räulelrr, im koch, LauSarb. ihen erf, sucht St. als Stütze, auch zu Rinbetn. 104211 WtiBenbad), Sonnen fit 32. entliches Mädchen, roel- bürgert. kochen kann und ansard.vechchtsiuchtLutte. iyM ÄMboU uMrv4M cn lSK'vener Anzeiger erbeten. Karl Lmeni ic Land' Wasch- »• Bleich' statt sucht »och Me<> i waschen u. bügeln. MS3 laheres Neustadt 12, V. «WMA» ;i> Lellerswcg 81., ^MT,-«iokal «Sa- Dienstag 12. Juni 1906 Erstes Blatt Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch Iie heutige Dummer umfaßt 8 Seiten. 156. Jahrgang vorsitzende Prof. Sla by - Charlottenburg hob in der Eröffnungsansprache die Verdienste des Kaisers um die Hebung des Inge nie urstandeS hervor. Der Verein bringe deshalb dem Kaiser die goldene GraShof- denkmünze dar. Nach der BegrüßunSSansprache deS Staatssekretärs Grafen PosadowSky gedachte Kultusminister Studt der vielseitigen Verdienste des Vereins um die Hebung des technischen und allgemeinen Unterrichts und verkündete die vom Kaiser verliehenen Auszeichnungen. Es folgten weitere Glückivunsch- ansprachen; sodann hielt Generaldirektor v. Oechelhäuser einen Vortrag über »technische Arbeit einst und jetzt". diePost Alk. 2.—viertel» jährl. au6|d)l. Bestellq. Annahme von Anzeige» für die LageSnummer bis vormittags 10 Uhr, ZeilenpretS: lokal I2Pf, ausivärtS 20 P'g. Verantwortlich für den poltL und allgem. Teil P. Witt ko: für .Stadt tmb Q«nb' und .GemchtSfaal": Ernst H e ß; für den An- zeigenieil: §>an4 Beck. RuffifcheS. Man meldet auS Petersburg, daß die Matrosen in Kronstadt eine neue 9)1 cuterei vorbereiten. Die Behörden haben Maßregeln getroffen, nm diese zu verhüten. In Odessa haben die Dockarbeuer den Streik proklamiert, weil sic angeblich Hungerlöhne bekommen. Der Streik wird mit größter Erbitterung durchgeführt. Auf den Straßen ereignen sich viele Zusammenstöße mit der Polizei und mit den Truppen. In Petersburg iviirden wegen Teilnahme an einem geheimeii militärischen Verband acht Offiziere verhaftet. In Warschau verurteilte das Kriegsgericht vier junge Sozialisten wegen UeberfallS auf einen Brannt- iveinladen im Orte Wiskitno im Lodzer Kreis zum Tode dtirch den Strang. In Byalislok wurden gegen den durchfahrenden Polizei meist er Derkatschew mehrere Revolverschüsse abgefeuert. Der am Kopfe Getroffene starb ivenige Minuten darauf. Die Täter entkamen. In einer anderen Straße wurde ein Oberschutzinann schwer verletzt. In Siedlce wurden auf offener Straße gegen den Stadt- präsidcnten, den Gouvernements-Kanzleichef und den Polizeisekretär mehrere Schüße abgefeuert. Die beiden ersteren wurden tätlich verletzt. Die Attentäter entkamen auch hier. In Lodz wurden gegen einen Wagen der elektrischen Bahn zwölf Revoloerschüsse abgegeben und ein Polizist erschossen. Der Bischof von Borga in Finland beschloß im Einvernehmen mit dec Geistlichkeit, die geistliche Zustimmung zurLcichenverbrennung, die durch Senatsvorlage gestattet roerden soll, und zur Errichtung von Krematorien zu erteilen. Ausland. London, 11. Juni. Dec König hat dem deutsch- englischen Freundschaftskomitee den Wunsch zu erkennen gegeben, die Vertreter der deutschen Presse, die demnächst England besuchen werden, zu einem Frühstück in Windsor Castle zu empfangen. — Soldaten im Lager der Salisbury-Ebene vernichteten das an sie ausgeteilte amerikanische Büchsen- sleisch, weil ein Soldat an Blutvergiftung gestorben war. TaS Büchsenfleisch, von dem jährlich über 25 Millionen Pfund eingcführt mürben, ist gänzlich unverkäuflich. Paris, 11. Juni. Aus Rom wird dem „Matin" (!) berichtet: Em früherer italienischer Minister habe erklärt, der Besuch bc5 deutschen Kaisers in Wien stärke keineswegs den Dreibund, und wenn Italien in Zukunst zu wählen haben werde zwischen Oesterreich und Deutschland einerseits und England andererseits nicht zögern werde, sich für England auszusprechen. Wien, 11. Juni. Im Gespräch mit Delegierten bemerkte der Kaiser u. a. er bedürfe dringend der Ruhe, denn er sei entsetzlich angegriffen. Die Wablreform muß Vtzug»pret»l monatlich 7b Dtertel* jährlich Mk. 2.20; durch Abholc Eichener Anzeiger General-Anzeiger y ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Nr. 135 Erscheint «»glich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen» blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck n. Verlag der Brüh 1'scheu Univers.-Buch-u. Stein- bnicfereL 9L Lange. Redaktion. Ervedittoa und Druckerei: Gchulsiratze 7. Redaktion es® 111 vertag u.Expeb.^q® 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Eine Rede des Ministers Grafen Goluchowski. Wien, 11. Juni. In der heutigen Sitzung des AuSschusieS für auswärtige Angelegenheiten der ungarischen Delegation hielt der Minister des Aeußern Graf GoluchowSki eine Exposs, in dem er u. a. ausführte: Der lange Zeitraum, der seit der letzten Tagung der Delegationen verstossen ist, gehört zu den Epochen, die tiefe Spuren znrückzulasjen pflegen. Die an den Tag getretenen Erscheinungen haben den politischen Horizont wiederholt verdüstert und wenn nichtsdestoweniger die Monarchie mit ruhiger Zuversicht in die Zukuitft bilden durste, so ist es einerseits der beständigen, emsigen Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu allen auswärtigen Staaten, andererseits dem Vertrauen zuzuschreiben, das ihre offene, loyale, von aufrichtiger Friedensliebe getragene Politik überall einzu- siößen vermochte. Durch engen Zusammenschluß mit unseren Verbündeten, gestützt nut das zu einer erfreulichen Intimität sich verdichtende Verhältnis zu Rußland, und im vollen Genuß der sympathischen Gesinnungen aller übrigen Mächte konnten wir unentwegt die Ziele unserer Politik verfolgen. Im Zeichen der vertrauensvollen Uebcreinfmnnuing bewegen sich ebenso rote je zuvor unsere Beziehungen zum Deutschen Reiche. Fest ttnd unerschüttert bilden sie den Angelpunkt jenes politischen Systems, das sich bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert bewährte, und beffen Fortbestand nicht allein m unserem gegenseitigen Interesse liegt, sondern auch für den ganzen europäischen Kontinent eine eminente Jriedensbürgschast arstellt. Diese Grundlage unversehrt zu erhalten, ist der Gegenstand steter Fürsorge beider Kabinette. Nicht minder befriedigend ist daS Verhältnis zu unserem italienischen Alliierten. Die durch unverant- wortliche Kreise unternommenen Versuche, durch künstlich hervor- gerufene Dissonanzen dieses gute Einvernehmen ju stören und Unfrieden zu stiften, scheitern sowohl an den beiderseitigen redlichen Bemühungen, die ab und zu zum Vorschein kommenden Verstimmungen baldigst auS der Welt zu schaffen, als auch an der korrekten Haltiing der i t a I i e n. Regierung, die stets bestrebt ist, ihre bunbeStreuen Gesinnungen loyal zu betätigen. Diesem festgefügten Unterbau gliedert sich wirkungsvoll die Verständigung mit Rußland über die Behandlung der nächsten den Orient betreffenden Fragen an, eine Versländigung, die bereits viele gute Früchte getragen hat, und die nach den ge- fammelten Erfahrungen auch m Zukunft den allgemeinen Friedens- interesseu erhebliche Diettste zu leisten verspricht. Nach AuSeinandersetzuiigen über die Reformaktion in der Türkei, über den griechisch-rumänischen Konflikt und den serbisch- bulgarischen Zollunionsvertrag widmete der Minister längere AuS- führungen der Marokkofrage. Er erklärte, Oesterreich als stark mitintcreffierter Faktor schloß sich der Auffaffung Deutschlands an und vereinbarte mit ihm ein gemeinschaftliches auf Schaffung hinreichender Garantien zur Wahrung der internationalen Gleichberechtigung hinzielendes Vorgehen. Weit entfernt davon, die politischen Interessen speziell Frankreichs als Grenzlandes von Marokko verkennen zu wollen, mußten wir darauf bestehen, daß unsere traktalmäßigen Rechte gegenüber Marokko auch fernerhin in einer Weise sichergestellt werden, welche jeder roillkürlichen Auslegung zu nuferem Schaden den Riegel vorschiebt. Oesterreich- Ungarn trat daher rüdhaltslos dem Vorschlag des deutschen Kabinetts auf Einberufung einer Konferenz zur Austragung der schwebenden Fragen bei. Es bedurfte nicht geringer Bemühungen, um daS französische Kabinett zu bewegen, dem Vorschlag znzu- ftimmen. Die Einberufung der Konferenz bedeutete noch lange nicht die Lösung der Frage angesichts der schroff zutage getretenen, sich immer mehr zustntzendeu Gegensätze zwischen Deutschland und Fraiikreich, die schließlich einen so akuten Charakter geroannen, daß sogar optimistische Beurteiler der Sachlage sich nicht mehr der Gefahr eines res'.ittatlosen AuSeinandergehens der Konferenz ver- schließen tonnten. Da hielt O e ft e r r c i d) - U n g a r n mit Rück- fichr auf b a 5 Bundesverhältnis zum deutschen Reiche und die langjährigen freundschaftlichen B ez i eh ii n g e n zu Fr a n f r e i ob den Augenblick für gekommen, vermittelnd einjugreiien. Der Minister zollt dein Takt und der Umsicht des ersten Delegierten Grafen v. Welsersheimb hohe Anerkenming, dessen Vorschlag sehr bald zu einem erfreulichen Resultate führte, das eine vollständige Ausgleichung derbe st e h e n d e n Gegensätze bewirkte. Zu dem Gelingen der Bemühungen half erfreulich das E u 13 e g e n f 0 in in e u Deuts ch- lanps und Frankreichs. Mit dem ErgebmS dieser jede Parteilichkeit verneinenden Tätigkeit dürfe Oesterreich-Ungarn sich schmeicheln, den FriedenSinteressen Europas einen erheblichen Dienst geleistet zu haben. Mit Zufriedenheit könne man heute ans den Abschluß der Kontroverse zurückblicken, zu deren Schlichtung das österreichisch-ungarische Kabmet in voller Ucber- leuaungstreue redlich beigetragen habe. Der Tlinifter schloß nut der Versicherung, daß der Leitstern seiner Politik, rote bisher, auch künftig der große F r i e d e n s g e d a n k e sein werde, dem die Regierung auch fernerhin dienen wolle ohne Preisgebung irgend eines Interesses, aber unentwegt und zielbewußt zum Heile und Nutzen der Monarchie. * Wien 11 Juni. AiiSschuß der ungarischen Delegation für die auswärtigen Angelegenheiten. Nach Erstattung des Exposes verlangen Rakowsky und Nagy Vorlage der Dokumente über den Zollkonstikt mit Serbien und eingehende Ausklanmgeu über die Flottendemonslration gegen die Türkei und über die M a ro f 0 = fr a g c, sowie Wiedereinführung des Rotbuches. Grat G 0 l u - chowski erklärt: Die Unterbreitung der Akten entspreche nicht der internationalen Gepflogenheit, namentlich über noch m 93er- handlinig besindliche Slngelesenheiten. Die Vorlage emev Rotbuches fei in dieser Session unmöglich, doch sage er die Ausgabe eines solchen für die Zukunft zu. Er erkläre sich bereit, alle An- fragen auf das Emqehendste 511 beantworten. Ministerpräsident 2ßefcrle vertritt den gleichen Standpunkt, woraus Rakowsky seinen Antrag zurückzieht. . .. . Die Thronrede des Kaisers ivird tu Kregen der Delegierten verschieden'angenommen. In der osterreichischenDelegation bezeichnet man sie als farblos, weil man dm Hmweis am die Gemeinsamkeit der Intereffen der beiden Re.chShal ten uermigt, wohl mit Rücksicht auf Ungarn unterblieb. In der unaartsch - n Telegatien sinder man die Thronrede be° deutend wegen der W ä r m e, loomit des deutschen Bund- n j s f e s und Besuchs des d e u t s ch e n K a i s e r § gedacht wird. und wegen der Z u r ü ck h a l t u n g, die sie bei der Erwähnung deS italienischen Verbündeten bezeugt. Budapest, 12. Ium. Das ExposS deS Grafen Goluchowski hat hier nicht befriedigt. Die meisten Blätter betonen, es sei ein leerer Wortschwall. Goluchowski rühme sich nur der Erfolge über kleine Batkansiaaten, habe aber sonst nichts aufgewiesen. Wie verlautet, werden in der ungar. Delegation gegen Goluchowski die schärfsten Angriffe geridjtet werden. • Nach dem Wiener Besuch deS deutschen Kaisers haben diese Ausführungen deS Grafen Goluchowski ein besonderes Interesse. Kaiser Franz Josef hatte in seiner gestern mit- geteilten Ansprache beim Empfang der Mitglieder der Delegationen das Bündnis mit dem Deiitschen Reiche in den Vordergrund gestellt; Graf Goluchowski bezeichnet diese Beziehungen geradezu als den »Angelpunkt" eines seit mehr als ein Vierteljahrhundert bewährten Systems. Es scheint, daß die kräftige Betonung deS rückhaltlosen EinoernehmenS mit Deutschland niehr noch den dreibundsverdrossenen Kreisen in Ungarn, als dem Auslande gilt. Die deutschfeindlichen Stnnnien in Ungarn setzen nur vorübergehend ans, sie werden sich wieder nut doppelter Kraft erheben, noch ehe der Sommer dahin ist. Den Deutschen wird alles in die Schuhe geschoben, was den Magyaren mißfällt, vermutlich auch die Wiener Radaukundgebung gegen die ungar. Delegation (ogl. unsere gestrigen Telegramme); für das Anfachen des Zornes sorgen m steter Bereitschaft französische Blätter, deren Urteile man in Budapest w»e Sehersprüche aufnnnmt — wenn sie den Ungarn etwas Schmeichelhaftes und den Deutschen etwas Boshaftes sagen. Es wiederholt sich hier dasselbe Spiel wie in Italien: der Einfluß der französischen Presse und eigene journ. Abgesandte der scanzäsischen Regierung machen Stimmung durch Verdächtigungen der deutschen Politik. Schließlich fällt die Presse des Landes in den Ton ein, und die Oeffentlichkeit glaubt sich von Deutschland „verraten imb verkauft". Diese Bewegung in Ungarn darf nicht unterschätzt werden; sonst haben wir einmal mit demselben Haß und Neid zu kämpfen, wie er in England auS kleinen, kaum bemerkten Anfängen entstanden ist. stächst den Aeußerungen Über Deutschland interessiert die Kennzeichnnng des Verhältnisses zu dem ital. Verbündeten. Mit diplomatischer Abwägiing nennt der Minister daS Verhältnis »nicht minder befriedigend". DaS klingt schon nicht übermäßig herzlich, zumal Graf Goluchowski gleich darauf der »Versuche, Unfrieden zu stiften", gedenkt, der „beiderseitigen redlichen Bemühungen", Verstimmungen baldigst ans der Welt zu schaffen, unb der italienischen Regierung das ziemlich säuerliche Lob einer „korrekten Haltung" zuerkennt. Der kurze Abschnitt über Italien enthält des Unbefriedigenden bedeiitend mehr als deS Befriedigenden. Es bleibt also noch manches zu wünschen übrig. Eine Rede des Staatsministers Grafen PosadowSky. Berlin, 11. Juni. Bei der heutigen Eröffnung der Hauptversammlung deS Vereins Deutscher Ingenieure hielt Staatssekretär Graf PosadowSky eine Begrüßungsrede, in welcher er u. a. ausführte: „Der Ingenieur verkörpert gleichzeitig theoretische Wissenschaft und praktische Kunst. Die Technik unserer Zeit überwindet Zeit und Raum und die Macht der Elemente, und beeinflußt die gesamten Lebensbedingungen der Kulturvölker. Die schnelle technische Entwicklung Deutschlands, welche jüngst der amerikanische Profeffor Peabody in seinen Vorträgen an der Berliner Hochschule hervorhob, verdankt man zum größten Teil der wissenschaftlichen Forschung und den praktischen Leistungen der Ingenieure. Auch in anderen Ländern sind fortgesetzt und in unglaublich kurzer Zeit Wunderwerke der Technik entstanden. Auch auf sozialpolitischem Gebiete kann der Ingenieur in Vermittlung zwischen dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber und in der Fürsorge für Leben und Gesundheit der Arbeiter und besonders der Bauarbeiter wichtige Aufgaben erfüllen. Die Entwicklung der modernen Technik hat nicht nur auf die äußeren Lebensbedingungen der Völker eingewirkt, auch das Denken und Fühlen hat sie beeinflußt. Gegenüber der mehr abstrakten, etwas scholastischen Wissenschaft im vergangenen Jahrhundert stellt die moderne Technik eine Wissenschaft kräftiger Willensäußerung und praktischer Betätigung dar, und somit trägt sie wesentlich dazu bei, daS Verständnis der Völker für die unmittelbare Bestimmung der menschlichen Wohlfahrt und des menschlichen Fortschrittes anzuregen und zu vertiefen. Die Vertreter der Technik beanspruchen deshalb in jeder Beziehung au5 gutem Grunde eine gleichberechtigte Stellung mit den Vertretern der mehr abstrakten W^senschaften, und eS macht sich dieses Schwergewicht im sozialen, amtlichen nnd politischen Leben immer sichtbarer geltend. Die Zukunft der technischen Wissenschaft ist unbegrenzt. Sic, meine Herren, sind die Piloten auf diesem tinermeßlichen Forschungsgebiete. Ich hege die Hoffnung und den Wunsch, daß Ihre Verhandlungen neue schöpferische Gedanken erwecken und sich in Großtaten menschlicher Kultur verwirklichen werden." Der hetitigen ersten Sitzung der Hauptversammlung deutscher Ingenieure, die zugleich die Fünfzigjahrfeier des Vereins ist, wohnten auch Kultusminister Studt und Finanzminister Freiherr v. Rheinhaben bei. Der Verems- Dentsche- Reich. Berlin, 11. Jäni. Stach dem „Börsen-Courier" steht die Niederkunft der Kronprinzessin für Anfang Juli zu erwarten. Straßburg, 11. Juni. Ein am Donnerstag hier aufgesticgener Luftballon des oberrheinischen Vereins für Luftschifsahrt hatte als Insassen den Führer Oberleutnant Lohmüller, zwei Schweizer und einen Brasilianer. Der Ballon landete nach 20ftündiger Fahrt bei Cognac (Dep. Charente) und seine Insassen wurden, nachdem sie sich legitimiert hatten, von den Behörden mit großer Freundlichkeit und Gastlichkeit ausgenommen. Nach Erledigung der notwendigen Formalitäten, die namentlich durch die Zuvorkommenheit des Unterpräfekten und deS zuerst abwesenden GendarmerieofftzierS wesentlich abgekürzt wurden, konnten sich die Reisenden noch am Abend nach Paris begeben, von wo sie inzwischen in ihrer Heimat eingetroffen sind. Stuttgart, 11. Juni. Der „StaatSanz." veröffentlicht die Pensionierung deS Krie gsmintsters 0. Schnür len unter Stellung ä, la suite des Jnf.-Regts. König Wilhelm I. Nr. 124, ferner die Ernennung des bisherigen Kommandanten von Stuttgart, Generalleutnant 0. Marchtaler, zum Kriegsminister, sowie deS Gene- ralnmjors 0. Berger zum Kommandanten von Stuttgart. München, 11. Juni. DerKammer ist ein NachtragS- Pvstrüat zum Etat zugegangen, in welchem eine Million für die Fortsetzung der M a l n - K a n a l i s a t i 0 n bis Aschaffenburg gefordert wird. ^abhängige Kran lucht Be- tigung im Waschen uuö ;en. Asterwe«; IS. 104192 'TDT^EiMerbeien SSft« 35. inransO®« ilhä«.tS"^unflen wird «d emeLehritelle bei eine» Näheres auf städtischen Sltmenamt, Neuen Baue 25, inges lädclten .guter Familie such, Stellt tch i" der Küche u, lämmtL 'arbeiten zu vervolllommn«. üienanichl. u. ft Talchengeld micht. Dfi. u. L H. 100 ftabt- agernd Hießen. [04196 gemacht werden; auf Grund der alten Wahlordnung kann nicht mehr gewählt werden. Wien, 11. Juni. Tie gestrige Demonstration der Christlich-Sozialen mit dem keinesfalls improvisierten Zug vor die ungarische Delegation wird als ein Vorst oh der Thronfolgerpartei betrachtet, die den Kaiser zur Abdankung drängen will. Das christlich-soziale „Deutsche Volksblatt" meldet, daß der Thronfolger während der Demonstration über die Ringstraße gefahren sei und äiißerst huldvoll gegrüßt habe. Budapest, 11. Juni Kaiser Franz Josef hat heute in Wien den ungarischen Ministerpräsidenten Wekcrle in Audienz empfangen und seiner Entrüstung über die Demonstration Ausdruck gegeben. Der Kaiser sagte: „So etwas darf nicht Vorkommen". Neue verlustreiche Gefechte in Deutsch-Afrika. Berlin, 11. Juni. (Amtlich.) Major v. Freyhold war am 28. Mai vom Fischfluß her in Haib eingetroffcn und hatte durch Patrollillen festgestellt, daß die Hottentotten in Stärke von 250 Gewehren die Strecke Haib-Warmbad nach Süden zu gekreuzt hatten. Am 30. Mai erhielt die Patrouille des Leutnants von Abendroth in der Gegend westlich Norchab Feuer. Major v. Freyhold setzte den Vormarsch auf der feindlichen Spur fort und erreichte am 3. Juni den Feind westlich GaobeS. Roch am Abend wurde der Feind von den nächsten Höhen vertrieben. Am folgenden Tag wurde der Angriff fortgesetzt. Nach heftigem Feuergefechte gingen die Hottentotten im Saufe des Nachmittags zurück und am Albend des 4. Jllni befand sich unsere Truppe iin Besitze der bisher vom Feinde besetzten Wasserstelle. Dieser floh in westlicher und südw. Richtung. Noch in der Nacht vom 4. zum 5. Juni marschierte Major v. Freyhold nach dem Oranje. Oberstltnt. v. Estorff traf mit der Abteilung des Majors Siebert ain 5. Juni früh von Warmbad kommend aus dem Gefechtsfelde ein und wird das Gefecht fortsetzen. In diesem Gefecht sind gefallen: Oberleutnant Dannerth, früher im Füsilier-Regiment Nr. 34, Leutnant von Abendroth, früher im kgl. sächsischen Grenadier-Regiment Nr. 100. Drei Reiter wurden schwer, sieben leicht verwundet. Der gefallene Oberleutnant Dannerth ist ani 12. November 1904 abgereist, war längere Zeit Konlmandant des Etappenkommandos Süd und hatte im Gefecht bei Kaepdorntz am 27. Juni 1905 nach dem Tode des Hauptmanns Pichler die Führung der Abteilung Pichler übernommen. Nach einem Telegramme des kaiserlichen Gouvernements von Deutsch-Ostafrika am 11. Juni flüchteten sich die Wangoni-Rebellen auf das portugiesische Gebiet südlich des Rowuma. Ein Zug der in Lindi stationierten Kompagnie sichert die Grenze. Die Unterwerfung der Aufständischen im Mahenge-Bezirke schreitet fort. Die Hauptführer Kingame und Schindano stellen sich freiwillig, andere folgen. Nach einem Telegramm des Gouverneurs von Deutsch-Ostafrika meldete die Station Moschi am Kilimandscharo, daß in der Landschaft Jraku Unruhen ausgebrochen seien. Ein treuer Häuptling wurde verjagt, der Meruansiedler U f f e r t von 500 bis 1000 Aufständischen aufgehalten und bedroht. Stationschef Abel rückte am 5. Juni von Moschi mit zwei Europäern, vierzig Askaris, einem Maschinengewehr und hundert Massai ab. Es wurden konzentrisch gegen Jraku Abteilungen von Mpwapwa aus über Jrangi und von Kilimatindi über Mkalama sowie die in Tabora stationierte fünfte Kompagnie vorgeschoben. Aas Kerkomer-Itcunen. VII. Wien, 11. Juni. Das Herkomer-Rennen über den Semmering war für mehrere Teilnehmer der Konkurrenz ein arger Mißerfolg. Die 9 Kilometer lange Strecke sieht aus wie ein Schlachtfeld. Mehr als 15 Wagen lagen und standen auf der Strecke. Zuerst stürzten drei englische Daimlerwagen, welche bei der schärfsten Kurve in den Graben flogen und zertrümmert wurden. Jede Kurve forderte neue Opfer. Hyronimus als erster fuhr die Strecke in 8 Min. 8 Sek., Prinz Heinrich in 12 Minuten 433/5 Sekunden. Insgesamt sind 16 Wagen verunglückt, welche zumeist die Fahrt aufgaben. Klagenfurt, 11. Juni. Bis gestern abend 9 Uhr waren 106 Wagen unter strömendem Regen angekommen. 5 Wagen hatten Maschinendefekte erlitten und 2 Wagen Rad- brüche. Im Hotel „Sandwirt" fand gestern abend ein Empfang statt, an welchem auch Prinz Heinrich von Preußen teilnahm. Wagen Nr. 43 fuhr kurz nach Starten gegen einen Baum und mußte wegen Achsenbruches zurückbleiben. Lienz, 11. Juni. Als Erster passierte um 8 Uhr 45 Min. Wagen Nr. 41, als Zweiter um 9 Uhr 20 Min. Wagen Nr. 57 in bester Kondition. Velden (Kärnthen), 11. Juni. Die Gemeinde Velden bereitete dem Prinzen Heinrich von Preußen, der heute früh den festlich geschmückten Ort passierte, einen feierlichen Empfang. Der Prinz nahm das Ehrenbuch Veldens und ein Bukett für feine Gemahlin entgegen. Hier wurde ein Mann von einem der Herkomer-Wagen überfahren und leicht verletzt. Innsbruck, 11. Juni. Die Wagen Nr. 19 und 20 (Weigand und v. Kaulla-Daimler) trafen als erste in Innsbruck um 3 Uhr 2 Min. ein. Dann folgten die Wagen 16, 82, 14, 2, 24, 62 und 18. Prinz Heinrich traf um 3 Uhr 41 Min. als zehnter ein, danach die Wagen Nr. 55, 102, 1, 12, 93 und 83. In Sterzing wurde ein Feuerwehr- mann von einem Automobil umge stoßcn, aber anscheinend nicht schwer verletzt. In ganz Kärnthen war ein Empfang wie bei einem Volksfest. In Tirol war die Begrüßung eine Note ernster. Beim Abstieg vom Brenner vor Innsbruck spielte die Kapelle der Kaiserjäger. Damen, Offiziere und Studenten halten sich zur Begrüßung eingefunden. Die Brennerfahrt gelang recht gut. Vorher im Drautal rannte der Wagen Nr. 146 (Dr. Neller sen.-Aachen) wider einen Baum und wurde g e bra uchsu nfähiq. Es war dies derselbe Wagen, der gestern in Wiener-Neustadt einen Mann angefahren und erheblich verletzt hatte. Dr. Nellersen hatte kurz vor Nürnberg durch den Wurf mit einem Blumenstrauß eine Augenverletznng davongetragen. Er trug seitdem Bindenschutz; durch dieses ungewohnte einäugige Sehen ist wohl das unsichere Fahren veranlaßt. Leider war die Staubplage stellenweise sehr groß. Morgen harrt der Motore ein saures Stück Arbeit: der Zirlerberg, dann kommt die Schlußnummer, die Schnellfahrt durch den Forstenrieder Park in München. Ausschreitungen von Streikenden. (Original-Bericht des Gießener Anzeigers.) a Mainz, 11. Juni. Heute traten 200 Fuhrleute in den Ausstand, da ihre Lohnforderungen von den Unternehmern nicht bewilligt wurde. Ein Teil der Streikenden ließ sich heute schwere Ausschreitungen zu Schulden kommen. Fuhrmänner, die nicht am Streike teilnahmen, wurden von ihren Fuhrwerken herabgeholt und verhauen. Im Raupelsweg umlagerten Streikende den Hof des Fuhrunternehmers Auer. Kein Fuhrmann und kein Wagen dürft? zum Hofe heraus. Sechs Schutzleute waren ohnmächtig und die Beamten wurden tätlich angegriffen. Ein Teil der Streikenden drang in den Stall des Fuhrunternehmers Helfer und ließ seine Wut an einem wertvollen Pferde aus. Dem armen Tiere wurden buchstäblich Stücke Fleisch von seinem Körper gerissen. Helfer brachte später das schrecklich zugerichtete Pferd vor den Polizeibezirk, dabei liefen dem Manne die Tränen von den Wangen. Die Bande zog bann vor den Schlacht- und Viehhof, aus dem Metzgermeister Jakob Schramm in Begleitung eines Gehilfen mit seinem Wagen herausfuhr. Gegen Schramm, der mit dem Streik nichts zu tun hat, wurde ein Steinbombardement eröffnet und er, sein Gehilfe und die Pferde wurden schwer verletzt. Schramm und sein Gehilfe wurden hierauf vom Wagenbock gezogen und mißhandelt. Ein vor seinem Lokale in der Nähe des Viehhofes stehender Wirt, also ebenfalls ein Unbeteiligter, erhielt von einem der Burschen einen Schlag an den Kopf, daß er die steile Böschung hinabstürzte. Durch den Schlag wurde das Trommelfell des einen Ohres zerstört. Nun kamen Schutzleute aus den verschiedenen Bezirken der Stadt angerückt. Die Beamten hatten einen schweren Stand gegen die Exzedenten. Die Schutzleute zogen blank und es kam zu einem Kampfe, wobei es auf beiden Seiten Verletzte gab. Schließlich gelang es den Schutzleuten, einen Teil der Exzedenten festzunehmen. Sie heißen Herrmann, Perg, Im sch weiler, Ober st, Grollmann, Mag, Wiemer. Ein Teil der Verhafteten ist dem Gerichte sehr bekannt. Das Eisenbahnunglück bei St. Goarshausen. Der getötete Bremser Dehe wohnt in Oberlahnstein; er hinterläßt eine Frau und vier Kinder. Vollständig zertrümmert sind 21 Wagen. Der Materialschaden wird auf einige 100 000 Mark geschätzt. Beide Güterzüge trafen sich mitten auf dem Doppel Herzstück der Weiche. Die ersten acht Wagen zogen sich in- und übereinander und fingen sofort Feuer. Ein mit Schwefelsäure geladener Wagen verbreitete gefährliche Dünste, die der Feuerwehr das Herannahen an die Brandstelle sehr erschwerten. Die Feuerwehr mußte durch einen Garten dringen, dessen Bäume erst gefällt werden mußten. Die Stadt war alarmiert, da man annahm, das Hotel Adler stehe in Flammen. In einem württembergischen Wagen befanden sich mehrere Körbe mit geladenen Granaten. An zwei Wagen, die mit Salzsäurekeffeln beladen waren, öffneten sich die Ventile durch den Anprall, sonst wäre eine Explosion eingetreten. Für die Rettungsarbeiten war es sehr günstig, daß der Zusammenstoß sich mehr nach dem Bahngeleise schob, sonst wären die am Bahndamm stehenden Häuser verloren gewesen. Dadurch, daß der rangierende Zug auch einige 20 geladene Wagen führte, fand der aufstoßende Zug ein starkes Hindernis. Sämtliche Rottenarbeiter von Lahnstein und Walluf sind zur Hilfeleistung herangezogen. Die Räumungsarbeiten werden dadurch .erschwert, daß die meisten Wagen keine Räder mehr haben. Die drei leicht Verletzten Beamten sind nach ihrer Heimat befördert worden. Der Maschinenführer V o at ans Bischofsheim, der das Unglück verschuldet hat, wurde nach der Frkf. Ztg. auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft verhaftet. Eine Gefangenen-Meuterei vor dem Schwurgericht, th .Gießen, 11. Juni. Heute vormittag würde die Tagung des Schwurgerichts für das 1. Quartal durch den Vorsitzenden, Landgerichtsrat Brühl, eröffnet. Nachdem die gesetzlichen Formalitäten erfüllt und die Richterbank gebildet war, wurde in die Verhandlung gegen den 19V2 Jahre alten, vielfach wegen Bettelns und Diebstahls, zuletzt wegen Straßenraubs mit 6 Jahren Zuchthaus bestraften Hausburschen Karl Fleckenstein, aus Weibersbrunn im Spessart gebürtig, sowie gegen den 23 Jahre alten, wegen dreier Diebstähle im wiederholten Rückfalle mit 6 Jahren und 11 Monaten Zuchthaus vorbestraften Tagelöhner Lllois Strott, gebürtig aus Offenbach, ein getreten. Die Anklage beschuldigt bie beiden gern ein ge fährli ch en Menschen der Meuterei. Die Staatsbehörde vertritt Oberstaatsanwa.r Theobald. Als Verteidiger waren erschienen für Fleckenstein Rechtsanwalt Röm he ld, für (5trott Rechtsanwalt Dr. Rosenberg. Die Angeklagten sind geständig. Nur bestreiten sie, daß sie von ihnen gemeinsam geplant worden ist. Strott, ein zielbewußt dreinblickender Gewohnheitsverbrecher, erklärte, er habe ebenso wie Fleckenstein zur Abbüßung einer Zuchthausstrafe in der Zellenstrafanstalt Butzbach gesessen. Beide seien im April nach Darmstadt verbracht worden, um dort als Zeugen vor Gericht z>u erscheinen. Auf dem Rücktransport hätten sie im Gefangenentransportwagen in einer Zelle gesessen. Unterwegs, vor Vilbel, habe sich Fleckenstein zum Austreten gemeldet. Der Ausscher habe diesen aus der Zelle abgeholt, einige Minuten später sei auch ihm ein Bedürfnis angekommen, er habe sich gemeldet und sei von dem Aufseher nach dem vorderen Raum des Wagens geholt worden. Plötzlich habe er ein Geräusch gehört und gesehen, daß Fleckenstein mit dem Aufseher gerungen habe. Der Aufseher habe in der linken Spanb einen Drücker gehabt und er (Strott) hätte geglaubt/ daß der Drücker zum Oeffnen nach der Plattform hinaus bestimmt sei. Er habe danach gegriffen, doch der Beamte habe den Drücker fallen lassen, sodaß er ihn vom Boden aufheben konnte. Strott eilte zum Ausgang des Wagens. Der Schlüssel stak in der Tür, I die er öffnete. Er wagte von dem in voller Fahrt zwischen Vilbel und Dortelweil befindlichen Zuge kühn den Sprung in die Freiheit. Er kam auf die Erde zu liegen und verletzte sich bei dem Sturz, erheblich am Kopf usw., sodaß ihm die Besinnung schwand und er heute nicht mehr wissen will, was weiter geschehen sei. Fleck en st ein schildert den Vorgang ähnlich, er hat den Gefängnisaufseher losgelassen, als er sah, daß die Tür des Wagens offen stand, und ist ebenfalls von der Plattform abgesprungen. Er war so glücklich, unverletzt zu bleiben, und beeilte sich, das Weite zu suchen. Der Zug hielt sofort auf der Strecke, und dem Ausreißer stellte sich ein auf dem Felde beschäftigter Landwirt mit drohend vorgehaltener Mistgabel entgegen, sodaß es gelang, den Zuchthäusler wieder dingfest zu machen. Auf Befragen bestreiten beide Angeklagte, daß sie dem Gefangenaufseher den Revolver hätten abnehmen wollen. Ihre Absicht sei nur gewesen, zu fliehen, wozu sie das schöne Wetter und die günstige Gelegenheit verleitet habe. Der Gefangenaufseher Schauer von Koblenz, dem gegenüber die Angeklagten die Meuterei begangen haben, erklärt, er habe die Angeklagten notgedrungen in einer Zelle des Wagens unterbringen müssen, weil der Gefangenentransport zu groß war. Beide Angeklagte hätten ihn gemeinsam gepackt, und er sei der Ansicht gewesen, daß sie es auf seinen Revolver abgesehen gehabt hätten. Fleckenstein habe sich alle erdenkliche Mühe gegeben, ihn auf den Boden zu werfen. Bei dem Ringen fei er in die Höhe geraten und dadurch im kritischen Moment an den Griff zur Notleine geraten, sodaß er den Zug stellen konnte, als Fleckenstein von der Plattform absprang. Der als Zeuge und Sachverständige vernommene Anftaltsarzt Dr. Kullmann- Butzbach schildert, wie Strott es meisterlich verstanden habe, ihn längere Zeit nach dem Vorfall zu täuschen und den wilden Mann zu spielen. Er hat ihn beobachtet und dabei wahrgenommen, daß sich bei Strott Symptome von Geisteskrankheit zeigten, die es ratsam erscheinen ließen, ihn zur weiteren Beobachtung einer Irrenanstalt zu überweisen. Der Untersuchungsrichter, der den Strott zu vernehmen hatte, konnte nichts mit ihm anfangen und beantragte seine lieber* Weisung in eine Anstalt. Der Angeklagte sollte nach Hosheim verbracht werden, da meldete ein Mitgefangener, daß Strott geäußert hatte, er wolle schon längst den wilden Mann markieren, es habe ihm aber ein glaubhafter Vorwand dazu gefehlt, jetzt, nachdem er aus dem Zuge auf den Kopf gefallen sei, ließe sich die Sache machen. Strott hat dann auch eingestanden, daß seine Geisteskrankheit nichts wie Komödie gewesen sei, um aus Butzbach wegzukommen und dabei seine Flucht bewerkstelligen zu können. Dr. Kull- mann hält Strott für einen überaus raffinierten, verschlagenen Menschen, der über eine außergewöhnliche Willenskraft verfügt. Der Gefangene Kaspar Wagner bekundet, Strott habe ihm angedeutet, daß er den Genossen Fleckenstein aufgefordert hat, den Gefangenauffeher bei der Eisenbahnfahrt anzupacken. Er habe dabei geäußert, Fleckenstein schlage auf Verlangen einen Menschen auf der Stelle tot. Damit ist die Beweisaufnahme erschöpft. Den Geschworenen wurden wegen jeden der Angeklagten! die Schuldfragen vorgelegt: Ob sie als Gefangene, die sich zusammenrotteten, mit vereinten Kräften den zu ihrer Beaufsichtigung beauftragten Beamten angegriffen und Widerstand geleistet haben, und ob sie hierbei Gewalttätigkeiten gegen den Beamten verübt haben. Oberstaatsanwalt Theoba ld wies in der Anklagebe- begründung darauf hin, daß beide jugendliche Angeklagte sich schon, schwerer Verbrechen schuldig machten. Das Verbrechen unter den Jugendlichen sei in den letzten Jahren relativ erheblich gewachsen uni) Staat und Gesellschaft müßten! alles aufbieten, um die Zahl der jugendlichen Verbrechev zu vermindern. Der Oberstaatsanwalt legte dann dar, daß der Willensstärke, energische und verschlagene Strott die Seele der Meuetrei gewesen sei, der Fleckenstein zu dep Tat bewogen hat. Die Situation in dem Gefangenentransportwageri war für den Beamten überaus kritisch, und es sei wohl außer allem Zweifel, daß es den beiden Angeklagten nicht nur darum zu tun gewesen sei, die Freiheit zu erlangen, sondern daß sie auch dem Beamten die Waffe abnehmen wollten. Alle Momente der Anklage seien erfüllt, und er bitte die Geschworenen, die Schuld frage so, wie sie gestellt sei, zu bejah!en. Der Verteidiger Dr. Rosenberg gibt den Geschworenen zu bedenken, ob nicht das Moment der Gewalttätigkeit mindestens zweifelhaft sei, und bittet, die Schuldfrage zu bejahen und das Vorliegen einer Gewalttätigkeit seitens der Angeklagten zu verneinen. Rechtsanwalt Römheld plädiert im gleichen Sinne. Er versucht aus dem Wortlaut des in Frage kommenden § 112 d. Str.-G.-B. nachzuweisen, daß man unter dem Begriff der Gewalttätigkeit etwas anderes verstanden wissen wolle, wie der Vertreter der Staatsbehörde an gen 0 mm en habe. Sein Klient habe nichts weiter gewollt, als sich die Freiheit zu verschaffen. Eü habe dabei den Gefangenaufseher umfaßt und festgehalten. Der Wahr sprach der Geschworenen lautete nach dem Anträge des Oberstaatsanwalts, worauf der Gerichtshof nach dessen Antrag den Angeklagten Strott zu 3 Jahren, den Angeklagten Flecken stein zu 2 Jahren Zuchthaus verurteilte. Gegen Beide wurde die Zulässigkeit von Polizeiaufsicht ausgesprochen. Von der Aberkennung! der bürgerlichen Ehrenrechte sah der Gerichtshof ab, weil es beu Angeklagten lebiglich darum zu tun gewesen sei, sich der Gefangenschaft zu entziehen, und weil man hierin eine ehrlose Gesinnung nicht erblicken könne. Ans Stabt NN- Land- Gießen, den 12. Juni 1906. ** Ein Kreistag des Kreises Gießen sindet am 7. Juli statt. Aus der Tagesordnung steht die Errichtung einer Sammelwasenmeisterei für den Kreis Gießen, für deren Erbauung der Voranschlag 120000 Mk. vorsieht. •* 2 6. Lahntal-Sängerbundesfest. Am letzten Samstag hat der Geschäftsführende Ausschuß da§ Festprogramm zusammengestellt. Danach wird das Fest am Samstag, 7. Juli, abends 7l/2 Uhr, durch einen Zapfenstreich eingeleitet Von 8 Uhr ab ist große Eröffnungsfeier mit Konzert und Gesangsvorträgen (Massenchöre der Gießener Gesangvereine). Am Festsonntag wird nach dem Weckruf und dem Empfang der auswärtigen Bundesvereine und deren Einzug von 9 Uhr ab in der Turnhalle des Turnvereins das Einzel- me Ufingen der Bundesvereine stattsinden. Gegen Mittag, von X/212 Uhr ab, wird die Generalprobe der Bundesvereine abgehalten. Festdirigent Lehrer Görlach ist seit Wochen bemüht, den einzelnen Vereinen in der Auffassung der Lieder Anweisung zu erteilen, damit eine gleichmäßige Vortragsweise erzielt wird. Am Nachmittag wird der Festzug sein und danach kommen die sämtlichen Gesänge, die vor- als Vorprobe für den Generalausstand in Handel 109.50 Berliner Börse, 12 Juni. Anfangskurse. Mrigknal-Drahtmel-ungen. B . 257.00 . 132.00 «Für den übernimmt in Wien an, ganz Oesterreich. . 160.10 . 141.70 . 237.20 . 84.20 . 160.10 Den der Angeklagten!. saimnenrotteten, mit htigung beantragten geleistet haben, und den BeMten verübt 54.00 . 9120 . 70.40 . 97.70 151.90 133.95 266 10 223.20 163.80 21810 247.50 129.40 130.75 173.25 141 90 237.10 186.80 185.20 160.20 210.80 32 60 146.30 154.50 Harpener Bergwerk. Lanrahütte . . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . . Titrkenlose . . . J 1 J i 3M7< 3% W!t 3% Wit Beichsanleihe do. Konsols . . do. . < Hessen . . . Oberhessen Canada E. B. . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: ruhig. Türkenlose .... 4% Griech. Monopol-Anl. 4% äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . . 4>jo/o Chinesen . . . Aktien: Bochum Guss .... Buderus E. W . . . Tendenz: ruhig. Essen a. d. Ruhr, 12. Juni. In Untermciderich er- Temperatur der Lahn und der Luft in der M ii l ( e r'schen Badeanstalt. Wasser 15°, Stift 20° R. Gießen, den 31. Mai 1906. Großb. Bürgermeisterei Gießen. Z.V.: Curschmann. 99.70 87.60 99.45 87 80 98.95 mittag? in der Turnhalle vor dem Preisrichterkollegium gesungen wurden, nochmals in der Festhalle vor dem Publikum zum Vortrag. Am Abend deS 3. Festtages werden turnerische Aufführungen und ein aroßeS Brillant-Feuerwerk geboten. — Es ist fetzt da? vierte Mal, daß der Bund seine Mitglieder in Gießen zu einem BundeSsest vereinigt; möge die Bürge» schaft das Fest mitfeiern helfen, damit eS wird, waS es sein soll — ein wahres Volks- und Sängerfest, auf welchem das deutsche Volkslied zu Ehren kommt. § Leihgestern, 10. Juni. Am Sonntag abend wurde dem Arbeiter Warte ga auf dem Tonwerk Hüttenberq bei Leihgestern 60 Mark entwendet. Der Täter wurde alsbald ermittelt und zur Anzeige gebracht. Der Dieb sowohl wie Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schnckert . . . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. PakctL Harnener Bergwerk. . . Lanrahütte Nordd. Lloyd Obei achtes. Eisen-Industrie Berliner Handelsges . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . Deutsch-Asiat. Batik . . Diskonto-Kommandit. . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien Baltimore- und Ohio- Eisenlahn . Gotthard bahn Lombard. Eisenbahn . . Oesterr. Staatsbahn . . . Prince-Henri-Eisenbahn . Gerichtssaal. Dortmund, 11. Juni. Im Prozeß Läger hat der ärztliche Gutachter Dr. Mirmann fein Gutachten dahin abgegeben, daß bei dem Angeklagten bei der Abfassung der Schrift, deren Inhalt Gegenstand der Anklage ist, die f r e i e W i l l e n b e st i m m u n q ausgeschlossen war. Ter Gutachter führte in längeren Ausführungen überzeugend auS, daß Cberft a. D. Läger infolge erblicher Veranlagung am Ouerulanten-Wahnstnn leide und für feine Schrift und schweren Anschuldungen nicht verantwortlich gemacht werden könne. Teplitz, 12. Juni. Die KutscherSgattin Prang erdrosselte ihre drei Kinder, zwei Knaben von 10 und l1 /, Jahren und ein Mädchen von 7 Jahren und erhängte sich dann selbst. Die Mordtat wurde zweifellos im Irrsinn verübt. Petersburg, 12. Juni. Der Gehilfe des Ministers des Innern, Gurko, äußerte einer Vertrauensperson gegenüber, daß das Ministerium keine Ursache zum Rücktritt hätte. Als der Premierminister Goremykin dem Zaren davon Mitteilung machte, daß die Duma der Negierung ihr Mißtrauen ausgesprochen habe, antwortete der Zar: Und ich spreche Ihnen mein Vertrauen aus. Newport, 11. Juni. Die mit der Untersuchung über die GeschäftSgebahrung der Versicherungsgesellschaften betraute besondere Anklagejury erhob gegen den früheren Vizepräsidenten der Mutual-LebenSversicherungßgesellschaft Giletto und Granniß Anklage wegen Fälschung. Ncw-Pork, 12. Juni. Der Zentral-Erpreßzug von City nach Jersey City entgleiste an einer offenen Weiche. Durch den siirchtbaren Ruck wurden einige Wagen zertrümmert, über 2 00 Personen verletzt. Die Bahnbeamten berichten allerdings nur, daß ein Wagen hinter der Lokomotive umgestürzt sei, die anderen aber stehen geblieben seien. Nach den Angaben der Beamten wurde eine Person getötet. 100.65 100.80 96.10 105.30 69.95 70.50 90.45 95 30 95.80 145.50 Eingesandt. Inhalt her unter bi?'er Rubrik stehenden Artikel die Redakti"'i dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für nnd Industrie. Giessen. Frankfurter Börse. 12. Juni, 1.15 Ohr. . 218.00 . 247.20 . 32.30 . 128.80 . 146.00 bei der Kommunion. Er bitte, baß die Regierung da-- gegen Einspruch erfa'bc. Auf die Interpellation Obnrcher antwortet Staatsminister v. Dusch mit einem Ruckblur auf die gesetzlichen Bestimmungen betr. die ~ -ipltnar- gewalt über Geistliche seit dem Jahre 1800 und .tont, daß das gewonnene Belastungsmaterial der Kirchenbehörde nut* geteilt worden sei und eine entgegenkommende Stellung nähme der Kircheubebörde nicht ausgeschlossen erscheine. Aba. Kopf (Ztr.) begründet sodann den Antrag auf M.uf* Hebung der gesetzlichen Bestimmung, nach b^r Geistliche, welche bei Wahlen durch ihre Autorität einzuwirken suchen, mit Geldstrafe von 60 — 600 Mk. bestraft werden. Staatsminister Frhr. v. Dusch erklärt, man solle die Entscheidung des Reichsgerichts abwarten, welche in dem! Konstanzer Urteil angerufen worden sei. Wien, 12 Juni Die Demonstration vom Sonntag hat eine kleine Vorgeschichte. Die Christlich-Sozialen sind gegen den S? o f verschnupft. Bei der Ankunft Kaiser Wilhelms hat Kaiser Franz Josef den auf dem Bahnhöfe anwesenden Bürgermeister Dr. Lueger nicht angesprochen. 'Es war dies vielleicht die Reflexwirkung eine" Rede, die Lueger kurz vorher über Ungarn gehalten und in der er den Kaiser mit den Worten: „Du Kaiser mußt" avosfophiert halte. Die Nichtbegrüßung beantworteten die Ch' istlich-Soziolen damit, daß ihre Dele* gationsmitglieder dem Empfang am Sonntag fern blieben und das Arrangement d^s Skandals besorgten. Wien, 16. Juni. In sechs stark besuchten Versamm langen protestierten heute abend die sozialdemo kratischen Arbeiter von Wien gegen die Ver schleppung der Wahlreform. Mehrere Redner kündigten für den Fall, daß der Wahlreformausschuß seine Arbeiten nicht beschleunige, für die nächsten Tage die Proklamierung deS politischen MafsenauSstandeS schildert k 'M, W Er' ist SB das '636 nehler Scne 'hS 16,'^einsam ge, it=, i&ttwne Ä1' IweUtbet. Ä Zuge auf den machen, ©trott hat yceskrankheit nichts )bach ivCWkominen u können. Dr. Kull- ch'inierten, verschla- ewohnliche Willens- Wagner bekundet, m Genossen Flecken- sicher bei der Eisen- 1 geäußert, Menschen auf der ©teile Bekanntmachung, Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stabt Gießen wird, beginnend mit Mittwoch, den 6. Juni im Imvflokale — Schulgebäude, Neustadt fil — für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Uhr, abgehoben werden. JmplpflickNiq im laufenden Kalenderjahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus stüheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche irnpfpflicktig? Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen KindeS bis zum JabreSschluffe auf seine Kosten bewerkstelligen lasten, widrigenfalls ihm im Januar nächsten JabreS eine vierwdchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter ©trafanbrobnng gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, aus Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müffen in dem 8 Tage später abgchaltenen Termine zur Nachschau nochmals erscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpsarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Su Impflinge müffen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. ES wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem LandeSimpfinstitut geimpft. Kinder auS Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden <3 t ellau SeiÄufcn bahiwüenb ba6 SW tiinftig ben Doktorgrad ihrer eigenen Wiffenscliaft an allen de u t fcieK hohen Schulen, wo sie dw Avvrobat.on erlangen er- ’ cn 7." sollen und forderte auch dte Anerkennung aller A we Te rischen Titel als Doktor medicinae Praxis wurde die Einsü"rung des praktischen Jahres wie bet den Aerzten gefordert. 4% Oesterr. Goldrente. . 4‘/g9K Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . . 4% Italien. Bente . . . 3% Portugiesen Serie I . 3% Portugiesen „ III 41$ °/0 russ.Staatsanl. 1905 4%njapan. Staatsanleihe 4 % Conv. Türken von 1903 s hi her Magebe» ifiifje sich ».Ti. Das Verbrechen ten Jahren relativ ^sellsckast müßten -Mchen Verbrecher segfe dann dar, daß schlagene Stroit die ■ Menstein zu der em Gesangenentrans- irans kritisch, und es es den beiden Ange- «sen sei, die W n Beamten die W >er Anklage seien o- 1, die Schuldfrage so, >rq gibt den öefö» iitderGemlttatigkÄ t die Schuldfragezn Gewalttätigkeit W itsanwalt Romheld (fit aus dem Wortbmt tr.-G.-B. nuchzum^ Gemalttätigleü etws 1 der LerMter der L Senthabens ü zu chworenen Land- 6 . „ 10 Juni iyuD’ ,rdn°H ben ®ng d-r " ni>15& d»s S’f1' ASchuß ° jt „e ** deinen W r, buch g^ftnungSi'1” S 910®e.® btr ginä'1' !$>*-b" ess————----- ----- schoß ein Bergmann seinen Vater auS Eifersucht, tzeer und Flotte. Der Mörder stellte sich selbst. — Auf der Strecke Mors— 11 cy- ÄfnnSrrrh hrinnf beute Homberg wurden einem Unbekannten, der sich im Schlaf Dom Krlegsmlmster H um 48 Batterien reduziert Hobertsburg wurde em als Zahlenanzetger fungierender Vor allem.wird die $ qqq Nachrn.ttaa- nm 2 Udr. Jcst-Anbacht. Ji Kewer Saalbaw (Steins Garten) «“/« Donnerstag, den 14. Jnni I. Abonnements - Honsert ausgeführt von der Kapelle des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Herrn C- Krausse Anfang präcis 8 Uhr. Eintritt 50 Fig. Die Liste zirkuliert und liegt an den Küssen aus, ausserdem eind Karten in der Musikalienhandlung des Herrn Challier zu haben. Cafe Ebel Heute, Dienstag abend, den 12. Juni 3629 G-ariben-SConzert der italienischen Kapelle Giovanni 3 Damen. 3 Herren. Cafe Amend. Bahnhofstrasse, ftlettwoch, den 13. ds. Mts. Grosses Gartenkonzert ausgeführt von der Gießener Regiments-Kapelle. Beginn 81/, Uhr abends. 3637 Auf zum Storch! Heute, am 12. Juni, von 6 Nhr ab 04241 Grosses Symphonie-Konzert Damen-Bcdienung. Es ladet freundlichst ein Wirt Hetnr. Diergardt, Damm- und Stetnstraßen-Ecke 89. für Küchen, Badezimmer, Klosetts u. s. w. Bester uni) billigster Echtz für Pliittcheilbelag empfehlen [3378 Brüder Schmidt. Grasversteigerung. Dienstag, den 19. Juni 1906, vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Heugras von den dem Marienstift Lich zu- stehenden etwa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lieh, Nicder-Bessingen und Ober-Bessingen versteigert werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünbecg. 8617 Lich, den 9. Juni 1906. Büchsenschüh. Jagdrad Ist u. bleibt das beste deutsche Fahrrad 1 Präzisionsarbeit ersten Ranges! daher 2 und 5 Jahre schriftliche Garantie. iWrämonflM,— an. MltDoppcIglockenlacerv. Mk.60.50an. Pneumaticmäntel Mk. 3,30. Luftschläuche 2,20. Acetylenlaternen 1,60. Glocken 0,15. Ketten 1,40. Pedal 1,00. Luftpumpen 0,35. Sättel 1,75. Nähmaschinen 22,—. 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Der Vorsitzende deS BcrwaltungsralS: _______________________ v. Grancy. Vergebung von Mastembckcn Inder Gemeinde Mainzlar sollen Mittwoch, den 20. l. Mts., nachm. 3 Uhr, Pflasterarbeiten veranschlagt zu 223.37 Mk. öffentlich in Akkord gegeben werden. Gießen, 12. Juni 1906. WMJ Senßseld er. Kreisstraßenmeifter«. Versteigerung. Mittwoch, den 13. Juni l. I.. nachm. 3 Nhr sollen im städt. Pfandlokale (Selterswegll dahier) die wegen rückständiger Ortskrankenkassenbeiträge gepfändeten Gegenstände: Möbel aller Art, Melderschränke, Vertikows, Soin, Kommode, 2 Pferde, 1 Wagen u. 2 geschnittene eichene Stämme versteigert werden. [3539 Bersteigernug der Eichcu- stämme findet bestimmt statt. Gemmecker, Piandmeifter. MelversteigernW. Donnerstag den 14» Juni werden in dem Biecker'schen Saale, Neustadt 55, nachmittag- 2 Uhr, gegen Barzahlung 3 Betten, verschiedene Bettstellen, poliert, 1 Wasch« komode, Nachttische, Stühle, Herren« und Damenuhr nebst stlb. Ketten, großer Posten Weißzeug, Haus- und Küchengeräte versteigert [3634 Versteigerung findet bestimmt statt. MclvttstciMW. Freitag, den 15. d» Mts., NUlYM. 2 Uhr, werden Tiefen- weg 8, wegzngShalber gegen Bar- Zahlung 2 Betten, Klcidccschränke, Küchenfchrank m. Glasaufsatz, Stühe, Tische, Spiegel, Bilder, HauL- und Küchengeräte usw. versteigert. [3633 Versteigerung findet bestimmt statt. Verkaufe tadellose, noch in gutem Zustand befindliche LlH-Gmiillr unter günstigen Bedingungen. Schriftl. Anfragen unter 3600 an den Gießener Anzeiger erbeten. 3 junge Deutsche Doggen zu verk. Grünbergcr Str. 15. [04108 Gebr. Fahrrad für 35 Mk. zu verkaufen. Ebclstraße 32,p. [M,v6 Prima < peisckartoffeln zu verlausen. Marktstr. 29. [""' Eine Kaute Mist zu verkaufen. 3632]Marktplatz 15. MWaiiö "Neustadt^ Nähe Marktstr., preiswert zu verkaufen. Schrift!. Anfragen unter 04161 an den Gießener Anzeiger erbeten. Gin Posten schöner Blaasefi vorjährig, werden zu Mk. 1.—, 1.50 und 2.— abgegeben bei A. 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