Erstes Blatt General-Anzeiger Piole Bk. W) )5 $0 .0 w )0 1! 90 10 n M) n >0 0 und Argentiniens sowie daß die Bestrebungen Würzburg. denn Ein- Kon- 156. Jahrgang Heer und Flotte. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 3 1, 1881 ou6 verschiedenen Regimentern neu ge- (eine Batterie wurde dem Hess, Feldartillerie. — Dag das im Jahre gründet wurde dem Marineminister und dem deutschen Ckschäftsträger ausi gebrachten Trinksprüchen gekannte der Wunsch nach immey reg er er Entfaltung der schon jetzt ^ehr bedeutcndenj kommerziellen Bezieh un uv erficht zum Ausbruch, icg aufblühenden Argentinien ini Europa und besonders in Deutschland sympathisch gewürdigt werden. Wien, 9. Fcbr. In dor heutigen Konferenz der Klub^ männer kündigte Ministerpräsident Frhr. v. Gautsch big Einbringung einer WahlreformVorlage für Eudtz nächster, spätestens anfangs übernächster Woche an. Hongkong, 9. Febr. Gewisse Anzeichen sprechen da-, für, daß eine allgemeine Erhebung gegen b te Eu ropäer bevor steht. Tie englische Mission in Ehangi pu wurde von chinesischem Pöbel angegriffen. Die Kirche; sowie das Krankenhaus wurden niedergebrannt!, Tie Missionare entkamen mit knapper Not. Die Chinesen marschieren jetzt gegen Chang-Cheufu, um die dortige eng- lische Mission zu zerstören.__________________________________ Regiment Nr. 25 entnommen), feiert im Frühjahr d. I., wahrscheinlich Ende März, sein 25jähriges Bestehen. Tie damaligen Gründer, welche aus allen Gauen des Deutschen Reiches zusammenkamen, sowie auch alle späteren Regi- nientsangchörigen werden ersucht, sich an der Feier zu beteiligen. Anfragen sind an das Kommando nach Hagenau zu richten, wo das Regiment jetzt in Garnison liegt. Kader auf der Marokko-Konferenz. Algeciras, 8. Febr. Tie Stimmung unter den Konferenzdclegierten war Lis in die letzten Tage nicht ohne Zuversicht für einen günstigen Austzang der Beratungen. Man glaubte, daß in den wichtigsten Fragen ein Einvernehmen in dem Sinne ihrer internationalen Regelung von keiner Seite durch exklusive Ansprüche durchkreuzt werden würde. Ein Artikel Lenessans im „Siöcle" wurde jedoch für die hiesigen Vertreter Frankreichs zum Anlaß, ihre Taktik zu ändern. Während nämlich, einem Wunsche der französischen Teleqierten entsprechend, vor An- schneidung der Polizeifrage eine Verständigung über die neu zu errichtende marokkanische Staatsbank gesucht tvurde und in dieser Absicht Verhandlungen bereits eingeleitet waren, erhob die französische Vertretung nunmehr unerwartet das Verlangen, vor allem weiteren die Polizeifrage geregelt zu sehen. Die nächste Folge war die Unterbrechung der schon günstig laufenden Erörterungen in der Bankfrage. Tie vertrauliche Fühlung aber führte alsbald zur Herausbildung des Gegensatzes, daß Deutschland an einer internatio- en Deutschlands! zimg. ntf unb MöngnisgeM» bi ö bet allgemeinen Hema^- etaatbbauien vorn 17. Qanuat velerungcn öffentlich veröungey m und Fußleisten mb ÄlasavMjse Nr. 35 Orsid-in« außer Sormiaas. Dem Gießener Anzeiger werden nn Wechsel nut dem hessischen Landwirt die tiiefecner Kamillen» blätter viermal in der Woede hfigelefll. RotanonSdruct il Ver» Inq der B r ü b l'iwen Unwe.-s.'Buch'U.Slem- bruderei. R. Longe. Redaktion, Erveduw« und Tnicffm- Scholtzrabe 7. Redaktion 113 Verlag u.6rDeb.e=?®ol Adresse ffir Teveichen: Anzeiger Gießen. -U Wlr | 1 °ut der 6ur* malen Regelung festhält, Frankreich aber auch .außerhalb der algerischen Grenzbezirke Einrichtungen wünscht, die ihm em absolutes Uebergewicht für die Ausübung von Polizeibefugnissen in ganz Marokko auch in dem Falle sichern würden, daß es, um den Anschein 4 zugegangenen Augiührunqsanweisung zu obigen Gesetzen (3. 9) beauftragen wir Sie, innerhalb einer Woche die nach den Formularen F. unb G. aufjiifteClenbcn Ueberuchten ohne Begleitbericht einzusenben. Sollte in der Zwischenzeit ein Wohnungsinspektor in Ihrer Gemeinde ernannt worben, ober ein Wechsel in ber Person beg seitherigen Wohnungsinspcktors eingetreten fein, so wäre hierüber besonderer Bericht zu erstatten. I V : £) e d) I e s Alö ein lpbvuswürd-yer Cicerone fie Professor Lnbanbe, bcr Direktor des großartigen Musse Ealvet zur Verfügung. In einer halben Stunde von Avignow gelangt man noch Vaucluse, wo Perrarca gelebt unb gedichtet lat In Avignon lebte Laura be Noves, deren Ähönheit oen Dichter zu seinen berühmten Sonett-n begeisterte. Zum Schlüsse seiner überaus feffclnbcn Aussührungrn gab der Redner eine kurze Cbaral-teristik des provencaliichen Dich-, ters Frederi Mistral, sowie der Bestrebungen d^s Bundes oer Fsliber und erfreute die dankbaren Zuhörer durch ben; । Vortrag von Mistrals berühmten Gebtchte „An die Lateiner- rasse" zu sprechen ist — so im Argen, baß kein verständiger Mensch Lust haben wird, größere Kapitalien dort in wirtschaftliche Unternehmungen hineinzustecken, wenn nicht möglichst bald für gründlichen Wandel gesorgt wird. Man sollte meinen, es wäre das Einfachste, dem Sultan die Schaffung der Polizcicrganisation zu Überlassen, ihm vor allem das nötige Geld dazu zu besorgen — das bringt die internationale Finanz gern auf — unb aus aller Herren Lander die besten Instrukteure heranzuziehcn, die, wiederum für Geld, zu haben sind. Wenn die Konferenz ohne Ergebnis aus- einandergeht, dann ist der Zustand breb noch viel unerträglicher. „Unb ba keiner wollte leiden, daß ber Anbere für ihn zahle, zahlte keiner von ben Beiden." Daß aber dieser etwaige tragikomische AuSgang irgendwie Frankreichs Ehre berührte, und daß die Niederlage nur mit Blut getilgt werden könnte, diese an Narrheit grenzende Ausfassung möd)tcn wir den Franzosen nid)t zutrauen. Ter „Times"-Korrespondent in Algeciras berichtet, daß tägtidi beunruhigende Meldungen aus Marokko einlaufen. Ter Maghzen scheint mack;tlos zu sein. Eine große S ch la ch t zwischen dem Ang Hera-Stamm und Raisuli stehe bevor. In Mazasna und Umgebung stehen Raub- niorbe unb anbere Gewalttätigkeiten a u f der Tagesorbnung. Ein großer Teil der marokkanischen Küste befindet sick) im Besitz ber Briganten, bic Ü e b c n unb Eigentum unsicher machen. Es bestehe sogar die Gefahr eines Angriffes der Aufständischen und Briganten auf Tanger. In diesem Falle wären alle europäischen Diplomaten und Einwohner aufs äußerste gefährdet. Tas ist zweifellos englische Uebertreibung, aber doch auch nicht ganz außer ackit zu lassen. ________________ Dcntscbcs Nckch. Berlin, S. Febr. Der Kaiser verlieh dem französischen Marineattachö Grafen Seigny, welcher nach vierjähriger Tätigkeit Berlin verläßt, den Roten A d l e r- orben zweiter Klasse. — Stadtoerordnetenvorsteher Dr. Lange rhanS hat heute folgendes Teleara mm anS Paris erhalten: »Die zu Paris oerciniqten Stadtverordneten von London und Paris senden den Kollegen der drillen enro* pälschen Kulturlkadt den Ausdruck ihrer s r e u n d s ch a s'. t i ch e n Hochachtung, gez. Brousse. qez. Cornwall.* Dr. Langerhans hat das in deutscher Sprache abgefaßte Telegramm französisch beantwortet: „Mr. Brouste, PrLüdent du Conseil de Patt?, Hotel de Ville. 3d) habe Ihre ireundschaitlichen Grüne mit großer und herzlicher Freude empfangen. Tie Stadtverordneten von Berlin werden über diese Grüße sehr erfreut sein." — In den letzten Tagen wurden au§ Berlin zahlreiche Russen anSgewiesen. ES sind fast durchweg Handwerker und Arbeiter. Bei einem Teil der AnSgewicsenen soll vollständige Mittellosigkeit die Ursache der polizeilichen Maßnahmen fein, bei Anderen wurden die nachgewiesenen Subsistenzmittel für ungenügend erachtet. Manche von den Ausgewiesenen waren bereits jahrelang in der Reichshaupt- stadt ansässig. S3 'einem Stiefelknecht machen. Er war mit seinem Meister wegen Lohndifferenzen in Streitigkeiten geraten, wobei dem letzteren erhebliche Kratzwunden im Gesicht beigebracht wurden. ,<£cc Meister, hierüber aufgebracht, versetzte dem Gehilfen mit einem in der Rühe liegenden Stiefelknecht einen Schlag oiir den Kopf, sodass eine wenn auch nicht gefährliche Verletzung entstand. Die Kämpfenden liehen von weiterem ab, und der Gehilfe -verließ schimpfend und schreiend die Wohnung seines Meillers. . [] Fron hausen, 9. Febr. In Argenstein steht cm L8i'ährigeß Mädchens namcnS Ka letsch unter dem Verdacht der Kindestötung. Die Leiche rombe im Bettstroh ver- steckt gefunden. Darmstadt, 9. Febr. In Sachen des Hochschul- ftreites wird, wie da? hiesige .Tageblatt* erfährt, das Rektorat der Technischen Hochschule gegen die Wortführer der vorgestrigen Protestversammlung, soweit sie an der Abfassung der „mißbilligenden* Protesteingabe an den Senat mitgewirkt haben, disziplinarisch vorgehen. Darmstadt, 9. Febr. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten-Versainmlung widmete Ober- bürgermeister Morne weg dem verstorbenen Slaatsminister Rothe einen Nachruf, wobei er besonders auf das Verständnis hinwieS, das der Tote allzeit für die wachsende volkswirtschaftliche Bedeutung der Städte im Staatswesen bekundet habe. Dabei betonte der Redner, daß Rothe seine Aufgabe nicht etwa darin erblickte, die städtische Entwicklung durch materielle Begünstigung auf Kosten der ländlichen Interessen zu fördern, daß er vielmehr bestrebt gewesen sei, die großen Hemmnisse zu beseitigen, die dem Aufblühen der Städte durch die im wesentlichen auf ländliche Verhältnisse zugeschnittene ältere Gesetzgebung im Wege standen. — Ein Eingesandt im „Darinst. T. 91113/ regt die Errichtung '.eines Denkmals für StaatSminister Rothe an. fc. O ffenbach, 9 Febr. Die Stadtverordneten genehmigten die Aufnahme einer 9lnlei he von 2 00 0 000 Mk. Zur Errichtung eines neuen städtischen Gaswerkes. Dieburg, 9. Febr. Heute nacht wurde hier der stellenlose Schreiber Albert Köllisch anscheinend von seinem eigenen Bruder durch einen Schuß lebensgefährlich verletzt. K., ein vielfach vorbestrafter Mensch, der auch die Trunkenboldliste zierte, hatte seinen Vater, einen angesehenen Dieburger Bürger, schon einmal mit dem Messer gestochen und dafür eine längere Freiheitsstrafe verbüßt. Biebrich, 8. Febr. Die Militärverwaltung beabsichtigt bei Kasiel einen großen Pionier-UcbungSplatz zwischen Wiesbadener Straße und Rhein, von der Kaiserbrücke bei Amöneburg an bis zum alten Pionier-Uebungs- platz bei Kastel zu errichten. Richt einbegriffen in das in Aussicht genommene Terrain ist die Ruthossche Werft, die bestehen bleibt. Wie der „Rh. K.* hört, hat in Kastel bereits die Unterzeichnung der notariellen Akte für die Verkäufe der Grundstücke stattgefunden. Die Verkäufer sind gebunden bis Mitte Mai 1907. Das preußische KriegSministeriurn ist bei dieser Gelegenheit zu seinem Vorteil von seiner Gepflogenheit der Expropriation abgewichen. Es kamen bei dem neuen Pionierübungsplatze nicht weniger als 90 Parzellen in Frage .und fast durchgängig ist eine Verständigung erzielt worden, nur mit etwa fünf Grundbesitzern kam eine Einigung nicht zu stände. Frankfurt a. M., 10. Febr. Wie ein Frühlingsbild mutet den Besucher deS Palmengartens jetzt die Blüten- gallerie an, die in prachtvollem Blumenschmuck prangt. Richt exotische Pflanzen erblickt man, sondern viele alte Bekannte, die im Frühjahre in den Gärten blühen. Da sind zunächst die reizenden, halbgefüllten, rosafarbenen Blütchen der Mandel- 'pflaume, Prunus tritoba, eine rechte Frühlingsfarbe, dann die rosaweißen einfachen Blüten einer Zierapfelart, Malus Schevleckeri. An anderer Stelle trifft man reizende Bäumchen 'deS Schneeballs, Viburnum Opuhis sterile, herrliche weiße Syringen und die zierliche weiße Spiraea prunifolia, deren schlanke Aeste mit Blütchen geradezu übersäet sind. Für ^Abwechselung in den Farben sorgen Prachthyazinthen mit 'ihren satten Tönen, Tulpen, Azalien, Alpenveilchen und Primeln, alle in harmonischer Abtönung zusammengestellt. Richt zu vergeflen sind die AmaryltiS mit ihren großen, glockenförmigen Blumen, die sich eben zu entfalten beginnen. >Wie in der Blütengalcrie, so findet man in den Gewächshäusern deS AnzuchtgartenS manches Schöne. Ein Besuch des Palmengartens in diesen Tagen wird dem Blumenfreunde viel Freude machen. 'SM———— ■ ■ >- —— ■— Vermischtes. * Infolge der M itzstände in der Verwaltung zu Vallendar haben nunmehr auch die Ge- ,meinderatsmitglieder der zur Landbürgermeisterei Vallendar gehörenden Gemeinden Niederwerth und Weitersburg ihre Aemter niedergelegt, weil Gemeindeschulden bestehen, für die Belege nicht vorhanden sind. Tie Eingabe betreffs Auflösung der Stadtverordnetenvertretung ist an das preutz. Staatsministerium abgesandt worden. • Die berühmte st en Esel der Weltgeschichte, der Bileams und der Buridans. sind wieder einmal verwechselt worden. In der bayerischen Abgeordnetenkaimner verglich der bauernbündlerische 9lbg. Memmingcr bei einer sehr lebhaften Debatte um zwei Bahnprojekte die Mitglieder des Hauses der bayerischen Kammer mit „BurianS Esel"; sie stünden wie dieser zwischen zwei Heubündeln und könnten sich nicht entscheiden. Der Präsident der bayerischen Kammer, Dr. v. Orterer wahrte die Ordnung deS Hauses, rügte leise den Vergleich und bezeichnete dabei „Bnrians Esel" als einen biblischen Ausdruck. Darauf sandte ein gutgelaunter, geistlicher Herr der ,AugSb. Abendztg." folgende Zuschrift: „Der Vor'all in der bayeriseben Kammer veranlaßt mich, Ihnen eine Heine „EselsbericlUigung" zusammen zu lassen über „Buriaus Esel" des Abg. Memmingen', den Präsident Dr. v. Orterer für ei"en biblischen Ausdruck erklärt hat. ES liegt hier offenbar eine Verwechslung des Präsidenten zwischen einem theologischen und einem vhilofovfriicben Eicl vor. Der theologische ist der biblische und beißt Bileams Etel; er trift redend ans, noch bevor das Volk Israel seinen Wohnsitz in Palästina eingenommen hat, und seine Redegabe ift ein Streitpunkt für die Theologen. Der philosovbische heißt richtig Buridans Eiel nach einem scholastischen Philosophen des 14. Jahrhundert^. Dieser Esel, der aber nu( Aristoteles znrnckgeht, verhunaert zwischen zwei gleich lockenden, duilenden venbündeln, ivcil ihm der Mangel des freien Willens die Entscheidung für das eine oder da? andere Bündel utimöglich macht. Diese beiden berühmte» Esel müssen scharf von cinanber unterschieden werden, waS merkwürdigerweise einem so gelehrten Manne, ivie es der Oberstudienrat und ^andtagsprüsidetit Dr. v. Citercr ist, in der Hitze des Gefecht? mißlang." Aber auch der geistliche Herr in der „AugSb. Abendztg." ist nicht ganz korrekt und bibelfest. Denn Bileam? Esel war in Wahrheit eine Eselin. Und Buridans Esel stand, unent- schloflen hungertid, zwischen Heu itnb Stroh, nicht zwischen zwei Heubündeln. D. Red. d. Gieß. Anz.). * Kleine Tageschronik. In ihrer Wohnung imtrbe in Marklissa (Schles.) die Witwe Tischler ermordet aufgefunden. Unter dem dringenden Verdacht her Täterschaft wurde derNeffeder Ermo'd?ten. der F-'hrwcrksbesi^r Svländer, dem die Tante bisher ihre sämtlichen Ersparnisse auf sein Drängen l^rausgeaeben hatte, verhaftet. — In Leipzig wurden aus einer Privatwohnung 13 Aktien der Allccmeincn deutschen Kreditanstalt eine über 1000 Mk., 12 über 300 Mk. sowie 1000 Mk. bares Geld gestohlm. Der Dieb. Buchbinder Günther, ist flüchtig. Aus s"iner Ergreifung ist eine Belohnung von 500 Mk. ausgesetzt. — ?nr Wiederau sricht"ng des antiken Theaters in Orange soll in F-rankreich eine große Lotterie, deren Haupt- gewimi 100 0^0 i-VT. nrnn'i’"f:prt werden. Für die notleidenden Lettischen in Rußland gingen 'r. Pfd. 00-00 Psg., L?chfeusieisch vr. Pfd. 74—82 Pfa., Kuh- und 9iiubfleifch vr. Pfnud 70—72 Pfg., Schmeüu.- sieiieh vr. Psimd 80—86 Psg., Schiueiueflesich, ge'at^eu, vr. Psiu,d 90 Psg., Kalbsieiich pr. Psd. 70—80 Pfg., Haituuelsteifch vr. Pfund 60—76 Pfa. Wel^cke per Pfund —.— Kartoffeln vr. 100 Kg« 5,50—6,00 Mk., Zwiebeln pr. Ztr. 6,00—6,00 Mk., Plllch per Liter 20 Pfg., Aev'el rcr Psimd 18 bis 30 Pfg., in Körben 00 Pia., Nüsse 100 Stück 20- 40 Pkg., Birnen vor P'd. Mk. 0.15—0.20, Weißkraut vor Stück 10—30 Pfg., ver Zeiiluer Pik. 0.00—0.00. — Pfavktzeit 8—2 Uhr. fc. Fvaiikfurt a. M., 9. Kehr. Heu- und Stroh- markt. Mait notierte: Heu Pfk. 3.50 bis Mk. 3.80, Stroh Mk. 2.90.—0.00 Alles vor 50 Kilo. Tendenz fest. (DricxtnabDrabhncl^itngcn» Berlin, 10. Februar. Wegen Herausforderung ZliNi Zweikanipf mit tätlichen Waffen wurde von der Strafkammer deS Landgcr'ckstS II der Assessor W'lhelm Figge zi> drei M 0naten Festung verurteilt. Der Angesck)uld-gte, welcher von einem Militärarzt beleidigt worden ivar, hatte diesen aus Viflolen gefordert. Der Gegner FiggeS untersteht als Militärarzt dem Kriegsgericht. London, 10. Februar. Im Frühjahr sieht eine Zn - fö mm en tun ft zwischen König Eduard und Kaiser Franz Josef in Dalmatien zu erwarten. Rotterdam, 10. Febr. Bei einem Gewitter in der Provinz Zecland wurden 4 Menschen vorn Blitz erschlagen. AlgeciraS, 9. Febr. Die marokkanischen Delegierten erhielten auf ihren an den Sultan gerichteten Bericht betreffend die Unterdrückung des Wasfenschuruggels heute dessen VtntiDort. Ter Sultan erteilt dem Reglenient seine Zu- siimmung mit Ausnahme des Punktes, der die Vernichtung der korrsis,zierten Kriegswaffen anbetrifft. Der Sultan verlangt, daß die konfiszierten Kritgswoffen, die sieh dazu eignen, zur Bewaffnung der Tnrppen verwendet werden; die dazu sich nicht eignen, nach dem Ausland zurückgeschickt imb dort 3um Vorteil des Schatzes des Sultans verkauft werden sollen. Tie liiarokkanischen Telegicrten werden die dlntwort des (5u(* tan§ in der morgigen Sitzung vorlegen. Rom, 10. Febr. Leutnant Gantan0 Vinturr vom 7. Artillerieregiment in Pisa ging zu feinem Gläubiger Balesiori und verlangte Prolongierung eines Wechsels über 500 Lire. B. weigerte sich; e§ kam zu einem heftigen Wortwechsel, der damit endete, daß der Offizier den Halsabschneider nicderfchoß. Aus den Schuß eilte die Mutter B.'S herbei. Der Leutnant schoß sie durchs Herz. Er entfloh und wanderte nach Livorno, wo er verhaftet wurde. May glaubt, eS mit einem Irrsinnigen zu tun zu haben. Petersbrirg, 9. Febr. Heute wurde gegen eine in einer Vorstadt gelegene Wirtschaft eine 93 0 m b c geworfen, wodurch das HauS zerstört, sowie 2 Personen getötet und 17 verletzt wurden. Rach der Explosion wurden mehrere Schüsse gegen das HauS abgegeben. Polizei und Truppen umstellten den Ort. Sebastopol, 10. Febr. Der Oberbefehlshaber der S ch warzen - Meer - Flotte, Tschuknin, wurde heute in feinem Kabinett von einer unbekannten Frau durch vier Schüsse schwer verletzt. Die Täterin, b:c nach den angestelllen Ermittelungen von auswärts nefommen und in einem Hotel abgestiegen war, wurde von dem Wachtposten getötet. Telefonische Kursberichts des Giessener Anzeigers, miteeteilt von der Bank Hir Handel und Industrie, Giossen. Frnnkfnrter Börse. 10. Februar, 1.15 Uhr. Reichsanleihe . . 127.80 Nordd. Llovd . Oberschles. Eisen-Industrie 130 10 3®f? Portugiesen III Eick tri z. Lahmerer . . . Elektriz. Schuckert . . . Esch weil er Bergwerk . . Gelsenkirchen Bercrwerk , Hamhnrcr- Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Laurnhfltte...... 101.2 89.20 101.35 89 35 100.10 Berliner Haudcls'zes. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskonto-Kommaudit. Dresdner Bank Kreditnktien . . . Ba't.imore- und Ohio- Eisenbahn . . . Gotthardbahn . . . Lombard Eisenbahn ■1 % Öesterr. Goldrente. . 4‘/8 % Oesterr. Silberrente 4 °6 Un-rar. Goldrente . . 4% Italien. Rente . . . 3% Portugiesen Serie k . . 173.50 . . 1 4 «.80 . . 242 — . . 183.70 . . 188.60 . . 16 .10 . . 211.20 . 143.- . 130.- . 261.- . 227 80 '. 16 t — . 215 90 . 247.50 do. Konsols do. Hessen . Oberhessen 3% 3% W!( 100.6'> 101 50 9<:.7O 106.70 68.— 68.60 91.75 94.8'. 92.20 146 60 5360 92.70 67.35 98.20 . 114.50 . 198.25 . 24.90 4 XA °/„ rnss.Stnatsanl. 1905 W?» Japan. Staatsanleihe 1 °o Conv. Türken von 1903 Türkenlose . . . . . 4% Griech. Monopol-Aul.. äussere Argentinier . 3°ln Mexikaner . . 4}io/o Chinesen . . . . Aktien: Oesterr. Staatsbahn . . . 142.20 Bochum Guss . . . , Buderus E. W. . . . Tendenz: schwach. . 246.70 . 132.— Prince-Henri-Eisenbahn . 131.—' Berliner liorse. 10. Februar. Anfanjrsknrse. Can ad a E. B......175.10 Darmstädter Bank . . . 14U.20 Deutsche Bank .... 242._ Dortmunder Union C. . . 89.70 Dresdner Bank .... 165.60 Tendenz: schwach. Harpener Bergwerk . . . 215.— Lanrahtitte . . . , . 247.30 f ombardcu E. B. ... — Nordd. Lloyd.....127.80 Türkenlose......146.90 i^ucrnb n ,t06t sä 'f't' sW ■’ ^J'Ninetüfiji J'hiiib . ^ttriofinh. ™ ur- C'hinb 1 W, in Y-!.?' l'kr Liier i?°< M,et ®1 o'oo-oS 3'50 bi»" ®r"«m e"6, ■Wen, f,(t '• U». eiroj ^ungen/^ l”C||Or tojr . '■.«flf« •tkilt. treÄ*1«« '(cibifti crJlnOcf(t|ulb-qte : ®. 1*'n "’'lr' * 9net »W untcrüey W eine Zn. „ "’tk Md Sinif t >u erwarten. cc * ™* in b,t °°>n Blitz tt. Wrolftinil^cn Mf(1i,rkn iKndjtrtcn Bericht betreffend *ll,llWlä h,„,e de,im 'em 9'eq[ement seine 3U, unttes, der die Pernichn.ng W< Ter Sultan m. onffrn, die sich dnzn eignen, wendet werden; die dazu "d znrückqe'chickt und dort ans verkmist werden sollen, rden die Antwort des Sul- rlrgkn. ant Gantano Vintur, ssing zu seinem ßliäubiftet itnmg eines Wechsels über nn zu einem he'tigm Wort. Offizier den halsab'chneider 16 eilte die Mutter B.'r durchs Herz. Er entfloh er verhaftet wurde. Man gu hm ,m haben. nie mwx\)c fitym eine in e'me Vombe ywtfm, 2 Personen flötet r hplolron wurden mAxtte ben. Polizei und Truppen Ter Oberbefehlshaber ottc, Tschnknin, wurde icr unbekannten Fran diirS Tie Täterin, b;e nach in auswärts aekommen und Durde von dem Wachtposten urebericMe I, ™ der B«"‘ » Handel G;ps«pti. 10 Fehmr. 1.15 Uhr. Icktriz. ^bmeser • • lektriz. Schnckert. • - 9S]'_. schweiler Bewert• - # ftmhnr-T-Amerik. faset [ftrpener Bergwerk. • .nnrflbfltte • • 127.fi1’ :ordd. Lloyd - ■ • ’. ‘ 13nic- ibffwhlejljg®* JWJ !er>i"er ^°"k5 . .W* larmstÄdter ^nk ' . 24> deutsche Bank . M lentseh-AMB»’* ' . jRS.60 I sknnto-Kommandit. - 1r,^nerBauk • ' -211» -Ä Eisenhahn - . B-' ^tftnbah11 ‘ ' 142.?’ I,ornb GtaAtsbnhn - - ' 215- ; 247.30 ; 10 r_,. Anfanr»^ Bemerk. • RarpCSte ' * ' ron)harden . 5d.u«rd • ; . . [•jrkenlo«6 • Krotpreise vom 11. bis 25. Februar 1906. Der hiesigen Bäcker. 1 Ra, n m.) Dafelbrot — 2 Kg. (4 Pfd.) ®em. Brot 60 -5. 2 (4 , ) _ —- , 3 , (6 Pid.) (Sem. Brot 75 , 1 ’ (2 , ) Weißbrot 27 , 1 , (2 , ) Kornbror 23 , 2 * (4 Pid.» Weißbrot 54 , 2 , (4 Pfd.) Kornbrot 46 , 1 ’ (2 Pfd.) (8cm. Brot 25 , Der anSivärtigeu Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 25 XI. Stenimüller, (Är.-Linden 26 , Heuir. Weber, pciichelheun 26 , W. X!em, Klein-Linden . . 27 , W. Weitzel, Lang-Gons . . 26 , Karl Post, Wieseck . . . 27 , Hemr. Binz, Allendott Lahn 25 , Jakob Appel, Krofdorf . ♦ 27 , W. jabel, Wieseck . . . 26 , 2 Kilogramm (4 Pfinid) Weißbrot bei: Leorg Dern II., (Lc.-Linden 50 W. Weitzel, Lanss-ÄönS . . 52 , Louis Süstmnth, Steinberg 50 , Heinr. Weber, peucljcUjeiiu 52 , K. Lteinmüller, Gr.-Lmden 52 w Jakob Appel, Krojdori . . 54 , Hemr. Bmz, AllcudorfLahn 50 , W. Lern, Klein-Linden . . 54 , ilß. ^abel, Wieseck . . . 52 , Karl Post, Wieseck ... 54 , 1 Kilogramm (2 Pfund) Gern. Brot bet: Georg Dern I'„ Gr.-Linden 23 o, L. etemmüller, Gr.-Linden 23 , Qß. Weitzel. Lang-Göns. . 23 , Karl Zmster, Allendori/Lda. 23 , W.Llemmüller W>o^ Lang- Karl eiumyf, Garbciiletch 24 , GSus.......24 , W. Lent, Kletn-Ltnden . . 25 , Hch, Weber, Heuchelheim 23 , Heinr. Butz, Ällendori/Lahn 24 , 2 Ktlogranun (4 Pfund) Gent. Brot bet: Georg Dern H., Gr.-Ltuden 46 v, Karl Zrauimamt, Wieseck 44 , Korns Lüßnuuh, Llemberg 46 , L. Stetttntiiller, Gr.-Lmden 46 , W. Weitzel, Lang-Gous . . 46 , Karl Spamer, Netsktrctzen 4G „ Hemr. Weber, peuchelheim 46 , Karl Zmßer, AUettdori/Lda. 46 , Gull. Jacoby, Altcn-Bujeck 46 , Karl Lluntp', Garbentetch 48 , Karl Post, Wieseck ... 46 , Jakob Apvel, Kroidori . . 60 , W. Llemntüller Wtv., Lattg- W. Leut, KleimLtndeit . . 50 , Gotts ....... 46 , Heinr. Butz, AUendors/Lahn 48 , 2'/, Kilograntnt (5 Pfuttd) Genu Brot bei: LouiS Süßntuth, Stettiberg 56 * 8 Kilograttun (6 Ptuttd) ©cm. Brot bei: W. Jabel, Wieseck . . . 69 o> Gust. Jacoby, Alien-Duseck 69 , Karl Post, Wieseck . . . 69 , Karl Trautntaitn, Wtejeck 69 , 1 Kilogramm (2 Pfund) Kontbroi bet: y. Weib, Drüniugen . . 23 i Jakob Avpel, Krofdorf . . 23^ Heinr. Binz, BUcndori/Lahn 22 , Karl Zinster, Ailettdolf/Lda. 22 , 2 Kilogranttn (4 Pfund) Kornbrol bet: W. Schimmel, Kutzenb. Bi. 46 * Weist, Grütungen . . 46 S, Jakob Bppel, Kroidor< . . 46 , Karl Spamer, Reiskirchen 44 „ Heinr. Butz, Mendorf,Lahn 44 , Karl Zintzer, Ällendorf,Lda. 44 , W. Lettt, Klem-Linden . . 46 , Karl Sluntps, Garbetnetch 44 , 27, Kilogramm (5 P(und) Kortibrot bei: Hch. Weber, Heuchelyeun 58 , Der Brotverkäufer: Dieselben Preise wie bei den hieiigen Bäckern. Gie sten, den 10. Februar 1906. Grostherzogliches Polizeiamt Gießen. I. B.: Vt o i h. LMWr ArliciMalhmcis Gichcil. Gartenstrabe Nr. 2, Zimmer Nr. 2. 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