Freitag 7. Dezemver 1906 Erstes Blatt H |2100 Abonnenten 1SV. Jahrgang Baben. Auf unserem Großherzogtum einer Inspektion zu unterziehen. Es ist durch eingehende Bestimmungen Vorkehrung getroffen, daß die Besuche in den Fabriken nicht vorher zur Kenntnis der Leiter kommen: dadurch wird die Gewähr geboten, daß der Aufsichtsbehörde nichts entgeht, was Remedurbedürftiges in einem Fabrikanwesen vorkommen sollte. Durch die Anstellung von Assistentinnen als Gehilfinnen der Gewerbeinspektoren ist auch dafür Sorge getragen, daß die Arbeiterinnen ihre Wünsche und Klagen einer Person anvertrauen können, zu der sie schon durch die Gleichheit des Geschlechts mehr Vertrauen haben. Das Wirken unserer Gewerbeinspektoren und ihrer Assistentinnen ist anerkanntermaßen ein sehr segensreiches geworden. Nur grundlos wühlende sozialdemokratische Agitatoren und Volksverhetzer wollen diesen Zweig sozialer Fürsorge des Staates nicht anerkennen. Freilich, diese staatliche Tätigkeit paßt ihnen nicht, da sie sehen müssen, daß auch über ihre von sozialen Ideen sprühenden Köpfe hinaus seitens des Staates praktische Arbeit auf dem Boden der Sozialreform geleistet wird, die schon schöne Früchte gezeitigt hat. Den Nimbus, den die Sozialdemokraten um sich zu verbreiten wissen, daß sie allein die geborenen Verfechter der Fürsorge für das Wohl der Arbeiter sind, beginnt allerdings zu schwinden, wenn die Arbeiter einsehcn, daß die sozialdemokratischen Ideen eitle Hirngespinste sind, während ein Fürst und eine Ne- gierung, von Liebe für die Arbeiter des Landes getragen, mit ihren sürsorgenden Maßnahmen Erfolge zu verzeichnen haben. Möge unser Landesherr und unsere Regierung, getragen von dem Verständnis der Bedeutung unserer sozialen Verhältnisse, sich den Ausbau der Einrichtungen zur Fürsorge für die Minderbemittelten unseres engeren Vaterlandes auch weiterhin auaelegen sein lassen! Nr. 288 Cr|d)ftnl tdfltt J) aiiBti SonniagA. Dem (Äiefjentr 9ln*etqet toeihcn im Wechsel mit dem hessischen Landwirt du- Siebener Familien« blätter viermal tn der Woche bciqeicgt Rotationsdruck u. Verlag der Brühl schen Umoeri.-Buch-u. Siem- bmderet. R. Lange. Redaktion, (trpeOinxm und T ruderet: Schul st ratze 7. Redaktion 113 Verlag u.Exveb. e=ü$51 Adresse für T cool dien: Anzeiger Wietzen. WWWW» der Tagesordnung fteht die Interpellation Speck (Ztr.) betreffend d'e Verwendung von als Futter- g e r ft e verzollter Gerste als M a l z g e r st e. Abg. S v e ck (Ztr.) begründet d'e Jntervellotion. Aus Dänemark und Oesterreich-Ungarn eingeführte Gerste ist im wesentlichen Mal'gerste, die aus Rumänien, Rußland und den Vereinigten Staaten von Nordamerika Futtergerfte. Nun ist es eine Tatsache, daß seit dem Inkrafttreten des Zolltarifes die Vezn gSp reiOi moimtli5 Bl., durch die Bolt lUf.2.— Dienet- jährt, ausidil. Beuellg. Annahme von riitjetge» für die iaqe6iiiiiiiinet bis Doniuttiuie 10 Uhr. ßeilenptetS. lokal 12 Ut» außiuärtS 20 B'q. Verantwortlich *üt den pohL und allqem, Seil B- Wittko »ü« .Stadt und Land^ und -(Äend)lGUial* Ernst peb. ftii den ^ln» seiaenteil Han « t*e Deutscher Reichstag. Sitzung vom 6. Dezember 1906. Dm Vundesratstische Frhr. v. Stengel und Frhr. v. Rhein- Einfuhr von Malzgeri'e auaenfällig abgenommen hat. Vom Bedarf allein kann dieser Rückgang nicht abhangen. Die Importeure scheinen nun einen Umweg für ihre Ware zu wählen, um den Anschein zu erwecken, als ob e5 sich um Futtergerste handle. Eine Aenderung der Teklarationsarten zur Unterscheidung der Futtergerste, die nur mit 1.30 pro Doppelzentner verzollt wird und von Malzgerste, für welche der Tarif 4 Mark vorschreibt, ist unumgänglich. Durch die jetzige Methode wird oft eine Unsicherheit und Verwirrung hervorgerufen. Dies wäre vermieden worden, wenn die ursprüngliche Bezeichnung Braugerste beibehalten nrre. Die Aussübrungsbeftimmungen zum Zolltarif in dieser Beziehung sind höchst unklar. Durch den gegenwärtigen Zustand wird weder den Interessen des ReichsfiskuS noch denen des heimischen Gerftenbaues entsprochen. Die Manipulationen der Importeure sind ein offenes Geheimnis unter allen Einaeweihten. Das sollte auch dem Reichskanzler bekannt sein. Früher sicherte die Regierung auf das Bestimmteste die genaueste Deklaration der Gerste zu. Wo ist aber bie, Einlösung d'eseS Wortes geblieben? Millionen s'nd dem Reichsfiskus d"rck> diese Unterschleife entgangen. Der Haupt wck des Zolltarif war die Förderung der Landwirtschaft. Ihr sollte auch die Zollvergün^igung für die Futtergerste ungeschmälert zu Gute kommen. Wir müssen daher darauf bestehen, daS Reichsschatzamt aus seiner Reserve herauszubringen. (Beifall.) Staatssekretär Frhr. v. S t e n g e l führt pu8: Ohne Zweifel bietet die angeschnittene Position des neuen Zolltarifes die größten Schwierigkeiten in der Ausführung für unsere Zoll- behörden. Die Deklarierung der Gerste ist nicht leicht. Man muß dabei auf die Entstehungsgeschichte des Zolltarifes zurückgehen. In der dritten Lesung des Tarifes hielt der Reichskanzler es für s achlich und gerecht, zwischen der ausgewählten hochwertigen Malzaerfte und der minderwertigen Futtergerfte zu unterscheiden. Graf Posadowsly hat auch unter Halbgerste nichts anderes als Braugerste verstanden. ES wurde verlangt, als Malzgerste die noch keimfähige Ware zu höherem, die nicht keimfähige eventuell verdorbene Geräte als Futtergerfte zu niedrigem Zollsatz einzuführen. Die Unterscheidung in keimfähig und keimunfähig war aber nicht möglich, da sonst Rußland, zum Abschlüsse eines Handelsvertrages sich nicht hätte bereit finden dürfen. Von falscher und willkürlicher Anwendung der Vorschriften ist keine Rede, und auS den Berichten der Zollkontrolleure, beispielsweise aus Hamburg, geht hervor, daß Unterschleife nicht beobachtet werden. Der größte Teil der Brenn- gerste ist überd'es inländisches Produkt. Eine verschärfte Denaturierung der Futtergerfte ist nicht denkbar, da dadurch ein großer Teil der kleinen Mühlenbesitzer des Inlandes, die Gerste zu Schrot vermahlen, schwer _ geschädigt werden würden. In wenigen Fällen nur sind Verstöße gegen das Zollgesetz wahrgenommen und die Einziehung von Zolldifferenzen angeordnet worden. Zu einem energischen Einschreiten der Zollbehörden fehlte es an Anlässen. Jede Kritik des gegenwärtigen Verfahrens ist unberechtigt. Auf Antrag Schädler findet eine Besprechung der Interpellation statt. Abg. S ü d e k u m i'Soz.) führt aus: Die Behandlung, welche diese Interpellation seitens der Regier-ng erfahren hat. stehl in einem be-eichnendeu Widersprach zur der Vchrudlung vn'erc- Fleischnotinterpellatiou, d'e immer noch nicht auf der Tages orduimg erscheint. Wir können d's Ve-reben des Zentrums den höheren Zoll aus einen sehr großen Teil der Gerste überhaupt auszudehnen und damit die Lebensmittel zu verteuern durchaus nicht anerkennen. Abg. 2r. P a a s ch e (nl.) erklärt, von den Ausführungen deS Frhrn. v. Stengel sei er nicht besriedigt. Aus den Verhandlungen über den Zolltarif ergebe sich zweifellos, daß alle Gerste, die nicht zu Futterzwecken benutzt wird, mit einem höheren Zoll belegt werden sollte. Nach den Mitteilungen, die ihm gemacht worden seien, gebe eS ein Mittel, wodurch die Gerste denaturiert werden könnte. Jedenfalls müßte verhindert werden, daß auch fernerhin gute Mallaerfte als Futtergerfte eingeführt werde. Allerdings glaube ich nicht, daß für den Reich^'iskus ein zis'ernberechenb<'rer Sck>^dm entstanden ist. Es rei aber wünschenswert daß alle zu niedrigem Satze eingeführte Gerste denaturiert werde. Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben glaubt nicht, daß durch die bisherige Handhabung der Vorschriften der Staats- s'skus geschädigt werde. Zu Brennger'le werde meist inländische Gerste angeweudct. Jedenfalls sei aber zu erstreben, daß nicht dadurch, daß gute Gerste zu niedrigem Zollsatz eingefühtt werde, unsere Landwirtschaft geschädigt werde. Die Gersten'ollordnnng ist noch nicht ein solches Ungeheuer, wie Speck aussührte. Sie ist wohl überlegt und sorgfältig ausgearbeitet und erwogen. Abg. Kämpf (fr. 23g.) erklärt, eine Verschärfung der^zoll- tarifarischen Behandlung der Gerste ist nicht notwendig. Schon ietzt wird ost in einer Weise verfahren, die nicht in Einklang zu bringen ist mit den Bestimmungen der Handelsverträge. Abg. Hufnagel (kons.) bestreitet, daß bei den Handels- vertragsverhandlungen ein Unterschied zwischen Brenngerste und Braugerste gemacht worden sei. Zu Brennereizwecken wird Gerste nicht verwendet, sondern nur in Malz umgewandelte Gerste. Die Grenze von 65 Kilogramm per Hektoliter gibt keinen Anhalt iftr die Differenz von Malz und Futtergerfte. Wir Süddeutsche bestehen darauf, daß die Futtergerfte keimunfäbig gemacht wird, um nicht als Malzgerste verwendet werden zu können. Dbg. Go t he in (ft. Vg): Bei den Zolltariverhandlungen kamen nach den Aus'ührungen PaascheS umfangreiche Knhhandels- geschäste vor. Vielleicht erfahre man auch noch etwas über W kautinische Joch, in welches die Regierungen seiner Zeit einge'wangt wurden. Die Gers'enzollordnung darf nickst ver- schärft, sondern muß im Interesse der Landwirtschaft erleichtert werden. (Beifall links.) Abg. Stauffer (W-'rtsch. 23g.): Die praktischen Landwirte müßten billige und kräftige Futtermittel haben. Hierbei sei eine unterschiedliche Tarifierung von Malzgerste Und Fnttergerste unbedingt nötig. Wenn man auf sozialdemokratischer Seite immer noch auf d'e angebliche Fleischnot hinweist, so werde seine Partei -sich schließlich gezwungen sehen, den Reichskanzler zu interpellieren, um dem fortwährenden Fallen der Fleischpreise entgegenzutreten. (Grobe Heiterkeit.) Die heutige Gerstenordnung leidet an einer ungeheuren Schwäche, welche speziell die Landwirtschaft schädigt. Die außerordentlich leichte anatolische Gerste wird beispielsweise, nachdem sie zu billigem Zollsätze ein* geführt ist, fast durchweg als Malzgerste verarbeitet. Wir stimmen der früheren Erklärung des Staatssekretärs bei, daß Gerste, die als Malzgerste geeignet ist, aber zu Futterzwecken verwendet und zu einem billigen Zollsätze importiert werden soll, benafricr- werden muß. Dbg. Gamp (Rv.): Es ist fast unmöglich, mit einem Manne, der zwar einen vorwiegend landwirtschaftlichen Wahlkreis vertritt, von den Interessen der Landwirtschaft aber keine Ahnung hat, wie Herr Gotbein, Über landwirtschaftliche Fragen zu bi§* futieren. Die Vertretung dieser Interessen möge er uns Überlassen. (Heiterkeit.) Auch Herr, Kämpf ist nicht orientiert. Die kleinen Bauern in Bayern und Württemberg haben da? Hauptinteresse an dieser Frage. Es handelt sich nicht um den Großgrundbesitz, gegen den er sich wandte. £)ie Annahme, daß die Braugerste besonders gute Gerste sei, tft auch irrtümlich. Vielleicht ließe sich bei der Unterscheidung eine Bestimmung des bürgerlichen Gesetzbuches anwenden, haß man unter zu Grundlegung des Kausalzusammenhanges diejenige Gerste mit einem höheren Zollsatz belegt, welche eingeführt wird, um demnächst an Brauereien für Brauzwecke verkauft zu werden. Den SttatS- fekcttar bitte ich, W Gesetz so anzuwenden, wie die Mehv- be'tSpwteien es gewollt haben. Abg. Kohl Cotr.) bedauert, daß die süddeutschen Bundes» ratsbevollmächtigten nicht anwesend sind, da es sich doch um Hauptvrodukte Süddeutschlands handelt. Hätten die Mehrheits- Parteien nicht zu viel Vertrauensseligkeit besessen, sondern die jetzige Haltung der Regierung vorausgesehen, so würde die Abstimmung über den Zolltarif ein anderes Bild bekommen haben. Mit dem jetzigen Zustande muß gründlich aufgeräumt werden. Dem Abg. Osel sind von einem RegierungSrat des Reichsschatz. amtes seinerzeit Zusicherungen gemacht worden, die mit der jetzigen Praxis der Regierungen im krassen Widerspruche stehen. (Hört! Hört!) Staatssekretär Frhr. D. Stengel erwidert, er wisse von einer solchen Unterredung nichts. Ueberdies seien die Erklärungen eines Regierungsvertreters nur maßgebend, wenn sie vom Bun. descatst'sche aus erfolgen. Privatunterredungen seien nicht ausschlaggebend. Abg. Stolle (Soz.) weist auf die bestehende Teuerung hin. Ta solle man die Wucherwirtschaft nicht noch weiter treiben. Abg. N i ß l e r (kons.) bittet die Regierungen, das Versprechen, alle Futtergerfte, die über die Grenze gebracht werde, keim- unfähig zu machen, zu haltern Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Speck, Stauffer unh Gothein tritt Vertagung ein. Präsident Graf Balle ft rem teilt mit, daß der Abg. Raab (Wirtsch. Vg.) sein Mandat niederlegte. Nächste Litzung Freitag. Algeciras'atte, Interpellation betr. Eisenerze, Gesetzentwurf betr. Phowgraphieunterricht. So.iatpot Lisches in der hessischen Kes.hßckong. Eine hochsinnige Entschließung unseres Landesherrn hat, wie schon mitgeteilt, die Taufe unseres Thronfolger? gebracht. Die Fürsorge für die Säuglinge und Wöchnerinnen, sowie für Schwangere aus den minderbemittelten Ständen ist es, die durch das hocherfreuliche Ereignis im Großh. Hause das besondere Interesse des Fürst en-Vaters hervorriefen. Doch wie mannigfache Maßregeln köniren wir in der Gesetzgebung der letzten Jahrzehnte finden, die auch von einem hohen sozialen Verständnis unserer Fürsten und unserer. Regierung zeugen! Zwar war die Tätigkeit der Bundesstaaten in den 80er Jahren, nachdem man im Reiche nach der von so weitem sozialpolitischen Verständnis getragenen kaiserlichen Botschaft angefangen hatte, die kaiserlichen Ideen durch die Versicherungsgesetze zu verwirklichen, hauptsächlich darauf gerichtet, den Gesetzen, die doch als ein Novum der Gesetzgebung in der ganzen Wett erschienen, bei Interessenten Eingang und Verständnis zu verschaffen. So ist auch in der Gesetzgebung unseres engeren Vaterlandes in dieser Zeit noch nichts von dem wahren sozialen Hauch der Botschaft des kaiserlichen Herrn zu verspüren. Es sind lediglich Ausführungsvorschriften und -Anordnungen zu den Reichsgesetzen, die als Bestimmungen von sozialer Bedeutung in dieser Zeit erschienen sind, und zwar finden wir darunter teils reine landcsgesetzliche Bestimmungen, welche die Reichsgesetze als Ergänzungen oder AenderuugeN zugelassen haben (so z. B. das Gesetz vom 4. April 1888, die Ausführung der Unfall- und Krankenversicherung der in land* und forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen auf Grund des Reichsgesetzes vom 5. Mai 1886), teils Ausführungsbekanntmachungen. Das Jahr 1893 brachte uns dq^ Gesetz über die polizeiliche Beaufsichtigung^ von Mietwohnungen und Schlafstellen, was weiter Veranlassung gab £U dem Gesetz vom 9. Juni 1894, die Befreiung gemeinnütziger, auf Errichtung von Wohnunaen für Unbemittelte bedachte Unternehmungen von Gerichtsgebühren und Stempel betreffend. Das erstere hatte zweifellos hohen sozialen Wert; durch dieses Gesetz wurden die schlimmsten Mißstände im Wohnungswesen beseitigt. Mit der wachsenden Erkenntnis, daß die Wohnungsfrage ein HauptpunktdersozialenFrage sei, mußte sich jedoch immer mehr der Gedanke Bahn brechen, daß mit dem Polizeigesetz vom Jahre 1893 den Anforderungen der heutigen Kultur auf dem Gebiete des Wohnungswesens nicht genügt sei und daß sich besonders der Staat auf diesem Gebiete praktisch betätigen müsse. Aus dem Drange heraus zur Betätigung dieser Sozialpolitik ist dann auch das Gesetz vom 7. August 1902, die Wohnungsfürso rge für Minderbemittelte betreffend, entstanden. Es darf und soll dabei nicht vergessen werden, daß in dieser Materie mehrfach wertvolle Anregungen aus den beiden Ständekammern erfolgten, so insbesondere im Dezember 1899 von den Mitgliedern der ersten Kammer, Frhrn. Heyl ^u Herrnsheim und Frhrn. Ludwig Riedesel zu Eisenbach, durch welche teilweise bis dahin völlig neue Gesichtspunkte zur Regelung des Wohnungswesens eröffnet wurden. Durch bas Gesetz wurde die Landeskredtikasse ermächtigt, an Gemeinden Darlehen zur Förderung des Baues von Wohnungen für Minderbemittelte bis zum Gesamtbetrag der Kosten zu gewähren. Bezüglich der Rückzahlung und der Verzinsung dieser Darlehen ist bestimmt, daß jedes fünfte Jahr der eigentlich der Dar- lehnsgewährerin zu zahlende Betrag zur Vornahme größerer Reparaturen benutzt werden könne. Die Bestimmung, daß die Gemeinden die verantwortlichen Träger der Bestrebungen auf dem Gebiete der Wohnungssürsorge sein sollen, und nicht etwa auch gemeinnützige Baugenossenschaften oder Bauvereine, ist schon wiederholt und zuletzt noch in diesem Jahre in den beiden Ständekammern Gegenstand von Abändcrungsanträgen geworden; es dürfte wohl zu hoffen sein, daß sich die Regierung zur Abänderung dieser Bestimmung im angeregten Sinne verstehen und auch die direkte Tarlehnsvermittelung unter Ausschaltung der Gemeinden durch ein dahingehendes Gesetz zulassen wird. Die durch den Artikel 12 des genannten Gesetzes geschaffene Landeswohnungs-Jn- Sektion, deren Aufgabe es ist, im Zusammenwirken mit den staatlichen und kommunalen Behörden die Wohnungs- Verhältnisse der minderbemittelten Volksklassen in gesundheitlicher und sittlicher Hinsicht festzustellen und die Gemeinschaft mit dem hessischen Zentralverein für Errichtung billiger Wohnungen, sowie mit den gemeinnützigen Bau- Vereinen des Landes auf Beseitigung der sich ergebenden Mißstände hinruwirken, ist, wie es das Gesetz wollte, ein „Organ der Wohlfahrtspflege" geworben. Es sind schon viele gemeinnützige Bauvcreine auf Anregung des Leiters dieser Einrichtungen entstanden und derselbe ist der Stellung eines Förderers und Beraters der örtlichen Organisationen in vollem Maße gerecht geworden. Es möge noch weiter als eine Bestimmung von hoher sozialer Bedeutung genannt sein die Verordnung vom 15. Juni 1898, die Gewerbeaufsicht betreffend, und ihre Vorgängerin, die Verordnung über die F a b r i k a u f s i ch t vom" 22. Sept. 1894. Die Gewerbeinspektoren sind nach ihrer Dienstanweisung dazu berufen, ohne vorherige Ankündigung von Zeit zu Zeit bie gewerblichen Anlügen in politische Tagesschau. Ueber die Gratulation der sozialdemokratischen Kammerfraktion bei der Geburt deS ErbgroßherzogS sind Revisionisten und Radikale in der Sozialdeinokratie immer noch sehr verschiedener Meinung: Der »Karlsruher Volksfreund^ meint recht vernünftig: Einem | o I d) e n Monarchen gegenüber eine Haltung einzu» nehmen, die zum mindesten nicht notwendig ist, sehr leicht aber persönlich verletzend hätte wirken können, wäre it. E. politisch und «attisch im höchsten Grade nnfhig gewesen. Deshalb gleich Zensuren austeilen, ist wirklich nicht notwendig. Wir sehen wirklich nicht ein, warum ein Monarch, der der Loüaldemokralie gegenüber eine durchaus objektive, von jedweder Gehässigkeit nnb 'lioreimienoinmen- heit völlig freie Stellung einnimmt, nicht auf dasselbe in ensmli ch e Empfinden und aus dieselben Anstands- p s l i ch t e » Anspruch haben, sollte, die wir anderen Menschen gegenüber als ganz s e l d st v e r st ä n d l i ch betrachten. Da muß doch gleich der üble Fr,. Mehring ein paar Kübel »vorn Besten* drüber ausgießen. Seine „Letpz. Volks zig.* fährt los: „Derartige Stilübungen in einer sozialdemokratischen Zeitung finden zu müssen, ist direkt skandalös. Es sind jetzt gerade 100 Jahre her, daß der .jnonsieor de Darmstadt“, wie Navoleon den hessischen GietzenerAnzeiger General-Anzeiger 57 w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Landgrafen mit spöttischer Verachttmg nannte, zum Großherzog promoviert wurde, und es war ein schmutziger Fürstenmantel, den er sich um seine Schulter schlug. Damals ahnte er wohl nicht, Laß einst eine revolutionäre Partei io große Scheu haben würde vor Wandlungen, die einen seiner Nachkommen Jehr leicht persönlich verletzen* konnten. Und nun gar eine Gratulation von Reoublikanern, weil der Fink wieder Samen hat und die erlauchte hessische Dyuastie vor dem Aussterben gnädig gerettet worden ist! Dieser Mehring kennt Anstandspflichten nur in Gänsefüßchen. Der gleichfalls soz.-dem. „Korrespondent für Teullch-- Ianb§ Buchdrucker und Schriftgießer* charakterisiert die „Leipz. Volksztg.* als „professionelles Hetzblatt, in dem die Ehrabschneiderei gewerbsmäßig betrieben wird.* Er drückt sich wahrhaftig noch ganz außerordentlich gelinde aus. Komisch wirkt schließlich noch eine von „Empörung* triefende blutrünstige Resolution der Friedberger Genossen gegen die Kammerfraktion. Selbst die „Oberh. Volksztg.*, dieser täglich in Offenbach zurecht gemachte und mit Gießener Lokalnachrichten schlecht und recht und dünn versehene Gießener- Ableger der „Offenb. Abendztg.*, sieht sich bemüßigt, mit ein wenig Svott die Friedberger Empörten zu bedenken. Südrveftafnkanischcs. W. T. B. meldet heute aus Berlin: Die Budgetkommission des Reichstages setzt die Beratung deS Nachtragsetats fort. Auf eine Anfrage ErzbergerS macht Oberstleutnant Quade fiber die Stärke und die Tislozierrmg der im Schutzgebiete befindlichen Truppen Mitteilung. Tie Starke der Truppen betrug beim Eintreffen des Obersten Deimling 14 500 Mann; jetzt sind noch 10 062 Mann dort. Die Truppenstärke werde bis zum 1. April 1907 um weitere 2000 Köpfe vermindert werden. Eine weitere Verringerung der Truppenzahl sei vor Beendigung des Auf- standes nicht angängig. Redner erklärt schließlich, er könne versichern, daß die H o t t c n t o 11 c u jetzt in ihrer Verzweiflung den Schlußkampf kämpfen: man möge ihnen nicht durch Schwächung unserer Truppen neuen Mut und neue Kraft geben. Gouverneur v. L i n d e q u i st betont die Notwendigkeit, im Norden des Schutzgebietes eine ausreichende Truppenmacht zu belaßen. Tie mehrfach im Süden gemachten Versuche, die Eingeborenen buiTh friedliche Verhandlungen zur Unterwerfung zu bewegen, seien erfolglos gewesen. Erzberger äußert finanzielle Bedenken; setzt seien schon 190 Millionen zu zahlen, ohne ditz Garnison-Bauten usw. Seine Freunde würden für 1907 keinen Pfennig auf eine Anleihe bewilligen. Er äußerte, wa? die Finanzen znließen, seien im Süden 500 Mann zur Aufrechterhaltung der Verbindung. Kolonialdirektor Ternburg erklärt, nach Fertigstellung der Bahn KeetmannShoop würden die Kosten der Truppen von gegenwärtig 9776 Mk. pro Kopf auf 5848 Mk. heri'ntergehen. Bereits während des Baues der Bahn von der Lüderitzbucht nach Kubub seien nach Angabe der Bauleitung an Transportkosten 3*/« Mill, gespart worden. Es bestehe die Absicht, 971 Ansiedlern, die sich bereits gemeldet haben, und anderen waffenfähigen Leuten die Verpflichtung aufzuerlegen, sich zum Dienst zu stellen; so würden später Erspamiffe gemacht werden. Die Regierung beabsichtige ferner, die großen Gesellschaften finanziell heranzuziehen und die ungeheuren Kosten durch Schaffung von Verkehrswegen herabzudrücken, ohne welche das Schutzgebiet auch die Entwickelung nicht nehmen könne, für die es Vorbedingungen biete. Es folgt eine längere Geschäftsordnungsdebatte, in welcher Singer die Aussetzung der Verhandlungen verlangt bi? die Regierungen sich über die Hobe der Forderrmgen klar geworden seien. Der Antrag Singer wird schließlich abgelehnt. Gouverneur von Lindeguist macht in Ergänzung seiner früheren Darlegung weitere Mitteilungen über die wirtschaftlichen Verbältniffe des Schutzgebietes und über die Eingeborenen. Wgs die Schutztnwve gnlgnge, habe er lediglich Interesse daran, daß die für die Sicherheit der Kolonie unbedingt notwendige Truppen- zahl im Schutzgebiete gehalten werde. Er würde sich freuen, wenn die Ausgaben für die Schutzgebiete vermindert nnb dafür mehr Mittel für wirtschaftliche Zwecke bewilligt werden könnten. Leider sei jedoch eine weitere Verminderung der Truppen unmöglich. Enge len (Ztr.) unb Genoffen beantragen, eS solle dalu'u gewirkt werden, daß oont 1. April 1 907 nur noch 25000 Mannin den Kolonien belaffen werden sollen. Nachdem W i e m e r sich dafür ausgesprochen und zugleich erklärt hatte, die Darlegungen Lindeguists hätten einen günstigen Eindruck gemacht, wird die Beratung vertagt. Dagegen meldet das Bureau Herold: v In der Budgetkommission kam es zu einem interessanten Zwischenfall. Nachdem sämtliche militärischen Vertreter sowie die Vertreter der Kolonial-Verwaltung die unumgängliche Not- wendiokeit der Belaffunq einer Truvvenzghl von 8000 Mann in Cüdwestafrika betont hatten, erklärte der Vertreter des^Schatzamtes, Unterstaatssekretär Tw ele, daß die Regierung sich über die Höhe des Bedürfniffes und die Zahl der Gruppen noch nicht schlüssig sei. Sofort stellte der Abg. S i n g e r den Antrag, die Verhandlungen abzubrechen, da eine weitere Beratung nunmehr ja doch keinen Zweck mehr habe, weil die Regierung selbst über die zu ergreifenden Mgßnghmen n'cht einig sei. Hierauf erklärte Unterstgatssekretär T w e ( c, er sei mißverstanden worden. Er habe nur sagen wollen, dgß dgs Reichsschatzamt bisher' nicht informiert worden sei, welche Mittel für die in Cüd- westgfrika belaffenden Truppen zur Verfügung gestellt werden müßten. Tgrguf wurde der von den Sozialdemokraten gestellte Vertagungsantrag abgelehnt. Deutsche» Reich. Potsdam, 6. Dez. Der Kaiser ist heute abend wieher hier eingetroffen. Berlin, 6. Dez. Reichskanzler Fürst von Bülow empfing heute nachmittag den Inhaber der Rooseveltprofeffnr Burg eß, und den früheren Präsidenten der französischen Deputiertenkammer Do um er. — Die französisch - spanische Rote über Marokko ist durch die Botschafter der beiden Mächte dem Staatssekretär von Tschirschky überreicht worden. Der Staatssekretär sprach seinen Dank aus itnb aus ferneren daran geknüpften kurzen Steigerungen dürften die beiden Botschafter entnommen haben, daß Deutschland, so lange die Maßnahmen Frankreich? und Spaniens sich in den Grenzen der diesen Staaten übertragenen Rechte beziehungsweise Pflichten zur Einführung einer Polizei in Marokko halten, mit ihnen einverstanden ist. Zweifellos werden weitere Schritte, die bei den augenblicklich ungeordneten Verhältnissen in Marokko etwa in Erwägung gezogen werden sollten, ebenfalls die Zustimmung der deutschen Negierung finden, wenn das dipl. KorpS in Tanger einschließlich deS deutschen Gesandten in Tanger ihre Notwendigkeit anerkennt. — Ter Landes-Eisenbahnrat hat in seiner heutigen Sitzung mit großer Mehrheit der Vorlage der Staatsregierung über Ermäßigung der Stückgut- und Wagenladungsfrachten für Fleisch und frisch geschlachtete? Vieh zu gestimmt. — Der Bundesrat hat sich entschloffen, die F lei sch - not-Interpellation am 12. Dezember im Reichstage beantworten zu lassen. — Die Reichstagskommission für das Automobilhaftpflichtgesetz führte in ihrer heutigen Sitzung die Generaldebatte zu Ende. Besonders wurde die Frage der Limitierung deS Schadens besprochen: Bei Personen auf 50 000 Mk. bezw. 30 000 Mk. Rente, bei Sachschäden auf 5000 Mk. Weiter wurde die-Frage einer Zwangsversicherung der Automobilbesitzer besprochen. — Im Wege des Disziplinarverfahrens war dem Rechtsanwalt WycynSki in Straßburg (Westpr.) da? Notariat abgenommen worden, weil er einen Kaufvertrag zum Schaden de? Deutschtum? abgeschlossen batte. Wie polnische Blätter jetzt melden, hat die Disziplinarkammer des Kammergerichts als Berufsinstanz dahin erkannt, daß Wyeynski da? Notariat zu belassen sei, zugleich wurde aber auf einen Verweis und eine hohe Geldstrafe erkannt. Stuttgart, 6. Dez. Bei der Landtagswahl in Stuttgart wurden zum ersten Male, wo Abgeordnete auf dem Wege der Verhältniswahlen zu wählen waren, gewählt: 3 Sozialdemokraten, 1 Deutsch-Varteiler (natL), ein Vokksparteiler (Oberbürgermeister v. Gauß) unb ein Konservativer, der auf dem vereinigten Wahlzelle! der Kanfervativen unb Zentrum stand. AuslanS. London. 6. Der. (Unterhaus.) Gibson Bowles bellt die Anfrage, ob eine Konvention oder eine Abmachung zwischen den Regierungen der Bereinigten Staaten und Deutschlands besiehe darüber, daß im Falle einer krieaerischen Verwicklung Deutschlands die deutsche Handelsmarine unter die Flagge der Vereinigten Staaten treten falle, und ob die Regierung irgendwelche Mitt"llunaeu üB»t diese Angelegenheit von dem britischen Botschafter in Washington erhalten habe. Der Staatssekretär des Auswärtia-u Sir Edward Grey erklärt das Bestehen einer solchen Abmachung für unwahrscheinlich. Tubezug auf den Wunsch, daß der Ausbau des Flotten ft ützvuuktes Rooshth mit Eifer betrieben werden ntoae. erklärte der Unterstaatssekretär der Marine, Edmund Robertson, die Angelegenheit unterliege einer sorgfältigen Erwägung. Daris, 6. Dez. In der heutigen Nackimittaassitzuna der Kammer gelangte die Interpellation Jaurds betreffend die Marokko-Frage wr Blutung. Jaurös tadelt die Regierung wegen für Neb erst str un g, womit sie in die jetzigen Ereignisse in Marokko ein gegriffen habe. Man behauptet, erklärt Favres, daß alle Regierungen mit der Haftung Frankreichs und Spaniens einverstanden sich erklärt haben, nachdem ihnen die gemeinschaftliche Note dieser beiden Mächte überreicht worden sei. Redner fragt, wie die Lage sich jedoch gestaltet haben würde in^ dem Fall, wenn dieses Einverständnis zwilchen den Mächten nicht ein vollständiges gewesen wäre. Die schlechteste Politik würde die fein, Deutschland nicht seinen Anteil an dem Vorgehen und der Verantwortlichkeit in dieser großen muselmanischen Frage zu lassen. Wie Franz I. sich auf die Türken stützte, so hat Deutschland in der Besorgnis, durch die europäische Diplomatie isoliert zu werden, versucht, sich muselmanische Kräfte zu sichern. Bei den ersten Schwierigkeiten Werden die betroffenen Mächte sich an Deutschland wenden. Die Muselmanen werben durch das Verhalten der Regierung daru gebracht, daß sie sagen, es gibt nur einen Feind, das ist Frankreich, es gibt nur einen Beschützer, Deutschland. Deutschland ist ein Rätsel. Es ist ehemals durch die Reformationsbewegung zerrissen worden. Nach den Invasionen, die der Revolution folgten, hat Deutschland sich der Gewalt zugewenöet und das bunt tue Mißbehagen des Aufkommens des militärischen Deutschlands lastet auf Europa. Deutschlands Handel hat eine wunderbare En twicklun g erfahren. Deutschland beobachtet reizbar und mutig alle Ereignisse. Es wäre Torbeit, Deutschland einen Vorwand zum Mißbehagen, zur üblen 8,aune zu geben. Niemand hat mehr als ich die französisch-englische Wiederversöhnung begrüßt. Redner bringt bann der liberalen Regierung Englands eine warme Huldigung dar und fährt fort, wenn aber selbst die Jmveria- lisien, die den Transvaalkrieg veranlaßt hätten, auf ihre Regierung einen Druck ausübten, um die französisch-englische Freundschaft zu entstellen, müßte die englische Re- giertmg, um sich deut zu widersetzen, sich auf "das französische Gewissen stützen. Wird man das aber können, wenn wir in die marokkanische Falle gegangen sind? Schon wird die unruhige Sage in Marokko von den nationalistischen Blättern übertrieben. Jaures verliest dann Artikel Clsmeneeaus aus den Jahren 1889 und 1885, in welchen die Notwendigkeit betont wird, Frankreich zu verteidigen, die Idee aber, alle Kräfte zusammenzuziehen, um sie auf Deutschland z u st ü r $ en , kritisiert wird. Elemeneeau habe die Notwendigkeit des Friedens für die Entwicklung der Demokratie hervorgehoben. Wenn uns ein Krieg aufgedrängt werde, habe Elemeneeau gesagt, würden wir ihn cm'uuehmeu wissen. Eine Revanche höherer Art abe^-ist die Wiederaufrichtung der Revublik. Lassen wir uns jetzt, wenn wir den Frieden und die Revanche nur von der Entwicklung des Rechtes tm Frieden erwarten, von niemandem verleiten. Es würde eine Ungeheuerlichkeit sein, wenn wir uns auf obskuren Wegen dazu verleiten ließen, zur Gewalt zu greifen, nm für unser Recht einzutreten. (Beifall auf der äußersten Linken.) ’grof. Uerrihard Stade Am Donnerstag abend, um ^10 Uhr, ist der Geh. ZUrckenrat Professor D. Dr. Bernhard Stabe, Vertreter der Disziplin des Allen Testaments in der th»ologischen Fakultät unserer 9onbc?’,nitierfitnt. seinen schweren Serben erfeaen. Im derbst 1875 h-erhcr berufen, hat er es verstanden, unter den schwierigsten Verhältnissen mit zäl"r Energie den Unterrichtsbetrieb an seiner Fakultät neu zu gestalten und sie zu der Höhe hinauf- zusühren, die ibr eine h-rvorragende Stelle unter den deutschen theologischen Fakultäten sicherte. Er hat aber seine Arbeitskraft von Anfang an auch dem G-samtoraanismus unserer Landes^ Universität zugewendet, die ihm Mehr zu verdanken hat, als '>gend einem von denen, die neben und mit ihm gewirkt haben. Vesonde'-e Fürstr*c hll er dem St'venbienwesen gewidmet, das unter ihm, der seit 1894 d^s Amt b"? Gn^^rrls belleidete, einen großen A"sschwung nahm. Zmeim^l (1882/83 und 1896/97) hat er das Rektorat bekleidet. Als Gelehrter hat er einen tiefen Einschnitt in die Geschichte ferner Wissenschaft bewirkt. Seine in Onckens Alsaemekner Geschickte in Ein'eld-rr^cllungen erschienene „Geschichte des Volkes Israel" (2. Anfl. 1885; 2. Band in Gemeinschall irrt P§Tar Holtzmann. 1888) ist die erste Gesamtdarstellung d'escs heißumstr'ttenen Gebietes auf der Grundlaae neuerer Forschung. Sein „Lehrbuch der hebräischen Grammatik" <1879) und fein mit Karl Siegfried bearbeitetes „Hebräisches Wörterbuch zum Allen Testament" (1893) sind Marll'eine in der Geschichte der hebräischen Sprachforschung. Seine leider unvollendet gebliebene „Biblische Tbeolog-e des Alten Testaments" (L Band 1905) zeigt den Meister in der Verarbeitung der Probleme der israelitischen Religionsgeschichte. Seit 1881 schuf er in der „Zeitschrift für die alltestamentl-iche Wissenschaft" (Gießen, Töpelmanff) daN deutsche Zentralorgan für die wissens schaftlicke Kleinarbeit am allen Testament, zu der er selbst zahlreiche Beiträge lieferte. Seiner wissenschaftlichen Bedeutung im Einzelnen gerecht zu werden, muß einer kundigeren Feder Vorbehalten blliben. Hier fall noch darauf lmmewie'en werden, daß St^de auch die Entwickelung der evangelischen Kirche. b"wnders Hessens, mit warmer, nie versiegender T-'lnahme verstww. Zeugnis davon legt seine Rektoratsr''de von 1883 ab: „lieber die Lage her evangelischen Kirche Deutschlands (wieder abg-'druckL in bt-a .,Ansgcwähllen akade'utz'chen Redm i^-d Abbaudlunaen". 1899). 9(6er auch sejue letzte akad"mifcke Rede, in der er bei Gelegenheit der Gedächtnisfeier der Gründung des Gfhmnafium illustre einen Rückblick warf auf d-e (H'tstehungsg-'schickte unserer Universllät („Einst und jetzt. Rückblicke und A"sblicke". 1905) reugt von diesem Interesse.^ Für alle, die diele Rede im vorigen Iawe gehört haben, ist sie eine wehms'tiae Erinnerung daran, welcher Schatz nickt nur von Wissen, sondern auch von Liebe zu unserer Universität mit diesem Manne zu Gr^be aetragen wird. Die nahe Jubelfeier hat ihn beschäftigt, bis b;e letzte Krankheit ihn auf W Lager warf. Wenn der Llugust 1907 erscheint. st wird in Gießen keiner schmerzlicher vermißt werden als Bernhard Stade, I Stade war am 11. Mai 1848 in Arnstadt /Thüringen) ae^ baren, studierte 1867-^68 in Leipzig Theologie und llassische Philologie, 1869—70 in Berlln und Leipzig Theologie und orientalische Sprachen, bestand 1870 das Kand'dateneramen, pro- mntnerte 1871 in Leipzig znm Doktor der Philosophie, wurde Assistent, bann Kustos an der dortigen Universitätsbibl-othek, nrnmnöier+e 1873 zum Lizentiaten der Theologie und habilitierte sich im Sommerse'ne^-r N^ch zweijähriger W'rkstmk"'t wurde er von Leipzig nach Gießen berufen. Vom 16. Juni bis 15. Oktober 1885 ttrr er interimistischer Verwalter unserer Universitä^K- b'blstthek. Seit 17. Juli 1894 war er Stivendiaten-Ephor''s. Am 25. November 1895 errate sem^ Ernennung zum Geheimen .Kirchenrat. Am 23. Oktober 1900 feierte er daS 25 jährige Jubiläum als Ordinarius in Gießen, bei dieser Gelegenheit wurde ibm d^s Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmfft'gen verliehen. Stade h'uterläßt eine trauernde Wllwe und v'er Kinder. Im Jahre 1876 hatte er sich mit Helene Buff, einer Tochter beSI bekannten Gießener Physikers, vermahlt. In Locarno hatte er gehofft, von seinen schweren Leiden sich zu befreien, doch nach seiner Rückkehr verschlimmerte sich sein Zustand immer mehr. Vier Wochen nach seiner Heimkehr ist er gestorben. Die Beerdigung findet am Sonntag statt. 2^ndl"ng des S ch n s i e n g e r i ch t s Gießen ein über eine Britwt- klage des hiesigen Reän-inwalt-Z 05 r ü n e ip n I b ncqen den Rechts- onw"lt und Petar M c 1- tonn N'dda. ?>n Grunde liegt der ft'M ne ein.* ■ v;\q, Sie b^r bn't'ie Auaeslante als Ver- i'.:birrir des Mei- in ftrnfMfrr^ dieses Z^hr-'s ö^r der b'esiqen ^froif'mmet in einer Strafsache roeqen Duells in seinen, Plaid?!' i"bem er daran' l'nw es. das; das Straiverfahren neren d"N Sind. Me'' ain eine emontome De^ nun’S'Hon d a .'w^eleitet w'-den fei, die ansaeganaen sei van e'n-'m nii"ten 05eqncr des ^'>eNs, einet Nechts^"r'tänd'gen und Nkls'tbe^' - und -' ne"' Feinde her ^"nitie Med. Ties b-be er ninf) in einem Bericht des Gi,'’*’encr ?fn?eiger über jene ^afkew'-'c v?rl gndl"ua in^-derholt. Er er Härte später auch offen, b-’ü er den PrM'tkläaer pemeint habe. Bemerkt w'rd, dns; die TeNunNation durch e''0' an den ftierrn Previn'ialdir''stur Biedert aer'6't"te mit ..Eivis" iwterschriebene ft'arte erwlgte. in her auf stattaefunder' Duell aufmerkfam gemacht w"rde i"'b weiter d"r"nf. b-1’", d"r Polizeiamtm^nn rnd'a eufebe. E^a ■10 3er- -i imb S^chtoerständ'ae darunter O^rirt-fcrf^miMr Dr. Tohto, Seb->'$r-'br>ro von Berlin, Aan»lei'"'t 930Mer von Frank-, furt am M'stn werden a'ifncrtfer’ St-eotsan^alt §^oos wvbnt h'r Verl "«nM'"a als 93crfr'ter befi Ministeriums bei der Nriv'^t-' flau?*- in r.ifixiert von N -A. Fischer von I>;er: Nachdem das (Bericht beschlossen. b;c S'>chto"r''änd'gcn zunächst als 3 eng en ?nt v"rneh"'n, crfj'eH nach Verlesung des Eröffnunasbefchlust'es der Angeklagte dos Wort zur Erwiderung auf die Anschuldigung. Er betonte, daß er in d-m sr^gl. ZeHunasartikel eben fo wie in seinem StraiMir'ner-Vla'boner den Privatkläaer gement l^be, tonn dem ev ieft vbereupt aewes"n sei. b^h er die anonyme ft'-irtc aeichrieben habe, er habe bM 93einer*,,np, dah die Ei '»st"ng d"s Berührens ne-riT d-e Studenten Metz und Beck lediglich auf die sagen. Eivis-ftartc zur'''ck'"führen fei, vor allem um eine milder" B»"rtei^ung zu erzielen, gemacht; er glaubte aber auch, d^h d-s Miui^erirm i"^t endlich mt ©rn^en b'§ so fM -*nne.or:ffenen Beamten tun werde; fernem habe er d Bemerkma gemacht nf§ 5ä-rr seines Korps und schOes 'ch auch habe er den Ar^lel im (^ier’nner Anzeiger veranlagt, damit keine falschen Artikel in die Blätter kämen, wie es ja t't'^chlich in b"r Franks. 3ta aescheben fei. l§r habe ja auch tatiächsich bewirkt, deß das Ministerium sich endlich des in d"r EMi>'-'.ft'''rte anae-r'sfenen B^a^ten angenommen b^be. ES erhielt d^r""f das Wort zur Erklärung der Privat'kläger R.-A Grünewald: Er habe erst einige Wochen n^ch dem Duell d"rch feinen Barbier dwvn ft"nntn;$ erhgst"n. Früher habe er des öfteren schon zu feinen Freunden geäußert, sie mochten ihn mit ftnrtoS* geschichten verschon.'u. Sein foa'na""t"s ^stibi zu bew"i''en, h'elte er itntpr feiner Würde: er wolle hier aber doch erklären, dgß er in d^r kritischen Zeit in seinem Jagdrevier, geweilt habe. Den 3e'tnngsartik"l über die Str"'lammerverh''ndlung habe er zunächst gar nicht verstanden. Bon $5ernt .herberg hätte er aber bald erfahren, bau von der Familie Verdächtigungen gegen ibn ai'Saeaangen seien; er habe allmäl/ich gemerkt, daß sich ^ese Bestrebungen nur gegen ihn aericht"t hätten, dem man einen gemeinen Racheakt imvut-eren wolle.^ Man habe ihm die ver- fch'edenden Wege angeraten. in d'e'er Sache vorzugehen, man habe ihm geraten, vornehm zu schweigen, oder aber tätlich zu werden, schließlich habe man ihm auch zum Duell geraten. Nach eingehender Beratung mit seinen Freunden _babe er sich entschlossen, den Rechtsweg zu beschreiten, weil auf diese Weise allein vollsä'-d-ge Ausklärung möallch s-i. Die E'nleit"ng eines Verfahrens b-*be der Staatsanwalt leider mangels öffentlichen Interesses abge^-hnt, obwohl doch zweifellos ein solches Vorgelegen batte. Wenn man ihm damals die Einsicht der Civrs- Karte gestattet hätte, hätte er sofort d-n wahren Schreiber erkannt. (Fortsetzung folgt.) Gießener Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung für Acücit am Samstag, den R. Dezember: Wieder Trübung. Zunächst keine Niederschläge. Nachts leichter Frost, am Tage wärmer. Auffrischende westliche Winde. r treibt sich seit einigen Tagen ein Mann hernm, der mit einem spitzen, scharfen Gegenstand Frauen verletzt. Er verfolgt seine Opfer eine Zeit- lang, drängt sich an sie be^an und verschwindet nach vollbrachter Tat plötzlich, lieber d-e Persönlichkeit des Ber- brecherß ist noch nichts ermittelt — Es find neuerdings wiederum zwei Personen an Pocken erkrankt und in das Spital eingeliefert wanden. •• London, 7. De». Der Marin eof f izier Tucker, der sich verschiedentlich ausgezeichnet hatte, beging Selbstmord, indem er sich auf die Schienen vor einen heran- brausenden Schnellzug warf. Gräßlich verstümmelt wurde er aufgefimben. Manchester, 7. Dez. Der Unterstaatssekretäv des Kolonialamts erklärte in einer hier gehaltenen Rede, der Tag sei nicht fern, an dem das englische Publikum die Notwendigkeit des Zusammenschlusses der w 6ft- afrikanischen Kolonien Englands zu einem ein- W, W "'<■ Ä-' 59. Lebensjahre von schwerem Leiden durch den Tod erlöst Geheimer Kirchenrat D. Dr. Bernhard Stade Gestern abend 9V4 Uhr wurde mein teurer Mann, unser erntet Vater und Schwiegervater, der ordentliche Professor der Theologie an der Landes-Universität VAt I fegt \t ■ Die Beerdigung findet Sonnta», den 9. Dezember, nachmittags 3l/x "Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt Bekanntmachung. In dem Konkursverfahren über den Nachlaß deS verstorbenen Heinrich Keßler, Schreiner in Lollar, ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf Samstag, den 5. Fanuar 1907, vormittags 9 Uhr, Zimmer Nr. 11, anberaumt. Gießen, den 4. Dezember 1908. BT/,3 G"ostber-w'-'l''^e' Amtsaericht. Dezember 1906. D7/“ Kuli, -luguft, September, Oktober, November, 31. Dezember Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt I. V.: Kahlert. HchtviehmMe in ZarmAM. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß die Darmstädter Zuchtvichmärkte im Jahre 1907 auf nachverzeichnete Tage fallen: 8., 22. Januar, 5., 19. Februar, 5., 19. März, 2„ 16., 30. April, 14., 28. Mai, IX, 25. Juni, Darmstadt, den 3. 9., 2.3 6., 20. 3., 17. 8., 22. 5, 19. 3., 17., Giessen, den 7. Dezember 1906. Helene Stade, geb. Puff. Dr. med. Waldemar Stade, Bonn. Emma Kratz, geb. Stade. Johanna Stade. Gertrud Stade. Dr. phil. Karl Kratz, Mainkur. Dr. med. Hermann Flath. Die glückliche Geburt eines prächtigen Mädchens zeigen hocherfreut an Albert Merlan und Frau Gretel, geb. Kempf. 7268 v Für dis Festtags 7.60 PL an p, Fl. Sortiments Kistchen n. ECörhchen in beliebiger Füllung. L Mark 2.—, 3.—, 5.— und höher. Weinhdlg. LOU“S Lind Kirchenpl. 10 »60 „ „ „ 90 „ „ empfehle x’jWsine SM heitlichen Reich erkennen werde und dieses auch zustand- kommeir werde. Telefoniscäw Kursberichte des Giessener Anzefanrs. mite-ete-lt von der Bank filr Handel und Indnsh Frnnkfnrtor Itör« 3^e/0 Peicbsanleihe . . 9R 3 9(? do. . . 57.15 3 \$°/0 Chinesen .... 96 65 A kft en: Bochum Guss 243.50 Buderus E. W . . 128 30 Tendenz: schwächer. io, (Possen. • 7. Pozcmber. 1.15 Uhr. n'o’-friz. Lalirnever . . 141 00 Flokfrz. Sohnokert . . 190.00 Fsobweilor Bergwerk . 25°.7o Gelsenkirchen Pertrw'.rk . 228 00 TTainhnrtr- Amerik. PnketL 159.30 Tlnrnoner Bergwerk. . . 213 90 I nnrabiitfe —.— \'ord<1 Lloyd . . 130.50 Oboi eo.hlcs. Eisen-T' .lustrie 120.00 Berliner Handcls^cs . 173.25 Darmstädter Bank . . . 14010 Pcntsc.be Bank . . . 240.90 Deutsch-Asiat. Bank . . 171.50 Diskonto-Kominnndit. . . 185.40 Dresdner Bank . . . 158.10 Kreditaktien 218.00 Baltimore- und Ohio- Eisenl ahn . . . 120.00 Gotthard bahn —.— Lombard Eisenbahn . . 35 60 Oesterr. Staatsbahn . . . 145.40 l'rince-Henri-Eisenbahn . 149.50 l?<*iliner llöwe, 7. Dezember. Anfan^skurse. Canada E. B 189.60 Darmstädter Bank . . . 14' -.10 Deutsche Bank .... 210.70 DiTtniundcr-Union C. . . —.— Dresdner Bank . . . Tenden': schwächer. Ilarpener Bergwerk Laurahtttte . . 1 omharden E. B. Nordd. Lloyd . . Tilrkenluse . 213.60 35*60 130.50 Marke „Wildfener“ fernste 6 Pfg. Zigarre! empfiehlt G. C. Volk. Grtlnbergerstrasse 4. 6502 Reichhaltiges Lager erstklassiger Fabrikate in feiler Preislage. Sonntagsverei» für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntage zwischen 2 und 7 Nhr nachmittags im Saale der Klcinkindcrschule, Diezstraße 15, die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen; von etwa 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Andacht, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Wir laden zur Tellnahme freundlichst ein. D3,/u Der Vorstand: ________________________Dr. Naumann, Kirchenrat. MMMtlmck Gieses oö UiilgegeuS. Generalversammlung Sonntag den 9. Dezember, nachmittags 3 Uhr, int „KarlShos", Gießen, Bahnhoßstraße 57. Tie Tagesordnung ist durch „Die Biene" bekannt. Die Mitglieder werden gebeten, vollzählig unh pmrktlich zu erscheinen. 7269 Austrittserklärungen haben bis spätestens 31. Dezember an den Borsttzenden zu er'algen.Buß, Leihgestern. Reßlimlilioll „Zum Pfau" (früher Brawnri Samstag den 8. Dezember: morgens: 08943 Wellfleisch mit Kraut wozu crgebenst eüHabet Chri*tian Reiz« Seidene Regenschirme bestes Fabrikat, gebe mit 1 Mark Nutzen auf den Selbstkostenpreis ab. 08941 Gustav Haustein. Schulstraße 5. X la.MoselscMefer X Leistungsfähiges Dachschieserbergwerk (Tiefbau) sucht stir sein hervor-ragendes Material hv6/'13 Abnehmer n. Vertreter an allen Plätzen unter günstigen Bedingungen, auch für einzelne Waggons. Hohe Provision. Offerten snb A. 6 an Haasenstein & Voller, A.-G., Köln. Morgen kommt wieder auf 4. v SUKtoUi ♦ dem Brand eine große Partie hottäud. 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No. 8. Konianze op. 50. F-dur für Violine und Pianulurte. No. 4. Lieder am Klavier. No. 5. Quartett op. 59 No. 1. F-dur für 2 Violinen, Viola und Veile. ÜintriffcVartun T platz Mk- 4-—> H- p,atz Mk- 3-5l\ ni. Platz Mk. ‘2.50, unnummeriert 31k. 2.— , £111111 illuNul lull Studentenkarten Mk. 1.—, Kieme Partitur-Ausgabe, sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier (Rudolphs Nacht), ihr Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Bitter und abends an der Kasse zu haben. Oeffnung des Saales 4% Ubr. ▼’/» Gültigkeit haben alle Karten. Das fünfte Konzert (Zweiter Künstler-Abend) findet Sonntag, 13. Januar 1907 statt. Gast: Herr Eugen D’Albert (Klaviei). 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