Erstes Blatt Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen am 6. 156. Jahrgang iin ganzen wohl 120 Personen anwesend gewesen sein. Nachdern Kreisrat Fey mit freundlichen Worten die Erschienenen begrüßt hatte, hielt Kreisarzt Dr. Nebel (Friedberg) einen interessanten Vortrag über „Krankenpflege, Einrichtung von Untcrrichtskursen überKranken- pflege auf dem Lande". Es waren überaus praktische, dankenswerte Hinweise, die geboten wurden. Bei ansteckenden Krankheiten muß seitens der Pfleger, der Familienangehörigen Vorsicht beobachtet und größte Reinlichkeit zum Prinzip gemacht werden, um die Krankheitskeime nicht zu übertragen. In den einzelnen Gemeinden müsse ein Sanitätsschrank mit allem Zubehör vorhanden sein, um bei Unglücksfällen Verbandstoffe re. zur Hand zu haben, um aber auch den, ein- raffenden Arzte die Utensilien zu bieten, die er zur erfolgreichen Bekämpfung eines Leidens bedarf, Badewanne, Fieberthermometer, Schnabeltassen, Irrigator:c. Ein wahrer Segen ür eine Gemeinde sei eine gute Krankenschwester, die ungeheuer viel Gutes stiften könne, falls sie geschickt nach Angaben des Arztes und mit Liebe, Hcrzensgüte ihres Amtes walte. Da aber durch die große Nachfrage nach solchen Frauen es nicht immer möglich sei, eine solche zu bekommen, so müsse man Kurse einrichten, durch welche geeignete Ortsbcwohnerinnen in der Krankenpflege ausgebildet würden. Mit aller Schärfe Kersammlaug der Nürgermcister des Kreises Kriedöerg. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) Bad-Nauheim, 10. Sept. DaH 6. Drinsberg-Wetturnen vereinigte am vorgestrigen Sonntag die Turner und Turnfreunde der näheren und ferneren Umgegend in sehr stattlicher Anzahl auf dem Beherrscher deS Lahntales. Namentlich von Gießen und Umgegend war der Besuch sehr stark und die Biebertalbahn fertigte außer den stark besetzten fahrplan- polsttfcfye Tagesschau. „Schwarzseher dulde ich nicht." Am meisten Aufsehen hat in der Oeffentlichkeit der Satz der BreslauerKaiserrede hervorgerufen: „Schwarzseher dulde ich nicht, und wer sich zur Arbeit nicht eignet, der scheide aus, und wenn er will, suche er sich ein bessere? Land." Wen mag der Kaiser mit den Schwarzsehern gemeint haben, so fragt man. Befinden sich in der Umgebung des Kaisers verantwortliche Berater oder Militärs, an deren pessimistischer Auffassung der Herrscher Anstoß nimmt? Die „Voss. Ztg." meint, der Kaiser denke an Personen, die er aus ihren Stellungen zu entfernen das Recht und die Macht habe. Es könne sich mithin nur um Männer handeln, die etwa Hofbeamte, allenfalls politische Verwaltungsbeamte oder auch Offiziere sind. Auf Richter, Bürgermeister, zahlreiche Beamte, alle unabhängigen Bürger könne das Wort nicht Anwendung finden: „Schwarzseher dulde ich nicht." Die agrarische „Tagesztg." vermutet, daß der Kaiser durch die Erinnerungen an das Unglücksjahr 1806 zu dem Ausspruch veranlaßt wurde. „Durch unser Volk geht tatsächlich ein Hauch der Bangigkeit, daß wir ein zweites Jena erleben können. . . Auch gut nationale Kreise, denen eS an Besonnenheit nicht mangelt, haben unsere Zeit und unsere Zukunft schwarz in schwarz oder doch grau in grau gemalt." Die „Tagesztg." fährt fort, der Kaiser habe wohl keineswegs sagen wollen, daß e§ nun Pflicht des Staatsbürgers sei, alles in rosigem Glanze zu sehen und in Rosenfarben zu malen. Unsere Zeit i|t ungeheuer ernst, und über unserer Zukunft liegen schwere Schlagschatten, die jedoch anspornen In der freundlichen, geräumigen Turnhalle fand Sept. I. I. eine Versammlung der Bürgermeister des Kreises Friedberg statt. Es mögen wohl 87 Vertreter der Gemeinden, sollten zu befreiender, die Schatten scheuchender Arbeit. Tie „Nationalztg." wünscht den verantwortlichen Männern, die uns die Politik des leichten Herzens beschecrt haben, eine recht kräftige Dosis gesunde Schwarzseherei. Denn nur, weil sie ihnen, selbst bei den folgenschweren Handlungen, so ganz und gar abzugehen scheine, habe die Schwarzseherei im Volk einen so unheimlichen Umfang erreicht. Uns scheint, daß die „Nationalztg." am klarsten ausgedrückt hat, was viele gute Vaterlandssreunde seit langem empfinden: den Gegensatz zwischen der bei jeglicher Gelegenheit vom Regierungslisch aus betonten Auffassung, daß wir es herrlich weit gebracht haben, daß unsere Einrichtungen auf der Höhe stehen, daß wir auf militärischem, wissenschaftlichem, sozialem und noch so und soviel anderen Gebieten unerreicht sind, daß das Ausland uns beneiden müsse — und der viel weniger gehobenen und viel weniger festlichen Stimmung im Bürgertum, das sich manches anders und besser vorstellen kann, das durch Reisen in Berührung mit dem AuSlande kommt und dort bemerkt, wie wir keineswegs mehr so hoch eingeschätzt werden, als es vielleicht vor einem Jahrzehnt der Fall gewesen ist. Die Zahl der Schwarzseher schwoll im Laufe der Jahre mächtig an. Wirtschaftlich hat Deutschland enorme Fortschritte gemacht, politisch ist es zurückgegangen. Das gilt ebenso für die äußere wie für die innere Politik. Als Großmacht stehen wir allein, vereinsamter denn je, und die Talen der inneren Politik stimmen auch nicht zu reiner Bc- friedigung. Es ist schon richtig so: je mehr frohgemut in die Zukunft Blickende in der Negierung, nach Art des Fürsten Bülow, umsomehr „Schwarzseher" in der Bevölkerung. Da ist denn in der Tat das Umgekehrte wünschenswerter. Eine unterbliebene Kaiserreise. Die Wiener Hofberichte geben eine leichte Unpäßlichkeit deS Kaisers Franz Josef als Grund dafür an, daß er plötzlich seine Teilnahme bei den großen See- und Landungsmanövern an der dalmatinischen Küste absagte. Nun laboriert allerdings der Monarch seit einer Woche an einem leichten Schnupfen, allein da§ hat ihn keineswegs daran gehindert, den Manövcrn in Schlesien von Anfang bis zu Ende beizuwohnen. Es kann also kaum sein Gesundheitszustand sein, der ihn daran hindert, sich nach Dalmatien auf die Reise zu machen. Wie erinnerlich, mar Anfänglich geplant, daß Kaiser Franz Josef in diesen Tagen zum erstenmale den Boden der okkupierten Provinzen Bosnien und Herzegowina in Trcbinje betreten sollte, aber die bloße Andeutung dieses Vorhabens allein erregte an verschiedenen Stellen allerlei Mißstimmungen und Mißdeutungen. Vor allem in Rom und Konstantinopel, wo es hieß, daß Oesterreich-Ungarn jetzt daran gehen wolle, Bosnien und die Herzegowina auch formell zu annektieren. Außerdem ärgerte man sich in Rom and) darüber, daß unter den Augen des Kaisers bei den Manöver« der Versuch gemacht werden sollte, ob es wohl einer feindlichen Armee gelingen könnte, in Dalmatien zu landen und durch die okkupierten Provinzen in Süd-Ungarn einzufallen. Dies ist nämlich der Lieblinasptan des italienischen Generalstabes für den Fall eines Krieges mit der habsburgischen Monarchie! Man will nun die empfindlichen Italiener nicht reizen und daher entschloß sich der Kaiser, den Manövern unter dem angegebenen Vorwande fernzubleiben. Wie groß die italienische Nervosität über die diesjährigen Manöver an der Adria ist, geht auch daraus hervor, daß die italienische Eskadre ihren Besuch in Marseille zur Begrüßung Fallieres im letzten Augenblicke aufgeben mußte. Rian will sie eben jeden Augenblick zur Hand haben. Nr. £13 Erscheint tügltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien, blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck iu Verlag der Brü h l'schen Urr w ers^Bu ch-u. Stein- druckeret. 9t. Lange. Redaktion, Erpedittoa und Druaerei: Schnlstraße 7, Redaktion 112 Verlag u.Gjpeb.e^öl Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. : und Energie seien die Klirpfuschereien gn bekämpfen. Un- • stimmen voll Geld würden den Anpreisern von allen mög- , liehen Heilmitteln, die in der Regel nichts als Schwindel i seien, jährlich gesandt. Für dieses unnötig ausgegebene Geld : könne man längst eine Krankenschwester anstellen und habe ' daillit etwas sehr, sehr Gutes für die Gemeinde geschaffen.— i Mit lebhaftem Beifalle wurden die äußerst interessanten AuS- i führungen entgegengenommen. In der von Kreisrat Fey eröffneten Diskussion trat man den gegebenen Ancegullgen nun näher, um sie möglichst bald in der Praxis umzusetzen. Ueberall sollen Tragbahren beschafft werden, um Verunglückte, Kranke bequem ins Spital transportieren zu fönnen. Ferner begrüßte man mit Freuden das von dem Vorsitzenden loarm empfohlene Institut der wandernden Kochschulen, Haushallungsschulen, wie nicm solche in vielen preußischen Bezirken, aber auch im Kreise Gießen hat. Eine Lehrerin hält in einem Dorfe einen zehn- bis zwölswöchigcn KlirS ab, — an welchem die Mädchen Ausbildung im Bereiten der einfachen bürgerlichen Kost, der Handarbeit und der Krankenpflege erhalten, — um dann in einem anderen Dorfe einen neuen Kurs zu eröffnen. Für mäßige Abgaben erhalten die Mädchen Unterricht. Die not- wendigen Materialien werdet! dafür beschafft. Sehr warm traten für dieses Institut außer Herrn Kreisrat Fey, die Herren Graf Oriola, Kreisarzt Dr. Nebel, Dekan Wald (Ockstadt), Bürgermeister Alles (Niederflorstadt) u. a. ein. Schon in diesem Minter soll im Kreise Friedberg der Sache nähergetreten werden. — Herr Kreisrat Fey wird dem Kreis- ausschusse bald die Vorarbeiten unterbreiten. Als zweiter Punkt auf der Tagesordnung stand der Vortrag des Hauptlehrers Storch (Butzbach) über ^Heimat- und Kun st pflege auf dem Lande." — Redner betonte den hohen Wert der Erhaltung der StammeSeigentümlich- keiten als Stützen der Heimat- und Vaterlandsliebe. In den großen Zentren mit den wechselvollen Bildern, dem Hasten und Sagen könne die Heimatliebe nicht ersterben, das könne nur da geschehen, wo der liebende Blick umspann, was unser Eigen sei. Aus dem Dorfe, aus der Kleinstadt müffe eine belebende Kraft zur Erhaltung deS Volkstums, der Volkskunst ausgehen. Er führte dann in ein schmuckes Dorf, zeigte die Schönheiten des Fachgebäudes, der gediegen auS- gestatteten Wohnstube, empfahl die blumenreichen Hausgärt- chen, ferner den stilvollen Bail des SchulhauseS, kam auf die tüchtige Ausbildung der Handwerker, die schöne und zweckentsprechende, gediegene Arbeiten liefern müßten, zu reden. Die ehrwürdige, hübsche Tracht fei, wenn hier und dort einige Reformen sich einbürgerten, die aber dem Wesentlichen keinen Abtrag tun würben, als die schönste, als die deutsche zu bezeichnen und zu erhalten. Pflegen müsse man die Volkslieder, die Dorfsagen und an geschichtliche Denkwürdigkeiten immer wieder anknüpfen. — Den Obstgarten solle man mit grüner Hecke umziehen und Buschwerke pflanzen an die Raine, durch die Schluchten, um den Vögeln Nistplatz und Versteck zu spenden. Eine edle Erziehungsstätte für gesundes Volkstum bleibe dann das Dors am Bächlein, die Kleinstadt, das biedere Kleinbürger- und Bauernhauö. Mit großem Veifalle nahmen die Anwesenden die Ausführungen auf. KreiSrat Fey dankte dem Referenten, und aus der Versammlung heraus wurde die herzliche Bitte ausgesprochen, der Vortrag des Hauptlehrers Storch möge gedruckt verbreitet werden. — Um nun auch hier praktische Erfolge zll erzielen, wurde das Neuanpflanzen von Gebüsch, wie es z. B. in Dortelweil geschehen fei, empfohlen und ferner die Gründung von Gartenbauvereinen in Vorschlag gebracht. Auf Anlegung des Dekans Wald erklärt man sich damit einverstanden, daß solche Bestrebungen von den bestehenden Obstbauvereinen mit übernommen werden könnten. Empfohlen wurde, mit schönen Sprüchen Wohn- und Schulhaus zu schmücken. — Baurat Dr. Eser (Bad-Nauheim) verbreitete sich an der Hand prachtvoller Karten über die Quellfaftung bei Lauter und über die Gruppen- wasserVersorgung in Orten der Kreise Friedberg und Büdingen. Warm empfahl er die Anschlüsse an diese gewiß herrliche nützliche Anlage, denn gutes, gesundes, weiches Trinkwasser ist ein großer Segen für die Gemeinden. KreiSrat Fev bat nochmals die Vertreter der Orte, welchen die Möglichkeit zum Anschlüsse geboten, die aber der Sache ablehnend gegenüberständen, die Gemeinderate aufzuklären, damit die Gelegenheit, gutes Wasser zu erhalten, nirgends unbenutzt bleibe. Dann schloß genannter Herr die Versamm- ung mit bestem Danke an die Referenten. An die Verhandlungen schloß sich ein gemeinsames Mahl. Gelegentlich desselben toastete Kreisrat Fey auf den geliebten Landesherrn. Bürgermeister Kayser (Bad-Nauheim) auf Kreisamt und dcffen umsichtigen, emsigen Vorsitzenden, Graf Oriola auf die Bürgermeister des Kreises. — Am Nachmittag fand eine Besichtigung deS Inhalatoriums, der Ma- chincnzentrale, Waschanstalt, deS Sprudels und der LeitungS- stollcn, sowie deS neuen wundervollen Badehauses 8, statt. Aie heutige Dummer umfaßt 8 Setten. Auf dem Wege zur tzittschndullg. Der nationaHiberale Reichstagsabgeordnete Dr. Semler aus Hamburg scheint sich aus eine führende parlamentarische Jiolle für die nächste Session vorzubereiten. Schon in den Kolonialdebatten der letzten Maitage, als die Hauptforderungen der Regierung Schlag für Schlag ab gelehnt wurden, versuchte er die Bewilligung wenigstens einiger Millionen für Bahnbauvorarbeiten und Fariuerentfch,ädigung erlangen. Er gab bei dieser Gelegenheit ohne weiteres zu, mit den maßgebenden Regierungskreisen vertrauliche Rücksprache gepflogen zu haben. Man wird deshalb annehmen dürfen, daß die Reise Dr. Semlers nach SüdweftafriLa im Einverständnis mit der Regierung erfolgt, die wohl meint, für die kolonialpolitisch fo bedeutungsvolle kommende Parlamentssession der Unterstützung eines fachkundigen und redegewandten Volksvertreters zu bedürfen. Herr Dr. Semler ist ein Freund kolonialer Politik, was ihn aber nicht hinderte, in einer der letzten Sitzmigen der Budgetkommission mit dem Zentrumssührer Grober in der Auffassung übereinzustimmen, daß es so mit den Kolonialausgaben nicht weitergehen könne. Dr. Semler bezeichnete die bisherige koloniale Finanzverwaltung als geradezu unerhört, einen Systemwechsel hier als unabweisbar. Durch die Berufung des Herrn Ternburg an die Spitze der Kolonialabteilung ist ein solcher Wechsel in die Wege geleitet; die Schutzgebiete sollen in Zukunft nicht-nach bureaukratischen, sondern nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten verwaltet werden. Die Regierung muß also jetzt fürs erste darauf hinstreben, zu ihren Forderungen unter dem neuen Kolonialkurse die Zustimmung der Reichstagsmehrheit zu erlangen, damit auch in den Herrn Ternburg nahestehenden kaufmännischen Kreisen die Unternehmungslust geweckt wird und ein „befruchtender Gold ström" die Kolonien zu wirtschaftlicher Blüte bringt. Tas Schmerzenskind des Oberst v. Deimling und der Zentralverwaltung in Berlin ist der Eisenbahnbau von Kubub nach Keetmanshoop, dem im speziellen auch die Reise Dr. Semlers nach Südwestafrika gilt. Es handelt sich bei dem Bahnbau nicht nur um den Schienenweg, sondern um das Schicksal des ganzen Südens der Kolonie. Bereits in den letzten Sitzungen der Budgetkonunis.ion wurde die Forderung erhoben, den Süden preiszugeben. Oberst v. Deimling erklärte, eine Aufgabe des Südens sei gleichbedeutend mit der Aufgabe der Kolonie; die Bahn müffe gebaut werden, auch wenn nur ein paar Taufend Soldaten als Friedensbesatzung zurückblieben. Nun steht fest, daß die Regierung eine angemessene Machtentsaltung auch im Frieden — etwa 6—7000 Mann — für unbedingt erforderlich erachtet. Die von dem Finanzpolitiker des Zentrmns, Büller-Fulda, ausgestellte Kostenrechnung dürfte also annähernd zutresfen, wonach noch mindestens eine halbe Milliarde aufzubringen wäre, bevor der Süden der Kolonie kulturfähig gemacht fei, denn der .Vollbetrieb der Bahn sei vor drei Jahren nicht zu erwarten und erfordere überdies ständige militirische Bewachung. Es werden jedenfalls noch sehr bedeutende Opfer für Südwestafrika vom deutschen Volk verlangt werden, andererseits ist die Regierung der Ansicht, aus der der Erbprinz Hohenlohe kein Hehl machte, bei Preisgabe des Südens der Kolonie werde "England in nicht ferner Zeit das Grenzland besetzen. Solcher Möglichkeit Vorschub zu leisten, wird sich die Regierung natürlich bis zum äußersten sträuben» Aus dieser Sachlage läßt sich ohne weiteres entnehmen, daß die nächste Parkamentstagung die wichtigsten kolouial- politischen Entscheidungen bringen wird. Die Angelegenheit des Reichsrolonialamts tritt einstweilen hinter praktischen Zwecken zurück. Herr Ternburg hat auf der politischen Buhne den Nachweis zu erbringen, daß er kraft der ihm nachgerühmten Energie und Gchchicklichkeit auch 'auf un- gewoyntem Terrain Schwierigkeiten zu überwinden vermag. _ Dienstag 11. September 1806 ® vezngspret-r ▼ . . O ▼ monatlich76^1.,Dtertek Gießener Anzeiger -« w General-Anzeiger ” ** SS den polit. und allgem. Teil: P. Witt ko: füt »Stadt und Canir und „Gerichtsfaal": Ernst Heß; füt den An- nä|tge* flögen am Vornnstag noch zwei Sonderzuge ab. Das Turnen, dessen Leitung der Gauturnwart des Gaues Hessen, Will-Gießen, in bester Weise handhabte, begann um 10 Uhr. Von den 256 angemeldeten Wetturnern traten 221 zum Wettkampf an und e§ haben fast zwei Drittel der Vereine des GaueS Hessen Wetturner entsandt. Geturnt wurde Weitsprung, Freihochsprung, Gewichtheben und Wettlauf über 150 Meter. Durchschnittlich wurden gute Leistungen erzielt, so daß man wohl sagen kann, daß der von der Gießener Turnerschaft beabsichtigte Zweck, eine vermehrte Pflege der volkstümlichen Hebungen zu erzielen, erreicht worden ist. Schon bald nach 5 Uhr konnte zur Preisverteilung geschritten werden; von den 221 Turnern erhielten 158 mit 20 und mehr Punkten (bei 40 höchsterreichbaren) Auszeichnungen. Sie bestanden nach gut turnerischer Art in Ehrenurkunden und die Erringer der 10 ersten Preise erhielten dazu noch Eichenkränze. Der Vorsitzende der Gießener Turnerschaft, 'Helm, leitete die Preisoerteilung mit einer Ansprache ein, in der er etwa ausführte: Zum 6. Male sind wir heute auf bcm Dünsberg zum volkstümlichen Wetturnen. Als vor 6 Jahren die Gießener ^Turnerschaft diese? Dünsbergturnen ins Leben rief, war sie durchdrungen von der Notwendigkeit, daß gerade das volkstümliche Wetturnen (Springen, Steinstoßen, Klimmen usw. immer mehr gepflegt werden müsse, um damit auch den ländlichen Vereinen mehr Gelegenheit geben zu können, ihre turnerischen Kräfte in ehrlichem Wettkampf zu erproben und dadurch den Ansporn zu ihrer weiteren turnerischen Arbeit zu geben. Von Jahr zu Jahr ist die Zahl der Teilnehmer beim Turnen hier oben, in frischer, freier Luft, nach einem kräftigen Aufstieg ohne Spiel und Festlichkeiten gewachsen, das beste Zeichen dafür, daß die Anregung der Gießener Turnerschast als nutzbringend ungeteilt anerkannt wird. Auch der Gau-Ausschuß sympathisiert mit dieser Turnpflege rind hat auch zum 6. Mal den 1. Gauturnwart Will zur Oberleitung des Turnbetriebs zu uns gesandt. Die Gießener Turnerschaft ist hoch erfreut über Len Erfolg ihrer Anregung zum Dünsbergturnen und hat nun allen etwaigen Sonderinteresse-Unterschiebungen vorgebeugt, indem sie die weitere Pflege dieses Turnens dem Gau-Ausschuß übertragen hat. Dieser ist auch bereits in die Vorarbeit eingetreten, um dieses Dünsbergturnen gleich dem Feldöergturnen auszubauen. Ist diese Arbeit beendet, so werden sämtliche Vereine 'be§ Gaues zur Beratung und zur Wahl eines Ausschusses zusammenberufen, der sich die bessere Herstellung der Turnplätze zur Aufgabe stellen wird. Diesen Worten gaben sämtliche Turner durch ein kräftiges „Gut Heil" auf die fernere turnerische Pflege des Dünsbergturnens vollen Beifall. Gauturnwart Will verbreitete sich sodann über die erzielten Resultate beim Turnen und verkündete im Anschluß daran die Sieger. Nach der Preisverteilung leerte sich der Berg rasch, was teilweise darin seine Ursache haben dürfte, daß der Dünsbergwirt trotz umfasiender Vorkehrungen schon vor Beginn des Festes ausverkauft hatte. Nachstehend geben wir die Siegerliste. 1. Julius Langsdorf, Bad Nauheim, 377, Punkte, 2. Heinricb Hamel, Gieß^vTv., 37, 3. Gruft Koch, Alsfeld, 367„ 4. Karl Schwarz, Gießen, M.-T., 34'/., 5. Hans Krämer, Butzbach, 337., 6. Franz Riegel, Wetzlar; und Johs. Moog, Webrda, je 327., 7. Hch. Baumann, Gießen, Tv., und Hnr. Schneider, Wetzlar, 32, 8". En gelb. Bürk, Gießen, M.-Tv., Albert Bötz, Gießen, M.-T., Rich. Lauf, Marburg, Tv., Hch. Pfeifer, Alsfeld, und Emil Bürk, Gießen, M.-T., 317., 9. W. Schmidt, Rodheim, M.-Tv., und Aug. Loos, Gießen, Tv., 31, 10. Karl Hvroniemus, Friedberg, und Hch. Loos, Gießen, Tv., 307., Jl. Aug. Adolph, Heuchelheim, Hch. Geck, Ober-Mörlen, H. Bender, Krofdorf, und Adolf Waldschmidt, Wetzlar, 30, 12. K. Glaser, Bäd- Nauheim, Will). Brust, Mgrburg, Tg., und Karl Schneider, Lollar, 297,, 13. Ludwig Teckert, Gießen, Tv., Wilh. Weis, Gießen, M.-T., Emil Lindner, Marburg, Tv., Karl Bender, Wetzldr, Mart. Tertor, Marburg., Tg., und Wrlh. Men, Lang-Göns, 29, 14. Nik. Schneider, Ockershanfen, B. Wack, Bad-Nauheim, Hch. Scharmann, Wetzlar, Gg. Maletzsch, Lollar, Hch. Hahn, Großen-Buseck, und Friedr. Schwarz, Lollar, 28 V2, 15. Herrn. Arcnlarüis, Schotten, Gustav Schwing, Wetzlar, und Rich. Jung, Ober-Mörlen, 28, 16. Wilh. Bender, Tv. Marburg, Willy Lehr, Daubringen, Heinrich Rohrbach, Lollar, Jakob Mignon, Wetzlar, imb Heinrich Koch, Ober- Mörlen, 277., 17. Anton Feuerstein, Ober-Mörlen, Heinr. Möller, Alsfeld, Eduard Ebeling, Alsfeld, und Wilh. Frank, Lollar, 27, 18. Willy Schneider, Grünberg, Karl Enders, T.-D. (dienen, R. Sprengel, Bad-Nauheim, K. Spamer-Schotten, Wilh. Menges, Leihgestern, Wilhelm Sckorre, Butzbach, Gustav Schmidt, M.-Tv. Gießen, Friedrich Pitz, Tv. Gießen, Ludwig Zecher, Staufenberg, und Karl Schäfer, M.-Tv. Rodheim, 2672, 19. Karl Kauß, Grünberg, Friedrich HeinZelbecker, Tv. Marburg, Karl Becker, Tv. Marburg, Karl Hildesheim, Daubringen, H. Leidolf, Naunheim, Karl Luh. Tv. Gießen. Ehr. Schmidt, Tv. Gießen, rind Ludwig Hof- ntcmn, Lollar, 26, 20. Konrad Schröder, Tv. Marburg, Ludwig Haub, Nieder-Weisel, Wilhelm Arnold, Leihgestern, Johannes Keßler, Marbach, Wilhelm Henes, Bad-Rar,heinr, und Georg Sibert, Treysa, 257a, 21. W. Spanier, Schatten, Wilh. Schäfer, Leihgestern, Heinrich Schmidt, Kirchhain, Heinrich.Stadelmann, Friedberg, Karl Germer, Heuchelheim, Otto Mütter, Wetzlar, Heiir- tirf) Piannmüller, Tg. Marburg. Ewald Hahir, Lick, und Robert Ritsert, M.-Tv. Gießen, 25, 22. G. jRrtieriem, Bad-Nauheim, G. Textor, Tg. Marbrrrg. und Wilhelm Hoffmann, Gambach, 247a, 23. Karl Reinhard, Wetzlar, Louis Weller, Frankenberg, Hermann Bormann, Ockershausen, O. Röder, Alsfeld, G Klina, Wetzlar, Ludw. Deibel, Staufenberg, Herrn. Levi, Neustadt, ( .urad Grieb, Gambach, Ludw. Braun, Staufenberg, und Karl Probstel, M.-T. Gießen, 24, 24. Ernst Wagner, Krofdorf, Karl Leib, Krofdorf, Konrad Kraus- grill, Nieder-Weisel, G. Althenn, Leihgestern, I. Rühl, Ober-Mörlen. R. Gries, Bad-Nauheim, Emil Lieberum, Wetzlar. Friedr. Walter, Wetzlar, Georg Mathäus, Gambach und Hilmar Sivpach, Wetzlar, 23J/,, 25. Karl Schmidt, Friedberg, Heinrich Zörb, Großen-Linden, F. Pfeiffer, M. T. 23. Gießen. Konrad Bücking, Alsfeld, Adam Spanier, Schotten, Ludwig Eckhard, Staufenberg und Heinrich Bierau, Lollar, 23, 26. Ludwig Wittershäuser, Pt. T. 23. Rodheim, E. Coll, Frankenberg, Johannes Prediger, Kirchhain, Geörg Wisse- Mann, Lollar, Karl Loos, T. 23. Gießen, Karl Volk, Klcin-Linden und Friedrich Müller, Butzbach, 22V2, 27. Hermann Schlörb. Schotten, W. Adel, Frankenberg, Beruh. Heck, Marbach, Friedrich Möglich, Lützellinden und E. Usener, Schotten. 22, 28. Karl Müller, Grünberg, Wilh. Magnus, Großen-Linden. Karl Boller, Mufchen- heim, Jakob Steinmüller, M. T. 23. Rodheim, August Knoch, Treysa und Christoph Schäfer, Großen-Bnieck, 2172 , 29. Bruno Richter, Friedberg, Karl Bender, Kroidorf, Anton Meister, Wetzlar, Ernst Schmidt, Kroidors, G. Gabler, Jxankenberg, K. Stork, Krofdorf, Wilhelm Müller, Großen-Buseck, Heinrich Lang, Klein-Linden, L. Adolf, Klein-Linden, Rudolf Leisler, M. T. 23. Gießen und Ludwig Dorfeld, Staufenberg, 21, 30. Heinrich Haber, Alsfeld, Jakob Frick, FkiAberg und Friedrich Geißler, Lollar, 20'/., 31 Ferdinand Kwstler, Nieder-Morlen, Heinrich Schmelz, Großen- Linden, W. Bender, T. 23. Gieße», H. Löhrmnnd, Lanasdoch KSvrad VormOacher, Wehrba, Jakob Keßler, Marbach, Gustav Seipp, Nieder-Weiseh Daniel Göckler, Wetter, Andreas Gaßmämy T. G. Marburg, Heinrich Zecher, Staufenberg, Heinrich Reuschling, Klein-Linden, Adolf Maas, Butzbach und Heinrich Wissemann Lollar, 20 Punkte. Aus Stadt und Land. Gießen, den 11. Sept. * * Personalien. S .K. H. der Großh-erzog haben den Assistenzarzt an der Landesirrenanstalt Heppenheim Dr. med. Adolf Lindenborn rind den Assistenzarzt an der Landesirrenanstalt Philippshospital bei Goddelau Dr. med. Friedr. Weifenbach 511 Oberärzten an der Landesirrenanstal Philippshospital bei Goddelau ernannt und den Aktuar bei dem Amtsgericht Wörrstadt Hch. Zimmermann auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt. * * O e f f e n l l i ch e . L e s e h a l l e. Im August wurden 1853 Bände ünsgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Litte- rntur 1079, Zeitschriften 271, Jugendschriften 220, Versdichtungen 28, Litteraturgefchicbte 8, Länder- und Völkerkunde 42, Kulturgeschichte 17, Geschichte und Biographien 52, Kmistaeschichte 4, Naturwissenschaft und Technologie 63, Seer- und Seewesen 9. Laus- und Landwirtschaft 6, Gcsundheitslehre 3, Religion und Philosophie 25, Ctaatswiffenschast 8, Sprachwissenschaft 6, Fremd- sprachlichcs 12 Bände. Nach auswärts kamen 56 Bände. * * 9l r b e i t s j u b i l ä u m. Am letzten Samstag beging der Arbeiter Jacob S t e i n m ü l l e r ausKinzcnbach sein 2 5 jähriges D i e n st j u b i l ä ii m in der Cigarrenfabrik von Arnold M ü l l e r. Der Jubilar befindet sich im 71. LebenSiabrc und versieht seinen ihm anvertrauten Posten noch zur vollen Zufriedenheit seines Chefs. Möge er noch lange Jahre in der seitherigen Rüstigkeit tätig sein. * * Vesitzwechsel. Das Anivescn der Witwe M e l ch c r, Wetzsteinaasse 10 ging für 9800 Mark in den Besitz des ffinfhuirtcS Philipp H 0 sinan n über. Es ist beabsichtigt das Anwesen zur Erweiterung der Hofmann'schen WirtschastSräume zu verwenden. f* I n s Manöver. Mit dem gestrigen Montag haben die eigentlichen Manöver begonnen, nachdem verflossene Woche die Vorübungen, bestehend ans Brigade- und Regi- mentsexerzieren, durch Besichtigungen seitens des Korvs- kommandeurs beendet wurden. Jetzt hieß es: „Es geht ins Manöver", und dieses Wort findet bei Militär und Zivil einen freudigen Anklang. Freudig packt der Soldat seinen „Affen", nimmt den „Kuhfuß", auch „Knarre" genannt, auf die Schulter, schüttelte den Kasernenstaub — bezw. Barackenstaub für die schon einige Zeit in den Griesheimer Baracken liegenden 116er und 168er — von den Füßen und marschiert, fröhliche Soldatenlieder singend, ins „Feld". Ter junge Krieger ist froh aus dem ewigen Einerlei des Kasernendienstes herauszuiommen in das allerdings anstrengende, aber dafür auch abwechslungsreiche Manöverleben. Tas Manöver ist für Soldat und Offizier die Zeit der Prüfung. Tie „alten Leute" erzählen den Rekruten, die sie mit Vorliebe als „Hammel" bezeichnen, Schauergeschichten von fürchterlichen Strapazen, die so ein Manöver mit sich bringt. Am Tage heißt es marschieren, kämpfen, Patrouille gehen. Doch auch mancher Patrouillengänger schleicht sich einmal aus der feindlichen Linie, um sich in einer stillen Torfschenke durch einige Schöppen zum weiteren Kampfe zu stärken. An den Ruhetagen aber und im Quartier weicht der grimme Mars dem sanfteren Eros, die jungen Krieger liebäugeln mit den Dorfschönen und vergessen darüber die Guste, Jette, Hulda usw. in der Garnison, wenn es auch in bent Soldatenliede heißt: „Ja treu ist die Soldatenliebe". Kein Wunder, daß da in den Küchen der Garnisonstadt vor lauter Schwermut mancher Braten anBrennt, mehr Suppen versalzen und mehr Geschirr zerbrochen wird. Die rauhen Krieger dagegen legen unter fröhlichem Gesang ihre Märsche zurück und stürmen mit Hurra auf den „Markus", wie, in der Soldatensprache der markierte Feind genannt wird. — Während die 21. Divi- si 0 n in Rheinhessen übt, finden die Manöver der 25. Hess. Division in Starkenburg statt. Die 49. Jnfanteriebrigade (115er, 116er und 168er) liegt heute int nördlichen Odenwald im Kreise Dieburg in Reinheim, Kleestadt, Hering, Umstadt, Sand und Umgegeitd. die 50. Jnfanteriebrigade (117er und 118er) liegt int Kreise Erbach in Rehbach, Steinbach, Mossau. Beerfttrth u. a. O. Der 49. Jnfanteriebrigade sind zugeteilt die 23er Dragoner, die 25er Feldartillerie, eine Kom'pagnie Pioniere aus Kastel und eine Train- abteilung, der 50. Brigade die 24er Dragoner, 61er Artillerie und Abteilungen Train und Pioniere. Tiese Woche finden die Brigademanöver, nächste Woche die Tivisions- manöver statt, während das Korpsmanöver ausfällt. Die 25. Division schließt ihr Manöver am 22. Sept, durch ein Gefecht gegen einen markierten Feind im Kreise Tieburg. Tann singt der Reservist: „Wer treu gedient hat seine Zeit, zwei Jahr ist keine Ewigkeit — oder auch, Kleinigkeit" und Reserve hat Ruh. ** Hunde--Ausstellung am 23. ds. Mts. Kein Hundebesitzer sollte die günstige Gelegenheit versäumen, sich vom Werte seines Hundes überzeugen zu können; schon oft hat mancher Nichtsahnende auf der Ausstellung erfahren, daß er einen wertvollen Hund besitzt. Nochmals sei der irrigen, aber weit verbreiteten Ansicht gegenübergetreten, daß ein Ausstellungshund Stammbaum haben müsse, cS bedarf ledig- lich der Angabe des Namens und Besitzers des Hundes, sonst ist nichts erforderlich. Die ev. Anmeldungen — Formulare dazu sind bei Herrn Wilh. Hornberger-Gießen zu beziehen — müssen spätestens am 12. d. Mts., mittags 12 Uhr, eingesandt sein. Sämtliche Eisenbahndirektionen befördern die Hunde, soweit sie per Eilgut eintreffen, kostenlos zurück. ** Ein neuer Kaninchenzuchtverein soll hier ins Leben gerufen werden. Obwohl seit einigen Jahren ein derartiger Verein am Ort besteht, dürfte es, wie man uns schreibt, nicht ganz unpraktisch erscheinen, daß sich noch ein zweiter Verein bildet, wie das ja in anderen Städten der Fall ist; denn Vereinen, die es sich zur Aufgabe machen, eine Frage von wirtschaftlicher Bedeutung lösen zu helfen, kann man nur Erfolg zu ihren Bestrebungen wünschen. Wenn diesem wichtigen Teil der Kleintierzucht immer noch so wenig Beachtung geschenkt wird, so lag dies in der falschen Behandlung und in dem. Vorurteil gegen den Genuß des Kaninchenfleisches. In Nachbarländern ist das Kaninchenfleisch chon längst Volksnahrungsmittel im wahren Sinne des Worts; auch in Deutschland rückt man diesem Ziele näher. Mehrere Hunderte von Vereinen haben c5 sich zur Aufgabe gemacht, die Kaninchenzucht in bessere Aufnahme zu bringen, auch in unserer Umgegend sind solche Vereine erstanden, die sich unter dem Namen Mitteldeutscher Kaninchenzüchter-Verband zusammengeschlosien haben. + Hungen, 9. Sept. Ein schwerer Unfall ereignete sich beim Grummetmachen. Als der Landwirt Frntig mit dem Ausladen beschäftigt war, stürzte seine Frau kopfüber vom Wagen und blieb bewußtlos liegen. Der herbeigerufene Arzt) Medizinalrat Dr. Pouge, stellte innere Perketzungen fest.—- Eine Besichtigung der Pro- vinzial-Fohlenweide im Tiergarten bei Hungen findet nächsten Sonntag durch den Landespferdezuchtverein statt, an die sich eine Persammlung im Solmser Hof schließt. § Bermuthshain, 9. Sept. Gestern wurde bet sogen. „Große Rothebachstcich" auSgefischt und ca. 28 Zentner Karpfen geerntet Sie waren viersömmerig und wurden an die Firma Höse in Wiesbaden mit 60 Mk. für den Zentner verkauft. (.) Ilbeshausen, 9. Sept. Der hiesige Kriegerverein weihte zum Gedächtnis an dem Feldzuge 18 7 0/7 1 eine Gedenktafel ein. sd. Darmstadt, 10. Sept. Zwei Soldaten des 16 8. Infanterie-Regiments, da? in der Umgegend von Malchen in Quartier lag, der Reservist Müller aus Hähnlein und der Reservist Haus auS Niederingelheim, be- sliehten mit einem in Eberstadt dienenden Mädchen namens Mütz die Seeheimer Nachkirchweih. Es wlirde viel getrunken und getanzt; sehließlieh gingen die beiden Soldaten nach Molchen in eine Wirtschaft. Dort gerieten sie wegen des Mädchens in Streit, das sich auch daran beteiligte und bcm Müller ein Glas Bier ins Gesicht schüttete. Dann ging Halls in Begleitung des Mädchens nach Eberstadt. Müller folgte dem Paare und geriet bald wieder mit dem Haus in Tätlichkeiten. Im Verlauf der Rauferei zog dailn Müller sein Seitengewehr und stach Haus nieder. Er lvar soforL tot. Ob Müller in Notwehr gehandelt hat, ist noch nicht festgestellt. Eine Kommission des Kriegsgerichts weilte hellte am Tatort. Q Marburg, 10. Sept. Heute morgen 4.55 Uhr entgleiste, wie schon kürz mitgeteilt, die Vorspanil- lilaschine des Schilcllzilges 180 der Nichtling Kassel-Frankfurt zlvischen Treysa und Wiera in Km. 66,0 mit der ersten Tenderachse und die Zugmaschine mit der ersten Laufachse. Der Zug flihr hierauf noch 400 Meter weiter. Personen sind nicht verletzt, allch Maschinen und Wagen wurden nicht beschädigt, nur sind auf eine Länge von etwa 360 Meter am rechten Schienenstrange eine Anzahl Hakenschrauben beschädigt. Ein Teil der Reisenden flihr mit dein 85 Minuten verspäteten Personenzug 792, die übrigen Reisenden mit dem Schnellzug 180, der 193 Minuten Verspätung erhalten hatte, weiter. Das Gleis Kassel-Frankfurt war um 8 Uhr vormittags wieder fahrbar. Die Ursache ist noch nicht aufgeHärt, wahrscheinlich hat der Schnellzlig, der 14 Minuten verspätet war, die durch Langsamfahrsignale gedeckte Umbalistrccke zu schnell befahren. R. B. Darmstadt, 9. Sept. Das Darmstädter Hoftheater hat heute abend seine üeue Spielsaison mit Webers „Freischütz" eröffnet. Tie zuerst in Aussicht genommene Ausführung der Oper „Euryanthe" mußte verschoben werde;!, da mehrere der Hauptkräfte indisponiert waren. Als neue Mitglieder traten heute Frl. Salden (Agathe) und Herr Dr a'p-ak als Kuno auf, beide mit bestem Erfolg. Lkls erste Opernovität ist für nächste Zeit Eugen d'Alberts neues Werk „Die Wrcife" in Aussicht genommen, an Neueinstudierung sollen „Robert und Bertram", „Die lustigen Weiber von Windsor", „Romeo und Julia" (als Festvorftetlung zum' Geburtstag der Großherzogin) Verdis „Ton Carlos" Usw. folgen. Jin Schauspiel kommen als Novitäten das Lustspiel von Oskar Wilde „Ernst", „Tas Glashaus" von Oskar Blumenthal, „Das Lebensfeft" von Rößler Und Möliöres „Gelehrte Frauen" in der Bearbeitung' von Ludwig Fulda zur Ausführung. — Thoma-Ausstellung in Frankfurt a. M. Tie auf Ansuchen des „Ausschuß für Volksvorlesungen" vom Kunstverein veranstalteten Volkstage haben sich als großer Erfolg erwiesen. Am zweiten Volkstag war der Andrang zur Thoma-^AUssteltung so gewaltig, daß eine große Zahl Schaulustiger zurückgewiesen werden mußte. Mit Rücksicht hierauf hat sich der Kunstverein bereit erklärt, noch zwei weitere Volkstage (Sonntag, 16., und Sonntag, 23. Sept.) abzuhalten, zu denen Karten im Vorverkauf im Bureau des Ausschusses Schmidtstube 7, in der Volksbibliothek Zeil 53, in der Freibibliothek Stoltzeftr. 16 und im Bureau des Gewerkschaftskarti'lls am Schwimmbad 8—10 abgegeben werden. Bei den beschränkten Räumlichkeiten des Kunstvereins kann eine unbegrenzte Zahl Eintrittskarten nicht ausgegeben werden, weshalb es sich empfiehlt, die Billets vorher zu besorgen. Genf, 8. Sept. In der h^ute vormittag abgehaltenen Schlußsitzung des internationalen K 0 n g r e s se s für W 0 h- nnngshvgiene wurde Tresden einstimmig als Ort für den nächsten Kongreß bestim'mt. Am Nachmittag fand im Theater ein offizielles Bankett statt. Kufstein, 8. Sept. Hier fand die Enthüllungsfeie». des Denkmals für den Nationalökonomen Friedrich List'statt. Zahlreiche Gäste, darunter bedeutende Männer der Wissenschaft, Klmst, Literatur und Industrie sind hier eingetroffen. Professor Eheberg-Erlangen hielt die Festrede und feierte List als den bedeutendsten Nationalökonomen unserer Zeit. Christiania, 8. Sept. TaK „Morgenbladet" meldet auS Tromsv: Ter Dampfer „Frithjof" mit Wellmann an Bord kam heute vormittag hier an. Drei Männer der Expedition überwintern im ^afen von Virgo. Weltmann reist nach Paris, um1 den Ballon und den Motor zu verbessern. Ter Ballon ist nicht erprobt, da die Maschine 'tets versagte; auch wirkte die drahtlose Telegraphiever-- iindung mit Hammerfest nicht. Tas Ballonhaus ist 'jetzt "ertiggestellt. Vermischtes, * Schätze von der Armada gefunden. Bei den Nachforschungen, die in den Gewässern der Tobermery- Bai) nach bent an Bord der spanischen Galeere Admiral von Florenz am Meeresgründe ruhenden Schatz vorgenommen werden, wurden, wie aus London berichtet wird, einige bemerkenswerte Funde gemacht. Besondere Austnerk- amkeit erregt die Auffindung eines silbernen Präsentier- ellers, der einen ziemlich erheblichen Wert darstellt. Ein ganz ähnlicher wurde schon vor einiger Zeit gesunden, und man glaubt daher, daß man jetzt der Truhe nahegekommen ist, die das Silbergerät und die ^um Altardienst nötigen Stücke enthielt. Unter den anderen Stücken, die in den etzten Wochen gefunden wurden, befinden sich ein geladener Mörser, eine gleichfalls geladene Handgranate, ein kurzes Schwert, Arquebusen und Likör- und Wasserflaschen von fantastischen Formen. Verehrte Hausfrauen! Ihres Lciilenschrankes lieb und wert ist, so verwenden Sie nur hocI) das garantiert unschädliche, die Wäsche schonende Dr. Thomp- söns Scisenpulver mit dem Schwan. — Ueberäv zu haben. in. °'L' k. ■ “5?" ng ft,.; n bc"> 8eUOfl- üclbiUge 1,5 «US '«Itnbtlf $gj,l l,,ln|. bk. >■ »«uMtns le 6=ibc« 6 *>!(,„ rl Wirt« fe* °«ch . °>ch bnJ Jte 5 "llch 6bcriirtsr nn Wn9 Wei ?n" S«"5 in us'vikL'7Mn„k. Jubelt hat h't W^0>ot» Rri,9S8[t* WZA Ä ""- § i oa . ^oripaniu ■«,“ L S? fX\)icra fb'C ÄA**-1 und J ',nb ö»r eine Sänge üon ch' nmstrangc eine Anzahl ?C11 bcr Reisenden fuhr mit »i 792. die übrigen der 193 Minuten Ver- ~n5r * Äaiiel^ranN 5 'ahrbar. Die Ursache ist ich hat der Cchnellzug, bei ' durch Langsamsahrsignale ^fahren. issenschast. ?t Das Darmstädter öor eine 'neue Spiclsaisl inet Tie zuerst in L- , der Oper „EuryaE' )i mehrere der haM> ls neue Mitglieder traten nd Herr DrapatalsKuno lls erste Opernoviiät ist für neues Berk „Die Mreise" inftubienmq [offen „Robert 5er von Binöfor" „Romeo um Wur/slag der Axoß- r». fotzen. Am Schauspiel filtrier bon -Oskar Bilde star Minentstal, „Das ieres „Gelehrte Frauen" Ma zur WWW in Franlsnrt a. M. w M W^WW^' yito« Hkn sich als rceiten BMag war bei m so gewaltig, dast eine i^iesen werden musste. Mit nitvereinbereit erklärt noa> .Sonntag, 16-, und 6» omtnMeninWi* tf.mM* 7. "d-r »«- i®«:! 51»»*;,® m •Mts M»w* T? 1‘fA* gA ■** fc rcnftpl • wLmia als Ort ge*»" I“1 “ft -ess üonflö^J? tenbe $< —. er 2® 3= ZKW d =$ & • 2-2 er H — co ,3 «3 -Z 2 o’ 3 35 5’ c " S er rT o O' 3 ff — O: O 3 r$ O 3 er qt ?? o ®n’ ° S-" A°Cfl 2.@- o C 2s ■» o er'S blu ö® 3 SlS- r, o CO 2.5‘S" er e o o 3 — Q. o — — o >_i = o- w Si-esr? 3 3 i-iS, 2 3 0 q a: er er o •33 (Je o 3. er 2 S> 2 6-K §CO F n O: O . O'C'O«'* er w. er X-CO 3 2 " 'le 3 d3 o feg :• r to 2 3 er co & 3 ra „ n er 3 cc. CO o STer^. o SS Z» g* s 3.0- = 2- 2 cp lWg| O 3 fcs C 033 -n cr-C Ser® cx -CS5 CP -33 o o 2 = 5 er — 3- 3 er V to 5-5' o o-Z K C«CO K ä 3 CO CZQ o-X ■ O 3 'S* =* o O t?ff D'9'5u e 2.0 er 2 <5 3' ® s 3; o- o 2 rs <5: 3 SA« «-b 3" • S: S® O ff >O C^ 3 5 g O 5» re» 3 O ff'S' 2. o rt 3 rt (51 §-,§■ <70 =, ■ o*™ 3". er r« ® § 2 S 2. c*i 2.2^S r- - 033 2. CO —3 t» °=3 sZr X • 3 o ff . x, 2.3 o 2-24, »2 3 2. 3 3 21 er ^<3 3 o Se'-j <» ff 31 o O 0 3 o 3 o" ^.5 g o. " Eö'gq § 2. —" er 0 — er — So "o rt o S^ K S f S rsZ.® 0' rt 3 d o ST **- S.-& STgq «■S’o Pt ff er 3 rcDCM ff er 3 3 ■ 2 2 o ® o 2 23 S. er rt *±. 7*. er —7» o co — 2^ , ^COO — -t Ö'ÖD O ff 3 3; 5.—' r> - ‘ — o o 3 o—; -‘CO o . ff ff er C' -- ■ o o GÄ o —. • "3? 3: 3 CO o» CP 3 m ?TCO ff er o ZI. ?8-? " 3 3 2- 3 cooSc (35c® ^o 3 0— , Co 2 ff • CC 3 ff Q CO .0 « « er o -3? 3 — <-> e? v a _x '=’ — «©er. -.co — o 2"gÖ§ ffsKZ o-" ' ^ret9 - _. CM £>3 g 2 Ä ? iS^ " ^-ffd O o' ff 2 « o — er £<"3: *= ff o' ff 2,^« 3 3 ff 2. ö 3 Cö co (51 CS Cö co H (51 Ct> co Co Cö O - o co e o CM o co CD o ff Cö O Cö er o Cö co co o o 2 CD o o1 — er o Cö er o 3 3 Cö -ff CO o CÖ c. CO o 3 iS r» 3 « c J» >& ro '5U to O 3 er s o -ti 3' s Ä> Gl S O; 3T — O) 2-5- er ® s3< - 3 O- s to r 33 C< O * er 3 o" g S - "w CD Co 3> CD C O ’ 2 <2‘ o cs ff! 3, Cö Xs ö3 A er «* Cö « CD 3 o' « CD D o ff' 3 0 3 ^3-:. B?s= 3< 3 '3 Gl Gl o Sc Sff Dice» 2 SAS ssSA = tff ■ ^?ff Gl §0 W 2 2.» 3 o CD Sg T3» ’ , 21^ »> o O Cx ** 05 3' O O O O Off- ff O O O ff'S Cffffffffo- OOOCO2, 1-5 ff 3:S 3" tO 4,«A O Q ® S = 2 S er 2 o _. » ;a ;Z ! 2 zaffOOOOOOCö X-. )i) _ « GlooooffO- @ V ff ffS OOOOOOg@^-o^, O O; . _ O *— - V» C5T t2 CO |—lS@-ff — l. S ff 2 " Z ff S ff D Fritz im Alter von 3% Jahren, Carl Martin and Frau, Die Kc Wasche mir 6438 von (Um Ueberall erhältlich. [ss6/T Giessen, Plockstrasse 7. 6361 nmfiEKiißflfi 5457 6451 Giessen (Ebelstr 7), den 11. September 1906, Qelänbe bei Check-Verkehr franco Provision Verwaltung von offenen und geschlossenen Depots "ern b( Krankenpflege Liebiasliötie chtwachen, Massage, Danwf. u. .. **Z*.*' Z.- Annahme von Geldeinlagen zur Verzinsung je nach Kündigung bis 4% fürs Jahr Das Begräbnis ist am 13. September, nachm. 31/, Uhr, Blumen- und Kranzspenden bittet'man zu unterlassen. Dividenden Stücken 17. Arme« Armeekdrp wiederholt einmal fir gezogen iv errichtete: solches üb |ctmQnöoer L? °°» i> ,c >'»i> bet '"’e d-g-i>bt . W«: 5lie an **£ .anlt'«"” Die trauernden Hinterbliebenen Familie Christoph Stephan. S 66 ®u9eh S “9 rwang i IZWitz ämii ^Woncn be0 Förster Kreisstraßenmeister. Verreist bis 18. September Schwalm, Zahnarzt Einlösung von Zins- und scheinen und verlosten Hamburg-Ln Plata Haniburg-Ostasieu Hamburg-Afrika Hamburg-Cannda Hamburg. Wcstiiibie» Hamburg-Mexiko Hamburg-Tuba Die Beerdigung findet Donnerstag vormittag 10 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Stahlkammer mit Schrankfächern unter Selbstverschluss der Mieter dv. Gießen, den 10. September 1906, Rodheimer Straße 42. von 87 tza 24 Maschine, ttavallerie» mit 2 Ma .eilung gel stehend — beim Kmnps llotpä zusc Kflisermo 13. d.M. Linie aus 3. Avneekl (Gen. d. £ Generals l der 3. Zlri gebrachten General, (S Die Norda Jäger-Bat, reitenden Al gewchre, 2 stärkte 6. Ar Uch 1 Uger der reit. Art, gewehre, je j erpeu nnA Canada, Brasilien, La Plaka, WesÜndieu, Euba, Wtexiko, Oitnficn; von Havre nach Brasilien, Weftindicn, Euba, Merlko, Central-Amerika: von Boulogne nach Newyork, Drasilten, La Plata. in Qualität, Reife und Süsse ist soeben eingetroffene Sendung Bu4» Französische Goldtrauben Castellamare-Tafeltrauben Meraner-Kurtrauben Gelbe u. blaue per Pfund 85 Pfennig in Kistchen von 4, 5, 9 und 10 Pfund. Gebr. Berdox Bahnhofstrasse 27 Lindenplatz 12. den tats» ähnlicher ge| nahrnsweise Herbstübung durste, 'st zur Regel g torps gegen bekäinpst, v Fall. In dl inanover h> 6. Arineekor mit der F 16. Armcek (j?, Württem Kaiser abgel bei dem aus 3 Divisioner des General gesamte bai Prinz von r 2. Armrekor standen. Di 1903 -wisch dem 12. ul anderseits. - o, Ameeko, unter den $ zum dritten ganzen Koi korps an $ Todes-Anzeige. Gestern morgen entschlief nach kurzem und schwcrein Leiden unser innigstgeliebtcr Eröffnung von laufenden Rechnunge Gewährung von Krediten Saalroggen Muser) doppelt gereinigt Erste Absaat ä 100 kg Mk. 19.— Dritte Absaat ä 100 kg Mk. 18.— Saatweizen: Strube, 1.Aussaat ä100kg 21 Kirsche, sehr winterfest, ■« ä. 100 kg 20 Mark, Banstedts Hauptzucht 20 Atark ab Hof oder gegen' Nachnahme zur Bahn bei [5170 J. Schach Hof Schletfeld bei Nidda. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sowie für die zahlreichen Bliunenspendeu sagen wir unseren innigsten Dank. An- und Verkauf von Wertpapieren an allen In- und ausländischen Börsen Heißluftbader, Nagel- u. Hühner- augenschneiden empfehlen sich L. Kratz und Frau 05844] Diezstratze 7. Part. Bekannrntttchung. Wir suchen für sofort einen II. Maschinenwärter, welcher mit Dynamo, Schalttafel, Akkumulatoren und.Bedienung von Gasmaschinen vertraut ist. Gelernte Schlosser bevorzugt.' 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Obstv ersteigerüng. An den Kreisstraßen im V. Baubezirk des Kreises Gießen soll das Obst als Aepfel und Birnen auf dem Stand versteigert werden iinb zwar: Dienstag, den 18. I. Mts, Aepfel im Straßenzug Beltershain — Geilshausen — Kesselbach — Londorf— Nordeck, anfangend vormittags 8 Uhr bei Beltershain, fortgesetzt um 11 Uhr beim Ortsausgang Geilshausen und um 4 Uhr nachmittags beim Ortsausgang Londorf. Mittwoch, den 19. l. Mts., vormittags 9 Uhr, Birnen an der Straße Lumda—Weitershain. Anfang beim Waldeck Weitershain, Kilometerstein 5,0. Donnerstag, den 20. l. Mts., vormittags 10 Uhr, Birnen an der Straße RüddiugShausen—Deckenbach. Anfang beim Ortsausgang Nliddingshausen. Grünberg, den 10. September 1906. Institut Boltz Ilmenau i. Thür. |hvie/8 Einjähr.-, Fähnr.-, Prim.-, Abit.-Er Schnell, sicher. Progr. frei. Ostern 1906 best. sämtl. Prüflinge. NMhoü.MHMMßPs.,' neue Minierte Vollheringe 8 Psg., neue große Bert BoOmöpsE . s Psg., echte Kieler Bückliffge eiugetrofseu. 5213 C. Roth H Nacht., Telephon 322. Walllorstr. 5. Oesfentliche Versteigerung. Für Rechnung des landwirtschaftlichen Institutes kommen etwa 36 Ztr. Getreide Mittwoch den 12. d. M., vormittags 10 Uhr zur Versteigerung. Gleichzeitig werden Angebote auf 70—80 Ztr. Maschinenstroh entgegengenommen. Die Versteigerung findet auf dem Speicher von Bär & Wetterhahn, Rordanlage 3 statt. Gießen, den 10. September 1906. Landwirtschaftliches Institut der Universität. I. V.: Dr. Kleeberger. D19/9 Todes-Anzeige. Heute früh starb im 68. Lebensjahr Georg Gerhard ^postagent und Kircheurechner in Steinbach bei Gießen. Namens der Verwandten Dr. Franz Gerhard. Steinbach, 11. September 1906. .wäschtam besten Das Einmachen der Früchte beginnt, und jede Hausfrau schützt die Früchte gegen Schimmel durch I>r. Oetker’s Salicyl ä 10 Pfg. Die Menge genügt für 10 Pfund Früchte mit Zucker. Kezeptbuch über das Einmachen umsonst von ng’/ij Dr. A. Oetker, Bielefeld. Znschneive - Lehranstalt Grünberger Straße 14 a. Maßnehmen, Mufterzeichuen, Zuschneidcn itnb Verarbeiten kann jede Tarne gründlich erlernen. Der Kursus bcgiuut am 17. September 1906. Anmeldungen vom 10. September 1906 ab erbeten. (5280 Lina Peir*äg ßkAlüste Lehrerin. boriiohinlich anf ben Linien HMmg- ‘ ainbiirn-Brasilic» Joseph Herz 23 Neuen Baue Giessen Neuen Bäue 23 ß BI Kräftigungsmittel wie fs S 5 n Ferro Manganin, O 8 a rj Ferrocaruin, Hae° OBS y matogen, Scotts Emulsion, Soma- tose, Sauatogen usw. kaufen Sie stets frisch in der [5173 Germania-Drogerie Carl Seabel, Frankfurter Str. Telephon 593. Prompt. Versandt nach auswärts. ^Cherbourg -NtüMlr Hainburg Frankreich Hamburg-England Hnnibiirn-Cciitrnl-Amerlka Hamburg-Venezuela Hninburg-Columbiew Genua-Newyark Genna-La Plata Ncapel-Ncwyork PALMIN Feinstes PflanzenFett ZUM KOCHEN BRRTEN.BR WEN täglich frischen [5164 Todes-Anzeige. Gestern vormittag V.12 Uhr entschlief sanft unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Urgroßmutter Frn Äsum 6wu Kak. geb. Moll im Alter von 84 Jahren. Um stilles Beileid bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen: WWDMW M ijf11' Direkter deutscher Post- u. Scbnelidampferdienst Personen-Beförderuug i allen Weltteilen Milchspeisen I I