Ire Heutige Dummer umfaßt 12 Seiten wenn wir nm 10. Mai zurückblicken bekommen kann. tcuc seit einigen nicht ganz cd fr 4-6 t, eint es sind nicht alle die rosenroten Hoffgegangen, die man hegte, aber es ist gebessert worden in rastloser, ehrlicher AlleS in allem: auf die 35 Jahre — nungen in Erfüllung viel getan und viel Arbeit. erweisen — jedenfalls ist die Entmutigung, die Jahren auch nationale Kreise ergriffen hat, berechtigt. Schulstratze 7. Redaktion esjäj 112 Verlag u.Exped.e^A51 Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. möglich gestattet. ALg. G a m p (Rp.) tritt ebenfalls für den Upinproinitzantrag ein und erklärt, ber Personenvcrteln: ertrage diese '-Mtcucrinig, da ber Personenverkehr die dafür aufgenx-nbeten -losten nicht decke und die Buitbesstaatcn davnt umgehen, die Personentarife wesentlich hcrabzusetzen. Geh. Rat von der Leyen erklärt auf eine Anfrage bea Vorredners, bah ber preußische Minister ber £effcntlidxn Arbeiten bereits tunlichste Bebachtnahmc auf die Älusdehnung den direkten Fahrkarten angeorbnet habe. Abg. Lipinski ^Soz.) bclampft^bie Besteuerung der Personenfahrkarten, durch welche breite Schichten der Bevölkerung empfindlich belastet und Handel und Verkehr schwer betroffen, würden. Abg. Graf Kanitz (kons.t führt aus. die. Erhöhung bc-j Zolltarifs wate die zweckmäßigste Reichsfinanzreform gewesen. Der -wnuniffionsbeschluß sei sehr unvollkommen, und oie Regierungsvorlage wäre vorzuzichcn. Es habe aber mehr hcraiit-» gewirtschastet werden müssen, deshalb sei er für den Kommissionär beschluß. Abg. Herold (Ztr.) erklärt, im Interesse der Wehrhaftigkeit! des Reiches müßten neue Steuerquellen crfchlofsen werden. Dick Behauptung, daß die wohlhabenden Klaffen von den neuen. Steuern weniger getroffen würden, schlage den Tatsackten ins» Gesicht. Abg. Merten (fr. Bp.) vermißt eine Aeußerimg der Regierung über ihre Stellung zu dem Kompromißan trage. Tos auswärtige Reijepubltkum werde wegen der Fahrlartmstener den. Reg auf btii oc-nschen Eisenbahucn vermeiden Statt große Ber- 'nugen auf dcm Altar ber Vaterlandes ;u opfern, bringe man die geringen Mittel der Minderbegüterten und des Mittelstandes zum Opfer. Am empfindlichsten würden durch Die I-alnkarten- iteuer die Gefchästsrcisendcn geschädigt. Die Steuer fei auch gerade im Interesse des Ostens zu bedauern, der in eine lebendige Verbindung mit dem Westen kommen müsse. Staatssekretär Frhr. v. Stengel: Ich kann nur erklären, daß es den Verbündeten Regierungen erwünschter gewesen wäre, wenn ihren Intentionen in der Besteuerung des Tabaks und oes Bieres mehr entsprochen worden wäre. Was die Fahrrarlensteuer betrifft, so dürften die Verbündeten Regierungen ihre Bedenken gegen den Stempel auf Fahrkarten in der jefct vor- aeschlagenen Form zurücktreten lassen, jedenfalls aber dem An- traoe Becker den Vorzug geben vor den Kdmmissionsbeschlüsseu. Abg. Grafe (Rcfp.) soricht sich gegen den Fahr karten stempel auch da er besonders den Mittelstand und in Sachsen die Industrie schwer schädige. Das Defizit hätte man lieber durch eine Reichswefwsteuer decken sollen. Abg. Schrader (fr. Vg.,>: Die Regierung nimmt, was |te 2-..... Wer wir haben die Kommission nicht beauftragt, neue Steuern zu erfinden, zum Mindesten hatte sie dann aber die Pflicht, ihre Vorschläge zu begründen. Eine Begründung zu dem Kompromißantrage haben wir aber nicht gehört. Für den Eisenbahngüterverkehr ist nichts wichtiger, als der den Güterumsatz vermittelnde Personenverkehr. Staatssekretär Frhr. v. Stengel erklärt: Wenn er aup alle Bedenken und Widersprück-e hätte Rücksicht nefi-men Rotten, hätte er alt werden können, wie Methusalenr, ohne neue Steuern en LL Ne o itücheu, 1 Lohn. »eilstr. 32i enbach. Äleibey, r>tt l)abcn RlRAm inö 'äjeiB-. chcu gegen. miet 03357' er crbeteiu öeitzzcug. nbhd) er- ,UL |OjU« ^Aügclüi ». 103359' Am Silben^ l-^uni gc- polsfi{d?e Scrgesscharr. Tie Kaiferzusammenkunft in Wien. Die Kaiferzusammenkunft in Wien kann man als eine friedliche Demonstration bezeichnen. Eine Kundgebung, die sich ebenso au die otegner Deutschlands wie an — I ta lien wendet. Zwar spricht der Präsident der italienischen Deputicrtcnkammcr in seiner Antwort an Präsident Graf Ballestrem, die dieser im Reichstag verlas, von der „stets gleich gebliebenen aufrichtigen Freundschaft"; aber an den amtlichen Stellen in Berlin wie in Wien scheint eben mcht die festeste Ueberzeugung von der un- emchütterten Treue des Verbündeten zu herrfcl)en. Ter offiziöse Draht meldet nur einen „kurzen Besuch" des Kaisers in Wien. Jedenfalls wird bei der Gelegenheit die Haltung Italiens zur Erörterung gelangen. Tie mit leb- Haftern Eiser betriebenen Verhandlungen zwischen England und stiußland, die auf die Herbeisnyrung eines „herzlichen Einveruehmeus" abzielen, machen wohl ebenfalls eine Aussprache wünschenswert. Tie übertlugen italienischen Staate männer dürften vall) zu der Erkenntnis gelangen, daß j e zwischen zwei Stühlen genommen haben. Italien ist desselben l)abe sick) aus einem recht niedrigen Niveau bewegt. (Lebhafte Stufe: Oho. links.) Redner befürwortet dann den Die Fahrkartensteuer sei allerdings feine Kompromißantrag. — ~ ideale Steuer, aber die Kommission habe dieselbe so milde alÄ tzine Erinnerung. Arn 10. Mai d. I. feiert Deutschland einen Gedenktag. Es sind gerade 35 Jahre verflossen, seft in Frankfurta. M. im Gasthaus zum Schwan Otto v. Bismarck und JuleS Favre den Vertrag unterzeichneten, ber den Frieden zwischen Frankreich und dem neu geeinten deutschen Reich wiederherstellte. Der Tag wird vorübergehen, wie ein anderer, und wenig hat man heute Zeit, rückwärts zu blicken. Aber es scheint uns doch angebracht, in kurzen Umrissen jenes Ereignis und die 35 Jahre, die seither verflossen sind, vor dem geistigen Auge Revue passieren zu lassen. Der Vertrag, der an diesem denkwürdigen Tag unterzeichnet wurde, sicherte dem deutschen Reich die Reichslande und fünf Milliarden Kriegsentschädigung. Frankreich lag am Boden und mußte Frieden um jeden Preis machen, das siegreiche Deutschland ließ sich die Kosten des Krieges, den cs nicht gewollt hatte, zurückerstatten und das einst geraubte Elsaß-Lothringen wieder herausgeben. Welcher Jubel herrschte damals in deutschen Landen! 35 Jahre sind seitdem inS Land gegangen. Von den fünf Milliarden ist nichts mehr übrig, als der eiserne Bestand, der im JuliuSturrn zu Spandau liegt und nicht angetaftet werden darf. Der Segen hat sich im Sand verlaufen. Die Reichslande aber sind deutsch geworden. So sagt man wenigstens. In Wirklichkeit liegen die Dinge nicht so günstig. Wenn es möglich ist, baß in den Reichslanben ein Reichstagsabgeordneter gewählt wird, der sein Mandat nieberlegen muß, weil er ber deutschen Sprache nicht mächtig ist, so sagt daS mehr, als alle ge- hcimchtlichen Veröffentlichungen je besagen können. Trotzdem kann nicht geleugnet werden, daß deutsches Wesen und deutscher Gedanke in den Reichslanden an Boden gewonnen haben, daß der französische Einfluß zurückgegangen und immer mehr im Schwinden begriffen ist. Mit den RcichSlanden haben wir Anlaß, zufrieden zu sein, der Millmrdenscgcn — cs nutzt nichts, ihm nachzujammern! Seien wir froh, wenn eine gute Finauzreform unsere Reichskassen mit gutem deutschen Gelde füllt. Fünfunddreißig Jahre genießt das Deutsche Reich nun, mehr die Segnungen dcS Friedens, der nicht mehr gestört wurde, seit der westliche Nachbar zur Anerkennung deutscher Macht gezwungen war. Hat das Reich diese langen Frtedens- jahre auch entsprechend zum inneren Ausbau genützt? Das ist eine GewiffenSfrage, aber wir glauben, sie ohne Rückhalt bejahen'zu dürfen. Freilich hat sich daS Deutsche Reich nicht als der Himmel herausgestellt, als den man es im Jahre 1871 betrachtete, und vieles ist, daS nicht gefällt. Aber uicle§, unendlich viejeS ist in diesen dreiundeinhalb Dezennien geleistet worden. Der deutsche Handel, die deutsche Industrie haben einen erfreulichen Aufschwung genommen. Nicht alle tabuen Hoffnungen haben sich realisiert, und mancher Ikarus, der zu doch flog, ist erbärmlich im Meer des Geldmangels ertrunken. Aber der Aufstieg ist unleugbar vorhanden und heute sind die Verhältnisse in den meisten Erwetbskategoricn, wenn auch verbesserungsbedürftig, gesund. Unserer Landwirtschaft ist durch den Zolltarif geholfen worden. Großes wurde geleistet in der Fürsorge für die Arbeiterschaft, im Ailsbail unterer für alle Welt mnstergiltigen Sozialgesetze. Das sind Dinge, auf die man stolz fein darf. Unsere Armee ist nach dein Urteil von Fachleuten vorzüglich, unsere Marine wird von Jahr zu Jahr stärker. Auch der allgeineme Wohlstand ift gestiegen, das Nationalvermögen hat erfreulich zu- Sodann wirb bic Beratung ber Novelle -um Rew)Si:e:npeli gesetz bei dem Tempel auf Personen fahr k ar 1 e n fortgesttzt. Die zlvmmisjion hat an Stelle beS von ber Regierung gejorder- ten Fixstempe^ einen Zuschlag von 1 , 1 und 1'Pfennig pro Kile- Meter für bic 3., 2. und 1. Klasse festgesetzt, hierzu liegt eut Kompromißantr ag Becke - Hessen (nl.) vor, bet Faire- [arten unter 60 Psg. ganz freiläßt tust» für Fahrllarten über 60 Pfg. einen prvgrcstivcn Fixstempel festsetzt, welcher für Billette bis zu 2 Mark, 5, 10 und 20 Pfg. betragt uub bet Billetten; zu höheren Beträgen bis 2, -1 unb 8 Äkark steigt. Abg. Singer beantragt bei dem Stempel auf Personeit- ahr karten namentliche Abstimmung. Präsident Gras Ballestrem bittet deshalb bic Abgeordneten, in so schöner Zahl zusammen zu bleiben. (Heiterkeit.) Abg. Büsing (nl.) tritt Den gestrigen Ausführungen GothcniS über bic Arbeiten ber Mommiffion entgegen unb jagt, die Kritik i großen Möbel- öbel sowie ganze i bequeme Teil' erten unter 27^7 ^diesSBM 000 35000 ihek ptt 1. M ,.b unter 2857 ^eiqtterbeten. „s 2. Hypothek ,.Gunter 0331» nzeiger^ Gegc",,^ ,1906 ,iniCw"®‘Üd[c A‘i», sr# ZG Schutzgebiete erwarb. Hier allerdings lassen die erzielten Erfolge noch fehr zu wünschen übrig, besonders seit in Deutsch-Südwestafrika der Aufstand entbrannt ift ES ist indes doch nicht ein Ding der Unmöglichkeit, daß unsere Schutzgebiete bei entsprechender Bewirtschaftung sich rentabel erhalten zu haben. Nach weiteren Bemerkungen des Wg. Herbert 'oo'u.j undf nach einer längeren Auscinandersctzung zwischen den AbgeorDneteit GotHein, Büsing imd Graf Kanitz schließt bic Debatte. Der Kompromißantrag wirb in namentlicher Abstimmung mit 157 gegen 128 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen an» genommen. . , _ Präsident Graf Ballestrem teilt iobann dem Hause mit, daß er beute zum Reichskanzler gebeten worden sei unb eine gute halbe Stunde bei ihm geweilt habe. Der Acknzler habe ihm seinen Dank ausgesprochen für die Teilnahme dcs Reichstages an seiner Erkrankung. Er habe den Kanzler in voller geistiger unb körperlicher Frische angetromn uno keinen Unterschied gegen früher an ihm wahrgenommen. (Lebhafter Beifall.) . Hieraus vertagt sich das Haus oy Mittwoch 1 Uhr: Automobil-Tantiemen und Erbschastssteuer. genommen. . ., .. Es ist gut, sich das wieder einmal zu vergegenwärtigen. In Seilen t>cS Mißmuts und bet Verärgerung, wie wir sic leider oft genug haben, urteilt man ungerecht, sicht nicht das Erreichte, sondern nur das, was noch nicht erreicht ist und verbohrt sich in das Empfinden, daß cs d-m Deutschen Reich nQC nicht gut gehe. An bic Dinge biefet Welt bars man niemals den Maßstab der menschlichen Hoffnung anlcgcn — sondern einzig den der Möglichkeiten. Unb von diesem Gesichtspunkt aus muß gesagt werden: es wäre vielleicht möglich gewesen, mehr zu tun, mehr zu erreichen, wenn alle Faktoren, d,c dasür in Betracht kommen, immer fleimg und verständig zusauimengearbeitet hätien, aber im Aerger dar- über, daß dies nicht geschah, bars man nicht vcrgcffcn, daß unendlich viel trotzdem erreicht wurde. Zur Reichsvcr- drossenhctt haben wir keinen Grund, und es ist töricht, sich über Dinge, die in der Perspektive so klein und kleinlich aussehen, aufzuregen, wie es leider immer wieder geschieht. Wir leben nicht in der besten aller -Selten, aber es ist zum Aushalten. Unb außerdem haben wir die Hoffnung, daß der Friede andauert, und der Ausbau dc§ Reiches nach innen ruhig unb stetig vorwärts schreitet. Die äußere Polftik des deutschen Reiches ist m diesen 35 Jahren stets auf die Erhaltung des Friedens gerichtet gewesen. Für diesen Frieden hat Bismarck noch den Dreibund geschaffen, der heute allerdings nicht viel mehr als eine leere Phrase ift. Wie die Verhältnisse um uns ohne unsere Schuld sich in der letzten Zeit entwickelt haben, t|i zu bekannt als daß wir darauf noch näher crngehen folltcn. Nic- rnals'hat das deutsche Reich seit seinem Bestehen territoriale Ausdehnung auf Kosten eines Nachbarstaates verfolgt. Das Reich trat in ine Reihe der Kolonialmächte em, indem es kftle SL Ä w ‘9? mit . öeugniz. £ * Aus dem Reichstag. R. Berlin, 8. Mai. „Ich bitte die Herren, die in so schöner Anzahl hier versammelt sind, hier zu bleiben, denn bereits liegt ein neuer Antrag auf namentliche Mstimmung vor" — so sprach heute launigen Tones Präsident Graf Ballestreut, : nachdem er als Ergebnis der namentlichen Abstiminung über den giuiidlegenden Paragraphen der Zigarettensteuer v o r la g c die Anwesenheit von *294 Abgeordneten — Annahme des Paragraphen mit 179 gegen 112 Stimmen — festgestellt hatte. Der Wunsch des .Grafen Ballestrem ist freilich im Einklang mit seinem Bestreben, die so heiß umstrittenen Vorlagen bis zum 30. b. M. unter Dach und Fach zu bringen, aber die Kritik muß auch zu ihrem Rechte kommen, denn die neuen Steuern sind durchaus nicht ausnahmslos nach dem Gefchinack des zur Ausbringung der Steuern verpflichteten Volkes. Die Herren von der Steuer- kommission nehmen, von der Vortrefflichkeit ihrer Arbeit durchdrungen, die Sache denn doch ettvas leicht. Der Vorsitzende dieser Kommission, Abg. Büsing (nl.), erklärte heute bei seiner Empfehlung des >iampromißan1rags über die staffelförmigen Firstempel auf Personen- - ahrkarten: „Im Reichstag entscheiden Mehrheiten, nicht Minderheitei!, und der Wille der Mehrheit ist auch der Wille der Mehrheit des Volkes". Das ist freilich kurz und bündig, aber durchaus anfechtbar. Wenn durch Volksabstimmung entschieden würoe, bann wäre die Ablehnung der fyatyrtartcnftcuer gewiß. Das Volkwi 11 keine (Verteuerung des Verkehrs, weder iv der Form des K'fls-mtl^z'isllllaas. Xiocf * üi fber dA Fixf!i5nbels, und die Sleuerkommission, auf deren Autorität hin das Volk die neuen Lasten hinuehmen soll, ift ja selbst urplötzlich von dem erst so gepriesenen Kilometerzuschlag zum Fixstempel übergegaugen, nachdem die RegierungsVertreter der Einzel- ftaateu, besonders eindringlich der Bevollmächtigte Württembergs, den Kilometerzusch'lag bekämpft hakten als einen Eingriff in die Tarifhoheit der Einzelstaateu. Herr Büsing hatte den Kilometerzuschlag in der Kommission angeregt; heute ereiferte er sich für den Fixstempel, der die Vorzüge ber Kilometersteuer ohne deren Nachteile enthalte. Dabei ging dieser alte Parlamentarier soweit, den Gegnern der Fahrkartensteuer „ungenügendes Interesse für bic Wohlfahrt bes -Reichs" und „wenig vornehme Form bes Polemisierens" nachzusagen. Das erregte auf ber Linken einen Sturm der Entrüstung unb gab zu so scharfer Erwiderung Anlaß, baß man sich in die Zeit der ZolltariMrnpse zurückversetzt glaubte. Tabei mußte Herr Büsing es erleben, baß gegen die Fahrkartensteuer in der Form des staffel- förmigen Fixstempels sogar von einem Redner ber Mehr- heitsparteieu, vom Abg. Graf tivnitz (kons.), bte triftigsten Gründe ins Feld geführt wurden. Der offenherzige Ostelbier bezeichnete den Kompromiß an trag als „schr unvollkommen", will ihm aber, „der bitteren Not gehorchend", zustimmen, denn gegenüber direkten Reichs steuern ist vom konservativen Standpunkt ans die Verkehrssteuer immer noch das kleinere liebel. Abg. Herold bemühte sich nach- zitweisen, daß der Fal)rtartensteuerantrag ber Kommission eine „glückliche Lösung" barftelle und auf bte „schwachen Schultern" gebührend Rücksicht nehme. Man hörte aus allem nur heraus: Für das Reich muß Gew beschafft werden und hierfür ist der auf 55 Millionen veranschlagte Ertrag aus ber Fahrkartensteuer nicht zu entbehren. Was halsen alle Hinweise auf bic sozialen oajäben ber Fahrkartensteuer, ber Belastung besonbers des Bororwackehrs der Großstädee, auf die ungerechte Sonderbesteuerung der von Berufs wegen auf die Eisenbahn angewiesenen Geschafts- reisenben? Die Mehrheitsparteien ließen sich durch bte stunbenlange Beweisführung ber Abgg. Lipinski (Soz.), Merten (Frf. Vp.), Schrader (Frs. Verg.., Gräfe (Reformp.), Herbert (Soz.) unb Gothcin (Frs. Verg.) — er führte sogar Goethe als Schwurzeugen ins Feld — ihre Kreise umsoweniger stören, als Sck)atzserretar Frhr. v. Stengel bte Zustimmung ber Regierung zu bem Fahrtarten-Fixstempel in Aussicht stelleu zu können erklärte. Das Ergebnis der Sitzung war, das; mit 157 gegen 128 Stimmen Die Berkehrs- steuer zum Beschluß erhoben^wurde. Deutscher Reichstag. 87. S i tz u n g vom 8. M ai liX)6. Präsident Graf B a l 1 c st r c in eröffnet die Sitzung um 1.20 Uhr uiLb teilt mit, das; der itaitenisa;e Botickiafter ihm durch das Auswärtige Amt Mitteilen liefe, daß er bte Tctlnahrnc- kundaebung bes deutschen Reichstages an der Vesuv- katastrophe zur Kenntnis seiner Regierung gebracht habe. Der 1 Präsident der italienischen Deputiertenkämmer habe tu der eilten : Sitzung für öiefe Kundgeb:mg den Tank abgestattet und ernan, ■ dafe das iiaiienische Volk die aufrichtige Jrcundschast des deut- , schen Volkes, die stets Die gleiche geblieben fei, erwidere (Bravo)! <3 crauf wiio in ber für lstute zuruckgestellten namentlichen Ab- : ftimmung die prvgrcsj ive S tafl e lung der. Zigaretten- > fteuct mit 179 gegen 112 Stimmen oet drei ^tmiinenthaltungin > angenommen. Nv. IOS «rscheiur außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hesfischen Landwirt die Siehener ZamiNeo' blätter viermal in der Woche beigelegt. RotationSdruä u. Verlag der Brü hl'schen Univers.-Buch-u.Stein- * hruderet. R. Lange. »esuchi 6in- i. durch Frau chveg 67. es idchen ort gejucht, shöhe. lädehen;i [0327; udwWaj nbra* '.r(W erin jtf. Schrijtl. ützm.Änzcig. . mchtzahnga ontortäügteu g zu wechseln. Ic unter 03344 «zeiget erbeten. 23, v. 12914 mtagsüber rW gelucht euftabt 8. Erstes Blatt 15«. Jahrgang MittwochMai 190« ______ vezugspret-r Ä 'TfT A monatlich 75Pf.,viertel- V vV -r*\ V- 1 jährlich Mk. 2.2V: durch Gietzemr AMger - M General-Anzeiger " Verantwortlich üle v den polit imb allgem« Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen MW ,;cigentcil: HanS Beck. ttur als Mitglied des Dreibundes eine gefürchtete Macht, nls Mitläufer Frankreichs spielt es eine bescheidene Nolle. erregt auch unverkennbare Bedenken in Hinsicht auf Vie Landesverteidigung, daß Italien in immer größere Ab- höngigkeit von Frankreich gerät. Denn das' ist sicher, daß unter Verbündeten gewisse Einzelheiten für ein Zusammen- »virkeri int Kriegsfall vereinbart worden sind. Wer kann für die Wahrung solcher militärischen und strategischen Geheimnisse bürgen? Tie Garantie liegt doch nur in der ab- soluteit Treue und Zuverlässigkeit des Bündnisses gegenüber einem gemeinsanren Gegner. Die französische« Kammerwahlen. Paris, 8. Mai. An den Karnmerwahlen am letzten Sonntag beteiligten sich in ganz Frankreich 8 9 00 000 Wähler, das sind 800000 mehr als bei den Wahlen im Jahre 1902. Es entfielen aus die Radikalen und Sozialistisch- Radikalen 3 100 000, aus dte Republikaner der Linken 850000, auf die unabhängigen Sozialisten 160 000, auf die geeinigten Sozialisten 960 000, auf die Gemäßigt-Republikaner (Pro- gressisien) 1 170000, auf die Kandidaten der „Action liberale" 1 240 000, auf die .Konservativen 900000 und auf die Nationalisten 380 000 Stimmen. Gegenüber den 3 i ff em von 1902 gewannen die Radikalen und Sozialistisch - Radikalen über 250 000 Stimmen und die Sozialisten über 270000 Stimmen. Die Progressisten verloren 270000 Stimmen. Dagegen gewannen die Parteien der Rechten ungefähr 400000 Stimmen. Der VermaltlingSrat des Radikalen und des Sozialistisch-Radikalen Wahlkomitees faßten den Beschluß, daß bei den Stichwahlen ihre Parteigenossen durchweg dem republikanischen Kandidaten ihre Stimme zu geben haben, der im ersten Wahlgang die meisten Stimmen erhalten hat. Einen ähnlichen Beschluß dürften die Sozialisten fassen. Der Minister des Innern C l e m e n c e a n erklärte einem Berichterstatter, er habe den Wahlerfolg des Blocks schon vor acht Tagen vorausgesehen. Er sei Optimist. Eine zaghafte Politik werde immer schwierige Wahlen zur Folge haben. Die Wahlen am Sonntag zeigten, daß das Land eine Politik der Aktion wünsche; Frankreich wolle vorwärts gehen. Das endgültige Ergebnis der Wahl in Carmaux liegt erst setzt vor. Darnach siegte JauröS mit 6427 Stintmen gegen den Marquis de Solage, der mit 6147 Stimmen in der Minderheit blieb. In Mont rouge erfolgte heute nacht eine Expl ofi on in dem Zimmer eines ausständigen Tischlers namens Hubert. Wie sich heracrsstellte, war dieser mit der Herstellung einer Höllenmaschine beschäftigt gewesen, die plötzlich explodierte. Habert wurde an der Hand verletzt. Der durch die Explosion angerichtete Schaden ist nur unbedeutend. Habert, in Neffen Zimmer noch eine zweite Bombe gefunden wurde, ist mit zwei Gefährten verhaftet tvorden. Er erklärte, daß er kein Anarchist sei, sondern er habe nur Experimente mit Explosivstoffen machen wollen. In Basse-Terre (Guadeloupe) soll ein Anhänger Gerville Reaches names Boisneus aus seinem Fenster geschossen, zwei Sozialisten getötet und einen Zollbeamten verwundet haben. Die Bevölkemng stürmte das Haus. Bois- neuf verteidigte sich durch Revolverschüsie, wurde über schließlich verhaftet. Nach einer anderen Meldung soll Boisneuf erst dann geschossen haben, als die Menge in sein Haus ein» dringen wollte. Zwei französische Kriegsschiffe halten die Ruhe aufrecht. Die Erneuerung der russische« Motte. Petersburg, 7. Mai. Heute erging ein Reskript des Kaisers an den Marineminisier, das auf die Notwendigkeit der baldigen Rekonstituierung der russischen Kriegsflotte hinweist als ein Unternehmen, das neue Grundlagen erfordere, die imstande seien, ein wirksames Arbeiten des Marineministeriums zu gewährleisten. Der Kaiser bestehlt daher die Reorganisation des Generalstabes der Marine auf folgenden Grundlagen: Von dem gegenwärtigen Generalstabe find der strategische Teil und der organisatorische Teil der Mobilisierung der Flotte abzutrennen, welche dadurch zu einer selbständigen verantwortlichen Institution unter der Be- Zeichnung „Verwaltung des Generalstabes der Marine" werden. Dieser Verwaltung sollen die ausführenden Abteilungen in den Hauptbäfen in den verschiedenen Meeren und die Marinevertreter im Auslände untergeordnet werden; es soll ihr die Ausarbeitung der Pläne und der Unterrichts- programnte, sowie der Programme für die Vorlesungen in den maritimen und militärischen Wissenschaften an der Nikolaus- Marine-Akademie übertragen werden. Ferner soll eine gemeinsame Tätigkeit der erwähnten Verwaltung mit dem General- stade des Krieges, betreffend die nationale Verteidigung und die Entwickelung der militärischen Kräfte des Reiches, eingerichtet werden. Ter Chef der erwähnten Verwaltung soll ein ständiges Mitglied des Landesverteidigungsrates sein. Die Berichte des Marineministers über diese Verwaltung sind dem Kaiser von dem Chef derselben in Gegenwart des Marine- ministers zu unterbreiten. In einer besonderen Konferenz soll ' sofort an die Ausarbeitung von Instruktionen und an die Schaffung einer vorläufigen Organisation dieser Behörde gegangen werden, die auf Grund der Erfahrungen Abänderungen erleiden können. Toulon, 8. Mai. Der russische Kreuzer „Admiral Makarow" ist heute in Anwesenheit der Witwe des früheren Admirals Makarow glücklich vom Stapel gelaufen. Ar-slanH. Stockholm, 8. Mai. Der Verfassungsausschuß hat heute seinen Bericht in der Wahlrechtsfrage abgegeben. Die Mehrheit dieses aus 10 Mitgliedern der Ersten und 10 Mitgliedern der Zweiten Kammer bestehenden Aus-, schitffcs spricht sich darin für das allgemeine Wahlrecht zur zweiten Kammer aus, jedoch nur in Verbindung mit der Einführung der Provortionalw ahl zu beiden Kammern. Tie Minderheit de§ Ausschusses tritt für den Negierungsentwurf ein. Der Ausschuß schlägt ferner vor, die Negierung aufzufordern, eine Untersuchung betreffend das politische Wahlrecht für verheiratete und ledige Frauen anzustellen. London, 8. Mai. Das Prinzeupaa r von Wales ift heute abend von der Reise nach Indien hier ein» getroffen. Landon, 8. Mai. Dec Präsident des Handelsamts, Lloyd-George, empfing heute eine Abordnung der Handelskammern, die sich über die Vorzugsbehand- lung beschwerten, dte von britischen Reedern fremden Ladungen gewährt würde. Der Minister gab zu, daß ernstes Material für ‘ eine Untersuchung vorgebracht sei und regte an, daß die Handelskammern ihm weitere die Verhältnisse beleuchtende Fälle mitteilen sollten, hinsichtlich deren er die Reeder befragen könne. Lissabon, 8. Mai. Die Zeitungen berichten über die Entdeckung einer Verschwörung in Süd-Angola, deren Haupt der frühere Burengeneral Piennar gewesen sein soll. Es sei geplant gewesen, daß die von Piennar befehligten Buren in den Distrikten Sttilla und Mosamedes die portugiesischen Truppen und Garnisonen angreifen, sich des gesamten Kriegsmaterials bemächtigen tmd unter Vereinigung der beiden Distrikte eine Burenrepublik gründen sollten, deren Präsident Piennar sein würde. Der neue Gouverneur von Angola, Eduardo Costa, ist, wie die Zeitungen ferner melden, heute abgereist, um seinen Posten anzutreten. Wien, 8. Mai. Der Reichsrat ist auf den 15. ds. einberufen. Konstantinopel, 8. Mai. Der hiesige persische Botschafter soll der Pforte mitgeteilt haben, daß seine Regierung die türkischen Vorschläge annehme. Die persische Kommission verläßt heute Teheran. Als Präsident derselben fungiert der persische Gesandte in Berlin Mahmud Khan, der zurzeit in Teheran auf Urlaub weilt. San Domingo, 8. Mai. Aus Anlaß der Entdeckung eines Mordanschlages gegen den Vizepras i- b ent cn der Republik Caceres, sind hier eine Anzahl Verhaftungen vorgenommen worden. Als der Vizepräsident am Sonntag abend das Theater verließ, wurden zwischen Gendarmen und Seiden, von denen man annimmt, daß sie Revolutionäre sind, in der Nähe der Stadt Schüsse gewechselt. Universität KLcßen. S o m m e r - S e m e st e r 19 0 6. Verzeichnis der neu cingeschriehencn Studierenden, a. Theologische Fakultät. H. Adolph, (9roB-G3erau, Ebelstr. 4. H. Beprich, Büdingen, Bruchstr. 17. E. Bönning, Darmstadt, Steinstr. 15. F. C loh, Gießen, Ludwigstr. 33. W. Franck, Rohrbach, Grünbergerstr. 4. F. Haupt, Mainz, Ebelstr. 7. C. Herpel, Auerbach, Wilhelmstr. 40. F. Mandler, Wahlheim, Bruchstr. 15. B. Mangold, Darmstadt, Bruchstr. 15. F. Müller, Jugenheim, Grünberaerskr. 14. W. Schildge, Friedbera, Wilhelmstr. 40. W. Schmidt, Mainz, Bismarckstr. 14. G. Storck, Offenbach, Ludivigstr. 7. W. Bollrath, Traisa, Wilhelmstr. 40. F. Weik, Eberstadt, Bruchstr. 8. S. Werner, 9libba, Südanlage 7. R. Zentgraf, Eberstadt, Bismarckstr. 28. b. Iuristische Fakultät. F. Becker, Langendreer, Asterweg 9. H. Blase, Mainz, Ctephanstr. 43. H. Diehl, Worms, Ludwigstr. 10. E. Diemer, Main§, Grünbergerstr. 35. K. Ergang, Magdeburg, in Bad-Nauheim, Alicenpl, 7. H. Fischer, Gießen, Bergstr. 7. H. Geil, Worms, Roonstr. 32. H. Goebel, Groß-Nohrheim, H. Hahn, Hos Thiergarten, Wolistr. 3. A. Haller, Darmstadt, Bismarckstr. 11. W. Heinemann, Darmstadt, Ludwigstr. 56. W. Hechler, Assenheim, Seltersweg 56. A. Jäger, Bierstadt, Grünl'ergerstr. 10. L. Jans, Lindenfels, Bleicbstr. 35. B. Joseph, Darmstadt, Ludwigstr. 36. I. Jung, Mainz, Ludwigspl. 4. A. Kempf, Mainz, Bismarckstr. 14. W. Kissel, Bad-Nauheim, Wetzlarerweg 43. F. Klose, Gießen, Riegelpfad 41. A. Krausgrill, Nieder-Weisel, Sonnenslr. 25. G. Lind, Gießen, Kirchenpl. 10. W. Luems, Egelsbach, Goethestr. 32. I. Mandel, Bogen, Ctevhanstr. 39. K. Oehmke, Dessau, Bleichstr. 16. Ai. Ovvenheimer, Mainz, Ludwigstr. 46. K. A. Bilger, Eöln, Bleichste. 33. R. Ploch, Gießen, Gr. Steinweg 22. L. Reiß Dorheim, Grünbergerstr. 3. K. Sartorius, Worms, Ludwigstr. 56. H. Schäfer, Reichelsheim i. W., Wetzlarerweg 35. P. Stieh, Oppenheim, Bismarckstr. 38. H. Weidmann, Gießen, Hoimannstr. 7. R. Wetzlar, Eöln, Ebelstr. 23. c. Medizinische Fakultät. O, Beck, Tierhlk., Nördlingen, Hillenbrandslr. 1. B. Berger, Med., Neuß, Wolfstr. 17. I. Bley, Med., Koblenz, Hillebrandslr. 2. I. Borghorst, Med., Velen, Hillebrandstr. 2. A. Bostroem, Med., Gießen, Frankfurter Straße 37. I. Braun, Tierhlk., Horchheim, Roonstraße 31. I. Büsten, Med., Sevelen, Hillebrandstr. 12. F. Busch, Med., Girbigsdort, Klinikstr. 22. O. Buttron, Med., Sickenhofen, Grünberger Straße 7. L. Conradi, Med., Hamburg, Ludwigstr. 59. L. Traeck, Med., Wachtendonk, Hillebrandstr. 12. K. Egen, Tierhlk., Dachau, Frankfurter Straße 86. F. Eichacker, Tierhlk., Lahr, Lindenpl. 11. W. Erbe, Tierhlk.. Hönebach, Frankfurter Str. 73. G. Fayet, Med., Gießen, Gartenstr. 26. A. Gerster, Med., Mainz, Seltersweg 81. M. Grünebaum, Med., Düdelsheim, Frankfurter Str. 72. H. Hagen, Tierhlk., Straelen, Ludwigstr. 33, H. R. Heymaun, Med., Rodheinr a. d. B., Ludwigstr. 35. L. Himmel, Tierhlk., Bauerwitz, Frankfurter Str. 69. S. Jmai, Med., Tokio, Westanl. 10. Ph. Kreiß, Med., Mainz, Ludwigstr. 7. E. Kühne, Tierhlk., Hohenhameln, Klinikstr. 22. A. Lambardt, Tierhlk., Unna, Hillebrandstr. 10. P. Lasch, Tierhlk., Köln, Landgrafenstr. 6. E. Limberg, Tierhlk., Ehrenbreitsteiu, Frankfurter Str. 39. K. Löffler, Tierhlk., Offenbach a. Bi., Goethestr. 48 a. G. Lowoff, Med., Dmitrowsk, Moltkestr. 28. I. Märzheuser, Med., Wissen a. d. 3., Hillebrandstr. 2. H. Matzkait, Med., Riga, Bismarckslr. 17, P. K. Metz, Tierhlk., Gau-Odernheim, Ebelstr. 14. M. Michlin, Med., Riga, Bleichstr. 40. P. Nacken, Med., Rhendt, Grünberger Str. 41. P. Ohnacker, Med. u. Naturw., Butzbach. F. Onanie, Med., Warendorf. Frankfurter Str. 72. L. Rahn, Med. n. Naturw., Darntstadt, Ebelstr. 9. a. Ruppert, Tierhlk., Wiesbaden, Bismarckstr. 17. R. Schad, Med., Groß-Gerau, Ludwigstr. 56. W. Schäfer, Med., Wallernhaufen, Ludwigstr. 33. F. Schlaghecken, Tierhlk^ Rees, Liebigstr. 68. W. Schmidt, Med., 6steßen, Frankfurter Str. 13. R. Schmitz, Med., Rheinberg, Seltersweg 62. R. Schneeberger, Tierhlk., Idar, Goethestr. 31. G. Schneider, Tierhlk., Dortelweil, Steinstr. 68. S. Stratiß, Med., Düdelsheim. Frankfurterstraße 73. H. Theiß, Med., Maiuz, Histebraudstr. 2. A. Wachenfeld, Med., Bad Nauheim, in Bad Nauheiur. B. Wenz, Tierhlk., Wiesbaden, Bismarckstr. 17. F. Wirth, Tierhlk., Wörrstadt, Stephanstr. 38. H. Wolters, Tierhlk., Geldeni, Ludwigstr. 33, H. 2lus Stcrdt und Land. Gießen, den 9. Mai 1906. "Zeichen-und Mal unterricht an derLandes- tl nivc rsität. Wie durch Anschlag am schwarzen Brett bekannt gemacht wird, beabsichtigt der als tüchtiger Künstler bekannte Gießener Maler W. Barthel mit Zustimmung der Universität den Studierenden Unterricht im Zeichnen und Malen zu erteilen. Es wäre erwünscht, wenn die Studierenden, besonders auch Mediziner und Naturiviffcn- schaftler, von dieser günstigen Gelegenheit Gebrauch machten. Von den Lehramtskandidaten wird ja sogar nach der Prüfungsordnung in der Botanik und Zoologie Hebung im Zeichnen von Pflanzen- und Tierformen verlangt. Der bisherige Mangel an Zeichen- und Maluntcrricht an der Universität erschwerte bisher, dieser Forderung nachzukommen. Die Methoden des Zeichenunterrichts haben sich wie andere Lehrmethoden so verändert, daß keineswegs ein gottbegnadetes Talent dazll gehört, um die für die meisten Berufe wichtige und nebenbei auch erfreuliche Zeichenkunst sich anzueigneu. Am Freitag, 11. Mai, soll von 12 bis 1 Uhr im Hörsaal des archäolog. Instituts in der Aula eine Besprechung über die Zeit des Unterrichts stattfinden. * * Erledigt ist eine mit einem ebang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Grmeindefchule zu Zwingender g. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. " Unsere Regimentskapelle wird auf mehrfachen Wunsch vor ihrer Konzertreise nach Hamburg noch ein großes Konzert im Neuen Saalbau veranstalten. Um das Programm recht vielseitig zu gestalten, hat der Besitzer des Saalbaues das hier gut bekannte und besteingeführte Schuh-Quartett der königl. Oper zu Wiesbaden gewonnen. Das Konzert verspricht daher ein genußreicher Abend zu werden. Bei günstigem Wetter findet es im Garten statt. " Hessisch - Thüringische Staatslotterie. In der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klasse fiel ein Gewinn von 100 000 Mk. auf Nr. 90570 (nach Mainz), Gewinne von je 5000 Mk. auf Nr. 38096 16774 39830, Gewinn- von je 2000 Mk. auf Nr. 525 7662 8124 10709 11253 26400 32822 35683 36533 52359 56566 56767 61266 61498 64938 67109 74190 74360 77183 86305 86516 87580 91298 92711 96252. (Ohne Gewähr.) fc Herborn, 8. Mai. Der Blitz schlug in Oders- 6crg in den Stall des LandmanneZ Lenhardt und zündete. Stall and Scheuer brannten nieder. Lenhardt, der im Stalle sich befand, wurde vom Blitz getroffen und liegt schwer verletzt darnieder. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Das Vieh blieb unverletzt. fc Wiesbaden, 9. Mai. Gestern abend wurde ein 81 Jahre alter pensionierter Lehrer von einer Equipage überfahren und so schwer verletzt, daß er kurz darauf st a r b. fc F r ft n ff u r t a. M., 9. Mai. Die F r a u eines Bergmanns bet Kassel, die gestern mit zwei Kindern und 50o Mark ihrem Manne dtirchgegangeu. war, wurde hctite nacht auf dem Hauptbahnhof von der Polizei feitgcnommcn. * * Kleine Mitteilungen aus H esse u und de.n Nachbarstaaten. In Flcnsung e n machte der 72 Jahre alte Rühl auf dem Fleuiunger Hoi seinem Leben durchs Ertränken int nahen Hvsteicbe ein Ende. Tie Ursache des Selbstmords ist unbefamit. Ter Mann war Witwer und ist kinderlos. — In Obcr-Jngelheim starb plötzlich ein 7 jähriges M ä d - eben. Es soll sich durch Maiblumen vergiftet haben. -- In Messel kam der acht Jahre alte Sohn des Handels manncs Simon Wertheimer einem großen Gefäß mit koche n demWasier zu ijalye. Dasselbe stürzte auf ilyst und verbrühte ihn derartig am Kopf und Körper, daß er unter gräßlichen Schmerzen beute nacht gestorben ist. — Am 30. Juni, 1. und 2. Juli d. I. wird in'Kohden das B c z i r^ks K r i e ge r - fest des Bezirks Nidda, verbunden mit der Fahnenweihe des >iru'gervereinS begangen werden. Verkttröfchtes. * Ein neuer A tpcndurch st i cl>. 2ent geschästsiührcn- den Ausschuß des Initiativ Kvmitees für den Berner Alpeu- durchfticl' als Zufahrtslinie zum Sintplon in von einem '"ran zöfifcheu Unternehme'- Z-,n! di so t eilte Offerte für die L o et s ch - Bcrglinie mir 27 pro '.D'iU'? Steigung mit elestrifcbem Betrieb unterbreitet worden. Tcr Ausschuß vereinbart zur Finanzieritng deS Projektes mit einem französisch-schweizerischen Banftnudikate die Grundlagen, die es möglich machen, mit den bereits vom Kanton übernomutenen Verpflichtunaen ohne Inanspruchnahme der Staatsgarantien für die weitere Fittanziernng ausziikommcn. Tas Jititiativkomitee wird am 4. Juni der Berner Regierung Anträge einreichen. Rewyork, 8. Mai. Tte Blätter veröifentUcheu ehte_2e welche ans Palv ar a iso, nach der dort ein h e f f t g e s E r d- b c b c tt stattgefunden haben soll, durch das viele 0'.'bauhe g^änzstch zerstört fein sollett. Lb Menschen bei diesem Erdbeben zu Schaden gekommen sind, ist bisher noch nicht befanttt. * Wafhingt o u, 8. Mai. Tas Staatsdepartement hat eine Depesche von dem mnerif.milchen Konsul in Hankau erhalten dcs Inhalts, daß dttrch eine sehr heftige. Heber- schwc nt in u n g in der Provinz Huna n zahlreiche Menschen umgekommen sind. Auch der durch d:' Ueberschwemmung an gerichtete Schaden wll sehr bedent'nd jein. Tie Ausländer befinden sich alle in Sicherheit. (bc.i Das Schicksal des N i a g a r a f a l le s. Der Niagarafall ist seit einigen Jahren in seiner Existenz stark gefährdet. Ein industrielles Werk neben dem anderen entsteht an seinen Ufern und eutziehf dem Riesen seine Kraft. Durch Kanäle wird der Fall ahgelenkt und zum Treiben kolossaler Turbiuendhuamas benutzt. _ Hierdurch wird das landfch.aftlicl-e Bild, das die wild romantische Szenerie noch vor wenigen Fahren bot, stark beeinträchtigt, ja saft völlig zerstört. Namentlich war es die gesetzgebende VersmnmlUng des Staates Newyort in Albanh, die einen grandia feit Schacher mit Konzeffivnen znr Ausbeutung der Wasserkräfte des Niagara trieb, und mancher Senator oder Nepräsentaut verdankt fein Vermögen seiner Gesätligkeit skrupellosen Geschästs- senten gegenüber, die ihn durch klingende Argumente von der Ntitzlichkeit ihrer Pläne zu überzeugen vermochten. Doch auch auf der kanadischen Seite wurde viel gesündigt. Nun ist, der ,,Deutschen Rundschau für Geographie und Statistik" zufolge, feit einiger Zeit sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in der.^vmimon eine Bewegung int Gange, um den Niagara vor vollstäudiger Veruichtuug '.u. bewahren. Ans einer Konferenz her internationalen Kommission für Wasserwege, die jüngst in Toronto tagte, beantragte Oberst Ernst, der Vorsitzende der ameri- rantichen DÄegation, die Ausarbeitung eines Vertrags- entlassener Strafgefangenen bestehenden Gin- Handel . 173.20 HI Portugiesen . 110 20 97.95 256.60 Berliner Börse. 9. Mai. Anfangskurse. handel unö Verkehr, Volkswirtschaft. Für die gesamte Redaktion mr mirnrtlirf) ut Bertr. G r n ft fr c |< Griginal-Drahtmel-nngen. i) 3) Literarisches Fach Hetzer Mirabellen iüdÖ 65 w Bekanntmachung B" s L1551, höben bei 2961 Gießen Emil Fischbach 4 Öesterr. Goldrente. . 4*/5®< Oesterr. Silberrente . 132.20 . 146.40; roiirbe ein rquipaßc urj daraus 70 w 90 Mg. Licbigstr. 13 Fernsprecher 218. 4°L 4% 3 % Harpener Bergwerk Laurahntte . . Lombarden E. B. Nordd. Lloyd . . Tilrkenlose . Ungar. Goldrcnte . . Italien. Rente . . . Portugiesen Serie I . in Oders« t und zün- dcr. Len- ih getroffen Auskommen 100 50 100.90 96.70 221.00 250.50 Milchkannen Milchkühler Melkeimer Matzeimer Milchfiebc empfiehlt . 2380) . 146.201 . 147.50- 8%7< 3% Wlt 39$ W!t Wl. . 239 10 . 184.70 . 187.00 . 161.70 . 216.00 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . Dortmunder Union C. Dresdner Bank . . Tendenz: still. Reichsanleihe do. Konsols . . do. . . Hessen . . . Oberhessen Elektriz. Lahmerer . ■ Elektriz. Schlickert . . . Eschweiler Bergwerk Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg-Amerik. Paketf. Harnener Bergwerk. . . Laurahntte Nordd. Lloyd Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Haudelsges Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . Deutsch-Asiat. Bank Diskont.o-Kommandit. . Dresdner Bank . . Kreditaktien . . . . Baltimore- nnd Ohio- Eisenlahn . Gotthard bahn . . . . Lombard. Eisenbahn . Oesterr. Staats bahn . . Princc-Henri-Eisenbahu mchrsachen notf) ein itttn. Um dn Besitzer lkinMhrle sbadrn y« >chn Abend barten flatl. kerie. In ein Teiviim >, ®eroinne 0, Geivinu» 1709 11253 767 61266 1305 86516 Temperatur der Lahn und der Luft in der Mülle r'schen Badeanstalt. Wasser 16°. Luft 22° R. 68.95 69 75 91.10 94 20 94.10 146 40 54.40 91.80 baft ; Bauschutt tticht aus die Erde abgeworfen, sondern- abgetragen oder in Gefäßen abgelassen und hierbei —• ebenso wie beim Ausladen aus Wagen und Abfahrew — ausreichend benäht wird, daß ( derartige Bauarbeiten, bei welchen eine Staubentwickelung; nicht ganz zu vermeiden ist. nur in den frühen Morgenstunden (vor 8 Uhr vormittags) vor-^ genommen werden. Die Schutzmaunschaft ist mit Ueberwachung beauftragt. Gießen, den 3. Mai 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Oelfarben Lackfarben Fussbodenlacke Parquetwachs und alle sonstigen Artikel zimr Ai,streichen und Wichse» der letzterer mit Entsckicidung durch das Schwur an Beispielen dargcstellt Auch die für die Spezialgeschäft der Ccien- und Herd-Industrie. Telefomsche Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank fllr nnd Industrie, Glessen. Frankfurter Hörsio. 9. Mai. 1.15 Uhr. . 172.90 . 144.10 . 238.70 . 94.30 . 161.60 in diesem Zusammenbange erläutert. Zum der Theorie ift der Gang eines Zivil und 151.10 135.90 269 80 230 50 164 75 220 »0 251.50 132.50 132.55 Mai. Tic Strafkammer vcrnr ür Sorge zu tragen, daß , der Verputz und das Mauerwerk vor dem Abschlagen! und während diesen Arbeiten ausreichend bcnätzt wird^ Alzeyer Pferde- I ßud wegen ihrer . rinsti-e»Gewinnchancen sehr beliebt. >2686 Ziehung am 11. Mai 1906. Lose ä Mk. 1.- (11 St.Mk.10.— > so lauge Vorrat reicht bei Richard Buchacker, Neuen Baue 11 zu hab. 1 1906. ”nnbc§, Brett ■ Künstler 'mun9 der zeichnen wenn die turivisscn. 'nachte», ^nflmgs. Zcichncii lniversität Die Mx, ere Lehr- egnadctcs • wichtige '»"eignen. >m Hör, lechung Ärr zu mule zu teuft ver- Bekanntmachung. Mehrere Vorlomumisse in letzter Zeit geben uns Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen (Art. 28 Bauordnung, § 47 Aus-! ührungsvorschriften, hierzu § 367.14 de? Reichsstrafgcsetz- buches) diejenigen Strafe zu gewärtigen haben, welche es unterlassen, bei Bauten, namentlich beim Abbruch von Gebäuden und bei der Erneuerung des Verputzes alle. Vorkehrungen zu treffen, welche geeignet sind, Gefahren für Vorübergehende nnd eine belästigende Staubcntwickelung zn verhindern. Insbesondere ist Bekanntmachung. Die unterm 28. März d§. Js. angeordnete Sperre dec' Bleichstraße zwischen Löbcr- und Ludwigstraße wird hier-j mit ausgehoben. Gießen, den 3. Mai 1906. tyroßh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Leiden Sie an Blasen-, frorn-, Nierenbeschwerden, Ausfluß n. Zucker-- (rnnfheit, dann trinken Sie Aooth. Wagners Boldotee. Kart, ä 1 JC. allein echt in d. ^owen-Trogcrie von W.Kilbinger. Beft.: Blätter d. vemwian. Boldovstanze. (296fr 'ne rSr HiiVin M-nzi-rE Pznlinnduar 'bereit vom njvtudli'OU11 er Legierung vartement V , Hebt' cOicn'V'fr M-S!- 91u«!ß|,pct - Sit '1'v; PK bicAcl&bil1' (lose» vo" der u"ier,I^(f) a',rt' tm, 7 st, Va in teil nl- flTrt vor lieÄ _ , » .n • . t. o V I 11UU > Li 11 IVgH II *4.14 ytilviu* ' __ . — Unser Gericktsweien von ?l v Marder Bibliothek L 00]t bcr Maschine erfaßt und zermalmt. Kind bet Mch» unb StMtätunbe W blieb unversehrt. Moritz-Stuttgart Eleg. flfb. 1 >0 Mk — an un Publtnun w | - genauere Kenntnis von unserem Gcnchtswcien haben, ..eu neuen, Vorzügliches Sliiitckllüt uitö Giirlkii empfiehlt (03387 2l. Koch Nachf., Schulftraßc. teilte den am 16. März 1891 geborenen Gärtnerssohn (slcorg K o p s ch zu 8 I a b r e n efängni <• ~cy..jul19c stark entwickelte Mann hatte am 16. Januar die ^fahrige Dienslmagd Tlb'resc Bauer, i?ier im August zwange U)nr zu Willen zu sein, durch eine Seblinge erdroiielt. Las Motiv der Tat war Furcht vor Entdeckung und Bestrafung. Wien 9 Mai. Prinz Otto Win dis ch grast und seine Gemahlin, Enkelin des Kaiser-, wurden gestern, als sie bei Wiencrneustadt im Automobil julyren, von cem Kutscher eines Lastwagens. der deut Automobil nicht aus- weichen wollte, mit der Peitsche angeg rissen. Der Kutscher wurde verhaftet Turin, 9. Mai Während dec- gestrigen Nachmcktags versuchte eine Anzahl Ausständiger, die Arbeits- w i l l i g e n an der Arbeit zu hindern, wurden aber von der Ka v a l le r i e auseinandergetrieben. Gegen Polizei und Militär wurden Steine geworfen, wodurch mehrere Soldaten und Polizisten verletzt wurden. Ter Abend verlief ruhig. Die Verhandlungen wegen Beilegung des AnsstandeS Junker & Ruh'« sind sparsam im Brand! Wilhelm Dürbeck »er Eiacutnmcr 6nt für bett «»tuut«Smä»iscn 3»pu tragen und ist allein für alle, durch etwaigen Rückstau bc Sielwaffers hcrvorgerufcnc Schaden verantwortlich. Dre Verschlüsse sind so anzubringcn, daß ne ,'eder ^it, auch bet Rückstau zugänglich sind nnd beguem gehandhabt werde können.___ Der Ort Bieber wird wegen Wasserleiiungsbau, für den VcrkehrBieber-Königsberg, vom 11. Mts. ab, bis auf weiteres -""verrt. Der Bürgermeister Bechtold. D3/s Entwurfes zwischen den Vereinigten Staaten und Groh-1 liegt jedenfalls daran, daß bisher noch kein billiges Buch eristiert, britannien, um den Schul, des Niagara ge setzmä ßi g l wclcl)es dasselbe nur diesem wichtigen Gebiete orientiert. Das zu regeln.' I vorliegende Buch will nun das Publikum mit den Grunt^ügen * G i'ftig e G a se i n e in e m K a l i b e r q w e r k. Tic Man/I des Gerichtswesens vertraut modwr Tic Einrichtungen der tag mittag in das Kalibergwerk eingesahrene Trittelbelegschafti Staatsanwaltschaft, der Rechtsanwaltschaft und des Gerichtsvoll war nm 5’2 Uhr auf der 690 Mcter-Soble in westlicher Richtung! zieherwesens werden t*"f— n"r------6----- im Kali mit Svrengen beschäftigt. Als die Schüsse abgegeben! besseren Verständnis waren unb die Strecke revidiert werden sollte, hörte man plötzlich eines Strafvrvzesscs, den Knall einer schweren E r p l o s i o n nnd gleichzeitig ström-1 gericht, ausführlich tcu giftige Olafe in den Schacht ein. Vier der voraus ar-lZürsorge zugunsten — . beitenden sieben Bergleute erlitten dabei derartige Brand richtungen nnd vieles andere allgemein Zntercimnte werden bc wunden daß >'ie alsbald v c r s ch i c d e n. Trei Arbeiter wur- lvrochen Tic gesetzlichen Bestimmungen über den stvnkurs iverdcn den durch das Einatmen der gütigen Gase betäubt: einem von ebenfalls an einem maktisäieit Beispiel erläutert. Temienrgen, ihnen gelang es, sich trotzdem in den freien Schacht zu retten der sich einen allgemeinen Uebcrbsick vcrsätassen null über die nnd die dort arbeitenden übrigen Mannschastcn zu benachrichtigen. 1 Tätigkeit der Gerichte und die an sie berantrctendcn Aufgaben, Tiesc im Verein mit den zugezogencn Rettungsmannschaften I kann das Studium des Buches empfohlen werden, er wird es drangen, durch Sanerstoffapvarate geschützt, in die Strecke ein, bucht ofm-' - n n-,i-j der ."and lenen nnd es gelang nach fast vierstündiger Arbeit die drei Leute nock> rniücnicbrttL lebond berauszubeiördern: von diesen sind zwet ichwcr krank, . 1 . T bet dritte ist fast unverletzt, die vier Toten durch Brandwunden I D ii,' e l d or s, 8. Mai. -ter V i Hort e nm o 1 er lu oiciior jum Teil schrecklich entstellt, wurden später zutage gefördert. I Albert B a n r tft m der vergangenen .^acht, • 1 x^oftre alt, g c Tas Unglück ist wahrscheinlich durch einen sogenannten Kesicl, " o r d n in dem sich giftige. Eiase angesammett haben, entstanden. (EittncBtiitöf. * K'leine Tageschronik In Tifferdingen mI “ ’ , . , ., orrf-iTri Luxemburg stürzte an einem Neubau des' Hüttenwerks ein 20 (Fur ,yorm und .ler miter br< c r6r,J ftcöcnben JrhTc Meter hohes Gerüst zusammen. Zwei Arbeiter wurden ubermmml bic Redakt'-n dem Vubl,s,.m gegenüber keinerlei gelötet, einer lebensaefähilick verletzt. — Nach einer Meldung ^ntwortun^.l h s ausBraunsseld ist die G i e b c l n, a u e r der dort im Tr c u \ % tc Stadtverordneten hoben m 'hrer letzten Atzung das auS den Hummern hervorgeholt und m da^ -^nLnhaus fk- in derselben §,öhe und mit rückwirkender Kraft festgesetzt. -Ti*X ®nS« Vefl ^'eV-sfi gTt o nIa - 96 Mk.° Untab'i’efen Umftänben S'nJn"»U “c^enttarÄ A Eisen"» Afidä ,«S MArttf mX einer b°°^°,kÄ"'Set^ren 7L°sm"bi° Anzeige ben^ Vorarbeiter Tommik und walteten i^ mit einer w gs^ an^d r e i verschiedenen Orten ;?^ftctnt JLrrthrcT?t;\nlSii in «oa&rrn untcrqebrncbt, zwei außerhalb des Gymnasialgebändes, eine 'M verhaftet. .^m Nachlasse des vor drei P I Turmhaus oin Brand, in einem Zimmer, das den Anforderungen verstorbenen Millionärs Brclan rouibeit noch mehrere hunb r ecf)UuU)qicnc io ziemlich in allem widerspricht. Warum tau 1 end Mark aufgefunden, dicwoh l tat i g. geschieht eigentlich nichts, um diesen Mißständen zu begegne,i? W1? J11'?1 -Twupr nc&Vu Van etwa auch hier abqcwartet werden, „wie die Schule sich ent Turstenfabrikant Br ück wegen -' t t lich kertSv er gehens an bei ber Oberrealschule, bereu 473 (!) Schüler (ohne einem B iahrmen Mädchen, begangen HE^her, auf ^n0”n Uortou(e) des letzten Schuljahres in den Augen der Stadtvcr° nung des Staatsanwalts mKalierslautern 11 rualtnnq, wie es scheint, nur einen bescheidenen Anfang bedeuten. Flensbur g nschotz 13lahrme^hti ^es Hatton.anisten ^.^ ^er Schulpolitit des Wartens sollte nun doch cimnal ein teii den 11 mbrrgen Lohn einer Witwe vetm --Melen mit emem Qemnrf))t .^rden. Die Volksschulen und die.-öohere AIädchen- Teiching.—^n Zürich 9t dte Genickstarre ausgebroche^ jeder Vater weiß, ebenfalls sehr übel dran. Von zwei erkrankten Rekruten rst em er bereitsWeiftorben^^ebenso ^tadt wie (tzießeu, die in so hervorragender Weise für die zwn Zivilperwnen aus dem nab^-n Orte Uetikon. ßcit. für die Toten sorgt, sollte cs an Fürsorge für die A,ahrtge Dame ans Bremen, die b" rhZr ^Ztvester ^^»mft, für das Lebendigste, für die Jugend nicht fehlen lassen, in Köln zu Besuch weilte, verbrannte 'nwlge Umstostens emci o ücifd( das; in den letzten Jahren viel mehr kür die Petroleumlampe vollständig — In dem ^liebten Ausr ug^ort getan werden müßen, und eS ist die höchste Zeil, Luhe-Altenlande bei Hamburg stürzte die ^andung ^ ba§ Versäumte itachgcholt wird. Wenn man, unb damit brücke an ber Tampnwanleqcstelle em. Zehn Personen ivinbeit fo^mc id) roieber nuf ben Ailsgaugspnnkt zurück, ben Eltern am verletzt, davon zwei leftr ickwer. I einmal 50 Vrozent mehr Schulgeld abverlangt, dann hat man auch die Pflicht, für geordnete Verhältnisse zu sorgen. Pater Familias. bic Bcdicunua der Rücksta»Verschlüsse beireffend. Unter Äntweis auf § 18 Absatz 2 der Lolizeiverordnung oom i August 1904, die Entwäsiernng von Grund tiicken Anschliiß on die städtische Kanaluation betreffend, welchen wir nachstehend -um Abdriick bringen, machen wir b.eiemgen Hausbesitzer, welche ?bre Grimdstücke an die Neukanalisation oerefts angeschloßen haben, bgrau^fmerksam daß vom 14. bis 19. Ma. d. I. eine Spülung sämtlicher städt. Ltraßenkanäle vorgenommen wird. Gießen, den 9. Mai 1906. . . Großherzogliche Bürgermeisterei OueBeu Mec um. Hemc von 4 Uhr ab; fB'',, Stierfleisch c9 7?sg. Neneste D7S Janchepumpe (System Buss) . fTU Vorzüge: . vä/- Rein Rosten beo Cylin- ders unb Kolbens. Keine Verstoviung. Ventil oben im Aiislauf. leichtester Gang, größte Leistung. Vrosvekte kostens r ei. 14 Tage zur Probe. Carl Buss Wetzlar Vertreter gesucht. Prima Saatkartoffeln Magnum bonum mb Imperator habe noch billig abzilgcben. We'helm SühS GroßewBliseck. (2957 sind im Gange. Casa (Palästina . 9. Mai. Tie t ii r f - i che n -r rup^ pen haben einen Landstrich von zirka 1(>(»> Hektaren an ber egnvtisch-snrischen Grenze besetzt Tie Beduinen ftnd hierüber sehr aufgeregt und drohen mit einer Besetzung des türkischen Blockhauses in Gl Rasen, das eine Besatzung! von 100 Mann hat. ünbtrn urib wurde beute ^"tgenommen. ii und ben der 72 )ahre ii durck k r -' jjc des Zckbsl- > ift fmberloö. s-sigeöMad' tet haben. - dkS fofliibek-1 ; mit koche" unb verbrüytc tet gräülichku Juni, 1. . CiricgtJ; ^enittih: des Reineclauden 5 » 90 ««• joroie sämtl. Obst u. Gemüsekonserven in tadellosen Qualitäten Gebrüder Berdux» a s________________________ . . 100.25 . . 88.25 . . 100.25 . 88 35 . . 99.10 Tomaten-Pürree 5 D°s°nH< Erdbeeren Ä *«»• • 2‘w^°ie HVp0theken nuf S a u 7yr a n c i -? c 0. Einer Ncwyorker («tcRencr landwirtschaftlicher Wetterdienst. Kabclmeldung zufolge traten am Vcranlawmg von ’öarnman «nnvrt,.ar,AHiAc Witterung in Hessen für Donnerstag den bie Vertreter bekannter ^nkhäiuer zu antm^ ^ T oTÄa* L ,mb Rerfe 2ibtü6h,"n- roinb,°- Zranciscoer Gruiidbesitz dargelielien werden sollen varrlman will Witternngsivechsel (tzies-ener Wetterkatc die Angelegenheit energisch betrieben haben und wll ein Kon-1 Nähere? burrt^b.c (SMckcnet .. enorme. ---------- sortium schon am 9. d. M. gebildet nierbeit. . I ** K vnkurfe iuHe s s e n. lieber das Vermögen des Kaui- mannsl Hermann Stiegler in Mainz wurde am -0. .lpril I nadim. 4 Uhr, das Konkiirsverfahren eröffnet. Gleschattsmann .--- Wendelin Nehm in Mainz wurde zum Konkursverwalter er- FaiNiLieN-Na^rtepteN. uannü Kvnkurssor d er un geu sind bis zum 1. vinm_190b bet Gestorben e. Herr Wilhelm Eduard Schmitt, Langenaubach, dem Amtsgericht Mamz anzumelden. - Ucbct^ Vermögender ^ rr Jacob Kröcker, Frankfurt. - Fräulein Ida Maides, Mel- 'Atrnin 6.-cb ruber xt_ct’c zu ^armftabt mmbc am - -lprck, I Katharine Alohr geb. Müller, Wetzlar. — Frau nachm. 12i<. Uhr, dasl .Wnlursverfahren crölsuet, da deren Zahl-1 ■ Braunfels. — Hrau Elise Enders, geb. Ortwein, K W°b-, «». ^fman„, ürbernnnen Und bis zum 16. 1ÜN6 bci dem »lmlsgericht ----------—------------------- ------- Tnrmftnbt. amumetbrn. - Ucbcr brn bc8 am 3 Wo. vember 1905 verstorbenen Stcinhftuers xivset Canal und der - . am °6 Mär; 1906 verstorbenen Witwe desselben, Magdalena, B e r l i n, 9. Mai. Tie E i n i g u n q s v 0 r s ch l a g e nn geb Welzel in O b c r ? mi d e i, b a ch , wurde am 21. Amu, I Berliner Bäckereige werbe, die am Montag von den mittags 12 Uhr. das Konkursverfahren eröffnet, da sich ergeben Bistern nuqenommen wurden, haben gestern auch die Zn hat, daß der Nachlaß über,ckmldet "t., ^chtsanwalt Tr.^^t e tz! st mung der Gesellen gefunden m Deppen he im a. d.. B. wurde zum -Kon u^verwalter ern^ Frankfurt a. M., 9. Mai. -heute nacht 2 Uhr ent KonkurÄorderungcn imd b'szum ^.-^'^06beibem Amts b'cini Rangieren im .^auptbahnhof ein leerer SS sowie ein leeret Sagen 3. Klasse. Der letztere und Handlung mit Marmorvlatten, sowie über das Vermögen des Wagen stürzte um nnd sperrte zwei Hau Pt gleise, alleinigen Inhabers dieser Zirma, Zohauu Hemrick Trehl in sodaß der Verkehr nach Darmstadt bi-? < Uhr iinterbnnden Mainz, wurde am 24. April, nadim. 5 Uhr, das Kvnkurs-1 tvaT- Die Ursache der Entgleisung ist nicht rechtzeitiges Umverfahren eröffnet. Bureauvorsteher Johann Adam in I (cqen einer Weiche. Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt, ^^ukurstorder- ■ Heidelberg, 9. Mai. Der Student der Philosophie ungen sind bi« zum 19. Mai 1906 bei dem Amtsgericht ..icmx?, Lgr n (f nqC[ aus Mannheim ist auf traurige Weise ums anzumelden. Märkte Leben gekommen. Bei einem Spaziergang nach Zieget- kc Frankfurt a. 9. Mai. Mrig.-Tclegr. des „Gieß. Hausen ging ein Revolver den Engel bei fid) trug, lo«. Viebmarkt. Zum Verkaufe ftanben 00 Kälber, Dem Studenten drang eme Kugel tu den Unterleib. ,?ach! 00 Schafe "und .sammel, 896 Schweine: 1. Oual. 70—71 Vig. I mehreren Stiliiden witrde der Verletzte aufgefunden und "cbeudgewicht 55.00—55.50 Vf., 2. Qual. 68—69 Vst, Lebeubgewicht Krankenhaus gebracht, wo er bald starb. — Der Student 54 00 Vfg 3. Qual. 58 -59 W Kälber 1. Qual. 00-00 Vr, l l m e r aus Halberstadt wurde in seiner Wohnung er- Lebenbgewicht 00-00 Psg., 2. Qual. 00-00 P'g., Srtenbflewt*:aufgefunden Tie Motive zur Tat sind unbekannt. 00 - 00 Psg., Schlachtgewicht 00- 00 Psg.^Schafe 1. ^Eal C he m n i tz , 9. Mai. Eine h e ld e n m ü t i g e Ta t hat Schlachtgeivicht 00—00 Psg., Qualität 00 00 P g. ' der Bahnwärter F ie d l e r ans Thale im Erzgebirge Mit gut, kein Ueberitanb | Tobe bezahlt. Er bemerkte kurz vor einem heranbrausenden Zuge im Gleise ein vierjähriges Kind, das er noch im letzten Augenblick zurnckreißen konnte. Er selbst 4%X russ.Staatsanl. 1905 4L?°O iapan. Staatsanleihe 4 Conv. 'Pilrken von 1903 Tilrkenlose...... 4% Griech. Monopol-Anl. 4 9$ äussere Argentinier . 3°/0 Mexikaner . . 4X°/O Chinesen . . . . Aktien: Bochum Guss Buderus E. W . . . Tendenz: fest. > giftfreie B Bester Fussbodenanstrich 0 haltbar, hoohglänzend, elegant, > über Nacht trocknend. M Alleinverkauf bei August j Neil. Drogerie, Bahnhofstr. 51 j kroße Ausmhl in Rasierapparaten verschied. Systeme, wie Rapide. 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