156» Jahrgang Erstes Blatt Pie heutige Kummer umfaßt 8 Seiten. An, Iaouar: ;SN» Die Erhöhung der Brausteuer bekämpfte als letzter Redner des Tages Abg. Dr. Südekum, unter Hinweis auf die Wirkung der Steuerstaffelung in Württemberg. -re. s Erscheint tLgttch außer SonnragL. dem Gießener Anzeiger oerden im Wechsel mit «em hesfischen Landwirt üe Siebener Familien, ilätler viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Ver- kig der Brü hl'schen stnivers.-Buch-u.Stein- -ruckerei. R. Lange. Redaktion, Erveditto« und Druckerei: Echulstratze 7. Redaktion 113 Verlag u.Exped. ^-^51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. Eisenbahngemcinschaft. Am 1. Januar 1900 wurde ihm der erbliche Adel verliehen und am 29. Juni 1902 erhielt er seinen Abschied. Englisch u. Latein, li. Anlagen uni 0168 an j^ner Anzeiger erdeten. ——nm ii Aus dem Reichstag. L Berl tn, 10. Jan. Die Stimmung in Italien wird immer mehr unfreundlich gegen Deutschland. Ein Blatt nach dem anderen beschäftigt sich mit der Frage, antworten. Gleichviel ob die Anschauung begründet ist, oder nicht, sehr bemerkenswert bleibt auf jeden Fall, daß die französische Sozialdemokratie Stellung zu nehmen beginnt, und zwar eine ausgesprochen klare Stellung gegen den Feind. Insofern ist allerdings die französische Sozialdemokratie der deutschen Sozialdemokratie, oder richtiger vielleicht dem Abgeordneten Bebel, an Vaterlands treue außerordentlich überlegen. Bebel wollte bekanntlich, nach seinen Reden im Reichstag, ein Urteil darüber sich vor-, behalten, ob der zu führende Krieg zu billigen sei. Sonst würden sich die Masten nicht wie die Heerden in8 Gefecht treiben lasten. Anders Jaurös. Er stellt sich berettS jetzt auf jährlich Mk. 2.20; durch Abholc- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Alk. 2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige^ für die Tagesnummm bis vormittags 10 LU^ Zeilenpreis: lokal 12 Pf*. auswärts 20 Pfg. Verantwortlich für den polit. und allgem. Teil: P. Wittko: für .Stadt und Land" und _Gerichts»aal": Ernst petz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. ViSconti-Venosta. Bevor Visconti-Venosta nach Algeciras reist, wird er, nach einer Pariser Privatdepesche, mit dem Ministerpräsidenten Rouvier und dem englischen Botschafter verhandeln. Wenn sich dabei Italien nur nicht in neue Verpflichtungen zum Nutzen Frank- re i ch s einläßt l Die vertraulichen Abmachungen zwischen Italien und Frankreich sind bisher nur zum Vor» teil des letzteren gewesen. Nun, man wird ja sehen, welche Haltung Italien auf der Konferenz von Algeciras ein- nimmt. Sonderbar ist aber, daß Visconti-Venosta ebensosehr in Paris wie in Berlin als Freund willkommen geheißen । wird. Es erklärt die Pariser Sympathien, daß sich Visconti- Venosta um die italienisch-sranzös. Annäherung, unter dem berzlichen Beifall Englands, bemüht hat. Aber in Berlin? Hier könnte die Begrüßung des Marokko-Delegierten darauf zurückzuführen sein, daß Visconti-Venosta den Ruf eines Friedensfreundes und eines besonnenen Mannes hat. Nur wird man nicht so weit gehen dürfen, ihn eine Stütze des Dreibunds zu nennen. Soviel ist doch klar: der auf Isolierung Deutschlands gerichteten Politik Frankreichs und Englands ist die unentschiedene Haltung Italiens wesentlich zu statten gekommen. In allen Erörterungen der Dreibundsgegner seit Jahren hat immer der Plan eine Rolle gespielt, Italien vom Dreibund abzusprengen, oder e3 mindestens zu einem unsicheren Verbündeten zu machen. Die italien. Zeitungsstimmen, die ein Abrücken von Deutschland empfehlen, werden in Paris mit großer Genugtuung vernommen. Es scheint erreicht, was mau wollte, und cs ist keine allzugroße Beruhigung für uns, daß, von den italienischen Staatsmännern, speziell von dem Minister des Auswärtigen und dem Ministerpräsidenten, versichert wird, sie billigten die erwähnten Aeußerungen italienischer Zeitungen nicht. Kürzlich meldete die .Post", Fürst Bülow beab- sichtige zu Ostern, wie schon wiederholt, einen kurzen Erholungsurlaub in Italien zuzubringen. Flugs kam es aus Rom zurück: die italienische Regierung habe ersucht, den .angekündigten Besuch" bis nach der Marokkokonferenz zu vertagen. Die „Nationalztg." stellt mit bemerklicher Kühle fest, daß Fürst Bülow gar keinen Besuch hat ankündigen lasten. Demgemäß konnte die italienische Negierung auch nicht die Vertagung wünschen. Französische und deutsche Sozialdemokratie. Die „Nordd. Allg. Ztg." kommt auf den Vorfall zu sprechen, daß der französische Sozialistenführer Jaurös in einer Versammlung ablchnte, einen militärfeindlichen Anschlagzettel zu unterzeichnen. Die „Nordd. Allg. Ztg." erblickt darin einen Beweis für die Richtigkeit der Auffassung, daß die französische Sozialdemokratie patriotisch gesinnt sei. In Frankreich wird diese Eigenschaft der Sozialdemokratie bestritten. Jaurös und seine Anhänger haben schon oft Tadel über sich ergehen lasten müssen, daß sie nicht das Verständnis hätten für die verletzten Empfindungen Frankreichs. Es scheint uns noch mehr für die ernste Auffassung der Lage in Frankreich, als für den Patriotismus von Jaurös ein Anzeichen, daß Jaurös bei seiner Weigerung, zu unterzeichnen, die Armee für unumgänglich notwendig erklärte, um die von außen kommenden Angriffe zurückzuwcisen. Jaurös ist wiederholt über die Stimmungen und Absichten in den leitenden Kreisen der Republik sehr gut unterrichtet gewesen. Zum Beispiel hatte, er früher als mancher andere Kenntnis von den tollen Plänen Del- castös, das damals militärisch höchst unvorbereitete Frankreich vor einen Krieg zu stellen, dadurch, daß der Marokkokonslilt WZ !>, »i j»„x 1D(l3 -iNler, j!', "de-'ail Mittwoch - von v Uhr geflissentlich auf die Spitze getrieben wurde. Wenn Jaurös mit einem mal auf den Schutz durch das Heer sich verlaßt, während bisher bekanntlich seine Politik dahin ging, durch Verständigung der Völker, insbesondere der Proletarier, einen Krieg zu vermeiden, dann ist anzunehmen, daß Jauröv diese entschiedene Schwenkung vollzogen hat, weil er nich t_mehr an den Erfolg der internationalen sozialistischen Einmischung glaubt. Jaurös vermutet „von außen kommende Angriffe". Damit kann nur auf Deutschland hingezielt fein, und cs scheint, daß dies die Ausfastung maßgebender Personen in der französischen Regierung ist. In Frankreich sagt man sich: Scheitert die Konferenz von Algeciras, so bedeutet das den Krieg. Deutschland wird über Frankreichs Marokko-Ansprüche zur Tagesordnung übergehen und den Protest mit der Kriegserklärung und dem sofortigen Beginn der Feindseligkeiten be- UMische Tagesschau. Staatsminister v. Thielen -fr. Der frühere preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten, Staatsminister v. Thielen, ist Mittwoch mittag gegen 1 Uhr in Berlin verstorben. . Der Verstorbene hat in seiner mehr als elyahrigen Tätigkeit als Minister Preußen große Dienste geleistet. In seine Zeit fielen die Verhandlungen und der Abschluß der preuß.- Hess. Eisenbahngemeinschaft sowie die Kämpfe um den Kanal. Sein Wort: Gebaut wird er doch! ist ein geflügeltes geworden. Freilich hat sich seine Prophe- zeiuna nur in sehr bescheidenem Maße bisher ersüttt. Der Verstorbene, der unmittelbar vor der Pollendung seines 73. Lebensjahres stand, war der Sohn des evang. Feldprobstes der Armee Thielen. Er war am 13. ^anuai 1832 zu Wesel geboren. 1882 wurde er Präsident der Eisenbahndirektion Blberfclb, 1887 Präsident bet Stotion Hannover und 1891 als Nachwlger n. Maybachs Minister der öffentlichen Arbeiten. 1896 vollzog er die pceuß.-heff. Siebener Ainelge' General-Anzeiger ~ Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietz« Dmmerstag ISO® Bezugspreis: monatlich 7öPf., viertel- 115 bis 18000 2. Hypothek gesucht. , jilliche Wnqebote um. "IsS Gießener Andere, beten. irr, 263ai)n“ltin)Qn9f1^' RA mit einem anMrigcn n mit ttmoS Shanty“ bal- । verheiraten, iftL Weitungen unter ui.» fflufenct Anzeiger erbeten^. irklir auZgespro-hnien 8e> V» « lurüd. rg Crhpen8_oon_Birklar. VerUiches NeLötz. > Berlin, 10. Jan. Der Kaiser emvfiirg heute ben Sanbt rat v Etzdorfs und hörte den Vortrag des' Chefs des ZwmatnnettA Wirkt, ßieheim. Rats Dr. von Lucanus, (dem Wria^ns. nn neum preuß. Etat ein? GehaltZerhvhmig von 100M Mk. rn Aussicht, steht). Zur Frühstückstafel war Gräfin Schnwa^ff geladen. — Der 5^a iser hat für die neue evangelische Kirche in Metz zwei künstlerisch ausgeführte Terrakotten aus der Fabrik ut Ka-; des erkrankten Staatssekretärs Freiherr^ v. R i cht b o f en ist keine Änderung erngetreten. Eine ®e* nefung scheint so gut wie ausgeschlossen. Im Auftrage des Kaisers erschien Generalarzt Dr. Sckiennug ani Krouieulager. Tie drei Söhne deS Erkrankten sowie denen Bruder smd heutt ^ig^rrenfubrikant Willi. Osterwald in Egea in Wests stiftete 1OOOO Mk. als Unterstützungsfonds für dm Arbeiter seiner Fabriken bei außergewöhnlichen Not- und SttantV heitMllen^ x B." ist die Meldung des „Echo de Daris", nach welcher zwilchen der Firma Krupp-Essen und der Firma Schneider- Crensot Verhandlimgen stattsinden, betpl ein Einvernehmen über die für Marokko auszufitbrenden Aufträge und die Wafsenliesernngcn an den Sultan, unzutreffend. . — Tie Nachrichteii über größere Veruntreuungen von Massen und Munition der Heeresverwaltung sind, tote offiziöse W. T. B. versichert, übertrieben. Auch Landest jjjgn* O ?"rcaudiene^°!l>erer, •Späteroihnhlipct 'WÄ* te *6 bLT1; 10149 --womp oa . u.rmaiin S‘e n* ön‘ i2 3«w,,at ilag, &cU i'A^stllüllg die Seite deS französischen Heeres. Die „Norbd. Allg. Ztg." läßt ihrerseits durchblicken, daß man mit einem Angriff des Gegners zu rechnen habe, der sich zu einem Angriff auf Deutschland stark genug fühle. Nun bleibt abzmvarten, ob die Sozialdemokratie in Deutschland der ernsten Situation Rechnung trägt, oder ob sie es darauf ankommen lassen will, daß, wie die »Norddeutsche Allg. Ztg." betont, der Versuch einer Bundes-, genossenschast mit dem Feinde »mit rücksichtsloser Gewalt niedergeschlagen mürbe*. Paris, 10. Jan. Der allgemeine Bund der fran^ zossischen ArbcitSbörsen erläßt einen Aufruf, worin dagegen protestiert wird, daß die Regierenden in Frankreich und Deutschland unter dem Schlagwort der nationalen Ehre bereit seien, einen Krieg wegen Marokko zu provozieren. Die wirkliche Ursache eines solchen Krieges wäre nur in dem Streben nach kapitalistischer Ausbeutung Marokkos zu suchen, während die deutschen und fran^ zösischen Arbeiter den Frieden zu erhalten ent^ schlossen seien. Alle Arbeitsbörsen werden eingeladen, sich dem Protest anzuschließen und an der Vorbereitung einer demnächstigen internationalen Kundgebung mitzu* arbeiten. * Das Wahlrecht im Reiche und in Preußen. Gegenüber sehr bestimmten Erklärungen in, der „N. A. Z.^ schreibt die freisimiige ,.Lib. Korr.",, materiell iei angeblich auch die Regierung in Preußen jetzt zu Konzessiv nert in der Wahlrechtsfrage bereit Man erzähle sich ch gewöhnlich gut unterrichteten Apolitischen Greifen einer großen Sansastadt, daß an den maßgebenden Stellen letzt die Absi^ bestehe, einer Reform des preußischen Wahlrecht» zuzustrmmen, allerdings gegen — noch nicht näher bezeichm:te Kompen^ sationen hinsichtlich einer Abänderung be^ Reichstagswahlrechts. . Q „ES haben also onenbar (!)". mernt die „L. E. dazu „die seit Jahren unausgesetzt wirkenden Bestrebungen, das ReiMtags'wahlrecht zu verschlechtern, an den cutschechenden Stellen ein offenes Ohr gesunden, und man versucht seyr diese Aktion mit geringfügigen Konzessionen auf dem Gebiet? be§ preußischen Wahlrechts zu ve^oppeln." Die Gerüchte treten doch formell löte mhalllrch jn unb^ stimmt auf, um daran große Folgerungen knüpfen zu könnens Trotzdem ist Wachsamkeit gegen Ueberrchchungen auf dieses Gebiete selbstverständlich gehote-.u __J GS könnte auffallen, daß, von den Vertretern des Schatzamts abgesehen, nur der Chef der preußischen Finanzverwaltung, Frhr v. :^ctn,6.abe"' Dock sür^dieIob eine Beistand8verpflichtung für Italien vorliege, debatte über die Steuergesetze belohnt. Doch die einem deutsch-französischen Konflikt anderen ein zel staatlich en $inö " komme. Soeben wird aus Rom von einem Artikel der an- die KommssionSberatung der gegebene Moment, sich> an e Turiner .Gazetta del Popolo' berichtet, der die Ver- Verhandlungen zu beteillgen, na^bc^ c; u^^i^^tung o c r n e i n t. Mit der folgenden feinen Begründung: daß die Steuerreform m der von der Regierung vorgejchlagen n I einmal Italien sich mit Frankreich über Marokko ver- Faffung keine Aussicht Hat, Gesetz _au werden. ständigt habe, sei es klar, daß diese Verpflichtungen trotz des Selbst bie KonservativenDreibundes eingegangen werden konnten, und daß für diese Rettich erklären, daß sie vorbehallen^aus dem Oc also kein Bündnisfall vorliege. Das sind natürlich Verbände des Finanzreformentwurss ^^.^ou^zuuehmen und ^^^itsausreden, bloße Kniffe,' um sich um eine etwaige durch andere zu erf^cn. Wäre eS Ä l " Hilfeleistung d-rumzudrücken. Das »Giornale d'Jtalia' hat s ch a s t s st - u e r abgesehen, dann mürben ^Konservative . mit Offenherzigkeit auSgeplaudcrt, wie unangenehm wohl zugänglicher s-.n So aber sind sie^^mnkt d°rub°r 6für Italien sei: entweder der Ver- daß .wieder einmal- dw , La ndw irisch ast zu.den I . , durch di- sranzäsischc und englische ReichSlasten beitragen soll. Als Abgeordneter Realen- 3 wenn Italien mit Frankreich gehe, einem burgS war Rettich besonders b-mfen, "grarische ' S ' UcbcrfQll Oesterreichs ausgesetzt. Allerdings, da be- lieb wieder anzustcmmen. Er wies u. A. auf den toy n zwischen Scylla und Charybdis. Doch für als ein noch immer gee.gn-t-S B-steuerungSobsekt hm. N-r N» - bm ccIeud)tcten Staats- der Resorni der Branntweinst-u-r, die ein 9U‘männcrn bedanken, die abwechselnd mit Paris und Berlin finanziellen Schwiercgkelt aus der Welt ' f ' Freundlichkeiten austauschten. Die italienische Politik hat sich lich auch die L.-b-Sg°be-, sagte ™ zwischen zwei Stühle zu setzen verstanden In Der Redner bet Freis. Volksparte,, Dr. W e m er, rßm“ ^rief der „Voss. 3tg/ wird auf Auslaffungen hatte aber Recht, wenn er meinte, es empfehle sich, erst eine 9ßQfriQ* hingewiesen, bie in engsten Beziehungen zum Umgestaltung der bestehenden Steuern vorzunehmen, ehe mail^»„^ Die „Patria" erwartet die Rettung neue Steuern einsuhre. Doch die Branntwemsteuergesetzgebung Friedens in Algeciras von dem italien. Delegierten jft für die Regierung um der unentwegt notleidenden v ‘ .. » Landwirtschaft willen ein »Rühr mich nicht an". Wiener schilderte in anschaulicher Weise, wie wenig der Grundsatz ,Schonung der schwächeren Schultern" m der Steuervorlage zur Geltung komme. Sogar der Kautabak, dieses „©enufcmitteP der ärmsten Volksschichten, werde un- 2-erhältnismäßig verteuert. Der alte Herr v. Kardotsf (Rp.) ist von alle dem so wenig überzeugt, daß er sogar noch weitere Steirern für notroenbig unb erträglich hält im Interesse des Ausbaues der Kriegsflotte und der Einrichtung von Kolomal- bahnen. Langes Reden im Plenum erachtet Herr v. Kardorff -für überflüssig, denn die Sache werde in der Kommission schon gemacht werden. Er faßte sich also kurz und brachte so unwesentliche Einwendungen gegen die S^uersorderungen vor, | daß des Schatzsekretärs nmbüfterte Stirn sich aufzuhellen begann. Sollte Herr v. Kardorff den Ehrgeiz haben, nochmals ein Kompromiß der bürgerlichen Parteien zustande zu bringen, wie seinerzeit beim Zolltarif auf der Grundlage seines bekannten Antrages? Damals und bei der Verabschiedung der Handelsverträge ist den betroffenen Erwerbskreisen kaum Zeit gelaßen worden, ihren Protest im Par-§ lament zur Geltung zu bringen. Anscheinend' wünscht Herr^ v. Kardorff bei der Steuervorlage eine Wiederholung des! Verfahrens, in der Kommission eine Vereinbarung zu treffen und sie im Plenum ohne lange Rede zum Beschluß zu erheben. Nun, über die Entwickelung der Kommissions-Verhandlungen wird die Oeffentlichkeit durch die Presse prompt in Kenntnis gesetzt werden, besonders hinsichtlich der Erhöhung der Verbrauchsabgaben. Denn die neuen Stempelsteuern können schon jetzt als abgelehnt gelten, weil die National- liberalen hier ein vorbehaitloses Nein gesprochen haben. Zwei politische Gegner, die Abgg. Dr. Pachnicke (fr. Ver.) unb Raab (wirtschaft!. Ver.), glauben nicht, daß aus der so wenig sozialen Geist atmenden Steueroorlage etwas Brauchbares gewonnen werden wird. Der letztere sieht bereits ein „Begräbnis erster Klasse* in der Kommission voraus, wogegen er nichts einzuwenden hätte. Pachnicke möchte es auf eine Auflösung des Reichs tages ankommen lassen. Da dürfte die Regierung anderer Mein- leidem ö stmrbttgtt 6tr, 82, HL» < edeldmlenk Familie iq itBtn gibt ein« noch 'M Sessel n atmen fttfyn Ä'amr Lande ab? durch daö rvcmgelGe LchweslernhauS. tgerei ii ige, Wirtschaft im Hause, zu verpachteu. iillrche Anträgen unter 248 Giekener Anzeiger erbeten. _»• «cbra wenden, |»-n "iuchl Privat Mittags. 1 Abeudtisch. “ den Gieß, Anz, ech. § in der Doppelte» Ihaltuug gesucht. ll. Angebote unter 0169 m Antetger erbeten. R. 13. Darmsta dt, 10. Jan. Der Finanzausschuß ger zu len feststelltc und vorzunehmen, was aber der Ehemann unter Hinweis auf das Zeugnis des Herrn Dr. Machenhauer verweigerte. Es erfolgte hierauf die Vorladung der Frau Heltzel vor den Staatsanwalt zu Darmstadt, wo ihr bedeutet wurde, das; sie sich einer nochmaligen Untersuchung zu u nterziehen habe. Auf die anfängliche Weiger ung unter Berufung auf die stattgefundene Untersuchung des Herrn Dr. Mackienhancr wurde ihr vom Vertreter der Staats- anmaltschaft Herrn Assessor Dr. Würth gesagt: „Ick kann Sie zwangen, daß Sie sich-Untersnchen lassen." Frau Heltzel mußte mm zu dem ihr vom Staatsann-altschift bezeichneten Gcrichtscrrzt gehen, der wieder ibre vollständige Unschuld konstatierte. Nach diesem Tatbestand darf sich die Großh. Regierung nicht wundern, wenn das Dertran en zu den Anordnungen der Behörden bei der ländlichen Bevölkerung mehr und .mehr schwindet. Die Negierung wird ja, wie im Falle Köhl-w, die rechte Antwort nicht schuldig bleiben. Es tut eine gründliche Aufklärung und Belehrung weiterer schlecht beratener Volkskreise dringend not. Eine Vorstellung Großh. StaaSbeamten geht dahin, dafür eintreten zu wollen, daß hinsichtlich der Beirechnung der Vordienstzeit das Gesetz von, 9. Juni 1898 im Sinne der Begründung und der abgegebenen Erklärungen durchaesührt wird, insbesondere, daß die Anrechnung von Besoldungsvordicnstzeit unabhängig von dem Lebensalter des Einzelnen erfolgt, und zwar unter Wahrung des Dienstalters, wie dies bereits bezüglich der außerhalb des Staatsdienstes verbrachten Beschäftigungszcit vorgeschrieben ist. Der Verein mittlerer Justiz beamten in Hessen petitioniert um Gewährung von Wohnungsgeldzu- schuss en und vorlälifige Bewilligung einer Teuerungszulage, etwa in Höhe von 121/3% der Höchstgehalte sämtlicher Staatsbeamten. Abg. Haas (natlib.) beantragt die Wiedereinstellunq der diesmal im Voranschlag nicht enthaltenen 500 Mk. die seither zur Förderung des Molkereiwesens verwendet wurden und ebenso 9tbg. Breim er (natl.) die Bewilligung von 50000 M. Beiträge für Wasserleitungen und wasserwirtschaftliche Meliorationen für bedürftige Gemeinden. - Neue Titel. Die staatlich angestellten Assistenten am Landesmuseum führen lt. ministerieller Bekanntmachung m Zukunft den Titel Kustos am Großh. Landcs- m u s e u m. Stadtverordn. Rentner Jugha°rdt von Gießen. ”°”J ** Erl edigte Lehrerstel len. Ausgeschrieben werden eme mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an Gemeindeschule zu Pfungstadt, und eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu Herrnsheim, Kreis WormS. ridjitct^cr Seite wird zudem erklärt, eS handle sich nicht um die - _ u , v Schaffung von neuen Schuldtitres, sondern um die B e g ebun g der zweiten Kammer ist gestern zur Vorberatung des » SÄ Ä Ä 3U,fammc^,cc,en 7b wird das russische Finanzministerium ermächtigt wurde; ein Teil dieser lU,c9 di-, zur Elledrgung demselben seine Sitzungen forfictzen. Schatzscheine sei bereits in Berlin plaziert worden. Diel Da der neue Etat fast gar keine Abweichungen wesentlicher Verhandlungen sind noch nichts vollständig beendet. Art gegen früher aufweist, schreitet die Beratung schnell vor- -- ,. . wärts. Heute nachmittag ist bereits die erste Besprechung «ie^r^eVr" n'n im Ausschuß erledigt worden, mit Ans- stein der sog. Präsident der „Republik Esthland", ^hine des Kap. 38, Gymnasien, Realgymnasien, Oberreat- Schneidermeister Schulz, ergriffen und sofort er- schulen re. Die Beratung über dieses Kapitel dürfte die ganze ~ . morgige Sitzung ausfüllen, da von einer Anzahl Abgeord- .?rUn 7 "7" «’"» dw im G.nt »orgcnommcnc Neuregelung de- Recke gehörige Schl oß Neuburg, und ferner des' dem Grafen Kostenbetrags der Städte 9llzey, Alsfeld, Bingen, Butzbach, Medem gehörige Gut Lautk, obwohl eine größere Anzahl Friedberg, Gernsheim, Groß-Umstadt, Heppenheim, Michcl- ni^d^/eb?-nn?^^ °Uf ÖÜtent befanben' vollständig stabt, Oppenheim und Wimpfen für ihre Realschulen Wider- '2» Moskau^rde an 18 Revolutionären das To- !?'"$ ^hoben und die Einstellung bedeutend geringerer desurt^eil vollstreckt, worunter ein deutscher Möbelfabrikant Summen beantragt worden ist. In der nächsten Woche namens Schmidt. Ferner nnrrden der Direktor und Ür.terdircktor wird auch die Regierung an den Beratungen teilnehmen. .»«haftet. In einer beute nbenb stnttgehnbten Versammlung ^rtiCVu76eÄ »Äta'SrUÄ ster D°rm s.-i d. e r W a h , m an n er zweck. Verständigung zahlreichen flüchtenden Arnreniern eingetroffen. Ihren Erzähl- er die Wahl erneS Landtagsabgeordneten an W nach zogen Mitte Dezember 10000 bewaffnete Tartaren aus Stelle des Landgerichtsrats Dr. Buff wurde nach längerer Ibatte der cnflinrnnge Beschluß gefaßt, Bürgermeister auszurauben. Die Tataren wurden von den Arnreniern 12r*n'vahlen. Der früher leyon fuu diesen durw Barrikaden am Fluß erfolgreich aufgehalten, nur 3000 Volten m Aussicht genommene Rechtsanwalt Dr. Osann II. Reitern gelang es, die Stellmrg zu umgehen und nach Tiffis zu hatte im Hinblick auf seine anstrengende Berufstätigkeit eine m den engen Straßen an 1000 Reiter g e fa llen Wahl abgelehnt, ebenso der frühere ReichStagskandidat, 'Der Kvnstantinopes'e?Komes^nd^t b™ „Times" meldet, daß ™ron(t ^r. Stein. Mit der Wahl Glässings findet auch erneuerte heftige Straßenkümpfc in Tiflis stattgc- die Stadtverwaltung Darmstadt wieder eine ^Zertretung in luvben haben. Viele Kosaken wurden durch Bomben der zweiten Kammer, in dec sie früher durch den Bei- 8^ssen' - der.Revolutnmä« wiwdeu v^ Artillerie geordneten Köhler (jetzt Oberbürgermeister von Worms) und Einwohner der Stadt massakrieren 1 ' 11 “ ° Oberbürgermeister Morneweg vertreten war. Die Wahl „Daily Telegraph" meldet aus Nagasaki, daß schlimme Nach- ®r- GlässingS ist zweifellos. rcchten aus .Sibirien eingetroffen sind. Ein allgemeiner u IP °.n v in Sibirien schien vor kurzer Zeit unvermeidlich. r^n r E u t s k fand eine blutige Schlacht zwischen Kvsakcn und meuternden Truppen statt. Biele hundert Soldaten wurden getötet. Die Leichen wurden in den Baikalsee gc- roorjen. ' heute nacht um 1 Uhr Verwalter Liese nach Hause kam (er ' wohnt unmittelbar bei der Gasfabrik), bemerkte er, daß viel • Gas ausströmte. Er begab sich deshalb in das Innere dey Fabrik, wo er die beiden Ardeiter Dauth und Weitzel, welche Nachtdienst hatten, schon infolge des starken Gasgeruches auf 1 das Ausströmen des Gases aufmerksam geworden waren, ^rwaltev Liese erkannte sofort die Gefahr, die einem großen Teil dec Stadt drohte, und begab sich mit den beiden Arbeitern in den vorderen hinter dem Maschinenhaus gelegenen 1 Raum, um den Haupthahn, welcher die Reservoirs von den : Hciznngsstellen trennt, abzustellen. Hierbei fand er nebst dem Arbeiter Weitzel seinen Tod. Vorher gab er Dauth den Auftrag, seiner Frau mitzuteilen, wie die Sache stände^ Dieser Auftrag scheint nicht mehr bei voller Besinnung geJ geben worden zu sein. Denn man ist im Zweifel, ob e8 eine Warnung an seine Frau fein sollte oder ein Auftrag^ die Reservoirs zu öffnen, damit das Außengas auSströmen! konnte, um dadurch den Druck zu vermindern. Dauth erreichte den Hof, wo er besinnungslos niederfiel, und eS dauerte eine wertvolle halbe Stunde, bis er Alarm schlagen konnte. Hierauf wurde er wieder besinnungslos, doch fami er alsbald unter ärztlicher Behandlung wieder zu sich. Liese! ist 34 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder, der! Arbeiter hinterläßt eine Frau nebst 8 Kindern und steht int 48. Jahre. Die beiden Verunglückten erfreuten sich allge-i meiner Beliebtheit. Heute nacht ist die Stadt ohne Licht.—I 9115 gestern abend der Schutzmann Frank von hier einen! Fremden wegen Diebstahls und Bettelns in Haft bringen wollte, riß dieser dem Schutzmann aus, Frank verfolgte ben Ausreißer, fiel aber so unglücklich, daß er den Arm brach. Der Ausreißer wurde später wieder dingfest gemacht. sd. D a r m st a d t. Der Darmstädter Gastwirten verein blatte aus heute eine zahlreich besuchte Versa mm- lung einoerusen, die zu der neuer Brau steuer Stell ngj nahm. Tie Versammlung nahm eine Resolution an, die gegen die Erhöhung der Mersteuer entschieden Protest erhebt. Tie Brauereien würden versuchen, die Steuer auß die Gastwirte abzuwälzen, die aber schon stark genug belastet seien. Deshalb würden die Wirte eventuell gezwungen feien, die Vierpreise zu erhöhen. Tie Resolution wird bertf Reichstag übersandt. 3t. s3. Darmstadt, 10. Jan. Gegen den Inhaber deZ logen. Internationalen Korrespondenz-Bureaus Weckler ist von der Staatsanwaltschaft cinqe« schritten worden. Weckler, ein völlig mittelloser ftühereü^ schreib er, Zigarrenhändler usw., hatte seit längerer Zeit m auswärtigen Blättern Anzeigen erlassen, in welchen ev für sein Bnrcau in allen Teilen Deutschlands Vertreten oder Mitarbeiter suchte. Ging daraus ein Bewerbungs-, !?)rewen em, so wurde dem Betreffenden eine Mitteilung, übersandt, daß er eine Anstellung als Mitarbeiter erhalten, solle. Es werde ihm sosorr eine Legitimationskarte als Vertreter des Bureaus übersandt werden, die ihn zunt freien Eintritt in alle Kvnzerte, Theater, J-estlichkerten usw. berechtigte, wenn er bereit sei, sür ein demnächst zu errichtendes großes Geschäftshaus der Firma einen Anteil--, schein von 50 Mark zu beziehen. Tie Staa-sanwalt-, mast halte zwar schon tätigere Zeit Kenntnis von benti ur.tauberen Treiben des Weckler, konnte aber mangels pofi-.' tiver Unterlagen nicht strafrechtlich gegen ihn eit'schreiten. Jetzt smd der Staatsanwallichast aber mehrere Fälle von Betrugsversuchen unterbreitet worden, woraus sofort eine Haussuchung und Beschlagnahme der Bücher usw. eriolgte, auch die Verhaftung Wecklers angeordnet wurde, ^.as „Intern. K-orr.-Bureau- sandte früher eine z^rlang hettographlerte Lokalnotizen ar. die Blätll r. sonst aber bar man von der Existenz desselben in Journalisten kreisen nie etwas gespürt. Worms, 10. Jan. lieber die elektrische Straßenbahn teilte Oberbürgermeister Köhler mit, die Verhandlungen wegen der Konzession mit dem Ministerium der Finanzen 'eien so weit gefördert, daß bis Schliiß dieses Vlonats end- giltige Auftragserteiliing zum Bau der Bahn ergehen könne. — In der verflossenen Nacht erschoß sich auf' der ©men-’ bergt trage die in bet Mariinsgasse wohnende ehemalige Schauspielerin Hartmann. Bei der Leiche wurde außer dem Rovolocr noch cm neues R'asiermesser, das mit frischem ^ befleckt war, uorgefiinben, lieber bic Beweggründe ist nichts bekannt. (F. Z.) 1 Vorarbeiten für die Verbesserung der Lahnschiff- fahrtsstraße mmmcbr soweit f0rtgcführt und ergänzt ivcrden sollen, daß sie eine hinreichende sichere Grunb- lage für bic 23curtci(uug ber Bauwürbigkeit bicscs Unternehmens bieten. ** Ein Akt ber Rohheit ivurbc am Dienstag nach- mittag von einem Trunkenbold verübt. Im evangelischen Schivcsternhaus gab er sich als Geselle einc-5 hiesigen Ge- schästes aus, tun von einer Schwester Bezahlung zu verlangen. Da dieselbe jedoch bic betrügerischen Absichten bes Spitzbuben diirchschaiite, ging sic nicht auf sein 9lnsiichen ein. Infolgedessen trat ihr der rohe Patron bcrmaf>en vor den Unterleib, baß fie latitaufschrciend mehrere Treppensti,fen lünaufstog. Rlehrerc vorübergehende Personen machten sich sogleich an die Verfolgung des Spitzbuben und außerdem informierte man bic Polizei. [] Annerod, 10. Jan. Für den Bau unserer Wasserleitung sind von hiefigen und auswärtigen Firmen im ganzen 10 Offerten cingeganaen, die zwischen 29000 und 40000 Mk. schwanken. Die Vergebung der Slrbciten durch den Gemcinderat erfolgt in ben nächsten Tagen unb man gibt sich ber Hoffnung hin, daß bic unter ber Oberleitung bes Ingenieurs Schiffmann in Gießen zu errichtenbe Leitung baldigst in Angriff genommen wirb. (—) Leihgestern, 10. Jan. Am 2. Weihnachtsseier- tagc stürzte der Kanonier S a rn m e s im Hose einer Gastwirtschaft über ein leeres Bierfaß und verletzte sich so schwer, daß der Heilgehilfe Heußer ihm einen Verband anlegen, mußte. Infolgedefsen mußte der Kanonier bei seinem! früheren Meister, Schlossermeifter Karl Ort, während feines ganzen, sieben Tage dauernden Urlaubs das Bett hüten. )( L a u b a ch, 10. Jan. Ter 18jährige Sohn des Landwirts Iohs. Schombert war gestern beim Holzfällen im Stadtwald beschäftigt, 'uuf dem schlüpfrigen Boden glitt er aus und fiel dabei in btc tu seiner Hand befindliche, scharf gesckliffene Axt. Tiefe durchdrang dabei fast die ganze Hano. Tem Verletzten wurde im Johann Friedrich- Stift vorn Arzt die Hand zusammengenäht. Ter junge Manw ist auf längere Zeit arbeitsunfähig. d. Friedberg, 10. Jan. Zum Unglücksfall am städtischen Gaswerk wirb uns noch geschrieben: Als . ** Vortrag über Ma rokto. Au dieser Stelle sei wiederholt oarauf aufmerl.om gemacht, daß der Vortrag des Kaufm 'nmschen Vereins und Ortsgewerbevercins üb"r Maroikv nicht l):utc abend, sondern morgen, Freitag im Saalbau ftattfinbet. ** Ter Gießener Ausschuß für Wolksvor- lesun gen begannt seine Tr't gkeit am Montag, 15 Januar, mit einer Vortragsreihe über „Der alte © t 0 a t im 18. J ahrhun oer t" von Oberlehrer Tr. U. Klein ^ie Vorträge finden in der Turnhalle des Nealgymnaslums und der Oberrealschule statt. Tas Fest der silbernen Hochzeit begebt morgen der frühere Schutzmann und jetzi-ge Ratsdien-''- ^ol-annes Ott er dein ,-nd Frau, Anna, geb. Seiberti . ;-'u5 cnc er Lahnkan alisa tion fei mitge- tciO, lob der preußische Minister der öffeutlicheu Arbeiten o.iq.uÜL‘'ncI ,!'Cl-,,bc,ni. 9(n!r°9e des Lahnkanal-Vereins zu Gießen, den 11. Januar 1906. ** Ordensverleihung. Der bei den aus Anlaß ___ der Darmstädter Gartenbau-Ausstellung erfaßten Ordens- AsrlamevIsrischkS aus L-effen. jauszcichnung übertzangerle Bürgermeister Dr?'Glässing , . . e . t hat heute, tote uns aus Darmstadt drahtlich gemeldet wird ^oöenVolksmanncs und Abg. ^nachträglich das Ritterkreuz 1. Masse des Philipvs- Köhler hat ben Abg. Bahr nicht schlafen lasten. Er hat lorbens erhalten. soeben folgenbe Anfrage befreffenb „ba§ Vorgehen ber OrbenSverleihung en. S. K. H. der Groß- Staatsbehörden bei Untersuchung des Kindes- Herzog haben dem Oberleutnant unb Adjutanten ber m°rb§ in Hergershausen bet Babenhausen", an die 25. Infanterie-Brigade von Hagen, seither int 1. Großh. Regierung gerichtet: Infanterie- (Lcibgarbe-) Regiment Nr. 115, bas Ritterkreuz UA bei der Untersuchung 2. Klasse bes Verbicnstorbens Philipps bes Großmütigen - c. Kindesnwrd m Hergershaiyen dre S t a a ts a n w- a l t - verliehen p J rigorosere Uebergriffe erlaubte, i ar <■ m Ebcrstadt vor gekommenen Fall? 2ttlöicno empfangen würbe am gestrigen -- Was geoenkt die Regierunq zu tmi, um diese U e b e r g r i f f e ^'"'voch u. a. von S. K. H. dem Großh erzog der Staatsanwaltschaft auf die Ehre unbeschol-'^''^-------' - ' ' - J 0 B rener Frauen und Mädchen in Zukunft zu verhindern? .X Wie gedenkt die Regierung bre Ehr- der vom Kreisgerichtsarzt Mebiznrolrat ^r. Xionneubergcr m Dieburg als „Kindesmörderin" bezeichnete Ehefrau des Mullers EhriAan Heltzel in Hergershausen wieder Herzuvellen, nachdem sich ihre vollständige Unschuld bei Stoei toeiteren Untersuchungen durch Spezi al är^te herausgestellt Tatbestand.^ Anfangs N-weinber v. Js. wurde in der Wehrbach bei Her- Äergaujen die Lcncye eme neugeborenen Kindes gefiinden. Die Ivfort ^machrichtigte Staatsanwaltschaft ordnete an, daß die in Dergershauten wohnenden Fnauen unb Mädchen durch die daselbst wohnende Hebamme sich einer Untersuchung unterziehen mußten Jne auch bet dem weitaus grSßten Teil der weiblichen Einwolmer vollzogen wurde, mbem die Hebmnme von Haus zu Haus aina begleitet von der Gendarmerie, die sich jeweils vor dos betrcficnde Haus postierte. Auch bei der Eheftan des Müllers Heltzel fand ^I-,^?tbrsrlc^ung statt. Am andern Tag erschien bei der eben .br^vwten Ehefrau wieder unter Gendarmeriebegleitung ber Kreis- erät M^öwalrat Dr. Dannenberger aus Dieburg. Nachdem er vor der 3xüMe erneu Tvpp^lpoften ausgestellt hatte, eröffnete K er |tt tm Auftrag des Staatsan.waltsvertreters chusie. Noch beendigter Untersuchung cr- Närte der Kreisarzt der sckMr über 20 Jahre verheirateten Frau, day sie das Kind geboren habe. Im ganzen Orte und in der d-nteren Umgebung wurde die Fron infolge dessen als die „Kindermörderin bezeichnet. Am andern Tag begab sich die F-rou Heltzel m Begleitung ihres Mannes nach Darmstadt zu in ob Machenhauer, der nach eingehender Untersuchung bic voll- ständige Haltlosigkeit der vom Kreisarzt Medi'inalrat Tr bannen- b.rr.tfl6eiM nicht -nr-» Gerichtlich- w..-rs-ch«-- «il| T??s den, 10. Jan. Die Gesedgedu n g S d e pu t a - tivn der zweiten Kommer beschloß geg cte eventuell gezwuMt ie Resolution wird beut Wn dm Ät ,1-resvondens*^^ WM erlas'tN' m ffenden erhalten L «»■& a^"nliVi6" 8unt Mter, Es. ,u etnö* ein deinnachst \ tin. i { Wit b* eit Ü'111”*” „„*(3 toV- >nnt£ > g-g-" HL söffe « ab« (art -'»° bcn. eri*' )cr ^u(i5nrhnet wur^ angeoronb ... str«6«"' : i"!1' “'bet lini'1“1. . -ijloiiatS <* iinB ioentä»"'' m 8al)" Sui-«' o6 i'ch “uf. cM»1«' sie „ „)Uld' an 146 in jeder Preislage, in solider Ausführung. Unter Garantie. — Franko Lieferung. — Möbelmagazin Ang. Ossmann 89 Seltersweg 89. Sielbau Gießen. Tie zur weiteren Ausführung der HauSaufchlüffe crsor- Lerlichen Arbeiten einschl. 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Dezember 1905, Johannesstrasse l, Ecke Neuenweg 60 , Lärchenstangen , 200 „ Fichtenbohnenstangen. Zusammenkunft vormittags %10 Uhr am Eingang der , , Reiser, Durchforstung, 4°|o Frankfurter Hyp.-Credit-Ver.-Pfandbriefe Serie 46, zum Kurs von 101.30% (Darmstädter Bank) Depositenkasse Giessen Kichrn-WiHchmßkWNg. Donnerstag, den 25. Januar 1906 vormittags 11 Uhr werden im Gasthaus zur Krone in Kirtorf (Oberheffeir) aus den Distrikten Scheid und Etchberg der Forstwartei Berusburg, Backenbachsrain der Forstwariei Arnsham und Bühugarteu der forstwartei Wahlen östenlllch metslbieleud versteigert: Kiefern Schuttthotzstämme: 3 St. I. Kl. (50 und mehr Etm. Aimeldurchluesser) — 11,2 Fm.; 16 St. IL Kl. (40—49 Etm.) = 35,31 Fm.; 98 St. III. Kl. (30—39 Eim.) = 164,08 Fm.; 35 St. IV. Kl. (25—29 Elm.) = 33,63 Fm. Tie ineiften unb schönsten Stämme lagern am Obergleener- Weg in der Forstwartei Arnshain und am Lehrbacher-Weg in der Forstwartei Wahlen; an ersterem Orte sind die Stämme meist 15—18 Bieter lang, in der Forstwartei Wahlen fast alle 20 bis 25 Bieter lang. Von der Oberwrsterei werden NummerauSzüge an Käufer größerer Quantitäten bei rechtzeitiger Meldung ausgegeben. Nähere Auskunft erteilen die Großh. Forstwarte Schanz nt Arnshain, Stauth in Wahleii und Fink in Bernsburg. Wahlen, Post Ruhlkirchen (Oberhessen), den 9. Jarmar 1906. Rm. Buchen-Scheit, „ , Stock, , gemischtes Reisig , Nadel-Prügel, , „ Reiser, „ Eichen-Stock, 3'|2°|o Frankfurter Hypothekenb.- Kommunal- Obligationen vor 1910 nicht kündbar, zum Kurs von 99.50 % Donnerstag, den 18. Januar sollen im Distritt Burgwald, Eichkopf, Buchwald und Petersgrund versteigert werden z Rm. Buchen-Prügel, Zm Anlage empfehlen wir unter anderem nachstehende Wertpapiere, die wir bis auf weiteres zu Vorzugsbedingungen - ohne Berechnung von Provision und Courtage- verkaufen: