Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen 12100 Abonnenten ein als im Jahre 1891 amtlich Eine Konferenz sämtlicher Land- in ße-i i der er* der ISS. Jahrgang allgemeine llmgesla.tnng — schlechter ausfällt, vorgeschlagen wurde? Eisenach, 8. Dez. tragt, wobei Noeren als Zeuge vernommen werden rann. Posen, 8. Dez. Stach einer an die „Köln. Volksztg." gerichteten Zuschrift hat der LieichstagSabg. Mo er en |eine zweistündige hiebe über die Mißstände in den Kolonien namens und imAuftragdesZentrums gehalten. Nur die Aussprache im Interesse der Togoer VerhastungS- Geschichte im Kolonialamt habe er persönlich auf Ersuchen des apostolischen Präfekten von Togo in Ltoloniatvenval* muiiHajc yiüajnajicn uvcr ^kijicuoicn. Die in einem Gehöfte zu Ober-Gleen (Kreis Als- selb) ausgebrochene Schweinerotlaufjeuche ist erloschen und die über dieses Gehöfte verhängte Sperre wieder aufgehoben. Wegen Ausbruchs der Schweineseuche in einem Gehöft und wegen des Verdachts auf Schwkinefcuche in einem weiteren Gehöfte zu Vockenrod (Kreis Alsfeld) wird über beide Gehöfte die Sperre verhängt. In der Schafherde des Landwirts Kröll von Her- gersdorf (Kicis Alsfeld), bie in der Gemarkung Hopf- .floden weidet, ist d'.e Räude auSgebrochen; über diese Herde äst d»e Sperre verhängt. Die Welt-Agrar-Kummer. Tie in Rom erscheinende ,9hoi|ia Verde^ bringt in ihrer neuesten Nummer die Mitteilung, dass der Slmerifancr David Lubin, auf den der Gedanke der Grüudiing eurer Welt-Agrar-Kammer ziiruckzusühren ist, demnächst nut Professor Maffea Pantaleoni — dieser als Vertreter der kgl. italienischen Kommission, der die Gründungsvorbereitungen obliegen — nach Wien, Berlin, Pest, Paris, Brussel und Madrid reisen wird, um von den Regierungen Materialien und Projekte betreffend Erhebung von Statistiken zu erbitten, die dann einheitlich verarbeitet, der im nächsten Jahre bevorstehenden Generalversammlung vorgelegt werden sollen, die sich, nach Maßgabe der international angenommenen Satzungen, mit dem eigentlichen Gründungsakt zu befassen haben wird. 9)ian hofft, aus diese Welse sichere statistische Nachrichten im Interesse der Saudwirtjchaft, der Industrie und des Handels, der Produktion wie des Konsums zu erschließen. Lubin hat schon die entsprechenden Materialien aus Amerika nutgebracht und wußte aiich die maßgebenden Regieiungsilellen in Lon- don, wo er sich kürzlich längere Zeil aiishielt, für die Be- schaffiing dieser Materialien aus England zu interessieren. Pantaleoni, obwohl Italiener, hat das Gymnasium zu Pots- dam besucht imö später in der Schweiz als Universitätslehrer gewirkt, wo er in französischer Sprache las. Nr. 28» r 1 »eint «Äfilt J) anfiei SoniuaaS. Tein (Äietienei Iln^eian werden nn Weehlel mit bein hessischen kandwltt die Siebener Kamillen» blätter viermal tn der UBortie beiqelegL RoiauoilSdrucl u. Verlag der Brühl 'schen lliiwers.-Bt>kb'U.Sie>iH» bmderet. 9t gange. Redatnon, ErvediNoU und iSurfrret: Ertznlsl ratze 7. Redakuon e-sF» 119 Verlag u.($rpcö.e^t851 Adresse lüt Teneldien: «nzetgcr Wichen. Ausland. Paris, 7. Dez. Die sozialistische Gruppe der Kammer empfing eine Abordnung der Organisation der russischen Sozialisten, welche es ihr als notwendig darstellte, der Aufnahme einer neuen russischen Anleihe auf dem Pariser Markte entgegenzutreten. Die Kcmunergrnppe beschloß em- stimmig, die Regierung über diese Angelegenheit zu interpellieren. Budapest, 7. Dez. Im Abgeordnetenhause erklärte heute AckerbaumlNlster Daranyi mbezug auf die in landwirtschaftlichen Kreisen herrschende Befürchtung eines Ar- belterauSstandes während der Ernte, daß Arbeiter und Arbeitgeber gleiche Rechte genießen. Es werde jedoch nötig sein, Maßregeln gegen die systematische Agitation unter Den ßrntearbeitern zu ergreifen und wirksame Vorkehrungen zum Schutze der Arbeitswilligen zu treffen. Falls Arbeiter- vereine ihren Mitgliedern obligatorische Bedingungen für den Arbeitsvertrag vorschrieben, könnten sie aufgelöi’t werden. Der Minister erklärte ferner, er werde Arbeilerreserven organisieren, die im Falle eines Ausstandes zur Verfügung stehen. Es mürben dies aber weder Kulis noch andere Ausländer sein. Denjenigen Landwirten, deren Arbeiter un letzten Augenblick kontraktbrüchig würden, sollen Erntemaschinen zu gesichert werden. Der Mimuer wies sodann darauf hin, daß dies jedoch nur Aushilfsnuttel wären. Die Arbeitgeber möchten durch gerechtes, menschenfreundliches Vorgehen mit Unterdrückung jedes Grolles sich die Arbetts- ivilltgkeit ihrer Leute sichern. — Tie österreichische Delegation nahm heute von dem Bericht der Referenten Bacanelim über das Budget stallen sei. Bonn a. Rh., 7. Dez. Die Hauptversammlung Landwirtschal tskammer für die Rheinprovinz klärte heute eine Auf Hebung oder Milderung Zölle für ViehundFleiscy, ebenso die A u s h e b u n g und Milderung des vermehrten Fleisch- Grenzschutzes für undiskutabetund und vertraut, daß dieser Grenzschutz angesichts der in den Nachbarländern sich ausbreitenden Maul- und Klauenseuche streng durch- gejührt werden wird. Bezüglich der Freischversorgung un- ieier Bevölkerung könne von einem Notstände und von irgendwelchen Norstandsmaßregeln nicht die Rede sein; nur erübrige es, die Fleisch Preise, welche Luc Zeit ver> hältnismäßig hohe sind, mit den Viebpreisen in daS richtige Verhältnis zu bringen. Die Hauptversamm- tung sandte an den Staatsminister a. D. o. Popbielski folgendes Telegramm: „Die Hauptver,ammlung tann es sich nicht versagen. Eurer Exzellenz ihren herzlichen Dank zu sagen füfl das mannhafte Eintreten für die deutsche Landwirtschaft und die treuiovgenoe Förderung derselben. Die Bersamm^ lung verbindet Damit die aufrichtigen Wunsche für Eurer; Exzellenz baldige Wiederherstellung." Mannheim, 7. Dez. In einer Vertrauensmänner« Versammlung der Sozialdemo traten betreff des frei gewordenen Mandats des Reichstagswahltret,es Mannheim wurde als Kandidat an Stelle des verstorbenen Drees- Samstag 8. Dezember 1906 vezng»vre»»' monothd) <6 'ßL. o'ertel* tagsabgeordneten al l e r th u r i n g i s ch e n St a a ten wird geplant, um gegen bie preußische (Eifenbaljn* Politik eine gemeinsame Stelluvgnahme herbeizuführen. tung gepflogen. — Die jozialfortschrittliche Gruppe der Stadtverordnetenversammlung brachte einen Antrag ein, den Magistrat zu ersuchen, gemeinsam mit den Stadtverordneten in gemischter Kommission zu beraten, w ie der Empfang fremder Staatsoberhäupter 1 einer der Würde der Stadt entsprechenden Weise zu Bon der Eiscnbahrttarlf-Ncform. Der ,9teid.)§anj/ schreibt: Die vor cliva zwei Jahren von den deutschen Bundesregierungen mit dein Siaalsl'alml'esitz cmgelcifcieu Verhandlungen fiter eine gemeinsame Reform der Personen- und Geväcklarise haben erireulicherweife in allen Punkten zu vollem E i u v e r sl ä nd n l s gllührt. Es sind nunmehr die uachslcheuden Grundzuge für die Reform beschlossen worden: Tie Fahrpreise für Persoucnzüge ('bimdesleinheussätze für em Persouenkuomcier) benagen ersier Klasse 7, zweiter 4,o, dritter 3, niedrigste (uicrie oder in Bayern und rechts dcs Rheins, und Baden drei b) 2 Pfennige. Tie R ii ck f a h r k a r t e n zu ermäßigten Preisen lallen weg. Feste L ch nell^ugo- Zuschläge sind für 1 bis 75 Kilometer 0,5v m erster und zweiter, 0,25 in dritter, für 76 bis JöO Kilometer 1 Mark in erster und zweiter, 0,5u m dritter, über löü Kilometer 2 Atark in erster und zweiter, 1 Mark m dritter Klasse. Tie Gepäcksrach t für Sendungen im Gewicht bis 200 Kilogramm steigt iür je an- geiangcne 25 Kilometer der Rahzone 1 Ins 2ö Kilometer nm 0,20 bis 5 Mark bei euier^Eutsernung über 8uü Kilometer. Bei den' zu- sammeustcllbareu F a h r j ch e i n l) c f 1 e n des Vereinsreijeperkehrs sind die liloiiieliijchcn Emhcitsjatze 7,3 iür die erste, 4,3 für die zweite, 3,2 litt die dritte Kmsie. Tie Fahrschemheite berechtigen zur Beuiitzliug aller Züge. Allgemeine Ausuahmejätze sind ierner; ermäßigte Preise für Kinder, für Monats-, S ch ü l e r - ii n d A r b e i t e r k a r t e n; Fahrpreisvergüiistigungen hu Aiischluß an die bestehenden Verhalhiisje iür A iis11itge zu wissenich. und belehreudeu Zivcaeii, Scynvahucn, Ferienlolonien, uitlde Zwecke; ermäßigte Mindesieuiheitssatze iiir Souder- mit) Fcriciisoiiderzüge. s2l b iu e i ci) n n g e ii sind allgemein Vorbehalten für den Stadt- und Bororivcrichr und ben Loitniags- verkehr. Aufgehoben werden msbeioudeie die bayerischen, württcmbergischcn unb badischen Fahrschemheite, die luurucmb. und oldenburguchcii Landes! ar »en und die badischen Kilouicicr- heite. Es i)t darauf zu rechucu, daß die neuen Tarife am 1. Mai 1807 eingciül)U werden. Las Beite an ber „Reform" ist die einheitliche Geltung auf allen deutschen Staatseifenbahnen unb die Ein- iäbrhd) All. 2.20, bmch Abhole- il Zweigstellen monathd) 65 Bf., durch die Bost Mk. 2.— v'ertel- jährl. ausfchl. Beuellg. Annahme von Anzeige» füi die lage^iiuinmet bi- vormittags 10 Uhr. ZeilenoreiS. lokal 12Bi, auswärts ZU P'A. Verantwortlich *0» den poht und allgem, Teil. B. Witiko »ü« ,Stadl und Üanö* un» (ktiichtsfaall Ä rnft peß. hii den 11* seiaenteil: bau« Bei politische Lagesschan. Zum fozkaldemoktatischru Glückwunsch au Se. K. H. den Grohherzog veiösientucht bit „Vorwärts' eine neue Erklärung des Abg. Dr. David, in welcher dieser wiederholt, daß cs sich lediglich um einen rein menschlichen Glückwunsch handle, der beiiuedte, dem Großhcrzog em Zeichen persönli chen Mit- empsindenS und persönlicher Achtung zu geben. Das hübe man dem Manne geben zu sollen geglaubt, ber im Falle Eißnert einer Well von Vorurteilen und ciniluß» reichem Parieiklüngel zum Trotz sich aus die Seite der Sozialdemolraten gestellt hätte. Gegen diese Erklärung Davids halt der „Vonvärts" feine bisherige Stellung zu der Angclegcnl-eit natürlich mit bekannter Hartnäckigkeit au;- recht, was vorauszuschen war. Herr Dr. David foutle sich wahrlich nicht weiter beim „Vonvärts" bemühen brauchen. Daß sich L>. K. H. der Großl-crzog „auf die Seite der Sozialdemorrat.e gestellt" habe, daS i|t aber doch ein recht schiefer Ausdruck. La- von kann natürlich nicht im entfernteren die Rede jein. Uni er Landesherr und seine Regierung habcii vielmehr tonjcquent den R e ch l S st a n dpu n k t gewahrt, wie das einjach billig war, ohne Rucljicht auf irgend welche Parieiftellung. Dabei ui allerdings gleichzeitig zum Ausdruck gebracht worden, daß vor dem Throne alle Parteien gleich sind, daß Landesherr und Re- giermrg in Heften wahrhaft über den Parteien nehen. lrolentums in Lemberg unb Krakau ins Einvernehmen zu setzen, teilen die Abgg. Graf Mycielski unb von Dzicnü- bowski der „Nat.-Ztg." mit, baß ihre Anwesenheit in Galizien mit politischen Angelegenheiten nichts zu tun gehabt (jätteJ?^ Vorwurf, welchen ein Berliner Blatt gegen ben ehemaligen Direktor ber politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, Herrn von Holstein erhoben hatte unb ber int Reichstag zur Sprache gelangte, erllärt Herr von Holstein in ben „V. N. R.", es sei nicht wahr, daß er irgend einen Botschafter zu beeinflussen versucht habe, unb er fügt hinzu, er habe sich in seiner Tätigte^ immer nur an bie Instruktionen deä Sreichskanzlers gebunden gefühlt. Von einer eiaenenpersönlichenPo- litit in ber marokkanischen Frage Könne nicht Denesches Rcictz. Berlin, 7. u......Keldung, baß eine Anzahl p r e u ßi s ci) e r P o l e n s ü L) r c r in llefstern Geheimnis sich ui Galizien ausgeyallen hallen, um sich mit ben teitenben persönlich reuen des östeLreioziscyen achhell der Berecksnung. Auch bah bie Rückfahrkarten mit hrer oft als lästig empfundenen Bindung an bestimmte Strecken völlig in Fortfall kommen, erscheint vielleicht manchem als eine Verbesserung. Unb wenn bie neuen Tarife bereits am 1. Mai 1907 eingeführt werben, also zur Reisezeit, so mag man auch bas als einen Vorzug betrachten. Damit ijt aber auch alles gesagt, was zum Lob der Reform gesagt werden kann. Es wirb wohl nut dieser Reform gehen wie mit ben von Miquel so sein er- baajten S teuer re sormeu in Preußen. Au diesen „Wundern von Klarheit, von ausgleichender Gerechtigkeit" hat nur ber Fiskus eine reine Freude; ber Steuerzahler bemerkt nur das (Eine, baß er m e h r de n n j e z u leisten hat. Bei den Eiseubahii-Tarifresörmen läßt sich mit unfehlbarer Sicherhell Voraussagen: die Verwaltung en werden ein sehr gures, ein glänzendes Geschäft damit machen. Ter Reisende dagegen wird große Augen machen o b ber Rechnung, bie ihm ^tzt von Staatswegen präsentiert wird. Da sino, abgesehen vom Fahrkartenstenipei, bie „festen Schnellzugszuscyläge", unb da ist ber gegen alle Kritik, gegen alte Eingaben und Vorstellungen herrlich sieghaft gevuebene weitere Zuschlag in Form eines nach Zonen abgestuften Gepäutar ifs. Es sinb, wenn jemand WO Kg. Gepäck mit sich sührt, nochmals 12 Mk. Fracht für eme nicht besonders lange Strecke zu zahlen. Am 5. März 1691 wurden aua) im. „Reichsanzeiger" Grundzuge für eine Eisenücih'.i-Tamfresorm veröffentlicht, bie der Eifenbahnmiurster Maibach slll Preußen beabsich- tigte. Aus der Sache wuroe nichts, weil bue Fllianzverwvl- tung Einspruch erhob, Mindereinnahmen befürchtend. Diese Reform sah vor pro Kuomeler Persorienzng--Fal)rgeld: in ber ersten Klasse 6 (geplant 7) P.g., in ber zweiten Klasse 4 (4,5) Psg., in der brüten Kla,,e, unter Aufhebung ber vierten Wagenklafte, gar nur 2 P,g., statt 3 Psg. naa) ber neuen Reform! Musiten soviel Jahre vergehen, bis bie der Prrsvneutcrrise erscheint und bach ber LanütagSabg. Dr. Frank-Mannheim, ber Gründer ber sozialdetnotratischen Jugenbvereine, aufgestellt. München, 7. Dez. Die Prinzessin Rupprecht von Bayern, bie C-emahliu bes präsumtiven Thronfolgers, bereu illleberkunft Mille Januar zu erwarten mar, ist heute von einem toten Mädchen frühzellig entbunden worben. bie Rebe sein. * — Assessor Brückner, der Beamte der Kolonialabteilung, oer mit der Disziplinaruntersuchung im F-alle Wistuba betraut ist, und den ber Abg. Roer en cllS „jungen grünen Assessor" bezeichnete, wirb, da j/roeren dura) die Immunität der Abgeordneten gedeckt ist, in der Form zu seinem Rechte zu kommen suchen, baß ec * ‘ ziplinarver fahren gegen sich selbst bcant bei Roeren als Zeuge vernommen werden kann. Eichener Anzeiger w General-Anzeiger w ** WohnungSLeldzus'chüsse für die Beamten u. Erhöhung der Lchrcrhesotduugcu. R. B. Darmstadt, 7. Dez. Der Gesetzentwurf über ben Wohnungsgeld- zuschuß der Staatsbeamten ist soeben dem Präsidium der 2. Kammer überisüfen worden. Der Entwurf stützt die beantragten Wohuungsgeldzufchüsse auf die Tatsache, daß feü der im Jahre 1898 erfolgten Gehaltsregu- iierung eine wesentliche Verteuerung aller Lebensrnlltel unb eine beträchtliche Steigerung der Wohnungsmieten ein- getreten sei, so baß bas Diensteinkommen namentlich der auf Ermietung einer Wohnung angewiesenen Beamten nicht mehr im richtigen Verhältnis zu den erhöhten Kosten der Lebenshaltung steht. Es werde auch ein Wohnungsgelb bereits in säst al.en anderen Bundesstaaten und im Reich gewährt; &er Wohnungsgelbzufchuß in Hessen konnte mit ^iücksicht auf die Finanzlage des Landes nur in einer höhe vorgesehen weroen, bie hinter den Sätzen ber meisten anberen Bundesstaaten und auch hinter ben durchschnittlichen Mietsaufwenduugen wesentlich zuruckbleibt. Der Gesetzentwurf bezweckt nun einen möglichsten Ausgleich iu ber seitherigen u ngleichmäßigen Vehaiioiung ber Staatsbeamten mit unb ohne Dienstwohnung. Er bestimmt in Art. 2, baß der Wohnungsgelbzuschuß eines Beamten sich nach bem höchsten Gehaltssatz seiner Stelle zuzüglich seiner pensionS- sähigen Nebenoezüge bemessen unb betragen soll: 1. für Beamte mll bem 2imts,itz in Darmstadt, Mainz, Gieße n, Offenbach, Worms, Lingen unb Bab-Rauh eim a) Lei einem höchst erreichbaren Diensteinkommen bis 2000 Mk. einschließlich 12 Proz. bieje» Einkommens und b) bei einem Einkommen von mehr als 2000 Mk. 8 Proz. dieses Einkommens, mindestens aber 240 Mk., 2. für Beamte mit bem Amtssitz in ben übrigen Orten bei einem höchst erreichbaren Einkommen von 2000 Mk. einschließlich 8 Proz. unb bei über 2000 ML. Einkommen 6 Proz., minbestens aber 160 Mk. Nach Art. 3 der Vorlage erhallen Staatsbeamte, bie Weber verheiratet sind, noch verheiratet waren, nur bie hälste bie,er Sätze. Der Wohnungsgeldzuschuß ist auch nicht pensionsfähig; er wirb jebock) bei Berechnung des Sterbequartals dem Gehalt zugerechnet. — Der Gesamtbetrag bes burch dies Gesetz sich ergeoenben jährlichen Mehrauswaiibes wirb aus 708160 Mk. berechnet. Gleichzeitig wirb ber 2. Kammer auch ein Gesetzentwur über die Ausbesserung der L e h r e r g e h a l t e vorgelegt. Der Betrag für bie Ausbesserung der Gehalte der Volksschullehrer unb ber Vergütungen ber Schulver- waller und Schulgehilsen beläuft sich auf 232637 Mk., bie Erhöhung ber Geilte ber seminaristisch gebildeten unb ber technischen Lehrer an ben Staatsanftalten berechnet sich aus 14 050 Mk. Es wirb somü in bem schon in ben nächsten Tagen zu erwartenden Staatshaushalisetat für 190/ für Wohnungsgelbzufchusze ber Staatsbeamten unv für Gehaltsaufbesserungen der Lehrer ein Gesamtbetrag von 1U04877 Mk. erforderlich werben. HcS Ministeriums des Aeußeren zur Kenntnis. Der Bericht gibt die Erklärung ob, dog diese übereinstimmenden Ausführungen ein Dementi für die Gerüchte bilden, welche in Ler letzten Zeit über die angebliche Lockerung des Dreibundes verbreitet worden sind. Brüssel, 7. Dez. In der heutigen Kammersitzung ergriff der Sozialdemokrat van der Velde das Wort in der Kongodcbatte. Dein Könige spreche er keineswegs Intelligenz ab, seine Intelligenz ersetze das ihm fehlende ^Gefühl und das führe dazu, datz der Monarch ein Assoe iö -er Führer der amerikanischen Trusts sei. Er erkennt an, daß es absurd sei, den Kongo aufzugeben, nachdem Belgien zwanzig Jahre lang eine Kongopolttck getrieben habe, und angesichts der gebrachten Opfer und dcS vergossenen Blutes. Ferner sagte er, an dem Tage, wo dec Kongo eine belgische Kolonie würde, würden die Sozialdemokraten sich oit der Kontrolle beteiligen und eine solche sei gleichbedeutend iniit dem Schicksal der Station. Y ues aus Rußland. Am 7. Dezember empfing der Zar den Grafen Witte iauS Anlag feiner Rückkehr aus dem Aiislande. Gegenüber onderslautendcn Gerüchten versichert die offiziöse Tclcgr.- lAgentnr, daß Witte lediglich tucgcn seines Gesundheitszustandes erst am Freitag beim Kaiser sich melden konnte. In die faule Getreidclieferungsaffäre an Hungernde ist lnun außer Gurkow auch der Niinlsler des lasiert. Hauses, lBaron Fredericks, verwickelt. In Irkutsk wurde aus dem Goldschmelzlaboratorium faiit Hilfe von Minengängen ein 4 Pud 23 Pfund wiegender ^Goldklumpen im Werte von 1)0 UüO Rubel ge - ist oh len. Am 6. ds. MtS. wurde der deutsche Pastor Taurit in Dahlen bei Riga von vier in das Pator eingedriingenen Ztevolutionärcn, von denen einer die schivarze Maske trug, durch drei Schüsse ermordet. Die Mörder durchsuchten alle Papiere des Pastors, nahmen aber nichts weg, auch lein Geld, und verschwanden. i' ........ ■ ' ......... Aus S.aot uuo Auno. ^Sprechstunden der — - iu,; • j7—i/28 Uhr abds. Gießen, den 6. Dezember 3 906. — Die beiden Ehrenpreise, die jährlich für das Teste Schießen tut Armeekorps vom Kaiser ausgesetzt werden, sind in diesem Jahre dem Feldwebel Kaufmann von der 5. Kompagnie und dem Sergeanten Wagner von sdcr 9. Kompagnie des 116. Regiments zugefallen. Die beiden Herren, von denen der erste den 1., der ziveite den 2. Preis -errungen hat, haben soeben von Sr. Majestät dem Kaiser sg olde ne Taschenuhren erhalten. • • D i e erste S tänd ckammer hält am 14. Dezember leine Plenarsitzung ab, für die im Ganzen 17 Bccaiuiigs- 'gcgenstände vorliegen. In erster Reihe steht die Verkündung sdcr Allerhöchsten Botschaft vom 10. Nov. d. I., bete, die Geburt eines Prinzen und die Beratung einer 'Adresse an S. K. H. den Grotzhcrzog. Ten letzten Bcratungsgcgenstand bildet der bekannte 'Antrag von 18 Mitgliedern bezüglich der Bestätigung des Beigeordneten Eißnert von Offen- ibach. Unter den übrigen Vorlagen befinden sich der Antrag >Dr. Schmitt und Gen., bete, die Rayonbeschrcinkungcn in Iben Gemeinden Kastel und Kostheim, der Antrag Dr. Frenay, Tr. Schmitt und Gen. wegen Vergütung für die Verpflegung feinquartierter Truppenteile, der Antrag Erk und Gen., das 'Gesetz, die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewässer ^betreffend, der 'Antrag Dr. Frenay, Mollyan und Gen., betr. die Einführung von Arbeltstammern und in Verbindung da- iniit der Antrag Ulrich und Gen., betr. die > berufsständische Vertretung der Lohnarbelterschaft, der Antrag Tr. Frenay und Gen., betr. die obligatorische Einführung der Krankenversicherung der Dienstboten. Dec vierte Ausschuß der ersten Kammer, der über diese Anträge, soivie über eine Anzahl Vorstellungen schriftlich Bericht erstattet hat, beantragt bei allen Punttcn den Beitritt zu den Beschlüssen der ziveiten Kanimer. • • Die drei hiesigen Apotheken werden an den Nächsten drei Sonntagen geöffnet sein. • • Die Anlagemusik am Sonntag mittag 12 Uhr euf der Südanlage wird folgenden Spielplan haben: 1. Ouvertüre zu .Stradella" von Flotoiv, 2. Venus auf Erden, Walzer von Lincke, 3. Finale aus „Aida" von Verdi, 4. Armeemarsch 208 von Voigt. * * I m neuen Saalbau konzertiert morgen (Sonntag) Unsere Reglmentsmusik. Musikdirektor Krauße Hai als Gast den Violinvirtuosen Schüttler aus Frankfurt gewonnen. Schüttler, welcher die Konservatorien der Musik in Sondershau.en und Frankfurt a. Ni. besucht hat, ist noch Schüler von dem Geigerlömg Heerulann. Schüttler verfügt -über einen edlen Ton, noblen Vortrag und brillante Technik. • * 3 ii den Kreisen der hessischen Lehrer Hat cs allgemeine Freude verursacht, daß an Großhcrzogs tGcburlslag eine Reihe von Volksschullehrern zum ersten Male mit dem Silbernen Verdienst kreuz Philipps des Großmütigen nut der Krone dekoriert wurden. Vor kaum zehn Jahren war eine derartige Ordensauszeichnung noch cme Seltenheit. Gewöhnlich erhielten die Lehrer nach 50 jähriger emwaudsfreicr Tienstzeit das ^Allgemeine Ehren- zeichcu für langjährige treue Dienste.« Später, als einige Lehrer diese Ordensauszeichnung zurückwic,en, weil sie dem Ansehen des Lehrerstandes nicht entsprach, verlieh man in späteren Fällen eine höhere Auszeichnung, nämlich das Silberne Kreuz des Verdienstordens, und zwar nicht selten auch an Lehrer mit weniger als 50 Ticnstjahren. Die in diesem Jahr ailsgezeichneten Lehrer sind abermals um einen Grad gestiegen. 'An mehreren höheren Lehranstalten erhielten Hauptlehrcr und Lehrer das Ritterkreuz zweiter Klasse. Tie seminaristisch gebildeten Krcisschulinspektoren haben auch seit voriges Jahr in größeren Zahl den Titel Schulrat erhalten. " Der Verein städtischer Beamten zu Gießen hielt gestern abend im CafL Ebel seine II. Haupt- Versammlung ab. Die Versammlung war außerordentlich gut besucht. 4Üe i)Oin Vorstand ausgearbeiteten Satzungen gelangten nach nochmaliger eingehender Beratung einstimmig zur Annahme. jLcc Vorsitzende referierte hierauf eingehend darüber, in welcher Weise man bestrebt sein will, gemäß § 2 der Satzungen den Mitgliedern des Vereins durch günstigen Einkauf von Lebens- und G e n u ß m 111 c l n über bie jetzige teuere Zeit hinw egzu helfen. Aus der Mitte der Versammlung wurde hierzu ausgeführt, daß cs den Beamten bei der jetzigen allgemeinen Teuerung kaum noch möglich sei, mit ihren seit Jahren unverändert gebliebenen Gehältern auszukommeu. Es wurde angeregt, vorläufig von Warenbeziig von auswärts abzusehen, vielmehr in erster Linie an die Stadtverordneten- V e r s a m m lung mit einem Ge s u ch u m A ufbesser n n g — sei es nun in Form von Wohnnngsgeld oder Teuerungszulage — heranzutreten. Der Vorsitzende teilte mit, daß der Vorstand des Vereins der Meinung geivesen sei, man solle vorläufig von einer Eingabe absehen, da anzunehmen sei, daß von der Verwaltung selbst in dieser Hinslcht in aller Kürze etwas geschehen werde. Hierüber entspann sich eine sehr lebhafte Debatte. Es wurde ausgeführt, daß man bereits int vorigen Jahr dieselbe 'Dieinung vertreten und gehofft habe, die Stadtvertretung würde eine Aufbesserung der Gehälter in Aussicht nehmen, daß maii aber jetzt, nachdem wieder ein Jahr verflossen, und bicie Hoffnung sich noch nicht erfüllt habe, nicht mehr länger w arten d ü rf e. Es wurde hierauf fast einstimmig beschlossen, alsbald mit einer Eingabe um Gehalts- a ufbesjerung rc. an die Stadt verordneten-Versammlung heranzutreten und der Vorstand beauftragt, die ihm geeignet erscheinenden Schritte zu unternehmen. — Ein Pferdehändler. Gestern 2(bcnb erschien bei dem hiesigen Pferdemetzger em junger Mann und bot zwei Pferde zum Verkauf an. Ta er über die Herkunft der Pferde zweifelhafte Angaben machte, benachrichtigte der Pscrdemetzger die Polizei, die sich des Burschen zunächst au- nahm. Ec gestand denn auch cm, dag er in Braunfels bedienstet gewesen, von seinem Dienslherrn mit einer Fuhre betraut worden sei, daß cc aber dann die Pferde aus- gespannt und damit nach Gießen gegangen sei um sie zu verlaufen und sich so m Besitz von Geld zu setzen. Dec junge Vien sch entpuppte sich als Karl Leonhardt ans Hauken b. Frankfurt und wurde verhaftet. Die beiden Pferde, die einen Wert von 650 M. repräsentierten, sind dem Besitzer wieder zugestellt worden. ** Eltern-Abend tut Kn ab en hort. Von den Lehrern des städtischen Stimbenljous war am eonniug abend nach der Turnhalle der Staminabeistchule cm sehr stark besuchter Ettern- aiciib c mb er men. Einleitend trugen die Zöglinge des yoil» unter Leitung des Lehrers Kneip zivei Heine ineuev vor, die vorzüglich tlappteu, und was IKcmljeit Oes Tons und derutiche Aussprache angeht, dem Lehrer Kneip alle Ehre machen. Hauptlehrcr K u a u p gab hieraus in lungeren Aussuhrungen über den ^ivecf und die ^icle des Knabenhoris, wichiige Hinweise über Erziehung un allgemeinen und über die hauptsächlichen Ecsichtspuntie der Kmder- erziehuug in der Familie, ivouei er besonders die Berhältmsse der Ettern berüclsichtigte, bie ihre Kinder in die Vollss^.ule senden. Es sei der Schule nur möglich, Tüchtiges zu lct|icn und die Heranwachsende Jugend mit den nötigen Stennuu||cii nii das spatere Leden zu versorgen und sie sittlich zu erziehen, ivenn Eitern uni) Lehrer, wenn Schule und Haus sich gegenseitig ergänzen und in dem Erziehungswert der Kinder gegenseitig unterstützen. hierzu sei er'ordertich, daß Lehrer ruid Eltern Miieurander Fiiytung haben, sich gegeiiieuig kennen lernen und sich offen mit einander aiissprechen. Zu bieiem Ziveck sei auch der Eltern-Abend veranstaltet. Herr Knauß iorderte die Anwesenden auf, ganz ungeniert rmd offen sich auszuiprechen über das, was dem Erziehrnigsiverke ihrer Kinder nützlich jem koime.. Lie al.wejendeil Lehrer seien für jebc Anregung dankbar. Lehrer Kneip gab dann cm teilt) der -Langten des Knabenhoris. Er setzte zahlemnäßig aiise.nanver, dag man svariam wirtschaften mus>e, um nut den zur Aersügung stehenden Alittelii auszulommen. Weller benierkte er u. a., da,; auch sür jene Kinder, die im Knabenhort Auiiiahuie 'änden, eine Kontrolle der Ellern, betrcfsS des häuslichen FleigeS ihrer Kinder nonuenbig ici, denn wenn auch die Kinder nn Hort angewiesen werden, ihre Schularbeilen zu machen, so hat doch der Lehrer sür das einzelne Kmd zu wenig Zen. Lehrer Kneip uerbreuete sich bann noch eingehend über die Unfitie des Lügens bei Kurdeni, welches Laster häufig durch falsche Behandlung oder Nachsicht den Kindern anec- zogen iverde. Etiern und Lehrer müssen hiergegen gemeinsam nut aller Strenge einschrciten. Zum Schluß richtete Rektor Hahn noch einige Worte an die Eltern, woran» sich eine zwanglose Aussprache zivischeu Ellern und Lehrern über die Kmder rc. anschloß. Alan sah den Bätern und Aiültern unserer Jugend die Beiricdigrmg an, die der Eltern-Abend ihnen verschafjk hatte unb häufig horte müii den LLunjch aussprecheu, diese Berauslaltrmg möge wiederholt werden zum Segen der Schule und Schüler. -o- L i ch, 7. Dezember. Gestern fand im Gasthof zum Lamm eine Sitzung des Eisenbahn-Komitees der projektierten Strecke L i ch - G r u n b e r g unter dem Vorsitze des Kiieisamtmanns Dr. Merk-Gießen statt, zu welcher der Vorsitzende Äloll-Grunberg und sämtliche Mitglieder erschienen waren. Auch Bürgermeister Zimmcr-Grünverg nahm nach langer Zeit zum erstenmal wieder an der Sitzung teil. Vor Eröffnung der Sitzung gratulierte Biirgermeisier Schmidt-Quecköorn dem Kreisamtmann Dr. Alerk zu seiner Vermählung. Dieser dankte und begann dann ein Referat über die in der Bahnangelegenheit Rs setzt gelanenen Schritte. Er erklärte am Schlüsse, daß, nachdem die Firma Berg u. Co. in Berlin bezw. die Aktiengesellschaft der Butzbach-Licher Eisenbahn, die Konzessionserteilung bei der Großh. Regierung nachgesucht habe, dem Bahnbau keinerlei Hindernisse mehr im Aiege ständen, denn die Bewilligung der von dem Finanzminister Exzellenz Gnauth zngesichcrten 30 Prozent Staatszuschuß würden zweifellos von den Landständen bewilligt werden. Die Äcitteilung wurde mit Freuden von '.dien Anwe,enden begrüßt und nachdem Bürgermeister Dvrmer-Lich dem K'ceisamtmann für fein umsichtiges, tatkräftiges und, wie die Tatsachen bewiesen, erfolgreiches Vorgehen den Dank der Versammelten in schönen Worten ausgeiprochcn hatte, wurde die Sitzung geschlossen. Allgemein wird insoefondere bei den an der Strecke liegenden Gemeinden die f-lachricht von dem nach jahrelangem Harren, erfol- geliden Ausbau der Linie Lich-Grünoerz nut Freuden begrüßt werden; mancher alte Groll wird nun verschwinden und aile Freundschaiten in Stadt und Land wieder erstehen. + Renzendorf, 7. Dez. Ein richtiges „Schweine- glück" hatte dieser Tage ein hiesiger Schivern^händler. Erstatte auf der Strecke Gießen-Full)a Schweine verladen. Zn fernem Schrecken sah er aus der nächsten Station, daß zwei der unentbehrlichen Tierchen sehltem Scyon glaubte er sie schreckiich veruüm- melt auf dem Gleite liegen, doch fand er die Bortzenticre bei bestem Wohlsein, sie spazierten vergnülich grunzend in einer nahen Wiese umher. Die Tiere waren während der Fahrt aus dein Wagen entsprungen. ch I l b e n n a d t, 7. Dez. Sein üOjährigesJnbilänm als Waldarbeiter feierte der Rottmeister Th. Klein 1L von stier. Aus diesem Anlaß erhielt Klein das allgemeine Ehrenzeichen „Für treue Arbeit". --- Greifenstein, 7. Dcz. Der in letzter Nacht erfolgte Te rnperatu rstiicz hat unferin Orte, dem höchsi- nclegcncn des Kreises Wetzlar (418 Meter) den er ft en Schnee gebracht. KG 'Mainz, 7. Dez. Bei den Erdarbcitcn zum Neubau Tietz stürzte eine 2)1 an er ein und begrub den 24 jährigen oechcirateten Arbeiter Peter Petzect aus Hechtsheim imlcc ihren Trümmern. Man schaffte ihn heraus und fuhr ihn nach Hechtsheim. Als dort die Schmcrzcn zu- nahmen, wollte man ihn wieder hierher ins Spitat bringen. Auf dem Transport hierher starb der Vccungtückle. KC Frankfurt a. 7. Dez. Im Gewerk- s ch a f t S h a u s e wurde m vergangener Nacht eingcbcoche n. Aus dem Burcau der Bäcker wurden 800 M. gestohlen unb ans dem Burcau der Tiausportarbciicc die Tageskasse mit 90 2)L AlS der Tat verdächtig wurde bvr aibeitS- und obdachlose Transporlacbcitcr Philipp Karel verhaftet, der auf der Kegelbahn Halte nächtigen wollen, aber von einem Kellner forlgejagt wocdcn war. Ec soll noch einen Mitschuldigen Haben. )( Hanau, 7. Dez. Die Angelegenheit der Erbauung einer elektrischen Straßenbahn ist, cr>renlick)erwc.,e so weit vorgeschritten, daß man hoffen darf, Mitte deS nächten Ja he es „cleistrisch" durch iill.ere Straßen fahren zu können. Tie Versammlungen zeitigten d^s Ergemris, datz sich die G. m. b. H. Hecker u. Eo. in Wiesbaden bereit erkürte, d.e Bahn zu bauen. D^s vclanfch.agte Baulapitai. von G03 'Jtart sott •c zur Häl,te in Obiigcttwnen und Aktien zerlegt uud^von einer Aktiengesellschaft, die aus der G. nl. b. H. Hecker u. Cd. in Wicsoadm lutd der St-dt Hanau behebt, uver.wmmen werden. Er,.rebt wird auch bic Eroauuug von Voaori..^i^n nach Groß-Auheim (Landire.s Hanau) uiü> Groß- und .St l e i n - S lein hei m (Großh. Hcsfenst Ein Belerdiguttgsprobeß zwischen zwei Rechtsanwätten. l^ottsctzrmg aus dem zweiten Blatt.) Von R.-A. u i ] u? e st h^.ü) b-.-i ^■.gc.L,i.üiu> uer Unterredung mit dem Ictztgenannten Hernt und nach ihrer Dauer, erwidert Grabow, tze Heide nur iurze Zett gedauert, cs lei von Grüne- toa.d und Gettius die blebe gc.oeieu und stuoe er ge.ragt, ob DlCic Korstsbrud-r seien. Befragt, wie cr zu dieser Fr^ge komme, ob Grünewald und Geilsus Kvrpsbrüder seien, gibt Grabow zur Antwort: Des imnlkiiicia utan io ity habe lumiiuj Kvmoinations- vermögen, des gehört dazu; ich haoe es aus dem Brie,e des ycirn Breidert geichlossen. Teo m..cht hierzu noch einige Bemerkungen. Acchitctt Meyer-Gießen: Der junge Gecksus yr euuiuil bei mir gewe,en, um iniuj zu bitten, rch uwge Lrercn Gutmann einmal fragen, was er nun, nachdem sicy fe.n Vater als ^cyreiber dstr aiwnymen Karlen beiuick)tt h^tte, zu tun g.denke, ob er seinen Vater nunmehr vcrttagen weroe ooer oo er ntcyt O.e Sacye ruhen lassen iuoue. Geil,us cri.iu.rte nur, er komme nur in seinem eigenen und seiner Famnie Jntm:ei,e. Jcy erreichte aucr bei H^rrn Cuturann nich^. Aus Tefcage.i d^s ^ngenagteu, ob et nicht zu Gutmann gesagt h^oe, et komme im Lttytcage eines hohen Oisizicrs: Ich yave vtClieicht aus eine Frage Gutmanns gesagt: Nehmen Sie un, icy tarne int Auftrage e.ues hohen jOfiizters, das sei jedoch iiill-t ernstlich gemeint gewejen. Zeuge statt den Trwatiauger, mit dem er früher fcyoa g^tyastlicy zu tun hatte, dec anomimen Teiinnzuttdn uxüjt |ar fähig. R.-A. Laiid^ec.chtScat i. T- M üll cr-Gießen: R.-A. Grünewald ii«. mal per dem Zeugen gewesen unb hat iyn wegen zu ergreift...der Schr.tte um Rat 6e,ragt. Auf Befrugcri: bc.-A. Gcmiewmd ist allerdings lebhaften Temperaments, er macht jcdocy aas fernen Sympathien und Antipathien uin Heyl, caie Gemeinheit, wie d.e tr/m unter» gefcyobeue, traue icy ihm nicht zu. Auf die Frage d.s Trw^t.uugers, ob ihm bekannt sei, daß in eingeweitsten ^borps-, Imster- und tt.nwatttz->ücreiie.r d.e Ueberzeiigung gei-Lcr.cyt habe, dag er, Grüncivalb, bie starte geschiicoen huoe: Zu den ersten beiden der genannten Krege yaoe ich fcuie Beziehungeii und in dem dec Anwatte staoe icy auch iwch wenig Verkehr, da ich der jüng^e Anwatt bin. Ter oeuge bcmcrtt uoaj, duy er bei der Udtvrrcuung mtt dem Vriv.tt- inager biejen volttouimen unbefangen gefundeil habe. Landgerichtsoir^iwr Praetorins von Eieren äußert sich zunächst uoer das Tlaivoycr des iiiugettagten in der Stra,- t.ammecverhuiidlung im Feorauar d. in oer er den Vorsitz ge,uhet haoe: T^r AngetiOgte bat, man möge de.ii anoiüjmen ruizeigcr nicht auaj noa; d.e Genugtuuiig gcvc.t, duß man dem antrage d^r Staatsanwaltichaft bezugl. bir Höhe oer Cllutc ncttgeve; soviel ico mid.) iioa) erinnere, sind d.e vom Angerit.gten georauchten Ausdruue und Wendungen grauer unb oej.etoigen- i>:r Axt g roßen, „d.r Anzeiger je. ein Jurist, ein Feim) der oamitie T^etz unb em Lxeg.iec des Tueu^"; |oü.ex uy wem, siel auch der Ausdruck „perfider Denunziant ck s<>euge stellt o.efe Worte später an Haiu> seiner 2iottzen dah.n fen, öaj „pei> iiber Anzeiger" gefallen sei.) Tas Ea.ize machte guitj zwei.el- io5 den iLiudruck, oatz eine bestimmte Personi^chle.t oamtt gemeint sei. Gesprächs.ceise stabe ich sptter gehört, di.-'ea Erüne- waid sei gemeint gewesen. Im übrigen scycen mir der <)weck weniger daraus hinauszugehen, au, d.T Stra^mag eiuzmv.cien, ais oem Anzeiger einen H^eo zu geoen. Gett,us iainue icy vom logcnamitcn ^agerstüocyen im ^tiet loittortä her; d.e.er schräm nur am 16. Zuli d. I. eine starte, in der er muh um erne Tespreu-ung bat _ Balo darauf rum cr auch, fing von der >^auje Gcuneivaid-Atetz au zu sprechen, sagte, cc hniuc cs iticyt mehr langer mit aniehcn, daß Hcrrii Gruitewato aus der aiw- uyinen Starte noch mehr Su-wllc.gleiten gemacht wurden und entarte dann, d-aß er die St'arte geschrieben i/rbe. Geilsus, oer mich dann noch um meinen Rut out, war sehr bertegen, es war ihm äugen,cheiuitch pemlicy und ich hatte ihm Cuiurau, baß er die Wahrheit sagte; eine Fiktion hwlt icy für aus- geichloiscll. Tag m.-A. Grunewaid die Stacie ge,chneben hauen lönute, glaube ich nicht (üütiieljunfl am Montag.) Ter Bcsfuuger Raubmordversuch vor dem Schwurüericht. Ü. tt. T arui stad t, 7. Tez. Das Schwurgericht hat fiel) heute mit jenem uechen N a u b iu o rd v e rs u ch besthäitigt, der im April o. Z. au oer Aletzgersfrau Schröder m Bcifuiigen verübt worben war. Der 26 Jahre alte Metzger Valentin Ui u st l ans Jugenheim hatte die Schwememetzgecci erlernt, unb war auf bet Lvanbeiscyast iveit ut der Wett umyergeiommeu. Ec ist schon mchnach voioesirast lieber zurückgtzkchrt war er Hausburjehe m Eoerftadt, wo cr ini) mit einem DiCiistmäbchcn uevloote, iiaajbem er zuvor eine Eivjcyall von 4U0 wik. oeijubeit haue. Dem Aiadchen |ci)mmbcuc er aber vor, cr besitze noch ÖUUU Wik., die er aber vergraben haoe. Er versuchte nun, durch Jii,eraie in den Blättern Ge.b zu erhallen, bemühte sich auu), seine yrcunbe anziiborgeu, weit ec auf die lur icuie B^r- heuatung angciauitcn wiovel tut betrage von 4U0 Wik. eine größere Anzahlung leisien sollte. Tie Hochzett war am den b. April ien- gesetzt In feiner t^orge um Oie Teichasstiug von Gelb lujcmt er nun seinen Morbplan gcapt zu Haven. Er uuu am 6. 2lurd m bie Wohnung des ihm von iricher her beircunoetcit Wictzgers Schroder unb Ira» die Frau allein an. Nachbem er sich in oer Küche kurze Zett mit ihr unterhalten, fiel er plötzlich über oie nichts ahnende Frau her und brachte ihr nut einem Dolchmchcr zivei ueie Gliche am Haße bei. a.ie 24jährige krallige Frau cntiuanö ihm daraus das Meffor und flüchtete m den Laden, doch stürzte ihr Der wiordgeselle nach und brachte ihr nut dem luicüev crgri|,cnen Die||ev nou) zivei Stiche bei. Die verletzte hat drei Wochen un KranlcnhauS ge.egcii und eine ^)ai5iüunuc lüure um Haaresorcue löillch geweseil. Ter Angettagte, der nach der Tat unolgc des Hittegestyreis der Frau stuchieie, aber von zwei beriuencii Sol- oaien emgeholl und sesigeiwrnmen wurde, verglaste sich daratu die Kehle durchziischueldcu. Er behauptet, stch der Tat uoerhaupt nicht bewußt z»i sein. ES habe t,ljn „plötzlich gcichüiteitdann ici ihlu „öämmciig" geivoröcn und er jei erst zuur Newußiieiir gekommen, als er nut einer bin.enden .^alswunde am Tobcn gelegen habe. Ans den Vorhalt, dag er doch bei |einer flucht nou) votsichiiger- >veise jemeit ^)nt mitgenommen Hai, lueiy der Angellagte nichts z»i enuiöcin. Tie Vernehmung der 34 Zeugen und der ^achver- lianöigen Tr. Lehr und Dr. Jswaio vom Vbiuppsyospital. Handel des R. D''zr,rnf'PT. 1.15 I'lifi Hnmhnrtr-Amerik. Paket!. 159.80 214 20 . . 121.60 Obpi schic*. Eisen-Industrie 12p,00 rortnonoscu Serie T . ITT Portugiesen . 121 00 . . 96.75 Prince-lIenri-Eiseubahu 244.00 und Dr. Gctimitt . 214.70 I Herr Robert Hasse |7307 Heuchelheim, den 7. Dezember 1906. im Alter von 36 Jahren. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Johanna Hasse nebst Kinder. 7288 Giessen (Schanzenstr. 6), den 8. Dezember 1906. vormittags Donnerstag, den 20. dS. Mts. liegen auf Alter von 43 Jahren. im 7302 Bs/n f: $ ■ ■ 'S.*:! 3°i 3°- 800, 2 995,’ 1 % Grieeh. Monopol-Aul. finssere Argentinier . n ii ii n n H n n n Lninnerer . Flekfr'z. Sehnckert . . Fschwc'lcr Bergwerk Gelsenkirchen Persfw^rk . 35 70 . 146 20 . 150.10 Perliner Hnndelsircs Darmstädter Rank . Deutsche Bank . Dentseh-Asint. Rank Diskonto-Rommandit. Dresdner Bank Kreditaktien . . . Ba'timore- und Oliio- Fisenl ahn . . Gotthardhahn . . . Lombard Eisenbahn Oesterr. Staatshahn . 35.60 131.00 145.— Harpener Bergwerk l.anrahütte . . ' ombarden E. B. Xordd. Lloyd . . Trtrkenlose . Giesen, den 8. Dezember 1903 Wolfstrasse 7 Harnener Bergwerk*, r.anrnhiitte . . . Vordd. Lloyd . 91/» Nhr, int Wege ^anada E. B. . nnrmstädter Rank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Dnion C. Dresdner Bank . . Tenden ': fest. Kanalarbeiten Maurerarbeiten Schlosserarbeiten Materiallieferungen sollen . 173.60 . . 140 10 . . 241.00 . . 171.90 . . 185.60 . . 158.10 . . 219.10 . 196.90 . 14'\00 . 241.20 . Ri ßn 157.90 •Dühner vr.St. 1 00—1.60 9Us., Hähne vr. Stück 0,80—1.80 Mk.. Enten vr. Stück 1*R0—2,20 Mk.. Gäule "r. Pfd. 60—70 Pfg., CtffeuHeifch vr. Pfd 82_88 Pfg., Kuh- und Nindsleisch vr. Mund 80—82 Pfg., Sehmeiue- fleifch vr. Pfund 86—90 Pfg., Schweinefleisch, aefaDen, vr. Pfund 94 Pfg., Kalbfleisch vr. Pfd. 80—84 Pfg., Hantmelfleifch vr. Pfund 00—80 Pfg. Wellche ver Pfund —Kartoffeln vr. 100 Kg. 7 00__0,00 Mk., Zwiebeln vr. Ztr. 4,00—5,00 Mk., Milch ver Liter 20 Psg., 9levfel ver Zentner 15 bis 24 Mk., in Körben 00 Pfd., Nüsse 100 Stück 40—50 Pfg., Birnen ver Pfd. Mk.0.08 —0.12, ver Ztr. 9—15 Mk., Weißkraut ver Stück 10—30 Pfg., per Zentner Mk. 2.20—2.50. — Marktzeit 8—2 Uhr. tc. Frankfurt a. M., 23. Nov. Heu- und Stroh- mar ft. Nlait notierte: Hell Mk. 3.20 bis 3.50, Stroh Mk. 8.00 bis Mk. 3.20. Tendenz: fest. » Der neueste Eisenbahnunfall. In Osnabrück fuhr bei einem Bahnübergang ein Personenzug auf eine Schnellzugslokomotive. Der Schaden ist bebeidcnb; eine Person würbe verletzt. Die Strecke ist gesperrt. • Halle a. d. S., 8. Dez. Hier fanb ein Duell zwischen einem Seeoffizier und einem Studenten ftatf. Nach fünfmaligem Kuaelwechsel wurde bet Offizier durch zwei Kugeln leicht verletzt. Anlaß war ein Streit tm Ea s^baitfe. _____ . , ... it »r utr Beobachtung feines Geistesmstandes ae'chickt worden ronr. bekundeten übereinstimmend, bast feine Znrechunngs ahiakeit keinem Zweifel unterliege. Die Anklage b-hnuvtet, es fei b n flugeklagten bekannt aewefen, das; echrober. rote bte we Mkch.wr. am Montag viel Geld im Hanfe m hnben nfle"t<,n bebn. Piebeinkaufs. Nachdem die Geschworenen b>e ; nerfuchten Naub-norde« besaht und mildernde Umstande verneint fjnttrn, rourbe ber 9l„nrftnnte nor!> bem fintmae be, Gtonte- VIIwalts ru der gesetzlich höchsten Lträfe, 15 Jahren Zu ch t h n n § „nd 10 Jahren Ehrverlust, sowie Stellung unter Polizet- NN sschf 11 r* r 11 v t C ' ! t. dicridit^fnal. ll Marburg, 7. De;. Am 14. Sevtembcr b. sts. ging der Katt'mann KiNaer in T n h \ b n cb im fTreife”«! seinem Sohne auf die Hirfchiaad. Bei ferner Nnckkehi stellte ex die geladene Flinte ins Kontor und amg ins Nebenununer, um sich ummkleiden. Gleich darauf fic* em «chnst unh bei -elu- hm Ernst Michaelis wällt sich in fernem Blute. 4,er andere Lchilmg Scherer hatte da? Gewehr aenommen, um es S» rennnen und bei dieser Gelegenheit hatte sich die Waffe entladen. Michaelis ft n r b am dem Wege imr Marburger Klinik und der Kammann Finger ken. wurde unter Anklage gestestt, weil er das Gewehr dein jun-'en Manne umänalich gemacht hatte. 4.a? Urteil gegen ihn lautete auf zwei Wochen Gc'ä'ianis. Berlin. 7. Der. Nach mehrtätiger Perhandlung erkannte das Schwurgericht gegen den Kaufmann Nöwe r'' welcher seine 91 i rh t e Eli'e Bnlen erschossen ha», auf -r.ot'ch.äg unter Bersaanng mildernder Umstände. Tas Urteil lautete auf fünf Jahre Zuchthaus. . „ , K o t t b u «, 7. De;. Wegen Ermordung der 1 4 jabrigen Tochter H.lda de? Ziegeleibesttzers Ghert aus Lieskau wurde der 14 Jahre alte Knabe Paul Lehmann von der Strafkammer zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Mannheim, 7. De; Nedaktenr 6 a u t 6 von der fo;.-de,n. „Volksstimme" wurde vom K r i e g s a e r i ch 1 m 7 Monaten Ge ' änanis unter Anrechnung von drei Wochen Untersiimungs- hart verurteilt. Hauth soll feiner;eit einen ihm in die Schwerr uachgesandten Befehl ;ur Ableistung einer militärischen Uebung nicht Jolge geleistet hoben und mürbe al? sahnen l u ch 1 f g hehandett. _____ Vcrmi i d>tee- Märkte. 8 De.;. Marktbericht. Auf heutigem Wochenma'kte Fanden: Butter vr. Pfd. 1.20—1.25 Mk., Hühnereier 1 St. 9-10 Pfa.. 2~tcf 00-00 Pfg., Gänfeeier 00—00 Pfg., Enteneier 0 Pfg., Käse pr^Stck 6-8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5-6 Pfg., Grhfen v.Pfd. 18-241^., 1 Cnnv.Tflrkon von 1903 TilTkenlose ... . • 144.60 Hauptstraße in Steinbach und ^war veranschlagt zu 11732,— Mk. 2485, Gestern abend 9:/4 Uhr verstarb sanft nach längerem, schwerem Leiden meine teuere Gattin, unsere hebe Mutter, Tochter, Schwieger mutter, Schwägerin und Tante Frau Johsaniielte Dickore geb. Fink MinM non WltjserleliMßs!lrbi'it§!l Tic -nr Schaffung einer Hochdruckzone in der Kreisstadt Lauterbach, Dberheffeu, enordcrlichen Arbeiten, soivie leillveise auf Lie erlmgen und ;war o . f Q.uellfaffung?arbeiteii. L05 | Hochdruckbehälter (180 cbm Nutzinhaln, o - l Nohreiigräben 'etwa 65 0 cbm Aushub), i. j Nohrverleguirgsarbeiteii, sollen durch schristl. Angebot vergeben werden. Pläne und Bed'ngiingen find bei der uiiter;eichueten Behörde, sowie bei der Groß b. B üraerineisterel L allterb ach cinm- $ehcn; Bedingungen und Angebotsvordrucke gegen ganz freie Ein- sendwig von 1,50 Mk. (nicht in Briefmarken) für jedes Los nur von uiis bevehbnr. ?lnaebote sind verschlossen und mit entfvr. Aufschri't versehen, aus brr Los Nr. und llntc nehmet ;u ersehen ist, bi? spätestens Montag, den 7. Aannar 1907 vorm. 12 Uhr auf unserem Bureau: ftranffurterftr. 29 cin;ureid)en. Es fönnen nur Lliigebole au* Vordrrlckctr ohne Textäiiderungen und Zulätze Berücksichtigung finden. Eröffnung in Gegenwart der Bieter. Freie Auswahl bleibt ausdrücklich Vorbehalten. OHcftcncv Wetterdienst. Voraussichtliche Witter,>ng sstr Hessen am Sonntag, beu 9. De;ember: Meist trüb, wärmer, Niederschläge, starke westliche Winde. (DriaiembPrabtmelOfitiigcu« "R. B. 5) a'r m ft ab t, 8. Dez. S. K. £x der Grast- Herzog besuchte gestern abend mit den fürstlich Solms-Licher Herrschaften das Hostheater. sd. Dar,nstadt, 8. Dez. Seute vorm. 11 Ubr bat S. K. H. der Grost Herzog die drei Präsidenten der empfangen zur Entgegennahme der von der Kammer bc- chlossenen Glückwunscha dresse aus An la st der Geburt de? ErbgrostherzoaS. — Am Tage der Taufe hatte der erste Präsident HaaS namenS der Kammer I. K. H. der Grost- Herzogin einen prachtvollen Blumenkorb gesandt, und die Hohe Frau hat Herrn Haas nach der Taufe empfangen und ihm ihren Tank ausgesprochen. Berlin, 8. Dez. Dr. Karl Peters richtet an die „Post" eine Zuschrift, in der es heißt: Bebel hat sein Versprechen vom vorigen Sommer, eine austerparlamentarische Beleuchtung meiner Tätigkeit am Kilimandscharo zu liefern, nicht gehalten. Ich werde mich mit ihm trotzdem auseinanderse'-en, indem ich nunmehr zum erstenmal darstelle, was sich 1890/91 am Kilimandscharo tatsächlich ereignet hat. Ich denke, dies wird in einer Woche der Oeffentlichkeit vorliegen. Eine Sache aber möchte ich schon jetzt richtigstellen: Eickhoff sprach am 3. November von einem Brief von mir an Bischof Smitthies mit einem ähnlichen Inhalt wie der angeblich an Tucker gerichtete Brief, der bei den Akten des Falles Peters liegen soll. Augenscheinlich liegt dieser Mitteilung eine Indiskretion in der von Hellwig vertretenen Staatsanwaltschaft im ^alTe Peters zugrunde. Tatsächlich liegt der Entwurf eines Schreibens von mir an den Bischof Smitthies bei den Akten. Aber derselbe hat genau den entgegengesetzten Inhalt wie der gefälschte Tuckerb"ief. Er würde es für angebracht halten, daß die Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes den bei den Akten liegenden Brief jetzt veröffentlicht, um Klarheit in der Sache zu bringen. London, 8. Dez. Große Bestürzung hat in Glasgow die Mitteilung hervorgerufen, da st die angeblich sehr reichen Kupferminen von Fresno in Kalifornien sich als völlig unrentabel hcranSgestellt haben. Eine große Zahl Bewohner von Glasgow, die ihr ganzes Vermögen in Aktien dieser Minen - Gesellschaft angelegt hatten, sind ruiniert. Die Verluste beziffern sich auf 500000 Pfund. Einladung zur ErgänzungSwahl dcs Vorstandes der israelitischen Rcligionsgcmeinde Gietzcn. Es wird zur SUnntniS der Interessenten gebracht, bnb in Gemästhett der Bcstinnnungen der Wahlordnung für die Wohl des Vorstandes der israelitischen Neligionsgememde Gieren vom 4. August 1871 in diesen! Jahre das Mitglied Herr Josef Stern aus dein Vorstände ausscheidet, und daß die hiernach erforderlich gewordene Ergänzungswahl Freitag, den 14. Dezember 1906 im Sitzungssaals des Gemeindehauses an der Lonystraste dahier stattfinden soll. Sämtliche nach §§ 2 und 6 der Wahlordnung Stimmberechtigten werden zu dieser Wohl mit dem Bemerken ein« geladen, daß die Abstimmung in den Stunden von 10 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags ftattyinhct. Zum Wahlkommissär wurde Herr N. Stanlin ernannt. Eieszen, den 7. Dezember 1906. Der Vorstand der israel. NeligionZgemeinde Sieben. 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