Nr. 135 Zweites Blatt 156. Jahrgang Dienstag 12. Juni 1906 Erscheint E-Nch mit Ausnahme des Sonntags. Die „««etzrner Zamillenblötter- werden dem ,9Inxctgcr viermal wöchentlich beigelegt. Der »Helstlchs rmrdwitt- erscheint monatlich einmal. Eichener Anzeiger Rotationsdruck tmb Verlag der Brtlhl'sch» UnwerütätSdruckeret. 8L Lange. Etetze«. Redaktion.Txvedttion o.Druckerei- Del. Nr. 51. Letegr.-Adr.: Ln-eiga tiufcau General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. C) d) -) f) S) a) b) 5. Sitzung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gietzen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll-Auszug. Gießen, 6. Juni 1906. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsitzender, Friedberger, Grünewald, Jh-ring, Nowack, Ramspeck, Rühr, Kommerzienrat Schirmer, Schmall, Wallach, Zurbuch, sowie der Syndikus Dr. Knipper. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzuteilen : Die Handelskammer hat nochmals vor der Verab schiedung der treuen Reichssteuervorlagen bei dem Reichstag gegen die Beschlüsse der zroeiten Lesung zu den Verkehrs steuern Protest erhoben und darin ihre grundsätzlichen Bedenken und die wirtschaftlichen Nachteile einer solchen Besteuerung wiederholt dargelegt. Von der Kgl. Eisenbahndirektion Essen war die .Handelskammer um eine Auskunft ersucht worden, ob der gepbanre Rhein Hannover-Kanal, eventuell ui Verbindung mit dem im vergangenen Jahre den Eisenlvcrken an der Sieg, Dill und Lahn für ihre Kohlenbezüge aus dem Ruhrgebiet bewilligten Ausncrhmetarif, auch auf die Produktionsund Abfatzverhältnisse des Eisenerzbergbaues und der ung und Ueberwachung deni Kvnritee zusteht. Die Ausführung des genehmigten RepeoLoircs, die Rollenbesetzung und die Inszenierung inuß dagegen dem Intendanten völlig selbständig überlassen bleiben; hier würde jedes Drcinreden der Komileemitcstieder nur schätzen. Stabilität des Ensembles und des Repertoires ist die erste Grundbedingung eines guten Theaters. Aufgaben des Komitees sind also: 1. Wahl der geeigneten Person zum Intendanten. 2. Mitbestimmung des Repertoires. 3. Ueberwachung des von der Stadtverwaltung genchnngten Gesamtetats des Theaters, wobei eine Nor- nrierung der einzelnen Gagen nach Mindest- und Höchstbetrag wcchl denkbar wäre. Dies Ausführungen Dr. Hellmers gaben Veranlassung zu einem interessanren Diskurs seitens des Intendanten des Stuttgarter Hofktzeaters, Baron zu Putlitz, der seine Zustimmung zum Rcaiesyftenl aussprach und auf die in gleicher Richtung arbeitende imb auf die wirtschaftliche Sicherstellung der BühnemnttGlieder hinzrelende Tätigkeit des Deutschen Bühnenverrins verwies. Zur Annahme gelangte folgende Resolution: „Der Delegiert en tag der Goechebünde beschließt in Uebereinstinnnung mit den allgemeinen, von seinem Referenten vorgetragenen Grundsätzen für den Uebergang der städtischen Thcacer in eigene Regie der Städte energisch einzutreten." » Philadelphia, 11. Juni. Professor Dr. Person von der hiesiger: Universität erklärte, ein neues Mittel gegen dieRinder-Tuberkulose entdeckt zu haben. Die günstig verlaufenen Versuche lassen die Hoffnung aufkommen, daß durch Impfung mit dem neuen Mittel auch beim Menschen cm Fort sch reiten der Tuberkulose verhindert wird» Eisenindustrie dieser biete iwn Umjluu sein tonne. Die Handelskammer hat hierzu berichtet, daß der Rhein-Hannover-Kanal für die Eisenindustrie und den Eisenerzbergbau ihres Bezirks nur dann eine größere Bedeutung gewinnen könne, wenn auch gleichzeitig die Lahn bis Gießen schiffbar gemacht würde. Solange dies aber nicht geschehen sei-, komme die neue Schisf- sahrtsstraßc nur für den Absatz eines einzigen Erzbergwerks des Kammerbezirls in Betracht. Bei der Kgl. Eiscnbahndirektion Frankfurt a. M. hat die Handelskammer beantragt, im Winterfahrplan 1906/07 den Personenzug 79 7 Frankfurt a.M.— Marburg (Gießen ab 6.24 nachmittags) um einige Minuten später zu legen, damit er in Gießen noch den Anschluß des Zuges 533 Wetzlar—Gießen (G-icßcn an 6.2a nachmittags) aufnchmen könne. Auf eine Ansraae des Kaiserlichen Patentcunts über die Freizeichen eigen schäft des Wortes „Doktor" für Weine fjui die Handelskammer berichtet, daß in den Kreisen hiesiger Deinhändler daS Wort Doktor in Verbindung mit Weinen nur in der Bezeichnung „Berntasteler Doktor" bekannt sei und darin ein Hinweis auf eine bestimmte Weinbergslage erblickt tverdc. Am 19. Mai wurde die Frü yja h r s k o n fer e nz der Lehrer an den kaufmännischen Fortbildungsschulen derProvinzOberhessen abgehalten. Zur Beratung kamen die Frage der Prä- miencrteilung an den kaufmännischen Fortbildungsschulen und der Unterricht in HandclSgeographie. Außerdem sand eine Besichtigung des Volksbades statt. Es wurde anerkannt, daß neben einigen Vorteilen mit der Prämienerteilung doch auch große Nachteile verbunden sind, die schon oft Veranlassung gegeben haben, von der Prämienerteilung Abstand zu nehmen. Für den Unterricht in Handelsgeographie wurde ein gemeinsamer Lehrplan ausgestellt. Von der Großh. Bürgermeisterei Gießen war die Handelskammer um eine Auskunft über die sog. Lehrlingszüchterei im Handelsgewerbe ersucht worden. Die Handelskammer hat hierauf erwidert, daß ihr aus dem hiesigen Bezirk keine Fälle bekannt geworden seien, in denen in kaufmännischen Geschäften ein Mißverhältnis zwischen der Zahl der Lehrlinge und dem Umfange und der Art des Betriebes oorlag. Mit Rücksicht aus die Verschiedenheit der Verhältnisse in den einzelnen Geschäftszweigen sei es nicht möglich, einheitliche Grundsätze für die Höchstzahl der Lehrlinge im Handelsgewerbe auszustellen. Sollten sich dennoch Fälle von Lehrlingszüch- tereien im Handelsgewerbe ihres Bezirks Herausstellen, so würde die Handelskammer gegen etwaige Anordnungen der unteren Verwaltungsbehörden zur Bekämpfung dieser Zustände nichts einzuwenden haben, sofern ihr vorher Gelegenheit gegeben würde, sich gutachtlich zu den betreffenden Fällen zu äußern. Nach den Bestimmungen, die im Reichsamt des Innern unter Mitwirkung von Vertretern der größeren deutschen Bundesstaaten auf Grund des neuen Viehseuchenübereinkommens mit Oesterreich-Ungarn getroffen worden sind, darf öfterre i ch is ch - un ga - rischesSchla chtviehn urins olcheSch lach t- höfe ein geführt werden, die, abgesehen von sonstigen Erfordernissen, durch Normalspur- gleise mit der Eisenbahn verbunden sind. Da der städtische Schlachthof in Gießen überhaupt keinen Eisenbahnanschluß besitzt, so kann in Zukunft österreichisch-ungarisches Schlachtvieh nicht mehr in den hiesigen Schlachthof eingeführt und hier geschlachtet werden. Die Handelskammer hatte daher an das Großh. Ministerium des Innern die Bitte gerichtet, eine dahingehende Aenderung der neuen Bestimmungen in Anregung zu brinaen, daß namentlich von dem Erfordernis eines direkten normalspurigen Eisenbahn an sch lusses Abstand genommen werden möchte. Das Grofth. Ministerium des Innern hat es jedoch abgrlchnt, eine Erleichterung der jetzigen Vorschriften zu befürworten. Die Einrichtung eines normalspurigen Gleisanschlusses würde in erster Linie Städtische Regie oder Pachtsystem im Betriebe der Stadttheater? Ueber diese Frage sprach auf dem Delegiertentage der deutschen Goethebünde in Stuttgart Dr. Hellmers aus Bremen. Er führte u. a. sotaendeS aus: Eine unmoralischere und gefährlichere, weil zur Gewohnheit gewordene und systematisch betriebene Verderbung und Herabminderung, wie sie unserer dramatischen Kunst durch ihre offizielle Verpachtung an Geschäftsunter n e h m e r zuteil wird, ist »mm zu denken. Wer hielte es beute noch für wünschenÄvert, daß unsere GemNdesamm- lunoen, unsere Kunstgakerien der Bewirtschaftung rein geschäftlicher Verwalter überlassen würden, die von den Prozenten der vermittelten Verkäufe leben, eine beträchtliche Miete zahlen und sich später eine Villa an einem oberbayerischen See kaufen wollen? In den deutschen Provinzstadten ist der Betrieb meist so: die Stadt besitzt ein ryeatergebäude und der Stadtrat sucht einen Pächter, der einen sogenannten F-undus an Dekorationen, R«?msiten und Garderobe rmtbrin«t, außerdem ein Kautionskapital hinterlegt und eine mehr oder minder hohe Pacht befahlt. Es ist nun tausend gegen ems zu wetten, daß bei diesem System im glücklichen Fall em tüchtiger Geschäftsmann, aber nie das wirMche Bühnen- aenie, dar Künstler, gefunden wird. Befter schon stehen die Städte, die nicht nur ein Theatergebäude, sondern auch einen eigenen städtischen Fundus mit allem Zu- bebör haben. Das Grundübel aber, die Unteriiehmererbsünde bleibt- auch dieser Direktor will, und wer kann es ihm verdenken, möglichst große Ueberschüsse herauswirtschaften, um sein Risiko oder das seines Hintermannes und außerdem seinen Erwerbssinn zu decken. Seine praktischen Vor- schlage faßte der Redner in folgenden Thesen zusammen: einstimmig — auf den mit dem Regierungsentwurf übereinstimmenden Beschluß des Oberhauses („Kleine" Kammer, das heißt, Verzicht auf den Ersatz der ausscheidendcn Privilegierten) nicht einzugehen, sondern auf dem früheren Beschlüsse der Abgeordnetenkammer zu beharren, wonach zu den 75 Bezirks- und Slädtevertrctern noch 17 Ersatzabgeordnete nach dem Verhältniswahlsystem durch das ganze Land gewählt werden sollen. Es ist anzunehmen, daß die erste Kammer in dieser Beziehung nachgcben wird. Erleichtert wird das durch nahmhafte Zugeständnisse, bei der Frage des Bild g et rechts, die von der Kommission beschlossen worden sind, und zwar auf Antrag der Volks- vartci, die dabei von der Erkenntnis ausging, daß ohne Nachgiebigkeit in diesem Punkte das Scheitern der Verfassungsreform „todsicher" wäre. Dieser volksparteiliche Antrag Neidet die Budgetrechtsfrage in äußerst verwickelte Formeln, auf die hier nicht näher eingegangen zu werden braucht. Es genügt, zusagen, daßdie von der ersten Kammer verlangte völlige Gleichstellung in Bezug auf die Ein- nahmevewilligung zwar im Ällgemeinen gewährt wird, aber doch immerhin mit einiger Einschränkung, ourch die in gewissen, allerdings selten praktisch werdenden Fällen der zweiten Kammer auch in dieser Hinsicht ein Vorrecht gewahrt wird. Der ersten Kammer wird aber durchaus sicherer Schutz gegen einseitige Steuerausschreibungen gewährt, und darauf kommt es ihr ja doch vor allem an. Gegen den volksparteilichen Antrag stimmten nur die Vertreter der Ritterschaft sowie des Zentrums und der Sozialdemokratie. Jenen gehen die Zugeständnisse nicht weit genug, diesen dagegen zu weit. Auch in verschiedenen anderen Punkten, die weniger entscheidend sind, hat die Kommission Entgegenkommen gezeigt. So erklärte sie sich damit einverstanden, daß die berufsständischen Mitglieder der e r st e n K a m m e r nicht gewählt, sondern vom König auf Grund von Vorschlagswahlen der Berufsorganisationen ernannt werden, und in der Wohnsitzfrage wurde ^>em Verlangen der Standesherren insofern Rechnung getragen, als anstelle des Erfordernisses eines Wohnsitzes in Württemberg, ein Wohnsitz im Deutschen Reiche genügen soll. Danach würde nur ein Standesherr ausgeschlossen bleiben: Fürst zu Windisch- grätz, der Oesterreicher. Ab gelehnt wurde von der Kommission die Ernennung neuer erblicher Mitglieder. Ferner blieb es in Bezug auf die Zusammensetzung der ersten Kammer bei dem früheren Beschlüsse. politische Tagesschau. Mit dem Fahrkarteustempel hat die Reichstagsmehrheit selbst der Regierung ein höch st unerwünschtes Geschenk gemacht. Der feste Stempel war eine ziemlich einfache Sache, aber der abgestufte Stempel den die Weisheit der Steuerkompromißler erfand, macht eine Unsumme von Aenderungen und Vorbereitungen notwendig. Berliner Blätter berichten, welche „fieberhafte Tätigkeit- die preußischen Staatsbahnverwaltungen entfalten müssen, um bis zum 1. August mit dem Neudruck von Fahrkarten fertig zu werden. An den Schaltern des Bahnhofs Friedrich- straße in Berlin gebe es gegen 6000 verschiedene Sorten von Fahrkarten. In der Billett-Druckerei werde Tag und Nacht gearbeitet. Zwei Rollfuhrwerke sind beständig unterwegs usw. Hoffentlich ist dieser große Aufwand unnütz vertan, denn niemand wird im Ernst glauben, daß solche überall als lästig empfundenen, und dem Verkehr Hohn sprechenden Zuschläge auch nur über eines Jahres Dauer sich halten können. Die Negierung selbst wird mit dem Vorschläge erscheinen, diese Steuer wieder außer Kraft zu setzen, denn alle Eisenbahnverwalümgen dürften die Erfahrung machen, daß ein großer Teil des Publikums die Mehrausgabe durch Benutzung einer billigeren Wagenklasse von sich abwälzt. Ebenso unterbleibt in Zukunft zweifellos manche Reise. Beides zusammen kann einen verblüffend starken Ausfall bei den Staatseisenbahnen herbeiführen, mit der schlimmen Wirkung, daß die Schraube der direkten Staatssteuern fester angezogen werden muß. Ein offiziöses Organ, bie „Bert. Pol. Nachr.*, deutet nun an, auf welchem Wege die Beseitigung des Fahrkartenstempels möglich sein würde. Am nächsten liege der Gedanke, auf diejenigen Vorschläge der verbündeten Regierungen zurückzukommen, deren Ablehnung die Einführung des Fahrkartenstempels zur Not- wendigkeit gemacht habe, in erster Lmie also auf die Erhöhung der Brausteuersätze in der von den Regierungen vorgeschlagenen Höhe. Der Vorschlag ist nicht von der Hand zu weisen. Denn, wenn die Großbrauereien, worauf auch die ,Pol' Nachr." Hinweisen, den Bierpreis derart heranfsetzen wollen, daß damit schon die Brausteuersätze in der ursprünglichen Höhe, nach der Regierungsvorlage, reichlich ausgeglichen werden, wenn mithin das Publikum auf jeden Fall die Zechr zu zahlen hat, dann liegt kein Grund vor, eine entschiedene Brausteuererhöhung zu fürchten. Würde die Fahrkartensteuer radikal beseitigt, dann könnte man sich den Tausch schon gefallen lassem_____________________________________________ Zur württembergischen Bersassurigsrevifiorr wird aus Stuttgart geschrieben: Die Verfassuugskommission der Abgeordnetenkammer ist mit der Beratung der abweichenden Beschlüsse der ersten Kammer zur Verfassungsrevision fertig. Das Terrain für die große Entscheidung ist damit aufgeklärt. Im Ganzen darf man wieder mit einiger Zuverficht dem AuZgcmg entgegensehen. In * der zweiten Kammer scheint die Zweidrittelmehrheit auch diesmal gesichert zu sein, wenngleich sie an wenigen Stimmen, vielleicht sogar an dem Stichentscheid des Präsidenten hängen kann. Ob die Kammer der Standesherren sich mit den Zugeständnissen, die ihr gemacht werden, zufrieden geben wird, ist, freilich nach wie vor eine offene Frage. Diese Zugeständnisse gehen, wenn man sich die jetzt von der Verfassungskommission der Abgeordnetenkammer gefaßten Beschlüsse vor Augen hält, recht weit, so weit, daß man meinen sollte, die erste Kammer müßte sich, wenn sie wirklich den oft betonten guten Willen hat, damit zufrieden geben können. „Kompensationsobjekte" bilden, wie vornherein klar war, hauptsächlich die Zusammensetzung der zweiten Kammer und das Budgetrecht. Die Verfafsungstommission hat beschlossen — und zwar 1. Das Theater ist eine der wichtigsten Wle gestillten der Volkskullur, eine Erzieh ungs- und Bildungs - an ft alt der Nation zur persönlichen Wa hrh e i t, Freiheit und Schönheit. 2. 9tur wem: das THLcller diese Bestimmung erfüllt, ist seine Unterstützung aus öffentlichen Mitteln gerechtfertigt; für bloße Luxus- und Unterhattungszwecke hat die städtische Kasse keine Gelder zu bewilligen. 3. Wenn man diesen ursprünglichen Kultnrzweck des Theaters nach Möglichkeit erreichen will, muß es vor allem der geschäftsmäßigen Ausnutzung durch Privatunternehmer entzogen werden, deren erste Aufgabe es natürlich ist, Geld fru gewinnen, nicht aber Bildung und Kunstsinn zu verbreiten. Das Theater muß deshalb durch städtische Organe verwaltet werden. 4. Die städtische Verwaltung ließe sich folgendermaßen gestalten: Die 0t ab Übertretung ernennt em engeres Theaterkomitee fron nicht mehr als drei kunst- fiii nigen Personen, von denen einer ein guter Ber- waltungsmann, ein er sin erfahrener F inan Amann und auf jsden Jotl einer k r i t i s ch- l i t e r a r i s ch gebildet fein mutz. Dieses Komitee ernennt euren erfahrenen Theaterfachmann zum artistischen Leiter, Intendanten, des Theater». Das Ensemble und bav Repertoire sind die beiden großen Einwirkungssaktoren des Theaters' auf das Pu- ilikum. Die Auswahl und die Zusammenstellung des En- embles verlangt durchaus fachmännisches Urteil und Er- ahrung und muß deshalb dem Theaterfachmann, d. h. )cm Intendanten ganz zur selbständigen Erledigung überassen bleiben. Anders steht es mit der Beurteilung des Repertoires; hierfür sollte der Intendant, der mit (einen Regisseuren ein Regieroltegium zu bilden hat, einen umfassenden Plan entwerten, dessen Genehmigung, ALänder- -t -7. c o CS v» 2 ■ O: O S t5 B © L 6 8 2 7Ä ?8 Z2 3 rt GP seit der bis sich gefordert. Sie sei and) in anderer Hinsicht so seyr von Wichtigkeit, daß in der Außerachtlassung bei Neueinrichtung eines städtischen Schlachthofes ge- wissermaßen ein sreiwiNiger Verzicht auf mancherlei Vorteile bei der Zufuhr von Schlachtvieh liege. h) Den Gerichten hat die Handelskammer in mehreren Fällen Gutachten über die Eintragungspflicht kaufmännischer Firmen und in Streitsachen erstattet. i) Der Witwe des verstorbenen Königs, preußischen Staatsministers und Ministers der öffentlichen Arbeiten v. Budde hat die Handelskammer ihr Beileid ausgesprochen, worauf ein Dankschreiben eingelaufen ist. 2. Aufnahme der rheinischen Braunkohle n- persandstationen in den Ausnahmetarif vom 15. Januar 1905 für die Beförderung von Kohlenusw. nach denEisenwerken an derLahn, Dill und Sieg. Der im vergangenen Jähre den Eisenwerken im Sieg-, Dill- und Lahngebiet zugestandene Ausnahmetarif für den Bezug von Brennmaterialien bezieht sich nur auf den Versand von SteinkoUcn, Steinkohlenkoks und Steinkohlenbriketts des Ruhrgebiets nach den genannten Jndustrierevieren an der Sieg, Dill und Lahn. Der Bezirkseisenbahnrat zu Köln hat in seiner Sitzung vom 28. März dieses Jahres beschlossen, einen Antrag des Vereins für die Jnreressen der rheinischen Braunkohlenindustrie zu befürworten, wonach der Ausnahmetarif vom 15. Januar 1905 auch auf den Bezug von Rohbraunkohlen und Braunkohlenbriketts von den Verladungsstationen des rheinischen Braunkohlengebiets ausgedehnt werden soll. Die Handelskammer hat festgestellt, daß eine solche Tarifmaßnahme die Braunkohlenindustrie ihres B^tirks schädigen würde, ohne daß die Eisenindustrie einen erheblichen Vorteil haben würde, und beschloß deshalb, geigen die Durchführung jenes Antrags Einspruch zu erheben. (Schluß folgt.) ■ M ''ö «CO §s Oo ©e 8* cs32 3 5 R' Ausstellung die Erzeugnisse Schwalmer Gewerbefleißes den Festbesuchern vor Augen zu führen. Herrschte schon in den Morgenstunden in den altertümlichen Straßen und Gasten unseres Städtchens großes Menschengedränge, so wurde dies gegen Mittag, als sich der Festzug am Kaüeler Tor aufstellte, geradezu beängstigend. Aus der ganzen Umgegend und den umliegenden Kreisen und Städten, z. B. aus Kastel, Marburg, Alsfeld und Gießen rc. waren Besucher herbeigeeilt. Der Festzug gewährt in seiner Zusammensetzung einfärben- prächtiges und naturgetreues Bild ächten Schwälmer Volkslebens. Stattliche Schwälmer Reiter eröffneten den Zug, es folgten über 20 reich herausgeputzte Wagen mit jllngen Schwälmer und Schwälmerinnen, die Malerkolome Billingshausen, die verschiedenen Gewerbe re. Auch das Wetter hielt sich gut und so konnte das Fest, das auf dem sog. »Bunten Bock" abgehalten wurde, einen ungestörten Verlauf nehmen. Besonders gesiel wieder der urwüchsige Schwälmer Nationaltanz, den eine Anzahl Schwälmer Paare aufführten. Viele Festteilnehmer, denen es hauptsächlich um den Festzug zu tun war, verließen abends bereits wieder die Feststadt. Das Fest geht erst heute abend zu Ende. Bemerkt sei, daß heute früh auch eine Anzahl Knechte und Mägde, die schon lange ihrer Herrschaft treu gedient, Prämien erhielten. -t- Wölfersheim, 11. Juni. Vermißt wird gestern nachmittag das vierjährige Töchterchen Bergmann Weiß Eheleute von hier. Ungeachtet der tief in die Nacht fortgesetzten Nachforschungen, an denen r rl r. H 3 ff => 0. • o SS 17. Landes-Versammlung des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes. X Niedernhausen, 10. Juni. Die diesjährige Tagung deS hessischen Eoang. Bundes nahm heute mit einem Festg ottesdien st in der prächtigen, am Fuße des Lichtenberges herrlich gelegenen Kirche zu Niedernhausen ihren Anfang. Die geräumige Kirche ver- niochte die Zahl der aus Nah und Fern herbeigeströmten Festgäste kaum zu fasten. Pfarrer Volp von Laubach hielt die wirkungsvolle Festpredigt über: 2. Mos. 17, 15. „Der Herr des Bundes Panier, das uns tief beugt, mächtig begeistert und mit Siegesgewißheit erfüllt." — »Eine gerechte Sache muß sich durchsetzen. Gerecht bleibt unsere Sache, so lange sie die Ewigkeitsgedanken nicht verliert." — „Halten wir zum Bunde, um der Väter, der Ehre, und unseres Vaterlandes willen!" Der Posaunenchor des Kirchspieles Niedernhausen und der Kirchengesangverein wirkten im Gottesdienste mit. An den Gottesdienst schloß sich eine öffentliche Versammlung im Nonroder Wald an, die allerdings unter einem aufziehenden leichten Gewitter etwas zu leiden hatte, aber doch noch in begeisterter Stimmung — unter Posaunenschall — zu Ende geführt werden konnte. Wiederum war es eine große Schar, die sich herzudrängte, um den eindringlichen Worten der Festredner zu lauschen — Pfarrer Vogt von Niedernhausen sprach das Begrüßungswort: „Das heutige Fest ist eine Ehre für die festgebende Gemeinde. Wir haben die Ehre nicht begehrt, aber auch nicht „bedenklich" verschmäht. Wir sind unserem deutsch-evangelischen Volke schuldig, sein geistiges Interesse hinzulenken auch auf die großen Fragen des öffentlichen Lebens, wie sie in den Parlamenten, den gesetzgebenden Körperschaften, dem Reichstag und Landtag zur Entscheidung kommen. Es geht nicht länger, daß das große Ehristenvolk im großen Kampf der Geister tatenlos bei Seite steht. Wir wollen unsere Bataillone sammeln und organisieren. Dazu helfe auch der evangelische Bund und sein heutiges JahreSfest. Nur dann ist das Fest gelungen, wenn es zu Taten kommt, wenn von diesem Herde die Funken der Begeisterung nach allen Seiten springen und ringsum die Geister des Evang. Bundes lebendig machen." Pfarrer Heyl von Reichelsheim gab eine anschauliche Darstellung von den Vorgängen im vormals Pfälzer-, später Kurmainzischen Amt Starkenburg in den Jahren 1623 bis 1650, der Zeit der Gegenreformation in jenem Gebiet, in welcher das reformierte Bekenntnis wieder verdrängt und das katholische Bekenntnis wieder eingeführt wurde. „Die reformierten Helden jener Zeit sind nicht unterlegen, sondern in ihrem Glauben dahingefahren." Pfarrer Krämer von Gcoß-Bieberau schilderte die Kriegsnot, unter der das AmtLichtenberg im 30 jährigen Kriege seufzte: „Furchtbare DrangsalSzeiten, aber ein großes, starkes, glaubensfreudiges Geschlecht! Wie stehtS heute? Wir haben kulturell große Zeit, aber ists am Ende ein kleines Geschlecht? Wir brauchen im deutschen Volk und in der evangelischen Kirche ein großes Geschlecht. Unsere Kirche steht wieder mitten in einem 30 jährigen Krieg. Feinde ringsum! Einigkeit tut uns vor Allem not." Am Schlüsse ließ der Zweigverein von Groß-Bieberau den Zweigverein von Niedernhausen durch Bäckermeister Späth begrüßen und beglückwünschen. Es war ein warmer Werberuf für den Bund, dessen tapferen Offizieren er recht zahlreiche wackere Soldaten wünschte. Die Sitzung des Hauptvorstandes mit dem Festausschuß am Abend des ersten Tages gestaltete sich zu einem solennen Begrüßungsabend, der von Pfarrer Lic. Waitz-Darmstadt, dem Vorsitzenden des Hauptoereins, eingeleitet wurde, und in der Professor Dr. Eck namens der theologischen Fakultät in Gießen ein inhaltreiche?, geistvolles Wort sprach. AuS dem Leben und den Erfahrungen der evangelischen Bundesarbeit wurden von weiteren Rednern anschauliche Bilder entworfen. (Fortsetzung folgt). Spielplax der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 13. Juni*): „Der Bettelstudent." Donnerstag den 14. Juni: Fest-Vorstellung. „Die Zauberflöte." Freitag den 15. Juni, abends halb 8 Uhr: „Frühlinqsluft." Samstag den 16.Juni: Letzte Vorstellung vor den Oper-Ferien. „Ter Barbier von Sevilla." Hieraus: „Coppelia." Von Sonntag den 17. Juni bis incl. Samstag den 14. Juli bleibt das Opernhaus geschlossen. Schauspielhaus. Mittwoch den 13. Juni *): Zum Gedächtnis IbfenS. Neu einstuqiert: „Die Wildente." Donnerstag den 14. Juni, abends halb 8 Uhr: „Mamsell Nitouche." Freitag den 15. Juni: Shakespeare-Zyklus. 3. Ab. „Coriolanus." Samstag den 16. Juni: „Die Wildente." Sonntag den 17. Juni, nachmittags halb 4 Uhr: „Mamsell Nitouche." Abends 7 Uhr: „Die Wildente. Montag den 18. Juni: „Mamsell Nitouche." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. d * ?■ 5 cp « d-X ■ Scheff-nachrichten. Norddeut scher Lloyd. In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz. B r e m en, 7. Juni. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Toppelschraubell - Poudampser „Barbarossa", Kapitän H. Langreuter vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 1 Uhr nachmittags wohlbehalten in Newyork angenommen» ** Kunstverein. Nunmehr können wir nntteilen, daß sämtliche angemeldete Gemälde eingetroffen sind und die Ausstellung nach höchstens 8 tägiger Pause wieder geöffnet sein wird. Es sei darauf hingewiesen, daß die Ausstellung eine Kollektion von Prof. Ä. Volkmann- Nom, sowie eine umfassende Sonderausstellung der Kasseler Künstlergesellschaft und auch eine Anzahl Kunstwerke von unseren einheimischen Künstlern aufweisen wird. Ferner verweisen wir die Mitglieder des Kunstvereins auf die im Inseratenteil erschienene Bekanntmachung über die am 29. d. M. stattfindende ordenlliche Hauptversammlung. ** Turnerisches. Das diesjährige Feldbergfest wird am nächsten Sonntag, 17. Juni, abgehalten. — Für das 28. Mittelrhein. Kreisturnfest in Hanau hat der Kreisturnausschuß als volkstümliche Wettübungen beim Einzelwetturnen bestimmt: a) Sechskampf: 1. Freihochspringen 1.20 Meter — 0 Punkte, 1.70 Meter ----- 10 Punkte. 2. Freiweitspringen: 4 Meter = 0 Punkte, 6 Meter — 10 Punkte. 3. Steinstoßen: Gewicht des Wurfgerätes 15 Kilogramm, 4 Meter — 0 Punkte, 6 Meter — 10 Punkte, b) Dreikampf: 1. Schleuderballweitwerfen: Gewicht des Balles 2 Kilogramm, Durchmesser 25 Zentimeter, Breite der Wurfbahn 15 Meter. Wertungsmaße: 27 Meter — 0 Punkte, je 1.50 Meter weiter — 1 Punkt, 42 Meter — 10 Punkte. 2. Hindernislaufen: Bahnlänge 100 Meter mit 4 Hindernissen (Hürden) je 1 Meter hoch und 20 Meter von einander entfernt. 18 Sekunden Laufzeit — 0 Punkte, 13 Sekunden Laufzeit — 10 Punkte. 3. Stabweitspringen: 5.50 Meter — 0 Punkte, 8 Meter — 10 Punkte. ** Die Mitglieder und Angehörigen des Eisenbahn-Vereins Gießen unternahmen gestern in 2 Sonderzügen einen Ausflug nach Dillenburg. Am dortigen Bahnhof wurden die Teilnehmer an der Fahrt mit Musik empfangen und zunächst zum Schloß geleitet. In der Schloßwirtschaft entwickelte sich bann bei Konzert und Tanz ein frohes festliches Treiben, zu dem das aufgestellte Karussell und die zahlreich vorhandenen Schaubuden erheblich beitrugen. Am 9 Uhr erfolgte, wiederum in 2 Sonderzügen, die Heimfahrt. Z ZS g-or«; 2- er S £ pH,'' «■ « £ p , » ' S 5 in« 02 2.. §ÄS(t 3 S-r _2.» : *a3: —* die Ortsangehörigen und die Feuerwehr in planmäßigem Vorgehen beteiligten, gelang «s nicht, eine Spur des Kindes aufzufinden. Man hofft immer noch, daß es in Feld ober Walb sich verlaufen hat unb dort wieder gefunden wird. -t- Friedberg, 9. Juni. Der Landwirt Karl Volz zu Burg-Gräfenrode wurde als V o r stackd sm it g lie d der landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft für Oberhessen gewählt. An der Beseitigung dieser bei der Genossenschaft entstandenen Schwierigkeiten wird bereits erfolgreich gearbeitet und es besteht Aussicht, den Fortbetrieb in sichere Bahn zu leiten. Neber den Stand des hinsichtlich der Kassenverwaltung eingeleiteten Untersuchung ist weiteres nichts bekannt geworden. § Wetzlar, 11. Juni. Gestern Nachmittag fand hier die Frühjahrs-Vertreter-Versammlung oes Bezirks Oberhessen im Main-Rheingau Verband GabelsbergerStenographen statt. Vertreten waren die Stenographen Vereine Bad-Nauheim, Friedberg, Marburg, Gießen (Verein, Gesellschaft, Damenverein), Heuchelheim und Wetzlar. Die Verhandlungen zeigten, daß die stenographische Bewegung für das Gabelsberger- sche System in Oberhessen und den angrenzenden preußischen Gebietsteilen allenthalben im Aufschwung begriffen ist. Mit der Leitung des Bezirks, die seither den Gießener Vereinen gemeinsam oblag, wurde der Verein Friedberg betraut und dessen Vorsitzender Professor Kramer, zum Bezirks-Vorsitzenden gewählt. Den Beratungen ging ein Wettschreiben in 4 Abteilungen voraus, an dem sich etwa 20 Herren beteiligten. Der nächste Bezirkstag wird in Marburg abgehalten. p. Wetzlar, 9. Juni. Im „Schützengarten" fand gestern die Generalversammlung bet Lokal-Abteilung Wetzlar des landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen statt, die recht zahlreich besucht war. Den Vorsitz führte Landrat Dr. Sartorius. Nach den „Geschäftlichen Mitteilungen" betrug die Mitgliederzahl am 1. Januar 1905 527, am 31. Dezember 1905 575. Für das laufende Geschäftsjahr haben sich 35 Mitglieder angemeldet. Weiter erfolgte Abnahme der Jahresrechnung für 1905, die Feststellung des Etats für 1906 und Vorstanbsergänzungswahl. Bei dem sich anschließenden gemeinsamen Mittagsmahl brachte der Lanbrat bas Kaiserhoch au§. ** Frankfurt, 8. Juni. Im Zoologischen Garten wird am 16. Juni ein Sommerfeststattfinden. Neben der Gartenkapelle, die auf der Terrasse spielt, wird die 81 er Musik im Weihertempel konzertieren. Lampions werden das Wäldchen, die Wandelgänge und den Weiher in ein buntes Lichtermeer verwandeln. Bengalische Beleuchtung wird die ganze Szenerie erhellen und während derselben werden vom Weiher aus die Klänge eines Bläserquartetts ertönen. Von 9 bis y211 Uhr wird Balchampetre im Wäldchen auf einem besonderen Tanzboden sein und von 11 Uhr an wird der Tanz im Saal fortgesetzt. Am Bärenzwinger wird eine Bierschänke mit Würstelbraterei eingerichtet und durch alles dieses dafür gesorgt sein, daß Jeder sich nach seinem Geschmack amüsieren kann. Z-Ziegenhain, 9. Juni. Anläßlich der Feier des 50 jährigen Bestehens des landwirtschaftlichen Kreisvereins hat unsere alte hessische Stadt, der Hauptort der ehemaligen Grafschaft Ziegenhain, ihr Festkleid angelegt unb aus der ganzen Umgcgenb finb bie Bewohner be§ gesegneten Schwalmtals, bie mit ihren originellen Trachten, ihren stattlichen Erscheinungen unb mit ihren alten Sitten unb Volksgebräuchen als der treueste Typus althessischen Wesens gelten, herbeigeeilt. Mit dem Fest ist auch eine Ausstellung von Herbbuchtieren ber Schwälmer unb ber Simmentaler Raffe verbunben. Sie legt ben Beweis ab, baß in ben fruchtbaren Niederungen der Schwalm die Viehzucht in hoher Blüte steht. Ebenso hatten auch zahlreiche Gewerbetreibende des Kreises Veranlaffung genommen, durch eine reichbeschickte = <2 2.= : rr n ** 57 Deutscher Nealschulmännertag. (Original-Artikel des Gießener Anzeigers.) ed. Darmstadt, 10. Juni. Der Allg. Deutsche Realschulmänneroerein hielt heute Hier seine Hauptversammlung ab. Den Vorsitz führte Direktor Börner ans Elberfeld. Als Vertreter ber hessischen Regierung waren in ber Versammlung, in ber etwa 80 Herren auS allen Teilen Deutschlanbs anwesenb waren, erschienen Ministerialrat Dr. Eisenhuth unb Geh. Oberschulrat Nobnagel. Geheimerat Direktor Dr. Stein bart aus Duisburg sprach über bie Durchführung ber preußischen Schulreform in ganz Deutschlanb. AuS seiner Rebe ging hervor, baß es in einzelnen Bundesstaaten mit der Schulreform noch recht schlecht aussieht, so in Mecklenburg-Strelitz, mehr Hoffnung besteht in Braunschweig und Oldenburg. Sehr komisch ist die Berechtigungsfrage in Weimar, wo cs an der gleichen Anstalt drei Arten von Abiturienten giebt. In Bayern hat sich kürzlich der Landtag mit der Schulreform beschäftigt. Es wurden neun Oberrealschulen bewilligt, bie Gleichberechtigung aber abgelehnt. Nach lebhafter Debatte nahm die Versammlung folgende Leitsätze an: 1. Die Versammlung spricht allen denen, die in letzter Zeit für die Ausdehnung der Berechtigungen der Realanstalten gewirkt haben, ihren Dank aus. 2. Die Versammlung spricht den Wunsch aus, baß, soweit es noch nicht geschehen, von den beteiligten Kreisen die Schulbehörden zu einer baldigen Lösung der Berechtlgungsirage angeregt roerben. 3. Die Versammlung empsiehlt, in ben Volksvertretungen bie Stellung von Anträgen aus Gleichberechtigung ber höheren Schulen entsprechend dem badischen Erlaß vom 22. Juli 1905 und 11. Februar 1906 zu veranlaßen. Ministerialrat Dr. Eisenhuth dankte für die Einladung und die Würdigung seiner Verdienste. Nicht Männer, sondern die Verhältnisse seien für die Schulreformen maßgebend. Das praktische Element habe in Hessen den Ausschlag gegeben. Hier bestehe kein Gegensatz zwischen den hllmanistischen und den Realanstalten. Die Schulverwaltung habe die Aufgabe, die verschiedensten Bildungsmöglichkeiten zu freier Auswahl zu schaffen. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall. — Geheimerat Steinbart sprach über die weitere Entwickelung der Schulreform in Preußen und empfahl schließlich folgende Leitsätze, die einstimmig angenommen wurden: Indem bie Versammlung dem Vorstände dringend empfiehlt, für die Freigabe der Medizin seitens des Bundesrats an die Oberrealschulen einzutreten, spricht sie sich für die Fortführung der Schulresorm in Preußen zustimmend in folgenden Leitsätzen aus: 1. Auch das Theologiestubnnn ist entsprechend ben Beschlüssen ber Junikonferenz ben Realanstalten freizugeben unb für bieses Studium ist kein weiterer Nachweis lateinischer Kenntnisse von den Neal- gymnasialabiturienten zu fordern. Schon vor Erfüllung dieser Forderung ist sogleich die erneute Prüfung ber Realgymnasial- Abiturienten im Latein aus den Bestimmungen über die altsprachlichen Sonderprüfungen zu streichen. 2. Die Prüfung der griechischlosen Schüler in den Ersatzunterrichtsgegenständen hat wegzufallen. 3. Der Ersatzunterricht ist an allen staatlich isolierten Gymnasien einzuführen unb bei genügenber Schülerzahl in realgymnasialen Oberklassen fortzusetzen. 3. In ben oberen Klassen ber isolierten staatlichen Realgymnasien ist fakultativer griechischer Unterricht einzurichten. 5. Zur Fortführung der Schulreform in Preußen im Sinne dieser vier Leitsätze, namentlich zur Erfüllung der in Satz 3 ausgesprochenen Forderung ist eine gemeinsame Tätigkeit unseres Vereins mit dem Verein für Schulreform, dem Verein zur Förderung des lateinlosen Schulwesens und auch dem Jngenieurverein anzustreben. 2lusTSiaöt und ianor Gießen, den 12. Juni. •* Provinzialausschuß. Samstag, 16. d. M., vorm. 9 Uhr beginnend, findet eine Sitzung des Provinzial- Ausschuffes der Provinz Oberheffen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Philipp Schneider zu Gießen um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft. 2. Gesuch des Gustav Laichinger in Gießen um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb. 3. Gesuch des Otto Nuppel von Ranstadt um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. 4. Die Bürgermeisterwahl zu Unterschmitten. ** Erledigt sind: Zwei mit evang. Lehrern zu besetzende Lehrerstellen an der Gemeindeschule zu T r e b u r, eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zuKönigstädten, eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinbeschule Bischofsheim, die 1. Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu V i e l b r u n n. (Mit der Stelle ist der Organistendienst verbunden. Dem Fürsten zu Löwenstein-VZertheim- Rosenberg und dem Fürsten und Grafen zu Erbach- Schönberg steht das Präsentationsrecht zu ihr zu. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden) und die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wohnfeld. lMit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden.) 7ÜQ6en S **” Sofie, ’Mtta,1’ ”«rb, lt (»» £*•* cn, z. rn "hegend Leiter Wen den o ,§' ®»9»n mit®"3'« laI,ttoIon,e ®P,n »-> das '* «I d-n, fo7ll,‘ tat bis äs ö ,l)tet Herrschaft !”'•* “'M %"■ ®*9' ^unbeg ,t,'n b"Wsen Selegenen Kirch? ' ™"™'9= Me £ 7Cn ^rdeigeströmten p üon Laubach hielt Monter, das uns tiel Mhhett ersüllt.^ - ffjj bleibt unsere Sache, Awrt. - .halten wir nd unseres Vaterlandes iS Niedernhausen und ttesdienste mit. E> eine öffentliche lid an, die allerdings Eer etwas zu leiden c Stimmung - unter >en konnte. Wiederum !erzudrängte, um den |U lauschen - Pfarrer das Begrüßungsiroit: ie sestgebende Gemeinde, auch nicht .bedenklich' lngelischen Volke schuldig, ui die großen Fragen des tenten, den gesetzgebenden nbtag zur Entscheidung t§ große Christenvolk im Zette stellt. Wir wollen •en. Dazu helfe auch der 9lur bann ift bai wem von biefem Herde len springen und ringS- ,g machen.' ytb eine anschauiichr ormais Mzn«, Wc in den fahren 1623 ation in jenem Gebiet, ; wieder verdräng', und ingesührt wurde. ,Die licht unterlegen, sondern .Bieberau schilderte du en berg irn 30 jährigen Seiten, aber ein großes, Wie stebts heute? Wir sts am Ende ein kleine- äen M >md m bet lecht. Unsere Kirche steh Krieg- 5«nb! tin9* rem w ®tc6«®ebffl» [tn M *1™* „ 65 ronr tm ®«* piMnOifii'---»«"* ä mit b<» s btt th'°Ä »-t *tf- -ft* %otw«*L US**"’ l. .a» Donnerstag ®(Ue?A' M . ?,(*« 6amWbl” *”? ÖP««18“ ie, Jm§tag be”(b 4 Uhr- chten« 2i"b'. flir CB er B «rv o> -e cd o 03 5 er d 3 3 er !» »> O e o 3 3- cd o 3 er Z s 3 CO 3: CD c c or D R 3 «Sb CD ÖD e D: 3 3 D r» 8 3- CD o" *2 (?) 3 CD "d* 3i 3 3 J3 D CD "5* 32 3 3 cP o S «o C7> 3 D CD 3 -A A ।« 3 n 3 75 A " ■c CP s# ÖD 3 S 3 A ~ D eo» c 32 f-t‘ a» er c» „ 2 5 — er er r» *~ CB — 3 CD " =1 «3 CO o» cr^c «. R 60 O^cS' Z er'*.'’ 3' <=•'- - 3 D O 3 3 D- 3 0- 2 3 6)§ ~ A 73 O: 3. O CD 3 D — ÖS o A ~ c 7 S e 2 3 A D CF 3 2. 3 2 -Öfi «> 2.CD o Cb D 3- er — r» o „ 3 K) ^2 O c C «SS CD SV* 2 *2 er äß o 7° M er " ==? ■ö 3 3 =. S- (?) e aH o D- D- 3 c ?.o 2 o’tD o • 2 2 3 r «es S.'ü» 5 « -Ö ä er D 73 S « 3 S ’n s F' , (2 er S — <2 0 » 0 —, 7? 0 3 2 (?) S* ~" A Z ä? olD - 3- ö* „ A 2, - ©!2S -Ö G 3 ö ö or to t: tc ks 02 S D 2. 2- 0 O o O 3: _■ ce S3Ö9Ö9 R. 2 A 2 •3 0’ m rto % 3 s CB to to iS « 02 02 02 02 ro CO (5) -ä (?) T 8 A ä CD t3 ft? CD 8 0 s es i»A* Ö ? CT0 D es s e A te (?) 2. (?) S>V (?) 02 A G?: s§ 69 e iS ^2 es es D A S8 *? s 8 kSL « — tSAA b»a SS s St -eZ c?)8 13 s A A CP CD D s i 3 A 0 6) 3 A 8 m A 23 A es SB <5 3 (?) » ZS ZS 5 n «So S SS 2, »Z A c 2P 8 COCO 59 5P^> CD (?) II®» o cd A to ?-*- - CB «rs r qd 00 CO to (?) 3- rt ■ SS S .0 3 S 3 CP Q. ?Ö?A 3 £2 5 A M 3' rt CD es s * 3 (?) I 2 >s® ® A 3 " to DL g 5® @«e» to tor 7 V * # -.7 7, l ;v"h j. < v >< v? HauplgeWine Perle des Odenwalds piimbsrgsr Lotterie Ziehung 16.-lfl.Juni | i Los IM?“* ö versendet da« GenerüldebiV fcd.5diäfer,iniherg.i Generalagenlur: Kiefer & Co, ss81/6] G. m. b. H. Mainz. *0,000 ^OOQ V etc. F.H b*r ohne A^ieg. &JE3K-! ft?'?*?" -WW S$!' ZK' W Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es geiallen, meine innigst geliebte Gattin, unsere gute Aintter, Schwestern.Schwägeriil Maria Schomber geb. Gengnagel nach langem, schwerem Leiden zu sich zu rusen. Um stille Teilnahme bitten Der trauernde Gatte und Kinder. Gießen (Wagengasse 5), den 12. Juni 1906. Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 3627 T odes-Anzeage- Heute mittag 12 Ubr entschlief nach längerem Leiden unsere liebe Mutter uno Großmutter 04230 Fran Jakob Müller Witwe im Alter von 68 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen Familie Müller. Lich, den 1L Juni 1906. Die Beerdiaung findet nächsten Mittwoch, den 13. Juni, nachmMags 5 IlHr statt. _____ Vlo Los '/g Los Lqs y2 Los 1/l Los Mk. 10 Mk. 20 Mk. 10 Mk. 4 Mk. ö Hente nachmittag entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwester, Grossmutter, ürgrossmutter, Schwägerin und Tante 8630 Frau Margarete Brückmann Wwe also auf alle Stücke, welche eine der Nummern tragen. im 78. Lebensjahre. 87377 87631 87616 87853 100048 100145 86158 86172 87303 1. Oktober 1904 Die Rückzahlung dieser heute gekündigten Pfandbriefe erfolgt vom No. 1852 9220 16227. 19388. No. 62100. 23558 25383 Ser. 19 Bilanz am 31 u 1. 2. 304312.12 304312.12 Gewinn- und Verlustrechnung Einnahme«. 13606.37 Watzenborn, den 31. Mai 1906. CM-Lchkch Watzenborn-Amberg, AktiengeseWast Hirz. Schaefer. Philipp. 3615 Pb. Schlatter Neuenweg 10. Inhaber: Peter Bitter. Gienen Telephon 9. Elektr. Licht. Wasche mit 21 Buchstaben SSU/8 Abonnements-Konzerte ^wäschtam besten J Fatnilienbillet bis zu 3 Personen ä Gießen, Neuen-Bäue 11. 3504 ä ä 1494 : 3386 : 5046 i 7813 I 9761 1 11204 13504 12049 16810. 16214 18586 64012 78550 64012 66701 101137 102420 140822 143284 144940 146157 148401 815 2422 4329 6359 9272 850 2429 4330 6427 9322 10310 12686 14577 17271 18823 20101 22180 24265 25957 28414 30519 61927 63340 65341 66696 69517 73129 78068 24329 26020 28447 30855 62266 63531 65387 66726 69787 73516 78108 101382 102516 141270 143647 145219 146829 148724 100187 101758 140278 141446 144032 145260 147282 149076 1874 3107 4845 7680 9666 10603.76 281.17 16158 17999 19308 20806 23387 25001 26353 29621 60360 62616 63739 65886 67651 72289 75211 79580 81070 82595 85847 ! 100607 101975 140301 141841 144810 145537 147847 290 1637 3488 5572 8186 9843 416 1734 3841 6114 8620 9998 101362 102443 141017 143637 145006 146529 148669 101565 140076 141417 143768 145254 146889 148793 29047 60831 62612 63727 65622 67644 72008 73908 79439 81063 82515 85565 100411 101759 140298 141763 144194 145518 147397 149216 1479 3258 4949 7732 9712 11123 13485 16076 17721 19299 20752 23211 24898 26335 P R Q N 0 P R Q Personenbillet Kassenpreis . Volle Pension Mk. 4.— und 4.50. Schöne Säle für grössere Gesellschaften, angenehmes Absteigequartier für Touristen 79564 101388. 74236. 66701 66884 74570 78086. 67913 74240 78406 78938. 100990 102249 140664 142972 144936 145967 148048 557 2234 3878 6175 9180 10489 13064 14897 17495 19107 20184 22394 24481 26054 28604 60198 62302 63584 65428 67418 70099 73673 78225 1092 2653 4650 6761 9618 10591 13167 14937 17562 19153 20298 22583 24840 26173 28925 60305 62327 63617 65534 67489 70326 73762 78742 1287 2998 4722 7342 9637 10800 13271 15028 17691 19254 20418 22719 24881 26194 28998 60602 62542 63655 65619 67549 71947 73859 79279 100813 102213 140512 142201 144820 145666 147969 100834 102223 140521 142621 144860 145733 147999 10114 11911 14089 16911 18614 20057 21529 24031 25926 27231 30269 61814 62844 64574 66448 68450 73112 75697 637 2302 4233 6211 9231 10205 12502 14136 16959 18759 20072 22055 24236 25929 28203 30291 61815 62962 64635 66551 68748 73122 76251 1082 2602 4530 6525 9408 Reservefond Kapitalkonto 140020 140992. 140265. // ii n ii 2742.— 2091.86 n ii ii H Fanrille Familie Familie Familie im e1/6 n u u u Lit. Zur Sommerszeit besonders empfehlenswert Prima Speisekartoffeln zu verk. 041821 BalmboMr. 57. Aktiva AuSgeliehene Kapitalien Kassenvorrat inkl. Vorlage Ausstände Mobilien Louis Brückmann Fritz Brückmann Wenzel Braunwarth. Giessen, Steinfurth, Birklar, Allendori, den 11. Juni 1906. 2. Zinsen von aufge- nomm. Kapitalien 3. Sonst. Ausgaben 4. Abschreiben auf Mobilien 5. Kapitalkonto Die Liste zirkuliert. Der Anfang dec Konzerte wird Gießener Anzeiger" bekannt gegeben. 0, BCscau6se9 Grossh. Musikdirektor. 934 : 2485 ! 4526 - 6509 ( 9341 l 10347 12780 14878 17320 18934 20169 22245 Karten im Barverkauf sind bei Herrn Ernst Challier, Neuenweg, zu haben. 351 1649 3587 5856 8442 9942 11587 13884 16645 18136 19461 21150 23781 25387 26717 29862 61569 62691 64309 66342 67981 73045 75483 79717 81157 83233 11710 13887 16897 18425 20052 21459 24027 25691 26772 29895 61783 62795 64500 66373 68027 73092 75547 79753 81197 83363 Lit. ii Ät. No. 1520 3423 5149 8101 9839 11456 13641 16405 18018 19334 20994 23763 25119 26388 29786 61205 62649 64051 66306 67972 72919 75478 79715 81084 83020 bestes Metallputzmittel empfiehlt [8523 J. M. Schalhof Marftslraße 4. vergütet. Aus früheren Verlosungen find noch rückständig: ah Auf solche Stücke, welche erst nach dem 31. Oktober 1906 zur Einlösung gelangen, roirb für die Zeit vom 1. Oktober 1906 ab bis auf weiteres ein 2% iger Depositalzinl Empfehle für die moderne Frisur schöne leichte Zöpfe von 3 Mk. an. Ferner werden Dreher, Toupe, Scheitel, Perücken und Haar- nhrketten sauber und gut ange- sertigt bei [775 Heinrich Tichy Selters weg 43, Ecke Goethestraße. 3. 4. füt 2 nute Teller — in wenigen Minuten — nur mit Wasser herstellbar. Emil Fischbach, Seltersweg 24. Die Kapelle des Infanterie-Regiments „Kaiser-Wilhelm" (2. Großh. Hess.) Nr. 116 erlaubt sich zu einem Cyklus von Abonnements-Konzerten einzuladen. Die Konzerte finden im Nencn Saalbau, vorm. Steins Garten, statt. — Dieselben werden mit Militär- musik ausgeführt, wozu ein musik- und kunstliebcndeä Publikum eingeladen wird. Der Abonnements-Preis für 6 Konzerte beträgt: Famüienbillet bis zu 4 Personen ä Alk. 7.— 1. Zinsen von ausge- lieh. Kapitalien 13603.37 2. Sonst. Einnahmen 8.— 79931 79959 80529 80688 81003 81007 81606 81755 81774 81809 81993 82236 82372 83451 83848 84022 84270 84372 84457 85120 Ausgaben. JC 1. Verwaltungskosten 620.— Warenhaus in MiM Mlhch«) DaS auf dem Marktplatz der Großherzogl. Kreisstadt Büdingen gelegene, vollständig neu hergerichtete Geschäfts- u. Wohnhaus, bestehend aus großem Laden mit 2 Schaufenstern, 2 großen Wohnungen, Hofraum und Hintergebäuden ist unter vorteilhaften Bedingungen zu verkaufen. Dasselbe eignet sich zu einem großen Warenhause ob. zur Filiale eines solchen, da ein Warenhaus in Büdingen noch nicht besteht. Glasfabrik Büdingen (Oberhessen). [3607 Ser. 12 ii ii H U Ser. 13 Heugras zu verkaufen. Näheres Rhein. Hof 04222) Frankfurter Straße. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. Juni, nachmittags 2y2 Uhr in Nieder-Florstadt statt. geb. Bähr genügen, nm einen Grundsatz der Ernährungslehre in weitesten Kreisen bekannt zu wachen. »Der Mensch ist, was er isst-1. Wer nun wünscht, dass die Kinder sich zu kraftvollen Menschen entwickeln sollen, gebe ihnen passende Nahrung. Kuchen und Puddings, welche mit i>r. Octker’s Backpulver und Pudding-Pulver ü. St. 10 Pfg. (3 St. 25 Pfg.) bereitet worden, geben den Kindern Kraft und Wohlbefinden. ngr,/i . , - :. 0 P H Q „ , , Die Einlösung erfolgt in Frankfurt a. M. an unserer Kasse, auswärts bd denjenigen Bankhäusern, die sich mit dem Verkauf unserer Pfandbriefe und Kommunal- Obligationen beschäsftgen, insbesondere in Gießen bei der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Gießen. , 6.- , 2.20 v 0.50 Ebendaselbst wird auf Wunsch der Umtausch der verlosten Pfandbriefe gegen neue Stücke derjenigen Serien, die wir zur Zeit ausgeben, zum Tageskurs besorgt Die Kontrolle über Verlosungen und Kündigungen unserer Pfandbriefe übernehmen wir auf Antrag kostenfrei; Antragsformulare, aus welchen die Bedingungen ersichtlich find, können an unserer Kasse sowie bei unseren Einlösungsstcllen bezogen werden. Frankfurt a. M., den 7. Juni 1906. hv11/6 Frankfurter Hypothekenbank. 9.58 2091.86 13606.37 3623 Irankfurter Kypothekenöank Ifandöriefverlosung am 7. Juni 1906. HkiMMHeiMNZ. Donnerstag, d. 14.Funr, uachm. von 5 Uhr ab soll an Ort und Stelle das dres- jährige Heugras von der fiskalischen Sorauwiese versteigert werden. Treis a.d.Lda., d.ll.Juni06 Großherzogl. Oberförsteret Treis Schneide r. [B”/o König!. Preuss. Klassen-Lotterie Ziehung 1. Klaffe 9. und 10. Juli WWerkM. Alters und Todesfalles wegen ist ein altes^gutes Geschäft der Tapisseriez< Woll-, Galanterie-, Buch- u. Papierwarenbranche mit schönem Haus in einer verkehrsreichen kleinen Stadt Oberhessens zu verkaufen. Großer, schöner Laden, herrliche Wohnung, vorzügliche Geschäftslage. Großer Hofraum, Stallung, Obst- und Gemüsegarten. Reflektanten, die über 20 000 bis 30000 Mark bar verfügen, wollen ihre schnflichen Meldungen unter 3610 an den Gießener Anzeiger emsenden. Vermittler nicht ausgeschlossen.__________________ /Acidcne Salon-Garnitur preiswert zu verkaufen. 04223| Kaiser, Cais lieib. Dezember 1905. Passiva JC. Aufgenommene Kapitalien 293228.26 Stammguthaben 6250.— Zu bedeutend herabgesetzten Preisen werden von heute ab sämtliche Artikel verkauft. 2971 Hochfeine VMlßbtW LaMnttcr ßosgiit- u. Wtchill-Alttt Land-Eier soeben frisch eingetroffen bei H.E.Jughardt Z«h. Anglist Wllüensck Marktplatz 15 Telephon 390 Wiederverkanfer billigste Preise. 1 Die reservierten Lose können bei mir in Empfang genommen werden. Wacker, MW PrcnWer Lattcrie-Eiiiiichalcr „ 64626 65627 No. 145493. Bei der am 7. Juni 1906 vor Notar stattgehabten Verlosung sind von unsere» 3y2 % Pfandbriefen der Serien 13, 13, 15 und 19 die folgenden Nummern zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1906, mit welchem Tage die Verzinsung endigt, gekündigt worden. Es beziehen sich diese Nummern auf sämtliche Literae, Luftkurort Lindenfels Odenwald Hotel Odenwald, Besitzer: A. Vogel E K Erstes und grösstes Hötel am Platze JfC 1. 276564.99 2. 2929.64 3. 24731.27 4. 86.22 frfA1 aiiße' Dem werUj deniW die Hattert Loch Aoialio" lag he,r UnioeN-,' bruttert*' Aeöaktwr uni*; Wakac Verlag grelle ,l «iizeig' Iie Am Minister sterialrä Prä Das M beratun, vom 28. der Aus Fassung darf de ein Gru diese ni Sta gierung die Best Der Uni der Fasf daß bc: doch, es Die schußa men wi Die Gesetzeni tioneller Präsiden Debatte 9 nun qi 'm Verlag besonderen Fülle seine Auswahl t minde baulichen 9 ,1)011 der gc mngsaniec immer fKid e,ne geivisß iC wohlgi ^"^bachex . vom 2$ vom 30. nach ive' behalten Abg. über die würde a. in Lorfchl Wg. einversiani geeignet, binden. ALg. Regierun ung der Recht au jeöei^eit Abg. Vorlage t In d angeno Abg. daß den behalten l eines Abc Mini gegenüber Vorschrift Wn ftlci "'inenden 7* äbtt ln $ d> hr ‘euie sl laugen i rocken, J f , 9Q,,5e Inn ” (5‘ ^9,üe,l'9er $0tlt6*S uni,