Nr.S Donnerstag, 11» Januar 1906 156» Jahrg. Eichener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. eines Llbg. Raab (Antts.): Rotattonsdnick und Verlag der Brühl'schen Unroersitätsdruckeret. R. Lange, Gießen. Redaktion. Expedition u.Druckerei: Schulstr.7 Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: S^aciget Gießen. Erscheint tSgllch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Eichener Samiltenblätter" werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^helstiche Lavüwüe' erscheint monallich einmal. Zunächst wird ein schleuniger Antrag auf Einstellung Strafverfahrens gegen den Abg. von Bonrn .(korg.) ange- ersten Notbehelf vollständig genügen. Andernfalls können wir ja erst mal weitere Erfahrungen, namentlich mit dem neuen Zolltarrf. abwarten. Auf die Frage, lote die Negierung es mit ihrer Trohung meint, daß die Vorlage als einheitliches Ganzes zu betrachten sei, aus dem wesentliche Teile nicht ausgenommen werden dürfen, tot uns Herr v. Stengel bisher leine Antwort ertc'lt. Was memt die Regierung mit dieser feierlichen Versickerung? Quittungs steuer ist ja schon ad acta gelegt und Damit ist schon ein Stein aus dem schönen Bau der Negierung bcrausgenommen. Man aibt doch feierliche Erklärungen nicht ab. um sie nachher wiever zurückzuzichen. Die Situation ist kritisch. Tritt die Rcgwrung nicht auf den Weg. den wir Vorschlägen, so'tragt jie fclfift he Schuld an dem Scheitern der Vorlage. Der Reichstag wurde mit sick selbst in Widerspruck geraten, wenn er die Steuervorlagen, die er früher aus dringenden Gründen abgelehnt hat, letzt plvtz.ich genehmigen wollte. Ich hoffe immer noch, daß er sich diesen Vorwurs der Inkonsequenz nicht zuziehen wird. So schnell wie der Sckatzsekretar es wünscht, wird sick die j erste Lesung der Vorlage nickt vollziehen, die Vorschläge der Re- gierung fordern die öffentliche Kritik geradezu heraus. , Sckon seit Jahren haben meine Freunde die jetzige Fmanzmiscre vcs Reicks prophezeit. Namentlich seit dem Tode Kaiser Wilhelms I. sind die Reichsschulden so ungeheuer angewachsen. Zweifellos hat ein Teil der Einzelstaaten unter den wachsenden Matrikular- umlagen zu leiden. ES würde sick empfehlen, sie nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Einzelstaaten zu bemessen Wo ein Wille ist. da ist auch ein Weg. Eigentlich sollten ja die Matri- kularumlagen nur ein Notbehelf sein. Soweit die, rechnerifchc Grundlage in Betracht kommt, geht die ganze Neichsfinanzrejorin von unrichtigen Boraussctzungeii aus. Die Regierung iiinunt an. baß aus den erhöhten Zolleinnahmen nach Inkrafttreten der neuen Handelsverträge nur 25 Millionen jährlich in die Reichskape fließen. Tatsächlich wird die Einnahme erheblich großer sem. Die neuen Steuern werden, soweit sie indirekte sind, von den ärmeren Schichten der Bevölkerung aufs schwerste empfunden. Auch die Regierung.sollte dock endlich cinsehen. daß die Bevölkerung sick unter dem Regime der indirekten Steuern nicht wohl befindet. Anwachsen der sozialdemokratischen Stimmen ist zweifellos mit auf hie fortgesetzte Erhöhung der indirekten Steuern und die Verteuerung des Lebensunterhaltes zurückzuführen. Was wir wollen, ist zuerst eine Reform der Branntweingeseßgebung. Die Liebesgabe von 20 Mark, die jetzt den großen Brennern gegeben wiro, macht 40 Millionen Mk. aus und ist ein Unrecht gegenüber all den kleinen Brennereien, die nicht am Kontingent beteiligt sind. Man sagt, man solle jetzt diesem Industriezweig endlich etwas Ruhe lassen. Mer zeigt denn die Regierung in anderen Fällen dmclbe Rücksicht? sSehr richtig! links.) Wenn man an die Opferwilligkeit des deutschen Volkes appellieren will, so sollte man sich Zuerst an die agrarischen Großgrundbesitzer wenden. Jrn Gegensatz zum Vorredner freuen wir uns, daß endlich mit der Erbschaftssteuer das Prinziv durchbrochen ist, nur durch indirekte Steuern dem Reiche neue Geldguellen zu erschließen. Wir sind für eine direkte Einkommen-, Vermögens- und Erbschaftssteuer im Reiche. Wenn wir auch für letztere Steuer sind, so ergeben sich doch auch hier noch manche Bedenken, die erst in der Kommission beseitigt werden müßen. So können wir nicht einsehen, weshalb bei Erbschaften die Religionsgesellschaften besser gestellt werden sollen als andere Erben. Auck gegen die Vergünstigungen agrarischen Charakters haben wir Bedenken. Tie Stempelsteuern haben überall eine gewiße Verblüffung hervorgerufen, und alle Gründe, die jetzt für diese Steuer ins Feld geführt werden, können eine günstige Wirkung nicht Hervorrufen. Die Steuer auf Postpaketadreßen wird wohl nirgends Anklang finden. Nicht nur die Industrie, sondern auch die Landwirtschaft wird hierdurch auf3 empfindlichste ge. schädigt. Schon Herr v. Podbielski hat als Postminister erklärt, ba» dadurch die Landwirtschaft schwer bedrückt werde, ba. sie darauf angewiesen sei, ein-n großen Teil ihres Absatzes wie Eier, Butter usw. in Postpaketen zu versenden. Die Quittungsstcuer wird nur ungünstig wirken durck Verminderung der Rechtssicherheit. Auch gegen die Tabak- und Brausteuer erklären wir uns auf das Entschiedenste. Die mittleren und kleinen Bi --.n.-n werden hierdurch aufs schwerste betroffen. Gegen die spga re neu steuer «icgen gleichfalls erhebliche Bedenleu vor, namentlich technischer Statur, . Wir sind mit der Ueberweisung der Vorlage an eine Kommission einverstanden. Die hohe Schuldenlast des Reiches, bedeutet eine Wirtschaftliche und nationale Schädigung. Notwendig ist cine gerechtere Verteilung der Matrikularbciträge. Gegen den du^bau der indirekten Steuern sprechen gewichtige Gründe, ich glaube, es toird sich kaum noch mal ein Reichstag finden, der abgesehen bon Luxussteuern — die indirekten Steuern weiter ausbauen würde. " Eine Finanzrcform muß von sozialen Gesichtspunkten getragen sein. Geht man hiervon aus, so müßte man vor allem eme Wehrsteuer empfehlen. Wir erblicken in den Vorschlägen der Regierung nichts Großes und nichts Neues, sondern nur Altes, schon längst von uns Verworfenes. Wir bedauern daher, daß durch die Vorlage, bereu Beratung ja boch auslaufen wird wie das Hornberger Schießen, so viel Erregung im Volke hervorgerufen wird. Was die Biersteuer betrifft, so würden wir höchsten? für chic Zollerhöhung für ausländisches Bier zu haben fein, auf keinen Fall aber für einen Zoll, den unsere kleinen Brauereien zu tragen haben und den sie nickt abwälzen können. Wir sehen ja heute schon, eine wie furchtbare Verwüstung im Brauereigewerbe angerichtet ist. Sollen die kleinen Brauereien völlig verschwinden? Eine ähnliche Entwickelung tote im Brauereigewerbc sehen toir tn dem Tabakbau, die Zahl der kleinen Leute, die Tabak bauen, totrb immer geringer. Durch die Tabaksteuer würden diese Leute torper geschädigt werden. Die große Finanzreform des großen Deuftchen Reiches gipfelt in der Stempelsteuer. Ich muß sagen, daß ich diese Finanzreform durchaus nicht für ettoaS Großes halte. Die Fahrkartensteuer für Billetts vierter Klasse, die Frachtbriefsteuer und andere Vorschläge laßen die sozialen Gesichtspunkte völlig ver. missen Gewiß, diese Steuern ließen sich ertragen, es wird niemand infolge der paar Pfennige Stempel verhungern, aber bester hatte die Regierung getan, wenn sie diese Steuern überhaupt nickt vorgeschlagen hätte. Am unbehaglichsten wird der Quittungsstempel für Postanweisungen empfunden werden. Aber die Reichsfinanzen werden auch noch mehr herangezogen werden, da wir eine wettere Ausarbeitung der «Sozialreform wünschen. Ans diesem (Snrnbe geht es nicht, die Vorlage überhaupt abzulehnen und es der Re- aicntng zu überlaßen, neue Steuern auszübmten. Vielmehr ist cs unsere Pflicht, neue Steuern zu empfehlen. Am geeignetsten erscheint mir die Reichseinkommensteuer. Wenn sich der Herr Staatssekretär zu einer RcichserbschaftSsteuer hat entfließen können, so toirb er auch wobl die Reichseiiikommensteuer im Bundes- . rat durchdrücken können. Ich weise ferner hin auf ine Luxus- ftcuern. Weiter könnte man die Warenhaussteuer als Reichs- j'tcuer ausbauen und erhöhen. Einer Erhöhung der Börsensteuer würde man wohl selbst auf der Linken zustimmen. . (Heiterkeit.), In unseren Initiativanträgen haben wir nicht weniger als sunt Vorschläge zu neuen Einnahmequellen unterbreitet, darunter einen Ausfuhrzoll auf Kali. Warum schreitet man nicht endlich zu enter Besteuerung des unverdienten Wertzuwachses von Grund und Vodeii? Wir sind bereit, an dem Ausbau der Steuern mttzu- wirken, aber wir folgen dabei weder dem Programm des Reichskanzlers, noch dem Buck des Professors Cohen. (Zuruf: Cohn?) Im Stenogramm steht Cohen, aber Cohen ober Cohn, es ist dte- ’ selbe Raße. (Heiterkeit.) Abg. Dr Südekum (Soz.): Daß wir die Steuererhöhimgen ablehnen, wir von der Sozial- bemofratie, barüber wird Ihnen kein Zweifel sein. Womit begründet der Staatssekretär denn seine Steuererhöhungen? Er sagte z. V. von der Vrausteuer, daß sie seit sehr langer Zett nicht erhöht sei. Das ist ja wohl eine Art Schande für eine Steuer. (Heiterkeit) Nun sagt man, wenn Süddeutsckland eine so viel höhere Brausteuer bezablt/so kann man sie in Norddeutschland auch zahlen. Aber man vergißt ganz den Unterschied zwischen Nord- und Sud- deutsckland. Man vergißt ganz, daß der Bierkonsum m Sud- deutsckland ein weit höherer ist als in Norddeutjchland. In Sud- deutsckland gibt es unzählige Leute, die ihren ganzen phhstolog'schen Fcuchtigkcitsbedarf nur in Bier decken und Waßer vorsichtigerweise, nur zum Waschen brailchen. (Heiterkeit.) Freilich gibt es in Sud- deutschland ja auch Leute, die Waßer zu noch ganz anderen Zwecken gebrauchen. (Heiterkeit.) Die Erhöhung der Biersteuer kann von den Brauereien unmöglich getragen tocrbeii, sondern sie wird von den Konsumenten getragen werden müssen. Tas Bier wird 5 Pfg. pro Glas teurer werden. Es ist aber ganz zweifellos, daß diese Erhöhung deS Merpreises zu einer Vermehrung des Schnapsgenusses fuhren, was sozialpolittsch und tm Interesse der Volksgesundheit in hohem Grade bedenklich wäre. Schon jetzt kommt es vor, daß Arbeiter, die gewohnt sind % Liter Braunbier für 6 Pfg. zu trmfen, öfter einen Scknaps für 5 Pfennig vorziehen, weil der einen Pfennig billiger ist. (Große Hetterkeit und Widerspruch.) Hierauf vertagt das Haus die weitere Beratung auf Donnerstag 1 Uhr. Schluß 6 Uhr. uom m en. Sodann setzt das Haus die erste Beratung der Reichs- finanzreform und der neuen Steuergef etze fort. Abg. Retttch (kons.): Wir erkennen die Nottvendigkeit der Erschließung neuer Steuerquellen an. Was die Matrikularbeiftage betrifft, so ttt ein Teil meiner Freunde damit einverstanden, daß sie ^ beschrankt werden, wie es die Vorlage beabjmjhgt etn anderer Tc'l halt rm mir eine noch weitere Entlastung der gung der Matrikularbeiträge ftir nottg. Eme Erhöhung bei Jrau- ftcuer ist gerecktfertigt, die Preise für Bier werden dadurch nicht r--ncn§toert erhöht werden. Gegen die Tabaksteuer haben meine Freunde mannigfache Bedenken. An und für stehen ww a aus dem Standpunkt, daß der Tabak cm geeignetes Ovjekt ftir die Besteuerung ist, aber cs muß geprüft werden, welche Erhöhung des Zolls vorgenommen werden kann, ohne daß die Interessen ber tabakarbeitenden Bevölkerung geschädigt werden. CS fragt sich, ob wir von einer Erhöhung der Jnlandssteuer überhaupt abschen ober ob wir bie Sätze der Regierungsvorlage abandern joben Das muß in ber Kommission eingehend geprüft werden. Jedenfalls behalten wir ims die Entscheidung vor. Von derganzcnSremvel- fteuer bleibt nur übrig bie Fahrkartenabgabe Gegen die Ne ich»- erbsckattssteuer erheben toir grundsätzliche Bedenken. Mit der Unterscheidung, die der Abg. Büsing gestern vorge'cklagen Hat, kann ick mich nicht befreunden. Nach unserer Ansicht haben die di retten Steuern den Nnzelstaaten zu verbleiben. Hier wird der Versuch gemacht, diesen Grundsatz zu durchbrechen, und da tagen wm: Principüs obsta! Durch bie von der Regierung vorgeschlagene Erbschaftssteuer toird die Landwirtschaft .schwer geichadigt, die Steuer bedeutet eine Vermögenskonftskatton. Am liebsten Ware e8 uns gewesen, wenn die berbimbeten Regierungen uns die Erv- sckastssteuer gar nicht erst vorgelegt hätten. Wir haben andere Steuern vorgeschlagen, z. B. den Ausfuhrzoll auf Kohlen. Wir stehen auf dem Standpunkt, daß die neuen Steuern von den leistungsfähigeren Schultern getragen werden muffen. Vermehrte Einnahmen braucht das Reich unter aHen Umstanden. Hoffentlich wird in der Kommission die Vorlage unseren ttn- regungen entsprechend gestaltet. (Beifall rechts.) Abg. Dr. Wiemer (fretf. Bp.): Ich bin wieder anderer Ansicht als der Vorredner. (Heiterkeit. Wieviel Herren hier uns das Vergnügen machen, zuzuhoren, ist mir gleichgültig. Ich spreche nicht für daS HauS, ich sprechefür die Oeffcntlichkeit. Es ist unsere Pflicht, die Sache gründlich zu besprechen. Ick würde glauben, sie zu verabsäumen, wenn ich es nickt täte. Während hier alle möglichen Gewerbe belastet werden sollen, sieht man an den Millionen konsequent vorbei, die in den Branntweinbrennereien noch liegen. Redner geht auf die Brannt- weinsteuergesetzgebung des Näheren ein und sucht nachzu wegen, daß nickt der mindeste Grund vorliege, gerade den Branntwein jetzt vollständig in Ruhe zu laßen. Aber freilich, wenn cs sich um gewisse Kreise handelt, dann kommt die Rcgstrung vor lauter Erwägungen niemals zu einer Entschließung. Durch bie geplante Brausteuer wirb eine große Zahl von Brauereien total ertraglos werden. Es handelt sich hier um die Entwertung eines Natlonal- vermögens von insgesamt 3% Milliarden Mark. Die Jnnabme, daß dw Brauereien die Steuer auf die Gastwirte abwalzen lütuKn, i»t durchaus irrig. Ter Gastwirt verdient nicht im Durclsichnitt am Liter 19,8 Pfennig, wie behauptet toirb. Er zahlt für das Liter 16—18 Pfennig, und er bekommt dafür im Ausjchank durchschnittlich 30 Pfennig, bisweilen noch weniger. Er verdient atjo nur etwa 12 Pfennig, und auf diesem Verdienst lasten dann noch die sämtlichen Bettiebskosten. Also das Gastwirtsgewerbe ist Nicht so gewinnbringend, wie Sie denken, und es heißt, keine »cittel- standspolitik treiben, wenn Sie diesem Gewerbe indirekt bie neue Steuer aufbürben zu können glauben. Die Tabaksteuer wird den Verbrauch ungeheuer belasten. Die Annahme des Ncichukanzlers, daß wir vom Reiche aus zu direkten Steuern nicht greifen durften, weil diese verfaßungsgemäß den Einzelstaaten Porbehalten seien, ist durchaus iinzutteffend. Bei der Beratung der Reichsverfasiung ist das Wort „indirette" im Art. 4 in dem Entwürfe tn der to- wußten Absicht vom Reichstage gestrichen worden, um dem Reiche auch die Möglichkeit ber Erhebung direkter Steuern zu geben. Bezüglich des § 6 des Flottengesetzes muß der Staats,dretar damit rechnen, daß ihn eine große Partei in ihrem Sinne ausgefuhrt sehen will, und diese Art der Ausführung zum Range eines polttt- chen Programms erhebt. Es handelt sich dabei also gar nicht um eine juristische, sondern um eine politische Frage. Einverstanden find wir bei ber Bierftcuer mit dem Surrogatverbot für untergärige Biere, ebenso mit einer Staffelung, insoweit sie zur Ausgleichung des Ausbeutungsunterschiebes bient, nicht aber nut einer weitergehenben Staffelung, welcke die großen Brauereien nur um ihrer Größe willen treffen will. Der Abg Büsing überbietet in seiner Brausteuerfreundlichkctt zu meiner Verwunderung noch den fteiierfreundlichsttn Fwanzpoll- tiker den wir in Deutschland überhaupt haben, den früheren Uitter- staatssekretär und jetzigen Professoruon Mayr. Misere Zollpolitik ansieht, dann erscheint Deutschland als Agrar- 1'taat, betrachtet man aber die Steuerpolitik, dann leben jote m einem Industriestaat. (Sehr richtig! links, Lachen rechrs ) D e Verkehrssteuern sind absolut unhaltbar, uisbcionberc auch die Steuer auf Fahrkarten, denn das soziale Interesse erfordert gerade eine Verbilligung des Reisens, aber nicht eine Verteuerung, -ic weitaus besw Swuer in dem ganzen Bukett ist die Erbschaftssteuer, obwohl auch sie in der vorgelegten Form noch mancher Verbesierung fähig ist. Wir begrüßen es mit befonberer Freude, das; diese Steuer das Prinzip des Reichskanzlers „Nur indirekte Steuern für das Reick" durchbricht. Zu ertoägen wäre vielleicht, ob man bei ganz entfernten Verwaiidtschaftsgradcn, bei denen die ^-eststellung einer Verwandtschaft schon mit besonderen Schwierigkeiten verbunden ift, nicht den Erbanspruch zugunsten des Reiches ganz auslfebenl kann Ich glaube kaum, daß die finanzielle Sage so trübe ist, wie sie von &r Regierung daraeslellt wird. Wenn man bie Branntweinsteuer in ber Weise reformiert, wie wir es voigeschlagen haben, wenn man bic ErbfttMÄteuer entjprechenb auyftaltct, jo wirb bas jur den Parlamentarische Perhandlnngeri. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Dentscher Reichstag. 16. Sitzung vom 10. Januar. ' 1 Uhr. Das Haus ist s ch w a ch besetzt. Am Bundesratsttsch: Frhr. v. Stengel u. a. Freisinnigen.) Abg. von Karborff (Rp.): Das allfällige Urteil des Vorredners ist kein : wünftigeZ Zeichen für bas Zustanbekommen der Vorlagen. (Heit rtett.) Ick bin so ziemlich in allen Punkten entgegengesetzter Meinung wie ber Vorrebner. (Heiterkeit.) Ich stimme ihm nur ba ui bei, baß auch ich eine gereckiere Verteilung ber Mai Aularbeitra^e Wunsche. Meine Freunde sind bereit, in der Kommission mitzuarbetten damit etwas zustande kommt. Wenn eine Einigung auch nicht leicht fein toirb, so braucht man die Hofnung darauf boch nickt aufzugeben. Denn schließlich sieht jeher ja ein, baß unsere Reichsfinanzen endlich einmal georbnet werben müssen. Also, tote gciagt, in der Kommission wollen toir energisch an dem Werke mitarbciten, aber hier im Plenum brauchen toir wirklich nicht so lange darüber zu reden. Ter Vorredner toirb sich ja selbst überzeugt haben, dag solche Ausführungen nur ganz geringem . ^ntereffe begegnen. (Große Heiterkeit.) Wir werden eine Reih- von Materien ni der Kommission zu erlebigen haben, namentlich werben wir auch, wie der Wg. Büsing mit Reckt bemerkte, Metzen müßen, wie wir den Schwankungen in ben Matrilularbeittagen cm Ende macken. Außerbem müssen toir dock berücksichtigen, baß uns für bie Folgezeit noch große, tocitcre Ausgaben bevorstehen, für bie toir bie neuen (Steuern brauchen, z. V. ber Ausbau unierer Flotte. (ttbg. Singer: Und bie KolonialpolitikI) ^ehr richtig hat da ein 2(bgcorbneter ber Linken gerufen: Und bie Kolonialpolitik. (Große Heiterkeit.) Zu den einzelnen Projekten will ich bemerken: Wir sind keine Gegner ber Erbschaftssteuer, aber toir wünschen «ne Differenzierung zu Gunsten der Lanbwirtichaft. Die Erhöhung ber Brausteuer ift so gering, bah sie ertragen toerben kanm Aus ber Tabaksteuer wirb ja wohl nach der Stellung der ttattonal- liberalen nickt mehr viel werden. In der K-mimißion lverden toir jedenfalls dafür ?u sorgen haben, daß in der Fabrikatton keme Verschiebung zu Gunsten der nord- oder der fuddesttschen Tabak, inbuftrie stattfindet. Wo so gi'oße Aufgaben sind wirb ber Reichstag auch einen ernsten Willen zeigen müssen Und dann toirb sich auch schon ein Weg finden. (Beifall bei ber Rp.) Abg. Dr. Pachnicke (freif. Vgg.): Der Gesamteindruck des gesamten Steuerprojektes der Regierung ist bei uns ein überaus ungünstiger. Es bringt Belästigungen, Schädigungen, namentlich auch oes Mittelstanbes, ~3'rr# niße aller Art; aber eines bringt es nicht: steuerliche Gerechtigkeit. Frhr. von Stengel sagte: man könne keinen Stein aus dem Gebäude herausziehen, ohne daß bas ganze Gebäude ins Wanken gerät Nun, toir würden das tticht bedauern. stBeisall bei den KarLameutan-iy.ü. Berlin, 10. Ian. Die Budgetloinnilssion des Reichstages nahm heute ihre Arbeiten wieder auf. Aus Anfrage Tr. Bachems gab Staatssekretär Kraetke Mitteilungen über die Rentabilität der einzelnen postalischen Einrichtungen. Der Telegraphen- und Telephon- dienst sei nicht rentabel und erfordere 18 Millionen Zuschuß. Bei Titel Porto und Telegrammgebühren beantragen die Mitglieder des Zentrums eine Resolution, wonach 1. Paketsendungen an und von Personen des Soldaten- standes biL 5 Kilogramm, soweit solche Pakete dem eigenen —- --- v ' "T. 7^!!TT3W .'.4wiW.'2! ■".«JL Bedarf Li. er \.'ei.crni L neu, von der Portogebühr srel- zulassen sind, und 2. im Interesse der Land- bevölkerung eine weitgehende Verbilligung der Telephoneinrichtung herbeizuführen ist. Dr. Müller- Fulda (Zentr.) fragt, ob sich nicht der Uebergang zum ö Pfennig-Briefporto beiverkstelligen lasse. Staatssekretär Kraetke erividert, eine Ermäßigung des Portos sei bei der jetzigen Finanzlage nicht möglich; auch an den Fortfall des Bestellgeldes sei zur Zeit nicht zu denken. Dr. Sü d c- kum (Soz.) beantragt das Bestellgeld abzuschaffen. EL für die Ärcije (ließen, .iLSseld und Lauterbach. Protokoll - Au s z u g. Gießen, den 3. Januar 1906, (Schluß.) 6. BahnprojekLWeidenau-Haiger. Der Ausschuß für den Bahnbau Weidenau-Haiger beabsichtigt von neuem an den preußischen Minister ver öffentlichen Ar^ beiten eine Eingabe zu richten und ihn zu bitten, den Bau »iner Verbindungsbahn Weidenau-Haiger in Angriff zu nehmen. Liese Bahn würde j)3-k EiienlrabnLarbtrttEL bertrntm. In bcn Gntbenvvrstand nntrben an Stelle einiger DVi 6,5° C. 2,0° C. man bisher fast ausschließlich als Wagnersänger hochschätzen lernte, überraschte heute mit einer prächtigen Leistung als Kaiser Titus und Frau Kaschomska stand ihm mit ihrer glänzenden Gesangstechnik und der Schönheit und Kraft ihrer Stimme ebenbürtig zur Seite. Tie Partie de§ Sextus wurde von Frau M osel-Tamschik und die Seroilia von Frl. Neßler in musikalisch und darstellerisch wirksamer Weise Gewer?schlaft Selters-Lessen, lieber die ant 5. Januar a. er. im Hotel Vrinz Heinrich in Gießen in Ofegen»' wart des Notars Justizrat Metz ab.whaltene Gewerken-Ver- sammln n>g der Gewerkschaft SelterS-Hessen toirb Israelitische Religionsgemeinde. Kottesdtenl in der Iy'aqoge (Südankage). Samstag den 13. Januar 19 06. Vorabend 4.30 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.35 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. «Gottesdienst. Sabbathfeier am 13. Januar 1906: Freitag abend 4.20 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbathausgang 5.40 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.10, abends 4.00 Uhr. Meteorologische Beobachtungen ________der Station Gießen. Kandel nnd DerKehr. AolöswiNsHaft ssfisss: ä !<» und dadurch den Personen- und Güterverkehr manche Er. leichterungen bringen. Tie Handelskammer beschloß de;.- halb, dieses Projekt in Uebereinstimmung nnt chren früheren Anträgen zu unterstützen. 7. Anhalten des Personenzuges 538 Fulda»Gießen auf verschiedenen Zwtschen- stationen. Ter Zug 538 Fulda-Gießen (Gießen uh nachm.) wird als beschleunigter Personenzug gefahren und Höchste Temperatur am 10. Januar = Niedrigste „ ,10. , = . t:I meister Mecum zum Vertrauensmann für den Bezirk wuwiwuuii. „ Unter- lGießen bestellt. Neber Beitrags» bezw. Garant iefondszeichsi riMete: Stolze-Schrev 1539 Vereine, 44 505 Mitglieder, 67 462 mtngnt soll hier eine Besprechung am Somsteg vormittag 11 Uhr Unterrichtete. im Sitzungssaal der Bürgermeisterei stattfinden. § u § b e m Vogelsberg, 10. Jan. Schon ehe die — Aus Frankfurt a. M. wird geschrieben: An Stelle Fleischvert uerunq nuffrat, war in vielen Orten die K a n i n ch e n° deS verstorbenen Professors Kart Herrmann ist für die Lehr- zücht in, Schwünge Insbesondere befugte man N, en um vi - großen Nassen, rote lothringer, Delgie^, -U>ldder u.^ a. OS junge intelligente Künstler hat in letzter Zeit auch in seiner schrift- er 3uq 538 Fulda-Gießen (Gießen an 7.42 gab Ortschaften, in denen fast m jeder Hofrette Kalten mit stellerischen Tätigkeit Anerkennung gefunden. Der Einakter im - ---- — '"ch Drahtvergitterung standen, hinter der sichs Niesenkaninchen ge- schwäbischen Bolksdialekt .,Schwobaköpp", der ira Stuttgarter Hof- hält "deshalb nicht"aus sämtlichen tzwischcnstattonen. Tie mütlich machten. Hält man gegenwärtig Umschau nach dieser I °ClaiT9t Kammer hatte früher das Anhalten dieses Zuges m Rödgen neuen Tierzucht, so findet man jetzt nur noch vereinzelte Reste Leipzig, 10. Jam Te/bekmmn cvernsänger am hiesigen beantragt. Inzwischen haben auch andere Stattonen oas mit viel Begeisterung und Kosten ins Leben getretenen Stadttheater, Otto Schelver, ist infolge einer ^uugcueutzünd- Anhalten dieses Zulws beanU:aat-i>?ch^^'-^sen ^ >. ^^^^^^^ ^^ Der Grund deS Rückganges liegt lediglich in ung int Alter von 62 Jahren gestorben. mit Rücksicht auf btc AnMujse in Gießen mcht ,amtlich maßen Futterverbratlch dieser Tiere der in durebauS Nom, 10. Jan. Von dem Professor Gustav Müllerentsprochen werden. Nach eingehender Prufimg 1 amikfyr Rem: giobcn in durchaus iS für Werke reicksdentscher Künstler in Marmor oder Anträge beschloß die Kammer unter Zurücknahme ihres kemein ^lhaltmS ^u ihrem ^chlachbwert steht. Bronze, die auf der römischen intcnmtioitolcn Knstau s- früheren Antrags auf Anhalten in Rödgen, die Eisenbahn- R- B. Darmstadt, 9. Jan. Das Darmstadter st ellutrg vom 10. Febr. bis 31. Mai ausgestellt werden, direktion zu bitten, die Anschlüsse in Gießen unter allen Hoftheater hat mit der Neueinstudierung der letzten Oper sind dieses Jahr etwa 8300 Mk. verfügbar. Anmeldungen sind Umständen beizubehalten und den Zug 538 in Reiskirchen Mozarts „SituS4 für die zahlreichen Mozartverehrer die ^^lcn an die euxietä 5egH anwbori ecultori delle belle Arte und Rieder-Ohmen oder a,'n einer von beiden Stationen Stimmung zur Feier deS 150. Geburtstages deS unvergleich- < naztonale. ^te Annahme tst für o-er > - Künstler Inhalten zu lassen. — - - -- - •• & Einführung von Staffeltarrfen für Holz von Ostdeutschland nach dem Westen. Infolge der Bestrebungen auf Einführung eines Staffeltarifs für Hölzer von Ostdeutschland nach Westdeutschland hat in den Kreisen des hiesigen Holzhandels eine lebhafte Beunruhigung über die drohende Konkurrenz des Ostens Platz gegriffen. Von der Bewilligung eines solchen Staffeltarifs rst eine schwere Schädigung des Holzhandels, der Sägewerksindustrie und der Waldbesitzer Westdeutschlands zu befürchten, da durch die verstärkte Zufuhr aus dem Osten der Westen mit Hölzern geradezu überflutet würde. Die Handelskammer beschloß deshalb, bet den beteiligten Bundesregier-, .. . . . ,, ... • - ■ M . ■ ungeu gegen die Gewährung solcher Staffeltarife vorstellig '"terpretiert, dasselbe ist von Herrn Geßner als AnnmS ju werden. 5U sagen. Eine ganz ausgezeichnete Leistung bot die Hof- 9. Geschäftsbericht Aus der Tätigkeit der Han- kapelle unter Leitung des Hofrats de Haan. Auch das delskammer seit ihrer letzten Sitzung ist hier folgendes mit- Großherzogspaar und Prinzessin Dorothea zu Solms-Hohen- zuteilen: solms-Lich wohnten der animierten Vorstellung bei. a. die Handelskammer hatte es früher schon wiederholt . ,■ Braut-Seide v. 1.35 Pt a» — Zollfrei! — Muster au Jedermann! — Seidenfabrikt. Hcniiebcrit, Zürich I Archttekt I. Stein und Oleneralagent A. Fröhlich gewählt.! ,, . ... ,, . C Grubenvorstand wählte sodamc den Kvmnterzienrat am DretkömgStag mtt einer Gesellschaft cme Tour zur Ulmer- Hehligenstaedt zu seinem Vorsitzenden. Ferner 'wurdv <>„ s.- r < , 1 hüttc-Vorarlberg, bestiegen allein noch die Schindelerhütte berichtet, daß die QuellensassungK' und Nlllcinrichtungenj Ai- ferner und kehrten dann zur Ulmerhütte zurück. Nachmittags wollten ^Den^ictus-Spriidel, der vorzugsweise,ein medizinisches Heil- JdÄ ®Ute4te" fl6et st- sich mit der flbngjn treffen, 10. Ein gange. doch kamen sie nicht dort an. Wahrlchetnltch sind sie a b - säurehaltigen Soole gegenwärtig in Arbeit ist und die F-ertig- a. Tas Großh. Finanzministerium teilt mit, daß die 9 estürzt. stellung beider Quellen im Frühjahr zur Vollendung kommen Bezir kskassen in Gießen, Alsfeld und 'Frau Tetsuko Togo, die Gattin deS berühmten "ober die frsvlartte Anlage einer Bade-Anstalt Lauterbach an das Girokonto der Reichs- japanischen Admirals, besorgt fast ihre gesamte Hausarbeit Anlage zur Tafel- bank ange schloffen worden seien und daß Zahl, selbst und hält nur einen Dienstboten. Die Familie Ä" 5 ’ bem"« Gewerkenu^ammlunz ungen an diese Bozirrskassm — auch direkte Staats- halt sich weder eine Equipage noch eine Jinrikscha, ober beim I Die M arokko-Anael e genheit hat in den Börsen- t m erfolgen könnten. Beginn des Krieges kaufte Frau Togo ihrem Sohne ein ^rfehr so schon recht 'erheblick^e Zurückhaltung gebracht, sodatz b. Von derselben Behörde wurde der Handelskammer Fahrrad damit er zur Stadt fahren und die neuesten Naeb- \bxc Mte Meinung, die anfangs d. Mts. zur Geltung kam, nicht mttgetetlt, daß der Ausnahmetarif vom 15.1 ^amu er zur tapren unö die neuesten Jiach- n„r allein ganz zurückgetreten ist, sondern es^ ist auch eine große Januar 19 05 für die Beförderung von Steinkohlen rc? ÜOm^,r .ou2.a.^ cn ^nne, da zrogchen ihr ruckläusige Bewegung an ihre Stelle getreten. Dazu kommt noch, und Koks vom Ruhraebiete nach dem Sieg- £ahn=> unb ,E)rem satten fern Bnesivechfel stattfand. daß auch Finanzminister v. Rh ein haben sich veranlaßt sah, und Tillgebiet eine Ermäßigung zugunsten des Lahn- "Unschöne Reklame. Man hat sich schon häufig x®gP'c ^kn syeziNen kalten Wasserstrahl zu teil werden! und Tillgebiets erfahren ha^e. Tie Frachtermäßigung mit Recht über die Verunzierung schöner IQnb^^^Qft(i^^er ^nf^igcm^nbu^^Ti3OTd^nte fiA^nl^ üh^bie^ mMt jtwn: ni^t den von der Handelskammer Punkte durch aufdringliche und geschmacklose Reklamen beklagt, nanzlage "skevtisck aus und warnt/ Uebert^ibun^?seitms wteoerholt geäußerten wünschen, vermindert aber die hat die gesunde Abneigung der Naturfreunde dagegen organi- der Börse. Ansätze zu einer Besserung der gedrückten Tendenz r>eaunsttgung des Sregerlandes gegenüber dem Lahn- sier-t und bereits erfreuliche Erfolge in der Ausmerzung deS L^ben daher, gesteh erfolglos weil Gerüchte von Berlinert und Trllgebret. Uebelstandes errielt rpnf fiA Sxekntwnsverkaufen zirkulierten. Besonders sollen große Poste» c. A-er Handelskammer sind ferner Mitteilungen §ugc<= nfnpn hip ! der Berliner Straßenbahn und der Prince Henri-Bahn genannt gangen über die Kreditgewährung an Firmen in 2cm= t 9 U® m ? Straßenb ldes durch wordett fein, die zu niedrigeren Kursen aus schwachen Händeu renzo Marquez, über .Handels- und Ärkehrsverbält- < L Reklamen. In Planen nn Vmgtlande hat\ m den Besitz von Banken ubergeganaen sind. nisse Abessiniens und über eine zweifelhafte Firma Stadtrat beschloßen, .allen Inschriften und Reklamen im in Bombay. Innern der Stadt, die in irgend einer Beziehung dem Straßen- Tie Eingänge können während der üblichen Geschäfts- bilde zur Unzierde gereichen, entgegenzutreten. Ferner soll $eit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden. *n geeigneten Fällen die Beseitigung derartiger Schilder und --- " ----- j--■ Reklamen verlangt werden." Im Straßenbilde einer Stadt Aus Stad! und Land. muß man der Reklame natürlich weit größere Ellenbogen- ö Freiheit einräumen als im Landschaftsbilde einer schönen - p-nnnnpfiiApr Januar. Gegend, und sich sorgfältig vor allzu großer Strenge hüten. der bMne Qm.inn^n ?' Tatsächlich überflüssigen und zu vermeidenden Geschmacklosig. ^wesien^a m nZTn Bundes seurenkeiten entgegenzutreten wird aber immer das gute Recht der D Dr ® i. b l aus tobnm J h i'- Stadtleitung sein. Auch im Kleinen offenbart sich der Geist, auS roirb einen Bartrag halten der die Bevölkerung einer Stadt erfüllt beNilcke mm’? 5Rc«t tann bic • Kleine TuaesÄrenik. In Australien b-rrschl veiiiicye ^otrsschule ein Kind der Reformation eme enorme Hitze, wodurch zahlreicke Brände verursacht genannt werdenDer Redner ist den Gießenern von wurden. Bei Forles brennen 300 QuadrabBleileii Wald, bei früher her wohlbekannt und hat stets ein volles Haus ae- Düsende 9(ccfcr, Wiesen. Ter Schaden ist bedeutend. besonders unsere Gießener Lehrerwelt. Man kann von dem aroße Al a l e r - A t e l i e r von Büttgen in Flammen. Tas Magazin Vortragenden, der ein ebenso glänzender Redner als genauer 'lt ausgebrannt. Tie benachbarten Holüaebwerk-6)ebäilde sind Sachkenner ist, auf Gnrnd seiner archivalischen Studien rocht bcbrol)t. — Z" dem Konkurse über das Vermoaen des Freiherr,\ «ne maßgebende Beantwartung dieser anziehenden Srnge er- Y V’e ar’a® in "van K 'ö Mv a - KV’Äuft ^uch für Unterhaltung ist trefflich gesorgt, indem kund en ialschung steckbrieflich verfolgt wird. Der Steckbrief oer gemischte Chor des evangelischen Arbeiter-VereinS sowie ^bt von^der Staatsanwaltschaft Hann ooer aus. — Wegen des Frau Prosesior Rahn ihre Riitwirkunq freundlichst in Aus- Auftretens der C h o l e r c» mPolu wurden dort die umfassendsten .sicht gestellt haben. (Näheres siehe Inserat!) £" ^"ßregeln getroffen, um e,n Umstchgreisen der Seuche zu, - Stenographische Statistik. Nach dew -------- /^ch^enen Lehrbuch Der Schule Gabelsberger Aunst UPÖ Wiflenschalt. rrnd nach der Bekanntgabe der Schule Stolze-Schrev üblen •. o x c - r »Mujau. diese beiden Schulen auf den 30 Juni 1005 • ' cr sr?-\c - u chfuhrutig der Landes-Ausstellung MMMWWZM8MWS 39896 Mitglieder, 39888 UMerrichtew- I gj? , . auch nach Erösimma bis' etnv Anwng Amil Zulässig. llchen Meisters der Töne würdig vorbereitet. Die heiitige ----‘ -----------•.— ■■■ Aufführiing war in der musikalischen Wiedergabe ganz vor- HlsrNtiaslN-IcituNg. trefflich abgerundet und ließ auch in der Besetzung der Haupt- ~ Die K'ö n i gl. E i s e n b a h n di r e k t i on -u Franko partien nichts zu wünschen übrig. Herr Spen,ann, ben Mur 1 uns: . . — - - — 1 Im Schlußsatz des nut „ebremberq" über)dn;ebenen Wrti-i kess in Nr. 305 erstes Blatt vom Freitag den 29. Dez. v. I. wurde b-erichtet, daß die Staatseisenoahnverwaltung erst nach dem Unfälle^bei Spremberg zur Einrichtung der Zugsicherungen durchs elektrische Ctreckenblockung und telephonische Verbindungen der Stationen mit den Bahmv-ärtern geschnitten sei. Demgegenüber köimen wir mitteilen, daß beide Artm der genannten Zugsicherungen und zwar nach dem neuesten Scaude der technischen Wissenschaft, seit Jahren auf den deutschen Eiserrbahnen eingerichtet und im Betriebe sind. Selbstverständlich konnten sie nicht gleichzeitig auf allen Strecken des großen preuß. ^toatsbahunetzes eingerichtet nperbeu. Aber Jahr für Jahr werden sie weiter ausgedehnt und verbessert. Der Bezirk bet Königlichen Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. ist mit beidm. Einrichtungen in weitem Umfange ausgerüstet. _____ _____________________ Berlin, 10. Jan. Die städtische Verkehrsdeputation nahmt als einen Mißstand empfunden, daß das Verzeichnis! I beute bie Verträge mit der Hoch- und Untergrundbahn der ausländischen Konsuln im Deutschen Reiche nicht e 1*7 o - . eJ5IrtClw ^^n Verlängerung der Untergrund-' immer die ^ienstberirke der Konsuln enthält Qnm Metz, 10. Jan. Die Zeitung ,ßorratn' meldet aus bahn vom Potsdamer Platz na^ dem Meranderplatz und wettev Teil ist dieser Mißstmtd darauf Aurüawfüfiren bnü Siocourt bet Sehne: In der vergangenen Nacht wurde auf brs zur FrameckistrasE mit einigen iinnrefentliehen Aenderungen den Konsuln bestimm- abgegreL Bezirke nicht zu- den Grenzaufseher Luedke in dem Augenblick, alsi erLjn Äta .Ä’^ getmesen sind. Nachdent letzt bekannt Fewordeu war, m feine 50 Meter vom Dorfe entfernte Wohnung zurück- weitergeführt werden. An der Ausführung des Unternehmens daß die Regierung der Vereinigten Staaten von Ame- kehrte, ein Mordversuch verübt. Ein Individuum, baS ist nicht mehr zu zweifeln, weil Siemens u. Halske die behörb- rika eine Neuregelung ihres Konsulatswesens durch mit einem Mantel bekleidet war und als Kopfbedeckung eine licfw Genehmigung crhiettcir Zuteilung besonderer Bezirke an die Militärmütze trug, feuerte ans den Grenzaufseher, bcr CäZ..TTf Konsuln zu planen f di eint, hat dte Handelskammer ®.uRflV gn - . ,!l 'l!'ln? ltT’ ■ w»’4 !ü8- *ibfÄN rTur büÄ Arte h°n Ä?l'chmingm . \i5ilb2 b'r tf4f»; „ .;._■ M bmtm ®tr Ä! 'M. S v utotmt Mbit ?nt”9r«i,bba6t Z«rlnlW StiQVinb weites “tlufen Änderungen ~1C Untergrund» i h! b°Ä°hn^ y ^Unternehmens ”• Salsk die b-hörd» '•“ter verurteilte beute rvdci^cn Vergehens ^ahrGesänqnis Must der öffentlichen astung ungeordnet. !N be^to. einer Woche lLswiNslSaft. i i c n. lieber die am 1 in Gießen in Gegen> R Geinerken-Ver- lters-öessen wird rfcn, welche 945 §Uxe wt an Stelle einiger fccufigcnftatbt, &r üblich QrtMbiL den ÄmmchMNt Ferner wurde Tib MMrichtungaj NN medizinisches ßkitz mb, und die Fassung seiner stärkeren Sohlen- ■t ist und die Fertig' r Vollendung kommen ter Bade-Anstalt orte Anlage zur Tafel» GewerkenversanmlMg emeinde. i Südanlage), lat 1906. Mng gebracht, W zur Geltung kam, NIM n es iit auch eine große len. Dazu konmä noch, cn sich veranlaßt sah, estrab! -u teil werdet zwar die grgenwawg iich aber über bitfr lebertteibungen, seitens kt aedrülkten &nbm s-rilchte von W« r-3 sollen groß- Mg e Lenri-Bahn flagg aus schwachen Sanden sind. esellsihast- auar 1S0S- ni*5 Wetter an V ■ *2 1 5" /örled ber5 p Danksagung W Todes-Anzeige Pflegerin Heute mittag 1 Uhr verschied nach langem, schwerem und mit Geduld ertragenem Leiden Die Beerdigung findet Freitag 4 Uhr von Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. K I w K tz '.'•V t R- 8 I Nt W I WßWWWDMDWWWW^ 3 R D Verein der Gnslinirtc vsn Kiefjcn n.llnißegcnd 8.V. Wir setzen unsere Mitglieder hiermit von dem Ableben un eres Kollegen 311 Georg Herrmann qejiemenb in Kenntnis und M'uchcn mn zahlmche Be- teilignnq'bei der am Freitag dem 12. d. Mts., nachnnttags S>/, Uhr staitfindenden SBeerbigung. Der Lorstand. Grossh. Bürgermeisters Phil. Christ. Heller II in so reichem Masse bewiesen wurden, insbesondere dem Herrn Stiftsdechanten Klingelhöffer und Herrn Regierungsrat Dr. Wagner, sagen wir allen unsern herzlichsten Dank. Die tieftrauernden Familien: v»/r e Höller, Vogt, Bimmer. Lieh, den 10. Januar 1906. FME in Worms gestern sanft verschieden ist. 310 BÄ [0193 äglich irische H. Klotz Ww., MäuZburg 17. und Schmierkäs Hinter der West-Anlage 5. Friedberg, 8. Januar 1906. Großh.Hochbauamt: Haag. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharina Nupp, geb. Peter Johann Melchior Rupp, Oberpostassistent. Gießen (Grünberger Straße 39), 11. Januar 1906. Todes-Anzeige. Gestern abend 10 Uhr verschied nach langem, mit Geduld getragenem Leiden mein lieber Gatte, unser Bruder, Schwager und Onkel Georg Herrmann Gastwirt welches wir Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme mitteilen. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, an den Bahnhöfen 80, den 10. Januar 1906. Die Beerdigung findet Freitag, den 12. d. Mts., nachmittags 2% Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt.' 300 Vergebung von Barmrbetten.. Die bei der Umwabrungsmauer des neuen ZellenflugelS bei dem Landeszuchtbaus Maricnschloß vorkommenden Erd-und Maurer» arbeiten sotten unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16.JunS 1893 aus dem Wege öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden. Zur Ausführung sind vorgesehen: in„ , 404 cbm Erdaushub; 270 cbm Fundamentmauerwerk; 1065 cbm ausgehendes Bruchsteinmauerwerk. Zeichnungen, 'Bedingungen unb Llnqebotslrnterlagen liegen »owoh! bet uns, als auch auf unserem Ncubaubnrcau in Rockenberg zur Einficht offen. Die Angebotsunterlagcn werden» gegen Eruattting der Selbstkosten abgegeben. " Tie Angebote sind verschlossen, poslfrei und mit entivrechendev Aufschrift versehen bis zum Mittwoch, den 3t. Januar l. I.» vormittags 11 Uhr, bei uns (Friedberg Hochbauamt) einzurcichen, zu welchem Termin die Eröffnung der Angebote im Beisein etwa, erschienener Bewerber erfolgen wird. Zuschlagssnst: 4 Wochen. Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Konrad Peter Oberpostfchaffuer i. P. Submission. Es kommen durch Großh. Kurverwaltung und durch Großh. Oberförsterei Ober-Rosbach, Revier Bad-Nauheim zur Vergebung: I. 300 cbm Mainsand, II. 50 cbm Laurenburger Pochkies. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Bureau des Unterzeichneten, Badehaus IV, Südpavillon, eingesehen werden. . Y , or , Offerten find verschloßen und mit entsprechender Aufschrift versehen, spätestens bis zum 17. Januar d. I., vorm. 11 Uhr auf dem genannten Bureau abzugeben, woselbst im Beisein etwa erschienener Submittenten die Oeffnung der Angebote stattfindet. Bad-Nauheim, am 8. Januar 1906. Diy Dr. Weber. Milch, saurer Rahm geschossene empfiehlt [0201 3M0', 100.20 4Oesterr. Goldrente. Oesterr. Silberrente 100.80 Obcrschles. Eisen-Indnstrie 130 60 Portugiesen ITI 3% Mexikaner . 97 80 Tendenz: ziemlich fest. Berliner . 246.00 . 128.20 Lombarden E. B Nordd Lloyd . Türkcnlose . . Uncrar. Goldrente . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . FJe'ktriz. Lahmeyer . . Elektriz. Schuckeit . . Escbweiler Berrwcrk . Gelsenkirchen Bermmerw. mir all. Zübeh.(H St.) per I.Apr.zu verm. 137] Grünberger Str. 13. 2°Zimmer°Mansardenwohnung m.Zub. an ruhige Leute zu verm. 148| Landgraf Philipp-Platz 7. 2-Zimmer-Alansardemvohnung m. Zub. an ruhige Leute zu verm. 274] Landgraf Philipp-Platz 7, p. Schöne 2-Zirumerwohnuug Zwel oder drei unmöblierte Zimmer, elcfr. Licht, Badeein- rlchtung, sofort zu vermieten. 2551 Grünberger Straße 22. Per sofort eine schöne Man- sardeuwohuuug mit Zubehör zu verm. Ludwigsplatz 15. [0198 1—2 schöne Zimmer, möbliert oder unmöbliert, zu vermieten. Schönes Haus aut flottgehendem Svezereigesch., 3aden u. Wohnung frei rentierend, umständehalb, billig zu verlaufen. Schriilliche Anfragen unt. 0208 an d. Gießener Anzeiger erbeten. tMTMUtziM 25 Mk. u verkaufen. 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Februar ähnliche Stellung. Schriftliche Angebote unt. 0210 an den Gießener Anzeiger erbeten. (>räulein, geb., aus guter Fa- O milie, sucht Stellung in feinem Hause für 15. Januar ob. 1. Febr. Selbige ist erfahren im Bügeln u. Nähen, auch willens bei 1 bis 2 Kinbern. Auch würbe biefelbe, da im Kochen erfahren, mithelfen. Schriftliche Angebote unt. 0209 an den Gießener Llnzeiger erbeten. Eine Wirtschaft süchtige Flickerin empsiehlt sich. Näh. Wolsstr. 20, H. v. [0199 am hiesigen Platze in guter Lage per 1. Februar zu verpachten. Schriftliche Anfragen unter 55 an ben Gießener Anzeiger erbet. SW ^iegelei-Bcsttzer, »velche für 1906 Felbbranbitelne anfertigen lassen wollen, können sich vertrauensvoll cm Ziegel- meister Martin Zilch, Rvus> Hausen b. Bebra wenden. [°171 Unterricht in der DoppeUe« Buchhaltung gesucht. Schriftl. Angebote unter 0169 an den Gieß. Anzeiger erbeten. Hetzgerei in WeM, beste Lage, Wirtschaft im Hause, zu verpachten. Schriftliche Anfragen unter 248 an den Gießener Anzeiger erbeten. Bier Studenten wünschen guten, einfachen Mittagöttfch in einem Prtvathause. Schriftl. Angeb. mit Preisang. unter 0195 a. d. Gieß. Anzeiger erb. toßtr MtMtMsß durch Vertretung einer hochangesehenen Sterbekasse. Offerten sub F. E. 28 befördert Daube & Co., Fraukfurt a. M.|b10/t QTI. .nimmt eine Foxterrier- Hündin für einige Zert in Erziehung? Schriftl. Angebote m. Preismig. unter 304 an den Gieß. Linz, erb. Üsle-äzggea'ei Haus an verkehrsreichster Hauptstraße und nahe der Kaserne gelegen mit Hof, Scheuer u. Stall, vörzügl. geeignete Lage für Metzgerei ist zu verpachten, cventl. ist späterer Kauf nicht ausgeschlossen. Schriftliche illnfragen unter 315 an ben Gießener Anzeiger erbeten. Mark 38 MO, im Ganzen ob. geteilt an 1. Stells zu 4 % auszuleihen. Schriftliche Anfragen unt. 0207 an den Gießener 'Anzeiger erbet. 15 OOO Mark an 2. Stelle auf I^Obsckt alsbald zu lcihetTgesucht. Schriftliche Aitgebote unt. 0190 an ben Gießener Anzeiger erbeten. Adam Schleich aus Rübbings- hausen (Oberhesien) bittet hier- burcl) die belcibigte Marie Heidt aus bemfclben Orte um Berzeihung.[305 reisende Hospiz Damen a im evang. Schwesternhaus, €iie*»en. lohannesetr, 1. Sektion Giessen D. &. Oe. A.-Y. Sonntag, ben 14. knüllt ßü Gleiberg, Fellingshausen, Düns- berg, Bieber. Abendeffen in ber Gießener Hütte, Abmarsch 81/, Uhr norm. von ber Labnbrücke. |vuZ, o l2.1.118.8.6to.> ™ Vers. W. W. L 8. Wz.