Nr. 51 General-Anzeiger, Amtr- «nd Anzeigeblatt für den Kreis Siehen. $ i (Nachträge.) Berlin, 28. Febr. n V V El ■§* ’ll I «gkich mit Ausnahme des Sonntag». ®te „etetmr Zamllienblätter" werden dem ,An,eiqer mermol wöchentlich beigelegt. Der taeowttt** erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühk'lckrn Universitätsdruckerei. 9L Lange, ®teb$Ä. Redaktion. Expedition u. Druckerei' Schuk^r.U» Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. i Aa-eig« ©tcBe*. Ire Doppel - KochzeitsftierlichKetten in ZZerlin. d Ans ttnd Land. Gießen, den 1. März 1906. - Die Ansprache deS Oberbürgermeisters bei der gestrigen Festaufführung zu Ehren deS kaiserlichen Silber» Hochzeitspaares in unserem Stadttheater hatte folgenden Wortlaut: Meine verehrten Damen und Herren! Vor Jahresfrist leierten wir in diesem Saale unter großem Jubel die Vermählung unseres Großherzogspaares. Heute gilt unsere Freude dem Kaiserpaar, dem 25 Jahre glücklicher Ebe belieben waren. Tie Mehrzahl btefer Jahre lallt in die Regierungszeit des Kaisers. Er ist unablässig und mit bestem Erfolge bemüht, durch Erhaltung des Friedens und durch Förderung von Handel, Industrie und Landwirtschaft den Wohlstand des Reiches zu mehren; ihm verdanken wir die materielle Blüte unseres Vater-» landes. Sein Streben findet eine glückliche Ergänzung in dem stillen Wirken der Kaiserin, die der Armen und Schwachen ur Liebe sich annimmt und das geistige Leben der Nation zu heben, trachtet. Lassen Sie uns der Dankbarkeit für diese edle Auffassung seines Berufes, die das Kaiserpaar Möglich und stündlich bekundet, Ausdruck geben durch den Rn?: Unser Kaiserpaar und die Sprossen seiner glücklichen Ehe, unser ganzes Kaiserhaus, es lebe hoch 1 •• Das Hochwasser ist in unserer Gegend wieder int Rückgang begriffen. Der gestern erreichte Wasserstand war der höchste, der seit 20 Jahren hier festgestellt wurde. Na- mentlich in der Lahnniederung nahm das Hochwaffer einen bedrohlichen Charakter an. Die Bewohner eines am Krof- dorfer Weg einzeln stehenden Hauses riefen sogar die Hilfe der Polizei an, da sie das Hereinbrechen einer Katastrophe befürchteten. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Nochmals sei auf die am Freitag stattfindende Benefiz- vorstellung für Fräulein Do necke r, „Versunkene Glocke", hingewiesen. Fräulein Donecker hat es verstanden, sich int steigenden Maße die Sympathien des hiesigen Publikums zu erobern, das ihr für manche hübsche künstlerische Leistung auj dem Gebiete der Naiv-Sentimentalen zu danken hat. Es wird daher auch in Theateckreisen mit Dank begrüßt werden, daß Fräulein D. nächstes Jahr der hiesigen Bühne erhalten bleibt. Da die Benefiziantin in Herrn Hetebrügge vom Wiesbadener Residenztheater zudem einen Gast als Heinrich gewonnen hat, dürfte die Vorstellung doppeltes Interests- erregen. △ Leihgestern, 28. Febr. Die Feier der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares beging am 27. Februar der Kriegerverein ,Hassia" in dem festlich geschmückten Lokal „Zur Germania". Der Vorsitzende, Kamerad Häuser, be-- grüßte die zahlreich Erschienenen und gedachte mit begeisterten Worten der unermüdlichen Tätigkeit unseres geliebten Kaiser- paares für das Wohl des Vaterlandes; er schloß mit dem Wunsche, daß cS dem hohen Paare vergönnt sein möge, nach abermaligen 25 Jahren das Fest der goldenen Hochzeit zv feiern. In das ausgebrachte dreifache Hoch stimmten die Versammelten begeistert ein und sangen hierauf die Nationalhymne. Das Hoch auf unfern Landesfürsten brachte Kamerad Lehrer Buß aus, ihn als Freilnd unseres Kaiserhauses feiernd. — Zum Gelingen dieses schönen Abends trug nicht Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß der Verkehr auf der W i ß m a r e r st r a ß e durch einen an der Bahnkreuzung errichteten Hochwasserdamm bis auf weiteres gesperrt ist. Gießen, den 1. März 1906. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I V: Dr Wagner. Der Reichs-Anz. meldet: Ter Kaiser hat aus Anlaß der silbernen .Hochzeit ein Erinnerungszeichen gestiftet, das von den damit Bedachten am Bande des ihnen zuletzt verliehenen Ordens oder, sofern sie noch keine Auszeichnung besitzen, am weißen Bande auf der linken Seite der Brust getragen wird. Nach dem Ableben des Inhabers soll das Erinnerungszeichen den Angehörigen als Andenken verbleiben. Ersatz für verloren gegangene Abzeichen wird nicht gewährt. Auf der Fahrt nach Hubertusstock traf Prinz Ettel Friedrich mit seiner jungen Gemahlin gestern nacht auf der Station Werbellin-See ein. Tas neu vermählte Paar bestieg alsoald ein Automobil, um sich nach dem Jagdschloß zu begeben. Etwa 50 Meter vom Bahnhof begegnete das prmzlichc Automobil einem Gepäckwagen, der das Gepäck vom Hofzuge abholen sollte Die Pferde dieses Wagen wurden durch das blendende Licht des Automobils scheu und der Kutscher konnte sie nicht halten. Der Führer des Automobils konnte auch nicht ausweichen und so streifte eine Runge des Gepäckwagens das Auto- mobil, wobei eine Fe nst e r s ch e i b e eingedrückt wurde. Die Prinzessin scksien erschrocken, beruhigte sich aber bald wieder und konnte auf die besorgten Fragen der Zuscy.iuer antworten, daß niemand verletzt sei. Bald darauf setzte das Pa«ar die Fahrt nach Hubertusstock fort. Keine Gnade! Die Berliner F-esttage sind verrauscht.. Leider hat das Volk eine Enttäuschung erlebt. Der Kaffer ließ jetne Silberhochzeit und die Hochzeit seines zweitälteiten Kolmes vorüber- gchen ohne von seinem schönsten und beiten Recht, dem Recht der Begnadigung, Gebrauch zu machen. Daß dies nicht geschah, ja, daß nicht einmal eine,Amnestie für leichtere Vergehen, sowie für «c.lle diejenigen strafbaren Handlungen, die eines gemeinen und niederen Charakters entbehren, gewahrt wurde, empfindet das Volk bitter. Diese bedauerliche Tatsache wird in der Presse viel bemerkt. So meint das „Berl. Tagebl.": . „Wo blieb da, so werden Taufende und Abertrugenbe neuer Preus m fr'gen, der mäßigende und mildernde Einflntz der ?yrau ? Wie der Käiser in seiner Ansprache an den fürsten Bülow es noch vor wenigen Tagen in so eindringlichen Worten be- t-Mt hatte." ungen zu befürworten. Abg. Jtschert (Zentrum) dankt den Regierungen zunächst für den 5. Nachtrags-Etat und äußert dann ebenfalls gegen den Nißlerschen Gesetzentwurf schwere Bedenken. Mindestens müsse der Antrag erst in der Budgetkommission aus seine Durchführbarkeit geprüft roerben. ,, , Abg. Bock-Gotha (Soz.): Trotz unserer Gegnerschaft gegen den Militarismus sind meine Freunde doch geneigt, für die Opfer des Militarismus einzutreten. Selbst der völlig Erwerbsunfähige erhalte nur 120 Mk. jährlich. Das zeige wieder den Klaßen- charakter des Staates. Das Reich, das solche Unsummen für Militär, Flotte und Kolonien aufwende, sollte doch auch für Veteranen etwas anständiger sorgen können. Abg. Graf Oriola (m.): Durch die Rede des Vorredners klang als Leitmotiv: Vom Deutschen Reich hat mir die deutsche Bourgeoisie den Vorteil! (Sehr wahr! bet den ^>oz.). Wir sind der Meinung, daß das sehr unwahr ist. Wer da weiß, wie sich die Lage der Arbeiter seit der Entwicklung des Deutschen Reiches verbessert hat, muß den Satz des Vorredners als unrichtig hm- stellen. (Sehr richtig. ) Ich halte die Rede des Abg. Bock für sehr bedauerlich, aber ich habe nichts anderes erwartet.. Es ist durchaus unrichtig, daß wir die Veteranen im Stich lassen, weil sie atme Teufel sind. Wer anders hat immer wieder an bie|e Veteranenbeihilfen gedacht, wer anders ist immer wieder daraus zurückgelornrnen als wir? (Zurufe bei den Soz.: Wir auch!) Sie (zu den >Soz.) haben nur Forderungen gestellt, von denen Sie wußten, daß sie doch nicht in Erfüllung gingen. Bebel und andere sozialdernokrat. Führer haben in der Budgetkommtsiwn anerkannt, daß auch bei den Offiziersfamilien viel Elend besteht. Tie Herren Ihrer Partei (zu den Soz.), die in der Vudgetkom- mission gesessen haben, haben sich gegenüber den Führern unserer Truppen von 1870/71 auf diesen höhnischen Standpunkt Nicht gestellt. Was hat es für einen Zweck, immer weitergehende rVvrder- ungen zu stellen? Damit werden Sie die Veteranen nicht glücklich machen. Wir wollen, daß ihnen geholfen wird, dazu gehört eine ruhige zielbewusste Arbeit, wie wir sie geleistet haben, und nicht, daß man hier so auftritt, wie der Abg. Bock, der sich bisher nm die Dinge so nrenig gekümmert hat! (Lärm bet den Doz) Man sagte, wir sollten weniger Linienschiffe bauen, ^ch habe soviel Zuversicht in die Vaterlandsliebe und in die Bater- landstreuc unserer alten Veteranen, daß sie nicht wollen, daß zu Gunsten ihrer Beihilfen die Wehrkraft unseres Vaterlandes geschwächt wird. (Lachen bei den Soz. Sehr richtig! bet den Natl) Die ganze Rede dcs Abg. Bock hat nichts weiter gezeigt, alS daß Sie (zu den Soz.) die Angelegenheit, bei der wir für die Notleidenden etwas tun wollen, benutzen, um draußen im Lande Erregung Hervorzurusen. (Zustimmung.) Die Haupt- bestimmungen des Antrags Nißler entsprechen den Anschauungen meiner politischen Freunde. Wir werden immer wieder für die alten Veteranen eintreten. Wir freuen uns, daß es schon so weit gekommen ist (Zuruf bei den Sozialdemokraten: „Wieweit.'' ) und wir erkennen auch die wohlwollende Gesinnung der verbündeten Regierungen an. Wir hoffen, daß die Budgetkommiiston sich bald mit der Sache beschäftigen wird und das; dann auch die Mängel beseitigt werden, die auch wir anerkennen bet der Fürsorge für die Männer, denen das Vaterland eine große Dankesschuld abzutragen hat. (Lebhafter Beifall.) Abg Tr. Arendt (Rpff hont ebenfalls aus baldige Annahme des Nachtrags-Etats und stimmt dem Abg Jtschert darin bei, daß die wesentlichen Bestimmungen der _Anssuhrung--Ver- ordnung in das Gesetz ausgenommen werden mußten.^ Dte Folsung des vorliegenden Antrages sei keine glückliche, deshalb jet Korn- missionsberatung angezeigt. ... ~ $IDa Berge m a n n (sr. Dpff ist für die Tendenz des Antrages Nißler, ohne sich mit den Einzelheiten zu identifizieren. Abg Kulerski (Pole) tadelt das tendenziöse Vorgehen, namentlich wenn es sich. um Polen handelt und tritt für die Tendenz des Antrages ein. , Mg Potthoff (fr. Vgff stimmt namens seiner irrcunbc dem Anträge zu. Sie würden sogar nichts dagegen haben, wenn sogleich die zweite Lesung vorgenommen würde. Für btc Veteranen geschehe in der Tat viel zu wenig ..... Nach weiterer Debatte und einer Reihe perionlicher Bemerkungen geht der Antrag Nißler an die Budgetwmmisswn. Morgen: Justizetat und Postetat. Deutsches Reich. Berlin, 28. Febr. Ter Kaiser empfing heute den Geh. Rat Hinzpeter, besuchte den Reichskanzler und empfing den kommandierenden General v. Hugo. — Tie „Nordd. Allg. Zlg" schreibt: Die „Wotooje Wremja" hat berichtet, der Kaiser habe in einem (^sprach mit dem russ. Staatssekretär Kokowzew in Beziehung auf das Scheitern eines Gesetzentwurfes über Zwangsent- eignung in Rußland bemerkt: „Schade, das hätte mir die Hände freigegeben. Sie in Rußland vergessen, daß es Maßnahmen von internationaler Bedeutung gibt." Wir nib ermächtigt, festzustellen, daß diese angebliche Aeußeo- ung frei erfunden ist und daß auch dem Sinne nach! keine ähnliche Bemerkung fiel. — Tie Bestrebungen des englischen Friedensfreundes Sir Thomas Barkley haben zur Gründung einer Vei> cinigung unter dem Titel „Concili ation in ter nationale“ geführt, deren Zweck die Förderung der inter» nationalen Annäherung ist. Die Vereinigung will mit Hilfe von Lehrern der Nn i v e r s i t ä t e n, höheren und Gemeinde- - chulen einen erzieherischen Einfluß auf di« öffentliche Meinung ausüben. Sie will Erleichterungen für kordiale Beziehungen zwischen den Angehörigen der verschiedenen Nationen schaffen und internationale Besnche sowie das Studium fremder Sprachen fördern. Ferner ist die Organisation einer praktischen Methode für den regelmäßigen Austausch Physisch und moralisch aesunder Schulkinder aller Volksllassen zwischen Enolnnd, Deutschland, Frankreich und anderen Ländern vorgesehen. Hamburg, 28. Febr. Die Bürgerschaft hat das neue Wahlgesetz öurch cnbloc-ALstimmung angenommen. Stolten und Bömelburg nannten den Ausschußantrag einen Gewaltakt. Das neue Wahlgesetz werde, nachdem namentlich die süddeutschen Staaten die Wahlrechtserweitenma eingeführt, das politische Ansehen Jamburgs auf den Nullpunkt bringen. Dr. Mönkeberg drohte, die Mehrheit des Hauses werde bei fernerer Obstruktion der Sozialdemokraten verschärfte Disziplinarstrafen bis zur Ausschließung aus dem Hanse einführen. Nach der Abstimmung kam es zu einem heftigen Zusammenstoß der Opposition unter Dr. Brabands Führung mit dem Präsidenten, der gegen dio Vorschriften der Geschäftsordnung die Gegenproben ablehnte, feinen Standpunkt aber nicht aufrecht erhalten konnte. t Stuttgart, 28. Febr. Die Kammer der ©tau-i desherren hat in ihrer heutigen Sitzung bei der Be>- ratung der G e m c i n d e r e f o r m die im Regierungsend« würfe vorgesehene, von der Kammer der Abgeordneten aber abgelehnte Einführung der Magistratsverfassuna für Stuttgart und für die übrigen größeren Städte deS LondeL ebenfalls und zwar einstimmig abgelehnt. Hneaerischcs aus der franMlchen Kammer. Paris, 28. Febr. Abg. Breton (Soz.) befürwortet einen Antrag, nach welchem die Uebungs Periode der Reser v i st e n und Mannschaften der Territorialarmee auf 15 und 6 Loge herabgesetzt werden soll. Kriegsminister Etienne bekämpft jede Herabsetzung und sagt: Wir brauchen mehr als je Reservisten und Mann- schäften der Territorialarmee. Mit der Einführung der zweijährigen.Dienstzeit wird die Armee eine Verteidigungsarmee, welche nur stark sein kann, wenn sie starke Reserven hat. Man verlangt in Deutschland Hebungen von 140- tägiger Dauer von den Reservisten. Wir verlangen nur, daß die Armee in einem solchen Zustande erhalten werde, wie cs notwendig ist, nm die Größe und Würde des Landes zu wahren. (Beifall.) Die Territorialarmee werde gleich bei Beginn einer Mobilisierung zu den Fahnen berufen. Abg. Kletz beantragt die Beibehaltung der 28- tägigen Hebungen. Der Antrag itnrb mit 578 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Aletz bringt einen neuen Antrag ein, nach welchem diese Hebungen 21 Tage dauern sollen. Der Antrag wird mit BS4 gegen 151 Stimmen abgelehnt. Zu dem Antrag der Heereskommission der klammer, die Reserve- (ibimgen 15 Tage dauern zu lassen, erllärt der Kriegsminister wiederholt, er bitte angesichts der gegen- loärtigenLage und aus Gründen höherer Art die Kammer dringend, jede Herabsetzung der Uebungszeit zu der- Uerfen. Die Kammer nimmt jedoch mit 313 gegen 235 Stimmen den Antrag der Heereskommission an. Ter Antrag Breton auf gänzliche Abschaffung der Hebungen der Territorialarmee wird mit 318 gegen 235 Stimmen ab gelehnt. Sodann gelangt in einst.cher Abstimmung der Antrag der Heereskommission, die Uebungszeit der Territorialarmee auf sechs Tage zu bemessen, zur Annahme, ebenso der Antrag dieser Kommission in seiner Gesamtheit. Breton beantragt, daß dieser Antrag in das Fincmz- geseß cingefügt werde. Ministerpräsident Rouvier verwirft diesen Antrag. Es sei ihm (Rouvier) nicht möglich, die Verantwortung vor dem Lande zu übernehmen, wenn i? ie Kammer den Antrag anneymc, der, sei es im Jnlande oder im Auslande, interpretiert werden könnte als eine Abschwächung der lebendigen Kräfte des L a ndes oder als eine unerklärlicheGeringschätz- un g der militärischen Fragen. (Unruhe.) Die Regierung werde keine Minute mehr im Amte bleiben, wenn die Kammer den (Itntrag Breton annehme. (Beifall.) Frankreich hat als auswärtige Politik eine Defensiv Politik, und das Land wird darüber urteilen, ob das beste Mittel die Achtung Frankreichs im Auslande zu sichern, liegt in einer systematischen Schwächung des Heeres. Viellette meint, Kriegsminister Etienne habe sich zum Echo von beunruhigenden Gerüchten gemacht, die nicht auf das Parlament Eindruck machen könnten. Breton wirft Rouvier vor, er suche eine Mehrheit auf der Rechten für sich zu gewinnen. Rouvier erwidert: Sobald es sich um eine Frage des Patriotismus handelt, wendet sich Frankreich an alle Franzosen. Der Antrag Breton mirb hierauf mit 660 gegen 167 Stimmen abgelehnt. Der Gesamtantrag, welcher die periodischen Hebungen der Reservisten und der Territorialarmee auf 15 und 6 Tage herabsetzt, wird mit 344 gegen 174 Stimmen ange- nommen. (Lärm und Bewegung.) Deutscher Reichstag. 53. Sitzung vom 28. Februar. Präsident Grai V a l l e st r e m teilt mit, daß die Majestäten und das neuvcrmählle Paar den ihnen vom Präsidium dargebrachten Glückwunsch dankend entgegcngenommen haben. Aul der Tagesordnung steht die erste Beratung dcs von den Abgg. Nißler' und Hufnagel eingebrachten Gesetzentwurfes betr. Gewährung von Beihilfen an Kriegsteilnehmer von 1870/71. Abg. Nißler rkons.) führt begründend aus, da» die bisher für die Gewährung von Beihilfe maßgebend gewesenen Bestimm- ungen über die Frage der Untcrstützungsbedürftigkeit in ihrer Aris- lcgung zu Unzuträglichkeiten geführt hatten. Es sei daher notwendig, festere und zweifelsfreie Normen zu schaffen. Schatzsekretär v. S t e n g c l erklärt, die Regierungen hatten zu dicseni Entwiirf noch nicht Stellung genommen. Er müsse sich darauf beschränken, den Inhalt und die etwaigen Konsegilenzen dieses Eiitwurfts zu beleuchten und es dem Hause überlassen, welche Beschlüsse c5 fassen wolle. Das eine müsse er hervorheben: die verbündeten Regierungen haben ein Wohlwollen für die Knegs- veteranen und stehe,i in keiner Weise zurück gegen dieses hohe Haus, aber bei allem Wohlwollen müsie er doch einige Bedenken gegen beit Antrag ausspt echen. Als neues Kriterium führe diesei Entwurf ein bestimmtes Einkommen von 600 Mk. vor, aber bei der Verschiedenheit der hier m Betracht kommenden Persönlichkeireu und Familienverhältnisfe glaube er, daß eine so schablonenmauigc Behandlung doch wohl nicht zu entplehlen sei und wem, ein Veteran mit grabe nur 600 Mk. bazu noch bie Beihilfe erhalte, so würbe er unter Umstänben viel besser dastehen als ein Kriegslnvalibe. Gs ist aber boch wirklich fein ausreichenber Grunb emzusehen, weshalb ein Veteran von 1870/71 bester gestellt sein soll als em Kriegsinvalibe. Am allerbebenklichsten aber erscheine ihm ber Vorschlag, schon bei vollenbetem 60. Lebensjahre bie Beihilfe zu gewähren. Denn wenn auf solche Weife burch Reichsgesetz ge- wistermaßen proklamiert wirb, baß bei Vollenbung des 60. Lebensjahres Erwerbsunfähigkeit eintritt, so sinb bie wetteren Konsequenzen davon gar nicht zu übersehen. Redner resümiert sich dahnt: em Teil des Antrages sei überflüssig und ein anderer Teil so bedenk- lich, daß er nicht in ber Lage sei, bie Annahme bei den Regier- Man muß die Frage nach dem eigentlichen Grund der Dolksräuschung offen taffen.* Vielleicht findet später der Historiker oder der Biograph dcs Kaisers und Mensck-eii Wilhetnr II. emc Antwort. — „ , . c , Aus Anlaß der silbernen Hoclftcit werden Auszeichnungen und Ernennungen erfolgen. Ihre Veröffentlichung scheint sich z-u verzögern. Wie es heißt, find die Vorbereitungen durch die Reise des Kaisers nach Kopenl) hier abgehaltenen Versammlung waren beide Redner erschienen. z. Atzbach a. d. L., 1. März. Die starken Gewässer der letzten Tage haben sich hier wieder ziemlich verlaufen. Die Lahn ist bereits bedeutend zurückgetreten. Großer Schaden ist nicht angerichtet worden. Allerdings bekani mancher Acker eine wenig zuträgliche Überschwemmung, die Wiesen werden auf die vorzügliche Schlammdüngung mit üppigem Graswuchs reagieren. [] Aus dem Lumdatal, 27. Febr. In dem Fahrplan der Nebenbahn Grünberg-Londorf-Lollar sind mit dem 1. Mai folgende Aendcrungcn bestimmt zu erwarten: Der Personenzug 1037, der um 12.48 nachmittags in Grimberg abfährt, wird schon um 1.55 nachmittags in Lollar eintreffen und so hier den Anschluß an den nach Frankfurt gehenden Zug erreichen. Der in entgegengesetzter Richtung fahrende Zug 1040 wird um 2.25 nachmittags in Lollar abgehen, somit Anschluß an den kurz vorher von Gießen cin- treffenden Zug haben und bereits um 4.15 in Grünberg sein. 4- Nidda, 28. Februar. Die Feier der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares wurde durch Böllerschüsse, einen Fackelzug der Vereine und einen allgemeinen Kommers in der „Traubegefeiert. Ein Gedicht von Oberaintsrichter Römheld, sowie eine Rede von diesem auf das Kaiserpaar stand im Mittelpunkt der Feier. Pfarrer Werner bezeichnete die kaiserliche Familie als Vertreter echten deutschen Familienlebens. Das Kaiscrorchester hatte den instrumentalen Teil der Feier übernommen. Ein Lichtbilderzyklus schloß die offizielle Feier. — Lauterbach, 28. Febr. Heute fand unter äußerst zahlreicher Beteilig»,ng aus nah und fern die Beerdigung des Freiherrlich Riedeselschen Forstinspektors i. P. Kullmann hier statt. Von Seiten der Freiherren Riedesel waren erschienen: Freiherr Hans Riedesel von hier und Freiherr Albrecht Riedesel aus Sickendorf. Die Freiherrlichen Forstbeamten waren fast vollzählig vertreten. Der Sarg wurde von 8 Forsiwarten getragen. Am Grabe legte Forstmeister Eulefeld im Namen der Freiherren Riedesel und Oberförster Leonhard im Namen der Freiherrlichen Forstbeamten Kränze nieder. -o- W e n i n g s, 27. Febr. Am Samstag weilten mehrere Landtagsabgcordnete und Regierungsoertreter hier., ES handelte sich um die vom Finanzausschuß vorläufig zurückgestellte Gendarmerie-Wohnung. • Friedberg, 28. Februar. Der althergebrachten Sitte unserer Lehrerschaft, den Erinnerungstag ihrer Entlassung aus dem Lehrerseminar von Zeit zu Zeit gemeinsam zu begehen, wird auch in diesem Jahr verschiedentlich gehuldigt werden. So halten von den früheren Besuchen, des hiesigen Seminars die 1866 Entlaffenen am 10. April eine Zusammenkunft hier ab, während die 1881er am 17. April ebenfalls hier eine Feier abhalten wollen. Auch die 1886 und 1896 hier entlassenen Lehrer, sowie die 1896 in Alzey und in Bensheim zur Entlastung gekommenen Lehrer planen gemeinsame Erinnerungsfeiern. Darrn stadt, 28. Febr. Jur festlich geschmückten Setzer- saale der H. Kichler'schen Hofbuchd rucke re i spielte sich heute morgen ein feierlicher Akt ab: er galt dem 25jährigcn Jubiläum des Herrn C. Ruths. Nachdenr sich das Personal versammelt hatte, ergriff Herr L. Kichler das Wort zu einer herzlichen Ansprache an Herrn Ruths, Glückwünsche darzubringen. Die warmherzigen Worte waren von einen, reichen Geldgeschenk begleitet und schlossen mit einem dreifachen Hoch auf Herrn Ruths. Dieser sprach in bewegten Worten seinen herzlichen Tank aus, ebenso seinen Kollegen, die ihm gleichfalls wertvolle Geschenke gewidmet hatten. — Der Schneider- meister H. Wämser, Schwanenstraße 23 wohnhaft, stürzte heute Nacht in den Keller und brach dabei das Genick; heute morgen wurde er als Leiche aufgefunden. Der Verunglückte war verheiratet und Vater zum Teil noch schulpflichtiger Kinder. Frankfurt, 28. Februar. Das ResidenztHeater hat, wie wir schon mitteilten, Schiffbruch gelitten, am 1. März beginnen wieder Variste-Vorstellungen, und damit ist das Haus wieder das, was e^ früher war. Direktor Plöcker- Eckardt, der einer reichbegüterten Wiesbadener Familie entstammt, hat einen Prozeß über 100 000 Mk. hinterlegte Mietkaution in allen Instanzen verloren. Dabei war in der letzten Zeit der Besuch so trostlos, daß er kaum seinen Verpflichtungen nachkommen konnte. [ ] Marburg, 28. Febr. Heute faud hier auf Anordnung dec Arnsberger Staatsanwaltschaft die gerichtliche Obduktion der Leiche eines angeblich durch einen Sturz in der Scheune verunglückten und in der hiesigen Klinik verstorbenen Landwirts aus Erndtebrück statt. Der Bedauernswerte soll sich nämlich die Todeswunde in einem Anfall geistiger Störung selbst durch einen Axt hieb in den Kopi beigebracht hoben. vermischter. Lemberg, 28. Februar. Infolge von Gewalttätigkeiten, die nach Auflösung einer in Nizmient abgehaltenen Versammlung verübt wurden, wurde die Verhaftung einer Anzahl Bauern in einer Gemeinde bei Nizmient verfügt, welche beschuldigt waren, Ausschreitungen begangen zu haben. Die Militärabtcilung, welche die Verhafteten eskortierte, wurde von einer großen Horde von Bauern überfallen. Das Militär machte von den Bajonetten Gebrauch und, als dies erfolglos blieb, von den Feuerwaffen. Sechs Personen rvurdcn getötet. * Schiffsunfälle. Tic „Kiel. Ztg." meldet, daß der Kreuzer „P f e i l" und dänische Dreimastschooner „Mars" vor der Kieler Föhrde zusammengestoßen seien. Ter „Mars" erlitt eine Havarie am Steuerbordbug, dem „Pfeil" wurde ein Boot eingedrückt, auch erlitt er einige Beschädigungen an Deck. — Neber einen Unfall, der sich bei einer T o r pe d o sch ie ßübun g des Keinen Kreuzers „Frauenlob" ereignete, wird von zuständiger Seite mitgeteilt: Eine Seemeile nordöstlich von der Glockentonne wurde das Tampfbeiboot des Kreuzers „Frauenlob" von einem auftommeuden Torpedo getroffen. Das Danrpsbeiboo t und dus Torpedo sind gesunken. Verletzungen des Personals haben nicht stattge- ftmden. Sogleich vorgenommene Tauchversuche nntrett erfolglos, da wegen der beträchtlichen Wassertiefe die Taucher unter zu hohem Druck sind. Ein Werftdampfer ist zur Hebung nach der Unfallstelle abgegangen. ' In einem Theater zu Santiago de Chile gab man einen Einakter. Plötzlich stand der Prospekt in hellen Flammen und wenige Sekunden später hüllte dichter Rauch die Tribüne und Zuschauerraum ein, in dem sich 1200 Personen befanden, meistens Frauen und viele Kinder. Die Rufe Besonnener, man solle die Ausgänge rechts und links benutzen, verhallten fast ungehört. TaS Gros des Parterre-Publikums drängte kopflos der Mitteltür zu. Es entstand ein furchtbares Gedränge. Die Zahl der bisher anf- geflindcnen Toten beträgt zehn; die Gesamtzahl dürfte 4 0 überschreiten, darunter besinden sich vier Schauspieler. Unter den Verwundeten sind viele, die Verletzungen durch Stockhiebe aufweisen. * Ein entsetzliches Ehedrama meldet bas „Zwickauer Tagebl.": Gestern in später Llbendstunde verletzte in Wilken der 25 Jahre alte Fabriktischler Stamm seine 23 Jahre alte Fran durch vier Beilhiebe tödlich, erschlug durch einen Beillsieb sein fünf Monate altes Kind und durch schnitt sich selb st mit einem Messer die Kehle. Während die Frau noch lebend, aber ohne Hoffnung auf Wiederherstellung in das königliche Krankenstift in Zwickau verbracht wurde, verstarb der Mann nach etwa zwei Stunden. Das Kind war sofort tot. Die Ursache ist unbegründete Eifersucht. * Kleine Tageschronik Der in Lüttich durch die U e b e r s ch w e m m u n g angerichtete Schaden beläuft sich auf über eine Million Francs. Seit 1880 ist eine derartige Katastrophe nicht eingetreten. Die Maas ist in einer Nacht um zwei Meter gestiegen. In Charleroi herrschte am Abend des 27. Februar völlige Dunkelheit, weil die Gaswerke nicht arbeiten konnten. Die Bergwerke sind überschwemmt. 5 Kinder sind ertrunken und zwei Personen werden vermißt. — In Paris drangen in die Wohnung des Ehokolade-Fabrikanten Meunier währeitd besten Abwesenheit Diebe ein und r a u b t e n W e r t s a ch e n im Betrage von 60000 Francs. Unter dem Verdacht der Mithesier- schaft wurde ein Bediensteter oerbaftet. ttnsverMäts-Nachrrchterr. — Alfred Beit in Hamburg stiftete zwei Millionen Mark für wissenschaftliche Zwecke. Vermutlich soll damit der Grundstock für die künftige dortige Universität gelegt werden. Nach Informationen eines Mitarbeiters der „Frkf. Ztg/ scheint es sicher, daß die Frage einer Universität in Hamburg in nicht ferner Zeit in das Stadium der Vorbereitung treten wird. — Dr. Oskar Polano, Privatdozent für Geburtshilfe und Gynäkologie und erster Assistent an der Universitäts-Frauenklinik in Würzburg, ist zum Oberarzt an dieser Klinik ernannt wordert. Er arbeitete vor seiner Zeit in Gießen bei Löhlein und Psannenstiel. Arbeiterbewegung. Alzey, 28. Febr. In der S ch u y f a b r i k H u d e l in e ye r hier werden eben von der Frankfurter Schuhfabrik Maschinen zur Herstellung von Schuhwaren aufgestellt. Die Tatsache hat zu einem Ausstand der Arbeiter dec Schuhfabrik geführt, die sich durch die in Aussicht stehende Maschinenarbeit in ihrem Erwerb geschädigt glauben. Ein Monteur und einige Arbeiter der Frankfurter Fabrik, die auch den Auftrag hatten, Alzeyer Arbeiter auf den neuen Maschinen anzulernen, fühlten sich seit einigen Tagen dirrch die Ausständigen bedroht, die sie für den neuen Geschäftsbetrieb verantwortlich machen wollten. Die Frankfurter versahen sich deshalb mit Revolvern, wie sie in einer Wirtschaft öffentlich— vermutlich zur Warnung — erzählten. Am Dienstag morgen kam es zum ersten Zusammen st oß, dem aber mit Hilfe verschiedener, in der Schuhfabrik noch tätiger Arbeiter rasch ein Ende gemacht wurde. Am Mend kam es zu einem zweiten Zusammenstov. Der „Badische Hof", in dem sich die Frankfurter befanden, wurde von deren Gegnern umzingelt. Einige der Gegner begaben sich nraskiert in das Gasthaus und nun nahm die Schlacht ihren Anfang. Anfangs bildeten Stühle, Biergläser und sonstige Gegenstände die Geschosse, von außen schlug man Läden und Fenster ein. Dann aber griff man zur Schußwaffe; ein Monteur erhielt einen Schuß in den .Hinterkovf und sank sofort zusammen. Ein Polsterer, der früher in der Schuhfabrik tätig gewesen war und auf Seite der Ausständigen stand, erhielt einen Schuß in d i e Herzgegend. Schließlich entstand ein solches Durcheinander, daß keiner mehr wußte, auf wen er schießen oder losschlagen sollte. Die ohnehin nicht starke Polizeimannfchaft war an dem Abend durch die Fastnacht so ziemlich in alle Säle verteilt, in denen getanzt wird und um zwölf Uhr Feierabend geboten werden muß, sodaß es ziemlich lange dauerte, bis sie auf dem Platz erscheinen und Ruhe stiften konnte. Sie nahm verschiedene Verhaftungen vor. Bis svät in die Nacht hinein umlagerte eine große Menschenmenge die Polizeiwache, in der die Verhafteten unter ""bracht wnren. (Kl. Pr. > Gerichtssaat. Müitdien, 28. Febr. Das Schwurgericht verurteilte heute den wegen Mordes an dem Rentner Gramm in Pasing angeklagten ScheIlhaas und s e i n e Fr a u zum To d e. Der wegen Hehlerei "naellaate Mörder Würd'' freinefhrodien. ~ Märkte. Limburg a. d. L., 28. Febr. F r n ch't mark t. Drtrch- schnittsvreise pro Malter. Roter Weizen 15.40 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn Mk. 12.40, Gerste 00.00 Mk., Haier 8.20 Mk., Haier alt 0.00, Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. le. Frankfurt a. M., 1. März. (Telegr. Orig.-Bericht de- , Gieß. Anz.".) Amtliche Notierungen der heutigen Vieh markt, preise. Znm Verkauie standen: 18 Ochsen, 10 aus Oesterreich 0 Bullen, 0 aus Oesterreich, 58 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus Oeller., 808 Kälber, 143 Schafe und Hämmel, 0 Ziegen. Bezahlt wurde für 100Md. Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 75 bis 77 Mk., 2. Qual. 70—72 Mk., 3. Qual. 65—68 Mk.: Bullen 1. Qual. 00—00, 2. Qual. 00-00; Kühe 1. Qualität 67-69 Mk., 2. Qual. 61—63 All., 3. Qual. 44—45 Mk., 4. Qual. 00-00 Mk., 5. Qual. 00—00 Mk. Kälber 1. Qual. 89—93 Pfg., Lebendgewicht 54—57 Pfg., 2. Qualität 81—86 Pfg., Lebendgewicht 48-51 Pfg., Schlachtgew. 00-00 Pfg.; Schafe: 1. Qual. 78-80 Pfg., 2. Qual. 70—72 Mg. Geschäft: bei Hornvieh mittelmäßig, lleberstand unbedeutend, bei Kleinnieh nichts. Airchliehe Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Freitag, den 2. März, nachmittags 5% Uhr: Vereinigung der konsirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde im Kon' sirmandenfaal, Liebigsiraße 56. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boranösichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 2. März 1906: Trüb und Regen, nur auf den Höhen Schnee. Milder und windig. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. OrigSnal-Drahtmeldungen. R. B. Darmstadt, 1. März. Die 2. Kammer begann heute vormittag die Generaldebatte über den Staatshaushalt. Zu Beginn derselben gab StaatÄninister Ewald die Erklärung ab, daß die Re g i e r u n g in den seitherigen bewährten Bahnen verharr eit werde. Er hoffe auf eine Verständigung über das direkte Wahlrecht und die Gem e i nd c ste u e rr eform. Die Frage der Gleichstellung der höheren Schulen toterbe erwogen werden. Die Frage der W o hnu n g s g e l d z u s ch u s s e solle geprüft werden, sobald die Klärung der Neichssinanren eine bessere Uebersicht über die Finanzlage gestatte. Hierauf sprachen die Abgg. Reinhart (ul.), Mvlthan (Ztr.), Ulrich (Soz., u. a. Auf das Glück- wunschtelegramui der 2. Kammer ist folgendes' A u t w o r t - T c l e- g r a m m d e s K a i s e r s beim Präsidenten Haas eingegangen: „Ich habe mich über die treuen Glückwünsche der 2. Kammer des hessischen LandtaaS zu dem doppelten Festtag meines Hauses sehr gefreut und bitte Sie, der Kämmer meinen wärmsten Dank auszusprechen. Wilhelm II." Berlin, 28. Febr. In dec Budgetkommission des Abgeordnetenhauses iuurbc heute dre Zulassung von Frauen zur Hochschule für bildende Künste anaeregt. Tie Regierung s'Vertreter widersprachen. Die lleberfüllung im Künstlerberufe sei so groß, daß nur wenige Frauen einen Lebensunterhalt darin siudcn können. Auch hätten sich die Lehrer sehr zurückhaltend über die Leistungen der Frauen namentlich auf dem Gebiete der Bildhauerei geäußert. Als durchaus geeignet er» wiesen sich die Frauen dagegen in den Zeick'culehrcrabteilungen. Hier eröffnen sich ihnen auch Aus'fichteu auf Unter Haltserwerb. Die Regierung erwäge, zeichnerische Fortbildungskurse für Frauen einzurichten. Die Zulassung der Damen zur H v ch s ch u 1 c f ü r b i l d e n d e K ü n st e sei ans- geschlossen. Zur Frage, ob die Parität gegenüber Inländern genügend gewahrt wäre, hinsichtlich der Zulassung zur Hochschule für Musik, wurde regierungsseitig bemerkt, die Leitung dec Hochschule handle durchaus loyal, aber es forme nicht verlangt werden, daß besser talentierte Ausländer gegenüber weniger talentierten Inländern zurückgestellt würden. Die Kämmission bewilligte dann 1450 000 Mark für außerordentliche Erwerbungen der N a 1 i on a l g al er i e, insbesondere für die Erwerbung von Menzel-Werken. Berlin, 1. März. Maxim Gorki ist hier eingetroffen. Nellingha itsen, 1. März. Der Bergmann MariaSki erstach im Streite seinen Sohn. Ec selbst wurde schwer verletzt. Hamburg, 1. März. Die Nachforschungen nach dem Lu st mörder dec sechsjährigen Margarete Garber, deren Leiche in der Abortanlage des Altonaer Realgymnasiums gefunden worden war, führten zur Verhaftung eines 17jährigen Gymnasiasten, der sich bei einer Ver- nehmttng aller Schüler des Realgymnasiums in Widersprüche verwickelt hatte. München, 1. März. Hermann Bahr, dem, wie gemeldet, eine große Abstandssumme zur Lösung seiner Kontraktes als Intendant des königl. Schauspielhauses in München angeboten sein sollte, wird fern A mt demnächst nun doch antreten. — Die zum Tode verurteilten Ehe- leute Schelhaas haben gegen das Urteil Revision angemeldet. London, 28. Febr. Dos Unterhiusmitglied Viucent hatte die Regierung gefragt, wäS das Ergebnis der Deutschland in Bezug auf den Zolltarif gemachten Vorstellungen wäre. In seiner Antwort sagt dec Sekretär des Handelsamtes Georges, feit den Deutschland gemachten Vorstellungen sei eine Anzahl von Ermäßigungen in dem Tarife gemacht worden, es sei aber nicht möglich, anzugeben, inwieweit die deuffche Regierung hierbei durch die englischen Vorstellungen beeinflußt worden sei. Jedoch betreffen einige Ermäßigungen Artikel, auf welche in den Vorstellungen mit Bezug genommen worden sei, und obwohl zur Zeit ein Handelsvertrag zwischen beiden Ländern nicht besteh", werde der englische Handel aus diesen Ermäßigungen Nutzen ziehen. London, 1. Mär^. Die dem Marine-Budget beigegebene Denkschrift zeigt, bftr’ in der Zeit vom 1. April 1905 bis zum 31. März 1906 fertiggestellt feirt Werden: 3 Linienschiffe, 8 Panzerkreuzer, 1 K'ceuzer 2. Kl., 8 Dufllärungsschiffe, 16 Torpedojäger, 13 Unterseeboote und 1 schwimmendes Kohlen» Depot: cnn 1. April 1906 Werden sich im Bau befinden: 6 Linienschiffe, 10 Panzerkreuzer, 12 Küsten-Torpedoiäger, 5 Hoch- see-TorPedvjäger, 1 sehr schneller Hoch-see-Torpedoiäger, 1 königliche Jacht, 15 Unterseeboote nnd 1 Revaraturschiff. Zu diesen Schiffen kommen noch die bereits im Budget gemeldeten Neubauten. DIUe in diesem Jähr zu baueuden Schiffe sollen mit Turbiucumaschinen ausgestattet werden. Petersburg, 1. März. Der Staatsanwalt, der die Erhebung einer Anklage gegen To Istoi wegen kürzlich veröffentlichter, bisher verbotener Schriften beabsichtigte, hat das Verfahren auf höhere Anordnung eingestellt. Petersburg, 28.Febr. In der Mandschurei stießen heute zwei Züge mit Militär und Waren zusammen in der Nähe der Station Matsiew. 16 Wagen und beide Lokomotiven wurden beschädigt. Ein Heizer und acht Kosaken wurden getötet, vier wurden verletzt; außerdem wlirdeu 16 Pferde verletzt. Washington, 28. Febr. Roosevelt veröffentlicht eine Bekanntmachung, wodurch da? Tarifabkommen mit Deutschland verlängert wird, welches heute abgelaufen wäre, falls Deutschland Amerika den VectragStarif nicht zugestanden hätte. Te!efom5sc8nQ Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Giessen. Frankfurter Börse. 1. März. 1.15 Uhr. 3%e/0 Reichsanleihe . . 101.05 3% do. . . 88.80 3^°/o Konsole .... 100.90 3% do 88 70 3^70 Hessen.....99.70 3 °/n Ober liessen . . . —.— 4%z Oesterr. Goldrente. . 100.60 4,/5 Oesterr. Silberrente 101.25 4 % linear. Goldrente . . 95.65 4°6 Italien. Rente . . . 106.50 3°t) Portugiesen Serie I . 68.65 3% Portugiesen „ III 69.45 russ.Staatsanl. 1905 91.45 4 y0 n japan. Staatsanleihe 93.30 4 % Conv. Türken von 1903 93 20 Türkenlose .... . . 14460 4-6 Griech. Monopol-Anl.. 53.30 4% äussere Argentinier . 91.95 3°/0 Mexikaner . . . 67.60 4>$°/0 Chinesen .... 96.10 Aktien: Bochum Guss 237.25 Buderus E. W . . . . 128,00 Tendenz: schwach. Berliner Börse, Canada E. B 173.10 Darmstädter Bank . . . 14^.10 Deutsche Bank .... 241.90 Dortmunder Union C. . . 82.50 Dresdner Bank .... 164.00 Tendenz: schwach. Elektriz. Lahmeyer . . 141.00 Elektriz. Sehuckert . . . 130.00 Eschwciler Bergwerk . 255.75 Gelsenkirchen Bergwerk . 221.30 Hamburg-Amerik. Paketf. 164.25 Harpencr Bergwerk. . . 210 50 Laurahtttte 236.00 Nordd. Lloyd . ... 126.70 Oberschles. Eisen-Industrie 134.60 Berliner Handelsges . 172.75 Darmstädter Bank . . . 148.40 Deutsche Bank . . . 241 70 Deutsch-Asiat. Bank . . 182.50 Diskonto-Kommandit. . . 188.25 Dresdner Bank . . . 163.90 Kreditaktien 210.70 Baltimore- und Ohio- Eisentahn . . . 110.®) Gotthard bahn —.— Lombard. Eisenbahn . . 24.40 Oesterr. Staats bahn . . . 143.70 Prince-Henri-Eisenbahn . 13&50 1. März. Anfangskurse. Happener Bergwerk . . . 210.50 Laurahtttte .... 237.70 Lombarden E. B. ... —.— Nordd. Lloyd 126.50 Türkenlose ILö.Of „Henn^berg-Beide“ v. Ittk. 1.10 ab ! — zollfrei! Muster an Jedermann 1 Nur direkt v. 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Zeichnungen, Arbeilsbeschreibungen, Bedingungen und Ange- botsiormulare liegen im Bureau des Architekten Hanö Meyer, Weslaulage 6 dahier, zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbkostenpreis erhoben werden. Tie Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Mittwoch dem 14. März d. IS., vormittags 10 Uhr, hüt entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns einzureichen. Gießen, den 28. Februar 1906. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecu ni. Hand-, Herd- und Reise- Kocher, Kochherde, Kochplatten, Rechauds in jeder Ausstattung und Preislage von 50 Pfg. an. entlieht ebn men mi: abgelaufm f nicht zu* I Mfl, l‘rw Schellfisch (ca. 5-pfündig) per Pfd. , , , (3—4-pfündig) , , r , , Portionsfisch .... per Allerfeinster 2-pfündig. Nordsee-Schellfisch , Groflcr Backfisch » Zrleiner Backfisch Prima Rordsee-Kabliau, kopflos, . . , Schollen • - (Garantiert vom Staate Bulgarien) Zeichnungen auf diese Anleihe zum Kurse von 91 y, nehme entgegen. Barsch Strauss, Bankgeschäft, Alicestrasse 2 ei stießen iren zu- 16 Wagen Heizer und itzt; außer- Mrbeitsvergebrmg. Die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zum Neubau des Stadttheaters in Giesten sollen im Wege des öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden. 1. Die Maurerarbeiten von Kellersohle auswärts, dar-unter 2500 cbm Backsteinmauerwerk von Feldbrandsternen, 500 cbm desgleichen von Ringosenslemen, J. Brahms. Fr. Schubert. J. Brahms. J. Brahms. Dem neuen Zolltarif entsprechend FreiB-ErmäsBigrung auf Fische Fische Fische Lebende, frische, geräucherte und marinierte stets in großer Auswahl empfiehlt billigst 1331 die Hamburger Fischhandluug von A. ICoch ESachfSg., LchHrO. Diese Woche große blutsrische Nordsee-Schellfische in allen Größen 35 und 38 Pfennig per Pfund. Id (« C' 1 cP] Eichen - Nutzholz - Verkauf in der .königlichen Lbcrförfterci Brandoberndorf. Montag den 5. 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Kleine Partitur-Ausgabe m der Musikalien-Handlung Ernst Challier (Rudolph’s Nachf), für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter. Oeflnung des Saales 41/, Uhr. 2.40 2 — 1.60 „ Universitäts-Musikdirektor G. Trantmann (Klavier) Gast: Fran Ida Knhl-Dahlmann aus Cöln (Gesang) Bahnhofstraße 27 Liudenplatz Kabliau per Pfd. im ganzen Männer - BadLeverein. Dienstag, den 6. März a. c., abends 9 Uhr, in der Brauerei Foertsch Srdkitlicht 8eikkil-VerftMliiz. Tagesordnung: Berichterstattung. Rechnungsablage. Ersatzwahl des Vorstandes. Verschiedenes. 910^0 - - .'23L7O - ' ' 126 60 - ‘ ' 155.ÖC Giessener Konzert -Verein Sonntag, den 4. KHärz 1906, abends 5*4 Uhr im grossen Saale des Gesellschattsvereins Achtes Konzert Zweiter Kammermusik-Abend Ausführende: Gießener Seefischmartt Gebrüder Berdux Kinn, m n." »:?,■ -’S "e Lehnr nN auf eignet et. ^ngen. pettverb. vUnaß, der n Qu§, 6er ssn- b^astung leihg be, M aber Isländer ■ würben, r außer- -oefonbere l{et ein. ' ,141.00 . 130.00 255.75 -A • 22130 ‘£ü. l^25 k 21050 236.00 ' ' 126.70 "WO ‘ " 24170 ' :igg 188:26 ' . 163L ' 210.79 h , 110.61 - - ' 1 ' '. E 'hn 1^ ihn ■ Knurrhahn..... , r ff. Salm im Ausschnitt per Pfd. 95 Pfg. und 1 a28/ nn ganzen Fisch per Pfd. 90 Pfg. ►Cacao Vera Orpl».eiami( Tügl, grosse Variete-Vorstellungen Anfang abends 8l/, Uhr. 1039 um 40—50 Pfg. pro Vi Kilo. D1/, In plombierter Original-Packung überall kAuflich. 550.- 845.— 2500.- 1301.43 1803.60 7000 03 . 83 . 5 verkaufe solange der Vorrat reicht, trotz hohen Fabrikationspreise mit LZ Prozent Sconto. M. Kann gegenüber der Stadtkirche. unverwüstlich! Aprikosen Zwetsche» von 18 Pfennig an "W 85 und 50 Pfg. Adolf Lenhard Nacht Hüften, Katarrh-, Brust, u. Lungenleidende gebrauchen mit Vorliebe Kaiser's ID“/, MalzExtraet mit deu 8 Tauneu, weil es in seiner Heilwirkung unübertroffen und daher ärztlich verordnet wird! Wegen semer hohen Nährkraft bestes Krästigungsmittet für Jung und Alt. Flasche 90 Pig. bei H. 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Orisgericpt Gießen. Gros. Holzverfteigerrmg. Freitag, den 9. März l. L., vormittags 9y2 Uhr, werden in der Hörleschen Wirtschaft zu Merlau aus den Distrikten Atzenboden, Linuenstrmh, Haag und Buchenkopf, der Forstwartci Merlau, sowie den Distrikten Kammerwald und Alter Heegwald der Forstwartei Lehnheim versteigert: Scheiter, Nm.: 114 Buche, 6 Eiche (rund), 60 Kiefer (rund). Knüppel, Nm.: 228 Buche (meist Stammk'.iüppel, 2 Nm. zu Langwieden geeignet), 4 Hainbuche, 57 Eiche (hierunter 4 Nm. zu Deichseln geeignet und 4,5 Nm. = 2 bezw. 3 Mtr, lang), 8 Kirsche, 2 Aspe, 40 Kiefer, 11 Fichte, (3 Nm. = 3 Mtr. lang). Knüppel- reifiß. Nm.: 112 Kiefer, 10 Fichte. Gewöhnl. Nerfig, Nu».: 676 Buche (teils Stammreisig), 136 Eiche, 4 Kirsche, 4 Erle, 10 Aspe. Stöcke, Nu».: 55 Buche, 75 Kiefer (meistens in Atzenboden und Linnenstruth, 6 Nm. fein gespalten), 24 Fichte. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Holzes sind blau unterstrichen. Nähere Auskunft erteilen die Großherzogl. Forstwarte Müller zu Mücke und Knauß zu Stangenrod. Grün berg, den 28. Februar 1906. BV3 Großherzogliche Obersörsterei Nieder-Ohmen. ________Schneider.__________ Am Freitag, den» 2. März, abends 8% Uhr, wird im Veremshause der eo. Stadtmission, Löberstraße 14, Herr Inspektor Nappard einen 88 ab..........;.J„ Daher Stand der Mitglieder Ende 1905 84 LaDdwirtschaftiiciier Konsumverein. Gingen. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Hausen. ^®^***1*' In Giessen zu beziehen durch die einschlägigen Geschäfte oder direkt durch die Centrale für Spiritus-Verwerthung G. m. b. H. Ausstellung» und Verkaufslokal: Berlin N W. 7, Friedrichatr. 96, gegt-oüber dem Central-Hotel öS uuR«rr iliue.iri.rte Hvlzverfteigermng. Donnerstag, den 8. Mär; k. I. werden aus den Domanialwald-Distrikten Bauschel, Belmerod, Günters- araben, Großer Seng, Hainhcege, Kälberstall, Neuhofs- heege, Neuerheegwald, Neuhofstanne, Schafbusch, Saaser Heegwald, Sengkopf und Zeileichen versteigert: Scheiter, Nm: 349 Buche, 6 Hainbuche, 26,7 Eiche (teils rund, und 2, 2,2 und 3,5 Meter lang), 2 Birke, 28 Kiefer, 14,6 Fichte; Knüppel, Nm.: 111 Buche, 1 Esche, 55 Eiche, 43 Kiefer, 2 Lärche, 9 Fichte; Reisig, Rm: 92 Buche, 301 Eiche, 18 Kiefer, 71 Fichte (darunter 5 Schichthaufen Bohnenstangen pp.); Stöcke, Rm.: 27 Buche, 10 Eiche, 1 Kiefer, 34 Fichte. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Kreis- straße Winnerod—Reinhardshain in der Nähe des Pflanz- qartcns. Das Holz in den Distrikten Neuhofsheege und Neuhofstanne wird teilweise vorgezcigt, alles übrige wird unvorgezeigt versteigert. Die Nummern des zur Versteigerung kommenden Buchenholzes sind blau unterstrichen. Die Holzverstei^erung vom 22. d. M. ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können von Freitag, den 2. März l. I. an bei den Zahlstellen in Empfang genommen werden. Ueberweisung und erster Abfuhrtag wird der 5. März I. I. bestimmt. By3 Gießen, den 28. Februar 1906. Großherzogl. Oberförsterci Wieseck. Weigand. ss”/fl wird nachrveislich pon mehr als 160060 deöbmen üsusfrauen benäht VerkaufssrellenxNüchiveis d.CKöch,Berleburg. General- Vertriebs stelle J Ferromanganin bestes Kräftigungsmittel stets vorrätig. Germania - Drogerie Carl Seibel, Frankfurter Str. Telephon 593. Bei 3 Flaschen franko-Ber- sandt «ach auswärts. ,1299 Odenwald-Album. | WANDERTAGE im ODEhWALDE. 50 der schönsten Ansichten ans allen Teilen desOdenwaldes mit stimmungsvollem Begleittext von Alb. Kleinschmidt. Das schönste Gelegenheitsgeschenk für jeden Freund des Odenwaldes. [a23/a Fein kartonniert nur 3,50 Mk. In Mappe 4 Mk. Verlag von Emil Roth, Giessen. Kein Staub mehr! 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