y nt p a t h i s ch, weil er sowohl nach außen hin seinen radikalen politischen Standpunkt allzusehr herauskehrte, als auch denselben m seinen Predigten betonte. Auch seine Konflikte bet auswärtigen Beerdigungen machten ihn bei den Gemeindemitgliedern nicht sympathischer, wie denn auch in der Partei der Freiherr nicht sonderltch beliebt war." Mittwoch 10. Oktober 1906 VezngspretSr täy monalltch7bPi.,viette!» « T jährlich Mk. 2.20; durch 2X. Abhole- it. Zweigstellen äFv- monatlich 6ö Ps.; durch gra Mi «V diePost Mk.2.— oiertel- v W M W-A.7 Bg jährl. ausschl. Bestellg. M '.M M Annahme von Anzeigen Jta/ k&L für die Tagesnummer V ^6/ -^7 bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12Ps* ^*^4/ auswärts 20 Psg. Verantwortlich für den polit. und allgem. *d$ Gießen MW zeigenteil: Hans Beck. Das katholische „Mainzer Journal" bemerkte: „Es fehlt natürlich nicht an Leuten, die den mutigen Schritt des Mannes auf selbstsüchtige Beweggründe zurückführen möchten; doch ist an dessen Aufrichtigkeit nicht zu zweifeln." lieber seine Gattin wetß das hieflge „Tagblatt" näheres ztt berichten. Freiherr uon Zucco war, so schreibt es, seit acht Wochen mit einer Frankfurter Bcamtenwitwe, Bussie Weinig, der Mutter eines 18jährigen Sohnes, die in Frankfurt Musikunterricht erteilt hatte, vermählt. Seine Ehe war jedoch, nach den Schilderungen der Frau nicht glücklich und zwar hätte ihr der Mann das Leben verbittert. Bekannt wird auch fein, daß er vor einiger Zeit schon einmal eine Verlobung eingegangen war, deren Auflösung er jedoch durch Zeitungsinseratc bereits nach wenigen Tagen anzcigte. Sein jetziger Schritt kam vollständig überraschend, selbst für feine Frau. Es wird dann noch mitgeteilt, daß der Freiherr von einer jetzt verstorbenen Tante ein Kapital von 10 0 000 Mark geerbt habe, aber nur unter der Bedingung, daß er wieder kathol. werde. Das wäre allerdings auch ein „Motiv". Die „Mainzer Nachr." wollen wissen, daß der Freiherr kurz vor seinem Verschwinden von hier noch einem jungen hiesigen Mädchen, Fräulein D., in aller Form einen Heiratsantrag gemacht hat. Tas „Tagblatt" erfährt noch folgende Einzelheiten: Der Freiherr war früher österreichischer Kavallerie-Offizier, besaß ein großes Vermögen und hielt sich kostspielige Rennstal le. Nachdem er in nicht zu langer Zeit mit seinem Vermögen fertig war, trat er zum kath. Glauben über und ward katholischer Geistlicher. Da er sich zu frei äußerle, kam er zur nordischen Mission nach Lappland. Dort gefiel es ihm jedoch so wenig, daß er aus der Kutte sprang, zum eoangel. Glauben übertrat und dann schließlich freireligiös wurde. Tatsache ist, baß seiner Familie ein großes Majorat gehört unb der Majorats Herr vor kurzem gestorben ist. Sein eigentlicher Erbe wäre Freiherr Zucco von Cuccagna, jedoch kaun er das Majorat nur anlreten, wenn er katholisch ist. Aus Stadt und £an& Gießen, 10. Okt. 1906. ** Personalien. S 5-. H. Der Gr ost Herzog haben den Oberlehrer an dem Ludwig Georgs-Gymnasium zu Darmstadt, Prof. Dr. Franz Stau ding er, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhe st and versetzt und den Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Offenbach, Joh. Werner, zum Aktuar bei dem Amtsgericht Wörrstadt ernannt. — Ernannt wurde der Aktuariatsassistent bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Starkenburg, Hch. Jochim, zum Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Offenbach. • ** Zur Fleischversorgung Gießens. Nachdem in der vergangenen Woche zur Probe ein Transport oft- friesische Weid ochsen für hiesige Metzger in das Schlachthaus abgeliefert morgen war und man damit gute Erfahrungen gemacht hat, ist in dieser Woche ein weiterer Transport hier eingegangen. Tie Tiere liefern ein überaus zartes Fleisch und sind 2—3 Mk. für den Zentner billiger, wie unsere Metzger kaufen konnten. Dabei sind in unserer Gegend schlachtreife fette Ochsen knapp und würden wohl im Preise noch steigen, ivenn man nicht aus anderen Gegenden Ware beziehen könnte. •* Eine Sitzung des Provinzialausschusses findet am Samstag, 13. Okt., norm. 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Ludwig Werner zu Wieseck um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft. 2. WirtschaflSbetrieb des Richard Urmersbach in Gießen im Hause Aster weg Nr. 12; hier Antrag aus Kon- zessionsentziehung. 3. Beschwerde des Apothekers Welcker u. Gen. gegen den Müller Heinrich Wagner IV. zu All en- dorf a. d. Lba. ** Dr. Franz Ferdinand, der Oberregiffeur des „Berliner Theaters" in Berlin, befindet sich zurzeit auf einer Gastspielreise und wird auch am 15. und 16. Oktober Gießen lerühren. Dr. Ferdinand gastiert in dem Drama „Ein Verbrecher" von ©oen Lange und bringt für die Darstellung des eminent schwierigen Stückes ein eigenes Ensemble erster Berliner Künstler mit. ** Die hiesige Freiwillige Sanitätsko- lonuc beginnt am Dienstag, den 16. d. M. einen weiteren Ausbildungskursus, an dem sich auch neue Mitglieder beteiligen können. Der junge Verein hat in den wenigen Jahren seines Bestehens bewiesen, wie notwendig )ie Errichtung einer Sanitätskolonne in unserer Stadt war. Findet doch kein größeres Fest oder sonstige Veranstaltung, die größere Meuschenmassen zusammenführt, statt, ohne daß die Sanitatskolonne zugezogen wird, und jedesmal hat sie Arbeit gefunden. Die am vorletzten Sonntag abgehalrene gemeinschaftliche Ueoung der Feuerwehr und SanitätS- tolonnc hat den vielen Zuschauern ein recht anschauliches Bild von der Tätigkeit dec letzteren gegeben und hoffen wir, daß ihr ernstes und eifriges Bestreben, ihre Lkräfte zum Wohle der leidenden Menschheit weiter auszubilden, von feiten unserer Einwohnerschaft durch den Beitritt vieler neuer Mitglieder unterstützt wird. *’ Neuer englischer Gesandter. Der seitherige Königlich Großbritannische Geschäftsträger A. (5. Grant Duff hat dem Staatsminister Ewald am 24. September Homburg v. d. H., 9. Oft. Der preußische Gesandte Landesverbands des Deutschen find-t am 14. Ott. zu Warm- statt. Du- Vcrh°ndtun . 4 Marburg, 8. Ott. B°i einer Wagenfahrt non beginnen mit salzender Tagesordnung. 1. IahreSbLa„qmd°rf nach Kirchhain erlitt gestern nachmittag der 2 Rechnungsablage und Entlastung des Sch°tz' eisterS i 8^ Trichinenbeschauer Georg Mobus, als er ^°°»^^ Zbr r. und infolge Scheuens der Pferde vom Wagen sprang, einen Hauptversammlung in Hamburg. 5. Schuler-, Lehrer- und ' - , ? „ , ~ ^rnnAfurF^ würhp in hir turfinA 1210, 2U »«, 9*1* r IE"- i) Landposteu. Beim Postamt 1 treten die Schlußzcitcn im allge- 2. 3. 4. ist mit Gemahlin von Bülow hier Et, 617, 5^2, 8i51; Zum cin- f) Richtung nach Geluhanseu. (1234), 504, (812 t). Lützellinden 755, (420). Kroidori 7«, (5«). d) Richtung uach Köln. 817, 1010(1239), (325f), e) Richtung uach Fulda. (1206), (2161), (307 f), (552 f), 920. g) Richtung nach Lollar-Grüubcrg. 538, (208), (6361). Gießener Strafkammer. )( Gießen, 9. Oktober. Ein Hoffnungsvoller. Die Strafkammer verurteilte den lojähri gen Wagnerlehrling H. St. von Marburg wegen Sittlichkeits- Verbrechens und wegen Versuchs dazu, sowie wegen Diebstahls zu einer Gesamtstrafe von 7 M o n a ten G e f än g n rs. Er hatte im August d. I. ein 5 jähriges Mädchen in die Werk- stätte seines Meisters zu Friedberg gelockt und wurde dabei ertappt, als er im Begriff war, sich in unsittlicher Weise an ihr zu vergehen. In der Nacht nach bem Vorfall, der sich beim Eintritt der Dunkelheit abgespielt hatte, drang er in das Ver- sorgungshauS, in dem er erzogen worden war, ein. Er legte sich zunächst einen Knabenanzug und eine Mütze zurecht, holte dann eine Leiter und versuchte durch ein Fenster in den Schlafaal der Mädchen zu gelangen. Als er das Fenster verschlossen and, entledigte er sich seiner Schuhe und schlich durch die zufällig offen gebliebene Türe in den Saal. Er löschte das Nachtlicht aus und machte sich an verschiedenen Betten in verbrecherischer Absicht zu schaffen, bis Lärm geschlagen wurde, worauf er sich unter Mitnahme der zurechtgelegten Kleidungsstücke ent- ernte. Er trieb sich nun die Nacht durch und den nächsten Tag int Walde herum und wurde auf dem Weg nach Homburg v. d. H. am folgenden Tage abgefaßt und der Polizei vorgeführt. Das Verhalten des Jungen, der vom ersten Moment an in jeder Beziehung geständig war, gab der Untersuchungs- behörde Veranlassung, ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. Der Sachverständige konnte an dem gesunden, kräftig entwickelten Knaben weder eine geistige Störung, noch eine geistige Minderwertigkeit wahrnehmen. Er besitzt die erforderlichen Schulkenntnisse und auch die zur Erkenntnis der Strafbarkeit seiner Handlungen erforderliche Einsicht. Lehrer, Meister _und Hausverwalter schilderten ihn als einen intelligenten fleißigen, wenn auch etwas leichtsinnigen Jungen. Unter diesen Umständen mußte das Gericht zur Verurteilung gelangen. Wenn es auch einerseits die Jugend strafmindernd berücksichtigte, so kem doch andererseits das brutale, gemeingefährliche Verhalten straserhöhend in Betracht. Es wurden für das Sittlichhcitsvcrbrechen bezw. den 23 er» üch je 4 Monate und für den Diebstahl 1 Monat Gefängnis in Ansatz gebracht und die Strafe auf 7 Monate reduziert. Mit Rücksicht auf das Geständnis erfolgte die Anrechnung eines Monats der erlittenen Untersuchungshaft. notwendig ist." , Der 1. musikalische Unterhaltungs-Abend dieses Winter-Semesters, den der Gernhardt sche Zither-und Mandolinenchor Gießen (E. V.) am Sonntag im Einhorn veranstaltete, war, roie man uns schreibt, trotz des schönen Herbstmetters und der verschiedenen Vereins-Festlichkeiten recht gut besucht. Auch zahlreiche Nichtmitglieder hatten sich eingefunden. . Die 612, Ions h) Richtung nach Rodheim a. Bieber (Bicbcrtalbahu). (6001, 800, (1055), (625 i). Tode ringt. Weiß führte anfangs das glücklichste Eheleben. In letzter Zeit geriet er jedoch in schlechte Gesellschaft, begann eine Nächte in Kaffeehäusern zu ■ verbringen und trieb sich mit liederlichen Dämchen umher.- Diese Lebensweise verschlang nicht nur seinen Verdienst, sondern auch die Ersparnisse seiner Frau. Als die Frau eines Tages ihren Mann bei einer Untreue ertappte, waren Eifersuchtsszenen, die oft in Schlägereien ausarteten, an der Tagesordnung. Vorgestern abend erschien die Frau bei der Hausbesorgerin und nahm diese in ihre Wohnung mit. Sie beklagte sich, daß ihr Mann sie betrüge und sie dem materiellen Ruin zutreibe. Die Hausbesorgerin bemühte sich, die Frau zu trösten und es gelang ihr auch, sie soweit zu beruhigen, daß sich Frau Weiß zur Ruhe begab. Um 1 Uhr nachts kehrte der Gatte nach Hause zurück. Die Hausbesorgerin warnte ihn, in die Wohnung zu gehen, eine Warnung, die Weiß unbeachtet ließ. Er begab sich in die Wohnung und legte sich zu Bett. Andern Tags um 9 Uhr früh bemerkten die Hausleute dichte Rauchsäulen aus den ofsengebliebenen Gangfenstern der Weißschen Wohnung qualmen. Die Tür wurde erbrochen und die Leute drangen in die Wohnung ein, wo im Schlafzimmer die Betten lichterloh brannten. Das Feuer war rasch gelöscht, und als der Rauch sich verzogen hatte, konnte man das Schreckliche erkennen, das sich abgespielt hatte. Im Bette lag Weiß bewußtlos, über und über mit Brandwunden bedeckt. Neben dem Bette saß seine Frau.' Sie erzählte den Eintretenden ohne weiteres, daß sie sich an ihrem treulosen Gatten rächen wollte, und ihn deshalb, nachdem sie ihn mit Spiritus übergossen hatte, angezündet habe. Er wurde ins Spital überführt und dürfte kaum mit dem Leben davonkommeu. Die Frau wurde verhaftet, merkwürdigerweise gelang es ihr jedoch, aus der Polizeiwachstube zu entkommen, indem sie angab, daß sie krank sei. Man hielt sie für geistesgestört und ließ sie ihrer Wege gehen. Erst abends gelang es wieder, die Frau in Ofen festzunehmen. c) Richtung uach Koblenz. 810, 1210, (504 f), 5561, 831, d. I. sein Abberufungsschreiben, fieberte D. Harsord sein Beglaubigungsschreiben als Königlich Großbritannischer Geschäftsträger bei der Großh. Regierung überreicht. ** Der Lehrermangel in Hessen. Die „Hess- Schulbl." bringen über den Lehrermangel statistisches Material aus den letzten fünf Jahren und. fügen hinzu: Am ungünstigsten stelle sich das Verhältnis im laufenden Schuljahr 1906/07. Sowohl die Gesamtzahl der Zöglinge an den drei Seminaren, als besonders auch die Zahl der katholischen Zöglinge ist znrückgcgangen. Sie beträgt 4d4 deziehungsweise 112, gegen das Vorjahr 14 be^cbungs- weise 16 weniger. Abhilfe tue dringend not; hoffentlich werde man sich in den maßgebenden Kreisen der Emstcht nicht verschließen, „daß zur Abstellung des Lehrermangels vor allem eine zeitgemäße Erhöhung der Lehrergehalter 1. Nach Steinberg (845). Wiefeck und Altenbuseck 616, (832•), (Z20). Hauptversammlung in Hamburg. 5. Schüler-, -ehrcr- und H lbruch. Der Verunglückte wurde in die'hiesige Gcstllschaftssahrten. 8 Sec-Wohlsahrtspflegc des x bracht?wo cr bald darauf starb. Vereins. 7. Vortrag des Generalleutnants z. D. Korwan I , , । . -> — » . . 1 .■ ■ > über „Untere Lage nach Annahme der Flottenvorlage^ Gießener Poftverbindungcn. W Dutenhofen, 8. Okt. Nächsten Donnerstag Folgende Eisenbahnzüge und Landposten werden während findet in Gegenwart des Geh. Rcgierungs- und Schulrats bc§ Winterhalbjahrs zur Postbeförderung benutzt. Es bc- Anderson-Koblenz die Abschiedsfeier des Hauptlehrers deuten: © nur Beförderung von Briefen, L-« nur Beförderung Schieferstein-Dutenhofen und des Lehrers Müller- oon Paketen, f Beförderung von Briefen in geschlossenen Großrechtenbach dahier statt. Gleichzeitig findet emc Betiteln, () Benutzung nur an Werktagen; alle nicht mit f Konferenz im „Jagdschlößchen" oder Gasthof „Gam- ^nd »0 bezeichneten Züge führen Bahnposten nut Bries- Verkauf; der Zentrier wurde mit 2,30 Mk. bezahlt. *• Die Hauptversammlung 5|traße my, um üpums u v n, y v ।1 v« und angezündet. Straße Ec hat so schwere Brandwunden erlitten, daß er mit dem 1 des hessischen iu Darmstadt, Frhr. v. Jenisch, Flotten Vereins Besuche des Reichskanzlers Fürsten Die Verhandlungen I getroffen. 5H, 8i8 Auttst riird rvi^enschaft. — Dec früher mit Frankfurter Opernhaus engagierte Kapellmeister Tr. Ernst Knnwald ist als erster Kapellmeister an das Nürnberger Ctadttheater berufen worden. Düsfeldors, 9. Okt. Die für diesen Winter tm Stadt- theater geplanten musik-literarischen Vorträge eröffnete der Kölner Aesthetikcr Dr. N e i tz e l mit einer Analyse der „Salome von Richard Strauß, die der Vortragende als die bedeutendste Bühnenschöpsung der Rach-Wagnerischen Periode bezeichnete. Das voll besetzte Haus folgte den glänzenden Ausführungen mit regstem Interesse. . , — Gerhart Hauptmann hat soeben cm Schauspiel vollendet, das in Hiddensee, an der Ostsee spielt. Es handelt sich dabei um eine ganz neue Arbeit, die in diesem Sommer entstanden ist, den Hauptmann zum Teil auf Rügen zubrachte. Der Titel dieser letzten Dichtung, die wieder stark mystische Züge aufweisen soll, steht nock nicht fest — die Anführung dürste Anfang nächsten Jahres erfolgen. — Felix Philippi wurde der Vorwurf der Aehnlich- keit in den weiblichen Hauptfiguren seines Schauspiels „Der Helfer" mit bem Subermann'schen Schauspiel „D a s B l u - m e n b 0 01" gemacht. Dem gegenüber bemerkt cr, baß diese Dehnlichkeit eine ganz zufällige sei. Philippi führt aus, daß er sein Drama, das ursprünglich den Titel „Lilli" führen ollte, bereits vier Jahre vor Vollendung des Subermann'schen begonnen habe; er erklärt fernerhin, baß, als er später au?. „Lilli" sein Schauspiel „Der Helfer" gestaltete, bie ursprüngliche Handlung manche Veränderung, die weibliche Hauptfigur jedoch nicht die allergeringste erfahren habe. Sein Freund Ludwig Fulda, der seine Weit von den ersten Anfängen an kannte, fei jederzeit bereit, diese Tatsachen zu bestätigen. — Ein Telegramm aus Wien berichtet: Kabelburgs „Der Weg zur Hölle" verbaukte im Volkstheater einen ausgesprochenen Lacherfolg. Tas Spiel wurde oftmals durch herzliches Lachen unterbrochen. S t n t t g a r t, 9. Okt. Der Pianist K a r l F r i e d b e r g, der bei dem soeben beendeten Wolffest erfolgreich mitwirkte, ist hier nicht unbedenklich erkrankt. — Tie berühmte italienische Tragödin Adelaide Ristori ist g e st 0 r b e n. Direkter Versand meiner weltberühmten Lindener Sammete.. Hochelegante gerippt, stestreist. Nnzer- haltbare mll iVll-’vllillUlill, rejßb. ll'u,- Knaben und Mädchen. Entzückende Blnscu-Sammete. Eisbär n.Seidcn-Jackett-PlüsHe. Muster fr. hin u. her. Sammethaus Louis Schmidt, K. K. Hofl., Hannover 321 brinus" statt. kästen. —a— Wißmar, 9. Okt. Die Versorgung unserer Ge- a) Richtung nach Frankfurt a. M. meinde mit gutem Trink- und Nutzwasser 'st nun- 2'5 '50i. 5". 6"^, J=f* 8-'5~ 1012, (1205f), mehr in Fluß gekommen. Tie Erkenntnts, daß eine Quell- 217, 410 5v4, 555, 7^, 82, 9_, $_• Wasserleitung ein Haupterfordernis der Gesundheit ist, be- b) Richtung nach Cassel, schäftigt bereits zwei Jahre die Gemeindevertretung. Nun- 12^*, 1"",. . E, 7i&*, 8 , 10ic, 12 , 1 0, mehr hat man drei Quellen festgelegt, im Aschbachtal, im 3', 5", 8_, Wißmarbachtal und im Stockboru. Die wiederholt von be- t rusener Seite vorgenommenen Messungen konstatierten 4_, überall eine gleichbleibcnde Wassermenge, und diese Quellen würden vollständig ausreichen, um unseren großen Ort ge-! nirgend mit gutem Trinkwasfer zu versorgen. Aber trotzdem werden daher zurzeit auch noch im Wiesentale nach Krofdorf Schürfungen vorgenommen. Auch ist ditz Möglichkeit vorhanden, daß von hier und vom Stockborn das Wasser direkt nach dem Dorfe geleitet werden kann. Wißmar hat also reichlich Wasser und die ausgedehnte Anlage wird ohne Pumpwerk -ur Ausführung gebracht werden. Friedberg, 8. Okt. Gestern fand in dem Versorgungshaus die Feier bc§ fünfzigjährigen Be- dehens der Anstalt, unter Beteiligung der Mitglieder ster Armenkommission und des Stabtvorstanbes statt. Auch eine Anzahl früherer Zöglinge hatte sich eingefunben. Die Armenkommission hatte für das Haus die Bildnisse des Großherzogs und der Großherzogin gestiftet und dem Hausvater I meinen ein: des VersorgungShauses als ein Zeichen der Anerkennung f^ür gewöhnliche Briefsenbimgen 10—20 Mim, für Ein- feiner erfolgreichen Dienste eine große Wanduhr gespendet, schreibbriefe 25—30 Min., für Wertbriefe und Pakete 30 Die Festrede hielt Pfarrer Klebergcr; weitere Ansprachen tzjZ 60 Minuten vor ?lbgang der Züge. wurden von Beigeordneten Hieronimus und von Fran Ober- Die Sta dt b ri e fka st en werden Werktags geleert gärtner John gehalten. Verschönt wurde das Fest durch 'wischen 530—640 V., 830—940 V., 1020—1125 V., 1140 Gesänge der jungen Pfleglinge. bis 1250 Mitt., 300—410 N., 540—645 N., 720—805 N., k. Schotten, 8. Okt. Der gestrige Tag brachte dem 927—1030 N.; Sonntag? 530—645 V., 1020—1125 V., Vogelsberg eine Feierlichkeit, die ihm wohl nicht wieder 7oo—820 23.; genaueres ergeben die Leerungstafeln an den derartig vorkommen wird. Die Einweihung eines Briefkasten. Die eingesammelten Briefe gelangen mit der ?pn£?martUÜr Geh. Neg.-Nat onf Beförborungsgelegenheit zur Absendung. des Karl-Theobald-Brunnens an der Poppen- ni Werktags struth oberhalb Rudingshain. Tie Verdienste des Herrn Vont Post amt 2 Echnlsüa^e geh-n Werktags Verum den Kreis, besonders durch seine Erschließung durch sande nach bem. $0 tämt^1unb beni «abnbof ab. 915 ), Anlage praktischer Kreisstraßen sollen durch diese Widmung 11^, 1255, 200*), 41->, 522 ), 55o, 6j>. 7__ .n,l? sichtbare Anerkennung finden. Ein prachtvoller Herbsttag an Sonn- und Feiertagen: 915, 12o5*) und 2OO; die Schluß- (Fürstenwetter) hatte eine Anzahl geladener Gäste um den weiten treten ein für gewöhnliche Briefe ü Min., für Ein- Gefeierten vereinigt, so die Vertretung der Provinz Ober- schreibbriefe 15 Min., für Wertbriefe 'und Pakete 30—40 Hessen, den obersten Bauleiter der Provinz, die Mitglieder Minuten vor Abgang dec Versandte. des Kreistages, die obere Beamtenschaft der Stadt Schotten und sonstige nahestehende 2^ersonen. Lluf der vor mehreren •) Rur Brtespost. Jahren erbauten ersten Trace der Karl-Theobald-Straße -- •• - • gelangt man jetzt mühelos nach Rudingshain. Das Dorf VctittifctytSS* hatte heute Festschmuck eingelegt, denn mit der heutigen . ^-xxx furchtbares Ehedrama. In Wien hat sich Eröffnung der zweiten Trnce der Karr.Tthe°bald.Sk7nße . fur»t6nrc Ehetragödic nbgelMlt. Der Agent Josef ist das Dors und der angrenzende Lb-rwald wirtscholtlich feiner Göttin, die ihn bei einem Aki erschloßen rvorden, wie auch für den al (gemein en Fuhr- ", , ., ' ... verkehr vom Oberwald eine großartige Erleichterung ')cv Untreue ertappt hatte, wahre r sch f .. , . geschaffen ist, da der große Umweg über die Staatsstraße lag, mit Spiritus 110crgolfen nunmehr vermieden werden kann. An der neuen ^rAMx,n,.Ms»n Prf.< ist auf der Höhe von dem Walde, an einem wunderbar schönen Aussichtspunkte der Karl-Theobald-Brunnen errichtet. Aus dem Basalt des Vogelsberges in halbkreisförmiger Rundung schließt sich das Gemäuer um die aus einem Rohre hellsprudelnde Quelle, deren Wasser sich in ein Becken ergießt, lieber dem Sprudel befindet sich aus grauem Stein die Gedenktafel mit Widmung: Karl-Theo- bald-Brunnen. Errichtet im Jahre 1906 zur Erinnerung an die Tätigkeit des Geheimen Negierungsrats Karl Theobald Schönfeld als Kreisrat des Kreises Schotten". Die Anfahrt des Gefeierten und seiner Gäste erfolgte über die neue Straße, nach Ankunft wurden sie von dem, fcstesge- ftimmten Publikum lebhaft begrüßt. Die Schule und Vereine von Rudingshain, sowie eine Anzahl Festjungfrauen hatten Aufstellung genommen und brachten ein Hurra aus. 1 Nachdem saug der Gemischte Chor Rudingshain ein der Feier entsprechendes Lied, worauf Baurat Diehm als erster das Wort ergriff. Er führte aus, nicht nur der Kreis, sondern auch die Provinz habe erkannt, daß Herr Schönfeld den Vogelsberg erst weasam gemacht habe, sein Interesse für Herstellung guter Straßen sei weit bekannt und auch der Kreis Lauterbach habe dem heute Gefeierten diesbezüglich viel zu danken. Auch Oberamtsrichter Rab en au- Büdingcn schloß sich als Vertreter der Provinz dieser Tatsache an und spendete in tief überzeugter Weise Worte v.ruj. n - , der Dankbarkeit. .Herr Schönfeld drückte in herzlichen Vortraas-Folqe brachte teils bereits bekannte und bei den Worten seine Dankbarkeit aus, er tat dies gegenüber allen, Treunden der ^itbermusik beliebt' gewordene, teils neue die am Zustandekommen dieser wichtigen Straße mitgewirkt £3 S ■ Li •*•»<■« .’kAäs Sä «SäÄ «ur. t*»ÄSS.» die Fortzchritte beobachten, welche der Chor seit den letzten ebenfalls in kurzer Rede der Dankbarkeit der Aufführungen dieser Werke tm 5u|anunen)piel $cineint)c und gelobte, den Brunnen, auf den die Ge- hat. Für Abwechselung mar durch die ganz besonders meinde stolz sei, in Schutz und Obhut zu nehmen. Nach beifällig aufgeiwmmcncii „ Gesangs-Vorträge, durch die I weiteren Gesangsvorträgen entwickelte sich hierauf in der Nummern mit Verwendung des Zymbals und durch den Festhalle ein fröhliches Treiben, das bis zum Einbruch Verravbon-Vortrag des Herrn Max Büttner gesorgt, der Nacht anhielt. Der Vogelsberg ist um eine Sehens- Die Zuhörer spendeten von der ersten bis zur letzten Würdigkeit reicher ur^ mit Dankbarkeit und Jnteresie werden Unterhaltungs-Abend des gleichen Besuches und gleich Rheinhessen, 8. Okt. Eine Anzahl Jagdfreundlicher Aufnahme zu erfreuen haben wird. Pächter hatten sich an die Verwaltungsbehörde gewendet ** Reiche Zwetschenernten. Auch m „ *1 Unb dafür von der Militärbehörde Schadenersatz verlangt, schäften am Duusberg hat es diesmal eine überaus 1^.^ bie jüngsten Herbstmanöver in dec Provinz reiche Zwetschenernte gegeben. Vergangene ^Loche amgcn Teil des WildbestandeS verscheucht und aus den Vie ersten Wagenladungen nach Gießen zum Markt und ^gdrevieren vertrieben worden sei. Die Jagdpächter wurden den Stationen Abendstern und Kinzenbach. - ) 1 . bgeivicsen, weil die Militärverwaltimg gesetzlich nicht .bringt man nur Vollreife Zwetsthen zum Berkaus, v« bie be„ Jagbpächtern entstandenen Nachteile dem wetten Transport lohn sich aber kaum das Ab- unb nuc beu durch ein Manöver wirklich nach- pflücken. - Auf dem Markte zu Gießen « m Schaden vergütet werden könne. (Fckf. Ztg.) Samstag Nicht weniger als 268 Wagen Zwetschen zum Homburg v. d. H., 9. Okt. Dec preußische Gesandte Einfachste wie reiche Wohnungs-Ausstattung individueller künstlerischer Art, Teppiche, Gardinen, Dekorationen, Kunstje^enstände zu sehr billigen Preisen. 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Von Vollendung der 5 Dicnstjahre kann nur dann im letzten Dienstjahre abgesehen werden, wenn der Tienst- austritt durch Einberufung zum Militär, durch Auflösung des Haushalts, oder durch Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, welche nach diesen Bedingungen auf eine Prämie glauben Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter Vorlage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassenbuchs (die Angabe der Nummer des Buchs genügt ebenfalls) bei unserer Kaffe oder der Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 20. l. Mts. zu melden. Gießen, den 8. Oktober 1906. Bezirkssparkasse Gießen. Doering. Vergebung von Bauarbeiter;. Die für die Errichtung der Einfriedigung, Entwässerung, Hof- und Garteuaulage zum Pfarchaus- neubau Reiskirchen, erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen int Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau de? Unterzeichneten, Znnmcr Nr. 18 während den Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen sind verschlossen und portofrei bis spätestens Montag, den 15. Oktober lfd. Js., nachmittags 5 Uhr auf Gcoßh. Bürgermeisterei „Reiskirchen" cinzureichcn, woselbst die Eröffnung erfolgt. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Erd- und Maurerarbeiten . 1917,26 Mk. Zimmerarbeiten .... 233,60 v Schlosseracbeiten .... 126,40 „ Weißbindcrarbeiten. . . . 52,70 u Planierarbeiten ..... 240,60 u Pflaster- u. Chaussierarbeitcn 945,20 „ Eisenlieferung ..... 60,00 u Basaltgruslieferung . . . 77,00 „ Gießen, den 6. Oktober 1906. Der Gcoßh. Kreisbaumspektor des Kreises Gießen __________________Diehm, Großh. Baurat. Beerdigungs-Institut „Friede“ Telephon 540 Telephon 540 Uebernahme sämtlicher Arbeiten bei Sterbesällen. Särge aller Art. Sterbeklcider, Kissen und Steppdecken. Blumeudekorationen bei der Einsegnung u. Beerdigung. 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